Scythe [Serie]

 Scythe Hüter des Todes - Neal Shusterman Scythe Zorn der Gerechten - Neal Shusterman

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Nein

Autor(in):

Neal Shusterman

Teile der Serie:

  • Scythe 1 – Die Hüter des Todes (528 Seiten)
  • Scythe 2 – Der Zorn der Gerechten (544 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Die Menschen glauben, was sie glauben wollen«, sagte Rowan mit einer Autorität, die Citra verriet, dass er die Wahrheit des Satzes am eigenen Leib erfahren hatte.

In einer Welt in der Menschen beliebig alt werden und Krankheiten keine Bedrohung sind bedarf es den Scythe, um die Anzahl der Menschen zu limitieren. Die Scythe haben die Aufgabe Menschen zum Wohle aller zu töten.

Rowan und Citra zeigen Gewissen und Mut, daher wählt sie Scythe als Lehrlinge aus. Beide sind sich nicht sicher, ob sie wirklich zu einem Scythe werden wollen.

In jeder Nachlese steckte eine Lektion, und die heutige war eine, die sie nicht so bald vergessen würde. Die Heiligkeit des Gesetzes … und die Weisheit zu wissen, wann es gebrochen werden musste.

Die Scythe stehen in einer angeblich perfekten Welt, die von einer künstlichen Intelligenz gelenkt wird, über dem Gesetz.

Die politischen Ränkespiele finden nun nur noch bei dem Scythe statt, sind dort aber umso fataler. Machtmissbrauch, Korruption stellen bei einem Teil der Scythe die Tagesordnung dar.

Buch 2:

Im zweiten Teil ist Citra ein Scythe. Der Scythe Rat hatte eigentlich vorgesehen, dass Citra den abgewiesenen Anwärter (Rowan) tötet. Das hat did aber mit einem Trick umgangen. Rowan muss somit im Untergrund weiterleben und mit seiner Hinrichtung rechnen, sobald er entdeckt wird.

»Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel, meine Liebe«, sagte sie. »Manchmal aber schon. Weisheit bedeutet, den Unterschied zu kennen.«

Im zweiten Buch geht es noch viel mehr um politische Ränkespiele. Angeblich tote sind  plötzlich wieder lebendig (mit sehr weit hergeholten Begründungen).

Ansonsten ist die Geschichte etwas Abwechslungsreicher als im ersten Teil.

Fazit:

Ich kann die Lobgesänge aus vielen Blogs zu dem Autor und der Scythe Serie nicht so ganz nachvollziehen. Ich finde die Geschichte gut aber nicht besonders herausragend. Die Idee der Überbevölkerung aufzugreifen ist interessant aber ansonsten ist die Serie nicht herausragend.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5 (vorläufig, die Serie ist nicht vollständig)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das System der „Nachlese“ ist nicht logisch. Einige Menschen leben 4 Lebensspannen, andere werden am Ende ihrer Schulausbildung nachgelesen. Irgendwelche Statistiken zu bedienen, wie früher zu einem willkürlichen Zeitpunkt die Todesraten waren macht wenig Sinn.
  • Wie können Jungscythe an den Massenhinrichtungen Teilnehmen, wenn sie für jedes Opfer eine Genehmigung benötigen?
  • Die Arbeitsweise des Thundhead ist nicht logisch. Eine Suchoption nach Ort und Zeitpunkt wäre genauso verfügbar wie über die inhaltliche Verknüpfung
  • Das Konstrukt, dass Navigationsdaten alle 60 Minuten abgelegt werden Imitat unglaubwürdig in einer von einer zentralen Intelligenz gesteuerten Welt. Selbst mit heutiger Technik könnte man ein Auto von dem man einen in etwa Standtort kennt relativ schnell aufspüren, wenn einem z.B. Hubschrauber zur Verfügung stehen.
  • Heute ist es bereits üblich, dass an jeder Ecke Kameras hängen. An einem Bahnhof in der Zukunft wird es nicht anders sein. Zumal später erwähnt wird, dass sogar Privathäuser von innen überwacht werden. Citras Flucht ist also sehr unwahrscheinlich.
  • Die Publicars können angeblich ohne Netzverbindung nicht fahren aber wenn Scythe einsteigen geht es doch?
  • Der Thunderhead benutzt den Ausspruch “Gott sei dank”. Das würde eine künstliche Intelligenz wohl kaum machen. Es wäre sogar ziemlich fatal, wenn eine KI glaubt (dabei ist es wohl relativ egal an welchen Gott und welche Religion die Basis ist).
  • Ich wage zu bezweifeln, dass es das Problem der hohen Geburtenraten in der dargestellten Gesellschaft geben würde.

[collapse]

Pro und Contra [Buch]

Pro und Contra Mein Licht in deiner Dunkelheit - Sabine Schulter

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Titel:

Pro und Contra – Mein Licht in deiner Dunkelheit (344 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Denk nicht an das, was sein könnte, Summer. Das Was-wäre-wenn lässt dich nur unbeweglich verharren. Stattdessen fokussiere dich lieber auf das Jetzt. Was willst du in diesem Moment? Und wenn du das weißt, handle danach.«

Kayden und Summer leben in einer Welt in denen es der Menschheit nicht mehr gelingt künstlich Strom zu erzeugen. Stattdessen werden ab und zu Pros und Contras geboren.

Die Pros können Strom erzeugen, die Contras können ihn nutzbar machen. Sobald die Regierung von der Existenz von entsprechenden Individuen erfährt werden diese zum Wohle aller quasi in die Sklaverei gezwungen und ihrer Freiheit beraubt (Wer hat sich eigentlich den schnulzigen Zweittitel einfallen lassen? Mit der Geschichte hat der nichts zu tun).

Die Grundgeschichte finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen. Plötzlich können die Menschen technisch keinen Strom mehr herstellen aber oh Wunder es gibt wenige Auserwählte, die so viel Strom erzeugen können, dass es in Summe zur Versorgung von Städten reicht.

Das Buch ist abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptcharaktere geschrieben.

Fazit:

»Es wird immer jemanden geben, der andere unterdrücken will. Aber es wird auch immer jemand da sein, der sich das nicht gefallen lässt. Und aus diesen Reibungspunkten entstehen Kämpfe. So ist der Kreislauf des Lebens.«

Ohne Details zu verraten ist mir die Geschichte etwas zu vorhersehbar. Das hat man in der Art schon diverse Male gelesen.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, wie auch schon bei den anderen Büchern von ihr. Wenn man also andere Bücher von Sabine Schulter mag, fühlt man sich in diesem auch direkt wohl.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Die überbaute Zone ergibt keinen Sinn, wenn sie nicht offiziell genutzt wird
  • Der Raum in dem sich Kayden und Summer aufhalten ist nicht geschützt gegen die Fähigkeiten der beiden, obwohl es ein Gefängnis sein soll?
  • Die Aktion in die dunkle Stadt zu gegenüber der Regierung in die Hände zu laufen ist dumm
  • Wenn Julie wichtige Bereiche wie die Sprengsätze zugänglich waren, hätte man die wohl überprüft
  • Die Argumentation warum Summer und Kayden zurück in den Tower müssen ist Quatsch. Den Code könnten sie weitergeben (der wäre eh geändert worden), den Weg jemand anderen erklären.
  • Wieso soll das Glas nach einigen Tagen bei einem Regierungsgebäude nicht repariert sein können? Zumal simples Glas die Angreifer wohl kaum aufhält.

[collapse]

Naliri Saga [Serie]

Naliri Saga 1 Wie Regen in der Wüste - Kira Gembri und Lena König Naliri Saga 2 Wie das Leuchten des Meeres - Kira Gembri und Lena König Naliri Saga 3 Wie Blut im Sand - Kira Gembri und Lena König

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Kira Gembri und Lena König

Teile der Serie:

  • Naliri Saga 1 – Wie Regen in der Wüste (290 Seiten)
  • Naliri Saga 2 – Wie das Leuchten des Meeres (318 Seiten)
  • Naliri Saga 3 – Wie Blut im Sand (397 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

„Sind nicht blind“, antwortete Sorrea augenrollend. „Du siehst aus wie Schale von Kürbis mit brennende Span darin. Strahlend und hohl.“

Liria ist Anwärterin im Tempel und soll in ihre nächste Ausbildungsstufe gelangen.
An genau dem Tag, an dem die Zeremonie stattfindet überfällt eine Gruppe von Männern von einem Wüstenvolk ihre Stadt und der Anführer nimmt sie als Kriegsbeute mit.
Liria ist recht behütet aufgewachsen und anfangs in ihrer neuen Welt ziemlich hilflos. Sie verhält sich somit relativ naiv und erfüllt die klassische Frauenrollen, die man in einer derartigen Welt erwartet (nicht frech zu Männern sein, Männer sind Krieger, Frauen die Drecksarbeit). Das passt zwar zu dem Hintergrund, hat mir aber nicht so gut gefallen.

sobald Fleisch unter freiem Himmel zubereitet wurde, verwandelte sich offenbar jeder Mann in einen ehrgeizigen Koch.

Das es ein Entführungsopfers und der Entführer Gefühle füreinander entwickeln, soll ja schon öfter vorgekommen sein, so richtig glaubwürdig wirkt es anfangs aber nicht auf mich. Das geht einfach deutlich zu schnell, nachdem Thrakon immerhin diverse Leute umgebracht hat, die Liria kannte.
Im zweiten Teil des Buches gibt es viele Sexszenen, die mich nicht so angesprochen haben.
Wie das erste Buch endet ist dem Leser leider auch ziemlich früh klar. Wer an der mit dem Wolf tanzt oder der Der letzte Samurai denkt liegt ziemlich richtig.
Buch 2:

„Liria“, sagte sie immer noch leise, sah mich dabei aber fest an. „Du wirst morgen als Teil eines Ganzen aufwachen. Ob du auf dem Weg dorthin zehnmal gestolpert und fünfmal dem Clanführer auf den Fuß getreten bist, macht gar keinen Unterschied.“

Nachdem das Wüstenvolk von Soldaten aus Lirias Heimat angegriffen wurden,sieht die Lage Hoffnungslos aus.
Liria ist mehr oder weniger eine Gefangene und Thrakon Sklave oder sogar tot. Das weiß man am Anfang nicht so genau.
Auch den zweiten Teil fand ich nicht sonderlich spektakulär aber die Geschichte ist weniger vorhersehbar als im Ersten. Liria entwickelt sich deutlich weiter.
Buch 3:

„Es stimmt, dass Nadira und ich uns ähnlich sind“, sagte er rau. „Aber was soll ich mit noch mehr Dunkelheit in der Nacht?

