Red Rising – Asche zu Asche [Buch]

Red Rising 4 Asche zu Asche - Pierce Brown

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Pierce Brown

Titel der Serie:

  • Red Rising 1 (560 Seiten)
  • Red Rising 2 – Im Haus der Feinde (576 Seiten)
  • Red Rising 3 – Tag der Entscheidung (656 Seiten)
  • Red Rising 4 – Asche zu Asche (650 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Ha. Ich glaube, das ist das Netteste, was man dieses Jahr zu mir gesagt hat, Boss.« Sie rümpft die Nase, als sie sieht, wie Sevro und Clown auf der anderen Seite des Decks an der Reling stehen und sich darin messen, wer am weitesten ins Meer urinieren kann. »Und was für … interessante Nachkommen wir haben.«

Achtung, da es sich um den vierten Teil der Serie handelt, enthält die Rezension Spoiler. Man kann aber auch mit Teil vier einsteigen, weil doch ein deutlicher Zeitsprung zwischen den Büchern liegt und im Buch zumindest die groben Rahmenbedingungen kurz erklärt werden.

Am Ende des dritten Bandes haben Darrow und Virginia zwar einen Teilsieg errungen, indem sie sowohl den Schakal als auch die Herrscherin losgeworden sind, aber die Lage hat sich seitdem nicht wesentlich verbessert. Es herrscht seit 10 Jahren Krieg. Das Versprechen das Leben der unteren Schichten zu verbessern konnte nur sehr bedingt eingehalten werden. Darrow selbst hat zwar eine Familie aber entfremdet sich zunehmend von ihr, weil er nur im Krieg ist. Gleichzeitig arbeitet sowohl der Herr der Asche als auch intrigierende Politiker daran Darrow zu diskreditieren und die Machtposition von ihm und Virginia zu schwächen.

Wir wissen nicht, woher sie kommt. Weißt du überhaupt, was sie mit Hilfe meinte?« »Nein«, gestehe ich. »Aber Chancen vervielfältigen sich, wenn man sie ergreift.«

Wie man bereits merkt ist der Start des Buches überraschend realistisch. Selten ist Krieg die Lösung und danach wird in der Regel auch nichts besser. Die Revolutionäre werden oft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Entweder werden sie selbst zu Diktatoren oder sie können ihre Versprechen nicht halten. So passiert es auch in dieser Serie.

Der Leitsatz der ganzen Serie ist „Tod gebiert Tod gebiert Tod“. Auch in diesem Band gibt es wieder sehr viel Gewalt. Der Krieg zieht sich weiter und alte Wunden führen immer wieder zu neuen kriegerischen Handlungen.

»Deine Entscheidung«, sage ich. »Seine Wahl. Aber sag ihm, was unser Ziel ist.« »Der sichere Tod? Nacktes Chaos? Wer könnte da widerstehen?«

Wer die ersten drei Bücher mochte, wird im vierten Buch zumindest im ersten Teil das gleiche geboten bekommen. Die zweite Hälfte ist überraschend anders.

Der Grundzyklus, dass Darrow zum Ende jeden Buches wieder vor dem Nichts steht, bleibt aber offenbar immer gleich.

Der nächste Band ist bereits in der Pipeline und wird nicht der letzte sein.

Fazit:

»Vier Obsidiane, sechs Graue, drei Braune. Sechs Gewehre vom Typ EFC-37, zwei GR-19-Pistolen, zwei Eaglefox PR-117, eine Impulsfaust vom Typ Vulcan 8k. Mehr konnte ich nicht erkennen.« Ich starre sie an. »Du spielst wohl nicht mit Puppen.«

Wer die Serie mag, dem wird auch dieser Teil gefallen. Für meinen Geschmack wiederholt sich aber im Prinzip die immer gleiche Geschichte. Irgendwer strebt immer nach Macht und ist bereit jeden Preis dafür zu bezahlen.

Der Gewaltanteil in der Red Rising Serie ist extrem hoch, wie auch in den Vorgängern. Der zweite Teil des Buches ist überraschend Abwechslungsreich.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

  • Die Tribute von Panem
  • Maze Runner

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • In Band 4 geben sich der Schnitte und die Heuler als jemand anderes aus und sie wollen als Leute von der Venus durchgehen. Sie sprechen sich aber mit Namen an und das nicht nur über Funk, sondern auch laut.
  • Wie praktisch, dass die Zerstörung der Werften durch Darrow aufgezeichnet wurde und zufällig nach 10 Jahren auftaucht. Das wirkt ziemlich konstruiert. Davon mal abgesehen ist ein Videobeweis heute schon nichts wert, weil er sich fälschen lässt. Erst recht nicht in der beschriebenen Zukunft.

[collapse]

Red Rising [Serie]

Red Rising 1 - Pierce Brown Red Rising 2 Im Haus der Feinde - Pierce Brown Red Rising 3 Tag der Entscheidung - Pierce Brown Red Rising 4 Asche zu Asche - Pierce Brown

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Pierce Brown

Teile der Serie:

  • Red Rising 1 (560 Seiten)
  • Red Rising 2 – Im Haus der Feinde (576 Seiten)
  • Red Rising 3 – Tag der Entscheidung (656 Seiten)
  • Red Rising 4 – Asche zu Asche (650 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Die Schwachen haben euch betrogen. Sie sagen, dass die Sanftmütigen die Erde besitzen sollen. Dass die Starken die Demütigen unterstützen sollen. Das ist die vornehme Lüge der Demokratie. Das Krebsgeschwür, das die Menschheit zerstört.«

Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft. Die Menschen sind in verschiedene Farben unterteilt. Jede Farbe erfüllt ihre Aufgabe. Darrow gehört zu den Roten und ist Bergarbeiter im Untergrund des Planeten Mars. Er hat noch nie die Oberfläche gesehen und kämpft jeden Tag dafür, dass er und seine Frau nicht verhungern. Er ist gerade mal 16 Jahre alt. Die Lebenserwartung ist extrem gering als Bergarbeiter. Aber stimmt es wirklich was die Roten erzählt bekommen? Ist die Lage wirklich so schlecht oder werden sie nur belogen und ausgenutzt?

Wenn die Gewalt der Sport der Goldenen ist, ist die Manipulation ihre Kunst.«

Die Goldenen führen die Gesellschaft an, die Grauen sind das Militär und setzen die Befehle der Goldenen durch, die Kupfernen verwalten usw. – jeder ist per Geburt in seinem Stand und bleibt dort auch. Es handelt sich also um ein Kastensystem. Die Roten stellen die unterste Schicht der Gesellschaft dar und werden mehr oder weniger als Sklaven gehalten. Da sie das aber nicht wissen und auch nur sehr wenige Informationen bekommen, hält sich der Widerstand in Grenzen.

Du kannst deine Freunde wie Diener behandeln, und sie werden dich lieben, aber wenn du ihnen sagst, dass sie Diener sind, werden sie dich töten. Jedenfalls hast du zu sehr darauf vertraut, dass sie dich fürchten und die Hierarchie akzeptieren.«

Mit den Charakteren konnte ich anfangs überhaupt nichts anfangen. Darrow liebt seine Frau angeblich sehr, bringt sie aber selber um, weil das System es von ihm verlangt. Danach habe ich auch nicht den Eindruck, als wenn er es besonders bereut. Eo hat Darrow angeblich immer geliebt (nur merkt man als Leser nichts davon) und stirbt in der Hoffnung etwas zu verändern (mit einer aus  sehr wahrscheinlich sinnlosen Aktion).

Durch die diversen Änderungen, die an Darrow vorgenommen werden wage ich sehr zu bezweifeln, dass er der gleiche geblieben wäre, vermutlich nicht mal ansatzweise. Somit stellt sich auch die Frage, ob er noch die gleichen Ziele verfolgen würde.

»Und was war das mit den Blutsbrüdern? Das bedeutet absolut gar nichts. Du hättest genauso gut sagen können, dass ihr Tannenzapfenvettern seid.« »Nichts bindet so fest aneinander wie geteilter Schmerz.« »Davon bekommst du jetzt noch etwas mehr.« Sie zieht ein Stück Leder aus einer Wunde. Ich schreie.

Obwohl er angeblich wütend ist stellt er seine Wut zurück und verletzt oder tötet Leute, die überhaupt nichts mit seinem Ziel “Rache” zu tun haben. Er begibt sich auf einen sehr langen Weg von negativen Handlungen, bei denen er die Konsequenzen und das Ziel nicht absehen kann.

Er muss Menschen töten und jammert dann rum, dass er dazu gezwungen wurde. Doch den Weg hat er sich selbst ausgesucht, auch wenn er nicht genau wusste wo er hinführt.

Wie ihr merkt, hat mir der Anfang des Buches also überhaupt nicht gefallen. Desto erstaunlicher ist es, dass mir der Rest dann deutlich besser gefallen und mich nach einer Weile in seinen Bann gezogen hat.

Mustang geht neben mir. Obwohl sie genauso dick wie ich in Wolfspelze gehüllt ist, reicht sie mir kaum bis zur Schulter. Und als wir durch tiefen Schnee stapfen, muss ich fast lachen, wie sehr sie sich abmüht, um mit mir Schritt zu halten. Aber wenn ich langsamer werde, ernte ich einen finsteren Blick.

Das Setting ist brutal. Es werden Leute gefoltert, getötet, verstümmelt und das ganze wird als natürliche Auslese betrachtet (wir reden hier wohlgemerkt von der “Ausbildung” von 16 Jährigen). Oft ist die Gewalt einfach sinnlos. Die Mächtigen spielen sich als Götter auf und es gibt keine Regeln.

Für mich ist das definitiv kein Kinder und Jugendbuch.

Die Handlung ist abwechslungsreich und im zweiten Teil schwer vorhersehbar. So gefällt mir das. Leider übertreibt es der Autor stellenweise ziemlich. Der Grad zwischen abwechslungsreich und konstruiert ist sehr schmal in dieser Buchserie.

Der erste Teil lässt mich also etwas zwiegespalten zurück. Es wirkt leider sehr konstruiert, unrealistisch und unglaubwürdig.

Buch 2:

Aber ein Vater muss seinen Kindern die Ohren abschneiden, wenn sie versuchen, sein Haus in Brand zu setzen.

Darrow hat das Spiel gewonnen und zu seinem entsetzen wird er gezwungen beim Oberhaupt des Mars anzuheuern. Das ist der Manne der seine Frau getötet hat und den er zutiefst hasst. Das erste „Spiel“ ist vorbei und hat sehr viele Opfer gefordert aber jetzt ist er an der Akademie und die Gefahr wird nicht kleiner.

Falls ich eines Tages deine Feindin werden sollte, werde ich es dir sagen. Und ich werde dir auch sagen, warum.« »Jeder ist so lange ehrlich, bis er bei einer Lüge erwischt wird.«

Darrow wird immer tiefer in die Machenschaften der mächtigen gezogen. Er ist verantwortlich für den Tod von Hunderten. Was unterscheidet ihn noch von den Leuten, gegen die er kämpfen will?

Der Zeitsprung ist recht gelungen. Der Autor überspringt einen guten Teil der Handlung zwischen Teil 1 und Teil 2 und setzt erst später wieder ein. Somit ist man als Leser gleich in der Situation, dass man ein Informationsdefizit hat und nach Input lechzt.

»In einem anderen Leben wärst du einer meiner Söhne gewesen, Darrow. Ich hätte dich viel früher gefunden, bevor das geschah, was dich mit diesem furchtbaren Zorn erfüllt hat. Ich hätte dich nicht dazu erzogen, ein großer Mann zu werden. Für große Männer gibt es keinen Frieden. Ich hätte dich zu einem anständigen Mann gemacht.

Darrow ist ein ziemlich schwieriger Charakter. Es gibt Momente in denen man gewisse Sympathie mit ihm empfindet und andere wo man denkt, dass er kein Stück besser als die Leute oder das System ist, gegen das er kämpft oder zumindest meint zu kämpfen.

Der Handlungsansatz ist im zweiten Teil  für meinen Geschmack ziemlich Plump (der wiederholt sich übrigens in jedem Teil der Serie bis zum 4.). Nachdem der Autor Darrow am Ende des ersten Teils als fast unbesiegbar dargestellt hat, nimmt er ihm nun alles um dann wieder von vorne zu beginnen. Das wirkt vermutlich vor allem deshalb so plump, weil es in kürzester Zeit passiert.

Diese Mal geht es mehr um politische Ränkespiele, die ohne Rücksicht auf Verluste geführt werden und Darrow ist darauf nicht vorbereitet.

»Freundschaften werden in Minuten geschlossen, in Sekunden zerbrochen und in Jahren repariert«,

Die Charaktere handeln oft nicht nachvollziehbar. Erst werden sie von jemanden ans Kreuz gehängt, um zu sterben, dann werden sie von jemand anderen gerettet und sie verbünden sich später mit dem, der sie ans Kreuz genagelt hat, gegen ihren Retter. Die einzige Motivation ist persönliche Macht und zwar um jeden Preis.

Buch 3:

Ich bin eine Leiche. Skelettiert und bleich. … Narben von der Folterung durch den Schakal sprenkeln meinen Körper. Die Muskeln sind verkümmert. Und Schläuche, die mich in der Finsternis am Leben gehalten haben, schlängeln sich aus meinem Bauch wie schwarze und klebrige Nabelschnüre, die mich auch jetzt noch an den Boden meiner Zelle fesseln.

Nachdem Darrow kurz seinen größten Triumph genossen hat, sind viele seiner Freunde getötet worden und er landet in den Händen des Schakals.

Die Folterszenen toppen im negativen Sinne alles was ich bisher gelesen habe. Schon das erste Buch war unnötig brutal. Das setzt sich im zweiten und besonders im dritten noch viel extremer fort. Allein die Vorstellung der Szenen ist abartig.

Abseits der Folterszenen am Anfang wirkt der dritte Teil, in dem ein ausgewachsener Krieg geführt wird, stimmiger. Entweder bin ich durch die viele Gewalt in den Büchern etwas abgestumpft, oder durch die Kriegssituation wirkt die Grausamkeit in diesem Buch einfach plausibler. In einem Krieg werden schließlich abseits der Kämpfe immer weitere Grausamkeiten begangen.

»Warum sollte es mich interessieren, was du bist? Mich interessiert, wie jemand handelt.

Einige der Charaktere bereuen ihre unglaublichen Taten aus den Vorbüchern, einige zahlen auch die Rechnung aber vor allem trifft es sehr viele, die nicht verantwortlich sind, wie auch in der Realität.

Auch im dritten Buch sind mir die Charaktere nicht wirklich sympathisch. Jeder von Ihnen hat hunderte tausende oder noch mehr getötet. Jeder hat moralisch mehr als fragwürdige Entscheidungen für die Ehre, den Ruhm oder irgendeine vermeintlich höhere Sache getroffen.

