Pacific Crest Trail Permit / Bewerbgungsprozess

Noch mal ein Eintrag zum PCT. Heute um 19:30 deutscher Zeit hat der Anmeldeprozess für den PCT begonnen. In der ersten Welle wurden 35 Plätze pro Tag vergeben. Die restlichen 15 Plätze pro Tag werden im Januar vergeben. Es dürfen also pro Tag maximal 50 Leute starten. Was schon relativ viel ist, denn die müssen ja alle auch irgendwo entlang des Trails campen.

Dieses Jahr gab es bei der Bewerbung zum ersten Mal ein Warteschlangensystem. Der Nachteil an dem System war, dass es das reinste Lotto war. Wenn man vor der Startzeit in der Warteschlange war, hat man um 10:30 einen zufälligen Platz in der Schlange bekommen, die zu diesem Zeitpunkt bereits rund 4000 Plätze lang war. Nach anderthalb Stunden war der April quasi komplett ausgebucht. Wenn man die belegten Plätze pro Tag mit der Anzahl der Warteschlangenplätze vergleicht, konnte man aber erkennen, dass viele Leute mehrfach in der Warteschlange waren um ihre Chancen zu erhöhen. Ich hatte Platz 960 in der schlange und im April bis auf zwei Tage noch die volle Auswahl. Das war aber auch der Punkt wo es langsam kritisch wurde.

Der Prozess lief aber unglaublich gut und glatt. Da muss man der Parkverwaltung oder auch einem evtl. externen Dienstleister großes Lob aussprechen. Ich hatte mir den Prozess deutlich holpriger vorgestellt.

Nachdem ich dann meine Bewerbung platziert hatte, sah es schon so aus:

Um 21:00 war dann quasi der ganze April rot, gegen 21:15 auch der halbe März und die erste Maiwoche. Im Bereich von 21:15 wäre man mit Platz 3xxx gelandet. Ab 21:30 waren die halbwegs realistischen Starttage weg. Um 21:45 ist der Mai zur Hälfte weg und der März fast vollständig.

Da die Queue später auf 6000 hoch ging, werden da einige bei der Anmeldung entweder deutlich von ihrem echten Startdatum abgewichen sein oder in die Röhre geschaut haben – ich hatte es in vorherigen Beiträgen schon erläutert: Das Zeitfenster für den PCT Start ist aufgrund der Witterung während des Trails relativ eng. Mitte April stellt quasi das Optimum da (davor im südlichen PCT zu viel Schnee, danach im nördlichen PCT). Dementsprechend verteilen sich die Starttage um Mitte April. Wobei es wohl eine Tendenz zur zweiten Aprilwoche gibt, wenn man sich das oben anschaut.

Die Häufung auf dem 1. April ist auch logisch, weil viele vermutlich ab da freigestellt sind oder gekündigt haben. Ein sinnvolles Startdatum ist der 1. April aber nicht wirklich.

Ich hatte es vorher bereits vermutet aber für mich ist nun absolut klar, dass es mehr als nur ein paar Leute geben wird, die sich nicht an ihre Startzeiten halten werden. Insofern werden an einzelnen Tagen vermutlich deutlich mehr als 50 Leute pro Tag starten. Das dürfte zumindest an den Campspots am Anfang des Trails nicht gerade entspannt werden. Vermutlich eher wie bei den Brummifahrern, die abends auch immer an den Rastplätzen Schlange stehen.

Es wird vermutlich Tage geben wo eher 100 oder 150 Leute statt der geplanten 50 Leute an den Start gehen werden. Dann wird es dann vermutlich auch Kontrollen der Permits geben. Wobei ich im Buch gelesen habe, dass man den Permit am Beginn des Trails überhaupt nicht benötigt.

Der nächste Schritt für mich ist nun das Gespräch mit dem Arbeitgeber. Das werde ich nächste Woche suchen.

Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung

Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich so viel zu dem Thema Pacific Crest Trail (PCT) gelesen habe, dass mir vorerst die Themen noch nicht ausgehen. Zum Thema Nahrung habe ich aber etwas intensiver recherchiert, bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe.

    

Hintergrundinfos

Kurz zur Erinnerung. Der Pacific Crest Trail ist eine Wanderstrecke quer durch die USA von knapp 4300km. Wenn man diese Strecke an einem Stück bestreiten will, hat man rund 150 Tage zeit dafür, weil einen das Wetter sowohl im Süden als auch im Norden limitiert. Wenn man früher startet (grob Mitte bis Ende April je nachdem wie viel Schnee in dem Jahr gefallen ist), gibt es zu viel Schnee in den Sierras oder sogar schon davor. D.h. es ist gefährlich oder unmöglich diesen Bereich zu überqueren. Wenn man später startet, hat man das gleiche Problem auf dem letzten Stück Richtung Kanada. Zusätzlich bekommt man dann ggf. Probleme bei Flussquerungen, weil zu viel Schmelzwasser in den Flüssen ist.

Jetzt denkt man vielleicht, dass man ja “nur” hiked und das doch nicht so eine besondere Anstrengung ist. Aber 4300 km/150 Tage sind knapp 30km am Tag. Dabei muss man bedenken, dass in dieser “Milchmädchenrechnung” nicht nicht ein Tag Pause, nicht ein Tag für Nachschubbeschaffung usw. verloren gehen darf. Realistischer sind 10-20 Tage Auszeiten oder Zeitverluste für Nachschubbeschaffung oder Trampen zu Städten. Schwups, schon ist man bei ca. 35km pro Tag. Hört sich nicht viel an? Wenn man mit 4km/h geht, dann ist man doch in grob 9 Stunden durch.

Die Herausforderung

Theoretisch mag das Stimmen aber der Trail ist kein flaches Gebiet was man mal eben so durchwandert. Der Trail hat so viele Steigungen, dass man dafür 17x! den Mount Everest besteigen könnte. Man muss auch bedenken, dass das Tageslicht begrenzend wirkt. 9 Uhr Abends ist Hiker Midnight. Der Sonnenuntergang findet schon deutlich früher statt.

Man bewegt sich temporär auf über 4000m Höhe und schleppt zusätzlich zum Körpergewicht bis zu 20kg mit sich rum und die Temperaturen in der Wüste sind von Mittags bis Abends so hoch, dass man nicht laufen kann (da läuft man teilweise sogar nachts mit Stirnlampe).

Gerade am Anfang des Trails muss man es aber etwas langsamer angehen lassen. Nichts kann die Dauerbelastung simulieren, die man auf dem Trail hat, außer der Trail selbst.

Ganz nebenbei muss das oben genanntes auch erst mal jeden Tag durchhalten, sowohl mental, als auch körperlich. Belohnt wird man mit Tollen Postkartenmotiven und einem Erlebnis, dass man nicht vergisst, wenn man Glück hat auch mit neuen Freundschaften.

Hiken = Extremsport?

Rein sportlich betrachtet ist o.g. ein unglaubliche Ausdauerleistung, die auch am Essen scheitern kann. Wenn es einem während des Trails nicht gelingt die benötigten 4000-6000 Kalorien pro Tag aufzunehmen (zum Vergleich normalerweise benötigt man eher 2000-2500), dann lebt man von seinen Reserven und die Reichen nicht über die Strecke. 500 Kalorien zu wenig pro Tag entsprechen wohl ungefähr 0,5kg Gewichtsabnahme pro Woche.

Problematisch wird das aber erst, wenn man kein Fett (z.B. am Buch) mehr abbaut, sondern die Muskeln abgebaut werden.

Nebenbei trinkt man auch sehr viel – teilweise 6-7l am Tag je nach Streckenabschnitt. Auch das ist sehr wichtig. Wenn man zu wenig trinkt, können die Giftstoffe nicht mehr abgeführt werden. Das Urin wird deutlich dunkler oder noch schlimmer man muss überhaupt nicht mehr pinkeln. Das ist brandgefährlich.

Kalorien + Fett – das Erfolgsrezept?

Die Nahrung, die man mitführt sehr leicht und mit geringem Aufwand zubereitbar sein (ansonsten benötigt man zu viel Energie und somit Brennstoff um sie zu erhitzen). Weiterhin muss sie einem die benötigten Nährstoffe und Kalorien zuführen.

Bei Thru-Hikern ist es also gängig – unter normalen Umständen – absolut ungesunde Nahrung ungeniert zu verspeisen. Bei einem McDonalds Besuch wird der Kalorienverbrauch maximiert und nicht minimiert. Wenn’s geht werden da auch mal 4000 Kalorien weggefuttert. Da man während des Trails nur eine begrenzte Auswahl von Lebensmitteln hat (es müssen welche sein, die sich über Tage ohne Kühlung halten und die leicht sind), nutzt man also jede Gelegenheit leckeres Essen zu bekommen. Und ein McDonalds entwickelt sich im Vergleich zur Trailnahrung schnell zum Gourmetrestaurant!

Was braucht man denn nun?

Als grobe Faustregel kann man von 1kg Essen pro Tag ausgehen. Das kann von Person zu Person mehr oder weniger sein. Hoch im Kurs steht dabei Nahrung, die getrocknet ist, also wenig Wasser enthält, weil Wasser in der Nahrung Gewicht mit sich bringt, dass man aber nicht direkt nutzen kann, wenn man es mehrere Tage rumträgt. Das belastet einen also nur zusätzlich.

Wann und wie oft isst man als Hiker?

Die meisten Hiker nehmen morgens und Abends eine Mahlzeit zu sich. Einige zusätzlich Mittags und auch zwischendurch wird ständig Kleinkram gefuttert. Das können Nüsse, Kartoffelchips, Kekse, Beagels, Burgerscheiben mit Aufstrich (Nutella, Marmelade, Erdnussbutter oder auch abgepackter Käse oder Wurst sein), Nüsse, Gummibärchen, M&Ms, Snikers, Müsliriegel usw. sein.

 

Morgens essen die meisten Frühstücksmischungen, die mit Wasser angereichert kalt oder warm gegessen werden. Die meisten Hiker wandern nach dem aufstehen erst ein Stück und essen dann etwas (das hat den Vorteil, dass einem ein wenig wärmer wird und das der Körper die Nahrung dann besser annimmt). Einige kommen aber auch nicht ohne Kaffee in den Tag. Mittags und / oder Abends gibt es Fertigmischungen – entweder aus dem Supermarkt die klassischen Mischungen mit Nudeln, Reis, Couscous, suppenartige Gerichte oder auch Fertigmischungen für Kartoffelpüree. Alternativ kann man auch getrocknete Gerichte kaufen, die aber deutlich teurer sind (man kann die auch selber vor dem Trail herstellen und sich dann zumailen).

Begrenzte Auswahl und Mangelerscheinungen

Das Hauptproblem der Hiker ist, dass die Auswahl beschränkt ist, und das man die meisten Sachen nach einiger Zeit nicht mehr sehen kann. Man muss aber essen und wenn man Nahrung für 6 oder 7 Tage kaufen muss, weil es teilweise entlang des Trails mehrere Tage keine Geschäfte gibt, dann muss man das gekaufte auch 6 oder 7 Tage essen und ob es im nächsten Laden etwas andere gibt, bekommt man noch zu sehen.

Die Fertiglebensmittel beinhalten nur eingeschränkt Vitamine, dafür aber oft viel Salz oder Zucker und Fett. Somit muss man auch darauf achten, dass man Vitamine wo immer es geht zuführt. Entweder über frisches Obst / Gemüse, wenn man in einer Stadt ist oder über Vitamintabletten. Übertreiben sollte man es aber auch nicht.

  

Salz nimmt man tendenziell wohl eher zu viel als zu wenig zu sich. Insofern sollte man etwas darauf achten, dass man nicht zu viele Chips, Cracker und ähnliches futtert, wenn man nicht besonder viel schwitzt.

Man kann auch keine Lebensmittel mit schweren / sperrigen Verpackungen nutzen. Dosen oder Gläser sind z.B. sind z.B. ungeeignet.

Was isst man denn nun konkret auf dem Trail?

Anbei eine Liste von Dingen, die man auf dem Trail z.B. Essen kann:

  • Bagels
  • Isostar Pulver
  • Chips
  • Oatmeal (Haverflocken mit Geschmack) / Pop Tarts / Kellogs / Quaker (siehe Oatmeal)
  • Müsliriegel (Granola Bars mit Nüssen)
  • Idahoan Mashed Potatoes (Kartoffelbrei)
  • Ramen Nudelgerichte (billig)
  • Knorr Nudelmischungen (z.B. Knorr Stroganoff / Knorr Parmesan)
  • Couscous
  • Tortillas (wie Pfannkuchen) / Sandwich Thins (Burgerbrötchenhälften)
  • Croutons
  • Thunfisch (in Tüten)
  • Belvita Breakfast Cookies
  • Abgepackter Käse
  • Reismischungen z.B Knorr (mehr Kalorien als Nudeln)
  • Beef Crumbles (verzehrfertiges Hackfleisch)
  • Getrocknete Früchte
  • Nussmischungen
  • Snickers
  • M&Ms
  • Beef Jerky (getrocknetes Rindfleisch)
  • Cracker
  • Fruit Leathers (Trockenobst)
  • PayDay Riegel / Twix / Snikers
  • Pürierte Früchte in Quetschpackung
  • SPAM Frühstücksfleisch
  • Pasta Sides
  • Palo Meals – Dehydrated meals (das ist eine recht teure Variante – beliebige Gerichte werden getrocknet – das ist gesünder als die Fertiggerichte, schlägt aber auch gerne mit 6-8€ pro Mahlzeit zu Buche)
  • Olivenöl als beigabe zum Essen (mehr Fett)
  • Jelly (Marmelade)
  • Nutella (z.B. für Tortillas)
  • Peperoni (Salami)
  • Ham (Schinken)
  • Rost Beef (Rind)
  • Pre cooked bacon (Kochschinken)
  • Pasta Roni
  • Dehydrated refried beans (getrocknete Bohnen)
  • Chicken (Huhn)
  • Nüsse
  • Milchpulver

Im Prinzip kann man alles Essen was Kohlehydrate, Fett und Proteine enthält und wenig Wasser.

Schmeckt es denn?

 

Man sollte aber auch immer darauf achten, dass einem das Essen schmeckt. Es ist ja toll, wenn man – aus wissenschaftlicher Sicht optimale Kombination isst, aber das Essen nicht mehr sehen kann. Den Moral Booster bzw. psychologischen Effekt sollte man eben auch nicht vernachlässigen. Ob man den Trail schafft, hängt eben von vielen Faktoren ab. Die optimale Kombination des Essens ist nur einer davon.

Je nach Tagesplanung macht es Sinn morgens (optional) und abends etwas warmes zu essen. Morgens kann es zum Aufwärmen dienen. Abends erfolgt dann die Hauptmahlzeit. In der Wüste kann es aber auch wegen der Mittagshitze sinnvoll sein die Hauptmahlzeit eher auf Mittags zu verschieben und dann eine mehrstündige Pause einzulegen, um die körperliche Anstrengung nicht in die größte Tageshitze legen.

Kalte Küche

Zwecks Zeitersparnis essen einige Hiker nicht mittags und Abends warm und futtern alternativ einfach zur warmen Mahlzeit Snacks wie Schoko- oder Müsliriegel. Somit hat man sich 1x kochen gespart. Es geht auch noch extremer indem man überhaupt nicht warm isst. Die Ersparnis dadurch ist aber eher gering, weil das Essen was nicht mit Wasser angereichert werden muss i.d.R. mehr Platzbedarf und Gewicht mitbringt (darüber gehen die Meinungen aber auseinander). Egal welche Variante man nutzt, man muss man sich bei seinen Einläufen für die Folgetage natürlich bereits vorher überlegen. Das kann man sich also nicht spontan auf dem Trail anders überlegen, sondern erst bei der nächsten Nachschubbeschaffung.

Was ist die “typische” Tagesration?

Kurz zusammengefasst sieht eine mögliche Tagesration wie folgt aus:

  • 250 Gramm Müsli Frühstück
  • 200 Gramm Nüsse, Riegel, Chips, Kekse (Zwischendurch)
  • 175 Gramm Tütengericht Mittags
  • 200 Gramm Nüsse, Riegel, Chips, Kekse
  • 175 Gramm Tütengericht Abends

Das entspricht ca. 1kg Proviant pro Tag

Nach dem Abendessen waschen und min. 2km weiter wandern um keine Bären anzulocken.

