Don’t Love Me [Serie]

Don't Love Me - Lena Kiefer  Don't Hate Me - Lena Kiefer  Don't Leave Me - Lena Kiefer

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Lena Kiefer

Teile der Serie:

  • Don’t Love Me (432 Seiten)
  • Don’t Hate Me (432 Seiten)
  • Don’t Leave Me (433 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Eleni war gerade dreizehn geworden und damit noch in dem Alter, wo sie mich mochte und nicht für die böse große Schwester hielt, die ihr so spaßige Sachen wie Drogen nehmen oder nachts in versiffte Clubs gehen verbot.

Kenzie hat drei jüngere Schwestern um die sie sich kümmert, da ihre Mutter gestorben ist. Sie arbeitet bei ihrem Vater in der Firma und studiert nebenher. Dort werden Wohnmobile / Vans ausgerüstet. Für den Sommer hatte man ihr einen Job im Bereich Design bei einer reichen und namenhaften Familie zugesagt. Im letzten Moment zieht man aber eine andere Person vor. Somit fehlen ihr gute Voraussetzungen für die Bewerbung an der Uni in London.

Als Alternative muss sie nun nach Schottland zu einer Freundin ihrer verstorbenen Mutter, die sich dort mit Innendesign beschäftigt.

»Na, dann nutze die Zeit eben, um nicht die große Liebe zu finden. Ich schätze, nachdem du die Jungs in den letzten zwei Jahren in Scharen davongejagt hast, wird es Zeit, dass du dir mal selbst einen Korb holst«, sagte mein Vater ungerührt. »Irgendein Schotte eignet sich bestimmt dafür.«

Und wie der Zufall so will kehr Lyall nach drei Jahren zum gleichen Ort zurück, mit dem ihn eine unrühmliche Vergangenheit verbindet, die der Leser aber erst viel später erfährt.

Lena Kiefer typisch wird man direkt mitten in die Handlung geschmissen, nur damit es kurz danach an anderer Stelle weiter geht, zwei Monate vorher.

Wo die Geschichte hinläuft wird einem nach den ersten 50 Seiten schon recht klar. Lyall als Spross des Henderson Clans, der vor 3 Jahren Mist gebaut hat und sich nun rehabilitieren soll (dazu gehört keine Kontakte zu Mädchen) und Kenzie, die eben genau in einem Hotel der Familie arbeitet.

Moira merkte auf. »Ihr kennt euch?« Der Tonfall klang alarmiert. Als wäre ich trockener Alkoholiker und Kenzie eine Flasche Scotch.

Da liegt es nahe, dass er sich doch mit ihr einlässt und sie dann im Stich lässt, wenn es um sein Erbe geht. Lyall hat es dabei auch nicht einfach – in seiner Familie gelten strenge Regeln, die aber nur so lange gelten, wie man an das Geld will. Er unterwirft sich den vermeintlichen Zwängen somit bewusst.

Wer jetzt ganz viele Klischees erwartet und die klassische Bad Boy Geschichte liegt richtig. Genau das ist es. Gleichzeitig ist es auch der Versuch eine ganz klassische Love Story mit ziemlich seltsamen Rahmenbedingungen in die Moderne zu bringen (ein wenig wie Romeo und Julia viele andere Geschichten mit viel Drama).

»Schon gehört? Der-dessen-Name-nicht-genannt-wird ist wieder in der Stadt.«

Das gelingt mal besser mal schlechter. Denn der ach so starre Rahmen, dem sich Lyall vermeintlich beugen muss ist nur bedingt glaubwürdig.

Interessant macht das Buch der wirklich gute Schreibstiel von Lena Kiefer und sie baut wirklich viel Potenzial für Missverständnisse ein. Das Buch lebt fast von den Missverständnissen zwischen den Akteuren. Als Leser kommt man sich ein wenig so vor, als wenn man bei einer Schlammschlacht mit dem Popkorn daneben sitzt.

Die Geschichte bekommt aber nach und nach auf weitere Facetten und das Ende für mich dann doch nicht ganz wie erwartet. Gerade das Bild von Lyall bekommt immer wieder neue Aspekte und mal zeigen sie ein postiveres und mal ein negativeres Bild. Dem

Band 2:

»Uns ist nur eine begrenzte Zeit auf diesem Planeten gegeben, mein Freund. Ich bin bestrebt, sie sinnvoll zu nutzen.« »Wieso rufst du mich dann an?«

Da Kenzie mehr oder weniger geflüchtet ist, nachdem sie die Aufzeichnung vom Gespräch zwischen Lyall und Ada gehört hat, geht es sowohl Kenzie als auch Lyall nicht besonders gut.

Somit kommt Kenzie das Angebot von Lyalls Mutter gerade recht, bei ihrem neuen Hotel zu helfen, nachdem sie sich versichert hat, dass Lyall an dem Projekt beteiligt ist. Etwas später macht sie das gleiche mit Layall und versucht sich somit als Kupplerin.

Das Schwierige ist schön.« »Was soll das bedeuten?« »Ich habe es immer so interpretiert, dass man nicht gleich aufgeben soll, wenn es mal anstrengend wird. Meistens sind die Dinge, die wirklich kompliziert sind, auch die, aus denen das Beste werden kann.«

Puh, wie kann man mit dem Ansatz in den zweiten Teil starten. Der Schreibstil ist immer noch toll aber die Haupthandlung aus Teil 1 stagniert nahezu vollständig. Die beiden eiern nur umeinander und die Gründe von Kenzie sind nicht wirklich nachvollziehbar (glücklicherweise wird das später auch thematisiert), weil sie die Faktenlage nicht kennt. Ja, Lyalls Verhalten war mies aber sie redet auch nicht mit ihm darüber.

Glücklicherweise ist die Nebenhandlung, die als Alternativprogramm aufgebaut hat unterhaltsam aber der Band fühlt sich etwas nach Füllband zum letzten Teil an. Der Schreibstil rettet viel aber den ersten Band fand ich besser.

Band 3:

»Wow. Immer wenn ich denke, es gäbe nicht noch eine absurdere Regel in eurer Familie, kommt doch eine daher.«

Lyall wurde wegen dem angeblichen Mord an Ada festgenommen. Aber wenn man ihm glauben darf, war er es nicht. Aber warum kommt die Tatsache gerade raus, als er sich nicht mehr den Regeln seiner sehr konservativen Familie unterwirft?

Nun haben Kenzie und Lyall zwar endlich ihre Differenzen überwunden aber es besteht nun die ernste Gefahr, dass Lyall seinen Leben lang in den Knast kommt.

»Habt ihr euch gestritten?« Ich schüttelte den Kopf. »Nein. Ihm ist nur was dazwischengekommen.« Eine Verhaftung wegen Mordes, um genau zu sein.

Der dritte Teil ist ein waschechter Kriminalroman. Damit hatte ich nach den ersten beiden Teilen nicht gerechnet. In Teil 3 passiert wieder deutlich mehr als im zweiten Teil.

Ohne hier viel zu verraten – ich war zufrieden aber das Ende ist mir etwas zu kurz.

Fazit:

Einerseits war die Serie was ich erwartet habe (besonders Teil 1), vor allem im ersten Band gibt es viel Drama, aber der Wechsel von einem New Age Liebe / Hass Drama, zu einer Hotelrenovierung mit Sabotageakten und dann zu einem Krimi war dann doch ziemlich überraschend. Die Mischung hatte ich also anfangs definitiv nicht auf dem Schirm.

