Leaving the Frame Eine Weltreise ohne Drehbuch [Buch]

Leaving the Frame Eine Weltreise ohne Drehbuch - Maria Ehrlich

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Maria Ehrlich

Titel:

  • Leaving the frame Eine Weltreise ohne Drehbuch (288 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Denn wenn du das Universum so hartnäckig rufst, dann kommt es. Nur meistens haut es dir beim Landeanflug erst mal ordentlich eins gegen die Melone.

Was ist eine Weltreise? Wie lange dauert die eigentlich? Wieviel Geld braucht man dafür?

Das sind alles Fragen, die sich nicht eindeutig beantworten lassen. Manche reisen 8 Jahre um die Welt, einige ein paar Monate und beide nennen es Weltreise. Aus meiner Sicht entspricht die erste Variante eher einer Weltreise. Zumal man nach einer Weile Reisen am Stück nicht mehr besonders aufnahmefähig ist und Pausen benötigt.

Stimmt. Niemals ist irgendjemand irgendwann ein Risiko eingegangen, ohne vorher Bedenken, Zweifel oder Furcht gehabt zu haben.

Für eine Weltreise gibt es wohl keine richtige Definition. Ich habe einige Bücher gelesen, in denen Leute mit wenig Geld durch wirklich viele Länder gereist sind. Das dauert oft ziemlich lange.

Mir war bewusst, dass dieses Buch wahrscheinlich nicht in die Kategorie fällt und dass die Autorin als erfolgreiche Schauspielerin vermutlich deutlich bessere Voraussetzungen hat als andere Weltreisende. Das betrifft sowohl die Möglichkeit die Reise anschließend zu Geld zu machen, als auch das finanzielle Polster für die Reise.

«Ja«, stimmte Govinda zu, »geht mir auch so. Ich selbst bin auch erst seit fünf Monaten hier und war bis jetzt nicht einmal am Strand!« Oh. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. »… weil du so viel zu tun hattest?«, mutmaßte ich. «Ganz genau. Ich musste einen Baum pflanzen«, sagte er.

Somit war meine Erwartung an den Reiseteil nicht so wahnsinnig groß. Allerdings hat mich in der Leseprobe der Humor angesprochen.

Die Reise sollte auch nur 4 Monate dauern (es wurden dann 7). Für eine Weltreise ist die Zeit viel zu kurz. Die verhältnismäßig kurze Dauer hat aber auch Vorteile, denn für eine mehrjährige Weltreise ist ein Buch mit 300 Seiten viel zu kurz. Der Fokus liegt in dem Buch auf den Personen entlang des Weges und einigen Erlebnissen.

Einerseits gefällt mir der Schreibstil, andererseits finde ich ihn Anfangs teilweise zu professionell. Es kommt mir dann doch eher wie ein Drehbuch vor. Die Reise ist auch nicht ohne Drehbuch, wie der Titel suggeriert, sondern es sind sogar Interviews und Gesprächspartner vor Ort geplant.

Aber das Heimweh geht wieder weg, das verspreche ich dir. Nur, was nicht wieder weggehen wird, ist das Gefühl, zu Hause zu sein und sich zu fragen, ob man nicht gerade eine Wahnsinnschance verpasst hat, weißt du?«

Bezahlte Interviews sind aus meiner Sicht nicht gerade der Weg um Menschen kennenzulernen. Das geht im Buch auch deutlich daneben.

Glücklicherweise kommen bereits in Afrika einige ungeplante Begegnungen dazu, die auch viel interessanter sind.

Das Buch liest sich eher wie ein Arbeitsurlaub, der ein paar Monate andauert und nicht wie eine Weltreise.

Grob die ersten 35% drehen sich um Afrika. Anschließend kommen ca. 15% Hawaii. Dort passiert aber eher wenig. Dann beginnt die eigentliche Reise in Mexiko, wo die beiden sich einen VW Käfer kaufen und richtig beginnen zu Reisen. Dann folgen ca. 20% Mexiko mit einem Kurztrip nach Belize. Bei rund 70% geht es in die USA und bei knapp 90% nach Neufundland.

Ja, das mit dem Wetter war blöd, und ja, nur drinnen zu sitzen stank zum Himmel, aber am Ende ist es immer deine eigene Einstellung, die deine Welt erschafft, und sobald wir das begriffen hatten, schien die Sonne nur für uns, auch wenn es draußen nass war.

Aus meiner Sicht das interessanteste am Buch ist der Schreibstil. Die Autorin nimmt sich selbst nicht zu ernst und ein paar gute Erkenntnisse findet man auch.

Fazit:

Ich bin bei dem Buch ziemlich zwiegespalten. Der Schreibstil ist toll. Das Buch ist meiner Meinung nach keine Weltreise (stellenweise nimmt es den Charakter an), sondern ein langer Arbeitsurlaub. Was das “vielerwähnte” Projekt sein soll ist mir im ganzen Buch nicht klar geworden (ich vermute schlicht und ergreifend die Reisereportage und das Buch – das ist eher der Ansatz wie minimiere ich den finanziellen Schaden durch eine Weltreise). Bei den Reportagen erkenne ich keinen roten Faden außer Menschen in den Mittelpunkt zu rücken.

»Wollt ihr reinspringen?« … »Das ist doch bestimmt voller Krokodile, oder nicht?« … »Ja!«, war die Antwort. Gefolgt von einem Schulterzucken. »Aber ihr seid ja nur einmal hier.«

Das Angebot ein Buch zu schreiben, wäre wohl nicht gekommen, wenn die Autorin nicht vorher schon so bekannt gewesen wäre. Reisebücher gibt es viele und manche machen viel mehr eine Weltreise als das bei den beiden Protagonisten hier der Fall ist. Somit ist der Ansatz im Buch wohl kaum auf Menschen übertragbar, die nicht bereits entsprechend vernetzt sind.