  

Wie “kocht” man auf dem Trail?

Genau genommen kocht man eigentlich überhaupt nicht. Das Wasser wird gerade soweit erhitzt, dass es fast kocht. Anschließend stellt man den Brenner aus und lässt das Essen 5 Minuten im Topf. Einige machen es auch anders und füllen das Essen und das erwärmte Wasser in eine Ziplocktasche und lassen die dann 5-10 Minuten im Topf. Um Energie zu sparen gehen einige auch noch weiter und geben das Essen in Kombination mit Wasser bereits eine Stunde vorher in ein verschließbares Behältnis. Lebensmittel wie Reis oder Nudeln sind dann noch schneller fertig beim “Kochen”.

Wichtig ist, dass man ausschließlich vorgekochte / -gegarte Nahrung zu sich nimmt. Wenn man Nudeln / Reis kocht, dann benötigt man viel zu viel Energie, die man wiederum mit sich rumschleppen muss.

Wie ist die empfohlene Zusammensetzung des Essens?

Recommended diet: 50-35-15 or 50% carbohydrate, 35% fat, 15% protein

Das bekommt man meiner Meinung nach in der Form nur hin, wenn man vor dem Trail die Rationen selber zusammenstellt und sie sich nur noch zuschickt und genau das isst, was für den jeweiligen Tag geplant ist. Das machen wohl nur die wenigsten Hiker. Man müsste entweder streng nach Listen kaufen und essen oder im Supermarkt eine Excel File anlegen für jedes Lebensmittel und dann ausrechnen was man wann, wie in welcher Kombination essen darf.

Abwechslung!

Meiner Meinung nach ist viel wichtiger ist am Ende, dass man Lebensmittel findet, die man noch runter bekommt, wenn man eine recht eingeschränkte Auswahl hat und die gleichen Dinge immer und immer wieder isst.

Auch auf dem Trail gilt wie immer im Leben. Man sollte nicht nur eine Sache essen, sondern möglichst Abwechslungsreich.

Es gibt auch Strategien was man wann isst. Einige heben sich bestimmte Gerichte für besonders schlechte oder anstrengende Tage auf. Einfach als Moralbooster. Andere futtern einfach die Sachen, auf die sie am meisten Lust haben zuerst. Bestimmte Gerichte haben auch besondere Vor- / Nachteile. Kartoffelpüree ist wohl zum Beispiel gut, für kühle Tage oder wenn man nicht ganz so viel Wasser hat. Irgendwo hab ich auch gelesen, dass man den zum Anwärmen in den Schlafsack stellen kann (mit flüssigerer Nahrung ist das natürlich keine gute Idee). Wenn die einem im Schlafsack ausläuft hat man größere Probleme als vorher. Das sollte man allerdings nicht in der Bärenregion machen bzw. ich gehe davon aus, dass der Schlafsack nach so einer Aktion länger riecht.

Rationierung

Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man sein Essen rationiert. Es bringt nichts, wenn man 5 Tage auskommen muss aber am ersten schon die Menge für 1,5 Tage weggefuttert hat. Dafür kann man z.B. Beutel für die einzelnen Tage anlegen. Man sieht also schon so eine Nachschubbeschaffung ist Arbeit. Man muss die einzelnen Bestandteile der Tagesration zusammenrechnen.

 

Secret Elements [Serie]

Scret Darkness Im Spiegek der Schatten - Johanna Danninger    Secret Elements 1 Im Dunkel der See - Johanna Danninger  Secret Elements 2 Im Bann der Erde - Johanna Danninger  Secret Elements 3 Im Auge des Orkans - Johanna Danninger  Secret Elements 4 Im Spiel der Flammen - Johanna Danninger

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Danninger

Teile der Serie:

  • Secret Elements 1 – Im Dunkel der See (336 Seiten)
  • Secret Elements 2 – Im Bann der Erde (256 Seiten)
  • Secret Elements 3 – Im Auge des Orkans (228 Seiten)
  • Secret Elements 4 – Im Spiel der Flammen (321 Seiten)
  • Secret Darkness – Im Spiegel der Schatten (319 Seiten)

Gelesenes Format:

Taschenbuch

Rezension und Inhalt:

Prequel:

Achtung, das Prequel nimmt einen Teil der Hauptgeschichte vorweg. Ihr könnt euch also entscheiden, ob ich euch einen Teil der Spannung in der Hauptserie nehmen wollt aber dafür die Geschichte so lesen wollt, wie sie zeitlich abgelaufen ist oder ob ihr die Spannung in der Hauptserie aufrechterhalten wollt. Wenn ihr euch für letzteres entscheidet, bitte hier nicht weiterlesen, sondern zu Buch 1 springen! Ich gehe bei dieser Rezension davon aus, dass ihr erst die Hauptstory gelesen habt. Falls ihr die Bücher in der zeitlich korrekten Reihenfolge lest, dann werdet ihr durch die Rezension gespoilert!

Spoiler

»Jack, hast du eigentlich gewusst, dass unser Team die höchste Frauenquote aller Avalon-Einheiten hat?« Leah rief belustigt: »Wenn’s dir zu viel wird, Stanson, kann ich gern ein Wörtchen mit dem General reden!« »Nein«, antwortete er gedehnt. »Drei sollten zu schaffen sein.«

Im Prequel wird die Geschichte von Luisa und Alator erzählt, also der Mutter und dem Vater von Jay.

Im späteren Verlauf tritt ihre Mutter als Füchsin auf, weil sie von der Dunkelheit übernommen wurde und ihr Vater ist unterdessen General.

Wer die drei Hauptbücher kennt, der kennt auch schon den Storyverlauf in dieser Geschichte, da der Grobabriss bereits im der Hauptserie behandelt wird.

Luisa hat ihre Ausbildung als Special Forces Mitglied gerade beendet und wurde in Team 6 aufgenommen.

»Glaub mir«, sprach er weiter, »ich weiß genau, wie du dich jetzt fühlst. An keinem von uns geht so etwas spurlos vorüber. Aber genau das unterscheidet uns von skrupellosen Mördern. Sei dankbar für diesen Schmerz, denn er ist der beste Beweis dafür, dass du zwischen Gut und Böse unterscheiden kannst.«

Das Buch erzählt von ihren ersten Einsätzen, von der aufkommenden Beziehung mit Alator (wobei die sich Anfangs nicht gerade andeutet), ihrer Schwangerschaft und der Dunkelheit, die von ihr Besitz ergreift.

Als roter Faden zieht sich durch das Buch der Aufstieg der Dunkelheit. An dem war Team 6 alles andere als unschuldig. Im Prinzip war Jays Mutter also Schuld daran, dass die Dunkelheit überhaupt in die Welt zurückkehren konnte. Man könnte deren Handeln schon als Beihilfe bezeichnen.

Als Vorgeschichte füllt das Buch zwar einige Lücken aber aus meiner Sicht ist es verzichtbar. Mein Bild von Jays Mutter ist jetzt auf jeden Fall um einiges schlechter als vorher. Sie hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Dunkelheit in die Welt zurückkehren konnte und auch, dass sie sich in ihr manifestiert hat.

Die ganze Handlung in dieser Geschichte ist weitgehend unlogisch und die Aktionen der Agenten unlogisch und unprofessionell. Es macht keinen Sinn dem Unbekannten Terroristen seine „Wünsche“ zu erfüllen, da er überhaupt keinen Grund hat, seine Drohungen danach nicht trotzdem zu erfüllen.

Die Charaktere verhalten sich unglaublich naiv. Für mich ist das Prequel deutlich schlechter als der Rest der Serie und leider extrem unglaubwürdig.

[collapse]

Buch 1:

Birgit machte keine Anstalten, unser Zimmer an diesem Abend wieder zu verlassen. Nicht einmal, um noch ein zweites Mal kotzen zu gehen. Dabei malträtierte sie sich schon wieder seit einer Weile selbst mit einem dieser abartigen Modemagazine, in denen kein Model auch nur annähernd vierzig Kilo wog.

Jessica lebt in einem Heim, weil ihre Eltern sie als Baby weggeben haben. Wer ihre Eltern sind weiß sie nicht und auch nicht warum ihre Eltern sie verlassen haben. Das Heim nimmt schwierige Fälle auf. Dort wohnen Jugendliche,  die sich irgendwo zwischen normal und kriminell befinden.

Jessica ist an einer öffentlichen Schule und hat ihr Abi fast in der Tasche. Da sie sich auch an der Schule nichts gefallen lässt, ist sie dort allerdings auf Bewährung. Falls sie noch mal beim Direktor wegen irgendwas erscheinen muss, dann fliegt sie von der Schule. Jessica ist Außenseiterin und versucht möglichst nicht aufzufallen. Das zeigt sich auch mit ihren überwiegend schwarzen Klamotten.

»Okay, sieh’s dir einfach mal an. Ich hab echt keine Lust, mich wieder mit Abwehrraketen herumzuärgern.« »Glaubst du etwa ich? Beim letzten Mal musste ich den ganzen Kotflügel erneuern!«

In der Schule gibt sie sich mühe und hat einen sehr guten Notenschnitt.

Als sie an einem Tag auf einer Bank sitzt und liest, setzt sich eine seltsame Frau zu ihr, die ihr ein Amulett schenkt. Das Amulett stellt sich als ein sehr mächtiges Artefakt heraus, dass Jessica allerdings auch nicht mehr ablegen kann.

Plötzlich wird in kürzester Zeit ihre Welt auf den Kopf gestellt und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Einer von der Sorte, die tagsüber ihre Ausbildung zum kaufmännischen Fachangestellten in der Küchenabteilung eines Möbelhauses absolvierten und nach Sonnenuntergang glaubten, sie könnten einen auf Turntable-Gottheit machen, um Weiber aufzureißen.

Ich will nicht zu viel Verraten, daher versuche ich es mit einem Vergleich: Wenn ihr an Man in Black / die Unglaublichen und James Bond denkt, habt ihr ein grobes Bild von dem was im Buch passiert. Das Ganze wird auch ohne große Vorwarnung und nach einer recht überschaubaren Einleitung auf den Leser losgelassen. Man fühlt sich also ähnlich überrumpelt wie Jessica.

Das Grundkonstrukt der Geschichte ist nicht außergewöhnlich: Jessica als Heldin wider Willen hat die Last, die Welt zu retten. Ansonsten gibt es hier die Paarung: Bad Boy vs. kratzbürstige Hauptakteurin was teilweise recht unterhaltsam ist.

Ich musste dringend hier weg. Die waren doch allesamt nicht ganz dicht. Vermutlich bereiteten sie sich gerade darauf vor, mich als Opfergabe in einen Vulkan zu schmeißen – oder was Sektenanhängern sonst noch einfiel.

Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Fantasy mit Magie und Science Fiction und lässt sich nicht so richtig einordnen – was ich ganz Abwechslungsreich finde. Weiterhin hat die Autorin wirklich mächtig viel Fantasie.

Jessica ist ein klassischer Fall von harter Schale, weicher Kern. Nach außen ist sie unheimlich schlagfertig und teilt kräftig aus, sowohl mit Worten als auch mit Fäusten. Ihre Gedanken stehen dazu aber im krassen Gegensatz. Sie macht innerlich einen recht besonnenen Eindruck und ist auch deutlich gebildeter, als man ihr das auf den ersten Blick zutrauen würde. Zusätzlich ist sie eine gute Beobachterin.

Ich erstarrte und gab keinen Ton von mir. Ich hatte genügend Horrorfilme gesehen, um zu wissen, dass man sich von blassen, schwarzhaarigen Kindern an seltsamen Orten dringend fernhalten sollte. So leise ich konnte, schlich ich rückwärts.

Das macht sie zu einem interessanten Charakter.

Die Schreibweise im Buch, sowie die Art von Jessica sind frech, unkonventionell und frisch.

Buch 2:

Nachdem Jay im ersten Teil aus ihrer vertrauten Umgebung in eine ziemlich schräge Science Fiction / Fantasy Welt entführt oder auch gerettet wurde, kennt sie nun ihre Aufgabe und ihre Gegnerin. Sie hat von einer Göttin (irgendwie ziemlich viele Frauen in Führungspositionen) ein Amulett bekommen, mit dem  sie die Kraft der Elemente nutzen kann. Damit soll sie die Gegenspielerin, die die dunkle Seite verkörpert, vernichten. Sie hat nur leider keine Ahnung wie. Aber sie hat immerhin Team 8 und die Agency auf ihrer Seite.

Andere gruben sich einen Weg durch den Berg – ich sprengte ihn lieber. Und Lee hatte offenbar seinen Spaß daran, mich regelmäßig explodieren zu lassen.

Bevor sie mir ihrer Gegenspielerin aufnehmen kann, muss sie aber noch 3 Elemente finden und sich als Würdig erweisen.

Wird ihr das gelingen oder ist die dunkle Seite stärker?

Die Zusammenfassung vom ersten Teil am Anfang des Buches ist recht einfallslos und hab ich schon länger nicht mehr so schlecht verpackt gelesen.

Das Gefühl von Freiheit erfasste mich. So war das bei mir schon immer gewesen, wenn ich mich inmitten der Natur aufhielt. Ich fühlte mich akzeptiert und verstanden. Hier dachte niemand Schlechtes über mich. Die Natur urteilte nicht.

Das im ersten Buch begonnene Geplänkel zwischen Lee und Jay, die beide Sturköpfe sind, geht im zweiten Teil natlos weiter.

Bei dem Buch musste ich mal wieder an mein Studium denken. Bekanntes mit unbekanntem oder Neuem mischen. Wie auch in vielen anderen Büchern werden in dem Buch bekannte Dinge – der Bau der Pyramiden, die Artussage wir komplett neu geschrieben, der angebliche Ufoabsturtz in Roswell neu erklärt, Gott und auch die Evolutionstheorie. Richtet euch darauf ein, dass ihr einiges neu erklärt bekommt.

Über meine finanzielle Situation in der Anderswelt hatte ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Doch ich war eher davon ausgegangen, als Retterin der Menschheit ehrenamtlich unterwegs zu sein.

Wie man bereits an den Namen der Bücher erkennt, wird ein Element pro Buch behandelt. In diesem Buch geht es oh Wunder um die Erde und das Erlernen der Nutzung der Fähigkeiten, die mit dem Wasser in Zusammenhang stehen.

Ganz so viel Action und Überraschungen wie im ersten Teil gibt es im zweiten nicht. Es gibt aber einige neue Charaktere, die zur Bereicherung der Geschichte Beitragen.

Buch 3:

»Mirraka ist Volk der Gastfreundlichkeit. Aber nie danke oder bitte und nur über Essen schimpfen, dann kein Freude mehr macht. Die Großgeratenen immer meckern.«

Nachdem Jay nun die Elemente des Wassers und der Erde benutzen darf und erneut eine unerfreuliche Begegnung mit der Füchsin hatte, steht nun ihre Ausbildung als Agentin bevor. Wird sie diese Herausforderung bewältigen können? Aus Lee wird sie nach wie vor nicht schlau. Sie weiß nur, dass er ein außerordentliches Talent hat sie auf die Palme zu bringen.

Das zeigte wieder einmal deutlich, dass man sich stets ein eigenes Bild machen sollte und niemals auf vorgegebene Meinungen verlassen durfte. Vorurteile konnten so vieles zerstören.

Jay bekommt ihre elementaren Energien immer besser unter Kontrolle. Zusätzlich ist sie in deutlich mehr Action und Abenteuer verstrickt als im zweiten Teil. Sie wird immer selbstbewusster, außer wenn Lee mal wieder eine kritischen Blick oder kritische Bewertung ablässt, dann trifft sie das hart.

Jay hält übrigens nach wie vor nichts davon ihre Weiblichkeit zu präsentieren. Insofern ist folgendes Situation für sie schon als Bahnbrechend zu bezeichnen:

Zögernd öffnete ich meinen Mantel und präsentierte ihr mit einem angedeuteten Knicks mein neues Outfit. »Verschärft!«, kommentierte Sina. »Gute Arbeit, Samy.«

»Niemand kann sich seine Wurzeln aussuchen. Entscheidend ist, was man daraus wachsen lässt.« Der Kater legte den Kopf schräg. »Meine Güte, das war ja fast schon poetisch.«

Spätestens bei ihrem Geburtstag merkt man, dass Jay in der Anderswelt angekommen ist. Sie hat wirklich tolle Freunde gefunden.

