Good Bye Lehmann: Auf der Suche nach dem guten Leben [Buch]

Good Bye Lehmann Auf der Suche nach dem guten Leben - Stefan Fay

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Stefan Fay

Titel:

Good Bye Lehmann – Auf der Suche nach dem guten Leben (280 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Etwas nicht zu können, ist kein Grund, es nicht zu tun.« – Alf

Stefan ist jung, hat aber nach seinem recht kurzen Ausflug in die Arbeitswelt recht schnell erkannt, dass die eigenen Visionen in einem Umfeld, in dem die meisten Leute keine Veränderungen wollen und man oft gegen Windmühlen arbeitet, schnell auf der Strecke bleiben. Die Motivation, die er im Studium noch hatte, bleibt schnell auf der Strecke.

Dabei dachte ich bis dahin, dass Karriere und ein gutes Leben Hand in Hand gingen. Ich wollte wichtige Arbeit verrichten und viel Geld. Das Ziel? Am besten 30-jähriger Vorstand mit Zweitwohnsitz auf einer Yacht. Deswegen hatte ich Betriebswirtschaft studiert.

Zusätzlich hat er das Gefühl noch nicht gelebt zu haben, etwas anderes machen zu müssen. Er ist bei dem Jubiläum eines Firmenkollegen, der 30 Jahre in der Firma war und fragt sich, ob das sein weiterer Lebensweg sein soll.

Eine Stimme in seinem Hinterkopf sag ihm zwar, dass es unvernünftig ist seinen gut bezahlten Job zu kündigen und das sich das schlecht in seinem Lebenslauf macht. Er macht es aber trotzdem. Zuerst verbringt er einige Monate in Südamerika. Diese Zeit streift das Buch aber nur kurz.

Ich spürte die Veränderung. Ich war zwar erst seit zwei Jahren angestellt, hatte aber schon meinen Antrieb verloren. Die meisten Dinge waren mir einfach nur noch egal. Morgens stempelte ich ein und zählte schon die Stunden bis ich wieder gehen durfte. Die Zeit verging rasend und nun konnte ich Herr Lehmann verstehen – drei Jahrzehnte konnten tatsächlich verfliegen.

Anschließend ist er eine Zeit zurück und plant auf eine Weltreise zu gehen. Er spart zwei Jahre auf das Ziel hin und sucht sich einen Job bei einem kleineren Unternehmen. Bevor er aber so weit ist, stirbt sein Vater mit 61 Jahren. Er erkennt wie schnell das Leben vorbei sein kann.

Danach begibt er sich auf sein eigentliches Abenteuer. Mit dem Motorrad um die Welt so weit er kommt und mit geringen Mitteln. Er findet sogar einen Kumpel, der ihn begleitet. Es wird aber recht schnell deutlich, dass sich die Interessenlage der beiden deutlich unterscheidet.

Den Rest dürft ihr selbst im Buch nachlesen.

Was mir an dem Buch sehr gefällt ist, dass Stefan sich immer wieder Gedanken darüber macht was ihn glücklich macht. Das ist höchst individuell und sehr unterschiedlich. Er stellt fest, dass ihn sein Job nicht glücklich gemacht hat, aber nach einer anfänglichen Euphorie für das Reisen und die Freiheit stellt er fest, dass das ständige unterwegs sein ihn auch nicht glücklich macht.

Sie war sehr um unser Wohl besorgt und meinte, wenn wir noch mehr außer Suppe und Wein haben wollten, könnten wir bei ihrem Nachbar klingeln, der sei Drogendealer. Wir entschieden uns für eine kleine Stadtführung anstatt eines Drogentrips.

Viele Menschen mit Haus und Familie können solche Reiseträume nicht leben aber sie haben das Glück vielleicht einfach anders gefunden.

Das Ständige Hinterfragen der eigenen Motivationen und die Reflexion machen dieses Buch zu etwas Besonderem unter den Reiseberichten.

Ein Fazit des Buches ist, dass Reisen allein nicht dauerhaft glücklich macht, zumindest den Autor nicht, obwohl er in relativ kurzer Zeit Erlebnisse hat, die nur sehr wenige Menschen in ihrem ganzen Leben haben werden.

Auch eine zwei Jahre dauernde Reise hat neben vielen Höhen auch diverse Tiefen und ist nicht nur schön.

Ist es nicht traurig, dass es heutzutage ein legitimer Grund des Reisens ist, Dinge zu sehen, bevor sie für immer verschwinden? Vielleicht schauen meine Enkel einmal ungläubig auf Bilder von Korallenriffen, Regenwäldern und Orang-Utans und fragen: »Opa, gab es das wirklich?«

Auch das Thema Arbeit kommt im Buch mehrfach vor. Vielleicht ist die beste Arbeit nicht die, bei der man am meisten Geld bekommt. Vielleicht ist es einfach eine Arbeit, bei der das was man macht wertgeschätzt wird.

Fazit:

Für mich ist das Buch besser als eine reine Reisereportagen, weil Stefan auch recht viel reflektiert. Bin ich wirklich im hier und jetzt oder plane ich schon wieder die nächsten Wochen und genieße nicht?

Macht mich das Reisen wirklich dauerhaft glücklich oder nutzt sich das genauso ab, wie der Arbeitsalltag im Büro, wenn man mal ein paar Wochen unterwegs ist? Was ist denn überhaupt ein gutes Leben? Viel Geld auf dem Konto? Frau, Kinder, Haus? Um die Welt reisen?

Ich hegte Hoffnung, dass ich einen Friedensvertrag mit der Arbeitswelt aushandeln konnte. Ich würde zurückkehren ins Online Marketing, aber ich hatte eine Bedingung: Ich würde keine vierzig Stunden mehr arbeiten und auch nicht fünf Tage die Woche.

Es gibt auch ein paar Antworten aber ich finde die muss jeder für sich selber finden. Glück und Zufriedenheit ist offenbar höchst individuell. Das Buch gibt aber einige interessante Denkanstöße.

Das einzige Manko sind die fehlenden Fotos aber die findet man im Blog des Autors.

