Aquaman [Film]

© Marvel Studios

Originaltitel:

Aquaman

Laufzeit:

143 Minuten

Jahr:

2018

Veröffentlichungsdatum:

20.12.2018

Regisseur:

James Wan

Buchgrundlage:

Marvel Comics

Hauptdarsteller:

Jason Momoa, Amber Heard, Willem Dafoe, Patrick Wilson, Dolph Lundgren, Nicole Kidman, Ludi Lin, Yahya Abdul-Mateen II, Temuera Morrison

Rezension und Inhalt:

Die Vorschau zum Film hat mich nicht so richtig umgehauen aber aufgrund der recht guten Kritiken habe ich mir den Film trotzdem im Kino angeschaut. Vorab: Das war eine gute Entscheidung.

Die Prinzessin von Atlantis ist bereits versprochen und soll einen Prinzen heiraten, den sie nicht liebt. Sie flüchtet und strandet verletzt bei einem Leuchtturmwärter. Der rettet sie und kümmert sich um sie. Die beiden verlieben sich und sie haben ein Baby zusammen.

Nach dem das Kind ein paar Jahre alt ist spüren die Antlanter sie auf um sie dem vorbestimmten Schicksal zuzuführen. Sie entschließt sich zurückzukehren um ihr Kind und ihren Gefährten nicht weiter zu gefährden. Sie verspricht zurückzukommen, sobald es sicher ist. Mit dem vorherbestimmten Prinzen zeugt sie ein weiteres Kind.

Sowohl die Antlanter als auch das Mischlingskind haben außergewöhnliche Fähigkeiten. Sie können unterwasser Atmen und Sprechen und sind gegenüber irdischen Waffen weitgehend unverletzlich. Aquaman – so der Spitzname, den sich das Kind im Laufe der Zeit erarbeitet ist das erste Kind der Prinzessin und somit Thronanwärter, obwohl er daran keinerlei Interesse zeigt.

Als nun der herrschende Prinz von Atlantis über Intrigen versucht einen Krieg mit der Oberwelt hineinzuziehen bleibt Auquaman nichts anderes Übrig als in die Welt einzutauchen, die er zutiefst verachtet, weil sie ihm seine Mutter genommen hat.

Der Film hat alles was ein Superheldenfilm braucht. Einen Superhelden, der sich anfangs nur schwer mit seiner Rolle identifizieren kann und auf keinen Fall König von Atlantis sein will.

Die Superheldinnen sind tough und sexy. Die Sprüche sind machomäßig und witzig. Der Film nimmt sich an den richtigen Stellen selbst nicht ganz ernst.

Der Soundtrack ist klasse und für meinen Geschmack hat der Film einen Pathoslevel, der noch ganz gut erträglich ist. Für mich eindeutig einer der besten Filme in 2018.

Die Effekte sind – wie von Marvel nicht anders gewohnt – erstklassig. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe, springt hier der Funke über und der Film ist nicht nur einen Teil einer unfertigen Geschichte, die vielleicht im nächsten Teil ein sinnvolles Ende findet (sie z.B. letzter Avengers Teil, der mitten in der Handlung aufhört).

Fazit:

Toller Superheldenfilm mit den richtigen Zutaten. Man bekommt mit Aquaman klasse Popkornkino mit tollen Akteuren (super besetzt) und viel Action geboten. Wenn man Marvelfilme mag, dann gehört Aquaman zum Pflichtprogramm.

Bewertung

4,5/5

Avengers Infinity War [Film]

Avengers Infinity Wars - Anthony Russo, Joe Russo

© Marvel Studios

Originaltitel:

Avengers Infinity War

Laufzeit:

149 Minuten

Jahr:

2018

Veröffentlichungsdatum:

26.04.2018

Regisseur:

Anthony Russo, Joe Russo

Buchgrundlage:

Marvel Comics

Hauptdarsteller:

Josh Brolin, Robert Downey Jr., Chris Evans, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Scalett Johansson, Tim Holland, Paul Bettany, Elizabeth Olsen, Benedict Cumberbatch, Chris Pratt, Zoe Saldana, Vin Diesel, Chadwick Boseman, Pom Klementieff, Dave Bautista, Karen Gillan, Danai Gurira, Sebastian Stan, Tom Hiddleston, Benicio del Toro, Letitia Wright, Benedict Wong

Rezension und Inhalt:

Ich weiß noch nicht, ob ich regelmäßig Filme rezensiere aber bei diesem brannte es mir unter den Fingern.