Nachdem Thrakon und Liria realisieren, dass sich nichts ändern wird so lange sie nichts gegen die Myoler unternehmen schmieden sie ein Bündnis.
Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch diesen mögen. Die Erzählweise in dieser ganzen Buchserie ist ruhiger als in anderen Jugendbüchern. Da es auch keinerlei übernatürlicher Elemente gibt (keine Magie, Monster oder sonstiges) entfällt auch das Worldbuilding auch weitgehend und es dreht sich über die Gesamtlänge nur um die Geschichte bzw. Liebesbeziehung.

Fazit:

In diesem Augenblick wurde mir klar, was es bedeutete, Mutter zu sein. Ich war glücklicher, als ich es je für möglich gehalten hätte – und gleichzeitig sorgte ich mich so sehr wie niemals zuvor.

Für mich war diese Serie einfach zu gewöhnlich. Im Prinzip lässt sich die komplette Handlung des Serie auf weniger als einer Seite zusammenfassen. Auch wenn das nun von meiner Seite sehr vorurteilsbehaftet ist aber für mich scheint die Serie sehr mit dem Fokus auf die Zielgruppe junge Mädchen geschrieben zu sein.
Der anfangs rüde Kerl, der aber einen weichen Kern hat und den großen Beschützer gibt. Dazu passen dann auch die diversen Sexszenen, die mich weniger angesprochen haben (derartige Szenen habe ich schon besser gelesen).
Insofern kann ich die recht hohen Bewertungen bei Amazon nicht nachvollziehen aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das die Myoler bei Thokorim warten ist doch logisch, wie kann man denen dort so unbedarft in die Falle rennen?
  • Es ist unglaubwürdig, dass die Clanführer ohne Strategie vor die Tore des Feindes ziehen

[collapse]

 

Izara [Serie]

Izara Das Ewige Feuer - Julia Dippel Izara Stille Wasser - Julia Dippel Izara Sturmluft - Julia Dippel

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Julia Dippel

Teile der Serie:

  • Izara – Das ewige Feuer –  (544 Seiten)
  • Izara – Stille Wasser –  (528 Seiten)
  • Izara – Sturmluft (448 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Ich kannte beide zwar noch nicht sehr lange, aber mir war klar, dass der kleine, lila Mann und der große, böse Dämon nicht sonderlich kompatibel waren.

Aris Leben wir kurz nach Beginn des Buches komplett auf den Kopf gestellt. Ein sehr attraktiver Dämon versucht sie wegen ihres vermeintlichen Vaters umzubringen, was ihm aber misslingt.

Danach geht es turbulent weiter. Mir hat der erste Teil sehr gut gefallen, auch wenn hier nur Zutaten wie in Harry Potter oder Matrix neu gemischt werden. Das allerdings auf sehr hohem Niveau.

Lucian ist einerseits Bad Boy, oft aber auch das Gegenteil davon. Evtl. passen in

seinem Fall menschliche Maßstäbe auch nicht.

Buch 2:

»Ich hab sowieso langsam das Gefühl, dass man dir auf den Fersen bleiben sollte, wenn man das wirklich spannende Zeugs nicht verpassen will.«

Nachdem Izara herausgefunden hat wer ihr Vater ist und was seine Ziele sind, konnte sie sich zumindest vorerst retten.

Trotz des Teilerfolges ist Izara Leben durch die nicht erlaubte Beziehung mit Lucian bedroht aber auch von anderen Seiten droht Gefahr.

Der zweite Teil geht genauso turbulent weiter wie der erste.

Bel (der Teufel) ist als Charakter wirklich sehr unterhaltsam. Auch der Chronist ist klasse.

Das Ende des zweiten Teils ist aber ein ganz böser Cliffhanger.

Buch 3:

„Wenn das nicht meine beiden Lieblings-Brachion sind! Wiedervereint in inniger Gewalttätigkeit.“

Nachdem es kurz vor Schluss von Teil 2 so aussieht als würde sich für Ari alles zum Guten wenden ist Lucian plötzlich verschwunden und auch sein Verbindungszeichen auf Ari.

Auch der Rat, Ramadan und Elias sind verschwunden.

Ari unterdrückt ihre Emotionen und will Rache für Lucians vermeintlichen Tod nehmen.

Die Geschichte entwickelt sich dann aber ganz anders, als der Anfang es suggeriert (ok, das hat man als Leser längst erwartet).

Der dritte Teil gefällt mir nicht ganz so gut wie die ersten zwei. Das Schema bei Liebesbeziehungen ist immer gleich. Entweder dauert es ewig bis das Paar zusammen findet, externe Mächte oder Umstände sprechen gegen die Beziehung, irgendwas treibt die Liebenden auseinander oder es kommen Holzhammermethoden wie Gedächtnisverlust zum Einsatz, um die Spannung hoch zu halten.

Die hier gewählte Variante finde ich nicht gut.

Davon abgesehen liest sich der dritte Teil genauso gut wie die ersten beiden und endet mit einem bösen Cliffhanger.

Fazit:

»Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, aber deine Gefährtin ist noch verrückter als du«, meinte er und klopfte seinem kleinen Bruder auf die Schulter. »Halt sie fest und lass sie nie wieder gehen.«

Die Serie ist bisher toll. Es werden diverse bekannte Zutaten gut gemischt. Die Serie bietet somit nichts wirklich Neues, mischt aber bekannte Elemente ziemlich gut.

Ein bisschen Matrix, ein wenig Harry Potter usw.

Bewertung:

5 out of 5 stars 5/5 (vorläufig, die Serie ist nicht vollständig)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Was verhindert, dass Ari Lucius gedanklich warnt?
  • Erst heißt es die Seele kann nur auf einen Primus gegen, wenn die Person es will und dann übernimmt Thanatos die Kontrolle über Ari und zwingt sie dazu
  • Wieso funktioniert die Verbindung (Thanatos erleidet Schaden, den auch Ari erleidet) nur einseitig

[collapse]

H.O.M.E. [Serie]

H.O.M.E. Das Erwachen - Eva Siegmund  H.O.M.E. Die Mission - Eva Siegmund

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Eva Siegmund

Teile der Serie:

  • H.O.M.E. – Das Erwachen (448 Seiten)
  • H.O.M.E. – Die Mission (448 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Natürlich war es gefährlich, sein Herz im Gesicht oder auf der Zunge zu tragen, aber in diesem Augenblick fragte ich mich, ob es wirklich so viel besser war, es zu verstecken und zu verleugnen. Wenn man es zu oft zum Schweigen brachte, hörte es vielleicht irgendwann auf zu sprechen, dachte ich.

Die Hauptcharakterin Zoë befindet sich in einer Akademie und wird ihr ganzes Leben lang auf eine Mission vorbereitet, bis sie kurz vor Beginn der ominösen Mission in einer ganz anderen Realität erwacht, in der sie 12 Jahre verschwunden war.

Angeblich lag sie im Koma. Die Bruchstücke fügen sich aber nicht zusammen. Was ist real und was nicht?

Was ist wirklich passiert und welche Akteure stecken dahinter?

Wie bei vielen Jugendbüchern ist die Geschichte etwas naiv. Von Anfang an passen viele Dinge nicht zusammen aber die meisten Charaktere hinterfragen dies nicht.

Der Grundplot erinnert an “Matrix” – dem Leser wird das sehr schnell klar. Die Akteure benötigen deutlich länger für diese Erkenntnis, was aber nachvollziehbar ist.

Buch 2:

»Eigentlich« ist ein hässliches Wort. Es steht für all das, was wir uns vorgenommen, aber nicht geschafft haben. Dafür, wie es sein sollte, aber nicht war.

Zoë weiß nun, dass der größte Teil ihres Lebens nur in einer Computersimulation stattgefunden hat. Sie weiß wer dafür verantwortlich ist und kann doch nicht verhindern, dass sie zu einer Mission gezwungen wird, um den Reichen der Welt ein angenehmeres Leben zu ermöglichen.

Die obligatorische Liebesgeschichte ist auch hier vorhanden und spiegelt sich in einer Dreiecksbeziehung wieder.

Interessant ist die Gruppendynamik und die Gedanken zu erleben. Es stellt sich schnell heraus, dass es alle andere als einfach ist die Mission zu leiten.

Die Logik bleibt in zweiten Teil leider ab und an auf der Strecke.

Fazit:

Zwar war mir mittlerweile klar, dass diese kaputte, wasserlose Welt mit all ihren schlechten Menschen und Gefahren die echte Welt war, während sich Jonah in der falschen befand …

Aus meiner Sicht hätte man noch mehr aus der Serie holen können. Der Grundplot ist sehr interessant. Die Auflösung am Ende auch recht stimmig.

 

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):
[collapse]
  • Wenn die Wände Ohren haben, dann wurden die Gefährlichen Sachen (Ort und Zeit des geplanten Gespräches und zu erwartender Inhalt) bei der Unterredung mit dem Professor bereits gesagt. Somit hätte er auch problemlos mehr erzählen können.
  • Nachdem sowohl Kip als auch Zoës Familie verschwunden ist, da ist es ziemlich naheliegend, dass die Falle beim Professor lauert. Wobei man Zoë auch in der Wohnung ihrer Eltern schon hätte schnappen können. So gibt man ihr die Möglichkeit zur Flucht, die sie nicht nutzt.
  • Zoë ist der Meinung, dass man sie lebend braucht, ergibt sich aber bei der Bedrohung mit einer Waffe. Warum?
  • Die Basis der Geschichte ist nicht ganz logisch. Wenn alte Menschen den neuen Planeten aufgrund der Flugzeit eh nicht erreichen können, hätten sie wohl kaum so viel Geld ausgegeben. Später ist von drei Jahren die Rede, in denen man aber aufgrund von einer Reisegeschwindigkeit annähernd der Lichtgeschwindigkeit weniger altert. Das passt nicht so ganz zusammen.
  • Das Bestrafungsmodell ist unlogisch. Wenn Crewmitglieder getötet werden, dann scheitert die Mission. Somit ist töten als Strafe ein ungeeignetes Mittel.
  • Der Planet ist voller Leben und das größte Gewässer ist knapp über 250m lang? Davon mal abgesehen wie groß soll denn das Schiff sein, wenn in die Mensa schon 500 Leute passen, ein Riesenlager, die Cryokammern, Krankenstation, diverse Quartiere, Brücke, Gefängniszellen usw. vorhanden sind?
  • In dem Minisee sind Riesenkrokodile zu Hause, die viel Größer als die auf der Erde sind?
  • Das Jonah das Logbuch mit dem neuen Wissen über H.O.M.E. fortführt ist nicht so schlau. Nach der Auflösung hätte Zoë den Inhalt übrigens eh nicht gekannt und somit auch nicht der Leser.
  • Wieso muss man zum Sendemast laufen um zu Kommunizieren? Das Schiff sollte Kontakt haben. Sonst würde PIPER auch nicht funktionieren.
  • Wenn der Flug in nahezu Lichtgeschwindigkeit 3 Jahre dauert, wie lang ist die Laufzeit des Funksignals? Sicher nicht ein paar Stunden. Davon abgesehen würde jede Nachricht so lange benötigen. Wirkliche Kommunikation wäre also unmöglich
  • Das PIPER Programm könnte aufgrund der Kommunikationslaufzeiten nicht von der Erde gesteuert werden
  • Ein Bunker ist i.d.R. so gebaut, dass die kritischen Systeme wie die Luftversorgung redundant sind
  • Das Verhalten der  Nachtaffen in der Hütte (erste Begegnung) passt nicht zu ihrem hohen Intelligenzlevel.

