Wochenrückblick – Sommer und Phantasie

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell keins

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Diese Woche gibt es nicht sonderlich viel zu berichten. Ich habe ein paar Rezensionen online gestellt, die ich zwar auf dem PCT Hike verfasst aber noch nicht gepostet hatte. Das ist halt von einem Handy deutlich langwieriger als zu Hause mit Tastatur am PC.

Im Kontext des PCT Hikes habe ich ein paar Kleinigkeiten bestellt und ein paar Sachen aus der Ausrüstung entfernt (z.B. kurze Socken, da ich eh nur noch lange benutze, den Sonnenschirm für die Wüste, PCT Bandana, Windbreaker), die ich nicht benötige oder ersetzt habe (Mikrospikes eine Nummer größer). Nach gut 600 Meilen ist man ja etwas schlauer was gut war und was nicht.

Hinzugefügt habe ich nun richtige wasserdichte und robuste Handschuhe. Jetzt könnte man meinen es ist doch Sommer, die braucht man doch jetzt nicht mehr. Die knapp 70 Gramm zusätzlich im Vergleich zur bisherigen Ausrüstung ist es mir wert. Selbst im Juni hat es noch geschneit auf dem Trail und die Sierras werde im Juli auch noch kühl genug sein.

Ansonsten habe ich bei Disney World (also das Resort in Florida) mal nachgefragt, ob ich auf meiner alten Hotelkarte noch Tage offen habe und wie sich zeigt habe ich noch 6 kostenlose Tage! Die haben sich richtig mühe gegeben und fleißig recherchiert.

Das ist ein ganzer Parkbesuch (in Florida gibt es vier Disneyparks dafür benötigt man wirklich 6 Tage zur Besichtigung). Da ich demnächst eh wieder in den USA bin bietet es sich an das zu nutzen gegen Ende – mal sehen. Warum habe ich noch so viele Tage übrig? Es gab damals verschiedene Pakete und 10 Tage haben nicht viel mehr gekostet als deutlich weniger Tage.

Ansonsten war ich diese Woche noch im Phantasialand. Ich habe ja schon einige Freizeitparks besucht in Los Angeles, in Florida, in Tampa usw. aber im nur eine Stunde entfernen Phantasialand war ich noch nie.

Für einen Park in der Größe ist das recht beeindruckend. Ein wenig wie Disney in klein und nicht ganz so glamourös aber dafür auch viel günstiger. Eine Achterbahn kann ich absolut empfehlen – Taron. Das Teil ist Weltklasse. Es handelt sich um einen LSM (Linearmotor) basierten Multilaunchcoaster. Einen was?

Linearmotor bedeutet, dass der Motor aus zwei Teilen besteht – ein Teil an der Strecke und ein Teil im Zug. Das ist die gleiche Technik wie im Transrapid und erlaubt ziemlich flotte Beschleunigung. Übersetzt heißt das es gibt kein Geratter mit Kettenantrieben, sondern es wird in sehr kurzer Zeit die Maximalgeschwindigkeit erreicht.

Zuerst wird man ziemlich flott auf 80 beschleunigt und dann während der Fahrt genauso schnell noch mal auf knapp 120. Das nennt man Multilaunch, weil man eben mehrfach beschleunigt wird.

Sehr cooles Teil. 😉

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen

Der Hype ist real bei Trallafittibooks ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Im Hitzetief bei Lieschen liest ∗ Zu warm bei Tiefseezeilen ∗ Sommer, Sonne, Sonnenschein bei Simones Bücherzimmer ∗ E-Book Probleme bei Pusteblume Blog ∗

 

Scythe [Serie]

 Scythe Hüter des Todes - Neal Shusterman Scythe Zorn der Gerechten - Neal Shusterman

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Neal Shusterman

Teile der Serie:

  • Scythe 1 – Die Hüter des Todes (528 Seiten)
  • Scythe 2 – Der Zorn der Gerechten (544 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Die Menschen glauben, was sie glauben wollen«, sagte Rowan mit einer Autorität, die Citra verriet, dass er die Wahrheit des Satzes am eigenen Leib erfahren hatte.

In einer Welt in der Menschen beliebig alt werden und Krankheiten keine Bedrohung sind bedarf es den Scythe, um die Anzahl der Menschen zu limitieren. Die Scythe haben die Aufgabe Menschen zum Wohle aller zu töten.

Rowan und Citra zeigen Gewissen und Mut, daher wählt sie Scythe als Lehrlinge aus. Beide sind sich nicht sicher, ob sie wirklich zu einem Scythe werden wollen.

In jeder Nachlese steckte eine Lektion, und die heutige war eine, die sie nicht so bald vergessen würde. Die Heiligkeit des Gesetzes … und die Weisheit zu wissen, wann es gebrochen werden musste.

Die Scythe stehen in einer angeblich perfekten Welt, die von einer künstlichen Intelligenz gelenkt wird, über dem Gesetz.

Die politischen Ränkespiele finden nun nur noch bei dem Scythe statt, sind dort aber umso fataler. Machtmissbrauch, Korruption stellen bei einem Teil der Scythe die Tagesordnung dar.

Buch 2:

Im zweiten Teil ist Citra ein Scythe. Der Scythe Rat hatte eigentlich vorgesehen, dass Citra den abgewiesenen Anwärter (Rowan) tötet. Das hat did aber mit einem Trick umgangen. Rowan muss somit im Untergrund weiterleben und mit seiner Hinrichtung rechnen, sobald er entdeckt wird.

»Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel, meine Liebe«, sagte sie. »Manchmal aber schon. Weisheit bedeutet, den Unterschied zu kennen.«

Im zweiten Buch geht es noch viel mehr um politische Ränkespiele. Angeblich tote sind  plötzlich wieder lebendig (mit sehr weit hergeholten Begründungen).

Ansonsten ist die Geschichte etwas Abwechslungsreicher als im ersten Teil.

Fazit:

Ich kann die Lobgesänge aus vielen Blogs zu dem Autor und der Scythe Serie nicht so ganz nachvollziehen. Ich finde die Geschichte gut aber nicht besonders herausragend. Die Idee der Überbevölkerung aufzugreifen ist interessant aber ansonsten ist die Serie nicht herausragend.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5 (vorläufig, die Serie ist nicht vollständig)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das System der „Nachlese“ ist nicht logisch. Einige Menschen leben 4 Lebensspannen, andere werden am Ende ihrer Schulausbildung nachgelesen. Irgendwelche Statistiken zu bedienen, wie früher zu einem willkürlichen Zeitpunkt die Todesraten waren macht wenig Sinn.
  • Wie können Jungscythe an den Massenhinrichtungen Teilnehmen, wenn sie für jedes Opfer eine Genehmigung benötigen?
  • Die Arbeitsweise des Thundhead ist nicht logisch. Eine Suchoption nach Ort und Zeitpunkt wäre genauso verfügbar wie über die inhaltliche Verknüpfung
  • Das Konstrukt, dass Navigationsdaten alle 60 Minuten abgelegt werden Imitat unglaubwürdig in einer von einer zentralen Intelligenz gesteuerten Welt. Selbst mit heutiger Technik könnte man ein Auto von dem man einen in etwa Standtort kennt relativ schnell aufspüren, wenn einem z.B. Hubschrauber zur Verfügung stehen.
  • Heute ist es bereits üblich, dass an jeder Ecke Kameras hängen. An einem Bahnhof in der Zukunft wird es nicht anders sein. Zumal später erwähnt wird, dass sogar Privathäuser von innen überwacht werden. Citras Flucht ist also sehr unwahrscheinlich.
  • Die Publicars können angeblich ohne Netzverbindung nicht fahren aber wenn Scythe einsteigen geht es doch?
  • Der Thunderhead benutzt den Ausspruch “Gott sei dank”. Das würde eine künstliche Intelligenz wohl kaum machen. Es wäre sogar ziemlich fatal, wenn eine KI glaubt (dabei ist es wohl relativ egal an welchen Gott und welche Religion die Basis ist).
  • Ich wage zu bezweifeln, dass es das Problem der hohen Geburtenraten in der dargestellten Gesellschaft geben würde.

[collapse]

Pro und Contra [Buch]

Pro und Contra Mein Licht in deiner Dunkelheit - Sabine Schulter

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Titel:

Pro und Contra – Mein Licht in deiner Dunkelheit (344 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Denk nicht an das, was sein könnte, Summer. Das Was-wäre-wenn lässt dich nur unbeweglich verharren. Stattdessen fokussiere dich lieber auf das Jetzt. Was willst du in diesem Moment? Und wenn du das weißt, handle danach.«

Kayden und Summer leben in einer Welt in denen es der Menschheit nicht mehr gelingt künstlich Strom zu erzeugen. Stattdessen werden ab und zu Pros und Contras geboren.

Die Pros können Strom erzeugen, die Contras können ihn nutzbar machen. Sobald die Regierung von der Existenz von entsprechenden Individuen erfährt werden diese zum Wohle aller quasi in die Sklaverei gezwungen und ihrer Freiheit beraubt (Wer hat sich eigentlich den schnulzigen Zweittitel einfallen lassen? Mit der Geschichte hat der nichts zu tun).

Die Grundgeschichte finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen. Plötzlich können die Menschen technisch keinen Strom mehr herstellen aber oh Wunder es gibt wenige Auserwählte, die so viel Strom erzeugen können, dass es in Summe zur Versorgung von Städten reicht.

Das Buch ist abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptcharaktere geschrieben.

Fazit:

»Es wird immer jemanden geben, der andere unterdrücken will. Aber es wird auch immer jemand da sein, der sich das nicht gefallen lässt. Und aus diesen Reibungspunkten entstehen Kämpfe. So ist der Kreislauf des Lebens.«

Ohne Details zu verraten ist mir die Geschichte etwas zu vorhersehbar. Das hat man in der Art schon diverse Male gelesen.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, wie auch schon bei den anderen Büchern von ihr. Wenn man also andere Bücher von Sabine Schulter mag, fühlt man sich in diesem auch direkt wohl.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Die überbaute Zone ergibt keinen Sinn, wenn sie nicht offiziell genutzt wird
  • Der Raum in dem sich Kayden und Summer aufhalten ist nicht geschützt gegen die Fähigkeiten der beiden, obwohl es ein Gefängnis sein soll?
  • Die Aktion in die dunkle Stadt zu gegenüber der Regierung in die Hände zu laufen ist dumm
  • Wenn Julie wichtige Bereiche wie die Sprengsätze zugänglich waren, hätte man die wohl überprüft
  • Die Argumentation warum Summer und Kayden zurück in den Tower müssen ist Quatsch. Den Code könnten sie weitergeben (der wäre eh geändert worden), den Weg jemand anderen erklären.
  • Wieso soll das Glas nach einigen Tagen bei einem Regierungsgebäude nicht repariert sein können? Zumal simples Glas die Angreifer wohl kaum aufhält.

