Percy Jackson Serie

Percy Jackson 1 Diebe im Olymp - Rick Riordan  Percy Jackson 2 Im Bann des Zyklopen - Rick Riordan  Percy Jackson 3 Der Fluch des Titanen - Rick Riordan  Percy Jackson 4 Die Schlacht um das Labyrinth - Rick Riordan  Percy Jackson 5 Die letzte Göttin - Rick Riordan

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Rick Riordan

Teile der Serie:

  • Percy Jackson 1 – Diebe im Olymp – Rick Riordan (447 Seiten)
  • Percy Jackson 2 – Im Bann des Zyklopen – Rick Riordan (336 Seiten)
  • Percy Jackson 3 – Der Fluch des Titanen – Rick Riordan (368 Seiten)
  • Percy Jackson 4 – Die Schlacht um das Labyrinth – Rick Riordan (432 Seiten)
  • Percy Jackson 5 – Die letzte Göttin – Rick Riordan (512 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Vielleicht wussten sie auch, dass ich meinen Aufsatz über Tom Sawyer aus dem Internet abgeschrieben und das Buch nie gelesen hatte, und jetzt wollten sie mir eine schlechtere Note geben. Oder, schlimmer noch, mich zwingen es zu lesen.

Das ist mein zweiter Anlauf mit der Reihe anzufangen. Der erste Versuch ist irgendwann vor einigen Jahren bei Seite 130 verendet.

Da Percy Jackson ja schon fast Allgemeinbildung ist und es mittlerweile diverse Bücher von Riordan gibt, die durchweg gute Wertungen erhalten, habe ich mir noch mal einen Ruck gegeben und vorab – auch wenn ich mich damit vielleicht unbeliebt mache – so richtig begeistert bin ich nicht.

Percy Jackson ist ein Halbgott. Das weiß er am Anfang der Geschichte aber nur, weil er sie rückblickend erzählt. Er denkt zu dem Zeitpunkt des Geschehens, dass er Legastheniker ist und unter ADHD leidet und er deswegen immer wieder Aussetzer hat.

»Grover – das Fadendurchtrennen. Bedeutet das, dass jemand sterben muss?« Er starrte mich verzweifelt an, als überlegte er sich schon, welche Blumen ich am liebsten auf meinem Sarg hätte.

Er zweifelt aber mehr und mehr als sich die ungewöhnlichen Ereignisse um ihm häufen und er behält Recht. Percy hat eine tolle Mutter und einen miserablen Stiefvater – seinen echten Vater kennt er nicht.Seine Mutter wird bei einem Angriff ziemlich am Anfang des Buches getötet (oder doch nicht?) und nun bleibt ihm nur noch ins Sommercamp für Halbgötter zu gehen.

Percy wird wird mehr und mehr in das Intrigenspiel der Götter hineingezogen aber kann er sich behaupten?

Ich ging in den Kindergarten und eine Kindergärtnerin hatte mich zum Schlafen in ein Bett gelegt, in das eine Schlange geschlüpft war. Meine Mom schrie wie am Spieß, als sie mich holen kam und ich mit einem schlaffen, schuppigen Seil spielte, das ich auf irgendeine Weise mit meinen Patschhändchen erwürgt hatte.

Im ersten Anfang des Buches werden klassische Teenagerthemen durchlebt. Von Akne, irgendwelchen Kindereien bis zum ersten Bart ist alles dabei.

Mir sind der das Buch und die Kapitelüberschriften deutlich zu flapsig. Das ganze wirkt als wenn der Autor das Buch selbst nicht ernst nimmt und mutet an wie Comedy. Dazu kommt die amerikanische “wir sind das Zentrum der Welt Mentalität”. Griechenland wird halt einfach mal kurz in die USA verlegt und der Olymp ist in New York (wo sonst?!)

Was mir gefällt sind der trockene Humor und die Sprüche, die allerdings überhaupt nicht zu einem Zwölfjährigen passen.

Was ich auch mehr als seltsam finde ist, wie Percy mit seinem Verlust umgeht bzw. nicht mit ich umgeht. Er glaubt anfangs nicht an Götter und um alles was um ihn herum passiert aber geht fest davon aus, dass seine Mutter noch lebt.

Wo ich eben noch gestanden hatte, klaffte jetzt ein gezacktes Loch im Brückenbogen, an dessen Rändern schmelzendes Metall qualmte. Klasse, dachte ich. Wir haben soeben ein Nationaldenkmal abgefackelt.

Für mich ist die Geschichte irgendwie ein wenig wie Harry Potter auf Götter umgemünzt (Annabeth = Hermine, Percy = Harry und Grover = Ron) mit weniger Charme.

Fantasievoll und chaotisch ist die Geschichte zwar aber stimmig finde ich sie nicht. Die Prophezeiungen sind möglichst mystisch gehalten, was dazu dient, dass sie Percy nicht helfen. Einen Grund dafür gibt es offenbar nicht, außer das dem Leser nicht zu viel verraten werden soll.

Es ist deutlich zu merken, dass die Geschichte für ein jüngeres Publikum gedacht ist. Bei Harry Potter habe ich das nicht so stark so empfunden, wenn auch da der erste Band noch Luft nach oben hatte.  Dementsprechend kommt auch über weite Teile keine große Spannung auf. Die letzen 100 Seiten vom ersten Buch werden aber etwas besser.

Buch 2:

Seid ihr jemals nach Hause gekommen und euer Zimmer war das pure Chaos? Als ob irgendeine hilfsbereite Person (huhu, Mom) versucht hätte »aufzuräumen«, und plötzlich könnt ihr nichts mehr finden?

Percy konnte den Zwist zwischen seinem Vater Poseidon und Zeus so gerade noch verhindern und damit nicht nur einen Krieg verhindern, sondern auch sein Leben retten.

Camp Half Blood wird angegriffen und der magische Baum, der das Camp bisher geschützt hat, wurde vergiftet.

Wieder sieht es aus als wenn Kronos Percy eine Falle stellt und wieder ist Percy natürlich ruck zuck knietief verstrickt und muss sich gegen Monster und andere Gegner erwehren. Zu allem Überfluss scheint die Campleitung mit Kronos unter einer Decke zu stecken.

»Äh«, sagte ich. »Ist hier zufällig von dieser supergefährlichen Weissagung die Rede, die von mir handelt, aber die Sie mir aufgrund der göttlichen Befehle nicht verraten dürfen?« Alle schwiegen. »Na gut«, murmelte ich. »Hat mich nur mal interessiert.«

Neben Annabeth ist diesem Buch ein Zyklop der Begleiter von Percy. Dieser ist zu auch noch verwandt mit Percy, was Percy nicht gerade beliebter macht. Kann Percy den Baum und somit das Camp retten?

Die Überschriften finde ich genauso beschauert wie im ersten Buch. Der Humor wirkt in diesem Band vor allem in der ersten Hälfte oft sehr angestrengt künstlich und eben nicht witzig. Die Handlung ist in der ersten Hälfte mäßig spannend. In der zweiten Hälfte wird es dann etwas besser.

Man merkt auch hier, dass das Buch eher für Kinder als für Jugendliche gedacht ist.

Auf unserer Backbordseite tauchte eine dornige grüne Rückenflosse von etwa drei Metern Länge aus dem Wasser auf und verschwand wieder. Ich registrierte das nur am Rande. Ich hatte dringlichere Probleme.

Was schräge Ideen angeht ist Rickordan wirklich einfallreich – die Situationen in die er seine Charaktere bringt sind wirklich abstrus.

Ich habe mich beim Lesen teilweise etwas gelangweilt.

Buch 3:

Nachdem Kronos dafür gesorgt hat, dass der Baum angegriffen wurde, der das Camp beschützt war Percy gezwungen das magische Fließ aufzutreiben, dass den Baum heilen kann. Das hat aber nicht nur dem Baum geheilt, sondern Thalia, die ursprünglich in den Baum verwandelt worden war und die Zeus um sie vor ihrem Tod zu bewahren in den Baum verwandelt hat, wieder in leben geholt.

»Die Kleine von Zeus, stimmt’s? Macht dich zu meiner Halbschwester. Zwischendurch Baum gewesen, was? Schön, dass du wieder da bist. Ich finde es schrecklich, wenn schöne Mädchen zu Bäumen werden.

Nun kann die Prophezeiung nicht mehr nur auf ihn, sondern auch auf Thalia zutreffen. Zu allem Überfluss wird Annabeth entführt. Kann Percy sie retten?

Die Geschichte fand ich deutlich spannender als die ersten zwei Teile. In diesem Buch ist es Rick zum ersten Mal gelungen mit abzuholen. Nach den ersten beiden Büchern hatte ich mich schon ernsthaft gefragt wie die Serie überhaupt so erfolgreich werden konnte.

Es gibt auch neue Charaktere, die neuen Schwung in die Geschichte bringen.

Grover sagte: »Ich kann unter Wasser nicht atmen. Wollte ich nur kurz erwähnen …« Blubb! Damit waren sie verschwunden und ich hoffte, mein Vater würde seinen Schutz auch auf Kleinigkeiten wie die Atmung ausdehnen.

Die Witze zünden häufiger als in Band 2, den ich diesbezüglich ziemlich flach fand.

Genial ist Rick Riordans Gespür für abstruse und fantasievolle Situationen. Das was er diesbezüglich abliefert ist einfach unglaublich. Im dritten Teil führt sich das auch mit den nach wie vor schwachsinnigen Überschriften zusammen und fügt sich irgendwie zu einem Gesamtkunstwerk.

Buch 4:

Nico und ich setzten uns nebeneinander. Er ließ sein Schwert neben meins fallen und holte zitternd Luft. »War wohl nix«, sagte er, und ich fand, dass er damit die Lage ziemlich gut zusammengefasst hatte.

Percy konnte mit Thalia und anderen Freunden den letzten Versuch von Kronos zurück an die Macht zu kommen vereiteln aber Kronos lässt sich nicht so leicht besiegen und hat diverse Pläne und Eisen im Feuer.

Es sieht ganz danach aus, dass Percy und seine Freunde in ein tödliches Labyrinth müssen um Kronos Pläne zu vereiteln oder ist das vielleicht der Plan von Kronos sie in das Labyrinth zu locken?

Welche Pläne hat Kronos um die Götter zu vernichten und wie wirkt sich das auf Percy und seine Freunde aus?

wenn der Weihnachtsmann wie ein total blöder Hinterwäldler aussähe, hätte er ausgesehen wie der Weihnachtsmann.

Der Einstieg ist bei diesem Buch sehr gelungen und auch die Wiederholung aus den Vorgängern ist gut gemacht.

Die Geschichte ist durchgängig spannend und genauso abstrus wie in den Vorgängern. Man gewöhnt sich aber dran. Ich finde mit dem dritten Band ist Percy Jackson deutlich erwachsener geworden und die Geschichte hat mehr Wendungen.

Ich fürchte, wir werden uns das noch ein wenig länger fragen müssen. Falls wir heute Abend überhaupt noch hier sind.« Und mit dieser fröhlichen Schlussbemerkung schulterte er seinen Bogen und galoppierte auf den Wald zu, und wir konnten zusehen, wie wir hinterherkamen.

Die neuen Charaktere sind eine Bereicherung. Rachel ist als ein interessanter Gegenpol und auch Nico ist deutlich interessanter als es anfangs scheint (auch Bianca hat ihren Anteil daran).

Insgesamt finde ich, dass die Charaktere etwas komplexer geworden sind. Wieder erwarten bin ich jetzt doch so langsam angekommen und Percy Jackson gefällt mir ganz gut. Den Hype um  die Serie kann ich allerdings nicht nachvollziehen.

Das Ende ist für Percy Jackson Verhältnisse ziemlich düster und stimmt auf den letzten Teil ein.

Buch 5:

Nico kam zu uns zurück. »Gute Arbeit, Percy. Wenn ich von der Spur aus Ziegenkötteln ausgehen darf, dann hast du ihn ganz schön fertiggemacht.«

Percy und seine Freunde konnten unter Opfern den ersten Angriff der Armee von Kronos stoppen. Kronos hat sich Lukes Körper als Hülle erwählt. Der nächste Angriff ist nur eine Frage der Zeit. Wie sollen Percy und seine Freunde den Angriff eines Titaten aufhalten?

Hinter der ganzen aufgesetzten Lockerheit und Flapsigkeit steckt bei näherer Betrachtung doch etwas mehr Tiefgang, als es auf den ersten Blick scheint. Durch diesen und auch durch die vorherigen Bände zieht sich das Thema Freundschaft und Loyalität, Verrat, verzeihen und die Charaktere werden mit den Bänden zuzuhemmend weniger schwarz weiß, sondern in Grautönen dargestellt.

»Wie Theseus«, schlug Paul vor. »Der sollte bei seiner Heimkehr nach Athen weiße Segel hissen.« »Nur hat er das vergessen«, murmelte Nico. »Und sein Vater stürzte sich vor Verzweiflung vom Dach seines Palastes. Aber davon abgesehen war es eine gute Idee.«

Wie nicht anders zu erwarten geht es in diesem Teil hoch her. Es werden sehr viele Schlachten ausgefochten und die Prophezeiung ergibt endlich einen Sinn, wenn auch vielleicht ganz anders als erwartet.

Für eine 5 teilige Buchserie ist mir das Ende etwas zu schwach. Das habe ich schon deutlich besser erlebt aber es gibt ja mehrere Folgeserien. Insofern kann ich nicht beurteilen, ob das wirklich ein Ende war.

Aber selbst wenn nicht, hätte Rick Riordan das Ende anders gestalten können.

Fazit:

Meine Augen wanderten die Treppe entlang nach oben, während mein Gehirn einfach nicht aufnehmen konnte, was es da sah. Noch mal hinschauen, sagte mein Gehirn. Wir schauen, erklärten meine Augen. Es ist wirklich so, wie es aussieht.

Die Serie hat mir den Einstieg nicht so leicht gemacht. Bei dem Hype um die Serie und bei den Bewertungen / Rezensionen hatte ich das nicht erwartet. Rick Riordan hat eine sehr spezielle Schreibweise. Das fängt bei Kapitelüberschriften wie in der Bild Zeitung an, geht über einen leicht sarkastischen – manchmal auch recht Holzhammerartigen – Humor über eine flapsige Schreibweise (einige würden es wohl locker nennen und andere oberflächlich – ich tendiere eher zu letzterem).

Speziell die ersten beiden Bücher haben mir nicht wirklich abgeholt. Die Story war recht flach und die Handlung fand ich teilweise recht langweilig. Mit Buch 3 und in den folgenden Büchern wurde dies dann deutlich besser. Für mich sind die ersten zwei Bücher sehr eindeutig Kinderbücher. Das ist z.B. bei Harry Potter auch so aber spätestens ab dem zweiten Buch liest sich Harry Potter auch als Erwachsener sehr gut.

Manchmal können wir nicht mehr tun, als uns gegenseitig daran zu erinnern, dass wir miteinander verwandt sind, so oder so … und zu versuchen, Morde und Verstümmelungen auf ein Minimum zu reduzieren.« Das hörte sich nicht gerade an wie ein Rezept für perfekte Familienharmonie.

Schlussendlich bin ich aber in der Serie angekommen. Große Emotionen und Liebe spielen in der Serie keine Rolle aber Percy und seine Freunde stürzen von einem Abenteuer ins nächste.

Dazu kommt eine Fantasie und eine Gespür für abstruse Situationen das außergewöhnlich ist. Die Geschichte schwankt immer zwischen fantastisch und “nimmt sich selbst nicht ernst”. Man mag das oder man mag es nicht.

Bewertung:

3,5/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

  • Die Helden des Olymp
Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Angeblich hat seine Familie kein Geld aber wer finanziert dann die Privatschule für Percy? Ist ja nicht so, als wenn in den USA „Problemkindern“ Geld nachgeschmissen wird.
  • Wieso soll es einen Unterschied machen, ob Percy um die Existenz von Fabelwesen weiß oder nicht? Das ändert faktisch überhaupt nichts.
  • Wieso kann Percy Mr. Dodds (die Furie) einfach so mit einem Schwert töten, obwohl sie Kampferfahrung hat und Percy noch nie ein Schwert in der Hand hatte? Auch beim nächsten Kampf besteht er gegen drei Furien, angeblich die schrecklichsten Wesen überhaupt mal so nebenbei. Auch Medusa hackt er quasi versehentlich den Kopf ab – alles sehr glaubwürdig.
  • Ein zwei Meter Vieh wirft ein Auto so, dass es ein paar hundert Meter weiterrutscht. Alles klar. Es dürfte schon mechanisch unmöglich sein ein Auto aus dem Stand so zu beschleunigen, dass es einige hundert meter rutscht, ohne das es komplett zerfetzt wird.
  • Erst tötet der Minotaurus Percys Mutter und dann tötet Percy mal eben den Minotaurus… Da fragt man sich wieso er das nicht vorher schon konnte.
  • Wieso kommt Percy so locker mit dem vermeintlichen Tod seiner Mutter klar?
  • Das die griechischen Götter in Amerika sein sollen ist mal wieder so oberflächlich US amerikanisch, dass es schon fast lächerlich ist – die USA das Zentrum der Welt
  • Wieso antwortet Chiron auf Sachen die Percy nur denkt? Seite 185 B1
  • Das man keine andere Sprache lesen kann, wenn man altgriechisch beherrscht halte ich für etwas weit hergeholt…
  • Das Brandopfer für die Gottheiten ist schlicht armselig. Wenn Götter so was brauchen, dann sollten sie keine Götter sein, sondern sind einfach nur traurige Gestalten
  • Wieso benutzt Chiron seine Rollstuhlattrappe auch im Sommercamp in dem eh keine Menschen sind?
  • Das Monster Mobiltelefone aufspüren können finde ich ziemlich einfallslos (klar, ist praktisch für den Autor, weil diese als Kommunikationsmittel ausscheiden)
  • Onkel Ferdinant scheint ja weit gekommen zu sein, wenn er es ein paar Meter bis vor New York geschafft hat…
  • Wie soll jemand der 12 Jahre (Percy) alt ist mit jemanden kämpfen der 19 Jahre alt ist (Luke)? Das wäre ein sehr kurzer Kampf.
  • Wieso ist „alles hat seinen Preis“ ein glücklicher Gedanke? S. 319 B1
  • Die Idee mit der Aufteilung Elysium, Asphodeliengrund, Felder der Bestrafung finde ich interessant. Das wäre zumindest logischer als der Ansatz Gut = Himmel und Schlecht gleich Hölle. Ich vermute, dass die meisten Menschen für beides nicht in Betracht kommen würden und eher dazwischen sind.
  • Nachdem die Schuhe mit Grover in den Abgrund wollten ist offensichtlich welchen Geschenken nicht getraut werden soll und auch das Luke der Freund ist der Percy verraten hat (das die Charaktere das nicht Blicken ist mal wieder typisch)
  • Die Geschichte mit der Finanzierung der Flugtickets ist einfallslos und dünn
  • Im Kernland der sozialen Marktwirtschaft hat man sicher noch seinen Job, wenn man einen Monat nicht zur Arbeit gegangen ist, wie Percys Mutter. Für sie scheint das aber kein Problem zu sein
  • Buch 2: Erst heißt es Argus wurde gefeuert und dann heißt es Chiron wurde gefeuert
  • Wieso hat Percy in Buch 2 plötzlich Probleme mit Süßwasser? Im ersten Teil hat ihn das nicht gestört, ganz im Gegenteil.
  • Wo kommt das Reh her? Wenn die Schafe alle anderen Lebewesen fressen, wären da schon lange keine Tiere mehr.
  • Die Zentauren hatten die Chance Luke aus dem Weg zu räumen aber den Bösewicht benötigt man ja für die Fortsetzung.
  • Wenn es stimmt, dass Halbblüter stärker riechen, wenn sie darum wissen, dass sie Halbblüter sind hätte Dr. Thorn Percy, Thalia und Annabeth sofort als Halbblüter erkannt…
  • Die Busfahrt (Thalia als Fahranfängerin) war übrigens super – für mich die  lustigste Szene in der Serie
  • Wie streicht man denn ein T-Shirt von innen mit Blut ein ohne dass es einem Halbgott auffällt? Der ganze Verschleierungskram / Nebel funktioniert da ja nicht.
  • Percy erlaubt sich öfter mal das Urteil, dass irgendwer nicht Intelligent ist und sagt dann „damals, als die Leute noch Schwarzweißfernseher hatten und Dinosaurier jagten.“ Witzig ist das auch nicht. Es ging bei dem Vergleich um den Zeitpunkt an dem das Automobil erfunden wurde.
  • Die 5 sitzen zusammen und mutmaßen wie Bianca ein Skelett besiegen konnte und dann sagt Zoë das kann warten. Ja, klar abends am Lagerfeuer und in aller Ruhe denkt man über sowas nicht nach. Mitten im nächsten Kampf ist es ja früh genug.
  • Die Aktion mit Bessie bei der Percy sind ohne Grund von den anderen trennt wirkt sehr künstlich herbeigeführt und prompt wird er angegriffen.
  • B4: Der Anfang mit der Sucherzulassung ist ziemlich Lächerlich, nach dem was Grover geleistet hat. Immerhin hat er überhaupt den Weg geebnet, dass nicht mehr alle Sucher spurlos verschwinden. Das ist ja deutlich mehr als alle anderen Sucher der letzten Generationen geschafft haben.
  • Wieso wird die Inspektion in Buch 4 zum ersten Mal erwähnt?!
  • Wieso kommt Chiron in Teil 4 auf die Idee, dass immer nur drei auf eine Mission gehen dürfen, während das im Vorgänger bei 5 auf einer Mission niemandem auffällt
  • Wieso überrascht es Percy, dass ihn im Traum jemand spürt. Das passiert doch wahrlich nicht zum ersten Mal.
  • Die Buchserie ist ja meist sehr seicht, leicht und lustig aber Kalypsos Schicksal kann einem echt leid tun (Ist der Platz noch frei, den Percy nicht frei gelassen hat?)
  • Irgendwie taucht Percys Schwert immer dann wieder auf, wenn der Autor es gerade gebrauchen kann und wenn es gerade nicht Gut in den Kram des Autors passt, dann bleibt es verschwunden
  • Die Idee das auch Götter sterben können (wenn auch anders als wir uns das vielleicht vorstellen), finde ich interessant
  • Warum sollte Luke seinen Körper Kronos anbieten? Dabei gewinnt er überhaupt nichts
  • Ich denke bei der Lage von Percys Wohnung müsste seine Mutter verdammt viel verdienen mit dem Verkaufen von Süßigkeiten
  • Wieso hat Poseidon es nicht auf die Reihe bekommen das Schiff mit den Monstern zu versenken?
  • Wieso will Percy auf dem Schiff den Alarm auslösen?! Wenn er alle Gegner umgemäht hat, macht das doch überhaupt keinen Sinn.
  • Blackjack landet auf dem Schiff von Luke / Kronos und wird nicht dabei gesehen und beim Ablug auch nicht, obwohl das Schiff voller Monster ist und er zwei Halbgötter dabei hat?
  • Die Idee mit einer Gottheit pro Fluss in New York ist ja ganz lustig, aber wenn es so viele Götter geben würde, dann währe die ganze Welt damit zugepflastert.
  • Das Silena die Spionin ist finde ich ziemlich unglaubwürdig – spätestens nach dem Tod ihres Freundes hätte sie den Feind wohl nicht mehr so bereitwillig informiert.
  • „aber dann riss sie den Abzug zurück und ihr Schuss schleuderte den Riesen an die sieben Meter rückwärts, voll in Nicos Schwert.“ Setzen, 6. Was für ein Schwachsinn. Percys Mutter feuert ein Geschoss aus einer Waffe ab, bleibt selbst locker stehen und ein Riese fliegt sieben Meter rückwärts. Wo liegt der Fehler?!
  • Wieso verteidigen die Götter den Olymp nicht, als Kronos dort ist? Höhere Priorität kann doch nichts haben, wenn die Macht an den Thron gebunden ist (was ich nebenbei für ziemlichen quatsch halte)
  • Die Herleitung warum Annabeths „Klinge“ verflucht sein soll ist etwas weit hergeholt

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SoulSystems Serie

Vivien Summer - SoulSystems Finde, was du liebst  Vivien Summer - SoulSystems Suche, was dich rettet  Vivien Summer - SoulSystems Erkenne, was du bist  Vivien Summer - SoulSystems Fühle, was in dir brennt   

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Vivien Summer

Teile der Serie:

  • SoulSystems 1: Finde, was du liebst (390 Seiten)
  • SoulSystems 2: Suche, was dich rettet (447 Seiten)
  • SoulSystems 3: Erkenne, was du bist (464 Seiten)
  • SoulSystems 4: Fühle, was in dir brennt (470 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Würde Milo mir noch mal eines seiner zu engen T-Shirts andrehen, konnte ich für nichts garantieren. Mein Vorrat an freundlichen Dankeschöns war unglücklicherweise schon aufgebraucht.

Ella lebt in einer Marskolonie. Sie war in Johnson verliebt aber der hat sie verlassen. Johnson behauptet, dass er sich an nichts erinnern kann. Ella glaubt ihm kein Wort. Eigentlich hätten sie sich überhaupt nicht verlieben dürfen. Derartige Dinge werden von Soulsystems kontrolliert. SoulSystems wählt den perfekten Partner und auch den Beruf aus.