»Von der Gerechtigkeit gezeichnet«, sage ich, doch Sevro verdreht nur die Augen. »Was? Auch ich kann witzig sein.« »Versuchs weiter.«

Der Actionanteil in diesem Buch ist ziemlich hoch. Angedeutete Liebesbeziehungen gibt es in der Serie auch aber die spielen keine große Rolle.

In Band drei setzt sich fort, was mir auch in den anderen Teilen aufgefallen ist. Da die Charaktere offenbar keine Moralvorstellungen und kein Gewissen haben, kann man die Entscheidungen nur sehr schwer vorhersagen und somit bleibt die Geschichte immer Abwechslungsreich.

Wir kämpfen nicht für die Toten. Wir kämpfen für die Lebenden. Und für die, die noch gar nicht geboren sind. Für eine Chance, Kinder zu haben. Das muss anschließend kommen. Welchen Sinn hätte das alles sonst?«

Teilweise sind die Szenen aber auch so arg konstruiert, dass sie vollkommen unglaubwürdig sind. Somit setzt sich auch im dritten Teil fort, was ich bei den anderen erlebt habe. Teilweise klebe ich an den Seiten und teilweise könnte ich die Bücher in die Ecke feuern.

Ich hatte es bereits vermutet, da man derartige konfuse Plottwists vom Autor bereits gewöhnt ist. Der Leser wird am Ende von Darrows Erzählerrolle belogen, um dann später die reale Story aus dem Hut zu zaubern. Ein derart konstruiertes Finale habe ich bisher noch nicht erlebt. Somit wird zwecks Spannungssteigerung sämtliche Logik über Bord geworfen.

Buch 4:

»Ha. Ich glaube, das ist das Netteste, was man dieses Jahr zu mir gesagt hat, Boss.« Sie rümpft die Nase, als sie sieht, wie Sevro und Clown auf der anderen Seite des Decks an der Reling stehen und sich darin messen, wer am weitesten ins Meer urinieren kann. »Und was für … interessante Nachkommen wir haben.«

Achtung, da es sich um den vierten Teil der Serie handelt, enthält die Rezension Spoiler. Man kann aber auch mit Teil vier einsteigen, weil doch ein deutlicher Zeitsprung zwischen den Büchern liegt und im Buch zumindest die groben Rahmenbedingungen kurz erklärt werden.

Am Ende des dritten Bandes haben Darrow und Virginia zwar einen Teilsieg errungen, indem sie sowohl den Schakal als auch die Herrscherin losgeworden sind, aber die Lage hat sich seitdem nicht wesentlich verbessert. Es herrscht seit 10 Jahren Krieg. Das Versprechen das Leben der unteren Schichten zu verbessern konnte nur sehr bedingt eingehalten werden. Darrow selbst hat zwar eine Familie aber entfremdet sich zunehmend von ihr, weil er nur im Krieg ist. Gleichzeitig arbeitet sowohl der Herr der Asche als auch intrigierende Politiker daran Darrow zu diskreditieren und die Machtposition von ihm und Virginia zu schwächen.

Wir wissen nicht, woher sie kommt. Weißt du überhaupt, was sie mit Hilfe meinte?« »Nein«, gestehe ich. »Aber Chancen vervielfältigen sich, wenn man sie ergreift.«

Wie man bereits merkt ist der Start des Buches überraschend realistisch. Selten ist Krieg die Lösung und danach wird in der Regel auch nichts besser. Die Revolutionäre werden oft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Entweder werden sie selbst zu Diktatoren oder sie können ihre Versprechen nicht halten. So passiert es auch in dieser Serie.

Der Leitsatz der ganzen Serie ist „Tod gebiert Tod gebiert Tod“. Auch in diesem Band gibt es wieder sehr viel Gewalt. Der Krieg zieht sich weiter und alte Wunden führen immer wieder zu neuen kriegerischen Handlungen.

»Deine Entscheidung«, sage ich. »Seine Wahl. Aber sag ihm, was unser Ziel ist.« »Der sichere Tod? Nacktes Chaos? Wer könnte da widerstehen?«

Wer die ersten drei Bücher mochte, wird im vierten Buch zumindest im ersten Teil das gleiche geboten bekommen. Die zweite Hälfte ist überraschend anders.

Der Grundzyklus, dass Darrow zum Ende jeden Buches wieder vor dem Nichts steht, bleibt aber offenbar immer gleich.

Der nächste Band ist bereits in der Pipeline und wird nicht der letzte sein.

Fazit:

Er denkt immer, wenn ich lese, tue ich gar nichts. Es gibt keine größere Qual für den Introvertierten als den Extrovertierten.

Die Buchserie hat durchaus Bereiche mit Pageturnereigenschaften. Die unnötige Gewalt sucht aber ihresgleichen. Mir stellt sich die Frage, ob man sich derartiges wirklich als Unterhaltung angemessen ist. Meiner Meinung nach nein. Ich geehe sogar so weit zu behaupten, dass der Autor die Gewalt sehr bewusst eingebaut hat, um mehr Aufmerksamkeit auf die Serie zu lenken.

»Und KAVAX AU TELEMANUS!«, dröhnt Kavax wild, als er auf dem Boden landet. Irgendwie war klar, dass Pax es irgendwo gelernt haben musste.

Es gibt keinen guten oder durchweg positiven Charakter. Jeder, der eine wichtige Rolle spielt, stellt sich entweder als Opfer oder als jemand heraus, der nur seine eigenen Ziele verfolgt ohne Rücksicht auf Verluste. Jeder hat gemordet.

Die Serie fängt in Teil eins in einer deutlich brutaleren Variante von Panem an, weitet sich dann in Teil zwei zu einem ausgewachsenen Scharmützel aus und endet in Teil drei mit einem epischen Krieg.

Es gibt nur diese Welt. Sie ist unser Anfang und unser Ende. Unsere einzige Chance, etwas Glück vor der Finsternis zu erleben.

Bis kurz vor dem Ende des dritten Teiles dachte ich, dass ich mich mit der Serie am Ende noch versöhnen kann. Leider ist das Ende aber so konstruiert und unglaubwürdig, dass es einen ziemlich negativen Gesamteindruck hinterlässt. Die Gesamtwertung der Serie hat das aber nicht beeinflusst.

Es bleibt also bei der Hassliebe zu der Serie, die ich von Anfang an hatte. Die Serie ist noch nicht beendet.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5 (Zwischenfazit, da die Serie noch nicht abgeschlossen ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

  • Die Tribute von Panem
  • Maze Runner

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Warum wird Darrow vergraben, wenn derjenige der es macht eh weiß, dass er nicht tot ist? Warum geht sein Onkel überhaupt das Risiko ein, wo er sonst doch immer kneift
  • Ich finde den Anfang ziemlich seltsam Eo wusste angeblich schon immer, dass sie Darrow liebt. Den Eindruck hat man dann allerdings überhaupt nicht, wenn man hört wie sie mit ihm redet und das sie sich opfert, um ein verbotenes Lied zu singen. Dabei muss sie davon ausgehen, dass es eh nicht übertragen wird, und nur wenig Leute es überhaupt zur Kenntnis nehmen
  • Dass Darrows Klan die Belohnung nicht bekommt, obwohl sie offenkundig den Wettkampf gewonnen haben, ergibt keinen Sinn. Es widerspricht der Idee der Motivation.
  • Dass die Angehörigen in einem despotischen System freiwillig ihre Verwandten hinrichten, wenn sie auch nur die kleinste sinnlose Regel übertreten haben, halte ich für ziemlich unglaubwürdig.
  • Wenn die Terroristen keine Rebellion wollen, warum haben sie dann überhaupt die Hinrichtung von Eo übertragen? Das ergibt keinen Sinn.
  • Warum Darrow so besonders sein soll, weiß auch nur der Autor. Er macht anfangs einen ziemlich einfältigen Eindruck. Besonders ist höchstens seine Fähigkeit als Tunnelbohrer.
  • Darrow hat noch nie die Bergwerke verlassen und kommt an die Oberwelt und wird mit Eindrücken geflutet und es macht ihm überhaupt keine Probleme
  • Wenn ich mir überlege, dass wir heute in vielen Teilen der Welt schon überwacht werden, könnte man hunderte von Jahren in der Zukunft wohl kaum in der Öffentlichkeit in einer diktatorischen Ordnung frei reden. Vermutlich könnte man das sogar nirgendwo.
  • Ich halte es für sehr unglaubwürdig, dass sich Darrows kompletter Körper ändert, er aber noch dieselbe Person bleibt. Warum sollte er die Roten überhaupt unterstützen wollen, nachdem er selbst ein Goldener ist?
  • Darrows Plan um die Burg der Minervaner einzunehmen setzt voraus, dass die das Tor offen lassen, während sich einer der ihren mit ihm duelliert. Das würde ich einen ziemlich schwachen Plan nennen.
  • Das Darrow Lea so dumm in die Falle folgt passt nicht zu seinem sonstigen Verhalten
  • Die Kinder von diversen mächtigen Familien werden einfach getötet aber einer wird komplett durch das “Spiel” gelotst und derjenige ist nicht mal das Kind von der Führerin des Weltenverbandes, sondern nur der Sohn des Lokalimperators?
  • Eine Frau sagt “Ich friere mir die Eier ab” – das kann auch nur ein Mann schreiben.
  • Wieso sollte Novas alleine auf Darrows Truppe zureiten, wenn er damit rechnen muss sofort angegriffen oder versklavt zu werden? Wieso greift er nicht gleich an, wo er doch eine Standarte erbeuten kann. Das lässt höchstens mit der Arroganz der goldenen erklären.
  • Dass es Mustang gelingt die entflohene Kriegerin von Apollo zu fangen wirkt unrealistisch, da Apollo selbst die Kriegerin mit allen Mitteln unterstützt. Er hätte Mustang getötet, es seidenn er hat angst vor ihrer familiären Bande.
  • Wenn Darrow von Anfang an weiß, dass Lukian der Schakal ist, wieso versklavt er ihn dann nicht? Wieso ist der Schakal so abgemagert, wo er doch die harten Zeiten lange hinter sich gelassen hat. Wieso geht der Schakal das Risiko ein versklavt zu werden. Klar, er könnte später wieder von seiner Armee befreit werden aber lt. den Beschreibungen im Buch entehrt einen die Versklavung dauerhaft und die Chancen auf die Karriere sind dahin.
  • Die Proktoren können Darrows Anzug deaktivieren aber die Schiffe nicht?! Wohl kaum.
  • Wieso hat Darrow den letzten Kampf verloren? Offenbar hat sein Gegner kein Kommandoschiff mehr, sondern nur noch einen Zerstörer. Er selbst hat aber noch 6 Zerstörer trotz des Verlustes seines Kommandoschiffes.
  • Es ist unglaubwürdig, dass die Matriarchin der Bellona Familie nur Darrow für den Tod ihres Sohnes verantwortlich macht. Sowohl das System als in diesem Fall besonders der Imperator sind verantwortlich. Wenn sie so einfältig wäre, würde sie sich nicht in einem derartigen System behaupten können.
  • Darrow bemerkt viele Intrigen und Finten während des Spiels, aber als Harmony ihn offensichtlich manipuliert, merkt er nichts?
  • Was der Schakal Darrow antut ist unglaublich. Ein gerettetes Leben ist in dieser Serie nichts wert. Darrow hat dem Schakal sogar zweimal das Leben gerettet
  • Das ständig wiederkehrende Motiv: Weil Eo einen Traum hatte und sich dann dafür hat töten lassen, muss ich nun alles tun was sie wollte ist ziemlich schwach und wird erst im dritten Band etwas aufgebrochen
  • Wieso sollte Darrow dem Befleckten mehr vertrauen als Mustang und ihm seine Gesichte erzählen, obwohl er ihn kaum kennt und ihr nicht, obwohl sie sich von all seinen „Freunden“ mit am loyalsten verhalten hat
  • Die Entfremdung von Roque wirkt sehr künstlich. Darrow erkennt selbst, dass er seinen Freunden vertrauen und sich öffnen muss, wenn er sie behalten will. Somit wirkt es vollkommen unglaubwürdig, dass er Roque einfach mal so an den Kopf knallt, dass er seine Informationen nicht braucht, weil er das schon weiß und ihm vorenthalten hat. Das ist nicht das einzige Beispiel.
  • Wo ist eigentlich der Plan für das Ergebnis nach dem Krieg? Darrow plant nur den Krieg und davon auch nur die erste Phase, die alles ins Chaos stürzt.
  • Wieso verhindert Darrow die Tötung des Mädchens, dass sie anschließend alle sabotiert und die Großteil seiner Truppe und fast auch ihn durch den EMP vernichtet?
  • Wieso war der Plan von Darrow nicht einfach in der Nähe der Zitadelle zu bleiben und das Shuttle abzuschießen? Das Risiko wäre viel geringer gewesen, als ein direkter Angriff auf Aja
  • Seine Familie zu besuchen ist sehr dumm von Darrow, wo er damit rechnen muss, dass der Schakal evtl. an diese Information kommt
  • Wieso solle es Videos von Darrows Verwandlung geben? Jeder Beweis dafür ist gefährlich für Darrow und somit die Rebellen (das ist ein typisches Beispiel für konstruierte Storybestandteile in dieser Serie – es macht keinen Sinn, aber passt dem Autor gerade gut um die Geschichte in eine bestimmte Richtung zu lenken)
  • Die Befreiungsaktion von Victra ist fast Selbstmord
  • Das Verhalten von Harmony macht überhaupt keinen Sinn. Erst kämpft sie für die Rebellion gegen Goldene. Dann verrät sie die roten an einen Goldenen, der schlimmer ist als alle anderen?! Total unlogisch.
  • Ich wage sehr zu bezweifeln, dass man nach 3 Monaten Folter und 9 Monaten Einzelhaft in einem schwarzen Steinblock ohne jegliche Bewegung und Interaktion einfach zur Tagesordnung übergeht
  • Die plötzliche Hervorhebung und Eskalation nach Narols Ermordung durch den Schakal wirkt vollkommen unrealistisch. Erst kämpfen die „niederen“ Farben und die Goldenen zusammen und danach bricht das Chaos aus, weil ein goldener Feind eine Person umbringt. So wie es dargestellt wird, ist es vollkommen unglaubwürdig. Darrows Onkel wird urplötzlich als extrem wichtig dargestellt. Zusätzlich werden im Vorfeld keinerlei Spannungen zwischen den Goldenen und den anderen Farben in Darrows Armee erwähnt.
  • Die “wir lassen Cassius gehen Aktion” wäre in ihrem Ablauf schlicht extrem dumm gewesen. Davon abgesehen ist sie unglaubwürdig. Jemand der so lange in Gefangenschaft war überwältigt drei Leute, alle drei extrem gute Kämpfer? Das es dann später als Plan dargestellt wird ist einfach nur unglaubwürdig. Zumal man die Geschichte aus Darrows Sicht erlebt und Darrow veräppelt den Leser, in dem er tut, als wenn er von nichts wüsste. Es besteht auch kein Grund warum Mustang und Darrow überhaupt hätten annehmen dürfen, dass sie an einem Stück oder lebend zum Oberhaupt gelangen. Ein Plan war das also nicht, bestenfalls ein Himmelfahrtskommando. Nur um das kurz zusammen zu fassen: Darrow, Cassius und Mustang wissen nicht, ob sie auch nur in die Nähe des Oberhauptes kommen oder vorher verstümmelt oder getötet werden. Wenn sie dort ankommen wissen sie nicht welche Gegneranzahl sie erwartet. Selbst wenn die dort ankommen, Cassius keinen Verrat begangen hat, seine Schauspielerischen Fähigkeiten top waren, niemand ihn des Verrates verdächtigt, dann müssten sie immer noch mindestens Aja und x andere vernichten. Die Chancen dafür liegen kurz über 0. Wenigstens passiert dann im Kampf mit Aja was zu erwarten war als dann der vermeintlich tote Sevro wieder aufersteht (wie vorhersehbar). Das einer der drei Zeit hat Sevro nach dem bereits begonnen Kampf mit Aja wieder zurück zu holen, war wohl auch eher unwahrscheinlich. Ich habe noch nie ein konstruierteres Ende gelesen.
  • Die Stadt ist wegen dem orbitalen Bombardement verdunkelt? Ernsthaft? Sind wir im zweiten Weltkrieg oder im einer fernen Scifi Zukunft in der Energieschilde benutzt werden? Da benötigt es wohl kaum Licht für eine Armee im Weltraum um eine Stadt zu treffen.
  • Octavia schickt quasi ihren kompletten Schutz fort. So naiv wäre sie nie gewesen.
  • Der Schakal schaut einfach zu während Mustang, Sevro, Cassius und Darrow Aja zerlegen? Den Razor, der ihn am Boden festhält, hat Sevro ja mitgenommen. Zumindest hätten die 4 damit rechnen müssen, dass er irgendetwas macht.
  • Darrow hat so viele geopfert aber bei der Drohung Atombomben, die den Schakal zur Macht führen können zögert er? Das einzig konsequente wäre es gewesen ihn sofort zu töten. Zumal die Drohung dann sofort in sich zusammenfällt. In dem Moment in dem der Schakal gestorben ist, wirkt die Drohung nicht mehr.
  • Lilath hätte sowohl alle Atombomben zünden können, als auch damit aufhören. Das einzige was total sinnlos war ist eine nach der anderen zu zünden, während ihr Schiff zerstört wird.
  • Seit wann ist ein Schafott ein Synonym für Hängen? Meines Wissens nach wird man auf einem Schafott geköpft.
  • Ich denke nicht, dass die Rebellion zu stoppen wäre, wenn Mustang als Goldene die Führung übernimmt.
  • In Band 4 geben sich der Schnitte und die Heuler als jemand anderes aus und sie wollen als Leute von der Venus durchgehen. Sie sprechen sich aber mit Namen an und das nicht nur über Funk, sondern auch laut.
  • Wie praktisch, dass die Zerstörung der Werften durch Darrow aufgezeichnet wurde und zufällig nach 10 Jahren auftaucht. Das wirkt ziemlich konstruiert. Davon mal abgesehen ist ein Videobeweis heute schon nichts wert, weil er sich fälschen lässt. Erst recht nicht in der beschriebenen Zukunft.