 

 

Ein Käfig aus Rache und Blut [Serie]

Ein Käfig aus Rache und Blut - Laura Labas  Ein Thron aus Knochen und Schatten - Laura Labas  Eine Krone aus Herz und Asche - Laura Labas

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Nein

Autor(in):

Laura Labas

Teile der Serie:

  • Ein Käfig aus Rache und Blut (320 Seiten)
  • Ein Thron aus Knochen und Schatten (480 Seiten)
  • Eine Krone aus Herz und Asche (420 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Es hilft uns nicht, wenn du versuchst, uns zu provozieren«, tadelte mich Ascia. »Offensichtlich wirkt es aber. Seine Frustrationstoleranz ist ziemlich niedrig, wenn du mich fragst.« Der Witz gab mir die Sicherheit und Kraft, die ich für eine Weile vermisst hatte.

Dämonen konnten die menschliche Welt durch ein Tor betreten. Da sie ihre eigene Welt in Kriegen nahezu zerstört haben, nutzen die Dämonen die Chance nur zu gerne. Das Tor wird nach einer Weile wieder geschlossen und somit sind die Dämonen in unserer Welt gefangen und die Nachschubwege sind abgeschnitten.

Es herrscht das Recht des Stärkeren. Menschen sind in den Städten Sklaven von Dämonen und in anderen Regionen Freiwild. In dieser Welt wächst Alison auf. Ihre Familie wurde vor ihren Augen von Dämonen hingerichtet, weil sie gerade Lust dazu hatten.

Ich war, gelinde gesagt, sprachlos. Noch nie hatte ich erlebt, dass Gareth nachgab. Hatte der Fremde was gegen ihn in der Hand? Was auch immer es war, ich wollte es auch haben.

Nach diesem Ereignis kümmert sich eine bekannte um sie und bildet sie zur Jägerin aus. Ihr einziges Lebensziel ist ab nun Rache. So viele Dämonen töten, wie möglich und die Dämonen finden, die Ihre Familie ausgelöscht haben.

In Ihrem Körper birgt sie einen Schlüssel, den sie vor dem Tod ihrer Ausbilderin bekommen hat. Der Schlüssel verleiht Alison zusätzliche Stärke, könnte aber dafür benutzt werden das Tor zur Dämonenwelt wieder zu öffnen.

»Meinst du das ernst?« Gareth war hinter mich getreten und sah mich im Spiegel an. »Nein.« Ich verdrehte die Augen. »Das ist mein Versuch von Sarkasmus.« »Versuch? Seit wann brauchst du einen Versuch? Du könntest Unterricht geben«, schnaubte er. »Haha.«

Alison wird von Dämonen aufgegriffen aber anders als sie erwartet hat nicht getötet. Offenbar gibt es nicht nur böse Dämonen, sondern auch Grauzonen aber kann sie wirklich einem Dämonen vertrauen?

Der Grundplot hat durchaus Parallelen zu anderen Jugendbüchern. Die im Buch beschriebene Welt ist dystopisch und jeder muss um sein Überleben kämpfen. Das Hauptmotiv und der einzige Lebensinhalt der Hauptcharakterin ist Rache.

Sie trifft dann aber auf Dämonen, die ihr Leben verschonen. Die haben aber durchaus ihre eigenen Ziele, die sie aber nur sehr langsam und partiell offenbaren.

Alison wird in einen Machtkampf zwischen verschiedenen Dämonenherschern gezogen und unfreiwillig gerät sie in einen Kampf, der über die Zukunft der Welt entscheidet.

Der erste Teil des Buches wird ausschließlich aus Alisons Sicht beschrieben. Ab und an wechselt die Perspektive danach.

Buch 2:

»Du hast davon gehört?« »Er ist mein Freund.« »Du hast Freunde?« Seine Mundwinkel zuckten verräterisch.

Nachdem Alison von Dämonen gefangen genommen wurde, erkennt sie, dass nicht alle so schlecht sind wie sie dachte. Die Dämonen haben sie nicht aus Mitgefühl gerettet, sondern verfolgen ihre eigenen Ziele. Einige von ihnen sind schwer durchschaubar. Gareth hat zu ihr eine Bindung aufgebaut, weil er sie mit seinem Blut mehrfach geheilt hat. Besonders Alison ist davon alles andere als begeistert, da er nun spüren kann wo sie sich befindet.

Wieso fühlte ich mich in seinen Armen so wohl? Wieso gab ausgerechnet er mir das Gefühl, zum ersten Mal in meinem Leben wirklich sicher zu sein?

Zusätzlich hat Alison sich ein Waldvolk zum Feind gemacht, indem sie einen der ihren in seiner Tierform getötet hat und bei der daraus folgenden Zeremonie die Anführerin unbewusst verletzt hat, als sie versucht hat, den Schlüssel zu beschützen.

Beim zweiten Buch passiert über die erste Hälfte sehr wenig. Training, Kämpfen und das im Wechsel. Die Beziehung – oder wie auch immer man es nennen soll – zwischen Gareth und Alison tritt auf der Stelle.

Gefallen hat mir an dem Buch, dass der gut / böse bzw. schwarz / weiß Gedanke in diesem Buch durch sehr viele Zwischenstufen in Frage gestellt wird.

Die Geschichte um Evan ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.

Die Perspektiven wechseln hier etwas häufiger und es spielen mehr Charaktere eine Rolle aber Alison ist nach wie vor der wichtigste Charakter.

Buch 3:

»Weißt du, ich frage mich, ob Elle wirklich deine Tochter ist. Ihre Intelligenz scheint sie weder von dir noch von Lystra geerbt zu haben«, entgegnete Gareth. »Du bist so was von tot!«, knurrte Adam, ehe er sich auf Gareth stürzte und sich noch im Sprung wandelte.

Alison kennt nun den Mörder ihrer Eltern, war ihm aber nicht gewachsen. Weiterhin hat sie Erfahren, dass es der Bruder von Gareth ist, was dieser die ganze Zeit wusste. Sie fühlt sich von ihm verraten.

Das Tor zur Dämonenwelt ist geöffnet. Wie der Leser (im Gegensatz zu den handelnden Personen) bereits im letzten Band erkannt hat, kann man den Kaskaden nicht trauen. Die Kaskaden machen gemeinsame Sache mit Billings, der lediglich die Schattendämonen aus der menschlichen Welt vertreiben will.

Alison landet mit einigen anderen Akteuren in der Welt der Dämonen.

»Dann lass uns loslegen.« Ich sprang auf und klatschte in die Hände, sodass mich die anderen drei fragend ansahen. Phi wirkte gar, als würde sie meinen geistigen Zustand anzweifeln.

Zeitgleich hat Morrigan es geschafft zurück auf ihren Thron zu kommen.

Das Buch beginnt mit einem Zeitsprung zu Ereignissen, die sogar vor den Zeitsprüngen im zweiten Band liegen und kehrt anschließend in die Gegenwart zurück.

Der Dritte Teil gefällt mir deutlich besser als der zweite. Das liegt daran, dass über das ganze Buch hinweg deutlich mehr passiert und die Geschichte immer wieder abwechselnd aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt wird. Da man als Leser unterdessen die Beziehungen und Absichten der Akteure untereinander kennt, kann man besser nachvollziehen wie die Ereignisse zusammenhängen.

Cleo warf Noah einen neugierigen Seitenblick zu. Sie hatte nicht gedacht, dass er ihr innerhalb von nur einer Woche so anders vorkommen würde. Reifer, weiser und irgendwie mutiger. Er war vor seinem Schicksal davongelaufen, doch irgendwann während dieser Flucht hatte er innegehalten und sich seinen Schatten gestellt. Bewunderung für seine Entscheidung durchfuhr sie, genauso wie Neid. Konnte auch sie mutig sein?

Ziemlich unglaubwürdig ist hingegen wie naiv und völlig planlos sich die Akteure oft in Situationen bringen, die Selbstmordkommandos gleichen.

Alison hat eine fast unglaubliche Entwicklung vom ersten Teil zum dritten Buch hingelegt. Von der hasserfüllten Person, die ohne zur Fragen beliebig viele Dämonen töten würde, zu einer Person, die einem Dämonen verfallen ist (im positiven Sinne). Generell finde ich, dass es in der Reihe eine ganze Reihe Charaktere gibt, die ihre Ansichten deutlich weiterentwickeln.

Für mich ist der dritte Band in Summe der beste der Reihe.

Fazit:

Die Serie hat einen interessanten Einstieg, schwächelt im Mittelteil und läuft dann im letzten Teil zur besten Form auf. Die Höchstform erreicht die Serie für mich aber nie. Ich konnte nie so richtig mit Alison und Gareth mitleiden.

Trotzdem ist die Serie anders als andere Jugendbücher. Man findet sich in eher Welt zwischen Dystopie und Fantasy. Die Hauptcharakterin lebt zu Beginn ausschließlich für ihre Rache, verändert sich dann aber im Laufe der Serie erheblich.