Somit bleibt der tolle Schreibstil und das Buch ist recht unterhaltsam geschrieben. Wer gedanklich noch eher bei Urlaub als bei Weltreise ist und eine Überleitung zu einer Langstreckenreise möchte, ist mit dem Buch ganz gut aufgehoben. Wer über eine Weltreiseerfahrung sucht oder über eine durchgängige Reise wie z.B. die Panamericana lesen möchte, ist mir anderen Büchern besser aufgehoben.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Schon krass wie schnell man bei der Einreise / Ausreise suspekt für die Security Leute wird. Bei mir hat ein Backpack zum Hiken gereicht, um in Frankfurt bei der Ausreise einer Kontrolle unterzogen zu werden, die ich so noch nicht hatte (Campingausrüstung für einen Langzeithike ist offenbar sehr suspekt). Die Gleiche Reise mit Standardrucksack und Standardinhalt wäre vollkommen unproblematisch gewesen. Im Buch reicht es schon keine Adresse auf dem Einreiseformular bei der Einreise in die USA anzugeben – was lustig ist, da man sich in der Regel eh nur einen Tag an der Adresse aufhält, wenn man Rundreisen macht und ich vermute auch nicht, dass die Adresse gegen den Buchung geprüft wird.
  • Übernachtung im Tempel und um 4:00 aus dem Bett gebombt werden. Bei mir hätten sie wohl keinen Erfolg gehabt mich aus dem Bett zu bekommen und nach einer Nacht hätte ich woanders gewohnt. 😉
  • Immer wieder interessant, dass Weltreisende mit besonderen Autos (meist besonders alt) oft besser mit Leuten ins Gespräch kommen und es teilweise einfacher haben.
  • Die Aussage, dass man Yosemite zu Fuß nur über Wanderwege erkunden kann, die von Menschen geflutet sind ist totaler Quatsch und gerade wenn man die Welt entdecken will, ist so eine Aussage schon als ziemlich ignorant einzustufen.
  • Yosemite ist weder überlaufen, noch stressig, wenn man sich mal ein paar Kilometer zu Fuß bewegt ist man weitgehend allein (zumindest im Frühjahr, wenn Yosemite eh am besten ist). Wenn man natürlich nur Spots mit dem Auto anfährt, dann ist Yosemite wirklich nichts für einen Besuch. Dann braucht man sich aber auch nicht wundern. Das ist einer der meistbesuchten Nationalparks der Welt.
  • Die Beschreibung von Vegas ist total daneben. Man kann dort auch ohne Klimaanlage entlang laufen. Wie alt sind die beiden denn? 70?! Ach nein 25 und 30. Ich bin mehrfach den kompletten Strip entlang gelaufen der aber auch nur 15km lang ist (und da hat man dann schon die Außenbereiche abdeckt, die normalerweise eh >95% der Leute nie besuchen). Besondere Kleider braucht man da auch nicht. Ich bin durch Vegas zuletzt mit PCT Wanderklamotten gelaufen. Das interessiert dort niemanden, auch nicht im Kasino, Hauptsache man lässt Geld da.
  • Yellowstone scheint irgendwie immer ein Beispiel für maximale Dummheit von vielen Leuten zu sein. Scheinbar legen es dort jeden Tag welche darauf an zwischen Bison und Auto eingeklemmt zu werden (ich hatte genau die gleichen Erlebnisse, wie sie im Buch beschrieben werden)
  • Die Karten am Broadway in New York sind unbezahlbar? Das entspricht nicht meiner Erfahrung und passt auch nicht so ganz zu der Art wie die beiden sonst gereist sind.

[collapse]

Mit wenig Geld um die Welt: Weltreisen mit nur 30 Euro am Tag [Buch]

Mit wenig Geld um die Welt Weltreisen mit nur 30 Euro am Tag - Florian Blümm

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Florian Blümm

Titel:

  • Mit wenig Geld um die Welt Weltreisen mit nur 30 Euro am Tag (229 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

In acht Reisejahren, die ich zuerst allein unterwegs gewesen bin, dann zu zweit mit meiner Freundin, habe ich gerade mal 8212 Euro pro Jahr ausgegeben. Das sind 22,50 Euro pro Tag – darin enthalten alle Flüge, Unterkünfte, Mahlzeiten, Versicherungen und alles, was man sonst so im Alltag braucht.

Der Name ist Programm, in dem Buch geht es nicht um Unterhaltung oder Reiseberichte, sondern um alle Themen, die es bzgl. Reisen oder Weltreisen zu bedenken gibt.

Anfangs gibt es einige Allgemeinplätze zu hören: Senke die Kosten, erhöhe die Einnahmen. Wenig überraschend, dass das hilft schneller an Geld zu kommen, oder?

Anschließend wird das Thema Work & Travel abgehandelt. Das ist für Leser bis maximal 35 relevant.

Dann werden die Tipps aber spezieller: Was ist im Kontext Arbeitslosengeld zu beachten usw.

Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf und kannst völlig frei entscheiden, was du heute machen willst. Und am nächsten Tag passiert das Gleiche wieder und danach wieder.

Nützliche Tipps und selbstverständliche Dinge – auf die jeder nach ein paar Sekunden nachdenken selber kommt, wechseln sich ab. Man muss wohl kaum einem Selbstständigen erzählen, dass er seinen Stamm(-kunden) kommunizieren sollte, dass er z.B. ein halbes Jahr weg ist und das die Stammkunden sich dann vielleicht umorientieren.

Weitere Aspekte sind Wohnung, Miete, Alleinreisen, Reisen mit Partner, Günstige Reiseländer, wie lange dauert eine Weltreise, einfache Reiseziele, Highlights, Flugstrategien und Flüge, wie man Kosten spart, Tipps zu Ländern und Regionen (unvollständig), Vorbereitung (Dokumente, Kreditkarten, Wohnsitz, Versicherung usw.).

Ein Flugzeug ist ein magisches Transportmittel, das dich in wenigen Stunden an weit entfernte Orte bringt. Der Service während dieser paar Stunden ist völlig egal. Nach der Landung bekommst du viel mehr Service für das gleiche Geld.

Den Flugteil fand ich nur bedingt hilfreich. Ja, man weiß danach was für Flugtypen es gibt aber wie genau es im Detail funktioniert eher nicht. Bei Roundtrips wird erwähnt, dass man zwischendurch mal nach hause kann . Das ist naheliegend, wenn man zwei mal vom selben Ort startet. Andererseits sind günstige Flüge oft an Fixdaten gebunden. Es wird aber auch erwähnt, dass man sich möglichst wenig binden soll bei einer Weltreise, um Termindruck zu vermeiden.

Wie das zusammen passen soll, ist mir zumindest nicht klar geworden. Zumal man dann sogar an den selben Ort zurück muss. Das heißt man startet in Frankfurt und fährt in ein Land in Asien. Dann bereist man Asien und muss am Ende zurück in das Land, um den Rückflug wahrnehmen zu können.

Deine Verantwortung auf Reisen ist groß, denn deine Kaufkraft ist viel höher als die der lokalen Bevölkerung. Du kommst aus einem der reichsten Länder der Welt. Mit jedem Euro, den du ausgibst, stimmst du ab.

Das dürfte kaum die Einsparungen aufwiegen, die man beim Flug ggf. gemacht hat. Ich habe ja schon einige Reisen gemacht. Aber derart günstige Langstreckenflüge sind mir bisher in den Suchmaschinen noch nicht begegnet. Einige Fluggesellschaften finden sich aber offenbar überhaupt nicht oder nur in speziellen Suchmaschinen.

Auf Dinge wie “du kannst Weiterflugtickets auch mieten” (die werden teilweise für Visa verlangt, muss man allerdings erst mal kommen). Ob man sich dann aber ein Eigentor schießt, sieht man wohl erst in der Praxis. Doof sind die Grenzbeamten sicher nicht. Die Anzahl der Anbieter ist scheinbar überschaubar und somit wäre es wohl ein Leichtes derartige Miettickets zu identifizieren, wenn man vom Ticket Rückschlüsse auf den Anbieter ziehen kann.