[collapse]

Alita: Battle Angel [Film]

© 20th Century Fox

Originaltitel:

Alita: Battle Angel

Laufzeit:

122 Minuten

Jahr:

2019

Veröffentlichungsdatum:

14.02.2019

Regisseur:

Robert Rodriguez

Buchgrundlage:

Manga: Battle Angel Alita

Hauptdarsteller:

Rosa Salazar, Christoph Waltz, Keean Johnson, Eiza González, Jennifer Connelly, Michelle Rodriguez, Mahershala Ali

Rezension und Inhalt:

300 Jahre nach dem großen Krieg stellt die Erde ein dystopisches Szenario dar. Es gibt eine Stadt der reichen und wohlhabenden, in die man als Normalsterblicher fast nicht gelangen kann. Auf der Erde sind Schusswaffen verboten. Die Bevölkerung schlägt sich mehr schlecht als recht durch.

Der Film beginnt damit, dass der Wissenschaftler Dr. Ido einen noch intakten Cyborgkopf findet. Ein Cyborg, der vor dem großen Krieg gebaut wurde. Diesen setzt er zusammen und nennt ihn Alita. Alita kann sich aber an nichts mehr erinnern. Sie freundet sich mit einem Jungen an und erkundet die für sie neue Welt.

Als sie zweifel an Dr. Ido hegt, da der nachts das Haus verlässt und es zu ungewöhnlichen Morden kommt, entdeckt sie ihre Kämpferischen Fähigkeiten und wird in einen Strudel von Ereignissen gezogen.

Ich fand die Story ganz interessant. Sie ist sicher nicht atemberaubend aber für einen derartigen Film recht gut gelungen. Die Effekte sind Klasse auch wenn Alitas Kampfstil doch so einige Grenzen der Physik außer Kraft setzt, aber hey das ist ja weit in der Zukunft. Wer weiß was da möglich ist.

Ein wenig dramatische Liebe gibt es im Film natürlich auch (zwischen Cyborg und Mensch).

Der Film hat zwar eine mehr oder weniger abgeschlossene Handlung, ist aber sehr eindeutig auf einen Nachfolger ausgelegt.

Somit bleibt zu hoffen, dass der Film so profitabel ist, dass es einen zweiten Teil gibt.

Christopher Walz glänzt in dieser Rolle nicht so wie in anderen. Jennifer Connelly spielt hier sehr überzeugend die unsyphatische und weitgehend eiskalte Helfershelferin.

Fazit:

Endlich mal wieder was neues, nachdem in der letzten Zeit ja eine Fortsetzung nach der anderen gedreht wird, um vermeintlich sichere Einspielergebnisse zu bekommen.

Bitte mehr Mut von Hollywood – nur so bekommt man auch Überraschungserfolge mit teilweise wirklich hohen Einspielergebnissen und Alita ist meiner Meinung nach durchaus gelungen und verdient auch einen zweiten Teil.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Drachen zähmen leicht Gemacht 3 – Die geheime Welt [Film]

© Dreamworks

Originaltitel:

How to train your dragon – The Hidden World

Laufzeit:

98 Minuten

Jahr:

2019

Veröffentlichungsdatum:

07.02.2019

Regisseur:

Dean DeBlois, Chris Sanders

Buchgrundlage:

Hauptdarsteller:

jeweils unterschiedliche lokale Vertonung

Rezension und Inhalt:

Hicks ist in der Aufgabe des Anführers seines Wickingerstammes noch nicht richtig angekommen. Er versucht alle Drachen zu befreien. Seit den Ereignissen des letzten Films ist einige Zeit vergangen. Da er sich auf seine Abenteuer und die Drachenbefreiung konzentriert geht es in Berg drunter und drüber.

Bei den Drachenfängern (die natürlich schon wieder eine riesige Schiffsflotte haben und obwohl sie ja mit den Drachen kein Geld verdienen können mangels Erfolg haben sie offenbar genug Ressourcen).

Plötzlich taucht ein Weibchen auf und Ohnezahn verhält sich plötzlich ziemlich männlich oder sagen wir liebestoll. Er fällt quasi über seine eigenen Füße und er hat Glück, dass das Weibchen nicht wirklich eine Auswahl hat oder sie direkt auf ihn steht. So ganz klar ist das anfangs nicht.

Die entsprechenden Szenen bewegen sich irgendwo zwischen witzig und fremdschämen.

Plötzlich taucht ein Drachenjäger auf, der es sich zum Ziel gesetzt hat alle Nachtschatten zu töten. Da kommt ihm das Weibchen gerade recht um Ohnezahn zu töten.

Die Kämpfe sind noch mehr als in den ersten beiden Teilen eher auf trottelig / witzig ausgelegt. Die Protagonisten verhalten sich quasi durchgehend dumm.

Die Animation ist wirklich eine Wucht und gehört zu dem besten bisher gebotenen. Es ist unglaublich wie natürlich manchmal Dinge dargestellt werden. Genauso wie es den Animateuren manchmal fast besser als menschlichen Schauspielern gelingt Emotionen zu übertragen. Die haben ihre Hausaufgaben wirklich gemacht.

Fazit:

Ich fand speziell die erste Hälfte des Films relativ schwach. Der Gegenspieler wirkt recht farblos und nicht überzeugend.  Die Story ist reichlich 08/15. Die Probleme in Berg sind auch eher überschaubar. Somit plätschert der erste Teil so dahin.

Gegen Ende wird der Film dann recht überzeugend. Für einen Kinderfilm fand ich das Ende sogar erstaunlich realistisch.

Meiner Meinung nach waren die ersten zwei Teile besser als dieser aber der Level lag auch sehr hoch.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

 

 

Constellation [Serie]

Constellation Gegen alle Sterne - Claudia Gray  Constellation In ferne Welten - Claudia Gray  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Claudia Gray

Teile der Serie:

  • Constellation – Gegen alle Sterne (512 Seiten)
  • Constellation – In ferne Welten (464 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Allerdings ist es für ihn schwer zu verstehen, dass die Menschen nicht dieselben Ziele verfolgen wie er. Dass ihr innerstes Wesen nicht von ihnen verlangt, sich gegenseitig zu helfen und zu beschützen. Sollte so etwas für einen Menschen nicht sogar wichtiger sein als für einen Mech? Einige Aspekte des Menschseins sind ziemlich schlecht programmiert.

Noemi lebt in einer dystopischen Zukunft. Die Erde ist weitgehend ausgebeutet. Die Menschen haben sich auf andere Welten ausgebreitet. Auf der Erde lebt die reiche Elite aber die Erde ist zunehmend auf externe Hilfe angewiesen, da kaum noch etwas wächst und kaum noch Ressourcen vorhanden sind.

Einige der neu besiedelten Planeten wollen sich aber nicht dem Joch der Erde unterwerfen und genauso enden wie die Erde. Genesis ist eine Welt, die sich bewusst von der Lebensweise der Erde abgekapselt hat. Die Menschen auf Genesis leben naturverbundener und nehmen Rücksicht auf die Endlichkeit ihrer Ressourcen. Sie beuten ihren Planeten nicht rücksichtslos aus.

Der Krieg zwischen Genesis und der Erde findet mit ungleichen Mitteln im Weltraum statt. Die Erde schickt Kampfroboter und Genesis nutzt veraltete Raumschiffe und schickt Menschen in den Kampf. Per Zufall stößt Noemi auf ein Schiff, dass schon seit 30 Jahren im All treibt. Da ihre Freundin im Kampf verletzt wird, bleibt ihr nicht anderes übrig als auf diesem Schiff notzulanden um ihre Freundin zu versorgen.

Er speichert diese Wahrnehmung für später ab: Sogar normale Dinge bekommen großes Gewicht, wenn wir sie zu lange entbehren müssen.

Dabei stößt sie auf einen Roboter, der ganz anders ist als erwartet…

Der Anfang des Buches hat mich nicht besonders gut abgeholt. Die Geschichte ist relativ vorhersehbar.

Ein Problem ist, dass Abel bzw. allgemein die Roboter als Mechs bezeichnet werden (darunter stelle ich mir eher große Kampfroboter vor – Stichwort Battlemech). D.h. es wird ständig über Programmierung geschrieben aber es werden menschliche Eigenschaften übertragen (wie z.B. auch Kälteempfindlichkeit usw.).

»Sie wollen nicht, dass wir so stark und klug sind, wie wir sein könnten. Nur gerade so viel, wie sie uns brauchen. Wären wir zu stark optimiert, würden sich die Menschen unterlegen fühlen. Ein einziger Mech, der klüger ist als die Menschen, ist wahrscheinlich genug.« Nach einer Pause fügt er hinzu: »Nichts für ungut.«

Falls jemand Star Trek Fan ist – Abel entspricht viel eher Data aus Star Trek, also einem Androiden und keinem Mech. Abel sieht man nicht mal an, dass er ein ein Androide ist, während man es bei Data recht leicht erkennt (zumindest am Anfang von Star Trek an seinem Verhalten, später fast nur noch an der Hautfarbe).

Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, ab wann eine Maschine nicht mehr nur eine Maschine ist. Was ist eigentlich eine Seele?

Dabei werden einige Aspekte sehr interessant hinterfragt. Oft ist menschliches Verhalten erstaunlich unmenschlich, wenn man es neutral betrachtet.

»Das Gegenteil von Glaube ist nicht Zweifel. Das Gegenteil von Glaube ist Gewissheit.«

Die Autorin hat den Kriegshintergrund gut beleuchtet. Zuerst sind die Gegner nur böse (weil man quasi nur die eine Seite kennt), später zeigt sich aber, dass beide Seite berechtigte Motive haben, aber beide trotzdem falsch handeln.

Noemi ist für ihr Alter unheimlich tough und hat einen guten Kern, der sich nach einer Weile auch bei Abel zeigt.

Leider hat es beim ersten Buch ziemlich lang gedauert, bis es mich emotional angesprochen hat. Die Geschichte zwischen Abel und Noemi war zu vorhersehbar.

Buch 2:

Abel hätte Sie niemals retten können, denkt sie. Aber hätten Sie ihn als das gesehen, was er ist, hätten Sie sich vielleicht selbst retten können.

Nachdem Abel sich durch seine Handlungen mehr als Mensch erwiesen hat, als manche echte Menschen, war es Noemi nicht möglich ihren Plan umzusetzen. Durch eine Zerstörung des Sprungtores hätte sie ihre Welt von der Erde und somit dem Krieg entkoppeln können.

Dabei wäre aber auch Abel gestorben. Noemi war nicht bereit sein Leben zu opfern und nur er wäre in der Lage gewesen die nötigen Schritte zu tun. Da sie auf ihren Planeten zurückkehren musste, wo Abel mit Sicherheit nicht gut aufgenommen worden wäre, da ihre Welt Technik verachtet, sind die beiden nun getrennt.

»Sie haben das Richtige getan, und ich bin nicht die Einzige, die das weiß.« Seufzend blickt Baz auf den Bildschirm des Datenlesers, der aufleuchtet, als die letzten Formulare verarbeitet werden. Damit ist es endgültig, Noemi ist frei. »Glauben Sie mir, ich bin froh, dass wir auf derselben Seite stehen. Möge Allah jedem beistehen, der Ihnen in die Quere kommt.

Hat Noemi ihre Welt der Vernichtung ausgesetzt? Sie fragt sich was Abel nun macht, wo sie quasi hilflos auf ihrem Planeten festhängt und dort nicht gerade den besten Stand hat.

Die Zusammenfassung des erstens teils ist in diesem Buch sehr gut gelungen. Oft geht es mir als Leser so, dass ich die Zusammenfassung ziemlich gekünstelt und nervig finde. In diesem Buch wurde sie sehr gut eingearbeitet.

