Wochenrückblick – PCT Woche 2 – Aller Anfang ist schwer

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

»Tod gebiert Tod gebiert Tod. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Sonntag – Julian 77, Mile 98 – Tag 7

Sonntag bin ich um 5:15 aufgestanden und was um 6:10 fertig für den Trail. Wie ich schon erwähnt hatte sind die Bürgersteige nachts in Julien hochgeklappt. Somit war kein Trailangel zu finden. Ich habe mich dann mit dem “Hiker to Trail” Schild an den Ortsausgang gestellt.

Zunächst hielt sich der Erfolg sehr in Grenzen. Außerdem war es recht kühl und windig.

Dann hat jemand angehalten, um mir zu erklären, dass ich doch in die Kirche gehen muss. Dahin wollte er mich mitnehmen. Zum Trail könne er mich leider nicht bringen. Dann wollte er noch wissen wann ich wieder geboren wurde. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich bisher nur einmal geboren wurde.

Der Zweite der angehalten hat, wollte 30$ haben und hatte mich wohl vorher schon gesehen. Als ich abgelehnt habe, ist er zurück gefahren. Da hat wohl jemand schnelles Geld gewittert.

Nummer drei kam um kurz vor 8 und ist ein deutscher Auswanderer. Der wollte 10$ für die Fahrt. Das ist angemessen. Im Gegensatz zu dem ersten Trailangel (der uns zum Southern Terminus gebracht hat), der von Trump nicht viel hielt, war dieser hier voll auf der Trump Linie.

“Die Demokraten haben alle Medien im Griff und verbreiten nur Fakenews. Obama hat nichts für die USA getan und nur geredet. Der Mueller Bericht hat Trump voll entlastet.”

Das also zum Thema Fakenews…

Aber über Politik und Religion lohnt es nicht zu diskutieren

Heute war es extrem windig. Das war so schlimm, das es mich teilweise fast vom Trail geblasen hat. Dafür war es zumindest nicht zu warm.

Mein linker Fuß ging heute so einigermaßen. Mal schauen wie es morgen ist.

Die Blase am rechten Fuß an der Ferse ist schlimmer geworden, trotz mehrerer Blasenpflaster, die ich über die Zeit verwendet habe.

Zusätzlich habe ich am rechten Fuß jetzt noch Schmerzen an der oberen Kante des Schuhes an der Achillessehne. Das fällt eindeutig in die Kategorie ganz schlecht.

Abends bin ich etwas spät dran und mein Zelt steht auf einer beidseitig leicht schiefen Fläche. Das ist übler als gedacht. Das mache ich nicht nochmal, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

Montag – Mile 98, Warner Springs 109,5 – Tag 8

Panorama 1

Ich wache mitten Nebel auf. Das Bild ist ziemlich spektakulär und mystisch. An dem Tag bin ich bereits um 6:30 auf dem Trail. Nach zwei Meilen laufe ich in eine Riesentraube Hiker hinein (in einem großen Campingplatz mit Wasserquelle – Barrel Springs). So viele Hiker habe ich bisher abseits vom Starttag noch nie gesehen.

Panorama 2

Wie ich dan feststelle gehen einige den Trail deutlich langsamer an. Einige sind vier Tage vor mir gestartet. Ob das die bessere Strategie ist, sei dahingestellt. Am Ende fehlt einem die Zeit um den Trail zu beenden. Es gibt auch mit Sicherheit Leute, die deutlich schneller sind als ich.

15 Meilen an jedem Tag sind besser, als wenn man alle paar Tage einen Zero braucht. Allerdings ist es relativ müßig darüber zu spekulieren, da ich nicht weiß, ob ich die Probleme nicht hätte, wenn ich „nur“ 15 Meilen pro Tag laufen würde.

Meine Achillessehne schmerzt nach wie vor. Evtl. ist das nun auch ein Effekt von dem Versuch den anderen Fuß zu entlasten. D.h. ich habe nun offenbar beidseitig Tendinitis – nur an unterschiedlichen Stellen. Also ist Ibu + Kühlen angesagt. Heute bin ich nur 12 Meilen gelaufen.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich morgen einen Zero mache und weiter kühle oder wieder auf den Trail gehe. In Warner Springs ist die Preisleistung deutlich besser als in Julian.

Besser wird’s vom Hiken nicht. Das nervt total, wenn man von der Kondition und Willenskraft locker 20 Meilen macht, aber die Sehnen und Muskel nicht mitspielen.

Das erste paar Socken habe ich jetzt platt nach ca. 110 Meilen + etwas Training vorher zu Hause.

Eagle Rock

In Warner Springs gibt es das Community Center und die Tankstelle (die Tankstelle ist sehr gut bestückt und hat ein anderes Sortiment als das Center) zum Einkaufen. Zusätzlich war ein recht gut bestückter fahrender Ausstatter vorhanden. Ich habe mir direkt mal neue Socken gekauft. Selbst Schuhe in alle gößen waren vorhanden. Top!

Neben dem Community Center gibt es eine Schule, in der man Mittagessen kann. Zusätzlich zum Campingplatz gibt es Lodges.

Ein Restaurant gibt es auch. Das hat aber Montag und Dienstag zu.

Falls es anhand der Bilder noch nicht klar wird. Die ganze Wüste blüht zur Zeit.

Im Verhältnis zu sonst war die heutige Etappe ziemlich einfach, wenn ich nicht eh schon Fuß Probleme hätte also Easy going.

Die meisten anderen Hiker haben Blasen, aber abseits von Druck- oder Scheuerstellen (zum Beispiel beim Hüftgurt) keine Probleme. Zumindest soweit ich das bisher mitbekommen habe.

In den nächsten Tagen wird es noch mal deutlich heißer lt. Wetterbericht.

Dienstag – Warner Springs – Tag 9

Ich habe morgens lange mit mir gehadert und dann zu einem zweiten Zero entschlossen. Das entspricht zwar meiner ursprünglichen Planung (wobei ich jetzt schon leicht dahinter bin) aber ich wäre lieber weiter gewandert.

Ich weiß aber aus Erfahrung, das Probleme im Bereich der Achillessehne einen ganz schnell außer Gefecht setzen können. Insofern kommt heute die Vernunftvariante zum Einsatz.

Eis zum Kühlen und Ibus. Ein wenig stretching und hoffen. Mehr kann ich aktuell nicht machen.

Irgendwie ist es lustig. Wenn man in einer Stadt ist zieht es einen auf den Trail. Ist man auf dem Trail hätte man gerne die Annehmlichkeiten aus der Stadt.

Morgen geht es definitiv weiter. Ich habe mir gestern Polstermaterial für den rechten Schuh besorgt um den Druck auf die Sehne etwas zu senken. Ob es hilft, wird sich zeigen.

Der nächste Abschnitt ist mit 3-4 Tagen etwas länger. Theoretisch kann man auch einen Tag früher in eine Stadt hitchen (per Anhalter fahren).

Ab morgen muss ich dann schauen, ob ich weniger Meilen mache (das würde mich noch weiter zurückwerfen oder das Risiko eingehe weitere Zeros zu benötigen). Welche Anzahl auch immer nötig ist zum Auskurieren.

Spätestens bei Idyllwild muss ich eh fit sein, sonst ist eine Pause angesagt. Der Abschnitt ist zu gefährlich, wenn man nicht fit ist. Von dort wurden in den letzten Tagen diverse Hiker mit Beinbrüchen eingesammelt. Ich weiß allerdings nicht, ob die Microspikes hatten.

Aktuell bin ich nicht so optimistisch für morgen. Der linke Fuß ist nach wie vor geschwollen. Die Schmerzen halten sich in Grenzen. Aber ein Tag Trail sind vermutlich wieder 3 Schritte zurück.

An der Archillessehne ist die Schwellung weitgehend zurück gegangen und ich habe den Schuh so umgebaut, dass weniger Last auf der Sehne liegt.

Hoffentlich reicht das so und führt nicht zu Blasen.

Heute habe ich festgestellt, dass sich die Kantinenzeiten für die Hiker nach den Schulzeiten richten. Wenn also Schüler in der Kantine sind dürfen keine Hiker rein und andersrum. Heute gab es dementsprechend zwischen 3 und 6 Abendessen statt dem Mittagessen, das es am Vortag gab.