[collapse]

Naliri Saga [Serie]

Naliri Saga 1 Wie Regen in der Wüste - Kira Gembri und Lena König Naliri Saga 2 Wie das Leuchten des Meeres - Kira Gembri und Lena König Naliri Saga 3 Wie Blut im Sand - Kira Gembri und Lena König

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Kira Gembri und Lena König

Teile der Serie:

  • Naliri Saga 1 – Wie Regen in der Wüste (290 Seiten)
  • Naliri Saga 2 – Wie das Leuchten des Meeres (318 Seiten)
  • Naliri Saga 3 – Wie Blut im Sand (397 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

„Sind nicht blind“, antwortete Sorrea augenrollend. „Du siehst aus wie Schale von Kürbis mit brennende Span darin. Strahlend und hohl.“

Liria ist Anwärterin im Tempel und soll in ihre nächste Ausbildungsstufe gelangen.
An genau dem Tag, an dem die Zeremonie stattfindet überfällt eine Gruppe von Männern von einem Wüstenvolk ihre Stadt und der Anführer nimmt sie als Kriegsbeute mit.
Liria ist recht behütet aufgewachsen und anfangs in ihrer neuen Welt ziemlich hilflos. Sie verhält sich somit relativ naiv und erfüllt die klassische Frauenrollen, die man in einer derartigen Welt erwartet (nicht frech zu Männern sein, Männer sind Krieger, Frauen die Drecksarbeit). Das passt zwar zu dem Hintergrund, hat mir aber nicht so gut gefallen.

sobald Fleisch unter freiem Himmel zubereitet wurde, verwandelte sich offenbar jeder Mann in einen ehrgeizigen Koch.

Das es ein Entführungsopfers und der Entführer Gefühle füreinander entwickeln, soll ja schon öfter vorgekommen sein, so richtig glaubwürdig wirkt es anfangs aber nicht auf mich. Das geht einfach deutlich zu schnell, nachdem Thrakon immerhin diverse Leute umgebracht hat, die Liria kannte.
Im zweiten Teil des Buches gibt es viele Sexszenen, die mich nicht so angesprochen haben.
Wie das erste Buch endet ist dem Leser leider auch ziemlich früh klar. Wer an der mit dem Wolf tanzt oder der Der letzte Samurai denkt liegt ziemlich richtig.
Buch 2:

„Liria“, sagte sie immer noch leise, sah mich dabei aber fest an. „Du wirst morgen als Teil eines Ganzen aufwachen. Ob du auf dem Weg dorthin zehnmal gestolpert und fünfmal dem Clanführer auf den Fuß getreten bist, macht gar keinen Unterschied.“

Nachdem das Wüstenvolk von Soldaten aus Lirias Heimat angegriffen wurden,sieht die Lage Hoffnungslos aus.
Liria ist mehr oder weniger eine Gefangene und Thrakon Sklave oder sogar tot. Das weiß man am Anfang nicht so genau.
Auch den zweiten Teil fand ich nicht sonderlich spektakulär aber die Geschichte ist weniger vorhersehbar als im Ersten. Liria entwickelt sich deutlich weiter.
Buch 3:

„Es stimmt, dass Nadira und ich uns ähnlich sind“, sagte er rau. „Aber was soll ich mit noch mehr Dunkelheit in der Nacht?

Nachdem Thrakon und Liria realisieren, dass sich nichts ändern wird so lange sie nichts gegen die Myoler unternehmen schmieden sie ein Bündnis.
Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch diesen mögen. Die Erzählweise in dieser ganzen Buchserie ist ruhiger als in anderen Jugendbüchern. Da es auch keinerlei übernatürlicher Elemente gibt (keine Magie, Monster oder sonstiges) entfällt auch das Worldbuilding auch weitgehend und es dreht sich über die Gesamtlänge nur um die Geschichte bzw. Liebesbeziehung.

Fazit:

In diesem Augenblick wurde mir klar, was es bedeutete, Mutter zu sein. Ich war glücklicher, als ich es je für möglich gehalten hätte – und gleichzeitig sorgte ich mich so sehr wie niemals zuvor.

Für mich war diese Serie einfach zu gewöhnlich. Im Prinzip lässt sich die komplette Handlung des Serie auf weniger als einer Seite zusammenfassen. Auch wenn das nun von meiner Seite sehr vorurteilsbehaftet ist aber für mich scheint die Serie sehr mit dem Fokus auf die Zielgruppe junge Mädchen geschrieben zu sein.
Der anfangs rüde Kerl, der aber einen weichen Kern hat und den großen Beschützer gibt. Dazu passen dann auch die diversen Sexszenen, die mich weniger angesprochen haben (derartige Szenen habe ich schon besser gelesen).
Insofern kann ich die recht hohen Bewertungen bei Amazon nicht nachvollziehen aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das die Myoler bei Thokorim warten ist doch logisch, wie kann man denen dort so unbedarft in die Falle rennen?
  • Es ist unglaubwürdig, dass die Clanführer ohne Strategie vor die Tore des Feindes ziehen

[collapse]

 

Montagsfrage: Hardcover oder Taschenbuch?

Bei der Montagsfrage wird von lauter-und-leise jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil.

Die Montagsfrage ist umgezogen und hat nun endlich ein neues zu Hause. Bisher war die Montagsfrage bei Buchfresserchen angesiedelt und nun bei lauter-und-leise.

Nachdem ich den ersten Teil des PCT-Hikes beendet habe – man könnte den Abschnitt zusammenfassen mit “erfolgreich durch die Wüste (1-5+7) mit Abstechern nach Los Angeles, Yosemite, Las Vegas und zum Grand Canyon“, bin ich nun vorerst wieder in Deutschland. Siehe auch hier:

Woche 1Woche 2Woche 3Woche 4Woche 5Woche 6Woche 7Woche 8Woche 9.

Ich habe aber vor noch mal einen Anlauf zu starten, wenn der Schnee (ja richtig, es ist in den Bergen noch sehr viel Schnee, obwohl wir bereits Mitte / Ende Juni haben) verschwindet.

Und genau aus dem Grund habe ich auch seit einiger Zeit nicht mehr an der Montagsfrage teilgenommen und wenn ich wieder in den USA bin, werde ich auch wieder aussetzen.

Zur Frage:

Früher war ich ein absoluter Verfechter des Hardcovers bzw. der gebundenen Ausgabe. Die Cover waren meistens schöner und das von Antonia beschriebene Problem mit den gebrochenen Buchrücken gibt es dort nicht. Da ich Bücher durchaus auch mehr als nur einmal lese, macht es durchaus Sinn, wenn sie nicht gleich auseinander fallen.

Mittlerweile bin ich aber fast komplett auf e-Books umgestiegen. das hat mehrere Gründe. Früher habe ich fast nur im liegen gelesen (meistens im Bett). Mittlerweile (jaja, zunehmendes Alter), klemme ich mir dann irgendwelche Nerven im Arm ab und habe anschließend Taubheitsgefühle in den Fingern. Also geht lesen im Liegen nicht mehr. Also war Lesen im Sitzen angesagt. Das geht am Bildschirm besser als mit einem Buch, finde ich (Stichwort Nackenhaltung).

Abgesehen davon haben e-Books natürlich noch ein paar Vorteile (kein Platzbedarf, können ohne Verzögerung bezogen werden, sofern man eine Internetverbindung hat, kein Zusatzgewicht beim Reisen, Suchoptionen, flexible Markierungen möglich, Zitate können kopiert werden, Rezensionen können ggf. direkt auf dem Gerät verfasst werden, während man liest).

Der Hauptnachteil ist natürlich, dass die Magie ein wenig verloren geht. Man stößt auf das was beworben wird oder was der Mainstream liest. Man findet kein 30 Jahre altes Jugendbuch durch stöbern. Dazu kommt, dass man nicht weiß, ob man die Bücher in 5 oder 10 Jahren noch lesen kann.

Wie ist eure Präferenz?

Wochenrückblick – Entspannung zu Hause

Leselaunen / Wochenrückblick

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Aktuelles Buch:

Aktuell keins

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Letzte Woche Samstag bin ich vom ersten Teil des PCT Hikes zurückgekommen.

Seitdem habe ich die Posts bzgl. der Fotos noch etwas angepasst (hier und da ein paar hinzugefügt und die Videos in MP4 umgewandelt und ordentlich eingebettet). D.h. die Posts aus den letzten Wochen haben sich noch minimal verändert. Irgendwann muss ich die auch erneut lesen und die ganzen Rechtschreibfehler ausbauen, die sich vermutlich beim Posten mit dem Handy eingeschlichen haben.

Ansonsten habe ich mir die Schwachpunkte in der Ausrüstung angeschaut (primär Handschuhe, Regenjacke) und mir dafür jeweils alternative Teile bestellt. Auf das Thema werde ich nach dem Hike mit einem Post zum Thema Ausrüstungsfazit eingehen.

Abseits davon habe ich mir Anfang der Woche die Schneestände auf dem Pacific Crest Trail angeschaut. Das Ergebnis war, dass die Entscheidung zum Rückflug zu dem Zeitpunkt sehr gut war. Sowohl in den Sierras als auch nördlich davon sah es noch nicht besser aus.

Weiterhin habe ich diese Woche ein wenig im Garten gearbeitet, Zeitschriften gelesen, die sich angesammelt haben. Etwas Prime geschaut (Jack Ryan Serie) und Anno 1800 gespielt. Ich habe mich also mit Dingen beschäftigt, die man beim Hiken nicht machen kann.

Insgesamt war die Woche ziemlich entspannend. Es kann halt auch mal angenehm sein nicht jeden Tag für den nächsten zu planen. Sich nicht zu überlegen wo man am nächsten Tag evtl. rastet bzw. welche Wasserquellen es gibt.

Die Füße schmerzen nach wie vor noch. Davon habe ich wohl jetzt länger was.

Zu Hause sein kann sich also auch wie Urlaub anfühlen. Aber das ist kein neue Erkenntnis. In den Weltenbummler Büchern kommt das auch immer wieder raus, dass die Leute zwischendurch Urlaub vom Urlaub benötigen. D.h. wenn die Leute über längere Zeit die Welt bereisen, dann bleiben sie in i.d.R. zwischendurch für eine Zeit an einem Ort um das erlebte zu verarbeiten und zu entspannen.

Der Mensch ist schon seltsam. Einerseits zieht es einen in die Ferne und dann aber auch wieder zurück. Man will halt immer das was man gerade nicht hat. 😉

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen

Maximales Ausleben der Faulheit bei Trallafittibooks Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Sonntags-Lesemarathon bei LetterheartKäuzchen-Liebe und endlich Ordnung bei SchwarzbuntgestreiftPostkarten, Gewinne & Spotttölpel bei Lieschen liestSonnengrüße bei glimrende ∗ Zwischen Entspannung und Stress bei Seeles Welt ∗ Hello again bei Tiefseezeilen

Wochenrückblick – PCT Woche 9 – Las Vegas, Grand Canyon (Skywalk)

Leselaunen / Wochenrückblick

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Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Scythe Reihe.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 55 – Las Vegas – Tag 1 – 09.06.2019

Der heutige Tag war der teuerste aber nicht ansatzweise der beste.

