Juniper Moon [Serie]

Juniper Moon 2 Das Geheimnis von Arcanum - Magdalena Gammel  Juniper Moon 2 Das Schicksal von Arcanum - Magdalena Gammel

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Magdalena Gammel

Teile der Serie:

  • Juniper Moon 1 – Das Geheimnis von Arcanum (488 Seiten)
  • Juniper Moon 2 – Das Schicksal von Arcanum (505 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Jemand wie Azazel brauchte dringend eine Fanpage, auf der man wenigstens ein paar hilfreiche Informationen finden konnte. So etwas wie: Geht er in Flammen auf, wenn ich ihn mit Weihwasser bespritze? Hat er Zugang zum Höllenfeuer? Ist er allergisch gegen Hülsenfrüchte?! Jedes Detail war mir lieber als diese Ungewissheit.

June ist eine Hexe und auf der Flucht, seit der Kardinal Luzifer getötet hat. Denn der Kardinal hat das Ziel alle Hexen zu fangen und zu vernichten.

Ihr merkt schon, die Geschichte baut auf Mythen, Legenden, usw. auf und deutet diese nach eigenem Geschmack neu.

June ist scheinbar eine typische Hexe, sie ist jung, stolz und hat öfter mal ein schnelleres Mundwerk als gut für sie ist. Weiterhin ist sie ziemlich mutig was sie ziemlich häufig in problematische Situationen bringt.

»In den Tiefen der Kanäle lauern Kreaturen, die dir süße, gefährliche Versprechen zuflüstern. Sie zerren ahnungslose Hexen bis auf den Grund hinab, um ihnen dort das Herz aus dem Leib zu reißen.« »Ich sehe den Unterschied zu den Gefahren an Land noch nicht so ganz«

Anfangs war ich schon geneigt abzubrechen, weil man schnell den Eindruck bekommt, dass jedes Klischee bedient wird, daher ist die Geschichte zu Beginn sehr vorhersehbar ist.

Beim Teufel (Azazel) war ich mir aber nicht so ganz sicher und konnte ihn weniger vorhersagen (was positiv ist). Einerseits scheint er quasi der typisch gummelige Bad Boy mit doch irgendwie gutem Kern zu sein, anderseits bleibt es immer ertwas Mysteriös.Somit ist auch für den Leser nicht so eindeutig, ob er Verräter, Held oder eine Grauzone dazwischen ist.

June steckt zwischen verschiedenen Strömungen in einer Stadt fest in der jeder lügt. Sie muss sich die Frage stellen wer welche Pläne verfolgt und mit wem sie sich verbündet. Vertrauen kann sie scheinbar niemandem.

Ein paar Untiefen gibt es in der Geschichte aber gemessen an den Handlungswendungen hat die Autorin das ziemlich gut hinbekommen. Der erste Band ist in sich abgeschlossen. Es wird zwar Luft für eine Fortsetzung gelassen aber das Ende wäre aus meiner Sicht auch für einen Einteiler durchaus geeignet.

Band 2

Wer sich sein Leben lang blind auf fremde Überzeugungen verließ, würde selbst mit geöffneten Augen nicht mehr deutlich sehen können.

Meine Rezension des zweiten Teils kommt nicht gänzlich ohne Spoiler auf.

June hate dem Kampf gegen Kardinal letztendlich gewonnen, aber da sie das Licht Luzifers in sich hat, weckt ihre Person viele Begehrlichkeiten. Das trifft sowohl für den Himmel als auch die Hölle zu. In Teil zwei wird die dazu gezwungen Prüfungen zu bestehen.

„Hm, und ich dachte schon, du seist der Engel, der mich an den Pforten zum Paradies erwartet.“ „Wie kommst du darauf, dass die so jemanden wie dich da jemals reinlassen würden?“ „Keine Ahnung. Wie komme ich dazu, jemanden wie dich mit einem Engel zu verwechseln?“ „Touché.“

Ich fand es ziemlich mutig von der Autorin den Bösewicht in Band 1 sterben zu lassen. Dementsprechend war ich optimistisch, dass sie für den zweiten Band eine vergleichbar gute Geschichte aus dem Hut zaubert. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht.

Die Prüfungen sind ein Element, dass man schon oft in derartigen Büchern hatte. Dazu wird immer erwähnt wie toll Azazel als Liebhaber und Beschützer ist und wie wichtig ihm June ist. Wenn es darauf ankommt, scheint sie ihm aber vollkommen egal zu sein. Er gibt ihr vor den Prüfungen nicht mal Hinweise und die Prüfungen sind potenziell tödlich. Da kann es mit seinen Beschützerinstinkten nicht so weit her sein.