Insofern bin ich positiv überrascht. Der zweite Band hatte gewisse Längen aber die Autorin macht unglaublich viel mit ihrer Art zu schreiben weg. Der dritte Band ist wieder spannender aber thematisch eher ein Kriminalroman. Bei dieser Serie bekommt der Leser über die drei Bände also eine recht hohe Bandbreite an unterschiedlichen Geschichten und Genres geboten.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Alle haben kein Problem ihre Wut an Lyall auszulassen aber wenn die Hendersons wollen, dass man nicht über die Ereignisse redet, zieht das bei jungen Leuten, die nicht mal in der Region leben? Bei den Hotelangestellten ergibt die Story mehr Sinn. Die haben mehr zu verlieren.
  • Na klar, jeder macht zig Andeutungen aber die Details verrät dann doch keiner. Das ist sicher im Sinne der Hendersons …
  • Die Entscheidung von Edina ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie kann ihre Liebe nicht ausleben und verwehrt es ihrem Bruder somit auch, sie gibt ihm nicht mal die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen? Davon abgesehen hätten beide nur gerade mal 2 Wochen warten müssen, bevor sie sich wieder treffen. Das ganze Drama ist also nicht nachvollziehbar.
  • Wenn Lyall so ein schlechtes Standing bei seiner Großmutter hat, warum sollte ihm jemand glauben, wenn der Fiona beschuldigt mit dem Personal rumgemacht zu haben?
  • Wieso sollte man Aufnahmen von den Telefonaten seiner Tochter haben? Davon abgesehen – wer sagt überhaupt, dass Adas Mutter anruft und kein Handlager des Handerson Clans?
  • Erst ist alles ok was Lyall macht und dann ist er plötzlich abserviert wegen eines Telefonates das Jahre zurückliegt? Man kann nicht nachvollziehen was vorher zwischen den beiden war und somit die Situation auch nicht objektiv bewerten.
  • Kenzie regt sich nicht primär darüber auf, dass was Lyall getan hat sondern primär, dass er nicht versucht hat sich rauszuwinden? Das macht keinen Sinn.
  • Tja, von wem kann das Skizzenbuch sein, da muss man ja echt lange überlegen…
  • Ich habe sofort an Dionys gedacht, auch wenn es wenig Sinn macht dem Hotel zu schaden, in dem seine Schwester Geschäftsführerin werden soll. Aber ok, auch wenn ich die Vermutung eher als die Charaktere hatte, lag ich trotzdem falsch. 😉 Einen Haken hat die Sache allerdings. Beim Umgang mit dem Behörden und beim Übersetzen hätte Clea wohl noch mehr Schaden anrichten können, sobald man sie enttarnt hätte, wäre es eh zu spät gewesen.
  • Ernsthaft: Kenzie sieht keine Schuld bei sich? Es war doch von Anfang an offensichtlich, dass die Geschichte zwei Seiten hat. Ob sie Lyall noch glaubt, ist eine andere Frage, aber es war immer klar, dass sie nicht genug Informationen für ein Urteil über ihn hat.
  • Nachdem sich Lyall zwei Bücher Lang den Regeln untergeordnet hat, kommt plötzlich die Erkenntnis: Es geht auch ohne Familienregeln. Es dauert dann natürlich nicht mal einen Flug lang und und schon wird man wegen Mord verhaftet. Oder ist die Oma dieses mal nicht verantwortlich? Wahrscheinlich schon. Sinn würde es aber keinen machen, wenn ihr plötzlich die ganze Familie wegbricht. Im Prinzip könnten alle gehen … (das bewahrheitet sich dann ja auch)
  • Was bringt es, wenn die Familie die Unterstützung versagt, wenn jemand einen Skandal auslöst. Als publik wird, dass Lyall wegen Mordes im Knast sitzt, ist doch der Schaden eh schon da.
  • Erst wirft Kenzie Lyall vor, dass er sie belogen hat und in Band drei macht sie es gleich mehrfach hintereinander. Nette Doppelmoral.
  • Genau Finlay, weder die Familie, noch die Anwältin meldet sich by Lyall, obwohl er versucht sie zu erreichen. Da kann Lyall ja nie auf die Idee kommen, dass es publik wurde und er erledigt ist. Eigentlich kann Fin ja nichts dafür, sondern eher die Autorin.
  • Das jemand in einem Gefängnis nachts in seiner Stelle abgestochen wird, ist wohl ziemlich unrealistisch. Sowas passiert zwar nicht so selten aber dann wohl eher in Gemeinschaftsbereichen.
  • Wie will man denn prüfen, dass in einem Haus kein Handy oder keine Internetverbindung vorhanden ist? Die Auflage macht keinen Sinn, weil abseits von Lyall eh jeder außerhalb des Hauses das Internet benutzen dürfte. Und umsetzbar ist das auch nicht, weil nicht zu überwachen.
  • Für einen Topanwalt ist das was Cole macht ziemlich bescheiden und bei seinen Methoden würde er wohl recht schnell seine Anwaltslizenz verlieren …
  • Im Buch wird im Zusammenhang mit der Zeugenaussage bzgl. des Shirts von einem Beweis gesprochen. Das ist aber keiner, sondern nur ein Indiz (jemand hat morgens einen Shirt getragen, dass aussah wie das von Lyall).
  • Man sieht schön warum Indizienprozesse nicht stattfinden dürften. Ruck zuck ist der falsche im Knast.
  • Die Aussage von Cole, dass es zwei Zeugen gibt, die Lyall gesehen haben, wie er den Tatort verlässt ist falsch. Es gibt eine Zeugin, die ihn in einem Licht darstellt, als wenn er spuren verwischen wollte. Aber trotzdem würde das wohl reichen.
  • Ist ja überhaupt nicht verdächtig, dass Kenzie zufällig weniger als eine Stunde von dem Ort weg ist wo die Beweise sind, dass sie nur eine Stunde entfernt ist und Unterstützung mehr als eine Stunde entfernt ist. Ist das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Falle? Was denkt Kenzie? “Jemand will sie Ärgern oder reinlegen” – sicher, es geht ja nur um Mord. Warum Finlay nicht sofort das Satellitenbild schicken? Das wäre doch das mindeste gewesen was logisch ist.
  • Woher weiß Mac denn nach welchem GPS Modul er suchen soll, wenn er keinerlei Daten hat? Sucht er nach Loki bitte melde dich?! Das ist so typisch: Wenn man hacken kann, braucht man ja keine Informationen oder Basis dafür. Man klimpert einfach etwas auf der Tastatur rum und es geht einfach alles innerhalb von Sekunden. Das ist ungefähr so glaubwürdig wie Hollywood streifen, bei denen irgendwer wild auf der Tastatur rumhämmert und dann bei der CIA die Systeme in kürzester Zeit gehackt hat.
  • Zuerst waren die Polizisten mehr oder weniger vor dem Haus und haben gewartet (sie waren ja sofort da) und dann fährt Lyall gemütlich weg und keiner hält ihn auf?
  • Wieso sollte man den Pullover holen, der irgendwo im nirgendwo in einer Scheune liegt, wenn eh niemand den Standort kennt und einen Bezug dazu herstellen kann? Und wieso wurde das Beweisstück an Fiona übergeben? Das macht noch weniger Sinn.
  • Bei Kenzie wird gesagt es braucht einen Beweis, bei den anderen Zeugen gab es aber auch keine Beweise …
  • Wieso war an dem Messer eigentlich nur die DNS von Lyall und Ada? Beim Laufen trägt man wohl kaum Handschuhe, auf denen sich keine DNS befindet. Vor allem nicht bei einem sponanten Mord.
  • Wer ist denn so bescheuert seine Bediensteten nach einem Mord die Beweise vernichten zu lassen, anstatt es selber zu machen? Also ehrlich …

[collapse]

Leitstern [Serie]

Leitstern 1 Elaios - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 2 Skar - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 3 Keynat - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 4 Kill Switch - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon   Leitstern 5 Redux - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 6 Mui-Bay - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Cahal Armstrong, Blake O’Bannon

Teile der Serie:

  • Leitstern 1 – Elaios (293 Seiten)
  • Leitstern 2 – Skar (311 Seiten)
  • Leitstern 3 – Keynat (359 Seiten)
  • Leitstern 4 – Kill Switch (258 Seiten)
  • Leitstern 5 – Redux (276 Seiten)
  • Leitstern 6 – Mui-Bai (263 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

»Aber wenn wir immer nur Angst haben, dann sind wir schon so gut wie tot! Das Leben will gelebt und nicht aus Furcht bloß hinter sich gebracht werden.«

Den Einstieg fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Anders als in anderen Serien bekommt man hier nicht direkt alles erklärt. Man taucht direkt in einzelne Situationen im Leben von mehreren Charakteren ein.