Bewertung:

4.5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Einige Anmerkungen zum Job fand ich sehr treffend. Stefan stellt fest, dass er mit der falschen Erwartung an seinen Job herangegangen ist. “Der Anspruch, den ich an meine Jobs stellte, war nicht weniger als Selbstverwirklichung. Sie sollten mich glücklich machen. Ich sollte meinen Job lieben. Dafür warf ich alles in die Waagschale, aber bekam trotzdem keine dauerhafte Erfüllung zurück”. Kommt euch das bekannt vor? Mir schon. Wobei man sich sehr glücklich schätzen kann, wenn einem das zumindest eine Zeit lang gelingt. Ich kann mir zumindest viele Jobs vorstellen, bei denen es mir nie so gehen würde. Stefan schlussfolgert, dass seine Erwartungshaltung falsch war. Das würde ich so nicht unterschreiben aber es gibt offenbar nicht so viele Arbeitgeber bei denen man im Job dauerhaft glücklich wird. Eine weitere interessante Erkenntnis ist die, dass ein Job vielleicht eben nicht der bestbezahlte sein muss und es erfüllender sein kann, wenn die eigene Arbeit und man selbst wertgeschätzt wird. Aber letztlich sind die Jobs auch eine Basis solche Reisen machen zu können. Aber wie viel Arbeit ist genug oder nötig? Wie viel Stress muss man sich geben? Macht man sich selbst den meisten Stress?

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Picknick mit Bären [Buch]

Bill Bryson - Picknick mit Bären

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Bill Bryson

Titel:

Picknick mit Bären (352 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Wer kann schon die Worte »Great Smoky Mountains« oder »Shenandoah Valley« aussprechen, ohne dabei nicht das Bedürfnis zu verspüren, »einen Laib Brot und ein Pfund Tee in einen alten Rucksack zu werfen, über den Gartenzaun zu springen und loszuziehen«, wie es der Naturforscher John Muir ausdrückte.

Der Anfang der Buch ist genial. Ich habe schon lange nicht mehr bei der Lektüre eines Buches so herzhaft und oft lachen müssen. Die trockene und (leicht) sarkastische Art die Ausrüstungsauswahl und andere Dinge zu beschreiben, ist unglaublich humorvoll und absolut treffend.

Nach der Vorbereitungsphase geht es auf den Trail. Dort wechselt der Autor immer zwischen historischen Hindergrundinfos oder anderen Informationen und dem aktuellen Geschehen. Die diversen Zusatzinfos sind zwar besonders anfangs oft interessant, nehmen aber deutlich den Schwung aus der Geschichte.

Manchmal hat man aber auch den Eindruck, dass sie nur das Buch auf eine bestimmte Seitenzahl dehnen sollen. Warum sollte mich zum Beispiel interessieren welche Entdecker vor 200 Jahren unterwegs waren und irgendwelche Pflanzen nach Europa transportiert haben, wenn ich ein Buch über den Appalachian Trail lese? Nur weil die vor 200 Jahren in der Region des Trails unterwegs waren?

Das Baumsterben hat bereits erschreckende Ausmaße angenommen. Ulmen und Kastanien sind dort längst verschwunden; der stattliche Schierling und der blütenreiche Hartriegel sind im Verschwinden begriffen; Rottanne, Frasertanne, Eberesche und Zuckerahorn sind als nächste dran. Wenn es jemals an der Zeit war, diese einzigartige Wildnis zu erleben, dann jetzt.

Viele am Rande angeschnittene Themen haben somit bestenfalls peripher etwas mit dem Trail zu tun. Erwähnt wird zum Beispiel auch der amerikanische Bürgerkrieg. Auch diverse Morde entland des Trails über die letzten Jahrzehnte werden behandelt und wen wundert’s, der Autor schafft es sogar den Urkontinent Pangäa in einem Buch über einen Hike des Appalachian Trail zu verstecken.

Gerade nach dem sehr humorvollen Anfang fügt sich das alles nicht zu einem wirklich stimmigen Gesamtbild. Auch später im Buch gibt es immer wieder witzige Phasen aber so gut wie am Anfang wird es nicht mehr.

Man weiß auch als Leser nie so genau wie weit das Buch der Realität entspricht. Es ist sehr offensichtlich, dass einige Dinge ausgiebig vom Autor ausgeschmückt wurden.

3.000 Kilometer zu wandern ist eine Sache, 3.000 Kilometer mit einem Kleiderschrank auf dem Rücken sind etwas ganz anderes.

Die Informationen zum Hiken werden hier eher nebensächlich vermittelt und stehen keinesfalls im Mittelpunkt. Bei diesem Buch handelt es sich eher um ein Unterhaltungsbuch mit Hintergrundinfos, die sich aber eher auf den Trail und dessen Umgebung an sich als auf das Wandern des Trails beziehen.

»Glauben Sie, daß wir es schaffen werden?« sagte Katz. Er musterte uns nacheinander. »Ach, Sie werden es schon schaffen«, antwortete er, aber in seinem Gesicht stand etwas anderes zu lesen.

Genauso wie auch die berühmte Wanderung des Pacific Crest Trails von Cheryl Strayed (hauptsächlich wegen dem Film zu ihrem Buch), hat auch der Autor dieses Buches “nur” einen begrenzten Teil des Trails gewandert (1400km von rund 3500km). Aber darf man überhaupt nur sagen, wenn man selbst nicht mindestens die gleiche Leistung erbracht hat? 🙂

Wenn man einen Grund finden will nicht zu hiken, liefert dieses Buch ihn von allen Hikingbüchern, die ich gelesen habe am ehesten. Es wird eine Unmenge an tödlichen Risiken aufgezählt. Allerdings lässt der Autor die Schönheit der Natur nicht unerwähnt.

Nach den Flecken auf der Matratze zu urteilen, hatte der letzte Benutzer nicht an Inkontinenz gelitten, sondern sich vielmehr ihrer erfreut. Offenbar hatte er das Kissen in seine Freuden mit einbezogen.