Wie schon im ersten Teil werden immer wieder Fragen aufgeworfen. Was ist eine Seele? Ab wann ist ein Roboter menschlich oder kann er eine Seele haben? Ist ein Mensch noch menschlich, wenn man seine Seele in einen Roboter übertragen kann? Gläubige werden diese Fragen vielleicht als Blasphemie empfinden. Ich finde die aufgeworfenen Fragen sehr interessant.

Abel handelt nach einer sogenannten obersten Direktive (wer muss jetzt nicht an Star Trek denken?). Diese ist vergleichbar mit den Grundsätzen einer Glaubendrichtung oder z.B. auch den 10 Geboten.

Die Freiheit, zu wählen, ist auch die Freiheit, zu versagen.

Die Beziehung zwischen Abel und Noemi wird immer wieder hinterfragt. Beide sind sehr unterschiedlich. Kann es Liebe zwischen den beiden geben?

In diesem Buch geht es mir ähnlich wie im ersten Teil. Der Funke springt nicht zu hundert Prozent über. Die Handlung ist aber etwas spannender und weniger vorhersehbar als im ersten Teil. Bei den Emotionen hapert es nach wie vor etwas.

Mansfield ist dabei, eine neue Art von Mech zu erschaffen – eine, die fast vollkommen aus organischem Material besteht.« Virginias Augen leuchten auf. Andere Menschen reagieren so, wenn man ihnen Geschlechtsverkehr anbietet oder dieses inzwischen rare Gut, Schokolade.

An einigen Stellen möchte ich die Charaktere auch schütteln, weil sie Offensichtliches nicht erkennen.

Im ersten Buch hat Noemi keine besonders hohe Meinung von sich selbst, da sie von ihrer Umgebung immer vermittelt bekommen hat, dass sie weniger Wert ist (speziell von ihren Pflegeeltern). Im zweiten Buch erlangt sich deutlich mehr Selbstbewusstsein.

Mansfield tut weiterhin alles um Unsterblich zu werden und die Reichen streben nach Macht und eigenen Interessen und noch mehr Mach und Reichtum ohne Rücksicht auf den Rest der Welt. Ansonsten ist in diesem Buch eigentlich nur weitergedacht was passiert, wenn wir die Erde weiterhin so behandeln, wie wir es heute tun. Es geht um die Folgen von Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung verpackt in einer relativ spannenden Geschichte.

Das Ende ist ein maximal böser Cliffhanger. Insofern kann ich nicht empfehlen sie Serie zu lesen, bevor der nächste Teil erschienen ist. Bis kurz vor dem Ende hab ich noch zwischen 3.5 und 4 Sterne geschwankt. Das Ende hat dann die Tendenz eindeutig Richtung 3.5 gedreht.

Fazit:

»Abel – du denkst und fühlst wie ein Mensch. Du besitzt etwas, was menschlichem Bewusstsein so nahekommt, dass ich keinen Unterschied erkennen kann und auch gar nicht erst den Versuch unternehme. Du hast eine Seele. Und wenn du eine Seele hast, kann ich dir doch nicht befehlen, dich in dem Tor in die Luft zu jagen. Ich kann und werde dir nicht wehtun. Egal, was kommt.«

Die Serie handelt von einen Krieg um Freiheit, Selbstbestimmung und ein besseres Leben in einer dystopischen Welt. Dabei werden feinde zu Freunden. Es geht um die Frage, ob eine Maschine eine Seele besitzen kann und ob eine Beziehung zwischen Mensch und Maschine möglich ist.

Bisher fehlt mir der letzte Funke Emotion. Insofern wäre bei der Serie noch etwas mehr drin gewesen. Der Cliffhanger am zweiten Teil ist ziemlich platt. Klar, kann man die Charaktere so in der Luft hängen lassen aber nötig ist sowas nicht. Das Ende wirkt leider auch maximal konstruiert.

Da die Serie noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich noch kein abschließendes Fazit ziehen.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3.5/5 (Zwischenfazit, da die Serie noch nicht abgeschlossen ist. Ob daraus noch eine 4/5 wird, hängt vom letzten Teil ab)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Was hat Abel in der Schleuse in 30 Jahren gegessen? Offenbar muss er ja essen um seine Biologische Hülle zu erhalten.
  • Was hat der Plan die Tore zu zerstören damit zu tun, dass die Erde zerstört wird?! Abel schlussfolgert zwischendurch, dass er daran mitarbeitet, weil er Noemis Befehlen folgt.
  • Wieso werden Menschen für anspruchslose Routineaufgaben (Gepäcksortierung) eingesetzt, wo es doch 25 Mechtypen gibt, die alle Aufgaben erfüllen können?
  • Die Queen (Roboter) zu nicht zu vernichten, als Noemi und Abel die Möglichkeit haben, ergibt keinen Sinn.
  • Wieso wundert es auf Stronghold niemanden, dass Abel (19) und seine Frau ein großes Schiff mit Krankenstation besitzen? Was passiert mit dem Schiff, wenn man auf Stronghold landet (bei der dargestellten Menge, die einen Ring um den Planeten bildet, wäre der Planet recht schnell zugeparkt)
  • Dass Noemi nicht schaltet was da am Anfang von Band zwei auf ihrem Planeten landet unglaubwürdig. Es war so naheliegend, das es schon ans Offensichtlichkeit grenzt. Es ist sehr naheliegend den Virus gegen Genesis einzusetzen. Sorry liebe Autoren aber ihr könnt keine intelligenten Charaktere in die Bücher packen, die sie dann so verhalten als wenn sie total dämlich wären.
  • Die Drohung Noemi zu töten ergibt keinen Sinn, weil sie das einzige Druckmittel ist, dass Mansfield hat. Genauso wenig ist es Sinnvoll sie mit der Ampulle zu töten.
  • Was soll der riesen Erkundungstrupp nach dem Angriff von Remedy für einen Sinn haben? Da die Angreifer mit durch das Tor gereist sind, das Tor aber geheim bleiben soll, ist es vollkommen kontrapoduktiv und unlogisch so viele Leute auf das Tor aufmerksam zu machen. Denn indirekt werden sie auf das Tor aufmerksam gemacht, wenn die Route des Schiffes nachvollziehbar ist und im nichts aufhört. Den Angriff im Nachgang zu analysieren ist nicht sinnvoll.
  • Welchen Sinn macht es für Remedy die Osiris anzugreifen, zu Kapern und dann mit ihr auf den geheimen Planeten zu fliegen, wenn ihre Ziel der Kampf für die unteren Schichten ist?
  • Spätestens beim Absturz der Osiris wäre sehr wahrscheinlich das Gift aus der Kapsel in Noemis Körper gelangt
  • Noemis Überraschung, dass die neuen die Verpflanzung von mehr als einem einzelnen Menschlichen Geist in Mechs erfolgen soll ist naiv
  • Wenn Haven geheim bleiben soll, wäre es wohl kaum Möglich von dort wichtige Forschungsergebnisse zu verkünden
  • Die Aussage “Überleg dir mal wie viel Menschen man mit dem Geld, das dieses Ding gekostet hat, hätte ernähren können” ergibt keinen Sinn, denn am Geld scheitert es ja nicht, wenn die Böden unfruchtbar sind
  • Remedy ist in der Lage einen Großangriff zu führen und diverse Mechs zu zerstören aber die Kraftfelder stellen sie unüberwindliche Hindernisse dar?
  • Es ist  nicht nachvollziehbar, wie Remedy so viele Kampfmechs zerstört, wo die erfahrenen Genesis Kämpfer sehr viel mehr Probleme damit haben und einzelne Charlies selbst für Abel nicht ungefährlich sind.
  • Wieso rätselt Noemi mit Abel rum warum die Passagiere nicht krank werden, wenn sie doch vorher schon die Lösung beiläufig erfahren hat. Die Passagiere wurden vorher behandelt um den Bedingungen auf Haven zu trotzen. Zum Glück kommen Abel und sie relativ schnell zum gleichen Schluss.
  • Das Ende des Buches ist leider vollkommen unlogisch und nur darauf ausgelegt den maximalen Cliffhanger zu konstruieren. Wenn Abel Noemi wirklich zu einem Inheritor macht (so es denn überhaupt klappt, die ersten 21 Versuche sind ja alle in misslungen), wird sie ihn und sich selbst hassen. Er wird dann eh tot sein, weil das der Preis für den Handel ist. Somit wird sie mit ihrem neuen “Leben” nichts anfangen können. Zumindest sind das die Rückschlüsse, die er aus ihrem bisherigen Verhalten ziehen muss. Gillian wäre auch ziemlich dumm das zu machen, weil die erste Handlung von Noemi vermutlich Rache im Affekt wäre.

[collapse]

 

Leselaunen Sterne, Kameras, Notebooks, Urlaub

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ein paar Produktbilder im Text habe, kennzeichne ich den Beitrag vorsorglich als Werbung.

Aktuelles Buch?

Ich habe mit dem zweiten Teil der Constellation Reihe begonnen. Es hat beim ersten Teil relativ lange gedauert bis der Funke übergesprungen ist, am Ende hat es aber doch funktioniert.

Momentane Lesestimmung

Ich komme aktuell nicht so viel zum Lesen. Ich bin aber optimistisch, dass ich im Laufe der Woche den zweiten Constellation Teil beende.

Zitat der Woche:

»Tja.« Seufzend blickte Luc zu Boden – auf die Toten. »Das ist schnell eskaliert.« Grayson wischte sich das Haar aus dem Gesicht. »In der Tat.« Er sah zu mir. »Ich glaub, jetzt ist sie traumatisiert.« – Jennifer L. ArmentroutRevenge Sternensturm

Und sonst so?

Prüfung beim Arbeitgeber

Für alle, die nicht so regelmäßig hier mitlesen. Ich habe mir in den Kopf gesetzt nächstes Jahr den Pacific Crest Trail zu wandern. Der Trail ist über 4000km lang und befindet sich in den USA. Durchschnittlich benötigt man ca. 150 Tage dafür. Man benötigt also eine Auszeit beim Arbeitgeber oder man muss Kündigen, sofern man einen Job hat.

Der letzte Stand war, dass die Personalabteilung ihr go gegeben hat. Danach habe ich einen Projektplan für 2019 erstellt um den Fachbereich von der Machbarkeit zu überzeugen (fühlt sich schon etwas komisch an, wenn man verkaufen muss, dass man ein halbes Jahr abkömmlich ist). Der Fachbereich hat nun auch genickt.

Jetzt muss mein Chef noch mal nicken. Das sollte eigentlich nur Formsache sein. Danach muss der Vertrag befristet auf ein Jahr angepasst werden (halbe Bezahlung das ganze Jahr lang, wovon ich 6 Monate Vollzeit arbeite und 6 Monate überhaupt nicht).

Ich bin nun verhalten optimistisch.

D.h. in Phasen ausgedrückt:

  • Abstimmung mit Gruppen – Check
  • Vorfühlen beim Abteilungsleiter. Ok, wenn Fachbereich und Personalabteilung zustimmen – Check
  • Zustimmung Personalabteilung – Check
  • Projektplan für 2019 erstellt und mit Fachbereich abgestimmt + Genehmigung – Check
  • Erneute Prüfung durch Abteilungsleiter + Finales go – Offen
  • Vertragsanpassung durch Personalabteilung – Offen

Wie heißt es bei den Hikern immer so schön. The trail provides. Irgendwie läuft es schon. Bisher hat sich das erstaunlich oft als Wahr erwiesen bei meinem Projekt PCT. Das Motto haben die Australier auch “don’t worry mate”.

Visum – Final Part

Ich habe jetzt mein US-Visum bekommen (ich hatte dazu in den letzten Leselaunen und mit einem Beitrag berichtet). Den Termin im Konsulat hatte ich am 13.12 (Donnerstag). Am 17.12 (Montag) wurde ich um 17:00 unterrichtet, dass mein Ausweis auf dem Weg zu mir zurück ist. Dienstag war er dann bereits per UPS im Briefkasten. Das Visum ist auf 10 Jahre ausgestellt und ich darf unbegrenzt oft in die USA einreisen. Da es sich um ein B1/B2 Visum handelt aber nur für Geschäftsreisen oder touristische Zwecke.

Schon lustig was für ein Aufwand betrieben wird und was man alles angeben muss. Unter anderem eben auch von wann bis wann man genau in den USA sein möchte und was man vorhat und dann bekommt man quasi einen Blankoschein.

Der Spaß kostet auch gut 250€ kostet mit Autofahrten, Passbildern, Gebühren und Versandkosten.

Das Visum sieht grob so aus (links ist ein Foto und unten ist bei mir kein Text im Bereich Annotation vorhanden). Die dargestellte Variante stellt das Maximum dar. Also 10 Jahre und Multiple Entries. Abweichungen nach unten sind beliebig möglich:

Kameras 

Da das Trailabenteuer nun deutlich wahrscheinlicher ist, kümmere ich mich nun um die letzten Anschaffungen. Ich habe mich jetzt entschlossen eine Kamera und nicht nur das Handy mitzunehmen. Aktuell schwanke ich noch zwischen der Canon G9X Mark 2 und der Sony RX 100 V. Die Unterschiede sind nicht riesig aber es giebt sie. Beide haben einen 1″ Sensor und machen gemessen an ihrer Größe recht famose Bilder. Die Sony wird klassisch über ein Menükreuz gesteuert. Bei der Canon geht alles über ein Touchdisplay.

Die Vorteile der Canon

  • ca. 30g leichter
  • Alle wichtigen Infos werden im Display gleichzeitig angezeigt (bei der Sony geht das nicht)
  • Button mit dem man das Display temporär auf Maxhelligkeit setzen kann (sehr hilfreich bei Sonnenschein)
  • Programme mit denen man Fotos in bestimmten Zeitabständen machen kann (Zeitraffer). Das bieten nur sehr wenige Kameras in der Preislage. Damit kann man automatisch Filme erzeugen oder die Fotos einzeln speichern. Das macht aber nur mit Stativ Sinn.

Die Vorteile der Sony:

  • Größerer Zoombereich
  • Rudimentäre Panoramafunktion (wobei das beim Handy auch ganz gut klappt)
  • 50% Mehr Akkureichweite
  • Bessere Optik (mehr Randschärfe)

Aktuell bin ich noch unentschlossen. Die Tendenz geht aktuell zur Canon.

Notebooks

Für meine Bouncebox (das ist so eine art Mobile Nachschubbox oder auch Bounce Box) möchte ich auch ein einfaches Notebook haben. Das soll in den Städten dazu dienen, dass ich Bilder bearbeiten, Bloggen, Lesen, Mailen und im Netz surfen kann bzw. ggf. auch Bestellungen tätigen. Das geht zwar auch mit dem Handy aber es dauert teilweise einfach viel länger als bei einem Notebook mit Maus und Tastatur. Zusätzlich schaffe ich mir damit ein Backup.

