Awesome Blogger Award [Kommentar]

Zuerst danke an Tilly für die Nominierung.

Regeln, um Teil des Awesome Blogger Award zu sein:

  • Danke der Person, die Dich nominiert hat. -> Erledigt, siehe oben.
    Kennzeichne den Beitrag mit #awesomebloggeraward. -> Erledigt
  • Beantworte die Fragen, die Dir gestellt wurden. -> Erledigt
  • Nominiere mindestens 5 Blogger und informiere diese über ihre Nominierung. -> Das lasse ich erst mal aus oder verschiebe es ggf. auf später, denn wenn das jeder Blogger macht ist es ein Schneeballsystem und entwertet den Award und irgendwann ist halt auch jeder nominiert. Außerdem will ich niemanden unter Zugzwang setzen.
  • Gib ihnen 10 neue Fragen zur Beantwortung. – Somit auch auf später vertagt (siehe vorheriger Punkt). Der Teil könnte aber spannend sein. 😉

Die Fragen von Tilly:

  • Wieso hast du dich dazu entschlossen, einen Buch-/Autorenblog zu betreiben?
  • Ich wollte mich zu einem Buch austauschen, dass allerdings schon ein paar Jahre alt war und zu dem nun quasi kein Austausch mehr stattfand. Ich hatte gehofft, diesbezüglich mit einem eigenen Blog gegensteuern zu können. Das war zugegeben etwas blauäugig, denn das passiert bisher eher wenig. Zumal der Austausch eh am spannendsten ist, wenn man ein Buch gerade selber liest oder gelesen hat. Somit kann man sich zu Büchern in der Regel nur dann wirklich austauschen, wenn sie Mainstream sind oder eben in Buchclubs, Leserunden usw.

 

  • Was machst du, wenn du mal eine Schreib- oder Leseflaute hast?
  • Nun, da ich nicht schreibe, sind diesbezüglich keine Flauten zu erwarten. Beim Lesen habe ich kein konkretes Mittel. Ich mache was anderes und irgendwann habe ich dann hoffentlich wieder Lust. In der Regel hilft ein gutes Buch.

 

  • Ist der Autor tot?
  • Ähm, wie meinen? So ganz generell? Alle zusammen?

 

  • Wenn du etwas daran ändern könntest, wie in der Schule mit Literatur umgegangen, bzw. wie sie vermittelt wird – was wäre es?
  • Bitte weggehen von den vermeintlich literarisch wertvollen Werken wie Kinder vom Bahnhof Zoo oder Woyzeck. Stattdessen sollen Bücher gelesen werden, die gerade bei den Jugendlichen ankommen. Das kann die Biss Serie, die Firma oder auch Harry Potter sein. Einzige Voraussetzung ist aus meiner Sicht, dass es das Buch vor dem Film gab. Man sollte die Schüler vom Lesen begeistern und sie nicht davon abschrecken.

 

  • Hardcover, Softcover oder E-Book?
  • Früher ganz klar Hardcover, seitdem ich im Bett nicht mehr so gut lesen kann (ja, das Alter), E-Book.

 

  • Hand aufs Herz: Was war das für dich schlimmste Buch, dass du gelesen hast und wieso war es dir ein Graus? Hast du es abgebrochen oder dennoch beendet?
  • Puh, das schlimmste. So macht man sich Autoren zu Freunden. Ziemlich schlimm fand ich “Silberschwingen 1 – Erbin des Lichtes”, weil jemand der Leute verstümmelt und ein Mädchen wie den letzten Dreck behandelt als liebenswerter Kerl dargestellt wird, in den sie sich natürlich auch gleich verliebt.

 

  • Fällt es dir leicht negative Rezensionen zu verfassen?
  • Nein, wer bin ich, dass ich Werke von anderen zerreiße. Immerhin habe ich selbst noch kein Buch geschrieben. Somit finde ich, dass man immer einen gewissen Respekt vor der Arbeit der Autoren haben sollte. Wie schwierig eine gute Übersetzung ist, habe ich immerhin schon durch eigene Tätigkeit erfahren. Bei einem Buch kann ich es aber nicht beurteilen und somit nur rein subjektiv nach meinem Geschmack werten.