Mittwoch – Warner Springs, 126,9 Mikes Place – Tag 10

Aufgrund der hohen prognostizierten Temperaturen bin ich früh aufgestanden um nicht gleich im Backofen zu landen.

Es lief heute deutlich besser als gedacht. Ich bin deutlich langsamer unterwegs gewesen und habe sehr genau drauf geächtet wo ich hintrete.

Abseits von einer Blase hinter dem linken Zeh, die ich schon länger habe ist es heute weder besser noch schlechter geworden. Zumindest habe ich jetzt gerade den Eindruck. Mal sehen wie es morgen früh ist.

ich weiß nicht wie oft ich heute über denselben Fluss geklettert bin. Mindestens 6x – ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Das ist deswegen spannend, weil man entweder über rutschige Steine, wackelige Bohlen balanciert (dann bleibt man im Optimalfall trocken oder fällt rein und sieht dann aus wie nach einem Schlammbad) oder man läuft gleich durch.

Anbei ein Bild zum Thema Tiere. Ich habe zwar schon diverse gesehen aber die meisten flüchten zu schnell. Somit gibt es von denen i.d.R. keine Fotos. Dabei waren alle möglichen Schmetterlinge, Eichhörnchen, Hasen, Nager, Echsen, Vögel.

Heute bin ich bei Mikes Place gestrandet. Ziemlich seltsamer Ort. Es gibt Wasser, Getränke und irgendwann Essen. Überall steht Müll rum. Es sieht ziemlich chaotisch aus.

Ansonsten war es heute ziemlich warm.

Bei Mikes Place soll auch eine große Klapperschlange gewesen sein, bevor wir eingetroffen sind.

An Mikes Place waren zwei Leute abseits der Hiker. Mike selbst hat nur rumgessen und keinen Finger gerührt. Ein zweiter hat fleißig alles organisiert. Es gab Softdrinks und später Pizza in normalen und unnormalen Variationen (Erdbeer, Banane und Schokolade).

Donnerstag – 126,9 Mikes Place , 3 Meilen vor dem Paradise Café 148,9 – Tag 11

Aktuell bekommt man nich mehr jeden Tag eine neue Landschaft geboten.

Dafür fallen einem mehr Details auf. Eine Blume oder ein Kaktus, die man so noch nicht kennt oder die in voller Blüte stehen.  Heute war der bisher heißeste Tag (knapp 30° C ohne Schatten bei ca. 1000m Anstieg. Bis ca 4:00 ging es mir gut. Dann kam ein Totaleinbruch. Um die letzten Meter zum Campingplatz musste ich Ringen. Danach war ich komplett Antriebslos. Sogar das Zelt aufbauen und die Luftmatratze aufpumpen war ein Kraftakt.

War die Pizza am Vortag nicht gut? War die Wurst heute Mittag schlecht (danach habe ich ziemlich heftige Blähungen für den Rest des Tages bekommen)? Habe ich es übertrieben? Mal sehen wie es morgen ist. Da gibt es Frühstück im Paradise Valley Café. Wenn es mit dann besser geht evtl. auch Mittagessen.

Ich bin so langsam geneigt die Masterplanung über Bord zu werfen. Ja, vielleicht wird es dann am Ende kein Thru Hike. Es macht aber auch keinen Sinn. Wenn man vorher schon aufgeben muss.

Heute hatte ich die erste bewusste Schlangenbegegnung. Die Schlange lag direkt neben dem Trail und hat mich so spät bemerkt wie ich sie. Geklappert hat sie nicht aber die war auch recht klein. Der Nachwuchs kann noch nicht klappern, ist aber um so gefährlicher, weil das Dosieren des Giftes auch nicht funktioniert. 

Freitag – Tag 12 – 148,9 – 162,7 (+4 Meilen extra zum Wasserholen und zum Paradise Café)

Heute ging es wieder besser als am Vortag. Das könnte dem sehr guten Frühstück im Paradise Valley Café geschuldet sein. Ich habe gleich mal 4 große Cola geschlürft und hätte problemlos noch ein paar trinken können.

Aufgrund des Zwischenstops im Café und den Zusatzmeilen war die Tagesleistung nicht so toll.

Heute Abend gab es wieder ein Fertiggericht von Knorr. Liebe Leute von Knorr. Das beste was man zu den Gerichten sagen kann ist, dass das Produktbild gut ist und das man sich nicht direkt übergeben muss. Habt ihr den Frass. Selber mal probiert? Wie wäre es den mit Nudeln mit Bolognesesoße?  Irgend etwas das entfernt essbar ist?

Heute hatte ich glaube ich die erste Klapperschlange auf dem Trail. Da man immer die Gegend direkt vor seinen Füßen beobachtet um sich nicht böse Verletzungen einzuhandeln oder gleich abzustürzen ist die gleichzeitige Schlangenüberwachung etwas schwierig.

Die Schlange hat mich also zuerst bemerkt, ein Zischen abgelassen (Klappern war das glaube ich nicht – ich weiß auch nicht, ob das gleichzeitig mit Fortbewegung möglich ist) und sich dann von dannen gemacht.

Heute ging es bis über 7000 Fuß. Morgen auf über 8000, wenn ich dort ankomme. Der Plan ist morgen von der Saddle Junction nach Idyllwild zu kommen. Die Strecke ist aber verdammt lang und steil. Das tolle Powerfrühstück von heute fehlt auch.

Ich schlafe heute im Wald bei einer Wasserquelle. Das ist sehr Laut wegen dem Wind. Ich bin mal gespannt wie lange ich schlafe.

In Idyllwild werde ich wohl anderthalb Zeros einlegen. Ich brauche mal echtes Essen und muss mein Trailfood dringend überdenken.

Heute ging es wieder besser als am Vortag. Das könnte dem sehr guten Frühstück im Paradise Valley Café geschuldet sein. Ich hab gleich mal 4 große Cola geschlürft und hätte problemlos noch ein paar trinken können.

Aufgrund des Zwischenstops im Café und den Zusatzmeilen war die Tagesleistung nicht so toll.

Panorama

Samstag 162,7 – 176,4

Der heutige Tag war übel. Allein der Weg von der Wasserquelle (Campplatz vom Vortag) war sehr steil. Das ging dann den ganzen Tag so. Immer hoch und runter.

Nebenbei durfte ich noch über mindestens 50 Bäume klettern, die auf dem Trail lagen.

Zusätzlich ist der Trail hier oben teilweise komplett mit Schnee bedeckt. Teilweise gut 50cm. Das artet ohne Spikes in ziemliches Gerutsche aus (ich habe welche dabei, aber heute noch nicht benutzt).

Insgesamt ging es heute 1500 Meter hoch und 950 runter. Mittags war ich nach einem extremen Anstieg fertig und habe mich dann auch nicht mehr erholt. Diverse andere waren auch fertig, haben mich dann aber später eingeholt.

So schlecht wie heute ging es mir auf dem Trail noch nie. Hat das was mit der Höhe zu tun oder mit meinen Essensproblemen?

Oder fehlt für einen derartigen Tag die Kondition?

Heute  campe ich etwas unfreiwillig auf 8300 Fuß was wieder laut und windig ist und ziemlich kühl.

Bis 7 (zu der Zeit bringt das Hotel die Hiker zum Trail)! werde ich es wohl morgen nicht zum Trailhead schaffen. Ich hoffe, dass ich dann irgendwie zum Hotel komme.

Was Hikerbot (Webseite) als Geschwindigkeit für einen Durchschnittshiker angibt ist übrigens nicht ganz ernst zu nehmen.

Panorama

Die Informationen zum Sonntag kommen aufgrund der Zeitverschiebung nächste Woche. Sofern ich Internetzugang habe.

Wie war eure Woche?