SoulSystems wurde nach dem vierten Weltkrieg gegründet um die Menschen zu vereinen. Wegen dem 4. Weltkrieg bzw. den Konsequenzen daraus für die Lebensbedingungen auf der Erde wurde die Umsiedlung der Menschen auf den Mars begonnen.

Ihr Auftreten hatte mich ehrlich gesagt ziemlich aus der Bahn geworfen, weshalb ich froh war, dass ich sie seit zwei Tagen nicht mehr gesehen hatte und ich mich jetzt erst mal mental auf Freitag vorbereiten konnte.

Dadurch, dass sich Ella und Johnson ineinander verliebt haben wurde der Test verfälscht. Ella wird nie den perfekten Partner finden. Auf der Marskolonie gibt es strenge Regeln, die von Wächtern überwacht werden. Bei der Verletzung der Regeln wird man auf die Erde verbannt und Ella war noch nie auf der Erde. Zu den Regeln von SoulSystems gehört dazu, dass man einen Partner finden muss.

Alles wird überwacht – mit wem man Chattet und was (also quasi das gleiche Szenario was wir unter dem Deckmantel der Terrorabwehr heute auch schon bei uns haben). In diesem System erfolgt aber auch die Einmischung ins private Umfeld. Freiheit wird nur noch als Illusion aufrechterhalten.

»Nope«, erwiderte er beinahe schadenfroh. »Ihr dürft mit mir vorliebnehmen, Gentlemen … und Frau. Wer ist denn die Kleine?« »Geht dich nichts an«, gab Milo überraschend ruhig zurück. Ich zog meinen imaginären Hut vor ihm. Ich hätte Hunter wahrscheinlich schon in die Fresse geschlagen, bei dem, was er über Ella und auch über Lou gesagt hatte.

Ella belauscht ein Gespräch ihrer Eltern, bei dem es darum geht, dass sie offenbar davon wissen was mit Johnson passiert ist und ihre Mutter scheint aktiv Einfluss genommen zu haben. Ihre Mutter arbeitet beim Geheimdienst und ihr Vater als Polizeichef.

Als wenn das nicht schon alles verwirrend genug wäre rennt sie ein Typ über den Haufen, dem Ella immer wieder begegnet und obwohl er so abweisend ist, findet sie ihn irgendwie interessant.

Sagt Johnson doch die Wahrheit und was wird hier gespielt? Kann Ella ihren Eltern vertrauen? Welche Ziele hat SoulSystems wirklich? Und was ist das für ein Typ, der sie über den Haufen gerannt hat?

Die Geschichte um Ella / Johnson und den Mysteriösen Dritten ist eine klassische Dreiecksbeziehung. Der mysteriöse Dritte ist der Typ bad boy, auf den die Mädels offenbar irgendwie stehen.

Es ist leicht, davonzulaufen. Vor dem, was war, und dem, was kommen wird. Aber woher wissen wir, was war und was kommen wird, wenn wir nicht wissen, wer wir sind? Und wenn wir nicht wissen, wer wir sind, ist es dann immer noch leicht, davonzulaufen?

Leider ist das Leben auf dem Mars unglaubwürdig dargestellt (mehr unter Spoiler) und das ist ziemlich vorsichtig formuliert. Man schlittert als Leser von einer Merkwürdigkeit in die nächste.

Ella erscheint mir anfangs relativ  oberflächlich und skrupellos, weil sie wissentlich andere in Gefahr bringt um ihre Vermutung in Bezug auf ihre Eltern zu prüfen.

River ist vielschichtiger als man auf den ersten Blick denkt. Zumal seine Vergangenheit immer nur bruchstückhaft offenbart wird und man als Leser sehr lange nur Häppchen serviert bekommt. Aber auch bei ihm erkennt man schnell, dass er in der Vergangenheit relativ skrupellos gehandelt hat.

Nachdem der Pater die Klappe verriegelt und einen Schalter betätigt hatte, konnten wir durch die riesige verglaste Wand beobachten, wie ihre Urne ins Universum geschossen wurde. Von jetzt an waren die Sterne ihr Zuhause.

So gesehen haben sich zwei gefunden, beide sind anfangs nicht wirklich sympathisch.

Beide begeben sich kopflos in Gefahr. Dabei könnte zumindest Ella die Gefahr sehr einfach vermeiden. Es ist ziemlich unglaubwürdig wegen 4 Stunden Aufwand auf die man keine Lust hat sein ganzes Leben zu riskieren und das nicht nur einmal, nein mehrfach.

Die Rebellen sind von Anfang an bereit über Leichen zu gehen. Das macht sie nicht gerade sympathisch. Da man die Vorgeschichte nicht kennt und SoulSystems auf den ersten Blick nicht so schlimm wirkt, wie sie es vielleicht sind, ist das für den Leser zuerst nicht nachvollziehbar.

Ich würde ja nicht so weit gehen und sagen, ich würde River die Hölle heißmachen, sollte er Ella das Herz brechen, aber … ich würde es tun. Einfach, weil es vielleicht sonst niemand tun würde.

Die Kapitel mit Geschichte wechseln sich immer wieder mit Informationen zu SoulSystems ab – Gesprächen – Fragebögen und andere Informationen. Zuerst wird die Geschichte ausschließlich aus Ellas Perspektive erzählt, später wechseln die Perspektiven.

Spannend ist die Geschichte vor allem in der zweiten Hälfte des Buches aber die Umgereimtheiten und Schwächen sind meiner Meinung nach einfach zu groß. Gefühlt ist für die Buchserie überhaupt nicht recherchiert worden und Logik wird gekonnt ignoriert.

Es geht mir also ein wenig wie manchmal mit Actionfilmen, vorher das Gehirn an der Kasse abgeben, dann wird man gut unterhalten. Das ist eigentlich schade, denn emotional ist das Buch im zweiten Teil wirklich mitreißend.

Buch 2:

Aber als ich einen Blick auf ihr Handgelenk warf, erkannte ich an der Nummer, dass sie schon mehrere Monate hier sein musste. Der Zeitpunkt, um die Nerven zu verlieren, war also definitiv schon überschritten.

Im ersten Buch wurden primär Ella und River als Charaktere behandelt. Ella ist vermeintlich die Tochter vom Polizeichef und ihre Stiefmutter arbeitet beim Geheimdienst. Als Ella geheime Informationen auf dem PC ihres Vaters entdeckt bringt der sie zu SoulSystems, wo die Informationen unter Folter aus ihrem Gehirn gelöscht werden sollen. Dabei geht ihr Vater das Risiko ein, dass sie ins Koma fällt oder stirbt. Das Löschen der Informationen aus ihrem Gedächtnis hat aber nicht funktioniert. Seitdem traut Ella ihren Eltern nicht mehr, weil sie auch schon vorher Gespräche gehört hat, die ihre Stiefmutter als nicht vertrauenswürdig einstufen.

Vermutlich wusste er nicht mal, woher er sie hatte, und es interessierte mich auch kein bisschen. Das redete ich mir besser schon mal ein, bevor ich plötzlich doch anderer Meinung war.

Auf Ella wurde ein Anschlag verübt bei dem Sie fast gestorben wäre. Sie vermutet SoulSystems als Verursacher.

Weiterhin hat River mit den Rebellen einen Anschlag auf ihren Vater durchgeführt, der aber gescheitert ist. Offenbar war der Anschlag aber ein abgekartetes Spiel. Wer gibt hier wem Befehle? Werden die Rebellen evtl. sogar von ihren Feinden gesteuert? Was versteckt Soulsystems? Wem kann Ella überhaupt noch vertrauen?

»Ich habe keine Probleme«, wehrte ich schwach ab, schaffte es aber nicht, Bobby in die Augen zu sehen. Dieser kratzte sich nachdenklich an seinem buschigen Bart. »Ja, stimmt, deine Angst vor Pistolen und deine Komplexe mit Frauen sind überhaupt nicht problematisch.«

Der zweite Teil beginnt mit neuen Charakteren, die auf der Erde in einem Gefängnis sitzen, weil sie gegen die Regeln von SoulSystems verstoßen haben. Sie haben sich verliebt. Das ist ihre Straftat, die zu lebenslanger Haft und Zwangsarbeit führt, sofern dabei nicht die vorgegebenen Regeln von SoulSystems eingehalten werden. Das Gefängnis liegt unterirdisch und wer darin gelandet ist, kommt nie wieder raus. Die Erinnerung an das vorherige Leben wird den Insassen genommen abseits der Erinnerung an die Straftat. Neben Zwangsarbeit werden die Insassen zur Paarung gezwungen.

»Ich dachte, ich soll mir ein Hobby suchen«, konterte ich. »Beischlaf ist kein Hobby«, spottete er, wobei er mich mit Blicken erdolchte. »Angeln ist eins. Oder Schwimmen. Ich würde mich auch damit arrangieren, wenn du meine Wohnung aufräumst.«

Rhea ist eine der Insassen und sie hat aufgegeben. Caden wird als ihr Parter für die Brutstation ausgewählt auf der sie dazu gewzungen werden Nachwuchs für kinderlose paare zu „produzieren“.

Caden ist anfangs alles andere als sympathisch. Auch Rhea und Caden sind eher oberflächlich, wobei man als Leser sicherlich auch Schwierigkeiten hat  die Situation nachzuvollziehen. Das Gedächtnis der Gefangenen wurde partiell gelöscht, die Gefangenen müssen Zwangsarbeit leisten, sehen kein Tageslicht und haben keine Hoffnung jemals wieder aus dem Loch zu kommen, in dem sie sich befinden.

Meine Aufgabe ist es nur, ihn über Wasser zu halten. Du könntest ihn vielleicht daran erinnern, wie man schwimmt.« »Das ist ganz schön viel verlangt, gerade wenn man bedenkt, dass ich noch nie wirklich geschwommen bin. Ich weiß nicht mal, ob ich schwimmen kann.« »Jeder kann schwimmen«, widersprach er mir. »Man muss es nur wollen.«

Im zweiten Buch geht es direkt spannend weiter, was besonders dem Ende vom ersten Teil geschuldet ist, bei dem Ella und River dringendsten Gesprächsbedarf hatten.

Die Akteure im Hintergrund bleiben unklar. Ich bin gespannt, ob am Ende alles einen Sinn ergibt, habe aber noch Zweifel, wegen der diversen Unstimmigkeiten, die sich bereits in den ersten beiden Teilen ergeben haben.

Ella wird mehr und mehr in die Machenschaften der Rebellen gezogen. Das Verhältnis von River und Ella hat sich anfangs deutlich abgekühlt (was ziemlich gekünstelt wirkt, weil es offensichtlich nur dazu dient, um die Spannung zwischen den beiden länger aufrecht zu halten).

Ich warf einen kurzen Blick auf Eden, aber der schlief immer noch wie ein Stein. Wenn ich ein guter Freund war, würde ich ihn maximal noch zehn Minuten so liegen lassen und ihn dann mal wenden, damit er keinen Sonnenbrand bekam.

Durch die zusätzlichen Charaktere weitet sich die Erzählung nun auf die Sicht von 4 Personen aus und es werden zwei vollständig separierte Handlungsstränge verfolgt. Das sorgt im Stil von Herr der Ringe für mehr Spannung, weil man die Akteure häufig dann verlässt, wenn es gerade spannend ist.

Die Charaktere handeln nach wie vor nicht sonderlich schlau und auch mit den logischen Zusammenhängen ist es – wie auch im ersten Teil – nicht weit her.

Der Actionanteil nimmt in diesem Buch zu es wird auch etwas brutaler als der erste Teil.

Buch 3:

»Es ist seine Zellenpartnerin«, mischte sich auf einmal dieser Eden ein, der es wohl endlich geschafft hatte, den Wächter in das Nebenzimmer zu bringen. Ich würde nicht behaupten, dass ich schneller gewesen wäre, aber ich würde danach bestimmt nicht so aussehen, als wäre ich kurz vorm Verrecken.

Ella hat sich auf die Seite der Rebellen geschlagen. Nachdem sie von dem PC Ihres Vaters Informationen beschaffen konnte, die bestätigen, dass auf der Erde Krieg zwischen Rebellen un SoulSystems herrscht haben sich die Rebellen vom Mars mit einem Raumschiff auf den Weg zur Erde gemacht. Ella hat dabei Ihre Familie und ihre Freundinnen auf dem Mars zurückgelassen.

Rhea ist weiterhin im Gefängnis und hat auf der Brutstation einen neuen Zellennachbarn zur Produktion von Nachwuchs zugewiesen bekommen. Caden ist weg.

Auch im dritten Buch kommen neue Charaktere hinzu aus deren Sicht man die Geschehnisse erlebt. Dazu gehört Max der Rebellenführer aus Paris und Taissa die Spionin der Rebellen bei SoulSystems.

Eigentlich mochte ich sie nicht nur. Ich war auf so eine brutale Art und Weise in Ella verliebt, dass ich alles dafür tun würde, um der zu sein, der ich für Ella sein wollte. Derjenige, der sie zum Lachen brachte, statt ihr wehzutun. Derjenige, bei dem sie wusste, dass sie sich auf ihn verlassen konnte.

Der Anfang vom dritten Buch ist ziemlich abstrus. Vorher war die Geschichte oft nicht logisch, hier driftet sie in komplett ab. Die Anzahl der Widersprüche ist so groß, dass es sich schon fast keinen Sinn mehr macht die alle im Einzelnen aufzuzählen.

Die Auflösung am Anfang über die beiden Ellas (Emma / Emilia / Lou) ist haarsträubend und das ist nicht alles, das geht am Ende von Buch 3 sogar noch weiter. Das wirkt alles ziemlich konstruiert um immer wieder die Phasen angehende Liebe, Streit, Liebe, Streit usw. zu produzieren und die Spannung künstlich über 5 Bücher aufrecht zu halten.

Leider vergaß ich für einen Moment, dass sie hier das Häufchen Elend von uns beiden war, und riss sie fast von den Beinen, als ich ein wenig das Gleichgewicht verlor. Ella machte sich leicht von mir los. »Wie viel hast du bitte getrunken? Und was überhaupt? Dieses Zeug von Max?«

Die Beziehungen werden ständig auseinander getrieben, dann gibt’s es eine Ruhephase usw. – das ist mir einfach etwas zu konstruiert und offensichtlich. Klar macht das jeder Autor irgendwie, aber wenn es dann mehrere Beziehungen sind und alle nach dem Schema laufen, ist es sehr auffällig.

Abseits davon ist die Handlung relativ spannend. Man muss sich aber erst mal auf das Chaos einlassen. 😉

Der Schreibstil ist toll und die Gefühlsachterbahn auch.

Vor allem Max ist aus meiner Sicht eine Bereicherung.

Aha. Wenn man Zeit für blöde Witze hatte, konnte die Lage wohl nicht so ernst sein, wie mein Herz glauben wollte. Das verkrampfte immer noch in meiner Brust – ob vor Erleichterung oder dezenter Wut, weil Max in dieser Situation dumme Sprüche machen musste, konnte ich nicht sagen.

Ella hat sich im Vergleich zum ersten und zweiten Buch deutlich weiter entwickelt und in diesem Band wird ihr wirklich eine Menge zugemutet.

Generell entwickeln sich die Charaktere weiter und sind bei weitem nicht mehr so Oberflächlich wie am Anfang der Handlung.

Buch 4:

Hunter, Ava, Megan, Chuck sind Verräter und haben den Standort der Pariser Rebellen verraten. Wobei Chuck den Hauptanteil hatte.

Die Rebellen, die in Paris ansässig waren wurden bei einem Angriff von Soulsystems gefangen genommen. Max, Julien und Ella konnten fliehen und befreien Teissa und Xave aus den Händen von SoulSystems um Anschließend mit Ellas neuen Fähigkeiten und einigen anderen Phantomen eine Befreiungsaktion in der SoulSystems Zentrale in England durchzuführen.

aber die grausame Wahrheit ist, dass man das Ende nie kommen sieht. Man kann es nicht. Manchmal endet das ›Für immer‹ schneller, als man es erwartet, und dann zerbricht man daran.«

Es hat sich gezeigt, dass es drei Ellas gibt. Die Originaltochter vom Polizeichef (Emilia) wurde wegen ihrer Verstöße gegen die Regeln von SoulSystems zu lebenslanger Zwangsarbeit in einer Mine verurteilt. Die Ella, die der Leser am Anfang der Serie kennengelernt hat und die als Ersatz für die Tochter des Polizeichefs platziert wurde, ist eigentlich ein Klon. Lou, die eigentlich totgeglaubt war, wurde als Basis für den Klon von Ella genutzt. River ist am Boden zerstört. Wen liebt er wirklich? Ella? Lou?

Und wie ich so gerne sage: Mi casa es su casa.« »Was auch immer«, murmelte ich gegen das Glas und ignorierte, wie Julien Max zur Sau machte. Ich verstand eh nichts, was er sagte. Fluchen auf Französisch klang ohnehin lächerlich.

Rhea und Caden wurden für Tests missbraucht. Bei beiden werden die Erinnerungen verändert, so dass sie abwechselnd meinen sie würden sich lieben oder dass sie sich vollkommen egal sind.

Die Experimente von SoulSystems dienen dazu eine willenlose Armee zu schaffen.

In diesem Teil kommen wieder zwei neue Perspektiven hinzu – von Milo und Chuck. Der Ansatz ist zwar grundsätzlich interessant aber je mehr Charaktere im behandelt werden, desto weniger bekommt man von den einzelnen mit. Jetzt sind wir bereits bei 8 Perspektiven. Im letzten Band sind es somit vermutlich 10. Bei 3x Kapiteln bleibt da nicht mehr viel übrig für die einzelnen Charaktere.

»Darf ich euch was zu trinken anbieten?«, fragte Flip gut gelaunt, als hätte ich ihn nicht gerade bei seinem Schönheitsschlaf gestört – wobei, das würde meiner Meinung nach auch nicht mehr helfen.

Milo ist keine besondere Überraschung und Chuck ist für mein empfinden nicht ganz dicht und ihre Motivation ist für mich nicht nachvollziehbar. Das was sie getan hat lässt sich ja nicht mal eben wieder reparieren. Im Prinzip ist sie Massenmörderin.

Auch im vierten Teil gibt es wieder das übliche Spiel – die Liebenden kommen sich näher, dann kommt wieder ein neuer Keil der sie auseinander treibt und dann gehen sie wieder aufeinander zu.

»Du hast mich gerettet, hast mich nicht aufgegeben. Du akzeptierst mich, egal, wie kaputt ich bin und egal, wie viele Schatten mich verfolgen. Ich habe mich in dich verliebt, weil ich mich wieder wie ich fühle, wenn ich bei dir bin.«

In der Mitte gibt es auch ein paar Längen bei dem die Geschichte nicht wirklich Fortschritte macht.

Die Wiederholung der Vorgängerteile ist hier aber so perfekt eingebunden, dass sie kaum auffällt. Sehr gut gemacht.

Die Gespräche zwischen Milo und River über Frauen sind wirklich gut. Milos Perspektive hat eh gesteigerten Unterhaltungswert (Ich sag nur Kapitel 13!). Ganz allgemein beweist die Autorin in Band 4 sehr viel Humor. Ich hab selten bei einem Buch so gelacht. Kapitel 18 ist auch ein Highlight und das obwohl es ja eigentlich um ein sehr trauriges Thema geht.

»Entspann dich mal!«, unterbrach ich ihn schnell. »Meinetwegen kannst du auch mit ’nem Oktopus zusammen sein, wenn’s dich glücklich macht, aber du willst mich doch verarschen. Ein Klon? Wie … ein doppelter Mensch?«

Die Autorin nimmt die üblichen Männerklisches auf’s Korn. Die Entwicklung von Caden finde ich aber nicht so ganz glaubwürdig (macho zu softi).

Der Cliffhanger am Ende ist ziemlich böse. Im August soll der letzte Teil der Serie kommen. Die Lage ist am Ende wegen dummen Handelns eines Teils der Rebellen mehr als ernst. Ich bin mir auch noch nicht so sicher, ob nicht einige im letzten Teil nicht ihr Gedächtnis verlieren oder sterben werden. Ich tippe mal auf River (wobei ich noch nicht nachvollziehen kann, warum sich SoulSystems überhaupt für ihn interessiert).

Fazit:

Die Vergangenheit machte etwas mit uns, das wir nicht widerrufen konnten. Sie prägte uns. Unsere guten und unsere schlechten Seiten. Da gab es keine Filter und auch keine nachträglichen Veränderungen, wenn uns etwas nicht mehr in den Kram passte.

Puh, diese Buchserie ist echt schwierig zu bewerten. Vivien Summer gelingt es ohne Probleme mich emotional anzusprechen. Das gelingt genügend Büchern nicht.

Weiterhin finde ich die Fragestellungen, die in der Serie aufgeworfen werden – Wer bin ich? Was macht mich aus? – sehr interessant.

Auf der anderen Seite gibt es so viele Unstimmigkeiten, Widersprüche und unlogische Elemente, dass ich sehr häufig aus der Geschichte rausgerissen werde.

Ich grinste ihn an. »Bei diesen schnulzigen Worten möchte ich dir gern vor die Füße kotzen und dich noch mal daran erinnern, dass du ein Weichei bist«, sagte ich und boxte ihm dann stolz und zufrieden gegen den Oberarm.

Die Dystopie eignet sich hervorragend um Emotionen zu schüren, weil dort in der Regel Individuen grauenhaft von irgendwelchen despotischen Systemen unterdrückt werden. Der Teil funktioniert hier sehr gut.

Ansonsten findet in der Serie wirklich jeder Topf seinen Deckel. Das ist mir persönlich etwas zu viel des Kitsches. Wenn das so einfach wäre wie hier dargestellt, dann gäbe es wohl weniger Singles.

Mir kommt diese Buchserie wie die etwas unstimmigere Version von Slated / Gelöscht vor. Dort hat es wenigstens noch einen Sinn gemacht das Gedächtnis zu löschen als Alternative zur Haft oder Hinrichtung. In dieser Serie wird das Gedächtnis gelöscht + Haft was überhaupt keinen Sinn ergibt.

Gefühlsmanipulationen, Klone … würde mich nicht wundern, wenn hier auch irgendwo Mutanten rumlaufen würden.

Die Regeln von SoulSystems zielen partiell auf Vermehrung ab und dann wieder nicht, weil die Vermehrung nicht erzwungen wird (wenn man nicht gerade im Gefängnis ist), im Gegensatz zur Parnerschaft. Glück kann aber auch nicht im Fokus stehen, weil dann gleichgeschlechtliche Partnerschaften erlaubt wären. Das Grundgerüst auf dem die Geschichte basiert ist nicht stimmig.

Dieser Zwiespalt zwischen emotional mitreißend und unstimmig zieht sich leider durch die gesamte Serie. Wenn einen das nicht stört, wird man gut unterhalten. Das ist vergleichbar mit einem Bond Film, da steht Logik auch nicht gerade an erser Stelle aber wenn man nicht genauer darüber nachdenkt, kann man trotzdem gut unterhalten werden.

Wie man an meiner Liste unten sieht, haben mich die vielen Unstimmigkeiten gestört. Die Länge der Liste ist übrigens absoluter Rekord. So viele unlogische / unstimmige Elemente habe ich noch nie in einer Buchserie gefunden.

Wenn ich mir Bewertungen der einzelnen Bücher der Serie z.B. auf Amazon anschaue, hat das die meisten Leser aber offenbar nicht oder deutlich weniger daran gestört.