„Bist du sauer, weil ich nett zu Ezra war, im Gegensatz zu dir?“, fragte ich, während er mich in den Raum schob. „Ich war nett zu ihm.“ „Du denkst, so ist man nett zu anderen?“ „Ich habe ihn am Leben gelassen. Mehr Nettigkeit wird er nicht von mir bekommen.“

Womit ich dann allerdings nicht gerechnet hatte war, dass die Autorin auf vollkommen unglaubwürdigerweise den Protagonisten aus Teil 1 wiederbelebt. Das ergibt leider keinen Sinn und ist genauso unkreativ, wie viele Hollywoodstreifen. Auch die Charaktere sind über weite Teile einfältig und maximal naiv.

Fazit:

Teil eins finde ich ziemlich gelungen. Teilweise klemmt es bei der Logik und bei den Erklärungen aber für eine Geschichte, die so viele Handlungswendungen hat, geht das noch in Ordnung. Beim zweiten Teil übertreibt es die Autorin und überspannt den Bogen.

»Was mach ich jetzt mir dir?« Eine berechtigte Frage, auf die es eine ganze Palette von Antworten gab. Manche waren sehr verlockend, manche sehr gefährlich. Die, die ich geben wollte, war beides.

Der Vorteil ist, dass Band 1 so abgeschlossen ist, dass man ihn auch einzeln lesen kann. Von Band 2 kann ich nur abraten, Teil 1 ist einzeln durchaus lesenswert. Andere Leser scheint das übrigens nicht so sehr zu stören, denn die Bewertungen von Teil eins uns zwei unterscheiden sich in Summe nicht, wenn man beim großen A schaut.