Acer Travelmate

 

Medion Akoya

Ich habe das Acer TravelMate B1 TMB117-M-P994 und das Medion Akoya E4253 in die engere Auswahl gefasst. Rein von den technischen Daten ist das Medion haushoch überlegen. Der Prozessor ist deutlich flotter, das RAM doppelt so groß (8GB) und das Display größer, mit mehr Auflösung (Full HD) und auch qualitativ deutlich besser (sehr viel farbstabiler bei seitlichen Einblickwinkeln).Beide Geräte kosten aktuell um 400€ und haben eine 256GB SSD.

Das TravelMate ist deutlich stabiler und die Tastatur ist wasserfest. In Summe habe ich mich für das Medion entschieden. Wie ich das Postsicher verpacke muss ich mir noch überlegen. Das muss schließlich 5 Monate durch die USA reisen und sollte dann nach diversen Posttransporten noch ok sein.

Das Travelmate ist also lediglich robuster und kompakter aber ansonsten in allen Aspekten schlechter.

Weihnachten

Gestern habe ich mir Aquaman angeschaut. Der Film ist wirklich empfehlenswert.

Heute haben wir den Weihnachtsbaum aufgestellt. Dieses Jahr ist mir mangels Schnee so überhaupt nicht weihnachtlich zu Mute. Kommt mir das nur so vor, oder geht das ganze mittlerweile immer mehr im Einkaufstrubel unter? Gefühlt bin ich von Anfang bis Ende Dezember mit Angeboten überhäuft worden.

Letzte Woche hatten wir auch die Weihnachtsfeier mit den Arbeitskollegen, die wie üblich aus Kegeln und gemeinsamen Abendessen bestanden hat. Traditionell werden dabei die schlechtesten (meisten Gossen und verlorene Spiele) dazu verdonnert das Geschenk für das nächste Jahr auszugeben. Das Geschenk bekommt dann wieder der Verlierer und muss dann das für das nächste Jahr ausgeben.

Das konnte ich erfolgreich abwenden. 😉

Technikzeug

Als Vorbereitung auf den Trail habe ich jetzt mein Hauptpostfach von T-Online auf einen eigenen Server umgestellt. Da ich nun unbegrenzten Speicherplatz habe, nutze ich jetzt auch keinen POP3 Abruf mehr zur Archivierung, sondern greife nur noch per IMAP auf die Mails zu. Somit kann ich per Webfrontend auf die Mails zugreifen oder aber per Outlook Online und Offline. Wenn ich vorher gewusst hätte wie einfach es ist die Mails aus Outlook von einem Postfach auf ein anderes Postfach zu verlagern, hätte ich das schon eher gemacht (schlicht per Drag and Drop und dann ein paar Stunden warten bis alles synchronisiert ist).

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Weihnachtsstimmung bei der Familie bei Letterheart ∗ Fröhliche Weihnachten! bei Lieblingsleseplatz ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Eine Woche mit Piglet und Besuch in Hamburg bei The Book Dynasty ∗ Mysteriöse Post bei Trallafittibooks ∗ Advent #4 bei Jacquy’s Thoughts ∗ 4. Advent & Heimat bei Valaraucos Buchstabenmeer ∗ Advent, Advent.. Aquaman bei Andersleser ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗

Mortal Engines [Film]

© Universal Studios

Originaltitel:

Mortal Engines

Laufzeit:

129 Minuten

Jahr:

2018

Veröffentlichungsdatum:

13.12.2018

Regisseur:

Christian Rivers

Buchgrundlage:

Mortal Engines – Krieg der Städte

Hauptdarsteller:

Hugo Weaving, Hera Hilmar, Robert Sheehan, Jihae, Ronan Raftery, Leila George, Patrick Malahidem, Stephen Lang

Rezension und Inhalt:

Zuerst sei der Hinweis gestattet, dass bei diesem Film zwar kräftig mit Herr der Ringe, Peter Jackson und der Hobbit geworben wird, aber Peter Jackson war nicht der Regisseur. Lasst euch also nicht ins Boxhorn jagen.

Der Film spielt in einer dystopischen Welt. Die Menschen haben mächtige Waffen entwickelt und es hat offenbar ein Weltkrieg stattgefunden (der Film bleibt in dieser Beziehung sehr nebulös – es wird am Anfang gesagt, dass die Zerstörung nur Sekunden gedauert hat, wobei der Schadensbereich der Waffen offenbar sehr begrenzt ist – der Zusammenhang erschließt sich also nicht). Weiterhin wird von einer weltweiten Verseuchung gesprochen (auch nicht nachvollziehbar), weil die Waffe offenbar nichts dergleichen hinterlässt.

Städte verwandeln sich über die Jahrhunderte in fahrende Kolosse, die sich gegenseitig auffressen um zu wachsen (also ich glaube, wenn man nichts zu Essen hat, hat man ganz andere Prioritäten als ganze Städte in fahrbare Kolosse zu verwandeln).

Ihr findet, dass sich das schräg anhört? Das wirkt auch wenig überzeugend. London ist z.B. riesig. Die NASA Saturn 5 / Space Shuttle Plattform wirkt winzig dagegen und die bewegt sich im Zeitlupentempo. Wenn man sich dann im Film anschaut mit welcher Geschwindigkeit sich die Städte bewegen und was sie Wiegen würden, wenn oben drauf ganze Kirchen stehen, dann muss man seinen Verstand schon mal partiell deaktivieren um den Film zu genießen. Das was im Film dargestellt wird, wäre wohl eher in Spielzeuggröße machbar.

Der Antrieb der Kolosse erfolgt über die simple Verbrennung von den “aufgefressenen Städten” (wir bewegen uns also technisch quasi im Bereich Dampfmaschine). Wie man Eisen und Stahl verbrennt und Energie daraus gewinnt ist mir auch nicht so ganz klar, aber Logik sollte man eher bei dem Film eher außer acht lassen.

Die weitere Handlung dreht sich um zwei Junge Menschen, die aufeinander prallen. Der eine ist in einer Stadt aufgewachsen. Die andere jagt seit Jahren den Mörder Ihrer Mutter, der in London einen hohen Posten bekleidet. Alle drei prallen aufeinander.

Zusätzlich versucht jemand aus den Artefakten aus der früheren Zeit eine der verschollen Waffen zusammenzusetzen, die die Welt vernicht, um einen entscheidenden Vorteil zu für seine Stadt zu erlangen und die Macht an sich zu reißen.

Die Grundstory ist ziemlich platt. Die Protagonisten sind durchaus interessant, wenn sie auch klassischen Standardstereotypen entsprechen. Hester ist die auf Rache sinnt, trifft auf den recht gut beschützen Tom. Tom ist recht naiv und man möchte in quasi unter “Welpenschutz” stellen. Hester ist das toughe Gegenstück.

Die Effekte im Film sind übrigens Klasse. Diesbezüglich gibt es definitiv nichts zu bemängeln.

Fazit:

Die Grundidee ist ganz interessant. Für mich springt aber im gesamten Film der Funke nie so richtig über. Mal abgesehen davon, dass die Geschichte – so wie im Film dargestellt äußerst unglaubwürdig ist (ok, dass kann man noch verzeihen), hat mich der Film emotional auch nie so richtig abgeholt (spätestens da liegt das Problem).

Bei den Folgeteilen (so sie denn kommen) hoffe ich also auf eine bessere Umsetzung.

Der Film ist vollgestopft mit Spezialeffekten und diesbezüglich definitiv ein Highlight des Jahres. Man bekommt also typisches Popcornkino über das man besser nicht zu viel nachdenkt.

Da es Christian Rivers Erstlingswerk war, hoffen ich, dass da noch was geht, falls es überhaupt eine Fortsetzung gibt. Besonders gut besucht war der Film zumindest bei uns im Kino nicht. Ob die Kosten wieder reinkommen muss sich also erst noch zeigen.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

 

 

Dignity Rising [Serie]

Dignity Rising Gefesselte Seelen - Hedy Loewe  Dignity Rising Schwarze Prophezeiung - Hedy Loewe  Dignity Rising Geteilter Schmerz - Hedy Loewe  Dignity Rising Leuchtende Rache - Hedy Loewe

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Hedy Loewe

Teile der Serie:

  • Dignity Rising 1 – Gefesselte Seelen (468 Seiten)
  • Dignity Rising 2 – Schwarze Prohezeigung (460 Seiten)
  • Dignity Rising 3 – Geteilter Schmerz
  • Dignity Rising 4 – Leuchtende Rache

Gelesenes Format

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Herzchen, frag nicht nach dem Warum! Jeder Mensch ist es wert, Trost zu bekommen, wenn er ihn am nötigsten hat. Auch du bist etwas Besonderes. Auch du bist mir als Mensch willkommen!«

Wir befinden und im 24. Jahrhundert. Die Menschheit hat sich im Weltraum ausgebreitet. In den Raumstationen der Föderation tummeln sich Glückritter, Forscher, Verbrecher und Leute die den Zwängen der Zivilisation entkommen wollen. Körper sind mit Implantaten verbessert um die Leistung zu optimieren.

Shay ist Telepathin und kann tief Gedanken aller ihr umgebenden Personen eindringen und diese durchsuchen oder sogar verändern. Weiterhin ist sie eine Botin. Verbrechen werden in der Zukunft auch durch Boten bestraft. Die Verbrecher sind dann gefangen in ihrem eigenen Kopf. Shay hat einen Schützling und reist mit diesem auf die Station First-Contact-3 Dort ist Jon als Kommandant stationiert und er erkennt sie sofort. Sie kann sich aber nicht an ihn erinnern.

Aber was auch immer in der Vergangenheit geschehen ist, ist weit fort. Wir leben doch heute. Und heute müssen wir versuchen richtig zu handeln. Das Gestern können wir nicht mehr ändern.«

Shay hat eine Beraterin, die auch telepathische Fähigkeiten hat und diese stellt fest, dass Shay ihre Grenzen beim Schutz ihrerer Begleiter schon so lange ausgeschöpft hat. Somit ist es höchst fraglich, ob ihr Leben noch zu retten ist.

Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben. Die Autorin wechselt je nach Bedarf und legt sich dabei nicht auf bestimmte Charaktere fest.

»Gemach, Sohn, gib uns allen Zeit, die Dinge zu verstehen. Du und dein Vater, ihr solltet alt genug sein, um nicht wie zwei Hirsche die Geweihe zu senken und aufeinander loszugehen. Ich freue mich sehr, dass du hier bist.«

Die Ausgangsbasis ist recht spannend. Offenbar hat Shay eine Vergangenheit, an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Und Jon erweckt den Eindruck, als wenn er hochgradig in Shays früheres Ich verliebt war. Zusätzlich ist Anfangs nicht klar wovor Shay ihre Begleiterinnen schützt oder wovor sie fliehen.

Was sich dann offenbart ist ziemlich interessant. Die typische Geschichte in Jugendbüchern wird hier in Rückblicken erzählt und das Buch startet zu einem ganz anderen Stand. Man überspringt also das was in anderen Büchern die Haupthandlung darstellt und steigt quasi gleich in Teil zwei ein. Und der beginnt recht dramatisch.

Öffentliche Hinrichtungen wurden bis zum Exzess zelebriert. Es gab zu viele Menschen, die sich am Tod anderer ergötzten. Das Leid der Verurteilten übertünchte das eigene verunglückte Leben.

In diesem Buch gibt es also kein Vorspiel, sondern wann wird direkt mitten in die Handlung geschmissen. Und die geht wirklich sehr fulminant los.

Die anfänglich tolle Zukunft entpuppt sich sehr schnell als eher dystopische Welt, in der es um Macht und Reichtum von wenigen zum Schaden von vielen geht (kommt einem vertraut vor, oder?).

Dadurch, dass die Personen teilweise eine ganz andere Vergangenheit hatten, die man erst später kennenlernt und die Geschichte mittendrin startet ist das Buch etwas spannender als Bücher die am Anfang der Geschichte beginnen. Der Kniff ist also gut gelungen.

Buch 2:

»Was wirft man mir vor?« Jon hatte sich aus der Kunststoffschale erhoben und kletterte mit langsamen Bewegungen heraus. »Ich bin nicht befugt Ihnen dazu Auskunft zu geben.« Mehr sagte der Hauptmann nicht.

Shay hat man ihre Vergangenheit geraubt. Sie landet per Zufall auf einer Raumstation, die von ihrem Mann geleitet wird, an den sie sich nicht mehr erinnert. Ihn hat man dazu gezwungen nie nach ihr zu suchen, da sonst Shay oder das gemeinsame Kind die Strafe erhalten würden.

Verursacht wurde die Löschung ihres Gedächtnisses von der herrschenden Organisation, die angeblich zum Wohle aller handelt. Das Ziel war Shay gefügig zu machen, um. Ihre Fähigkeiten nutzen zu können. Das klappt auch lange Zeit recht erfolgreich. Nun will sie raus. Aber die Organisation verlässt man nicht lebend.

»Wie ist was?« »So eine Traumfrau zu finden. Hanout ist einfach der Hammer. Wie ist das?« Hawk blickte in die Ferne. »Du fühlst dich endlich ganz. Aber es ist nicht das Finden. Dafür sorgt dein Schicksal. Das Behalten ist das, was es schwierig macht. Das Miteinanderwachsen. Daran arbeiten wir. Hoffe ich.«

Der Commander und Shay täuschen ihren Tod vor aber das wird sie nicht lange schützen. Im Hintergrund werden von den Herrschenden schon neue Intrigen gesponnen, die das Kind von Shay und dem Commander beinhalten, da es besondere Fähigkeiten besitzt.

Der Schreibstil ist wieder toll. Der Anteil der Sexszenen ist etwas geringer als in anderen Büchern mit Liebesbeziehungen (z.B. Armentrout Bücher). Ich finde das Verhältnis hier ganz ok. Die Beschreibungen sind relativ harmlos. Es geht hier mehr um die Handlung, als um ausufernde Sexszenen.

Die Autorin wechselt mehr noch als im ersten Teil die Perspektiven, was die Spannung kontinuierlich aufrecht erhält. Sie arbeitet regelmäßig mit Minicliffhangern. Immer wenn es gerade spannend wird, wechseln die Protagonisten bzw. der Schauplatz. Mir gefällt der Ansatz sehr gut.

Painted Rage war einer der berühmtesten Namen in der Riege der Space Gladiators, denn dieser Kämpfer hatte bis jetzt alle seine Kämpfe überlebt. Auf ihn konnte man hohe Wetten abschließen.

Etwas weniger gelungen finde ich die Spoiler, die die Autorin selber einbaut. Es sind Sätze wie z.B. “Deine Sturheit wird dich noch deinen Sohn kosten. Sie wusste nicht, wie recht sie damit haben sollte.” eingeflochten. 

