17 – Die Bücher der Erinnerung [Serie]

  17 Das erste Buch der Erinnerung - Rose Snow  17 Das dritte Buch der Erinnerung - Rose Snow  17 Das vierte Buch der Erinnerung - Rose Snow

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Rose Snow

Teile der Serie:

  • 17 – Das erste Buch der Erinnerung (279 Seiten)
  • 17 – Das zweite Buch der Erinnerung (274 Seiten)
  • 17 – Das dritte Buch der Erinnerung (294 Seiten)
  • 17 – Das vierte Buch der Erinnerung (349 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Im ersten Buch geht es um Jo, die in den letzten Jahren mehrfach umgezogen ist. Jetzt ist sie mal wieder in einer neuen Schule, weil ihr Vater einen neuen Job hat. Jo entdeckt eine neue Fähigkeit an sich: Sie kann bei Körperkontakt Erinnerungen von anderen leuten sehen. Ansonsten geht es weitgehend um das übliche Schulleben – also recht gedehnt und nicht übermäßig spannend. Später erfährt sie noch, dass ihre Fähigkeiten nicht einzigartig sind und es Gruppen gibt, die „Seher“ beschützen oder töten wollen. Die Hauptprotagonistin macht einen recht intelligenten Eindruck, dass Offensichtliche verpasst sie aber vollständig…

Rasch stand ich auf, putzte mir leise die Zähne, widerstand dem Drang, die fremden Zahnbürsten ins Klo zu tauchen, und ging wieder zurück in mein Zimmer.

Im zweiten Buch lernt Jo mehr über ihre Fähigkeiten und die Bedrohung durch die „Jäger“ wird deutlich konkreter. Jo läuft anfangs weiter naiv den falschen hinterher, obwohl die Gefahr besteht, dass Ihre Mutter durch eben diese Leute getötet wurde. Weiterhin gelingt es ihr einige Dinge über die Jäger und die Vergangenheit ihrer Mutter und ihr Umfeld in Erfahrung zu bringen. Es kommt auch zu einem ersten Todesfall im näheren Umkreis.

Im dritten Buch weiß Jo nicht ob Adrian Freund oder Feind ist. Die Gefahr durch die Jäger ist unmittelbar. Sie weiß, dass ihr Folter oder der Tod drohen könnte. Und es kommt wie es kommen musste, Jo wird von den Jägern gefangen und gefoltert (wobei das hier zumindest harmloser abläuft als in anderen Jugendbüchern). Später kommt es zum großen Kampf. Eigentlich hätte die Serie nach Buch drei beendet werden können. Auch wenn der Showdown relativ kurz ist, passiert hier doch deutlich mehr als in den ersten zwei Büchern, die relativ ereignislos sind.

Aber so spannend die Zukunft auch sein mag, so wären wir dennoch nichts ohne unsere Vergangenheit. Jede Entscheidung, die wir treffen, ist geprägt davon und wir könnten keine einzige Situation bewerten, ohne auf unsere Erfahrungen zurückzugreifen.

Das vierte Buch ist darauf aufgebaut, dass es auch nach dem Kampf mit den Jägern noch Gegner gibt. In diesem Buch wird das Umfeld von Jo angegriffen und manipuliert. Auch hier werden offensichtliche Hinweise schlicht ignoriert. Alle näheren Bekannten stellen Behauptungen auf, die sich gegenseitig widersprechen. Zusätzlich tauschen schriftliche Botschaften auf, die angeblich niemand verfasst hat (obwohl nur 5 Personen anwesend sind). Die Prophezeiung deutet auf eine Gefahr aus dem näheren Umkreis mit. Danach wird das Buch aber recht spannend. Allerdings sind die Motivationen und das Handeln der Bösewichte sehr schwach begründet und nicht nachvollziehbar.

Beispiel: Eine Person betrügt eine andere. Die andere Person rächt sich nicht an der Person, die sie betrogen hat, sondern an allen Personen, die so wie die Person sind, die den Betrug durchgeführt hat (also quasi alle Menschen müssen leiden außer der Person, die die Tat ausgeführt hat). Dabei hilft die Person, die den Betrug durchgeführt hat bei x-fachem Mord, weil sie so hofft das Vertrauen und die Liebe der betrogenen Person zurück zu erhalten? Das nenne ich mal schlüssige Logik!

Fazit:

Die Bücher sind ganz ok aber nicht herausragend. Die Liebesbeziehung entwickelt sich sehr langsam und man weiß über weite Strecken nicht so genau ob Adrian gut oder böse ist. Die Bücher sind aus der Ich Perspektive geschrieben und somit kann man recht gut eintauchen in Jos Welt. Im Gegensatz zu anderen Büchern im Fantasiebereich haben diese Bücher recht lokale Auswirkungen. Es geht lediglich um eine recht eingegrenzte Anzahl von Personen. Insgesamt hat mich die Geschichte nicht so richtig gepackt. Über weite Strecken ist die Handlung nicht übermäßig abwechslungsreich (Speziell in den ersten zwei Büchern) und einiges lässt sich auch schon vorher erahnen.

Dazu kommt, dass die Protagonisten recht naiv sind. Hallo? Es geht um Folter und Mord und trotzdem macht Jo sich gedanken darüber, ob sie jemanden vielleicht vor den Kopf stößt, weil wenn sie ihn nicht nach Hause begleitet statt sich um ihr eigenes Leben zu sorgen?! Oder Jo trinkt natürlich Orangensaft, den ihr ein Fremder gibt, wenn das eigene Leben eh schon bedroht wird (den Saft hat er auch direkt dabei, als er ihr zufällig begegnet)? Na klar, wie sollte man da Verdacht schöpfen!