D.h. wenn man auf Handlungswendungen steht und dafür auch die ein oder andere Schwäche im World Building und der Logik akzeptieren kann, dann wird man auch mit Teil 2 glücklich werden.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5 (Teil 1 4/5 und Teil 2 3/5 siehe auch Text)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  •  Anfangs ist die Geschichte leider sehr vorhersehbar, der Angriff war vorher abzusehen und auch, dass ihre Schwester entweder gefangen genommen wird oder stirbt. Auch den Teufel erkennt man ziemlich schnell.
  • Etwas seltsam, dass die Hexen 18 Jahre gesucht und 4 in einer Woche gefangen werden. Wie sich später zeigt war das auch kein Zufall.
  • Wie kann June zurück zu Gwen gehen, ohne das Asmodeus die schnappt?
  • Ob ein Zauber mit dem man von einer Kordel zu den anderen beiden Kordeln (und somit Hexen) kommt, so hilfreich ist? Der Zauber kann ja auch zu Ungunsten der Hexen genutzt werden. Und wie sich später zeigt, fällt diese ziemlich dumme Idee voll auf die Hexen zurück. Mehr Eigentor geht schon nicht mehr (wobei in dem Fall jemand anders dafür gestorben ist).
  • Nachdem Calla nicht die Schwester von June ist, hätte ich mir an ihrer Stelle Gedanken darüber gemacht, ob der Teufel nicht etwas anderes gemacht hat als Calla zu warnen. Vielleicht wurde sie von ihm instruiert. Wie sich später zeigt haben beide unter einer Decke gesteckt.
  • Plausibel hört sich der Bericht über die Vergangenheit nicht an: Die Halbengel waren zahlenmäßig unterlegen, Lilith hat sehr viele von ihnen getötet und dann ist Lucifer getötet worden, obwohl er absolut überlegen war?
  • Die Mentalität der Hexen wirkt schlicht, als wenn sie nie aus der Pubertät gekommen wären: Feiern bis der Arzt kommt und über die Stränge schlagen und voll hinter diesem Lebensmotto stehen …
  • Wie ist es Azazel denn gelungen June ohne Wachen vom Fest wegzulotsen? Wenn die Wachen in der nähe waren, könnte es wohl kaum in seinem Interesse sein, dass sie die Unterhaltung mit June mitbekommen. Anschließend gibt es mehrere solcher Szenen, die sehr eindeutig zeigen, dass June die Schwachstelle von Azazel ist. Es ist somit naheliegend, dass der Kardinal sie ausnutzen wird.
  • Nach dem Weg durch die Katakomben sind an Junes Kleid keine verräterischen Spuren zu sehen?
  • “Dieses Mal hatte ich nichts zu verhandeln” – Der Kardinal hat sich auch bei der ersten Verhandlung nicht daran gehalten, insofern macht es keinen Sinn überhaupt die Idee zu haben, dass man etwas verhandeln kann.
  • Eindringlicher hätte der Kardinal doch kaum warnen können, dass er den Teufel mithilfe in der Hand hat und was macht June daraus? Nichts, sie spricht nicht mit Azazel darüber um seine Reaktion zu sehen.
  • Die Machtkonstellation ist nicht nachvollziehbar. Der Kardial buckelt vor Azazel aber Azazel traut sich 18 Jahre lang nicht ihn anzugreifen. Warum? Später wird es damit begründet, dass dabei viele sterben würden aber als es am Ende zum Kampf kommt, ist es auch so.
  • Wieso spricht June nicht über die Pläne vom Kardinal mit Azazel? Es ist doch ziemlich eindeutig, dass nach der Zerstörung der Hexenstadt auch alle Hexen vom  Kardinal getötet werden und das June und ihre Schwester einschließt. Im Prinzip hat sie also wirklich nichts mehr zu verlieren und der Kardinal hat abseits von Luzifers Licht schon alles was er braucht. Andererseits muss ich zugeben, dass das Ergebnis am Ende von Band 1 auch nicht besser gewesen wäre, als das was tatsächlich passiert.
  • Dass Claudius June nicht dazu befragt hat wie sie aus dem Schloss raus gekommen ist, sollte sie skeptisch machen …
  • June ist in voller Montur also mit Goldkleid und Krone durch die Katakomben und die Stadt gelaufen? Das ist ja sowas von unauffällig.
  • Wieso sollte es besser sein Claudius die Krone schneller zu geben? Er benötigt June für die Zeremonie. Weiterhin würde er das wichtigste Druckmittel verlieren, wenn er Calla gehen lässt. Es wäre also sinnvoller möglichst lange den Status Quo aufrecht zu erhalten und sich Verbündete zu suchen oder herauszufinden was Azazel vor hat. Immerhin kommt June auch selber auf die Idee.
  • Wieso geht June davon aus, dass sie damit leben muss, wenn Calla und Azazel sich lieben. Es ist doch ziemlich naheliegend, dass ihr Leben nach dem Ritual enden wird…
  • Ich kann nicht nachvollziehen, wie Claudius zu dem Schluss kommt, dass sich mit Lucifers Licht etwas für ihn ändert. Er mag wieder Flügel bekommen aber wenn der Himmel ihn nicht wieder aufnimmt, steht er ziemlich blöd da.
  • Wie soll die Geschichte von Liliths Todessprung entstanden sein? Damit diese Geschichte glaubhaft ist, hätten den Sprung mehrere Leute sehen müssen. Und was war das mit der Krone bei den Raben? Von Anfang an geplant, damit June 18 Jahre später damit in die Irre geführt wurde um Claudius zu täuschen oder später eingefädelt?
  • Wie ist Lucifer eigentlich gestorben? Wenn ich mir die Kräfteverhältnisse im Buch anschaue, gibt es dafür keine plausible Erklärung.
  • Das sind ja tolle Voraussetzungen: Azazel hat Asa bei den Prüfungen gewinnen lassen. Die Chancen, dass June das gleiche passiert dürften gering sein.
  • Es ist reichlich unglaubwürdig, dass Azazel immer den großen Liebhaber und Beschützer mimt und June kein Wort über die Prüfungen verraten hat.
  • Wieso darf der Engel im Kampf die Flügel einsetzen, die Hexe aber keine Magie? Das ist Chancengleichheit, die man in der Hölle bestimmt akzeptieren würde…
  • Was ist das für eine maximal unglaubwürdige Beschreibung? Man muss etwas von einem 5m hohen Baum holen. Ein Engel ist bereits halb oben. June ist einer Säuregrube, schneidet mit einem Messer ein Bein vom Ungeheuer, erklimmt eine Wand damit und der Engel hat sich während all der Zeit keine 2,5m überwinden können. Da werden die Drehbuchschreibern in den Blockbustern von Hollywood neidisch.