Evtl. hatte ich Vegas besser in Erinnerung als es der Realität entspricht (dazu neigt man ja bei vergangenen Dingen) oder es hat sich nicht zum Vorteil entwickelt. Der Strip ist nördlich vom Treasure Island tot. Das Stratosphere steht etwas verloren zwischen der Freemont Street und dem aktuellen Strip.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Ellis Island (quasi im Kasino) bin ich zum Mob Museum gewandert. Der Weg hat sich ziemlich gezogen und nach dem Treasure Island kam so gut wie nichts interessantes mehr.

Das Museum handelt von der Geschichte des Verbrechens primär aber nicht nur in Vegas. Das Museum ist ganz interessant, wenn auch etwas teuer (27$ in der einfachsten Version).

Danach habe ich das Neon Museum besucht. Das kann man sich getrost sparen und ist auch viel zu teuer (22 $). Die Hauptattraktion ist die Hardrock Gitarre (bzw. eine davon – die andere ist nach wie vor am Strip am Hardrock Café zu sehen). Die aus dem Museum war offenbar an einem geschlossenen Hard Rock Café oder Hotel.

Da ich keine Lust hatte den langweiligen Weg zurück zu laufen, habe ich mir einen Lyft Ride zur S.H.I.E.L.D. Station gefahren (Stichwort Avengers). Dort gibt es primär einige Original Requisiten zu sehen und ein paar mäßige interaktive Elemente für 42$. Auch das ist das Geld nicht wert, auch wenn es für Fans wohl ein Muss ist.

Danach war ich im Venetian und Caesars Palace. Dort bin ich per Zufall in zwei Fotoausstellungen gelandet. Die waren beide wirklich gut und kostenlos, so lange man die Bilder nicht kaufen möchte, die dort ausgestellt sind.

Danach habe ich mich dann auf den Weg Richtung der Michael Jackson Show vom Cirque du Solail gemacht.

Einen Zwischenstopp habe ich bei einem vermeintlichen Italiener gemacht. Die Terrasse war nett, das war es aber auch. Spaghetti mit Tomatensoße (die Portion war nicht mal groß) für 16$ + eine Dose italienische Cola für 6$. Die Nudeln waren noch halb hart.

Wie stand es in der Speisekarte: Manchmal sind besonders die einfachen Dinge schwierig. Offenbar!

Die Michael Jackson Show war gut aber krankt natürlich daran, dass die Musik nur bedingt live ist. Der Gesang war zu gut 90% von Michael im Original. Eine Band habe ich auch nicht gesehen (lediglich eine Gitarrenspielerin mit E-Gitarre).

Der Cirque hat also primär Artistik und Tanz beigetragen. Die modernen Bühnenshows sind aber wirklich klasse umgesetzt. Wie auch bei Disney werden Projektionen und Realelemente und Licht optimal kombiniert. Am Ende wird sogar Michael Jackson so in das Tanzensemble projiziert, dass man fast hätte meine können, dass er auf der Bühne steht.

Die Projektion nimmt dabei auch die Seitenwände in Anspruch. Das ist etwa so wie früher im 180° Kino.

Auch bei dieser Show sin Elemente vorhanden, die man früher nur bei Illusionisten gefunden hätte.

Montag – Tag 56 – Las Vegas – Tag 2 – 10.06.2019

Da die noch fehlenden “Attraktionen” nicht vor 10 eröffnen kann ich mir heute etwas mehr Zeit lassen. Ich buche noch die David Copperfield Show (ich hoffe die hat sich in den letzten Jahren verändert, die alte Show kenne ich schon). Es wird aber wohl das letzte Mal sein, dass ich ihn sehe.

Anschließend gehe ich frühstücken und ganz gemütlich zum MGM Grand.

Auf dem Weg dorthin entdecke ich einen Stand an dem die Tickets mit Nachlässen verkauft werden. Für Titanic und Hunger Games zahle ich zusammen 59$. Das ist zwar immer noch zu teuer aber besser als der Originalpreis.

Nach etwas Suchen finde ich die Hunger Games Ausstellung in der ich allerdings alleine bin. In der Ausstellung kümmern sich insgesamt 5 Mitarbeiter um mich. Neben diversen Kostümen gibt es das Zugabteil (partiell) und Snows Schreibtisch zu sehen.

Anschließend bekommt man noch die Chance seine Schießkünste mit dem Bogen auf bewegliche und stationäre Ziele zu testen. Das macht erstaunlich viel Spaß. Man schießt dabei Pfeile auf eine ziemlich breite Leinwand ab auf die Ziele projiziert werden.

Die Titanic Ausstellung hat einen Audioguide dabei, der oh Wunder noch mal 5$ extra kostet. Sowas finde ich ziemlich armselig. Wenn der Audio Guide dazu gehört, dann sollte er im Preis enthalten sein und nicht erneut mit weiteren Kosten zu Buche schlagen.

Die Ausstellung ist recht gut gemacht. Die Artefakte von der Titanic sind weitgehend Geschirr und anderer Kleinkram. Das größte Teil ist ein Teil vom Bug (15 Tonnen schwer).

Wenn man sich die Dicke des Stahls anschaut, kann man sich nich vorstellen, dass der Eisberg das Schiff auf der Länge aufgeschlitzt hat.

Ansonsten lernt man einiges über die verschiedenen Klassen, Preise für die Fahrten, Anzahl der Überlebenden aus den verschiedenen Klassen, Kabinen usw.

Die Kabinen der ersten und der dritten Klasse und die Treppe zum Speiseraum wurden nachgebaut.

Obwohl ich bereits in Irland das Titanic Museum besucht habe, war die Ausstellung eine gute Ergänzung. Aber wie alles in Vegas bisher ist es nett das mal gesehen zu haben aber richtige Highlights sind das nicht.

Abends hält sich offenbar jemand für Spiderman. Der Typ rennt über den 8 spurigen Strip. Alles hupt und dann bewegt er sich gebückter Haltung auf dem Bürgersteig und anschließend verliere ich ihn in der Menge. Ob er Glück hat oder ob das was mit Können zu tun hat, weiß ich nicht. Zumindest hat der einen Sprung in der Schüssel.

Dienstag – Tag 57 – Grand Canyon + Skywalk – 11.06.2019

Heute wird es sehr touristisch. Ich habe eine Tour zum Skywalk, also zum Westrim des Canyons gebucht.

Es geht um 6:15 ab dem Hotel los. Ich stehe um 4:45 auf. Echt früh, wenn man erst nach 10 ins Bett gekommen ist. Irgendwann nachts ist auch die Polizei oder der Notarzt direkt vorm Fenster vorbeigefahren.

Das Hotel ist aber im Vergleich zu den bisherigen aber ziemlich ruhig.

Um 7:00 beginnt die Tour nachdem alle an den Hotels eingesammelt wurden. Zuerst fahren wir zum Hoover-Staudamm, dann zum Grand Canyon.

Dort haben wir Zeit von 10:00 bis 13:30 zur freien Verfügung. Es gibt drei Stationen. Die erste ist der Skywalk. Dort sieht man aufgrund von Absperrungen fast nichts, wenn man nicht das Extraticket in den Skywalk investiert (27$ aber sonst fährt man auch nicht zum Westrim).

Der Skywalk ist gut. Die Restriktion, dass man dort selber keine Fotos machen darf, ist aber traurig.

Am zweiten Punkt bekommt man einen Nebenarm des Grand Canyon zu sehen und kann auch etwas wandern.

Der dritte Punkt ist eine künstliche “Wildweststadt”.

Um 16:30 sind wir zurück in Vegas. Unser Tourguide will uns >=15% Trinkgeld abknöpfen (bei ca. 140$ Tourkosten und ca. 50 Leiten wäre das wohl kein schlechtes Geschäft, wenn die Leute das so mitmachen würden). Viel geleistet wurde auch nicht seitens des Guide.

Abends schaue ich mir noch den Vulkanausbruch vor dem Mirage an und mache die High Roller Fahrt (größtes Riesenrad der Welt).

Da die Position des Riesenrades nicht optimal ist, hält sich die Übersicht aber in Grenzen.

Panorama

Mittwoch – Tag 58 – Las Vegas – 12.06.2019

Für heute habe ich kaum noch Programm in Vegas (Madame Tussauds, David Copperfield, Flippermuseum).

Es geht heute primär um die Frage wie und ob weiter mit dem PCT.

Wie heißt es so schön aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Natürlich haben sich in der Zeit seit Yosemite keine wirklichen Veränderungen ergeben.

Ab Kennedy Meadows nach Norden liegt meiner Meinung nach viel zu viel Schnee. Es haben sich schon Hiker durchgeschlagen aber das ist alles andere als ungefährlich. Dabei sollten entsprechende Schnee- / Eisskills vorhanden sein und man benötigt Glück bzgl. des Wetters.

Weiter im Norden ist es nicht besser, wie man auf Schneegraphen sieht und wie man in diversen Berichten liest. Auch dort hatten Hiker teilweise diverse Probleme.

Zumal man für die Reise dorthin mindestens 200$ ausgibt und locker 2 Tage unterwegs ist. Dabei darf man sich dann auch noch ein Schlafabteil teilen (bei anderen Hikern hätte ich keine Bedenken aber so schon).

Wie ich festgestellt habe, ist nach Vegas kommen auch deutlich einfacher als wieder weg. Die Route, die ich nach Vegas genommen habe, gibt es in der Gegenrichtung nicht.

Ich könnte für knapp 90$ mit dem Greyhound wieder nach Tehachapi fahren und noch mal 5 Tage hiken. Aber auch in der Zeit wird sich nichts Wesentliches ändern. Stand jetzt ist meiner Meinung nach, dass es 4 bis 6 Wochen dauert bis der Schnee hinreichend geschmolzen und die Flüsse passierbar sind. Selbst dann ist in den High Sierras noch Schnee vorhanden.

Auf den Videos von Yosemite sieht man gut wie unpassierbar Flüsse werden können.

Vor ein paar Tagen gab es auch einen Webcast von ehemaligen Thru Hikern. Fazit war, dass die Sierras aktuell nicht für jeden empfehlenswert sind.

Ansonsten schaue ich mir noch die aktuellsten Berichte von Hikern an, die nach Norden gesprungen sind. Auch das sieht alles sehr verschneit aus.

Die gesundheitlichen Themen wie Gewichtsabnahme, Fußgelenksprobleme bzw. Hüfgurtauflage sind natürlich auch nicht weg.

Ich entscheide mich meinen PCT-Hike zu beenden. Ich sehe keinen Sinn darin unbestimmte Zeit zu warten, um dann irgendwann in den Sierras weiter zu machen. Jeder Wartetag kostet zwischen 100-150$. Dabei ist es ziemlich egal, ob Hotel oder Airbnb. Ich kann mir schönere Dinge vorstellen als für den Preis im Hotel zu hocken.

