Belial Götterkrieg [Serie]

Belial Götterkrieg - Julia Dippel  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Julia Dippel

Teile der Serie:

  • Belial Götterkrieg – Julia Dippel (370 Seiten)
  • Teil 2 noch nicht veröffentlicht

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Ich hasste Rom. Nicht, weil es eng, laut und so vollgestopft mit Arroganz war, dass selbst ich hier nicht weiter auffiel. Nein, ich hasste es, weil es schlicht keinerlei Herausforderung bot.

Cassia hat die Fähigkeit ihre Gefühle abzuschirmen, allerdings sonst zumindest bisher keine magischen Fähigkeiten. Sie ist also weder Hexer noch Primus.

Zwei Primus (so eine Art Halbgötter from Hell bzw. Dämonen) bitten sie einen Auftrag zu übernehmen. Einer davon ist Lucius (ja, bei den Izara Lesern klingelt es nun). Weiterhin ist Ianus der Erzfeind von Belial (ja, auch den kennen die Izara Leser schon).

»In einer Welt mit vielen Gottheiten muss man teilen. Ich bevorzuge einen Glauben, dessen Furcht sich auf eine einzige Sache konzentriert.« Eine weitere Traube landete in meinem Mund. »Mich.«

Der Auftrag für Cassia lautet in Ianus Hallen nach einem Beweis zu suchen, dass Ianus Menschen seinen Willen aufzwingt. Das ist Dämonen nicht erlaubt und wenn man im dies beweisen kann, hat das harte Konsequenzen für Ianus. Da Ianus am Verschwinden von Cassias Freundin beteiligt war, ist sie sehr motiviert diese Mission anzunehmen.

Da sie aber nur als Sklavin in sein Reich kommen kann, geht sie ein sehr hohes Risiko für ihr Leben ein. Und da unplanmäßigerweise Belial auftaucht gerät Cassia zwischen die Fronten von zwei sehr mächtigen Dämonen. Wer Balial kennt, weiß aber um seine raue Schale und ja sagen wie einen anderen Kern. 😉

Manche Leute könnten definitiv davon profitieren, wenn sie nie den Mund aufmachen würden.

Die Geschichte spielt in Rom zu dessen Hochzeit. Ihr ahnt es schon – diese Buchserie ist ein offiziell ein Spin Off zur Izara Serie und spielt deutlich früher (daher ist es für mich eher ein Prequel). Einige Charaktere kennt man bereits, wenn man die Izara Serie gelesen hat.

Bel und Cas wechseln ihre Perspektiven jeweils ab, was sich in dieser Art Büchern als gute Mittel eignet, den beide verstehen den anderen öfter mal falsch oder unterstellen falsche Absichten. Das kommt durch den Wechsel recht gut zur Geltung.

Himmeldonnerwetter noch mal! Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten, robbte aber auf dem Boden herum, um eine Aufgabe zu erledigen, die ich mit einem Fingerschnippen aus der Welt schaffen konnte. Wie kam sie denn auf eine so bescheuerte Idee?

Die Autorin macht es einem nicht einfach. Bel (er ist nebenbei bemerkt der Teufel) bietet natürlich die maximal gute Vorlage für das klassische Bad Boy Klischee (gut, beim Teufel ist es vielleicht kein Klischee). Das Potenzial nutzt die Autorin aus.

Aber dann scheitern die beiden letztlich an Kommunikation und vertrauen. Das Ende des ersten Teils ist ein Cliffhanger.

Die Geschichte ist zwar sehr professionell geschrieben, aber sorry, das sehr konstruierte Ende ist mir zu platt (und ich bin da sonst schon ziemlich schmerzbefreit). Bel ist so schlau, aber wenn es darauf ankommt, stellt er sich wie der größte Idiot an. Bei Cassia verhält es sich genauso.

Fazit:

Über lange Strecken hatte ich das Gefühl, dass mich die Autorin genügend abholen kann – bisher haben mir die Bücher von ihr sehr gut gefallen – aber diese Geschichte wirkt auf mich einfach zu sehr konstruiert und zu sehr auf Verlängerung ausgelegt.

Erst sind die Charaktere so schlau und wenn es darauf ankommt, stellen sie sich beide sehr dumm an. Das wirkt nicht stimmig. Den zweiten Teil werde ich die vermutlich trotzdem lesen aber noch bin ich nicht überzeugt.

Man kann die Serie auch lesen ohne die Hauptserie zu kennen. Es ist aber witziger, wenn man Bel schon kennt.

Bewertung:

4 out of 5 stars  4/5 (ich habe lange überlegt, ob ich noch 4/5 geben kann, aber aufgrund des typisch guten Schreibstils konnte ich nicht anders, der Einfallsreichtum bei der Handlung verdient die 4 Punkte eher nicht – ansonsten ist dies ein Zwischenfazit, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Anfangs heißt es der Hexenharass ist für dämonische Sinne unsichtbar, später sieht in Bel aber und will ihn sogar holen.
  • Die Aktion von Cassia um Ianus zu Fall zu bringen ist dumm. Sie schwächt ihn nur und ist auf ewig an ihn gebunden. Das passt auch nicht zu ihrer sonstigen Verhaltensweise.
  • Bel hätte Thanatos gleich die Seele geben können und der Sache ein Ende machen. So gibt es ein weiteres Buch.
  • Klar, der Dolch ist ja so wichtig aber Bel lässt ihn liegen.

[collapse]

The Expanse [Serie]

The Expanse 1 Leviathan Erwacht - Jamey Corey  The Expanse 2 Calibans Krieg - James Corey  The Expanse 3 Abaddons Tor - Jamey Corey  The Expanse 4 Cibola Brennt - Jamey Corey The Expanse 5 Nemesis Spiele - Jamey Corey  The Expanse 6 Babylons Asche - James Corey  The Expanse 7 Persepolis erhebt sich - James Corey  The Expanse 8 Tiamats Zorn - Jamey Corey The Expanse 9 Leviathan fällt - Jamey Corey

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

James Corey

Teile der Serie:

  • The Expanse 1 – Leviathan Erwacht (672 Seiten)
  • The Expanse 2 – Calibans Krieg (672 Seiten)
  • The Expanse 3 – Abaddons Tor (640 Seiten)
  • The Expanse 4 – Cibola brennt (656 Seiten)
  • The Expanse 5 – Nemesis Spiele (608 Seiten)
  • The Expanse 6 – Babylons Asche (624 Seiten)
  • The Expanse 7 – Persepolis erhebt sich (640 Seiten)
  • The Expanse 8 – Tiamats Zorn (608 Seiten)
  • The Expanse 9 – Leviathan fällt (609 Seiten – Noch nicht erschienen)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

»Was für eine halbherzige Apokalypse veranstalten die da?«, fragte Amos. »Lassen Sie ihnen Zeit. Es ist ja ihr erster Versuch.«

Für alle, denen die Geschichte aus der Streaming-Serie noch nicht bekannt ist: Wir befinden uns in der fernen Zukunft. Die Menschheit hat sich in das Weltall ausgebreitet. Es gibt grob drei Fraktionen. Die Erde, die viel zu viele Menschen beherbergt und deren Umwelt stark geschädigt ist. Den Mars, der zwar technisch sehr gut ausgestattet ist, bei dem aber noch kein Terraforming gelungen ist und alles dazwischen, die sogenannten Gürtler, die eher einen minderwertigen Status haben aber die Drecksarbeit für Erde und Mars erledigen.

Wenn man es richtig betrachtete, waren die Menschen immer noch neugierige Affen. Sie mussten immer noch in allem, was sie fanden, mit einem Stock herumstochern, um herauszufinden, wozu es gut war.

In dieser Welt bekommt ein heruntergekommener Cop einen Auftrag, der ihn nicht mehr loslässt. Er und einige andere werden in Geschehnisse verwickelt, die alles auf den Kopf stellen und zum Krieg führen können.

Da ich kurz vor dem Buchstart alle Folgen von Expanse gesehen habe, drängt sich natürlich sofort der Vergleich zur Serie auf.

Der Schreibstil im Buch ist oft etwas anstrengend. Es kommt öfter vor, dass ich Sätze mehrfach gelesen habe, weil die Vergleiche oft nicht gewohnt oder passend sind. Somit habe ich mir öfter die Frage gestellt, was mir der Autor sagen will. Etwas Feinschliff hätte diesbezüglich geholfen. Es mag auch sein, dass die Übersetzung nicht überragend ist.