Was mich etwas gestört hat ist wie planlos uns selbstmörderisch die Charaktere oft reagieren und irgendwie kommen sie damit immer durch.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Die Geschichte spielt in den USA. Die Aussage „wir Menschen waren einfach in der Minderheit, nachdem während des Dämonenkrieges mehrere Millionen getötet worden waren“. Nach meinem Stand leben in den USA ein paar mehr Menschen als ein paar Millionen und weltweit reden wir über Milliarden. Das ein paar Dämonen in der Lage sind die Menschen und den Militärapparat so schnell einzunehmen halte ich für nicht glaubwürdig, so lange sie das Militär nicht infiltriert und durch Kriege dezimiert hätten.
  • In zwei Jahrzehnten – in denen das Tor offen war – sind nur nur so wenige Dämonen in unsere Welt gekommen, obwohl wir später erfahren, dass sogar die meisten Dämonen in unserer Welt sind?
  • Erst machen Noah und Alison auf dicke Freunde und dann schickt ihr Noah ohne nachvollziehbaren Grund ihren Folterer auf den Hals.
  • Der Fähigkeitstest war so ausgelegt, dass die Jäger dabei auch hätten sterben können, was den ganzen Trainingsaufwand zunichte gemacht hätte
  • Crystal liefert Evan an die Dämonen aus und hackt ihm ohne erkennbaren Grund die Hand ab. Danach befreit sie sich selbst, in dem sie alle Dämonen tötet und zwischen beiden herrscht Waffenstillstand? Wohl kaum. Dazu kommt dann noch, dass Evan einerseits möchte, dass Alison ihm verzeiht, aber dann rettet er Verwandtschaft von Crystal (zur Erinnerung die hat ihm die Hand abgehackt – er hat also nicht den geringsten Grund ihr zu helfen, eher im Gegenteil), statt die Frau die er eigentlich mag? Das ergibt das nur für mich überhaupt keinen Sinn und wirkt sehr konstruiert
  • Es gibt keinen Strom mehr, die Produktion von vielen Gütern ist zum Erliegen gekommen aber Nagellack für Fingernägel gibt es noch?
  • Womit wird der Stromgenerator im Dorf betrieben, wenn kein Treibstoff mehr produziert wird? Zumal das Dorf offenbar recht abgelegen ist, sonst wäre es bereits entdeckt worden.
  • Spätestens ab der Mitte des Buches ist absehbar wo die Reise hingeht (die Andeutungen haben schon vorher in diese Richtung gezeigt): Es gab eine Szene mit Gareth, bei der Alison glaubte ihn zu kennen. Somit war sein Bruder offensichtlich einer der Mörder ihrer Familie und Gareth weiß das die ganze Zeit. Der Spion ist nicht so eindeutig aber auch auf den kann man kommen. Wobei man im Buch nicht erfährt welche Informationen dem Spion zugänglich sind, insofern ist es erstaunlich, dass der Spion nicht aus dem engeren Kreis kommt.
  • Evan scheint mir nicht ganz normal zu sein: Er muss davon ausgehen, dass Alison von einem Dämonen gefangen gehalten wird und möglicherweise gefoltert wird. Er sitzt in einem Dorf und denkt, dass er dort bleiben möchte und dann denkt er allen ernstes „Alison wird ihn dort vermutlich nicht finden?!“ Zumal sie auch keinen Grund hätte ihn zu suchen, wenn sie denn darüber frei bestimmen kann und nicht Gefangene oder längst tot ist.
  • Crystal ist Jägerin, kann aber kein Schloss knacken, obwohl das die Jäger alle beigebracht bekommen?
  • Dass Alison sich so schnell überzeugen lässt das Tor zur Dämonenwelt zu öffnen, finde ich unglaubwürdig. Erstens ist es höchst zweifelhaft was die Kaskaden beabsichtigen und zweitens stellt sich die Frage, ob die überhaupt in der Lage sind die Dämonen in ihrer Welt zu halten. Um das etwas abzuschwächen lässt die Autorin Alison die Frage selbst stellen, nachdem es zu spät ist. Das passt nicht zu ihrem Charakter. Genauso wenig glaubhaft ist, dass die toughe Rebellenführerin den Kaskaden vertraut.
  • Crystal kann ihre Fähigkeiten quasi nie nutzen, wenn sie es möchte und es gelingt ihr in einer Schlacht, die sie nicht will? Vorher wird ihre Schwester als die wirklich gefährliche und das geglückte Experiment dargestellt. Nachdem Billings nun beide in der Gewalt hat, soll Crystal angeblich stabil und ihre Schwester instabil sen.
  • Zuerst sind Evan & Co mit 1000 Menschen aus dem Lager geflohen und dann treffen sie auf Alison und sind nur noch ein paar?
  • Was ist das für ein Plan, wenn man lediglich berücksichtigt, dass man keinen Frontalangriff riskieren kann aber sich dann lediglich Gedanken darüber macht, wie man sich in ein das Lager der Dämonen schleicht, nicht darüber was man dort macht und auch nicht darüber wie man rauskommt. Die Argumentation, dass die Dämonen die Kontrolle über übernehmen können greift in beiden Fällen. Die Aktion ist also nur als Dumm zu beschreiben.
  • Wieso kann Gareths Blut Alison nicht mehr heilen, weil sie den Schlüssel verloren hat?
  • Da Alison Billings das Messer ins Herz gerammt hat, könnte sie ihn doch gleich töten, warum macht sie das nicht?

[collapse]

Mystic Highlands [Serie]

Mystic Highlands 1: Druidenblut - Raywen White  Mystic Highlands 2: Druidenliebe - Raywen White  Mystic Highlands 3: Mythenbaum - Raywen White  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Raywen White

Teile der Serie:

  • Mystic Highlands 1: Druidenblut (262 Seiten)
  • Mystic Highlands 2: Druidenliebe (288 Seiten)
  • Mystic Highlands 3: Mythenbaum (282 Seiten)
  • Mystic Highlands 4: Mythenschwert (März 2019)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Den Grundplot im ersten Band fand ich nicht wirklich spannend. Die Art wie die Geschichte anfängt, kennt man schon aus diversen anderen Büchern. Rona hat ursprünglich in Schottland gelebt. Sie kann sich aber an kaum noch etwas aus dieser Zeit erinnern. Ihre Eltern sind mit ihr in jungen Jahren nach New York gezogen. Sie hat etwas Leerlauf, bevor es mit der Uni losgeht und findet per Zufall einen Brief von Sean mit Flugticket, den ihr ihre Eltern vorenthalten haben.

Sie kann sich nicht mehr an Sean erinnern, es ist aber ihr Traum mal nach Schottland zu fahren. Ihre Eltern sind strikt dagegen, ohne ihr einen Grund zu nennen. Sie ignoriert die Wünsche ihrer Eltern und fährt heimlich nach Schottland.

Sie schluckte. »Ich bin viel zu schwer.« »Ist das jetzt eine dieser Frauenfangfragen, auf die ich als Mann sowieso nicht richtig antworten kann, egal was ich sage?«

Sean ist nett, hat aber von Anfang an Hintergedanken. Er will wissen, ob Rona die Wächterfähigkeiten geerbt hat, mit der Sie in der Lage ist Síodhach zu jagen, schneller als andere zu sein und die Fähigkeit zu besitzen die Kräfte der Natur zu nutzen.

Das kommt mir alles von der Ausgangssituation recht bekannt vor. Eine Person hat außergewöhnliche Fähigkeiten, von denen sie nichts weiß und muss die Welt deswegen retten.Wer soll es sonst tun? Nebenbei ergibt sich natürlich sofort eine Liebesbeziehung.

Sean zweifelt an sich, nachdem er Rona der Gefahr aussetzt – vorher hat er natürlich keine Zweifel. Natürlich ist auch niemand in den Sinn gekommen, warum Ronas Vater und ihre Mutter mit Rona nach New York gegangen sind und es das Ziel ihrer Eltern war sie zu beschützen.

Rona akzeptiert sofort ihre „Bestimmung“ nachdem sie vorher ein ganz normales Leben hatte. Innerhalb von Stunden nimmt sie ihr neues Leben als gegeben hin und gibt ihr geplantes Studium auf.

Der erste Teil wird im Wesentlichen vom Kennenlernen zwischen Rona uns Sean bestimmt und das ist ziemlich unspannend. Das Ende des Buches wird deutlich interessanter. Allerdings ist dieser Teil relativ kurz. Leider ist auch einiges sehr vorhersehbar.

Auch das Ende wird quasi schon ziemlich am Anfang angedeutet. Der aufmerksame Leser ahnt also schon viel Früher wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Buch 2:

»Damit sind wir wohl quitt und ich verzeihe dir. Verzeihst du mir, dass ich mit Clarissa nackt in ihrem Bett gelegen habe?« Sein Ton ähnelte dem eines Geschäftsmannes, der die letzten Vertragsbedingungen aushandelte.

Rona hat beim Kampf erfahren, dass sie zum Teil Druidin als auch eine Elfin ist. Elfen sind in dieser Geschichte aber die Bösen, zumindest wenn es nach den Druiden geht. Da die ältesten beschlossen haben, dass Rona aufgrund ihrer Herkunft getötet werden muss, ist sie in den Síd geflohen.

Sie vermutet, dass sie Seans Vater als Kind ungewollt getötet hat und da er sie töten soll, sieht sie keine Zukunft mehr mit ihm.

Die Ausgangslage im zweiten Band ist für Interessanter als im ersten Teil.  Allerdings geht es mir auch in diesem Band zu viel um die Liebesbeziehung bzw. primär Herzschmerz als die eigentliche Handlung.

»Warum kennt ihr alle meinen Vater?«, fragte sie. »Er ist eine Legende«, hauchte Logan ehrfürchtig. »Vergleichbar mit Thor aus den Avengers. Nur ohne Mjölnir.«

Rona wird von allen belogen und betroffen. Das zieht sich durch beide Bücher durch.

Im zweiten Teil wird dann etwas mehr Geschichte geboten, die aber in weiten Teilen reichlich unstimmig ist.

Man erfährt, dass die Geschichte zwei Seiten hat. Die Version der Síd Bewohner ist eine ganz andere als die der Druiden. Die Welt in der Rona nun zwangsweise lebt ist bedroht. Sean hasst sie nun vermutlich aber irgendwas muss sie unternehmen.

»Du kannst mich nicht vor den Schrecken, die vor uns liegen, beschützen. Ich bin ein Teil davon.«

Der Bösewicht ist ziemlich schwarz weiß dargestellt. Sein einzige Motiv ist Reche und es ist komplett Wahnsinnig. Das war er selbst anderen – tausenden antut – steht in keinerlei Verhältnis zu dem was ihm „angetan“ wurde.

Rona entwickelt sich vom “normalen” Mädchen innerhalb kürzester Zeit zu einer extrem mächtigen Person.

Fazit:

Nach zwei Teilen ist der vierteiligen Serie ist mein vorläufiges Fazit: Zu viel Herzschmerz, zu wenig Handlung. Wer den Fokus primär auf der Liebesbeziehung und den damit verbundenen möglichen Dramen sucht, ist bei dieser Serie gut aufgehoben.

Dort wo die Handlung dann ein wenig Fahrt aufnimmt, gibt es auch gleich diverse Widersprüche und Unstimmigkeiten. Der Grundansatz der Serie ist nicht schlecht, die Ausgestaltung gefällt mir aber nicht so gut. Emotionen kommen bei mir bei dieser Serie leider auch überhaupt keine an.

In Teil 3 wechseln die Charaktere, die primär im Fokus stehen. Logan spielt in den ersten beiden Teilen eine Nebenrolle.

Die Durchschnittswertung der Serie ist übrigens höher als meine Wertung.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3.5/5 Zwischenfazit – bisher habe ich nur die ersten beiden Teile gelesen, da Teil drei andere Charaktere in den Fokus rückt und ich die ersten beiden Teile nicht berauschend fand.