Am Anfang weiß man nur, dass es offenbar einen Konzern / eine Regierung (Archon) gibt, die alles vollständig kontrolliert und überwacht. Für Handlungen bekommt man ggf. Credits und damit mehr Möglichkeiten. Sofern man gegen zu viele Regeln verstößt wird man mehr oder Weniger zum Sklaven der Organisation.

Mit bleichem Gesicht lauschte er den euphorischen Ausführungen über die Auswirkungen der Grafalabakterien auf unterschiedliche Spezies und warf hin und wieder eine ängstliche Frage ein. Bering schmunzelte über Tikils Humor.

Kapitän Bering ist einer derjenigen die zum Sklaven geworden sind, weil er einer anderen Person helfen wollte – entgegen der Vorgaben. Nun plant er die Flucht. Die Charaktere sind somit quasi der Bodensatz aus Sicht des Konzerns.

Jeder der Charaktere hat seine Geheimnisse vor den anderen. In einem derartigen System ist das auch nicht weiter erstaunlich. Trotzdem scheint die Gruppe eine Bestimmung zu haben.

Der erste Teil des Buches ist nicht sonderlich spannend. Als Leser muss man anfangs auch erst in die Welt finden. Später nimmt die Spannung zum Glück zu.

Der erste Band wirft viele Unstimmigkeiten / Fragen auf. Mal sehen, ob die in den Folgebänden aufgeklärt werden. Bisher habe ich die Befürchtung, dass es dabei bleibt.

Band 2:

Wenigstens blieb nicht genug Zeit, dass sein Leben sich noch einmal vor seinem inneren Auge abspielte. Er war hautnah dabei gewesen und konnte gut auf eine Wiederholung verzichten – und die besten Szenen wären ein deprimierend kurzer Zusammenschnitt.

Bering und seine Crew haben im ersten Teil eine Ruine erkundet und dabei sind einige seltsame Dinge passiert. Die neue Archäologin Draal scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen. Somit muss der Captain seine Fluchtpläne vorerst verschieben.

Aber wer ist der Unbekannte, der verhindert hat, dass Bering sein Schiff verliert?

Der zweite Teil nimmt sich etwas mehr Zeit für die Charaktere. Es werden noch mehr Handlungsfäden gesponnen und die Anzahl der offenen Enden nimmt weiter zu.

»Die anderen sind nicht bereit, Jarto möchte gerne den Weg zurückgehen statt vorwärts und viele hören auf ihn. Er versteht nicht, dass dort kein Ende wartet, nur das Warten, das niemals erfüllt werden wird.

Da man sich als Leser wie Indiana Jones im Weltraum vorkommt gelingt es den Autoren recht gut die Spannung durchgängig auf einem hohen Level zu halten.

Davon ab handelt es sich um einen Zwischenband. Im Prinzip werden viele neue Fragen aufgeworfen aber Antworten auf die Frage aus dem ersten Teil erhält man eher nicht.

Band 3:

In den ersten beiden Teilen sind sehr viele Fragen entstanden und sehr wenige beantwortet. Noch immer weiß Bering und seine Crew nicht wer der Fremde Strippenzieher ist und was es mit den Archäologischen Stätten auf sich hat.

Wer zieht die Strippen im Hintergrund und wie viele Parteien sind überhaupt beteiligt?

Sie antwortete zuerst nicht, dann, sehr leise: »Wir haben jetzt einen Platz, Mataias. Mit den anderen auf diesem Schiff. Wir haben ein Zuhause. Wir haben endlich gefunden, was wir so lange gesucht haben, meinst du nicht?« Er zögerte. Ich … ich weiß es nicht.

In diesem Teil werden die Fragen fasst alle beantwortet. Wie ich es schon befürchtet hatte leider einige recht unbefriedigend, weil die Antworten nicht nachvollziehbar oder sehr simpel und unglaubwürdig sind. Die Antagonisten halten lange Monologe in denen die bereitwillig alles haarklein erklären (das kommt einem vor, wir in einem schlechten Hollywood Streifen). Einiges davon ergibt keinen Sinn, vor allem nicht, dass sie so bereitwillig Informationen weiter geben.

Davon abgesehen werden die ersten drei Teile hier zu halbwegs geschlossenen Ende gebracht. Obwohl es weitere Teile gibt, könnte der Leser also am Ende des dritten Teils ganz gut aussteigen.

Wir müssen uns damit abfinden, dass die Natur der Wahrscheinlichkeit um uns herum arg in Mitleidenschaft gezogen wird.«

Die meisten Geheimnisse der Charaktere werden zum Ende hin aufgelöst (der Doktor beschäftigt einen als Leser in Teil 4-6).

Band 4:

Der vierte Band fängt mit einer ziemlich plumpen Zusammenfassung der drei Vorgänger an, die gut 20% des Buches füllt. Für Leute, die gerade den Vorgänger gelesen haben ist das ziemlich langweilig.

Captain Bering und seine Crew sind nun Outlaws. Gejagt von Andos und mit einem ortbaren Schiff ausgestattet und zumindest anfangs ohne Ziel.

Der vierte Band ist der der schlechteste. Es gibt so extrem viele Unstimmigkeiten, dass man sich als Leser die Frage stellt, ob die Autoren überhaupt über die Geschichte nachgedacht haben. Vermutlich wollte man eigentlich mit dem dritten Teil aufhören. So in der Art kenne ich das eher von Hollywood, wenn man sich im Vorgängerfilm (anderer Regisseur, Drehbuchautoren usw.) noch keine Gedanken darüber macht, ob es einen Nachfolger geben wird. Für mich ist Band 4 der bisher schlechteste der Serie (Wertung 3/5).

Band 5:

»Der Unfrieden war an Bord, seit Olag aus dem Leib seiner Mutter schlüpfte. Dafür kann sich niemand entschuldigen, nicht einmal Olag selbst.«

Ab dem vierten Teil liefern die Autoren am Beginn jeweils eine Zusammenfassung der vorherigen Bände. Für Leser, die gerade die Vorgänger beendet haben ist diese Variante deutlich angenehmer. Allerdings nimmt sich auch recht viel Platz der eh schon recht dünnen Bücher ein.

Während sich Teil 4 primär darum dreht, dass der Doktor dem Rest der Truppe seine Hintergründe enthüllt und die Wahrheit über den Symbionten erzählt, versucht der Dr. im fünften Teil mehr über seine Vergangenheit herauszufinden. Wie passen die bruchstückhaften Erinnerungen in das große Ganze?