»Der Mann war fähig, bei einem Besuch Gottes und dreißig leicht bekleideter Engel, auf dem der Allmächtige verkündet, Sex sei schließlich doch eine gute Sache, den Eindruck zu erwecken, er fände das alles ein wenig deprimierend.«

Die Serienmacher kann ich nur loben. Ich finde die Serie noch einen Touch besser als das Buch. So simpel ist es aber in Summe dann doch nicht, das Buch ist an manchen Stellen auch einfach anders.

Davon ab ist die Serie aber zumindest in der ersten Staffel erstaunlich nah am Buch. Es gibt immer wieder Schlüsselszenen, die man erkennt. Es ist aber nicht so, dass sich die Serie vollständig am Buch ausrichtet. Die Änderungen sind oft subtil aber durchaus zahlreich. Ich hatte aber trotz der Menge der Änderungen selten den Eindruck, dass sie den Kern der Geschichte berühren. Gegen Ende gibt es dann schon eine Änderung, die ziemlich gravierend sein könnte.

Ich glaube sowieso nicht, dass man einen Krieg wirklich verstehen kann. Es ist ein Wahnsinn, der uns im Blut liegt. Manchmal greift er um sich, manchmal hört er von selbst wieder auf.« »Das klingt mehr nach einer Krankheit.«

An einigen Stellen ist die Anzahl der Charaktere in der Serie verringert, das heißt statt zwei Personen wurde ggf. nur eine besetzt, die dann die aber trotzdem die Handlungen von beiden erfüllt. Manchmal wurden auch Personen hinzugefügt, die im Buch als Geister aus der Vergangenheit erwähnt werden, aber in der Serie schlecht visualisierbar gewesen wären. Das macht durchaus Sinn, weil es die Erzählung deutlich vereinfacht.

In der Serie spielen die leitenden Akteure von Mars und Erde von Anfang an eine wichtige Rolle, im Buch bekommt man anfangs nur die Konsequenzen von deren Entscheidungen mit. Ein Aspekt, der im Buch ausgeprägter ist, als in der Serie ist die Frage der Ethik. Was ist richtig und was falsch? Wie viele Opfer kann oder darf man bringen um ein Ziel zu erreichen?

Witzigerweise ist der Einstieg etwas zäh (das hatte ich an der Serie bereits kritisiert), das haben Serie und Buch also gemeinsam. Die technischen Hintergründe sind oft reichlich mau durchdacht und erklärt. Diesbezüglich sollte man also eine gewisse Toleranz vorweisen.

3,5/5

Band 2:

Wenn man wirklich etwas erreichen will, ist man doch immer auf sich selbst gestellt.

Das Protomolekül wurde bewusst auf Eros ausgesetzt und hat die Menschen auf der Station in etwas anderes umgewandelt. Als Eros zerstört werden sollte ist es geflohen und Eros wurde bei einem Sturz auf die Venus vernichtet. Aber auf der Venus entsteht etwas Neues.

Fred hat eine Probe vom Protomolekül.

Nur dass sich die Beobachter vorkamen wie eine Gruppe Eidechsen, die den World Cup verfolgte. Höflich ausgedrückt wusste niemand, was er da eigentlich beobachtete.

Im zweiten Teil kann man zusammenfassend nicht mehr nur von vielen kleinen Abweichungen im Vergleich zur Serie reden. Nach meinem Gefühl verfolgt die Serie zwar den Haupthandlungsstrang des Buches und die Essenz wird vermittelt aber die Verfilmung entwickelt zunehmend einen eigenen Charakter.

Da es hier um das Buch geht, stellt sich somit die Frage was besser ist? Das lässt sich aus meiner Sicht nicht beantworten. Avasarala wirkt im Buch für meinen Geschmack deutlich anders als die Umsetzung in der Serie. In der Serie würde ich die im Buch dargestellte Variante vermutlich weniger überzeugend finden. Für eine Politikerin ist ihr Sprachgebrauch schon arg derbe.

»Oh, bitte. Sie haben für die AAP gearbeitet. Das ist keine Regierung, sondern ein Rugby-Gedränge mit einer eigenen Währung.

Bei den Handlungssträngen versucht die Serie einerseits Dinge zu versimplifizieren, baut aber manchmal auch zusätzliche Elemente ein oder ändert zeitliche Abfolgen.

Wenn sich das weiter so fortsetzt, sollten sich die Details von Buch und Serie mehr und mehr voneinander entfernen. Ich bin gespannt.

Gewöhnungsbedürftig fand ich am Beginn des zweiten Teil, dass so viele neue Charaktere hinzu kommen. Da somit ständig die Sicht wechselt, kommt man sich partiell vor wie bei dem Herr der Ringe. Da kann es durchaus mal ein paar Kapitel dauern, bis der Handlungsstrang fortgesetzt wird, der zuletzt verfolgt wurde.

4/5

Band 3:

Heldentum ist ein Etikett, das die meisten Leute für Dinge bekommen, die sie nie tun würden, wenn sie gründlich nachgedacht hätten.«

Das Protomolekül hat sich von der Venus erhoben und den Ring erschaffen. Doch was ist der Ring? Was ist der Sinn davon? Holden hat sich mit der Tochter von Mao eine sehr mächtige Feindin geschaffen, die bereits ist alles zu tun um an ihm Rache zu nehmen.

In diesem Band entfernt sich die Serie noch deutlicher von den Büchern. Am stärksten trifft das auf Drummer zu. Die gibt es in den Büchern (zumindest bis Teil 3) nicht, dafür aber mehrere Charaktere, die sie ersetzt. Auch die anderen Charaktere wie z.B. Ashford sind in den Büchern deutlich anders dargestellt, als in der Serie. Selbst Führungshierarchien sind in der Serie anders dargestellt als im Buch. Die Serienversion gefällt mir an der Stelle tatsächlich besser.

Wäre er der XO gewesen, dann hätte er den Operationsplan als empfohlene Vorgehensweise bezeichnet und nur hineingesehen, wenn er einen Anlass zum Lachen gesucht hätte.

Später weicht die Story schon so stark ab, dass man das was noch zur Serie passt sehr kurz zusammenfassen kann. Insofern war ich überrascht wie nahe die Serienmacher bei den ersten beiden Staffeln am Buch geblieben sind und fand die Umsetzung in der Serie oft sogar besser.

Im dritten Teil kann man das so pauschal nicht mehr sagen. Es werden schlicht unterschiedliche Geschichten erzählt. Die im Buch ist im dritten Teil komplexer. In der Serie beschränken sich die Macher auf weniger Charaktere.

4/5

Band 4:

»Sie meinen, ich soll den Eindruck erwecken, Sie täten etwas, während Sie sich überlegen, was Sie tun können«, erwiderte Holden. »Wie übel sieht es denn derzeit aus?«

Die Menschen haben – wie immer – nichts aus der Vergangenheit gelernt und es geht wie immer um Besitzansprüche und darum sich untereinander zu bekämpfen. Wie sich zeigt ist das aber sehr unklug auf einer Welt, in der alles feindlich und tödlich sein kann und auf der es von Alien Überresten nur so wimmelt. Dazu kommt, dass jede Hilfe mindestens Monate bis Jahre entfernt ist.

Holden und seine Crew sollen die neutralen Vermittler zwischen den verschiedenen Parteien sein.

Beinahe tat es ihm leid, dass er ihre Aufmerksamkeit wieder auf die kleine und irgendwie sehr menschliche Notwendigkeit von Gewalttaten lenken musste.

Der vierte Teil lässt sich am ehesten losgelöst einzeln lesen. Der erste bis dritte Teil hängen ziemlich eng zusammen und bilden fast eine zusammenhängende Geschichte. Im vierten Teil geht es um den ersten besiedelten Planeten, nachdem im dritten Teil die Tore zu mehr als tausend Welten geöffnet wurde.

Ich habe das Buch recht flüssig durchgelesen. Wie auch bei alle Vorgängerteilen fehlt mir etwas die Spannung. Allerdings mag es auch hier wieder daran liegen, dass ich die Serie vorher gesehen habe. Die Geschichte in der Serie richtet sich grob an der Handlung des vierten Bandes aus, in den Details gibt es viele Abweichungen. Es gibt im Buch mehr Charaktere und im Buch kommen einige auch mal ein oder zwei Bücher überhaupt nicht vor. In der Serie hat man sich diesbezüglich um deutlich mehr Kontinuität bemüht.