  • Seit wann kann man mit einer Armbrust dauerfeuern? Normalerweise muss man die Armbrust spannen und das macht man nicht mal eben in ein oder zwei Sekunden.
  • Es ist reichlich unwahrscheinlich, dass sich Nicolai aus dem Gefängnis befreit und so viele Wachen überwältigt auch nicht mit externer Hilfe. Wie soll die denn ins Schloss gekommen sein und eine Person würde dafür wohl kaum reichen. Es bleiben also nur wenige Optionen.
  • Da June eh nicht sterben kann macht es keinen Sinn, dass Azazel Nocolai gehorcht und das Federvieh gehen lässt.
  • Die Geschichte des zweiten Bandes ist echt schwach. Wenn der Bösewicht gestorben ist, dann lässt man sich halt eine reichlich konstruierte Geschichte einfallen, damit er wieder auferstehen kann. Das kennen wir schon aus genügend Hollywoodstreifen, in denen das auch nie gut funktioniert hat.
  • Das Claudius als Seele so Zaubern kann ergibt genauso wenig Sinn wie der Quatsch davor … Und natürlich zaubert er Nimja (als leibliches Wesen) gleich mit weg.
  • Wieso wird spekuliert wie Claudius an das Licht kommen will, wenn Nicolai schon gesagt hat, dass er das Schwert von Michael dafür nutzen will. Dazu kommt, dass es doch relativ eindeutig ist, dass man sowohl das Licht als auch das Schwert am besten bei den Prüfungen bekommen kann. Zumindest für den Leser ist es offensichtlich.
  • Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, dass einer der Dämonen Nocolai unterstützt. Wie sollte er sonst an das Licht und das Schwert kommen und zufällig war Kasdeja auch beim Schloss, dass würde auch erklären wie so viele Bewacher getötet werden konnten. Danjal lässt in den Gesprächen mit June auch Kommentare ab, die seine Beteiligung nahelegen (so nach dem Motto noch darfst du nicht sterben, das kommt in meinem Plan erst später vor und auch weitere Andeutungen). Glücklicherweise kommen die Akteure selber darauf, als es zu spät ist. Auch das ist unglaubwürdig, da die Charaktere sonst deutlich intelligenter sind. Der Teufel hätte sich nicht ansatzweise so lange gehalten, wenn er so einfältig wäre.
  • Ein fast toter Schatten und ein Geist hauen mal eben den mächtigsten Engel Michael um, nachdem sie vorher mal kurz ein Portal in die Hölle gehöffnet haben, durch das ihnen keiner Folgen kann – das klingt ja wirklich überzeugend. Das passt kein Stück zum vorherigen World Building der Autorin und ist einfach unglaubwürdig.
  • Wie soll Claudius den Himmel angreifen, wenn er der einzige ist der dort hinkommen kann?
  • Erst heißt es, dass June das Licht mit dem Schwert raus geschnitten werden soll, dann soll sie es freiwillig abgeben. Das ergibt keinen Sinn. Entweder wird das Schwert benötigt oder sie kann es freiwillig abgeben.
  • Was soll schon passieren, wenn man ein “Gespräch” mit Jophiel führt, sie hat ja vorher schon bewiesen, dass sie so harmlos ist. Naiv ist schon kein Ausdruck mehr dafür.
  • Wie praktisch, dass June scheinbar Barghast vergessen hat, als die beiden Engel sie “entführen”. Die unglaubwürdige Geschichte in Teil 2 geht somit weiter.
  • Claudius benötigt das Schwert um die Verbindung zur Hexe zu lösen und das geht natürlich nur, wenn die Verbindung sichtbar ist. Und das wiederum geht nur auf dem Friedhoff. Vollkommen logisch. Vorher war nie die Rede davon, dass irgendwas “sichtbar” sein muss, damit das Schwert funktioniert. Auch in der praktischen Verwendung zeigt sich, dass es quatsch ist. Denn bei Calla war auch nichts sichtbar, als das Schwert benutzt wurde und das Licht ist schon aus ihr raus, bevor sie tot ist.
  • Warum auch immer Claudius und Nocolai gegen Azazel gewonnen haben sollen bleibt – wie bei der Autorin üblich – vollkommen unklar. Das ist genauso wenig nachvollziehbar, wie der Tod von Lucifer.
  • Super Plan mal wieder – Claudius bekommt alles und Azazel wird getötet – mal wieder ein Sieg für die Naivität. Das Band am Handgelenk sollte ernsthaft die Lösung sein? Wie denn, wenn Barghest quasi tot ist (das war er schon vor der noch stärkeren Verletzung von Azazel).
  • Mit zerbissener Zunge würde man wohl kaum so reden können wie June.
  • Erst wird so ein Theater um June und das licht gemacht und June soll sich nicht beweisen müssen und dann wird es einfach weiter gegeben. Das wäre auch schon vorher möglich gewesen und June hätte das Licht nie behalten müssen.
  • Dafür, dass Claudius nur ein Geist ist und die Seele sich aufgelöst hat, ist er erstaunlich fit und hält sich erstaunlich lange.
  • Logisch, erst mal zu Calla krabbeln, die entweder Tod ist oder eben nicht (ändern kann June in dem Moment eh nichts dran), als die Gefahr abzuwenden und Nocolai zu töten. Man muss Prioritäten setzen. Wieder so eine bloß nicht denken Aktion. Und faktisch hat June mit der Aktion ihre “Schwester” getötet.
  • Ist ja auch klar, dass der Geist von Claudius ein Schwert benutzen kann. Das ergibt mal wieder keinen Sinn. Zumal der offenbar keine Seelenbindung braucht um sich nicht aufzulösen. Das passt auch mal wieder nicht zur von der Autorin erschaffenen Welt.
  • Wie das Schwert, dass Nicolai schwingt plötzlich in den Händen von Claudius gelandet ist und Calla erwischt hat, bleibt wohl ein Geheimnis der Autorin.
  • Die Autorin kann sich offenbar nicht entscheiden, ob ein Engel Superkräfte hat oder nicht. Mal kann ein Engel quasi alle bewirken und aufhalten (wenn es der Autorin passt) und dann ist ein Engel wieder total hilflos (Michael wird wie eine Puppe weggefegt). Die Kräfteverhältnisse passen nicht,
  • Aha, vorher braucht es Magie und wenn es darauf ankommt schüttelt June mit einem eisernen Halsband mal eben das himmlische Feuer ab.
  • Wieso musste Ada sterben, wenn das Licht einfach mit dem Schwert entfernt und angeblich sogar freiwillig abgegeben werden kann? Das Drama ist also vollständig überflüssig.