Da die Serie auf viele Teile ausgelegt ist, entwickeln sich die Beziehungen zwischen den Charakteren extrem langsam. Der fünfte Teil ist aber für meinen Geschmack wieder deutlich stimmiger als der vierte. Es gibt am Ende auch einige Cliffhanger aber die werden in der Serie meist nur angedeutet.

Band 6:

Etwas polterte, dumpfe Fußtritte, die es schafften, durch ihre bloße Existenz den Eindruck von Verärgerung zu erwecken, näherten sich.

Der sechste Teil  beginnt wie auch schon Teil 5 mit einer Zusammenfassung des Vorgängers. ICh finde diese kompakte Variante recht gelungen. Dann wird der Leser zumindest nicht ewig gelangweilt mit Wiederholungen in der Geschichte.

Nachdem sich der Doktor dem Rest der Crew offenbart hat, gilt es in diesem Band seine Vergangenheit zu erforschen. Das ist recht interessant gemacht und verknüpft die Geschichte der Keynat, Keitang usw. recht gelungen.

Der sechste Band hat auch diverse Logikschwächen aber für mich waren die so gerade noch tolerierbar. Auch band 4-6 sind mehr oder weniger abgeschlossen. Das Ende lässt aber wieder genügend Offene Fäden zurück. Band 7 ist bereits angekündigt und ich habe die Vermutung, dass die Autoren noch mal mehrere Teile dran hängen.

Fazit:

»Er hat ständig mit sich selbst gesprochen«, warf Kaleni ein. »Das war wohl der Abschiedsbrief, den sein Verstand noch geschrieben hat, bevor er ihn endgültig verloren hat.«

Eigentlich handelt es sich um eine klassische Dystopie, die Serie schwankt aber öfter mal zwischen Aussichtslos bis rosige Zukunft. Diesbezüglich ist sie etwas inkonsequent.

Die Welt ist recht gut aufgebaut und die Geschichte weitgehend gut geschrieben. Die Charaktere sind interessant.

Durch das Hintergrundsetting kommt man sich oft wie bei Indiana Jones in einem Sci Fi Setting vor.

Wer allerdings eine Gewisse Grundlogik oder halbwegs stimmige Recherche und wissenschaftliche Hintergründe erwartet ist bei dieser Serie ganz schlecht aufgehoben. Mit solchen Themen haben sich die Autoren nicht aufgehalten.

Wer mag, kann zumindest bis Teil 6 quasi zwei Trilogien lesen. Teil 1-3 hängen inhaltlich eng zusammen, dann gibt es ein Ende mit dem man gut aufhören kann und dann folgt in einem Rutsch 4-6. Ich vermute, dass die Autoren das so beibehalten. Teil 7 ist zumindest in Arbeit. Vielleicht kommen noch mal 3. Warten wir es ab …

