4. Lesequartal 2021

Ich bin mit dem Lesequartal mal wieder etwas spät dran.

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Flesh & Fire – Jennifer L. Armentrout

Flesh and Fire 1 A Shadow in the Ember - Jennifer L. Armentrout

Prequel der From Blood and Ash Reihe. Ziemlich unterhaltsam und so eigenständig, dass die Lesereihenfolge egal ist.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


Cassardim Jenseits der tanzenden Nebel – Julia Dippel

Cassardim 3 Jenseits der tanzenden Nebel - Julia Dippel

Letzter Teil der Cassardim Reihe, bei dem mir das Ende nicht sonderlich gefallen hat. Aber abseits davon war die Serie klasse.

4 out of 5 stars 4/5


Jack Ryan 2 Die Stunde des Patrioten – Tom Clancy

Jack Ryan 2 Die Stunde des Patrioten - Tom Clancy

Teil zwei der Jack Ryan Reihe entspricht im groben Ablauf dem Film mit Harrison Ford. Wie üblich unterscheidet es sich in den Details. Beides – Buch und Film – ist ganz gut gelungen. Im Gegensatz zu Teil 1 ist man hier mitten im kalter Krieg Szenario.

4 out of 5 stars 4/5


Jack Ryan 1 Gnadenlos – Tom Clancy

Jack Ryan 1 Gnadenlos - Tom Clancy

Der offiziell erste Teil der Jack Ryan Reihe – nur Jack kommt nicht vor, sondern nur andere Protagonisten aus seiner Welt. Trotzdem ganz unterhaltsam, aber recht brutal. Dafür, dass das Buch schon etwas älter sind, sind die Themen ziemlich aktuell.

4 out of 5 stars 4/5


Calea – Zwischen Asche und Rauch – Alexandra Stückler-Wede

Calea Zwischen Asche und Rauch - Alexandra Stürckler-Wede

Sequel zur Elyanor Serie. Abseits der Tatsache, dass die Protagonistin schon fast mutwillig jede Falle mitnimmt gut gelungen und mit einer hohen Schlagzahl. Gerade nach den diversen Jack Ryan Büchern muss ich das mal anmerken. 😉

4 out of 5 stars 4/5


Jack Ryan 4 Jagd auf roter Oktober – Tom Clancy

Jack Ryan 4 Jagd auf Roter Oktober - Tom Clancy

Den Film mit Sean Connery kennt wohl fast jeder. Es gibt einige markante Änderungen im Film, in Summe muss ich aber ausnahmsweise sagen, dass Hollywood wirklich eher Verbesserungen gemacht hat.

4 out of 5 stars 4/5


Zwischen den Welten Daugther of Smoke and Bone – Lainy Tailor

Daughter of Smoke and Bone Zwischen den Welten 1 - Laini Taylor  Days of Blood and Starlight Zwischen den Welten 2 - Laini Taylor  Dreams of Gods and Monsters Zwischen den Welten 3 - Laini Taylor

Serie um “Engel” und “Dämonen” wobei das nur auf den ersten Blick passt. Oft nicht im stimmig aber viele Handlungswendungen.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Jack Ryan 3 Red Rabbit – Tom Clancy

Jack Ryan 3 Red Rabbit - Tom Clancy

Der dritte Teil war mir zu langweilig. Im Prinzip geht es in über 700 Seiten nur darum, dass der Papst sich kritisch gegenüber Russland geäußert hat und nun erwogen wird ihn zu töten. Der Rest ist Agentendrumherum. Dabei beschreibt der Autor auch jeden noch so kleinen Gedankengang und welche Bilder aus welchen Gründen an der Wand hängen oder eben nicht.

3 out of 5 stars 3/5


 

Zwischen den Welten – Daughter of Smoke and Bone [Serie]

Daughter of Smoke and Bone Zwischen den Welten 1 - Laini Taylor  Days of Blood and Starlight Zwischen den Welten 2 - Laini Taylor  Dreams of Gods and Monsters Zwischen den Welten 3 - Laini Taylor

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Laini Taylor

Teile der Serie:

  • Zwischen den Welten 1 – Daugther of Smoke and Bone (496 Seiten)
  • Zwischen den Welten 2 – Days of Blood and Starlight (624 Seiten)
  • Zwischen den Welten 3 – Dreams of Gods and Monsters (780 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Was denkt der sich eigentlich? Meint er vielleicht, wenn er seine Jungsteile ein wenig rumbaumeln lässt wie ein Katzenspielzeug, dann flitzt du gleich wieder hinter ihm her?«

Karou, die Hauptfigur der Serie ist kein Mensch, sie lebt aber – zumindest teilweise – in der Welt der Menschen und studiert an einer Kunstakademie. Später wechselt die Geschichte öfter zu der Perspektive eines Seraphins (auch Engel genannt, wobei der Vergleich nicht passt).

Die Magie in der Serie entspricht eher dem Voodoo und klassischen Hexen Ansatz. Magie wird mit Wünschen gewirkt, hat also nichts mit Fähigkeiten zu tun, sondern Wünsche werden gehandelt.

Ich habe noch in Erinnerung, dass die Daugther of Smoke and Bone Serie ziemlich mit Lob überschüttet wurde.

Der Einstieg viel mir aber ziemlich schwer. Die Sprachgewandtheit der Hauptcharakterin verdient schon auf den ersten Seiten Minuspunkte.

Zwei Beispiele dafür:

»Wir könnten dich brauchen«, sagte Kaz. »Nein danke.« »Du könntest eine sexy Vampirin spielen …« »Nein.« »Die Männer anlocken …« »Nein.«

Kaz hob die Hand, um eine Schneeflocke von Karous Wimpern zu streifen. Sie wies ihn sofort zurück. »Wenn du mich anfasst, kriegst du meinen Kaffee in die Fresse!«

Lass kein unnötiges Zeug in dich rein. Kein Gift, keine Chemikalien, keine Abgase, keinen Qualm, keinen Alkohol, keine scharfen Gegenstände, keine entbehrlichen Nadeln – sei es für Drogen oder für Tätowierungen – und auch keine entbehrlichen Penisse.«

Das könnte man auch vergleichbar abweisend aber deutlich interessanter schreiben / formulieren. Dazu kommt, dass man die Geschichte nicht aus der ich Perspektive von Karou / Aktiva liest, sondern von aus der Sicht eines neutralen Beobachters. Beides lässt eine deutliche Distanz entstehen. Für mich wirkt die Geschichte somit anfangs deutlich Kühler. Es ist keinerlei Erotik in der Luft.

Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an den Schreibstil.

Die Mischung zwischen Fantasie und Realwelt, die von der Autorin aufgebaut wird, also das World Building ist wirklich klasse. Die Welt ist magisch und fühlt sich sehr schnell einzigartig an. Anders als in vielen anderen Büchern, denkt man nicht direkt an Herr der Ringe, Harry Potter oder andere, sondern die Welt ist speziell und einzigartig.

Sie fand Zuzanas Körpergröße perfekt – als ob man eine kleine Fee im Wald finden würde, die man am liebsten in die Tasche stecken wollte. Obwohl die Fee in Zuzanas Fall höchstwahrscheinlich tollwütig war und biss.

Die Geschichte wird von der zeitlichen Reihenfolge bewusst in der aktuellen Zeit begonnen und springt dann in Aktivas und Karous Vergangenheit zurück. Dummerweise erzeugt der Ansatz zwar am Anfang sehr viel Spannung, da sehr viel ungewiss ist, der zeitliche Rücksprung in die Vergangenheit funktioniert dann aber leider nicht mehr, weil man sich als Leser das meiste aus den bruchstückhaften Informationen zusammen reimen kann. Den zweiten Teil des Buches fand ich somit leider wenig spannend.

Interessant ist die Mischung aus Lovestory und Antikriegsdrama. Wer auf Dramatik steht ist in der Serie übrigens gut aufgehoben, die wird maximal geboten.

Band 2:

»Meine Schwester, der Sonnenschein, und mein Bruder, das Licht. Ihr zwei solltet die Motivationsreden halten, dann hätten wir sicher schon morgen früh alle Selbstmord begangen.«

Karou hat Aktiva das Leben gerettet und zum Dank hat er ihr Volk und ihre Familie ausgelöscht. Sie hatten vor den Krieg zu beenden aber so hatten sie sich das beide nicht vorgestellt. So ist das Ende von Teil eins. Wie kann es bei dem Ende noch weiter gehen?

Es kann aber wie man schon vermuten kann, ist die Fortsetzung auch im Stil von Romeo und Julia. Karou hasst Aktiva dafür, dass er ihre Familie und ihre Rasse ausgelöscht hat. Somit will sie Rache nehmen und Widergutmachung leisten und das geht natürlich wieder nach hinten los.

»Auf der einen Seite ist die Vergangenheit, auf der anderen die Zukunft, und die Gegenwart ist nie mehr als die eine Sekunde, in der wir vom einen ins andere übergehen. Wir balancieren auf dieser Sekunde, während sie unaufhaltsam vorwärtsschnellt

Karou handelt über das den ganzen Teil dumm und naiv. Das lässt sich auch nicht beschönigen, weil es keine Einzelaktion, sondern eine Serie von Handlungen ist. Ansonsten löschen die Charaktere mal ein Volk aus, dann kämpfen sie wieder für das Gegenteil, die Handlungen sind größtenteils nicht nachvollziehbar und alle verhalten sich wie die Fähnchen im Wind, auch Thiago vielleicht, der ist zumindest beständig.

Das Drama wird natürlich auch wieder beschworen. Gegen Ende ist die Handlung schlicht nur noch vollkommen abstrus. Handlungswendungen um der Wendungen wegen ohne jeglichen Sinn.

Ich habe bereits am Ende von Teil eins das Gefühl, dass die Handlung nicht mehr viel hergibt aber Teil zwei der Serie ist mehr oder weniger wie ein Hollywoodstreifen, bei dem der Drehbuchautor bei Teil eins noch nicht im Sinn hatte, dass es mal eine Fortsetzung geben könnte.

»Meine Frau sagt gern, der Geist ist ein Palast mit vielen Zimmern. Vielleicht sorgt der Butler dafür, dass die Vertreter der Wissenschaft in einem anderen Flügel untergebracht werden als die Abgesandten des Glaubens, damit es auf den Korridoren keinen Streit zwischen den Gästen gibt.«

Obwohl ich den zweiten Teil stellenweise wirklich schlecht fand bin ich trotzdem noch Neugierig was die Autorin im dritten Teil daraus macht. Werden Karou und Ziri zusammenkommen oder doch Aktiva und sie oder sind alle unglücklich, ein typisches Dystopieende? Ich kann es aktuell nicht absehen.

Der Antikriegsansatz aus Teil 1 geht in Band zwei übrigens weitgehend verloren, da zumindest Karou zumindest Anfangs über Reche motiviert wird.

Band 3:

Eliza fand zwar, dass, wer wie sie im Glashaus saß, nicht mit Steinen werfen sollte, aber taten Religionen das nicht immer? Einander mit argwöhnisch zusammengekniffenen Augen betrachten und verkünden: »Mein nicht beweisbarer Glaube ist viel besser als dein nicht beweisbarer Glaube. Ätsch.«

Im zweiten Teil der Serie ist die Handlung nicht sonderlich voran gekommen. Im Prinzip ist die Ausgangslage noch vergleichbar mit dem Stand vom Ende von Teil 1. Karou und der Wolf haben versucht eine Armee aufzustellen (Karou immer in der Gefahr erneut vom Wolf getötet zu werden). Faktisch haben sie aber nicht viel erreicht, außer ein paar Terroranschlägen. Währenddessen versucht Jael die Welt der Menschen zu erobern.

In Teil drei passiert immerhin deutlich mehr als in Teil 2. Der rote Faden in der Gesamtgeschichte ist aber überschaubar. In der zweiten Hälfte des dritten Bandes ist am ehesten ein vorankommen in der Hauptgeschichte zu spüren.

Hoffnung zu haben fühlte sich an, als würde er über einem Abgrund hängen und ihr das Seil in die Hand geben. Sie könnte ihn vernichten, wenn sie wollte.

Ansonsten stellt sich mir auch die Frage was man als Leser überhaupt liest? Eine Liebesgeschichte? Nicht wirklich, Dystopie – irgendwie schon aber in einer Fantasy Realwelt Mischung mit Pseudoengeln und Pseudodämonen (beide habe nichts mit Himmel und Hölle zu tun).