Mehr fällt mir zu dem Band nicht ein, ohne zu viel zu verraten. Selber lesen! Das ist der bisher beste Teil der Serie.

Etwas unglaubwürdig ist wie einige Leute im Buch vehement die Gefühle füreinander ignorieren. Brett vorm Kopf ist da fast noch untertrieben.

Dann machte ich sogar noch einen kleinen Knicks. Der Garako beobachtete meine Bemühungen mit hochgezogenen Augenbrauen. »Hast du zu viel Game of Thrones gesehen?«, fragte er. … »Ich habe dich eingeladen, um dich kennenzulernen. Nicht, um zu sehen, wie du glaubst, sein zu müssen. Und nun folgt mir, bitte.«

Am Ende des Buches wird Jay mit einer Schrecklichen Neuigkeit konfrontiert, die sie alles hinterfragen lassen.

Buch 4:

Nachdem Jay bei ihrer Geburtstagsfeier erleben durfte, dass sie in der Anderswelt angekommen ist und dort wirklich tolle Freunde gefunden hat, gab es mehrere schwere Rückschläge. Die Füchsin war überhaupt nicht in Jays Eisblock gefangen, sondern hat diesen nur als Illusion erschaffen um im das Agency Gebäude zu gelangen. Sie flieht und es gelingt ihr das Buch der Worte zu stehlen, mit dem die Welt zerstört werden kann. Weiterhin offenbart sie Jay, dass ihr Körper der ihrer Mutter ist. Daraufhin sieht Jay sich nicht in der Lage die Füchsin zu töten.

»Vielleicht hätte ich es verhindern können.« »Hätteft du nicht.« »Woher willst du das wissen? Du warst nicht dabei.« Er lächelte milde. »Aber ich bin jepft hier und in deinen Augen erkenne ich, daff du ef verhindert hätteft, wenn du ef gekonnt hätteft. Daf genügt mir.«

Aber wie soll es nun weitergehen?

Die Zusammenfassung der Vorgängerteile kommt auch hier wieder mit dem Holzhammer – stur runter gespult. Das geht eindeutig besser.

Die Bedrohung durch die Füchsin wird deutlich realer aber im finalen Teil war das nicht anders zu erwarten. Glücklicherweise haben sich auch Jays Fähigkeiten weiterentwickelt.

Bei der Fluch der Füchsin hat jemand aus dem internen Kreis, vielleicht sogar jemand aus Team 8 mitgeholfen. Aber ist das wirklich möglich? Alle im Team sind wie Freunde für Jay, außer Lee vielleicht aber zu dem ist ihre Verbindung vielleicht sogar noch stärker.

Sein Brustkorb hob und senkte sich, Captain Leannán Aherra wartete auf meinen Befehl. Das war das Faszinierendste, was ich je erlebt hatte.

Im letzten Teil werden alle offenen Handlungsstränge eingefangen und der Leser wird mit wirklich diversen ungeahnten Entwicklungen konfrontiert. Wirklich klasse gelöst.

Jay ist ein toller Charakter und trägt das Herz am richtigen Fleck. Bei Lee ist das auch so, auch wenn er es meistens nicht zeigen kann oder will.

Der letzte Teil stellt ein sehr würdiges Ende der Serie dar. Den Epilog hätte ich persönlich mir länger gewünscht. Ich hätte gern noch mehr mit Jay, Lee und Team 8 erlabt.

Fazit:

Die Serie ist mal “was anderes” trifft es ganz gut. Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Die Unglaublichen, Men in Black und James Bond. Das Genre ist irgendwo zwischen Science Fiction, Fantasy und Realwelt angesiedelt und die Charaktere sind frisch und Abwechslungsreich. Jay hat keine schöne Vergangenheit gehabt aber genau das hat sie zu dem gemacht was sie ist. Jay ist ein Dickkopf und wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Wer sich auf ein absolut phantastisches Abenteuer mit Special Forces / Agenten einlassen will, ist hier genau richtig.

»Du trägst eine wundervolle und gute Seele in dir, Jessica«, sagte er leise. »Vergiss das niemals.« … »Du hast nun die Erlaubnis, auf meine Kraft zuzugreifen. Nutze sie klug, dann wird sie dir treu zur Seite stehen.«

Bewertung:

4,5/5 (ohne Prequel – mit Prequel 4,0)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde es etwas seltsam, dass Jay bis zum Gespräch mit Ivan nicht nach ihrem Schulabschluss fragt. Die Agency sollte es ihr doch ermöglichen können so kurz vor dem Abi den Abschluss zu bekommen.
  • Das man Handys per GPS verfolgen kann, wenn sie ausgeschaltet sind, ist quatsch
  • Geht es nur mir so oder findet ihre den kauzigen Alfred auch klasse?
  • Hab ich was verpasst? Die Tuata wurden von Danu erschaffen, die Miraka von dem Erdelementar geschaffen, die Meermenschen vom Wasserelementar, die Feuerelfen vom Feuerelementar. Die Felidae Linguae kommen aus dem Labor. Woher kommen Feen, Gnome, Pegasi usw.?
  • Lee zieht mit Jay ohne Verstärkung los um Samira zu befreien? Und das nur, weil er ihr eigentlich nicht glaubt? Ja klar, ist ja auch überhaupt nicht gefährlich für Jay und macht total Sinn, nachdem er sich vorher ständig um sie gesorgt hat.
  • Wie überlebt die Füchsin ohne Nahrung, Wasser, Luft in einem Eisblock?
  • Logisch ist es nicht, dass Team 8 regen Kontakt zu Praktikanten hält, die später möglicherweise die Ausbildung beginnen und dann nach Ausbildungsstart wird so getan, als wenn man sich nicht kennen würde.
  • Wieso hat die Füchsin so lange gewartet, um sich das Buch zu holen?
  • Wieso sind die Menschen eigentlich lt. Serie angeblich so machtgierig und die Tuatha nicht? Angeblich unterscheidet Menschen und Tuatha lediglich eine minimale Mutation, die ihnen erlaubt Magie anzuwenden, die in dieser Serie aber wissenschaftlich erklärt wird. Warum sollten sie sich also anders verhalten als Menschen, wenn das der einzige Unterschied ist? Generell rechtfertigt ein derart kleiner Unterschied eigentlich auch keinen Begriff für eine andere Spezies. Das sind eher Unterschiede vergleichbar mit der Hautfarbe oder anderen Besonderheiten wie der Fähigkeit Milch zu verarbeiten.
  • Die Agency ist komplett mit hightech ausgestattet aber die Erfindung von Spracherkennungsssoftware ist an ihr vorbeigegangen?
  • Jay sieht aus wie ihre Mutter und somit die Frau des verstorben geglaubte Frau des Generals und er merkt das nicht?
  • Im Prequel heißt es zuerst, dass der Leichnam nicht in den Händen der Special Forces ist und dann wird der Tatort besichtigt und er liegt dort einfach noch, obwohl die Spurensicherung durch ist?
  • In der Kirche die Pläne auszuplaudern ist sehr Intelligent …
  • Der ominöse Fremde hat einen Hightechjet, der mit Angriffsraketen aufgestattet ist, die der Jet von Luisa offenbar nicht hat (also besser ausgestattet als ein moderner Jet von der Agency) und natürlich versagen Luisas Fähigkeiten genau dann, wenn es darauf ankommt.
  • Mit einem Geländewagen im Iran 850km in einer Tagesreise? Ich habe starke Zweifel
  • Äh, klar. Luisa ist frisch im Team und nimmt diverse Fettnäpfchen mit und fällt lediglich durch Ehrgeiz auf und schon denkt die Anführerin von Team 6 darüber nach sie als ihre Nachfolgerin vorzuschlagen. Genau so läuft es beim Militär ab… vollkommen unrealistisch. Und die Teammitglieder haben abseits von Tory alle kein Problem damit übergangen zu werden.
  • Was bitte schützt der untergetauchte Zwergenklan, wenn es dort überhaupt nichts zu beschützen gibt, wenn das Bruchstück eh woanders ist?
  • Die Analyse des Virus ist ja hochgradig professionell – sinngemäß wir haben 0 Ahnung aber Virus ist hochgefährlich.
  • Wieso sollte der unbekannte den „Virus“, der die Anderswelt auffliegen lässt nicht benutzen. Da er eh die Dunkelheit freilassen will, spielt ein Krieg ihm nur in seine Hände. Das passiert natürlich auch. Die Zeilen habe ich übrigens geschrieben, bevor ich die Stelle im Buch erreicht habe. Das war so vorhersehbar.
  • Das der Unbekannte mehr mit Luisa vor hat ist auch offensichtlich, sonst hätte er sie schon mehrfach umbringen können. Im Prinzip sagt Alator das Endergebnis ziemlich gut voraus.
  • Wie soll denn der Plan gewesen sein um den Unbekannten von seinen Taten abzuhalten? Luisa begibt sich vollkommen hilflos in die Hände des unbekannten, der lässt James frei und danach nimmt ihn fest? Wohl kaum. Warum erschießt Elly ihn nicht einfach?
  • Der Sabotageakt auf den Jet lt. Beschreibung und der weitere Verlauf ist nicht nachvollziehbar. Alator ist bewusstlos und Luisa gibt ihm einen schubs in Richtung Wasseroberfläche. Da hätte ihn wohl kaum vor dem Ertrinken bewahrt. Wie erklärt sich das verschwinden von Luisa? Das sie ihr Kind zur Welt bringt ohne jemanden auf sich aufmerksam zu machen mag nachvollziehbar sein, weil sie ihr Kind beschützen will. Wovon sie gelebt hat aber z.B. nicht, denn da sie für tot gehalten wurde, hatte sie keinerlei Zahlungsmittel. Es ist auch unklar wie die Geburt erfolgt sein soll.

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Kulturschock! Au-pair USA [Buch]

Kulturschock! Au-pair USA - Miriam Traut

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Miriam Traut

Titel:

  • Kulturschock! Au-pair USA (190 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Liebe Miriam, … jetzt ist es so weit! Du bist auf dem Weg in die USA. Ein Jahr voller neuer Erfahrungen liegt vor Dir. Damit Du Deine Familie, Deine Verwandten und Deine Freunde nicht vergisst, anbei ein Geschenk. Es soll Dich an uns erinnern. Fotos, damit Du unsere Gesichter in Erinnerung behältst. Adressen, damit Du uns schreiben kannst. Geburtstage, um uns zu gratulieren. Außerdem gibt es Platz für Einträge von neuen Freundschaften, die Du wahrscheinlich knüpfen wirst. Zudem um Partys festzuhalten, die es wohl auch in den USA geben wird. Wir werden Dich vermissen! In Liebe, Clara und Ben

Miriam Traut entscheidet sich nach dem Abi für ein Jahr als Au-pair in die USA zu gehen.  In diesem Buch beschreibt sie ihre Erlebnisse.

Interessant ist das Buch für Leute, die noch nie selbst in den USA waren oder die sich ihre Eindrücke vom ersten USA Besuch mal wieder ins Gedächtnis rufen wollen. Sie beschreibt am Anfang viele Details, die einem beim ersten USA Besuch auffallen. Vieles davon ist für mich mittlerweile normal, weil ich schon ein paar Mal in den USA war. Manches es ist besser als bei uns und manches auch nicht.

Wie heißt es: Andere Länder, andere Sitten.

Die Familie in die Miriam gerät ist ziemlich wohlhabend (Manager und Anwältin) aber auch sehr oberflächlich und lebt in einem Vorort von New York. Das Kind (Cornelius) auf das sie aufpassen muss ist rotzfrech. Die Gastmutter ist der Meinung, dass er mit 4 Jahren Model werden soll. Kinder werden in New York von Geburt an auf Leistung getrimmt, wenn die Familie die Voraussetzungen dafür hat.

Das erste Viertel des Buches werden relativ intensiv die ersten anderthalb Wochen behandelt. Anfangs erscheint alles bestens zu sein. Nachdem das vorherige Au-pair Mädchen nach Deutschland zurückgekehrt ist, gibt Cornelius Miriam die Schuld dafür und erschwert ihr ihre Zeit deutlich.

Mal ehrlich, das wäre keine Option gewesen, unüberlegt alles stehen und liegen zu lassen. Das Beste kommt doch erst am Schluss, heißt es immer. Wer weiß, was ich hier alles verpasst, hätte.

Dabei wird ihr quasi die komplette Aufgabe der Erziehung übertragen. Vom Wecken bis zum ins Bett bringen ist alles was dazwischen liegt und mit Cornelius zu tun hat Miriams Aufgabe.

Dazu kommt, dass nach der anfänglichen Euphorie, die Sprache zum Hindernis wird, weil Miriam nicht so gut in Englisch ist und sie natürlich auch mit etwas Heimweh zu kämpfen hat.

Die Au-pair Freundin, die sie gerade kennengelernt hat, schmeißt nach etwa einem Monat hin, weil sie mit Ihrer Familie nicht zufrieden ist.

Der Ausflug wird zu einem unvergesslichen Erlebnis in meinem Leben. Es lehrt mich, dass man nicht voreilig urteilen sollte. Die eigene Angst zu überwinden, ist zwar eine große Hürde, doch lohnt es sich.

Miriam beißt sich durch.

Im weiteren Verlauf werden immer wieder einzelne Situationen beschrieben. Der gemeinsame Urlaub, das Kennenlernen von neuen Freundinnen, der Besuch von alten Freundinnen oder Verwandten, die Geburtstagsparty.

Man hat den Eindruck, dass Miriam sich abgesehen vom Anfang primär auf die positiven Seiten konzentriert. Zwischendurch klingt immer wieder durch, dass besonders ihre Gastmutter teilweise recht anstrengend war.

Ich versuche, mich abzulenken, indem ich zwischenzeitlich an die gemeinsamen zwei Wochen mit Lisa zurückdenke. Beim Abschied wird einem oftmals erst klar, wie kostbar jeder Moment war.

Hier und da erkennt werden auch kulturelle Unterschiede beschrieben. Und ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, dass es gerade für kleine Kinder alles andere als toll ist, wenn im Jahresrhythmus die Bezugsperson wechselt.

Der Schreibstil ist modern und locker – mir gefällt das.

So ganz viel Au-pair Alltag darf man sich nicht erhoffen. Das Buch hat primär Unterhaltungscharakter.

Fazit:

Das Buch liest sich recht kurzweilig – es ist ja auch nicht besonders lang. Ich fand es recht unterhaltsam.

Für alle, die ihre ersten Eindrücke in den USA auffrischen wollen oder selbst noch nie in den USA waren ist das Buch interessant.

Ich denke, nachdem ich einige Au-pair Berichte aufgeschnappt habe, dass die Erlebnisse von Miriam recht exemplarisch ist. Oft sind die Gasteltern recht wohlhabend und oft ist das Au-pair Erlebnis kein reines Zuckerschlecken. Es ist aber auf jeden Fall ein Abenteuer.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

  • Im Land der Kangaroos
Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

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Ausreisser – Abenteuer Panamericana: In zwei Jahren von Alaska nach Feuerland [Buch]

Ausreisser Abenteuer Panamericana: In zwei Jahren von Alaska nach Feuerland - Michaela Schmitt

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Michaela Schmitt

Titel:

  • Ausreisser – Abenteuer Panamericana: In zwei Jahren von Alaska nach Feuerland (481 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

„Unser Leben ist von Gelegenheiten geprägt.
Auch von den verpassten“

Michaela und Thorben waren schon immer Reisefans. Als Michaela Mutter wurde war eigentlich geplant die großen Reisen ad acta gelegt sind. Die Reiselust war aber größer. So haben sie sich einige Jahre mit Überstunden und dem Rückfahren der Ausgaben vorbereitet und 2015 ging es mit der kleinen Tochter Romy auf die Panamericana. Zwei Jahre von Nordamerika nach Südamerika.