Derlei Ungereimtheiten gibt es noch mehr: Beispielsweise hat man natürlich viel mehr Interesse daran in einer lebensbedrohlichen Situation die Hintergründe und Motive aufzudecken, die interessant für den Leser sind, als sein Leben zu retten. Aber immer! Wie könnte man in so einer Situation auf die Idee kommen sich selbst zu retten.
Ansonsten werden hier diverse mal Rückschlüsse von Einzelpersonen auf Gruppen gezogen. Im Prinzip basieren sämtliche Handlungen und deren Ideologie der Bösewichte auf diesen Annahmen, die sich nebenbei noch als Lügen herausstellen. Mir ist etwas zu flach.

Bewertung:

3/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wie soll es möglich sein in die Erinnerungen von Toten Personen zu springen? Ist für mich nicht nachvollziehbar.
  • Wenn man gefoltert wird und die Möglichkeit hat die Zeit zurück zu drehen, springt man dann nur ein paar Minuten zurück oder doch vielleicht so weit, dass man vor der Folter landet?

[collapse]

Biss [Serie]

Biss Midnight Sun - Stephenie Meyer    Biss zum Morgengrauen - Stephenie Meyer  Biss zur Mittagsstunde - Stephenie Meyer  Biss zum Abendrot - Stephenie Meyer  Biss zum Ende der Nacht - Stephenie Meyer

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Stephenie Meyer

Teile der Serie:

  • Midnight Sun (264 Seiten – Kapitel 1-10 aus Edwards Sicht nur Englisch und als geleakter Entwurf)
  • Biss zum Morgengrauen (532 Seiten)
  • Biss zur Mittagsstunde (580 Seiten)
  • Biss zum Abendrot (640 Seiten)
  • Biss zum Ende der Nacht (801 Seiten)

Gelesenes Format:

Buch 1 Gebundene Ausgabe, Gesamtserie eBook

Rezension und Inhalt:

Dabei hätten sie bei ihrem Aussehen und der Art und Weise ihres Auftretens genauso gut in Lumpen gehen können. War es nicht zu viel des Guten, nicht nur blendend auszusehen, sondern auch noch Geld zu haben? Doch soweit ich das beurteilen konnte, war es meistens so im Leben.

Obwohl, so richtig glaubte ich das nicht. Ihre Isolation musste von ihnen gewollt sein – ich konnte mir nicht vorstellen, dass solcher Schönheit irgendwelche Türen verschlossen blieben.

Ich habe zuerst die Filme gesehen und fand die Filme nicht toll. Ich dachte mir dann, dass ich den Büchern auch eine Chance geben sollte und habe mir das erste gekauft. Dann stand es jahrelang im Schrank, weil die Filme mich zu Annahme geführt haben, dass das es sich um eine recht laue Teenager Liebesschnulze handelt. Weit gefehlt.

Ich habe jetzt die Biss Gesamtausgabe und Midnight Sun (Edwards Sicht der ersten 10 Kapitel) bisher 3x gelesen und ich kann nur sagen das ist bzgl. der Geschichte einfach genial geschrieben. Jeder Satz und jede Andeutung hat einen Sinn. Das wird einem erst vollkommen klar, wenn man auch Edwards Perspektive liest. Ich liebe die Gesprächszenen zwischen Bella und Edward und wie sie beide versuchen die Reaktionen und Gesichtsausdrücke und Körpersprache des Gegenübers zu interpretieren und oft richtig aber manchmal auch total falsch liegen. Das ist aus meiner Sicht das beste an den Büchern.

Für mich eine der besten Buchserien überhaupt und definitiv die beste Liebesgeschichte, die ich bisher gelesen habe. Und ich bin nicht die typische Zielgruppe (männlich und deutlich über dem Zielalter) und habe durchaus schon diverse Buchserien gelesen.

Es war tatsächlich so, als wäre jemand gestorben – ich. Denn ich hatte nicht nur die einzig wahre Liebe verloren – falls das noch nicht ausreichte, um jemanden umzubringen. Ich hatte auch eine ganze Zukunft verloren, eine Familie – das ganze Leben, für das ich mich entschieden hatte …

Ich habe mir die Filme jetzt noch mal angesehen und mein Eindruck bleibt unverändert. Das Buch ist um Längen besser, weil der Großteil der Magie im Film nicht oder nur schwer darstellbar ist. Dazu kommt noch, dass man in den Filmen die Teenager vom verhalten eher als Kinder darstellt – das ist oft eher zum Fremdschämen.

Mit der Buchserie liegt man also goldrichtig. Man muss allerdings etwas romantisch veranlagt sein. Wenn man auf die pure Liebe glaubt oder zumindest hofft, und absolute Treue nicht als unmodern betrachtet (viele wechseln die Partner heute ja sehr häufig und die Ehe ist auch nur ein 5 Jahresthema), dann stellt die Liebesbeziehung nahezu das Ideal dar.

Die Zeit erste Zeit nach der Verwandlung als Vampir, in der Bella die Welt neu erkundet ist genial. Das fängt mit dem Streit mit Jakob an, weil er auf Nessi geprägt ist und geht bis zum Austesten ihrer neuen Fähigkeiten. Allein darüber könnte ich ein Buch lesen. Wir wäre es mit “Das erste Jahr im zweiten Leben von Bella”.

Fazit:

In dem Amazon Rezensionen hatte jemand geschrieben, dass er den Büchern verfallen ist. Das trifft auch mich auch zu. Auch wenn das jetzt schnulzig klingen mag: Mir ging es nach dem Lesen der Bücher so, dass ich etwas vermisst habe, dass ich vorher nicht mal gesucht habe. Das ist wohl das größte Kompliment, was man den Büchern machen kann. Es mag ja sein, dass die dargestellte Liebesbeziehung in der Realität so nur sehr selten vorkommt aber erstrebenswert / beneidenswert (im positiven Sinne) ist sie aus meiner Sicht trotzdem. Zumal alle Realitätsvergleiche eh hinken, weil mir bisher noch keine Vampire begegnet sind, die mir zum Vergleich dienen könnten.