Das nachvollziehbarste sind wohl die Reaktionen der Menschen. Die Charaktere handeln – wie schon in den Vorgängern – überwiegend dumm (netter kann man das wirklich nicht formulieren). Im letzten Teil gibt es genau eine einzige Aktion, wo Charaktere mal vorher über ihre Handlungen nachgedacht haben.

In Teil drei wird die Geschichte aus mehr Perspektiven erzählt, als man das in den beiden Vorgängern gewohnt ist.

Fazit:

Die ganze Serie sagt mir nicht übermäßig zu. Der zweite Teil des letzten Bandes ist der beste Teil der Serie und die Haupthandlung kommt voran.

Die Autorin war kreativ und die Geschichte hat mich über alle drei Bände nicht direkt an eine andere Geschichte erinnert – der Weltenbau ist der Autorin sehr gut gelungen.

Das ist heutzutage durchaus eine Leistung. Wenn in anderen Büchern Magie im Spiel ist, denkt man oft an Harry Potter, wenn es um Fantasy geht, findet man oft parallel zum Herrn der Ringe. Das hat die Autorin gut umgangen.

Aber was ist eigentlich die Geschichte? Eine Lovestory, bei der die Protagonisten aus Rache ganze Völker auslöschen? Drama absolut maximiert? Eine Dystopie? Die Haupthandlung dümpelt oft vor sich hin und es ist kein roter Faden erkennbar.

Die ganze Geschichte liest sich weitgehend deprimierend. Dazu kommt, dass Handlungen oft nicht nachvollziehbar oder glaubwürdig sind. Das Ziel der Autorin sind offenbar viele Handlungswendungen, die oft aber keinen Sinn ergeben. Wer das mag, ist mit der Serie gut bedient.

Dabei ist die Serie trotzdem nicht langweilig, man ist durchweg motiviert weiter zu lesen aber eine befriedigende Geschichte / Unterhaltungsliteratur war es für mich zu keinem Zeitpunkt.

Das Ende ist konsequent. Nach dem ganzen Drama ist ein durchweg befriedigendes Ende wohl nicht im Rahmen des Möglichen gewesen. Denn irgendwie ist mir zumindest nicht so ganz klar, ob die große Geschichte und der große Kampf erst noch folgt.