Bewertung:

3,5/5 (-0,5 wegen der diversen Logikschwächen – vorläufiges Fazit, da die Serie noch nicht vollständig ist)

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Die Ressourcen ermöglichen offenbar die gleichen Bedingungen wie auf der Erde zu schaffen. Das Betrifft das Wetter, die Temperaturen und die Bewohner liegen am Seeufer… Das halte ich für wenig glaubwürdig. Das leben auf dem Mars wäre wohl deutlich spartanischer.
  • Der Mars hat eine komplett andere Schwerkraft. Das in den Büchern überhaupt nicht erwähnt
  • Plastiktüten für Eis auf dem Mars. Wo liegt der Fehler?
  • Solche Augen gab es nicht zweimal. Diese Farbe – sie war einzigartig, dunkler als gewöhnliches Blau und von grünen Sprenkeln übersät. Wie das Universum, das man von Bildern kannte. In ihnen war das, was ich bei Jordan immer vermisst hatte: die Unendlichkeit und damit die Möglichkeit, sich vollkommen und ganz und gar hoffnungslos in etwas zu verlieren. Das sind allen Ernstes Kriterien um einen Typen auszuwählen? Nicht wirklich, oder? Wegen den Augen ist der Typ also toll. Charakter und andre Eigenschaften sind offenbar nebensächlich. Hauptsache man sieht in den Augen die Unendlichkeit…
  • Ich finde es wenig glaubwürdig, dass alle Wohlstandsgüter wie zum Beispiel Eis und Haustiere vorhanden sind, aber die Grundsysteme wie Wettersysteme, Stromversorgung usw. offenbar andauernd ausfallen und kein Backup haben. Solche Systeme würden mindestens mit einer oder sogar mehr Backupsystemen abgesichert. Vor allem wenn man es sich offenbar sogar leisten kann Wohlstandsgüter bereitzustellen und verschwenderisch mit Ressourcen umzugehen. Das Wettersystem hält dauerhaft 25° und im Apartment läuft eine Klimaanlage und das, obwohl die Stromversorgung nicht mal stabil ist? Nicht ernsthaft, oder?
  • Jordan hatte mir das Herz gebrochen. Er konnte nicht erwarten, dass ich ihm so schnell verzeihe, auch wenn er nicht daran schuld war – Logik, nicht vorhanden. Selbst als ihr das gleiche passiert, zeigt Ella keinerlei Einsicht und fühlt sich nicht mal schlecht dabei. Oberflächlicher geht es nicht
  • Ella vermutet, dass das Gedächtnis von Johnson beeinflusst wurde, sie hat aber keine Skrupel, dem nächsten dem sie begegnet in die gleiche Gefahr zu bringen. Echt toller Charakter (ok, dafür bekommt sie es dann selber ab).
  • Das die Rebellen mit Handy rumrennen wäre heute schon total unrealistisch, weil damit ganz leicht alle Bewegungen nachvollzogen werden könnten.
  • Es ist nicht so ganz nachvollziehbar wieso man einen Partner haben muss aber Kinder wiederum nicht verpflichtend sind. Wenn es darum geht, dass alle glücklich werden sollen, dann währen gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder auch Leute ohne Partner erlaubt. Dem ist aber nicht so.
  • Seit wann wechseln Tablets in den Akkumodus mit einer sichtbaren Unterbrechung, das ist nicht mal heute so. In der Zukunft mit Sicherheit nicht
  • Viren behebt man nicht – da wäre wohl Recherche bzgl. der Begrifflichkeiten angebracht gewesen
  • Wieso verhindern Ellas Eltern die Beziehung mit Johnson, wenn er nachher doch auf ihrer Liste ist und sie sich mit ihm treffen muss und wieso stört sie das dann nicht mehr?
  • 22 Uhr = Sperrstunde – um 8 treffen Ella und River sich zum Essen aber angeblich hat sie 4 Stunden Zeit bis sie zu Hause sein muss – Wie funktioniert das? Weiter hinten beginnt die Sperrstunde um 00:00 was wohl vorne auch so gedacht war.
  • Ich halte für wenig glaubwürdig, dass bei derart drakonischen Strafen jemand so blöd ist, und sich bei Gesetzesverstößen in der Öffentlichkeit zu zeigen (zum Beispiel die Verabredung im Restaurant)
  • Was soll die sinnlose Flucht von River vor drei Wächtern, die eh wissen wer Ella ist?
  • Wie verschleiert Hunter bzw. Janna die Hilfe für die Rebellen vor allem wie schützt sie River nach einer offiziellen Festnahme bei der diverse Wächter beteiligt waren? Auch Milo spaziert einfach in die Polizeistation wo sicherlich Überwachungskameras hängen. Die Rebellen legen es geradezu darauf an erwischt zu werden. Zumal Hunter immer andere Wächter dabei hat und offenbar sind das immer Rebellensympathisanten, weil sonst seine Handlungen für die Rebellen sofort aufgedeckt würden.
  • Erst hat Ellas Vater angeblich ihre ID gesperrt und dann meldet sie sich auf seinem Rechner mit ihrer ID an
  • Es macht total Sinn, dass die Rebellen ihre Handys ausschalten, nachdem sie sich getroffen haben (vorher wäre wohl sinnvoller gewesen)
  • Nach dem Versuch Ellas Gedächtnis zu manipulieren ist es hochgradig naiv eigentlich schon eher dumm von ihr davon auszugehen, dass nicht alles was sie mit ihrer ID macht überwacht wird.
  • Nach der Gedächtnismanipulation ist Ella viel zu arglos. Ihr „Vater“ war bereit ihr Leben zu riskieren, um ihr Gedächtnis zu verändern. Der wäre nach der Aktion für mich sowas von gestorben. Auch wenn sie die Fassade aufrecht halten muss, denkt sie aber nicht mal in der Richtung. Zumal sie bereits zu dem Zeitpunkt nicht mal weiß, ob ihre Eltern überhaupt echte Erinnerungen sind. Nach dem Mordanschlag denkt Ella nicht darüber nach was die Verbindung von ihrem Vater zu SoulSystems bedeutet… Weiterhin ist sie nur „wütend“ auf ihren Dad. Wenn jemand bereit ist einen zu opfern / töten, dann ist Wut wohl deutlich zu harmlos als Emotion. Die ganze Aktion war übrigens ziemlich sinnlos, da später die Rebellen die Informationen sogar bekommen sollen. Warum also nicht Ella?
  • Die Aussage mit den Mobiltelefonen ist totaler Quatsch: “Manche von uns hängen an einem Notstromnetz damit wir uns erreichen”. Entweder hat das Handynetz Strom oder es hat keinen. Wer dann darüber telefoniert spielt keine Rolle.
  • Wie benutzen Milo und River den Aufzug im SoulSystems Komplex zum zweiten Mal? Wenn man in der Mitte eine ID zum Einsteigen benötigt, dann doch wohl auf jeder Ebene. Vor allem wenn selbst in Wohnhäusern schon diese Sicherheitsstandards gelten und zwar nicht nur am Aufzug, sondern an jeder Tür. Den Kopf vom Wächter haben sie ja wohl nicht abgehackt und jeder ein Auge mitgenommen
  • Nachdem River zweimal gegen Avas Befehle handelt reagiert sie überhaupt nicht? Die würde sich als Anführerin nicht lange halten.
  • Wieso kommt Ava nicht auf die Idee, dass es eine Schlechte Idee ist River für einen Anschlag auf einer Feier einzusetzen, bei der Ella anwesend ist? Zumal dort ihr Vater getötet werden soll. Das ist dermaßen unlogisch, dass einem dazu fast nichts mehr einfällt
  • Die Begründung warum bei dem Attentat auf Ellas Vater kein Kopfschuss erfolgte ist lächerlich. Seine Brust und sein Arm konnte beschossen werden aber für einen Kopfschuss stand seine Tochter in der Schusslinie?! Zumal das überhaupt nicht stimmt. Sie stand einige Meter entfernt
  • Welchen Sinn macht es Leute einzusperren und vorher die Erinnerung zu löschen?
  • Das River den Rebellen davon erzählt, dass Ella ihn erkannt hat, ist hochgradig naiv. Es ist offensichtlich, dass sie das in eine lebensbedrohliche Lage bringt.
  • Das sich Ella aus trotz (wie ein Kleinkind) den Rebellen anschließt, ist auch nicht gerade schlau. Was kann schon passieren?!
  • Wieso der plötzliche Sinneswandel von River in Buch 2? Erst erzählt er Ella nichts aber dann ohne Grund fast alles.
  • River scheint es überhaupt nicht zu stören, dass SoulSystems Ella gefoltert hat und auch nicht, dass er sie erheblicher Gefahr aussetzt, da wenigstens erneut an ihrem Gedächtnis manipuliert wird, wenn sie erwischt wird. Wahrscheinlicher ist aber, dass ihr dann schlimmeres angetan wird. Andererseits hat er aber vorher versucht sie zu beschützen. Das macht keinen Sinn. Stattdessen denkt er darüber nach was er fast mit einer anderen gemacht hätte. Das ist vergleichsweise belanglos.
  • Seit wann ist der Sonnenuntergang auf der Erde erst nach 21:00 zu sehen? Es kommt wohl sehr auf die Region und die Jahreszeit an aber der kann auch schon deutlich früher stattfinden.
  • Das Ella das Passwort ihres Vater kennt und der von seinem Privatrechner Zugriff auf Polizeidaten hat ist schon unglaublich genug, dass er sein PW aber nicht ändert, nachdem er weiß, dass Ella darauf zugegriffen hat, und obwohl er sogar ihr Gedächtnis ohne Rücksichtnahme auf ihre Gesundheit ändern lies, ist vollkommen unglaubwürdig. Da wird einem Polizeichef doch wohl ein PW einfallen auf das seine Tochter nicht sofort kommt.
  • Ellas Vater kommt kurz nach 10 morgens nach Hause und nennt das etwas früher? Wohl eher ungewöhnlich für den Polizeichef, oder?
  • Wieso können die Rebellen munter zwischen Erde und Mars hin und herfliegen?
  • Welchen Grund sollten die Rebellen haben Jordan mitzunehmen?
  • Ein Flug mit einem Raumschiff zwischen Erde und Mars ist nichts was man vor SoulSystems verheimlichen könnte. Wie naiv ist es denn von den Rebellen zu denken, dass SoulSystems und / oder die Regierung nicht alles über sie weiß und dern Flug von Startpunkt zu Zielpunkt verfolgt? Das wird zwar lapidar erklärt mit „das Radar abstellen“ dürfte wohl kaum eine Option sein, wenn heute schon Satelliten die ganze Erde überwachen. Lustiger wird es noch in Buch 4 als die Rebellen mal eben nachverfolgen wo das zweite geklaute Schiff ist. Das geht somit mit jedem Schiff und somit stellt sich auch die Frage warum SoulSystems nicht immer wusste wo die Rebellenbasis ist (bzw. scheinbar wussten sie es sogar und habe nur nie angegriffen)
  • Milo, Bobby, Ava, Hunter – alle Personen mit wichtigen Positionen reisen einfach mal so zur Erde und geben so ihren Einfluss in ihren Positionen auf – so funktioniert eine erfolgreiche Rebellion mit Sicherheit nicht. Wenn man schon Leute an solchen Positionen hat, gibt man diese Stellung nicht ohne Grund auf. Zusätzlich lässt sich das plötzliche Verschwinden von mehreren Leuten auf dem Mars nicht erklären. Zumal zumindest Bobby offenbar eine Frau zurücklässt – was wohl auch eher unwahrscheinlich ist. Bei allen ist nach der Flucht offensichtlich, dass sie zur Rebellion gehören. Da ein Funkspruch viel schneller ist als das Schiff könnten sie auf der Erde problemlos abgefangen werden. Zumal sie nicht mal ein konkretes Ziel auf der Erde haben – die Aktion macht also überhaupt keinen Sinn.
  • Den meisten Flugzeugen / Raumschiffen bekommt es nicht sonderlich gut, wenn man auf sie schießt. Danach vom Mars zur Erde damit fliegen ist also eher unwahrscheinlich.
  • Coole Science Fiction – wir haben 23xx und im Raumschiff sind Fernseher?! Besprechungsräume machen auch nicht wirklich Sinn. Nur noch mal zur Erinnerung: Nach dem 4. Weltkrieg gibt es so viel Überfluss, dass Luxusraumschiffe gebaut werden? Wieso gibt es an Bord eine Klamottensammlung. Normalerweise benötigt man die in einem Raumschiff mit dem man zwei Tage unterwegs ist nicht. Oder hat der Krieg nie stattgefunden? Nichtdestotrotz machen einige Dinge auf einem Raumschiff keinen Sinn.
  • Seit wann gibt es im Gefängnis jemanden der einem das Bett bezieht (nachdem Caden verschwunden ist)? Erst recht nicht in der Art von Gefängnis wie sie im Buch beschrieben wird.
  • Wie soll das Pariser Rebellencamp denn bitte über „Aktivitäten“ ausgemacht werden. Die gibt es in einer Stadt zuhauf. Zumal: Was für Aktivitäten sollen das nachts sein?
  • Max erzählt, dass die Rebellen es nicht zur Nothern Förderation geschafft haben, aber Kontakt mit Megan hat er? Und wieso kann Megan mit massenhaft Leuten aus der NA (die ja offenbar in den USA ist) über den Atlantik kommen, wenn der Luftweg vom Militär so stark überwacht wird?
  • Wie soll es denn helfen kein Aufsehen zu erregen, wenn SoulSystems ein paar Leute aus dem Knast zum Auffüllen der Armee nutzt, wenn in ganz Europa Krieg herrscht?!
  • Wieso prüft Ella nicht die Akte zu dem Namen auf dem Computer ihres Vaters, der quasi ihrem eigenen Namen entspricht (darauf wäre ich als erstes aufmerksam geworden) und wieso stoßen die Rebellen nicht eher auf die Informationen, nachdem sie ihnen von Ella bereitgestellt werden?
  • Mal langsam zum Mitschreiben – Stand am Anfang des dritten Bandes ist: Bei Jordan wurde für das Vergehen nur das Gedächtnis gelöscht. Die echte Tochter des Polizeipräsidenten wurde auf die Erde in eine Mine verbannt (wäre wohl eher andersrum gewesen). Die „neue“ Ella, die vermeintlich Lou und tot ist, wurde mit den Gedächtnisinformationen der alten Ella ausgestattet und zwar so, dass sie und ihre Freundinnen nichts davon gemerkt haben (obwohl sie nur ähnlich aussieht). Weiterhin hat sie anormale Selbstheilungsfähigkeiten. So korrekt?! Was für ein Quatsch. Wenn SoulSystems sowieso das Gedächtnis verändern kann, dann macht es doch überhaupt keinen Sinn die Leute nachdem man deren Gedächtnis gelöscht hat einzusperren. Man bestraft doch nur die Hülle. Bizarrerweise wird also die Tochter des Polizeipräsidenten zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt und ersetzt durch eine Person, die dasselbe Verbrechen begangen hat. Das ergibt überhaupt keinen Sinn.
  • Nachtrag: Korrektur mit den neuen Erkenntnissen zum Ende von Band 3 – Lou dient als Klonvorlage für Ella, die aber eine andere Ella ersetzt hat. Beide haben Gesichtsbereich eine 10%ige Abweichung. Die Originalella war Tochter des Polizeichefs und wurde ersetzt, als sie sich in Jordan verliebt hat. Warum Jordan dafür nicht in den Knast kam, die Originalella aber schon, obwohl sie die Tochter der Polizeichefs war, weiß wohl nur die Autorin. Warum ihren Freundinnen, ihrer Schwester und Jordan das nicht aufgefallen sein soll, obwohl der Ersatz eben kein Klon war, wird auch nicht erklärt. Der einzige Kommentar dazu kommt von Megan im Sinne von so war es lustiger – was nun mal mit Sicherheit nicht die Motivation eines Unternehmens wie SoulSystems ist
  • Max lässt sich als Anführer der Rebellen in Paris regelmäßig verhaften? Super Taktik, wenn man nicht mal in der Lage ist anders mit einen Rebellen zu kommunizieren und der Anführer sich regelmäßig verhaften lässt. Ist auch überhaupt nicht auffällig, wenn immer wieder dieselbe Person am selben Ort festgenommen wird
  • Das jemand wie Taissa Folter als wenig human einstuft und tagtäglich Personen foltert halte ich so nicht für möglich. Wenn man sich derart auf die Methoden der Gegner einlässt, ist man keinen deut besser und dazu gehört wohl auch eine gewisse Portion Sadismus, die man nicht an oder ausschalten kann.
  • Weil man jemand vor einer Vergewaltigung schützt ist man geeignet für den Soldatenposten? Wohl kaum. Soldaten müssen Befehle befolgen und nicht Beschützer spielen.
  • Das „Erinnerungen in Fläschchen Konzept“ mag ja in einer Fantasiewelt funktionieren, aber mit Science Fiction oder Realwelt hat das überhaupt nichts zu tun und passt somit auch nicht in die Geschichte. Zumal teilweise Erinnerungen entnommen werden und teilweise auch gedoppelt (Ella 1 und Ella 2 bzw. Lou hat scheinbar ihre Erinnerungen noch, obwohl River eine Flasche mit Erinnerungen findet und sie hat diese offenbar nie zurückbekommen) – das macht keinen Sinn
  • Wieso sollte Megan nur einen Teil der Erinnerung von Trevor haben? Wenn die schon in Flüssigform vorliegen, wäre es logisch wenn sie alle in einem Reagenzglas wären.
  • Mit was haben die Rebellen denn Krieg gegen das Militär geführt (Flugzeuge mit Bomben usw. – ich will mir nicht mal ausmalen was es in 23xx alles gibt), wenn sie selbst nur ein paar Leute haben und nichts außer ein paar Handfeuerwaffen?!
  • Buch 3 – Position 1555 – Dort steht, dass der Mars bisher von der Northern Association dominiert wird. Das ergibt so keinen Sinn. SoulSystems kontrolliert doch jetzt schon alles auf dem Mars und SoulSystems arbeitet offenbar auch eng mit der NC zusammen. Was soll es SoulSystems bringen einem anderen Land Vorteile zu verschaffen. Unternehmen denken in der Regel Global.
  • Die beiden Rebellenagenten bei SoulSystems und auch Max wären schon eher aufgeflogen, so wie die sich anstellen – die schreien ja alle schon danach
  • Das Theater um Rhea und Caden (Liebe ja/nein/vielleicht) hat man schon mehrfach so gelesen. Sie meint, dass ihre Liebe nur durch externen Einfluss zu Caden zustande kommt und ignoriert sie deshalb. Irgendwelche Mittelchen die derartiges herbeiführen halten i.d.R. nicht lange an. Gut zugegeben, bei SoulSystems ist alles möglich (aber es wird ja später bestätigt, dass meine These korrekt ist – viel Schlimmer ist die Gedächtnismanipulation – danach können sie wirklich nicht mehr sicher sein was echt ist)
  • Das Max vor allen Rebellen (ob Verräter oder nicht) Taissas Tarnung auffliegen lässt ist dämlich
  • Die Erklärung, dass Ella die Gondel angetrieben hat ist etwas dünn. Eine Seilbahn hat in der Kabine keine Fahrelektronik. Die Motoren befinden sich in den Stationen und maximal noch auf den Masten (wobei dort normalerweise keine sind). Davon mal abgesehen muss die Energie irgendwo herkommen, ob nun genmanipuliert oder nicht. Hunderte oder tausende Watt erzeugen würde einen ruck zuck stark ermüden und schwächen. Die Erklärung warum Ella Strom erzeugen kann: Weil sie Stromschläge bekommen hat?! Kann ja jeder selber gerne an der Steckdose probieren. Oder Moment: Besser nicht! Nur weil man Strom abgeben kann, gehen deswegen keine Sicherheitstüren auf und zu, es werden keine Schiffe in der Luft stabilisiert oder es verschwinden keine Schiffe vom Radar. Noch besser wird es dann als die Phantome plötzlich Schutzschilde erzeugen können.
  • Wieso ersetzt SoulSystems nur erwischte Verliebte durch Klone? Vermutlich würden sich dafür bei den Fähigkeiten auch genügend Freiwillige finden oder Leute, die dafür sogar bezahlen würden
  • Ohne Plan in einen Militärkomplex eindringen sollte in der Realität wohl etwas schwieriger sein als hier beschrieben (Stichwort SoulSystems Einrichtung in der sich Taissa als Gefangene aufhält). Vor allem wenn man dabei direkt Schüsse auslöst, bevor man noch in der Einrichtung ankommt. Der Komplex wäre mit Sicherheit Kameraüberwacht und es wäre sofort ein Alarm ausgelöst worden.
  • Im dritten Buch wird erwähnt, dass Gefangene, die gegen Regeln von SoulSystems verstoßen haben auf schwerer bewachte Ebenen in den Minen verlegt werden. Alle Regeln sind von SoulSystems und somit verstößt jeder gegen deren Regeln.
  • Auf Pos 3962 B3 hat Ella das Gefühl, dass Taissa sie mag und auf Position 4010 meint Ella, dass Taissa was gegen sie hat. Was denn nun?
  • Wäre ja mal interessant wie Max im direkt zu River kommt ohne zu wissen wo er ist und das in einem Hochhaus. Der Strom ist zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht ausgeschaltet (das passiert ja erst danach – wenn es vorher passiert wäre, hätte River davon auch etwas mitbekommen). Mal abgesehen davon, dass die eine oder andere Sicherheitstür dazwischen sein sollte. Zumal das ganze andersrum besprochen war. Eigentlich war der Plan zuerst den Strom abzuschalten und dann die anderen 4 ins Gebäude zu holen. Was bei den Klonen kritisch sein soll, so lang der Strom noch da ist, bleibt auch unbeantwortet.
  • Wieso sollten Trevors / Lous Erinnerungen in England lagern, wo er doch aus der NC kommt und dort auch SoulSystems Einrichtungen sind? Zumal an anderer Stelle erwähnt wird, dass die alle Einrichtungen von SoulSystems eigenständig handeln. Was bei einem globalen Unternehmen wohl nicht so ganz viel Sinn macht.
  • Wieso gibt es auf dem Mars ständig irgendwelche Technikausfälle und wieso fällt die Schwerkraft auf dem Raumschiff aus?
  • Eine interessante Frage, die sich aus der Serie ergibt ist, ob es auch Mord ist die Identität einer Person stark zu verändern oder zu löschen. Wenn man das mit nein Beantworten würde, hätte SoulSystems in den ersten 3 Teilen nicht eine Person getötet. Was ihre Handlungen allerdings nicht besser macht.
  • Wie soll denn von außen gesteuert werden, dass der Notstromgenerator nicht funktioniert?
  • Die Beschreibung wie die Videos auf die Server von SoulSystems gespielt werden ist ziemlich abstrus. Das Senden an IDs entspricht offenbar dem Senden von Mails. Dafür benötigt man zumindest die Empfänger IDs. Das Senden an „Satelliten“ hört sich auch wieder nach ziemlichen Quatsch an. Die Fernsehsatelliten empfangen einen Datenstrom, den sich weiterleiten. Die Videos müssen also vom Fernsehsender eingespielt und in das Liveprogramm gebracht werden. Das SoulSystems aber kein Fernsehsender ist, wird das wohl nix bringen. Ich finde allerdings schon recht unglaubwürdig, dass es 23xx noch Fernsehen geben soll. Wieso soll SoulSystems das Senden über IDs nicht blockieren können? Das geht heute auch bei jeder Mail, wenn sich der Staat wie z.B. in China an den richtigen Stellen einklinkt. Totalitäre Systeme (wie im Buch beschrieben) aber auch andere Staaten neigen dazu heute nahezu alles zu Überwachen. Blockieren ist da nur einen Schritt weiter.
  • Wieso gibt es bei SoulSystems keine Sprinkler zum Löschen des Feuers (und übrigens die funktionieren ohne Strom)?
  • Das Gespräch zwischen River und Lou ist hart. Sorry, dass du das letzte Jahr verpasst hast. Ich habe mich in eine Kopie von dir verliebt und die mag ich jetzt mehr als dich… aus der Perspektive von Lou schon echt heftig, zumal aus ihrer Perspektive keine Zeit vergangen ist
  • Wie sollen die Wirte aus den Wasserbecken überhaupt noch in der Lage sein sich zu bewegen? Wenn die seit einem Jahr im Wassertank sind, wäre keine Muskelmasse mehr vorhanden
  • Auch wenn ich es von Anfang an vermutet habe aber wenn Ella ihre Stiefmutter getötet hätte, wäre SoulSystems wohl deutlich schneller am Ende gewesen…
  • „Es war der Qualm der an meiner Netzhaut kratzt“ – Wo ist die Netzhaut? Kommt die in Kontakt mit Qualm? Nö!
  • Ob nun schnelle Selbstheilung oder nicht. Die Gehirnmasse nach einem Kopfschuss würde höchstens leer ersetzt werden (also ohne Erinnerung und Fähigkeiten)
  • Chuck ist an Naivität, Ignoranz und Egoismus nicht zu überbieten
  • Die Befreiungsaktion des Königs ist cool. 0 Ahnung 0 Plan – einfach mal ins Verderben rennen Aufgrund einer Information einer Verräterin, die selbst vielleicht hinter das Licht geführt wurde.
  • Wie kommt man eigentlich zu der Annahme, dass der König im Kerker seines eigenen Schlosses gefangen ist aber sein Militär auf ihn hört?

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Südwesten der USA Reise 2003

Die USA haben einiges zu bieten – ganz besonders auf der Westseite. Neben Großstädten, Shows und Glücksspiel auch sehr viel Natur und ganz besondere Panoramen.

Dazu kommt, dass man genau diesen Teil der USA durch Werbung und Filme schon von Kindesalter an kennt. Natürlich ist es etwas ganz anderes das alles in der Realität zu sehen.

Die Tour war eine Busrundreise. Die Route war wie folgt: Los Angeles, Santa Barbara, Traumstraße, 17 Mile Drive, Carmel, San Francisco, Yosemite, Las Vegas, Zion, Bryce Canyon, Monument Valley, Grand Canyon. Phoenix, San Diego, Los Angeles.

Mietwagen vs. Bustour

Bei derartigen organisierten Touren ist der Aufbau eigentlich immer Gleich. Der grobe Rahmen ist vorgegeben. Viele Leute sagen pauschal, dass sie keine Busrundreisen machen wollen, weil das nicht individuell und flexibel genug ist. Diese Tour war ein ganz schönes Beispiel warum das so pauschal nicht stimmt. Interessanterweise sind das dann teilweise die Leute, die mit Kreuzfahrtschiffen reisen (dort ist aber auch sehr genau vorgegeben wann das Schiff anlegt und wieder abfährt).