Bewertung:

5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Noch ein paar Worte zu einigen Kritiken, die ich gelesen habe. Es wird z.B. kritisiert, dass es vollkommen unrealistisch ist, dass Edward auf Bella steht, weil nur tollpatschig sein wohl kaum ausreichend ist für eine Liebesbeziehung. Wenn man Edwards Perspektive liest, dann wird schnell klar, dass er diesen Punkt zu Beginn nicht realisiert, sondern zuerst, dass er ihre Gedanken nicht lesen kann (das ist wohl ein wesentlicher Punkt, weil er es gewöhnt ist jeden sofort zu „durchschauen“). Danach bemerkt er, dass sie selbstlos, rücksichtsvoll, verantwortungsbewust, aufmerksam, emphatisch, eine Geheimnisbewahrerin ist (oder in seiner Zusammenfassung durch und durch gut) und oft anders reagiert, als er es erwartet. Und er hat einen Beschützerinstinkt ihr gegenüber, weil sie ihm so verletzlich erscheint (vermutlich ist er zu dem Zeitpunkt aber schon verliebt, ohne es zu bemerken).

Weiterhin wird kritisiert, dass Edward ein Stalker ist und Bella unterdrückt. Letzteres kann man wohl kaum behaupten, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Irgendwelche Feministinnen gehen wohl immer auf die Palme. Und das Stalker Thema ist auch kaum relevant, wenn man bedenkt, dass es Bella nicht stört und die Motive berücksichtigt (immerhin schwebt sie lange Zeit eher in Lebensgefahr – man könnte ihm schon eher vorwerfen, dass er selbst am Anfang die Gefahr ist – aber das macht er selbst ständig). Und hey, einem Löwen werfen wir ja auch nicht vor, dass er auf die Jagd geht, oder?

Ein anderer Kritikpunkt ist, dass Bella in Depressionen verfällt, als er „schluss macht“ (wobei der Ausdruck etwas trivial ist, wenn man seine Motive berücksichtigt). Wenn man andere moderne Jugendbücher liest (Die Bestimmung, Tribute von Panem), dann würde ich die Stimmung hier als noch gut bezeichnen. Zumal das Leben auch nicht immer nur toll ist (bei den meißten Leuten wohl noch viel weniger als bei Bella, wenn auch die wenigsten regelmäßig in Lebensgefahr schweben). Warum soll ein Buch das nicht darstellen? Außerdem – was soll man denn bei Romeo und Julia sagen, wenn man das Verhalten hier schon schlimm findet (Depression vs. Selbstmord)?

Es wird kritisiert, dass Bella Edward anhimmelt. Das beruht auf Gegenseitigkeit und ich kann daran nichts schlimmes erkennen. Im Gegenteil macht das den Haupteil der Faszination des Buches aus. Eben nicht alle paar Monate den Partner zu wechseln und sich gegenseitig zu vertrauen. Auch wenn das heute unmodern ist.

Was man kritisieren kann ist die teilweise fehlende Logik bzgl. der Vampire oder ihrer Fähigkeiten. Beispielsweise können die Vampire tagsüber nicht raus, wenn sie Sonne scheint, weil sie dann glitzern. Der Effekt würde wohl auch entstehen, wenn sie im Scheinwerferlicht stehen. Somit würde sich das Problem nicht nur bei Sonne ergeben, sondern unvorhersehbar im Alltag.

Kate besitzt die Fähigkeit ihre Haut unter Strom zu setzen uns somit Angreifer unschädlich zu machen. Das ist wohl kaum eine geistige Fähigkeit und könnte somit von Bella auch nicht abgewehrt werden.

Der Schreibstil ist hier und da etwas hölzern. Beim ersten Durchlesen ist mir das nicht aufgefallen, weil ich mich mehr auch die Geschichte und Emotionen als auf die Details konzentriert habe. Beim mehrfachen Lesen fällt es aber zunehmend auf.

Das Ende nach dem finalen Showdown kommt sehr aprupt. Hier hätte der geneigte Leser nach mehreren tausend Seiten etwas mehr verdient. Das heißt nicht, dass ich gerne die nächsten 20 Jahre im Kurzformat haben möchte aber ein paar Wochen danach zum versönlichen Ausklang wären schön gewesen.

Bleibt zu hoffen, dass Edwards Sicht (die ersten 10 Kapitel gibt es nur als nicht offizielle Version / Entwurf) noch weiter geschrieben wird. „Bellas erstes Jahr als Vampir“ könnte ich mir auch gut vorstellen. Ich fand die Zeit nach ihrer Verwandlung war die interessanteste und lustigste im Buch. Aber scheinbar war es das und die Autorin hat die Lust verloren. Somit sind die Chancen recht gering, dass es noch weiter geht. Aber wie heißt es so schön: Alle guten Dinge gehen zu Ende

Die Kritikpunkte sind aus meiner Sicht vernachlässigbar, wenn man bereit ist sich auf die Geschichte einzulassen.