Ein bisschen habe ich mich gefühlt, wie es einem nach bestimmten Kinofilmen geht: Am Ende stellt man sich die Frage, ob es einen irgendwie weiter gebracht hat, dass man den Film gesehen hat oder man eher Zeit verschwenden hat.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Enthüllungsprojekt / Kunstschule – was kann das wohl sein? 🙂
  • Uh, wie dramatisch. Karou hat ihre Unschuld verloren. Dazu gehören wohl zwei und wenn sie sonst keine Sorgen hat …
  • Das mit den Zähnen als Währung für große Magie ist reichlich dünn. Zähne von Toten zu bekommen ist ja nun wahrlich nicht schwierig mit ein wenig krimineller Energie.
  • Wenn Engel so auffällig sind, dann müsste es massenhaft Sichtungen geben.
  • Was für ein Zufall, dass Karou beim ersten Mal den Hinweis auf die Handabdrücke vergisst, beim zweiten Mal jemand zu Besuch ist und die Schlangenfrau scheinbar blind ist oder die Abdrücke nicht sieht (wie sich später Zeigt ist es wohl eher Blindheit, denn Karou ist nicht besonders). Auch später erwähnt Karou die Abdrücke nicht. Es ist ja auch überhaupt nicht seltsam, wenn plötzlich auf allen magischen Türen Handabdrücke auftauchen, nicht der Erwähnung wert und Karou ist natürlich die Einzige die Notiz nimmt, obowhl ständig Kunden ein und aus gehen.
  • Wie / wo erfährt man den was man besitzt, wenn der Besitz über die ganze Welt verteilt ist?!
  • Liraz und Hazael haben die Magie bemerkt, mit der Aktiva von Karou angegriffen wurde, weil sie beim Kampf zugesehen haben, tauchen aber erst einen Tag später auf? Total sinnfrei.
  • Wieso kommt Aktiva so viel später an als Karou? So lange wird die Unterhaltung der Seraphim wohl kaum gedauert haben.
  • Aus Zähnen entstehen neue Körper? Etwas dünn. Davon mal abgesehen, wieso hat eine Seele Erinnerungen?
  • Das Konzept das Magie nur im Austausch gegen Schmerzen gewirkt werden kann ist mir so noch nicht begegnet – kreativ aber nicht nachvollziehbar.
  • Eigentlich ist die Geschichte am Ende von Band 1 vorbei, oder? Aktiva hat Brimstone getötet und somit “Frieden” gebracht, wen auch nicht so wie er und Karou das vorher geplant hatten.
  • Sehr naheliegend sich mit jemanden zu paktieren, der einen zur Befriedigung seiner Gelüste ermordet hat
  • Natürlich, Karou ist an allem Schuld. Und wer war der Vollidiot, der einem Seraphin das größte Geheimnis anvertraut hat?
  • So ruhmreich sich das auch anhört, ein General darf nicht ständig bei der Schlacht sterben, ob nun mit Widererweckung oder ohne, denn wegen fehlender Führung gehen Schlachten verloren – das ist also eher dumm und kein Merkmal eines guten Generals.
  • Das mit der IP Adresse und der Mail ist ja eine nette Idee, funktioniert aber in der Regel nicht, weil man dafür entsprechende Logs benötigt, die man bei einem Mailaccount bei einem Fremdanbieter nicht hat, man muss also schon eher einen eigenen Mailserver haben und auch dann kann man nur die letzte Station nachvollziehen.
  • Joram ist einer der Anführer der Seraphin und seine eigenen Kinder sind Sklaven, alle anderen Seraphim werden besser behandelt? Ziemlich unglaubwürdig. Zumal die vermeintlich beste Armee nichts als Gegenleistung bekommt. Das würde wohl kaum funktionieren.
  • Die Aussage “»In ganz Eretz gibt es nicht genügend Schlösser für all die Bastarde, die ich gezeugt habe«, und damit sogar eine simple Absage am Ende in ein Loblied auf seine Männlichkeit verwandelt.” ergib keinen Sinn, wenn es weniger als 300 lebende Unselige gibt.
  • Super Idee von Karou ihre Freunde dem Wolf vorzustellen. Ein besseres Druckmittel hätte sie ihm nicht geben können. Zuzana zusätzlich noch das Wiedererwecken beizubringen, ist noch besser. Damit macht sie sich ersetzbar und beide können mit der jeweils anderen erpresst werden. Karou selbst kommst so spät dahinter, dass Ten sie ersetzen sollte, als der Leser sich nur noch fragen kann wie man so naiv oder eher dumm sein kann. Dann braucht sie noch mal deutlich länger um zu verstehen, dass ihre Freunde in Gefahr sind.
  • Erst kommen Karous Freunde und sie arbeitet nicht, dann kommt Issa und Karou arbeitet nicht, ich glaube ja kaum, dass Thiago sich das gefallen und sich auch noch unbewacht lassen würde – gut nachher wird sie dadurch schneller aber die Zeit hätte er ihr nicht gegeben, basierend auf seinen bisherigen Handlungen.
  • Wie hat Jael denn 40 Leute in den mit 7 Toren und Wachstufen versehenen inneren Palastbereich geschafft?
  • Es wird beschrieben, dass Aktiva die Aktionen voraussieht, aber Jael verschwindet einfach, obwohl Aktiva schneller reagieren kann, als jemals zuvor?
  • Die besten Kämpfer von Thiago lassen sich einfach so abmurksen
  • Wieso lässt Karou sich zur Grube bringen, wo sie doch gleich hätte kämpfen können? Stattdesseng geht sie wie ein braves Lamm zur eigenen Schlachtung – wobei der Vergleich hinkt, denn das Lamm weiß ggf. nicht was ihm blüht. Das sie das überlebt, hat mehr mit Glück zu tun.
  • Wieso haben Zuze und Mik offenbar alle Zeit der Welt? Sei studiert und er arbeitet.
  • Wieso sollte Karou Schraubzwingen zum Magiewirken brauchen, wenn eh ihr ganzer Körper schmerzt?
  • Das Karou Tote heilen kann ist der Autorin gerade eingefallen, wo sie es brauchte, oder? Es ist immer schön, wenn Autoren Regeln ihrer eigenen Welt über Bord werfen, wenn sie gerade stören.
  • In einem geschlossenen Raum jemanden zu verbrennen, der gestorben ist: Geniale Idee – muss man dazu noch was sagen?
  • Natürlich hat Jael überlebt, der ganze Turm wurde zerstört, aber zwecks Drama kann der Bösewicht doch nur überlebt haben.
  • Die Gefahr, dass Aktiva kurzfristig die Tore schließt ist wohl eher gering, wenn er nicht mal weiß wie … später werden sie einfach mit Feuer geschlossen – wo auch immer das wissen entstanden ist, dass das geht
  • Karou hat diverse Verbündete unter den Chimären aber genau die werden nicht widerbelebt.
  • Welchen Sinn macht es für die Rebellen die Basis in der Menschenwelt aufzugeben?
  • Ich habe arge Zweifel, dass man vor Kälte zitternd schlafen kann, ich kann (und ja, ich hab das schon getestet)
  • Wie hat man eine Leiche im Schlepptau und trägt gleichzeitig eine andere?
  • Das Gabriel Toth das Handy überlässt ist ja so glaubwürdig, nachdem Gabriel selbst erwähnt hat, dass Toth und Eliza sich hassen
  • Wie sollen die lebenden Schatten Soldaten im Schlaf kampfunfähig machen ohne sie zu töten?
  • Nachdem Eliza Verrat begangen hat (so wäre die Auslegung wohl in den USA), darf sie einfach so gehen? Zumal die Aussage mit der Abstammung von einem Engel wohl schon dafür gesorgt hätte, dass sie die nächsten Jahr eingesperrt in einem Labor verbringt (zumindest in der Situation, sonst wohl eher in der Psychiatrie). Das sie ja so schlau ist, wäre ihr das natürlich vorher schon klar gewesen.
  • Wieso kann Virko sich unsichtbar machen?
  • Wenn man sich nicht Technik nicht auskennt, sollte man nicht darüber schreiben: Es werden verschlüsselte Fotos erwähnt und eine sichere Museums Maildresse geschickt? Wenn die Fotos verschlüsselt sind, hätte Toth sie nicht öffnen können, auch wenn Toth Zugriff auf das Handy von Eliza hat. Davon abgesehen glaube ich kaum, dass jemand Fotos verschlüsselt, der nicht mal ein Passwort für sein Handy benutzt. Was soll bitte eine sichere Maildresse sein?! Mail ist grundsätzlich kein sicheres Medium, so lange man die Mails nicht verschlüsselt oder ausschließlich ein eigener Mailserver mit verschlüsselter Übertragung benutzt wird (sobald man Mails an andere Mailserver schickt, müssen sie wieder verschlüsselt sein, sonst sind sie nicht sicher). Dann geht es weiter: Die Fotos wurden von ihrer Maildresse verschickt. Mit Verlaub: Weiß heute nicht jeder, dass man jede beliebige Mailadresse als Absender einsetzen kann? Das beweist überhaupt nichts.
  • Wie darf man sich die Landung in Tamnougalt vorstellen? Monster, Engel und ein weltbekannte Mädchen mit blauen Haaren landen in einer Hotelanlage und werden plötzlich sichtbar?
  • Wenn Karous Fakeoma nur etwas getan hat, wenn sie dafür entlohnt wurde, dann ist es ziemlich unlogisch nun davon auszugehen, dass sie etwas ohne Entlohnung macht. Und für ein paar Wesen aus einer anderen Welt lässt sich doch sicher eine entlohnende Verwendung finden … Und es kommt natürlich genau so, wie es vorher für jeden außer für die Charaktere des Buches absehbar war.
  • Schon ironisch, dass Aktiva mit seinen Aktionen dafür gesorgt hat, dass Karou ihn nicht begleiten kann / will, weil sie ihr Volk retten – wobei das ist der falsche Begriff, wenn man Tote wieder zum leben erweckt, oder? – möchte.
  • Das was Karou macht ist ja total hilfreich: Durch die Gegend wandern und ab und an mal eine Seele finden – da ist es absolut nachvollziehbar, dass die Aufgabe absolut essentiell für das Universum ist und sie keinesfalls bei Aktiva sein kann. Ich glaube eine so gekünstelte Dramageschichte habe ich noch nie gelesen. Gegen den Dramafaktor sieht selbst die Biss Serie blass aus.
  • Natürlich, warum sollte man seine Klingen benutzen, wenn es darum geht das eigene Leben zu verteidigen. Das ist bestimmt kein Notfall.
  • Wieso kann Aktiva irgendwen auf beliebige Distanz in Flammen aufgehen lassen, während andere Seraphim das scheinbar nicht können? Bekannt ist seine Fähigkeit ja offenbar. Wie so vieles ergibt das keinen Sinn, genauso, dass das Mail vorher nur Karou und sonst niemanden aufgefallen ist, obwohl es an jeder Tür war.
  • Das mit den Bestien ergibt keinen Sinn. Die 12 Auserwählten öffnen Portale zu anderen Welten und schließen Sie wieder. Dann werden sie on der Dunkelheit verfolgt, die plötzlich auch weiß “die Dunkelheit” wie die Portale geöffnet werden. Vorher konnte “die Dunkelheit” das natürlich nicht.
  • Der Gefallene ohne Beine springt Esther an und zeigt sich vorher dem Vatikanvertreter, damit der hinreichend entsetzt ist und Esther anruft, die der Gefallene nicht kennt?!
  • Wo kommen am Ende eigentlich die ganzen Zähne her um ein ganzes Volk zu erwecken, nachdem vorher die Zähne ständig aus der Welt der Menschen geholt wurden?
  • Bei einem neuen Körper wäre Ziris Stimme nicht “seine” Stimme, sondern würde von dem neuen Körper bestimmt
  • Wie kann den Niemand wissen, wo die Sturmjäger ihre Nester bauen?! Die Tiere sind laut Beschreibung riesig und nicht zu übersehen. Wenn man versucht hat sie zu fangen, wäre es doch ggf. auch Sinnvoll gewesen sie vorher zu beobachten – was einen irgendwann zu den Nestern führt.
  • Das Ananke Konzept ist ja klasse, damit kann man einfach alles rechtfertigen. Mein Ananke hat mir vorgegeben, dass ich es machen musste …