Die Buchserie verlässt die Pfade klassischer Teenagerromane. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich das Buch erst älteren Teenagern z.B. ab 16 empfehlen würde. Die ganze Buchserie ist eher auf Erwachsene als auf Jugendliche ausgelegt.

Die Gewaltszenen sind teilweise schon relativ heftig.

Buch 3:

Was würde Jon sagen? Sie erinnerte sich an seine Worte, noch vor wenigen Wochen. »Wir werden nicht gewinnen, wenn wir uns nicht an ihrem Blut die Hände schmutzig machen. Ihr Tod ist der Preis für unsere Freiheit.« Das Töten hatte begonnen.

Shays und Jons Kinder sind vorerst aus den Fängen des Rates befreit. Aber wo sollen sie sicher sein, nachdem der Rat bzw. der erste Wächter und das Schlächterteam sie so schnell aufgespürt haben?
Beim Ausschalten des Schlächterteams wurde Hawks Bruder getötet. Hawk und Hanout haben endgültig zueinander gefunden und geheiratet.
Jon und Shay haben über alte Magie eine Verbindung aufgebaut, die unglaublich stark ist. Diese Verbindung macht sie einerseits sehr mächtig aber andererseits auch sehr angreifbar.

Nach den ersten medienwirksamen Reaktionen der Rebellen schläft auch der Rat nicht und setzt unabhängig voneinander Leute an, die Jon fangen sollen. Wenn das gelingt, ist auch Shay in der Hand des Rates und die Führung der Rebellen ausgeschaltet.

Natürlich war es richtig gewesen, die Reste der Demokratie abzuschaffen! Die Menschen können sich auf Dauer nicht friedlich selbst verwalten. Sie brauchen einen festen Rahmen, eine Struktur, innerhalb derer sie sich bewegen dürfen, mehr aber auch nicht. Freiheit ist unnütz! … Ich werde meine Macht festigen. Koste es, was es wolle.

Im dritten Buch benutzt die Autorin neben den Perspektivwechseln ein weiteres Stilmittel und erzählt Dinge, die in der Zeit des zweiten Bandes passiert sind.

In diesem Band gewinnen eine ganze Reihe Charaktere weitere Facetten hinzu, das gilt für Tom, Nilufesh, Devenja. Die Charaktere entwickeln sich weiter, einige werden Verräter, andere entdecken ihre Menschlichkeit ihr Mitgefühl oder ihr früheres Ich.
Ich habe das zwar bei dieser Serie von Anfang an schon festgestellt, aber auch hier weicht der Plot vom Einheitsbrei sehr positiv ab.
Auch in diesem Buch geht es wieder ordentlich zur Sache vor allem was die Gewaltszenen angeht. Somit empfehle ich auch dieses Buch etwas älteren Jugendlichen oder Erwachsenen.
Buch 4:

Im Gegensatz zu allen Menschen außerhalb des elitären Führungszirkels gab es dank Ellas Journalistenakkreditierung für sie kaum Einschränkungen. Niemand hatte Zugang zu Informationen, die nicht seinen unmittelbaren Arbeitsplatz oder seine Ausbildung betrafen. Ella schimpfte seit Jahren dagegen an. Doch das war die Masche der Föderationsregierung. Information war Wissen. Und Wissen war Macht. Macht jedoch stand ausschließlich der Regierung, dem Obersten Rat und deren Schergen zur Verfügung.

Der Kampf um die Vorherrschaft hat begonnen. An allen Ecken der Föderation regt sich die Föderation und Arragos stellt seinen Größenwahn zur Schau und hat die alleinige Macht im Rat und somit eine Diktatur geschaffen.

Jon ist auf den schlimmsten Gefängnisplaneten im Universum verbannt. Das alte Volk sollte von Arragos in einer Strafaktion vernichtet werden. Dank einer Vorwarnung konnten sich aber die meisten retten.
Wird die Rebellion erfolgreich sein und wird es Shay gelingen sich Sorren zu entziehen?
Das Buch ist genauso gut geschrieben wie die vorherigen. Allerdings gibt es jetzt noch mehr Akteure und es spielen zig Handlungen parallel. Da sich die Autorin die Freiheit nimmt gleichzeitig passierende Dinge nicht unbedingt parallel zu beschreiben und sie immer dann die Szenen wechselt, wenn gerade etwas besonderes passiert, hat man quasi ständig Minicliffhanger.

Fand sie etwas, das es sich anzueignen lohnte, schickte Crystal ihre Vertrauten los. Mit den richtigen Informationen war es für die Männer ein Leichtes, Häuser auszurauben oder amtliche Besitzeintragungen zu verändern. So machten es alle Richter. Dieser Gesellschaftsstand wurde reicher und reicher.

In diesem Buch bekommt man sogar Einblicke in die Gedanken der Bösewichte, die teilweise nachvollziehbar sind und teilweise nicht. Den Ansatz finde ich auf jeden Fall recht interessant.

Am Ende wird es richtig spannend und es gibt auch ein paar ungeahnte Wendungen.

Fazit:

Eine wirklich tolle Space Serie, die mich schon durch ihren ungewöhnlichen Einstieg in Ihren Bann gezogen hat. Dadurch, dass man mitten in der Geschichte startet und die Vorgeschichte in großen Teilen erst viel später erfährt, ist die Geschichte sofort spannend.
Das Setting ist irgendwo zwischen Science Fiction und Dystopie. Ein Wenig Magie gibt es auch.
Innerhalb der Bücher ist nicht nur die Entwicklung der Charaktere zu erkennen, sondern auch die Autorin probiert immer wieder neue Dinge aus. Die Geschichte wird aus diversen Perspektiven erzählt. Im Letzten Teil sogar aus der Sicht der Bösewichte.

Was sie da jetzt mit ihm hatte, war der fantastischste Sex ihres Lebens. Doch er war auch ihr bester Freund. Wie kann das gehen? Sie sah das Begehren in seinen Augen aufblitzen. Ach, was solls! Wie sagt man? Lebe den Moment.

Die diversen Zeitsprünge bei der Erzählung sorgen für Spannung, sind aber auch teilweise etwas verwirrend. Mir haben sie gefallen.
Insgesamt finde ich die Serie herausragend und an den 5 Sternen ist sie nur knapp vorbei geschrammt.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das ist ein typischer Fall von unkreativ eine Gefahrensituation herbei beschwören: Der Kommandant weiß, dass die Gefahr besteht, dass er im Kontrollraum abgehört wird und sagt dort sogar, dass er die ganze Geschichte in seinem Quartier erzählt (wieso soll das Abhörsicher sein, wenn es der Kontrollraum nicht ist). Trotzdem lässt er eine hochgradig gefährliche Aussage im Kommandomodul ab (ohne Grund)
  • Der Vorteil bei der vorgetäuschten Sterbeaktion erschließt sich mir nicht so ganz. Das steigert zwar die Spannung aber damit ist sofort klar, dass der Arzt geholfen hat, wenn Shay später entdeckt wird. Weiterhin ist die Station als temporärer Aufenthaltsort sofort eindeutig. Davon abgesehen. Wie groß sind die Chancen, dass das Gespräch wirklich nur 30 Sekunden dauert? Der Rat hätte sich auch 60 Sekunden Zeit lassen können. Warum beeilen, wenn eh davon auszugehen ist, dass die Botin tot ist
  • Es ist ja überhaupt nicht auffällig, dass die Patientin zufällig genau dann stirbt, wenn der Funkspruch eingeht. Das wirkt kein bisschen inszeniert…
  • Hanout und Hawk wissen nicht ob Shay Hirnschäden davongetragen hat aber alle sind glücklich mit ihren Entscheidungen, selbst Jon denkt nicht darüber nach
  • Die Medizin nicht sehr viele Fortschritte gemacht zu haben bis ins Jahr 2336, wenn man dem Buch glauben darf
  • Wie haben Hawk und John denn eine derart große Fluchtstation mit Hangars und mehr als 10 Räumen + Tarnfeldern aufgebaut? Alleine wohl kaum, oder?
  • Die Menschen werden mit Identitätschips komplett überwacht und die werden einfach vor die Tür des Krankenhauses zur Abholung abgestellt? Zumal die Chips wohl wenig nützen würden, denn der Verlust würde doch festgestellt werden, wenn sie abgeholt werden sollen und dann nicht mehr da sind. Zumal mir nicht ganz klar ist, wie man mit so einem Karton einen Planeten verlassen kann, wenn die Chips dabei gescant werden.
  • Ich kann nicht so ganz den Sinn der verschlüsselten Funkverbindung erkennen, da sich das Signal trotzdem orten lässt. Zusätzlich wurde die Verbindung in der Station hinterlegt. Wenn also die Föderation irgendwann kommt, hat sie direkt Zugriff
  • Das der Doc mit einer Fähre fliegt ist arg konstruiert. Eine oder zwei Stunden warten steht doch in keinem Verhältnis zu einem Mehrtagesflug, um nicht zwei Stunden warten zu müssen. Zumal es sehr unklug ist ihm diese Möglichkeit überhaupt einzuräumen bei dem Wissen das er hat und da er kein Unlesbarer ist.
  • Gerade wo John und Hawk so sehr auf Sicherheit bedacht sind, macht es keinen Sinn, dass Cam beim Betreten der Station nicht gescannt wird
  • Wenn die Identchips bei jeder Bewegung registriert werden, würde sofort auffallen, dass sie alle im Krankenhaus waren und von dort verschwunden sind und plötzlich auf einem anderen Planeten wieder auftauchen.
  • Die Idee mit der hinterlegten Nachricht, ohne direkte Kontaktaufnahme wirkt äußerst konstruiert. Nur so war es möglich, das Jon und Shay die Reise unternehmen ohne vorher von Hawks und Hanouts Plänen zu erfahren
  • Um Philip kümmern wir uns ein anderes Mal war schon beim ersten Mal fahrlässig. Beim zweiten Mal ist es schon selbstzerstörerisch
  • Thrystan und Devenja abzufangen, nachdem dieser einen Zünder an der Tür platziert hat, den nur er deaktivieren kann ist nicht logisch. Er hat jedes Druckmittel und die Rebellen keines. Er hat überhaupt keinen Grund sein Opfer zu befreien. Somit machen sich die Rebellen erpressbar. Es ist also vorher schon klar, dass sie nur verlieren können – Thystan würde die Kinder nehmen als Austausch um seinen Auftrag zu erfüllen. Das es dann doch anders kam, war eher Glück.
  • Die Situation mit Matt und Thrystan ist etwas unglaubwürdig. Wenn man sofort reagiert hätte, als Thrystan ausgestiegen ist, hätten beide ausgeschaltet werden können. Es hätte niemand sterben müssen.
  • Der Trick von Wolf ist reichlich plump. Jon und Shay wissen, dass einer ihrer Leute sie verraten wird. Tom hat keinen Scriptor und warum sollte er diese Art der Kommunikation wählen. Dazu kommt noch, dass Tom nicht der Typ ist, der Nachrichten wie “Schwester, ich brauche dich” schickt.
  • Wolfs handeln ist nicht nachvollziehbar. Nur weil er auf Shay steht ist er bereit das das Leben von Jon zu opfern? Zumal ihn nichts daran hindert einfach zurück zu fliegen und sich zu verstecken und die anderen zu warnen. Zumal eh klar ist, dass Shay seine Zuneigung nicht erwidert.
  • Es ist nicht so ganz nachvollziehbar warum einige Leute kontrolliert werden können, obwohl sie unlesbar sind und andere nicht
  • Bear und sein Chef verhalten sich sehr unprofessionell bei der Verfolgung. Beiden hätte bewusst sein müssen, dass der Pressetower senden kann und somit ein mögliches Ziel ist.
  • Das nach Miris Geständnis bzw. allgemein bei Geständnissen keine Prüfung erfolgt, ob die Gedanken verändert wurden ist wenig plausibel
  • Wieso tötet Sorren Arragos nicht selbst? Offenbar ist Arragos am Ende vom dritten Buch doch eh der einzige im Rat, der Entscheidungen trifft.
  • In Band 4 behauptet Ella, dass Temesh Ella die Berichterstattung über Gerüchte untersagt hat. Zu dem Zeitpunkt ist er aber in Ihrer Wohnung und nicht mehr als  Ratsmitglied tätig. Weiterhin ist er sehr krank und hat ganz andere Sorgen.
  • Im Wissen das Sorren hinter Shay her ist einfach einen unbekannten Freund von Elrion zu treffen, der nicht mal sein Gesicht gezeigt hat, wirkt maximal konstruiert. So naiv kann man doch nicht sein. Der Tarnumhang ist gerade woanders und warum Tom mitnehmen?! Sorry, das ist mir zu konstruiert
  • Dass die Rebellen nach der Flucht der Rätin nicht sofort evakuieren, finde ich seltsam. Entweder sofort oder überhaupt nicht. Verzögert ergibt wenig Sinn.
  • Angeblich wird im Ratsquartier alles überwacht. Aber Nilufesh kann mit Mik im Treppenhaus reden, ohne Gefahr der Überwachung?
  • Arragos hat ja ein tolles Elitewächterteam, wenn sie nicht mal auf die Eingangstür zu seiner Arenaloge achten
  • Shays gläserner Käfig ist super gesichert und nur von Arragos zu entriegeln ohne sie durch einen Stromschlag zu töten aber zu ihrer Verurteilung springt er ganz von allein auf?
  • Wo ist denn der echte Schauspieler abgeblieben, der Painted Rage darstellen sollte? Und wieso hat Tom einen Erkennungschip bekommen?! Den hat doch eh jeder implantiert und man bekommt in nicht bei Bedarf an dem aktuellen Arbeitsplatz.
  • Tom beschützt die ganze Zeit Shay mit aller Macht und bereit sein Leben zu verlieren und als es darauf ankommt, hat er kein Problem damit sie sterben zu lassen, obwohl er fast neben ihr steht?

[collapse]

Leselaunen Back Home

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Aktuelles Buch?

Der Zorn des Phönix – soeben beendet. Die Rezension folgt.

Ich sage ja selten was zu Covern aber das Cover finde ich wirklich klasse.

Momentane Lesestimmung

Im Urlaub komme ich meist nicht viel zum Lesen, da ich in der Regel Rundreisen mache, bei denen ich ganz gut eingespannt bin.

Somit habe ich im Urlaub nur ein Buch gelesen. Den letzten Teil der Lübeck Reihe um Drachen von Johanna Benden. Die Rezension wird in kürze Online gehen. Mit hat die Kiel Serie (die Spielt in der selben Welt, hat aber andere Personen im Fokus und spielt etwas früher als die Lübeck Reihe).

Das ist aber eine Geschmacksfrage. Johanna Benden hat sich super aus der Affaire gezogen im letzten Buch (sie hatte den Vorgänger mit einer Dreiecksbeziehung beendet, die sich nicht auflösen lies).