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3. Lesequartal 2021

Ich bin mit dem Lesequartal mal wieder etwas spät dran.

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Don’t love me Serie – Lena Kiefer

Don't Love Me - Lena Kiefer  Don't Hate Me - Lena Kiefer  Don't Leave Me - Lena Kiefer

Die Reihe beginnt wie eine typische Jugendlovestory, wandelt sich dann aber über beide Bücher in eine ganz andere Richtung. Mal was anderes.

4 out of 5 stars 4/5


Leitstern Serie – Cahal Armstrong, Blake O’Bannon

Leitstern 1 Elaios - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 2 Skar - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 3 Keynat - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 4 Kill Switch - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 5 Redux - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 6 Mui-Bay - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon

Schlägt etwas aus der Reihe, Science Fiction, die oft aber auch an Indiana Jones erinnert. anfangs klassisches Dystopie Setting, dass partiell aber auch mal ordentlich Optimismus durchscheinen lässt. Trotz der vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen eher in der Kategorie – Actionkracher mit Popcorn anzusiedeln.

4 out of 5 stars 4/5 (die Serie ist noch nicht abgeschlossen, Zwischenfazit)


Chaos Serie – Teresa Sporrer

Chaoskuss - Teresa Sporrer  Chaosherz - Teresa Sporrer  Chaosliebe - Teresa Sporrer

Percy Jackson in der Mädels Version (sowohl von der Protagonistin als auch in der Girly Variante, manchmal aber etwas langatmig.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Federn über London Überleben – Sabine Schulter

Federn über London 4 Überleben - Sabine Schulter

Der letzte Teil der Serie um die (dunklen) Engel hat mir nicht so gut gefallen aber zum Glück kann man nach den ersten drei Teilen auch ein recht stimmiges Ende.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


 

 

 

Chaos [Serie]

Chaoskuss - Teresa Sporrer  Chaosherz - Teresa Sporrer  Chaosliebe - Teresa Sporrer

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Teresa Sporrer

Teile der Serie:

  • Chaoskuss (314 Seiten)
  • Chaosherz (386 Seiten)
  • Chaosliebe (388 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Sie war eine kämpferische Walküre und liebte es, sich in jede Schulhofschlägerei einzumischen. Für Menschen war das befremdlich, aber für Ingrid der größte Spaß auf Erden. Sie fand es nur gemein, dass sie keine Waffen benutzen durfte.

May ist eine Hexe, somit kann sie Zaubern und mit Tieren kommunizieren. Somit ist das Leben unter Menschen für sie nicht ganz einfach, aber es gehört zum Pflichtprogramm von jungen Hexen.

May ist noch an der High School. Anders als in anderen Büchern, wo das High School Leben schon eher erwachsen wirkt, gibt es hier aber eher das volle Teenagerprogramm. Neben Hexen gibt es in der Geschichte auch diverse andere Wesen wie Vampire, Dämonen, Sukkubus, Walküren usw.

Ich stieß ein lautes Schnauben aus. »Oh, ich bin also ein Versuchskaninchen?« »Nein, nein, Mayhem. Du warst nicht einmal geplant …« »Also bin ich ein Unfall? – Danke, so was hört man doch immer wieder gern!«

Hexen sind in dem Buch quasi eine Art Wächter, die Ordnung in die Welt der Übernatürlichen bringen. Die Welt der Übernatürlichen ist ziemlich “blümchenhaft” dargestellt. Eigentlich sind alle gut, ob nun Dämon, Vampir oder andere. Lediglich am Ende bekommt man es mit einem sehr Klischeehafen Bösewicht zu tun. Die Handlung ist aber in ein paar Seiten abgeschlossen.

Die Grundgeschichte (man tausche Percy gegen May und griechische Götter gegen Ägyptische Götter) ist Percy Jackson. Der Schreibstil ist ganz gelungen aber sehr auf Teenager Mädchen ausgelegt.

»Du hast mich jetzt nicht mit gut zwei Dutzend Messern erdolcht!«, schrie der Gott des Chaos. »O nein, in meinem Kaffee ist nun auch Blut!«

Für mich ist der Götterhintergrund  zwar ein guter Ansatz (gerade die Charaktere finde ich gelungen) aber mir fehlt einfach etwas. An vielen Stellen fühlt man sich auch an Percy Jackson oder auch Harry Potter erinnert. Die Autorin hat schon ihr eigenes Ding gemacht aber die Hexentiere z.B. und auch die Zauber erinnern oft an Harry Potter. Das Götterchaos ziemlich klar an Percy Jackson. Wer also schon immer die weibliche Variante von Percy Jackson lesen wollte, ist gut aufgehoben.

Band 2:

Er knurrte. »Am liebsten würde ich sie auf der Stelle töten, aber nein, das darf ich nicht.« »Scheißbürokratie!«, war meine Mutter ausnahmsweise mal seiner Meinung.