4/5

Band 5:

Das Wichtigste an der Zivilisation ist, dass die Leute zivilisiert bleiben. Wenn man das eine beseitigt, kann man sich auf das andere nicht mehr verlassen.«

Die Handlung dreht sich darum, dass eine extreme Fraktion der AAP einen systemweiten Angriff plant und dann auch durchführt. Da sich die Haupthandlung um die Aliens in Band 4 kein Stück weiter bewegt hat, gibt es aber eine neue Ausgangssituation. Es geht wieder um das menschliche klein, klein sich genseitig ohne Rücksicht auf Verluste zu übertrumpfen und bekämpfen. Das zieht sich bisher durch die ganze Reihe durch.

Du weißt, dass du eine wirklich interessante Frage aufgeworfen hast, wenn niemand will, dass du die Antwort findest.

Wie auch den vierten Teil, kann man Teil 5 ohne Probleme einzeln lesen. Ja im Hintergrund schwingt die Aliengeschichte noch irgendwo mit aber es ist kein roter Faden zu erkennen. Da die Crew sich in Teil 5 in alle Himmelsrichtungen verstreut, kommt es einem auch eher vor, als wenn man einzelne Geschichten liest, die irgendwo / irgendwann wieder zusammenführen.

»Alles klar, Chrissie.« »Hören Sie auf, mich so zu nennen, verdammt. Ich bin die kommissarische Generalsekretärin der Vereinten Nationen und nicht ihre Lieblingsstripperin.«

Die Terroristenstory und Motivation ist ganz schön dünn. Es wird argumentiert, dass die Gürtler nun nicht mehr gebracht werden und ihnen durch die vielen neuen Welten die Grundlage entzogen wird, weil sie dort nicht Leben können. Das Gegenteil wäre der Fall . Die ganzen Welten müssten verbunden werden und es würden Rohstoffe transportiert. Im Gegenteil könnten sie das sogar dazu nutzen zu mehr Macht zu kommen (die Einschätzung bestätigt sich auch in den Folgebänden, insofern sind teil 5 und 6 relativ sinnlos).

Der Band liest sich aber abseits der o.g. Wiederholungen des immer wieder gleichen Themas recht unterhaltsam. Das liegt daran, dass die verstreuten Besatzungsmitglieder der Rosinante eine Geschichte verbindet, die erst nicht zusammen zu hängen scheint, dann aber doch auf einen gemeinsamen Punkt hinausläuft.

4/5

Band 6:

»Ich habe dreißig Schiffe, die dafür sorgen, dass Sie eine nukleare Einäscherung bekommen, die man in vier Jahren noch auf Proxima Centauri beobachten kann. Sie wissen schon. Falls dort jemand wohnt.«

Marco hat das Sonnensystem mit seinen Angriffen auf die Erde ins Chaos gestürzt. Der Verrat von Duarte hat den Mars schwer getroffen. Ist überhaupt noch jemand in der Lage sich gegen Marcos kleine Armee zur Wehr zu setzen?

Den sechsten Teil fand ich am schwächsten. Das klein, klein der verschiedenen Fraktionen, dass sich durch die ganze Serie zieht ist ziemlich dumm. Um die Aliens geht es bestenfalls noch am Rande und offenbar haben die Autoren es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst alle Charaktere aus den vorherigen Bänden in ein Buch zu quetschen. Die Perspektiven wechseln ständig.

Über weite Teile kommt der sechste Teil relativ langweilig daher, lediglich am Ende kommt etwas Spannung auf. Die Handlung dreht sich primär darum das Chaos vom vorherigen Teil wieder zu bereinigen, soweit das möglich ist.

3,5/5

Band 7:

»Das ist der Vorzug des hohen Alters«, fuhr Avasarala fort. »Wenn man lange genug lebt, kann man zusehen, wie alles, wofür man gearbeitet hat, irrelevant wird.«

Seit dem sechsten Band sind viele Jahre Vergangen. Duarte hat die Zeit genutzt und in der selbst gewählten Welt und mit den Proben des Protomoleküls eine Militärdiktator aufgebaut, die technologisch überlegen ist. Da die Menschen in der alten Welt in den beiden Vorbänden durch Marcos Terroranschläge immense Verluste an Ressourcen erlitten haben, sind sie aber nicht in der Position und darauf vorbereitet es mit Duarte aufzunehmen. Zumal der sich für seine Flucht eine Welt ausgesucht hat, in der es eine alte Raumschiffwert der Aliens gibt und somit sind seine Schiffe technisch überlegen.

Die Vorgehensweise Ihres Reichs wirkt viel integrer, wenn Sie bestimmen, wo die Geschichtsschreibung beginnt und welche Teile nicht zählen.

Die Crew der Rosinante und ist deutlich gealtert und die Rosinante stellt mittlerweile nicht mehr das neue gefährliche Kampfschiff dar, sondern lediglich ein altes Schiff. Holden und Naomi haben genug und wollen aussteigen. Gerade als sie den Gedanken in die Tat umsetzen wollen, greift Duarte die alte Welt an.

Kaum ist der größenwahnsinnige Terrorist getötet, steht der größenwahnsinnige Diktator auf der Matte und es gibt mal wieder Krieg.

Nichts beschädigte die Moral so stark wie das Gefühl, es gebe keine Möglichkeit, etwas Herausragendes zu leisten.

Diesbezüglich ist die Expanse Serie leider ziemlich vorhersehbar. Gefühlt hat die Serie mit den ersten drei Teilen ihren Höhepunkt erreicht. Wer etwas weiter in die Zukunft schaut, stellt fest, dass sich Teil 7 – 9 um den Kampf gegen Duarte drehen. Zum Glück gewinnt die Alienhintergrundgeschichte aber wieder an Bedeutung. Die Autoren hätten aber etwas kreativer sein können bei der Grundlage, die sie sich in den ersten drei Teilen selbst aufgebaut haben.

Wie schon im letzten Teil, sind die alten Hauptdarsteller eher zu Nebendarstellern geworden. Die Hauptcharaktere in Band 7 sind Drummer und Bobbie. Aber man sollte das nicht überbewerten. Naomi, Holden und co erlebt man nun einfach eher aus Bobbies Sicht.

Was auch ganz interessant ist, dass die Crew der Rosinante nun Gürtler Taktiken anwenden muss. Sie wird plötzlich zu Guerillataktiken gezwungen. Insgesamt ist Teil 7 recht unterhaltsam uns spannend.

4/5

Band 8:

Sie hatte Zugang zu allem, was die Zensoren genehmigt hatten – ihr Vater war sehr großzügig, was ihren Zugriff auf Literatur und Filme betraf –, und sie neigte zu Geschichten über Mädchen, die allein in Schlössern, Palästen oder Tempeln lebten.

Vorab: Zum Kaufzeitpunkt war das eBook teurer als der Print. Hallo? Geht’s noch? Ein gedrucktes Buch ist zwei € günstiger als ein eBook? Das sollte man auf Prinzip schon nicht kaufen!

Duartes Sieg war beispiellos. Er hat die vereinigte Flotte von Erde und Transportgewerkschaft im Solsystem mit nur einem Kampfschiff geschlagen und nutzt nun ein paar Zerstörer um das gesamte System zu kontrollieren. Holden sitzt bei Duarte im Gefängnis. Wer weiß was er mit ihm anstellt und die Crew der Rosinante sitzt auf einer der Koloniewelten fest und ist dort gefangen.

Kriege endeten nicht, wenn eine Seite geschlagen war. Sie endeten, wenn die Feinde sich versöhnt hatten.

Der Band liest sich wieder etwas zäher und fühlt sich teilweise auch wie der klassische Zwischenband an.

Ziemlich interessant ist, dass die ganze Gruppe um Holden alt geworden ist. Es gibt wenige Buchserien, bei denen das ganze Leben der Protagonisten betrachtet wird.

Geschichten, die man in den Büchern selbst miterlebt hat, werden zu Legenden. Mit zunehmendem Alter klammert man sich mehr an Erinnerungen und trauert seiner Jugend nach und scheinbar unsterbliche Reiche erleben böse Überraschungen. Das Alienhintergrundthema schwingt in Band 8 wieder mehr mit und wird wohl im letzten Teil noch wichtiger werden.

Wie auch schon im siebten Teil muss man sich auf Verluste einstellen.

4/5

Fazit:

Wären die Menschen fähig gewesen, mit dem zufrieden zu sein, was sie hatten, dann würden sie immer noch auf Bäumen hocken und einander die Flöhe aus dem Fell klauben.