[collapse]

Secret Elements [Serie]

Scret Darkness Im Spiegek der Schatten - Johanna Danninger    Secret Elements 1 Im Dunkel der See - Johanna Danninger  Secret Elements 2 Im Bann der Erde - Johanna Danninger  Secret Elements 3 Im Auge des Orkans - Johanna Danninger  Secret Elements 4 Im Spiel der Flammen - Johanna Danninger

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Danninger

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

Taschenbuch

Rezension und Inhalt:

Prequel:

Achtung, das Prequel nimmt einen Teil der Hauptgeschichte vorweg. Ihr könnt euch also entscheiden, ob ich euch einen Teil der Spannung in der Hauptserie nehmen wollt aber dafür die Geschichte so lesen wollt, wie sie zeitlich abgelaufen ist oder ob ihr die Spannung in der Hauptserie aufrechterhalten wollt. Wenn ihr euch für letzteres entscheidet, bitte hier nicht weiterlesen, sondern zu Buch 1 springen! Ich gehe bei dieser Rezension davon aus, dass ihr erst die Hauptstory gelesen habt. Falls ihr die Bücher in der zeitlich korrekten Reihenfolge lest, dann werdet ihr durch die Rezension gespoilert!

Spoiler

»Jack, hast du eigentlich gewusst, dass unser Team die höchste Frauenquote aller Avalon-Einheiten hat?« Leah rief belustigt: »Wenn’s dir zu viel wird, Stanson, kann ich gern ein Wörtchen mit dem General reden!« »Nein«, antwortete er gedehnt. »Drei sollten zu schaffen sein.«

Im Prequel wird die Geschichte von Luisa und Alator erzählt, also der Mutter und dem Vater von Jay.

Im späteren Verlauf tritt ihre Mutter als Füchsin auf, weil sie von der Dunkelheit übernommen wurde und ihr Vater ist unterdessen General.

Wer die drei Hauptbücher kennt, der kennt auch schon den Storyverlauf in dieser Geschichte, da der Grobabriss bereits im der Hauptserie behandelt wird.

Luisa hat ihre Ausbildung als Special Forces Mitglied gerade beendet und wurde in Team 6 aufgenommen.

»Glaub mir«, sprach er weiter, »ich weiß genau, wie du dich jetzt fühlst. An keinem von uns geht so etwas spurlos vorüber. Aber genau das unterscheidet uns von skrupellosen Mördern. Sei dankbar für diesen Schmerz, denn er ist der beste Beweis dafür, dass du zwischen Gut und Böse unterscheiden kannst.«

Das Buch erzählt von ihren ersten Einsätzen, von der aufkommenden Beziehung mit Alator (wobei die sich Anfangs nicht gerade andeutet), ihrer Schwangerschaft und der Dunkelheit, die von ihr Besitz ergreift.

Als roter Faden zieht sich durch das Buch der Aufstieg der Dunkelheit. An dem war Team 6 alles andere als unschuldig. Im Prinzip war Jays Mutter also Schuld daran, dass die Dunkelheit überhaupt in die Welt zurückkehren konnte. Man könnte deren Handeln schon als Beihilfe bezeichnen.

Als Vorgeschichte füllt das Buch zwar einige Lücken aber aus meiner Sicht ist es verzichtbar. Mein Bild von Jays Mutter ist jetzt auf jeden Fall um einiges schlechter als vorher. Sie hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Dunkelheit in die Welt zurückkehren konnte und auch, dass sie sich in ihr manifestiert hat.

Die ganze Handlung in dieser Geschichte ist weitgehend unlogisch und die Aktionen der Agenten unlogisch und unprofessionell. Es macht keinen Sinn dem Unbekannten Terroristen seine „Wünsche“ zu erfüllen, da er überhaupt keinen Grund hat, seine Drohungen danach nicht trotzdem zu erfüllen.

Die Charaktere verhalten sich unglaublich naiv. Für mich ist das Prequel deutlich schlechter als der Rest der Serie und leider extrem unglaubwürdig.