 

  • Autor, Genre, Cover, Titel, Beschreibung, Bewertung, Rezensionen… Was ist das für dich ausschlaggebende Kriterium, wenn du dir ein neues Buch kaufst?
  • Alles genannte. Es gibt Autoren von denen ich mehr oder weniger blind Bücher kaufe. Beim Cover ist es gut, wenn es interessant ist aber für mehr als initiale Aufmerksamkeit reicht es nicht. Das Cover kann sogar abschreckend wirken bei einem eigentlich guten Buch (gern bei Jugendbüchern genommen, wo Mädchen / Jungen abgebildet werden, die das jeweils andere Geschlecht zum kauf animieren sollen, aber nichts mit den Charakteren zu tun haben, die im Buch beschrieben werden). Beschreibung und Durchschnittsrezensionen spielen eine Rolle und natürlich auch das Genre. Wenn ich ein paar mal High Fantasy hatte, muss es dann halt auch mal Dystopie mit Realwelt sein – oder so.

 

  • Buchreihe oder Standalone?
  • Ganz klar Buchreihe, desto Länger eine Buchserie ist, desto eher kann man sich mit der Welt / den Charakteren verbinden. Allerdings mag ich auch keine Endlosserien mit 30 Büchern und nur lang ist halt nicht gut. Es sollte auch spannend sein.

 

  • Führst du ein Bücher-/Lese-Tagebuch? Warum (nicht)?
  • Nur mithilfe des Blogs. Dass reicht mir.

Fragen, die ich stelle (ich sammle so vor und nach bis ich 10 zusammen habe):

  1. Was sind deine 3 allzeit Lieblingsbuchserien?
  2. Was stört dich ggf. an Buchadaptionen in Film und Fernsehen? (Beispiele: generell Handlungsänderungen, komplette Veränderung der Geschichte, Änderung von Charaktereigenschaften, Wenn die Schauspieler nicht der Beschreibung der Charaktere im Buch entsprechen)
  3. Nimmst du Kontakt mit Autoren auf und gibst Kritik / Anregungen weiter und / oder tauscht dich mit Ihnen aus?
  4. Suchst du Zusatzmaterial zu Büchern oder interessiert dich das nicht? (ggf. Bonusmaterial auf der Homepage des Autors oder auch kleine Prequels Geschichten)
  5. Auf welches noch erscheinende Buch / Buchserie freust du dich am meisten?
  6. Wie ist dein Bücherregal sortiert? (nach Farben, titeln, chaotisch?)

 

Zahlen bitte! Jahresrückblick 2020 [Kommentar]

Es ist wieder Zeit für den Jahresrückblick. Den Blog gibt es bald seit 3 Jahren (im Februar).

Das letzte Jahr war natürlich stark Corona geprägt. Somit sollte man meinen, dass man mehr Zeit zum Lesen hatte. Da ich aber auch einige andere Projekte (DIY NAS – mit diversen Folgethemen, einen neuen Computertisch bauen) angegangen bin, die in den Vorjahren liegen geblieben waren, ist die Anzahl der gelesen Seiten / Bücher geringer als zum Beispiel im ersten Blogjahr. Zusätzlich habe ich diesem Jahr mehrere Staffeln von zwei Fernsehserien geschaut (Seal Team und Expanse). Beides benötigt natürlich auch Zeit.

Zahlen bitte!

 BücherSeiten
Januar31.312
Februar93.875
März146.714
April2800
Mai2912
Juni105.071
Juli2854
August2724
September145.508
Oktober94.310
November92.706
Dezember52.155
Summe8134.941

Zum Vergleich:

Im Vergleich zu 2019 hat sich die Anzahl der Bücher und auch der gelesenen Seiten deutlich erhöht. Da ich letztes Jahr aber auf dem Pacific Crest Trail (PCT) und ca. 5 Monate in den USA unterwegs war, ist das auch nicht erstaunlich. Im Vergleich zu 2018 ist sowohl die Anzahl der gelesenen Bücher als auch die Anzahl der gelesenen Seiten zurück gegangen.

Im schlechtesten Monat habe ich 724 Seiten gelesen, im besten 6.714. Das dünnste Buch hatte 80 Seiten (die 20 Seiten Bonusszene zu einem Buch zählt nicht, oder?), das dickste 784 Seiten.

Zwischen 2 (schlechtester Monat) und 14 (bester Monat) war die Spane der gelesenen Bücher sehr hoch.

Das entspricht durchschnittlich ca. 2.912 Seiten pro Monat und ca. 431 Seiten im Schnitt pro Buch.