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ronas Eltern sagen ihr nicht die Wahrheit und Sean bringt sie in Lebensgefahr ohne ihr was davon zu sagen. Tolle Verwandtschaft insgesamt.
  • Wieso sind die bösen nur in Schottland un der Rest der Welt bleibt verschont?
  • Die Druiden werden in ihren Job hineingeboren und sind dann zwangsläufig militärisch organisiert „mein Offizier“. Hört sich toll an. Totale Entscheidungsfreiheit, wenn man per Geburt Beschützer wird und sich dann einem militärischen System unterordnet. Aber es zeigt sich ja in der Geschichte auch, dass es nicht funktioniert.
  • Erst behandelt Sean Rona wie einen Feind und ein paar Minuten später ab ins Bett. Das nenne ich mal launisch.
  • Wir könnten fliehen. Sie würden uns überall finden, Erst gibt es die Druiden nur in Schottland und nur wenige Wächter und die machen dann plötzlich Weltweit Jagd auf die beiden? Warum sollten Sie. Gegner gibt es in Schottland genug.
  • Sean hat Rona jedes Jahr einfach auf gut Glück ein Flugticket geschickt?
  • Seans Mutter schon vorher von Ronas Vergangenheit gewusst und trotzdem hat sich Versucht Rona und Sean zu verkuppeln? Das ergibt keinen Sinn. Ihr muss klar gewesen sein, dass Rona getötet wird. Im ersten Buch wirkt es aber so, als wenn sie die Hoffnung hatte, dass Rona Druidin wird. Auf mich wirkt das eher so, als wenn die Autorin im ersten Teil noch nicht wusste wie es im zweiten weiter geht.
  • Wieso hängt Rona plötzlich in einem Steinkreis fest, wo sie vorher nie Probleme damit hatte und zur Häfte Druidin ist? Wieso überrascht Rona, dass sie selbst hinaus kann (was sie natürlich nicht merkt?!). Genauso unlogisch ist, dass die Schutzrunen plötzlich gegen Rona greifen sollen, obwohl sie bereits vorher in dem Haus mit den Runen war. Nur weil ihre Kräfte erwacht sind?
  • Wohin verschwinden der Herr der Elben und der oberste Druide ständig? Der Síd ist offenbar überschaubar und schrumpft sogar.
  • Mir erschließt sich nicht, warum ein Unsichtbarkeitszauber zu einem „wechsel die Welt zauber“ wird, nur weil Rona an die Vergangenheit denkt. An nichts denken ist zumindest äußerst schwierig.
  • Woher sollte irgendjemand wissen wie Rona den Síd retten kann bzw. das sie es kann?
  • Wenn man selbst Gefahr läuft getötet zu werden wird einen wohl kaum stören, ob man ein Auto klaut. Es gibt wirklich wichtigere Dinge.
  • Sean realisiert sofort das der Nebel vor der Burg der Druiden nicht echt ist, alle anderen Druiden aber nicht?
  • Sehr schlau komplett ohne Plan zur Burg zu fahren, um dort gefangen, gefoltert und vielleicht getötet zu werden
  • Wieso hat Islind nicht einfach Éremón mit dem Schwert getötet und Milesius gerettet, statt wegzulaufen? Éremón lag doch schon am boden.
  • Das irgendwer Éremóns Worten vertraut ist unglaubwürdig. Sowohl Rona als auch ihre Eltern glauben an seine Beteuerungen.
  • Éremóns entzieht dem Síd durch die Verlängerung seines Lebens so viel Energie, dass die ganze Welt zu Grunde geht? Ziemlich unglaubwürdig. In einer Situation in der die Welt gerade vernichtet wird und Éremón nicht in der Position ist irgendwelche Forderungen zu stellen, wirken Drohungen gegenüber Sean auch ziemlich unglaubwürdig.

[collapse]

Amani [Serie]

Amani Rebellin des Sandes - Alwyn Hamilton  Amani Verräterin des Throns - Alwyn Hamilton  Amani Rebellin des Morgenrots - Alwyn Hamilton

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Alwyn Hamilton

Teile der Serie:

  • Amani – Rebellin des Sandes (353 Seiten)
  • Amani – Verräterin des Throns (545 Seiten)
  • Amani – Heldin des Morgenrots (480 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Ich war nicht wie er, ich musste daran glauben, dass es in Izman besser war als hier, sonst machte es nicht viel Sinn, überhaupt irgendwo zu leben.

Amani lebt in einem kleinen Dorf irgendwo im Nirgendwo. Dort ist das Leben weitgehend vorbestimmt. Man schuftet jeden Tag vor sich hin, wird irgendwann mit irgendwem zwangsvereiratet und das war es auch was das Leben bietet. Amanis Mutter wurde dafür hingerichtet, dass sie ihren Vater – den Säufer – erschossen hat. Nun lebt Armani bei ihrer Tante. Die Tante hasst Amani. Amani will weg. Sie bereitet ihren Abgang vor und will ein Schießturnier gewinnen, um das nötige Geld zu erlangen. Dummerweise läuft dabei alles schief aber sie flüchtet mit einem der Teilnehmer des Turniers.

»Ich will dich ja nicht beunruhigen oder so.« Ich versuchte, in ruhigem Ton zu sprechen. »Aber hast du schon gemerkt, dass du eine Kugel abbekommen hast?« »Ah ja.« Als ich ihn jetzt anschaute, sah ich, dass er sich am Tresen festhielt, um aufrecht zu bleiben. »Das hätte ich fast vergessen.«

Am nächsten Tag ist sie mittelloser als vorher, während der mysteröse Fremde gejagt von der Armee in ihrem Laden auftaucht. Sie deckt ihn, wird dadurch aber selber zur Zielscheibe. Sie muss fliehen und macht damit den ersten Schritt aus dem verhassten Dorf.

Die Welt von Armani beinhaltet übernatürliche Wesen. Ghule, Djinnis sogenannte Erstwesen und noch andere. Auch diese Wesen sind von Magie durchdrungen aber toll ist, dass man hier definitiv nicht an Harry Potter denken muss.

Man kommt sich eher vor wie bei Tausendundeine Nacht.

Sie landet ohne eine wirkliche Wahl bei den Rebellen, die sich gegen den tyrannischen Sultan auflehnen.

Ich fühlte mich halb tot. Was immerhin ein Privileg der Lebendigen war.

Amani erlebt im ersten Buch eine erhebliche Wandelung von jemand der (gezwungenermaßen) primär um das eigene Leben besorgt ist und sich gut wie möglich durchschlägt zu jemanden, der für andere einsteht und nicht wegläuft, wenn es darauf ankommt.

»Das war, nachdem wir ein Gebäude in Schutt und Asche gelegt haben«, fügte ich hinzu. »Aber das war eigentlich mehr ein Unfall.« Shazad lächelte und strahlte. Als hätte sie, was mich betraf, gerade eine Entscheidung getroffen, die ihr gefiel. Dann sprudelte alles aus mir heraus.

Es ist interessant die Welt durch Amanis Augen zu sehen, weil sie bisher aus ihrem Dorf noch nie rausgekommen ist und somit vieles neu für sie ist. Sie lernt aber schnell und hat ein loses Mundwerk, was die Geschichte oft spannender und interessanter macht.

Wie man sich vorstellen kann ist ein loses Mundwerk für eine Frau in der dargestellten Zeit oft nicht sonderlich vorteilhaft. Sie steht aber eindeutig ihre Frau.

Eine angedeutete Liebesgeschichte gibt es auch, die spielt aber eher eine untergeordnete Rolle.

Buch 2:

Und du wirst mir glauben, weil ich dich noch nie belogen habe. Was zur Hälfte der Grund ist, weshalb du mich so magst.« Damit hatte sie nicht unrecht. »Und was ist die andere Hälfte, wenn du schon so schlau bist?« »Dass du ohne mich permanent ohne Kleider dastündest.«

Am Ende vom ersten Band sieht die Situation für die Rebellen etwas besser aus. Die Waffe mit der ganze Städte zerstört werden konnte, konnte vorerst ausgeschaltet werden. Die Waffe entpuppt sich aber als Person mit magischen Fähigkeiten, die auch noch der Bruder von Amani ist und unter der Kontrolle des Sultans stand (er wurde gefügig gemacht). Die Rebellen konnten das Bündnis zwischen der Gallanischen Armee und dem Sultan ins Wanken bringen.

Im zweiten Buch ist der Anfang recht ungewöhnlich. Innerhalb von wenigen Seiten werden Geschehnisse zusammengefasst, die ein halbes Buch füllen könnten, die zwischen Band 1 und 2 gesehen sind.

»Die Frau, die dich betäubt und entführt und an den Harem verkauft hat? Ja, doch, sie erscheint ungemein vertrauenswürdig.«

Durch die beschriebenen Ereignisse wird der Vorteil der Rebellen direkt wieder einkassiert. Die Rebellen konnten einigen Boden gut machen aber der Sultan hat neue Bündnisse geschlossen um sich wieder den inneren Angelegenheiten zuzuwenden. Zum Beispiel der Zerschlagung der Rebellen.

Im zweiten Buch verlagert sich die Perspektive, da Amani das schlimmstmögliche passiert. Sie landet im Sultanspalast. Dort wir eine andere Art Krieg ausgefochten als in der Wüste. Weniger gefährlich ist dieser Krieg aber auch nicht. Der Sultan ist überaus schlau und ein skrupelloser Herrscher. Es wird aber auch deutlich, dass er sich anders nie so lange gehalten hätte und sein Land vielleicht schon erobert worden wäre.

Vage erinnerte ich mich an eine Redewendung, die Shazad gebraucht hatte. Sie hatte irgendwas mit strategischer Kriegführung zu tun. Ich war mir nicht sicher, ob Jin und ich im Krieg waren oder nicht.

Ahmed der Rebell ist der viel bessere Mensch aber Amani kommen in ihrer Gefangenschaft zweifel, ob er auch ein besserer Sultan ist, denn ein gutmütiger Mensch sein und das richtige für sein Land machen, können zwei verschiedene Dinge sein, wie Amani feststellt. Im Gegensatz zu Ahmed ist der Sultan sehr entscheidungsstark. Er entscheidet sehr rational aber auch skrupellos und kalt. Er opfert beliebig Menschen, wenn es strategisch vorteilhaft ist.

Amani hat sich deutlich weiterentwickelt. Sie ist bereit ihr Leben für andere zu opfern, was ihr früher nie in den Sinn gekommen wäre.

Buch 3:

Ich war der Ansicht, wir sollten zumindest warten, bis wir eine ganze Tagesreise von Izman entfernt waren, bevor noch jemand starb. Rein aus Prinzip.

Die Situation für die Rebellen ist fast Hoffnungslos. Der Sultan hat sie die ganze Zeit an der Nase herumgeführt und war ihnen immer mindestens einen Schritt voraus. Der Sultan hat eine kleine Armee von sehr schwer zu bezwingenden Kriegern erschaffen und eine ganze Djinn Truppe, die er für die Erschaffung von weiteren Kriegern erschaffen kann. Die meisten Rebellen, einschließlich der Rebellenführung sind Tod oder in Gefangenschaft.