[collapse]
Buch 1:

Birgit machte keine Anstalten, unser Zimmer an diesem Abend wieder zu verlassen. Nicht einmal, um noch ein zweites Mal kotzen zu gehen. Dabei malträtierte sie sich schon wieder seit einer Weile selbst mit einem dieser abartigen Modemagazine, in denen kein Model auch nur annähernd vierzig Kilo wog.

Jessica lebt in einem Heim, weil ihre Eltern sie als Baby weggeben haben. Wer ihre Eltern sind weiß sie nicht und auch nicht warum ihre Eltern sie verlassen haben. Das Heim nimmt schwierige Fälle auf. Dort wohnen Jugendliche,  die sich irgendwo zwischen normal und kriminell befinden.

Jessica ist an einer öffentlichen Schule und hat ihr Abi fast in der Tasche. Da sie sich auch an der Schule nichts gefallen lässt, ist sie dort allerdings auf Bewährung. Falls sie noch mal beim Direktor wegen irgendwas erscheinen muss, dann fliegt sie von der Schule. Jessica ist Außenseiterin und versucht möglichst nicht aufzufallen. Das zeigt sich auch mit ihren überwiegend schwarzen Klamotten.

»Okay, sieh’s dir einfach mal an. Ich hab echt keine Lust, mich wieder mit Abwehrraketen herumzuärgern.« »Glaubst du etwa ich? Beim letzten Mal musste ich den ganzen Kotflügel erneuern!«

In der Schule gibt sie sich mühe und hat einen sehr guten Notenschnitt.

Als sie an einem Tag auf einer Bank sitzt und liest, setzt sich eine seltsame Frau zu ihr, die ihr ein Amulett schenkt. Das Amulett stellt sich als ein sehr mächtiges Artefakt heraus, dass Jessica allerdings auch nicht mehr ablegen kann.

Plötzlich wird in kürzester Zeit ihre Welt auf den Kopf gestellt und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Einer von der Sorte, die tagsüber ihre Ausbildung zum kaufmännischen Fachangestellten in der Küchenabteilung eines Möbelhauses absolvierten und nach Sonnenuntergang glaubten, sie könnten einen auf Turntable-Gottheit machen, um Weiber aufzureißen.

Ich will nicht zu viel Verraten, daher versuche ich es mit einem Vergleich: Wenn ihr an Man in Black / die Unglaublichen und James Bond denkt, habt ihr ein grobes Bild von dem was im Buch passiert. Das Ganze wird auch ohne große Vorwarnung und nach einer recht überschaubaren Einleitung auf den Leser losgelassen. Man fühlt sich also ähnlich überrumpelt wie Jessica.

Das Grundkonstrukt der Geschichte ist nicht außergewöhnlich: Jessica als Heldin wider Willen hat die Last, die Welt zu retten. Ansonsten gibt es hier die Paarung: Bad Boy vs. kratzbürstige Hauptakteurin was teilweise recht unterhaltsam ist.

Ich musste dringend hier weg. Die waren doch allesamt nicht ganz dicht. Vermutlich bereiteten sie sich gerade darauf vor, mich als Opfergabe in einen Vulkan zu schmeißen – oder was Sektenanhängern sonst noch einfiel.

Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Fantasy mit Magie und Science Fiction und lässt sich nicht so richtig einordnen – was ich ganz Abwechslungsreich finde. Weiterhin hat die Autorin wirklich mächtig viel Fantasie.

Jessica ist ein klassischer Fall von harter Schale, weicher Kern. Nach außen ist sie unheimlich schlagfertig und teilt kräftig aus, sowohl mit Worten als auch mit Fäusten. Ihre Gedanken stehen dazu aber im krassen Gegensatz. Sie macht innerlich einen recht besonnenen Eindruck und ist auch deutlich gebildeter, als man ihr das auf den ersten Blick zutrauen würde. Zusätzlich ist sie eine gute Beobachterin.

Ich erstarrte und gab keinen Ton von mir. Ich hatte genügend Horrorfilme gesehen, um zu wissen, dass man sich von blassen, schwarzhaarigen Kindern an seltsamen Orten dringend fernhalten sollte. So leise ich konnte, schlich ich rückwärts.

Das macht sie zu einem interessanten Charakter.

Die Schreibweise im Buch, sowie die Art von Jessica sind frech, unkonventionell und frisch.

Buch 2:

Nachdem Jay im ersten Teil aus ihrer vertrauten Umgebung in eine ziemlich schräge Science Fiction / Fantasy Welt entführt oder auch gerettet wurde, kennt sie nun ihre Aufgabe und ihre Gegnerin. Sie hat von einer Göttin (irgendwie ziemlich viele Frauen in Führungspositionen) ein Amulett bekommen, mit dem  sie die Kraft der Elemente nutzen kann. Damit soll sie die Gegenspielerin, die die dunkle Seite verkörpert, vernichten. Sie hat nur leider keine Ahnung wie. Aber sie hat immerhin Team 8 und die Agency auf ihrer Seite.

Andere gruben sich einen Weg durch den Berg – ich sprengte ihn lieber. Und Lee hatte offenbar seinen Spaß daran, mich regelmäßig explodieren zu lassen.

Bevor sie mir ihrer Gegenspielerin aufnehmen kann, muss sie aber noch 3 Elemente finden und sich als Würdig erweisen.

Wird ihr das gelingen oder ist die dunkle Seite stärker?

Die Zusammenfassung vom ersten Teil am Anfang des Buches ist recht einfallslos und hab ich schon länger nicht mehr so schlecht verpackt gelesen.

Das Gefühl von Freiheit erfasste mich. So war das bei mir schon immer gewesen, wenn ich mich inmitten der Natur aufhielt. Ich fühlte mich akzeptiert und verstanden. Hier dachte niemand Schlechtes über mich. Die Natur urteilte nicht.

Das im ersten Buch begonnene Geplänkel zwischen Lee und Jay, die beide Sturköpfe sind, geht im zweiten Teil natlos weiter.

Bei dem Buch musste ich mal wieder an mein Studium denken. Bekanntes mit unbekanntem oder Neuem mischen. Wie auch in vielen anderen Büchern werden in dem Buch bekannte Dinge – der Bau der Pyramiden, die Artussage wir komplett neu geschrieben, der angebliche Ufoabsturtz in Roswell neu erklärt, Gott und auch die Evolutionstheorie. Richtet euch darauf ein, dass ihr einiges neu erklärt bekommt.