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5 (Zwischenfazit, da die Serie noch nicht beendet ist und so gerade noch , ich komme im Schnitt auf 3,75)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wie soll ich mir das Vorstellen? Auf dem Bruchstück befindet sich ein Ruinenbau (der wohl kaum klein ist mit den üblichen Statuen) und das öffnen der Tür verringert die Strukturelle Integrität um ca. 24%?!
  • Wieso kosten die Hirnscans etwas, wenn sie in keinem Log auftauchen?
  • Die Beschreibung hört sich seltsam an: Die Truppe wird von dem Rettungsschiff abgesetzt und scheint mehr oder weniger allein zu sein. Dann gehen sie in ein Gebäude und wieder raus und stehen mitten in einer lauten Menschenmenge auf einem Markt?
  • Wie praktisch beim Taschendiebstahl genau das zu erwischen was man braucht … (das Gerät zum Kontrollieren des Metat)
  • Warum wird der Monitor bei der zweiten Aktivierung der überlagernden Persona ausgeschaltet? Weil den Autoren das gerade in den Sinn kam? Später passiert es dann auch nicht wie prognostiziert. Aber welchen tieferen Sinn diese Aussage ohne jegliche Begründung hat, entzieht sich mir. Ein wenig die Spannung erhöhen?
  • Wie will die Crew glaubhaft verkaufen, dass das Monitor verschwunden ist, wenn es keine Logeinträge gibt und keine Meldung gemacht wurde?
  • Wie erklärt man dem Monitor einen plötzlichen Notfall mit einem Patienten, der nicht an Bord sein dürfte? Es wird doch vom Schiff alles mitgeschrieben.
  • Im dritten Band geht es um einen möglichen Angriff der Inaan in der Nacht aber wenn ich es aufgrund der Beschreibung richtig verstehe, befinden sie sich auf dem Raumschiff? Oder warum sind alle Räume im Landemodul?!
  • Die Aktion von Anders und Kaleni ist dumm, da offenbar genau das was sie machen ganz oben auf der Wunschliste “des obersten Heiligen” ist, wird sie damit nichts beweisen, sondern ihm in die Hände spielen. Und genau das passiert dann auch, was aber zu vorhersehbar.
  • Das Landemodul steht während dem ganzen Gerede mit dem obersten Heiligen rum, statt zu starten und warum ist der so mitteilsam? Er hat nichts davon. Keinen wundert das, obwohl vorher alle so schlau sind. Das ist absolut plump geschrieben.
  • Das Andos bei der totalen Kontrolle, die gegenüber den eigenen Leuten ausgeübt wird blind in neue Regionen mit unbekannten Gefahren vordringt ist unglaubwürdig.
  • Das macht total Sinn: Danke Kaleni, dass sie gerade die Invasion eingeleitet haben, jetzt riskieren wir alle gerne unser Leben um den Mist den sie angerichtet haben wieder zu beseitigen. Fehlt nur noch, dass ihr einer einen Orden verleiht
  • Was soll es bringen die Optik von Maynard nachzubilden, wenn man sich vor Roboter stellt? Erstens würden die jede Abweichung erkennen, zweitens war vorher von ID Chips die Rede. Es würde also nicht bringen, weil die Roboter den Schwindel sofort erkennen würden. Nun musste er nur noch die “Roids und die KI der Omega täuschen, die keinen Anlass hatten, hinter Maynards Erscheinung einen Gestaltwandler zu vermuten” – totaler Quatsch. Die Systeme würden sofort die Abweichung erkennen, vollkommen ungeachtet dafür, ob sie einen Anlass haben oder nicht. So ticken Menschen vielleicht aber Roboter und Computer nicht.
  • Wie hat Anders es geschafft die Iris von Maynard so gut zu imitieren, dass es für einen Sicherheitscheck reicht?!
  • Die technischen Hintergründe sind reichlich Fantasievoll. Reisen kann man quasi an Jeden Ort ohne Zeitverzug. Trotzdem erkunden Sonden, die sich selbst replizieren den Weltraum, den sie eigentlich schon vor Ewigkeiten erkundet haben müssten, da sie die Basis für Reisen zwischen Systemen sind. Ach und Kommunizieren kann man ohne Zeitverzug über beliebige Distanzen. Vergesst die Physik, die braucht die Serie nicht!
  • Das Ende ergibt nicht viel Sinn. Die Crew von einem Eliteschiff wurde vernichtet. Das Schiff dürfte sich Orten lassen. Weiterhin ist der oberste Heilige verschwunden und der Monitor. Die Elaios haben wurde von Archon entwendet. Also würde Andos die Elaios verfolgen. Faktisch zeigt der nächste Band auch genau das. Warum dann im Vorgänger quasi das Happy End beschrieben wird kann ich nicht nachvollziehen. Die Autoren im nächsten Band offenbar auch nicht.
  • Guter Plan gleich mal Berings Namen zu nennen, nachdem auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt wurde
  • Wieso sollte Gal-Nok davon ausgehen, dass der Klon am Treffpunkt auftaucht, wenn er eine Spionin auf Berings Schiff hat? Und die kann er mal eben mit einem kleinen Handfunkgerät irgendwo weit weg im Weltraum anfunken?
  • Die Darstellung der aktivierten Routine ist kompletter Quatsch. Alles ist voll verschlüsselt, wir kommen nicht dran aber finden und auslesen ist kein Problem. Warum löst die nicht sofort aus? 3 Einheiten Zeit, damit die Geschichte spannender wird? Abwehrmaßnahmen fußen darauf, dass man sie nicht kennt. Somit würde man auch nicht erkennen, dass man 5 Kryptoschlüssel benötigt.
  • Irgendwie lustig, dass die wichtigen Sachen immer so vertrödelt werden, damit es spannender wird. Warum auch die Signatur löschen, hat ja Zeit und wenn es gerade dramatisch wird, kommt es wieder auf die Tagesordnung.
  • Den Koffer hat Ter offenbar nicht untersucht, obwohl er das vor hatte. Warum auch. Wäre ja blöd für die Geschichte gewesen, wenn er die Verräterin vorzeitig überführt hätte.
  • Für ein paar Credits wird man wohl kaum ein Schiff voll tanken können.
  • Gahl-Nok hätte wohl kaum unauffällig den Klon ersetzen können, weil er sein Wissen nicht hat. Dazu kommt, dass es ab und an mal nett wäre den Leser irgendwie einzubeziehen.
  • Welchen Sinn hat es Sis Par nicht gleich zu töten, sondern zu fesseln aber so, dass er sich befreien kann, nackt aber mit Kleidung in der Nähe und mit Kurs auf einen Stern? Zumindest die Fesselung ist reichlich sinnlos, wenn er sich selbst befreien können soll.
  • Was hat die Entfernung mit den Fähigkeiten eines Systemreiters zu tun, nachdem Entfernung in der ganzen Serie offenbar keinerlei Rolle spielt ist es schon ziemlich bizarr, dass sie dabei plötzlich eine Rolle spielt?! Das Getexte danach hört sich auch eher an nach: §wenn man keinen Plan hat, dann redet man einfach möglichst viel wirres Zeug und dann wirkt es vielleicht glaubwürdig auf den Leser”.
  • Wenn Sis Par erst durch die Schiffsdaten weiß, dass sein Plan funktioniert (Reisegeschwindigkeit), kann er diesen Plan vorher nicht gehabt haben.
  • Erst sagt die KI, dass körperliche Gewalt nichts bringt, dann direkt danach, dass sie durch körperliche Gewalt Schäden davongetragen hat …
  • Wenn es taktisch unklug ist sich in einen Kampf zu begeben, wie kann Fesseln eine Alternative dazu sein? Machen das die Gegner ohne Kampf mit?!
  • Wie praktisch, dass die Elaios Sis Par sofort erkennt, aber Gahl Nok nicht …
  • Der neue Bereich hängt nicht am Aiken Raum. Wie kann die Elias dann hinspringen, wo doch vorher immer die Drohnen dafür benötigt werden? Und selbst wenn sie das könnte, wegen ihrer überragenden KI, wie soll die 3773 das gemacht haben mit ihrer alten Technik?
  • Die Wegbeschreibung der ersten Expedition passt nicht zur aktuellen Beschreibung und dem damit verbundenen Leichenfund.
  • Hesta wird zurückgebracht, obwohl vorher argumentiert wird, dass sie selbiges nicht können um keine unbeantwortbaren Fragen aufzuwerfen.
  • Ein neuer Netzsplitter hätte ggf. eine andere Adresse und von selbst würde dort niemand wieder landen.
  • Die “Begründung” warum Yunah allein im Landemodul zurück bleibt ist ein Musterbeispiel für unkreatives Schreiben. Es war vorher schon so klar worauf das hinausläuft.
  • Die Situation mit den Kopfgeldjägern mit der auf Skar zu vergleichen macht keinen Sinn. Yunah ist bereits gefangen und nach der Begegnung mit Tsu sind beide wahrscheinlich nicht mehr zu retten (wenn man die bisherigen Handlungen von Tsu berücksichtigt).
  • Wieso die Elaios im entscheidenden Moment nicht mehr kommuniziert bleibt unbeantwortet …
  • Es ist ziemlich leichtsinnig ohne Atemmaske die Station anzugreifen. Der Gegner müsste nur ein Betäubungsgas verwenden oder sogar ein tödliches Gas.
  • Wenn ich es richtig verstanden habe ist das Söldnerschiff damit beschäftigt der Elaios eine Falle zu stellen aber der Anführer spielt Babysitter für wehrlose Gefangene? Dann später steht das Schiff offenbar auf dem Planeten rum.
  • Mandoklaner kämpfen nur im Nahkammpf aber mit den Bordgeschützen des Schiffes haben sie kein Problem? Dazu kommt noch die Frage wie sie die auf dem Planeten abfeuern, der hat eine Krümmung. Die im Weltraum eingesetzten Waffen würden aber der Krümmung nicht folgen. Weiterhin gibt es offenbar nur einen Landeplatz. Wo steht das Schiff also? Oder haben die auch ein Landemodul und das Schiff ist im Weltraum?!
  • Ein Söldnerschiff wird von einem alten Trümmerhaufen abgeschossen und das ohne die Reaktionsfähigkeiten der Elaios? Dabei hieß es zuerst, dass das Schiff – welches die Söldner abschießt – für die Elaios keine Gefahr darstellt aber andererseits das Söldnerschiff nicht von der Elaios abgeschossen werden kann.
  • Es ist teilweise die Rede davon, dass sich das Gift automatisch aktiviert hat, dann wurde es angeblich manuell aktiviert, dann wieder automatisch. Bitte mal Korrekturlesen.
  • Warum sollte Tau Kapitän Bering die richtigen Koordinaten geben?
  • Warum hätte Yunah nicht zum Kollektiv gebracht werden können, ohne dass Archon davon etwas mitbekommt? Schließlich sind die geborgenen Stasiskammern auch dort gelandet, obwohl Omegas involviert waren.

[collapse]

Nebelsphäre Hamburg [Serie]

Nebelsphäre Hamburg 1 Die Seherin der Drachen - Johanna Benden  Nebelsphäre Hamburg Gefangen in der Prophezeiung - Johanna Benden

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Benden

Teile der Serie:

  • Nebelsphäre Hamburg 1 – Die Seherin der Drachen (378 Seiten)
  • Nebelsphäre Hamburg 2 – Gefangen in der Prophezeiung (474 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Tja, Mädel, du hast einen roten Drachen als Mitbewohner. Entweder ist die Welt größer, als du bislang gedacht hast, oder du wirst bekloppt.

Es handelt sich um zwei Bände, da die aber nahtlos ineinander übergehen und nicht besonders lang sind, trenne ich die beiden Bände hier nicht.

Die Dilogie spielt analog zur Serie Nebelsphäre Lübeck. Während man sich dort quasi mit den Helden und der Haupthandlung beschäftigt werden in der Hamburg Serie eher die Unterdogs beschrieben. Da es in den drei Serien – Nebelsphäre Kiel, Nebelsphäre Lübeck und in der hier rezensierten Hamburg Reihe jeweils um Drachen geht, kann man wohl nicht direkt von durchschnittlich sprechen aber für Drachenverhältnisse handelt es sich in diesem Buch eher um unterdurchschnittlich befähigte Drachen.