Ich war die Tochter eines Djinni. Ich war eine Rebellin. Ich war Ratgeberin eines Prinzen. Ich hatte es mit Soldaten, Nachtmahren und Gestaltwechslern aufgenommen. Ich hatte gekämpft und überlebt. Und wieder und wieder hatte ich mich einem Sultan widersetzt. Ich hatte ein unsterbliches Wesen herbeigerufen, damit es den Tod fand. Ich hatte Leben gerettet und Leben geopfert, und ich hatte mehr Gutes getan, als sie jemals tun würde.

Nun liegt es Amani die Rebellen anzuführen aber besteht überhaupt noch Hoffnung auf einen Sieg?

Die Serie finde ich wirklich außergewöhnlich. Toll ist auch, dass der Sultan zwar in Buch 2 als absolut gefühlskalt und unmenschlich dargestellt wird eben auch ein brillanter Kopf ist, der Entscheidungen mit Kalkül trifft. Es werden in dieser Serie viel mehr als in anderen Serien die Grauschattierungen aufgezeigt.

Es wird das Leid aufgezeigt, dass eine Rebellion erzeugt. Selbst wenn die Rebellen am Ende siegen ist keineswegs sicher, dass sich längerfristig etwas zum Positiven ändert. Eine Rebellion anführen und ein Land regieren sind zwei verschiedene Dinge.

Die Charaktere entwickeln sich weiter – positiv und negativ. Keiner der so viel Kampf und Tod erlebt steckt das einfach so weg.

»Oje, oje«, hörte ich Sam hinter ihr sagen. … »In Anbetracht meiner vielen Sünden klingt das nach einer ganz schrecklichen Idee.« »Dann sollten wir jetzt gehen.« Jin klopfte Sam freundschaftlich auf die Schulter. »Du kannst sie ja unterwegs schon mal zählen.«

Wie auch in den vorherigen Büchern wechselt die Autorin zwischen Szenen, die man hautnah miterlebt und kurzen Zusammenfassungen von Tagen oder Stunden. Teilweise springt sie auch in eine Erzählerperspektive, die die Akteure wie unbekannte behandelt. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig aber ein interessantes Stilmittel und passt sehr gut zu Tausendundeine Nacht. Ganz nebenbei ist diese kompakte Methode der Zusammenfassung viel angenehmer, als wenn die Charaktere Seitenweise dinge sagen oder denken müssen, um das vorherige Buch zusammenzufassen.

Am Ende bekommt es die Autorin sogar hin einen schönen Rückblick zu liefern und den Kreis zu den Anfängen der Serie zu schließen. Da in dieser Buchserie keine Zeit mit irgendwelchen längeren Bettgeschichten verbracht wurde, ist wirklich außergewöhnlich viel passiert.

Fazit:

»Oh, klar, verstehe. Wenn ich jetzt gehe, wären wir natürlich quitt. Denn da Jin mich umbringen wird, wenn ich ohne dich aus dieser Wand trete, wäre die Tatsache, dass du mir das Leben gerettet hast, damit vollkommen irrelevant.« Er zählte Leben und Tod an den Fingern ab, als rechnete er etwas aus.

Für ein (fast) Erstlingswerk ist diese Buchserie herausragend. Das Setting (Tausendundeine Nacht) ist außergewöhnlich, die Art zu schreiben ist locker und die Kapitel zwischendurch, die etwas in Kurzform erzählen oder die Zeit raffen finde ich auch sehr kreativ.

Aus meiner Sicht muss man diese Serie gelesen haben. Großes Kino!

Die einzige ganz kleine Kritik ist vielleicht, dass andere Buchserien mehr Emotion rüberbringen, das gleicht diese Serie aber definitiv mit mehr Abenteuer aus. Die Serie ist  auch super für Erwachsene geeignet, auch wenn sie eher für Jugendliche gedacht ist. Die Charaktere sind nicht so naiv, wie oft in anderen Jugendbüchern, was aber auch zu ihren Erlebnissen passt und stimmig ist.

Klasse ist an der ganzen Serie auch, dass sie das Thema Tausendundeine Nacht einerseits super aufgreift, anderseits aber immer leicht selbstironisch ist, ohne das es die Stimmung stören würde. Top!

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4.5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

  • Die Chroniken der Nebelkriege

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Praktische Flucht: Die Karawane hat es während der Flucht aus dem Gefängnis geschafft die Kamele mitzunehmen und mal eben die Vorräte aufzufüllen
  • Amani schießt in der Oase / Schlucht einfach, in der sich die Truppen der Rebellen aufhalten. Das wäre wohl ziemlich weit zu hören und äußerst unklug
  • Wieso soll Norsham den wahren Namen von Amani kennen?
  • Eine Rebellion aus ein einzigen Stützpunkt, bei der jeder Neuling sofort den Standort kennt, wäre sehr angreifbar
  • Ich habe Zweifel, dass Jin das Lager verlassen hätte, während Amani halb tot war
  • Wie ist Shira denn auf einen Djini gestoßen, wenn schon so ewig keine mehr gesichtet wurden und zwar genau zum passenden Moment und wieso hat er dann auch gleich ein Kind mit ihr gezeugt?
  • Als Riesenvogel in einer Stadt mit einer Kuppel darüber wird man als Rebell wohl kaum unentdeckt bleiben können
  • Das Tante Farrah als würdig befunden würde, wage ich sehr zu bezweifeln, genauso wie Fazim, der Amani ehelichen wollte um zu Reichtum zu kommen, nachdem sie das Urzeitliche Pferd bezwungen hatte. Norsham ist also offenbar sehr fehlbar.

[collapse]

 

1001 Dark Nights – The Prince / The King / The Queen – A Wicked Novella [Serie]

1001 Dark Nights The Prince A Wicked Novella - Jennifer Armentrout  1001 Dark Nights The King A Wicked Novella - Jennifer Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • The Prince – A Wicked Novella (190 Seiten) – Deutcher Titel: Kissed eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
  • The King – A Wicked Novella (196 Seiten)
  • The Queen – A Wicked Novella (2020)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

My cheeks heated as I laughed softly. “Sorry. I spaced out. Were you saying something?” “I was saying that I was about to strip naked and run outside.” Ren’s green eyes practically twinkled. “I am so down for that.”

Achtung: Wer die Hauptserie Wicked noch nicht gelesen hat, und sich nicht spoilern möchte, sollte ab hier nicht weiter lesen.

Jennifer Armentrout hat diese Geschichte sehr schlau angelegt. Die Nebendarsteller und die Haptdarsteller aus der Wicked Serie wechseln in diesem Buch die Rollen. Das der Prinz an Brighton interessiert ist, wurde in der Hauptserie schon klar.

Brightons Mutter wurde vor langer Zeit von Fae angegriffen. Anders als andere Mitglieder des Ordens beendet sie also ihre Ausbildung nicht, da sie ihre Mutter pflegen muss, deren Geisteszustand nach dem Angriff in Mitleidenschaft gezogen ist. Viele Jahre später gelingt es Ivy mit diversen Helfern die Queen aus unserer Welt zurück in die Anderwelt zu vertreiben – zumindest so lange bis sie sich von ihren Verletzungen erholt hat.

Air caught in my throat at the sound of my name. “You know my name?” The Prince tilted his head to the side and the look that crossed his face made me think he was questioning my intelligence.

Die Geschichte startet kurz nach diesen Ereignissen.

In einem Racheakt schlagen die Winterfae zurück und töten beliebige Mitglider des Ordens. Brightons Mutter wird bei dem Angriff getötet und Brighton selbst stirbt bei dem Angriff auch fast. Tink war zum Glück bei ihr zu Hause und findet sie nahe bei ihrem Haus kurz nach dem Angriff.

Nachdem Brighton wieder gesund ist sinnt sie auf Rache.

Zwei Jahre später wird die Geschichte weiter erzählt. Brighton hat einen Teil der Angreifer bereits getötet aber es reicht ihr noch nicht. Sie bringt sich in Lebensgefahr und trifft auf jemanden mit dem sie nicht gerechnet hat. Den Prinzen.

“The fact that you’d have to ask that question makes me doubt your intelligence,” he said. “Then again, I already have good enough reasons to doubt that.” My mouth dropped open. Literally. “Did you just say that to me?” “I am confident that I spoke in your native language and quite clearly.”

Zusätzlich zu den Rachegelüsten verbindet Brighton und den Prinzen aber mehr…

Neben der Geschichte um die Rache wird auch noch ein weiterer Handlungssrang eröffnet. Es verschwinden zunehmend Sommerfae aber was steckt dahinter?

Mehr verrate ich aber nicht. Alles was oben steht findet sich auf den ersten Seiten.

Ich finde sowohl Brighton als auch den Prinzen als Charaktere interessant. Beide haben Rachegelüste, sind aber andererseits auch sehr hilfsbereit und im wahrsten Sinne aufopferungsvoll.

“I know everything I did while under her spell. Every person I hurt or killed. Every horrific act I committed.” Thick lashes lowered, shielding his gaze as my heart turned over in my chest. “I remember in vivid detail what I put Ivy through.”

Über Ivy und Ren erfährt man hier relativ wenig. Sie spielen nur eine sehr bescheidene Nebenrolle. Tink ist vergleichbar oft vertreten wie in der Hauptgeschichte.

Anders als in anderen Büchern von Armentrout, wo es immer mal wieder (nahe) Sexszenen zwischen der eigentlichen Handlung gibt, hat sie die Szenen gleich in die Handlung integriert, vermutlich wegen der Kürze des Buches. Ist auf jeden Fall mal was anderes.

Die Geschichte aus Wicked geht hier also nahtlos weiter. Allerdings zumindest im ersten Band fokussiert auf andere Charaktere. Je nachdem wie es weiter geht, finde ich aber die Länge nicht wirklich gelungen. Mir scheint in dieser Geschichte noch mehr Potenzial zu stecken als in der Hauptgeschichte. Ich bin gespannt was Jennifer Armentrout im nächsten Teil daraus macht.

Buch 2:

Respect him? I’d respect him when I had a reason to, which was not right now. “And when I’m not here? Can I disrespect him then?” Kalen covered his mouth with his hand as he looked at the floor, seeming to find the hardwood fascinating as Tanner sputtered.

Die Beziehung zwischen Brighton und Caden geht in gewohnter Manier weiter. Es fliegen öfter mal die Fetzen aber wie erwartet kommen sie sich in diesem Band näher als vorher und fügen sich auch mehr Schmerzen zu als bereits vorher.

In dem Buch einen sehr hohen Folteranteil, der Meiner Meinung nach nicht in ein Jugendbuch gehört.

Das Buch ist fast ein Kammerspiel. Die meiste Zeit geht es um sehr wenige Personen und die Handlung findet in sehr wenigen Lokationen statt. Wer große Kämpfe und epische Schlachten erwartet, die es in anderen Büchern der Autorin gibt, liegt hier falsch. Der Band ist eher als Bindeglied zwischen Teil 1 und 3 zu verstehen. Im nächsten Band könnte es das große Finale gehen. Der ist aber erst für nächstes Jahr angekündigt.