Es wäre sogar günstiger in Deutschland einen Monat oder anderthalb Monate zu warten und dann erneut rüber zu fliegen.

Wie fühlt sich das nun an? Ich habe ziemlich gemischte Gefühle.

Einerseits habe ich den Wüstenteil durchquert und knapp ein Viertel des PCT gelaufen. Ich habe zwei 3000er bezwungen (beide mit Schnee und unter erschwerten Bedingungen), hatte Hagelschauer, Eis und diverse Dinge, die man in einem normalen Jahr in den Sierras erlebt und nicht in der Wüste. Dafür war die Wüste aber auch kühler als in anderen Jahren und wir hatten mehr Wasser.

Ich habe Yosemite erwandert (zumindest was ich sehen wollte) und als einer der ersten dieses Jahr den Halfdome bestiegen.

Das fühlt sich schon gut an. Ich habe etwas erreicht und den Strapazen gestrotzt.

Neben diesen Dingen war ich noch in LA und hatte dort 3 tolle Tage und in Vegas, wo ich auch einiges erlebt habe.

Das war die Habenseite. Entgangen ist mir die Besteigung des Mount Whitney, die High Sierra, Oregon, Washington. Toll wäre sicherlich auch der Crater Lake gewesen.

Das fühlt sich schon etwas nach Scheitern bzw. entgangener Chance an.

In Summe kann ich mich aber nicht beschweren. Ich habe ein paar Blessuren aber keine echten Verletzungen und es ist noch alles dran. Das kann dieses Jahr nicht jeder behaupten und ich habe eine Menge erlebt.

Die Umbuchung des Fluges ist eine 10 Minuten Aktion. Schon ist der Rückkehrtermin nicht mehr Oktober, sondern Juni und die Umbuchungsgebühr fällt mit ca. 100 € relativ gering aus. Jetzt ist es amtlich. Es geht zurück nach Hause.

Das Flippermuseum ist ziemlich gut bestückt. Es gibt keinen Eintrittspreis aber jeder Flipper kostet pro 3 Kugeln zwischen 25 Cent und einem Dollar. Die meisten 50 Cent und die bekannteren 75 Cent. Es gibt auf ein paar Spielkonsolen und sonstige Raritäten.

Von der Copperfield Show hatte ich mir nicht so viel erhofft, weil ich vor längerer Zeit zwei Shows von ihm gesehen habe und es da bereits deutliche Überschneidungen gab.

Obwohl er die gleichen Grundelemente nutzt ist fast alles neu in seiner Show. Da der Raum nun für Copperfield Verhältnisse relativ klein ist (1000 Leute) wirkt es aber nicht mehr ganz so glamourös wie vorher, wo er Hallen mit 10000 Leuten bespielt hat.

Dazu kommt noch, dass er das wohl einfach schon zu lange macht. Der Charme, den er früher ausgestrahlt hat ist nicht mehr so ausgeprägt. Stattdessen wirkt seine Darbietung zu routiniert, etwas arrogant und leicht gelangweilt. Er bewegt sich auch deutlich gemächlicher als früher. Als währen der Show etwas an einer Plattform lose ist, weist er seine Mitarbeiter in der Show pantomimisch darauf hin.

Die Show ist trotzdem Weltklasse. Lediglich seine Blicke zur Decke waren zu offensichtlich. Da hängen diverse Displays, die ihm Informationen geben (die meisten Leute haben das aber wohl nicht bemerkt, bzw. Die Kästen nicht als Displays erkannt ). Bei einigen Tricks hat man Ideen wie sie funktionieren oder womit sie zusammenhängen.

Zum Beispiel zerstört er Luftballons ohne Berührung (einmal den Inneren von zwei Luftballons). Darunter befinden sich ans Stromnetz angeschlossene Kugeln mit was auch immer darin.

In der Show fliegt sogar ein mehrere Meter großes UFO durch die Halle. Wie immer bei derartigen Shows würde es vermutlich schon einen großen Teil der Illusion zerstören, wenn man sie 2x anschaut.

Donnerstag – Tag 59 – Las Vegas – 13.06.2019

Für heute gibt es nicht viel zu berichten. Ich packe, lese etwas und abends schaue ich mir noch für relativ kleines Geld (40$) die Michael Jackson Ive Show im Strat an.

Das war die schlechteste Show in meiner Zeit in Vegas. Der Michael Jackson Imitator ist ein ziemlich guter Tänzer aber gesanglich kommt er nicht an Michael ran. Es fehlt einfach das gewisse Etwas.

Die Tänzer sind auch eher zweitklassig. Das ist kein Vergleich zu den Cirque Choreografien.

Freitag – Tag 60 – Las Vegas, Denver, Frankfurt – 14.06.2019

Es ist verrückt wie schnell man im Flieger die 2650 Meilen des PCT zurücklegt (ca. 4 Stunden). Ich habe mit Vorbereitung zum PCT und Training gerade mal 700 Meilen gelaufen. Auf dem Trail läuft man in vier Stunden 4-5 Meilen (ohne Schnee).

Wie sieht der weitere Plan nun aus. Ich werde die Schneeentwicklung beobachten. Weiterhin hat meine Mutter eine angerissene Sehne an einem Arm. D.h. Ich werde wohl mindestens 4-5 Wochen zu Hause gebraucht.

Ansonsten muss ich schauen was meine Blessuren machen und ggf. trainieren. Sonst geht es wieder bei 0 los, wenn ich noch einen Anlauf auf weitere Teile des PCT starte.

Ich weiß nur noch nicht wie ich das Flugthema löse. Damit der Flug halbwegs günstig ist, müsste ich ihn jetzt buchen. Das bringt mich aber wieder in die Situation evtl. zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

United wollte für einen kurzfristigen Flug von LA über 2000€. Das Umbuchen hat dann interessanterweise „nur“ 100€ gekostet.

Samstag – Tag 61 – Ankunft in Deutschland – 15.06.2019

Tja, wer hätte letzte Woche gedacht, dass ich heute wieder in Deutschland bin. Von Frankfurt geht es mir dem Zug zurück nach Hause.

Weitere Leselaunen

Spontane Lesenacht & Twitch Moderation bei Trallafittibooks ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Comicfieber und Podcastliebe bei LetterheartZwischen Heraus- und Überforderung bei glimrendeChaos! Stress! Aah! bei Jacquy’s Thoughts

Wochenrückblick – PCT Woche 8 – Yosemite

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Naliri Saga.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 48 – 558,5 , Tehachapi, Mojave – 02.06.2019

Obwohl ich unter den Windrädern und neben der Straße schlafe, dauert meine Nacht immerhin bis 4:30. Die Windräder produzieren surrende und klackende Geräusche.

Anschließend drehe ich mich noch mal rum und bin um kurz nach 6 abmarschbereit. Mein Zelt ist glücklicherweise weitgehend trocken.

Neben meinem Zelt hat ein Hiker gepennt, der sich primär über Burger ernährt. Der hat sich über 10 Stück bestellt. Wie die nach 4 Tagen im Rucksack schmecken möchte ich auch nicht wissen. Auch er hat viel zu wenig Kalorien dabei. Die meisten Hiker leben von ihren Reserven.

Da ich um kurz nach 6 am Sonntag nicht die Trailangel nerven will und nach wie vor weder Über noch Lyft Rides verfügbar sind, versuche ich mich an meinem ersten echten Hitchhike (also per Anhalter fahren – in Julien der zählt nicht wirklich, weil es dort ja ein wir bringen Hiker gegen Geld zum Trail ”Transportservice” gab).

Die ersten Autos fahre mit maximaler Geschwindigkeit vorbei aber dann hält ein Einheimischer. Nach Mojave per Anhalter fahren ist fast unmöglich.

Nachdem ich in Tehachapi bin laufe ich zur Pharmacy und zum Sportladen (die Entfernungen sind groß allein für die beiden Läden sind es mehrere Kilometer). Der Sportladen ist mal wieder überhaupt nicht auf Hikerbedarf ausgelegt. Es gibt ca. 15 Packungen gefriergetrocknetes Essen und davon 10x das gleiche. Das Zeug hält ewig und das Risiko für den Laden geht gen 0. Ich verstehe die Ladenbetreiber nicht.

Ein paar Leute sprechen mich auf den Hagelschauer gestern an und ob ich drin war. Klar, mittendrin statt nur dabei – wie immer. 😉

Gegen 13:30 fährt der Bus von Tehachapi nach Mojave (während sich das nächste Unwetter ankündigt). Kurz bevor der Bus kommt, hält ein Einheimischer an, der mich und ein Hikerpärchen mitnimmt, dass nach Lancaster möchte. Auch die beiden wollen wegen dem Schnee nicht in Kennedy Meadows weiter Hiken. Um den aktuellen Stand zu zeigen – die grüne Linie ist die relevante:

Auf dem Weg nach Mojave kommen wir an einem Flugzeugfriedhof vorbei.

Als ich in Mojave ankomme bin ich etwas geschockt. Hier könnte man ohne Probleme einen Endzeitfilm drehen. Den Laundry Laden gibt es  nicht mehr und auch viele andere Läden haben geschlossen. Ein Tip für Hiker: Tehachapi ist zwar nicht toll, da extrem verteilt, Mojave ist aber nicht besser.

Ich fürchte schon, dass ich die Wäsche in der Badewanne waschen muss (das Trocknen dauert dann ewig ohne Schleudern).

Im Hotel gibt es einen Coin Washer aber wechseln kann man im Hotel nicht. Ich beschaffe mir also Wechselgeld. Die Maschine sieht wenig vertrauensererckend aus, tut aber ihren Dienst.

Nach der Wäsche fällt das T-Shirt weiter auseinander (das war bei der Höllenwäsche in Idyllwild schon beschädigt worden). Bei dem Langarmshirt fehlt schon wieder etwas  Farbe (es war wohl noch Bleiche in der Maschine).

Auch meine Schuhe sind wieder hin. Links ist über der großen Zehe ein Loch und das Profil ist auch runter gelaufen. Man sieht aber an dem Materialverschleiß ganz gut welchen Belastungen der Körper ausgesetzt ist.

Der Rucksack ist auch nicht mehr ok, weil der Beckengurt neuerdings rutscht und somit die Last auf den Schultern zu hoch ist.

Seit dem feuchten Turboabstieg gestern sind zwei Probleme am linken Fuß dazu gekommen. Jetzt schmerzt der Bereich um / über der linken Innenseite des Fußgelenkes und eine Stelle im Bereich der Blase (unter dem Zeh neben dem großen – auf dem Foto erkennt man nichts). So wie ich das sehe bildet sich unter der neuen Haut die nächste Blase.

Es gibt 5 Burgerläden in Mojave aber keine Pizza. Es gibt einen Laden der Wiener Schnitzel heißt. Dort gibt es alles nur keine Schnitzel. Was soll das?

Nah bei Mojave befindet sich die Edwards Air Force Base (ich sehe einige Militärtransporter starten), das Death Valley und einen Air & Space Port. Warum Space? Weil die Privatunternehmen, die im Raumfahrtbereich tätig sind, teilweise von hier agieren.