Mit 3.096 Seiten habe ich einen neuen Rekord bei dem Leseanteil in der Sprache englisch aufgestellt. Es zeigt sich wieder, dass ich gerade bei verspätetem Erscheinen der deutschen Übersetzung gerne zum Original greife.

Jahresrückblick

Nachdem der Blog sich nun im dritten Jahr befindet, hat sich am Design und den Inhalten abseits von mehr nicht mehr so viel getan. Dafür ist der Blog mal wieder umgezogen und seitdem sind die Performanceprobleme scheinbar dauerhaft unter Kontrolle.

Die Anzahl der neuen Posts im Blog war 2020 die höchste in bisher. Im Schnitt habe ich offenbar alle 2 Tage gepostet. Da dies aber grob 40 Beiträge zu Montagsfrage und in etwa gleich viele zu den Leselaunen beinhaltet, sind es effektiv rund 70 reale Contentbeiträge.

Zusätzlich sind einige Quartalsrückblicke entstanden:

Da Reisen dieses Jahr nicht möglich war, habe ich deutlich mehr Reiseliteratur gelesen.

Ich habe mich dieses Jahr mit vielen nicht buchigen Themen beschäftigt. Anfang des Jahres was das ein Vergleich von Hikingstöcken auf den geplanten Urlaubsausflug zurück auf den PCT, der dank Corona nie stattgefunden hat. Als Nachbetrachtung zum PCT Hike habe ich einen Lessons Learned Post verfasst.

Es gab eine ganze Menge Technikthemen: 2-Faktor-Authentifizierung, MySQL 8, VPS Server Performance, Cookies im Blog (DSGVO), Nextcloud (ich habe viele alte Dokumente eingescannt und abgelegt), DIY NAS, Raspberry Pi als Webservers für einen WordPress Blog, Raspberry Pi mit Btrfs Luks Verschlüsselung, Odroid H2+ Performance, Raspberry Pi vs. VPS Server Performance, Backups und Btrfs, Update auf Ubuntu 20.04, PHP 8 Update.

Wie man an den ganzen Technikthemen unschwer erkennt, ist dort die Zeit hingeflossen, die ich weniger gelesen habe als in 2018.

Dem Wochenrückblick / Leselaunen und Montagsfrage bin ich 2020 treu geblieben.

Wie war euer (Blog)jahr? Was hat sich bei euch so alles getan? Ist bei euch alles so gelaufen wie es sollte oder eher nicht?

PCT Thru-Hike vs Covid 19 [Kommentar]

Pacific Crest Trail PCT San Jacinto

Die Langstreckenhiker als die Wurzel allen Übels

Ich habe mir nach einem Jahr mehr oder weniger PCT Abstinenz angeschaut was dieses Jahr um den PCT so passiert ist. Die ausländischen PCT Hiker wurden dieses Jahr durch den Reisebann weitgehend unterbunden (einige waren schon auf dem Trail – ausgehend von den Permits und Logeinträgen in den Trailbüchern wohl um die 550, als der Weltweite Shutdown begonnen hat).

Anschließend ist offenbar in der PCT-Facebookgruppe ein regelrechter Krieg ausgebrochen, der zum Gesamtbild der USA passt. Das ging so weit, dass sogar Morddrohungen an andere Hiker oder an ehrenamtliche Helfer, die auf Sozialen Medien moderiert haben, gingen.

Es sind offenbar sogar radikale Leute auf dem PCT hiken gegangen um mutmaßliche PCT Thru-Hiker zu dissen oder schlimmeres. Unglaublich sowas. Der PCT ist gefährlich genug, da braucht es nicht noch irgendwelche radikale selbsternannte Hilfspolizisten.

Faktisch hat sich die PCTA (Pacific Crest Trail Association) genötigt gesehen vom Hike abzuraten und die Permits zu widerrufen. Offiziell hat das aber keine rechtliche Wirkung, da nur staatliche Organisationen denen das Land gehört einzelne Teile vom Trail sperren können.

In der Facebook PCT Class 2020 wurde das Klima offenbar so vergiftet, dass sich eine neue Gruppe “still hiking” gegründet hat. Auch bei den Helfern gab es offenbar zwei Lager. Das eine Lager hat seine Unterstützung eingestellt (vollkommen nachvollziehbar) und das andere war wohl eher nach dem Motto jetzt erst recht unterwegs (nach dem Motto ich lasse mir doch nichts verbieten).