[collapse]

Dämonentochter [Serie]

Daimon The Prequel to Halfblood - Jennifer L. Armentrout Dämonentochter 1 Verbotener Kuss - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter Verlockende Angst - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter 3 Verführerische Nähe - Jennifer L. Armentrout    Elixir a Convenant Novella - Jennifer L. Armentrout    Dämonentochter 4 Verwunschene Liebe - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter 5 Verzaubertes Schicksal - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • Daimon (Prequel) – nur Englisch (117 Seiten)
  • Dämonentochter 1 – Verbotener Kuss (449 Seiten)
  • Dämonentochter 2 – Verlockende Angst – (481 Seiten) Zusätzlich als englischer Download verfügbar Zoo Szene + Liebestrank Szene aus Aidens Sicht)
  • Dämonentochter 3 – Verführerische Nähe (481 Seiten)
  • Elixir – nur Englisch und spielt zwischen Buch 3 und 4 (115 Seiten)
  • Dämonentochter 4 – Verwunschene Liebe (513 Seiten)
  • Dämonentochter 5 – Verzaubertes Schicksal (449 Seiten)

Götterleuchten ist als Serie eine direkte Fortsetzung und beginnt ein paar Monate später. Die meisten Charaktere dieser Serie tauchen dort wieder auf.

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Eine Berg- und Talfahrt der Emotionen trifft diese Buchserie vollkommen.
Die Charaktere und die Story haben mich anfangs nicht nicht wirklich angesprochen. Es geht um eine fiktive Götterwelt mit Sklaven, Halbblütern und Reinblütern.

»Ist schon in Ordnung«, antwortete Apollo und lächelte Seth auf komplett unheimliche Art an, die sagte: Bringt eure Kinder in Sicherheit!. Wenn du am wenigsten damit rechnest, verwandle ich dich in eine rote Blume, die nach Katzenpisse stinkt.

In dieser Welt gibt es ein striktes Kastensystem, bei denen jeder aufgrund seines Blutsstatus endgültig eingruppiert wird. Aufgrund dieser Eingruppierung gelten diverse Regeln. Die unteren Schichten werden dabei massiv benachteiligt bzw. weitgehend behandelt wie der letzte Dreck.
Allein dieser Umstand gefällt mir schon nicht an der Buchserie. Es wird ständig erwähnt was Halbblüter nicht können, nicht dürfen und warum sie sowieso minderwertig sind oder gleich als Sklaven gehalten werden (und das ist wörtlich zu nehmen, weil sie per Droge willenlos gemacht werden), wenn sie nicht den Anforderungen der Reinblüter genügen.

Der Alien in meinem Onkel hatte ihn inzwischen offenbar völlig im Griff. Bald würde er sich mit den Krallen aus seinem Bauch herausgraben und einen Stepptanz quer über mein Bett aufführen.

Das bedeutet die Halbblüter haben lediglich die Wahl Soldaten zu werden (wenn sie dafür geeignet sind und die jeweiligen Leistungstests bestehen) oder sie werden per Drogen willenlos gemacht und als Sklaven gehalten. Als Soldaten haben sie eine relativ kurze Lebenserwartung.

Man kommt sich vor wie in den Südstaaten der USA vor dem Bürgerkrieg (Stichwort Behandlung der dunkelhäutigen Bevölkerung). Die Ausgangslage ist auf jeden Fall eine sehr schlechte Grundlage für eine Liebesbeziehung zwischen verschiedenen Kastenstufen (die sowieso verboten ist und die Risiken gehen ausschließlich zu Lasten der unteren Stufe) und aus meiner Sicht ist dieser Hintergrund über lange Strecken sehr abstoßend.

Die Vorgeschichte handelt von den Ereignissen, die Alex for dem ersten Buch widerfahren sind

Du brauchst jemanden, bei dem du dich ausheulen kannst, jemanden, der dich nicht dauernd befummeln will. Jemanden, der mit dir zusammen sein will, und zwar nicht deswegen, was du bist, sondern wer du bist.«

Im ersten Buch geht es mehr um den jeweiligen Stand “Halbblut” / “Reinblut” als um andere Dinge (das zieht sich vor allem durch die ersten zwei Bücher). Das erste Buch habe ich zwischendurch unterbrochen und ernsthaft überlegt, ob ich die Serie abbreche, obwohl ich andere Bücher der Autorin sehr mag.

Im zweiten Buch lernt man die “Regierung” und deren Verhalten und Methoden kennen.

Im dritten Buch hat es die Autorin dann geschafft mich in den Bann zu ziehen, weil die Handlung nicht mehr nur so dahindümpelt, sondern einiges unerwartetes passiert und die Hauptakteurin (Alex) sich mehr Bedrohungen und Herausforderungen gegenüber sieht.

Elixir behandelt die Zeit zwischen Buch drei und vier wo Apollo erzwingt, dass Alex nach der Verwandlung das Elixier trinkt, dass sie willenlos macht, weil sie nach der Verwandlung von Seth kontrolliert wird und nicht mehr sie selbst ist.

Im vierten Buch gibt es anfangs eine eher ruhige Phase in der die Hintergründe der Charaktere erklärt werden und Alex ihr “Erwachen” erlebt. Später nimmt die Geschichte deutlich an fahrt auf und Alex muss herausfinden wie Sie die Bedrohung bekämpfen kann, denen Sie selbst und der Rest der Welt gegenüber steht. Dafür zahlt sie einen sehr hohen Preis.

»Ich habe mir seit Tagen weder die Zähne geputzt noch das Gesicht gewaschen. Komm mir bloß nicht zu nahe!«

»Du bist so wunderschön wie immer, Alex.« Ich starrte ihn an. Wahrscheinlich kam er nicht viel in der Welt herum.

Im fünften Buch überschlagen sich die Ereignisse und Emotionen. Für mich war das erste Buch ziemlich schlecht. Das zweite wird schon besser und ab dem dritten ist man auf dem gewohnt hohen Qualitätslevel, den man von der Autorin gewöhnt ist.