Wenn man selbst fährt (Mietwagen) hat man natürlich etwas mehr Flexibilität. Sofern man die Hotels bereits vorgebucht hat, stimmt das aber auch nur sehr eingeschränkt. Abends muss man an Punkt x sein und in der Regel sind mindestens einige hundert (200-700 km) pro Tag zurückzulegen. In einigen Regionen gibt es einfach nicht viel zu sehen und auch nicht überall Hotels. Dazwischen gibt es dann Attraktionen, die man besichtigt. Der grobe Rahmen ist also so oder so vorgegeben. Wirklich flexibel ist man also nur, wenn die Hotels vorher nicht gebucht sind.

Nachteilig bei einer Mietwagen Tour ist, dass man sich deutlich besser vorbereiten muss (Planung) und gerade in Großstädten kann das sehr stressig sein.  Es gibt keinen Reiseleiter der einem Informationen gibt. Man muss sich alles selbst erarbeiten.

Bei der Bustour können einem die Mitreisenden auf den Nerv gehen und je nach Größe des Fahrzeuges kann man auch nicht mehr alles machen (ein kurzer Stop dauert gleich 20 Minuten bis alle aus dem Bus raus und wieder rein sind). Weiterhin kann der Bus nicht an jeder Ecke halten, wo ein Foto gerade toll wäre. Der Bus benötigt eine Haltebucht.

Ansonsten kommt es auch auf die Mentalität an. Sind alle Mitreisenden selbst aktiv genug um sich Dinge zu erarbeiten und zu erkunden oder bekommt man lieber etwas vorgesetzt.

Bei diesem Urlaub waren wir zum Beispiel am Hollywood Boulevard (also der mit dem Sternchen für die Schauspieler und dem Kino der Oscarverleihung) mit der geführten Bustour. Der Aufenthalt war mit knapp 40 Minuten nicht so lang bemessen. Wir hatten danach das Gefühl, dass das zu kurz war. Am letzten Tag der Reise hatten wir noch einen Tag in L.A.. Wir haben uns entschlossen mit einem öffentlichen Verkehrsmittel noch mal dorthin zu fahren.

Die Busfahrt war ein Erlebnis. Es war ein ziemlich schräger Amerikaner an Bord, der den ganzen Bus unterhalten hat – mal hat er geredet, mal geschrien und ich wusste am Ende nicht so genau, ob er zu viel getrunken hat, verrückt war oder einfach total schräg drauf. Nachdem wir die Busfahrt unbeschadet überstanden hatten waren wir wieder an besagter Location.

Nun sind wir noch mal den Boulevard abgelaufen und ja wir haben beim ersten Besuch ein paar Meter und ein paar Sterne im Boden verpasst. Mehr aber auch nicht. In 10 Minuten mehr hätten wir alles gesehen und ganz ehrlich – verpasst haben wir bereits beim ersten Besuch nichts.

Ich hatte eh relativ falsche Vorstellungen von dem Ort. Abseits davon, dass dort ein Kino steht, dass für die Oscarverleihung genutzt wird und davon, dass dort die Sterne mit Schauspielernamen im Gehweg sind, sieht man dort absolut nichts von Filmstudios oder Filmentwicklung. Das Hollywood was ich mir vorgestellt habe gibt es in der Form nicht – aber es heißt ja nicht umsonst die Traumfabrik.

Los Angeles

Los Angeles habe ich als Stadt nicht so toll empfunden. Los Angeles ist sehr weitläufig, war damals oft etwas versmogt. Von Hollywood bekommt man dort – abseits davon, dass dort viele teure Autos rumfahren und einigen teuren Wohnvierteln – nicht viel zu sehen.

Die Hauptattraktionen in LA: Hollywood Boulevard, Strand (bekannt von Baywatch und Arnis Muskelmannfilm (die Fitnessecke am Strand kennt ja fast jeder), dem Hollywood Zeichen und die Parks von Disney und Universal.

Nördlich von L.A. befinden sich die Traumstraße und der 17 Mile Drive, die zu den schönsten Küstenstraßen der Welt gehören.

San Francisco

San Francisco ist eine Wucht. Die Stadt kommt einem sehr europäisch vor. In den USA ist es normalerweise nicht so gängig (zumindest Stand 2003), dass man in Restaurants draußen sitzt bzw. dort Sitzgelegenheiten sind. Ganz anders in Frisco. Die Cablecars und die Hügeligen Straßen sind einfach Kult und aus diversen Filmen und Serien bekannt.

Abends bei angenehmen Temperaturen außen am Cablecar hängen ist einfach sehr geil. 😉

Sehenswürdigkeiten gibt es genug. Wir hatten Glück – die Golden Gate Bridge hat sich uns in ihrer ganzen Schönheit präsentiert und der berühmte Nebel hat sich nicht gezeigt. Wir sind auch komplett zu Fuß über die Brücke gelaufen.

Alcatraz haben wir aus Zeitmangel nicht besichtigt aber Frisco ist gerade im Hafenbereich aus so sehr interessant. Abseits des Innenstadtbereiches haben die Häuser oft nur zwei oder drei Stockwerke.

Für mich gehört San Francisco mit Boston zu den Schönsten Großstädten der USA, die ich bisher kennengelernt habe.

Yosemite

Für mich einer der schönsten Nationalparks, die ich bisher gesehen habe. Es gibt Amerikaner, die ihren ganzen Urlaub dort verbringen und ich kann es durchaus verstehen. Wir hatten das besondere Glück gerade in einem Zeitraum dort zu sein, in denen der Schnee auf den Bergen geschmolzen ist dort zu sein. Die Wasserfälle, die mehrere hundert Meter hoch sind, sieht man nur für 2-3 Wochen im Jahr.

Las Vegas

Egal ob man auf Glücksspiel steht oder nicht (wir haben 0,0 $ in Glücksspiel investiert), die Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Las Vegas liegt mitten in der Wüste und es ist eine Immense Ressourcenverschwendung dort eine Stadt zu bauen. Der Wasser und Stromverbrauch (Klimaanlagen) ist unglaublich hoch. Etwas ironisch mutet es dann an, wenn in den Hotelzimmern von Ressourcenschonung die Rede ist (damals war der Wasserverbrauch bei der Spartaste der Toilette ungefähr so hoch wie bei uns eine Maximalspülung).

Die Hotels sind i.d.R. mit Spielkasinos kombiniert. Wenn man ein Zimmer mit Frühstück gebucht hat, sitzt man morgens irgendwo mitten im Spielkasino und frühstückt (zumindest im Circus Circus). Danach hat man von dem ganzen Geplärre der Automaten schon einen an der Waffel und muss dringend raus, wenn man der Sucht nicht verfallen ist.

Um die Spieler anzulocken bieten viele Hotels Shows und das ist das echte Highlight von Vegas. Die Shows sind unglaublich gut und aufgrund des Wettstreites zwischen den Hotels gibt es unglaublich viele. Damals war es so, dass man die Hälfte der Cirque du Soleil Shows in Las Vegas besuchen konnte.

Bei uns lief damals noch Siegfried und Roy was wir besucht haben. Heute würde ich KA und David Copperfield empfehlen.

Zion + Bryce Canyon

Da gibt es nicht so viel zu erzählen – die Bilder sagen mehr. Im Bryce Canon sollte man unbedingt runter wandern aber etwas auf die Uhrzeit achten. Abends wird es recht schnell dunkel unten im Canyon und es hat wohl schon genug Leute gegeben, die mangels Leuchte dort unten übernachten durften. 🙂

Monument Valley

Im Monument Valley erwartet einen genau das was man aus der Zigarettenwerbung kennt (wenn man nicht so jung ist, dass man keine Zigarettenwerbung mehr kennengelernt hat).

Dort hatten wir auch Kontakt zu Inidanern, die einen Teil des Landes besitzen und es heute touristisch nutzen.

Grand Canyon

Leider kann man das Gefühl Grand Canyon nicht auf Fotos vermitteln. Weder die unheimlich steilen Abhänge, an denen man teilweise ungeschützt direkt am Abrund steht oder die Weite lassen sich auf Fotos auch nur ansatzweise vermitteln.

Den Canyon muss man selbst erleben. Entweder man steht einfach am Rand (ich hätte dort stundenlang stehen können – es ist unheimlich beeindruckend ein Naturwunder in diesem Ausmaß zu erleben), man macht einen Hubschrauberrundflug (was ich sehr empfehlen kann) oder man fährt mit einem Boot durch den Canyon (genug Zeit vorausgesetzt). So oder so wird man das Erlebnis nie vergessen.

Phoenix

Phoenix war der Tiefpunkt der Reise. Damals war das die am schnellsten wachsende Stadt der USA, was an den günstigen Preisen für Grundstücke lag. Ich kann aber absolut nicht verstehen wie man freiwillig in eine Stadt zieht in der nichts wächst, wenn man es nicht künstlich bewässert. Die Stadt liegt wie Vegas mitten in der Wüste. Nur das wir in Phoenix noch mal 10°C mehr hatten als in Vegas – also so rund 45°C.

Auf dem Weg zwischen Phoenix und San Diego sind wir eine recht hohe Düne in der Wüste hochgeklettert (ok nur wenige aus dem Bus – ich war natürlich einer davon). Man denkt ja oben sieht man mehr aber wenn rund um einen herum Sand ist sieht man eigentlich nichts. Zumindest was mir danach bei Temperaturen von >45°C echt warm. Ich habe dann im Bus eine Stunde gebraucht, bis ich mich wieder akklimatisiert hatte (trotz Klimaanlage). Aber was macht man nicht alles, wenn man jung ist. Und dabei ist mir auch dieses bahnbrechende und total exklusive Foto gelungen, nachdem ich die Riesensanddüne erklommen hatte. Wie ihr seht – Sand! 😉

San Diego

Endlich wieder aus der Wüste raus dachte ich mir, als wir in San Diego ankamen. San Diego ist grün und tropisch und war Schauplatz der Weltausstellung.

Und sonst so

Under Reiseführer war aus Holland ausgewandert und lebt noch heute in der Region (ich habe ihn aus Recherchegründen gegoogelt und gefunden). Er hat  den Tourgide Job zumindest vor einigen Jahren noch wahrgenommen, obwohl er längst im hohen Rentenalter ist.

Ben (so sein Vorname) hat auch ein sehr gutes komödiantisches Talent gehabt und wir haben uns im Bus teilweise vor Lachen nicht mehr einkriegt. Dabei ist er besonders auf die vielen kleinen Unterschiede zwischen den USA und Europa eingegangen (Miniseife in deutschen Hotels, die Ammis haben damals pro Gast eine Stück Seife in Normalgröße verbraten, Duschen in der Höhe fixiert in den USA und meist viel zu niedrig, Zig Schalter für Steckdosen und Leuchten in den USA, usw.).

Wenn man von den Staudämmen im Norden von Las Vegas gen Süden bis Phoenix fährt wird einem bewusst wie extrem der Colorado River ausgebeutet wird. Wie extrem und vollkommen schwachsinnig die Wasserverschwendung ist (Massenhaft Golfplätze mitten in der Wüste – vor allem in Phoenix) und wie wenig Rücksicht die USA auf den Nachbarn Mexiko nehmen (dort kam damals fast kein Wasser mehr an.

Auf einer Tour wie dieser wird einem sehr bewusst wie groß die Schere zwischen Arm und reich ist. In den USA habe ich zig Leute erlebt, die morgens z.B. im McDonalds schon die Gäste bedient haben und Abends noch immer oder schon wieder dort standen um Gäste zu bedienen. 7 oder 8 Stunden Tag? Fehlanzeige. Genauso sieht man Leute, die auf der Straße leben und den extremen Reichtum in LA, wo ein Ferarri durch den nächsten übertrumpft wird.

Die Ammis fahren wirklich überall mit dem Auto hin. Wenn man z.B. bei uns Kurorte wie in Sylt gewohnt ist wo man nur einen Pfad zum Strand hat, bauen die Ammis auf dem Strand einen riesigen befestigter Parkplatz mit Straßenlampen und allem drum und dran. Laufen? Nö.

Fazit:

Wer Natur + Action + Städte mag wird diese Tour lieben. Durch Städte wie LA (Disney / Universal), Vegas (Shows und beeindruckende Hotels) und die Nationalparks und die Natur bekommt man ein so kontrastreiches Programm wie fast nirgendwo auf der Welt geboten.

Zu weiteren Reisebeiträgen geht es hier.

Florida Reise 2009 (Orlando – Disney + Universal + Sea World, Tampa, Kenndy Space Center)

Universal Studios

2002 sind wir in Florida in Form einer Rundreise gewesen (dazu werde ich irgendwann einen separaten Post verfassen). Bei der ersten Tour waren wir nur relativ kurz in Orlando und haben die wirklich großen Freizeitparks in Orlando eher gestreift als im Detail gesehen. Somit stand für uns fest, dass wir noch mal nach Orlando wollen. Wir haben die Freizeitparks bei den ersten Besuch sehr genossen, denn das ist ganz sicher nicht nur etwas für Kinder.

Warum mag ich die Freizeitparks bzw. den Urlaub in Orlando?

Wenn man zur richtigen Jahreszeit fährt (März, April oder Oktober oder besser November), dann ist Orlando vom Klima echt toll. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 35C° – die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch, aber im Urlaub ist das ok (im März / April ist die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur geringer als Ende Oktober). Es gibt auch an jeder Ecke Klimaanlagen – man muss also eher aufpassen, dass man sich nicht verkühlt, vor allem wenn man nass wird (als kleine Warnung: Bei Wasserattraktionen wird man richtig nass – wenn man Pech hat ist man nach so einer Attraktion komplett durchnässt). Kleiner Tipp dazu: Alle direkt hintereinander besuchen und Wechselkleidung mitnehmen oder Kleidung,  die schnell trocknet und danach von den überall vorhandenen Klimaanlagen fern halten, bis man trocken ist.

Ansonsten sind die Tage in den Parks so vollgepackt mit Eindrücken, so intensiv, so voll mit Spaß und Adrenalin, dass man wirklich jeden Moment fühlt das man lebt und zwar intensiv und in vollen Zügen!

Epcot

Man wundert sich jeden Tag aufs Neue, dass so viele Eindrücke in einen so kurzen Zeitraum passen.

Die Planung

Gesagt, geplant, getan. Planung ist bei den Freizeitparks in Orlando wirklich alles. Beim ersten Besuch 2002 hatten wir nichts geplant (dafür aber einen guten Reiseleiter, der uns aber nur partiell begleitet hat) und man verschwendet wirklich unglaublich viel kostbare Zeit, wenn vorher nicht plant und sich informiert.

Hollywood Studios / MGM

Wenn man einen relaxten Urlaub mag, kann man sich die Planung natürlich auch sparen aber man verpasst viel und an kann mindestens 50% mehr Zeit einplanen um das gleiche zu schaffen und hat somit auch deutlich höhere Kosten.

Man braucht nicht denken, dass es einen Park von Disney, einen von Universal und dann noch nur noch Seaworld gibt. Allein von Disney gibt es 4 Parks, wenn man die Wasserparks, Autorennstrecke und das ganze Drumherum wie Reiterhöfe, Golfplätze usw. ignoriert.

Das ist schon fast wie ein kleines Land. Selbst die Polizei dort ist eine eigene Disney Polizei und da fahren hunderte Busse rum nur zum Transport der Disney Gäste. Die Infos einfach mal, dass man ein Gefühl der Größenordnung bekommt.

Animal Kingdom

Welche Parks gibt es in Orlando (Auslistung ohne Wasserparks)?

  • Disney – Animal Kingdom (Tierpark in Kombination mit Action Attraktionen) – mindestens 1 Tag einzuplanen
  • Disney – Epcot Quasi eine Art Weltausstellung mit allen Ländern in einem Park – kann man an einem Tag vergessen, weil es viel zu viele Shows zu bestimmten Zeiten gibt – mindestens 2 Tage einplanen
  • Disney – Magic Kingdom – das ist der ganz klassische Disney Park und am meisten auf Kinder ausgerichtet – ca. 1 Tag
  • Disney – MGM  bzw. Hollywood Studios – alles was mit Filmen zu tun hat – mindestens 1 Tag (bei Disney kommt in kürze noch Star Wars dazu, evtl. reicht dann ein Tag nicht mehr)
  • Universal Studios – der Name sagt alles – der Filmpark 1 Tag
  • Universal Islands of Adventure – 1 Tag (zu dem Zeitpunkt gab es den Harry Potter Parkteil noch nicht, vielleicht reicht ein Tag heute nicht mehr)
  • Seaworld – Park mit Meeresbewohnern in Kombination mit Action Attraktionen 1 Tag
  • Universal Citywalk (Shopping und Essgelegenheiten + Abendunterhaltung – Vergnügungsviertel von Universal)
  • Disney Downtown (Shopping und Essgelegenheiten + Abendunterhaltung – Vergnügungsviertel von Disney)

Epcot

Alle oben angegebenen Zeiten gehen davon aus, dass man sich recht flott von einer Attraktion zur nächsten bewegt (also nicht rennt aber auch nicht beim gehen einschläft oder sich von irgendwelchen Staus aufhalten lässt) und auch nicht lange irgendwo ansteht.

Weiterhin ist zu beachten, dass es in jedem Park unterschiedliche Öffnungszeiten gibt. D.h. an bestimmten Tagen haben einzelne Parks länger offen oder Spezielevents, die es eben nur an diesem Tag gibt. In Epcot gab es jeden Abend ein geniales Feuerwerk (das sollte man mindestens 2x mitnehmen) und jeden Tag andere Veranstaltungszeiten (in jedem Landesbereich in Epcot gibt es Shows passend zum jeweiligen Land). In Magic Kingdom gab es das Feuerwerk z.B. nur am Wochenende. An jedem anderen Tag verpasst man das also, wenn man sich vorher nicht informiert.

Epcot – Mexico

Generell stand man sich sowohl bei Disney als auch bei Universal besser, wenn man in den Hotels übernachtet, die zum Park gehören. Warum? In Universal gab es zwei Warteschlangen. Eine für Standardgäste und eine für Hotelgäste des Parks (Express). In der Zeit wo die Standardbesucher nicht einmal mit der Attraktion gefahren sind, waren wir gleich zweimal drin quasi ohne Wartezeit und dann ab zur nächsten Attraktion. Das ist einfach unheimlich effizient (auch wenn man dann von den anderen Gästen ziemlich böse angeschaut wird aber hey, so kann man sich wenigstens einmal im Leben wie ein VIP fühlen) – wer hat schon Lust zu warten und ansonsten hat man auch keine Chance Parks in der Größe in einem Tag zu besichtigen.

Seaworld

Bei Disney öffnen die Parks an bestimmten Tagen eher für Hotelgäste oder schließen Später. In Magic Kingdom war das damals schon heftig, weil der Park am Wochenende quasi durchgehend offen hatte (ich glaub bis 3:00 Nachts). Während alle anderen Gäste keine Attraktion mehr besuchen durften (ab ca. 18:00), war das für die Hotelgäste kein Problem (auch wenn dann nicht mehr alle Attraktionen offen haben).

Wenn man mal in den Parks ist, gibt es keine extra Kosten (so war es zumindest 2009). D.h. man muss lediglich noch das Essen bezahlen. Wichtig ist, dass man Ticket besitzt, die einem nicht nur den Besuch eines Parks erlauben, sondern so genannte Flexiticket, mit denen man eine bestimmte Anzahl von Tagen in alle Disney Parks kommt und bei Universal ebenso.

Hollywood Studios Backlot Tour

Der Transport zwischen den Parks ist innerhalb eines Unternehmens unproblematisch und kostet nichts. Von Disney nach Universal oder Andersrum gibt es keine Angebote (ist ja auch logisch, weil beide Konkurrenten sind). Seaworld arbeitet mit Universal zusammen, weshalb die Universal Tickets auch mit Seaworld Tickets in Kombination gekauft werden konnten.

Eine Besonderheit von Disney ist noch erwähnenswert. Dort gab es damals einen Fastpass (den gibt es auch noch heute aber die Regeln sind anders). Gerade bei beliebten Attraktionen sind die Wartezeiten lang. Den Fastpass konnte man sich einfach morgens holen und dann z.B. x Stunden später zu der Attraktion zurückkehren und kam dann fast sofort dran. Damals ging das noch bei beliebig vielen Attraktionen. Mittlerweile geht das nach meinem Stand nicht mehr, die Regeln sollte man sich aber unmittelbar vor dem Besuch anschauen.

Epcot – USA

Der Ablauf

Wir hatten bei dieser Tour zuerst einen Tag Universal Studios, einen Tag Bush Gardens, einen Tag Islands of Adventure (Tampa), einen Tag Kennedy Space Center, einen Tag Seaworld, einen Tag Magic Kingdom, zwei Tage Epcot, einen Tag Animal Kingdom und einen Tag Hollwood Studios – so grob zumindest. Bei Disney bietet es sich zum Beispiel an abends noch mal Schnell bei Epcot reinzuschauen, wenn man das Feuerwerk noch mal sehen möchte. Auch in den Hollywood Studios gibt es eine Abendveranstaltung (Fantasmic) mit Lasershow und Pyrotechnik. Teilweise liegen die Parks auch direkt nebeneinander und man kann auch schnell in den nächsten Park wechseln, wenn man die passenden Tickets hat, teilweise auch mit Wassertaxi (was sehr cool ist, da ist selbst der Transport ein Erlebnis).

Bush Gardens

Generell kann man sagen, dass sowohl die Disney Parks toll sind und die von Universal auch. Bush Gardens ist aber eine andere Hausnummer. Der Sicherheitsstandard ist deutlich niedriger (sowohl was die Qualität der Sicherheitsmaßnahmen in den Attraktionen angeht, als auch das Prüfen der Einhaltung durch das Personal. Bush Gardens war wird aber bei den älteren Kids wohl als cooler angestuft, da keine Disney Figuren und dafür diverse Achterbahnen. Ich würde Bush Gardens nicht noch mal besuchen. Die auf dem folgenden Bild sichtbare Holzachterbahn hat zumindest dafür gesorgt, dass ich den Rest des Tages Kopfschmerzen und mein Mitreisender Rückenprobleme hatte. 😉

Bush Gardens

Das Kennedy Space Center ist definitiv einen Besuch wert aber als wir da waren sind dort noch Spaceshuttles gestartet und standen auf den Rampen. Aktuell starten dort nur noch private Unternehmen. Von dem einstigen Raumfahrtprogramm der USA ist also nicht mehr viel übrig. Man hat beim Vergleich von unserem ersten Besuch 2002 nach 2009 aber bereits gesehen, dass die Nasa sich mehr und mehr auf Touristen ausgerichtet hat. Während das beim ersten mal noch wie eine Firmenbesichtigung gewirkt hat, war es beim zweiten Besuch hochgradig professionalisiert und schon eher wie in einem Freizeitpark. Beispielsweise wird in einer Attraktion ein Raketenstart simuliert (wobei es in Disney eine Attraktion gibt, die Schwerelosigkeit simuliert und das wirklich tuschend echt – die fand ich noch mal cooler – kleiner Tipp vor der Attraktion in Disney sollte man NICHTS essen). Es hängen zwar überall Tüten in der Disney Attraktion aber wie uncool ist es denn persönlich ein Raumschiff zu steuern mit seiner Crew und dann in eine Tüte zu reihern! Das geht überhaupt nicht. 🙂 Das Attraktion nennt sich übrigens Mission Space und man sitzt in einer großen Zentrifuge, die beim Start 2,5G erreicht und wenn sie dann nachlässt fühlt man sich schwerelos (im Prinzip ein billiger Trick aber es funktioniert in Kombination mit der Simulation perfekt). Wichtig ist nur, dass man dort nicht den Kindereingang ohne Zentrifuge nimmt, sondern den richtigen (orange / red nicht green)!

Die Attraktion wurde aber unterdessen renoviert, weshalb man sich green wohl auch anschauen sollte, da es nicht mehr wie vorher derselbe Flug ist nur ohne G-Kräfte.

Kennedy Space Center – Space Shuttle

Den Disney Parks (Achtung Randbemerkung – Florida = Disney World – L.A. = Disney Land) haftet das Image an eher für Kinder zu sein aber das ist nicht so. Magic Kingdom hat die primäre Ausrichtung auf Kinder aber trotzdem kann man sich als Erwachsener gut einen Tag dort aufhalten und Spaß haben. Das gilt für alle anderen Parks um so mehr, da deren Hauptfokus keine Kleinkinder sind.

Magic Kingdom

Und sonst so

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben oder wie war das noch? So auch in diesem Urlaub. Die Fahrt von Universal zu Disney war ein ziemliches Highlight. Wir hatten bewusst ein Taxi gerufen um Zeit zu sparen und schnell den Wechsel zwischen Universal und Disney hinzubekommen. Der Taxifahrer kam dann nach ich weiß nicht mehr genau dreißig oder 40 Minuten! Er hat lt. eigener Aussage seinen ersten Tag als Taxifahrer in Orlando gehabt und ist vorher angeblich in New York gefahren!

An der Stelle muss man erwähnen, dass man einen einfacheren Auftrag als Taxifahrer nicht bekommen kann, als von Universal nach Disney zu fahren. Denn Disney ist quasi auf jedem Schilf in Orlando ausgeschildert! Der Taxifahrer hat es fertig gebracht 3 mal im Kreis zu fahren und zwischendurch waren wird sogar auf dem Highway nach Tampa.