May weiß nun, dass sie die Tochter von Seth dem Gott des Chaos ist. Ihre Mutter ist eine Mischung aus Vampir und Hexe und insofern ist May sehr speziell was ihre Fähigkeiten angeht. Einerseits lernt May wie sie sich als Hexe verhalten muss, andererseits geht sie als Hexe auch ganz normal zur High School. Zumindest mehr oder weniger normal, denn ihre Mitschüler halten sie passenderweise für eine Hexe, weil ihre Familie partiell recht seltsame “Berufe” verfolgt.

Inzwischen hörte sich Seths Klopfen so an, als würde er die Tür verprügeln. Also bat ich ihn herein, bevor ich mir noch eine neue besorgen musste.

Wer den Vorgänger nicht gelesen hat, anfangs gibt es eine Zusammenfassung eher marke Holzhammer und zwar von allem was im Vorgänger passiert ist. Das Kapitel kann man quasi direkt überspringen, wenn man gerade den Vorgänger gelesen hat.

Die Serie nimmt sich nach wie vor selbst nicht so ganz ernst und ist recht humorig. Das mag man oder man mag es nicht. Mein Fall ist es nicht so. Auf mich wirkt die Handlung ziemlich überdreht.

Ansonsten hat Band 2 den gleichen Aufbau wie der erste. 90% passiert nicht viel und am Ende lässt die Autorin die Bombe platzen. eine etwas mehr über das Buch verteilte Handlung wäre ganz gut.

Band 3:

Heute würde ich etwas Fröhliches malen. Wie Larissa auf einem Pfahl oder 50 Shades of Larissas Blut auf einer Leinwand.

Die recht unkonventionelle Göttergeschichte geht weiter. May ist eine Halbgöttin. Sie ist die Tochter des Chaosgottes und ihr Blut hat die schlafenden Götter erweckt. Aufgrund der taten ihres Vaters will Horis sie töten. Auch die hälfte der Götter will sich gegen Seth und May stellen. Lediglich eine kleine Gruppe hält zu ihnen. Aber wird das reichen?

Der letzte Teil hat mir besser gefallen als die beiden vorherigen, in denen die Geschichte über weite Strecken vor sich hin plätschert. Im dritten Teil gibt es mächtig viele Götter. Und es passiert somit deutlich mehr als in den beiden vorherigen.

Wie in der ganzen Serie nimmt sich auch der dritte Teil nicht besonders ernst.

Fazit:

»Ich habe gespürt, dass du in Gefahr bist, aber da war ich gerade beim All-you-can-eat-Buffet. Da du dich daraufhin schnell wieder beruhigt hast, habe ich noch fix was gegessen.« Sie rieb sich den Bauch. »Ich bin gesättigt und ich habe ein Verdauungsschläfchen gehalten. Ich bin nun bereit, dir zu dienen.«

Wer Percy Jackson mag, bekommt hier mehr oder weniger das gleiche in weiblicher Form geboten. Die Geschichte nimmt sich oft selbst nicht sonderlich ernst und es gibt diverse Szenen wo man lachen muss. In den ersten beiden Teilen fehlt mit aber etwas die Spannung. Der letzte Teil ist somit für meinen Geschmack der beste. So richtig warm bin ich mit der Serie aber nicht geworden, dafür nimmt sie sich selbst zu wenig ernst und ist auch oft einfach zu girly mäßig.

Wer übrigens keine schnulzigen Liebesgeschichten mag, der ist bei der Serie trotz des Titels richtig. Die “Liebe” ist in der Serie ziemlich jugendfrei und nicht so relevant.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Was Noah vorhatte war doch relativ offensichtlich, spätestens als er wieder runter wollte, nachdem er sein Handy benutzt hat.
  • Noah als Geist mit nach Hause zu nehmen ist wohl keine sonderlich gute Idee, wenn die Großmutter ihn exorzieren will.
  • Zu einer Party gehen ist bestimmt eine Tolle Idee, wenn man bei jeder Stimmungsschwankung Wolken über dem Kopf hat …
  • Seth bekommt nichts mit von der Entführung und dem Kampf im Garten. Ganz schon schwach für einen Gott.
  • Klar, Zaubern kann May nicht aber Geister exorzieren geht natürlich noch.
  • Erst wird ständig hervorgehoben, dass es quasi unmöglich ist einen Gott zu töten und dann tötet Horus Götter wie Fliegen (ggf. hängt das aber damit Zusammen, dass die Götter nicht ihre alte Kraft haben).
  • Offenbar ist Noah nicht nur für die Übernatürlichen am Tisch sichtbar, sondern auch für Shane. Sehr selektiv.
  • Wieso schläft Bastet, wenn Götter doch nicht schlafen abseits des paar Tausend Jahre Schlafs?
  • Horus ist hinter May her und alle Götter einschließlich ihrem Beschützer lassen sie alleine.

