2. Lesequartal 2018

Nachdem ist beim 1. Quartalsbericht sehr spät dran war, bin ich bei diesem deutlich zeitiger. 🙂 Im zweiten Quartal waren einige tolle Serien dabei. Ich hoffe für euch auch?

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:

Nebelsphäre Kiel – Johanna Benden

Nebelsphäre Kiel 1 Haltlos - Johanna Benden  Nebelsphäre Kiel 2 Machtlos - Johanna Benden  Nebelsphäre Kiel 3 Rastlos - Johanna Benden

Tolle Serie um Drachen die eine menschliche Gestalt annehmen können und unter uns Leben. Victoria ist Studentin und wird Hals über Kopf in die Welt der Drachen hineingezogen. Doch relativ schnell kommen sowohl für Victoria, als auch für die Drachen mit denen Sie Kontakt hat, Gefahren auf.

In der Serie werden große Gefühle und große Emotionen aufgefahren und sie verlässt gewohnte Pfade.

4.5 out of 5 stars 4.5/5

Azur – Sabine Schulter

Azur Wenn eine Diebin Liebt - Sabine Schulter  Azur Eine Diebin Bricht aus - Sabine Schulter  Azur Die Behüterin der Träume - Sabine Schulter
Abwechslungsreiche Serie um eine Meisterdiebin wieder Willen mit tollen Charakteren, interessanten Dialogen und einer leicht schwächelnden Hauptgeschichte. Der Plot der Hauptgeschichte ist ungefähr auf dem Niveau von Bondfilmen (Größenwahnsinniger Anführer will die Welt zwecks Machtsteigerung ins Chaos stürzen).

Für mich macht das aber Charme und die Sympathie, die ich für die Charaktere empfunden habe wieder wett. Im letzten Teil wird die die Hauptgeschichte etwas abwechslungsreicher.

Die ersten beiden Bücher hängen Thematisch eng zusammen und dann beginnt quasi eine neue Geschichte mit bekannten und neuen Charakteren.

4.5 out of 5 stars 4.5/5

Sublevel – Sandra Hörger

Sublevel 1 Zwischen Liebe & Leid - Sandra Hörger  Sublevel 2 Zwischen Reue & Revolte - Sandra Hörger  Sublevel 3 - Zwischen Ehre & Exil

Diese Serie erinnert anfangs ganz Klar an Aschenputtel. Die Menschheit hat dafür gesorgt, dass die Erde unbewohnbar wurde und nun mit knappen Ressourcen und einem strengen Kastensystem auf einer Raumstation lebt. Rise gehört per Geburt den untersten Level des Kastensystems an. Da sie aber intelligent ist wird ihr ermöglicht auf den oberen Leveln eine Schule zu besuchen. Das macht sie aber nicht wirklich zu einer Privilegierten, weil sie später als Gegenleistung ca. 10 Leute mit ihrer Arbeit ernähren muss, während die oben Level per Geburt im Luxus leben. Sie schwärmt für den Jungen Kommandanten einer Mission, die zur Erde zurückkehren soll und der unerreichbar für sie ich. Sie wird in einen Strudel von Ereignissen gezogen, die zur Rebellion führen.

4 out of 5 stars 4/5

Götterfunke – Marah Woolf

Götterfunke 1 Liebe mich nicht - Marah Woolf  Götterfunke 2 Hasse mich nicht - Marah Woolf  Götterfunke 3 Verlasse mich nicht - Marah Woolf

Falls ihr vom Cover abgeschreckt seid. Das Mädel auf den Covern passt abseits der Haarfarbe überhaupt nicht zum Buch, weil Jessica alles andere als aufgebrezelt durch die Gegend läuft.

In der Serie geht es um eine Liebesgeschichte oder sollte man eher Sagen eine Hassgeschichte mit äußerst rücksichtslosen Götter, die einerseits über Leichen gehen, anderseits aber menschlicher sind als man es erwarten könnte. Bei der Serie muss ich aufpassen was ich schreibe, um nicht nicht zu viel zu verraten. Der Start ist auf jeden Fall fulminant. Wo sonst stirbt die Hauptakteurin auf den ersten Seiten? Anschließend geht es in einem Sommercamp weiter. Ein Sommercamp mit Göttern und Menschen?! Ja!

Der Schreibstil ist locker und der Start in die Serie nimmt einen sofort gefangen.

4 out of 5 stars 4/5

Nebelring – I. Reen Bow

Nebelring 1 Das Lied vom Oxean - I. Reen Bow  Nebelring 2 Die Magie der Silberakademie - I. Reen Bow  Nebelring 3 Die Erinnerungen der Unsterblichen  Nebelring 4 Die Unendlichkeit der Magie - I. Reen Bow  Nebelring 5 Das Erbe der Ewigkeit - I. Reen Bow

Sehr fantasievolle Geschichte um ein Mädchen das in die Wirren einer Rebellion gezogen wird und dann zuerst um ihr eigenes Leben kämpfen muss und später um das ihrer Freunde.