Aber eine Weltreise ist kein langer Urlaub. Ja, du siehst viele schöne Orte und hast meist schönes Wetter. Aber immer nur Sehenswürdigkeiten abzuhaken, das wird schnell langweilig. Selbst Cocktails am Strand zu schlürfen ist nur dann erfüllend, wenn danach der Alltag wartet.

Das Buch beschäftigt sich überhaupt nicht mit der Reiseart eigenes Fahrzeug. Das Fahrzeug kann auch als Unterbringung dienen.

Die 30€ sind eher ein Richtwert. Es wird jedem klar sein, dass man das in den USA z.B. vergessen kann, wenn man keine kostenlos Unterkunft hat (z.B. Couchsurfing). Da der Autor aber auch konkret mit Zahlen aus seinen Reisen beleg wie / wo er übernachtet hat, bekommt man ein Gefühl für das benötige Verhältnis.

Fazit:

Aus meiner Sicht ist das Buch hilfreich, wenn man sich mit dem Thema Weltreisen beschäftigt. Es vereinfacht die Suche, gibt einige Anlaufstellen und Tipps, sensibilisiert für Themen, die man nicht auf dem Schirm hatte oder bringt einen auf neue Ideen.

Fällt dir sofort jemand ein, mit dem man Pferde stehlen könnte? Wenn nicht, reise besser allein. Ein Reisepartner ist bei einer normalen Weltreise nicht nötig. … Aber auch Reisepartner haben Vorteile. … Du musst nicht jedes Mal all deine Sachen auf die Toilette mitnehmen, weil dein Partner auf euer Gepäck aufpasst.

Da ich aktuell kurzfristig keine Weltreise plane, werde ich die Links jeweils bei Bedarf prüfen. Von allgemeinen Themen, die sich jedem selbst erschließen bis zu Tipps, die nur erfahrende Reisende kennen, ist alles dabei.

Das Buch basiert auf den Erfahrungen des Autors. Daher kann er nur zu den Ländern etwas schreiben, die er bereits bereist hat. Afrika gehört basierend auf den Karten nur sehr bedingt dazu. Selbst die USA bestehen als teures Reiseland nur aus dem “Südwesten”. D.h. in dem auf die Länder zugeschnittenen Teil schwächelt das Buch meiner Meinung nach deutlich.

Der Unterhaltungswert geht gegen 0, weil das Buch ein Ratgeber ist. Man muss sich für das Thema Reisen / die Welt bereisen interessieren. Das grenzt sich aber ganz klar vom klassischen Urlaub ab. Ein paar Tipps in dem Buch helfen auch bei einer kurzfristigen Reise aber bei einer Weltreise hat man in der Regel viel mehr Zeit aber dafür ein engeres Budget. Somit unterscheiden sich dei beiden Reisearten deutlich.

Umfassend informiert im Kontext Weltreisen habe ich mich nach der Lektüre nicht gefühlt. Man sollte das Buch wohl eher als Ideen und Impulsgeber ansehen.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Manche Tipps finde ich zweifelhaft. In einer Stadt sollte man “erst mal in den Gassen verloren gehen”. Ungeachtet des Landes gibt es in vielen Städten Bereiche, in denen man eher nicht verloren gehen möchte. Einfach unbedarft losziehen kann funktionieren, kann aber auch ins Auge gehen. Nach den Beschreibungen von anderen Weltreisenden sollte man gerade in Städten in manchen Regionen der Welt deutliche Vorsicht an den Tag legen.
  • Wieso soll in den USA nur die Region von Kalifornien bis New Mexiko eine Reise wert sein?!
  • Das man Krankenversicherung in Deutschland bezahlen muss, wenn man nicht mal in Deutschland ist, hätte ich auch nicht vermutet (der Wohnsitz reicht). Wieder was gelernt. Mal wieder sinnlose Bürokratie, die auch noch teuer ist.
  • Eine Haftpflichtversicherung hätte ich im Ausland nicht auf dem Schirm gehabt, aber macht schon Sinn, wenn man mal darüber nachdenkt.
  • Man könnte meinen, dass Weltreisende zwangsweise Alkoholiker sind. Zumindest wird in jedem beschriebenen Land explizit erwähnt wie teuer Alkohol ist bzw. ob er überhaupt zu bekommen ist.

[collapse]

Die Greifenreiterin [Serie]

    

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Teile der Serie:

  • Die Greifenreiterin 1 – Gefangenschaft (322 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 2 – Hoffnung (266 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 3 – Verheerung (298 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 4 – Rache (292 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

„Mach die Haare auf, Mädchen“, verlangte der Nanjok. Irritiert runzelte ich die Stirn. „Warum?“ „Ich will sehen, welche Qualität meine neuste Errungenschaft hat.“ Er machte eine wedelnde Handbewegung, damit ich mich beeilte.

Rayna ist eine Junge Greifenreiterin, die soeben ihre Prüfung bestanden hat und zu ihrer ersten Mission geschickt wird. Auf dem Weg zu ihrem Ziel wird sie bei der ersten Gelegenheit überfallen und gefangen genommen.

Sie soll als “Geschenk” zu einem fremden Herrscher gebracht werden und dort als gefangene oder eher Sklavin Leben.

Ohne auf die Details einzugehen deckt die Einleitung zur Rezension schon weitgehend die Handlung des ersten Bandes ab. Nachdem ich gerade diverse epische Bücher Bücher gelesen habe, in denen es um Kriege und ganze Welten ging, ist die Geschichte der Greifenreiterin im ersten Band ziemlich überschaubar.

„Das stimmt wohl. Schlimme Situationen helfen viel mehr dabei, eine Freundschaft zu festigen, als es Zeit je könnte. Trotzdem wünsche ich euch, dass ihr nie mehr so eine Sache durchstehen müsst“, sagte Nil’ha und ich hörte die Ehrlichkeit in ihrer Stimme.

Dementsprechend bleibt ziemlich viel Zeit um auf die Figuren einzugehen und die Handlung hat eher kleinere Höhepunkte. Dementsprechend hat die Autorin auch viel Zeit für das World Building.

Wie üblich mag ich den Schreibstil von Sabine Schulter. Die Geschichte wird überwiegend aus Rayanas Perspektive erzählt. Ab und an wechselt die Perspektive zu einem Mitgefangenen.

Rayana ist ein toughes und temperamentvolles Mädchen. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte in den Folgeteilen entwickelt.

Band 2:

Wir mögen aus verschiedenen Völkern stammen, aber in unserem Inneren sind wir alle gleich. Wieso also sollten wir keine Anteilnahme an deinem Schmerz haben? Das wäre unmenschlich.“

Rayana und Hyron ist die Flucht mit der Hilfe der Zea geglückt. Allerdings verfolgt Zemzee weiter seinen Weg zu den Magiebegabten um deren magische Artefakte zu stehlen. Was er damit vor hat weiß noch niemand aber sicher nichts Gutes.

Rayana und ersuchen um Unterstützung für einen Angriff auf Zemzee um dies zu verhindern und auch um ihn für seine Taten zur Rechenschaft zu ziehen.