I loved him. I just didn’t like him. Strange how one could feel those two conflicting emotions, but love was odd like that.

Brighton ist teilweise recht naiv oder will die Wahrheit nicht erkennen. Aber möglicherweise passt das zu ihrem Charakter. Die ist nicht sehr selbstbewusst und somit vermutlich anfällig für derartige Denkweisen in Bezug auf ihre Person.

Wem die vorherigen Bände gefallen haben, wird auch dieser gefallen. Allerdings passiert in diesem Band weniger als in dem ersten Band.

Fazit:

“You’re not a ghost. You never could be one, not when you burn as brilliant as the sun.”

Das erste Buch ist eine interessante Ergänzung zur Wicked Reihe mit anderen Charakteren, die auch mal komplett aus dem Standardschema von Armentrout rausfallen. Man kann das Buch auch losgelöst von der Hauptserie lesen aber man spoilert sich schon ordentlich und die Hintergründe sind nicht ganz so leicht nachvollziehbar.

Der Plot ist von Jennifer Armentrout ziemlich gut angelegt, da sie nun noch mehr Möglichkeiten hat. Wenn sie mal Lust auf ein Spinn-off hat stehen ihr nun alle Tore offen.

Der Zweite Teil lässt gegenüber dem ersten etwas. Es werden zwar einige Hintergründe erklärt, aber insgesamt passiert ziemlich wenig.

Das Ende ist kein Ende. Die Geschichte hört mittendrin auf. Das gilt sowohl für den ersten als auch für den zweiten Teil. Der dritte Teil ist für 2020 angekündigt.

Zumindest weiß ich nun wieder warum ich Serien meist erst beginne, wenn sie komplett sind.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5 (Zwischenfazit nach dem zweiten Buch)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich glaube nicht, dass es besonders hilfreich ist die Residenz der Sommerfae zu tarnen, wenn man regelmäßig Uber Autos dorthin bestellt. Zumal die Menschen nur ein abrissreifes altes Kraftwerk sehen, was sie noch neugieriger machen dürfte, warum jemand von dort abgeholt werden will.
  • Welchen Sinn macht es das Gesicht von Brighton zu verstecken, wenn die Bar (Thief) eh kameraüberwacht ist und da sie vorher alleine da war und sich umgesehen hat. Sie ist mit Sicherheit aufgenommen worden.
  • Wie wird Brighton zur Ninja-Ordenskämpferin, ohne das es jemandem auffällt?
  • Wieso wird der Prinz zum König, weil er sich an Brighton nährt? Oder verliebt er sich in sie? Dann zeigt er es sehr seltsam, weil er sich von ihr abwendet.
  • Wie versorgen sich hundert oder deutlich mehr Fae im Geheimversteck, dass wie ein abbruchreifes Kraftwerk aussieht, mit Nahrung?
  • Wie kann Aric mehrere Tage lang nicht auffalen, dass er sein Foltermesser vergessen hat, wo es doch sein Lieblingsutensil ist?

[collapse]

Wicked – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit [Serie]

Wicked Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit 1 Wicked - Jennifer Armentrout  Wicked Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit 2 Thorn - Jennifer Armentrout  Wicked Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit 3 Brave - Jennifer Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • Wicked 1 – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit – Wicked (481 Seiten)
  • Wicked 2 – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit – Thorn (449 Seiten)
  • Wicked 3 – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit – Brave (356 Seiten – englische Originalversion, da die deutsche Version noch nicht verfügbar war)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem mir erfahrungsgemäß nur noch eines half: jemanden zu verprügeln. Oder ihn vor eine Straßenbahn zu stoßen.

Das Buch ist ein typisches Armentrout. Die Kurzform: Charmanter Bad Boy und kratzbürstiges, toughes verschlossenes Mädel treffen aufeinander. Das greift aber zu kurz.

Vielleicht war es ganz gut, dass das letzte Buch der Art wieder etwas zurück liegt. Zu oft hintereinander kann ich keine Bücher über die gleichen Grundcharaktertypen nicht lesen, wenn es natürlich immer wieder Potenzial für Witz und derbe Sprüche liefert.

»Du solltest langsam trinken.« Sobald das kühle Nass auf meine Lippen traf, war es schwer, es nicht gierig hinunterzukippen, aber es gelang mir, nicht wie ein Pferd an einer Tränke auszusehen.

Ivy hat ihre Eltern verloren, ihre Adoptiveltern und ihren Freund. Alle wurden von Fae getötet. Seitdem ihr das passiert ist, kommt sie zu dem Schluss, dass es einfacher ist andere nicht zu nah an sich heranzulassen, da es am Ende nur schwieriger wird, wenn Menschen sterben, die man gut kennt. Somit lässt sie niemanden mehr an sich heran.

Die Fae sind eine Art Dämonen, die aus einer anderen Welt stammen und vergleichbar Vampiren mit einem Pflock aus Eisen getötet werden können. Ivy ist einer der wenigen Menschen, die per Geburt Fae erkennen können. Sie ist bereits als Kind trainiert worden den Kampf gegen die Fae zu führen.

»Wahrscheinlich hätte ich das tun sollen. Ich sehe, dass dir mein spontaner Besuch nicht gefallen hat, aber ich werde ein braver Junge sein und einfach hier liegen.« So wie seine grünen Augen schimmerten, bezweifelte ich, dass er überhaupt wusste, wie brav sein ging.

Das ist ein Job wie jeder andere, nur halt deutlich gefährlicher, weil die Fae übermenschliche Fähigkeiten besitzen – die Fähigkeiten sind von Fae zu Fae unterschiedlich.

Plötzlich trifft sie per Zufall auf einen Fae, der sich weder durch den Pflock töten lässt, noch sieht er aus wie die anderen Fae. Sie verliert bei dieser Begegnung fast das Leben, weil sie angeschossen wird.

Kurz darauf begegnet sie einem neuen Ordensmitglied (so nennt sich ihre Gemeinschaft der Fae-Jäger), der umwerfend gut aussieht. Aber ist es Zufall, dass das neue Ordensmitglied und dieser seltsame Fae zur gleichen Zeit auftauchen?

»Wenn ich eines weiß, dann, dass es keine Garantie auf ein Morgen gibt. Es gibt nicht das Versprechen, dass es für uns einen weiteren Tag oder eine weitere Woche geben wird. Wenn man etwas will, muss man versuchen, es sich zu holen.

Die Geschichte ist durchgehend spannend. Der Schreibstil ist typisch Armentrout: Frech, jung und sehr angenehm mit diversen Bezügen zu zeitgenössischen Filmen, Serien und anderer Popkultur.

Wer andere Armentrout Bücher mag, ist auch hier gut aufgehoben. Man bekommt aber nichts bahnbrechend Neues geboten.

Im Gegenteil fühlt man sich sogar ziemlich an die Dark Elements Serie erinnert (ich bleibe bewusst nur beim Vergleich aus gleicher Feder. Der Grundplot lässt sich quasi 1:1 übertragen). Einiges ist recht vorhersehbar aber Armentrout schafft es einen teilweise wieder auf andere Fährten zu locken. An anderen Stellen ist es aber schon fast von Anfang an ersichtlich wer z.B. ein Verräter ist (die Person gibt selbst genug Andeutungen).

»Du würdest mich doch nicht belügen, oder, Tink?« »Nein.« Er grinste. »Du hast Amazon Prime.« Ich schnaubte. »Gut zu wissen, wie ich mir deine Loyalität sichern kann.«

Ren ist der typische Armentrout Typ, auf den die Mädels offenbar fliegen, wenn man nach dem Erfolg von Armentrouts Büchern urteilen darf. Selbstsicher, Tätowiert, weiß war er will, Charmant, sehr talentiert, schlau, liest Bücher, fährt Motorrad und ist “heiß” (die Kombination kommt der realen Welt wohl nicht so häufig vor).

Ivy ist sehr hübsch, seit 3 Jahren ohne Freund (siehe Vergangenheit oben), tough, schlagfertig, schlau und sich ihrer Aussehens und ihrer Wirkung auf Jungs überhaupt nicht bewusst (auch das kommt in der Realität wohl so gut wie nie vor).

Eine Anmerkung zum Preis der Bücher: Der Preis ist für die deutsche Version reichlich unverschämt. 12€ pro Buch (Kindle Version) also 36€. Für alle drei Teile in englisch zahlt ca. 13€ für alle 3 Bücher (Stand 29.12.2012 bei Amazon). Ist das angemessen 23€ pro Leser für die Übersetzung zu bezahlen? Wohl kaum.

Buch 2:

»Oh, gut zu wissen. Er könnte mir Gewalt antun, aber hey, wenigstens gibt es kein Apokalypse-Baby. Also nichts weiter passiert.«

Ivy hat erfahren, dass Sie ein Halbling ist. Einer der Halblinge, die Ren umbringt, weil sie das Potenzial haben alle Tore zur Anderwelt zu öffnen, wenn sie ein Kind mit dem Prinz zeugen. Das ist sein Job. Er hat schon viele getötet, die nicht mal wussten, dass sie Halblinge sind und treu dem Orden gedient haben (also eigentlich auf der gleichen Seite kämpfen).

Nicht das sie das Ivy ein Kind mit dem Prinzen zeugen will, aber der Prinz will sie dazu zwingen.

»Das ist bloß Ren, der mal wieder total unheilvoll tut.« Tink ging mit schwingenden Armen voraus. »Er kann nicht wirklich gut mit Menschen umgehen. Ich glaube, er fühlt sich unbeholfen im Umgang mit anderen. Oder vielleicht ist er auch nur geistig zurückgeblieben.« Ren seufzte und schien stumm bis zehn zu zählen.

Teil zwei ist deutlich düsterer als der erste Teil. Es zeigt sich, dass besonders Ren auch seine schwachen Seiten hat und nicht nur der perfekte Typ ist, wie er im ersten Teil dargestellt wird.

Ivy erweist sich noch viel tougher als im ersten Teil.

Ansonsten finde ich ich die beschriebenen Szenen teilweise recht grenzwertig daher ist das Buch für mich auch kein Jugendbuch.

Der zweite Teil ist für meinen Geschmack noch etwas spannender als der erste aber das liegt in der Natur der Sache, weil man im ersten Teil erst man in die Welt eingeführt wird.

»Das ist bloß Ren, der mal wieder total unheilvoll tut.« Tink ging mit schwingenden Armen voraus. »Er kann nicht wirklich gut mit Menschen umgehen. Ich glaube, er fühlt sich unbeholfen im Umgang mit anderen. Oder vielleicht ist er auch nur geistig zurückgeblieben.« Ren seufzte und schien stumm bis zehn zu zählen.

