Cassardim Jenseits der tanzenden Nebel [Buch]

Cassardim 3 Jenseits der tanzenden Nebel - Julia Dippel

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Julia Dippel

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Yay, es machte so richtig Spaß, die Verantwortung zu tragen. Ich konnte zwischen Pest und Cholera wählen, und nichts Geringeres als das Schicksal der Welt hing von dieser Entscheidung ab.

Amaia und Noár haben geheiratet und das Chaos breitet sich immer mehr in Cassardim aus. Amaia hat sogar den Eindruck, dass Noár vielleicht vom Chaos besessen ist. Aber wie können die Akteure das sich ausbreitende Chaos aufhalten, nachdem das Juwel zerstört wurde?

Abseits der oben genannten Rahmenbedingungen passiert im ersten Teil des dritten Bandes nicht sehr viel, dass die Geschichte voran bringt. Die vorhandenen Elemente (Befreiungsaktion, etwas Säbelrasseln und einige weitere Aktionen) nehmen viel Zeit ein – im Nachgang betrachtet soll das ggf. der Ausgleich für den Schluss sein, der recht kurz ausfällt.

Noch irgendwas, das ich wissen sollte? Also außer, dass du meine Kindheit ruiniert hast, um einem Wahnsinnigen zur Rückkehr auf den Kaiserthron zu verhelfen. Hast du vielleicht eine geheime Zweitidentität als Serienkiller? Einen verborgenen Harem? Oder ein paar Kinder, die du vergessen hast zu erwähnen?«

Allerdings hat die Autorin genügend neue Ideen und man lernt in diesem Band wieder deutlich mehr von Cassardim und auch einzelne Charaktere etwas besser kennen.

Im zweiten Teil des Buches überschlägt sich die Handlung aber drängt sich für meinen Geschmack etwas zu sehr das Gefühl auf, dass die Autorin auf ein vorbestimmtes Ende zuarbeitet. Wie mich wirkt das Ende zu sehr konstruiert. Die Charaktere stehen sich oft selbst im Weg, verplempern Zeit und somit entsteht oft mehr Drama als nötig wäre.

Der Schreibstil ist Julia Dippel typisch gelungen.

Fazit:

»Wer sind Sie?« »Ardiza Noár val Shaell, Kronprinz der Schattenfeste und Heerführer der dunklen Armee«, lautete die souveräne Antwort. »Öffnet das Tor.« … »Aha«, blaffte die Frauenstimme. »Wir kaufen nichts.«

Für mich der schwächste Teil der Serie, die allerdings insgesamt gut gelungen ist. Als Leser bekommt man mehr Cassardim Feeling. Die Handlung ist dafür dünner, große Ränkespiele gibt es nicht und im Prinzip steuert das Buch in der ersten Hälfte ziemlich langsam auf das Finale zu und weiß nicht so recht wie es die Zeit totschlagen soll.

Das Ende ist eine Geschmacksfrage, mein Fall ist es nicht aber wer nicht auf glückliche Enden steht oder Enden oft zu schnulzig findet (zugegeben, kitschig ist das Ende auch, nur halt anders als man es gewöhnt ist in derartigen Serien), ist bei der Serie gut aufgehoben. Scheinbar bin ich aber nicht der einzige dem das Ende nicht gefällt, wenn ich mir andere Rezensionen so ansehe.