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2. Lesequartal 2021

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


From Blood and Ash 3 – The Crown of Guilded Bones – Jennifer L. Armentrout

The Crown of Guilded Bones From Blood and Ash 3 - Jennifer L. Armentrout

Dritter Teil der bisher tollen Serie, der leider etwas der typische Füllband zwischen zwei anderen ist.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


Quit like a Millionaire – Kristy Shen, Bryce Leung

Quit Like a Millionaire No Gimmicks, Luck or Trust Fund Required - Kristy Shen, Bryce Leung

Wie wird man möglichst jung finanziell unabhängig. Wie kommt man möglichst früh in eine Situation in der man arbeiten kann aber nicht muss, in der man ggf. sich selbst verwirklichen kann oder Dinge tun kann, bei denen man zwar Spaß hat aber die Entlohnung nicht so hoch ist? Das Buch gibt einem einen ganz guten Guide, der auch mit Zahlen untermauert wird.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


Harbringer Grace and Glory – Dark Elements Funkelnde Gnade – Jennifer L. Armentrout

Harbringer 3 Grace and Glory - Jennifer L. Armentrout  Dark Elements 6 Funkelnde Gnade - Jennifer L. Armentrout

Vorerst letzter Teil der Dark Elements Serie, die aus zwei Trilogien besteht und in dem englischen Original auch zwei unterschiedliche Titel hat. Für meinen Geschmack wurde die Serie gut zu Ende gebracht, die Geschichte ist typisch Armentrout.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


The Expanse – James Corey

The Expanse 1 Leviathan Erwacht - Jamey Corey  The Expanse 2 Calibans Krieg - James Corey  The Expanse 3 Abaddons Tor - Jamey Corey  The Expanse 4 Cibola Brennt - Jamey CoreyThe Expanse 5 Nemesis Spiele - Jamey Corey  The Expanse 6 Babylons Asche - James Corey  The Expanse 7 Persepolis erhebt sich - James Corey  The Expanse 8 Tiamats Zorn - Jamey Corey  The Expanse 9 Leviathan fällt - Jamey Corey

Ich glaube zu der Reihe braucht man nicht viel Sagen, da die Serie ja hinreichend bekannt ist. Gerade in den ersten Bänden ist die Serie erstaunlich nah an den Büchern. Wie auch die Serie haben die Bücher ihren Höhepunkt bis zum dritten Teil. Anschließend verliert die Serie die spannende Hintergrundgeschichte leider öfters aus den Augen und verstrickt sich. Trotzdem eine gute Serie.

4 out of 5 stars 4/5


Vortex 3 – Die Liebe, die den Anfang brachte

Vortex 3 Die Liebe, die den Anfang brache - Anna Benning

Der letzte Teil der Zeitläuferserie hat ich etwas mehr angesprochen. Vielleicht bin ich aber einfach auch schon etwas abgestumpft, denn Logik spielt in der Serie eine untergeordnete Rolle, dafür gibt es viele Handlungswendungen.

4 out of 5 stars 4/5


Belial Götterkrieg – Julia Dippel

Belial Götterkrieg - Julia Dippel

Für mich bisher schwächste Serie von Julia Dippel. Leider ist die Handlung extrem vorhersehbar und die Charaktere verhalten sich extrem zum eigenen Nachteil, weil sie sich kein Stück über den Weg trauen. Trotzdem noch besser als viele andere Bücher.

Ich empfehle statt dem Prequel also eher die Izara Serie.

4 out of 5 stars 4/5


Starship Planetenleuchten – Sarah Scheumer

Starship 3 Planetenleuchten - Sarah Scheumer

Der letzte Teil, der Starship Reihe hat mich nicht so überzeugt, wie gerade der Start der Serie. Das war frisch und mit maximaler Geschwindigkeit in die Handlung. Teil 3 spielt in einem fremden Krieg auf einem fremden Planeten.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Die Botschafter Serie – Andreas Kroll

Klassische High Fantasy, die ich leider im ersten Teil nur bedingt spannend fand. Mal sehen wie sich die Serie weiterentwickelt.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Nebelsphäre Hamburg – Johanna Benden

 

Für meinen Geschmack etwas schwache Nebenhandlung zur Nebelsphäre Lübeck Reihe. Wer aber nicht genug von den Drachen bekommen kann, sollte sich die Serie anschauen. Anders als in der Hauptserie geht es hier nicht um die Helden, sondern eher um die Underdogs.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Unchained – Jennifer L. Amentrout

Unchained - Jennifer L. Armentrout

Das Buch wirkt, als wenn Armentrout als Jungautorin schon mal eine light Version ihrer späteren Reihen wie Wicked oder Dark Elements veröffentlicht hat, die man nun auch auf den deutschen Markt geschmissen hat. Ich empfehle die Hauptserien.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


 

Belial Götterkrieg [Serie]

Belial Götterkrieg - Julia Dippel  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Julia Dippel

Teile der Serie:

  • Belial Götterkrieg (370 Seiten)
  • Teil 2 noch nicht veröffentlicht

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Ich hasste Rom. Nicht, weil es eng, laut und so vollgestopft mit Arroganz war, dass selbst ich hier nicht weiter auffiel. Nein, ich hasste es, weil es schlicht keinerlei Herausforderung bot.