Für Zitate bietet das Buch übrigens unheimlich viele tolle Stellen. Diverse Stellen haben auch eine unglaubliche Situationskomik. Wer also ein wenig Fantasie hat, wird an diversen Stellen im Buch herzhaft lachen können.

Fazit:

Das Buch startet sehr vielversprechend, lässt dann aber stark nach und verliert sich in vielen Seitenwegen, wenn wir mal bei der Analogie des Trails bleiben wollen.

Ihr Freund eilte ihr zur Hilfe. »Es gab am Anfang ein paar schwierige Phasen«, sagte er, »aber wir haben unser ganzes Vertrauen auf Gott gesetzt, und Sein Wille geschah.« »Lobet den Herrn«, flüsterte die Frau fast unhörbar. »Ach so«, sagte ich und nahm mir vor, unbedingt meine Zimmertür abzuschließen, wenn ich nachher ins Bett ging. »Und gesegnet sei Allah für das Kartoffelpüree«, sagte Katz vergnügt und lud sich zum dritten Mal auf.

So richtig ist das Buch weder Fisch noch Fleisch. Ich sage das selten, aber abseits des tollen Humors gerade am Anfang hat mir der Film besser als das Buch gefallen. Am ehesten könnte man das Buch vielleicht mit einem Roadtrip (nur das es hier keine Straße ist) beschreiben.

Der Autor legt größere Teile des Trails per Auto zurück und beschreibt – ähnlich wie in vielen Reisereportagen Dinge im Umfeld des Trails.

Bewertung:

3,0

Vergleichbare Bücher / Serien:

Der große Trip – Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

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Take A Thru-Hike: Dixie’s How-To Guide for Hiking the Appalachian Trail [Buch]

Take a Thru Hike - Jessica Mills

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jessica Mills

Titel:

Take A Thru-Hike: Dixie’s How-To Guide for Hiking the Appalachian Trail (153 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

If you are reading this, it means you have already been bitten by the hiking bug. You may or may not realize it, but somewhere throughout your life a seed was planted and has started growing. It might have happened recently or years ago.

Bei diesem Buch habe ich aufgrund des Covers einer falsche Erwartungshaltung gehabt. Das kommt davon, wenn man nur den Text liest, der in großer Schrift dargestellt ist.

Es handelt sich bei dem Buch nicht um einen Bericht über den Appalachian Trail, sondern um einen Guide zur Thru-Hike Vorbereitung. Die Autorin hat 2015 ihren Job geschmissen um den Appalachian Trail zu hiken. Gleichzeitig hat sie fleißig YouTube Videos in Netz gestellt, die teilweise extrem häufig aufgerufen wurden. Mehrere zehn oder hunderttausend Klicks sind schon beachtlich. Als nächstes hat sie den Pacific Crest Trail 2017 gewandert und in diesem Jahr den Continental Divide Trail.

I must warn you, though. The more you learn, the more you will develop an insatiable desire to break away from the chains of everyday life and chase the wind. For me, it happened on a family vacation when I was at the ripe old age of 5 years old.

Sie hat auch eine Sponsoringplattform, wo sie Geld für ihre Trails gesammelt hat. Teilweise hat sie dafür Gegenleistungen angeboten wie z.B. eine Karte vom Trail oder auch eine individuelle Beratung zur Thru-Hike Vorbereitung. Selbst eine Amazon Wunschliste gab es. Durch die YouTube Werbeeinnahmen kommt auch was rein. Der neuste Ansatz ist nun eine eigene T-Shirt Kollektion. Dixie (Trailname) oder auch Jessica ist somit eine recht erfolgreiche Geschäftsfrau und Thru-Hikerin geworden, die vom Hiken leben kann. Ihre Ausrüstung ist auch dementsprechend merklich besser geworden. Vom aktuellsten iPhone über teure Zelte, Drohnen und Satellitenkommunikation in der Luxusversion ist jetzt alles dabei. Sie hat sich und ihre Homepage zur Marke gemacht.

Too often we fence ourselves in with imaginary boundaries as we gaze at our dreams on the other side. We lie to ourselves and say that someday we will break out of our daily routines and live our wild ideas, but everyday life passes us by and someday gets a little farther away.

Im Buch verweist Dixie auf ihre diversen Videos, die kostenlos bei YouTube abonniert werden können und bereitet die vielen Tips und Infos, die sie dort gibt in Textform und etwas organisierter auf.

Es werden Informationen zur Rucksackauswahl, zu Schlafsäcken, Matratzen bzw. Pads, zum Kochen, zur Wasseraufbereitung, zur Resupply, zu Zelten aufbereitet. Allerdings ist das Buch relativ kurz. Bei einem gedrucktes Buch wurde ich von ca. 100 Seiten ausgehen.

Obwohl ich jetzt schon einige Videos der Autorin gesehen habe und auch schon vorher einiges gelesen hatte, habe ich noch ein paar neue Sachen mitgenommen und einiges was ich bisher nur mal zwischen den Zeilen gelesen hatte, bestätigt bekommen.

“All you have to do is put one foot in front of the other.”

Das Buch ist aber wirklich als Guide zu sehen. Es ist eher ein Sachbuch als ein Unterhaltungsbuch. Dabei hat dieses Buch eher eine operative Ausrichtung und geht unheimlich ins Detail. Dabei macht die Autorin auch vor den unangenehmeren Themen nicht halt.

Von Begegnungen mir Bären über Hiken mit Hunden wird wirklich jedes Thema abgedeckt. Die Planung von Resupply für einen spezifischen Trail wird in diesem Buch jedoch nicht adressiert.

“Don’t quit on a bad day.” Seriously, don’t. Everyone is going to have bad days. Here’s the test. Wait for a nice day and take a seat on a beautiful summit with the sun shining on your face, butterflies fluttering and birds singing. While you are taking it all in, if you still think, “this sucks,” only then is it time to quit.

Somit ist dieses Buch eine sehr gute Ergänzung z.B. zu Yogi’s Books, das es in mehreren Ausführungen gibt. Aufgrund der Versandkosten und der Mehrwertsteuer ist das aber noch mal wesentlich teurer. Yogi’s Books geht nicht so stark ins detail und ist etwas mehr aus die Trailstädte und Resupplypunkte ausgelegt. Also etwas weniger operativ, sondern eher strategisch.