Weitere Lesenlaunen

Messesamstag bei glimrendeMein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Game over bei Barfuß unterm RegenbogenEin Wochenende voller Freunde bei Tiefseezeilen ∗ Alles muss raus! bei Letterheart ∗ Neapel, wir kommen! bei Stars, Stripes and books ∗ Von Buchshopping und Blumenfreude bei ninespo ∗ Urlaub genossen bei Nadines bunte Bücherwelt Wo soll ich eigentlich anfangen? bei The Book DynastyBlüten und Familienzeit bei Lieschen liest ∗ Urlaub mit Schnupfen bei Nerd mit Nadel Mein-Nintendo-Kaffe-Comic-Leben bei Trallafittibooks

Wochenrückblick – PCT Woche 1 – San Diego und Wüste

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

Vielleicht ist es nur unsere Natur, dass wir uns ständig die Dinge wünschen, die waren und sein könnten, anstatt die Dinge, die sind und sein werden. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Sonntag

Am Sonntag (wegen der Zeitverschiebung hatte ich letzte Woche nicht davon berichtet. Da ich bis Abends durchgehalten hatte, war ich recht hoffnungsvoll, dass ich die Nacht durchschlafe. Das hat allerdings nicht wirklich geklappt. Das hatte vermutlich verschiedene Gründe.

Zum einen wäre wohl das Party Nachbarzimmer zu nennen. Andererseits ist Downtown San Diego am Samstag nicht vor 2 oder 3 Uhr ruhig. Als ich dann nachts um halb drei aufgewacht bin, war ich auch gedanklich wieder bei den Treilvorbereitungen, was nicht geholfen hat.

Nachts habe ich also noch ein paar Sachen erledigt, um dann um halb 5 noch mal für zwei Stunden zu schlafen (das hat sogar funktioniert).

Danach habe ich nach einem recht kargen Frühstück im Hotel den Balboa Park besucht. Der Fußweg war insofern etwas beschwerlich, als das ich zuerst einige Straßen ohne Bürgersteige bzw. Fußgänger erwischt habe.

Der Park ist eine Mischung aus Museen, Theatern, Geschäften und eben ein Park. Generell kann ich nach den zwei Tagen sagen, dass die USA viel teurer sind, als ich das von meinem letzten USA Urlaub, der allerdings auch einige Jahre zurück liegt in Erinnerung hatte.

Das Luft- und Raumfahrtmuseum und das Automuseum standen heute auf dem Programm. Beide sind ganz nett, aber wirklich gesehen haben muss man sie beide nicht. Das Angebot ist in beiden recht überschaubar. Da kann man besser in die Technikmuseen in Sinsheim und Speyer gehen, davon hat man viel mehr von.

Im Luft- und Raumfahrtmuseum gab es auch die schlechteste 4D Vorstellung die ich je gesehen habe. Angeblich sollte es einen Raumkampf geben (warum es kein Luftkampf war, verstehe ich nicht, das hätte zumindest zum Museum gepasst). Der Kampf hat aber nicht stattgefunden. Es gab einige Zusammenhanglose Szenen in denen Ein Raumschiff irgendwelche Manöver durchgeführt hat, die total sinnlos von Effekten begleitet wurden.

Anschließend bin ich noch in 3 Supermärkten gewesen und kenne jetzt grob das Angebot. Mit dem Essensangebot den Trail zu bestreiten wird auf jeden Fall spannend. Ich habe jetzt ca. 4kg gekauft, von denen ich  Montag 3kg voraus schicken werde.

Was auffällig ist in San Diego ist die hohe Anzahl von Obdachlosen.

Ansonsten bekommt man im Supermarkt alles in Plastiktüten.

Montag

In der Nacht zum Montag habe ich besser geschlafen. Immerhin war ich erst um 5:00 wach.

Somit bin ich aufgestanden und habe mich noch etwas mit den Vorbereitungen beschäftigt. Unter anderem habe ich ausgerechnet welche Kalorienanzahl meine Essenspakete haben. Das Ergebnis war nur ca. 4000.

Das ist zu wenig für den Trail. Eher angebracht sind 5000 oder mehr. Daran muss ich wohl noch arbeiten.

Um 9:00 stand ich dann vor dem Postamt, dass erst um 9:30 geöffnet hat. Es ging aber nicht nur mir so, sondern diversen Leuten. Als es dann um 9:30 geöffnet hat, standen locker 20 Leute davor und ich stand eine ganze Weile in der Schlange nur um mir erklären zu lassen welche Aufkleber ich benötige.

Insgesamt haben 3 Pakete ca. 50 $ gekostet und der Spaß hat 1,5 Stunden gedauert. Das ist noch optimierungsfähig.

Anschließend würde ich von einer Freiwilligen zu Scout und Frodo gefahren, die jede Nacht ca. 35 Leute beherbergen.

Von dort kann man Pakete abschicken, einkaufen, noch fehlende Ausrüstung kaufen. Alles was man so braucht. Schon Wahnsinn, dass die beiden das sit Jahren unentgeltlich machen. Die Aussage von “Scout” (Trailname) zu dem Thema ist, dass sie es können und deshalb kein Geld möchten.

Es wird aber auch recht schnell klar, dass man zwar Hilfe bekommt, aber man nichts hinterhergetragen bekommt. Man ist für sich selbst verantwortlich. Ob man genug Wasser oder Essen hat liegt in der eigenen Verantwortung. Niemand prüft das.

Zusätzlich zu Fußproblemen habe ich jetzt noch Rückenprobleme. Der Start ist also optimal.

Für Morgen ist Regen und recht kaltes Wetter und Wind vorhergesagt. Das ist direkt mal zum Abgewöhnen.

Im Laufe des Tages haben diverse “Veranstaltungen” stattgefunden. Von Besuchen bei AT&T, Gear Prüfungen von Leuten, die auf dem Trail waren, bis zur diversen Hinweisen zu Verhaltensregeln auf dem Trail.

Als Upgrade für meinen Filter habe ich jetzt noch den Deckel einer 700ml Smartbottle beschafft. Der Originaldeckel geht sehr leicht verloren.

Um 9:00 war der Tag zu Ende und morgen heißt es um 4:30 aufstehen, 5:30 treffen und ab 6:00 geht es zum Trail.

Dienstag – Campo, Lake Morena (Mile 20) – Tag 1

Geschlafen habe ich in der Nacht quasi nicht.

Mein Rücken ist übel. Ich stelle nur knapp vorm Totalausfall. stehen geht, sitzen und liegen ist übel und so wirklich förderlich ist die Luftmatratze nicht in dem Kontext.

Das Wandern lieg heute trotzdem ziemlich gut dank Vitamin I (Ibuprofen). Das wird in den USA mit 200mg Dosen pro Tablette verkauft und man soll nur 6 pro Tag nehmen. Unter 2 pro Einahme braucht man aber nicht anfangen und die halten eh nur 3 Stunden. Die schmecken ins den USA übrigens wie Süßigkeiten.

Um 7:00 waren wir beim Trail und die obligatorischen Bilder vom Terminus und Grenzzäune standen an. Der Grenzzaun wurde dank Trump mit 2 Reihen Militärstacheldraht verstärkt.

Die Kontrolle der Permits erfolgte in der Form, dass zwei PCTA Member abgefragt haben, ob man ein Permit hat und anschließend, ob es für heute gültig ist. Alle hatten ein Permit, vier nicht für den aktuellen Tag. Interessiert hat es niemand.

Nach 8.5 Stunden waren die 20 Meilen erledigt ca. 950 Höhenmeter lt. Uhr). Mal sehen wie es mir morgen geht. Interessant ist, dass meine Garmin Uhr 38km angibt, die liegt normal zu niedrig. Aber ist benutze sie im Stromspar-GPS Modus.

Heute war es ok. An den kleinen Zehen sind Ansätze für Blasen. Ich babe über Nacht mal ein Pflaster drauf geklebt, das kommt aber morgen runter, weil ich mit Dauerbepflasterung im Training schon blutige Blasen hatte.

Es hat den ganzen Tag über geregnet oder gefisselt. Kurz vor dem Ziel gab es dann noch eine richtige Ladung. Ohne Wasser von oben ist es eindeutig cooler.

Aktuell bin ich glaube ich der erste aus unserer Gruppe von rund 30 Leuten (die meisten sind heute 5 Meilen weniger gelaufen). Erstaunlich. Die meisten sind jünger und somit leistungsfähiger. Hoffentlich macht mein Rücken morgen mit.

Das ich bis Lake Morena durchgehalten habe, hat sich allein wegen den zwei Burgern mit Pommes und Cola gelohnt. Die Bürger waren wirklich gut, obwohl der Laden nicht so aussah.

Danach hatte ich allerdings Dünnpfiff, das kommt aber vermutlich von dem ganzen Müll den ich tagsüber gefuttert habe. Wenn das jetzt die Regel wird, dann könnte das problematisch werden.