Der Zug und der Highway befinden sich direkt vor dem Hotel. Das ist tierisch laut. Keine Ahnung wie die gute Hotelbewertung zu Stande kommt.

Montag – Tag 49 – Mojave – 03.06.2019

Nachdem der erste Zug gefühlt so gegen 4 durchs Zimmer gefahren ist, stehe ich um 5:30 auf. Das ist für Hiker schon der Langschläfermodus.

Nachdem ich mir gestern Deo und Shampoo besorgt habe (im Motel 6 gibt es kein Shampoo) und meine Klamotten auch wieder gewaschen sind, fühle ich mich gleich wieder etwas besser.

Vormittags gehe ich zur Post und siehe da, meine Bounce Box ist da. Der Postmensch scannt die Hikerpost nicht und somit kann er sie endlos aufbewahren. Das USPS das aber bei der Sendungsverfolgung nicht raus  bekommt ist traurig (immerhin Arbeiter der für die).

Somit kann ich mich auch mal wieder rasieren. Dafür muss ich die Box bei den Trips nach Fresno (Basis für Yosemite) und Vegas mitschleppen. Es ist also toll, dass sie wieder da ist aber nun muss sie logischerweise transportiert werden, wenn ich sie nicht voraus an den Trail schicken kann, weil ic nicht weiß ob / wie / wo es weiter geht. Aktuell sieht es mir eher nach „es geht nicht weiter“ aus.

Den ganzen Vormittag verbringe ich mit buchen. Das Hotel in Fresno, zwei Zugverbindungen, Shows in Vegas, Transport nach Yosemite, Hotel in Vegas.

Dabei stelle ich fest, dass die vermeintlich günstigen Hotelpreise in Vegas mit Resortfees pro Tag deutlich erhöht werden. Je nach Hotel sind das 20-35$ und die Steuer, die auf die vermeintlich günstigen Preise drauf kommen. Das scheint eine Besonderheit von Vegas zu sein.

Eigentlich würde ich in Yosemite gerne den Halfdome erklettern aber der ist noch nicht eröffnet wegen Schnee und der ist deutlich niedriger als die erste PCT Region in den Sierras. Dafür benötigt man aber zwei Tage  Zeit und ein Wilderness Permit (ohne das darf man nicht campen in Yosemite). Das Formular habe ich gestern ausgefüllt aber kurzfristig gibt es Permits nur telefonisch, weil angeblich sonst die Zahlung nicht sichergestellt ist – so ein Quatsch.

Da aber aktuell noch nicht sicher ist, ab wann der Halfdome eröffnet wird (auf der Homepage steht der 04.06 verschanzen sich die Ranger offenbar. Ich werde am 05.06 fragen. Gestern gab es noch Wilderness Permits für den 06.06 – damit darf man in Yosemite campen. D.h. Aber nicht, dass es auch Permits für den Halfdome gibt. Das ist schon alles kompliziert.

Die generelle Aussage an der Ranger-Hotline ist aber auch, dass Backpacking Trips aufgrund der Schneebedingungen nicht vor Mitte Juli empfohlen werden.

Jetzt muss ich noch den Vegas Trip planen. Seit ich das letzte mal da war vor grob 15 Jahren gibt es einige Neuigkeiten. Ich glaube um einige Dinge wird aber wieder viel Theater gemacht und wenig geboten. Es gibt zum Beispiel eine Requisitensammlung zu den Avengers und den Hunger Games. Ich habe noch Zweifel, ob sich die Lohnen. Aber vielleicht komme ich nie wieder nach Vegas. Insofern werde ich es testen.

In Mojave sind es heute über 30 Grad im Schatten und Schatten gibt es hier nicht wirklich. Heftig!

Als ich die Trips nach Yosemite (dorthin werde ich 2-3 Tage gehen – allerdings mit mindestens zwei Anreisen, da ich noch nicht weiß, ob ich das Wildernesspermit bekomme) und Las Vegas geplant habe, ist der Nachmittag rum.

Dienstag – Tag 50 – Mojave, Fresno – per Amtrak – 04.06.2019

Heute geht es per Bus und Zug nach Fresno, obwohl die Schienen in Mojave vor der Hoteltür herlaufen geht es aus Mojave nur mit dem Bus raus. Somit bekomme ich noch ein wenig von den USA zu sehen.

Morgens schaue ich mir die aktuellen Schneebedingungen in den Sierras an. Nach wie vor läuft man durchgängig in Schnee und ca. 90% des Trails sind bedeckt. Das ganze ich aufgrund des unkalkulierbaren Wetters ziemlich gefährlich und man läuft mit Nassen Schuhen und Socken (im Prinzip benötigt man andere Ausrüstung – vor allem Schuhe und ggf. wasserdichte Handschuhe – als normalerweise).

Ich werde mir morgen Yosemite anschauen aber das sind definitiv keine Bedingungen in denen ich hiken möchte. Das hatte ich in der Wüste schon und für meine Füße ist das Gift aktuell.

Min Oregon und anderen Bereichen im Norden liegt der Schnee auch meterhoch. Die meisten jungen Hiker sind recht entspannt was die Risiken angeht. Nach dem Motto “wir haben den Pass geschafft und wir leben noch”.

Evtl. wird man mit zunehmendem Alter unentspannter oder das liegt mir im Blut.

Wenn die Schneemassen tauen ist aber absehbar, dass die Flüsse nicht mehr passierbar sind. Davon gibt es diverse in den Sierras. Dann tauscht man also ein Problem gegen das nächste.

Ich könnte also abseits der aktuellen gesundheitlichen Themen (Gewichtsverlust, Probleme mit Füßen, Hüftknochen bzw. Hüftgurt, etc.) noch 5 Tage weiter hiken aber spätestens dann ist aktuell Ende, weil man dann nach Kennedy Meadows läuft und von dort heißt es ab in die Sierras (von dort kommt man schlecht wieder weg, es gibt noch einen Bus von Ridgecrest nach Mojave und von Mojave kommt man mit dem Amtrak weg – das ist die letzte Station vor Kennedy Meadows).

Mal schauen wie es Anfang nächster Woche aussieht.

Der Amtrak Bus ist ein Standardreisebus mit Wifi aber ohne besonderen Komfort.

Der Amtrak Zug hat zwei Etagen (wie scheinbar viele Züge in den USA). Man hat zwar eine Sitzplatzreservierung aber die besagt lediglich, dass man einen Platz bekommt, nicht wo.

Ansonsten kommt man sich ein wenig vor wie die Feuerwehr im Einsatz so oft wird das Signalhorn benutzt.

Die Klimaanlagen in Bus und Zug sind sehr kalt eingestellt. Das kenne ich zwar von vorherigen USA Aufenthalten aber dieses Mal war ich bisher verschont geliebten.

Die Ticketkontrolle läuft etwas anders als bei uns. Es werden nach der Kontrolle Zettel an die kontrollierten Plätze gehängt mit der Info bis wo man fahren darf.

Die Landschaft wird etwas grüner während der Fahrt. In Fresno sich sind es heute 37°C und morgen 40°. Uff. Auf dem PCT haben wir Hagelstürme und hier schmilzt man. In VegS erwarten mich vergleichbare Temperaturen.

Das Hotel in Fresno ist etwas runtergekommen aber so lange einem nichts entgegen krabbelt gebt es ja. Die Alternative Adresse wäre wohl besser gewesen.

Da ich nur morgens was gegessen habe, gehe ich zum IHOP. Das ist eine Fastfoodkette, die Burger, Waffeln, Crêpes usw. im Angebot hat. In den USA gibt es alles als Fastfoodkette. Dort bestelle ich Bananencrêpes mit Nutella. Uff, die sind so süß da schmeckt die Pepsi nicht mehr süß gegen – das soll was heißen.

Der Supermarkt am Bahnhof ist etwas seltsam bestückt. Es gibt aber TimTam (kenne ich aus Australien) und Toblerone aber ZipLocs nur in einer Größe. Essbare Kekse ohne Schokolade finde ich auch nicht. Mal sehen, ob ich von den Schokoladeneinkäufen etwas mit nach Yosemite nehme. Meine Erfahrungen mit Schokolade auf dem Trail sind eher schlecht.

Da ein Subway direkt neben dem Hotel liegt, beschließe ich das der meine primäre Yosemite Verpflegung darstellt (zumindest für morgen – an den anderen Tagen passen die Öffnungszeiten nicht). Das ist zumindest mal was anderes als Muffins und Kuchen.

In Fresno gibt es Lyft und Uber wieder im Überfluss. Das verdeutlicht wie abgelegen der Trail an vielen Stellen ist.

Die Half Dome (das ist ein recht bekannter Berg in Yosemite) Lotterie wurde heute zum ersten Mal in diesem Jahr frei gegeben. Ab morgen kann man sich für Permits bewerben für Freitag (zwei Tage Vorlauf). Ich werde mein Glück versuchen. Ab morgen können die Leute den Half Dome besteigen, die schon Permits aus der pre Season Lotterie haben oder heute bei den Rangern vor Ort lieb bitte sagen und hoffen, dass andere nicht schneller waren.

Ohne zusätzliches Wilderness Permit hilft das Half Dome Permit aber nicht, weil man die Besteigung in den knapp 9 Stunden Aufenthalt, die einem YARTS (der Busservice nach Yosemite) ermöglicht, nicht schafft. Ich brauche also 2x Glück. Mal sehen, ob ich das habe oder nicht. Ich vermute, dass heute viele locals vor Ort waren und sich Permits besorgt haben. Für den Campingplatz wird es genauso ein Limit geben wie für denn Half Dome.

Mein linkes Fußgelenk bzw. der Bereich darüber schmerzt noch immer und die Blasenthematik natürlich auch aber auf dem Trail bin ich unter vergleichbaren Umständen gelaufen. Aktuell kann ich die Zeitangaben zu den Yosemite Trails noch nicht einschätzen. Gelten die für untrainierte oder geübte?

Nachtrag: Wie ich heute Abend feststelle gibt es jetzt keine Wilderness Permits mehr für den 6. – somit kann ich mir das Half Dome Permit auch sparen. Ich werde zwar trotzdem fragen aber die Chancen sind wohl gering.

Mittwoch – Tag 51 – Fresno, Yosemite mit YARTS – 05.06.2019

Heute geht es um kurz vor 6 mit dem YARTS Bus nach Yosemite, wo ich um 9:30 ankomme. Der Bus kommt fast 15 Minuten zu früh (ich bin noch zwei Blöcke weg, als er ankommt) und fährt 5 Minuten zu früh ab. Wer pünktlich ist hat Pech gehabt.

Die Landschaft ändert sich auf der heutigen Fährt schnell. Es werden mehr und größere Bäume. Nach so viel Wüste fühlt sich das gut an.