Das Ende ist nicht wirklich schlecht, aber meiner Meinung nach passt es nicht zu der Buchreihe und mir hat das Ende die ganze Reihe madig gemacht, obwohl ich sie vorher klasse fand.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • An einer Billigabsteige in Florida tauscht man mal eben so mehrere hundert Dollarscheine in Kleingeld? Ich Anbetracht der Tatsache, dass man in den USA fast alles per Kreditkarte bezahlt, ist das wohl eher unwahrscheinlich, wenn der Laden nicht als Geldwäschestation dient.
  • Wie soll man schwimmen, wenn man sich gegenseitig festhalten muss?
  • Bei dem großen Kampf der zwei Heere hat man den Eindruck, dass man von einem Ende des Landes zum anderen 5 Minuten braucht, kaum hat der Krieg begonnen, treffen die Armeen zusammen. Auch beim Kampf mit dem Chaos ist jedes Volk sofort an der Stelle, wo es sein soll und man kann quasi alles von einem einzelnen Ort überblicken, während vorher in der Geschichte weite Reisestrecken zurückgelegt wurden.
  • Das Ende hätte auch anders ausgehen können, wenn die Gruppe der Juwelenträger etwas schneller gewesen wäre, hätte sie die Barrieren auch einfach verschließen können. Die Autorin hat sich zumindest alle Optionen für Folgebände offen behalten.
  • Wofür sind am Ende eigentlich die Juwelenträger bzw. die aufgeteilten Juwelen gut? Faktisch sind die Juwelen doch ohne Barriere nutzlos, oder?
  • Also ehrlich: Amaia und Noár werden zu Bäumen, während Nox für den Rest des Lebens Baumwächter spielt und die Juwelenträger hocken am Baum, obwohl man keine Juewelenträger mehr braucht. So richtig Sinn macht das nicht.
  • Nachdem sich die letzte Kaiserin geopfert hat, brauchen wir keine mehr? So ganz sehe ich da nicht den Zusammenhang, wenn man sich das Chaos der Einzelherrscher vorher angesehen hat, wäre die Situation ohne einen gemeinsamen Herrscher wohl kaum Friede, Freude, Eierkuchen. Auf eine Art ist das Ende sogar kitschiger als die “wir haben so gerade überlebt Variante”, die man normalerweise präsentiert bekommt. Warum sollten sich die Akteure in Cassardim so weit geändert haben? Das ist sehr unrealistisch.
  • Julia Dippel wird schon wissen, warum sie im Nachwort schreibt “Dennoch weiß ich, dass meine Geschichte genau so enden musste, wie sie endet.” Offenbar ist ihr wohl bewusst, dass das Ende eben nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen wird.

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Leselaunen Blut und Knochen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag bis 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Letterheart verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Cassardim 3 Jenseits der tanzenden Nebel - Julia Dippel

Aktuell lese ich den dritten Cassardim Teil. Da ich noch mittendrin bin, habe ich noch keine Meinung dazu. Von der Welt Cassardim lernt man viel Neues kennen.

Aktuelle Lesestimmung:

Zwischen den Welten 1 Daughter of Smoke and Bone - Laini Taylor

Zwischen den Welten 2 Days of Blood and Starlight - Laini Taylor

Nachdem ich letzten Sonntag noch nicht so genau wusste womit ich weiter machen soll, hab ich mit der “Zwischen den Welten” oder auch Daughter of Smoke & Bone Reihe begonnen.

Zwei Bücher habe ich bisher durch und vom zweiten war ich noch weniger begeistert, als vom ersten. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass die Geschmäcker durchaus unterschiedlich sind. Ich meine mich erinnern zu können, dass ich überwiegend positives Echo auf anderen Blogs wahrgenommen habe.

Was hat mich bisher an der Serie gestört? Die Dialoge sind im Vergleich zu Armentrout oder anderen Autoren in dem Genre eher flach, gerade am Anfang. Die Lovestory ist auf maximales Drama ausgelegt und die Entscheidungen der beiden Akteure vernichten gleich ganze Völker. Im zweiten Teil sind die Handlungen überwiegend nicht nachvollziehbar und das Geschichte ist auf maximale Handlungswendungen abseits jeder Nachvollziehbarkeit ausgelegt. Insofern fühlte ich mich stark an die Vortex Serie erinnert.

Zitat der Woche:

Unsere Geschichte, unsere Vergangenheit und der heutige Tag werden nie ihren Stellenwert verlieren, ganz gleich, was uns die Zukunft bringt. …
»Er will sagen, dass wir an unsere tolle Vergangenheit denken sollen, falls unsere Zukunft Müll ist«, redete Raga ihm rein. Starship Serie, Sarah Scheumer

Und sonst so:

Zählt ihr auch schon die Tage bis zum nächsten Corona Lockdown? Wenn ich mir anschaue, dass die Krankenhäuser schon zu 75% belegt sind und wir aktuell exponentielles Wachstum der Infizierten haben, kann das wohl nicht mehr lange dauern. Und die Zeiten wo man es hätte verhindern können, sind schon einige Wochen vorbei. But just my two cents. Ich lasse mich gerne von der Realität eines Besseren belehren.