Der Ernst des Lebens ist acht Stunden am Tag mit voller Breitseite zu spüren und die Kindheit wird zu den Akten gelegt. Ich wünschte, dieses Wissen als Kind gehabt zu haben. Wie glücklich ich mich eigentlich hätte schätzen sollen. Beim Reisen fühle ich mich wieder frei. Wie ein Kind, das die Welt um sich herum entdeckt. Eine Welt, die man als Erwachsener längst vergessen hat.

Romy ist zu diesem Zeitpunkt ein Jahr alt.

Im ersten Moment denkt man sich vielleicht wie schrecklich das für ein Kind sein muss die ganze Zeit durch die Gegend zu reisen. Aber andersrum sind beide Eltern für das Kind da. Wo ist das heute schon noch so, wo in der Regel beide Elternteile arbeiten gehen?

Wie sich dann im Buch zeigt, ist es am Anfang wirklich nicht immer einfach, gerade für Romy.

Bereits kurz nach dem Beginn der Tour stellt sich heraus, dass Michaela erneut schwanger ist. Die beiden entschließen sich die Reise fortzusetzen und es einfach auf sich zukommen zu lassen.

Ich bin mit der Handwäsche für vier Personen regelmäßig überfordert und wünsche mir beim Bearbeiten der schmutzigen Kinderkleidung sehnsüchtig meine Waschmaschine zurück. … Doch ich klage nicht. Dazu habe ich kein Recht, weil wir es uns erlauben können, durch solch arme Gegenden zu reisen und nach unserer Rückkehr wieder eine Waschmaschine auf uns wartet, die ich nur befüllen muss.

Die Reise treten sie in ihrem Fahrzeug namens „Frosch“ an (alter Mercedes LKW). Da ich mich gerade mit dem Thema Hiking beschäftige ist es interessant zu sehen, dass man beim Campen ähnliche Probleme hat. Auch beim Campen muss man sich auf das Wesentliche beschränken, wenn auch nicht so radikal wie beim Langstreckenhiken.

Sie beginnen die Tour in New York und von dort in Richtung Panamericana mit einer Tour Quer durch Kanada. Von der Ostküste nach Dawson City auf der Nordwestseite, quer durch Alaska und dann gen Süden nach Vanvoucer. Von da aus folgt die Familie lose der Panamericana, macht aber immer wieder große Abstecher und erkundet die Länder auf der Route. Bereist wird dabei die USA, Mexiko, Belize, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile & Argentinien, Paraguay, Brasilien und Uruguay. Nachdem sie die Panamericana beendet haben, fahren sie noch ein ganzes Stück weiter auf der Ostseite von Südamerika Richtung Norden – 2 Jahre lang.

Nur die Eigenart der Klimaanlage, wie in allen tropischen Ländern auf Blizzard eingestellt, verkraftet sie nicht und ist wenig später erkältet. Da gondelt man durchs verregnete Kanada, fährt bis zum Eismeer, durchquert die Canyons in den USA, verbringt Wochen in der Wüste der Baja California und dem Dschungel Mexikos und wird letztendlich von einer kleinen Maschine in den eigenen vier Wänden niedergestreckt.

Toll ist, dass immer wieder Bilder eingebunden sind. Bei einem derartigen Reisebericht sind die aus meiner Sicht unentbehrlich.

Eine etwas seltsame Einstellung hat Michaela zu anderen Touristen (und nichts anderes ist Sie). Öfter mal hat man den Eindruck, dass sie von vielen Touristen angewidert ist und ihren eigenen Reiseweg für viel besser hält. Wenn jeder so wie die Familie mit dem Wohnmobil hinreisen würde, wäre das  nicht besser als eine Reisegruppe, die per Bus kommt. Für die Umwelt wäre am besten, wenn wir die Reisere einfach lassen würden oder zumindest keine Flugzeuge benutzen. Da fliegen aber viel zu günstig ist, sieht es nicht danach aus…

Natürlich freut sich jeder, wenn die Touristenmassen nicht gerade da sind, wo man selber ist, aber besser oder wichtiger als die anderen Reisenden braucht man sich auch nicht fühlen. Witzigerweise habe ich eine vergleichbare Einstellung bei den Thru-Hikern gefunden, die so über die Standardtouristen oder die Tageshiker denken.

Ich sehe an mir herunter und muss feststellen, wie anstößig unsere Kleidung wohl für die oberflächliche Gesellschaft sein mag, und wie uninteressant sie für uns selber geworden ist. Mittlerweile erfüllt nur noch ihre wahren Zwecke: Wärmen und Schützen. An Löchern, farblichen Unstimmigkeiten oder eingebrannten Flecken stören wir uns schon lange nicht mehr.

Interessant finde ich die vielen Begegnungen mit anderen temporären oder Vollzeitaussteigern. Wenn man mal darüber nachdenkt ist der Ansatz wirklich nicht schlecht: Wer weiß schon, ob man in 10 oder 20 Jahren noch Reisen kann und will oder nicht vorher erkrankt. Leben muss man heute und wenn man Reisen möchte, muss man das heute tun und nicht in 20 Jahren. Offenbar sehen das mehr Menschen so, als ich das vermutet hätte.

So handelt das Buch natürlich vom Reisen aber auch davon mutig zu sein, entgegen aller Konventionen zu handeln und einfach das Leben zu Leben auf das man Lust hat. Natürlich riskieren die beiden, dass sie später nur noch schlecht einen Job finden oder vielleicht auch einen schlechter bezahlten oder anderen Job machen zu müssen. Sie leben aber beide im heute und geben die Sicherheiten auf. Natürlich fehlen die Jahre bei der Rente. Aber mal ehrlich: Ich hab keine Ahnung, ob ich von der Rente noch leben kann, wenn ich mal im Rentenalter bin.

Kein Land war so anstrengend zu bereisen und hat uns so viel abverlangt. Und trotzdem leuchten unsere Augen auf, das Herz hüpft vor Freude, wenn wir an die vergangenen Wochen zurückdenken. Bolivien ist ein Abenteuerland. Eines der letzten echten

Durch die diversen durchreisten Länder erfährt man vom Reichtum (z.B. USA und Kanada) bis zu den ärmlichsten Lebensverhältnissen so ziemlich alles. Es heißt nicht umsonst andere Länger andere Sitten.

Michaela und Thorben müssen sich zwangsweise auf das wesentliche konzentrieren. Der Platz im Laster ist begrenzt. Es ist erstaunlich mit wie wenig man auskommt, wenn man all die Gewohnten Dinge nicht zur Verfügung hat.

Viele Dinge unseres Alltags sind eigentlich unnütz und teilweise sogar hinderlich. Hochhackige Schuhe? Braucht kein Mensch? Kosmetik? Überflüssig, Anzüge, Krawatten und Business Dress? Braucht auch keiner.

Je nach Ländern und Kontinenten unterscheiden sich die Vorlieben der Kinder und dementsprechend ist das Angebot in den Geschäften sehr unterschiedlich. Sind es in Europa niedliche Tiere wie Hund, Pferd und Katze, wird in Südamerika gerne mit den heimischen Exemplaren gespielt. So zählen einige kleine und große Gummispinnen zu unserem Bestand, maßstabs- und originalgetreu. Nachdem sich dazwischen ein achtbeiniges Spinnentier als recht lebendig entpuppt hat, ist es endgültig an der Zeit, für den restlichen Aufenthalt im Regenwald auszusortieren.

Diese Erfahrung machen Hiker, Langstreckensegler und Leute, die wie Michaela und Thorben als sogenannte Overlander durch die Welt fahren. Wenn die Thor Heyerdahl auf großer Fahrt ist, dann interessiert nach ein paar Tagen oder Wochen niemanden mehr wie die Klamotten aussehen oder ob man etwas unangenehm riecht.

Darauf kommt es nicht an.

Sehr interessant finde ich auch, dass am Ende des Buches die Kosten angegeben sind. Logischerweise ist die Art zu Reisen deutlich günstiger als die Standardurlaubstour, bei der allein die Flugkosten überproportional ins Gewicht fallen und teure Hotels, ein Bus oder ein Mietwagen evtl. ein Reiseleiter usw. bezahlt werden wollen. Günstig ist es aber auch nicht gerade. Allerdings sind die Entfernungen ja auch nicht gerade gering.

Fazit

Ich finde es toll, wenn jemand sein Ding entgegen aller vorgefertigten Meinungen durchzieht. Das ist Buch eine Reisereportage in epischer Länge. Teilweise hat das Buch aber auch beim Lesen seine Längen, daher ist mir die Bewertung auch nicht so leicht gefallen. Zum Glück sind aber auch relativ viele Bilder enthalten, damit man sich etwas mehr unter den Beschreibungen vorstellen kann.

Herzhaft beiße ich in eine nach Fisch riechende, trockene schwarze Gurke, setze mein höflichstes Lächeln auf und verschwinde zur Brüstung, um die Spezialität dahin zu befördern, wo sie hergekommen ist.

Man bekommt als Leser auch eine ganze Reihe Denkanstöße mit auf den Weg, die das Leben in Frage stellen was die meisten von uns führen (Schule, Studium, Arbeiten, 1 oder 2 Mal im Jahr in Urlaub fahren (wenn man es sich leisten kann) und vielleicht noch Kinder + Haus, wenn es gut läuft. Die Prozedur dann bis zur Rente). Es zeigt sich auch in diesem Buch, dass Glück in erster Linie nicht mit viel Geld zu tun hat.

Die Familie bereitet sich nach dem Bucherfolg, dass sie nach der beendeten Tour veröffentlicht haben,  auf die nächste Langstreckentour vor. Die Seidenstraße.

Und plötzlich ist alles ein letztes Mal. Das letzte Mal einen Supermarkt suchen, ein letztes Mal die Wäsche waschen. Das letzte Mal den Motor anlassen und die letzte Etappe in Südamerika fahren.

Wenn ihr an weiteren Infos interessiert seid, dann könnt ihr die Homepage anschauen – dort findet ihr übrigens einen Blog, der noch detaillierter ist als das Buch: https://hippie-trail.de/

Wenn ich mir etwas für den nächsten Teil wünschen darf. Noch etwas mehr individuelle Begegnungen, Gespräche, landesspezifische Besonderheiten oder individuelle Erlebnisse. Von mir aus auch Alltagssituationen. Vieles was für Michaela und Thorben Alltag war, ist für uns alles andere als das.

Bewertung:

3,5/5

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

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Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie

Pollen paints the glassy surface of Wanda Lake on a clear, brilliant July day. Photo by: Melody Shah

Achtung, es folgt große Tabelle, lasst euch nicht davon erschlagen. Man erkennt an der Tabelle aber ganz gut, warum einige auch von einer logistischen Leistung sprechen und der Trail auch was für Planer ist.

Man darf nicht vergessen, dass die Folgende Tabelle eine Planung für gut 5 Monate enthält. Wenn ihr sämtliche Einkäufe von 5 Monaten vorher planen würdet, käme ja auch einiges zusammen. Das sieht also viel schlimmer aus als es ist.

Ich versuche die diversen Farben und Informationen in der Tabelle nach und nach zu erklären. Fühlt sich gerade noch jemand an Geld oder Liebe mit Jürgen von der Lippe erinnerst? Nein? Ok, dann seid ihr nicht alt genug oder habt das nie geschaut. 😉

Die Spalte Location steht – logisch – für den den Ort an dem man sich befindet.

Die Spalte Trail Miles distance gibt die Position auf dem Trail wieder. Zusätzlich ist die Spalte in dem Bereich gelb markiert, in dem einen Bärenkanister benötigt (zum Thema Ausrüstung siehe auch hier). Das ist ein Kanister, in dem Essen und Nahrung bärensicher untergebracht sind.

Trail km distance gibt die vorherige Spalte in km wieder. Zusätzlich ist die Spalte gelb markiert in Bereichen in denen man mit Ungeziefer rechnen muss. Das bedeutet mindestens ein Kopfnetz dabei haben und Deet. Zusätzlich ist lange Kleidung, am besten auch gegen Ungeziefer behandelt, hilfreich. Unter Ungeziefer fallen alle Insekten, die einen attackieren. Von Mücken, über Fliegen (nicht die harmlosen wie bei uns) über Zecken. Orange sind bereiche, in denen das Ungeziefer noch lästiger ist.

Die Distance from Last Resupply bezieht sich auf die Spalte Tage Essen. Immer wenn dort eine Zahl steht, ist das die Essensmenge in Tagen, die an dem Ort mitgenommen wird. Zusätzlich ist die Spalte türkis markiert in den Bereichen in den oft Mikrospikes, Crampons oder eine Eisaxt benötigt werden. Zum Essen kann man auf den ersten paar hundert Kilometern bis zu 7l Wasser und das Basisgewicht addieren. Da sind spielend 15-20kg zusammen. Später auf dem Trail kommt man dann oft auch mit 2l Wasser aus.

Die rote Markierung in der Spalte distance from trail bedeutet, dass man sich dort keine bounce box – also eine Box hinschicken sollte, in der man Nachschub wie Zeltheringe, Socken, Sonnencreme, Zahnpasta usw. hat. Also alles Dinge, die man nicht täglich benötigt. Diese Box öffnet man, legt etwas hinein, entnimmt etwas und schickt sie dann weiter. An den rot markierten Stellen ist der Versand nicht möglich. Wo ich die Bounce Box eingeplant habe erkennt man an den braunen Markierungen im Bereich Gas.

In Warner Springs wird z.B. Essen für 4,5 Tage mitgenommen. Die Spalte M(ail) / B(uy) bedeutet, dass im Falle von B(uy) vor Ort Essen gekauft wird. M(ail) bedeutet, dass das Angebot vor Ort zu eingeschränkt ist oder das Essen einfach sehr teuer ist und man sich vorher ein Paket an die Stelle schicken muss. Die Maildrops sind grün eingefärbt. Das Packen und Verschicken von den Paketen erfolgt immer dann, wenn in der Spalte Location die Hintergrundfarbe hellgrün ist. In Camp packt man z.B. alle Pakete für M1 Maildrops – d.h. für Warner Springs und Kennedy Meadows. Wenn in der Spalte zwar M(ail) / B(uy) steht aber dahinter keine Tage, dann habe ich dort keinen Resupply geplant, M(ail) / B(uy) ist aber die Empfehlung von anderen Hikern.

Die Spalte Distance vom Trail gibt an wie weit vom Trail weg der Resupply Point ist. Oft muss man per Anhalter fahren, weil die Entfernungen einfach zu groß zum laufen sind. Zumal man auf dem Trail viel Weicher läuft als auf einer Straße und auch die Schuhe keine Schuhe sind, die für Straßen gedacht sind.

Gas bedeutet, dass man Gaskanister für den Kocher bekommt. Bei Supermarkt bedeutet das große X einen echten Supermarkt (roter Hintergrund), das kleine x mit orangem Hintergrund einen mittelgroßen Laden und das kleine x in schwarz einen kleinen Laden.

Outdoor bedeutet, dass es dort einen Laden für Hikernachausrüstung gibt, in dem man z.B. Schuhe oder andere Ausrüstungsteile nachkaufen kann.

Laundry bedeutet, dass man dort die Wäsche reinigen kann. Shower bedeutet, dass man dort Duschen kann und ATM, dass es einen Geldautomaten gibt. Klammern bedeuten jeweils Eingschränkungen (z.B. nur für zahlende Gäste oder vergleichbar).

Der Grobzeitverlauf gibt an wann man in etwa wo sein muss, damit man den PCT in einem Thru-Hike bewältigen kann, bevor es zu kalt wird. Man erkennt also, wenn man nicht gerade in Rekordgeschwindigkeit den PCT angeht (um die 60 Tage sind möglich, wenn man WIRKLICH fit und den PCT schon mal gelaufen ist), dann ist das Zeitfenster relativ knapp. Die Eckdaten sind:  Die Sierras sind erst im Bereich von Anfang oder besser Mitte Juni zu überqueren, weil dort sonst auf den Pässen viel Schnee liegt. Desto mehr Schnee bereits getaut ist, desto mehr Wasser gibt es in den Flüssen, die man Queren muss (Queren bedeutet, dass man durch den Fluss laufen muss – das kann je nach Strömung anspruchsvoll bis gefährlich sein). Zusätzlich nehmen dann die Mücken deutlich zu. Wenn man zu Spät ankommt, dann liegt Schnee. Ende September schon nicht mehr sicher, dass man den Trail beenden kann.