Argumente von beiden Seiten

Beide Seiten hatten valide Argumente. Im ersten Moment und als der Ausbruch primär in den Großstädten stattgefunden hat war meine erste Reaktion: Es gibt doch nichts besseres als dieses Jahr den PCT zu Hiken (irgendwo im Hinterland in der Natur ist die Ansteckungsgefahr qausi nicht vorhanden).

Ein paar Argumente für das fortführen des Hikes:

  • Die PCT Hike Vorbereitung ist keine Kleinigkeit. In einem Artikel wurde es mit der Vorbereitung auf olympische Spiele verglichen. Die Leute haben teilweise ihre Wohnung vermietet, ihr Auto verkauft und ihren Jop gekündigt. Nichts was man in einer Phase wo auch noch zig Leute ihren Job verlieren mal eben zurückdrehen kann -> Aus meiner Sicht ziemlich starkes Argument
  • Die lokalen Geschäftsläute sind auf die Hiker angewiesen -> Teilweise sicher wahr. 6000+ Langstrecken Hiker im Jahr mehr oder weniger dürften sich schon deutlich bemerkbar machen
  • Ohne Nutzung verkommt der Trail -> Wie bei jeder Straße gerade am PCT wird sich die Natur den Trail schnell zurück holen
  • Die Hiker sind auch keine größere Gefahr für die kleinen Städte, die teilweise vom Tourismus leben als jeder andere Besucher -> Aus meiner Sicht valide.
  • Jeder Hiker der seinen Hike abbricht reist quer durch das Land -> Wenn man angst vor Hiker in kleinen Orten hat ist das genauso ein valides Argument wie das der Ansteckung von Einwohnern
  • Wenn die Hiker nach Hause zurückkehren sind deren Familien in Gefahr -> Das ist kein Argument. Wenn man in dieser Richtung argumentiert gefährdet man auch alle entlang des Trails.
  • Die Ansteckungsgefahr auf dem Trail ist viel geringer als in Großstädten

Ein paar Argumente gegen das fortführen des Hikes:

  • Wenn man sich bei einem Resupply Stopp mit Covid ansteckt und dann auf dem Trail einen schnellen Verlauf mit starken Symptomen hat, kann das Lebensdrohlich sein und das ist dann definitiv eine Zusatzbelastung für die Ersthelfer -> Aus meiner Sicht valides Argument, ich kann nicht einschätzen wie die Risiken sind. Das hängt auch vom Alter des Hikers ab.
  • Man belastet Ersthelfer zusätzlich und setzt sie einer Ansteckung aus, wenn der Hiker Covid hat -> Partiell mit Sicherheit. Es müssen jedes Jahr einige Hiker “gerettet” werden. Da es dieses Jahr ein low snow Year war wäre der Aufwand vermutlich überschaubar gewesen. Ich bin mir auch nicht so sicher, ob die Search & Rescue Teams auch im Covid Kontext eingesetzt werden. Aber ja, valides Argument. Das mit der Ansteckungsgefahr trifft aber nicht nur auf Hiker zu, sondern auch bei jedem anderen Patienten. Wenn man sich US Notfallsendungen ansieht wäre es wohl viel hilfreicher, wenn die Leute nicht auf sich schießen würden. Die Anzahl der Notfälle am PCT ist verhältnismäßig überschaubar.
  • Auf dem PCT sind primär junge Leute unterwegs. Somit ist die Gefahr groß, dass diese Überträger sind und selbst nur milde Symptome zeigen. -> Möglich, wenn sie Masken nutzen in den Städten ist die Übertragungsgefahr aber nicht größer als bei anderen mit Maske (sofern die in den USA überhaupt benutzt werden).
  • Die PCT Hiker erhöhen die Gefahr der Übertragung in den kleinen Örtchen extrem, da sie den Virus entlang des PCT verbreiten -> Aus meiner Sicht schwaches Argument. Da eh viele US Amerikaner nichts von Masken halten, behaupte ich dass normale Reisende viel mehr zur Verbreitung beigetragen haben als Hiker das je könnten. Die Orte entlang des PCT sind überwiegend Tourismusorte oder Durchfahrtsorte. Die erhöhte Gefahr ergibt sich primär für Orte die beides nicht sind.
  • In den Orten entlang des PCT gibt es nur sehr rudimentäre Gesundheitsversorung. -> Aus meiner Sicht eher schwaches Argument. So oder so muss man in ein entsprechend ausgestattetes Krankenhaus, wenn man Covid und schwere Symptome hat. Die lokale Versorgung ist da eher irrelevant.
  • Hiker haben eine hohe Gefahr sich gegenseitig anzustecken -> Das Argument ist aus meiner Sicht valide. Manche hiken in Gruppen und beim Wandern wird wohl kaum jemand ein Mundtuch tragen (ja auch davon ist die Wirkung nach wie vor umstritten), genauso wenig wie beim Campen. Die Distancing Richtlinien sind auf dem Trail schlicht nicht einhaltbar. Wenn man sich überholt kann man die Abstände meist nicht einhalten. Damit das ein Problem wird, muss aber erst mal ein Hiker angesteckt sein und die Gefahr ist in der Kirche, im Restaurant oder sonst wo ohne Schutzmaßnahmen auch nicht geringer. So viele Leute sind auf dem Trail eher selten zusammen. Von Flugzeugen, wo die Leute auf engstem Raum zusammen sitzen will ich überhaupt nicht anfangen.
  • Der Support auf dem Trail ist eher gering -> Das dürfte gerade für nicht US-Bürger ein Problem sein. US-Bürger können sich ja per Post über bekannte alles liefern lassen. Den Service bieten auch einige kommerzielle Anbieter an. Das gut zu planen ist mit Sicherheit schwer aber ein normaler hike läuft ja auch runder als meiner und somit halbwegs planbar. Somit auch kein hartes Argument, so lange man nicht aus dem Ausland kommt.
  • Die Rückreise ist ungewiss -> Primär für Ausländer relevant, die schon vor dem Reisebann unterwegs waren
  • Die einheimische Meinung könnte Kippen (Stichwort Bauern mit Mitgabeln) -> Das ist partiell passiert. In Idyllwild / Big Bear gab es sogar Initiativen gegen Hiker. Total verrückt aus meiner Sicht, wenn es sich um Orte handelt, die vom Tourismus leben. Lokale Geschäftsleute, die von den Hikern leben haben das logischerweise teilweise genau andersrum gesehen.