Zoe ist 15 und lebt in einem Sanatorium, weil sich dort ihr Vater befindet, der mit einer Substanz vergiftet wurde, die moderne Zauberer zum Zaubern einsetzen. Die Organisation nennt sich Nebelring und geht über Leichen, um ihre Ziele zu erreichen. Der Vater von Zoe wurde mit Absicht vergiftet und befindet sich seitdem in einer Art Wachkoma.

Zoe wird zu ihrem Geburtstag von angeblichen alten Freunden ihres Vaters besucht und von ihnen aufgrund ihres Namens als Aushängeschild für die Rebellion missbraucht, was dafür sorgt, dass der Nebelring sie verfolgt. Zoe wird in einen Studel von Ereignissen gezogen.

Die Mischung von Fantasy und Dystopie ist einzigartig.

4 out of 5 stars 4/5

Ready Player One – Ernest Cline

Ready Player One - Ernest Cline

Es geht um eine dystopische Welt. Die Ressourcen der Welt sind aufgebraucht. Die Menschen leben in Ghettos und der Alltag ist sehr trostlos. Da kommt eine virtuelle Welt gerade recht, die es einem erlaubt mit VR Helmen, Anzügen und Laufbändern vergleichbar einem Holodeck in die Welt einzutauchen. In dieser Welt ist alles schicker, spannender und besser als in der Realität.

Der Erfinder dieser Welt hat Unsummen verdient. Vor seinem Tod hat er eine Reihe von Aufgaben in der Welt integriert, bei deren Lösung der Gewinner sein komplettes Imperium erbt. Sowohl die Jäger / Gamer (nerds) als auch ein kommerzielles Unternehmen wollen den Seig und das Erbe davontragen. Allerdings ist das Unternehmen bereit mit absolut allen Mitteln zu kämpfen…

Das Buch ist wirklich sehr nerdig und ein Fest für Gamer, die schon etwas älter sind (ich sag mal 30+) damit man die Massen von Anspielungen versteht oder sich alternativ für die Retro Games oder die Geschichte von Computerspielen interessieren. Ansonsten ist das Buch zwar mit Sicherheit auch unterhaltsam aber viele Kleinigkeiten bleiben einem dann verborgen.

4 out of 5 stars 4/5

 

 

Aus der Kategorie “war ok, aber muss man nicht gelesen haben, wenn nach meinem Geschmack geht” (das sind die Bücher bei denen einmaliges Lesen ok war, aber die werde ich wohl nicht irgendwann wieder lesen):

MondSilber – Marah Woolf

MondSilberLicht - Marah Woolf  MondSilberZauber - Marah Woolf  MondSilberTraum - Marah Woolf    MondSilberNacht - Marah Woolf

Serie um Feen, Elfen, Wassergeschöpfe, Faune, Zauberer und Vampire, die von eine Fremden Macht herausgefordert werden kann, die offenbar nur ein Mensch aufhalten kann, sehr zu Leidwesen der vorgenannten.

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Melody of Eden – Sabine Schulter

Melody of Eden Blutgefährten - Sabine Schulter  Melody of Eden Blutwächter - Sabine Schulter  Melody of Eden Blutrache - Sabine Schulter    Melody of Eden Bluterwachen - Sabine Schulter

Vampirgeschichte, die dort anfängt wo Biss aufhört. Etwas weniger Liebe und etwas mehr Abenteuer.

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Essenz der Götter – Martina Riemer

Essenz der Götter 1 - Martina Riemer  Essenz der Götter 2 - Martina Riemer

Serie um die Nachkommen von Göttern. Im ersten Band sind die Charaktere und deren Handlungen schwer nachvollziehbar. Im zweiten wird es etwas besser. Die Reihe hat mich nicht abgeholt.

3 out of 5 stars 3/5

Neuseeland 2012 [Reisebericht]

Neuseeland steht spätestens nach den Herr der Ringe Filmen auf der Liste der begehrten Urlaubsziele. Vorab: Neuseeland ist wirklich traumhaft und bietet eine Menge.

Man muss sich aber bewusst machen, dass man schon gute 24h unterwegs ist, bis man mal dort angekommen ist. Ganz so schlimm wie sich das anhört ist es aber auch nicht, wenn man sich eine gute Fluglinie sucht. Dann hat man etwas mehr Platz, besseres Essen und gutes Individualprogramm in form von sehr vielen aktuellen Filmen.

Wir haben Neuseeland in einer Reisegruppe besucht und waren mit dem Bus unterwegs. Wir haben sowohl die Nordinsel als auch die Südinsel bereist.

Auf der Nordinsel gibt es Stände, heiße Quellen, Regenwald mit Kauri Trees und Auckland, die größte Stadt in Neuseeland.

Auf der Südinsel gibt es Gebirge, Schnee, Schafe, trostlose Ebenen, die an Mordor erinnern und die Fun und Wintersportmetropole.

Man kann Neuseeland sehr gut zu Fuß, mit dem Mietwagen oder auch mit dem Rad bereisen. Auch für Backpacker gibt es zig Möglichkeiten.