Obwohl das Buch den Appalachian Trail adressiert sind 90% der Angaben 1:1 auf andere Trails wie z.B. den Pacific Crest Trail übertragbar.

Fazit:

Der Preis ist etwas hoch für meinen Geschmack für die wenigen Seiten aber wie ich oben schon sagte – Dixie ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau geworden.

Abseits davon wird hier wirklich alles behandelt, was man sich sonst recht mühsam im Netz zusammensuchen muss. Man findet die Informationen aber auch kostenlos. Mit dem Buch ist es aber etwas bequemer.

Bewertung:

5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Yogi’s Pacific Crest Trail Handbook

Verwandte Bücher / Serien:

Noch nicht – Dixie will aber ein Buch über ihre Tripple Crown also den Appalachian Trail, den Pacific Crest Trail und den Continental Divide Trail schreiben

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde ich die Mentalität von Dixie ziemlich beeindruckend. Kurz nach dem Studium alles hin zu schmeißen und dann einfach mal ein halbes Jahr los zu ziehen ist eine Sache. Das dann mehrfach zu machen und ganz nebenbei daraus seinen Lebensunterhalt zu bestreiten ist eine andere Sache

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Dignity Rising [Serie]

Dignity Rising Gefesselte Seelen - Hedy Loewe  Dignity Rising Schwarze Prophezeiung - Hedy Loewe  Dignity Rising Geteilter Schmerz - Hedy Loewe  Dignity Rising Leuchtende Rache - Hedy Loewe

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Hedy Loewe

Teile der Serie:

  • Dignity Rising 1 – Gefesselte Seelen (468 Seiten)
  • Dignity Rising 2 – Schwarze Prohezeigung (460 Seiten)
  • Dignity Rising 3 – Geteilter Schmerz
  • Dignity Rising 4 – Leuchtende Rache

Gelesenes Format

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Herzchen, frag nicht nach dem Warum! Jeder Mensch ist es wert, Trost zu bekommen, wenn er ihn am nötigsten hat. Auch du bist etwas Besonderes. Auch du bist mir als Mensch willkommen!«

Wir befinden und im 24. Jahrhundert. Die Menschheit hat sich im Weltraum ausgebreitet. In den Raumstationen der Föderation tummeln sich Glückritter, Forscher, Verbrecher und Leute die den Zwängen der Zivilisation entkommen wollen. Körper sind mit Implantaten verbessert um die Leistung zu optimieren.

Shay ist Telepathin und kann tief Gedanken aller ihr umgebenden Personen eindringen und diese durchsuchen oder sogar verändern. Weiterhin ist sie eine Botin. Verbrechen werden in der Zukunft auch durch Boten bestraft. Die Verbrecher sind dann gefangen in ihrem eigenen Kopf. Shay hat einen Schützling und reist mit diesem auf die Station First-Contact-3 Dort ist Jon als Kommandant stationiert und er erkennt sie sofort. Sie kann sich aber nicht an ihn erinnern.

Aber was auch immer in der Vergangenheit geschehen ist, ist weit fort. Wir leben doch heute. Und heute müssen wir versuchen richtig zu handeln. Das Gestern können wir nicht mehr ändern.«

Shay hat eine Beraterin, die auch telepathische Fähigkeiten hat und diese stellt fest, dass Shay ihre Grenzen beim Schutz ihrerer Begleiter schon so lange ausgeschöpft hat. Somit ist es höchst fraglich, ob ihr Leben noch zu retten ist.

Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben. Die Autorin wechselt je nach Bedarf und legt sich dabei nicht auf bestimmte Charaktere fest.

»Gemach, Sohn, gib uns allen Zeit, die Dinge zu verstehen. Du und dein Vater, ihr solltet alt genug sein, um nicht wie zwei Hirsche die Geweihe zu senken und aufeinander loszugehen. Ich freue mich sehr, dass du hier bist.«

Die Ausgangsbasis ist recht spannend. Offenbar hat Shay eine Vergangenheit, an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Und Jon erweckt den Eindruck, als wenn er hochgradig in Shays früheres Ich verliebt war. Zusätzlich ist Anfangs nicht klar wovor Shay ihre Begleiterinnen schützt oder wovor sie fliehen.

Was sich dann offenbart ist ziemlich interessant. Die typische Geschichte in Jugendbüchern wird hier in Rückblicken erzählt und das Buch startet zu einem ganz anderen Stand. Man überspringt also das was in anderen Büchern die Haupthandlung darstellt und steigt quasi gleich in Teil zwei ein. Und der beginnt recht dramatisch.

Öffentliche Hinrichtungen wurden bis zum Exzess zelebriert. Es gab zu viele Menschen, die sich am Tod anderer ergötzten. Das Leid der Verurteilten übertünchte das eigene verunglückte Leben.

In diesem Buch gibt es also kein Vorspiel, sondern wann wird direkt mitten in die Handlung geschmissen. Und die geht wirklich sehr fulminant los.

Die anfänglich tolle Zukunft entpuppt sich sehr schnell als eher dystopische Welt, in der es um Macht und Reichtum von wenigen zum Schaden von vielen geht (kommt einem vertraut vor, oder?).

Dadurch, dass die Personen teilweise eine ganz andere Vergangenheit hatten, die man erst später kennenlernt und die Geschichte mittendrin startet ist das Buch etwas spannender als Bücher die am Anfang der Geschichte beginnen. Der Kniff ist also gut gelungen.

Buch 2:

»Was wirft man mir vor?« Jon hatte sich aus der Kunststoffschale erhoben und kletterte mit langsamen Bewegungen heraus. »Ich bin nicht befugt Ihnen dazu Auskunft zu geben.« Mehr sagte der Hauptmann nicht.