Zero bedeutet einen Ruhetag einlegen – also so etwas wie Wochenende. Nur das man als Hiker an diesen Tagen oft sehr beschäftigt ist, um Nahrung und Ausrüstung für den weiteren Weg zu Organisieren. Da ich gerade dabei bin: Ein Nero ist ein near zero also ein Tag an dem man sehr wenig läuft. In der Spalte Zero sind grün markiert die Orte, an denen mehr als >30% der Hiker eine Pause einlegen. Gelb markiert sind die Orte, an denen 10-<=30% der Hiker eine Pause eingelegt haben.

Wie ihr an der Gesamtsumme der Essenstage, an dem Grobzeitverlauf und an den Zeros erkennt, geht das nicht ganz auf. Man muss sich aber eh bewusst machen, dass so ein Plan als Vorbereitung sehr hilfreich ist, aber es auf dem Trail Massenhaft gründe geben kann davon abzuweichen. Es geht einem nicht gut. Man muss sich ausruhen. Man hiked gerade in einer Gruppe mit der man sich gut versteht usw. Daher ist ein Plan nur als sehr grober Rahmen zu verstehen. Der Vorteil, wenn man so einen Plan erstellt ist aber, dass man sich mit dem Thema beschäftigt und danach deutlich besser einordnen kann was einen erwartet.

Die Strategie ist übrigens nicht meine Idee. Ich habe mehrere Quellen genutzt und das daraus abgemischt was ihr hier seht. Es gibt auch nicht DIE richtige Strategie. Jeder Hike ist anders. Wichtig ist nur, dass man nicht irgendwo im nirgendwo ohne Essen und Nahrung steht und noch 50km laufen muss.

LocationTrail Miles
distance
Trail km distanceDistance from
last Resupply
distance from
trail
GasSuperm.Outd.LaundryShowerATMMail
Buy
Tage
Essen
GrobzeitverlaufZero
Campo1,421.40xxxB1,521. Apr
Lake Maurena20200xxxxB1,522. Apr
Mt Laguna41,56721,50,4xxxB2,523. Apr1,0
Julian7712413xxxB
Warner Springs109,517632,51,2xxM14,526. Apr1,0
Paradise Cafe151,92441M
Idyllwild (Pines-to-Palms Hwy)151,924419B
Idyllwild (Devil’s Slide Trail)179,428969,92,6xxx(x)xxB501. Mai1,0
Cabazon209,53374,5
Big Bear City (Highway 18)266,142886,75xXxxB4,507. Mai1,0
Cajon Pass34255075,90,4xB1,5
Wrightwood (Acorn Trail)363,458521,43,6xXx(x)xxB4,513. Mai
Wrightwood (Highway 2)369,45945,5B
Agua Dulce / The Saufleys454,573191,10x(x)(x)xxxB1,519. Mai1,0
The Andersons478769
Lake Hughes485,778231,22,3xxB4,5
Hikertown Hostel517,68330.25xxM
Tehachapi – Tehachapi Willow Springs Road558,58999xXxxxB24. Mai
Mojave – Highway 58566,591280,811xXxxB7,51,0
Onyx652104917x
Kennedy Meadows702,21130135,70,7xxxxxM26,501. Jun1,0
Lone Pine  (Trail Pass)745,3119920xxxxxx
Independence – Kearsage Pass788,9127013xxx(x)xx
Bishop – Kearsage Pass788,91270103,755xXxxxxB509. Jun1,0
Muir Trail Ranch857,713801.5x
Vermillion Valley Resort878,8141489,95xxxxM21,516. Jun
Mammoth Lakes906,7145927,98 (Bus)xXxxxxB218. Jun1,0
Tuolumne Meadows942,5151735,80xx(x)B421. Jun
Lee Vining1019,2164057xxxxx
Kennedy Mdw (Sonora Pass Hwy 108)1016,9163774,411xxxxM3425. Jun
Sonora Pass Resupply1019,716410
Echo Lake Resort1092,317580xB
South Lake Tahoe1092,3175875,49xXxxxxB330. Jun
Soda Springs1153,418563,4x(x)xB
Truckee1153,4185661,18xXxxx204. Jun
Sierra City1195,41924421.5xxxxM34,506. Jul1,0
Quincy1267,1203912XxxxxB
Belden1286,8207191,4xxxxM34,510. Jul
Chester1331,321438xxxxB
Drakesbad Guest Ranch1349,721720.5x
Hat Creek (Old Station PO)1373,4221086,60,4xxxB215. Jul
Burney1411,3227137,97XxxB4,518. Jul1,0
Burney Falls State Park14192284xM
Mt Shasta1501,2241689,912xXxxxB4,5
Dunsmuir1501,224164,5xxx21. Jul1,0
Castella1501,224162,5xxx
Etna1599,7257498,510,4xxxxB4,526. Jul1,0
Seiad Valley1655,9266556,20xxxxB330. Jul
Callahans1718,727661xxM
Ashland1718,7276662,813xXxxxB503. Aug1,5
Green Springs Inn1735,427931,8
Hyatt Lake Resort1742,728051,4x
Fish Lake Resort1773,428541.25xx
Crater Lake P.O.1820,92930102,24M4408. Aug
Mazama Village Store – Crater Lake1820,929300,8xxxxx
Shelter Cove Resort1906,6306885,71,4xxxxM4412. Aug1,0
Elk Lake Resort1952,631421x
Sisters Mc Kenzie Pass1983,8319315xXxxxxB
Bend Mc Kenzie Pass1983,8319337xXxxxB
Big Lake Youth Camp1995,1321188,50,7xM44,516. Aug
Olallie Lake2066,233250x
Timberline Lodge20973375101,90(x)xxM42,5
Cascade Locks2146,9345549,90xxxxxB423. Aug1,0
Trout Lake2228,935878213x(x)xM53
White Pass2294,93693660.5xxxxM54,531. Aug1,0
Snoqualmie Pass2393,1385198,20,3x(x)xM5305. Sep1,0
Stevens Pass / Skykomish2464,139667116xxM5510. Sep
Dinsmores2461,1396124xx
Stehekin2571,94139107,811,1 BusxxxM54,515. Sep1,0
Manning Park, BC, Canada2661,4428389,50,9xxxx20. Sep
138,520

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail  Teil 4  Nahrung

Quellen:

 

Yogi’s Pacific Crest Trail Handbook 2018-2019 [Buch]

Yogi's Pacific Crest Trail Handbook 2018 - 2019 - Jackie McDonnell

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jackie McDonnell

Titel:

  • Yogi’s Pacific Crest Trail Handbook 2018-2019 (438 Seiten)

Gelesenes Format:

Taschenbuch

Rezension und Inhalt:

Once snow starts melting, it melts FAST. The longer you can put off your Kennedy Meadows date, the better the snow situation will be. Of course, you’ll have more mosquitos and deeper crossings. Pick your poision. Aren’t choices great?

Das Buch ist eine Sammlung von Tipps und Hinweisen von mehreren extrem Thru-Hikern, die teilweise mehrfach die großen Trails (Appalachian Trail, Pacific Crest Trail und Continental Divide Trail) gelaufen sind. Die Hauptautorin und Namensgeberin hat 3,5x den Pacific Crest Trail, 2x den Appalachian Trail und 2x den Continental Divide Trail gelaufen. D.h. sie hat rund 20.000 Meilen hiking hinter sich. Die anderen Hiker, die im Buch zu Wort kommen liegen bei bis zu 50.000 Meilen gehikt.

Weite Teile des Buches sind recht allgemein gehalten und gelten ganz generell für Thru-Hiking. Neben dem allgemeinen Teil gibt es eine ganze Menge spezifische Informationen für den Pacific Crest Trail. Das reicht von Karten über Adressen für Resupply (wo kann man was kaufen, wo kann man Pakete hinschicken, wen kann man vor Ort ansprechen – Stichwort Trail Angel also freiwillige Helfer vor Ort).

Do not view this trip as a walk from Mexiko to Canada. That’s LONG way. Looking at he big picture can be overwhelming, especially when you’re in Mojave, it’s hot, you’re carrying six liters of water, you feel like you’ve been on the trail forever, then you realize that you have TWO THOUSAND more miles to walk. No, no, no. Don’t look at Canada as your goal. If you want to go to Canada, get on a plane and fly there.

Die ersten 150 Seiten sind überwiegend allgemeine Tipps. Der zweite Teil des Buches behandelt dann die “Städte” auf dem Trail mit Stadtkarten zu jeder Stadt, Adressen, Läden, Poststellen usw. – im Prinzip alles was man als Hiker benötigt. Der Zweite Teil ist so gestaltet, dass sich das Buch quasi Blockweise zerlegen lässt (ja, man soll das Buch wirklich zerstören 🙂 ). D.h. man trägt immer nur den Teil bei sich, den man gerade benötigt.

Da Yogi auch einen eigenen Outdoorladen aufgemacht hat, wird man auch mit einiger (schleich) Werbung konfrontiert. Die Qualität des Buches leidet darunter aber meiner Meinung nach nicht. Generell muss man sich darauf einstellen, dass im Buch primär US amerikanische Produkte genannt werden. Das macht aber auch durchaus sinn, weil man am besten mit Produkten loszieht, die sich in den USA ersetzen / reparieren lassen. Es kann auch nicht schaden, wenn die Mithiker Erfahrung mit den Produkten haben.

Das Buch besteht aus über 430 ziemlich klein beschriebenen Seiten – also wirklich einer Menge an Informationen!

If you’re considering quitting your hike, wait a week. Then re-think your decision. The PCT is an incredible trail. Every difficult situation is followed by something great. The scenery alone is enough to keep you amazed day after day after day.

Am Anfang werden die Autoren vorgestellt einschließlich deren Errungenschaften als Hiker. Dann folgt eine ganze Reihe von Links von Shops, Hintergrundinfos jeglicher Art, Videos, Tipps usw.

Es wird auch thematisiert, ob man eher Nordsüd oder andersrum hiken sollte und zu welcher Jahreszeit welche Variante empfehlenswert ist und welche Zeitfenster für den Hike bestehen.

Aus das Thema Essen auf dem Trail wird behandelt. Das ist für die Motivation nicht unwesentlich. Und da ein Thru-Hiker mehr Kalorien verbrennt als quasi jeder andere Sportler (4000-6000 pro Tag über einen Zeit raum von 130 Tagen), ist es ganz wesentlich, dass man die Kalorien mit dem Essen wieder zugeführt bekommt. Wenn das nicht gelingt ist der Hike schneller vorbei als einem lieb ist, zumindest wenn man keine Reserven hat.

Auch auf die “Sehenswürdigkeiten wird eingegangen und die unterschiedlichen Regionen entlang des Trails.

Es ist übrigens inspirierend Leuten “zuzuhören”, die 50.000 Meilen gehikt sind und die Lieber dafür noch immer nicht verloren haben. Für mich sind die grob 2500 Meilen des PCT schon mehr oder weniger nicht vorstellbar (wer ist schon ansatzweise so weit gelaufen am Stück). Aber 20.000 oder 50.000 Meilen? Wahnsinn im positiven Sinne.

Fazit:

When you go to bed at night on the trail, think about where you woke up yesterday morning. Think about how many miles, how many passes, how many ridges, how many fords, how many friends, how many conversations about everything and absolutely nothing, how many beautiful views happened in those two days. You’ll experience more in two days on the trail than in an entire month at home. THAT’s why we hike Pacific Crest Trail.

Das Buch ist eine tolle Sammlung von Tipps und Hinweisen für alle die Thru-Hike Interessiert sind oder den PCT selber wandern wollen. Man findet die Informationen auch fast alle im Internet. Der Rechercheaufwand ist aber viel größer.

Gerade der erste Teil des Buches gestaltet sich teilweise auch recht unterhaltsam. Ich musste an einigen Stellen lachen. Das schaffen einige Unterhaltungsbücher nicht.

Schade finde ich, dass es kein eBook gibt. Da das Buch nur über die Webseite von Yogi zu beziehen ist, ist es sehr teuer. Offenbar fehlt auch die Erfahrung mit dem Zoll. Ich habe schon länger keine Bestellung mehr aus dem Ausland bekommen, bei der versäumt wurde, die Rechnung außen anzubringen.

Das sorgt dann dafür, dass man das Buch selbst beim Zoll abholen muss. Somit ist man dann ruck zuck bei 100€ Kosten.

Bewertung:

4/5 (-0,5 weil gerade bei einem derartigen Buch eine eBook Ausgabe sinnvoll wäre)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

[collapse]

The Equalizer 2 [Film]

@ Sony Pictures

Originaltitel:

The Equalizer 2

Laufzeit:

121 Minuten

Jahr:

2018

Veröffentlichungsdatum:

16.08.2018

Regisseur:

Antoine Fuqua

Buchgrundlage:

Hauptdarsteller:

Denzel Washington, Pedro Pascal, Bill Pullman, Melissa Leo, Ashton Sanders, Sakina Jaffrey, Jonathan Scarfe, Orson Bean

Rezension und Inhalt:

Der zweite Teil ist an die Geschichte des erstens angelehnt. Nachdem der ex CIA Mann Robert McCall untergetaucht war (er hat seinen Tod vorgetäuscht), konnte er seiner Vergangenheit entkommen, in der er als Auftragskiller für die CIA gearbeitet hat.

Im ersten Teil arbeitet er in einem Baumarkt und als ihm bei zufälligen Begegnungen um ihn Herum Gewalt gegen Wehrlose begegnet, beschließt er einzuschreiten – er wird zum Richter und Henker.

Im zweiten Teil hadert Robert noch immer mit dem Tod seiner Frau. Seine Freundin und Mentorin, die noch immer bei der CIA arbeitet wird ins Ausland abberufen, wo ein CIA Agent getötet wurde.

Der Mord erweckt auf den ersten Blick den Eindruck als wen er nicht professionell organisiert worden wäre. Roberts Freundin gerät aber schnell selber in die Schusslinie.

Wer steckt dahinter?

Fazit:

Das ist klassische Action wie im ersten Teil. Robert ist der Übertyp, der sich mal eben mit einer ganzen Einheit anlegt, die ausgebildet ist wie er. Aber wer Realismus sucht, ist in anderen Filmen besser aufgehoben. Hier gibt es mehr vom ersten Teil. 🙂

Das Ende ist absehbar. Wer den ersten Teil gemocht hat, wird auch die Fortsetzung mögen.

Bewertung:

3,5/5

Leselaunen – Suchende, Wächter und Gear

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Aktuelles Buch?

Aktuell lese ich an dem zweiten Teil der Sin und Miriam Serie. Die Serie sticht ganz angenehm aus den klassischen “Bad Boy” und “sie bekommen sich erst nach drei bis fünf Teilen Serien” heraus. Die Protagonisten, sind erfolgreich, haben genug Geld, sind hübsch (also man nicht so klassisch mit schüchternen und gefühlt hässlichen Entleins oder Enterichs mit geringem Selbstbewusstsein, die dann auf die große Liebe stoßen, die meist hübsch uns selbstsicher ist). Die Geschichte ist spannend und spielt in der Realwelt mit Fantasieelementen angereichert. Ich bin gespannt wie die Serie weitergeht. Die großen Liebesdramen bleiben aber bisher aus. Wer die mag, wird die Serie evtl. nicht so toll finden. Ich mag die Serie bisher so wie es ist sehr gerne.

Mehr gibt’s auch nicht zu berichten, weil ich diese Woche schon wieder viel zu viel zum Thema Pacific Crest Trail, Ausrüstung und Resupply recherchiert habe.

Momentane Lesestimmung

Bezogen auf Bücher war es definitiv zu wenig diese Woche. Insgesamt ist die Lesestimmung nach wie vor gut. Dummerweise hat der Tag nur 24h.

Zitat der Woche:

»Manche Dinge sind für einen so natürlich, dass man erst bei ihrem Verschwinden realisiert, dass man eigentlich keine Ahnung davon gehabt hat.« – Die Geschichte von Sin und Miriam – Der Wächter – Sabine Schulter

Und sonst so?