Heiße Luft um nichts

Um es kurz zu machen meiner Meinung nach viel heiße Luft um nichts. Ich würde behaupten, dass die long distance hiker sehr geringen Einfluss auf das Covid Geschehen in den USA hatten bzw. mann muss eher sagen gehabt hätten, denn es waren ja kaum welche unterwegs. Mittlerweile ist fast alles wieder geöffnet trotz Höchstzahlen bei den Infektionen aber die PCTA vergibt weiter keine Permits.

Viel schlimmer dürften jegliche Art von Kurztrips egal wo hin sein. Mit den Hikern hat man nur eine Opfergruppe gefunden, die man verantwortlich machen kann.

Wie so viele Regelungen auch in Deutschland ist das inkonsequent. Für Ausländer ist aktuell wegen dem Reisebann gegen Europäer eh nichts planbar (auch der macht wenig Sinn, denn andersrum wäre die Gefahr der Ansteckung ja viel größer).

Unklare Situation für 2021 – Bewerbungsverfahren ausgesetzt

Die PCT-Bewerbungsphase für das nächste Jahr wurde komplett ausgesetzt (es gibt keine Lotterie im Oktober und vorerst auf Januar verschoben und auch dann ist es fraglich, ob es long distance permits gibt). Ob dann wirklich PCT Permits vergeben werden ist fraglich. Wer sicher planen will muss wohl bis 2022 warten (falls Donald bis dahin noch Präsident ist weiß man auch noch nicht so genau, ob bis dahin noch Ausländer auf den Trail dürfen. In der Richtung hat er sich auch schon mal geäußert – Stichwort “lauft doch eure eigenen Trails”).

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Gerade von den Kurzurlauben in Risikogebiete halte ich überhaupt nichts, vor allem nicht wenn das Gebiet vor dem Buchen des Urlaubs schon als Risikogebiet feststeht (wenn die Reihenfolge andersrum ist müsste eher der Staat eine Reisewarnung aussprechen, damit man die Reise absagen kann).

Gerade die PCT Langstreckenhiker bewegen sich aber in einem Low Snow Year relativ kontinuierlich und langsam in form einer Blase durch das Land. Da sind Kurzstreckenurlauber, die ggf. noch Rundreisen machen eine ganz andere Hausnummer was die Ansteckungsgefahr angeht.

Andersrum wird Covid auch nicht plötzlich verschwinden wie das anfangs wohl alle gehofft haben. Die Wiederansteckung von Einzelnen und die geringe absolute Ansteckungsquote + steigende Infektionszahlen weltweit belegen dies recht deutlich.