In weiten Teilen geht es um Unterdrückung, Ungleichbehandlung und die Hauptprotagonistin wird regelmäßig behandelt, als wenn sie minderwertig sei. Zwischendurch hat sie sogar einen willenlosen sklavenartigen Zustand, der per Droge herbeigeführt wird und anschließend gibt es eine unselige Verbindung, die ihren eigenen Willen und ihre Persönlichkeit unterdrückt. Seth ist leider auch nicht Daemon (Lux) oder Roth (Dark Elements) und hat quasi keinerlei Charme und ist lediglich berechnend und egoistisch und naiv.

Allerdings sieht Alex das natürlich viel zu spät ein (obwohl es genügend Hinweise gab und es dem Leser vorher schon klar ist) und verzeiht im später sogar. Man möchte sie stellenweise einfach nur schütteln
Aiden wiederum ist am Anfang nicht wirklich zugänglich was aus den vielen Zwängen resultiert, denen er in der Gesellschaftsordnung unterliegt.
Ansonsten geht es gerade anfangs in weiten Teilen primär um Training, das Kastensystem und dümpelt vor allem in den ersten zwei Büchern so vor sich hin. Der Schreibstil ist wie immer toll (wie bei den anderen Büchern der Autorin).

Sieh mal, wozu hat man Freunde, wenn man nicht gemeinsam ein paar Stunden mit psychotischen Daimonen verbringen kann?

Im Gegensatz zu Lux und Dark Elements (wo starke Parallelen auftreten bzgl. der Charaktereigenschaften vorhanden sind), ist das hier nicht so stark ausgeprägt. Weiterhin finde ich die Geschichte hier deutlich düsterer als in Lux oder Dark Elements. Das guter / böser Junge Duo gibt es auch hier aber der Charme fehlt bei dem Bösen. Die Story ist besonders anfangs nur gerade so spannend, dass man weiterliest, richtig fesseln kann sie aber nicht. Das ändert sich spätestens ab Buch drei. Die Hauptprotagonistin ist am Anfang primär aufmüpfig, rebellisch und bis zu einem gewissen Grad kämpferisch (soweit das System es zulässt). Später gewinnt sie aber deutlich dazu und auch die Geschichte wird immer spannender.

Fazit:

Etwas schlechter als die Lux Serie. Die Geschichte bei Dämonentochter fängt relativ schwach an, steigert sich dann aber gewaltig. Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor so toll wie eh und je. Wer schräge Wortkombinationen oder skurrile bildhafte Vergleiche mag kann diesen Schreibstil nur mögen. Das ist frisch und unverbraucht. Manche trockenen Sprüche in Situationen, in denen quasi alles dem Untergang geweiht ist, sind einfach nur lustig. Ich mag den Humor der Autorin. Sie verweist sogar indirekt auf ihre eigene Buchreihe – ein Buch über Aliens mit einem heißen Typen auf dem Cover? Na, was könnte das wohl sein? Das kommt dort nicht mal wie Werbung rüber, sondern durchaus so, als wenn sich selbst auf den Arm nimmt – sehr sympathisch. Und es gibt Szenen im Buch, die sind einfach urkomisch, während andere einfach nur grausam ungerecht sind.

Wie schon am Anfang der Rezension geschrieben: Eine Achterbahn der Emotionen.