Wenn ich dann noch so einen Stuss höre, dass Triage aus ethischen Grüden nichts mit dem Impfstatus zu tun haben darf und  man damit ja auch keine Armen / sozial Schwache benachteiligen darf (mit anderen Worten steckt dahinter, dass Arme / sozial Schwache sich ja bisher nicht impfen konnten?!).

Wer sich bis jetzt noch nicht geimpft hat, das nennt man natürliche Auslese. Ich habe kein Verständnis. Wie hatte ein Oberarzt das kürzlich so schön formuliert – wer sich nicht Impfen lässt, soll doch bitte gleich den Zettel mit ausfüllen, dass er / sie auf Intensivmedizinische Behandlung im Kontext Corona verzichtet. Das wäre zumindest konsequent.

An dem Blu Ray / UHD Sammlung auf mein NAS bringen Thema bin ich noch immer dran. Unterdessen sind es ca. 12 TB und so langsam ist absehbar, dass eine 18TB Platte nicht reicht. Wenn ich fleißig dran bleibe, bin ich bis Weihnachten durch.

Seid ihr schon in Weihnachtsstimmung? Bei uns liegt aktuell sogar Schnee. Freitag Morgen ging es los.

Weitere Leselaunen

<werden später ergänzt>

 

 

Leselaunen U-Boote und Höllenwesen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag bis 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Letterheart verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich bin aktuell noch unentschlossen bzw. habe noch nichts passendes zur Lesestimmung gefunden. Ich arbeite dran. 😉

Aktuell stehe ich wohl auch etwas mehr Drama. Ich hatte schon kurz in ein paar Bücher reingelesen aber entweder war der Schreibstil reichlich hölzern (nach Autoren wie Armentrout / Stückler-Wede) liegt die Messlatte diesbezüglich recht hoch oder es war mir zu Kinderbuch artig.

Vorbestellt habe ich aktuell den nächsten Teil (letzten?) der Cassardim Reihe, der am 25. November erscheint. Auch der letzte neunte (letzte?) der Expanse Reihe steht schon auf meiner Leseliste.

Aktuelle Lesestimmung:

Jack Ryan 4 Jagd auf Roter Oktober - Tom Clancy

Calea zwischen Asche und Rauch - Alexandra Stückler-Wede

Flesh and Fire 1 A Shadow in the Ember - Jennifer L. Armentrout

Da ich zwischendurch eine Woche Pause gemacht habe bei den Leselaunen, ist wieder etwas mehr zusammen gekommen.

Jagd auf roter Oktober kennt wohl fast jeder als Film, das Buch ist aber schon anders und durchaus Lesenswert. In Summe muss ich aber in dem Fall sogar sagen, dass Hollywood beim Film sehr gute Arbeit geleistet hat.

In Calea geht es um die nächste Generation (also um den Nachwuchs) der Höllenfürstin. (Elyanor) Anfangs beginnt die Geschichte als Standard Lovestory, dreht dann aber voll auf, als Caleas wahre Hintergründe aufgeklärt sind und ziemliches Chaos auf der Erde entsteht.

A Shadow in the Ember (Flesh & Fire Serie) ist wiederum der Vorgänger der Blood and Ash Serie, die mit dem nächsten Band wohl abgeschlossen wird. Bisher gefällt mir die Serie sehr gut und Armentrout hat ich in dem Fall in etwas erwachsenere Gefilde vorgewagt und mit Fantasy auch die Ausrichtung gewechselt.

Zitat der Woche:

Was glaubst du, was passiert, wenn wir in zehn Jahren noch keine funktionierende Besiedlung haben? Man wird die Unterschicht als erste draußen aussetzen, zum Wohl der Allgemeinheit.« Starship Serie, Sarah Scheumer

Und sonst so:

Momentan ist nicht viel los. Ich bin noch dabei meine Blu Ray / UHD Sammlung auf auf mein NAS zu schaffen aber mehre hundert Discs lesen sich nicht so schnell ein. Irgendwo zwischen ein Drittel und der Hälfte müsste ich momentan sein und habe jetzt schon über 10TB an Daten.