Shay hat man ihre Vergangenheit geraubt. Sie landet per Zufall auf einer Raumstation, die von ihrem Mann geleitet wird, an den sie sich nicht mehr erinnert. Ihn hat man dazu gezwungen nie nach ihr zu suchen, da sonst Shay oder das gemeinsame Kind die Strafe erhalten würden.

Verursacht wurde die Löschung ihres Gedächtnisses von der herrschenden Organisation, die angeblich zum Wohle aller handelt. Das Ziel war Shay gefügig zu machen, um. Ihre Fähigkeiten nutzen zu können. Das klappt auch lange Zeit recht erfolgreich. Nun will sie raus. Aber die Organisation verlässt man nicht lebend.

»Wie ist was?« »So eine Traumfrau zu finden. Hanout ist einfach der Hammer. Wie ist das?« Hawk blickte in die Ferne. »Du fühlst dich endlich ganz. Aber es ist nicht das Finden. Dafür sorgt dein Schicksal. Das Behalten ist das, was es schwierig macht. Das Miteinanderwachsen. Daran arbeiten wir. Hoffe ich.«

Der Commander und Shay täuschen ihren Tod vor aber das wird sie nicht lange schützen. Im Hintergrund werden von den Herrschenden schon neue Intrigen gesponnen, die das Kind von Shay und dem Commander beinhalten, da es besondere Fähigkeiten besitzt.

Der Schreibstil ist wieder toll. Der Anteil der Sexszenen ist etwas geringer als in anderen Büchern mit Liebesbeziehungen (z.B. Armentrout Bücher). Ich finde das Verhältnis hier ganz ok. Die Beschreibungen sind relativ harmlos. Es geht hier mehr um die Handlung, als um ausufernde Sexszenen.

Die Autorin wechselt mehr noch als im ersten Teil die Perspektiven, was die Spannung kontinuierlich aufrecht erhält. Sie arbeitet regelmäßig mit Minicliffhangern. Immer wenn es gerade spannend wird, wechseln die Protagonisten bzw. der Schauplatz. Mir gefällt der Ansatz sehr gut.

Painted Rage war einer der berühmtesten Namen in der Riege der Space Gladiators, denn dieser Kämpfer hatte bis jetzt alle seine Kämpfe überlebt. Auf ihn konnte man hohe Wetten abschließen.

Etwas weniger gelungen finde ich die Spoiler, die die Autorin selber einbaut. Es sind Sätze wie z.B. “Deine Sturheit wird dich noch deinen Sohn kosten. Sie wusste nicht, wie recht sie damit haben sollte.” eingeflochten. 

Die Buchserie verlässt die Pfade klassischer Teenagerromane. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich das Buch erst älteren Teenagern z.B. ab 16 empfehlen würde. Die ganze Buchserie ist eher auf Erwachsene als auf Jugendliche ausgelegt.

Die Gewaltszenen sind teilweise schon relativ heftig.

Buch 3:

Was würde Jon sagen? Sie erinnerte sich an seine Worte, noch vor wenigen Wochen. »Wir werden nicht gewinnen, wenn wir uns nicht an ihrem Blut die Hände schmutzig machen. Ihr Tod ist der Preis für unsere Freiheit.« Das Töten hatte begonnen.

Shays und Jons Kinder sind vorerst aus den Fängen des Rates befreit. Aber wo sollen sie sicher sein, nachdem der Rat bzw. der erste Wächter und das Schlächterteam sie so schnell aufgespürt haben?
Beim Ausschalten des Schlächterteams wurde Hawks Bruder getötet. Hawk und Hanout haben endgültig zueinander gefunden und geheiratet.
Jon und Shay haben über alte Magie eine Verbindung aufgebaut, die unglaublich stark ist. Diese Verbindung macht sie einerseits sehr mächtig aber andererseits auch sehr angreifbar.

Nach den ersten medienwirksamen Reaktionen der Rebellen schläft auch der Rat nicht und setzt unabhängig voneinander Leute an, die Jon fangen sollen. Wenn das gelingt, ist auch Shay in der Hand des Rates und die Führung der Rebellen ausgeschaltet.

Natürlich war es richtig gewesen, die Reste der Demokratie abzuschaffen! Die Menschen können sich auf Dauer nicht friedlich selbst verwalten. Sie brauchen einen festen Rahmen, eine Struktur, innerhalb derer sie sich bewegen dürfen, mehr aber auch nicht. Freiheit ist unnütz! … Ich werde meine Macht festigen. Koste es, was es wolle.

Im dritten Buch benutzt die Autorin neben den Perspektivwechseln ein weiteres Stilmittel und erzählt Dinge, die in der Zeit des zweiten Bandes passiert sind.

In diesem Band gewinnen eine ganze Reihe Charaktere weitere Facetten hinzu, das gilt für Tom, Nilufesh, Devenja. Die Charaktere entwickeln sich weiter, einige werden Verräter, andere entdecken ihre Menschlichkeit ihr Mitgefühl oder ihr früheres Ich.
Ich habe das zwar bei dieser Serie von Anfang an schon festgestellt, aber auch hier weicht der Plot vom Einheitsbrei sehr positiv ab.
Auch in diesem Buch geht es wieder ordentlich zur Sache vor allem was die Gewaltszenen angeht. Somit empfehle ich auch dieses Buch etwas älteren Jugendlichen oder Erwachsenen.
Buch 4:

Im Gegensatz zu allen Menschen außerhalb des elitären Führungszirkels gab es dank Ellas Journalistenakkreditierung für sie kaum Einschränkungen. Niemand hatte Zugang zu Informationen, die nicht seinen unmittelbaren Arbeitsplatz oder seine Ausbildung betrafen. Ella schimpfte seit Jahren dagegen an. Doch das war die Masche der Föderationsregierung. Information war Wissen. Und Wissen war Macht. Macht jedoch stand ausschließlich der Regierung, dem Obersten Rat und deren Schergen zur Verfügung.

Der Kampf um die Vorherrschaft hat begonnen. An allen Ecken der Föderation regt sich die Föderation und Arragos stellt seinen Größenwahn zur Schau und hat die alleinige Macht im Rat und somit eine Diktatur geschaffen.