Als erstes marschierte ich nach der Ankunft in Yosemite zur Ranger Station, um wegen dem Wilderness Permit zu fragen. Dort werde ich auf eine Liste gesetzt, auf der sicher schon 15 Leute stehen. Um 11 soll ich wiederkommen. Da es gerade mal 9:30 ist marschiere ich zu den lower Yosemite Falls.

Als ich um ca. 10:40 wieder an der Ranger Station bin, stelle ich mich in die Warteschlange. Angeblich wird nach dem Prinzip der Reihenfolge in der Schlange vorgegangen (besagt zumindest das Schild).

Um 11:00 kommt dann eine Rangerin raus und klärt uns ziemlich länglich über die Regeln für ein Wilderness Permit auf. Das sind die gleichen wie auf dem PCT.

Danach bekommt dann jeder der Reihe nach sein Permit. Puh, so gerade noch!

Heute waren die Cables übrigens noch nicht up. Ich bin mal gespannt, ob es Freitag wirklich klappt.

Mittags laufe ich Richtung Upper Yosemite Falls los. Ganz hoch komme ich aufgrund der verfügbaren Zeit nicht. Trotzdem ist der Tag gelungen.

Beim Abstieg stürmen mehrere Ranger mit einem Affenzahn vorbei, während ich teilweise mit meinen Schuhen rumrutsche. Mehr als 250 Meilen geben die offenbar nicht her. Ich hoffe, dass das in den folgenden beiden Tagen nicht zum Problem wird.

Abends geht es um 5:45 zurück nach Fresno, wo ich nach Hikermidnight (21:30) wieder ankomme. Das sind jeweils über 3 Stunden Fahrtzeit aber die Hotels bei Yosemite sind so teuer (oder schlicht nicht verfügbar), dass ich notgedrungen fahre.

Donnerstag – Tag 52 – Fresno, Yosemite mit YARTS, Mariposa Groove, Little Yosemite Valley Campground – 06.06.2019

Heute geht es wieder um 4:30 los und gestern war ich erst um 22:00 zurück im Hotel. Selbst für Essensbeschaffung bleibt nicht wirklich Zeit.

Auf dem Rückweg habe ich gestern zwei Sandwiches bei Subway mitgenommen.

Die YARTS Tickets für heute konnte ich gestern nicht vorbestellen, da die Reservierung nur bis 14:00 am Vortag möglich ist. Es klappt aber auch so. Richtig voll sind die Busse wohl erst im Sommer oder zur Ferienzeit. Dabei ist meiner Meinung nach jetzt die schönste Zeit in Yosemite.

An der Bushaltestelle direkt neben dem Bahnhof liegt Besteck für schwere Drogen, soweit ich das beurteilen kann.

Heute kommt der Bus pünktlich. Da ich wieder zu früh dran bin, bietet das zwei Obdachlosen die Gelegenheit mich zu nerven. Eine davon ist vollkommen durchgeknallt.

Der Plan sieht heute vor zuerst für zwei Stunden zur Mariposa Grove zu fahren, dann zum Visitor Center (das geht nur mit YARTS) etwas essen und danach mit dem Shuttle nach Happy Isles zu fahren, um von dort zum Little Yosemite Valley zu wandern. Ich hoffe das passt so.

Abseits davon, dass der Bus über 15 Minuten zu spät kommt, klappt der Plan.

Mittags esse ich dann noch eine Pizza bevor ich mich auf den Weg mache.

Anschließend fahre ich mit dem Shuttle nach Haply Isles. Dort beginnt der Half Dome Hike. Ich wähle den Mist Trail. Dort wird man gewarnt, dass man nass wird und das ist nicht untertrieben. Ich bin trotz Regenjacke klatschnass. Zum ersten Mal mehr oder weniger freiwillig. Mit Mutter Natur kann diesbezüglich kein Freizeitpark mithalten (Stichwort Wet Zone).

Die Wasserfälle führen alle extrem viel Wasser. Lt. Ranger wurden die jemals höchsten gemessenen Wasserstände im Merced River ermittelt (ich weiß nicht von wo das Wasser kommt aber in den High Sierras hat das Tauwetter nicht mal richtig begonnen). D.h. In Yosemite könnte es in den nächsten Wochen viel Land unter geben.

Für heute Nachmittag ist Regen angesagt, morgens hoffe ich, dass es nicht zu rutschig wird. Da ich meine Bounce Box im Zimmer hatte habe ich meine Schuhe gewechselt. Die sind nun fast neu aber es ist ein anderes Modell als ich bisher auf dem Trail verwendet habe. Das ist das Model mit dem ich vor dem PCT trainiert habe (die sind etwas weiter und die Dämpfung ist geringer).

Der Regen bleibt aber aus. Die neuen Schuhe sind deutlich griffiger als die alten.

Insgesamt macht das hier und heute viel mehr Spaß als der PCT zuletzt, weil man wieder angemessen entlohnt wird.

Ich bin so früh fertig mit Hiken wie selten. Der Aufstieg von Happy Isles zum Little Yosemite Valley Campground dauert nicht mal 3h. Um 16:30 steht mein Zelt und ich habe Feierabend. Der Zeltplatz ist riesig und die Abstände zwischen den Zelten sind groß. Das ist totaler Luxus für PCT Verhältnisse.

Heute habe ich übrigens eine Premiere. Ich penne freiwillig im Wald, obwohl ich ein Hotelzimmer gebucht habe. Meine Bouncebox und diverse andere gerade nicht benötigte Sachen stehen da momentan rum.

Auf dem Campingplatz treffe ich Kathryn und Connor wieder, die ich gestern bei der Permitvergabe getroffen habe. Die beiden sind total sympathisch. Die beiden arbeiten im Gesundheitssektor und können sich somit öfter Auszeiten gönnen. Morgen wollen sie zum Kings Canyon Nationalpark weiter.

Morgen kommt dann Teil 2 des Aufstieges und der Abstieg. Ich bin gespannt. Teil 1 des Aufstieges war weniger schlimm als erwartet aber das sagt ja nichts über Teil 2 aus.

Ich muss wieder den 5:45 Bus nach Fresno erwischen.

Freitag – Tag 53 – Yosemite – Fresno mit YARTS – 07.06.2019

Nachts habe ich trotz 10°C im Schlafsack gefroren (der ist für -1°C) Komforttemperatur ausgelegt. Selbst bei Minusgraden habe ich nicht mehr gefroren. Entweder liegt es an mir (abnehmendes Gewicht) oder der Schlafsack baut ab, vielleicht ist es auch eine Kombination von beidem.

Heute geht es wie bereits erwähnt an den zweiten Teil des 5000 Fuß Aufstieges.

Der Aufstieg zum Half Dome ist nicht ohne – speziell der treppenartige Teil nicht. Insgesamt ist es aber nicht schlimmer als ein gewöhnlicher PCT Tag (so bekommt man mal eine Vorstellung was man jeden Tag auf dem PCT leistet). Ich starte um 6:30 und bin um kurz nach 9 auf dem Half Dome. Beim Abstieg treffe ich Kathryn und Connor wieder.

Die Nylon Handschuhe, die ich am Vortag in der Tanke für 2$ gekauft habe erweisen sich als sehr sinnvolle Investition an den Seilen (sonst wäre der Abstieg übel geworden und ich hätte mir an den teilweise offen geringelten Stahlseilen die Hände verletzt). So waren nur die Handschuhe leicht beschädigt. Ich habe sie nach dem Abstieg an jemanden weitergegeben, der keine hatte.

Sowohl der Aufstieg und besonders auch der Abstieg erweisen sich leichter als erwartet.

Anschließend bin ich auf die glorreiche Idee gekommen das Tal über den Glacier Point zu umrunden. Rein von den Entfernungsangaben las sich das ziemlich unproblematisch. Allerdings sollte man die in Yosemite mit Vorsicht genießen (ich unterstelle, das das ganze Zickzack nicht immer enthalten ist). Dazu kam dann noch, dass ich vom 4 Mile Trail nicht weggekommen bin und das vordere Tal Unterwasser steht – der Seitenwechsel zum Falls Shuttle war also nicht möglich.

Ich bin also mit Müh und Not halb rennend noch beim Bus angekommen (mit dem Rucksack und dem Gewicht drin ist das nicht so super). So schwer ich mich auf dem PCT teilweise tue heute hat man extrem gemerkt, das ich fitter bin als vorher. Zumal ich heute wieder knappe 1550m Anstieg und noch mal deutlich mehr Abstieg hatte. Jetzt schmerzen die Füße aber auch ordentlich.

Neben dem California Adventure Park war das bisher mein bester Tag in den USA. So in der Art hatte ich mit den PCT auch vorgestellt. Das hat aber nur bis San Jacinto funktioniert.

Heute lerne ich einen Tasmanen kennen, der drei Monate von der Arbeit freigestellt ist, um die USA zu bereisen. Mit 5 Tagen Yosemite hat er begonnen.

Um kurz nach drei bin ich beim Glacier Point (Massentourismus von der schlechtesten Seite). Direkt davor oder dahinter ist aber kein Mensch. Warum ist das so? Man kann mit dem Auto hinfahren.

Ich kaufe mir dort ein Eis und ein Gatorade. Die Schlange ist so lang, dass der vordere Teil vom Eishörnchen direkt auf den Boden klatscht als ich an der Mülltonne das Paper entferne. Schlecht gekühlt war es vermutlich auch. Ein Eichhörnchen stürzt sich auf das Eis. Ob ihm das wohl bekommt?

Panorama 1

Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Für mich ist Yosemite der schönste Nationalpark der Welt – von denen die ich kenne und das sind einige. Ich könnte ewig neben den Wasserfāllen sitzen. Die Optik und der Sound sind Hammer. Die Videos liefere ich bei Gelegenheit nach.

Mein Permit wird übrigens gestern beim Aufstieg Richtung Little Yosemite Valley als auch beim Abstieg vom Half Dome geprüft. Ich finde es gut, dass Prüfungen erfolgen, wenn schon so ein Theater um die Dinger gemacht wird.

Der YARTS Bus hat Abends eine Essenspause (bei dem Stopp sind Carls Jr., McDonalds, Burger King und Subway in der Nähe). Beim Einsteigen erwähne ich dem Busfahrer gegenüber, dass ich den Essensstopp heute definitiv brauche. Später bietet er mir einen Apfel aus seinem privaten Vorrat an.

Mit dem Busfahrer hatte ich nun vier Fahrten. Abends fragt er mich, ob ich morgen wieder komme und als ich verneine schüttelt er mir die Hand und sagt, dass es schön war mich kennengelernt zu haben. Ich soll bald mal wieder zu. Besuch vorbeikommen. Könnt ihr euch das in Deutschland vorstellen?

Vor grob 15 Jahren war ich schon mal auf einer Rundreise in Yosemite. Das bisschen was man dabei zu sehen bekommt, ist wirklich traurig.

Zum Thema Eis und Schnee: In Yosemite liegt ab 2000m teilweise noch Schnee. Auf den Bildern erkennt man, dass einige Berge um Yosemite noch komplett bedeckt sind. Die Berge und Pässe über die der PCT führt sind aber teilweise über 4000m hoch. Was man auch sehr schön erkennt ist was mit den Flüssen passiert, wenn die Schneeschmelze beginnt. So sind a Flussquerungen keine gute Idee.