Wie oben bereits geschrieben hat mich das PCT Thema auch diese Woche nicht los gelassen. Ich habe eine Luftmatratze probegeschlafen, die keine 350 Gramm wiegt. Darauf schläft es sich ganz ok. Den Vergleich zu einem Bett und einer guten Matratze hält sie natürlich nicht stand aber das ist ja bei ca. 6cm Dicke auch kaum zu erwarten.

Die habe ich mir jetzt auch noch mal eine Nummer größer bestellt – 50cm sind schon echt schmal. Versucht mal die ganze Nacht mit 50cm Breite auszukommen und nicht den Boden zu berühren (wobei es im Beinbereich aufgrund der Mumienform noch mal weniger breit ist). Die nächsten Gegenstände sind nun Schlafsack und Rucksack.

Meinen Hintergrundbereicht zum Thema PCT Ausrüstung oder ganz generell Ausrüstung für Ultraleicht Hiking mit Übernachtung im Zelt habe ich nun auch geschrieben. Mindestens für den Resupply werde ich auch noch einen Beitrag schreiben.

Wie ihr seht wird aus der Hintergrundrecherche gerade mehr. Ob das nun in einem Thru-Hike (den ganzen Trail in einer Saison) oder einem mehrwöchigen Section Hike endet (einen Teilabschnitt des Trails im Urlaub laufen) – mal sehen. 😉

Ansonsten habe ich auch Kontakt zu einer Person aufgenommen, die den PCT im letzten Jahr gelaufen ist (annähernd Thru-Hike). Der Austausch war sehr nett und ebenso hilfreich. Wie heißt es so schön “the trail provides”. Das trifft auch hier mal wieder zu.

Mithilfe dieser Person habe ich dann auch eine Resupplystrategie erstellt. Das ist eine Liste wo man Nahrung kaufen kann, für welche Anzahl von Tagen man wo Nahrung kaufen muss, wo man Gas für den Kocher bekommt, wo es Ausrüstungsläden gibt (für den Nachkauf von Ausrüstung, die defekt ist) und in welche Orte man sich Naschubpakete hinschicken will.

Ob man sich dann wirklich daran hält ist eine andere Frage aber planen schadet ja nicht.

Ansonsten mache ich in kürze vielleicht eine Geschäftsreise (ganz sicher ist es noch nicht), die mich ganz in die Nähe des Trails bringt (nach Los Angeles) aber Zeit zum Trail zu kommen werde ich keine haben. Wie das Leben manchmal so spielt.

Ansonsten habe ich vorgestern noch neuen VPS (Virtual Private Server) bestellt, den ich nun gerade einrichte. Ich hatte früher einen VPS auf Windows Basis. Da der für diesen Blog hier viel zu langsam wurde, habe ich mir dann versuchsweise einen VPS auf Linux Basis bestellt auf den ich aber nur diesen Blog umgezogen habe.

Das war zwar anfangs mit einer recht aufwendigen Einarbeitung verbunden aber nun wollte ich auch den Rest meiner Domains (primär privater Natur) umzuziehen. Dementsprechend habe ich jetzt einen zweiten VPS mit Plesk als Managementsoftware, der deutlich kleiner ist als der für diesen Blog (der VPS hier ist vom Speicherplatz deutlich größer ausgelegt, weil ich ihn auch für Backups von meinem lokalen Rechner nutze). Vielleicht zieht dieser Blog dann auch noch auf den anderen VPS um, damit ich den einen nur noch für Backups nutzen kann. Mal sehen. Im Optimalfall merkt ihr von einem evtl. Umzug wenig bis nichts.

Dummerweise hatte ich vorher nicht recherchiert, dass Plesk zwar den Umzug von Windows zu Windows und Linux zu Linux unterstützt aber nicht plattformübergreifend. Somit habe ich nun deutlich mehr Arbeit als ich das geplant hatte. Wie war das: Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche. 🙁

Nun wisst ihr auch, warum ich nicht wirklich viel zum Lesen gekommen bin.

Weitere Leselaunen:

∗ Feuerwerksgefühle bei Sarah Ricchizzi ∗ Wochenrückblick bei Season of Books ∗ Überraschungsparty bei Beccas Leselichtung ∗ Von erhebenden Büchern (und Treppen) bei Friedelchens Bücherstube ∗ Das Motivationsloch und noch ein Marathon bei The Book Dynasty ∗ Birthday Girl bei Miss Hanami’s Book Dreams ∗ Besuch von Lisas Bl0g bei ChaosMariechen ∗ Zwischen Feierlaune und Pferdehimmel bei Ein Palast aus 1000 Seiten ∗ Eine Sorgen- und lesereiche Woche bei Nightingale’s Blog ∗ Eine Woche voller Comics bei Letterheart ∗ Von blauen Edelsteinen, schwedischen Möbeln und der Liebe zu Büchern bei Lucinda im Wunderland ∗ Wochenrückblick bei Life4Books ∗ Why did it have to be me? bei Reading Penguin ∗ Extrem viel Post, hoppla bei Umivankebookie ∗ Urlaub und Sonnenschein bei Tiefseezeilen ∗ Leselaunen bei Nenaties Bücherwelt ∗ Wohnungssuche und Festival bei Seele’s Welt ∗ Sinnkrise 2.irgendwas bei Schwarzbuntgestreift ∗ Bengalos im Saarland bei glimrende ∗ Familytime! bei Thebook_wasbetter ∗

Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung

Fire Creek Pass on the Pacific Crest Trail. Photo by Ed Pabor.

Ich hatte ja bereits angekündigt oder angedroht, dass es noch mindestens einen weiteren Beitrag zum Thema Thru-hike bzw. Pacific Crest Trial PCT gibt (aktuell sieht es aber aus, als wenn es noch mehr werden). Ich habe mir angesehen welche Ausrüstung man  mitnimmt auf einen derartigen Trail. Als Quelle dafür haben mir diverse Ausrüstunglisten von Leuten gedient, die den PCT gewandert sind und es gibt auch Zusammenfassungen, die im Rahmen von Umfragen von PCT Wanderern erhoben werden, welche Ausrüstungsgegenstände am beliebtesten waren und wie zufrieden die Leute damit waren.

Obwohl man nach einigen Tagen aussieht wie ein Obdachloser und auch so riecht (das nennt sich dann Hiker Trash), hat man durchaus Hightech Ausrüstung dabei.

Da ich im Beitrag diverse Markennamen verwende kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung, auch wenn das faktisch nicht zutrifft.

Was ist das Ziel?

Die besagten 30kg, die Cheryl Strayed in Der große Trip am Anfang auf dem Rücken hatte, sind totaler Overkill. Aber auch heute ist das Gewicht noch hoch genug. Das sogenannte Basisgewicht (also das Gewicht ohne getragene Kleidung und Verbrauchsgüter wie Wasser, Essen, Brennstoff, usw.) soll dabei möglichst minimiert werden. Die meisten Leute wandern heute mit einem Basisgewicht irgendwo im Bereich zwischen 5 und 9kg. Die Mehrzahl der erfolgreichen Thru-Hiker liegt bei einem Gewicht von <=7kg. Meine Aufstellung unten ist auf ca. 7kg ausgelegt. Wenn man noch sparsamer ist, kommt man auf ca. 5kg.

Im Selbstversuch?

Da ich mir durchaus vorstellen kann, einen derartigen Trip selber zu machen habe ich mir die Frage konkreter gestellt und mich gefragt was ich mitnehmen würde und wie schwer mein Rucksack mit der Ausrüstung ist.

Vielleicht interessiert ihr euch nicht die Bohne dafür selbst mal zu über längere Strecken ohne Hotel zu Hiken aber evtl. ist es trotzdem einfach mal ganz interessant sprichwörtlich am Wegesrand zu stehen und zu beobachten was ein Thru-Hiker heute so dabei hat.

Alle unten aufgeführten Produkte lassen sich natürlich durch Produkte anderer Hersteller ersetzen. Teilweise baut die Ausrüstung aber aufeinander auf. Ein Zelt, dass mit Hiking Stöcken aufgebaut wird, lässt sich nicht ohne errichten usw.

Die großen vierBezeichnungGewichtPreisOptional
ZeltZpacks Duplex539550
8 HeringeZpacks  6.5 inch Titanium V Stakes8825
SchlafsackCumulus X-LITE 400 M + hydrophobic down + Pertex Quantum Pro615452
RucksackZpacks Arc Haul Backpack (62L)680275
Rucksack AddonV-Top Strap1410
Rucksack Addon2x Belt Pouche4245
Rucksack Addon2x Shoulder Pouche2845
Rucksack AddonIce Axe Loops310
MatratzeExped Synmat HL Winter M503160
Isomatte 3mm (Schutz für Matratze)Gossamer Gear 1/8″9020
KopfkissenieGeek Camping Kissen8312
Hygiene
ZahnpastaMeridol 5×2025
1x Zahnbürste20
Nagelklipser25
Nosporin
Handdesinfektion (Handsanitizer)Purell / baby wipes50
Toilettenpapier50
Sonnencreme50
Penaten Creme oder vergleichbar25
Schaufel für ToilettengangTheTentLab The Deuce® Original1725,5
Labello10
Zahnseide10
Gesundheit
Anti Zecken KarteRNK Zeckenkarte Safecard53,75
Erste Hilfe MinisetHighlander First Aid Dressing Wipes Bandage Scissors Mini Pack5012
Blasenpflaster / GelpadsMoleskin / Leukotabe / ?25
BonbonsBalneo502,5Optional
MagentablettenRennie35
MagentablettenOmeprazol40
Nasentropfen20Optional
Gegengift Poison OakZanfel
Augensalbe25
Augentropfen25
Ibutabletten25
Elektronik
USB Netzteil3xUSB Charger US Anschluss7014,9
SmartphoneiPhone 8148vorhanden
Ladekabel iPhone15vorhanden
PowerbankAnker PowerCore 10000mAh externer Akku, die kleinere und leichtere Powerbank, Extra Kompakt für iPhone X 8 8Plus 7 6s 6Plus, iPad, Samsung Galaxy und Weitere Smartphones(Schwarz)18025,99
GPS + SatellitenmessaginginReach Explorer+213500
Stirnlampe mit BandZebralight H600w Mk IV 18650 XHP35 Neutral White Headlamp10380
Batterie für Stirnlampe1865050vorhanden
Powerbank und Ladegerät + USB Kabel für Stirnlampe20vorhanden
Ohrhörer10vorhanden
KameraSony DSC RX-100 VI3001300Optional
Micro USB Kabel20Optional
Essen + Kochen
KocherMSR Pocket Rocket 27335
Gas1505
TopfEvernew Ultra Light Pot 0.9 L ECA252R11555
Löffelfreigeist Titan Spork I Göffel, Messer-Gabel-Löffel-Kombi2314
TaschenmesserVictorinox Taschenmesser Classic SD2210,9
Bandana (Losen Dreck aus Wasser filtern)Unbekannt Bandana Kopftuch Halstuch Nickituch Biker Tuch Motorad Tuch verschied. Farben Paisley Muster403
Feuerzeug20
Anti Bären KitBear Bagging Kit9650
Wasseraufbereitung
2 Wasserflaschen je 1 oder 1,5LiterSmart Bottles7516,7
Faltbare Flaschen2x Platypus Platy Bottle 2L Gray Neu7515
FilterSAWYER PRODUCTS Sawyer PointONE Squeeze SP129 Wasserfilter mit 2 x 1L, faltbaren Trinkbeutel und Adapter SP1109055
Chemische FilterungMicropur Trinkzubehör3020
Adapter für SchlauchintegrationSawyer Inline Hydration Pack Adaptor1010Optional
TrinkschlauchPlatypus Trinkschlauchkit Drinking Tube Kit, One size, 70454016,9Optional
Kleidung
SonnenbrilleMit Sichtkorrektur20
DaunenjackeMountain Hardwear Ghost Whisperer Hooded Down Jacket – Men’s222225
2 paar SockenDarn Tough Hiker 1/4 Sock Cushion13040
1 paar SockenVertex No Show Tab Ultra-Light – Darn Tough2620
Anti Ungeziefer HemdExofficio BUGSAWAY CORFU L/S18080
Anti Ungeziefer Hose langExofficio BUGSAWAY SANDFLY PANT20080
Kurze HoseIcebreaker COOL-LITE STRIKE LITE SHORTS HERRE12348,96
T ShirtIcebreaker COOL-LITE STRIKE LITE SHORT SLEEVE CREWE HERREN14560
Langarmshirt (Schlafen / Base Layer)Icebreaker MEN’S COOL-LITE SPHERE LONG SLEEVE CREWE12090
UnterhoseExofficio GIVE-N-GO BRIEF7040
Hut (Sonnenschutz)ULTRA ADVENTURE HAT7540
Gaiter (Schutz vor Steinen + Dreck in den Schuhen)Dirty Girl Gaiters3525
MützeZpacks Micro-Fleece Hat2720
Handschuhe (Wärme)Zpacks PossumDown Gloves4020
Handschuhe (Wasserschutz)Zpacks  Vertice Rain Mitts2850
Für CampShamma Sandals Warriors Ultra Grip230120Optional
Hose (Schlafen / Base Layer)Icebreaker Oasis Leggins18075Optional
Schuhe (Trail Runner)La Sportiva Bushido600150
Hiking StöckeBlack Diamond Alpine Carbon Cork490148,26
Regenkleidung
RegenjackeZpacks Vertice Rain Jacket176300
RegenhoseZpacks Vertice Rain Pants105150
Diverses
Permits, Creditkarte, Geld, Stift50
Leertiegel5er Set Leerdose Geltiegel schwarz – 50ml Leertiegel Doppelwandig50
Dryback für DiversesLarge Food Bag4340
Pfeife (hilft nicht gegen Bären)ACME Tornado Slimline No. 636 Pfeife,OrangeOptional
KopfinsektennetzOutdoor Research Spring Ring6017
Repair KitZpacks Sewing Repair Kit w/ Kevlar Thread105
Repair KitZpacks 3″ Circular Adhesive Reinforcement24
Gorilla Tape
68095723,36
Wüsten Equipment:
SchirmZpacks Liteflex Silver Backpacking Umbrella20750
Sierra Equipment:
MikropspikesKahtoola MICROspikes31070
EisaxtCamp Corsa Ice Axe205120
BärenschutzbehälterBearikade The Weekender878250
ggf. Gaiters gegen SchneeCAMP DUO GAITERS23060Optional
Einsparungspotenzial für Minimalisten (Baseweight um 5kg)
Kleidungkeine Unterwäsche, keine Insektenschutzkleidung, 2 paar Socken, keine Campschuhe, keine Schlafhose-925-415
Gesundheitalle Medikamente weg, nur minimales erste Hilfe Set-250-20
ElektronikKamera weg, kleinerer Notsender-430-1350
Die großen 4kleinerer Rucksack und Zelt-200-100
WasseraufbereitungChemische Filter und Schläuche-100-55
-1905-1940

Blau = nicht oder teilweise nicht (z.B. nur 1x bei zwei Stück) im Basisgewicht enthalten

Orange = Optional

Wenn ihr nachrechnet, werdet ihr oben in der Summe nicht genau auf die 6,8kg kommen. Das liegt daran, dass man getragene Kleidung rausrechnet aus dem Basisgewicht. Das sind also die blauen Einträge. Ich war aber relativ zurückhaltend. Einige Hiker rechnen auch die Kamera und die halbe Kleidung als am Körper getragen. Fakt ist: Tragen muss man es am Ende so oder so. Ob man sich das Basisgewicht schön rechnet oder nicht ist egal. Daher gibt es noch ein zweite Gewicht mit dem man rechnen kann, das sogenannte Skin out Gewicht. Das ist alles was man dabei hat, egal ob am Körper getragen oder nicht.

Die Ausrüstung im Einzelnen:

Generell:

Egal wo man wandert macht es durchaus Sinn sich lokale Ausrüstung zu besorgen. Beispielsweise ist dann viel leichter Ersatzteile zu bekommen.

Zelt / Tarp Cowboycamping:

Zpacks™ Duplex (Zwei Trekkingstöcke dienen als Zeltstütze) – dieses Zelt gibt es aber auch in freitragender Ausführung

Cowboycamping bedeutet, dass man ohne Schutz einfach in seinem Schlafsack draußen pennt. In der Regel hat man einen Wetterschutz um den Schlafsack. Ein Biwi.