Zitat der Woche:

„Ach du, mit der Zeit ist das so eine Sache. Auch bei uns Himmelsechsen. Fühlt man sich wohl, so wie ich mich in deiner Nähe, fängt das Biest an zu rennen. Geht es einem mies, dann kriecht sie seesternlangsam dahin. Wie alt man am Ende wird, ist dabei ganz egal.“ –

Johanna BendenNebelsphäre – Der Zorn des Phönix: Lübeck-Reihe 4

Das Zitat passt ganz gut zu meinem nur noch bis Mittwoch reichenden Urlaub.

Und sonst so?

Bei meiner letzten Leselaunen habe ich was von 4 Wochen Urlaub geschrieben.

Drei (bzw. dreieinhalb) Wochen sind nun rum. Dafür hatte ich drei Wochen in Australien mit vielen schönen Erlebnissen und auch ein paar weniger schönen. Den vollständigen Reisebericht werde ich wohl in der kommenden Woche posten. Da ich dieses mal während der Reise den Bericht geschrieben habe, ist er deutlich detaillierter als die bisherigen.

Die Bilder sind sortiert und nachbearbeitet. Der Bericht bis auf Feinarbeit fertig. Jetzt muss ich nur noch beides in einem Blog Post verarbeiten. Das sollte machbar sein. 😉

Angekommen bin ich vorgestern morgen in Deutschland. So ganz bin ich dementsprechend noch nicht wieder in der deutschen Zeitzone angekommen.

Geht euch dass auch so, dass ihr vor dem Urlaub denkt 3 Wochen unterwegs – super und dann die Zeit nur so dahinfliegt? Schups ist der Urlaub rum und man weiß nicht so genau wo die Zeit geblieben ist.

Lustig war, dass ich kurz vor dem Urlaub das Buch im Land der Kangaroos gelesen habe. Einige der Orte habe ich besucht. Somit kann man sich noch viel besser in das Buch hinnein versetzen.

Während meines Urlaub habe ich jetzt noch mal eine Ladung Hikingausrüstung bestellt (Zelt + Regenkleidung und etwas Kleinkram). Somit habe ich jetzt fast alles zusammen. Dieses Mal hat es auch kein Versandchaos gegeben und die Paketlaufzeit war deutlich kürzer. Montag sollte es zugestellt werden.

Weiterhin hatte ich in Australien die Gelegenheit einige Testwanderungen bei hohen Temperaturen und mit recht hügeligen Gelände zu machen. Das war ganz hilfreich um ein Gefühl für anspruchsvolle Wege mit hoher Temperaturbelastung zu bekommen. Abseits von ein paar kleinen Blasen und das es relativ schlauchend war, war der erste Test ganz zufriedenstellend.

4h bei über 30° für 11km bei 550 Höhenmetern mit Schwierigkeit 4 ist nicht so schlecht, wenn man überlegt, dass ich nicht in Form bin. Allerdings wird mein Rucksack nur grob 5 kg gewogen haben (am Start – später dann nicht mehr, weil der knapp die Hälfte Wasser war). Von den 15 bis 20kg eine Hikingrucksackes ist das also weit entfernt.

Aktuell kämpfe ich noch mit den Nachwehen einer Erkältung, die ich mir gegen Ende des Urlaubs eingefangen habe. Das war vermutlich wieder die Kombination von Klimaanlagen und Schwitzen im regelmäßigen Wechsel. Wir sind allen ernstes bei über 35°C Außentemperatur in Hotelzimmer gekommen, wo die Klimaanlage auf 16! °C stand. Aber mit Energiesparen haben es die Aussis eh nicht. Straßenlaternen leuchten auch Tagsüber bei hellstem Sonnenschein.

Am 14.11 muss ich nun die Erlaubnis (Permit) für die Wanderung auf dem Pacific Crest Trail beantragen und tja dann folgt das Gespräch mit dem Arbeitgeber, wenn ich beim Permit erfolgreich bin.

Ich war übrigens erstaunt wie viele Junge Leute heute durch die Welt touren (viele so im Bereich um 20 Jahre alt). Entweder ziehen sie als Backpacker durch die Gegend (wo ich mich dann immer Frage, wo man in dem Alter das Geld hernimmt) oder arbeiten in Hotels, Tierparks, Restaurants usw. (Work & Travel). Alles ist möglich. Die meisten ziehen allein durch die Gegend und der Anteil von Mädels war höher als der von Jungs. Ich finde das cool.

Man ist ja heute in der Gesellschaft so erzogen, dass man ständig meint man müsste Leistung bringen und arbeiten. Ich hab mir bisher abseits der Standardurlaube weder im Studium noch davor Zeit für mich genommen. Ich finde es gut, dass viele Junge Leute das heute machen. Früher habe ich das immer als Zeitverschwendung angesehen. Mittlerweile sehe ich das anders.

Wer weiß schon wie alt man wird, ob man gesund bleibt und ob man mit 50 oder 60 noch solche Reisen machen kann oder überhaupt noch lebt.

Oft sind Urlaube auch nur deshalb so teuer, weil der Zeitfaktor eben wichtig ist. Wir sind in diesem Urlaub 3x innerhalb der Tour geflogen. Das kostet jedes mal Urlaubszeit und man sieht weniger vom Land. Wenn man mehr Zeit hat, kann man sich das sparen und der Urlaub ist auch noch deutlich günstiger. Zusätzlich sieht man noch mehr vom Land. Insofern ist die Backpackingvariante teilweise nicht nur günstiger, sondern auch sinnvoller.

Wie war eure Woche? Oder da ich einige Leselaunen übersprungen habe, muss ich ja schon fast fragen euer Monat? Wobei ich auch im Urlaub hier und da in einigen anderen Blogs mitgelesen habe. 😉

Weitere Leselaunen:

∗ Halloween & Buchliebe die unter die Haut geht bei Bella’s Wonderworld ∗ Ich sortiere mein Bücherregal um bei The Book Dynasty ∗ “THE ONE BEST MAN” VS. “THE WEDDING PROJECT – LIEBE HOCH 2” bei glimrende ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Auf nach Florida bei Piglet and her books ∗ Lachen und weinen bei Hundertmorgenwald ∗ Halloween und November Rain bei Lieblingsleseplatz ∗ Bermuda-Berlin bei Letterheart  ∗ Buchpost, yaaay! bei Seeles Welt ∗ Leselaune bei JD’s Book of life ∗ Als Buddy in mein Leben trat bei Schwarzbuntgestreift ∗ Halloween & Switch bei Trallafittibooks ∗ Kingdom of Ash & der Beginn des NaNo bei Kat from Minas Morgul ∗ Kinderbazillen bei Sunnys Bücherschloss ∗ Von zu viel King und der Lust auf Weihnachtskrimis bei Miss. Naseweis ∗ Von Gefilden außerhalb des Wunderlands bei Lucinda im Wunderland ∗ Wochenstart mit Panik und Weihnachtsbasteln bei Andersleser ∗ Neue Feiertage bei Nerd mit Nadel ∗ Abgebrochenes Buch und zu frühe Dunkelheit bei Jacquy’s Thoughts ∗

Secret Elements [Serie]

Scret Darkness Im Spiegek der Schatten - Johanna Danninger    Secret Elements 1 Im Dunkel der See - Johanna Danninger  Secret Elements 2 Im Bann der Erde - Johanna Danninger  Secret Elements 3 Im Auge des Orkans - Johanna Danninger  Secret Elements 4 Im Spiel der Flammen - Johanna Danninger

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Danninger

Teile der Serie:

  • Secret Elements 1 – Im Dunkel der See (336 Seiten)
  • Secret Elements 2 – Im Bann der Erde (256 Seiten)
  • Secret Elements 3 – Im Auge des Orkans (228 Seiten)
  • Secret Elements 4 – Im Spiel der Flammen (321 Seiten)
  • Secret Darkness – Im Spiegel der Schatten (319 Seiten)

Gelesenes Format:

Taschenbuch

Rezension und Inhalt:

Prequel:

Achtung, das Prequel nimmt einen Teil der Hauptgeschichte vorweg. Ihr könnt euch also entscheiden, ob ich euch einen Teil der Spannung in der Hauptserie nehmen wollt aber dafür die Geschichte so lesen wollt, wie sie zeitlich abgelaufen ist oder ob ihr die Spannung in der Hauptserie aufrechterhalten wollt. Wenn ihr euch für letzteres entscheidet, bitte hier nicht weiterlesen, sondern zu Buch 1 springen! Ich gehe bei dieser Rezension davon aus, dass ihr erst die Hauptstory gelesen habt. Falls ihr die Bücher in der zeitlich korrekten Reihenfolge lest, dann werdet ihr durch die Rezension gespoilert!

Spoiler

»Jack, hast du eigentlich gewusst, dass unser Team die höchste Frauenquote aller Avalon-Einheiten hat?« Leah rief belustigt: »Wenn’s dir zu viel wird, Stanson, kann ich gern ein Wörtchen mit dem General reden!« »Nein«, antwortete er gedehnt. »Drei sollten zu schaffen sein.«

Im Prequel wird die Geschichte von Luisa und Alator erzählt, also der Mutter und dem Vater von Jay.

Im späteren Verlauf tritt ihre Mutter als Füchsin auf, weil sie von der Dunkelheit übernommen wurde und ihr Vater ist unterdessen General.

Wer die drei Hauptbücher kennt, der kennt auch schon den Storyverlauf in dieser Geschichte, da der Grobabriss bereits im der Hauptserie behandelt wird.

Luisa hat ihre Ausbildung als Special Forces Mitglied gerade beendet und wurde in Team 6 aufgenommen.

»Glaub mir«, sprach er weiter, »ich weiß genau, wie du dich jetzt fühlst. An keinem von uns geht so etwas spurlos vorüber. Aber genau das unterscheidet uns von skrupellosen Mördern. Sei dankbar für diesen Schmerz, denn er ist der beste Beweis dafür, dass du zwischen Gut und Böse unterscheiden kannst.«

Das Buch erzählt von ihren ersten Einsätzen, von der aufkommenden Beziehung mit Alator (wobei die sich Anfangs nicht gerade andeutet), ihrer Schwangerschaft und der Dunkelheit, die von ihr Besitz ergreift.

Als roter Faden zieht sich durch das Buch der Aufstieg der Dunkelheit. An dem war Team 6 alles andere als unschuldig. Im Prinzip war Jays Mutter also Schuld daran, dass die Dunkelheit überhaupt in die Welt zurückkehren konnte. Man könnte deren Handeln schon als Beihilfe bezeichnen.

Als Vorgeschichte füllt das Buch zwar einige Lücken aber aus meiner Sicht ist es verzichtbar. Mein Bild von Jays Mutter ist jetzt auf jeden Fall um einiges schlechter als vorher. Sie hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Dunkelheit in die Welt zurückkehren konnte und auch, dass sie sich in ihr manifestiert hat.

Die ganze Handlung in dieser Geschichte ist weitgehend unlogisch und die Aktionen der Agenten unlogisch und unprofessionell. Es macht keinen Sinn dem Unbekannten Terroristen seine „Wünsche“ zu erfüllen, da er überhaupt keinen Grund hat, seine Drohungen danach nicht trotzdem zu erfüllen.

Die Charaktere verhalten sich unglaublich naiv. Für mich ist das Prequel deutlich schlechter als der Rest der Serie und leider extrem unglaubwürdig.

[collapse]

Buch 1:

Birgit machte keine Anstalten, unser Zimmer an diesem Abend wieder zu verlassen. Nicht einmal, um noch ein zweites Mal kotzen zu gehen. Dabei malträtierte sie sich schon wieder seit einer Weile selbst mit einem dieser abartigen Modemagazine, in denen kein Model auch nur annähernd vierzig Kilo wog.

Jessica lebt in einem Heim, weil ihre Eltern sie als Baby weggeben haben. Wer ihre Eltern sind weiß sie nicht und auch nicht warum ihre Eltern sie verlassen haben. Das Heim nimmt schwierige Fälle auf. Dort wohnen Jugendliche,  die sich irgendwo zwischen normal und kriminell befinden.

Jessica ist an einer öffentlichen Schule und hat ihr Abi fast in der Tasche. Da sie sich auch an der Schule nichts gefallen lässt, ist sie dort allerdings auf Bewährung. Falls sie noch mal beim Direktor wegen irgendwas erscheinen muss, dann fliegt sie von der Schule. Jessica ist Außenseiterin und versucht möglichst nicht aufzufallen. Das zeigt sich auch mit ihren überwiegend schwarzen Klamotten.

»Okay, sieh’s dir einfach mal an. Ich hab echt keine Lust, mich wieder mit Abwehrraketen herumzuärgern.« »Glaubst du etwa ich? Beim letzten Mal musste ich den ganzen Kotflügel erneuern!«

In der Schule gibt sie sich mühe und hat einen sehr guten Notenschnitt.

Als sie an einem Tag auf einer Bank sitzt und liest, setzt sich eine seltsame Frau zu ihr, die ihr ein Amulett schenkt. Das Amulett stellt sich als ein sehr mächtiges Artefakt heraus, dass Jessica allerdings auch nicht mehr ablegen kann.

Plötzlich wird in kürzester Zeit ihre Welt auf den Kopf gestellt und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Einer von der Sorte, die tagsüber ihre Ausbildung zum kaufmännischen Fachangestellten in der Küchenabteilung eines Möbelhauses absolvierten und nach Sonnenuntergang glaubten, sie könnten einen auf Turntable-Gottheit machen, um Weiber aufzureißen.

Ich will nicht zu viel Verraten, daher versuche ich es mit einem Vergleich: Wenn ihr an Man in Black / die Unglaublichen und James Bond denkt, habt ihr ein grobes Bild von dem was im Buch passiert. Das Ganze wird auch ohne große Vorwarnung und nach einer recht überschaubaren Einleitung auf den Leser losgelassen. Man fühlt sich also ähnlich überrumpelt wie Jessica.

Das Grundkonstrukt der Geschichte ist nicht außergewöhnlich: Jessica als Heldin wider Willen hat die Last, die Welt zu retten. Ansonsten gibt es hier die Paarung: Bad Boy vs. kratzbürstige Hauptakteurin was teilweise recht unterhaltsam ist.

Ich musste dringend hier weg. Die waren doch allesamt nicht ganz dicht. Vermutlich bereiteten sie sich gerade darauf vor, mich als Opfergabe in einen Vulkan zu schmeißen – oder was Sektenanhängern sonst noch einfiel.

Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Fantasy mit Magie und Science Fiction und lässt sich nicht so richtig einordnen – was ich ganz Abwechslungsreich finde. Weiterhin hat die Autorin wirklich mächtig viel Fantasie.

Jessica ist ein klassischer Fall von harter Schale, weicher Kern. Nach außen ist sie unheimlich schlagfertig und teilt kräftig aus, sowohl mit Worten als auch mit Fäusten. Ihre Gedanken stehen dazu aber im krassen Gegensatz. Sie macht innerlich einen recht besonnenen Eindruck und ist auch deutlich gebildeter, als man ihr das auf den ersten Blick zutrauen würde. Zusätzlich ist sie eine gute Beobachterin.