Der zweite Teil ist etwas abenteuerlicher als der erste Teil. Anders als im ersten Teil werden nun die Absichten von Zemzee deutlich und seine Handlungen bekommen deutlich globalere Auswirkungen. Auch wenn Global in der Serie bei weitem keine Größenordnungen wie z.B. in der Herr Ringe meint.

Auch im zweiten Teil steht die Abenteuergeschichte im Vordergrund. Die Aufkeimende Beziehung Spielt eine untergeordnete Bedeutung.

Ich finde den zweiten Teil minimal besser als den ersten. Der zweite Teil endet übrigens mit einem bösen Cliffhanger.

Band 3:

„Du musst dich nicht ändern, Ray. Dein Temperament hat schließlich viel dazu beigetragen, dass ich mich in dich verliebt habe. Scheinbar muss ich also auch damit zurechtkommen, dass du dich dadurch immer mal wieder in Gefahr bringst. Aber das geht in Ordnung. Dann muss ich eben ein wenig mehr auf dich achtgeben.“

Rayana, Karim und Hyron haben die Kristalle beschafft um eine “Waffe” zu bauen, die in der Lage ist die Elementarsteine zu neutralisieren. Doch bei einem Angriff von Zemzee wurde Karims Greif von einem Blitz getroffen und ist mit Karim abgestürzt. Karim hatte auch die Kristalle dabei. Lebt er noch und ist er nun in der Hand von Zemzee?

Dieser Band fühlt sich wie ein typischer Füllband an. Die Handlung kommt nicht wesentlich voran.

In diesem Band wird noch deutlicher wie naturverbunden Ray und Hyron sind. Das wurde bereits in den vorherigen Bänden angesprochen. Wie auch in den Vorgängerbänden wechselt die Erzählperspektive ab und an auf Hyron oder sogar mal auf Zemzee, wenn auch nur kurz.

„Soll das ein Witz sein? Du bist die Königin im In-brenzlige-Situationen-geraten“, warf mir Karim doch tatsächlich an den Kopf.

Es wäre aus meiner Sicht interessant gewesen Zemzees Sicht noch etwas mehr zu erkunden.

Rays Impulsivität und das jugendliche ignorieren von Gefahren bringt sie immer wieder in lebensgefährliche Situationen.

Im dritten Teil hat mich gestört, dass er an einigen Stellen sehr konstruiert wirkt. Es werden manchmal relativ sinnlose Rahmenbedingungen aufgestellt, die dafür Sorgen, dass die Akteure in bestimmte Situationen kommen. Manchmal ist aber nicht nachvollziehbar warum das so sein muss (siehe Spoilerbereich).

Band 4:

„Helden werden von Überlebenden gemacht. Wenn wir versagen, gehen wir in den späteren Erzählungen als Opfer unter. … Ich persönlich sehe uns eher als arme Tölpel, denen eine undankbare Aufgabe zugefallen ist, die andere nicht machen wollten.“

Ray und Hyron sind mit einigen wenigen Begleitern zu einem Himmelfahrtskommando unterwegs. Sie haben zwar ein Artefakt, dass die Elementarsteine deaktivieren soll aber Zemzee hat noch immer den Wächterperle, sie müssen ihm hinter die Grenze seines Landes folgen und er hat mindestens 100 Kämpfer an seiner Seite. Die Chancen die Mission zu überleben stehen also sehr schlecht.

Gefühlt steht man nun in etwas auf dem gleichen Stand wie beim Ende des zweiten Teils plus Artefakt, von dem keiner weiß wie es funktioniert.

Im letzten Teil steht das große Finale an. Die Lage sieht ziemlich Aussichtslos aus.

Als sie die beiden Griffe tätschelte, die über ihre Schultern lugten, sahen wir sie zweifelnd an. „Dein unschuldiges Aussehen passt wahrlich nicht zu deiner Blutrünstigkeit“, bemerkte Hyron.

Wer lange Enden mag wird in diesem Band belohnt. Der Höhepunkt liegt schon kurz hinter der Mitte des Buches und dann klingt die Geschichte langsam aus.

Den Titel Rache fand ich für den letzten Teil nicht so gelungen, weil es eher darum geht, die unmittelbare Bedrohung auszuschalten.

Fazit:

Die Liebesbeziehung steht nicht im Mittelpunkt, wie zum Beispiel bei Jennifer Armentrout Büchern. Ja, die Liebe wird thematisiert aber detailreiche Sexzenen gibt es z.B. keine, die werden bestenfalls kurz angedeutet. Der Fokus liegt auf dem Abenteuern, die die Charaktere bestehen. Die Einzelnen Bücher sind mit jeweils rund 300 Seiten eher kurz aber alle vier Teile kommen trotzdem auf eine stattliche Länge.

In der Geschichte gibt Menschen, menschenähnliche Völker und Greifen. Es ist also keine klassische High Fantasy aber Fantasy mit einigen bekannten Elementen (Greifen und auch neuen – Magievolk, Beschützervolk).

Wer andere Bücher von Sabine Schulter mag, liegt auch mit dieser Reihe nicht falsch. Ganz so gut wie z.B. Sin und Miriam oder andere Serien von ihr (Azur, Mederia), gefällt mir diese Serie aber nicht. Emotional hat mich die Serie überwiegend nicht angesprochen und etwas mehr Spannung hätte der Serie an einigen Stellen auch gut getan. Aus meiner Sicht wird ein etwas jüngere Publikum angesprochen, als bei den vorgenannten Serien, auch wenn die Charaktere um 20 Jahre alt sind.

Anders als in anderen Fantasy Büchern geht es insgesamt um eine relativ überschaubare Anzahl von betroffen, einigen Tausend vielleicht.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