Ein Tarp ist wie ein Zelt ohne Wände und Boden. Es bietet also primär Schutz vor Regen und Schnee (allerdings auch nur begrenzt).

Für mich kam aufgrund der geringen Gewichtsunterschiede zu Zelten, die als Basis die Trekkingstöcke verwenden nur ein Zelt in Frage.

Bei den Zelten gibt es auch diverse Varianten. Zelte die Freistehend (das geht z.B. nicht bei Zelten, die mit Trekkingstöcken gestützt werden). Diese Zelte haben den Vorteil, dass man sie auch auf harten untergründen wie z.B. Beton aufstellen kann. Teilweise sind sie auch deutlich schneller / einfacher aufzubauen. Weiterhin gibt es Zelte, die oben eine Öffnung haben. D.h. man kann die Sterne bewundern, wenn man die Abdeckung gegen Regen nicht drauf hat. Die Abdeckung macht im Wind aber andersrum recht viel Krach.

Big Agnes Copper Spur

Zelte können heutzutage, dank Hightechstoffen unglaublich leicht sein, besonders wenn die Hikingstöcke als Zeltstangen verwendet werden. Das obige Zelt aus der Tabelle bietet etwas mehr Platz, was einem erlaubt seine Habseligkeiten im Zelt zumindest ein wenig auszubreiten. Weiterhin ist eine gewisse Grundhöhe vorhanden, weshalb man sich im Zelt zumindest vernünftig hinsetzen kann.

Das Abgebildete Big Agnes kommt auf dem PCT auch sehr oft zum Einsatz.

Eine Alternative zum o.g. Zelt ist dieses (100g leichter):

BezeichnungGewichtPreis
Zpacks Plexamid Tent420549
Zpacks  6.5 inch Titanium V Stakes11030
Trekking Stöcke:

Black Diamond Alpine Carbon Cork

Braucht man die überhaupt? Da gehen die Meinungen auseinander. Einige finden, dass nur die Beine bewegen nicht gut ist und man auch die Arme mit bewegen sollte. Zusätzlich können die Beine über Treckingstöcke etwas entlastet werden.

Wirklich hilfreich sind die Stöcke in steilen Terrain oder bei Flussquerungen. Wenn man die Stücke als Zeltstangen einsetzt, dann benötigt man sie eh. In den Sierras, wenn Eis und Schnee liegt muss man sich eh zwischen Trekkingstöcken und Eisaxt entscheiden. Nur die Eisaxt kann einem das Leben retten. Der Trekkingstock nicht.

Zusätzlich gibt es die Fraktion, die der Meinung ist, dass man nur unsicherer wird ohne die Stöcke, wenn man ständig damit läuft und das man dadurch seine Beinmuskulatur schwächt.

Gossamer Gear Lighttrek 5

Von Hikern werden die Varianten mit Kork oder Korkimmitatgriffen teilweise bevorzugt, weil das bei Schweißhänden angenehmer ist. Dafür sind die aber auch wieder etwas schwerer. Wunder gibt es bei Hikingstöcken nicht. Desto leichter, desto instabiler. Karbonfaser verringert zwar das Gewicht, ist aber bei seitlichem Druck nicht besonders stabil. Wenn ja jemand seinen Rucksack drauf knallt, können die also brechen. Zusätzlich sind die Elemente zum Sperren gegen verrutschen bei leichteren Trekking Stöcken instabiler, halten also ggf. nicht das ganze Körpergewicht.

Isomatte / Luftmatratze:

Therm a Rest NeoAir xLite (6,3 cm) – R3.2

Ich habe oben in der Tabelle eine Luftmatratze angegeben. Die habe ich mir auch schon besorgt und selber getestet. So gut wie im Bett ist die definitiv nicht aber man kann auch als Seitenschläfer darauf schlafen. Und gemessen am Gewicht ist die schon recht gut. Luftmatratzen bieten wenigstens einen gewissen Schlafkomfort und i.d.R. eine bessere Isolierung.

Exped Synmat HL Winter M (9cm) R-Wert 5

Luftmatratzen sind unterschiedlich konstruiert. Oben erkennt man, dass die Exped die Luftkammern entlang der Längsachse hat, die Therm a Rest genau andersrum. Es gibt auch Matratzen mit vielen kleinen Kammern. Ich habe alle drei Varianten getestet. Die Quervariante hat den Vorteil, dass sie nicht so leicht zusammengedrückt wird, wenn man auf der Seite schläft. Da die oben dargestellte Exped aber ca. 3cm Dicker ist als die NeoAir Xlite gleicht sich das wieder aus. Sea to Summit bietet eine ziemlich schwere variante mit zwei separaten Ebenen und kleinen Kammern an. Die fand ich aber schlechter als die beiden oben dargestellten Varianten.

Sea to Summit Comfort Plus Insulated (6,3cm) R-Wert 5

Auch was die Materialdicke angeht unterscheiden sich die Luftmatratzen erheblich. Gerade im Outdoorbereich mit man gut aufpassen, wenn das Material zu dünn ist, dann ist die Gefahr hoch, dass die Luftmatratze einen frühzeitigen Tod stirbt und das kann sehr unangenehm sein, wenn man dann direkt auf dem Boden pennen muss. Dem kann man wieder entgegenwirken, indem man eine Schutzfolie oder eine Schutzmatte (z.B. 3mm oder 5mm Isomatte) unter der Matratze positioniert.

Als Alternative kann man statt einer Luftmatratze auch eine Isomatte nutzen. Ein oft verwendetes Beispiel ist die Therm-a-Rest Z Lite Sol. Eine Isomatte hat den Vorteil, dass sie weniger anfällig ist (bei einer Luftmatratze reicht ein Loch und wenn man es nicht reparieren kann ist sie nutzlos – das kann bei geringen Temperaturen gefährlich werden, weil man dann keine Isolation mehr gegen Bodenkälte hat). Weiterhin hat eine Isomatte den Vorteil, dass man sich auch in Pausen einfach drauf setzen kann oder sie – wie bei der vorgenannten sogar als Sitz nutzen kann. Dafür ist der Schlafkomfort einer Isomatte deutlich schlechter.

Neben dem Schlafkomfort ist es auch wichtig, dass die Luftmatratze eine gewisse Isolierwirkung hat. Die wird durch den R-Wert angegeben und gibt die Isolierung gegenüber dem Boden an. Die Dauen im Schlafsack bringen nach unten quasi nichts, weil man sie zusammen drückt ist die Isolierwirkung fast nicht vorhanden. Auf dem PCT benötigt man einen R-Wert von >=3.

Als Seitenschläfer sind viele Luftmatratzen relativ problematisch, weil man wegen der punktuellen Belastung bis auf den Boden durchsackt (Isomatten kann man direkt vergessen). Das ist a) äußert unbequem und b) wird der R-Wert dann natürlich nicht mal ansatzweise eingehalten. Größere Matratzen bei gleicher Dicke verstärken das Problem übrigens noch.

Da beim Aufblasen einer Luftmatratze immer Feuchtigkeit in die Matratze gelangt, neigen die Matratzen früher oder später dazu von innen zu schimmeln (lecker, oder?). Dementsprechend bieten einige Hersteller Pumpsäcke an, die das Aufblasen beschleunigen und dafür sorgen, dass weniger Feuchtigkeit in die Matratze gelangt. Der Pumpsack kann oft auch zum einpacken genutzt werden, ist aber in der Regel nicht Wasserdicht.

Folgende Matratzen habe ich getestet:

  • Therm a Rest NeoAir xLite Regular – Für Seitenschläfer nur bedingt zu empfehlen und relativ starke Knistergeräusche, wenn man sich bewegt. Die Matratze ist aber superleicht. Der R-Wert ist mit 3,2 in Ordnung. Bedingt geeignet für Seitenschläfer (wird von PCT Hikern sehr oft benutzt in dieser oder in der Small version)
  • Therm a Rest NeoAir xLite Large – wie Medium aber man sackt bei punktueller Belastung noch leichter auf den Boden ab
  • Sea to Summit Comfort Plus Insulated – nicht bequemer als andere Matratzen und zusätzlich sehr schwer aber auch robust
  • Theam a Rest Pro Lite Plus Small – Für Seitenschläfer nicht geeignet und self inflating ist auch eher ein Werbeversprechen
  • Therm a Rest Z-Lite Zol – Superhart – für Seitenschläfer ein absolutes no go. Ist aber ruck zuck einsatzbereit. Kein Aufblasen nötig. Diese Matte wird von PCT Hikern sehr oft verwendet.
  • Them a Rest NeoAir Camper – aufgrund der Dicke relativ bequem auch als Seitenschläfer und ziemlich robust. Der R-Wert ist allerdings nicht sehr hoch mit 2.2 und das Gewicht auch – man sollte also eine Isomatte darunter legen. Empfehlung für Seitenschläfer
  • Exped Synmat HL Winter M – aufgrund der Dicke relativ bequem auch als Seitenschläfer aber nicht so robust. Der R-Wert ist mit 5 top, allerdings wird der in der wohl kaum erreicht, wenn man auf der Seite schläft. Empfehlung für Seitenschläfer

 

Schlafsack:

Cumulus X-Lite 400

Das ist relativ einfach. Die Meinungen beim PCT sind relativ einhellig, dass der Schlafsack im Temperaturbereich um 20°F liegen soll, was ca. -7°C entspricht.

Auch beim Schlafsack muss man beachten, wenn man Seitenschläfer ist. Im Rücken sind ggf. weniger Daunen, weil der Schlafsack evtl. für Rückenschläfer ausgelegt ist. Je nach Herstellerfirma kann man diesem Umstand mit einem sogenannten Overfill entgegenwirken. D.h. man kann den Schlafsack quasi konfigurieren und bekommt eine Individualanfertigung.

Als Dämmaterial bei Ultraleicht Schlafsäcken kommen ausschließlich hochwerte Gänsedaunen zum Einsatz (900er Qualität).

Bei Materialien mit Daunen sollten möglichst behandelte Daunen zum Einsatz kommen, die Feuchtigkeit nicht direkt aufnehmen (hydrophobic).

Ich habe mir den oben dargestellten Cumulus X-Lite 400 in einer customized Variante gekauft. Jetzt würde ich ihn nach den ersten Erfahrungen schon wieder anders konfigurieren.

Welche Möglichkeiten zur Anpassung bieten sich:

  • Reißverschluss 3mm oder 5mm (nach ersten Erfahrungen eindeutig 5 mm – ich habe die 3mm Version, wenn man drin liegt ist die 3mm Variante unter guten Bedingungen schon recht fummelig – da sollte man also nicht die letzten paar Gramm sparen – ich gehe davon aus, dass der 3mm Reißverschluss den PCT nicht überlebt)
  • Reißverschlusslänge – passt wie oben dargestellt im Standard – man kann bei nicht so kühlen Temperaturen den Schlafsack auch als Decke nutzen (Schlitz nach unten). Die Füße steckt man trotzdem rein. Das funktioniert top. Wenn man drin liegt, dann muss man ihn auch zumachen, sonst verabschiedet sich das Oberteil ständig, wenn man sich dreht und einseitig wird dann ziemlich kühl.
  • Material – Ich habe als Außenmaterial das Pertex Quantum pro 36g genommen, das wasserdicht ist – ich würde aber nun eher zum 44g tendieren, weil das den Schlafsack etwas robuster macht
  • Hydrophodic Down (also Daunen, die nicht sofort Wasser annehmen)
  • Meiner Schlafsack ist außen dunkelrot

Die von mir konfigurierte Variante wiegt: 615g

Meine aktuelle Empfehlung wiegt: 656g

Spart nicht am falschen Ende. Man ist natürlich auf der Jagd nach jedem Gramm. Der Schlafsack ist aber elementar wichtig. Ich ergäre mich schon, dass ich die paar Gramm für den Reißverschluss nicht investiert habe.

Hygiene:

Wie ihr seht gibt es auf dem Trail kein Waschzeug, Deo, Shampoo. Dafür gibt es mehrere Gründe. Man sollte die Natur nicht verschmutzen und man muss das wenige vorhandene Wasser ja auch trinken, sollte also selber Interesse daran haben es nicht zu verdrecken. Weiterhin wären derartige Sachen zu schwer und letztlich bringt das eh alles nichts, wenn man sich nur mit einer Katzenwäsche waschen kann. Geduscht wird also in Hostels, Campingplätzen, bei Freiwilligen Helfern (Trail Angels) usw.

Der Azblaster ist eine alternative zum Toilettenpapier. Damit sprüht man sich einfach Wasser in den Hintern um ihn zu reinigen. Das ist für uns in Deutschland ungewohnt aber in anderen Teilen der Welt vollkommen normal. Man kann natürlich auch Toilettenpapier nehmen aber im Sinne von “Leave no trace” sollte man das auch wieder mitnehmen zum nächsten Mülleimer und der kann etwas weiter weg sein.

Die kleine Schaufel benötigt man um seinen Stuhlgang zu verbuddeln. Bzw. man buddelt vorher ein Loch ca. 13cm tief und dann geht man auf die Toilette. Möglichst nicht auf dem Trail, wenn man nicht exhibitionistisch veranlagt ist. ^^ Ernsthaft: Man sollte sich mindestens 30 oder 40m vom Trail oder Zelten entfernen. Von Wasserquellen sollte der Abstand noch mal deutlich größer sein.

Schuhe:

Altra Lone Peak 3.5

Die meisten Hiker wandern heute mit leichten Trailrunnern, die zwar nur einige hundert km halten aber eben leicht sind, weniger zu Blasen führen aber auch keine Schutz für die Gelenke bieten. D.h. besonders anfangs, wenn man untrainiert ist, muss man vorsichtiger sein beim Auftreten. Wenn man heftiger umknickt ist der Hike entweder verzögert oder vorbei.

Salomon Speecross 4 Wide

Zu den von mir oben eingesetzten Schuhen gibt es diverse alternativen z.B.
Altra Lone Peak (sehr beliebt und ziemlich breit – die fühlen sich neu schon so an wie andere Schuhe nach x Jahren – mein Fall sind sie nicht – aktuell sind das aber die beliebtesten PCT Schuhe), Saucony Peregrine 4, Salomon Speedcross 4 (Wide – Steifer aber besser gepolstert als z.B. Bushido und sehr hohes Stollenprofil), La Sportiva Bushido (sitzen wie eine 1, sind aber relativ weich und man spürt Unebenheiten recht deutlich), La Sportiva Akyra (vergleichbar Speedcross)  usw.

Wichtig ist, dass diese Schuhe leicht sind, schnell trocken und aus dem Grund i.d.R. auch keine Goretex oder andere wasserdichten Materialien genutzt werden. Der Hintergrund ist, dass Goretex die Feuchtigkeit zwar draußen hält, aber wenn sie mal im Schuh drin ist eben auch drinnen hält. Somit sind Goretex Schuhe nicht so Atmungsaktiv und wenn die Schuhe mal von innen nass sind (was sich an Regentagen eh nicht vermeiden lässt oder bei Flussquerungen, dann bleiben sie auch nass). Auch bei Schweißfüßen ist Goretext nicht sonderlich gut geeignet.

Wenn man vorher nur Goretex Schuhe gewohnt ist (wich ich z.B.), dann ist es aber sehr ungewohnt, wenn der Wind durch den Schuh weht. Für unser Wetter hier in Deutschland ist Goretex also eindeutig die bessere Wahl.

La Sportiva Bushido

Weiterhin sollten die Schuhe beim Ausrüster vor Ort neu zu beschaffen sein, weil man auf dem Trail mehre Paare verschleißen wird und vermutlich wenig Lust hat auf dem Trail rauszufinden, wenn die Schuhe nichts taugen.

Es gibt auch Unterschiede bzgl. dem Drop also der unterschiedlichen Höhe zwischen Ferse und Zehen. Dem natürlichen laufen kommt ein Drop von 0 nahe (z.B. bei den Altras). Ein Drop von bis zu 10mm ist aber auch nicht ungewöhnlich. Letztlich ist das eine Geschmacksfrage. Besser oder schlechter gibt es in dem Sinne nicht.