Die Handlung des Film lässt sich recht kurz zusammenfassen: Thanos will alle Infinity Steine an sich bringen und deren Macht kombinieren. Das macht er über den ganzen Film und hinterlässt dabei eine Spur der Verwüstung. Die Guardians und die Avengers (die sich aus der Not heraus wieder zusammenraufen) stellen sich recht erfolglos gegen ihn.

Am Ende erreicht er sein Ziel und die hälfte der Bevölkerung der Galaxy wird vernichtet (warum es nun allen anderen dadurch besser gehen soll und ob überall gleichmäßig Überbevölkerung gibt, lassen wir einfach mal dahingestellt sein). Offenbar hilft das seinem Planeten irgendwie (warum auch immer) und die Infinity Steine werden scheinbar zerstört (zumindest sieht es optisch so aus – aber ohne die würde ja die Handlung nicht weiter gehen, insofern werden die im nächsten Film wieder unbeschädigt sein).

Offenbar bewegt er sich selbst im Gegensatz zu allen anderen durch die Zeit (er trifft am Ende auf die Junge Gamora) aber auch nicht so richtig, sondern in einer Umgebung in der er vorher schon mal bei der Beschaffung des Seelensteines war – vielleicht soll es auch ihre Seele sein – wobei sich in dem Fall die Frage stellt, warum sie dort die einzige Seele ist und warum sie als Seele wieder das Kindesalter hat.

Aus meiner Sicht ist die Handlung recht unlogisch und wie gesagt am Ende so offen, dass zwar viel Action im Film ist aber nachher ist man genauso weit wie vorher. Es sterben diverse Marvel Helden aber dadurch, dass es einen Zeitstein gibt / gab ist quasi alles möglich. Vielleicht wird in Teil 4 auf alles auf 0 gesetzt und alle sind wieder da.

Was leider auch vollkommen unlogisch ist: Offenbar kann Thanos die Zeit nicht nur insgesamt, sondern auch individuell beeinflussen (also für einzelne Personen) zurückdrehen, während der Rest in der selben Zeitlinie bleibt. Wenn er das kann, könnte er rückwirkend so ziemlich alles so ändern, dass es die Marvel Helden nie gegeben hätte (wobei dann natürlich die Frage zu stellen wäre, welche Auswirkungen es auf seine Zeitlinie hat). Oben genannte Darstellung sorgt aber auch dafür, dass man damit die Infitiy Steine z.B. auch vervielfachen könnte.  Aber zu viel darüber nachdenken sollte man vermutlich nicht.

Die Witze sind teilweise ok und mal Klaumaukniveau (wer also den Level von Nackte Kanone mag…).

Fazit:

Wer Filme mit Film Kawumm ohne Handlung und Ende als Lückenfüller mag, wird den Film mögen. Das Star- und Heldenaufgebot ist außergewöhnlich.

Eigentlich kann man aber auch gleich auf den nächsten warten, falls der mal wieder einen Abschluss bekommt oder auf den Übernächsten. Das scheint der neue Trend bei Marvel zu sein, dass die Filme einfach mittendrin aufhören und lediglich eine Zwischenstufe zum nächsten Film darstellen. Früher wurde es wenigstens nur in einer Szene nach den Credits angedeutet, dass es eine nächste Runde gibt.

Das Ende ist so offen gelassen, dass man genauso weit ist vor dem Film. Das ist nicht mein Ding, wenn Filme nur noch als Geldmaschine und die nächste Fortsetzung ausgelegt sind, die dann vermutlich ähnlich ideenlos ist.

Das einzige was ich an dem Film spannend finde ist, ob Marvel es wirklich dabei belässt und viele wichtige Helden dauerhaft gestorben sind (ich glaub es ja nicht) oder die Helden alle wieder im nächsten Avengers auftauchen. Auf dem Weg zu Avengers 4 kann man sich diesen Teil also getrost sparen. Wenn Avengers 4 allerdings genauso aufgebaut ist, dann wartet man wohl besser auf Teil 5…

Bewertung:

3/5