    • Zemzee zu ermorden würde ggf. die Flucht sogar vereinfachen, wenn es unauffällig gelingt. Wenn es nicht gelingt, hat sich die Flucht danach erledigt. Von der Wächtermagie wusste zu dem Zeitpunkt keiner etwas. Somit wäre basierend auf der Ausgangslage ggf. sinnvoller gewesen ihn zu töten.
    • Tailock ist kein guter Anführer, wenn er sich auf den Bericht einer Fremden verlässt, statt sich einen Bericht von der betroffenen Person einzuholen.
    • Kann sich jemand die “Rettungsaktion” mit dem Überschlag des Greifen vorstellen? Ich nicht.
    • Wieso töten die Zea Zemzee nicht einfach aus der Ferne, wenn er der einzige ist, der den Weg findet? Das hatten sie doch auch bei Hyron geplant. Das es nicht funktioniert hätte, ist ein anderes Thema.
    • Wenn Zemzee so fähig bei der Navigation durch den Wald ist, wofür hat er Hyron gebraucht? Später wird erklärt, dass die Steine sich anziehen. Insofern hätte das ja auch schon früher funktionieren können.
    • Die Behandlung von Rayana vor dem versammelten Rat geht überhaupt nicht. Das zeigt wieder, dass Tailock ein schlechter Anführer ist. Das trifft noch mehr zu, da sie eine angehende Botschafterin ist. Das ist ein ganz schlechter Führungsstil.
    • Ein magisches Artefakt lässt sich von einem Unwissenden benutzen?
    • Ein Stein kann nicht ohne den anderen existieren. Wie sind sie dann erzeugt worden? Alle gleichzeitig?
    • Es gab tausende Tenga aber sie hatten alle die ganze Zeit damit zu tun ein paar Gegenstände in den Tempel zu bringen, obwohl sie dafür Stunden Zeit hatten?
    • Wieso sind die Tenga vor dem Feuer nicht einfach in dem Tempel geflüchtet, wenn es doch überall Zugänge gab?
    • Man hätte durchaus darauf kommen können wie weit die Gegner gekommen sind, nachdem sie auf dem Weg zu den Tempeln auch schon viel weiter waren als erwartet. Somit hätte Hyron ja ab und an mal seine Gabe benutzen können und schon wäre der Weg ein anderer gewesen und der Angriff hätte nicht erfolgen können. Was für ein Zufall, dass Karim die Steine dabei hat …
    • Wie kommt Ferril denn zum Urian, wenn nicht bekannt ist wo die Gegner sind aber der Weg von beiden Gruppen in die selbe Richtung geht? Ferril müsste einen riesigen Umweg machen, um den Magiesteinen zu entkommen.
    • Wenn die Flugzeit nur noch eine Stunde beträgt und die Gegner so schnell voran kommen wäre eh alles zu spät. Was bei einem Kampf gegen die Elementarsteine geschieht hat man nun hinreichend gesehen und für das Schmieden einer “Waffe” ist wohl auch keine Zeit mehr. Später wird es so dargestellt, als wenn eine Stunde Flug mehreren Tagen gehen entspricht und das wo die Gegner so schnell zu Fuß unterwegs sind? Das kann man gerne mal durchrechnen, aber man kommt dabei auf so hohe Fluggeschwindigkeiten des Greifen, dass das ziemlich unrealistisch wirkt, selbst bei einem Flug in direkter Luftlinie.
    • Eine Streitmacht, die mit Magie tausende Lebewesen zerstören kann steht vor der Tür, aber das Schmieden der Waffe hat keine Priorität. Stattdessen versorgen zuerst zwei Leute den Greifen. Gut es geht nur nachts aber das wussten sie ja nicht …
    • Wie erstaunlich, dass die Nanjok mit einem Angriff gerechnet haben. Der war ja überhaupt nicht zu erwarten …
    • Ich finde es ziemlich befremdlich wie Zemzee die Elemente steuern kann. Er sieht seine Angreifer und die Landschaft nicht, steuert aber immer genau das “richtige” in die passende Region zur richtigen Zeit.
    • Die Regel mit dem Kasrik ergibt wenig Sinn. Zemzee hatte ja auch keine Probleme Ray nach dem Kasrik einzusperren. Unantastbar sieht anders aus.
    • Den Matchkiesel an Tailock abgeben macht Sinn, wenn das Ritual eh nicht ohne Ray durchgeführt werden kann. Was soll so etwas?
    • Die Begründung mit der kleinen Gruppe, um keinen Krieg auszulösen ist vollkommener Quatsch. Die Nanjok wollen eh alles vernichten und unterwerfen, dass haben sie schon gesagt. Davon abgesehen warum sollte es einen Unterschied machen, ob sie entdeckt werden oder nicht? Die Nanjok wissen doch eh wer hinter der Aktion steckt. Später wird sogar erwähnt, dass sie keine Beweise brauchen.
    • Das nenne ich ein Himmelfahrtskommando; Man hat ein Artefakt, dass dessen Wirkung man nicht im Detail kennt (wieso eigentlich nicht – wie kann man etwas herstellen, ohne zu wissen wie es funktioniert?). Das Artefakt funktioniert aber angeblich nur auf kurze Entfernungen (woher auch immer man das weiß), auf die man aber wegen dem Schutzstein und den Elementarsteinen vermutlich eh nicht herankommt und selbst wenn man das schafft, hat man keine Chance gegen die 100 Kämpfer oder sogar mehr. Die Wahrscheinlichkeit lebend zurück zu kommen geht gegen 0.
    • Der Rohkristall entscheidet wie das Artefakt anzuwenden ist. Macht ja Sinn. Eine Waffe ungesichert zu lassen aber den Neutralisierer mit Sicherheitsmechanismen auszustatten … ziemlich unglaubwürdig.
    • Aran hopste heran und kuschelte sich eine Falte in meinem Mantel. Vorher hieß es immer, dass er sein normales Gewicht beibehält, auch wenn er ein kleines Tier ist.
    • Wieso sprechen die Charaktere so oft, wenn sie denken? Mitten im Feindeslager murmeln sie ihre Gedanken. Das würde in der Realität niemand machen.
    • Wie soll der Rückweg zu Fuß ohne die Gabe von Hyron funktioniert haben? Vorher waren offenbar genug Feinde unterwegs und ohne Hryons Gabe, wären sie nie unentdeckt angekommen und plötzlich ist das kein Problem mehr? Es wird nur angemerkt, dass Feinde da waren, die sie entweder nicht bemerkt haben oder sie nicht verfolgen wollten (warum auch immer – die dürften wohl kaum alle Gewusst haben was passiert ist).
    • Angeblich soll Zemzee der Heimliche Anführer gewesen sein. Dann ergibt es wenig Sinn, dass er seinen unechten König beschenken will. Das passt aus meiner Sicht nicht zur Kultur der Nanjok.

[collapse]

Dark Elements 5 – Goldene Wut – Rage and Ruin Harbringer Series [Buch]

Rage and Ruin Harbringer Series - Jennifer L. Armentrout  Dark Elements Goldene Wut - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

On his seventeenth birthday, for some idiotic reason, he’d climbed one of those massive speaker towers and subsequently fallen to his death, proving natural selection was a thing.

Trinity ist auf ihren verschwundenen Beschützer gestoßen und er wurde nicht verschleppt oder entführt, sondern er arbeitet mit den Dämonen zusammen oder besser er hat mit ihnen zusammen gearbeitet, denn er hat mit Trinity einen Kampf auf Leben und Tod ausgefochten, den er verloren hat.

Nun ist Zayne ihr Beschützer und über ein Band an Sie gebunden. Aber zwischen den beiden darf es keine Liebesbeziehung geben, weil dies gegen die Regeln verstößt, Trin hatte sich etwas anderes erhofft aber ohne die Bindung wäre Zayne gestorben. Das Band war die einzige Möglichkeit ihn zu retten.

Plastic straws wavered in front of lips. Well, this was one place that wasn’t environmentally conscious. I added that to my list of reasons for not feeling bad if I had to take them all out.

Trinity hat eine Aufgabe von ihrem Vater – einem Erzengel – bekommen. Sie soll den Harbringer stellen, sie hat nur keine Ahnung wie und wer der Harbringer überhaupt ist.