Welche Schuhe habe ich getestet:

  • Altra Lone Peak – Sehr weit und überhaupt nicht mein Fall. 0 Drop ist auch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man immer Schuhe mit drop hatte.
  • La Sportiva Bushido – Passt wie angegossen – gutes Profil – man spürt aber Steine und unebenheiten, mittlerer Drop mit 6mm
  • Salomon Speedcross 4 – Ist mir zu schmal, relativ steif aber stärker gepolstert als z.B. der Bushido, sehr hohes Profil, hoher Drop mit 10mm
  • Salomon Speedcross 4 Wide – Für mich angenehmer als die Standardversion, hoher Drop mit 10mm

Beide vorgenannten Schuhe werden von Hikern eingesetzt und sind in den USA zu beziehen.

Rucksack:

Zpacks™ Arc Haul

Beim Rucksack kommt es auf eine Mischung von leicht, möglichst wasserdicht und gut geeignet für größere Gewichte bis annähernd 20kg und genügend Volumen um alles unterzubringen an.

Wenn man 7kg Basisgewicht hat und z.B. Nahrung für 6 Tage benötigt (ca. 1kg pro Tag) und zusätzlich noch Wasser (Menge je nachdem wann die nächste Wasserquelle kommt zwischen 2 und 7 Liter). Dann hat man ein Gewicht von 10-19kg auf dem Rücken bzw. Hüften. Der Hauptteil liegt aber auf den Hüften, wenn der Rucksack richtig eingestellt ist und passt.

Eine etwas leichtere Alternative zu o.g. Rucksack ist diese (aber da passt auch weniger rein und er wird bei viel Gewicht angeblich unbequemer und soll auch nicht ganz so robust sein wie der andere):

Zpacks Arc Blast Backpack (55l)595325
Mikrospikes / Eisaxt / Crampons

In der Sierra läuft man teilweise auf bis über 4000m hoch. Dort gibt es je nach Schneejahr selbst im Juni oder Juli noch Schnee. Die Eisaxt dient dabei dafür sich sichere Tritte zu erarbeiten, wenn es anders nicht geht und noch viel mehr ein Abrutschen zu bremsen. Es gibt einige Pässe sehr lange nichts kommt, wenn man dort abrutscht und nicht früh genug stoppen kann. Das heißt die Eisaxt kann einem das Leben retten, wenn man weiß wie man damit umgehen muss.

Mikrospikes

Die Mikrospikes sind so eine Art Schneeketten für Schuhe, die es auch ermöglich auf Eis halbwegs sicher zu laufen. Wenn die Verhältnisse aber heftiger werden stoßen sie an ihre Grenzen. Mikrospikes können aber auch von Anfängern problemlos genutzt werden. In Norwegen war ich damit auch schon unterwegs und recht begeistert davon.

Profis halten die Mikrospikes für entbehrlich, weil sie halt nichts halbes und nicht ganzes sind. Gute schuhe erlauben einen vergleichbaren Grip. Mit Crampons können Mikrospikes aber nicht mal Ansatzweise mithalten.

Crampon

Crampons sind eine andere Hausnummer und für eher stärker alpine Verhältnisse. Also mehr Schnee und starke Steigungen. Der Umgang mit Crampons muss genauso wie mit einer Eisaxt trainiert werden. Bei Stürzen kann man sich mit Crampons auch leicht verletzen. Zusätzlich kann man mit Mikrospikes bei wechselnden Verhältnissen (mal Schnee, mal kein Schnee) nicht durchgängig laufen. Man muss sie also ständig an und ausziehen. Das ist bei Mikrospikes nicht so.

Je nach Schneeverhältnissen und den eigenen Fähigkeiten sind jeweils die Crampons oder die Mikrospikes besser.

Beispiel für Crampons als Alternative zu den Mikrospikes:

Kahtoola K•10 Hiking Crampons608100
Bekleidung:

Bei der Bekleidung kommt es darauf an, dass diese möglichst leicht ist, Feuchtigkeit schnell abführt und trotzdem ein gewisse Wärme aufweist. Die Kleidungsstücke sollten nicht doppelt vorhanden sein (ein Stück muss bis zur nächsten Waschmöglichkeit reichen).  Socken sind von der Regel ausgenommen – zwei oder drei paar sollten es sein. Die Kleidung besteht heute oft aus Kunstfasern, Merinowolle oder einem Mix aus beidem. Diese Kombination trocknet schnell und führt Schweiß vom Körper ab.

Oft sollen die Kleidungsstücke lt. Werbung geruchsabweisend sein. Anti Insekten Kleidung (Mücken, Moskitos, Zecken) kann auch nicht schaden. Zusätzlich benötigt man auch Anti Mückenmittel zum einreiben (im Prinzip ist das Gift). Wegen der Mückenplage hilft es auch ein Kopfnetz zu besitzen. Die Zelte haben i.d.R. einen Mückennetz, dass geschlossen werden kann. Somit hat man quasi ein Zelt im Zelt, dass komplett gegen Insekten geschützt ist, sofern sie nicht gleich mit rein kommen.

Einige Kleidungsstücke wirken wie Luxus, sind es aber nicht. Beispiel: Schlafkleidung. Prinzipiell könnte man sagen wofür soll die gut sein? Man kann sich doch nackt in den Schlafsack hauen oder die Tageskleidung anlassen. Nackt hat den Nachteil, dass man den Schlafsack Fett und Schweiß aussetzt. Das wiederum vermindert die Isolierung gegen Kälte. Somit kann sich Schlafkleidung sehr schnell “rechnen”. Aber dann könnte man doch auch die Tageskleidung anbehalten! Die ist teilweise extrem dreckig. Somit ist es auch nicht so toll die Klamotten, die man tagsüber an hatte, und die ggf. auch feucht sind nachts zu tragen.

Die Campsandalen (das nutze ich jetzt als Oberbegriff, es müssen nicht zwingend Sandalen sein) wirken auf den ersten Blick auch überflüssig. Wenn man es nicht gewohnt ist Barfuß zu laufen, dann kann es je nach Untergrund sehr schmerzhaft sein oder man verletzt sich sogar. Zusätzlich haben Sandalen den Vorteil, dass die Füße aus den Schuhen raus kommen und somit deutlich mehr Luft abbekommen. Da die Füße auf dem PCT aber sehr wichtig sind, sollte man sie schonen wo es nur geht.

Wie man es aus anderen Bereichen kennt ist die Bekleidung so ausgelegt, dass man die Schichten bei Bedarf kombinieren kann. Im Zweifelsfall auch nachts.

Die letzten paar Gramm Gewichtsersparnis können ganz schön teuer werden, wie ihr oben in der Tabelle an einigen Teilen seht.

Wasseraufbereitung:

Es wird empfohlen, das Wasser zu reinigen, weil man sich sonst unschöne Erkrankungen einfangen kann, die den Trail i.d.R. beenden, weil man dadurch einige Zeit verlieren kann.

Es gibt aber auch Hiker, die das nach dem Motto: Dreck reinigt den Magen sehen und davon ausgehen, dass sie Glück haben.

Es gibt zwei Verfahren zum Reinigen des Wassers. Das erste Verfahren ist Filtern (dabei hat sich das oben in der Tabelle genannte Filtersystem auf dem PCT durchgesetzt, weil das Wasser dreckig in die Flasche gefüllt werden kann und der Filter einfach auf die Flasche geschraubt wird). Man trinkt also direkt aus dem Filter. Der einzige Nachteil ist, dass der Filter nie Temperaturen von unter 0°C ausgesetzt werden darf. Dann funktioniert es nicht mehr. D.h. bei Minusgraden muss der Filter mit in den Schlafsack.

Bei anderen Filtersystemen muss man relativ viel Zeit damit verbringen das Wasser von einem Gefäß mit dreckigem Wasser in ein Gefäß mit sauberen Wasser zu bringen. Der Filter wird also zwischen den Behältnissen eingesetzt. Das System ist dafür ausgelegt, dass man das eine Behältnis z.B. an einen Baum oder Strauch hängt. Das ist ein Filtersystem was oft am Appalachian Trail eingesetzt wird, weil es dort überall Bäume und Sträucher gibt und mehr Wasserquellen als in einigen Sektionen des PCT.

Die chemische Reinigung hat den Nachteil, dass sie geschmacklich nicht toll ist und man 30-120 Minuten warten muss, bis das Wasser trinkbar ist.

Auf dem Bild sehr ihr übrigens über 100€. Sollte man nicht meinen, oder? Aber andererseits sind die Teile zwingend überlebensnotwendig. Dafür ist es dann wieder wenig, oder?

Kurz zur Erklärung. Ihr seht dort Teile von zwei Firmen, Sawyer und Platypus haben beide Filtersysteme im Angebot. Platypus setzt aber auf das Konzept von zwei Behältern. Das Wasser wird dabei immer in einen Dreckwasserbehälter gefüllt und dann in einen Sauberen rein gefiltert.

Sawyer setzt darauf, dass der Filter direkt auf die Flasche aufgesetzt wird. Das Wasser wird also direkt gereinigt, wenn man trinkt. Das ist bei Wasserschläuchen / -säcken aber nicht so praktisch. Dafür bietet sich dann ein Inlinefilter an. Also ein Schlauch vom Sack zum Mund mit dem Filter dazwischen. Der Schlauch und die beiden Wassersäcke sind von Platypus. Der Filter und die Adapter von Sawyer.

Das was ihr dort seht ist so nicht vorgesehen. Der Schlauch ist nur für den Anschluss an sauberes Wasser und ohne Inlinefilter gedacht. Ich habe den Schlauch einfach durchgeschnitten und dann die Inlineadapter von Sawyer integriert. Ihr seht dort also quasi MacGyver für Anfänger.

Das ist übrigens nicht der Saywer mini, sondern die Standardausführung. Der Mini ist zwar etwas leichter, bietet aber nur 1/4 des Durchflusses des großen und verstopft auch viel schneller. Die meisten PCT Hiker starten mit dem Mini und wechseln dann nach kurzer Zeit auf den großen Filter.

Bei dem Inlinesystem werden einfach die Wassersäcke mit dem Filter verbunden. Bei dem direkten System mit stabilen PET Flaschen kann man den Filter direkt auf die Flasche setzen. Hier mal am Beispiel mit dem Wassersack, was man normalerweise so nicht macht, weil es unpraktisch ist. Der Wassersack ist halt relativ instabil.

Wenn man dazu noch zwei PET Flaschen oder Smart Water Bottles mit je 1 oder 1,5L nimmt, dann hat man die komplette Wasserversorgung für den Trail, die dann aus 2-7l besteht.

Statt den Wassersäcken kann man auch einfach normale Flaschen nutzen, dann kann man sich wiederum das Gewicht des Schlauches mit Inlineadaptern sparen. Dann hat man halt mehr Flaschen dabei, die mehr Platz wegnehmen. Normale Smart Water Bottles oder Gatorade Flaschen gibt es auch entlang des Trails. Wenn man die Flaschen nicht mehr braucht, dann schmeißt man sie am nächsten Mülleimer weg. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass die Wasserflaschen in der Regel kleiner sind und man weniger Wasser verliert, wenn mal was undicht ist. Weiterhin sind die Flaschen billig und lassen sich leicht ersetzen. Zusätzlich gibt es auch noch den Inhalt dazu.

Essen / Kochen:

MSR Pocket Rocket 2

Vielleicht erstelle ich noch einen Beitrag zum Thema Resupply und oder Essen. Gegessen wird auf dem Trail alles was schnell zubereitet ist und viel Kalorien hat. Das können Fertiggerichte mit Reis, Nudeln, Couscous, Pasta usw. sein. Auch Gebäck, Chips, Nüsse, getrocknete Früchte, Schokoriegel, Müsliriegel, Nutella, Erdnusbutter. Einige Hiker kochen nicht und nehmen nur Nahrung mit, die sie nicht erwärmen müssen. Gewicht spart das am Ende aber nicht wirklich.

Evernew Ti Ultralight Pot 0,9L

Die Kunst ist es mit möglichst wenig Brennstoff das Gericht in einen essbaren Zustand zu bringen. Auch beim Kochen gibt es natürlich verschiedene Varianten. Kocher die mit Alkohol betreiben werden mit Gas oder mit Holz. Alkohol ist aufgrund der Gefahr von Waldbränden entlang des PCT teilweise verboten. Holz macht nicht viel Sinn, weil man a) nicht überall Holz findet, b) nicht überall Feuer machen darf und c) das holz auch nicht sehr ergiebig ist. Das sind halt keine Eichen, die da Wachsen. Somit ist ein Gaskocher die sinnvollste Variante.

Elektronik:

Das Thema ist so universell, wie jeder Hiker. Einige nehmen eine Kamera mit, andere nur das Smartphone (das nimmt heute fast jeder mit, allein schon wegen der Karten und GPS). Einige nehmen einen Satellitennotsender mit (je nach Gerät eignen sich diese auch für die Navigation oder zum Versand von Mails).

Garmin inReach Explorer+

Der Satellitensender ist zwar ein teures “Vergnügen”, kann aber das Leben retten (im Zweifelsfall auch das eigene). Wenn man die SOS Taste drückt, wird man schnellstmöglich per Hubschrauber rausgeholt.

Zebralight Stirnlampe

Auch die Powerbanks sind bei jedem Hiker unterschiedlich. Mal 10.000 mAh, mal 20.000 mAh und mal mit Solarzelle und mal ohne. Die Solarzelle bringt einem primär in der Wüste was, wenn man den Charger oben auf dem Rucksack positioniert. Wenn man aber einen Schirm gegen die Sonne benutzt, funktioniert das auch schon wieder nicht wirklich. Auch in diesem Bereich sind generelle Empfehlungen schwierig.

Bouncebox

Das Thema gehört eigentlich nicht hier her, da es sich dabei nicht um Ausrüstung handelt, die man dabei hat. Die Bounce Box ist ein Paket oder ein Eimer, dass man ein paar hundert km voraus schickt und in dem Auffüllmaterialien / Ersatzteile und Dinge sein können, die man nicht täglich benötigt. Zum Beispiel ein Rasierapparat, Shampoo usw. Auch das ist je nach Hiker individuell und gehört eher zum Themenblock Resupply.

Warum das Ganze?

Warum leicht ist wohl relativ klar. Wenn die Frage ist warum tut man sich das an. Ich habe mal in einem Buch gelesen, dass die Leute die fragen müssen warum man einen Thru-Hike macht es nie verstehen werden. 😉

Das ist wohl sehr unterschiedlich. Einige lieben die Herausforderung und wollen einfach das Ziel erreichen.

Einige wollen Rekorde setzen und Bestmarken aufstellen oder z.B. alle drei großen amerikanischen Trails gelaufen haben (Tripple Crowner).

Einige laufen um des Laufens wegen, weil sie die Natur lieben oder weil sie gerade eine Beziehung beendet oder ihren Job verloren haben. Wobei man sich wohl nicht erhoffen kann, dass die Situation nach dem Hike besser geworden ist. Aber wie heißt es so schön: Zeit heilt Wunden

Mich persönlich würde die atemberaubende Landschaft und das Natur pur Erlebnis faszinieren und einfach mal eine Zeit lang alles hinter sich lassen und frei zu sein. Ich habe es im Studium schon geliebt mir meine Zeit frei einteilen zu können. Das geht im Arbeitsalltag oft nur sehr begrenzt.

Fazit:

Wie ihr seht ist das Thema Ausrüstung hochkomplex und sehr individuell. Jedes Gramm was man einspart erleichtert den Weg aber senkt den Komfort. Dem einen ist seine Kamera wichtig, dem nächsten die Schlafklamotten oder saubere Kleidung für den Besuch von Städten. Generelle Empfehlungen gibt es nicht.

Ich hoffe ich konnte euch wenigstens ein wenig für das Thema interessieren / begeistern. Fragen können natürlich auch gern gestellt werden. Aber bitte bedenken. Ich bin den PCT noch nicht gewandert. Das ist also alles nur theoretisches Wissen. Davon habe ich unterdessen allerdings einiges. 😉

Wäre das was für euch oder eher nicht oder seit ihr eh schon Spezialisten um Ultraleichtbereich?

Den ersten Teil findet ihr hier:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung

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