Aktuell entsteht meiner Meinung nach dauerhafter Schaden, sowohl durch die sich anfeindenden Hikergruppen (das entspricht leider dem von Donald Trump geschürten Gesamtklima in den USA), als auch durch die ausbleibenden Einnahmen der Geschäftsleute entlang des Trails. Auch die Anfeindungen von Leuten, die um den Trail arbeiten sind nicht hilfreich.

Die PCTA macht sich aktuell mit ihren Statements wohl auch kaum Freunde, wird aber vermutlich selbst politischer Spielball sein.

Das generelle Bewerbungsverfahren bzw. den Bewerbungsprozess habe ich in der Vergangenheit bereits beschrieben.

Generelle Infos zum PCT befinden sind verlinkt.

Flight Simulator 2020 Top oder Flop? Review [Kommentar]

Nach dem Hype um den Flight Simulator 2020, den man in den letzten Tagen auf diversen Internetseiten gefunden hat, musste man meinen man verpasst das Spiel (pardon Simulation, ach was im Store nennt Microsoft es selbst Spiel, somit bleibe ich dabei) des Jahrhunderts, wenn man ihn nicht hat.

Gerade in Zeiten von Corona, wo das Reisen doch arg eingeschränkt ist oder man es den Unbelehrbaren überlässt die Infektionszahlen wieder deutlich nach oben zu treiben, reizt es natürlich sehr sich virtuell durch die Welt zu bewegen. Da ich zusätzlich auch noch Urlaub habe konnte auch ich mich nicht beherrschen.

Flight Simulator 2020 - High Sierras

Flight Simulator 2020 – High Sierras

Normalerweise kaufe ich keine Vollpreisspiele mehr, sondern warte ein paar Jahre bis sie deutlich günstiger und mit Patches versehen sind. So ändern sich die Zeiten. Beim FS 2020 hat die Neugierde aber gesiegt.

Der Weg ein langer zum FS 2020 es ist hätte Joda wohl gesagt

War es das Wert? Bedingt.

Flight Simulator 2020 - High Sierras

Flight Simulator 2020 – High Sierras

Zuerst mal ist die Größe des Spiels beachtlich. Für die Installation werden ca. 130GB benötigt (bitte auf SSD, sonst hat man graue Haare, bevor das Spiel geladen wurde). Ich hatte die DVD Version bestellt, wo man erst mal zum Disc Jockey wird. Ganze 10 DVDs bekommt man in dem Paket.

Problem eins: Im Notebook hatte ich kein DVD Laufwerk, optische Laufwerke hat man ja heute kaum noch. Also erst mal 10 DVDs zu Images verarbeiten, dann die Images vom einen Rechner auf den anderen Kopieren und dann noch installieren. Da ist man schnell mal drei Stunden älter.

Flight Simulator 2020 - Mount Whitney Bereich

Flight Simulator 2020 – Mount Whitney Bereich

Wenn man dann die Installation beendet hat, steht man erst mal etwas ratlos da. Denn installiert danach ist kein funktionsfähiges Programm, sondern nur die Weltdaten. Zusätzlich muss man noch die App auf dem Microsoft App Store installieren, also muss man zwangsweise erst mal eine Registrierung bei Microsoft durchführen. Danach wird dann zwangsweise noch ein XBox whatever Konto erstellt und dann darf man theoretisch downloaden.

Nicht so auf meinem Notebook. Dort kam nur die Meldung, dass aktuell ein Problem bei Microsoft vorliegt und ich es später versuchen soll. Ich dachte mir schon, dass das nichts temporäres ist und das die Fehlermeldung irreführend ist. Man kennt ja Microsoft so langsam…

Flight Simulator 2020 - Mount Whitney Bereich

Flight Simulator 2020 – Mount Whitney Bereich

Die Lösung war die Installation der neusten Windows Version (auf dem Notebook war 1909 installiert, also locker neu genug lt. FS Voraussetzungsliste). Das  Installieren der aktuellen Windows Version ging natürlich auch nicht problemlos. Erst mal gab es zwei Fehlversuche beim Upgrade bis es gelungen ist (für alle die es interessiert ich habe danach sämtliche alte Hardware im abgesicherten Modus entfernt und die Systemdatein per Kommando reparieren lassen), das waren glaube ich in Summe noch mal rund 5 Stunden und juchu danach ließ sich die App sogar installieren (ca. 1GB).