Bei allen Büchern der Autorin sind relativ viele Fehler in der deutschen Übersetzung vorhanden.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde, dass Alex am Ende nicht gut genug wegkommt und somit halte ich auch in Summe nicht viel von Apollo, obwohl er machmal recht cool ist. Man muss bedenken, dass eigentlich Alex der Apollyon hätte sein sollen. Seth war nie geplant. Als dann Seth temporär Alex Persönlichkeit unterdrückt ist Apollo viel zu schnell auf den Trip, dass er Alex töten will als sie unter Seths Kontrolle steht und ihre Persönlichkeit von ihm unterdrückt wird.
    Als sie sich dann ohne die Hilfe von Apollo wieder zurückgekämpft hat, geht sie mit dem Besuch in der Unterwelt ein hohes Risiko ein. Nach diesem Besuch hat sie eigentlich schon mehr getan als Apollo von ihr erwarten kann.
    Nachdem Alex dann denn Kampf mit Ares hat, bei dem sie quasi von ihm gefoltert und auf das heftigste gezeichnet und misshandelt wird, ist Apollo immerhin so gnädig, dass er sie unwissentlich und ungefragt zum Halbgott macht (ohne weitere Gegenleistungen zu verlangen). Allerdings mit dem Beigeschmack, dass sie jeweils 6 Monate in der Unterwelt und 6 Monate in der Oberwelt verbringen muss (die Beschreibungen zum Zeitablauf sind diesbezüglich an diversen Stellen in der Buchserie und leider nicht stimmig). Im Nachgang wird dann von ihr verlangt, dass Sie Göttermöderin wird und danach wahrscheinlich getötet wird (sie vermutet sogar zwischenzeitlich, dass sie in dafür in die in den Tatarus kommt – was quasi der Hölle entspricht, weil sie Seth töten muss). Was dann ja auch passiert, weil Apollo sie „zur Belohnung“ auf Wunsch von Zeus und den anderen Göttern tötet, weil sie nun als Göttermörder aus deren Sicht eine Gefahr darstellt. Da Aiden dazu vorher gezwungen wird seine Seele nach dem Tod an Hades zu geben um den Titanen zu befreien, bedeutet dies, dass sie sich zur Belohnung für all die Opfer und die Schmutzarbeit der Götter (und nur die sind für das ganze Chaos verantwortlich) weder im Leben noch im Tod jemals mit Aiden zusammen sein kann. Spätestens mit dem Wissen hätte ich an Ihrer Stelle gesagt „ihr könnt mich mal alle gern haben“. Warum sollte man den Göttern helfen, wenn sie so sehr darum betteln, dass man ihnen nicht hilft? Das das Zusammenleben mit Aiden doch möglich ist liegt nur daran, dass Seth sich im Austausch für Aiden anbietet und Aiden auch zum Halbgott wird. Das war aber von Apollo nicht so vorgesehen.Was ist also die Konsequenz: Alex ist quasi halb tot, weil sie regelmäßig in die Unterwelt muss und in der realen Welt sind beide mittellos. Klingt für mich nicht genügend nach Happy End, oder? Wenn man bedenkt, dass das die Belohnung dafür ist, dass Alex die Schmutzarbeit für die Götter erledigt hat und sehr viel Leid durchstehen musste ist das ziemlich schwach von den Göttern.
  • Es wird immer wieder erwähnt, dass ein Apollyon nicht von den Göttern getötet werden kann (außer von dem Gott aus der eigenen Abstammungslinie). Somit stellt sich die Frage warum Ares Alex quasi töten kann (sie ist nur Momente vor dem Tod), obwohl er das eigentlich nicht können sollte lt. den diversen Bekundungen, dass ein Apollyon quasi unverwundbar ist von einem Olympier.
  • Ich kann nicht nachvollziehen warum Alex Seth verziehen hat (ob Verbindung oder nicht). Er ermöglicht am Ende das Zusammensein mit Aiden aber gestorben ist sie mit dem Wissen es für Seth und die Menschheit zu tun und dafür nie wieder Aiden zu sehen – so selbstlos muss man erst mal sein vor allem mit dem Hintergrund, dass Seth sie nur belogen, betrogen und verletzt hat, sowie für viel Leid verantwortlich war (sinnloses Training nur um mit Ihr zusammen zu sein, das Aufzwingen der Runen um ihr Erwachen zu beschleunigen einschließlich der diversen Erschöpfungszustände bei Alex, der 1. Kampf mit Ares inklusive Höllenschmerzen und dem Tod als Folge, dass sie vor dem Kampf mit Jackson geschwächt war und somit sinnlos verprügelt wurde, dass sie das Elixier bekommen hat weil Seth sie kontrolliert hat, dass diverse Freunde von Alex gestorben sind, dass sie dabei sein musste wie Seth Telly und Teile des Rates getötet hat, sowie das es zu dem Krieg überhaupt gekommen ist – war alles die Schuld von Seth und den Göttern). Wenn am
    Ende jemand hätte getötet werden müssen wäre das wohl Seth gewesen und nicht Alex. Wobei natürlich klar ist, dass ihr die Macht vielleicht am Ende auch zu Kopf gestiegen wäre.
  • Warum ist Alex der Meinung, dass sie in den Tartarus (Hölle) kommt, wenn sie Seth tötet? S. 338 Buch 4
  • Woher weiß Dekan Elders, dass Aiden geistigen Zwang gegen andere Reinblüter angewendet hat? Der einzige der das wusste oder besser gesagt die starke Vermutung hatte war Telly und der ist nie an seinem Ziel angekommen und hat vorher auch sicher niemand informiert, weil er nur inoffiziell mit Alex gesprochen hat. Angeblich hat Lucian diese Information weitergegeben, bevor Teile des Rates durch Seth getötet wurden aber ich habe die Stelle nicht gefunden wo Lucian diese Information weitergegeben hat. Er hätte ja auch nichts davon gehabt, weil es den Rat gegen Alex aufgebracht hätte. S. 453 Buch 4
  • Warum ist der Göttermörder so gefährlich, wenn offenbar sogar nach der Energieübertragung nur beide Apollyons zusammen einen Gott töten können? Alleine schafft Alex das ja offenbar nicht, sondern erst mit der kombinierten Energie von Seth. Somit benötigt es offenbar einen Göttermörder Apollyon + einen zweiten der seine Energie zur Verfügung stellt um einen Gott zu töten. Das Risiko ist wohl sehr gering.
  • Die Zeitaussagen in der Unterwelt im Vergleich zur Oberwelt sind total Konfus. Der Faktor wird von „die Zeit vergeht in der Unterwelt langsamer als in der Oberwelt“ wird von 16 – 7200 variiert. Das bedeutet eine Stunde in der Oberwelt entspricht 16-7200 Stunden in der Unterwelt. Das wiederum bedeutet, dass die für Alex greifende Regel, dass sie ein halbes Jahr in der Unterwelt (lt. der Zeitrechnung der Unterwelt) und ein halbes Jahr in der Oberwelt verbringt, nachdem sie Halbgöttin geworden ist. Konfuserweise gibt es am Ende von Buch 5 aber noch die Aussage, dass die Zeit für Deacon in der Oberwelt noch länger vorkommen wird bis er Aiden wieder sieht (der mit Alex in der Unterwelt ist). Das ist total unverständlich, weil es das Gegenteil von dem Ist was in den Büchern ansonsten beschrieben wird. Im Gegenteil müsste Deacon ein halbes Jahr geteilt durch 16 – 7200 lang warten bis die zwei zurück sind (weil sie ja ein halbes Jahr nach Zeitrechnung der Unterwelt in der Unterwelt verweilen müssen). Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Alex und Aiden aus Sicht der Oberwelt quasi kaum weg sind aber trotzdem zwischendurch immer ein halbes Jahr in den Elysischen Feldern sind. In der Nachfolgeserie (Götterleuchten) stellt es sich wiederum so da, als wenn das halbe Jahr oben und unten jeweils einem halben Jahr oben entspricht, nur das die Zeit unten halt 16x – 7200x so schnell vergeht und sie quasi gefühlt extrem selten in die Oberwelt kommen. Ich kann allerdings nicht sagen, ob einige der Missverständnisse durch die Übersetzung entstehen.
  • Wieso lebt Diana noch, obwohl Seth den halben Rat ausgerottet hat? Es wurden nur die am leben gelassen, die Lucian treu sind. Somit müsste sie entweder tot oder treu zu Lucian sein.