Cassia hat die Fähigkeit ihre Gefühle abzuschirmen, allerdings sonst zumindest bisher keine magischen Fähigkeiten. Sie ist also weder Hexer noch Primus.

Zwei Primus (so eine Art Halbgötter from Hell bzw. Dämonen) bitten sie einen Auftrag zu übernehmen. Einer davon ist Lucius (ja, bei den Izara Lesern klingelt es nun). Weiterhin ist Ianus der Erzfeind von Belial (ja, auch den kennen die Izara Leser schon).

»In einer Welt mit vielen Gottheiten muss man teilen. Ich bevorzuge einen Glauben, dessen Furcht sich auf eine einzige Sache konzentriert.« Eine weitere Traube landete in meinem Mund. »Mich.«

Der Auftrag für Cassia lautet in Ianus Hallen nach einem Beweis zu suchen, dass Ianus Menschen seinen Willen aufzwingt. Das ist Dämonen nicht erlaubt und wenn man im dies beweisen kann, hat das harte Konsequenzen für Ianus. Da Ianus am Verschwinden von Cassias Freundin beteiligt war, ist sie sehr motiviert diese Mission anzunehmen.

Da sie aber nur als Sklavin in sein Reich kommen kann, geht sie ein sehr hohes Risiko für ihr Leben ein. Und da unplanmäßigerweise Belial auftaucht gerät Cassia zwischen die Fronten von zwei sehr mächtigen Dämonen. Wer Balial kennt, weiß aber um seine raue Schale und ja sagen wie einen anderen Kern. 😉

Manche Leute könnten definitiv davon profitieren, wenn sie nie den Mund aufmachen würden.

Die Geschichte spielt in Rom zu dessen Hochzeit. Ihr ahnt es schon – diese Buchserie ist ein offiziell ein Spin Off zur Izara Serie und spielt deutlich früher (daher ist es für mich eher ein Prequel). Einige Charaktere kennt man bereits, wenn man die Izara Serie gelesen hat.

Bel und Cas wechseln ihre Perspektiven jeweils ab, was sich in dieser Art Büchern als gute Mittel eignet, den beide verstehen den anderen öfter mal falsch oder unterstellen falsche Absichten. Das kommt durch den Wechsel recht gut zur Geltung.

Himmeldonnerwetter noch mal! Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten, robbte aber auf dem Boden herum, um eine Aufgabe zu erledigen, die ich mit einem Fingerschnippen aus der Welt schaffen konnte. Wie kam sie denn auf eine so bescheuerte Idee?

Die Autorin macht es einem nicht einfach. Bel (er ist nebenbei bemerkt der Teufel) bietet natürlich die maximal gute Vorlage für das klassische Bad Boy Klischee (gut, beim Teufel ist es vielleicht kein Klischee). Das Potenzial nutzt die Autorin aus.

Aber dann scheitern die beiden letztlich an Kommunikation und vertrauen. Das Ende des ersten Teils ist ein Cliffhanger.

Die Geschichte ist zwar sehr professionell geschrieben, aber sorry, das sehr konstruierte Ende ist mir zu platt (und ich bin da sonst schon ziemlich schmerzbefreit). Bel ist so schlau, aber wenn es darauf ankommt, stellt er sich wie der größte Idiot an. Bei Cassia verhält es sich genauso.

Fazit:

Über lange Strecken hatte ich das Gefühl, dass mich die Autorin genügend abholen kann – bisher haben mir die Bücher von ihr sehr gut gefallen – aber diese Geschichte wirkt auf mich einfach zu sehr konstruiert und zu sehr auf Verlängerung ausgelegt.

Erst sind die Charaktere so schlau und wenn es darauf ankommt, stellen sie sich beide sehr dumm an. Das wirkt nicht stimmig. Den zweiten Teil werde ich die vermutlich trotzdem lesen aber noch bin ich nicht überzeugt.

Man kann die Serie auch lesen ohne die Hauptserie zu kennen. Es ist aber witziger, wenn man Bel schon kennt.

Bewertung:

4 out of 5 stars  4/5 (ich habe lange überlegt, ob ich noch 4/5 geben kann, aber aufgrund des typisch guten Schreibstils konnte ich nicht anders, der Einfallsreichtum bei der Handlung verdient die 4 Punkte eher nicht – ansonsten ist dies ein Zwischenfazit, da die Serie noch nicht beendet ist)

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Anfangs heißt es der Hexenharass ist für dämonische Sinne unsichtbar, später sieht in Bel aber und will ihn sogar holen.
  • Die Aktion von Cassia um Ianus zu Fall zu bringen ist dumm. Sie schwächt ihn nur und ist auf ewig an ihn gebunden. Das passt auch nicht zu ihrer sonstigen Verhaltensweise.
  • Bel hätte Thanatos gleich die Seele geben können und der Sache ein Ende machen. So gibt es ein weiteres Buch.
  • Klar, der Dolch ist ja so wichtig aber Bel lässt ihn liegen.

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