Animal Kingdom

Während der Tour hat er dann mehrfach in der Zentrale nachgefragt wie er denn fahren muss. Die haben sich aber wohl nur an den Kopf gepackt, eine richtige Antwort hat er nicht erhalten. Nach gut einer Stunde und über 140$ auf dem Ticker waren wir dann in Disney (jeah, 2h vom Tag nutzlos verschwendet) und er hat allen ernstes den vollen Fahrpreis verlangt. Wir haben dann unser Pokerface aufgesetzt und ihm glaube ich 40 oder 50$ gegeben. Das hat er dann akzeptiert – wir waren uns auch nicht so ganz sicher was passiert wäre, wenn er die Polizei gerufen hätte. zumindest hätte es uns wieder eine Stunde gekostet. Wo auch immer der vorher Taxi gefahren ist aber in New York sicher nicht!

In Disney hatten wir dann gleich die nächste Überraschung. Unser Hotel (wir waren in einem der Billighotels von Disney – dazu später noch ein paar Worte) war wegen einem Cheerleader bzw. Musikgruppenevent total überbucht und die Rezeption war super überlastet. Nachdem man unsere Room Keys fertig gemacht hatte (Plastikkarten), hat man festgestellt, dass keine Zimmer mehr frei sind. Auf den Karten waren auch die Parktickets – was wir dann aber erst später erfahren haben. Behaltet das aber für den weiteren Verlauf bitte im Hinterkopf. 😉

Islands of Adventure

An der Rezeption hat mich dann eine Managerin relativ schnell abgewimmelt und mir gesagt, dass das Hotel voll ist aber “gleich” jemand kommen würde, der sich um mich kümmert. Gleich hat dann zwar eine Weile gedauert aber nach der Aktion mit dem Taxifahrer war das dann vergleichsweise flott (Zeit ist ja relativ). Dummerweise war meine Gemütslage gerade etwas unausgeglichen nach der zweistündigen Irrfahrt durch Orlando und somit war ich ziemlich angefressen als die uns “irgendwo, irgendwie” unterbringen wollten.

Wir hatten uns das Hotel so ausgesucht, dass es strategisch günstig lag und die Parks relativ schnell zu erreichen war. Da unsere Unterbringung mir völlig neu war und etwas abseits lag, war ich zuerst wenig begeistert. Da plan ich alles so schön vor und die bringen alles ruck zuck durcheinander. 😉

Wie sich später zeigte hatte die Sache dann auch einen Makel, der nicht offensichtlich war (Stichwort Park Tickets).

Nach einer Weile kam ein Holländer, der im nach seinem Studium eine Traineezeit im Park gemacht hat, und wohl selbst aus einer relativ reichen Familie stammte und recht Gesprächig war. Er hat uns mit einem Golfwagen und unseren Koffern in nach “Saratoga Springs” gebracht hat. Damals war das Resort brandneu. Wie sich dann später erwiesen hat, war die Lage und die verkehrstechnische Anbindung deutlich besser als erwartet.

Islands of Adventure

In Saratoga Springs kann (oder konnte) man Eigentumswohnungen kaufen oder Anteile daran (sharing Modell), die schweineteuer sind. Damals war der ganze Komplex fast leer. Das war wirklich cool, weil es total ruhig war und wir den See und das Frühstücksrestaurant fast für uns alleine hatten. Da waren mehr Mitarbeiter als Gäste anwesend. Auch die Busse waren fast leer und fuhren quasi direkt vor dem Restaurant ab. Unsere Wohnung war relativ groß  aber im Gegensatz zu dem extrem entspannten Frühstück und den genialen Transportmöglichkeiten war das eher unwichtig.

Dort haben wir natürlich neue Plastikkarten bekommen, nachdem die alten angeblich umgebucht wurden. Für das Zimmer haben die auch toll funktioniert.

Cirque du Soleil – La Nouba

Was war der Makel? Eines Tages standen wir morgens vor dem Parkeingang und kamen nicht rein, obwohl wir Tickets für x Tage hatten. Ruck zuck wurden wir aussortiert und weggeschickt (was natürlich bedeutet, dass man sich an der Schlange in den Park rein wieder hinten anstellen darf).

Beim nächsten Ticketverkäufer (natürlich auch mit Warteschlange) haben wir versucht dem Typen klar machen, dass wir sehr wohl bezahlt haben, was ihn aber nicht im geringsten interessiert hat. Bei der Umbucherei von dem Billighotel zu Saratoga Springs sind offenbar unsere Tickets nicht sauber übertragen worden und waren noch auf dem alten Hotel bzw. den alten ungültigen Karten vermerkt. Der Typ an der Kasse hat uns dann gegen Bezahlung Tickets gegeben und gesagt, dass wir das abends im Resort klären müssen.

Universal Studios

Alleine diese Aktion hat dann wieder eine Stunde gekostet und abends durfte ich dann im Hotel 1,5 Stunden versuchen den Leuten an der Rezeption klar zu machen, dass wir sehr wohl Ticket gekauft haben. Dafür hat es dann sogar die Managerin benötigt, weil die Bestätigung aus dem Reisebüro keinen interessiert hat. Was im Computer steht muss ja stimmen. Irgendwann hat dann jemand die Originalbuchung im Computer gefunden und dann war alles geritzt.

Gut zu wissen ist übrigens, dass es Internetseiten gibt, die sich mit den ganzen Besonderheiten in den Parks beschäftigen – von Karten, Tipps, versteckten Sachen, Empfehlungen, Events usw. – da kann man sich wirklich umfassend über alles informieren was irgendwie mit den Parks zu tun hat.

Eine der diversen Paraden

Eine Unart, die es 2009 bei Disney schon gab ist, dass alle Leute die Geld in den Parks anlegen pro Jahr Punkte dafür bekommen. Beispielsweise steckt man 50.000€ in den Park und bekommt jedes Jahr x Punkte dafür, mit denen man Weltweit in allen Disney Anlagen Urlaub machen darf. 2009 hat man aber schon erkannt, dass man den Investoren mehr bieten muss. Somit sind in den Parks oft Bereiche abgesperrt, die diesen Premiumgästen vorbehalten sind. Ein Beispiel sind die besten Plätze zum Bewundern des Feuerwerks in Epcot. 2009 waren diese Plätze aber nur von sehr wenigen Gästen oder sogar von keinen Gästen belegt. Einige der Angestellten hatten dann ein einsehen und haben diese Bereiche irgendwann geöffnet, wenn keiner der besser gestellten Personen kam (ja, dass ist dann Disney Magic, wenn man nett fragt und nett behandelt wird), einige aber auch nicht (da fehlt dann Disney Magic) …

Epcot Feuerwerk – Illuminations

Andere Sachen sind z.B. dass man an den Shows aktiv teilnehmen kann (das trifft mittlerweile wohl auch nur noch auf die Premiumgäste zu, früher war das einfach Glück, wenn man dabei sein durfte). Da geht dann schon etwas von der Magie verloren.

Und es gibt zig Besonderheiten wie zum Beispiel die Möglichkeit das Feuerwerk in Epcot auf dem Wasser auf einem kleinen Bot zu erleben. Auch das muss man viel früher vorplanen und organisieren, ist aber mit Sicherheit sehr geil.

Bei den Attraktionen sollte man möglichst früh die guten Attraktionen, die jeder Besuchen will angehen. Es gibt einige Attraktionen die sehr gut sind aber auch sehr überlaufen. Gut ist in der Regel hinten im Park anzufangen. Auf jeden Fall azyklisch zum Rest der Parkbesucher arbeiten. Nichts ist nerviger und nutzloser als mehr als 30 Minuten in einer Warteschlange zu stehen! Wobei die Warteschlangen oft auch so gestaltet sind, dass die Attraktion dort schon beginnt. Entweder sind schon sehr viele Details zu sehen, die einen auf das Thema einstimmen oder es gibt sogar schon Videobotschaften von irgendwelchen Stars.

Universal Citywalk – Hard Rock

Geld benötigt man in den Parks nicht. Früher hat man alles mit seiner Room Karte bezahlt und bekam am Ende die Abrechnung, heute hat man wohl Armbänder dafür inklusive Totalüberwachung wo man war und was man gemacht hat. Aber was soll’s.

Wenn man die Downtown Disney besuchen will und in den Vergnügungsbereich möchte unbedingt den Reisepass mitnehmen. Ohne Reisepass glauben die einem nicht, dass man über 18 (Einlass in bestimmte Zonen) / 21 (Alkohol) ist nicht, selbst wenn man 25 Jahre alt ist.

Epcot – Italien

Die Unterbringung

Die Hotels bei Disney / sind grundsätzlich alle gut. Der Unterschied bei den Hotels liegt primär in der Größe der Zimmer (was vollkommen egal ist, weil man eh nicht im Zimmer ist), der Ausstattung (Fernsehen usw.) was auch egal ist, weil man eh nicht auf dem Zimmer ist, dem Flair (z.B. Musik, Film, Sport, Maritim, Afrika bzw. Safari, Reiterhof), den Transportanbidungen (die sind wichtig), evtl. Restaurants bzw. allgemein dem Essensangebot und ob es sich um Massenabfertigung handelt oder nicht.

Saratoga Springs – Weg von unserem Wohnhaus zum Frühstücksrestaurant – das kann man sich morgens mal gefallen lassen

Wenn man richtig viel Geld ausgibt hat man auch einen Concierge und kann dann Mahlzeiten zu bestimmten Zeiten kostenlos im Hotel bekommen aber bei den Preisen, die man dafür bezahlt lohnt sich das eher nicht.

Spätestens beim Frühstück wird einem klar was ich mit Massenabfertigung meine. Wer in den günstigen Hotels den total überlaufenen Frühstücksbereich gesehen hat, kann die Aussage nachvollziehen. Ich hatte postwendend keinen Bedarf mehr an Frühstück, nachdem ich den Stress am frühen Morgen gesehen habe und habe mir irgendwo unterwegs einen Muffin gekauft und im Kiosk nebenan irgendwelche Babymilch (was ich erst nach dem Kauf bemerkt habe), die sogar günstiger war als die normale, als bei der ersten Floridatour in einem der günstigen Hotels war.

So gesehen hatten wir dieses Mal einen schönen Kontrast, weil wir in einer der teuersten Einrichtungen überhaupt untergebracht waren, dafür aber den günstigsten Preis gezahlt haben. Das Frühstück dort war in extrem entspannter und ruhiger Atmosphäre extrem angenehm und man brauchte nirgends anstehen. Cooler geht’s nicht! Selbst die Preise für das Frühstück waren dort nicht höher aber der Service um Längen.

Nascar Sports Grille

Wenn man Abends aus dem Park kommt und bei der Haltestelle vom Billighotel stehen hunderte Leute und an der eigenen 10 oder man gemütlich in ein Wassertaxi steigt und allein die Fahrt schon ein Event ist, dann ist das schon irgendwie Gold wert.

Ansonsten unterscheiden sich die Hotels halt wie schon erwähnt sehr vom Ambiente. Es gibt Gäste, die jeden Tag in einem anderen Hotel übernachten. Beispielsweise ist das Hotel im Animal Kingdom so angesiedelt, dass man Giraffen direkt vorm Fenster haben kann und das Afrika Feeling dort muss wirklich toll sein.

Einige Hotels haben eine Schwebebahnanbindung, die direkt in die Parks geht. Ein Hotel hat eine riesen Poolanlage mit Karibikflair und Flugzeug neben dem Pool. Man merkt also das man bei Disney ist jedes Hotel besonders und erzählt seine Geschichte.

Der Rückflug nach Deutschland war übrigens nicht so toll, weil ich meine eigenen Tipps oben (Stichwort Wasserattraktionen und Klimaanalgen) nicht beherzigt habe und somit die Nase zu hatte. Beim Starten und Landen hatte ich den Eindruck, dass mir die Birne wegfliegt. Nicht toll!

Epcot – Japan

Das Essen

Das kann man bei Disney ohne Planung auch fast vergessen. Zu den Hauptessenszeiten ist der Andrang in den leicht zugänglichen Restaurants extrem. In den Fast Food Restaurants (außer in Epcot) gibt es in allen Parks das gleiche. Die Burger und Pommes sind zwar i.d.R. besser als bei uns aber 10 Tage hält man das nicht durch. Spätestens nach fünf Tagen kann man das immer gleiche Fastfood nicht mehr sehen. Wenn man was besseres essen möchte, muss man vorher in einem der Restaurants (die teilweise sehr gut versteckt in den Parks sind und wirklich gutes Essen zu nicht mal so viel höheren Preisen haben) reservieren. Diese Restaurants sind oft schon ein Event für sich. Das liegt teilweise an der Optik (60er Jahre, Riesen Aquarium usw. als auch daran wie die Gäste behandelt werden).

Hard Rock – Burger und Cocktail

Wie man sieht brauchen selbst die Restaurantbesuche etwas  Planung. Man muss vorher in etwa wissen wo man ist und das Restaurant mindestens einen Tag früher reservieren oder eben Glück haben bzw. Fastfood essen, wenn es nicht klappt mit dem Platz im Restaurant.

Eine witzige Geschichte am Rande: Ich habe an einem Abend versucht für den nächsten Tag einen Platz im Restaurant zu reservieren. Zuerst wurde mir mitgeteilt, dass ohne Kreditkarte nichts geht, dann wurde mir gesagt, dass nichts mehr frei ist. Danach kam die Frage wo ich denn residiere. Als ich “Saratoga Springs” gesagt habe, brauche ich keine Kreditkarte mehr und ein Tisch ist auch sofort frei geworden. Willkommen im Land der Marktwirtschaft! 🙂

Fazit:

Für mich war das ein extrem erholsamer Urlaub – sicherlich nicht etwas für jeden – man muss seine Vorurteile schon etwas zurückschrauben – aber unheimlich intensiv, weil die Anzahl der Eindrücke in relativ kurzer Zeit sehr hoch ist.

Zu weiteren Reisebeiträgen geht es hier.

Götterfunke Serie

Götterfunke 1 Liebe mich nicht - Marah Woolf  Götterfunke 2 Hasse mich nicht - Marah Woolf  Götterfunke 3 Verlasse mich nicht - Marah Woolf 

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Marah Woolf

Teile der Serie:

  • Götterfunke 1 – Liebe mich nicht (464 Seiten)
  • Götterfunke 2 – Hasse mich nicht (464 Seiten)
  • Götterfunke 3 – Verlasse mich nicht (464 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Es tut mir leid«, flüsterte er, bevor er meinen Körper sanft auf seinen Schoß hob. Selbst der körperlose Teil von mir fühlte den Schmerz, der meine Glieder erfasste. Er raste durch jede einzelne Zelle. Mein Kopf kippte nach hinten und vorsichtig bettete er ihn an seine Schulter. So verrückt das klang, aber ich war neidisch auf meinen Körper.

Das nenne ich mal einen interessanten Serieneinstieg. Die Hauptakteurin wird direkt mit ihrem eigenen Tod konfrontiert. Zack! So schnell kann es zu Ende sein. Vielleicht sollte ich sollte besser sagen ihren fast Tod aber viel hat nicht gefehlt! Aber das war nur ein Traum, oder doch nicht? Und wer war der heiße Typ, der sich so für sie eingesetzt hat?

Jessica ist zum letzten gemeinsamen Sommercamp mit ihren Freunden gefahren. Im nächsten Jahr machen sie ihren Abschluss und dann geht’s zum Studium. Jessica kümmert sich um ihre kleine Schwester, seitdem ihr Vater vor 2 Jahren abgehauen ist und ihre Mutter kaum noch was auf die Reihe bekommt. Dementsprechend wird sie in Kalifornien bleiben, während ihre Freunde an andere Unis gehen werden.

»Du hast dich mit den hübschesten Mädchen der Weltgeschichte amüsiert. Ich war tatsächlich ab und zu neidisch auf dich.« Warum hatte man nie einen Baseballschläger zur Hand, wenn man ihn brauchte? Diese Kerle waren unmöglich.

Neben den Schülern sind offenbar auch Götter im Sommercamp anwesend. Was für ein perfides Spiel treiben die Götter? Offenbar will Prometheus menschlich werden und muss es dafür schaffen, dass eine Frau die er mit allen mitteln umwirbt ihn ablehnt. Scheinbar gibt es zusätzlich eine Intrige, die zum Ziel hat Zeus zu stürzen.

Zwischen Cayden (Prometheus) und Jess gibt es direkt eine gewisse Vertrautheit und Spannung. Jess ist sich sicher, dass er der Typ ist, der im Traum dafür gesorgt hat, dass sie überlebt hat aber wie kann er in ihren Träumen auftauchen, wenn sie ihn noch nie zuvor gesehen hat? Jess verstrickt sich bei diesem Spiel unfreiwillig zunehmend in die Intrigen und Machenschaften der Götter.

Außerdem schien Väter vom Thron zu stürzen ein beliebtes Hobby unter den Göttern zu sein. Sie sollten sich mal lieber eine anständige Beschäftigung suchen.

Die Kapitel wechseln durchgängig zwischen der Göttersicht (genauer gesagt aus der Sicht von Hermes – der ist so etwas wie der rasende Reporter der Götterwelt) und der Menschensicht. Wobei die Sicht von Hermes immer sehr kurz gehalten ist. Das sorgt dafür, dass die Götter etwas geheimnisvoller wirken. Cayden ist anfangs schwer einzuschätzen. Als Leser weiß man zwar mehr als Jess, weil man den Hintergrund seiner Anwesenheit kennt aber richtig einschätzen kann man ihn trotzdem nicht. Er will Jess beschützen, fühlt sich aber auch zu ihr hingezogen und kann nicht von ihr lassen. Aber ist auch ein Gott und verhält sich somit immer etwas arrogant und bestimmend.

»Schicksal ist das, was wir aus unserem Leben machen.«

Der Schreibstil ist toll, locker und fühlt sich natürlich an. Die Dialoge sind witzig und da Cayden immer recht geheimnisvoll wirkt, liest sich die Geschichte sehr gut.

Das Buch einerseits klassisch das was man bei einem Sommercamp von jungen Erwachsenen erwartet. Andererseits ist es gut vermischt mit der Göttergeschichte und liest sich sehr interessant, obwohl anfangs nichts Bahnbrechendes passiert.

»Geh zum Teufel«, wies ich ihn ab. Es fühlte sich gut an, ihm einen Korb zu geben und ihm dabei ins Gesicht zu sehen. »Oder zu July.«

Ich mag die neckischen Sprüche und Gedanken von Jess und ihren leicht trockenen Humor. Die Götter sind in dieser Serie recht menschlich dargestellt, obwohl man aufgrund der diversen Geschichten aus der Vergangenheit merkt, dass sie nicht ungefährlich sind. Die ganze Situation ist irgendwie bizarr aber interessant. Desto mehr Geschichten über die Götter man im laufe der Handlung erfährt, desto mehr drängt sich der Eindruck auf, dass die Götter alle nicht ganz „dicht“ sind.

Ich sollte mir von Josh eine Scheibe abschneiden. Er amüsierte sich einfach nur, ohne sich zu viel von einer Beziehung zu versprechen. Sein Herz brach in einer Million Jahren nicht und genauso sollte ich das auch handhaben. Sich verlieben war doch Mist. Wie das ganze Konzept der Liebe Mist war. Einer zog immer den Kürzeren. Ein Partner liebte immer mehr als der andere.

Die Gedanken von Jess „was übersetzt hieß“ sind oft auch witzig. Liebe Mädels – schenkt uns Jungs doch bitte ein Wörterbuch, sonst verstehen wir Aussagen wie – »Ich sehe ja meine Hand vor Augen kaum«, jammerte ich, was übersetzt hieß: Lass uns ein Bett suchen und da weitermachen, wo wir gerade aufgehört haben. – nicht.

Ich finde auch die Art von Jess toll – sie ist nicht der typisch naive Hauptcharakter, sondern sie fragt den Göttern Löcher in den Bauch und ihre Fragen sind gut. Lediglich ihrer „Freundin“ (Robyn) gegenüber ist sie zu loyal und gutmütig, da Robyn Jess nicht gleichwertig behandelt, sondern eher wie eine Angestellte oder sogar fast wie eine Dienerin (in Kalchas Worten: „eifersüchtiges blondes Biest“ und das ist schon eine Untertreibung).

Kalchas ist ein toller Charakter, der die Geschichte erdet, obwohl er auch zu der Götterwelt gehört.

Buch 2:

Das vertraute Neonlicht über uns flackerte an der hohen Decke, und aufgeregtes Summen lag in der Luft, wie jedes Jahr am ersten Schultag. In wenigen Wochen würde die Euphorie in Lethargie umschlagen, die meist bis zum Ende des Schuljahres anhielt.

Das Sommercamp ist zu Ende und Cayden hat Jess abgewiesen. Sie weiß nichts von der Aufgabe, die Cayden bzw. Prometheus von Zeus gestellt wurde, bei der es das Ziel ist ein Mädchen 60 Tage zu umwerben und falls sie ihn trotz seines ehrlichen Versuches abweist, bekommt er als Belohnung die Sterblichkeit, die er anstrebt. Mit Robyn, ihrer „besten“ Freundin, ist Jess nun zerstritten, weil Robyn mit Cayden geschlafen hat. Robyn hat ihn also nicht abgewiesen. Robyn präsentiert sich als das Biest, dass sie immer war. In der Vergangenheit hat Jess das ignoriert, ohne dass es ihr wirklich bewusst war. Da sie Robyn nun aber zum ersten mal widersetzt hat, zieht diese nun alle Register um Jess zu schaden. Prometheus bekommt seinen zweiten Versuch und die Aufgabe Jess zu erobern, nachdem er ihr bereits das Herz gebrochen hat.

Er versuchte sich zweimal selbst daran, ein Marshmallow zu rösten, aber nachdem der erste ins Feuer gefallen und der zweite verbrannt war, gab er es auf. Ich kicherte. »Das können nur echte amerikanische Mädchen«, klärte ich ihn auf. »Die Fähigkeit ist angeboren.«

Ihre Mutter war einige Tage trocken und nun ist sie wieder der Alkoholsucht verfallen. Jess sollte eigentlich einfach Teenager sein dürfen und stattdessen muss sie sich um ihre kleine Schwester und ihre Mutter kümmern. Ihr Vater hat ihre Mutter vor Jahren verlassen, was ihre Mutter nie verwunden hat.

Was sich anhört wie eine typische Teenagergeschichte (wenn man das Alkoholsuchtthema mal ignoriert) ist insofern besonders, als dass Götter in der Menschenwelt auftauchen und ihre perfiden Spielchen treiben. Jess ist besonders, weil sie im Gegensatz zu anderen Menschen die Welt der Götter sieht und sich an die Begegnungen mit ihnen erinnern kann. Andere Menschen haben diese Fähigkeit nicht.

»Ich hasse ihn«, erklärte ich dem wildfremden Mann, der daraufhin gutmütig lachte. »Das sagt meine Frau auch immer, gehört irgendwie dazu, Kleine. Er beruhigt sich schon wieder. Das ist nur die Angst, die bringt uns Männer manchmal um den Verstand. Sei ein bisschen nachsichtig mit ihm.«

Wie sich zeigt sind die Götter genau so idiotisch, wie man sie aus früheren Geschichten kennt, nachdem Cayden Jess bereits das Herz gebrochen hat, wird sie nun als Ziel seines Eroberungsversuches auserkoren. Das zum Thema „wir beschützen dich oder wie hatte Zeus das noch formuliert? Auch wenn man im ersten Buch teilweise den Eindruck gewinnen könnte, als würden die Götter sich Jess gegenüber freundschaftlich verhalten, ziehen sie ihr perfides Spiel weiter durch und ist „Schutz“ den sie Jess gewähren vielleicht blanker Eigennutz? Der Schutz vor Liebeskummer ist auf jeden Fall nicht inbegriffen. Jess kommt der Sache aber auf die Schliche.

Aber ich wollte den alten Zeiten nicht nachtrauern. Wenn ich eins gelernt hatte, dann, dass jedes Zeitalter seine Vorzüge besaß. In diesem war es nicht die Getränkeauswahl, aber ich würde schon noch dahinterkommen, welche es waren.

Auch in diesem Buch mag ich Jess wieder. Zumindest im ersten Buch war sie nicht naiv wie die Akteure in anderen Büchern, aber hier hat sie mehrere Aussetzer. Aber was ihre Gefühle angeht ist es menschlich darüber nicht immer die Kontrolle zu haben auch wenn ihr die Vernunft etwas anderes rät. Das ist nachvollziehbar. Sie hat das Herz am rechten Fleck und wahrscheinlich ist das genau das Problem. Bei den Göttern stimmt diesbezüglich so einiges nicht. Lediglich, dass sie bei Mateo nicht misstrauisch wird, spricht nicht unbedingt für sie. Aber da den anderen Götter an ihm auch nichts auffällt, sollte man meinen, dass er „normal“ ist.

Mit gerade mal einem Meter fünfundsechzig kam man eben nur durchs Leben, wenn man drängelte und boxte.