Ich mag die Charaktere. Roth taucht zum Glück öfter auf und für mich ist er ähnlich wie Luc in der Origin Serie. Zayne ist mehr der nette Kerl aber Roth ist frech, dunkel aber trotzdem im Kern gut, auch wenn er das nie zugeben würde.

Pain was a part of life. Sometimes it left scars, physical and mental. Sometimes it led to something worse, and sometimes, like this, I thought it might be a necessary step toward something amazing.

Die Liebesbeziehung zwischen Trin und Zayne ist mir teilweise etwas zu überdramatisch. Aber es wird das volle Programm geboten. Meiner Meinung nach in zu kurzer Zeit. Das Ende des Bandes ist ziemlich spannend. Als Leser bekommt man ziemlich genau das geboten, was man von der Serie oder einem klassischen Armentrout Buch erwartet.

Die Handlung wird teilweise voran getrieben aber es geht auch ziemlich viel um die Beziehung von Zayne und Trin. Ein wenig fühlt sich der Band also wie der klassische Mittelteil einer Trilogie an. Es geht schon mit der Geschichte weiter aber der erste Teil war meiner Meinung nach besser.

Fazit

“Sorry to hear about your friend,” Stacey said after a few seconds, and there was a genuineness in her tone. “That really sucks.” Uncomfortable because I was just plotting her death and smiling about it, I muttered, “Thank you.”

Für meinen Geschmack war der erste Teil der zweiten Trilogie etwas besser. Aber das ist jammern auf recht hohem Niveau. Gut gelesen hat sich das Buch trotzdem. Nun bin ich gespannt auf das Finale.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieso beschäftigt Roth sich nicht mit Faye und Trinity mit den anderen Hexen? Trinity könnte die anderen Hexen mit ihrer Gabe ruck zuck auslöschen. Währen sie das bei Faye eben nicht kann, weil sie Bambi retten soll.
  • Dass Sulien nicht der Harbringer war lag nahe, oder? Es hat ihn niemand danach gefragt, ob er es ist. Auch die Tatsache, dass er möglicherweise Support von einem Erzengel hat, lag auf der Hand. Nicht, dass das Wissen viel geholfen hätte.
  • Mal langsam: Laut Buch haben Erzengel keine Gefühle. Der Erzengel handelt aber sehr gefühlsbestimmt. Er ist schlicht neidisch. Das macht keinen Sinn.
  • Warum ist der Erzengel abgehauen und hat Roth in Ruhe gelassen?
  • Trin ist gerade aus ihrem Delirium aufgewacht, nachdem sie Zayne verloren hat und schon geht es geschäftsmäßig zur Sache?
  • Plötzlich arbeiten die Wächter alle mit Roth und Layla zusammen? Wohl kaum.
  • So arrogant wie Gabriel ist, sollte er mit seinen eigenen Waffen bekämpfbar sein, die er netterweise bei den Wächtern gelassen hat.

[collapse]

From Blood and Ash [Serie]

The Red Peal Scene Hawke's Point of View - Jennifer L. Armentrout    From Blood and Ash 1 - Jennifer L. Armentrout  From Blood and Ash 2 Kingdom of Flesh and Fire - Jennifer L. Armentrout  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • Bonus: The Red Pearl Scene (Hawke’s point of view) – (20 Seiten)
  • From Blood and Ash 1 (622 Seiten)
  • From Blood and Ash 2 – Kingdom of Flesh and Fire – (637 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

“And I will not be able to forgive you.” Casteel jerked his arm back, throwing something to the floor. It landed with a fleshy smack. My lips slowly parted as I realized what the lumpy, red mass was. Oh, my gods. A heart. It was an actual heart. … “Does anyone else have anything they’d like to share?”

Penellaphe ist eine Anwärterin für die Ascension. Wenn die Götter sie für geeignet halten, wird sie ein unsterbliches Leben führen, wenn nicht wird sie in das Exil verstoßen und somit zum Tode verurteilt. Da sie angeblich eine Auserwählte ist, soll sie sehr wichtig für die Zukunft ihre Königreiches sein, warum sagt ihr allerdings niemand und Fragen stellen nur Ungläubige.

Sie lebt in einer Burg und ihr Leben ist komplett fremdbestimmt. Sie darf mit fast niemandem reden, ihr Gesicht nicht nicht enthüllen und abseits ihrer Pflichten ihr Zimmer nicht verlassen. Mit den wenigen Menschen, die mit ihr reden dürfen, darf sie sich nicht anfreunden, weil das nicht ihrer Stellung entspricht. Wenn sie sich nicht angemessen verhält wird sie bestraft. Was angemessen ist, ändert sich öfter mal. Weiterhin muss sie sich mit aufdringlichen unsterblichen rumschlagen, die in ihrem Königreich die Anführer sind und sie körperlich und geistig misshandeln. Ihr Leben ist also mehr die Hölle als privilegiert, wie es von außen erscheint.

“Told him that if a woman fights with that kind of passion and makes you work that hard to earn even a smile, then that’s the kind of woman you want by your side in and out of the bedchamber.”

Das Königreich in dem sie lebt hat vor langer Zeit einen Krieg mit einem anderen Königreich geführt. Dabei wurden die Gegner vermeidlich fast vollständig vernichtet. Im anderen Königreich waren die Anführer angeblich eine Mischung aus Vampiren und Werwölfen, die mit ihrem Biss Menschen infizieren konnten. Diese Menschen werden dann aber nicht zu ihresgleichen, sondern eher zu blutrünstigen Monstern.

Penellaphe wird vermeintlich selbst zu einer unsterblichen werden, wenn sie in einer Zeremonie als würdig eingestuft wird, falls sie nicht vorher einen Fehler begeht.

I grabbed the dagger and shoved off the blanket, standing. He raised an eyebrow at me. “You plan to use that?” “Why does everyone think I’m going to stab them when I pick up anything that’s not blunt?” “Well,” Kieran replied blandly, “you do have a habit of doing exactly that.”

Ich habe von Armentrout nur sehr selten Bücher gelesen, die sich über weite Strecken nicht nach ihr anfühlen. In diesem Buch liegt das unter anderem an dem anfangs sehr keuschen Charakter. Ein weiterer Grund sind die langen Gedankengänge von Penellaphe. Manchmal spricht ein Akteur einen Satz und dann folgen seitenweise Gedanken, bevor ein Satz als Antwort gegeben wird. Diese Schreibweise ist untypisch für Armentrout.

Penellaphe lebt (soweit man das so nennen kann) in einem goldenen Käfig. Glücklicherweise gelingt es ihr ab und an die Burg – ihren goldenen Käfig – heimlich zu verlassen. Durch die Randbedingungen passiert über sehr weite Strecken des Buches sehr wenig. Die wenigen Spannungsbögen sind eher sehr flach. Erst gegen Ende nimmt das Buch richtig fahrt auf, und die Handlungswendungen sind wirklich klasse. Bis dahin musste ich mich aber teilweise wirklich durchkämpfen, weil einige Längen entstehen.