[collapse]

Lux [Serie]

A Lux Prequel Shadows - Jennifer L. Armentrout    Obsidian Schattendunkel - Jennifer L. Armentrout  Onyx Shattenschimmer - Jennifer L. Armentrout  Opal Schattenglanz - Jennifer L. Armentrout  Origin Schattenfunke - Jennifer L. Armentrout  Opposition Schattenblitz - Jennifer L. Armentrout    Oblivion Lichtflüstern - Jennifer L. Armentrout  Oblivion Lichtflimmern - Jennifer L. Armentrout  Oblivion Lichtflackern - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • Vorgeschichte: Lux 0.5 – Shadows (192 Seiten keine deutsche Übersetzung – Englisch) – Muss man nicht gelesen haben und wird auch in den anderen Büchern in verkürzter Form erzählt. Ich hade die Vorgeschichte von Beth und Dawson nicht gelesen
  • Obsidian (1) – Schattendunkel (432 Seiten)
  • Onyx (2) – Schattenschimmer (480 Seiten)
  • Opal (3) – Schattenglanz (480 Seiten)
  • Origin (4) – Schattenfunke (448 Seiten)
  • Opposition (5) – Schattenblitz (414 Seiten)

Buch 1-3 gibt es auch alternativ aus Daemon’s Sicht (die Originalserie ist aus Katy’s Sicht geschrieben):

  • Oblivion (1) – Lichtflüstern (384 Seiten)
  • Oblivion (2) – Lichtflimmern (370 Seiten)
  • Oblivion (3) – Lichtflackern (274 Seiten)

Man kann sowohl Daemon’s Sicht als auch Katy’s Sicht eigenständig lesen. Mir hat Katy’s Sicht besser gefallen.

Weiterhin gibt es noch ein paar Zusätzliche Szenen, die je nach Version in den Romanen vorkommen (in dem Fall ist dann ein Vermerk mit  Bonusgeschichten vorhanden).

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Vor dieser Serie habe ich Twilight (Biss Serie) gelesen (ja ich weiß, etwas spät, aber ich bin männlich und altersmäßig deutlich über der geplanten Zielgruppe – das Buch stand bei mir jahrelang im Schrank, weil ich die Filme nur mittelmäßig fand – die Bücher fand ich danach aber deutlich besser und ich habe sie verschlungen).

»Ich war schon immer der Meinung, dass die schönsten Menschen – und ich meine wahrhaft schön von innen und außen – diejenigen seien, die sich dessen gar nicht bewusst sind. Wer mit seiner Schönheit hausieren geht, verschwendet, was er hat. Dessen Schönheit ist vergänglich. Nicht mehr als eine Hülle, die dunkle Leere überdeckt.«

Somit habe ich etwas vergleichbares gesucht, was aber trotzdem eine neue Story bietet und nicht nur ein Abklatsch ist. Auf die Lux Serie bin ich dann primär über Cross Promotion und die guten Wertungen gestoßen.

Es geht auch hier um eine Liebesgeschichte, bei der die Charaktere am Anfang zwar eine gewisse Zuneigung zueinander spüren, diese aber aus diversen Gründen nicht ausleben oder zeigen können. Neben der Liebesgeschichte gibt es sehr viel Action und hier geht es nicht um Vampire, sondern um Aliens (wobei mich das im ersten Moment abgeschreckt hat, aber die Darstellung der Aliens ist so angelegt, dass ich sie ziemlich gut finde und das Ganze im Prinzip auch genauso gut im Bereich der Fantasy spielen könnte).

O Mann, es war so still, dass man hätte hören können, wie ein Grashüpfer eine Fliege mit einem Karateschlag erledigt.

Die ersten drei Bücher sind – vermutlich basierend auf der Idee von der Biss Serie – aus beiden Perspektiven beschrieben. Das heißt man kann sie sowohl aus Daemon’s Perspektive (Oblivion) oder aus Katy’s Perspektive lesen. Daemon’s Perspektive bietet einige neue Szenen – zum Teil auch mit Katy – die aus ihrer Sicht nicht erzählt werden. Insgesamt hält sich der Erkenntnisgewinn aber in Grenzen. Ich habe alle 8 Bücher gelesen (das 3. aus Daemon’s Sicht gibt es stand heute nur in englisch). Zusätzlich gibt es auf der Homepage der Autorin und in den Büchern noch einigen Versionen der Bücher noch zusätzliche Szenen. Mir haben die Bücher aus Katy’s Sicht besser gefallen (das mag aber auch daran liegen, dass ich männlich bin, ich glaube den Mädels gefällt es andersrum besser). Aus Katy’s Sicht kommt etwas mehr Gefühl rüber und da sie (wie das bei dieser Art Bücher üblich ist) seine Emotionen oft sehr genau in seinem Gesicht lesen kann, bekommt man oft ein gutes Bild von seinen Gedanken. Wenn einem das nicht reicht, hilft seine Perspektive auch noch die restlichen Stellen zu verstehen. Ein paar Stellen werden ohne seine Sicht der Dinge nicht klar bzw. man kann nicht nachvollziehen was er denkt.

Die letzten beiden Bücher sind aus wechselnden Perspektiven geschrieben.

Ich stand einfach da und versuchte mir einzureden, dass meine Hitzewallungen auf ein Verdauungsproblem zurückzuführen waren und nicht darauf, dass ich eifersüchtig war.