Cayden wirkt im zweiten Buch allerdings nicht mehr stimmig. Nachdem er Jess mehrfach das Leben gerettet hat und ständig versucht Jess zu beschützen, geht er ein lebensbedrohliches Risiko für sie ein. Das passt absolut nicht zusammen und es wird in der ganzen Buchserie nicht erklärt warum er das gemacht hat.

Leider geht das zweite Buch etwas in typisches Teenagergezicke unter. Das fand ich weniger unterhaltsam als den ersten Teil. Auch die Geschichte ist hier deutlich löchriger und nicht so stimmig wie im ersten Teil.

Buch 3:

Hatte er gerade auch über mein Schicksal bestimmt? Ein Wörtchen wollte ich da schon noch mitreden. Sobald ich wieder in meinem Körper war, konnte er was erleben. Diese Männer machten mich wahnsinnig.

Jess hat im zweiten Band von der „Wette“ der Götter erfahren, bei der es darum geht, dass Cayden menschlich wird, wenn im eine Frau trotz seines ehrlichen Versuches sie zu gewinnen, widerstehen kann. Dafür hat er alle 100 Jahre drei Versuche und dabei hat er schon sehr vielen Frauen das Herz gebrochen. Jess ist im aktuellen Jahrhundert der 2. Versuch und da sie ihn aufgrund ihrer Wut ablehnt, wird er wirklich menschlich und somit sterblich. Zusätzlich hat Jess durch das Tattoo das sie fast getötet hätte (zu dem Sie die Götter um Zeus mehr oder weniger genötigt haben) nun die Fähigkeit erlangt Sichtbares von anderen Göttern zu verbergen. Aufgrund dieser Fähigkeit wurde sie in Band 2 von Agrios dazu gezwungen ihn und seine Kumpanen in den Olymp zu führen um Zeus zu stürzen. Da Cayden nun menschlich ist, wird er bei dem darauffolgenden Kampf der Götter schwer verletzt.

Für die Götter war ich nicht mehr als ein blödes Sandkorn. Und davon gab es Milliarden. Aber ich hatte mir ja einbilden müssen, dass ihnen etwas an mir lag. Wieso fiel ich immer wieder auf sie herein? Die Antwort war denkbar einfach. Weil sie scheißbeschissene Götter waren und höchstwahrscheinlich meine Gefühle manipulieren konnten. Cayden brauchte mich ja bloß mit seinen funkelnden Augen anzuschauen und schon schmolz ich dahin. Ich war ein hoffnungsloser Fall. Am besten, ich ließ ihn im Krankenhaus versauern.

Da es Jess gelingt eine Insignie der Macht zu verstecken, kommt es zu einer Pattsituation. Wie üblich ist sie der Spielball der Götter. Jess vertraut Cayden nicht mehr und da er nun menschlich ist, meint sie, dass er ihr eh keine Hilfe mehr ist. Obwohl sie noch Gefühle für ihn hat, weigert sie sich hartnäckig ihn nach den Gründen für sein Handeln zu fragen und auch er verhält sich ziemlich bockig.

Zu allem Überfluss scheint es in Zeus Reihen auch noch einen Verräter zu geben. Wie soll sie aus sie sich verhalten? Welchen Göttern kann sie noch vertrauen (sofern sie das überhaupt jemals konnte)?

Die Putschisten bedrohen nicht nur Jess, sondern die gesamte Menschheit. Die Götter um Zeus waren zwar nicht gerade zimperlich aber dagegen noch relativ harmlos.

Die Verweigerungshaltung von Jess wirkt in diesem Teil schon etwas arg übertrieben. Im ersten Buch verzeiht sie quasi alles und versucht dies selbst im zweiten Buch bei Robyn noch ständig, obwohl Robyn schon lange ihre wahres Gesicht gezeigt hat und längst klar ist, dass sie die Freundschaft von Jess verdient.

»Ich sehe ja meine Hand vor Augen kaum«, jammerte ich, was übersetzt hieß: Lass uns ein Bett suchen und da weitermachen, wo wir gerade aufgehört haben.

Es ist offensichtlich, dass Jess noch etwas für Cayden empfindet aber ein vernünftiges Gespräch bekommen die beiden nicht zusammen. Jess hat ständig Angst davor ihm wieder zu verfallen und versucht sich ständig einzureden, dass sie nicht mehr für ihn empfindet. Sie flüchtet quasi die meiste Zeit vor ihm.

Weiterhin hat sie Angst um ihre Familie, das hindert sie aber nicht daran, dass sie die Götter noch wütender macht, die sie bedrohen. Um es mal vorsichtig zu formulieren finde ich es relativ unvernünftig, wenn die Familie Morddrohungen bekommt genau das zu machen was man eigentlich lassen soll und dann auch noch so, dass die Spur leicht zurück verfolgen lässt.

»Ich kann dir nicht geben, was du brauchst«, erklärte er langsam. Sein Blick ruhte auf mir. »Ich würde dir nur wehtun.« »Würdest du nicht«, widersprach ich, obwohl ich wusste, dass er recht hatte. Liebe tat meistens weh.

Die Liebesgeschichte kommt im dritten Band zu großen Teilen kaum noch zum tragen. Das war zwar im zweiten Buch schon deutlich weniger der Fall als im ersten Buch aber hier herrscht quasi totale Funkstille in der ersten Buchhälfte. Dafür ist der Abenteueranteil deutlich höher, wenn auch nicht alle Aktionen Sinn ergeben und teilweise schon äußerst Lebensmüde wirken, vor allem wenn man bedenkt, dass teilweise durch diese Aktionen nicht nur das eigene Leben in Gefahr gebracht wird.

Die vorhandenen Charaktere sind hier relativ festgefahren in ihren Haltungen und ihrem Verhalten. Es kommen allerdings noch ein paar neue dazu, die ganz interessant sind. Die Erklärungsansätze für Caydens Verhalten finde ich vollkommen unzureichend. Warum Cayden das Tattoo was Jess fast umgebracht hätte für eine „gute Idee“ gehalten hat wird überhaupt nicht erklärt.

»Eine Coke.« »Light?« »Sehe ich aus, als wollte ich mich vergiften?«

Die Götter führen sich bis zum Ende wie Idioten auf und bestimmen über das Leben von anderen Menschen und Göttern ohne diese in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Ich hätte keinem von denen verziehen, wenn ich an Jess Stelle gewesen wäre.

Fazit:

Warum gab es eigentlich kein Medikament gegen Liebeskummer? War schließlich eine Volkskrankheit.

Die Serie macht es mir echt nicht einfach. Das erste Buch fand ich toll. Das lag unter anderem am ungewöhnlichen Einstieg und auch an dem Szenario. Die Götter werden hier nicht so unnahbar dargestellt wie in anderen Buchserien. Im Prinzip sind sie auch nicht so viel anders als Menschen mit zusätzlichen Eigenschaften und da sie unsterblich sind, haben ihre Handlungen auch immer nur recht begrenzte Auswirkungen und sie denken zu wenig darüber nach was sie tun. Sie wirken oft wie überaus mächtige Kinder.

Ein Teil der Faszination des ersten Teils ist, dass vieles unklar und geheimnisvoll bleibt. Vor allem die Gründe für das Handeln der Akteure sind oft nicht klar.

»Vielleicht bereut er wirklich, euch verlassen zu haben. Findest du nicht, er hätte eine zweite Chance verdient?« »Für manche Dinge gibt es keine zweite Chance«, erklärte ich heftiger als nötig. Wir wussten beide, dass wir nicht mehr über meinen Vater sprachen.

Im zweiten Teil wird relativ klar, dass die Götter größtenteils egoistische Idioten sind und man fast keinem von ihnen trauen kann. Alle nutzen Jess aus und bringen sie in Lebensgefahr. Um die Liebesbeziehung zwischen ihr und Cayden geht es nur noch bedingt und teilweise werden die Randbedingungen (die Wette und das Handeln der Götter) weiter erläutert auch wenn die Motivationen unklar bleiben. Die Charaktere handeln an diversen Stellen nicht nachvollziehbar und nicht konform zu ihren vorherigen Handlungen (vor allem Cayden – erst Beschützer, dann Bedrohung).

Cayden stöhnte und vergrub das Gesicht in den Händen. »Agrios hat schon recht. Vor hundert Jahren haben die Mädchen noch gemacht, was man ihnen gesagt hat.«

In Teil drei werden die Motivationen der Handlungen erklärt bzw. besser gesagt es werden teilweise Erklärungsansätze gegeben, die überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Wie kann man jemand verzeihen, der einen verletzt hat und die Erklärung warum er das gemacht hat ist vollkommen sinnlos?

Trotzdem ist die Buchserie interessant. Den ersten Teil fand ich am besten und den mittleren am schwächsten. Das Ende geht für mich dann wieder in Ordnung. Bei der Serie wäre meiner Meinung nach aber noch deutlich mehr drin gewesen. Nach dem ersten Buch hatte ich noch die Hoffnung, dass am Ende 4,5 oder 5 Sterne rauskommen, weil das Buch ziemlich stimmig fand. Danach treten allerdings so viele Unstimmigkeiten auf, dass man sich wünscht, dass die letzten beiden Bücher sorgfältiger Lektoriert worden wären.

Der Schreibstil ist toll und die Ich Perspektive ermöglicht es sich voll in die Charaktere zu versetzen.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Serien:

Dämomentochter

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde es nicht sehr realistisch, dass die so eine große Göttertruppe für so eine „Spaßaktion“ in der Menschenwelt auftaucht. Aber gut, wer bin ich, dass ich das Handeln von Göttern einschätzen kann? Die haben ja schon immer verrückte Sachen gemacht.
  • Ist schon lustig wie leicht sich die Götter belauschen lassen. Sich nachts in Wohnzimmer der Lodge zu stellen und zu reden ist jetzt nicht gerade diskret. Aber zugegeben. Die haben eh nichts zu verlieren und Arrogant sind sie auch,
  • Warum sollten sich die Götter dafür interessieren ob und welche Überlieferungen es über sie gibt? Um die Frage weiter zu treiben: Warum sollten sie sich dafür interessieren, dass es den Menschen (Diafani), die in der Lage sind die Götter zu sehen gut geht? Das restliche Handeln der meisten Götter, legt nicht gerade nahe, dass sie sich für das Wohlergehen von einzelnen Menschen interessieren. Gut zugegeben – sie handeln nicht nach der Aussage, dass sie Jess beschützen wollen.
  • Wieso schließt Jess die Augen, bevor sie dann versehentlich den falschen mit einem Stein KO schlägt? Klassischer Fall von praktisch für den Storyverlauf, ergibt aber überhaupt keinen Sinn
  • Das Jess bei Mateo nicht argwöhnisch wird, ist nicht wirklich glaubwürdig. Er ist rein zufällig hergezogen und rein zufällig wird sie zweimal vor seinem Haus attackiert. Dazu kommt noch, dass er auffällig nett ist und sich in der heutigen Welt auch ein wenig verloren wirkt, wie die anderen Götter auch. Und das zeigt er auch immer wieder. Als Mateo auf Iapetos reagiert, ist es ziemlich offensichtlich, dass er kein normaler Junge ist. Spätestens als ihr Tattoo kribbelt als sie zu Mateo an den Tisch tritt, ist es dann offensichtlich. Gut, da ist es natürlich eh schon zu spät.
  • Das Jess darüber nachdenkt Robyn wieder zu vergeben kann ich absolut nicht nachvollziehen. Nachdem sie ihr wahres Gesicht offenbart hat, gibt es definitiv nichts was einer Freundschaft würdig ist (was Robyn ihr dann im Nachgang dann ja auch mehrfach beweist). Witzigerweise haut sie Später Robyn eine Runter „wegen der vielen Aktionen aus den letzten Jahren“. Wenn sie das doch immer gestört hat – vorher macht es nicht den Eindruck – hätte sie doch wohl schon eher reagiert
  • In Buch 2 ist eine nette Anspielung auf die Biss Serie. Schon interessant wie eine Buchreihe die Denkweise beeinflusst. Hier wird es gleich als gegeben hingenommen, dass Vampire in die Zukunft sehen können oder Gedanken lesen. Das gehört eigentlich nicht zu den Fähigkeiten von Vampiren, wenn man andere Geschichten liest.
  • Das Cayden bei dem Tattoo für Jess zustimmt finde ich vollkommen unglaubwürdig. Entweder will er Jess beschützen, wie das in der ganzen Buchserie zigmal passiert oder nicht (er rettet ihr mehrfach das Leben). Wenn die Götter keine Ahnung haben wie sich die giftige „Tinte“ auf Jess aufwirkt, hätte Cayden das niemals zugelassen. Aber er sagt ihr sogar, dass es nicht schmerzt und vollkommen harmlos ist, obwohl er weiß, dass sie daran sterben kann Den anderen Göttern wäre es natürlich egal was ihr passiert und das Jess die Gefahren nicht weiter hinterfragt, obwohl sie merkt, dass ihr alle etwas verschweigen ist auch nicht realistisch. Selbst Kalchas verrät Jess in dieser Sache, weil er ihr nichts von der Gefahr sagt. Das ist die erste Tat von Cayden die wirklich unverzeihlich ist.
  • Das es Frauen gibt die über Jahrhunderte versuchen die Götter bei ihrem Verführungsspiel zu stoppen (alle 100 Jahre einen Versuch), halte ich für nicht sehr wahrscheinlich. D.h. jede dieser Frauen lässt einmal im Leben alles stehen und liegen um die Götter aufzuspüren (also evtl. quer um die Welt zu reisen bzw. bei 100 Jahren wird sogar immer eine Generation übersprungen) und dann drei Mädchen zu warnen wegen der Gefahr von Liebeskummer? Nicht sehr realistisch. Ist ja nicht so als wenn die Götter irgendwen umbringen. Cayden verführt 3 Mädchen in einer vorgegeben Zeitspanne und das war’s. Das ist zwar nicht nett aber i.d.R. auch nicht gerade tödlich. Da wird sich wohl kaum jemand zur Lebensaufgabe machen jemand anderen – den man nicht kennt – vor Liebeskummer zu bewahren. Früher wäre es schon schwierig gewesen die Reise zu finanzieren und rechtzeitig vor Ort zu sein. Heute ist es ja kein großes Drama mehr, wenn eine Beziehung in die Brüche geht (es zerstört einem nicht das ganze Leben, wie das früher vielleicht der Fall war). Die persönliche Motivation von Ariadne wird später sehr deutlich. Die ihrer Vorgängerinnen erschließt sich mir nicht.
  • In Buch 2 hat Jess auf Seite 370 zerzaustes Haar und sandige Klamotten und Angst, dass sie ihre Mutter so sieht, weil sie es nicht erklären kann. Auf Seite 372 geht sie schnurstracks in die Küche ohne sich umzuziehen und redet mir ihrer Mutter?!
  • Das Jess allein nach Hause geht, obwohl Mateo sie erkannt hat, ist einfach nur dumm.
  • Es ist ein ziemlich kurzsichtiger Ansatz von Jess Agrios zu helfen, weil der dann angeblich Jess Mutter und Schwester nicht tötet. Aber da er danach eh die Menschheit vernichten will, wird er vor den beiden kaum halt machen
  • Wenn Zeus die „Wette“ jederzeit aufheben kann, warum dann nicht in diesem Fall. Zusätzlich hat er – wie man später erfährt – auch die Fähigkeit jemandem Zum Gott zu machen. Die Story im 2. Teil ist also ziemlich löchrig. Das einzige Argument ist, dass er in dem Moment seinen Stab nicht hat. Das wäre aber noch keine Erklärung warum er Prometheus nicht später wieder unsterblich macht.
  • Warum kann Leah und Phoebe in die Götterwelt gelangen ohne dort zu einzuschlafen? Bei Robyn war die Argumentation im ersten Buch, dass sie erst aufwacht, wenn sie die Götterwelt verlassen hat
  • Auf Seite 23 in Buch 3 ist angegeben, dass Cayden noch unsterblich wäre, wenn Jess Agrios nicht auf den Olymp gebracht hätte. Offensichtlich sind aber doch die 60 Tage rum (Zeus sagt ja „die Zeit ist abgelaufen“ – wobei es sehr seltsam finde, dass das genau in dem Moment passiert, die Götter alle beieinander sind). Erst nach den 60 Tagen ist doch relevant, dass sie ihn abgelehnt hat. Somit wäre das gleiche mit Cayden passiert, wenn sie nicht da gewesen wäre, nur ohne Verletzung
  • Der Grund warum Cayden menschlich werden wollte ich lächerlich schwach bzw. eigentlich gibt es keinen echten Grund. Eine gute Entschuldigung sieht anders aus.
  • Athene und Jess besprechen den Plan, dass Jess mal wieder in die Götterwelt reist um dort eine Kopie des Stabes zu besorgen (Buch 3 Seite 325). Das ist quasi ein Himmelfahrtskommando. Cayden sitzt während des Gespräches daneben und sagt dazu nichts. Jess denkt sogar daran, dass es keine gute Idee ist das Gespräch in seiner Gegenwart zu führen. Später wird dann erwähnt, dass er auf keinem Fall von dem Plan erfahren darf, weil er ihn sonst vielleicht verhindert um Jess zu schützen (S. 366). Wenn dem so wäre, hätte er wohl schon viel eher dagegen protestiert. Die Aktion Cayden mal eifersüchtig zu machen, damit er nichts vom Plan erfährt, nachdem sie 2 Bücher gebraucht haben um wieder zusammen zu finden ist total daneben.
  • Wieso kann Jess alleine zwar in die Götterwelt gelangen aber nicht wieder hinaus und wieso kommt nicht mal die Göttin der Weisheit auf die Idee das in ihrem Plan zu berücksichtigen?
  • Das Ziel ist es Agrios zu Zeus zu locken mit der zweiten Insignie. Um das zu erreichen wird die Kopie des Stabes benötigt. Direkt bevor Jess die Kopie erschaffen hat greift Agrios aber Zeus und die anderen Götter an. Der Plan ist also schon hinfällig bevor er ausgeführt wird. Hephaistos schafft es also mit einem Gerücht Agrios anzulocken. Das mit der Kopie mehr erreicht werden kann, ist relativ unwahrscheinlich. Zumal die Gefahr groß ist, dass der Stab einfach vom Verräter entwendet wird. Wieso sollten die Götter auf den Stab aufpassen können, wenn sie es bei Jess auch nie hinbekommen? Wie sich dann später zeigt hat die Kopie des Stabes überhaupt keinen Nutzen gehabt.
  • Apoll soll nichts davon wissen, dass Jess den echten Stab hat aber von der Kopie darf er wissen. Das macht keinen Sinn. Wenn er ein Verräter wäre, sind beide Informationen gleich gefährlich
  • Nach welchem Prinzip können sich einzelne Anhänger Götter (Anhänger von Agrios) frei von und nach Mystikas bewegen und andere nicht? Offenbar können sie das auch alleine also ohne Agrios (Buch 3 Seite 390)
  • Die Motivation von Hermes ist nicht nachvollziehbar. Es mag Jess (das sagt er drei Bücher lang) und dann hat er keine Probleme die Familie (von denen er einige sehr mag) zu verraten und zusätzlich Jess. Da er auch nicht dumm ist kann er kaum annehmen, dass er einen Platz neben Agrios erhält. Zusätzlich hab man in seiner Sicht der Dinge immer den Eindruck, als wenn er lieber seine Ruhe hat und keine Verantwortung. Aber gut, die Götter verhalten sich alle wie Kinder und sind egoistisch und naiv. Insofern braucht es wohl nicht viel Motivation für irgendwelchen sinnlosen Handlungen.
  • Wie kommen Agrios und Hermes auf die Idee, dass Jess den Stab beschaffen kann? Die Kopie ist bei den Göttern und wenn Hermes vom echten Stab wüsste (was eigentlich wahrscheinlich ist, da es genügend Gelegenheiten gab Jess bei Gesprächen über den Stab zu belauschen), dann wäre er viel eher gekommen. Dass die Götter den Stab einfach an Jess übergeben, kann Agrios wohl kaum annehmen. Warum sollten sich die Götter dafür interessieren, ob die Schwester von Jess entführt wurde?

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Essenz der Götter Serie

Essenz der Götter 1 - Martina Riemer  Essenz der Götter 2 - Martina Riemer

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Martina Riemer

Teile der Serie:

  • Essenz der Götter 1 (472 Seiten)
  • Essenz der Götter 2 (345 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Wie kommt es, dass du auch mit geschlossenen Augen immer meine Brüste erwischst?« »Talent einerseits«, sagt er, kommt näher und gibt ihr einen Kuss, »andererseits weiß meine Hand eben von alleine, wo sie hingehört.« »Ich hoffe, die Hand weiß auch, dass sie nur auf meine Brust gehört, sonst«, kontert sie und legt ihre Hand auf seine und verschränkt die Finger mit ihm, »könnte es passieren, dass ich beim nächsten Training mit den Messern abrutsche.«

Buch 1: Loreens Adoptiveltern sind kürzlich bei einem Autounfall gestorben. Loreen ist 17 und wurde in ein Kinderheim gesteckt, dass irgendwo im nirgendwo ist. Loreen trauert und ihr langjähriger Freund is nun auch unerreichbar weit weg.

Loreen erfährt, dass sie zu den Divinus Kriegern gehört. Die Divinus Krieger tragen eine göttliche Essenz in sich. Jeder Divinus Krieger hat andere Gaben (Fähigkeiten) von den Göttern bekommen. Die Divinus (Anhänger der neuen Götter – Zeus und Co) führen Krieg gegen die Titanus (Anhäger der alten Götter – Titanen) aber es steht eher schlecht. Sie benötigen Loreen aus diesem Grund, wie jeden anderen der Götteressenz in sich trägt.

Loreen entscheidet sich aber trotz der Neuigkeit mit Jamie zusammen zu leben – ihrem langjährigen Freund. Erst nach vier Jahren hört sie auf ihr Gewissen und nimmt erneut Kontakt zu den Divinus Kriegern auf. Dort wird sie in deren Geschichte und deren Kampftechniken eingeführt. Sie begegnen ihr aber teilweise mit Misstrauen, weil sie sich nicht sofort für sie entschieden hat.

Der Gedanke, Sky in kleine Scheiben zu schneiden, war kurz durch seinen Geist geflogen, aber Sky ist sein Freund und er und Loreen sind bald Bell-Par.

Dann fällt ihr ein Brief von ihrer Mutter in die Hand, in dem klar wird, dass diese mit allen Mitteln verhindern wollte, dass Loreen bei den Kriegern landet und die undurchsichtige Anführerin der Krieger erfährt davon.

Der Anfang hat schon etwas leicht esoterisches. Das jemand eröffnet bekommt, dass er kein Mensch ist und das direkt schluckt, weil er schon immer so ein Gefühl hatte, ohne Faktengrundlage halte ich nicht für normal. Noch besser wird es dann, wenn der jemand (Loreen) es ihrem Freund (Jamie) erzählt und der auch gleich voll drauf einsteigt. Kann doch jeder nachvollziehen, dass man seinen Freunden erzählt, dass man göttliche Essenz in sich trägt und die das direkt akzeptieren, oder?

Aus Erfahrung weiß Loreen bereits, dass die schlimmen Dinge meist plötzlich passieren, ohne Vorwarnung. Aber dabei vergisst man oft, dass manchmal – wie soeben mit Rion – auch die guten Dinge wie aus dem Nichts geschehen.

Loreen ist sehr naiv und steigt vollkommen auf die Göttergeschichte ein, ohne auch nur ansatzweise zu wissen was sie erwartet und auf wen sie sich einlässt. Sie weiß nicht mal wer der Gegner ist und auf welcher Seite sie kämpfen würde und für welche Ziele. Sie will sofort mit ihrem Freund schluss machen, weil der nun keinen Platz mehr in ihrem neuen Leben hat, das sie noch nicht kennt. Dann steht er vor ihr und sie will doch nicht Schluss machen und er fragt Sie ob sie ihn Heiraten will und sie sagt zu. Von Schluss machen zu Heiraten in unter 5 Minuten ist eine stramme Leistung!

»Du wirst mich verlieren oder ich werde dich irgendwann verlieren. Das ist der Lauf des Lebens. Sterben gehört einfach dazu. Deswegen bringt es nichts, wenn du nicht richtig lebst, denn das andere kommt sowieso. Wäre es dann nicht klüger, das Leben, so kurz es auch sein mag, mit all seinen Facetten vollkommen auszukosten?«

Daraufhin lebt sie etwas mehr als 2 Jahre mit Jamie zusammen, der dann an einem Gehirntumor stirbt. Danach begibt sich in die Behandlung von einem Psychiater und der überzeugt sie, dass sie sich ihrer Verantwortung stellen muss. Daraufhin nimmt sie wieder Kontakt zu den Divinus Kriegern auf, nachdem sie ihre Freizeit nur mit Kampftraining und dem Lernen von altgriechisch verbracht hat.

Die Divinus Krieger leben wie vor Jahrhunderten (warum auch immer) und werden von einem Rat von 5 Personen angeführt, denen man gehorchen muss, wenn man zur Gemeinschaft gehört. Faktisch wird der Rat aber von einer Person angeführt, die quasi ein despotisches Regime führt und nicht nachvollziehbare Entscheidungen trifft. Auch gekämpft wird mit altertümlichen Mitteln.

Manchmal zählt wohl nicht die Dauer einer Bekanntschaft, um deren Wert zu messen.