Ihr Blick schweifte in die Ferne und sie wisperte: „»Die Zukunft« gibt es nicht – bloß unendlich viele Varianten. Welche davon eintreffen wird, ist ungewiss.“

Das alleine wäre kein Problem. Wie es im Buch immer so schön heißt: Man kann versuchen aus seinen Fähigkeiten das beste rauszuholen. Leider wirkt sich das aber auch auf die Handlung aus. Die Haupthandlung spielt in der Lübeck Serie und was in den beiden Büchern der Hamburg Serie passiert, ist im Gesamtkontext eher irrelevant. Auch die Geschichte in der Hamburg Serie ist zu großen Teilen nicht wirklich spannend.

Die Handlung beschränkt sich darauf, dass Hiltja (die Seherin) Visionen hat – bzw. eher Alptraumvisionen und zweitweise aus dem gleichen Grund sehr Erfolgreich im Pokern war. Sie wollte mit dem Pokern Ihre Eltern davor bewahren, dass sie ihren Hof verlieren. Dafür hatte sie sich Geld geliehen und hängt nun in einem Teufelskreis fest.

Die Prüfung für »Unauffälliges menschliches Verhalten« hatte er vor allem deshalb bestanden, weil er weitestgehend die Klappe gehalten hatte.

Gleichzeitig trifft sie auf einen Drachen (in Menschenform). Sie weiß nicht, dass die Visionen aber nicht per Zufall kommen, sondern ein alter Zauber dafür verantwortlich ist. Der Zauber berücksichtigt den Verrat der goldenen Drachen (es gibt vier Sorten von Drachen und die Goldenen entsprechen den Politikern, Diplomaten und Intriganten) und sorgt somit dafür, dass sie im Kontakt mit anderen Drachen immer wieder Erinnerungslücken hat.

Faktisch sorgt das dafür, dass die Akteure in beiden Bänden die meiste Zeit umeinander herumeiern und Kommunikationsprobleme haben, weil der Zauber sie daran hindert “normal” zu agieren. Darum wirkt es eher wie eine Liebesbeziehung auf Kinderniveau.

Die Verbrecher haben in dem Buch etwa das Niveau von Kevin allein zu Haus oder zumindest die Handlanger. Somit muss man das ganze halbwegs humoristisch sehen können, sonst wird einem das Buch eher weniger gefallen. Man sollte also die ganze Handlung nicht zu ernst nehmen.

Fazit:

„Alexan Raureif, bist du sicher, dass deine Schuppen weiß und nicht golden sind?“ „Bin ich, Oxa!“ Er nickte würdevoll. „Ich bin einfach nur wild entschlossen, meine bescheidenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen!“

Ich dachte mir mit einem Buch von Johanna Benden und dem Hintergrund der Drachen, die auch schon in den Serien Nebelsphäre Kiel und Lübeck vorkommenden, kann ich nicht viel falsch machen. So richtig glücklich bin ich mit der Hamburg Serie aber nicht geworden.

Die beiden Bücher lesen sich ganz gut, aber spannend sind sie nicht gerade. Das liegt auch an der eher trivialen Handlung. Ich habe übrigens auf eine separaten Text für beide Bücher verzichtet. Faktisch hört Band 1 mittendrin auf (und folgt damit dem aktuellen Trend, den ich aus Autorensicht verstehe aber aus Sicht des Lesers nicht begrüße). Somit ist es aus meiner Sicht eigentlich ein Buch in zwei Teilen.

Nach meinem Geschmack würde ich zuerst die Kiel Reihe empfehlen, dann Lübeck und Hamburg muss man meiner Meinung nach nicht gelesen habe. Allerdings deuten die Bewertungen beim großen A darauf hin, dass anderen Leser die Hamburg Serie genauso gut gefallen hat, wie die beiden anderen Serien. Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das macht keinen Sinn. Sie geht all in und kann 21.000 von ihrem Geld retten? Entweder wäre mehr rausgekommen oder nichts. Das ist der Sinn von all in. Aber retten kann man damit bestenfalls das was auf dem Tisch liegt und auch nur, wenn keiner mitgeht oder man gewinnt.
  • Super Mordplan – Mit einem Kastenwagen mit Seilwinde in einem öffentlichen Park jemanden abtransportieren, den man gerade erschossen hat, während die Polizei schon auf dem Weg ist. Was kann da schon schief gehen?
  • Wieso erkennt Thor nicht sofort das Gedankenmuster von Ex, sonst kann er das doch sogar über größere Entfernungen
  • Nur, weil jemand Piets Organisation übernimmt, wenn er getötet wird, ist das doch nicht relevant für Hiltja. Die würden sich doch überhaupt nicht für sie interessieren.
  • Wie gut, dass es in der Antarktis abseits von allem Handyempfang gibt.
  • Oxa ist also genau im richtigen Moment zur Stelle, aber dass Thor enttarnt ist, bekommt sie natürlich nicht mit?
  • Schneewittchen zu fordern ohne sonstige Forderungen? Wie wirkt das denn? Zumal Piet nichts davon abhält sie später wieder zu belästigen. Einfacher wäre es doch gewesen das Video gleich in Umlauf zu bringen und sich nicht mit ihm zu treffen.
  • Die Visionen sollen die Lichtung nicht verlassen aber Alex und Oxana dürfen sowohl die Visionen sehen als sich auch entfernen (Alex).
  • Wenn Thor die Prioritätskennung gesehen hat, kann er sie doch genauso nutzen, oder?

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Federn über London [Serie]

Federn über London 1 Erwachen - Sabine Schulter  Federn über London 2 Irreführung - Sabine Schulter  Federn über London 3 Suche - Sabine Schulter

Federn über London 4 Überleben - Sabine Schulter

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Teile der Serie:

  • Federn über London 1 Erwachen (334 Seiten)
  • Federn über London 2 Irreführung (334 Seiten)
  • Federn über London 3 Suche (304 Seiten)
  • Federn über London 4 Überleben (370 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Dass sie die Eröffnung, jemanden getötet zu haben, so schockiert hatte, zeugte zudem von einem mitfühlenden Wesen, weswegen ich für den Moment das Beste denken wollte.

Clear wacht in einer seltsamen Situation auf und kann sich an nichts erinnern, nicht an ihre Vergangenheit und nicht an ihren Namen.

Wie sich kurze Zeit später herausstellt ist sie gestorben und bekommt als Engel eine zweite Chance. Es gibt verschiedene Arten von Engeln. Neben Schutzengeln gibt es auch Todesengel und Clear ist per eine von der letzteren Gruppe geworden.

Wet war wirklich ein liebes Mädchen und hatte mich daran erinnert, dass nicht alles in meinem neuen Leben schlecht war. Schließlich hatte ich ein Dach über dem Kopf, Leute, die sich um mich sorgten, und war gesund – mal von meinem Tod abgesehen.

Wie ihr euch vorstellen könnt, ist für Clear das Leben als Engel neu und als Leser geht man entsprechend auf dieselbe Reise. Sie erfährt auch warum sie kein Schutzengel, sondern ein Todesengel geworden ist.

Die Gründe dafür sind nicht ganz leicht verdaubar und auch bei den Engeln gibt es Vorbehalte. Die Schutzengel haben überwiegend keine gute Meinung von Todesengeln.

Das Buch hat nicht die klassische Schulatmosphäre wie andere Bücher dieser Art. Das liegt daran, dass die Engel zwar einen einigermaßen zeitlosen Körper um 25 Jahre haben. Gerade für Clear passiert im ersten Teil aber so viel, dass für ihre Ausbildung nicht mal Zeit ist.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen verschiedenen Engeln hin und her.

Rein logisch hat der erste Band ein paar fundamentale Schwächen aber aufgrund des typisch lockeren, spannenden und unterhaltsamen Schreibstils von Sabine Schulter kann ich darüber hinwegsehen (siehe Spoiler).