Was Armentrout gut hinbekommt ist, dass man viele der Regeln verurteilt und den geradezu fanatischen Religionsglauben für falsch hält aber trotzdem den selben Geschichtlichen Hintergrund vermittelt bekommt, wie Pen.

Der letzte Teil war dann wiederum typisch Armentrout und Pageturner. Dann stellt sie aber fast alles auf den Kopf was einem vorher vermittelt wurde. Was ist wirklich wahr? Welche Seite ist die bessere? Wer erzählt die Wahrheit?

Pen kann am Anfang kaum ihr Potenzial entfalten, da sie stark eingeschränkt ist und für jeden kleine Abweichung bestraft wird. Später entwickeln sich die Charaktere rasant. Ich finde es etwas unglaubwürdig wie schnell Pen mit Ihrer neuen Situation (von fast vollständiger Isolation zur selbstsicheren Frau) umgehen und sich anpassen kann.

Der erste Teil macht es mir nicht einfach: Über weite strecken war er aus meiner Sicht nicht sonderlich spannend. Aber Armentrout nimmt sich viel Zeit die Welt und den Hintergrund zu beschreiben. Dadurch kommt erst sehr spät Fahrt auf.

Band 2:

“Are you going to invite us in?” “Are you going to be less annoying?” “Probably not, but since I’m your Prince….” “Whatever. Fine.”

Hawke hat Penellaphe entführt – er ist der Prinz des Königreiches, dass Penellaphe ihr Leben lang hassen gelernt hat – und plant sie im Austausch gegen Seinen Bruder an die Königin zu übergeben. Aber bei der Königin scheint Penellaphe eine Zukunft voller Leid vor sich zu haben. Scheinbar erwartet sie dort ein Leben voller Qualen. Aber viel erwartet Penellaphe nicht von dem Prinzen, der sie betrogen hat, der sogar grundlos Unschuldige getötet hat um sie zu entführen.

Staying silent was only temporarily easier than shattering the silence, and that realization was painful. It shone a light on all the times I could’ve spoken up—could’ve risked whatever consequences.

Aber er verhält sich auch immer wieder seltsam. Vertrauen kann sie ihm nicht aber offenbar ist sie und ihr Schicksal doch nicht vollkommen egal?

Ich mag wie sie die Charaktere entwickeln. Cas hat Pen schwer enttäuscht und obwohl sie ihn mag, kann ich verstehen, dass sie dass unter den Umständen nicht zugeben will. Er ist direkt oder indirekt dafür verantwortlich, dass Menschen gestorben sind, die sie mochte. Er hat eine Verantwortung gegenüber seinem Volk, hadert aber auch damit was er getan hat und fühlt sich von ihr angezogen. Beide haben ihre Vergangenheit und ihre eigenen Dämonen.

Zum Glück ist die Geschichte lang genug, dass diese angespannte Beziehung auf mich ziemlich glaubwürdig wirkt. Ohne die Vorgeschichte wäre Pens Verhalten ziemlich Begriffsstutzig, mit der Vorgeschichte wirkt es auf mich weitgehend glaubwürdig.

“Am I seeing things, or is that your dagger strapped to your thigh?” I grinned. “You’re not seeing things.” “You’re an absolutely stunning, murderous little creature,” he murmured.

Was ich auch gut finde, dass es kein schwarz und weiß gibt. Im ersten Teil wird einem eine Welt und eine Geschichte vermittelt, die sich ab einem gewissen Grad als falsch herausstellt und man durchlebt den selben Zustand wie Pen. Kann man Cas glauben und wenn ja was? Dabei ist weder Cas noch die Gegenseite gut. Jeder geht über Leichen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Die Charaktere sind teilweise im kleineren Maße vergleichbar blutrünstig wie in der Red Rising Reihe.

Sehr gut gefallen hat mir, dass die Darstellung realistisch ist in Bezug auf den Hass der Penellaphe entgegenschlägt. Obwohl sie sich beweist, obwohl sie hilft, obwohl sie mehr kämpft als viele andere wird sie als Außenseiterin gesehen. Dafür findet man genug Beispiele in der realen Welt. Leute aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Abstammung zu verurteilen ist nicht gerade selten. Gerade heute gehen ja genügend Leute mit derartigen Methoden auf Stimmenfang …

“When will you realize I speak the truth?” The tilt of his lips was wicked. “It turns me on when you’re armed with something sharp.” “There’s something so entirely wrong with you.” He came around to my front. “But you like what’s wrong with me.” “There is something wrong with me, too.” I looked up at him. “Because I do.”

Besonders im zweiten Teil ist die Geschichte quasi High Fantasy, wenn auch nicht gerade im Sinne von Tolkin. Armentrout nutzt zwar Grundelemente wie Vampire, Werwöfe und Drachen aber baut darum eine neue Mythologie und passt die Wesen auch so weit an, dass sie eigenständig sind und mit den Vorlagen nur noch begrenzt zu tun haben.

Das Ende ist übrigens nicht vorhanden. Ich kann nur hoffen, dass noch was kommt. Es gibt so viele offene Handlungsstränge, dass noch mindestens ein Teil fehlt. Bis dahin ist das Buch aber wirklich gut. Auf keinen Fall ein Vergleich zum ersten Teil.

Fazit:

Wenn einem Jennifer L. Armentrout Bücher nicht gefallen, sollte man dieser Reihe eine Chance geben. Es gibt nicht die typischen Charakterklischees (bestenfalls oberflächlich) aber die Charaktere haben einen Hintergrund, teilweise schlimmes durchlebt und das Handeln ist diesbezüglich nachvollziehbar. Zusätzlich muss man auch berücksichtigen, dass es sich nicht teilweise nicht um Menschen handelt.

Ja es gibt – wie immer bei Jennifer L. Armentrout auch Sex und Anspielungen aber besonders ersteres weniger als in anderen Büchern von ihr. Ich mag Pens Art im Buch. Sie ist teilweise gewalttätig aber die Situationen, die daraus mit Cas entstehen sind oft sehr witzig.

Casteel watched me sleep? Wait. How long had Kieran been sitting there? “What are you doing in here?” I rasped. “Other than wondering exactly what choices I made in my life that led me to this exact moment?” Kieran asked.

Die Frotzeleien zwischendurch wechseln zwischen temperamentvoll, sexuellen Anspielungen und Gewalt und sind quasi immer lustig und allein Grund genug den zweiten Band zu lesen. Das Geschichte hat irgendwie bis zu einem gewissen Grad einen leichten SM touch. Cas ist regelmäßig angetan davon, wenn Pen mit scharfen Objekten hantiert und ihn oder andere bedroht oder schlimmeres anstellt.

Die Geschichte startet im ersten Band sehr langsam und musste ich mich teilweise etwas durchkämpfen, weil durchaus einige Längen vorhanden waren. Der zweite Band entschädigt aber absolut und ist sehr gut. Für mich eines der besten oder das beste Buch in diesem Jahr. Den zweiten Band zu lesen – ohne den ersten gelesen zu haben – macht aber meiner Meinung nach keinen Sinn. Es gibt zwar eine Zusammenfassung aber man kann dann vieles nicht nachvollziehen.