Aktuell schaue ich mir mal wieder The Voice an, finde aber das dieses mal die Qualität der Talente doch etwas geringer ist als sonst aber vielleicht habe ich die Show auch mittlerweile zu oft gesehen.

Ansonsten habe ich mir noch diverse Golden Buzzer / Virale Videos aus Talentshow angesehen. Manche Auftritte sind schon krass.

Auf der Arbeit ist nach wie vor viel zu tun. Ein neuer Kollege muss betreut und eingearbeitet werden, was anfangs erst mal mehr Arbeit verursacht.

Weitere Leselaunen

<werden später ergänzt>

Calea – Zwischen Asche und Rauch [Buch]

Calea Zwischen Asche und Rauch - Alexandra Stürckler-Wede

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Alexandra Stückler-Wede

Teile der Serie:

  • Calea Zwischen Asche und Rauch (433 Seiten – Sequel zur Elyanor Serie)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Keine Ahnung, ob es die richtige Entscheidung war, aber ich würde es niemals erfahren, wenn ich es nicht darauf ankommen ließ.

Calea ist die Tochter von Elyanor. Die wiederum ist die Herrscherin in der Hölle (wer die Elyanor Serie gelesen hat, kennt die Hintergründe bereits). Im Gegensatz zu ihren beiden Geschwistern hat Calea keine magischen Fähigkeiten und sie darf auch nie den Palast verlassen. Warum das so ist, erfährt sie nicht.

Sie fühlt sich eingesperrt und da sie offenbar keine magischen Fähigkeiten hat auch nutzlos. Sie hat den Eindruck, dass ihre Eltern sie nur deshalb verstecken, weil sie verbergen wollen was für ein aus der Art geschlagenes Kind sie haben. Als sie 19 Jahre alt wird, hat sie in einer Ebene zwischen Traum und Wirklichkeit eine Begegnung mit dem Teufel – den ihre Mutter vermeintlich getötet hat.

Bis Sonnenuntergang bleiben uns noch ein paar Stunden und wir sollten jede einzelne davon nutzen, wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen, das lebend zu überstehen.« Ich hob die Augenbrauen und verlagerte mein Gewicht auf das andere Bein. »An deinen Motivationssprüchen musst du dringend noch arbeiten.«

Der Teufel teilt ihr mit, dass sie von ihren eigenen Eltern um ihre magischen Fähigkeiten beraubt wurde und sie nur in dem glauben Gehalten wird, dass sie keine Fähigkeiten hat. Er erklärt ihr auch, wie sie angeblich ihre Fähigkeiten freisetzen kann. Aber der Teufel wäre nicht der Teufel, wenn er selbstlos Ratschläge geben würde …

Der Anfang ist für meinen Geschmack ziemlich 08/15. Ein Mädchen, dass ihr leben bisher eingesperrt im einem Palast verbracht hat, landet auf der Erde und verliebt sich sofort in einen gutaussehenden Jungen – Kenzo. Dann aber lernt Kenzo innerhalb von kürzesten Zeit den wahren Hintergrund von Calea kennen. Spätestens ab dem Zeitpunkt wird das buch deutlich unterhaltsamer.

Besonders an dem Buch ist das etwas unfreiwillige Team was sich ergibt. Das hat was von den bekannten Kabbeleien und der Dynamik von denen auch viele unterhaltsame Filme leben.

Bei ihm klingt Roadtrip wie eine ansteckende Krankheit oder ein Fluch, der ein besonders grausames Ende fordert.

Die Handlung ist Packend und hat eine hohe Schlagzahl, weniger gut gelungen ist, dass für den Leser von Anfang an offensichtlich ist, dass Calea von Anfang an vom Teufel verführt wird und von einer Falle in die nächste tappt. Dabei kommt ihr nicht mal die Idee mal darüber nachzugedenken wer der Strippenzieher sein könnte oder was ihre Handlungen bewirken (und schwierig ist das nun wirklich nicht).