Die Buchserie ist meiner Meinung nach nicht ganz so glanzvoll wie die Streaming-Serie. Das soll nicht heißen, dass sie schlecht ist aber den Serienautoren muss man auch bescheinigen, dass sie sehr viel richtig gemacht haben. Sie haben das Maximum aus den Büchern rausgeholt (Zumindest bis Staffel 5). Die Bücher haben stellenweise schon ihre Längen. Wenn es um die Technik geht hatte ich oft den Eindruck, dass die Strategie der Autoren wie folgt lautet: Wenn du sie nicht überzeugen kannst, dann verwirre die Leser. Oft kann man diesbezüglich nur den Kopf schütteln.

»Glauben Sie, Holden führt etwas im Schilde? Sind Sie dem Mann mal begegnet? Er hat noch nie im Leben irgendetwas heimlich getan.«

Gerade am Anfang der Serie sind die Sätze und Formulierungen oft so konfus, dass man sich fragt, ob die Autoren oder der Übersetzer irgendwas durcheinander gewürfelt haben. Ich habe oft Sätze oder Passagen mehrfach gelesen.

Die Stärke der Serie ist die Alienhintergrundgeschichte, die sehr langsam erzählt wird, und gerade in Band 5 und 6 fast komplett in den Hintergrund gerät. Die zweite Stärke der Serie sind die Charaktere. Die Truppe um Holden ist immer wieder im Fluss (mal kommt jemand temporär dazu oder geht weg) aber trotz der immer neuen Charaktere (auch um die Truppe herum) bleibt die Kerngruppe gleich.

Ich bin nun gespannt wie die Serie zu Ende gebracht wird (es kommt ja nur noch eine Staffel) und auch wie die Buchserie endet.

Aber was haben die Laconier mit ihren Handlungen geweckt?

Bewertung:

4 out of 5 stars  4/5 (Zwischenfazit, ein Band kommt noch)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieso sollte Miller mehr als 24 Stunden benötigen um Julie auf Eros zu finden? Zumal vorher davon die Rede ist, dass er nur noch für 15 Minuten Sauerstoff hat? Er findet dann per Zufall immer wieder Flaschen, wenn er gerade welche benötigt.
  • Wow, Holden gibt die Probe an Fred und nicht Naomi, wie in der Serie? Da bin ich ja mal gespannt, wie sich das auf die weitere Geschichte auswirkt. Update: Wie sich später zeigt eher wenig, lediglich die Spannungen und Vorwürfe fallen weg.
  • Erst wird ständig der Totmannschalter der Bombe erwähnt und dann lässt er den Karren mit der Bombe zurück, ohne das auch nur ein Wort darüber verloren wird. Und als er dann bei Jolie ist, hat er die Bombe doch dabei.
  • Ein Techniker vom Militär bekommt es nicht auf die Reihe die passende Dekomprimierung für Videos gemäß dem Anzugmodell zu benutzen? Reichlich unglaubwürdig.
  • Bei der Sprengung des Anzugs, der mit Zombie Soße bedeckt war, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand davon infiziert wird extrem hoch gewesen.
  • Woher sollte Melba wissen, dass ihre Schwester eine der ersten Infizierten war?
  • Die Marsianer steuern den Torpedo der AAP? Mal abgesehen davon, dass das an sich schon relativ unwahrscheinlich ist, dass die Steuerung einfach mal eben so an den Feind übergeben werden kann, hätten die Marsianer nur mir der Kurzstreckenverteidigung feuern müssen und die Rosinante wäre Asche gewesen. Welchen Grund haben sie gehabt das nicht zu tun, nachdem die Rosinante angeblich einen Zerstörer vernichtet hat und in direkter Nahkampfdistanz war? Die ganze Szene liest sich absolut unrealistisch.
  • Was hätte Melba denn gemacht, wenn während ihrer Reinigungsaktion jemand an ihre Tür geklopft hätte zwecks Verabschiedung? Ansonsten ist es recht unglaubwürdig, dass auf den seltsamen Gestank niemand aufmerksam wird, der verteilt sich doch zwangsläufig über die Lüftungsanlage.
  • Die Rosinante kann einfach so fremde Raumanzüge fernsteuern? An der Sicherheit sollte man ggf. noch arbeiten.
  • Wieso kann Elvi Miller hören / sehen? Der Löst sich sonst immer sofort in Luft auf, wenn jemand anwesend ist.
  • Teil 5: Geht das nur mir so oder ist die Erklärung am Anfang reichlich dünn? Vor 16 Tagen sind Objekte extrem beschleunigt wurden (150 Sekundenkilometer), die nicht steuerbar sind und nun mit Ziellasern in gesteuert werden?! Das ganze passt rein zufällig sekundengenau und die Angreifer haben auch die Ruhe weg. Die Stellen die Ziellaser genau so auf, dass sie so gerade vorher die Ziele erfassen können (also ein paar Sekunden vorher). Zu dem Zeitpunkt hätte man bei derartigen Geschwindigkeiten selbst mit Steuerungen nichts mehr ändern können. Die Beschreibung ist vollkommen realitätsfern.
  • In Teil 5 taucht Drummer übrigens noch auf. In der Serie ist sie ein interessanter Mischmasch von drei Charakteren aus den Büchern.
  • Die Darstellung mit den Raketen, die mehrere Stunden fliegen ist realitätsfremd. Luft Luft Raketen beschleunigen teilweise auch die mehrfache Geschwindigkeit von Flugzeugen. Die können nur so klein sein, weil sie eben nicht auf Immense Reichweite, sondern auf extreme Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Das sorgt dafür, dass das Ziel schnell getroffen wird und nicht ausweichen kann. Ich wüsste nicht, warum das im Weltraum anders laufen sollte.
  • Zu fuß läuft man keine 30km an Tag durch ein Gebiet, das von einer Katastrophe heimgesucht wurde und teilweise ohne Wege, selbst wenn man gut in Form ist und gute Ausrüstung hat sind 30km am Tag schon eine Herausforderung. Mal ganz abgesehen davon, dass Peaches wohl kaum in guter Verfassung ist.
  • Wieso sollte ein Hubschrauber von einer privaten Firma Raketen abwehren können, wenn die meisten Bürger nicht mal Waffen haben?
  • Wieso können die Schiffe von der „Freien Raummarine“ bei der Verfolgung überhaupt so genau aufgespürt werden. Es sind doch angeblich Tarnschiffe, die man quasi nicht über Sensoren erkennen kann. Die Razorback ist sogar nur ein Spaßschiff (die hat keine guten Sensoren). Wie soll die eine militärische Tarnung umgehen können? Auch später sind die Schiffe plötzlich alle sichtbar.
  • Wenn Naomi mit der Gangstertruppe zu Marco geflogen ist, dürfte es sie doch kaum überraschen wie die Ausstattung des Schiffes ist, dass sie vorher schon kannte? Oder warum stellt sie plötzlich fest, dass es ein „schlechtes Geschenk war“?
  • Wie kommt man auf die Idee jemanden der quasi einem Navy Seal oder einem Marine entspricht zum Kommandeur zu ernennen? Dafür wäre Alex oder Holden aufgrund ihres Hintergrundes besser geeignet als eine Fußtruppe.
  • Die Entnahme biologischer Ressourcen aus dem Leichnam der Erde – was für ein Schwachsinn. Wovon wollen de Gürtler denn Leben, wenn die geklauten Vorräte zur Ende gehen. Die Erde wäre wohl noch immer eine der besten Quellen. Später ergibt sich die Erkenntnis dann auch bei den Gürtlern, zumindest bei einigen.
  • Die Kampfbeschreibung in Teil 6 zwischen der Rosinante und den Verfolgern liest sich sehr unrealistisch. Erst ist von rund einer Stunde für die Torpedos die Rede, gleichzeitig sind die Geschosse aber so viel schneller, dass die Schiffe kaum Zeit haben sie mit Nahkampfkanonen abzuschießen. Trotzdem sind die Gegner bei der Ankunft der Torpedos schon in einer Reichweite, dass sie schon fast Nahkampfkanonen gegen das andere Schiff einsetzen können. Auch die Beschreibung, dass man die Torpedos mit mehreren Manövern einfach mit den Schubdüsen ausschalten kann macht höchstens sinn, wenn die Torpedos nicht viel schneller als die Schiffe sind. Das passt also hinten und vorne nicht zusammen. Warum die Rosinante erst zurückschießt, wenn die anderen Torpedos schon da sind, ergibt auch keinen Sinn. Die Rosinante müsste viel größere Trefferchancen mit den Torpedos haben, da die Verfolger mit vollem Schub auf die Rosinante zufliegen. Dementsprechend haben die Gegner viel weniger Zeit die Torpedos abzuwehren (die Geschwindigkeit des Torpedos und die Anfluggeschwindigkeit der Gegner addiert sich). Weiterhin passen die beiden Kampfbeschreibungen (zwei Kapitel) nicht vollständig zusammen.
  • Wie soll ein Schiff durch einen Torpedo lediglich eine Steuerdüse verlieren? Entweder der Torpedo schlägt ein und explodiert oder nicht.
  • Aha, die Gürtler vertragen keine hohen G Kräfte aber ein dauerhafter Bremsschub von 8G ist ok?
  • Wo ist das zweite angreifend Schiff abgeblieben?
  • Das viele Schiffe gleichzeitig durch die Ringe fliegen müssen, damit sie verschwinden ergibt mit den vorherigen Informationen keinen Sinn, denn insgesamt sind es nicht viele Schiffe, die verschwunden sind. Somit wären es zwei oder drei größere Konvois gewesen und deren Abwesenheit wäre schon viel früher aufgefallen. Oder ist es nur relevant, dass mehr oder weniger gleichzeitig durch mehrere Ringe Schiffe fliegen? Warum verschwindet das Frachtschiff nicht?
  • Erst ist die Argumentation, dass die Gürtler nicht auf den neuen Welten leben können und am Ende wird behauptet, dass es die Lösung für die Gürtler ist, dass sie auf den neuen Welten Leben. Somit sind Buch 5 und 6 komplett sinnfrei.
  • Es muss keiner mehr hin und her fliegen, weil wir auf den neuen Planeten nichts brauchen aber für die Verkehrsreglung bei den Toren brauchen wir alle Gürtler? Dass ergibt keinen Sinn. Davon abgesehen würden Erde und Mars das nach dem Krieg nicht zulassen, weil die Gürtler als Belohnung die mächtigste Position bekommen. Aber das ist genau das war ich mir sofort von Anfang an gedacht habe: Natürlich wird Transportwesen zwischen den Welten gebraucht, so wie es hier verkauft wird, ergibt es aber keinen Sinn. Das war ein offensichtlicher Gedanke und von Anfang an klar. Selbst Holden argumentiert aber über weite Strecken, dass die Gürtler und Transportwesen nicht mehr benötigt werden. Das entspricht nicht seiner Intelligenz.
  • Klar, der Herr Oberdiktator lässt sich zuerst mit experimentellen Mitteln behandeln. Da kann ja auch nichts schief gehen. Nebenan im Labor kotzen sich die Infizierten die Seele aus dem Leib und sterben dann …
  • Die zweite Option hätte Holden auch vorher schon mit Drummer aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass er sich das nicht schon vorher hätte überlegen können, dass ihm die ursprüngliche Anweisung nicht gefällt.
  • Dass Hamster und Dinosaurier gleichzeitig existiert haben, ist mir neu …
  • Wieso wissen „alle“ schon bescheid, kaum nachdem die Rosinante abgehoben hat? Die Verhandlung war nicht öffentlich und die Übertragung auch nicht.
  • Klar, der Gouverneur ist zufällig Techniker und trickst ein Militärschiff aus, bei dem alle Zugänge biometrische Zugangskontrolle gesichert sind. Sehr glaubwürdig. Zumindest wurde das in den Vorgängerbänden so dargestellt. Es ergibt überhaupt keinen Sinn, warum nur die Lebenserhaltung auf einem Militärschiff so geschützt wäre. Sowohl der Maschinenraum (der ist in den Vorbänden immer als wichtigster Teil des Schiffes dargestellt worden), als auch Steuerung und Waffensysteme wären geschützt.
  • Wieso kann der Gouverneur das Luftgemisch ändern, die restlichen Mitglieder der Crew aber nicht? Sie könnten das gleiche Spiel andersrum spielen.
  • Klar, wenn man den „Sensor neu verdrahtet“ merkt man es nicht, wenn eine Tür aufgeschnitten wird …
  • Nachdem der Gouverneur Techniker ist, ist er natürlich auch noch ein besserer Kämpfer als Bobbie, das macht total Sinn!
  • Mehrere hundert Schiffe Flotte auf der neuen Welt? Wie viel von der Marsbevölkerung sind denn auf die Neue Welt umgesiedelt. Das waren doch nur ein Teil der Militärschiffe und wieso ist später die Angriffsflotte gegen die Laconier so klein?
  • Richtig, Frieden muss man natürlich immer erst mit einem Krieg einleiten, wenn es vorher schon Frieden gab. Erste Regel, immer beachten! Aus der Geschichte lernen und so.
  • Offenbar braucht man für das Fliegen von Raumschiffen kein Kapitänspatent? Ansonsten könnte Bobbie wohl kaum einfach die Rolle übernehmen.
  • Duartes Leute waren seit Jahrzehnten in ihrem eigenen System, konnten nicht durch die Tore fliegen aber wissen trotzdem bereits von allen Veränderungen wie z.B. der Transportgewerkschaft? Woher? Die Aussage, dass die Funkverbindungen durch Laconias Tor gedrungen sind, ergibt keinen Sinn, denn dann würde es auch andersrum funktionieren und man bräuchte auch keine Relaisstation. Mein Gefühl ist, dass man die Relaisstationen immer dann braucht, wenn es den Autoren gerade in den Kram passt.
  • Wie soll Sing durch einen Wiederruf der Versetzung schwach aussehen bezogen auf die Gürtler, die wissen nicht mal davon.
  • Randnotiz: Selbst wenn die Codes nicht geändert werden, ist der Anschlussraum und das Schiff beschädigt. Es muss also erst mal wieder eine Kommunikation eingerichtet werden. Insofern können eh nur alte Daten ausgewertet werden. Später sind es auch die alten Daten die helfen und nicht die neuen.
  • Wieso war der Repeater erst ewig unentdeckt und dann wird er direkt nach dem Aktivieren ausgeschaltet? Es hat sich nichts geändert. Die Gegner konnten vorher und nachher gleich gut das Gerät orten oder auch nicht. Es ist kein Schiff in der Nähe.
  • “Zappelnd wie zwei Fische im Netz” und mindestens einer von beiden ist tot? Der sollte eigentlich nicht mehr zappeln. Was ist mit dem anderen. Der ist brav und spielt mit? Davon abgesehen sind das militärische Rüstungen der neusten Generation. Die gehen von einer Explosion kaputt, die lediglich ein kleines Loch in den Rumpf der Station reißt?
  • Die schneiden einfach so den Zerstörer auf und hüpfen rein. Zwischen den Hüllen ist so viel Platz, dass man sich dort gemütlich aufhalten kann? Und es gibt keinen Alarm?
  • Tja, und mal wieder ist ein Kriegsschiff wieder nicht gegen fremden Zugriff geschützt, wenn die Autoren es brauchen können. Warum sollte das bei der Storm auch der Fall sein?! Später werden dann zwar Zugriffskontrollen erwähnt aber offenbar nur bei den nicht kritischen Systemen.
  • Es hört sich sich wenig Sinnvoll an den Waffenbestand der Gathering Storm zu prüfen, wenn man eh keinen Nachschub bekommt und somit offenbar auch noch nicht damit geschossen hat
  •  Die Kampfbeschreibung mit der Gathering Storm ergibt wenig Sinn: Zwei Torpedos werden auf die Storm abgeschossen, wenden und anschließend holt die Gathering Storm sie ein? Wie lahm sollen die Torpedos denn sein. Vorher wird von superschnellen geschossen geredet und dann kann man sie mit einem Schiff abhängen? Ziemlicher Quatsch. Das ist das gleiche Spiel, was die Autoren die ganze Serie über machen. Rahmenbedingungen werden nach Lust und Laune geändert, wie sie den Autoren gerade in den Kram passen.
  • Einen großen Frachter mit einem kleinen Enterboot verlangsamen dass nur mit “Enterhaken” verbunden ist. Was soll ich sagen, setzen 6 …
  • Toller Plan – man steht nicht auf der Mannschaftsliste und hofft bitte was? Das der Chefingenieur einen ohne Absprache als Lehrling ausgibt? Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass sie ohne Plan auffliegt?
  • Wie und warum ist die Falcon durch einen Ring geflogen, obwohl sie eigentlich rumstand? Alle anderen Schiffe wurden zerstört.
  • Bobbie fliegt 100km mal eben mit einer Motorrüstung?! Das hört sich nicht realistisch an. Das würde ewig dauern.
  • Wenn man heute schon Deep Fakes herstellen kann, die kaum noch zu unterscheiden sind, währe es mit dem Technikstand aus der Expanse Reihe wohl das kleinste Problem Duarte glaubhaft in einem Video darzustellen.
  • Anhand der Flugbahnen könnte man die Ziele auf dem Planeten vorausberechnen. D.h. es würde wohl kaum Tage dauern die Geschosse abzuwehren. Problematischer als die Flugbahn wären die Einschläge eher wegen anderen Effekten (Erdbeben usw.)
  • Wenn die Rosinante voll besetzt war, hätten die 3 zusätzlichen Leute keine Druckliegen gehabt und somit wäre eine schnelle Flucht unmöglich (von dem Hund reden wir mal nicht, auf den trifft da erst recht zu)
  • Wie sollte die Whirlwind auch in 8 Stunden bei Trejo nachfragen, ob sie die Rosinante wirklich nicht abschießen soll. Nach 3 Tagen! kommen dann ein paar Torpedos, die eh sinnlos sind, weil sie locker abgewehrt werden können. Das ergibt keinen Sinn. Sie hätten entweder so viele schicken können, dass der Rosinante die Nahkampfmunition ausgeht (das hätte man sogar ziemlich genau berechnen können) oder keine.