Aktuell liege ich auf dem Campingplatz in Lake Morena im Zelt und sehe den Mond durchs Zeltdach.

Mein Fuß hat heute mitgemacht. Hoffentlich bleibt das so, dann schlafe ich morgen vielleicht im Hotel.

Der Trail sieht insgesamt besser aus als gedacht im Startbereich. Ich habe sehr wenig Toilettenpapier / Müll gesehen.

Heute waren schon einige Highlights dabei, die allerdings bei dem Wetter auf dem Foto nicht so toll aussehen.

Mittwoch – Lake Morena, Mount Laguna (Mile 42) – Tag 2

Woha, immerhin 6 Stunden Schlaf im Zelt. Auch dem Zeltplatz war der Abstand zwischen den Zelten mit 10-15m aber recht angenehm. Da es fast alles ZPacks Duplex sind, sieht das sehr spacig aus.

Das Zelt ist beim Einpacken klatschnass. Außen vom Regen, innen von der Kondensation.

Nachdem der Vortag gut gelaufen ist, habe ich mir als Tagesziel Mount Laguna gesetzt. Das war bei ca. 4km, ca 1300 Höhenmetern und Temperaturen um 25°C etwas zu viel des Guten. Ab mittags war ich an meiner Leistungsgrenze und habe dann auch noch zu spät etwas gegessen.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Trailfood schon jetzt hasse?

Heute bin ich ohne Unterhose unterwegs. Gut für die Scheuerstelle am Hintern, schlecht für die Hüften. Morgen also wieder mit Unterhose. Ansonsten kommt morgen Moleskin zum Einsatz für die Hüften. Ich wollte eigentlich die Stelle Abends behandeln, habe es aber schlicht vergessen.

Die erste Tageshälfte war klasse und der Trail abwechslungsreich. Das sich die Landschaft innerhalb eines Tages so ändert, hätte ich nicht gedacht.

Das Konzept des Trails habe ich nun auch verstanden. Man nehme den größten Berg, dann dass tiefste Tal und Reihe beides endlos aneinander. 😉

Heute habe ich den Deckel von meinem Wasserfilter verloren und den angeblich so tollen Ersatzverschluss einer Smartwaterbottle geschrotet. Beides an einem Tag ist eine Leistung.

Die Ankunft in Laguna war eine derbe Enttäuschung. Alles hatte zu und alle Lodges waren gebucht. Ich wollte eigentlich in einem Bett schlafen. Also ab und nasse Zelt ohne was gutes zum Essen.

Der Campingplatz ist nicht für Hiker gedacht und kostet 26$. Recht happig.

Ich in übrigens der erste von 50 gestarteten Hikern, sofern ich das richtig überblicke, trotz Rückenproblemen. Der extrem späte start heute wirft mich aber zurück. Ich hätte nie gedacht, dass es bis hierhin so gut läuft.

Der Trail ist übrigens teilweise echt schwer zu wandern, sehr steinig, uneben usw.

An vielen Stellen ist der Trail wie ein steiniger Flusslauf ohne Wasser.

Wenn man stürzt hätte man an den ersten beiden Tagen schon Gelegenheit gehabt sich schwer zu verletzen.

Wie das für Esel und Pferde funktionieren soll ist mir schleierhaft.

Morgens habe ich heute den ersten Punkt für Trail Magic entdeckt. Es war aber niemand da. Das war soweit ich weiß Trail magic von jemandem, der sich regelmäßig auf Facebook darüber auslässt wie viele Hiker früh aufgeben. Wenn er den Stand erst mittags öffnet ist die Gefahr zumindest größer, auf Hiker zu treffen, die aufhören wollen.

Heute waren auch Flussquerungen dabei. Ich habe direkt die PCT Methode benutzt. Alles an lassen und durch marschieren. Die Füße waren erstaunlich schnell trocken.

Bei einer zweiten Querung hieß es durch richtig tiefes Wasser oder mit einem abenteuerlichen Balanceakt komplett trocken oder reinfallen. Ich bin balanciert und trocken geblieben.

Donnerstag – Mount Laguna – Mile 60.5 – Tag 3

Da ich Essen benötige und in Laguna vor 9:00 nichts öffnet, hänge ich hier nun fest. Das nervt. Die beste Hikingzeit bei hohen Temperaturen ist morgens ab 5:30. Jetzt starte ich um frühestens 9:30 in die Mittagshitze.

Allerdings gab es dadurch zum Frühstück Pizza. Die war um Längen besser als Trailfood. Der Shop war gut bestückt. Ich habe 4 Bananen mitgenommen. Die sind zwar schwer und haben zu wenig Kalorien aber sie schmecken wenigstens.

Heute hatte ich zum Abendessen ein Fertiggericht was bestenfalls ekelig war. Ich hab es aber runter gewürgt.

Morgens habe ich mir für total “günstige” 160$ ein Hotel in Julian gebucht. Da soll mal einer sagen, dass mit Hikern kein Geld zu machen ist.

Gestern haben die Sehnen im vorderen Bereich des rechten Fußes geschmerzt (heute alles gut) und haute die im linken, allerdings heftiger. Ich hoffe, dass das morgen wieder besser ist. Man kommt sich vor wie der Terminator, der einen Systemcheck durchführt. Jeden Tag schmerzt was neues und man muss die Dringlichkeitsliste neu sortieren und herausfinden, ob es kritisch ist.

Mein Rücken ist weiterhin nur solange ok, wie ich hike.

Dafür, dass ich heute nur 19 Meilen gelaufen bin und 650 Höhenmeter, fühle ich mich nicht gerade besser als am Vortag.

Heute oder besser gesagt gestern ist mir bei der Wasserplanung ein Fehler unterlaufen. Ich habe nur für heute geplant. Jetzt habe ich grob 8 Meilen zur nächsten potenziellen Wasserquelle. Die Beschreibungen hören sich etwas abenteuerlich an und ich habe nur noch 2l. Die nächste danach ist weitere 9 Meilen entfernt. Bisher habe ich immer 3l dabei gehabt und nur 1,5 zur nächsten Quelle benötigt.

Der Trail war heute wieder anders als an den ersten beiden Tagen.

Heute hat mich jemand joggend (fast ohne Gepäck überholt).

Wenn ich den PCT nicht beende, dann wegen dem Essen oder einer Verletzung. Das im Zelt schlafen ist zwar kein Highlight aber so schlimm ist es nicht (wenn man nicht gerade Rückenprobleme hat).

Heute steht mein Zelt übrigens alleine neben dem Trail.

An der linken Hüfte (wir der Gurt aufliegt), habe ich jetzt eine Beule. Ich werde ein Blasenpflaster aufkleben. Ich hoffe das hilft, ansonsten muss ich mit mal einen Doc suchen der das entwässert.

Freitag – Mile 60.5 – 77 Julian – Tag 4

Ich bin um kurz 5:15 wach und mache mich gegen 7:00 auf den Weg. Die morgendliche Routine dauert momentan einfach so lange. Die Nacht war extrem ruhig.

Die Beule an der linken Hüfte ist weg, die Schmerzen nicht.

Gegen 8 bereue ich bereits, dass ich nicht eher aufgestanden bin (das liegt primär daran, dass es nachts wirklich kalt ist, bis man losläuft). Ab 8 war es so heiß wie an anderen Tagen ab mittags.

Der Bereich über den linken Fußknöchel ist nach wie vor geschwollen und schmerzt. Während des Tages habe ich fast den Level vom Vortag erreicht.

Da ich für die einzige Wasserquelle heute 2 Meilen extra laufe (der von Trailangeln angelegte Wassercache ist leer), komme ich auf grob 19 Meilen. wegen dem Fuß bin ich aber nicht gerade schnell.

Ich entschließe mich trotz der horrenden Preise zu einem Extratag in Julien. Damit bin ich dann wieder genau in meinem Plan (bisher lag ich einen Tag davor). Ich hoffe das hilft meinem Fuß sich zu erholen. Für das Geld was 2 Tage Julien kosten, machen andere eine Woche all inklusive Urlaub.

Der Tag ist bisher mein härtester. Heute kommt noch eine große Blase an der rechten Ferse dazu. Ob das am veränderten Laufstiel liegt, um den linken Fuß zu entlasten oder der Schuh nicht eng genug geschnürt war, weiß ich nicht.