Fazit:

Wer die Welt von Elyanor schon kennt, sollte auch dieses Buch lesen. Mir gefällt nicht so gut wie Calea tollpatschig jede Falle mitnimmt, andererseits ist die Geschichte emotional und hat eine gute Schlagzahl. Das ist für mich wie ein guter Actionfilm, bei dem man auch hier und dort über ein paar Schwächen hinwegsieht.

Insgesamt fand ich die Hauptserie aber etwas besser als das Sequel.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wenn Caleas Eltern sie mit der Kette nicht spüren, ist es wohl nicht so schlau sie schon vor der Flucht zu benutzen, oder?
  • Was soll Calea mit mehreren Perlen, die sie in die Hölle zurück bringen?
  • Der Teufel gibt Calea Tipps und ist offenbar nicht so tot, wie er sein sollte. Danach wird von der Zerstörung der Barriere gesprochen und Caleas Mutter hat – nachdem sich für den vermeintlichen Tod des Teufels verantwortlich ist – eine Heidenangst vor dem Fallen der Barriere. Wie schwer ist es vor dem Hintergrund den Zusammenhang herzustellen, dass der Teufel zurück kommen kann, wenn die Barriere fällt?
  • Wenn Ryker Kenzo sofort nach London bringen kann, wieso dann nicht Caleo auch zum eigentlichen Ziel?
  • Ein so uneingeschränkter Handel mit dem Teufel ist gelinde gesagt dumm. Calea mag gerade nicht gut auf Ihre Eltern zu sprechen sein aber es ist doch sehr naheliegend, dass der Teufel widerbelebt wird und anschließend ihre Eltern tötet.
  • Ein kleiner Teil der Seele von Kenzo gehört einen Dämon und er kann nicht sterben, so lange er diesen Teil nicht zurück hat. Andersrum stirbt er, wenn der Dämon stirbt? So richtig viel Sinn macht das nicht. Der Großteil seiner Seele scheint unerheblich zu sein.
  • Calea labert rum und lässt sich ausschalten, nachdem sie ohne nachzudenken in die Falle getappt ist. Das macht Sinn. Warum sollte sie auf kämpfen, so lange sie es kann?
  • Die Geschichte mit der Spinne und der Signatur, die anschließend 24 Stunden überhaupt nicht mehr vorhanden ist, ergibt keinen Sinn.
  • Es ist nicht sonderlich schlau Calea den Sajax aus der Hand zu nehmen – er weiß weder wie sich das Teil auf einen Menschen auswirkt, noch ist der Teufel endgültig außer Gefecht gesetzt zu dem Zeitpunkt.

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Flesh and Fire [Serie]

Flesh and Fire 1 A Shadow in the Ember - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • A Shadow in the Ember (712 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

“Will you try to stab me?” “I…hope not.” “You hope?” “If you try to tell me what to do or grab me again, I am likely to lose that hope,” I told him.

Sera wurde von Geburt an dazu erzogen einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Sie soll dafür sorgen, dass sich der “Primal of Death” in sie verliebt und ihn dann töten, weil er lediglich durch Liebe verwundbar wird. Sie ist sich bewusst, dass sie bei dem Versucht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sterben wird. Als es zu dem ersten Treffen mit ihm kommt, teilt er ihr aber nur mit, dass er keinerlei Verwendung für eine Gefährtin hat.

an enemy is rarely one by choice,” he told me. “They usually become such due to other people’s choices, or they become enemies because of situations they had little control over. I would think you, of all people, would be more empathetic to that.”

Seras Leben wir danach noch schlimmer als es ohnehin schon war, einerseits ist sie erleichtert, andererseits meint sie zu wissen, dass ihre Geburt für eine Verfall verantwortlich ist, die ihr Heimatland mehr und mehr vernichtet. Sie wurde in dem Glauben erzogen, dass nur der Tod des “Primal of Death” diesen Verfall aufhalten kann. Da ihr Daseinszeck offenbar nur daraus bestanden hat den “Primal of Death” zu töten, fühlt sie sich nutzlos und ihre “Familie” verstärkt diesen Eindruck.