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Abenteuer Baltikum [Buch]

Abenteuer Baltikum Mein Lauf 2000km an der Ostseeküste - Guido Lange

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Guido Lange

Titel:

  • Abenteuer Baltikum – Mein Lauf 2.000km an der Ostseeküste (185 Seiten – Print Ausgabe lt. Amazon, ich hatte zur Rezension ein PDF Exemplar mit 148 Seiten)

Gelesenes Format:

Pdf Rezensionsexemplar

Rezension und Inhalt:

“Denn ich bin ja eigentlich Ingenieur, auch wenn ich nach fünf Jahren Studium nur acht Tage in diesem Beruf gearbeitet habe.”

In dem Buch geht es anders als zum Beispiel in meiner Langstreckenwanderung auf dem PCT nicht um das Hiken, sondern um das Laufen (ist die deutsche Sprache an der Stelle nicht herrlich ungenau, Laufen kann sowohl gehen als eben auch schneller fortbewegen im Sinne von Rennen bedeuten, letzteres ist aber eher für kurze Strecken gedacht). Der Autor hat in den letzten Jahren 22.000km zurückgelegt.

Auf dem PCT gab es sehr wenige Läufer, sondern fast nur Wanderer. Wenn dann aber ausnahmsweise mal einer vorbei kam, war ich immer ein wenig neidisch. Oft werden das einfach Leute gewesen sein, die eine kurze Etappe zurückgelegt haben aber rein logistisch hat Laufen auch Vorteile. Man hat weniger Essen / Trinken dabei und somit muss man weniger Gewicht schleppen.

“Wenn du ein Reiseziel hast, dann kann das Fernweh so richtig groß werden.”

Man hat öfter ein Bett, weil man einfach schneller voran kommt. Gerade wenn man in dünn besiedelten Gebieten unterwegs ist. Wenn man im Bett schlafen kann, braucht man auch kein Zelt und keine Matratze und der Rucksack wird wieder erheblich leichter. Aber zurück zu diesem Buch: Ich kann die Motivation für das Laufen also eher aus logistischen Gründen nachvollziehen. 😉

Im Buch geht es ganz konkret um einen 2000km langen lauf an der Ostsee entlang. Dabei ging es dem Autor nicht nur darum zu laufen, sondern auch Menschen kennenzulernen (nur zum Vergleich, er hat in 107 Tagen ca. 2000km laufend zurückgelegt), Wanderer schaffen mindestens die gleiche Distanz in der Zeit, eher mehr (beim Wandern sind selbst mit +/-1000 Höhenmetern pro Tag über 30km pro Tag drin).

“Ich hatte es getan. Erst hatte ich es beschlossen, dann geplant und dann hatte ich meine Reise begonnen. Das war eigentlich sehr einfach und doch irgendwie sensationell.”

Es ging nicht darum neue Rekorde aufzustellen. Das ist auch gut so, denn somit bleibt mehr Zeit für das Erlebnis.

Mir kam beim Lesen mir einiges bekannt vor. Die Planung eines derartigen Unterfangens, die Abstimmung mit dem Arbeitgeber usw.

Das Buch liest sich besonders anfangs flüssig weg. Da geht es um den Lauf an sich, der Teil beginnt detailliert für den ersten Teil der Strecke, der weitere Verlauf wird dann aber sehr flott abgehandelt. Nebenher geht es auch etwas um Gesundheit und Essen.

Gut gelungen sind die vielen Fotos über das ganze Buch verteilt. Das ist oft nicht so, vermutlich aus Kostengründen befinden sich die Fotos oft am Ende.

Insgesamt ist der Textteil auch aufgrund der vielen Fotos überschaubarer als in anderen Reisebüchern. Ich finde es aber so ganz gut, in ein Reisebuch gehören meiner Meinung nach auch eine Reihe Fotos und das sollten schon mehr als 10 oder 20 sein.

“Aus einem Weg wurde eine Treckerspur, dann ein einspuriger Trampelpfad, dann ein Wildwechsel und dann einfach nichts mehr.”

Nach dem ersten Teil geht der Autor auf einzelne Aspekte ein: Faszination des Laufens, gesundheitliche Auswirkungen und Dehnübungen, das Essen in den einzelnen Ländern, die verschiedenen Untergründe und Wegtypen beim Laufen. Das geht manchmal so tief, dass es weniger der Unterhaltung dient, als primär jemanden, der den Lauf selber machen möchte.

Ab der Mitte geht es dann um Menschen und Kulturen. Das ist neben dem Anfang aus meiner Sicht der interessantere Teil des Buches.

Wie sich zeigt, unterscheidet sich ein PCT Hike, die Wanderung an der Ostsee entlang oder andere Varianten davon nicht so großartig. Ein wesentlicher Unterschied bei dieser Reise ist allerdings, dass sie nicht von vielen gemacht wird, während z.B. auf dem PCT jedes Jahr tausende wandern.

Fazit:

Aufgrund der überschaubaren Dicke und der vielen Fotos habe ich das Buch als kurzweilige Reiselektüre empfunden. Das Buch bewegt sich zwischen Unterhaltung und Ideen Tipps wie man selbst so eine Reise angehen kann.

Gerade im ersten Teil legt das Buch nach der Einleitung eher den Fokus auf Planung und Tipps, der zweite Teil dient eher der Unterhaltung.

Die Aufteilung in die Kapitel finde ich gewöhnungsbedürftig. Ich fand das Buch dadurch ziemlich sprunghaft. Das liegt auch daran, dass manche Themen in mehreren Kapiteln vorkommen, manchmal angerissen, manchmal tiefer behandelt. Durch die Inhaltliche Trennung nach verschiedenen Themen ergibt sich auch nicht das Gefühl einer durchgängigen Reise. Man ist quasi am Anfang schon mal angekommen und bewegt sich dann entlang der Kapitel immer wieder sprunghaft bis zum Ziel.

Es zeigt sich wieder was eh schon klar war. Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben. Zwei bis drei Wochen Urlaub reichen dafür definitiv nicht. Um wirklich etwas zu erleben, muss man schon mehr aus seinem Alltag ausbrechen.

Das trauen sich nach wie vor die wenigsten Menschen (gut, man muss es sich auch erlauben können). Am besten macht man derartige Reisen, wenn man noch gesund ist, und in der Lage die Strapazen auf sich zu nehmen und das ist eben nicht erst im Rentenalter, weil man es dann eben oft nicht mehr will oder kann. Ich kann also jedem nur empfehlen, lest Bücher wie dieses und macht dann selbst solche Reisen. Ob nun diese oder eine andere.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wie ist denn die Ostseezeitung auf den Autor aufmerksam geworden? Ein Interview wird zumindest nicht erwähnt. Später macht es den Eindruck, als wenn der Autor in jedem Land versucht hat seine Geschichte bei Zeitungen zu platzieren. Was war die Motivation dafür?

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Wasteland [Serie]

Wasteland 1 Tag des Neubeginns - Emily Bähr  Wasteland 2 Zeit der Rebellion - Emily Bahr  Wasteland 3 Moment der Entscheidung - Emily Bähr

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Emily Bähr

Teile der Serie:

  • Wasteland 1 – Tag des Neubeginns (383 Seiten)
  • Wasteland 2 – Zeit der Rebellion (393 Seiten)
  • Wasteland 3 – Moment der Entscheidung (412 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Das klingt überraschend versöhnlich. Zumindest glaube ich, dass ich, wenn er wirklich ein Problem mit meinem Vorschlag hätte, schon längst tot wäre.