Ich erstarrte und gab keinen Ton von mir. Ich hatte genügend Horrorfilme gesehen, um zu wissen, dass man sich von blassen, schwarzhaarigen Kindern an seltsamen Orten dringend fernhalten sollte. So leise ich konnte, schlich ich rückwärts.

Das macht sie zu einem interessanten Charakter.

Die Schreibweise im Buch, sowie die Art von Jessica sind frech, unkonventionell und frisch.

Buch 2:

Nachdem Jay im ersten Teil aus ihrer vertrauten Umgebung in eine ziemlich schräge Science Fiction / Fantasy Welt entführt oder auch gerettet wurde, kennt sie nun ihre Aufgabe und ihre Gegnerin. Sie hat von einer Göttin (irgendwie ziemlich viele Frauen in Führungspositionen) ein Amulett bekommen, mit dem  sie die Kraft der Elemente nutzen kann. Damit soll sie die Gegenspielerin, die die dunkle Seite verkörpert, vernichten. Sie hat nur leider keine Ahnung wie. Aber sie hat immerhin Team 8 und die Agency auf ihrer Seite.

Andere gruben sich einen Weg durch den Berg – ich sprengte ihn lieber. Und Lee hatte offenbar seinen Spaß daran, mich regelmäßig explodieren zu lassen.

Bevor sie mir ihrer Gegenspielerin aufnehmen kann, muss sie aber noch 3 Elemente finden und sich als Würdig erweisen.

Wird ihr das gelingen oder ist die dunkle Seite stärker?

Die Zusammenfassung vom ersten Teil am Anfang des Buches ist recht einfallslos und hab ich schon länger nicht mehr so schlecht verpackt gelesen.

Das Gefühl von Freiheit erfasste mich. So war das bei mir schon immer gewesen, wenn ich mich inmitten der Natur aufhielt. Ich fühlte mich akzeptiert und verstanden. Hier dachte niemand Schlechtes über mich. Die Natur urteilte nicht.

Das im ersten Buch begonnene Geplänkel zwischen Lee und Jay, die beide Sturköpfe sind, geht im zweiten Teil natlos weiter.

Bei dem Buch musste ich mal wieder an mein Studium denken. Bekanntes mit unbekanntem oder Neuem mischen. Wie auch in vielen anderen Büchern werden in dem Buch bekannte Dinge – der Bau der Pyramiden, die Artussage wir komplett neu geschrieben, der angebliche Ufoabsturtz in Roswell neu erklärt, Gott und auch die Evolutionstheorie. Richtet euch darauf ein, dass ihr einiges neu erklärt bekommt.

Über meine finanzielle Situation in der Anderswelt hatte ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Doch ich war eher davon ausgegangen, als Retterin der Menschheit ehrenamtlich unterwegs zu sein.

Wie man bereits an den Namen der Bücher erkennt, wird ein Element pro Buch behandelt. In diesem Buch geht es oh Wunder um die Erde und das Erlernen der Nutzung der Fähigkeiten, die mit dem Wasser in Zusammenhang stehen.

Ganz so viel Action und Überraschungen wie im ersten Teil gibt es im zweiten nicht. Es gibt aber einige neue Charaktere, die zur Bereicherung der Geschichte Beitragen.

Buch 3:

»Mirraka ist Volk der Gastfreundlichkeit. Aber nie danke oder bitte und nur über Essen schimpfen, dann kein Freude mehr macht. Die Großgeratenen immer meckern.«

Nachdem Jay nun die Elemente des Wassers und der Erde benutzen darf und erneut eine unerfreuliche Begegnung mit der Füchsin hatte, steht nun ihre Ausbildung als Agentin bevor. Wird sie diese Herausforderung bewältigen können? Aus Lee wird sie nach wie vor nicht schlau. Sie weiß nur, dass er ein außerordentliches Talent hat sie auf die Palme zu bringen.

Das zeigte wieder einmal deutlich, dass man sich stets ein eigenes Bild machen sollte und niemals auf vorgegebene Meinungen verlassen durfte. Vorurteile konnten so vieles zerstören.

Jay bekommt ihre elementaren Energien immer besser unter Kontrolle. Zusätzlich ist sie in deutlich mehr Action und Abenteuer verstrickt als im zweiten Teil. Sie wird immer selbstbewusster, außer wenn Lee mal wieder eine kritischen Blick oder kritische Bewertung ablässt, dann trifft sie das hart.

Jay hält übrigens nach wie vor nichts davon ihre Weiblichkeit zu präsentieren. Insofern ist folgendes Situation für sie schon als Bahnbrechend zu bezeichnen:

Zögernd öffnete ich meinen Mantel und präsentierte ihr mit einem angedeuteten Knicks mein neues Outfit. »Verschärft!«, kommentierte Sina. »Gute Arbeit, Samy.«

»Niemand kann sich seine Wurzeln aussuchen. Entscheidend ist, was man daraus wachsen lässt.« Der Kater legte den Kopf schräg. »Meine Güte, das war ja fast schon poetisch.«

Spätestens bei ihrem Geburtstag merkt man, dass Jay in der Anderswelt angekommen ist. Sie hat wirklich tolle Freunde gefunden.

Mehr fällt mir zu dem Band nicht ein, ohne zu viel zu verraten. Selber lesen! Das ist der bisher beste Teil der Serie.

Etwas unglaubwürdig ist wie einige Leute im Buch vehement die Gefühle füreinander ignorieren. Brett vorm Kopf ist da fast noch untertrieben.

Dann machte ich sogar noch einen kleinen Knicks. Der Garako beobachtete meine Bemühungen mit hochgezogenen Augenbrauen. »Hast du zu viel Game of Thrones gesehen?«, fragte er. … »Ich habe dich eingeladen, um dich kennenzulernen. Nicht, um zu sehen, wie du glaubst, sein zu müssen. Und nun folgt mir, bitte.«

Am Ende des Buches wird Jay mit einer Schrecklichen Neuigkeit konfrontiert, die sie alles hinterfragen lassen.

Buch 4:

Nachdem Jay bei ihrer Geburtstagsfeier erleben durfte, dass sie in der Anderswelt angekommen ist und dort wirklich tolle Freunde gefunden hat, gab es mehrere schwere Rückschläge. Die Füchsin war überhaupt nicht in Jays Eisblock gefangen, sondern hat diesen nur als Illusion erschaffen um im das Agency Gebäude zu gelangen. Sie flieht und es gelingt ihr das Buch der Worte zu stehlen, mit dem die Welt zerstört werden kann. Weiterhin offenbart sie Jay, dass ihr Körper der ihrer Mutter ist. Daraufhin sieht Jay sich nicht in der Lage die Füchsin zu töten.

»Vielleicht hätte ich es verhindern können.« »Hätteft du nicht.« »Woher willst du das wissen? Du warst nicht dabei.« Er lächelte milde. »Aber ich bin jepft hier und in deinen Augen erkenne ich, daff du ef verhindert hätteft, wenn du ef gekonnt hätteft. Daf genügt mir.«

Aber wie soll es nun weitergehen?

Die Zusammenfassung der Vorgängerteile kommt auch hier wieder mit dem Holzhammer – stur runter gespult. Das geht eindeutig besser.

Die Bedrohung durch die Füchsin wird deutlich realer aber im finalen Teil war das nicht anders zu erwarten. Glücklicherweise haben sich auch Jays Fähigkeiten weiterentwickelt.

Bei der Fluch der Füchsin hat jemand aus dem internen Kreis, vielleicht sogar jemand aus Team 8 mitgeholfen. Aber ist das wirklich möglich? Alle im Team sind wie Freunde für Jay, außer Lee vielleicht aber zu dem ist ihre Verbindung vielleicht sogar noch stärker.

Sein Brustkorb hob und senkte sich, Captain Leannán Aherra wartete auf meinen Befehl. Das war das Faszinierendste, was ich je erlebt hatte.

Im letzten Teil werden alle offenen Handlungsstränge eingefangen und der Leser wird mit wirklich diversen ungeahnten Entwicklungen konfrontiert. Wirklich klasse gelöst.

Jay ist ein toller Charakter und trägt das Herz am richtigen Fleck. Bei Lee ist das auch so, auch wenn er es meistens nicht zeigen kann oder will.

Der letzte Teil stellt ein sehr würdiges Ende der Serie dar. Den Epilog hätte ich persönlich mir länger gewünscht. Ich hätte gern noch mehr mit Jay, Lee und Team 8 erlabt.

Fazit:

Die Serie ist mal “was anderes” trifft es ganz gut. Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Die Unglaublichen, Men in Black und James Bond. Das Genre ist irgendwo zwischen Science Fiction, Fantasy und Realwelt angesiedelt und die Charaktere sind frisch und Abwechslungsreich. Jay hat keine schöne Vergangenheit gehabt aber genau das hat sie zu dem gemacht was sie ist. Jay ist ein Dickkopf und wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Wer sich auf ein absolut phantastisches Abenteuer mit Special Forces / Agenten einlassen will, ist hier genau richtig.

»Du trägst eine wundervolle und gute Seele in dir, Jessica«, sagte er leise. »Vergiss das niemals.« … »Du hast nun die Erlaubnis, auf meine Kraft zuzugreifen. Nutze sie klug, dann wird sie dir treu zur Seite stehen.«

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5 (ohne Prequel – mit Prequel 4,0)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde es etwas seltsam, dass Jay bis zum Gespräch mit Ivan nicht nach ihrem Schulabschluss fragt. Die Agency sollte es ihr doch ermöglichen können so kurz vor dem Abi den Abschluss zu bekommen.
  • Das man Handys per GPS verfolgen kann, wenn sie ausgeschaltet sind, ist quatsch
  • Geht es nur mir so oder findet ihre den kauzigen Alfred auch klasse?
  • Hab ich was verpasst? Die Tuata wurden von Danu erschaffen, die Miraka von dem Erdelementar geschaffen, die Meermenschen vom Wasserelementar, die Feuerelfen vom Feuerelementar. Die Felidae Linguae kommen aus dem Labor. Woher kommen Feen, Gnome, Pegasi usw.?
  • Lee zieht mit Jay ohne Verstärkung los um Samira zu befreien? Und das nur, weil er ihr eigentlich nicht glaubt? Ja klar, ist ja auch überhaupt nicht gefährlich für Jay und macht total Sinn, nachdem er sich vorher ständig um sie gesorgt hat.
  • Wie überlebt die Füchsin ohne Nahrung, Wasser, Luft in einem Eisblock?
  • Logisch ist es nicht, dass Team 8 regen Kontakt zu Praktikanten hält, die später möglicherweise die Ausbildung beginnen und dann nach Ausbildungsstart wird so getan, als wenn man sich nicht kennen würde.
  • Wieso hat die Füchsin so lange gewartet, um sich das Buch zu holen?
  • Wieso sind die Menschen eigentlich lt. Serie angeblich so machtgierig und die Tuatha nicht? Angeblich unterscheidet Menschen und Tuatha lediglich eine minimale Mutation, die ihnen erlaubt Magie anzuwenden, die in dieser Serie aber wissenschaftlich erklärt wird. Warum sollten sie sich also anders verhalten als Menschen, wenn das der einzige Unterschied ist? Generell rechtfertigt ein derart kleiner Unterschied eigentlich auch keinen Begriff für eine andere Spezies. Das sind eher Unterschiede vergleichbar mit der Hautfarbe oder anderen Besonderheiten wie der Fähigkeit Milch zu verarbeiten.
  • Die Agency ist komplett mit hightech ausgestattet aber die Erfindung von Spracherkennungsssoftware ist an ihr vorbeigegangen?
  • Jay sieht aus wie ihre Mutter und somit die Frau des verstorben geglaubte Frau des Generals und er merkt das nicht?
  • Im Prequel heißt es zuerst, dass der Leichnam nicht in den Händen der Special Forces ist und dann wird der Tatort besichtigt und er liegt dort einfach noch, obwohl die Spurensicherung durch ist?
  • In der Kirche die Pläne auszuplaudern ist sehr Intelligent …
  • Der ominöse Fremde hat einen Hightechjet, der mit Angriffsraketen aufgestattet ist, die der Jet von Luisa offenbar nicht hat (also besser ausgestattet als ein moderner Jet von der Agency) und natürlich versagen Luisas Fähigkeiten genau dann, wenn es darauf ankommt.
  • Mit einem Geländewagen im Iran 850km in einer Tagesreise? Ich habe starke Zweifel
  • Äh, klar. Luisa ist frisch im Team und nimmt diverse Fettnäpfchen mit und fällt lediglich durch Ehrgeiz auf und schon denkt die Anführerin von Team 6 darüber nach sie als ihre Nachfolgerin vorzuschlagen. Genau so läuft es beim Militär ab… vollkommen unrealistisch. Und die Teammitglieder haben abseits von Tory alle kein Problem damit übergangen zu werden.
  • Was bitte schützt der untergetauchte Zwergenklan, wenn es dort überhaupt nichts zu beschützen gibt, wenn das Bruchstück eh woanders ist?
  • Die Analyse des Virus ist ja hochgradig professionell – sinngemäß wir haben 0 Ahnung aber Virus ist hochgefährlich.
  • Wieso sollte der unbekannte den „Virus“, der die Anderswelt auffliegen lässt nicht benutzen. Da er eh die Dunkelheit freilassen will, spielt ein Krieg ihm nur in seine Hände. Das passiert natürlich auch. Die Zeilen habe ich übrigens geschrieben, bevor ich die Stelle im Buch erreicht habe. Das war so vorhersehbar.
  • Das der Unbekannte mehr mit Luisa vor hat ist auch offensichtlich, sonst hätte er sie schon mehrfach umbringen können. Im Prinzip sagt Alator das Endergebnis ziemlich gut voraus.
  • Wie soll denn der Plan gewesen sein um den Unbekannten von seinen Taten abzuhalten? Luisa begibt sich vollkommen hilflos in die Hände des unbekannten, der lässt James frei und danach nimmt ihn fest? Wohl kaum. Warum erschießt Elly ihn nicht einfach?
  • Der Sabotageakt auf den Jet lt. Beschreibung und der weitere Verlauf ist nicht nachvollziehbar. Alator ist bewusstlos und Luisa gibt ihm einen schubs in Richtung Wasseroberfläche. Da hätte ihn wohl kaum vor dem Ertrinken bewahrt. Wie erklärt sich das verschwinden von Luisa? Das sie ihr Kind zur Welt bringt ohne jemanden auf sich aufmerksam zu machen mag nachvollziehbar sein, weil sie ihr Kind beschützen will. Wovon sie gelebt hat aber z.B. nicht, denn da sie für tot gehalten wurde, hatte sie keinerlei Zahlungsmittel. Es ist auch unklar wie die Geburt erfolgt sein soll.

[collapse]
1 2