Die Mischung von erzwungener Jungfrau, die keine Freunde / Kontakte haben darf, kein selbst bestimmtes Leben führt, sondern eher eine Sklavin ist, aber maximal schlagfertig und selbstbewusst ist, ergibt kein stimmiges Bild. Die Geschichte gleicht Anfangs sehr stark der “Blood & Ash” Serie. Die beiden Auserwählten (Poppy und Sera) sind mehr oder weniger austauschbar. Erst spät entwickelt die Geschichte eine Eigenständigkeit, dann wird sie aber auch richtig interessant. Dafür nimmt sich Jennifer Armentrout aber viel Zeit.

“Where’s all that bravery?” Ash asked. “My bravery ends when I’m faced with something that can swallow me whole.”

Sera folgt quasi einer naiven Abergläubigkeit, obwohl sie schlau ist. Das passt nicht zusammen.

Die Welt kann ich nicht nachvollziehen. In der Serie “From Blood & Ash” geht es offenbar um dieselbe Welt, die abgebildeten Karten passen aber überhaupt nicht zueinander, obwohl bestimmte Elemente gleich sind bzw. die gleichen Namen tragen. Insofern müsste der Krieg quasi die ganze Welt auf den Kopf gestellt und selbst Landmassen neu geformt haben (gut, dass kann natürlich in den Folgebänden passieren).

It is far easier to be lied to than it is to acknowledge that you have been lied to.”

Abseits von der sehr wackeligen Basisstory wird die Geschichte später deutlich interessanter und komplexer. Das Buch lebt vom Schreibstil von Armentrout und der Beziehung der beiden Hauptcharaktere, die einerseits von Interesse und Spannung geprägt ist, andererseits aber von der Ausgangssituation (Sera hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der “Primal of Death” sich in sie verliebt um ihn dann zu töten) überschattet wird. Für Drama und Spannungen zwischen den Charakteren ist somit gesorgt.

Fazit:

“They shouldn’t have told you that. Both Rhahar and Bele often speak before they think.” “Well, since I am well familiar with that, I can’t hold it against them,” I said.

Das Buch stellt den ersten Teil einer Prequel Reihe von “From Blood & Ash” dar. Die “A Shadow in the Ember” Serie spielt weit vor der “From Blood & Ash” Serie und erklärt viele Dinge, die in der “From Blood & Ash Serie” angeschnitten werden.

Bisher würde ich sagen, dass die Lesereihenfolge der beiden Serien egal ist. Man kann mit beiden Serien beginnen. Ich bin gespannt was Jennifer Armentrout sich für die Folgebände einfallen lässt.

The Royal Guard shattered, broke apart like fragile glassware, into a fine dusting of ash and then…nothing. Nothing remained of him, not even the clothing he wore or the weapons he bore. My wide eyes shot to the Primal. That kind of power…it was inconceivable. Terrifying and impressive. “Here we go,” Ector murmured.

Abseits von der teilweise naiven Dummheit der Charaktere (die ansonsten ziemlich schlau sind), ist die Schreibweise unterhaltsam und die Story zumindest gegen Ende erstaunlich komplex. Wenn Armentrout nicht ganz so sehr die Dramatik Schiene gefahren hätte und alle drei Seiten erwähnen würde, dass Sera Ash töten muss, ohne zu reflektieren ob das überhaupt den erwarteten Effekt hat, wäre das Buch für mich noch um einiges besser gewesen.