Die Autorin greift hier aus meiner Sicht deutlich überzeugender eine halbwegs realistische Jugendsprache auf (die ändert sich natürlich ständig, somit kann ein Buch das eh nur begrenzt), als das in anderen Büchern der Fall ist (in Harry Potter reden Kids ja alle wie Erwachsende). Weiterhin werden ständig bekannte Marken oder Filme und Serien eingebunden. Es wirkt dadurch etwas moderner, wird dafür aber in einigen Jahren deutlich schwerer zugänglich sein.

Fazit:

Die Geschichte ist sehr spannend und in den ersten zwei Büchern war ich noch nicht hundertprozentig überzeugt. Das lag primär daran, dass man bis dahin nicht genügend Infos hat und alles etwas naiv und unrealistisch wirkt, weil einem die Ausmaße erst später klar werden. Spätestens ab dem Ende von Buch zwei nimmt die Geschichte aber richtig Fahrt auf und wird im letzten Band sogar episch.

Ich blickte zu dem Militärtypen. »Wer ist dieser Idiot?« Kat sah mich vorwurfsvoll an und Luc drehte sich ruckartig auf seinem Stuhl um und klang, als hätte er sich an seinem eigenen Lachen verschluckt. »O Mann, jetzt weiß ich wieder, warum ich dich mag.« »Juchei«, murmelte ich.

Die Liebesgeschichte ist toll beschrieben, wobei es gerade bei den Kuss / “Sexszenen” am Anfang interessant ist die Entwicklung zu verfolgen (diesbezüglich wird in dieser Serie deutlich mehr beschrieben als in Twilight) – im Mittelteil passiert dann aber nicht all zu viel neues was diese Szenen angeht und die Szenen wiederholen sich etwas und bremsen den Erzählfluss aus (ab dem 4. Buch Mitte bis Mitte 5. Buch). Am Ende (Buch 5) wird dann teilweise nur noch angedeutet was passiert und der Rest der Fantasie des Lesers überlassen.

Man kann sehr gut mit den Akteuren mitfühlen. der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist super (frisch, locker und jung).

Bewertung:

4,5/5

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Einige kleinere Logikschwächen gibt es in dieser Buchserie aber die kann man aufgrund der Gesamtqualität aus meiner Sicht als vernachlässigbar betrachten (das ist auch der Grund warum ich 4,5 statt 5 Punkte vergeben habe).

Was mir in den neueren Jugendbüchern zunehmend nicht gefällt ist die Darstellung von Folter. Das ist auch hier der Fall. Es werden Leute grundlos so sehr gefoltert, dass sie stundenlang schreien bis sie ohnmächtig werden und es werden auch ohne Zögern dauerhafte Schäden oder der Tod als Folgen akzeptiert. Teilweise muss man sadistische Züge unterstellen.
Ich will jetzt nicht ins Detail gehen aber so ist unsere Welt (vor allem wenn staatliche Organisationen involviert sind) und das ist sicher nicht unrealistisch. Ob man das so wie in der Lux Serie in einem Jugendbuch darstellen muss, sei dahingestellt. Ich konnte mich zwischenzeitlich zumindest sehr gut in die Charaktere versetzen und man kann nur mit ihnen Leiden und Wut empfinden und würde ihnen am liebsten helfen.

Generell hat die Geschichte hier ein deutlich größeres Ausmaß als in Twilight (wo es ja nur um sehr lokale Auswirkungen und einen sehr begrenzten Personenkreis geht). Es geht zwar an einer Schule los, später geht es aber um die ganze Welt.

Am Anfang ging es mir dann etwas wie den Charakteren im Buch (Beziehung Katy zu Daemon). Ich hatte eine gewisse Hassliebe zu Daemon. Im Vergleich zu Edward aus Twilight wirkt er anfangs fast asozial (ich sag nur mit nacktem Oberkörper die neue Nachbarin an der Tür begrüßen und die Sprüche, die er ablässt), wenn man nur Katy’s Sicht der Dinge liest. Weiterhin wirkt die Geschichte am Anfang sehr naiv. Der Staat ist verwickelt.aber angeblich komplett ahnungslos. Im 3. Buch wird aber klar, dass die Geschichte deutlich größer ist, als es am Anfang scheint. Auch die Beziehung zwischen den Hauptakteuren wird deutlich interessanter. Spätestens Buch 5 nimmt dann epische Züge an, bei denen eine Invasion auf die Erde gestartet wird und sich jeder für eine Seite entscheiden muss…

Glaubhaft ist in dem Kontext auch, dass die Charaktere oft mehr oder weniger Spielball der Ereignisse sind. Die Pläne, die sie schmieden sind oft aus der Not heraus geboren und meistens mehr oder weniger Himmelfahrtskommandos. Am Ende ist es Glück, dass einige überleben – trotz der vielen Verluste. Ich finde das – aus meiner Sicht weitgehend positive Ende – aber toll.

Interessant ist, dass auch aktuelle Themen wie z.B. Gentechnik aufgegriffen werden. Es wird z.B. indirekt hinterfragt was ethisch vertretbar ist und was nicht. Ist es z.B. ok ins Erbgut einzugreifen, wenn wir Krankheiten damit heilen könnten? Wo hört das Heilen von Krankheiten auf und wo beginnt die Verbesserung? Wie schnell kommen wir dahin das damit “bessere” oder “besser kontrollierbare” Menschen “gezüchtet” werden und / oder als Armee im Krieg eingesetzt werden? Und wo werden dann die verbesserten Menschen bevorzugt, oder verschaffen sich selber Vorteile weil sie sich für besser als den Rest halten oder werden sie sogar ausgegrenzt?

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