Über meine finanzielle Situation in der Anderswelt hatte ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Doch ich war eher davon ausgegangen, als Retterin der Menschheit ehrenamtlich unterwegs zu sein.

Wie man bereits an den Namen der Bücher erkennt, wird ein Element pro Buch behandelt. In diesem Buch geht es oh Wunder um die Erde und das Erlernen der Nutzung der Fähigkeiten, die mit dem Wasser in Zusammenhang stehen.

Ganz so viel Action und Überraschungen wie im ersten Teil gibt es im zweiten nicht. Es gibt aber einige neue Charaktere, die zur Bereicherung der Geschichte Beitragen.

Buch 3:

»Mirraka ist Volk der Gastfreundlichkeit. Aber nie danke oder bitte und nur über Essen schimpfen, dann kein Freude mehr macht. Die Großgeratenen immer meckern.«

Nachdem Jay nun die Elemente des Wassers und der Erde benutzen darf und erneut eine unerfreuliche Begegnung mit der Füchsin hatte, steht nun ihre Ausbildung als Agentin bevor. Wird sie diese Herausforderung bewältigen können? Aus Lee wird sie nach wie vor nicht schlau. Sie weiß nur, dass er ein außerordentliches Talent hat sie auf die Palme zu bringen.

Das zeigte wieder einmal deutlich, dass man sich stets ein eigenes Bild machen sollte und niemals auf vorgegebene Meinungen verlassen durfte. Vorurteile konnten so vieles zerstören.

Jay bekommt ihre elementaren Energien immer besser unter Kontrolle. Zusätzlich ist sie in deutlich mehr Action und Abenteuer verstrickt als im zweiten Teil. Sie wird immer selbstbewusster, außer wenn Lee mal wieder eine kritischen Blick oder kritische Bewertung ablässt, dann trifft sie das hart.

Jay hält übrigens nach wie vor nichts davon ihre Weiblichkeit zu präsentieren. Insofern ist folgendes Situation für sie schon als Bahnbrechend zu bezeichnen:

Zögernd öffnete ich meinen Mantel und präsentierte ihr mit einem angedeuteten Knicks mein neues Outfit. »Verschärft!«, kommentierte Sina. »Gute Arbeit, Samy.«

»Niemand kann sich seine Wurzeln aussuchen. Entscheidend ist, was man daraus wachsen lässt.« Der Kater legte den Kopf schräg. »Meine Güte, das war ja fast schon poetisch.«

Spätestens bei ihrem Geburtstag merkt man, dass Jay in der Anderswelt angekommen ist. Sie hat wirklich tolle Freunde gefunden.

Mehr fällt mir zu dem Band nicht ein, ohne zu viel zu verraten. Selber lesen! Das ist der bisher beste Teil der Serie.

Etwas unglaubwürdig ist wie einige Leute im Buch vehement die Gefühle füreinander ignorieren. Brett vorm Kopf ist da fast noch untertrieben.

Dann machte ich sogar noch einen kleinen Knicks. Der Garako beobachtete meine Bemühungen mit hochgezogenen Augenbrauen. »Hast du zu viel Game of Thrones gesehen?«, fragte er. … »Ich habe dich eingeladen, um dich kennenzulernen. Nicht, um zu sehen, wie du glaubst, sein zu müssen. Und nun folgt mir, bitte.«

Am Ende des Buches wird Jay mit einer Schrecklichen Neuigkeit konfrontiert, die sie alles hinterfragen lassen.

Buch 4:

Nachdem Jay bei ihrer Geburtstagsfeier erleben durfte, dass sie in der Anderswelt angekommen ist und dort wirklich tolle Freunde gefunden hat, gab es mehrere schwere Rückschläge. Die Füchsin war überhaupt nicht in Jays Eisblock gefangen, sondern hat diesen nur als Illusion erschaffen um im das Agency Gebäude zu gelangen. Sie flieht und es gelingt ihr das Buch der Worte zu stehlen, mit dem die Welt zerstört werden kann. Weiterhin offenbart sie Jay, dass ihr Körper der ihrer Mutter ist. Daraufhin sieht Jay sich nicht in der Lage die Füchsin zu töten.

»Vielleicht hätte ich es verhindern können.« »Hätteft du nicht.« »Woher willst du das wissen? Du warst nicht dabei.« Er lächelte milde. »Aber ich bin jepft hier und in deinen Augen erkenne ich, daff du ef verhindert hätteft, wenn du ef gekonnt hätteft. Daf genügt mir.«

Aber wie soll es nun weitergehen?

Die Zusammenfassung der Vorgängerteile kommt auch hier wieder mit dem Holzhammer – stur runter gespult. Das geht eindeutig besser.

Die Bedrohung durch die Füchsin wird deutlich realer aber im finalen Teil war das nicht anders zu erwarten. Glücklicherweise haben sich auch Jays Fähigkeiten weiterentwickelt.

Bei der Fluch der Füchsin hat jemand aus dem internen Kreis, vielleicht sogar jemand aus Team 8 mitgeholfen. Aber ist das wirklich möglich? Alle im Team sind wie Freunde für Jay, außer Lee vielleicht aber zu dem ist ihre Verbindung vielleicht sogar noch stärker.

Sein Brustkorb hob und senkte sich, Captain Leannán Aherra wartete auf meinen Befehl. Das war das Faszinierendste, was ich je erlebt hatte.

Im letzten Teil werden alle offenen Handlungsstränge eingefangen und der Leser wird mit wirklich diversen ungeahnten Entwicklungen konfrontiert. Wirklich klasse gelöst.

Jay ist ein toller Charakter und trägt das Herz am richtigen Fleck. Bei Lee ist das auch so, auch wenn er es meistens nicht zeigen kann oder will.

Der letzte Teil stellt ein sehr würdiges Ende der Serie dar. Den Epilog hätte ich persönlich mir länger gewünscht. Ich hätte gern noch mehr mit Jay, Lee und Team 8 erlabt.