Lys lebt in einer Welt, die Endzeitfilmen wie Mad Max gleicht. Es gibt sogenannte Zombies, das sind Menschen, die von einem Virus infiziert wurden und noch noch primitiven Trieben nachgehen. D.h. sie greifen andere Menschen an und fressen sie, wenn sie können. Wenn man ihnen entkommt und angesteckt wird, dann ist die Chance selbst zum Zombie zu werden sehr hoch. Nachdem ihre Mutter vor einigen Jahren bei einem Schrottsammeleinsatz getötet wurde, hat Lys die schützende Stadt daher nicht mehr verlassen.

Der Einzige, dem ich heute Nacht wohlgesonnen bin, ist J.S., weil er einfach eine so wundervolle Konstante in meinem Leben bildet. Er ist vielleicht nur am Saufen, ungeduldig und macht ständig irgendwelchen selbstmörderischen Mist, aber wenn man das erst mal weiß, kann man sich diesbezüglich eigentlich immer auf ihn verlassen.

Nun bleibt ihr aber nichts anderes mehr übrig, da auch ihr Vater verletzt ist und die Vorräte zur Neige gehen. Als sie nach dem Sammeleinsatz zurückkehrt ist die Stadt von Zombies überrannt worden. Sie ist allein und ohne Schutz in einer sehr feindlichen Welt.

Anfangs ist die Schreibweise etwas gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind teilweise lang und verschachtelt. Das findet man in der Art in nicht oft – zumindest nicht in den Unterhaltungsbüchern, die ich lese. Nach kurzer Zeit ist das aber vorbei.

Danach überzeugt die Geschichte vor allem durch schrullige Charaktere. Die anfangs “behütete” Lys, soweit man das in der Welt sagen kann, der Säufer, der Söldner, der Kopfgeldjäger und die Spengstoffexpertin, mit rauer Schale.

Die Handlung ist spannend und am Ende geht alles den Bach runter. Cliffhanger ist schon fast eine übertriebene Bezeichnung. Ich kann also nicht empfehlen nur Band 1 zu lesen.

Band 2:

Leute, die Zeit haben, sich so viele Gedanken über ihre Sprache zu machen, nutzen sie eindeutig nicht für wichtigere Dinge.

Lys wurde bei der Sabotageaktion im Labor gefangen genommen und wird nun als politische Gefangene behandelt, was nichts anderes bedeutet als Folter (übrigens fast das ganze Buch lang). Sie weiß nicht, ob ihre ehemaligen Kameraden noch leben.

Wer sollte sie jetzt noch retten und wo ist sie überhaupt?

Der Einstieg ist interessant und sehr kreativ. Die Charaktere stellen sich am Anfang des Buches alle selber vor und einige davon sind mutmaßlich gestorben. Das ist auf jeden Fall eine sehr interessante Rückblende, die stark von etwas langatmigen Widerholen abweicht, die es oft am Anfang von Büchern gibt.

»Ich mache euch vieren ein Angebot.« Aus Erfahrung weiß ich, dass Dinge, die mit diesen Worten anfangen, nie auf etwas Gutes hinauslaufen.

Die Folter finde ich mal wieder (das scheint bei Dystopien unterdessen gängig zu sein) ziemlich heftig und das Buch disqualifiziert sich damit als Jugendbuch. Was ich bei derartigen Folterbeschreibungen auch immer etwas seltsam finde, dass die Autoren nachher so tun, als wenn solche Erlebnisse mehr oder weniger spurlos an den Charakteren vorbei geht. Ich denke, dass die meisten Menschen danach bleibende Schäden hätten, ob nun körperlich oder salisch und mehr oder weniger ein Wrack sind.

Im krassen Gegensatz zu den schon ziemlich heftigen Foltermethoden steht der Humor und die schrulligen Charaktere. Das Team erinnert mich an den Film Suicide Squad.

Im Gegensatz zum ersten Teil, der ausschließlich aus Lys Perspektive geschrieben ist, wechselt sie Perspektive im zweiten Teil öfter hin und her. Z ist geradezu ein Quell der Glückseligkeit – also nicht.

Band 3:

Wenn wir behaupten, ›seit wir Christen sind, haben wir nie mehr Unrecht getan‹, entfernen wir uns nicht nur von der Wahrheit, sondern auch von Gott.«

Lys wurde von ihrer Truppe aus der Raumstation befreit, die sie bei der Gelegenheit auch gleich gesprengt haben. Aber das eigentliche Problem – die Invasion der Welt durch die Zombies – besteht nach wie vor.

Können die Rebellen etwas gegen die mit High Tech ausgerüsteten Pangäaner ausrichten?

Die Geschichte im letzten Teil ist mir teilweise zu vorhersehbar. Das Finale ist auch sehr schnell vorbei. Da fragt man sich wieso die Vorbereitung auf diesen Kampf überhaupt so lange gedauert hat.

Normalerweise dauert es immer ein paar Tage, bis er Leute so sehr hasst, dass er offen zugibt sie umbringen zu wollen, ohne einen für die Allgemeinheit nachvollziehbaren Grund zu haben.

Davon ab gibt es mehr vom gleichen. Die Bunte Truppe ist nach wie vor witzig und verrückt. Auch im dritten Teil wechselt die Perspektive regelmäßig.

Das Ende ist recht abrupt. Wer also auf eher lange Enden steht, wird nicht bedient.

Fazit:

Gelungene Endzeitserie, die besonders durch ihre skurrilen Charaktere auffällt. Die Kommentare Sprüche und Aktionen sind immer wieder witzig.

Den letzten Teil fand ich nicht ganz so stark oder auch schlicht zu kurz.

Aus meiner Sicht ist die Serie aufgrund der Folterdarstellung nur bedingt für jugendliche geeignet.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

    • Wieso sollte Frank Calvin gehen lassen, wenn der doch angeblich sein Druckmittel ist.
    • Wie ist Z entkommen, wenn Lys neben ihm lag und wieso wurde nur Lys mitgenommen?
    • Sie sind gegen Gewalt, aber züchten Zombies und wollen damit die Welt überrennen?
    • Die Regierung stellt Leute für ihre Raumstation ein und die halten sich danach direkt bei den Rebellen auf und treten dort sogar in offenen frei zugänglichen Runden als Pokerspieler auf? Werden die Leute nicht überprüft?
    • Im zweiten Teil steht, dass der Erdkern auskühlt. Im dritten Teil wird erwähnt, dass der Kern sich aufheizt. Das sollte einem als Autor schon auffallen, spätestens aber beim Korrekturlesen.
    • Wie soll Cain Lys “lieben” nach dem was er gemacht hat. So schräg kann man doch überhaupt nicht drauf sein.
    • Wieso kommt nicht schon eher jemand auf die Idee Regan bzgl. der Probleme von Z zu befragen? Das ist doch absolut naheliegend.
    • Die Auslieferung von Lys ergibt keinerlei Sinn. Warum sollte das den Krieg stoppen? Warum sollte der Kanzler daran interessiert sein Lys in die Finger zu bekommen?
    • Eine Maschine, die perfekt sein soll, mit dem Kern eines Menschen. Das ist ein Widerspruch in sich, wenn gerade die Art wie Menschen Denken das Problem ist. Davon mal abgesehen? Was ist überhaupt perfekt? Emotionslos? Ohne Antrieb? Ohne Neid? Ohne Neugier?
    • Landesweite Vernetzung? Klar, kein Problem. Es hat Krieg gegeben, die Zivilisation ist seit Jahrhunderten ausgelöscht aber Hauptsache eine Maschine ist landesweit vernetzt. Mit was auch immer die Vernetzung erfolgen soll, wenn keine Infrastruktur mehr vorhanden ist. Hört sich zumindest toll an, auch wenn es wenig Sinn ergibt.
    • “Der Puls der Granate muss sämtliche Festplatten im Raum radikal formatiert haben” – kein Kommentar. Das beste an der Beschreibung ist, dass nach dem EMP puls “Festplatten” formatiert wurden, aber die Server normal laufen. Vielleicht sollte die Autorin recherchieren welche Effekte ein EMP hat. Bei den Festplatten wäre ggf. die Elektronik zerstört, die Daten aber noch vorhanden. Die Computer wären nach einem EMP wahrscheinlich dauerhaft zerstört, die würden definitiv nicht mehr laufen. Das ist genau der Sinn eines EMP. Festplatten löscht man mit Magnetismus. Formatieren wiederum löscht in der Regel nur das Inhaltsverzeichnis, während die Daten noch vorhanden sind. Das hat aber mit einem EMP überhaupt nichts zu tun.