Ansonsten ist das Buch auch nicht so klassisch Armentrout we viele andere Bücher von ihr. Die Charaktere denken mehr nach, reflektieren mehr (abseits von ein paar Punkten die Armentrout offenbar zwecks Dramatik bewusst aus dem Denken der Charaktere ausklammert). In dieser Serie gibt es wieder mehr Sex als in der “Blood & Ash” Serie. Das ist durchaus Armentrout typisch. Ich fand es aber nicht nervig, manchmal nimmt der Sexanteil bei Armentrout etwas die Oberhand ein und die Story verkommt zur Nebensache, das ist bei A Shadow in the Ember nicht der Fall.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4,5/5 (Zwischenstand, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Warum Sera überhaupt eine Bindung zu ihrer Familie hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Warum fühlt man sich zu der Mutter hingezogen, wenn sie einen immer wie eine Sklavin behandelt?
  • Ein paar Götter kommen um Sera und den Fremden anzugreifen und die beiden legen vorher oder während die Götter an ihnen vorbei laufen schnell eine Sex Szene ein? Armentrout …
  • Ich habe verpasst warum es irgendwie helfen soll eine Fäulnis / Verwesung des Landes aufzuhalten, wenn ein Primal getötet wird – warum das so sein soll, wird nie erklärt. Es wird überhaupt kein Zusammenhang hergestellt. Warum dafür nur eine Person in der Lage zu sein scheint (wobei das ja nicht mal erwähnt wird abseits von “sie ist die Auserwählte”), ist auch nicht nachvollziehbar.
  • Die Königin sagt zur Näherin, dass sie sich entschuldigt, weil sie weiß das die Zeit der Näherin wertvoll ist?! So wie diese Königin geschildert wird, würde sie sich so nicht verhalten.
  • Es ist keine gute Idee jemand zum Killer auszubilden, der sich selber opfern soll und demjenigen abseits von etwas Aberglaube aber überhaupt keinen Grund dafür zu geben. Das ist eine miserable Taktik.
  • Die Szene mit dem “Bruder” von Sera ist unglaubwürdig. Sie ist die absolute bad ass Killerin und schlägt ihn sonst mühelos aber dann knockt er sie nebenbei aus und ist schneller als sie?
  • Warum sollte sich Tavius die Mühe machen Sera zu irgendwelchen Aussagen zu bewegen? Als König hätte er so oder so alles mit ihr machen können auch ohne das sie irgendetwas bestimmtes macht.
  • Die ganze Sache mit dem Deal ist ziemlich Pump und unglaubwürdig. Sera geht davon aus, dass man ihr die Wahrheit gesagt hat und die einzige Möglichkeit um die Fäulnis aufzuhalten die Ermordung von Ash ist. Dabei spricht so wenig dafür, dass das stimmt. Ganz im Gegenteil – die meisten Informationen, die sie hat sind falsch. Sie hinterfragt die Information aber trotzdem nie. Sie hinterfragt aber sehr wohl was ihre Handlungen bewirken in Bezug auf die Bevölkerung. Das darauf – im Prinzip einem Gerücht – die ganze Geschichte basiert ist reichlich dünn und lässt Sera ziemlich dumm erscheinen, was sie ansonsten aber keineswegs ist.
  • Wieso sind irgendwelche x beliebigen Götter in der Lage in die Burg von Nyktos einzudringen, wo es draußen Wachen gibt?
  • Wieso haben die Götter Leute umgebracht, wenn sie dachten, dass sie nach Sera suchen? Das ergibt keinen Sinn, wenn sie vermeiden wollen, dass sie getötet wird, weil sie deren Fähigkeiten nutzen wollen. Später sollen die Leute angeblich eine Art Wächter gewesen sein, um Sera zu schützen, obwohl sie nie etwas mit ihnen zu tun hatte.
  • In Teilen ist die Geschichte sehr vorhersehbar: Es war vorher klar, dass Sera erwischt wird, bevor sie ihre Handlungen umsetzen kann
  • Wieso ist Sera plötzlich eine so unsägliche Person? Sie hat freiwillig von Ihrer eigentlichen Aufgabe berichtet und keine Handlungen unternommen, die man ihr negativ auslegen kann. Ich finde sie sogar vertrauenswürdiger als vorher, weil sie von sich aus die Wahrheit gesagt hat. Das wäre maximal dumm, wenn sie ihr Ziel weiter verfolgen würde. Und für ihre Erziehung kann sie nichts. Das verhalten der Personen um Sera dient also offenbar primär dem Drama, denn rein logisch hat Nyktos keinen Grund sich aufzuregen.
  • Das Sera die Reinkarnation von Sotoria ist war doch schon viel früher klar, da wären die Hauptcharaktere auch viel eher drauf gekommen …

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