Fazit:

Die Serie ist mal “was anderes” trifft es ganz gut. Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Die Unglaublichen, Men in Black und James Bond. Das Genre ist irgendwo zwischen Science Fiction, Fantasy und Realwelt angesiedelt und die Charaktere sind frisch und Abwechslungsreich. Jay hat keine schöne Vergangenheit gehabt aber genau das hat sie zu dem gemacht was sie ist. Jay ist ein Dickkopf und wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Wer sich auf ein absolut phantastisches Abenteuer mit Special Forces / Agenten einlassen will, ist hier genau richtig.

»Du trägst eine wundervolle und gute Seele in dir, Jessica«, sagte er leise. »Vergiss das niemals.« … »Du hast nun die Erlaubnis, auf meine Kraft zuzugreifen. Nutze sie klug, dann wird sie dir treu zur Seite stehen.«

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5 (ohne Prequel – mit Prequel 4,0)

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde es etwas seltsam, dass Jay bis zum Gespräch mit Ivan nicht nach ihrem Schulabschluss fragt. Die Agency sollte es ihr doch ermöglichen können so kurz vor dem Abi den Abschluss zu bekommen.
  • Das man Handys per GPS verfolgen kann, wenn sie ausgeschaltet sind, ist quatsch
  • Geht es nur mir so oder findet ihre den kauzigen Alfred auch klasse?
  • Hab ich was verpasst? Die Tuata wurden von Danu erschaffen, die Miraka von dem Erdelementar geschaffen, die Meermenschen vom Wasserelementar, die Feuerelfen vom Feuerelementar. Die Felidae Linguae kommen aus dem Labor. Woher kommen Feen, Gnome, Pegasi usw.?
  • Lee zieht mit Jay ohne Verstärkung los um Samira zu befreien? Und das nur, weil er ihr eigentlich nicht glaubt? Ja klar, ist ja auch überhaupt nicht gefährlich für Jay und macht total Sinn, nachdem er sich vorher ständig um sie gesorgt hat.
  • Wie überlebt die Füchsin ohne Nahrung, Wasser, Luft in einem Eisblock?
  • Logisch ist es nicht, dass Team 8 regen Kontakt zu Praktikanten hält, die später möglicherweise die Ausbildung beginnen und dann nach Ausbildungsstart wird so getan, als wenn man sich nicht kennen würde.
  • Wieso hat die Füchsin so lange gewartet, um sich das Buch zu holen?
  • Wieso sind die Menschen eigentlich lt. Serie angeblich so machtgierig und die Tuatha nicht? Angeblich unterscheidet Menschen und Tuatha lediglich eine minimale Mutation, die ihnen erlaubt Magie anzuwenden, die in dieser Serie aber wissenschaftlich erklärt wird. Warum sollten sie sich also anders verhalten als Menschen, wenn das der einzige Unterschied ist? Generell rechtfertigt ein derart kleiner Unterschied eigentlich auch keinen Begriff für eine andere Spezies. Das sind eher Unterschiede vergleichbar mit der Hautfarbe oder anderen Besonderheiten wie der Fähigkeit Milch zu verarbeiten.
  • Die Agency ist komplett mit hightech ausgestattet aber die Erfindung von Spracherkennungsssoftware ist an ihr vorbeigegangen?
  • Jay sieht aus wie ihre Mutter und somit die Frau des verstorben geglaubte Frau des Generals und er merkt das nicht?
  • Im Prequel heißt es zuerst, dass der Leichnam nicht in den Händen der Special Forces ist und dann wird der Tatort besichtigt und er liegt dort einfach noch, obwohl die Spurensicherung durch ist?
  • In der Kirche die Pläne auszuplaudern ist sehr Intelligent …
  • Der ominöse Fremde hat einen Hightechjet, der mit Angriffsraketen aufgestattet ist, die der Jet von Luisa offenbar nicht hat (also besser ausgestattet als ein moderner Jet von der Agency) und natürlich versagen Luisas Fähigkeiten genau dann, wenn es darauf ankommt.
  • Mit einem Geländewagen im Iran 850km in einer Tagesreise? Ich habe starke Zweifel
  • Äh, klar. Luisa ist frisch im Team und nimmt diverse Fettnäpfchen mit und fällt lediglich durch Ehrgeiz auf und schon denkt die Anführerin von Team 6 darüber nach sie als ihre Nachfolgerin vorzuschlagen. Genau so läuft es beim Militär ab… vollkommen unrealistisch. Und die Teammitglieder haben abseits von Tory alle kein Problem damit übergangen zu werden.
  • Was bitte schützt der untergetauchte Zwergenklan, wenn es dort überhaupt nichts zu beschützen gibt, wenn das Bruchstück eh woanders ist?
  • Die Analyse des Virus ist ja hochgradig professionell – sinngemäß wir haben 0 Ahnung aber Virus ist hochgefährlich.
  • Wieso sollte der unbekannte den „Virus“, der die Anderswelt auffliegen lässt nicht benutzen. Da er eh die Dunkelheit freilassen will, spielt ein Krieg ihm nur in seine Hände. Das passiert natürlich auch. Die Zeilen habe ich übrigens geschrieben, bevor ich die Stelle im Buch erreicht habe. Das war so vorhersehbar.
  • Das der Unbekannte mehr mit Luisa vor hat ist auch offensichtlich, sonst hätte er sie schon mehrfach umbringen können. Im Prinzip sagt Alator das Endergebnis ziemlich gut voraus.
  • Wie soll denn der Plan gewesen sein um den Unbekannten von seinen Taten abzuhalten? Luisa begibt sich vollkommen hilflos in die Hände des unbekannten, der lässt James frei und danach nimmt ihn fest? Wohl kaum. Warum erschießt Elly ihn nicht einfach?
  • Der Sabotageakt auf den Jet lt. Beschreibung und der weitere Verlauf ist nicht nachvollziehbar. Alator ist bewusstlos und Luisa gibt ihm einen schubs in Richtung Wasseroberfläche. Da hätte ihn wohl kaum vor dem Ertrinken bewahrt. Wie erklärt sich das verschwinden von Luisa? Das sie ihr Kind zur Welt bringt ohne jemanden auf sich aufmerksam zu machen mag nachvollziehbar sein, weil sie ihr Kind beschützen will. Wovon sie gelebt hat aber z.B. nicht, denn da sie für tot gehalten wurde, hatte sie keinerlei Zahlungsmittel. Es ist auch unklar wie die Geburt erfolgt sein soll.

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