Auf dem Trail habe ich bisher erstaunlich wenig Leute getroffen.

Als ich gegen 17:00 mit den letzten Reserven auf dem Highway Richtung Julien eintrudeln erwarten mich drei Trailangel. Ein Ehepaar und ein älterer Herr.

Das Ehepaar ist superglücklich, als ich eintrudle. Sie sind aus LA per Auto angereist (3h) nur um mehrere Stunden vergeblich auf Hiker zu warten. Ich bin der erste, der auftaucht.

Ich habe mich noch nie so sehr über ein kaltes Getränk gefreut.

Die Trailangel fahren mich nach Julien, wo sie mir noch einen Frisch gebackenen Apfelmuffin aus der lokalen Bäckerei un ein weiteres Getränk geschenkt. Danke!

Im Hotelzimmer bekomme ich dann spontan Schüttelfrost. Habe ich zu wenig gegessen oder getrunken? Da ich durchgängig normal urinieren könnte, kann ich eigentlich nicht zu wenig getrunken haben.

Abends trinke ich gut 2l und esse eine Lasagne und den Apfelmuffin.

Die Klamotten Wäsche ich per Hand in der Badewanne, da es in Julien keine andere Möglichkeit gibt.

So sieht die Badewanne aus, wenn man 4 Tage gehiked ist und die Klamotten wäscht (die habe ich natürlich nicht so hinterlassen).

Ich drehe noch eine Kleine Runde, durch die absolut künstliche Touristenstadt und gehe wie gewohnt um kurz nach 21:00 schlafen.

In Julien wird mir auch klar, warum ich auf dem Trail so wenig Leute getroffen habe. Meiner Gruppe bin ich bis auf vielleicht ein oder zwei Leute, die ich aus den Augen verloren habe davon gelaufen. Ich bin sogar in die Nachzügler von dem Vortag gelaufen. Der Haupteil vom Vorstarttag war aber noch gut 6-9 Stunden vor mir.

Samstag – Julian – Zero Day – Tag 5

Ich stehe um 5:15 auf und schreibe etwas am Blog. Heute geht es primär darum genug zu essen, zu trinken, Essen für zwei Tage zu beschaffen, den Körper zu schonen und die nächsten Tage zu planen.

Gegen 12:00 muss ich aus meinem Hotel raus und in ein anderes wechseln, dass den checkin aber erst ab 15:00 erlaubt. Ich habe dort trotzdem um 12:00 angeklopft und konnte um 13:00 ins Zimmer.

Die Klamotten sind natürlich nicht trocken. Aber als Hiker ist man ja leidgeprüft.

Nach dem Frühstück habe ich meine Hose etwas enger gemacht. Wenn ich schwitze und hike rutscht die unter den Beckengurt. Desto mehr Schichten zwischen Rucksack und Hüftgürtel liegen, desto besser.

Zwischendurch kühle ich immer wieder die Sehnen / Muskeln am Fuß.

Julian ist eine absolute Touristenstadt. Tagsüber ist sie total überlaufen und abends werden die Bürgersteige hochgeklappt.

Was den Reiz ausmacht außer ein paar alt aussehenden Hāusern und Geschäften, entzieht sich mir etwas.

Gegen 14:30 habe ich mich mal in den Burgerladen getraut. Die Wartezeit Betrug ca. 1 Stunde. Wahnsinn. Aber ich habe ja heute Zeit.

Abends gab es ein Stück Pizza.

Der Sonntag kommt wegen der Zeitverschiebung nächste Woche.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – PCT -1 Woche – Anreise & San Diego

Mein Ausgangspunkt für den PCT - das ist die Bahnstation, an der ich Montag abgeholt werde

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

»Warum sollte es mich interessieren, was du bist? Mich interessiert, wie jemand handelt. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Am Mittwoch hatte ich meinen vorerst letzten Arbeitstag – für etwas über ein halbes Jahr. Das fühlt sich schon ziemlich seltsam an. Ich habe noch nie eine so lange Auszeit gehabt – nicht mal im Studium. Das habe ich ziemlich schnell durchgezogen.

Ab Mittwoch Nachmittag und Donnerstag war ich dann noch einer Geschäftsreise, wo ich mir die aktuellsten Entwicklungen in meinem IT-Tätigkeitsbereich angeschaut habe. In dem Kontext werden im nächsten halben Jahr aber keine Wunder vollbracht.

Am Freitag kam noch ein neuer Rasenmäher mit Mulchkit, damit meine Mutter das ganze Gras in meiner Abwesenheit nicht wegfahren muss. Abseits davon, dass man in den letzten 20 Jahren die Tankanzeige wegrationalisiert hat, ist das Teil gut. Er springt mit einem Zug an, mulcht auch höheres Gras bei Feuchtigkeit und ist relativ leise.

Freitag Abend ging es dann bei winterlichen Temperaturen (es schneit bei uns) mit dem Zug zum Flughafenhotel. Auf dem Weg dorthin habe ich eine Dosis typisch guter deutscher Laune abbekommen und mit dem Buch H.O.M.E. Das Erwachen begonnen.

Was war passiert? Ich wollte vom Flughafenbahnhof zum ein paar Kilometer entfernten Airporthotel. Der erste Taxifahrer hat mich weggeschickt, weil es angeblich eine Ebene tiefer günstiger für mich wäre. Eine Ebene tiefer hieß einige hundert Meter zurück.

Nachdem ich dort war und die Taxis gefunden hatte kam ich hinten in einer Reihe von 10 Taxis an. Der Fahrer hat mir dann gesagt, dass er mich nicht fährt und ich nach vorne laufen soll.

Als ich vorne war hat sich der Taxifahrer erbarmt und die ganze Fahrt rumgejammert, dass er drei Stunden gewartet hat und nur für 7,5€ arbeiten muss. Gegen 0:30 war ich dann im Hotel. Die Übersetzung der diversen Aussagen war also, dass auch die Fahrt nicht lohnt für 3km.

Nach einer recht kurzen Nacht (5:45) bin ich von Dort zum Flughafen gefahren, wo der Flieger um 10 nach San Diego ging.

Nach dem Taxierlebnis vom Vortag bin ich morgens mit dem Shuttlebus gefahren. Das war am Vortag nicht möglich, da mein Zug nach dem letzten Shuttlebus eingetrudelt war.

Der Security Check war spannend wie nie zuvor. Kaum sieht man nach Backpacker aus, wird das komplette Gepäck durchsucht mit Drogencheck. Das habe ich so auch noch nie erlebt.

11 Stunden Flug sind nicht so dramatisch, wenn man schon mehrfach in Australien und Neuseeland war.

Im Flieger gab es dann erst mal exzessiven Filmkonsum. Ich bekomme ja vorerst vermutlich keine Filme mehr zu sehen, da muss ich ja etwas vorarbeiten.

Die Filme waren:

  • Ballon 4/5
  • Bumblebee 3,5/5
  • Bohemean Rapsody 4/5
  • Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen 3/5

Ich bin schon länger nicht mehr mit den Standardhôrern geflogen und bei Lufthansa gab es nur auf einer Seite Ton, weil die Kopfhörer nicht kompatibel zum Flieger waren. Der Hörer hatte zwei Pins, der Flieger nur den Standardstereoanschluss. Somit ging es nur mit Untertiteln.

Bohemian Rhapsody kann ich sehr empfehlen.

Ansonsten habe ich noch etwas gelesen aber nicht geschlafen. Danach war der Flug auch schon vorbei.

Gegen 13:00 bin ich dann in San Diego eingetrudelt und zum Hotel gefahren. Das ging übrigens super und für 2$. Es gibt einen Shuttlebus vom Flughafen nach Downtown. Die Haltestelle habe ich direkt gefunden und 2 Min später war der Bus da. Somit war ich schon um kurz nach 14:00 im Hotel.

Noch mal Luxus pur, bevor es auf den Trail geht.

Meine gesamte Habe. Für den Flug habe ich alles Richtung blauen Beutel verlagert, damit ich das Handgepäck (den Rucksack) möglicht klein bekomme und Flüssigkeiten im aufgegebenen Gepäck (blauer Beutel) und Akkus im Handgepäck sind.