Band 2:

Clear ist erst gerade Engel geworden aber die Welt zwischen Engeln und den dunklen Wesen ist gerade kräftig durcheinandergewirbelt worden.

Die Aufträge von Schutzengeln und Todesengeln werden vertauscht was dramatische Konsequenzen für die Menschen hat und offenbar gibt es ein Wesen das Jagd auf die Todesengel macht aber warum und wer steckt dahinter?

„Wieso sind eigentlich alle so versessen darauf, mich durch die Gegend zu tragen? Leute, ich habe zwei Beine. Mit denen komme ich gut voran, ehrlich.“

Die Engel müssen in die Unterwelt um der Sache auf den Grund zu gehen.

Der erste Band hat kein Richtiges Ende, sondern die Geschichte geht hier nahtlos weiter.

Während man bei anderen Büchern dieser Art (bestes Beispiel Harry Potter) viel vom Schulalltag mitbekommt und sich die Bücher auch zu gewissen Teilen um die Ausbildung drehen geht in dieser Bruchreihe alles so schnell, dass die Ausbildung wirklich nur nebensächlich behandelt wird.

Die Schlagzahl ist recht hoch und es passiert ziemlich viel. Das sorgt für Spannung.

Band 3:

„Danke.“ „Wofür?“ „Dass du mir immer wieder einen neuen Blickwinkel eröffnest. Meine Weltansicht wäre ohne dich sehr einseitig.“ „Das wäre bei uns allen so, wenn wir uns nicht austauschen würden“

Die Direktorin wurde als Saboteurin identifiziert aber wie geht es nun weiter? Theoretisch könnte die Serie hier zu Ende sein aber das Dunkle Nichts ist weiterhin nicht unter Kontrolle und ihm wurden viele neue Möglichkeiten aufgezeigt

Weiterhin gibt es noch einige lose Enden, da man nicht weiß warum Clear so besonders ist. Erfahren wir das im dritten Teil?

Auch Teil 2 hört quasi mitten in der Geschichte auf. Somit bleibt für Teil 3 noch genügend abzuhandeln.

Der dritte Teil ist aber nicht ganz so spannend wie die beiden Vorgänger. Der dritte Teil ist noch weniger abgeschlossen als der Erste und – für meinen Geschmack – eher ein Füllband. Um das Dunkle Nichts aufzuhalten sind scheinbar diverse Gegenstände erforderlich und im dritten Band dreht es sich um die Beschaffung dieser.

Was ich auch etwas schwach finde ist, dass im dritten Teil die Vorurteile der anderen Engel bestätigt werden. Insgesamt wird die Geschichte dadurch leider vorhersehbarer.

Band 4:

Liebe ist eines der stärksten Bänder, die zwei Lebewesen zwischen sich aufbauen können. Für sie tun wir viel – selbst wenn wir andere dadurch verraten. Am liebsten wäre ich weiterhin wütend auf dich, aber wir sind Engel, Vergebung liegt uns im Blut. Also gebe ich dir noch eine Chance. Nutze sie.“

Im letzten Teil geht es primär darum das dunkle Nichts wieder einzufangen. Da erzählt die Autorin zwar in ihrer üblichen Schreibweise, daher liest sich das Buch recht gut aber abseits von der Haupthandlung in einem Satz passiert im letzten Teil nichts dramatisches mehr.

Insofern hätte es der Geschichte meiner Meinung nach gut getan, wenn sie einen Band kürzer gewesen wäre. Gerade Teil 3 und 4 hätten ganz gut zusammen gepasst. Das Ende ist auch halbwegs vorhersehbar.

Es bleiben auch noch ein paar Fragen offen aber wer positive Enden mag, wird mit dem Buch weitgehend befriedigt.

Fazit:

Jemand, der sich schwach fühlt und vor jeder Herausforderung zurückschreckt, immer wieder versichert, wie hilflos er sei, wird auch von anderen als schwach gesehen. Doch niemand ist das von Natur aus. Derjenige macht sich nur dazu, indem er es sich einredet.

Mir ist der Einstieg in die Serie sehr gut gelungen, aufgrund der schulartigen Umgebung kamen bei mir Erinnerungen an Harry Potter auf. Allerdings spielt die Ausbildung eine eher untergeordnete Rolle.

Die Schlagzahl ist so hoch, dass sehr viel in relativ kurzer Zeit passiert. Somit kommt keine Langeweile auf. Wer sich auf die Welt von Engeln und der Unterwelt einlassen kann wird gut unterhalten, allerdings sollte man wohl entweder nicht zu Gläubig sein oder offen für Neues. Es werden einige religiöse Themen etwas anders gehandhabt als man das bei der Kirche / Religionen gewohnt ist.

Gerade die letzten beiden Teile hätten ganz gut zusammen gepasst. Streckenweise zieht sich die Handlung ziemlich. Wer mag, kann aber auch nach dem zweiten Teil mit einem recht schlüssigen Ende aufhören.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4,0/5 (ganz knappe vier, eigentlich 3,75 im Zweifel für die Buchserie. 😉 )

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wenn es kein oder kaum neue Seelen gibt, wie kann es dann sein, dass die Menschheit immer weiter wächst? Zusätzlich ernähren sich die Phais sogar von Seelen. Somit müsste es immer weniger Seelen geben, weil diese angeblich unwiederbringlich verloren sind.
  • Wenn bei einem Autounfall schon alle Todesengel von London gebraucht werden, was passiert dann bei großen Unfällen oder Krieg? Dann würden die meisten Seelen verloren gehen.
  • Allein die beiden vorherigen Punkte machen die Geschichte, dass jede Seele ach so wichtig ist ziemlich unglaubwürdig.
  • Faktisch ist die Aussage von dem Buch, dass Himmel oder Hölle reine Glückssache ist. Es liegt nicht an einem selbst, sondern nur daran wer einen nach dem Tod abholt oder auffrisst …
  • Interessanter Ansatz: Gott gibt es an nicht aber Engel.
  • Für die Bevölkerungsgröße von London haben die Engel recht wenig zu tun
  • Brauchen die Menschen Nachts keine Schutzengel? Oder haben die einfach Pech, wenn nachts etwas passiert, wenn die Engel da alle im Bett liegen?
  • Die Aussage einmaliger Fehler im System ist unglaubwürdig. In welchem System denn? An Punkt A wird der Auftrag korrekt abgesendet. An Punkt B kommen zwei komplett unterschiedliche Aufträge für zwei Personen an. Welches System dazwischen sein soll, wird überhaupt nicht erklärt. Wie sich dann später zeigt, besteht das “System” offenbar ausschließlich aus der Weitergabe durch die Direktorin. Es war also von Anfang an offensichtlich wo das Problem liegt, es wollte nur niemand sehen.
  • Zerus flitzt frei in der Unterwelt rum? Das ist ja wirklich unauffällig, wenn er die Engel nicht mal begleitend dürfte.
  • Wieso kennt sich Daimion so gut in der Unterwelt aus, wo er doch vorher Engel war?
  • Dass die Direktorin die eigentliche Strippenzieherin ist, liegt doch nahe. Sie hat die Macht und die Möglichkeiten. Allerdings macht es wenig Sinn eine so gute Truppe auf Erkundungstour zu schicken und sich selbst das Grab zu schaufeln.
  • Wo die Seelenknappheit herkommt, ist mir nach den ersten beiden Teilen nicht klar.
  • Das Dunkle Nichts findet in hunderten von Jahren keine Geheimgänge in der Unterwelt aber die Direktorin ist dort unten unterwegs und fällt nicht mal auf, obwohl sie ein sehr mächtiger Engel ist?
  • Die Engel haben in der Himmelsstadt einen Handymast der mit unserem Netz verbunden ist? Ansonsten wäre das mit dem Anrufen etwas schwierig.
  • Wie kommt man beim Wichtigsten Ort von London auf den Buckinham Palace? Untergehen würde überhaupt nichts, wenn es den nicht geben würde.
  • Nach der Beeinflussung von Claire in Kombination mit dem vermeindtlich unkontrollierbaren dunklen Nichts sollte man ggf. mal hinterfragen, ob das Zusammensetzen der Szepters wirklich eine gute Idee ist. Die Engel gehen natürlich einfach weiter nach Schema vor.
  • Google Maps hilft in einer Steinhöhle unter der Themse leider überhaupt nicht, weil die Positionsbestimmung mangels Signal nicht möglich ist.
  • Die “möglichen Verluste” bei Benutzung des Stabes ignoriert Lance komplett. Er kann also ggf. davon ausgehen, dass die handelnden Akteure bei der Verwendung sterben werden.
  • Sonst sind die Engel immer um Ausgleich bemüht, aber wenn die Zeit einer Stadt abgelaufen ist (was ich für ziemlichen Quatsch halte) aber plötzlich nicht mehr? Warum?
  • Wenn Clear nur einen begrenzten Energievorrat hat, der sich nicht mehr auffüllt ist es doch dumm sich darüber zu ärgern, dass sie nicht bei Etwas dabei war, dass auch ohne Sie ging. Im Gegenteil könnte es doch sogar sein, dass ihre Energie nur für den einen Zweck reicht, für den sie gedacht ist.
  • Wieso hat das dunkle Nichts die Geheimgänge nicht selbst gefunden, wenn es ewig im 9. Ring ist?
  • Das Ende ist mir etwas zu vorhersehbar und dafür soll die mächtige Träne vorgesehen gewesen sein?
  • Erst war das Verschließen der Geheimgänge so wichtig und dann wird immens viel Zeit in der Nähe des dunklen Nichts vertrödelt.
  • Warum Zerus immer an Clears Seite war, wird mir nicht klar. Ab und an war er zwar ziemlich hilfreich aber Entscheidend war er gerade gegen Ende nicht.