Um ihre „Art“ zu sichern gibt der Rat vor wer sich mit wem zu paaren hat (ein wenig wie Hundezucht – ok, vielleicht sollte man den Ansatz auch mal überdenken). Die besten Gene müssen weitergegeben werden. Dabei werden Beziehungen oder Liebe vollständig ignoriert. Es drängt sich sogar der Verdacht auf, dass bewusst irgendwelche Spielchen getrieben werden um Menschen zu verkuppeln, die nichts füreinander empfinden. Angeblich basieren die Entscheidungen auf Visionen und Eingebungen der Götter (und das die Götter zu der Anführerin des Rates sprechen stellt natürlich auch niemand in Frage). Das er derartige Menschen gibt, die Macht missbrauchen ist nichts Neues. Ärgerlich und unglaubwürdig wird es immer dann, wenn deren Befehle nicht hinterfragt werden, obwohl die ausführenden Personen gebildet sind und sehr viel Lebenserfahrung haben.

Menschen sind so vielschichtig wie das schimmernde Farbspektrum eines Diamanten, das bei jeder Bewegung andere Nuancen preisgibt. »Danke für deine Ehrlichkeit. Du bist gar nicht so übel, wenn man kurz vorm Durchdrehen ist. Das muss man dir lassen«

Als Loreen zurück bei den Kriegern ist, denkt sie sofort wieder daran, dass sie sich zu Slash hingezogen fühlt. Slash und Loreen zicken sich dann längere Zeit an, weil sie sich vor Jahren für Jamie entschieden hat und er mauert, weil er in der Vergangenheit einen Verlust erlitten hat. Es geht quasi durchgehend darum, dass irgendwer sexuelle Anziehung auf jemand anderen ausübt. Das Kriegsthema gerät die erste Buchhälfte in den Hintergrund.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von mehreren Charakteren und mithilfe von Zeitsprüngen erzählt. Es wird zwischendurch immer mal wieder in die Vergangenheit gesprungen. Das macht es streckenweise schwierig die Handlungen oder das Verhalten der Akteure zu verstehen, weil man die Gründe und Ursachen (noch) nicht kennt.

Sie steht komplett nackt vor den beiden Männern und ihr wird klar, warum der andere Typ sie so unverhohlen anstarrt und herablassend grinst. Hastig, und mit heißen Wangen, die wahrscheinlich tomatenrot aussehen, hebt sie die Decke zu ihren Füßen hoch und schlingt sie um ihren Körper. Toller erster Eindruck! Wenn das nicht hilft, um harmlos zu wirken, was dann?, denkt sie grimmig und peinlich berührt.

Beim ersten Buch habe ich ernsthaft überlegt, ob ich abbreche, weil ich weder die Handlungen und Motive der Charaktere nachvollziehen konnte, noch die Geschichte besonders spannend war.

Buch 2: Loreen und Kate werden beschuldigt mit den Titanus paktiert zu haben und so den Angriff auf das Lager der Divinus Krieger ermöglicht zu haben.

Alle Divinus Krieger haben sich aufgrund des Verdachtes, den offenbar jeder als Tatsache hinnimmt von ihr abgewendet, obwohl sie im Kampf diverse Titanus Krieger und andere Kreaturen getötet hat, die Feinde der Divinus waren. Mal wieder folgen die Divinus Krieger blind ihrer Anführerin (ohne dafür einen Grund zu haben). Für Kate bleibt der Verdacht aber offenbar vollkommen folgenlos.

Loreen wird in Neuseeland (mutmaßlich in der nähe der Titanus) ausgesetzt. Aber sind die Titanus wirklich der Feind?

»Du hast um sie getrauert und geweint, den ganzen Weg vom Kolosseum bis in das Lager. Auch in der Nacht waren deine Gedanken bei ihr. Ich habe dich ihren Namen murmeln gehört. Und du wirst sie noch länger betrauern, aber deshalb kannst du nicht aufhören zu leben.«

Das ganze Beschuldingungsszenario entbehrt jeder Logik, weil sie selbst mehrere von den Titanus getötet hat und dabei in Ohnmacht gefallen ist bzw. fast gestorben wäre. Außerdem hat sie dem Bruder von Sky unter Einsatz ihres Lebens gerettet, was sie wohl kaum getan hätte, wenn sie zum Feind gehören würde. Weiterhin hat sie zusätzlich zu ihrer zweiten Fähigkeit eine andere, die eindeutig den Divinus Kriegern zuzuordnen ist. Ihr wird  unterstellt, dass sie zum Feind gehört, weil sie eine bestimmte Form der Magie beherrscht (2. Fähigkeit). Das ist total substanzlos, weil im ganzen ersten Buch kein Grund genannt wird warum überhaupt Krieg zwischen den beiden Parteien herrscht. Im Ursprung waren die Titanus (Kronos und Co) den alten griechischen Göttern zugehörig und die Divinus Kriegern den neuen Göttern (Zeus und Co). Da die Götter aber vereinbart haben, dass sie sich auf der Erde nicht mehr einmischen ergibt der Krieg überhaupt keinen Sinn und wird auch von niemandem hinterfragt.

Wie oft soll ich das noch ertragen, bevor ich zerbreche? Wo steht man im Leben, wenn man auf einen Schlag wieder auf sich alleine gestellt ist? Wer gibt einem Kraft und Halt, wenn die eigenen Beine einen nicht mehr tragen? Was passiert, wenn man Familie und Freunde verliert – verblasst man dann auch selbst und wird zu einem farblosen, leeren Abklatsch seines alten Ichs?

Ganz davon abgesehen wird auch nicht hinterfragt warum die Kreaturen des Tartaros beide seiten angreifen und auch die Argumentation Kate gegenüber (sie sei die einzige, die die Kreaturen des Tartarus beeinflussen kann) ist vollkommen haltlos, weil die Titanus das in der Vergangenheit selbst konnten auch ganz ohne Kate.

Ganz davon abgesehen ist Loreen das beste Beispiel, dass man beide Seiten in sich vereinen kann und der Krieg eh komplett sinnlos ist.

Nach dem verkorksten Start wird das zweite Buch dann aber deutlich besser, weil die Charaktere endlich anfangen nachzudenken und sinnvoll zu handeln und sich auch zunhemend ein Handlungsstrang ergibt.

Fazit:

Und wenn ich dir verrate, was ich weiß und Slash bekommt Wind davon, dann reißt er mir den Kopf ab. Ehrlich, ich mag meinen Kopf dort, wo er ist.«

Die Serie fühlt sich vor allem im ersten Buch an wie Göttergeschichte mit Teenagerdrama mit leichtgläubiger unentschlossener Hauptakteurin und machthungriger, verleiteter Anführerin und Charakteren, die vollkommen ohne jeden eigenen Gedanken naiv einem Anführer folgen (das hat etwas sektenartiges). Die Charaktere benehmen sich vor allem am Anfang wie Kleinkinder, obwohl sie relativ viel Lebenserfahrung haben (weil sie ein deutlich höheres Alter erreichen als Menschen). Sie lieben sich und merken es nicht und reden nicht miteinander und zicken sich lieber gegenseitig an und wenn sie dann doch zueinander finden, dann fuscht der Rat in seiner nicht vorhandenen Weisheit dazwischen.

Nach einem verkorksten Start im zweiten Buch wird es dann aber langsam besser, weil die Handlung vorankommt und sich die Charaktere plausibler verhalten..

Ich bin mit der Buchserie nicht so richtig warm geworden. Zum Glück ist es im zweiten Buch dann besser geworden.

Bewertung:

3/5

Vergleichbare Serien:

  • Ausgehend von dem Götterhintergrund Dämonentochter, mir hat die Dämonentochter Serie aber deutlich besser gefallen

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Zwei Lehrer und ein Schüler fangen neu in einem Kinderheim an und eine Woche später verschwinden alle drei? Sehr unauffällig. Außerdem: Kinderheim und Schule sind doch normalerweise nicht in einem Haus untergebracht, oder?
  • Loreen will telefonisch mir Ihrem Freund Schluss machen, den Sie schon seitdem Kleinkindalter kennt, nachdem sie erfahren hat, dass sie göttliche Essenz in sich hat. Die Entscheidung trifft sie ohne überhaupt zu wissen was sie erwartet, wenn sie den Divinus Kriegern folgt. Das muss ja eine tolle innige Freundschaft gewesen sein, wenn man sie so leicht beendet.
  • Es wird nicht erklärt warum sich die beiden Parteien bekämpfen. Sie handeln im Namen der Götter, die sich aber schon seit Jahrhunderten von der Erde zurückgezogen haben und auch beschlossen haben sich dort nicht ehr einzumischen. Der Kampf ist also komplett sinnfrei. Das ist eigentlich schon im ersten Buch klar, im zweiten Buch wird es dann bestätigt.
  • Die Divinus Krieger leben mit Lederkluft, Pfeil und Bogen, Ackerbau und recht rückständig aber Nagellack und Kaugummi ist ok? Und davon bekommt der Rat nichts mit? Klar, fällt ja auch beides nicht auf. Vor allem wenn beides von der Person benutzt wird, die der der Chefin des Rates die Haushälterin gibt.
  • Loreens Einstellung ist total lächerlich: Sie will zu ihrem Erbe stehen egal was das bedeutet. Da sie Essenz der Götter in sich trägt heißt das, dass sie ohne dies zu hinterfragen in den Krieg zieht, weil die anderen es auch machen und dass sie sich dem willen des Rates beugt, egal was der will.
  • Die Bel Par Politik scheint ja grandios zu funktionieren. Man darf nur Kinder mit jemandem bekommen den der Rat ausgewählt hat, was dann quasi dazu führt, dass fast keiner mehr Kinder hat. Sehr ausgeklügelt vor allem wenn die Population eh schon rückläufig ist.
  • Loreen setzt was auch immer für eine Fähigkeit ein und tötet einen Gegner – verbrennt ihn mit Licht – und die anderen flüchten danach. Wieso wird nach dem Kampf nicht darüber diskutiert? Eigentlich dürfte sie derartige Fähigkeiten nicht haben, weil sie nur eine Fähigkeit haben sollte. Wieso weiß Elderly davon, obwohl sie nicht dabei war?
  • Im ersten Buch gibt ein absolut inszeniertes Drama: Phase 1 – Oh, die große Liebe, ich kann nicht ohne dich, auch was wäre wenn du verletzt wirst – Phase 2: Oh wir dürfen uns nicht lieben, weil die Anführerin es nicht will. Kein Problem, wir machen doch alles was der Rat will… – Phase 3: Oh, jetzt sind wir doch wieder zusammen und alles ist vergeben und vergessen – muss man nichts zu sagen, oder? Mal ennsthaft: Will man mit jemanden zusammen sein, der blind irgendwelchen Anführern hinterher läuft und nicht im Geringsten bereit ist für die Beziehung zu kämpfen, wenn sie von außen bedroht wird?
  • Wenn Loreen angeblich so gefährlich ist, dann ist es vollkomen unlogisch, dass erst Elderly mit ihr zusammen ist und dann zwei Wachen. Mit ihren Fähigkeiten könnte sie beide locker ausschalten, wenn die Annahme über ihre Kräfte stimmt.
  • Wieso kennen die Divinus Krieger einen Spiegel mitten im Wald in Neuseeland? Man muss den Ort vorher schon gesehen haben um dorthin reisen zu können.
  • Vor was hat Loreen im Wald von Neuseeland Angst? Agesehen von Titanus kann ihr dort wenig passieren. Gefährliche Tiere gibt es schlicht keine.
  • Wieso vertraut Loreen darauf, dass die Lebensmittel, die sich bekommt nicht vergiftet sind? Sie weiß nicht welches Spiel Elderly spielt.
  • Wieso stellt niemand in Frage (weder die Titanus noch die Divinus Krieger), warum sie die Kreaturen aus dem Tataros gegen beide Seiten wenden?
  • Die Erklärung mit den Wesen aus dem Tartaros, die vor jedem Angriff der Gegenpartei erscheinen erklärt aber keineswegs wieso die Gegenpartei in dem Moment angreift, in dem auch die Kreaturen auftauchen. Für die eigentliche Kriegssituation machen diese Wesen also eigentlich keinerlei Unterschied, dafür sind die Titanus und Divinus ganz alleine verantwortlich.
  • Dass die Titanus und die Divinus nach Jahrhunderten Krieg plötzlich in ein Lager ziehen und mal eben verdrängen können, dass sie sich gestern noch gegenseitig umgebracht haben, halte ich für sehr unglaubwürdig. Zumal vorher offenbar keiner den Krieg hinterfragt hat. Sie leben jeweils auf der anderen Seite der Welt und somit wäres es überhaupt kein Problem gewesen sich aus dem Weg zu gehen. Warum soll das plötzlich in einem Lager funktonieren, wenn vorher die ganze Welt nicht groß genug war?
  • Die Art und Weise wie die Gefährten an den Kampf mit Uranos herangehen ist sehr blauäugig. Sie haben Räume voller Dokumente mit Informationen und genau eine Person, die den Gott theoretisch besiegen kann, wenn alles gut läuft. Sie wissen aber keineswegs was dafür getan werden muss. Da würde es sich eher anbieten so spät wie möglich zu handeln.
  • Wieso brechen alle für den Kampf auf und wohin überhaupt, wenn dann auf dem Weg nur ein paar Leute zu Uranos nur ein paar Leute sind?! (zumindest liest sich das so – bei dem Angriff des Drachen und beim anschließenden Sturm und Erdbeben nur ein paar Leute erwähnt und danach kommen keine Mehr).
  • Als sie bei den 100 Spiegeln sind, steht im Text: „Hier sind sie laut der Prophezeiung darauf angewiesen einen speziellen Spiegel zu finden, der sie ohne dieses Vorwissen an den richtigen Ort schickt“. Das steht aber nicht in der Prophezeiung
  • Der Bereich im Palast der Götter ist etwas chaotisch geschrieben. Angeblich kann man den Raum mit sehr vielen Spiegeln überblicken aber die Gruppe ist dann so verteilt, dass man den Anfang und das Ende der Gruppe nicht sehen kann, obwohl sie vorher nur ein paar Leute waren, später im finalen Kampf sind dann aber alle anwesend…
  • Loreens Essenz ist angeblich „ausgebrannt“ aber heilen kann sie Slash danach direkt und er lässt es zu, obwohl sich ihre Haarfarbe zu weiß verändert hat und er keine Ahnung hat welche Auswirkungen die Heilung bzw. der Einsatz ihrer Essenz auf sie hat?

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Ready Player One Buch

Ready Player One - Ernest Cline

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Ernest Cline

Teile der Serie:

Ready Player One (544 Seiten – keine Serie)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Du bist jetzt schon eine Legende, Alter! Du bist der erste Jäger, der den Kupferschlüssel gefunden hat! Und dann schaffst du auch noch das erste Tor! Du bist berühmter als Jesus! Geht das nicht in deinen verdammten Schädel?«

Nachdem der Film kürzlich erschienen ist, habe ich nun auch die Buchvorlage gelesen. Bei der Filmrezension findet sich auch ein Vergleich zwischen Buch und Film.

Wayne Watts lebt in der Welt der Zukunft. In dieser Zukunft ist die Klimaerwärmung weit vorangeschritten. Die fossilen Energieressourcen sind zur Neige gegangen und der Wohlstand hat deutlich abgenommen. Die Weltwirtschaft steckt in einer jahrzente dauernden Depression. Die Großstädte sind zu Slums verkommen. Die Welt ist also alles andere als toll.

Mit Mädchen zu sprechen kam überhaupt nicht in Frage. Für mich glichen sie einer exotischen außerirdischen Spezies, wunderschön und furchterregend. Sobald ich mich einem Mädchen auch nur näherte, brach mir der kalte Schweiß aus, und ich verlor die Fähigkeit, in ganzen Sätzen zu sprechen.

Neben dieser realen Welt gibt es eine virtuelle Welt – die Oasis. In der Oasis kann man zur Schule gehen, arbeiten, Spielen. Man kann dort alles machen. In der Oasis kann man jeder und alles sein. Für die jüngere Generation ist diese Welt mindestens so wichtig wie die reale Welt, eher wichtiger. Um der Realität zu entfliehen verbringen viele Menschen den Großteil ihrer Zeit in der Oasis.

Der Erfinder dieser Welt hat sehr große Mengen an Reichtum angehäuft. In seinem Testament legt er fest, dass die Person, die drei geheime Bereiche in seiner Welt zuerst entdeckt. Dafür müssen Rätsel gelöst werden und man muss sich mit der Vergangenheit des Erfinders der Oasis beschäftigen. Wer alle Rätsel knackt erhält die Macht über die Oasis und alle finanziellen Mittel.

Dass man sein Leben gründlich an die Wand gefahren hat, erkennt man daran, dass alles den Bach runtergeht und man sich nur noch mit seiner Systemagentensoftware unterhalten kann.

Aus diesem Grund versucht Innovative Online Industries mit einer Horde von Angestellten (die Sechser) professionell nach den versteckten Schlüsseln zu suchen.

Weder die freien Spieler (die Jäger), noch das Unternehmen war dabei in den letzten Jahren erfolgreich.

Der Erfinder der Welt war ein Nerd und Fan der Kultur der 80er. Da die Jäger sich mit ihm beschäftigen, kommt es zu einem Revival der 80er Jahre (das Buch stellt eine Hommage an die Kultur dieser Zeit dar).

So furchteinflößend und schmerzhaft die Realität auch sein kann, sie ist der einzige Ort, an dem man wahres Glück finden kann. Weil die Wirklichkeit echt ist. Verstehst du?«

Um die diversen Anspielungen im Buch zu verstehen und sich an seine Jugend zurückerinnert zu fühlen muss man mindestens 40 Jahre alt sein. Etwas älter schadet auch nicht. Für Junge Leser unter 20 dürften die meisten Spiele und Serien vollständig unbekannt sein, wenn sie keinen Nostalgiefaible haben.

Fazit:

Während ich mir ein paar Frühstücksflocken-Werbespots aus den 80ern ansah, fragte ich mich irgendwann, warum die Hersteller heutzutage keine Spielsachen mehr in die Schachteln taten. Ganz ohne Zweifel ein weiteres Anzeichen dafür, dass unsere Zivilisation den Bach runterging!

Im Buch wechseln sich immer eher nerdige Passagen über Filme, Spiele, Technik mit Passagen ab wo es eher um Inhalte geht. Die nerdigen Passagen nehmen den Schwung teilweise deutlich raus. Die eigentliche Handlung ist somit relativ kurz und der nerdige Rest teilweise nicht sonderlich spannend

Das Buch ist relativ schlampig geschrieben. Es sind einige logische Fehler und Patzer vorhanden.

Die Geschichte ist kreativ und mal was komplett anderes. Mir hat das Buch in Summe gefallen. Etwas mehr Sorgfalt hätte dem Buch aber sehr gut getan.

Bewertung:

3,5/5 (darin sind 0,5 Abzug wegen der diversen Fehler enthalten, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben)

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Der Heimtrainer als umgebauter Dynamo reicht dafür ruck zuck alte Batterie aufzuladen für einen Heizstrahler und den ganzen Tag Zugang zu Oasis? Tja, wenn es so wäre, dann hätte die Welt in der Wayne lebt wohl keine Energieprobleme
  • Wie kommt man denn ins Internet ohne Kabelanbindung in einem Endzeitszenario? Alles ist mit mobilem kostenlosem Breitband versorgt, so dass Massenhaft Leute mit hohen Datenraten und minimalen Latenzen auf engstem Raum angebunden sind?
  • Dass der Autor für alles Mögliche das Wort programmiert verwendet zeigt, dass er nicht so nerdig ist. Eine Visitenkarte programmiert oder einen Planeten?! Evtl. sollte er sich mal aufschlauen was programmieren und designen ist bzw. welche Werkzeuge man dafür benutzt. Der Begriff programmieren hat zwar in den 80er noch in der Form gepasst, wie er hier angewendet wird (da hat wirklich noch eine Person ein Spiel programmiert), aber 2018 nicht mehr und in 2040 mit Sicherheit nicht mehr. Heute arbeiten Teams von hunderten von Leuten über Jahre an einem Spiel. Die Oasis wäre somit auch nicht von einer Person erschaffen worden, da sie noch viel größere Dimensionen hat.
  • Das der „Quellcode“ von einem Planeten kopiert wird ohne die Anteile von dem Code für die Gruft des Grauens halte ich nicht für sehr realistisch. Wenn die Oasis funktionieren soll, dann kann es nicht sein, dass die Inhalte alle über programmieren hinzugefügt werden. Dafür muss es standardisierte Werkzeuge geben und die haben nichts mit programmieren zu tun. Der Code müsste schon außerdem extrem gut geschützt sein, sonst wären eh sämtliche Rätsel innerhalb von ein paar Tage geknackt, weil die Mitarbeiter von Oasis sich die Lösungen anschauen könnten. Die Mitarbeiter können vielleicht nicht mitmachen aber sich bestechen lassen.
  • Bei dem TRS-80 wird beschrieben, dass er automatisch das Programm von Datasette startet. Da das für frühe Computer total untypisch war, dass sie irgendwas automatisch machen, habe ich kurz recherchiert. Offenbar war auch bei diesem Computer ein Befehlt dafür erforderlich. Das beschriebene Verhalten (automatischer Start) gab es z.B. beim Amiga, wenn man eine Diskette eingelegt hat.
  • Nach dem ersten Rätsel stimmen sämtliche Zeitangaben nicht. Parzival beginnt mit dem Rätsel Donnerstagabend bis in den Freitag hinnein. Dann pennt er 12 stunden und am nächsten Tag ist wieder Schule? Der nächste Tag ist ein Samstag. Samstag findet offenbar aber kein Schulunterricht statt, weil Parzival vorher schon erwähnt hat, dass er danach das ganze Wochenende Zeit hat, wenn er sich entschließt am Freitag zur Schule zu gehen (was er dann aber nicht macht). Er öffnet das Tor also Freitagmorgen und schläft dann bis Freitagabend. Auch die Tage danach passen nicht. Angeblich sind 4 Tage vergangen und an jedem Tag kam ein weiterer Name auf dem Scoreboard hinzu. Donnerstag Parzival (erster Eintrag), Freitag Art3mis, Samstag Aech, Sonntag Daito und Shoto. Danach wird dann aber erwähnt, dass letztere Freitag das Rätsel geknackt haben. Danach steht dann im Buch: Am Freitag … sah ich Millionen von Nachrichten durch… Damit war ich schon die ganze Woche beschäftigt“. 4 Tage sind vergangen, seitdem alles angefangen hat und er hat schon vor einer Woche angefangen Nachrichten zu bearbeiten, die er nicht hatte?! Hab ich was verpasst oder wurde im Lektorat komplett gepennt?Sogar das elementare Element des Buches – das Scoreboard ist falsch. Aus Seite 220 haben Daito und Shoto 107000 Punkte (falsch). Auf Seite 287 haben sie dann 107000 und 106000 Punkte (korrekt). Shato sagt Wade „Die Sechser haben gestern Abend meinen Bruder umgebracht“. Zeit scheint für den Autor relativ zu sein. Direkt davor schreibt er nämlich, dass bereits mehrere Tage vergangen sind seitdem IOI den Schlüssel errungen hat und das ist fast zeitgleich mit Shato passiert. Art3mis sagt, dass ihr Avatar Level 51 hat, ein paar Seiten später zückt sie eine Visitenkarte auf der Level 52 angegeben ist. Und noch ein Beispiel: Bei der Begegnung mit Aech setzt Parzival sich auf den Beihfahrersitz des Wohnmobil, beugt sich vor umarmt sie (stelle ich mit bein einem Wohnmobil schwierig vor) und tritt danach im Sitzen einen Schritt zurück?!
  • Art3mis ist schon Jahrelang in der Oasis und ist „nur“ Level 51/52 und danach ruck zuck auf 99. Das ist total unrealistisch. Jedes Levelsystem in derartigen Spielen ist so ausgelegt, dass es obenrum immer länger dauert. Wenn sie Jahre für Level 51 oder 52 benötigt ist sie nicht mal eben auf 99.
  • Einige technische Darstellungen sind übertrieben: Eine Festplatte die so groß ist, dass sie das wissen der Menschheit speichert wird es auch im Jahre 2040 nicht geben. Dafür ist der technische Fortschritt nicht schnell genug. Zumal die generierten Datenmengen mit der Festplattengröße steigen (hochauflösendere Bider, Videos usw). Genausowenig benötigt es zwei Roboterarme um einen Sitz in alle Richtungen zu drehen. Einer reicht vollkommen, zwei sind nur hinderlich – das kann man sich heute bei jedem Industrieroboter anschauen. Nur passt der natürlich nicht in eine normale Mietwohnung bzw. hier ist ja sogar die Rede von nur einem Zimmer in dem die Roboter installiert sind (ok, das verbuche ich mal unter technischem Fortschritt, leichten Materialien usw.). Schleusen mit Sicherheitstüren und Durchleuchtungseinrichtung darf man in Mietwohnungen für gewöhnlich auch nicht einbauen. Der Einbau wäre nebenbei auch recht schwierig geworden, während Wade in der Wohnung lebt und dabei hätten ihn auch diverse Handwerker zu Gesicht bekommen. Da nur sehr wenige Leute so viel Geld haben wäre er damit direkt wieder aufgefallen. Fitnesstraining in einem komplett geschlossenen Ganzkörperanzug ist bestimmt auch ein Erlebnis.
  • Wade bekommt mehr Geld bei einem Standardjob als Telfonsupporter als durch seine diversen Werbeverträge und das als Weltstar?! Und das in einer Zeit in der sich kaum jemand mehr eine Wohnung oder gar ein Haus leisten kann? Da muss ich nichts zu sagen, oder? Das er davon ist beschrieben Ausgaben stemmen kann ist komplett unrealistisch. Dann hätte jeder Weltweit Hightechausrüstung für die Oasis, der irgendeinen Job hat.
  • Am Anfang erzählt Wade großspurig, dass er selbst quasi alle Spiele ohne Lösung schaft, später schaut er aber selbst ständig in irgendwelche Guides, How Tos, Videos usw.
  • Das Blade Runner Rätsel löst Wade per Zufall. Wie soll IOI das geknackt haben?!
  • Wie kann IOI einen Haftbefehl haben? IOI ist nicht die Polizei, sondern ein Privatunternehmen, das Internetzugänge zur Verfügung stellt. Das Equipment von Wade wäre übrigens locker 20.000$ Wert und somit ist die ganze Aktion komplett unlogisch, weil das reine Pfänden gereicht hätte um seine Schulden zu bezahlen. Vermutlich war selbst die Tür teurer als sein Gesamtbetrag an Schulden. Wade hätte schon deutlich größere Schulden haben müssen. Zumal die ganze Geschichte komplett unlogisch ist. Eine Kreditkarte hat ein bestimmtes Limit. Da Wade aber als arbeitslos gilt, hätte er wohl kaum eine Karte derart hoch überziehen können. Mal ganz abgesehen davon, dass man den Kredit längere Zeit nicht zurückzahlen muss, um überhaupt in Verzug zu raten. Offenbar hat Wade das aber alles mal Eben ins IOI System gehackt, obwohl er kein Hacker ist. Der „Plan“ von Wade ist kompletter Schwachsinn. Da möchte man fast den Drehbuchschreibern danke dafür sagen, dass sie das im Film anders dargestellt haben. Er kauft irgendwo alte Passwörter (vor 7 Monaten, die Passwörter können also noch älter sein – mal abgesehen davon, dass 2040 evtl. eher mit biometrischen Systemen gearbeitet wird, müssen bei fast allen wichtigen Systemen die Passwörter regelmäßig geändert werden). Dazu kommt, dass Wade keine Ahnung hat was ihn bei IOI erwartet und ob er irgendwie Zugang auf relevante IOI Daten erlangt. Zusätzlich weiß er nicht, ob IOI in der Zeit die er als Zwangsarbeiter verbringt nicht längst das Ei gefunden hat und er weiß auch nicht wie und ob er die Daten aus dem Unternehmen schmuggeln kann.
  • Wieso wird Daito von IOI umgebracht, Art3mis und Shato aber nicht?
  • Wenn man liest wie Wade seine Identität lustig hin und her ändert, könnte man meinen, dass in IT Systemen keine Änderungsbelege geschrieben werden.
  • Die Mail von Parzival an alle Jäger ist toll: „Unser Angriff beginnt morgen Mittag“. Das ist ja eine Präzise Zeitangabe für einen Angriff bei dem es um alles geht…
  • Es ist nicht sehr realistisch, dass ein „Spiel“ bei dem man nur ein Leben hat ein Weltphänomen wird. Derartige Spielmodi gibt es z.B. bei Diablo und anderen Spielen (Schwierigkeitsgrad „Hölle“). Das ist aber nur was für absolute Freaks. Der Standardspieler erwartet eher, dass er für den Tod im Spiel quasi nicht bestraft wird. Die Zeiten wo das so war, sind lange vorbei.
  • Das Sorrento der beste Spieler von IOI ist, halte ich für sehr unwahrscheinlich nach allem was man vorher über ihn erfährt ist er lediglich ein blasierter Angeber.