Samstag habe ich mich ein wenig in San Diego umgeschaut. Primär habe ich den Hafenbereich und dort die Midway besichtigt. Es ist wirklich beeindruckend einen derart großen Flugzeugträger aus der Nähe bzw. von innen zu betrachten. Man sieht vom Flugdeck bis zu Maschinenraum so ziemlich alles.

Das Wetter war super.

Anschließend stand noch der erste Besuch im Supermarkt an. Nach derart wenig Schlaf war ich mit der Auswahl ziemlich überfordert. Die Ausbeute war aber ok, wenn auch noch nicht optimal. Da kann ich ja noch dran arbeiten. Manchmal ist weniger mehr.

Das ist wohl noch nicht die Optimalkombination aber ein Anfang.

Der Unterschied ist riesig. Ein netter Plausch mit dem Kassierer und alles wird direkt in Tüten gepackt und zack, schon ist man knapp 50 $ los für lauter ungesunde Sachen. 😉

Das Postamt habe ich auch schon entdeckt. Das hat aber erst Montag offen und ist nah beim Hotel

Den Poweradapter für das Notebook habe ich vergessen. Für den Rasierer hatte ich extra ein anderes Netzteil bestellt und das Notebook nicht bedacht.

Wenn es mehr nicht wird, kann ich wohl zufrieden sein. Ärgerlich ist es trotzdem. Samstag Abend gab es dann noch eine Pizza und es ging zu Hikers Midnight um 21:00 ins Bett, damit ich mich direkt an die neuen Zeiten gewöhne. Das hat aber nur so halb gut geklappt um 2:30 war ich wach und schreibe gerade am Blog.

Ansonsten duften die angeblich geruchsfreien Klamotten jetzt schon. Nach einer Woche Trail dürfte der Geruch unglaublich sein.

Der ganze Workflow mit WordPress und den Fotos funktioniert aktuell mehr schlecht als recht. Die Fotos lassen sich nicht von der Canon Camera auf das iPhone übertragen, weil die Canon App nichts taugt. Mit der WordPress App lassen sich wiederum Fotos nicht hochladen. Der Weblogin ist nicht wirklich responsive und somit teilweise nicht bedienbar. Das hier überhaupt Fotos sind liegt also primär daran, dass ich noch Zugriff auf das Notebook habe.

Der Sonntag fehlt übrigens in dem Bericht, da ich den durch die Zeitverschiebung noch weitgehend vor mir habe.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen

Ready for Take-Off! bei glimrende ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Studizeit bei Nerd mit Nadel∗ Körpertausch bei Saskias Books ∗ Flake liest, die Uni beginnt bei Lieschen liest ∗ Schon wieder urlaubsreif bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Urlaub in Sicht! bei Letterheart ∗ Anime-Liebe bei Valaraucos Buchstabenmeer ∗ Alles anders. Und gar nicht mal soo schlecht bei Barfuß unterm Regenbogenganz viel Trallafitti bei Trallafittibooks

1. Lesequartal 2019

Da ich ab jetzt voraussichtlich ein halbes Jahr in den USA bin fallen die nächsten zwei Lesequartale möglicherweise aus. Aber zumindest das erste hatte einiges zu bieten.

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Amani – Alwyl Hamilton

Amani Rebellin des Sandes - Alwyn Hamilton Amani Verräterin des Throns - Alwyn Hamilton Amani Rebellin des Morgenrots - Alwyn Hamilton

Die Serie ist definitiv mein Highlight im 1. Quartal. 1001 Nacht wie es besser nicht sein kann. Die Abenteuerkomponente steht in dieser Serie mehr im Mittelpunkt als die Liebe.

Ich kann nur sagen mehr davon.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


1001 Dark Nights – The Prince / The King – A Wicked Novella

1001 Dark Nights The Prince A Wicked Novella - Jennifer Armentrout 1001 Dark Nights The King A Wicked Novella - Jennifer Armentrout

Fortsetzung der Wicked Serie, die mir ziemlich gut gefallen hat. Die Fortsetzung liest sich bisher auch recht interessant und ich bin gespannt wie es weiter geht.

4 out of 5 stars 4/5 (Zwischenfazit, da bisher nur ein Buch erschienen ist)


Frühstück mit Kängurus – Australische Abenteuer – Bill Bryson

Frühstück mit Kängurus - Bill Bryson

Australische Abenteuer nach typischer Bill Bryson Schreibart. Britischer, schwarzer und sarkastischer Humor inbegriffen. Wenn man also witzige Bücher mag und mal in Australien war oder sich dafür interessiert, dann ist man mit dem Buch gut unterhalten.

4 out of 5 stars 4/5


Ein Käfig aus Rache und Blut – Laura Labas

Ein Käfig aus Rache und Blut - Laura Labas Ein Thron aus Knochen und Schatten - Laura Labas Eine Krone aus Herz und Asche - Laura Labas

Vorab die Serie hat keinen richtigen Namen, insofern benutze ich den ersten Teil als Seriennamen.

Die Handlung dreht sich um eine junge Frau, deren Familie von Dämonen (man könnte auch einfach Sagen Außerirdischen) getötet wurde, die aus einer anderen Welt auf der Erde eingefallen sind und die Menschheit nun mehr oder weniger als Sklaven halten.

Die Hauptcharakterin entwickelt sich in der Serie von bloßen Rachegelüsten deutlich weiter (wohin verrate ich nicht, um die Handlung nicht vorweg zu nehmen)

4 out of 5 stars 4/5


Red Rising – Pierce Brown

Red Rising - Pierce Brown Red Rising im Haus der Feinde - Pierce Brown Red Rising Tag der Entscheidung - Pierce Brown Red Rising Asche zu Asche - Pierce Brown

Serie um eine Dystopische Welt mit einem Kastensystem. Abseits der Goldenen sind alle anderen mehr oder minder Sklaven und werden unterdrückt. Die Serie wird auch teilweise mit Panem verglichen, was aber bestenfalls im ersten Buch stimmt. Der (sinnlose) Gewaltlevel ist extrem hoch. Von Folter bis Verstümmelung ist alles dabei. Der Autor schmeißt Teilwise die Logik komplett über Bord, um gute Wendungen zu ermöglichen.

4 out of 5 stars 4/5


Mystic Highlands – Raywen White

Mystic Highlands 1: Druidenblut - Raywen White Mystic Highlands 2: Druidenliebe - Raywen White Mystic Highlands 3: Mythenbaum - Raywen White

Serie mit recht viel Herzschmerz aber relativ wenig Handlung. Ansonsten ist der Name Programm. Die Serie spielt in einem Mix aus Realwelt mit magischen Elementen und einer Parallelwelt.

3.5 out of 5 stars 3,5/5 (Zwischenfazit, da ich Teil 1 und 2 gelesen habe, teil drei handelt von einer separaten Geschichte, die in derselben Welt spielt)


Infiziert – Teri Terry

Infiziert - Teri Terry

Meiner Meinung nach ein eher schwacher Versuch eine gleichartige Geschichte analog zur Gelöscht Serie zu erschaffen. Leider ist die Handlung sehr vorhersehbar. Die Serie besteht aus drei Teilen. Ich bin aber bisher nicht über den ersten hinaus gekommen und habe in den anderen beiden lediglich geprüft, ob meine Vermutungen zur Handlung bestätigt wurden (ja, wurden sie).

3 out of 5 stars 3/5


Silberschwingen – Emily Bold

Silberschwingen - Erbin des Lichts

Das ist das erste Buch, dass ich abgebrochen habe, seit dem Blogstart. Das Badboy Image so weit hoch zu treiben, dass er Leute verstümmeln darf und sich die Hauptakteurin sich trotzdem in ihn verliebt, geht mir eindeutig zu weit.