Panorama 2

Samstag – Tag 54 – Fresno, Las Vegas mit Amtrak – 08.06.2019

Heute gibt es den nächsten Ortswechsel nach Vegas, wo ich erst abends ankomme.

Die Kombination Bus / Amtrak kenne ich ja nun bereits.

Im Bus (großer Reisebus) sind gerade mal 10 Leute (ab Bakersfield). Der Bus fühlt sich aber deutlich enger an als der YARTS Bus und hat auch keine Stromanschlüsse. Im Vergleich zum Zug sind die Busse also noch verbesserungsfähig. Einen Busfahrplan suche ich vergeblich im Netz.

Ich habe also zu Fahrtantritt keine Ahnung, ob wir die 5 Stunden durchfahren, zig mal anhalten oder es Pausen gibt. Aus der Erfahrung der letzten Tour vermute ich, dass wir durchfahren.

Der Busfahrer ist ziemlich grantig.

Wie sich zeigt gibt es um kurz vor 7 eine 20 Minuten Pause in der Barstow Station.

Der Busfahrer weist uns darauf hin, dass er nicht wartet, falls jemand zu spät kommt.

Für die Zeit nach Vegas habe ich noch keinen Plan. Back home oder wie geht es weiter?

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

E3, Sushi und Leselust bei Trallafittibooks ∗ dolce far niente.. auf in die Toskana bei Lieblingsleseplatz ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Die Luft ist raus bei LetterheartEndlich Meerzeit! bei SchwarzbuntgestreiftGeister, SEO und Mittelalter bei Pusteblume Blog

Wochenrückblick – PCT Woche 7 – Wüste

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich das Buch Pro und Contra.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 41 – 458,5, 478,2 Casa de Luna – The Andersons – 26.05.2019

Der heutige Tag war ziemlich übel und definitiv zum abgewöhnen. Es sollte ein wenig regnen lt. Wetterbericht. Real hat es morgens um 5:00 angefangen zu regnen und dann bis Mittag durchgehend. Dann kam eine Pause und nachmittags ging es weiter.

Das Zelt ist mal wieder nass von außen und innen. Das einpacken ist kein Spaß. Das Zelt ist unterdessen so dreckig, dass es jeder Beschreibung spottet (wenn es trocknet, löst sich das weitgehend von selbst).

Später wird das Wetter immer schlimmer. Es hagelt und stürmt und zwischendurch ist meine Fingermotorik so eingeschränkt, dass ich nach dem Absetzen des Rucksacks locker 5 Minuten brauche, bis ich den Beckengurt wieder geschlossen habe. Beim Brustgurt geht es kaum schneller. Normal dauert das ein paar Sekunden.

Zu sehen war heute natürlich nichts. Die halbe Zeit bin ich durch Wolken gerannt.

So macht der PCT weder Sinn, noch Spaß.

An beiden möglichen Ausstiegspunkten (Straßen) Richtung Hotel habe ich kein Netz. Jetzt bin ich wirklich mitten im Nirgendwo. Mal sehen wann ich wieder Netz habe.

Ich übernachte aufgrund des Mistwetters in Casa de Luna. Zusätzlich fehlt mir Proviant, da die Croissants aus Agua Dulce nicht essbar waren. Der Laden in Green Valley ist erstaunlich gut (abseits davon, dass das WLAN nicht funktioniert). Allerdings fehlt ein Restaurant (das Café in dem es auch Pizza gab hat dauerhaft geschlossen). Somit bleibt es bei einem Warmen Kakao, einem Tiefgekühlten Burger, den man im Laden in der Mikrowelle erwärmen kann und ein paar Muffins als Ersatz für die Croissants.

Der Weg zum Casa de Luna sind knappe 5 Zusatzmeilen (jede Richtung grob 2,5), die ich normalerweise vermieden hätte.

Dafür habe ich jetzt den PCT 2019 Bandana, der allerdings mit der Farbe Grün nicht gerade meine bevorzugte Farbe hat..

In Casa de Luna gibt es einige Verhaltensregeln. Jeder bekommt ein Hawaihemd (das galt für uns nicht wegen dem Wetter). Abends und morgens gibt es Essen (immer das gleiche). Morgens kleine Pfannkuchen und Abends Chips mit einigen Soßen und Belägen (teilweise frisch und diverses aus der Dose). Die Teller darf man nicht über die Schüssel halten (sonst greift die Gastgeberin zum Stock!) und es ist eine Umarmung mit Foto mit der Gastgeberin fällig.

Morgens gibt es einen Ride zurück zum Trail. Klasse.

Meiner Blase ist die Feuchtigkeit heute nicht gut bekommen. Dabei waren meine Füße nicht vom direkten Regen nass, sondern von dem ganzen Grünzeug am Trail, was die Wasserlandung jeweils dankend an meine Schuhe weitergeben hat.

Die alte Hautschicht hat sich nun großflächig abgelöst und die neue ist noch nicht so robust und dementsprechend empfindlich.

Montag – Tag 42 – 478,2 Casa de Luna – The Andersons, 498,2 – 27.05.2019

Morgens war mein Zelt so nass wie nie. Ich hatte eine Pfütze unter der Luftmatratze. Ich hoffe das Zelt ist noch dicht und das war Kondenswasser. Da es die ganze Nacht geregnet hat, kann es auch Kondenswasser sein.

Tagsüber haben wir top Hikingwetter. Es ist nicht zu warm und trocken.

Mittags erlebe ich tolle Trailmagic. Ein Vater mit Sohn stellt kalte Cola bereit und bereitet an der Straße frische Hamburger zu. Wirklich toll!

Ansonsten treffe ich heute noch ein paar Dayhiker mit denen ich mich gut unterhalte. Die Gespräche mit den Dayhikern sind oft deutlich ergiebiger als mit Thru-Hikern. In der Regel kommt man über „Wie geht‘s? Gut, und selbst. Alles ok.“ nicht hinaus.

Der Trail bietet heute wenig Neues.

Ich Campe (vermeintlich) mangels Alternative auf einem Campingplatz auf einer Bergspitze. Wer ist bitte so bescheuert einen Campingplatz derart exponiert zu platzieren? Es stürmt wie Hölle und mangels Steinen zum beschweren der Tent Stakes bin ich mal gespannt, ob das Zelt nachts zusammenbricht.

Warum schreibe ich vermeintlich? In Guthook (das ist das Navi für Hiker) sind Zeltplätze eingetragen aber bei weitem nicht alle. Das wiederum kann bedeuten, dass noch welche kommen, wenn man weiterläuft oder aber auch, dass wirklich die nächsten x Meilen keiner mehr kommt. Nach dem Berggipfel gab es diverse Plätze, die besser gewesen wären, wie ich am nächsten Tag feststelle.

In Guthook standen aber auch Geschichten von einem Bären in der Region. Von daher dachte ich mir, dass es sicherer ist mit mehreren Zelten auf einem Haufen zu campen, was vermutlich Quatsch ist, zumal auf dem Platz diverse Mülltonnen vorhanden waren (bärensicher) und die Zelte daneben Standen. Der Geruch dürfte die Bären locken, sofern sie nicht verstanden haben, dass sie an den Inhalt nicht dran kommen.

Neben mir campt einer der irgendwie auf Drogen ist, zumindest hört er sich so an. Jedes Mal wenn der Wind etwas stärker bläst jault er mit.

Interessant ist am PCT wie weit man teilweise vorausschauen kann. Den San Jacinto könnte man fast zwei Wochen eher sehen. Seit gestern kann man soweit ich das beurteilen kann die ersten Ausläufer der Sierras sehen. Die sind noch ordentlich weit weg. Aber 5500 Fuß Höhe sorgen ja auch schon für etwas Weitsicht und es ist verdammt viel Schnee zu sehen.

Dienstag – Tag 43 – 498,2, 511 – 28.05.2019

Die Nacht über habe ich fast nicht geschlafen, wegen dem Wind. Das ist tierisch laut und er hat auch immer wieder böhig ins Zelt geschlagen. Dafür war das Zelt morgens ziemlich trocken.

Die heutige Etappe ist eigentlich relativ anspruchslos für PCT Verhältnisse. Trotzdem bin ich irgendwie platt. Ob es am mangelnden Schlaf liegt, oder dem Körper so langsam die Energie ausgeht weiß ich nicht.

Wie üblich nach 3 Tagen auf dem Trail bin ich wieder Hotelreif. Ich nutze einen möglichen Ausstieg zu einem Motel am Highway. Dort buche ich vorerst zwei Nächte.

Als ich dann runterfahre merke ich erst wie im Eimer ich bin. Mir wird wieder kalt und die Füße schmerzen ordentlich. Seit dem Universal Besuch habe ich keine Ibus mehr genommen. Ich habe keine Lust einen Entzug zu starten nach dem PCT. Wenn sich der Körper jetzt noch nicht an das Hiken gewöhnt hat, wird er das wohl auch nicht mehr. Der Schmerzlevel beim Hiken gestern und Heute war aber ziemlich grenzwertig.

Bei meiner Blase weiß ich aktuell nicht was ich damit machen soll. Die obere Hautschicht ist weg. Es fühlt sich aber an, als wenn die untere Schicht auch schon Probleme verursacht (die fühlt sich schon ausgetrocknet und steif an).

So langsam stellt sich die Frage “Wie und ob weitermachen?”. Ungeachtet wie langsam ich hike ist Kennedy Meadows nicht mehr so weit weg. Normalerweise ist Mitte Juni eine Zeit in der man den Bereich passieren kann (dann ist der Schnee erträglich und die Flüsse sind ohne übermäßige Gefahr passierbar). Das wird dieses Jahr nicht so sein.

Dazu kommt, dass die Etappen in den Sierras extrem anstrengend sind und meine Reserven sind schon fort. Ausstiegsoptionen gibt es nur wenige bzw. keine. Meine Schneewanderfähigkeiten sind eher begrenzt (manche Leute sind bisher ohne Mikrospikes gelaufen – ohne die wäre ich längst verunglückt).

Ich bin auf dem San Jacinto und Baden Powell schon recht gut gerutscht und wie mir mein Felskontakt gezeigt hat kann man zwar wie die 20-Jährigen einfach ins Unbekannte rutschen aber man strapaziert seinen Schutzengel sehr über Gebühr.

Das spricht alles nicht dafür von Kennedy Meadows Richtung Norden zu wandern. Lustigerweise ist das eigentlich die Region für die ich den Trail primär wandern wollte. Die Wüste hatte ich eher als Training eingestuft.

Mein Körper sagt scheinbar so langsam “mir reicht es”. Ich würde auf jeden Fall gerne Yosemite Valley erwandern. Dort müssen aber die Zufahrtsstraßen offen sein, wenn ich nicht über den PCT komme. Im Moment ist dort aber eher von Schneestürmen die Rede (die können auf dem PCT auch tödlich enden). Ich hatte in den Vergangenen Tagen ja bereits ein paar erste Eindrücke wie sowas aussehen kann.