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Ready Player One Film

Read Player One - Steven Spielberg

© Warner Bros. Pictures

Originaltitel:

Ready Player One

Laufzeit:

140 Minuten

Jahr:

2018

Veröffentlichungsdatum:

05.04.2018

Regisseur:

Steven Spielberg

Buchgrundlage:

Ready Player One von Ernest Cline

Hauptdarsteller:

Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, T.J. Miller, Simon Pegg, Mark Rylance

Rezension und Inhalt:

Ja, das ist ein Buchblog und eigentlich haben Filme hier ja nichts zu suchen. Aber da Filme ja sehr oft auf Büchern basieren, ist es ja naheliegend auch Filme zu rezensieren. In diesem Fall habe ich den Film gesehen und das Buch dazu noch nicht gelesen. Das Buch werde ich mir im Nachgang zum Film sicher auch anschauen.

Der Film handelt von einer Zukunft in der viele Menschen in Armut Leben und die Ressourcen weitgehend aufgebraucht sind. Viele Menschen flüchten in eine virtuelle Welt die Oasis heißt in der sie sein können und machen können was sie möchten. Diese Welt hat ihren Erfinder extrem reich gemacht, ihm ging es aber nie darum reich zu werden, sondern um den Spaß und die Ideale in dieser Welt.

Bevor der Erfinder stirbt, versteckt er sein Erbe in Form von drei Schlüsseln in dieser Welt. Wer diese drei Schlüssel als erster findet wird sein Erbe antreten und über die Zukunft der Virtuellen Welt entscheiden und seinen Besitz übernehmen.

Da dies ein immenser Wirtschafts- und Machtfaktor ist kämpfen auch Konzerne um diesen Sieg und setzen dafür immense finanzielle Mittel ein. Die Rätsel sind aber so ausgelegt, dass man zur Lösung eine gewisse Nerdigkeit und Fantasie besitzen muss.

Parzival und seine Freunde sehen sich als Fans dieser Welt im besten Sinne und versuchen trotz der Übermacht der Konzerne diesen Sieg zu erringen und die virtuelle Welt zu schützen. Dabei lernt er Art3mis (Artemis) kennen und zwischen den beiden funkt es relativ schnell.

Manchmal ist es ja auch ganz gut den Film zuerst zu schauen, weil man oft enttäuscht ist, wenn man das Buch zuerst gelesen hat. Hollywood hält sich ja in der Regel nur sehr grob an die Rahmenhandlung von Büchern. Klar muss ein Drehbuch zu einem gewissen Grad angepasst werden (vor allem, wenn das Buch viel mehr Handlung liefert, als sich im Film unterbringen lässt). Oft meinen Drehbuchautoren aber auch einfach nur, dass sie es besser können als der Autor und optimieren die Handlung kaputt.

Aber nun zu Ready Player one. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Das hat mehrere Gründe. Ich war in der Vergangenheit selber zeitweise ein extremer Spieler von Onlinespielen. Dem Film gelingt es auf erstaunliche Weise den Nerd anzusprechen und zugleich massentauglich zu sein. Oft nimmt sich der Film selbst nicht ganz ernst (beispielsweise wird dargestellt, wie die Leute alle mit VR-Headsets auf der Straße rumrennen und nichts anderes mehr machen – haben wir heute schon mit Handys, es wird eine extreme Heldenverehrung und Nerdigkeit gezeigt – ich sage nur Bill Gates, Steve Jobes usw. und das Gewinnen des Spiels wird am Ende so bewundert, als wenn ein Jahrhundert Ereignis stattfindet). Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Weiterhin bezieht sich der Film auf diverse andere Filme und stelt quasi eine Hommage dar (Herr der Ringe, Chucky, Shining, Zurück in die Zukunft, …) dar.

Die virtuelle Welt fühlt sich echt an und das Gemeinschaftsgefühl erkennt jeder Onlinespieler der älteren Stunde sofort wieder (heute sind derartige Spiele meist so ausgelegt, dass man auch alles alleine kann und es auch so einfach ist, dass kein Frust aufkommt).

Fazit:

Toller Film der Potenzial zum Kultstatus hat, weil er mutig ist und eine Hommage an Filme, Videospiele und Popkultur. Es ist aber auch ein Spielbergfilm und somit vielleicht einen Touch zu sehr auch auf das jüngere Publikum ausgerichtet.

Da ich das Buch noch nicht gelesen habe bezieht sich die Bewertung auf den Film selbst und nicht auf einen Vergleich mit dem Buch. Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich bei Filmwertungen eine Zweite Bewertung einführen, die den Film im Vergleich zum Buch bewertet.

Der Film ist endlich mal wieder was neues, da heute meist eine Fortsetzung nach der nächsten gedreht wird und man nur noch auf Sicherheit geht.

Bewertung:

4/5

Film im Vergleich zum Buch:

Im Gegensatz zum Buch (Rezension) sind die Quests im Film komplett anders dargestellt und eher massentauglich. Das Autorennen hat nie stattgefunden und hätte von Parzival auch nicht gespielt werden können, weil er einen Char mit Level 3 und 0 Credits hatte. Das Auto hat er erst nach Abschluss des ersten Tores bekommen.

Im Buch wird Wade als dick (wegen der schlechten Nahrung) dargestellt und hat Akne. Später trainiert er dann aber hat weder Haare noch Wimpern. Auch Art3mis wiegt mit 1,68 84kg und ist somit stark übergewichtig. Ok, das ist natürlich Hollywooduntauglich. Wer will das in einem Film sehen, bei dem sich die Charaktere am Ende verlieben (wie quasi immer in Hollywoodfilmen).

Weiterhin lernt Prazival Art3mis anders kennen als im Film gezeigt und zieht nach dem Attentat auf seinen Wohncontainer um, wird also nicht direkt von Freunden von Art3mis oder einer Widerstandsbewegung aufgegriffen. Die Kennenlernphase zwischen Parzival und Art3mis ist deutlich länger als im Film.

Die Szene im Tanzclub hat vergleichbar stattgefunden (auch wenn es im Buch keine Geburtstagsparty war), ist aber im Buch sogar spektakulärer als im Film. Danach herrscht zwischen Art3mis und Wade über Monate Eiszeit und die Verbindung zu Aech hat sich von vorher abgekühlt, weil sich Wade nur noch mit Art3mis getroffen hat. Im Film wird es so dargestellt als wenn die Beziehung zwischen Aech und Wade nie gelitten hat.

Zwischen der ersten und der zweiten Quest vergeht im Buch ziemlich viel Zeit mit weitgehend belanglosem Getexte. Aech gibt Parzival den entscheidenden Hinweis und Parzival löst die Quest erst nach Art3mis und Aech. Daito stirbt bei der zweiten Quest (und zwar nicht nur als Avatar, sondern er wird von IOI umgebracht). Von einer Teamleistung wie im Film kann im Buch also keine Rede sein. Sorrento (IOI) meistert das zweite Tor als erster und findet auch den dritten Kristallschlüssel als erster.

Das zweite Leben erspielt sich Wade per Zufall auf der Suche nach er Lösung für die zweite Quest. Den NPC, der die Erinnerungen verwaltet gibt es im Buch nicht und die Bibliothek in dieser Form auch nicht. Ogden Marrows leistet aber sehr wohl Schützenhilfe aber nicht als Bibliothekar NPC, sondern als Avatar in der Oasis bzw. anschließend im realen Leben.

Weiterhin gibt es auch den Lakaien von Sorrento nicht, der im Film vorkommt und für ihn das magische Schild beschafft und Art3mis und Pazival verfolgt.

Das Dritte Tor lässt sich nicht allein öffnen und nur deshalb kommen die Konkurrenten Art3mis, Parzival, Shoto und Aech wieder zusammen.

Bevor es dazu aber überhaupt kommt opfert sich Wade für die drei (im Film passiert es aber genau andersrum – da opfert sich Art3mist für Wade).

Aech ist kein Mann sondern eine korpulente Afroamerikanerin und der Finale Kampf findet von Ogdens Haus aus statt und nicht aus dem Wohnmobil. Jeder der vier Shoto, Aech, Art3mis, Prazival hat durch die vorherige Quest einen riesigen Kampfroboter. Da jeder der die Quest löst einen riesigen Kampfroboter bekommt (zumindest die ersten 100), haben die IOI Leute lt. Buch zumindest 11. Shato greift Sorrento im letzten Kampf an, getötet wird Sorrento aber von Parzival.

Am Ende werden die getöteten Charaktere von Art3mis, Aech und Shato von Parzival wiederbelebt, der nun unendliche Macht in der Oasis hat.

Das Buch ist um einiges düsterer als der Film und deutlich nerdiger allerdings auch mit sehr vielen Fehlern gespickt (logische Fehler oder einfach Schlamprerei).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass grundsätzliche Elemente im Film beibehalten werden, dass der Film aber nur noch sehr begrenzt mit dem Buch übereinstimmt. Ich finde den Film deswegen aber nicht besser oder schlechter, eben einfach nur anders. Allerdings wäre es auch nicht nötig gewesen alles über den Haufen zu schmeißen was im Buch steht. Aber das entspricht der typischen Arroganz von Drehbuchautoren. Die meinen fast immer, dass sie es besser können als die Buchautoren mit ihrer Vorlage.

Übereinstimmung Film im Vergleich zum Buch:

2,5/5

Link zur Buchrezension:

The Titan Series Book 4 – The Prophecy (Götterleuchten Band 4) Buch

The Titan Series Book 4 Prophecy - Jennifer L. Armentrout

Da ich ja mal wieder nicht auf die deutsche Übersetzung warten konnte, habe ich mir vorab die englische Variante des letztes Teils der Götterleuchten Serie durchgelesen. Vorab: Es hat sich gelohnt.

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

Götterleuchten 1 – Erwachen des Lichts (432 Seiten)
Götterleuchten 2 – Im leuchtenden Sturm (432 Seiten)
Götterleuchten 3 – Glanz der Dämmerung (432 Seiten)
The Titan Series 4 – The Prophecy (English Edition) – Deutsch zum Zeitpunkt der Rezenson noch nicht verfügbar

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Nachdem Seth zwei Titanen getötet hat, treten zu Beginn von Buch 4 diverse fatale Ketteneffekte auf. Seth beginnt zu realisieren welche Konsequenzen seine Handlungen haben und welches Leid er verursacht hat. Dank Josie denkt er aber wenigstens darüber nach. Das ist ein echter Fortschritt für Seth. Josies Schwangerschaft schreitet voran und es gibt noch immer diverse Titanen, die es einzusperren gilt. Seth hat sich dank Josie zu einem zumindest halbwegs vernunftbegabten Wesen entwickelt. Weiterhin gilt es einen weiteren Halbgott zu finden, mit dem die Titanen hoffentlich wieder eingesperrt werden können. Die Titanen sind natürlich auch nicht untätig…

Josie schreitet in ihrer Schwangerschaft voran und Seth und Josie sind weiterhin im 7. Himmel.

Am Ende treten aber diverse unerwartete Ereignisse auf.

Fazit:

Das letzte Buch der Serie recht kurz aber trotzdem sehr gut. Ein typisches Armentrout Buch mit Arbenteuer, Lovestory und lockerem Schreibstil. Nachdem ich mich in Buch 2 über vollkommen unlogische Art und Weise wie Seth zum Gott geworden ist aufgeregt hatte, versöhnt diese Buch wieder, zumal Seth endlich mal nachdenkt.

Das Ende ist sehr Abwechslungsreich und gleich in mehrfacher Weise dramatisch. Top!

Bewertung:

5/5

Die Rezension der Serie gibt es hier.

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Dämonentochter (Vorgänger)

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Biss Serie

Biss Midnight Sun - Stephenie Meyer    Biss zum Morgengrauen - Stephenie Meyer  Biss zur Mittagsstunde - Stephenie Meyer  Biss zum Abendrot - Stephenie Meyer  Biss zum Ende der Nacht - Stephenie Meyer

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Stephenie Meyer

Teile der Serie:

  • Midnight Sun (264 Seiten – Kapitel 1-10 aus Edwards Sicht nur Englisch und als geleakter Entwurf)
  • Biss zum Morgengrauen (532 Seiten)
  • Biss zur Mittagsstunde (580 Seiten)
  • Biss zum Abendrot (640 Seiten)
  • Biss zum Ende der Nacht (801 Seiten)

Gelesenes Format:

Buch 1 Gebundene Ausgabe, Gesamtserie eBook

Rezension und Inhalt:

Dabei hätten sie bei ihrem Aussehen und der Art und Weise ihres Auftretens genauso gut in Lumpen gehen können. War es nicht zu viel des Guten, nicht nur blendend auszusehen, sondern auch noch Geld zu haben? Doch soweit ich das beurteilen konnte, war es meistens so im Leben.

Obwohl, so richtig glaubte ich das nicht. Ihre Isolation musste von ihnen gewollt sein – ich konnte mir nicht vorstellen, dass solcher Schönheit irgendwelche Türen verschlossen blieben.

Ich habe zuerst die Filme gesehen und fand die Filme nicht toll. Ich dachte mir dann, dass ich den Büchern auch eine Chance geben sollte und habe mir das erste gekauft. Dann stand es jahrelang im Schrank, weil die Filme mich zu Annahme geführt haben, dass das es sich um eine recht laue Teenager Liebesschnulze handelt. Weit gefehlt.

Ich habe jetzt die Biss Gesamtausgabe und Midnight Sun (Edwards Sicht der ersten 10 Kapitel) bisher 3x gelesen und ich kann nur sagen das ist bzgl. der Geschichte einfach genial geschrieben. Jeder Satz und jede Andeutung hat einen Sinn. Das wird einem erst vollkommen klar, wenn man auch Edwards Perspektive liest. Ich liebe die Gesprächszenen zwischen Bella und Edward und wie sie beide versuchen die Reaktionen und Gesichtsausdrücke und Körpersprache des Gegenübers zu interpretieren und oft richtig aber manchmal auch total falsch liegen. Das ist aus meiner Sicht das beste an den Büchern.

Für mich eine der besten Buchserien überhaupt und definitiv die beste Liebesgeschichte, die ich bisher gelesen habe. Und ich bin nicht die typische Zielgruppe (männlich und deutlich über dem Zielalter) und habe durchaus schon diverse Buchserien gelesen.

Es war tatsächlich so, als wäre jemand gestorben – ich. Denn ich hatte nicht nur die einzig wahre Liebe verloren – falls das noch nicht ausreichte, um jemanden umzubringen. Ich hatte auch eine ganze Zukunft verloren, eine Familie – das ganze Leben, für das ich mich entschieden hatte …

Ich habe mir die Filme jetzt noch mal angesehen und mein Eindruck bleibt unverändert. Das Buch ist um Längen besser, weil der Großteil der Magie im Film nicht oder nur schwer darstellbar ist. Dazu kommt noch, dass man in den Filmen die Teenager vom verhalten eher als Kinder darstellt – das ist oft eher zum Fremdschämen.

Mit der Buchserie liegt man also goldrichtig. Man muss allerdings etwas romantisch veranlagt sein. Wenn man auf die pure Liebe glaubt oder zumindest hofft, und absolute Treue nicht als unmodern betrachtet (viele wechseln die Partner heute ja sehr häufig und die Ehe ist auch nur ein 5 Jahresthema), dann stellt die Liebesbeziehung nahezu das Ideal dar.

Die Zeit erste Zeit nach der Verwandlung als Vampir, in der Bella die Welt neu erkundet ist genial. Das fängt mit dem Streit mit Jakob an, weil er auf Nessi geprägt ist und geht bis zum Austesten ihrer neuen Fähigkeiten. Allein darüber könnte ich ein Buch lesen. Wir wäre es mit “Das erste Jahr im zweiten Leben von Bella”.

Fazit:

In dem Amazon Rezensionen hatte jemand geschrieben, dass er den Büchern verfallen ist. Das trifft auch mich auch zu. Auch wenn das jetzt schnulzig klingen mag: Mir ging es nach dem Lesen der Bücher so, dass ich etwas vermisst habe, dass ich vorher nicht mal gesucht habe. Das ist wohl das größte Kompliment, was man den Büchern machen kann. Es mag ja sein, dass die dargestellte Liebesbeziehung in der Realität so nur sehr selten vorkommt aber erstrebenswert / beneidenswert (im positiven Sinne) ist sie aus meiner Sicht trotzdem. Zumal alle Realitätsvergleiche eh hinken, weil mir bisher noch keine Vampire begegnet sind, die mir zum Vergleich dienen könnten.

Bewertung:

5/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Noch ein paar Worte zu einigen Kritiken, die ich gelesen habe. Es wird z.B. kritisiert, dass es vollkommen unrealistisch ist, dass Edward auf Bella steht, weil nur tollpatschig sein wohl kaum ausreichend ist für eine Liebesbeziehung. Wenn man Edwards Perspektive liest, dann wird schnell klar, dass er diesen Punkt zu Beginn nicht realisiert, sondern zuerst, dass er ihre Gedanken nicht lesen kann (das ist wohl ein wesentlicher Punkt, weil er es gewöhnt ist jeden sofort zu „durchschauen“). Danach bemerkt er, dass sie selbstlos, rücksichtsvoll, verantwortungsbewust, aufmerksam, emphatisch, eine Geheimnisbewahrerin ist (oder in seiner Zusammenfassung durch und durch gut) und oft anders reagiert, als er es erwartet. Und er hat einen Beschützerinstinkt ihr gegenüber, weil sie ihm so verletzlich erscheint (vermutlich ist er zu dem Zeitpunkt aber schon verliebt, ohne es zu bemerken).

Weiterhin wird kritisiert, dass Edward ein Stalker ist und Bella unterdrückt. Letzteres kann man wohl kaum behaupten, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Irgendwelche Feministinnen gehen wohl immer auf die Palme. Und das Stalker Thema ist auch kaum relevant, wenn man bedenkt, dass es Bella nicht stört und die Motive berücksichtigt (immerhin schwebt sie lange Zeit eher in Lebensgefahr – man könnte ihm schon eher vorwerfen, dass er selbst am Anfang die Gefahr ist – aber das macht er selbst ständig). Und hey, einem Löwen werfen wir ja auch nicht vor, dass er auf die Jagd geht, oder?

Ein anderer Kritikpunkt ist, dass Bella in Depressionen verfällt, als er „schluss macht“ (wobei der Ausdruck etwas trivial ist, wenn man seine Motive berücksichtigt). Wenn man andere moderne Jugendbücher liest (Die Bestimmung, Tribute von Panem), dann würde ich die Stimmung hier als noch gut bezeichnen. Zumal das Leben auch nicht immer nur toll ist (bei den meißten Leuten wohl noch viel weniger als bei Bella, wenn auch die wenigsten regelmäßig in Lebensgefahr schweben). Warum soll ein Buch das nicht darstellen? Außerdem – was soll man denn bei Romeo und Julia sagen, wenn man das Verhalten hier schon schlimm findet (Depression vs. Selbstmord)?

Es wird kritisiert, dass Bella Edward anhimmelt. Das beruht auf Gegenseitigkeit und ich kann daran nichts schlimmes erkennen. Im Gegenteil macht das den Haupteil der Faszination des Buches aus. Eben nicht alle paar Monate den Partner zu wechseln und sich gegenseitig zu vertrauen. Auch wenn das heute unmodern ist.

Was man kritisieren kann ist die teilweise fehlende Logik bzgl. der Vampire oder ihrer Fähigkeiten. Beispielsweise können die Vampire tagsüber nicht raus, wenn sie Sonne scheint, weil sie dann glitzern. Der Effekt würde wohl auch entstehen, wenn sie im Scheinwerferlicht stehen. Somit würde sich das Problem nicht nur bei Sonne ergeben, sondern unvorhersehbar im Alltag.

Kate besitzt die Fähigkeit ihre Haut unter Strom zu setzen uns somit Angreifer unschädlich zu machen. Das ist wohl kaum eine geistige Fähigkeit und könnte somit von Bella auch nicht abgewehrt werden.

Der Schreibstil ist hier und da etwas hölzern. Beim ersten Durchlesen ist mir das nicht aufgefallen, weil ich mich mehr auch die Geschichte und Emotionen als auf die Details konzentriert habe. Beim mehrfachen Lesen fällt es aber zunehmend auf.

Das Ende nach dem finalen Showdown kommt sehr aprupt. Hier hätte der geneigte Leser nach mehreren tausend Seiten etwas mehr verdient. Das heißt nicht, dass ich gerne die nächsten 20 Jahre im Kurzformat haben möchte aber ein paar Wochen danach zum versönlichen Ausklang wären schön gewesen.

Bleibt zu hoffen, dass Edwards Sicht (die ersten 10 Kapitel gibt es nur als nicht offizielle Version / Entwurf) noch weiter geschrieben wird. „Bellas erstes Jahr als Vampir“ könnte ich mir auch gut vorstellen. Ich fand die Zeit nach ihrer Verwandlung war die interessanteste und lustigste im Buch. Aber scheinbar war es das und die Autorin hat die Lust verloren. Somit sind die Chancen recht gering, dass es noch weiter geht. Aber wie heißt es so schön: Alle guten Dinge gehen zu Ende

Die Kritikpunkte sind aus meiner Sicht vernachlässigbar, wenn man bereit ist sich auf die Geschichte einzulassen.

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