Die Neuseeländer sind sowohl naturverrückt, gerne am Meer (was auch nicht schwierig ist, wenn das Meer in jeder Richtung nah ist und fast jeder ein Boot hat) und haben verrückte Sachen wie Jetboote oder Bungee Springen erfunden. Man hat den Eindruck, dass keine Erfindung verrückt genug sein kann, dass die Neuseeländer nicht drauf kommen.

Ansonsten spürt man sowohl in Neuseeland als auch in Australien die nähe zu England. Das fing mit Sky an, ging über fish & chips an jeder Ecke weiter.

Fernsehen ist aber eh keine besonders gute Idee in Neuseeland. Abseits von Sky sieht es recht dürftig aus.

Die Ureinwohner sind in der Vergangenheit genauso schlecht behandelt worden, wie in Australien oder auch den USA und leiden noch heute darunter.

Neuseeland hat sowohl hohe vulkanische Aktivität und ist zusätzlich stark erdbebengefährdet. Dessen sollte man sich immer bewusst sein. Bevor wir dort waren gab es Erdbeben und auch danach. Dementsprechend gab es auch diverse – vor allem ältere – Gebäude, die nicht betreten werden durften. Wenn man Museen besucht, wird das Thema dementsprechend aufgegriffen. Das Museum in Wellington ist diesbezüglich sehr empfehlenswert und kann auch international ganz gut mithalten, ist aber natürlich etwas kleiner als in anderen Ländern. Man muss immer berücksichtigen, dass in Neuseeland nicht besonders viele Menschen leben (keine 5 Mio. und ein großer Teil davon alleine in Auckland).

Das merkt man auch, wenn man sich den Regierungssitz ansieht. Direkt davor ist ein Park und jeder kann gemütlich rein und raus marschieren (zumindest zu der Zeit als wir da waren). Das wäre in Deutschland und den USA undenkbar aufgrund von Terrorangst. Das fand ich sehr entspannt und man hatte das Gefühl, dass Neuseeland so weit abseits vom Rest der Welt liegt, dass derartige Themen nicht so relevant sind.

Man erlebt auf jeder Tour Besonderheiten: Wir hatten auf dieser Tour einen etwas älteren Reiseleiter, der sich gedanklich schon im Ruhestand befand (so ganz motiviert war er nicht mehr). Er hat sich durch einige Eigenschaften ausgezeichnet. Er war ausgesprochener Wein und Gastronomiefreund. I.d.R. gibt einem der Tourgide auf einer organisierten Gruppenreise Tipps was man in den Ortschaften die man besichtig an Sehenswürdigkeiten vorfindet oder was man sich anschauen sollte. Unser Tourguide hat ohne Rückfragen nur auf besondere Restaurants und lokale hingewiesen. Das ist echt anstrengend nach einigen Tagen, wenn man NICHT nur die besten Lokale und Weinläden kennenlernen möchte.

Weiterhin wurde von ihm morgens vor der Abfahrt in der Regel durchgezählt (sofern man das bei unserem Guide so nennen konnte, 1, 2, 3 … ganz viele … ach, passt schon). An einem Tag an dem lt. Aussage unseres Guides besonders viel zu erkunden war, hat er sich Abends, nachdem die hälfte der Gäste schon aus dem Bus war spontan überlegt, dass er 15 Minuten früher losfahren will. Guter Plan!

Morgens sind wir in den Bus eingestiegen und er hat wie immer nur mal schnell so getan als wenn er zählt und meinte dann wir kennen ja unsere Sitznachbarn (dazu muss man sagen, dass in dem Bus in einem chaotischen Prinzip Sitzrotation erfolgte). Dementsprechend ist es dann keinem Aufgefallen, dass 2 fehlten.

Nach knapp einer Stunde kam der Anruf, dass die zwei an der Hotelrezeption stehen und wir sind mit dem Bus zurückgefahren, nachdem unser Tourguide zuerst versucht hat die beiden per Heli einfliegen zu lassen (wir waren vorher am Franz Josef Glacier und unser Guide hatte wohl gehofft, dass die von da mal eben die Gäste hinterherfliegen, weil er denen ja regelmäßig Tourinachschub bringt – haben sie aber nicht gemacht). Nachdem wir dann gut 1,5 Stunden verloren hatten war das natürlich kein Problem und vollkommen unkritisch lt. Tourgide (witzig, da wir am Tag vorher noch von ihm erzählt bekommen haben was wir alles vor haben und das wir früher aufstehen müssen). Aber Zeit ist ja bekanntlich relativ.

Wo wir gerade beim Heli sind. Das Erlebnis auf einen Glacier zu fliegen ist wirklich toll. Eben steht man noch unten im Tal bei 25° und ruck zuck steht man oben im Eis und ohne die Helis wäre dort oben totale Ruhe. Auf dem Weg dorthin fliegt man sehr nah über den Gletscher hinweg und kann das zerklüftete und spröde Eis sehr gut erkennen. Extrem beeindruckend und wie viele Aktivitäten in Neuseeland – es macht richtig Spaß aber eigentlich sollte man es aus Umweltschutzgründen lassen.

Ja, das ist natürlich auch sehr eilitär und verschwenderisch aber Spaß macht es trotzdem. 😉