Jon ist auf den schlimmsten Gefängnisplaneten im Universum verbannt. Das alte Volk sollte von Arragos in einer Strafaktion vernichtet werden. Dank einer Vorwarnung konnten sich aber die meisten retten.
Wird die Rebellion erfolgreich sein und wird es Shay gelingen sich Sorren zu entziehen?
Das Buch ist genauso gut geschrieben wie die vorherigen. Allerdings gibt es jetzt noch mehr Akteure und es spielen zig Handlungen parallel. Da sich die Autorin die Freiheit nimmt gleichzeitig passierende Dinge nicht unbedingt parallel zu beschreiben und sie immer dann die Szenen wechselt, wenn gerade etwas besonderes passiert, hat man quasi ständig Minicliffhanger.

Fand sie etwas, das es sich anzueignen lohnte, schickte Crystal ihre Vertrauten los. Mit den richtigen Informationen war es für die Männer ein Leichtes, Häuser auszurauben oder amtliche Besitzeintragungen zu verändern. So machten es alle Richter. Dieser Gesellschaftsstand wurde reicher und reicher.

In diesem Buch bekommt man sogar Einblicke in die Gedanken der Bösewichte, die teilweise nachvollziehbar sind und teilweise nicht. Den Ansatz finde ich auf jeden Fall recht interessant.

Am Ende wird es richtig spannend und es gibt auch ein paar ungeahnte Wendungen.

Fazit:

Eine wirklich tolle Space Serie, die mich schon durch ihren ungewöhnlichen Einstieg in Ihren Bann gezogen hat. Dadurch, dass man mitten in der Geschichte startet und die Vorgeschichte in großen Teilen erst viel später erfährt, ist die Geschichte sofort spannend.
Das Setting ist irgendwo zwischen Science Fiction und Dystopie. Ein Wenig Magie gibt es auch.
Innerhalb der Bücher ist nicht nur die Entwicklung der Charaktere zu erkennen, sondern auch die Autorin probiert immer wieder neue Dinge aus. Die Geschichte wird aus diversen Perspektiven erzählt. Im Letzten Teil sogar aus der Sicht der Bösewichte.

Was sie da jetzt mit ihm hatte, war der fantastischste Sex ihres Lebens. Doch er war auch ihr bester Freund. Wie kann das gehen? Sie sah das Begehren in seinen Augen aufblitzen. Ach, was solls! Wie sagt man? Lebe den Moment.

Die diversen Zeitsprünge bei der Erzählung sorgen für Spannung, sind aber auch teilweise etwas verwirrend. Mir haben sie gefallen.
Insgesamt finde ich die Serie herausragend und an den 5 Sternen ist sie nur knapp vorbei geschrammt.

Bewertung:

4,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das ist ein typischer Fall von unkreativ eine Gefahrensituation herbei beschwören: Der Kommandant weiß, dass die Gefahr besteht, dass er im Kontrollraum abgehört wird und sagt dort sogar, dass er die ganze Geschichte in seinem Quartier erzählt (wieso soll das Abhörsicher sein, wenn es der Kontrollraum nicht ist). Trotzdem lässt er eine hochgradig gefährliche Aussage im Kommandomodul ab (ohne Grund)
  • Der Vorteil bei der vorgetäuschten Sterbeaktion erschließt sich mir nicht so ganz. Das steigert zwar die Spannung aber damit ist sofort klar, dass der Arzt geholfen hat, wenn Shay später entdeckt wird. Weiterhin ist die Station als temporärer Aufenthaltsort sofort eindeutig. Davon abgesehen. Wie groß sind die Chancen, dass das Gespräch wirklich nur 30 Sekunden dauert? Der Rat hätte sich auch 60 Sekunden Zeit lassen können. Warum beeilen, wenn eh davon auszugehen ist, dass die Botin tot ist
  • Es ist ja überhaupt nicht auffällig, dass die Patientin zufällig genau dann stirbt, wenn der Funkspruch eingeht. Das wirkt kein bisschen inszeniert…
  • Hanout und Hawk wissen nicht ob Shay Hirnschäden davongetragen hat aber alle sind glücklich mit ihren Entscheidungen, selbst Jon denkt nicht darüber nach
  • Die Medizin nicht sehr viele Fortschritte gemacht zu haben bis ins Jahr 2336, wenn man dem Buch glauben darf
  • Wie haben Hawk und John denn eine derart große Fluchtstation mit Hangars und mehr als 10 Räumen + Tarnfeldern aufgebaut? Alleine wohl kaum, oder?
  • Die Menschen werden mit Identitätschips komplett überwacht und die werden einfach vor die Tür des Krankenhauses zur Abholung abgestellt? Zumal die Chips wohl wenig nützen würden, denn der Verlust würde doch festgestellt werden, wenn sie abgeholt werden sollen und dann nicht mehr da sind. Zumal mir nicht ganz klar ist, wie man mit so einem Karton einen Planeten verlassen kann, wenn die Chips dabei gescant werden.
  • Ich kann nicht so ganz den Sinn der verschlüsselten Funkverbindung erkennen, da sich das Signal trotzdem orten lässt. Zusätzlich wurde die Verbindung in der Station hinterlegt. Wenn also die Föderation irgendwann kommt, hat sie direkt Zugriff
  • Das der Doc mit einer Fähre fliegt ist arg konstruiert. Eine oder zwei Stunden warten steht doch in keinem Verhältnis zu einem Mehrtagesflug, um nicht zwei Stunden warten zu müssen. Zumal es sehr unklug ist ihm diese Möglichkeit überhaupt einzuräumen bei dem Wissen das er hat und da er kein Unlesbarer ist.
  • Gerade wo John und Hawk so sehr auf Sicherheit bedacht sind, macht es keinen Sinn, dass Cam beim Betreten der Station nicht gescannt wird
  • Wenn die Identchips bei jeder Bewegung registriert werden, würde sofort auffallen, dass sie alle im Krankenhaus waren und von dort verschwunden sind und plötzlich auf einem anderen Planeten wieder auftauchen.
  • Die Idee mit der hinterlegten Nachricht, ohne direkte Kontaktaufnahme wirkt äußerst konstruiert. Nur so war es möglich, das Jon und Shay die Reise unternehmen ohne vorher von Hawks und Hanouts Plänen zu erfahren
  • Um Philip kümmern wir uns ein anderes Mal war schon beim ersten Mal fahrlässig. Beim zweiten Mal ist es schon selbstzerstörerisch
  • Thrystan und Devenja abzufangen, nachdem dieser einen Zünder an der Tür platziert hat, den nur er deaktivieren kann ist nicht logisch. Er hat jedes Druckmittel und die Rebellen keines. Er hat überhaupt keinen Grund sein Opfer zu befreien. Somit machen sich die Rebellen erpressbar. Es ist also vorher schon klar, dass sie nur verlieren können – Thystan würde die Kinder nehmen als Austausch um seinen Auftrag zu erfüllen. Das es dann doch anders kam, war eher Glück.
  • Die Situation mit Matt und Thrystan ist etwas unglaubwürdig. Wenn man sofort reagiert hätte, als Thrystan ausgestiegen ist, hätten beide ausgeschaltet werden können. Es hätte niemand sterben müssen.
  • Der Trick von Wolf ist reichlich plump. Jon und Shay wissen, dass einer ihrer Leute sie verraten wird. Tom hat keinen Scriptor und warum sollte er diese Art der Kommunikation wählen. Dazu kommt noch, dass Tom nicht der Typ ist, der Nachrichten wie “Schwester, ich brauche dich” schickt.
  • Wolfs handeln ist nicht nachvollziehbar. Nur weil er auf Shay steht ist er bereit das das Leben von Jon zu opfern? Zumal ihn nichts daran hindert einfach zurück zu fliegen und sich zu verstecken und die anderen zu warnen. Zumal eh klar ist, dass Shay seine Zuneigung nicht erwidert.
  • Es ist nicht so ganz nachvollziehbar warum einige Leute kontrolliert werden können, obwohl sie unlesbar sind und andere nicht
  • Bear und sein Chef verhalten sich sehr unprofessionell bei der Verfolgung. Beiden hätte bewusst sein müssen, dass der Pressetower senden kann und somit ein mögliches Ziel ist.
  • Das nach Miris Geständnis bzw. allgemein bei Geständnissen keine Prüfung erfolgt, ob die Gedanken verändert wurden ist wenig plausibel
  • Wieso tötet Sorren Arragos nicht selbst? Offenbar ist Arragos am Ende vom dritten Buch doch eh der einzige im Rat, der Entscheidungen trifft.
  • In Band 4 behauptet Ella, dass Temesh Ella die Berichterstattung über Gerüchte untersagt hat. Zu dem Zeitpunkt ist er aber in Ihrer Wohnung und nicht mehr als  Ratsmitglied tätig. Weiterhin ist er sehr krank und hat ganz andere Sorgen.
  • Im Wissen das Sorren hinter Shay her ist einfach einen unbekannten Freund von Elrion zu treffen, der nicht mal sein Gesicht gezeigt hat, wirkt maximal konstruiert. So naiv kann man doch nicht sein. Der Tarnumhang ist gerade woanders und warum Tom mitnehmen?! Sorry, das ist mir zu konstruiert
  • Dass die Rebellen nach der Flucht der Rätin nicht sofort evakuieren, finde ich seltsam. Entweder sofort oder überhaupt nicht. Verzögert ergibt wenig Sinn.
  • Angeblich wird im Ratsquartier alles überwacht. Aber Nilufesh kann mit Mik im Treppenhaus reden, ohne Gefahr der Überwachung?
  • Arragos hat ja ein tolles Elitewächterteam, wenn sie nicht mal auf die Eingangstür zu seiner Arenaloge achten
  • Shays gläserner Käfig ist super gesichert und nur von Arragos zu entriegeln ohne sie durch einen Stromschlag zu töten aber zu ihrer Verurteilung springt er ganz von allein auf?
  • Wo ist denn der echte Schauspieler abgeblieben, der Painted Rage darstellen sollte? Und wieso hat Tom einen Erkennungschip bekommen?! Den hat doch eh jeder implantiert und man bekommt in nicht bei Bedarf an dem aktuellen Arbeitsplatz.
  • Tom beschützt die ganze Zeit Shay mit aller Macht und bereit sein Leben zu verlieren und als es darauf ankommt, hat er kein Problem damit sie sterben zu lassen, obwohl er fast neben ihr steht?

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Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung

Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich so viel zu dem Thema Pacific Crest Trail (PCT) gelesen habe, dass mir vorerst die Themen noch nicht ausgehen. Zum Thema Nahrung habe ich aber etwas intensiver recherchiert, bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe.

    

Hintergrundinfos

Kurz zur Erinnerung. Der Pacific Crest Trail ist eine Wanderstrecke quer durch die USA von knapp 4300km. Wenn man diese Strecke an einem Stück bestreiten will, hat man rund 150 Tage zeit dafür, weil einen das Wetter sowohl im Süden als auch im Norden limitiert. Wenn man früher startet (grob Mitte bis Ende April je nachdem wie viel Schnee in dem Jahr gefallen ist), gibt es zu viel Schnee in den Sierras oder sogar schon davor. D.h. es ist gefährlich oder unmöglich diesen Bereich zu überqueren. Wenn man später startet, hat man das gleiche Problem auf dem letzten Stück Richtung Kanada. Zusätzlich bekommt man dann ggf. Probleme bei Flussquerungen, weil zu viel Schmelzwasser in den Flüssen ist.

Jetzt denkt man vielleicht, dass man ja “nur” hiked und das doch nicht so eine besondere Anstrengung ist. Aber 4300 km/150 Tage sind knapp 30km am Tag. Dabei muss man bedenken, dass in dieser “Milchmädchenrechnung” nicht nicht ein Tag Pause, nicht ein Tag für Nachschubbeschaffung usw. verloren gehen darf. Realistischer sind 10-20 Tage Auszeiten oder Zeitverluste für Nachschubbeschaffung oder Trampen zu Städten. Schwups, schon ist man bei ca. 35km pro Tag. Hört sich nicht viel an? Wenn man mit 4km/h geht, dann ist man doch in grob 9 Stunden durch.