Mittwoch – Tag 44 – Pause in Lebec – 29.05.2019

Die Tankstelle neben dem Hotel ist erstaunlich gut ausgestattet (viel besser als der Cajon Pass). Es gibt auf meiner Seite einen Wendy’s (vergleichbar McDonalds), einen “Frischeladen” mit Sandwiches, Pizza, Donuts, Salaten, Obst und den Tankstellenshop und auf der anderen Seite einen Subway und Jack in the Box (auch wie McDonalds).

Morgens checke ich Routinemäßig die Trackinginformation meiner Bounce Box. So wie es aussieht ist die verschollen. Neben dem Notebook, Bargeld, Speicherkarten, Schuhen, dem Kanadapermit sind diverse andere Sachen in der Box. Da hat die Post es immerhin 2x geschafft die Box korrekt zuzustellen und beim 3. Mal geht es in die Hose. Ich stelle einen Antrag zur Prüfung per Mail aber da sich seit 10 Tagen nichts mehr getan hat, bin ich nicht sehr optimistisch.

Die Schneesituation in den Sierras ist aktuell echt übel. In einigen Teilen des PCT wurde die Skisaison bis Ende August verkündet. Die Sierras sollen mindestens bis Ende August mit Schnee bedeckt sein.

So schlimm wie dieses Jahr war es selten. Zumal in dem letzten Tagen weitere Schneestürme Neuschnee gebracht haben.

Es gibt zwar einige Hiker die es trotzdem versuchen und auch wenige die es schaffen aber entsprechende Snowskills sind die Voraussetzung und es ist ein unglaublicher Kraftakt. Weiterhin benötigt man eine ordentliche Portion Glück (vor Schneestürmen / Lawinen schützen einen die Skills nicht). Es gab aber auch schon einige Rettungsaktionen.

Einige Hiker berichten von verfrorenen Zehen. Das ist es nicht Wert. Im Prinzip müsste man jetzt mindestens bis Anfang oder Mitte Juli Pause machen und dann wird noch immer viel Schnee in den Sierras liegen (dann werden je nach Taugeschwindigkeit die Flüsse zum Problem). Flippen (also nach Norden springen) ist auch keine Option, da dort nicht weniger Schnee liegt.

Donnerstag – Tag 45 – Pause in Lebec – 30.05.2019

Da die Schneesituation keine Eile nahelegt und der Status meiner Bouncebox ungeklärt ist schiebe ich einen weiteren Ruhetag ein. Mein Körper kann den eh gebrauchen. Von USPS (US Post) habe ich bisher nur die Info bekommen, dass der Vorgang geprüft wird.

Ich spiele mit dem Gedanken welche Alternativen sich bieten. Eine Rundreise in den USA wäre denkbar. Dafür bin ich aber mit genau einem Klamottenset nicht wirklich gerüstet. Nach mehreren Wochen PCT Pause wage ich auch zu bezweifeln, ob die Sierras ein guter Einstieg in den PCT sind (das ist die schwierigste Etappe). Zumal eine Solorundreise so viel teurer als zu zweit ist, das man den USA Flug quasi wieder raus hat (Stichwort Zimmerbelegung). Trotzdem ist das eine Überlegung wert, weil ich jetzt Zeit dafür habe.

Eine weitere Möglichkeit wäre es mit Lyft / Uber nach Bakersfield zu fahren und von dort nach Fresno mit dem Greyhound Bus. Ein weiter Bus (Yarts) bringt einen dann nach Yosemite. Der ganze Spaß ist nicht ganz günstig (grob 150$ je Richtung + evtl. Übernachtungskosten aber die hat man eh jeden Tag). Eines meiner Ziele auf dem PCT war Yosemite Valley zu erwandern. Das sollte so funktionieren und somit spare ich auch die drei Tage Umweg vom PCT zum Valley, sofern ich weiter wandere (das hört sich für mich nach einer recht sinnvollen Variante an).

Eine andere Alternative wären 2 oder mehr Tage Vegas. Auch das ist nicht günstig und eine ziemlich lange Busfahrt. In Summe sind das also wohl eher 4 Tage mit Hin- / Rückfahrt. Für zwei Shows und einige Attraktionen kostet das dann aber auch wieder ein paar hundert Dollar. Allerdings stelle ich gerade fest, dass man in einigen Hotels ein Zimmer für knapp über 20$ die Nacht bekommt. Da kommt man also günstiger weg, als anderswo (vermutlich gibt es nirgendwo in den USA günstigere Zimmer). Die Hotels sind nicht mal schlecht.

Also ist der Grobplan ein paar Tage PCT bis Mojave, dann Yosemite und dann schauen. Entweder Abbruch oder nach Vegas. Wobei ein paar Tage Vegas sicher nicht schlecht sind aber dort einige Wochen oder einen ganzen Monat zu verbringen kann ich mir weniger vorstellen. Nach zwei oder drei Tagen ist man dort eigentlich durch.

Der Support von ZPacks ist übrigens grauenhaft. Von denen ist ein Großteil meiner Ausrüstung und der Zeltbeutel hat schon Löcher bzw. es lösen sich Fasern. Die reagieren überhaupt nicht auf Mails zu dem Thema. Dixie (Homemade Wanderlust) haben sie gleich mal ein neues Zelt geschickt, nachdem sie Probleme hatte. Die hat aber einen sehr populären YouTube Kanal …

Das Motel 6 in dem ich bin ist übrigens recht speziell. Auf dem Parkplatz vor dem Hotel steht ein großer Holzhäcksler. Jeden Tag kommt ein Riesen LKW und der komplette Inhalt wird gehäckselt (direkt vor dem Hotel). Heute steht zusätzlich schon seit gut 6 Stunden ein Tankwagen vor dem Motel der irgendwas abpumpt (vermutlich Abwasser). Beides ist tierisch laut. Dagegen ist der Freeway nebenan leise. Anschließend stinkt mein Zimmer und auf dem Motelflur.

Die Warnung vor krebserregenden Stoffen am Hintereingang wirkt auch nicht vertrauensfördernd.

Den Tag heute nutze ich weitgehend zum Lesen und regenerieren.

Freitag – Tag 46 – 511, 532,1 – 31.05.2019

Heute mache ich wieder die Erfahrung wir unzuverlässig geplante Rides bei Lyft und Uber sind. Ich hatte für 7:00 meine Abholung zum PCT geplant, die gestern auch bestätigt wurde. Heute morgen war der Ride dann einfach wieder offen.

Gegen 7:20 ergattere ich einen neuen Ride, der mich um 7:40 einsammelt und zum Trail bringt. Dort komme ich erst um kurz nach 8:00 an. Nicht so toll für die heutige warme Etappe.

Der Tag ist wieder ein typischer Meilentag ohne Attraktionen oder Sehenswertes. Ich steige an der Straße in den Trail ein, wo ich ihn verlassen habe.

Gegen Mittag bin ich in Hikertown, Fülle mein Wasser auf 5l auf und trinke eine kalte Dose Pepsi (die Cola ist mal wieder Dietcola – ernsthaft?!).

Anschließend geht es den Rest des Tages am Los Angeles Aquädukt entlang (Wasserversorgung von LA). Erst ist es offen, dann in einem Rohr und anschließend in Betonschächten. Oben hat man also brütende Hitze und unten hört man das kühle Nass plätschern, gluckern und fließen und kommt nicht dran.

Mein Zeltsack geht immer weiter kaputt. Dafür hätte ich vermutlich Ersatz in meiner Bouncebox. Die Witzbolde von USPS haben auf meine Anfrage reagiert und mir genau den Status mitgeteilt, den ich eh online sehe. Jetzt soll ich ein Suchrequest starten. Das hatte ich bereits gestern getan.

Ansonsten war meine Leistung für zweieinhalb Erholungstage heute bescheiden. Das war eine der anspruchslosesten Etappen und ich tue mich heute echt schwer.

In den zwei Tagen habe ich zwei Burger mit großer Pommes, und großer Cola, mindestens 4l Gatorade, zwei Salate, 4 Stücke Kuchen, zwei Eis, zwei Bananen und 2x 16″ Pizzen verdrückt. Nur mal so als Randinfo. Ich war also nicht gerade unterernährt.

Ich habe schmerzen wo der Hüftgürtel aufliegt und auch im Schulterbereich wo der Schultergürtel aufliegt. Evtl. liegt es daran, dass ich immer dünner werde oder der Rucksack verstellt sich neuerdings von selbst. Evtl. auch beides.

Ich glaube so langsam leitet sich der Anfang vom Ende meines PCT ein. Aber jetzt heißt es erstmal zwei Tage durchbeißen. Zumindest habe ich für mich die optimale Diät gefunden. Ich darf essen was ich will und nehme trotzdem rapide ab.

Samstag – Tag 47 – 532,1 – 558,5 – 01.06.2019

Es ist interessant wie oft sich die Windbedingungen nach Sonnenuntergang ändern. Man sucht sich eine windstille Ecke, baut das Zelt auf und schwups ist alles anders, sobald die Sonne weg ist. So auch dieses Mal der erste Teil der Nacht war sturmartig. Die Windböen sind immer wieder ins Zelt geknallt und an Schlaf war nicht zu denken.

Heute bin ich aufgrund der zu erwartenden Temperaturen früh dran. Ich laufe um kurz nach 6 los und freue mich, dass mein Zelt mal trocken von außen und innen ist (wie ich später feststelle währt die Freude nur kurz). Den Zustand habe ich schon seit Wochen nicht mehr gehabt.

Meine Leistung heute ist ziemlich schwach. Ich muss mich die Berge hochkämpfen. Es sind zwar 1500 Höhenmeter Steigung aber man merkt schon, dass die Reserven alle sind.

Zu sehen gab es heute primär Windräder.

Das Wetter ist typisch für den diesjährigen PCT. Erst ist es heiß (um 7:00 morgens bin ich durchgeschwitzt), dann ab 4:00 gibt es Gewitter mit Hagelschauern. An diesem Wetterumschwung zeigt sich wieder wie Gefährlich die Sierras in diesem Jahr sind.

Abends versuche ich vom Highway in die Stadt zu kommen um nich wider so eine Hagelhöllennacht im Zelt zu erleben. Es gibt keine Lyft und keine Uber Fahrer. Der Trailangelservice reagiert nicht und der Taxifahrer sagt mir allen Ernstes ich soll per Anhalter fahren! Also heißt es wieder Zelt aufbauen und kein vernünftiges Abendessen. Sonntags gibt es auch keinen Busservice. Mal sehen, wie ich morgen hier weg komme.

Heute treffe ich eine Deutsche wieder, die mit mir gestartet ist. Die hat auch schon 10kg abgenommen seit dem Beginn des PCT, im Gegensatz zu mir hat sie allerdings Reserven. Die will aufgrund der Situation in den Sierras vorerst nach Las Vegas reisen.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

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