Die Geschichte entwickelt sich weiter. Es gibt nicht nur böse Fae und auch der Orden ist nicht nur gut (was eigentlich schon im ersten Teil klar geworden ist).

Der zweite Teil hinterlässt deutliche Spuren bei den Charakteren und sie entwickeln sich einerseits weiter, andererseits hinterlassen die Handlungen und Aktionen dauerhafte Spuren.

Tink wird von einer Nervensäge zu einem Charakter, der zunehmend relevanter für die Geschichte wird und in dem mehr steckt als man denkt.

Buch 3:

“Tink,” Faye cried out from the doorway. When did she get here? “You’ve got to get Ren away from Tanner. He had nothing to do with what happened to her!” Tink shook his head. “I ain’t stopping shit, lady. He’s just lucky it’s Ren who had his hand around his neck.”

Da ich mal wieder nicht abwarten konnte, habe ich den dritten Teil natürlich in englisch gelesen. Vielleicht werde ich das buch später auch noch in deutsch lesen. Bei Büchern mit derart viel Emotion es manchmal einfach ein anderes Leseerlebnis, als wenn man ein Buch in englisch liest (wobei mir wohl nur ein paar Nuancen entgangen sind – den Kern versteht man sehr gut).

Ivy wurde aus der Gefangenschaft des Prinzen befreit. Aber die Gefangenschaft und der Zwang der auf sie ausgeübt wurde hat deutliche Spuren hinterlassen. Ivy ist nicht mehr die Person, die sie vorher war.

“I’m about to sound cheesy as fuck and I’m kind of surprised that I even have to say this, but it’s not just about how you look. Don’t get me wrong, that’s a way nice bonus, but it’s you, Ivy. What’s on the inside, Sweetness.”

Zu allem Überfluss kennt sie nun zwar einen Weg wie der Prinz in die Anderwelt zurück befördert werden kann. Dafür muss Sie aber in die Anderwelt. Ganz nebenbei wird noch das Blut eines Mitglieds der königlichen Familie benötigt und der Kristall, den der Prinz an sich gebracht hat.

Nachdem Ivy sich genährt hat traut sie sich selbst nicht mehr und sie kann nicht mehr die Beziehung mit Ren ausleben. Sie zieht sich vollkommen zurück, von Ren, von Tink und allen anderen.

Dear mountain momma, I was two seconds from launching my dagger across the room and stabbing the Summer Prince in his eye, punching Tink, and throwing Ren out the window.

Der letzte Band wirkt nicht durchgängig stimmig auf mich. Ivy zieht sich vollkommen zurück (das kann ich noch nachvollziehen aufgrund ihrer Erlebnisse) aber auch Ren verhält sich relativ seltsam. Innerhalb kürzester Zeit wechseln beide von einem Liebespar, zu einem Ehepaar, dass kurz vor der Scheidung steht zurück zu alles gut. Das wirkt auf mich nicht wirklich glaubwürdig. Allerdings lässt sich das in einem Buch von der Länge evtl. auch nicht anders darstellen.

Auf jeden Fall gibt es im dritten Buch eine Gefühlsachterbahn inklusive.

“I’d rather have you pissed off at me for the rest of your very long life than to allow the world’s brightest fucking star to go out. You can hate me today and tomorrow, but at least you’ll have a tomorrow, and I’ll make damn sure you have a whole bunch of them to be angry with me.”

Die Charaktere entwickeln sich deutlich weiter und legen ihre antrainierte / engstirnige Sichtweise ab.

Der dritte Band bekommt durch die (Streit-)gespräche in einigen Passagen eine arg komödiantische Ausrichtung. Ob beabsichtigt oder nicht sei dahingestellt. Im zweiten Teil des Buches ist der Humor umso besser gelungen.

In Summe hat der dritte Band für mich einige Schwächen aber nicht so stark, dass es die Serie insgesamt schlechter macht.

Fazit:

“Thank the faery lords and ladies, I will not be a product of a split home.” “For the last time, we are not your parents, Tink.” I shook my head as I started to turn but stopped. “Pick up your bag.” Ren leaned in as Tink snatched the bag off the floor. “You sound like his mom.” “Shut up,” I hissed.

Obwohl Jennifer Armentrout ihre eigene Geschichte kopiert hat, kann man das der Buchserie selbst nicht zum Vorwurf machen. Ich bin nur vorbelastet, weil ich die Dark Elements Serie zuerst gelesen habe, ansonsten wäre mir das nicht so stark aufgefallen. Allerdings ging es mir auch abseits davon so, dass einige Teile der Handlung vorhersehbar waren, wenn man aufmerksam liest.

Wenn ich nun einfach mal so tue, als wenn ich die Dark Elements Serie nicht kennen würde, dann finde ich auch die Wicked Serie klasse umgesetzt (ein wenig Twilight und Lux findet man in Wicked übrigens auch).

His arm tightened around me. “I don’t always say the right thing. I think you know that.” “But when you do, you make up for the stupid stuff that comes out of your mouth.”

Die Wicked Serie ist ein absoluter Pageturner. Ich habe zwei Nächte zur hälfte durch gelesen, weil ich an den entsprechenden Stellen einfach nicht aufhören konnte. Armentrout ist einer der wenigen Autoren, die es schaffen, dass ich die halbe Nacht durchlese, obwohl ich weiß, dass ich am nächsten Tag mit Migräne und oder Schlaflosigkeit dafür bezahle.

Sie schafft es die Emotionen zu transportieren und das ich mit den Charakteren mitleide.

Ignoring that, I looked at Fabian. “Can you grab the backpack for me? Please?” “Wow. You said please.” The Summer Prince twisted at the waist. “That must’ve hurt your soul.”

Die Folterszenen (körperlich und psychisch) finde ich grenzwertig. Für mich ist das kein Jugendbuch aber desto mehr Bücher ich von ihr liege ist das wohl auch der Weg mit dem sie es schafft so viel Emotionen zu transportieren.

Die Sexszenen bzw. auch nahe Sex Szenen fand ich in dieser Buchserie ansprechend und im Gegensatz zu anderen Serien von Armentrout hat sie hier für meinen Geschmack nicht zu viel davon eingebaut und es wird nicht langweilig Die Grenze zwischen antörnend und langweilig finde ich in dem Kontext recht fließend, da die eigentliche Handlung dadurch unterbrochen wird.

Somit hat 2019 trotz einiger Kritik direkt mit einem Highlight begonnen. Ich habe schon länger keine Serie mehr gelesen, bei der ich direkt Lust hatte von vorne anzufangen.

Aber an der Serie werden sich vermutlich die Geister scheiden. Ich bin gespannt auf andere Rezensionen.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ein Kleeblatt – egal ob trocken oder nicht – schützt einen vor den Ungeheuern? Ernsthaft? 😉
  • Warum werden die Folterverletzungen von Trent durch David erwähnt, während er das bei den drei anderen nicht getan hat?
  • Besonders schlau ist die Aktion mit dem Clubbesuch von Ivy und Ren nicht, da ein Fae weiß wie Ivy aussieht und dieser bereits im Club war. Mit roten Haaren ist sie auch alles anderes als unauffällig.
  • Die Sache mit den Halblingen ist ziemlich Krass. Es werden von der Elite auf Befehl Leute umgebracht, die sogar für dieselbe Sache arbeiten einfach nur wegen dem was sie sind bzw ihrer Abstammung. Das ist absolut falsch und nicht zu rechtfertigen. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Ivy das nicht heftiger kritisiert. Im Gegenteil sie argumentiert, dass eine Hexenjagd auf unschuldige erfolgen könnte. Unschuldig ist nach der Definition aber nur jemand mit der richtigen Herkunft. Man kann aber nicht schuldig an seiner Herkunft sein. Auch die spätere Aussage von Ren “Du bist dieses Ding” halte ich für absolut verwerflich. Selbst Ivy selbst stuft sich so ein. Auch die Fae werden natürlich zum Teil deswegen getötet was sie sind, aber primär wegen dem was sie tun. Es wird damit argumentiert, dass Halblinge ein Risiko darstellen. Das ist auch bei jedem Menschen so. Jeder Mensch könnte auch zu dem nächsten Hitler werden. Deswegen tötet man nicht alle vorsorglich. Glücklicherweise bewegen sich die Charaktere weiter und ändern ihre Ansichten.
  • An Val zweifelt man als Leser so früh, dass man meint, dass es den handelnden Akteuren genauso ergehen muss.
  • Es ist ziemlich krank, dass ganze Familien in Sippenhaft genommen werden. Die Tochter hat mist gebaut? Da werden die Eltern kurzerhand ermordet. Was sie vorher ihr leben lang getan haben ist vollkommen egal. Und das sollen die guten sein?!
  • Ich habe gewisse Zweifel, dass die Prioritäten des Prinzen so gelagert wären, das er sich länger mit der Leiche von Henry beschäftigen würde. Ich würde vermuten, dass ihm das relativ egal ist, ob die irgendwo gefunden wird oder nicht.
  • Nachdem Ivy sich mit blutenden Füßen zu Fuß in das “geheime” Quartier der guten Fae begeben hat wäre es wie schwer sie zu finden, wenn er ihr Blut wittern kann? Interessant ist, dass die Frage nicht mal thematisiert wird. Erst im nächsten Band folgt eine Erklärung, warum der Prinz sie im Versteck nicht finden kann.
  • Ivy denkt darüber nach einen Ausflug zu ihrer Wohnung zu machen wegen Make-up. Klar, ist ja nicht so, als wenn der Prinz sie nicht jederzeit wieder entführen könnte. Make-up ist ja auch wichtiger als überleben und Folter entgehen…
  • Wie kann Kyle am nächsten Morgen reden, wenn er geknebelt ist?
  • Die Zimmer sind extrem hellhörig. Ren ist im Zimmer nebenan und der Sommerprinz tötet ihn nebenan lautlos und das sogar mit vorheriger Ankündigung und er schreien kann?
  • Wann ist die Queen in unsere Welt gelangt? Mit dem Prinzen und den Rittern nicht. Da das Tor aber wieder verhlossen wurde, gab es keine andere Möglichkeit.
  • Wer hat die Handlungen von Drake gesteuert? Er selber soll angeblich nicht verantwortlich sein und er soll unter der Kontrolle der Queen gestanden haben. Der Charakter der Queen ist aber so verdorben, dass die nicht mal in der Lage gewesen wäre Ivy auch nur für Minuten Ren vorzuspielen. Drake ist ja schon schlimm, aber die Queen…
  • Angeblich hat Tinks Volk alle Tore zerstört bis auf eins. Wieso sollte es dann möglich sein mit einem Prinz / Halbling Kind die zerstörten Tore wieder zu öffnen?
  • Warum wurden die männlichen Halblinge getötet? Es gibt ja offenbar keine Prinzessin mit der ein Kind gezeugt werden kann, so es überhaupt bei dieser Paarung funktionieren würde?

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