Es scheint noch einen weiteren Band zu geben, denn die Geschichte hört im zweiten Band mittendrin auf und es gibt sehr viele Lose Enden. Das Ende ist schon Fieß. Ich hoffe also kurzfristig auf den Nachfolger. Das ist – soweit ich mich erinnere – erste Serie, die ich in englisch gestartet habe. Meist lese ich Band 1 in deutsch, um den Hintergrund zu bekommen und wechsle dann erst zu englisch, wenn ich die Veröffentlichungen nicht abwarten kann. Ich bin aber ziemlich gut mit dem englischen Einstieg zurecht gekommen.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4,0/5 (Zwischenstand, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Sehr überzeugendes Konzept: Man geht in einem mehr oder weniger Freudenhaus einfach in ein Zimmer und spricht nicht, um nicht erkannt zu werden? Beim dann wahrscheinlich folgenden Sex ist die Chance wohl nicht besser, dass einen der Partner nicht erkennt, oder?
  • Wenn die Acendants unendlich lange leben, wofür werden dann ständig neue (hunderte) benötigt? Lt. Geschichte machen die ja scheinbar nichts sinnvolles und gehen anderen nur auf die Nerven? Wofür man dann regelmäßig hunderte braucht (offenbar jährlich) ist nicht klar.
  • Die ganzen Einschränkungen machen keinen Sinn. Penellaphe wird so komisch “erzogen”, dass sie niemals eine gute Herrscherin sein könnte (ihr fehlt Wissen und auch der Umgang mit anderen Menschen). Ihr wird aber vermittelt, dass sie später mal Herrscherin wird.
  • Dieser ganze “du darfst mit niemandem Reden”, “mit niemandem befreundet sein”, weil du die Jungfrau und auserwählt von den Göttern bist Schwachsinn, geht einem nach einer Zeit ganz schön auf die Nerven. Das ist wahrscheinlich Absicht, ändert aber nichts an der Tatsache.
  • Ernsthaft? Ich hatte ja schon vermutet, dass sie Peitschenhiebe bekommt auch wenn es überhaupt keinen Sinn macht, da sich jeder über ihr verunstaltetes Aussehen beschwert. Als wenn Peitschenhiebe keine dauerhaften Spuren hinterlassen würden, zumal später auch erwähnt wird, dass ihre Haut dabei teilweise aufplatzt. In dem Fall ist eher ein Stock, vermutlich so was wie eine Pferdegerte gemeint. Ganz nebenbei führt eine derartige Behandlung das ganze Maiden Palaver ad absurdum.
  • Die vermeintlichen Götter in der Geschichte scheinen ja ziemliche Leuchten zu sein: Sie wählen irgendwen aus, befinden ihn für geeignet und später wird derjenige dann trotzdem als wertlos eingestuft und wessen Fehler ist das? Natürlich nicht der Fehler der Götter. Spätestens an dem Punkt weiß man, an der Geschichte etwas gewaltig stinkt.
  • Nach dem ganzen Theater um die Jungfrau Thematik ist es egal, dass Penellaphe den Lord aufgeschlitzt hat und er sie möglicherweise Vergewaltigt hat? Seltsame Vorstellung einer Jungfrau.
  • Die Aussage von Hawke, dass er Penellaphe überall hin bringen würde, um sie zu schützen ist nicht wirklich viel Wert. Denn keiner weiß was Sie in der Hauptstadt wirklich erwartet. Nach allem was man am Anfang des Buches erfährt, könnte sie dort genauso gut den Göttern als Opfer dargebracht werden … (ok, das scheint sich später zu bewahrheiten)
  • Dass Hawke the Dark One ist, hätte man durchaus schon etwas eher bemerken können. Zumindest dem Leser kommt die Idee deutlich früher als Pen.
  • Wo sollen die Datumsinformationen herkommen von den ganzen Toten durch die Ascended? Die in den Tempeln hätten allesamt unbestimmte Todestage.
  • Der Part in dem Penellaphe entführt wird, weil sie den Dolch fallen lässt ist ziemlich unglaubwürdig. Die Meisten oder alle Ritter müssen zu dem Zeitpunkt schon vernichtet sein gemäß der Kampfinformationen. Sie hat alleine zwei getötet. Wie kann es dann sein, dass Lord Chainey sich trotzdem in aller Ruhe entfernen kann? Davon mal abgesehen ist es doch naiv zu glauben, dass der Lord den Jungen nicht tötet, nur weil sie die Waffe fallen lässt. Anschließend fährt der Lord und seine verbliebene Gefolgschaft in aller Ruhe mit dem Pferdewagen weg?
  • Die Geschichte mit dem Joining ist der Hammer. Penellaphe macht Cas die ganze Zeit sehr klar, dass die Heirat nur eine Zweckehe ist und sie ihn danach verlässt um frei zu sein. Als sie dann von dem Joining hört, wirft sie ihm vor, dass er nicht für die Zukunft geplant hat? Geht’s noch?
  • Es war vorher so klar was die Katapulte verschießen werden. Aber niemand bringt Katapulte mit nur um damit Köpfe zu schießen. Mehr haben sie nicht verschossen, oder?
  • Das man Alistair nicht trauen kann, sollte einem nach einer Weile klar sein. Aber weder Pen noch Cas kapieren dass? Es ist doch ziemlich wahrscheinlich, dass er für die Aktion am Ende verantwortlich ist und Beckett verdient auch nicht, dass er das überlebt. Da hat Pen schon unschuldigere getötet. Der gehört auf jeden Fall auf die Liste der zu tötenden Personen und der Anstifter für Becketts Handlungen gleich mit gleich mit. Denn vermutlich hat Becket nicht aus eigenem Antrieb gehandelt.
  • Das Cas plötzlich so vertrauensselig ist und Pen nur mit Becket losziehen lässt, wo er weiß was viele seiner Leute von ihr denken ist unglaubwürdig. So naiv ist er nicht. Er hätte wenigstens Kieran mit ihr geschickt. Zumal religiöse Fanatiker in Tempeln noch nie vertrauenswürdig waren …
  • Wieso hat Hawke Pen nicht einfach in der Red Perl entführt? Genauso wäre es später in der Bibliothek möglich gewesen? War er ihr da schon so verfallen? Denn später macht er es ja. Im Prinzip wird indirekt erwähnt, dass er in beiden Fällen einfach sehen wollte wie es mit ihr und ihm weitergeht. Aber nur dafür unschuldige zu töten? Faktisch hat er zumindest eine Wache aus dem näheren Umfeld von Pen getötet. Für die anderen Toten konnte er nicht wirklich etwas, auch wenn sie in seinem Namen getötet wurden. Das wirft ein wirklich schlechtes Licht auf seinen Charakter. In dem Fall hat er sinnlos das Leben von diversen Menschen beendet. Alle Wachen aus der späteren Begleitung hätten nicht sterben müssen. Das ist wirklich etwas was man Cas wohl kaum verzeihen könnte.

[collapse]
1 2 3 9