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Die Botschafter [Serie]

Die Botschafter Band 1 Andreas Kroll  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Andreas Kroll

Teile der Serie:

  • Die Botschafter Band 1 (386 Seiten)
  • Teil 2 noch nicht veröffentlicht

Gelesenes Format:

eBook (mir stand ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung)

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Die Echsen haben in der letzten Zeit mehrfach angegriffen und die drei Rassen suchen Unterstützung und erhoffen diese bei den Riesen zu erhalten. Daher werden die Botschafter, ein Mensch, ein Zwerg und eine Albin (quasi Elfe) werden zu den Riesen geschickt.

Die erste Hälfte beinhaltet die Reise zu den Riesen und die kleineren Abenteuer, die auf die drei Gefährten warten. Anfangs haben alle drei diverse Vorurteile gegenüber den anderen Völkern, raffen sich dann aber auf der Reise zusammen und werden schon fast Freunde.

Die Erzählperspektive wechselt dementsprechend immer wieder zwischen den Charakteren hin und her.

So richtig mitgenommen hat mich die Geschichte nicht. Das mag daran liegen, dass viele Ereignisse keine aktive Erzählung sind, sondern bereits geschehen sind oder nur im Nachhinein berichtet werden. D.h. die Charaktere berichten aktiv darüber aber manchmal eben nur im Rückblick als eine Art Zusammenfassung.

Ich habe zu keinem Charakter eine Bindung gefühlt und selbst wenn einer gestorben wäre, hätte es mich wohl nicht berührt.

Während es im ersten Teil primär um die Bedrohung durch die Echsen geht, zielt die zweite Hälfte des Buches mehr auf Ränkespiele bei den Menschen ab. Es werden somit zwei Fronten aufgebaut.

Im letzten Teil wird das Buch spannender. Ich hätte mir schon etwas früher mehr Spannung erhofft. Für den zweiten Teil hoffe ich diesbezüglich also auf etwas größere Spannungsbögen entlang des Weges.

Fazit:

Das Buch ist klassische High Fantasy mit Menschen, Zwergen, Alben (Elfen oder Elben), Nachtmahren, Riesen usw.

Der Schreibstil ist für meinen Geschmack nicht so modern wie bei anderen Büchern und fühlt sich für mich etwas sperriger an. Weiterhin gibt es keine großen Spannungsbögen. Bei der Reise zu den Riesen passieren zwar viele kleinere Dinge aber nichts wirklich dramatisches.

Die Welt ist gut aufgebaut aber manchmal hätte ich durchaus mehr Lesemotivation und mehr Spannung gebrauchen können.

Das Ende hat mich positiv überrascht. Viele Autoren hätten aus dem vorhandenen Plot schon drei Teil gemacht. Ich habe also aktuell keine Ahnung wie die Serie weitergeht. Das finde ich positiv.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5 (Zwischenfazit, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Offenbar gibt es eine große Bedrohung, da die Echsen bereits angegriffen haben. Die Botschafter, die zur Rettung beitragen sollen werden – zumindest bei dem Menschen – per freiwilliger Meldung und ohne jegliche Erfahrung als Botschafter ausgewählt?
  • Die Rassen sind nicht mal 20 Reisetage voneinander entfernt und haben sich zum Teil seid 160 Jahren nicht mehr getroffen?
  • Der Zwerg ist Anfangs ein grandioser Botschafter: Erst mal bei der ersten Rast mit beiden Begleitern einen Streit vom Zaun brechen für Dinge, die teilweise vor deren Geburt passiert sind.
  • Der Bruderkrieg lag nur 150 Sonnen zurück? Das wäre nach menschlichen Maßstäben schon eine extrem lange Zeit und wohl kaum ein Grund noch irgendwie nachtragend zu sein. Siehe die deutsche Geschichte.
  • Einen Turm von dem man mehrere hundert Meilen weit sehen kann, gibt es nicht mal in der Moderne, das funktioniert schon aufgrund der Erdkrümmung nicht. In einem Fantasyreich geht das also auch nicht.
  • Die Echsenmenschen werden in dem großen Kampf in der Höhle anfangs nicht angegriffen und nicht beobachtet? Warum nicht?
  • Der Aberglaube mag zwar zu eine menschlichen Welt passen, aber in Fantasywelten finde ich es eher erfrischend, wenn dort nicht die gleichen Fehler gemacht werden, wie in unserer Welt. Fantasy hat ja gerade den Vorteil, dass sie sich nicht zu sehr an unserer Welt orientieren muss.
  • Erst hat man keine wasserfeste Farbe, dann aber doch? Der Trupp ist doch schon Ewigkeiten unterwegs und mitten im Echsengebiet, darum kann man nicht einfach etwas Neues beschaffen. Wie geht das also?
  • Realistisch wirkt die Relation nicht: Der König zieht mit 10.000 Soldaten los. Die angeblich stark geschwächten Nordmächte bringen mal eben 30.000 Soldaten + Belagerungswaffen auf, obwohl sie stark geschwächt von den Echsenangriffen sind. Wenn selbst nach der Angriffe der Echsen noch eine derartige Armee möglich ist, kann dem König das nicht entgangen sein, sonst wäre er nicht über längere Zeit König gewesen.
  • Die Zwergen laufen zu einem menschlichen Feind über? Was können sie da wohl erwarten außer zu sterben?
  • Ob man mit einer Baumstämme als Speere verschießenden Maschine weiter kommt als mit einem Bogen? Ich habe Zweifel.

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