2 out of 5 stars 2/5


 

Red Rising – Asche zu Asche [Buch]

Red Rising 4 Asche zu Asche - Pierce Brown

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Pierce Brown

Titel der Serie:

  • Red Rising 1 (560 Seiten)
  • Red Rising 2 – Im Haus der Feinde (576 Seiten)
  • Red Rising 3 – Tag der Entscheidung (656 Seiten)
  • Red Rising 4 – Asche zu Asche (650 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Ha. Ich glaube, das ist das Netteste, was man dieses Jahr zu mir gesagt hat, Boss.« Sie rümpft die Nase, als sie sieht, wie Sevro und Clown auf der anderen Seite des Decks an der Reling stehen und sich darin messen, wer am weitesten ins Meer urinieren kann. »Und was für … interessante Nachkommen wir haben.«

Achtung, da es sich um den vierten Teil der Serie handelt, enthält die Rezension Spoiler. Man kann aber auch mit Teil vier einsteigen, weil doch ein deutlicher Zeitsprung zwischen den Büchern liegt und im Buch zumindest die groben Rahmenbedingungen kurz erklärt werden.

Am Ende des dritten Bandes haben Darrow und Virginia zwar einen Teilsieg errungen, indem sie sowohl den Schakal als auch die Herrscherin losgeworden sind, aber die Lage hat sich seitdem nicht wesentlich verbessert. Es herrscht seit 10 Jahren Krieg. Das Versprechen das Leben der unteren Schichten zu verbessern konnte nur sehr bedingt eingehalten werden. Darrow selbst hat zwar eine Familie aber entfremdet sich zunehmend von ihr, weil er nur im Krieg ist. Gleichzeitig arbeitet sowohl der Herr der Asche als auch intrigierende Politiker daran Darrow zu diskreditieren und die Machtposition von ihm und Virginia zu schwächen.

Wir wissen nicht, woher sie kommt. Weißt du überhaupt, was sie mit Hilfe meinte?« »Nein«, gestehe ich. »Aber Chancen vervielfältigen sich, wenn man sie ergreift.«

Wie man bereits merkt ist der Start des Buches überraschend realistisch. Selten ist Krieg die Lösung und danach wird in der Regel auch nichts besser. Die Revolutionäre werden oft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Entweder werden sie selbst zu Diktatoren oder sie können ihre Versprechen nicht halten. So passiert es auch in dieser Serie.

Der Leitsatz der ganzen Serie ist „Tod gebiert Tod gebiert Tod“. Auch in diesem Band gibt es wieder sehr viel Gewalt. Der Krieg zieht sich weiter und alte Wunden führen immer wieder zu neuen kriegerischen Handlungen.

»Deine Entscheidung«, sage ich. »Seine Wahl. Aber sag ihm, was unser Ziel ist.« »Der sichere Tod? Nacktes Chaos? Wer könnte da widerstehen?«

Wer die ersten drei Bücher mochte, wird im vierten Buch zumindest im ersten Teil das gleiche geboten bekommen. Die zweite Hälfte ist überraschend anders.

Der Grundzyklus, dass Darrow zum Ende jeden Buches wieder vor dem Nichts steht, bleibt aber offenbar immer gleich.

Der nächste Band ist bereits in der Pipeline und wird nicht der letzte sein.

Fazit:

»Vier Obsidiane, sechs Graue, drei Braune. Sechs Gewehre vom Typ EFC-37, zwei GR-19-Pistolen, zwei Eaglefox PR-117, eine Impulsfaust vom Typ Vulcan 8k. Mehr konnte ich nicht erkennen.« Ich starre sie an. »Du spielst wohl nicht mit Puppen.«

Wer die Serie mag, dem wird auch dieser Teil gefallen. Für meinen Geschmack wiederholt sich aber im Prinzip die immer gleiche Geschichte. Irgendwer strebt immer nach Macht und ist bereit jeden Preis dafür zu bezahlen.

Der Gewaltanteil in der Red Rising Serie ist extrem hoch, wie auch in den Vorgängern. Der zweite Teil des Buches ist überraschend Abwechslungsreich.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

  • Die Tribute von Panem
  • Maze Runner

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • In Band 4 geben sich der Schnitte und die Heuler als jemand anderes aus und sie wollen als Leute von der Venus durchgehen. Sie sprechen sich aber mit Namen an und das nicht nur über Funk, sondern auch laut.
  • Wie praktisch, dass die Zerstörung der Werften durch Darrow aufgezeichnet wurde und zufällig nach 10 Jahren auftaucht. Das wirkt ziemlich konstruiert. Davon mal abgesehen ist ein Videobeweis heute schon nichts wert, weil er sich fälschen lässt. Erst recht nicht in der beschriebenen Zukunft.

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Die Montagsfrage: Welcher Autor aus dem Nicht-Deutsch oder -Englisch-sprachigen Raum sollte mehr gelesen werden?

Bei der Montagsfrage wird von lauter-und-leise jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil.

Die Montagsfrage ist umgezogen und hat nun endlich ein neues zu Hause. Bisher war die Montagsfrage bei Buchfresserchen angesiedelt und nun bei lauter-und-leise.

Diese Montagsfrage wird vorerst vermutlich meine letzte sein. Ggf. werde ich in der nächsten Zeit unregelmäßig teilnehmen, mal sehen. Ich bin nun (wenn alles gut geht) für ein halbes Jahr in den USA und wandere den Pacific Crest Trail. Aufgrund der Zeitumstellung, begrenzter Akkukapazität und vermutlich begrenzter Netzverfügbarkeit werde ich den Blog wohl primär auf Berichte vom Trail beschränken.

Zur Frage:

Das ist wohl die erste Frage bei der ich passen muss. Um ehrlich zu sein hat mich die Herkunft des Autors bisher nie sonderlich interessiert. Ich habe z.B. ein paar Bücher von italienischen Autoren gelesen. Allerdings waren die jetzt nicht so gut, dass ich sie empfehlen würde.

Dann fallen einem natürlich noch international bekannte Klassiker wie Astrid Lindgren oder Stig Larsson ein. Aber das die eh jeder kennt, ist das wohl kaum eine Empfehlung. Mir geht es also wie einigen anderen und ich stelle fest wie einseitig die Herkunft der Autoren in einem “Regal” ist.

Was sind eure Empfehlungen?

Wochenrückblick – PCT -2 Wochen – Erholen

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Keins, ich wollte direkt vor dem Trail nichts neues anfangen. Mal sehen wie lange ich mich daran halte. 😉

Momentane Lesestimmung:

Ich habe den vierten Teil der Red Rising Reihe (Asche zu Asche) beendet. Der Teil endet mit einigen Cliffhangern. Der erste Teil des Buches liest sich in etwas die die ersten (mehr vom gleichen), der zweite Teil ist dann aber überraschend abwechslungsreich. Ansonsten bleibt der Autor seinem Stil aber treu. Am Ende bzw. Anfang von jedem Buch steht Darrow mit nichts da.

Ich werde versuchen die Rezi noch online zu stellen, bevor es auf den Hike geht.

Zitat der Woche:

Falls ich eines Tages deine Feindin werden sollte, werde ich es dir sagen. Und ich werde dir auch sagen, warum.« »Jeder ist so lange ehrlich, bis er bei einer Lüge erwischt wird.« – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Blessuren

Ich hatte letzte Woche berichtet, dass ich mir am Fuß etwas gequetscht / gedehnt hatte. Zumindest war es recht schmerzhaft beim Wandern mit 15kg Zusatzgewicht auf dem Rücken (bzw. Hüften). Das ist vor etwas mehr als einer Woche am Freitag passiert, als ich ungünstig aufgetreten bin. Samstag habe ich dann einen Tag Pause eingelegt. Sonntag dann wieder 11km gewandert und Montag dann an eine technisch einfachere Strecke mit über 20km gewandert.

Aufgrund der Schmerzen danach (während des Wanderns ging es ganz gut) konnte ich mir dann aber nicht mehr einreden das einfach weglaufen zu können. Somit habe ich von Dienstag bis Samstag pausiert.

Als ich meisten dieser Zeilen morgens geschrieben habe, war ich noch unschlüssig, ob es heute eine Gute Idee ist wieder zu wandern. Bis zum Trail ist es ja nur noch knapp mehr als eine Woche. Viel Zeit zum erholen ist also nicht mehr da. Ein bisschen Wandern ist für die Formerhaltung und das Selbstvertrauen ganz gut. Andersrum wäre es natürlich schlecht, wenn es danach wieder mehr schmerzt.

Ich bin also heute Nachmittag die üblichen ca. 22km gewandert. Mein Fuß hat es scheinbar ganz gut überstanden. Mal sehen wie es morgen ist. Somit wird es das bis zum Trail wohl gewesen sein, weil ich nächste Woche wenig Zeit habe. Aber 175km und 4700 Höhenmeter sind ja immerhin ein Anfang. Ich will nicht wirklich darüber nachdenken, dass das gerade mal 3% vom Trail sind.