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Wächter der Magie [Serie]

Wächter der Magie Der Weiße Stein Lara Lorenz  Wächter der Magie Der Blaue Stein - Lara Lorenz  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Lara Lorenz

Teile der Serie:

  • Wächter der Magie 1 – Der weiße Stein (481 Seiten)
  • Wächter der Magie 2 – Der blaue Stein (610 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Mein Taschengeld ist gut angelegt und vermehrt sich kräftig, ich habe ein Händchen für sichere und gewinnbringende Anlagen. Brüste wären mir zwar lieber, aber auf lange Sicht sollte ich mich wohl nicht beklagen.

Mel lebt bei ihren Adoptiveltern. Sie ist zynisch, etwas arrogant und intelligent. So ist so schlau und fleißig, dass sie sogar Schulklassen übersprungen hat.

Ihre Eltern eröffnen ihr, dass Sie einen neuen Job haben, bei dem sie rund um die Welt reisen werden, die beiden sind Ärzte. Mel wird vor vollendete Tatsachen gestellt.

Mel hat nur noch ein Jahr bis zu ihrem Schulabschluss und beschließt zu Ihrem Opa zu ziehen, um den Schulabschluss machen zu können.

Als ob meine einmalige Haarpracht etwas daran ändern könnte, dass mein Exfreund der größte Armleuchter im Sonnensystem ist! Ach, was sag ich, in der ganzen verdammten Galaxie! Und mich ausgetrickst hat, damit ich ihm ein paar Eier lege! Wer bin ich denn? Der Osterhase?

Aber Mel ist kein Mensch, nur weiß sie das noch nicht. Mit 16 wird ihr eine magische Welt eröffnet werden. Das passt ihr überhaupt nicht in den Kram, weil ihre Welt bisher rational war und auf Wissenschaft und Naturgesetzen basiert.

Die Grundstory ist nicht sonderlich spannend und in der Art schon 100x gelesen aber was das Buch besonders macht ist nicht die Hauptgeschichte, sondern der Humor und das World Building. Mels sarkastische, zynische Art ist ziemlich witzig. Das wird später im Buch sogar noch mal gesteigert, weil sie dann eine zweite Stimme im Kopf hat (nein, sie wird nicht verrückt). Spätestens ab da kommt man sich teilweise vor, wie bei einem alten Ehepaar aber auch mit den anderen Charakteren gibt es einiges an Konfliktpotenzial.

Gewürze? Ich habe meine Mom nie sagen hören: Mel, reichst du mir mal den Katzenurin, die Lasagne ist noch etwas fade.

Natürlich gibt es auch besondere Charaktere, die in so einer Buchserie dazugehören (ich sage nur Bart und Neun).

Der zweite Aspekt, der das Buch besonders macht ist das World Building. Die Protagonisten und magischen Wesen sind von der Art grundsätzlich bekannt, werden aber unheimlich detailliert ausgeschmückt. Die Autorin hat eine erstaunliche und scheinbar sehr bildliche Fantasie.

Was auch eher ungewöhnlich ist für heute Jugendbücher ist die weitgehende Gewaltfreiheit (ja, eine kleine Keilerei gibt es schon mal). Es stirbt niemand, es wird keiner gefoltert, schwer verletzt oder sonstiges. Leider ist die Spannung aber auch nicht auf top Niveau.

Die klassische Dreiecksbeziehung gibt es auch, die wird aber eher unkonventionell aufgelöst.

Band 2:

Ein wenig neidisch bin ich schon und im Moment ziemlich beunruhigt. Nicht, dass sie mich versehentlich vaporisiert. Ups, entschuldige, der Zauber ist schief gegangen. Ich ruf mal die Putzfrau, die macht den Aschehaufen weg. Wird schon keiner merken …

Mel ist zum Drachen geworden. Nachdem sie das halbwegs gut überstanden hat, stehen schon die nächsten Probleme ins Haus. Der nächste Drache taucht auf und obwohl sie dachte, dass die High School endlich hinter ihr liegt und sie studieren kann, soll sie den Menschen aufklären, dass er sich bald wandeln wird.

Zusätzlich taucht noch einer von den verschollenen alten Drachen auf.

Teil zwei ist etwas schwungvoller und spannender als Teil 1 und auch etwas kompakter. Auch in Teil 2 ist der Detailreichtum der Welt wieder ziemlich beeindruckend. Genauso wie der erste Teil ist auch der zweite in sich abgeschlossen.

Nachdem aber ein alter Drache aufgetaucht ist und der letzte Stein (also Drache) noch nicht aktiv ist, kann man sich schon denken in welche Richtung der dritte Teil geht.

Bei der bisherigen Schreibgeschwindigkeit muss man sich bis zum Erscheinen vermutlich noch etwas gedulden.

Teil zwei bringt noch mehr schrullige Charaktere hervor, die dafür sorgen, dass die Serie einzigartig ist.

Fazit:

Seufzend betrete ich das Wohnzimmer, in dem meine Eltern auf mich warten. Ich liebe sie, aber wir leben nicht auf dem gleichen Planeten.

Das besondere an dieser Serie ist das World Building und die unheimlich detailreiche Welt. Die Autorin benutzt die klassischen High Fantasy Völker, lässt sich aber dadurch keineswegs einschränken. Sie bricht aus den vorgegebenen Standards aus.

Weiterhin ist die Serie sehr gewaltfrei. Es gibt Kämpfe aber über zwei Bücher nicht einen Toten. Ich wüsste gerade überhaupt keine andere Fantasyserie, die so gewaltfrei ist, selbst in Narnia läuft das anders ab.

Immer noch heimelig. Wie aus dem Einrichtungskatalog für Serienkiller. Schöner Töten mit schwarzem Stein – richten Sie Ihre Horrorhöhle günstig und mit Ratenzahlung ein!

Eigentlich wäre die Serie also prädestiniert für Kinder aber die Art sarkastischer Humor, den die Hauptakteurin an den Tag legt, setzt meiner Meinung nach schon eher voraus, dass der Leser im jugendlichen Alter ist.

Die Hauptgeschichte ist relativ stark am Mainstream orientiert, sogar eine Dreiecksbeziehung ist vorhanden, die aber zum Glück etwas interessanter aufgelöst wird. Dem ersten Teil fehlte für meinen Geschmack teilweise die Spannung, im zweiten Teil geht es etwas straffer zu.

Etwas Liebesgeschichte gibt es auch aber die ist kaum erwähnenswert und so keusch, dass sie für jedes Alter geeignet ist. Mehr als mal zusammen essen und ein Kuss passiert nicht.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5 (Zwischenfazit, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

    • Olivgrünes Telefon mit Wählscheibe? Das hört sich ziemlich deutsch und nicht nach USA an. Aber vielleicht gibt es das dort auch. Sagrotan ist mir in den USA auch noch nicht begegnet.
    • Wieso warten die Wächter schon Wochen vorher auf Mel, obwohl sie nicht damit rechnen, dass sie eher auftaucht.
    • Sonderlich groß können Drachen ja nicht sein, wenn sie nur 4 Tonnen wiegen. An anderer Stelle werden sie aber als Haushoch beschrieben und reißen allein mit dem Schwanz Wände ein. Nur mal zum Vergleich: Ein Elefant wiegt schon bis zu 6 Tonnen. Ein Drache mit den beschriebenen Dimensionen würde wohl das mehrfache wiegen.
    • Die Versicherung, die einen Drachenangriff für eine Windhose hält und das bezahlt, möchte ich sehen. Andersrum: So richtig gut kann man als Versicherung wohl nicht argumentieren was es denn sonst gewesen sein könnte. Auto platt getreten, Scheune explodiert, Kuhstall mit Schwanz eingeschlagen. Mit Dinosauriern können sie ja auch schlecht argumentieren.
    • Nachwuchs muss doch auch erzogen werden? Ich dachte dafür sind Drachen und somit Wächter eh nicht zuständig.
    • Wieso sind die Wächter so unentbehrlich, wenn es vorher seit Ewigkeiten ohne ging?
    • Mit Celeste ins untere Viertel zu gehen ist sehr schlau, wenn man bedenkt wessen Beraterin die dortige Ansprechpartnerin ist.
    • Aha erst ist der Drache in Mel dafür das Haar abzugeben (für eher nutzlose Informationen) und dann muss es zurück erobert werden, weil der Drache weiß was für Zauber damit durchgeführt werden können. Und nein der Drache hat 0 Grund wütend zu sein, da der Drache Mel geraten hat die Haarsträhnen abzugeben. Die ganze Aktion ist unlogisch.

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