Die Lektion, die ich nun aber gelernt habe: Langsamer kann schneller sein. Selbst wenn man halb so langsam läuft in problematischen Abschnitten, dann ist man noch viel schneller, als wenn man ein oder zwei Wochen Auszeit nehmen muss.

Vorbereitungen

Die Hauptplanung habe ich vor einer Weile bereits abgeschlossen. Ich habe mich jetzt noch um einige Details gekümmert. Beispielsweise die Wasserreports (wo gibt es aktuell Wasser entlang des Trails) auf den aktuellen Stand gebracht. Ich habe jetzt alle Unterlagen auf das Handy kopiert. Auf meinem Mininotebook in der Bouncebox habe ich sie auch und als Backup noch auf einem VPS-Server. Somit komme ich immer irgendwie dran.

Die Bouncebox habe ich die Woche über ein paar mal gepackt und Tetris gespielt. So ein 18l Eimer ist echt klein. Ich habe mittlerweile aber eine ganze Menge drin. Dieses Jahr benötigt man aktuell (stand heute) noch Mikrospikes bei Kilometer 280. Ich bin aber recht optimistisch, dass der Schnee weg ist, bis ich dort bin. Zuerst muss sich mein Fuß beruhigen.

Da der komplette Trail nördlich von Kennedy Meadows aktuell extrem verschneit ist, bringt es aktuell auch nichts einzelne Abschnitte eher anzugehen. Evtl. ist es dieses Jahr also nicht so schlecht am Anfang etwas langsamer zu sein.

Ansonsten habe ich noch ein wenig an meinem Server rumgebastelt (bisher hat die automatische Auffrischung des SSL Zertifikates nicht richtig funktioniert – die sollte jetzt klappen, so das ich mich in den USA nicht darum kümmern muss) und das Backup war etwas zu groß geworden.

In San Diego habe ich 1,5 Tage Zeit. Einen davon werde ich wohl etwas Tourist spielen. Ich war schon mal in San Diego aber das war nur relativ kurz und ist auch schon lange her.

Aktuell steht auf dem Plan die USS Midway, das Air & Space Museum und optional das Automuseum zu besichtigen. Vielleicht geht es auch noch ins Hardrock. Mal sehen.

Zusätzlich muss ich für die Erste Etappe Nahrung kaufen und Plastikflaschen, auf die mein Filter passt. Das erste Nachschubpaket für das Paradise Cafe muss auch gepackt werden. Da kann ich mich gleich mal im Supermarkt üben. Man muss sich ja erst mal an die amerikanischen Produkte gewöhnen uns rausfinden was einem schmeckt.

Am Montag geht es zum Augenarzt (Vorerkrankung). Ich hoffe, dass ich dort grünes Licht bekomme. Wenn der was findet, ist das Abenteuer vorbei, bevor es beginnt.

Am Dienstag ist dann noch eine Impfung fällig. Dann bin ich durch.

Freitag geht’s dann mit dem Zug nach Frankfurt und Samstag Nachmittag bin ich in San Diego. Sonntag steht mir zur Freien Verfügung.

Aktuelle Stimmungslage

Die schwankt etwas. Die Sache mit dem angeknacksten Fuß stimmt mich nicht gerade optimistischer. Letztendlich werde ich erst auf dem Trail sehen wie es läuft. Der erste Abschnitt sind knapp 30km und dann steht man auch nur auf einem Campingplatz. Nach 67km kommt eine Sammlung von ein paar Minigeschäften (oder eher Tante Emma Läden). Bis zum ersten Städtchen sind es 124km.

Obwohl ich den ganzen Trail geplant habe, hatte ich in der Vorbereitung bereits ganz ordentlich Schmerzen (mal ganz abseits vom Muskelkater waren das teilweise Schmerzen, die sich eher nach Verschleiß anfühlen). Insofern lasse ich den Trail auf mich zukommen. Auch der halbe Trail ist ein Abenteuer, dass die wenigsten Menschen auf der Welt erleben und noch immer eine riesige Entfernung. Ich werde also versuchen in kleinen Schritten zu denken. Das Motto ist also “Der Weg ist das Ziel”.

Es fühlt sich auch etwas komisch an ein halbes Jahr alles hinter sich zu lassen. Ich habe bisher noch nichts vergleichbares gemacht. Ein halbes Jahr totale Freiheit. Kann man mit dieser Freiheit überhaupt etwas anfangen? Findet man danach zurück ins Berufsleben oder ist man nicht mehr derselbe? Wie kommt man damit zurecht ein halbes Jahr in einem anderen Land mit anderer Sprache zu sein ohne Freunde, Familie? Ich bin gespannt.

Faktisch habe ich jetzt ein halbes Jahr Zeit. Selbst wenn ich auf dem Trail gesundheitliche Probleme bekomme (und damit natürlich auch rein zeitlich nicht mehr die Möglichkeit ergibt den Trail zu wandern), gibt es Alternativen. Man kann sich ein Auto mieten und sich die schönsten Abschnitte des Trails ansehen oder einfach einen Roadtrip durch die USA machen. Ein halbes Jahr frei verfügbar ist ein Luxus, den man im leben eher selten hat, an den man sich aber auch erst mal gewöhnen muss.

Die letzte Arbeitswoche

Diese Woche wird es aufgrund einer Geschäftsreise vor dem Trail noch mal stressig. Aber das geht auch irgendwie.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen und Wochenrückblicke:

Von Blogplänen und Italienurlaub bei ninespo ∗ Invasion der Bücher bei LeseLeidenschaft ∗ Comicwoche bei Saskias Books ∗ der Countdown läuft! bei Lieblingsleseplatz ∗ Chaos Leseroutine und Job-Hürde bei Miss. Naseweis ∗ Hellboy is back bei Letterheart ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liestproduktives & entspanntes Wochenende bei TrallafittibooksEine arbeitsreiche Woche bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Von Zaubern, Katzen und Klamottenfaltsystemen bei Lucinda im Wunderland ∗ Wetter genießen bei Tiefseezeilen ∗ The Gardener’s Nosh und Co. bei glimrende ∗ Der Neustart bei Hauntedcupcake ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗ Super Noten und tolles Wetter bei Andersleser ∗

 

Montagsfrage: Welches humoristische Werk gehört in den Schrank eines jeden Lesers?

Bei der Montagsfrage wird von lauter-und-leise jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil.

Die Montagsfrage ist umgezogen und hat nun endlich ein neues zu Hause. Bisher war die Montagsfrage bei Buchfresserchen angesiedelt und nun bei lauter-und-leise.

Auch in dieser Woche habe ich nicht viel gelesen. Die Hike Vorbereitung nimmt mich recht gut in Anspruch. Leider bin ich am Freitag etwas ungünstig aufgetreten und somit musste ich gestern pausieren und heute waren nur grob 11km drin. Ich befürchte Morgen wird auch nicht mehr gehen. Mal sehen. Mehr dazu hier. Aber man kann es natürlich auch positiv sehen. Ich hätte mir auch was verstauchen können oder schlimmeres. Insofern kann ich mich wohl nicht wirklich beschweren, wenn das Problem zeitnah verschwindet.

Zur Frage:

Spontan fallen mir zwei Bücher beide vom selben Autor ein. Da ist Picknick mit Bären und Frühstück mit Kängurus von Bill Bryson.

Bei Picknick mit Bären hält der Autor das humoristische Niveau meiner Meinung nach nicht durchgehend. Speziell am Anfang des Buches musste ich aber Tränen lachen. Bis dahin hatte ich noch bei keinem Buch so gelacht. Thematisch geht es in dem Buch um den Hike des Appalachian Trail, den Bryson mehr oder weniger spontan angeht.

Im Buch Frühstück mit Kängurus fand ich den Humor etwas besser über das gesamte Buch verteilt. Da es um Australien geht, sollte man sich auch für Australien interessieren. Dann liegt man mit dem Buch ziemlich richtig.

Man sollte allerdings ein wenig Sarkasmus / schwarzen Humor / britischen Humor mögen. Auch wenn Bryson kein Brite ist.

Was ist eure Buchempfehlung im Kontext Humor?