Die Herausforderung

Theoretisch mag das Stimmen aber der Trail ist kein flaches Gebiet was man mal eben so durchwandert. Der Trail hat so viele Steigungen, dass man dafür 17x! den Mount Everest besteigen könnte. Man muss auch bedenken, dass das Tageslicht begrenzend wirkt. 9 Uhr Abends ist Hiker Midnight. Der Sonnenuntergang findet schon deutlich früher statt.

Man bewegt sich temporär auf über 4000m Höhe und schleppt zusätzlich zum Körpergewicht bis zu 20kg mit sich rum und die Temperaturen in der Wüste sind von Mittags bis Abends so hoch, dass man nicht laufen kann (da läuft man teilweise sogar nachts mit Stirnlampe).

Gerade am Anfang des Trails muss man es aber etwas langsamer angehen lassen. Nichts kann die Dauerbelastung simulieren, die man auf dem Trail hat, außer der Trail selbst.

Ganz nebenbei muss das oben genanntes auch erst mal jeden Tag durchhalten, sowohl mental, als auch körperlich. Belohnt wird man mit Tollen Postkartenmotiven und einem Erlebnis, dass man nicht vergisst, wenn man Glück hat auch mit neuen Freundschaften.

Hiken = Extremsport?

Rein sportlich betrachtet ist o.g. ein unglaubliche Ausdauerleistung, die auch am Essen scheitern kann. Wenn es einem während des Trails nicht gelingt die benötigten 4000-6000 Kalorien pro Tag aufzunehmen (zum Vergleich normalerweise benötigt man eher 2000-2500), dann lebt man von seinen Reserven und die Reichen nicht über die Strecke. 500 Kalorien zu wenig pro Tag entsprechen wohl ungefähr 0,5kg Gewichtsabnahme pro Woche.

Problematisch wird das aber erst, wenn man kein Fett (z.B. am Buch) mehr abbaut, sondern die Muskeln abgebaut werden.

Nebenbei trinkt man auch sehr viel – teilweise 6-7l am Tag je nach Streckenabschnitt. Auch das ist sehr wichtig. Wenn man zu wenig trinkt, können die Giftstoffe nicht mehr abgeführt werden. Das Urin wird deutlich dunkler oder noch schlimmer man muss überhaupt nicht mehr pinkeln. Das ist brandgefährlich.

Kalorien + Fett – das Erfolgsrezept?

Die Nahrung, die man mitführt sehr leicht und mit geringem Aufwand zubereitbar sein (ansonsten benötigt man zu viel Energie und somit Brennstoff um sie zu erhitzen). Weiterhin muss sie einem die benötigten Nährstoffe und Kalorien zuführen.

Bei Thru-Hikern ist es also gängig – unter normalen Umständen – absolut ungesunde Nahrung ungeniert zu verspeisen. Bei einem McDonalds Besuch wird der Kalorienverbrauch maximiert und nicht minimiert. Wenn’s geht werden da auch mal 4000 Kalorien weggefuttert. Da man während des Trails nur eine begrenzte Auswahl von Lebensmitteln hat (es müssen welche sein, die sich über Tage ohne Kühlung halten und die leicht sind), nutzt man also jede Gelegenheit leckeres Essen zu bekommen. Und ein McDonalds entwickelt sich im Vergleich zur Trailnahrung schnell zum Gourmetrestaurant!

Was braucht man denn nun?

Als grobe Faustregel kann man von 1kg Essen pro Tag ausgehen. Das kann von Person zu Person mehr oder weniger sein. Hoch im Kurs steht dabei Nahrung, die getrocknet ist, also wenig Wasser enthält, weil Wasser in der Nahrung Gewicht mit sich bringt, dass man aber nicht direkt nutzen kann, wenn man es mehrere Tage rumträgt. Das belastet einen also nur zusätzlich.

Wann und wie oft isst man als Hiker?

Die meisten Hiker nehmen morgens und Abends eine Mahlzeit zu sich. Einige zusätzlich Mittags und auch zwischendurch wird ständig Kleinkram gefuttert. Das können Nüsse, Kartoffelchips, Kekse, Beagels, Burgerscheiben mit Aufstrich (Nutella, Marmelade, Erdnussbutter oder auch abgepackter Käse oder Wurst sein), Nüsse, Gummibärchen, M&Ms, Snikers, Müsliriegel usw. sein.

 

Morgens essen die meisten Frühstücksmischungen, die mit Wasser angereichert kalt oder warm gegessen werden. Die meisten Hiker wandern nach dem aufstehen erst ein Stück und essen dann etwas (das hat den Vorteil, dass einem ein wenig wärmer wird und das der Körper die Nahrung dann besser annimmt). Einige kommen aber auch nicht ohne Kaffee in den Tag. Mittags und / oder Abends gibt es Fertigmischungen – entweder aus dem Supermarkt die klassischen Mischungen mit Nudeln, Reis, Couscous, suppenartige Gerichte oder auch Fertigmischungen für Kartoffelpüree. Alternativ kann man auch getrocknete Gerichte kaufen, die aber deutlich teurer sind (man kann die auch selber vor dem Trail herstellen und sich dann zumailen).

Begrenzte Auswahl und Mangelerscheinungen

Das Hauptproblem der Hiker ist, dass die Auswahl beschränkt ist, und das man die meisten Sachen nach einiger Zeit nicht mehr sehen kann. Man muss aber essen und wenn man Nahrung für 6 oder 7 Tage kaufen muss, weil es teilweise entlang des Trails mehrere Tage keine Geschäfte gibt, dann muss man das gekaufte auch 6 oder 7 Tage essen und ob es im nächsten Laden etwas andere gibt, bekommt man noch zu sehen.

Die Fertiglebensmittel beinhalten nur eingeschränkt Vitamine, dafür aber oft viel Salz oder Zucker und Fett. Somit muss man auch darauf achten, dass man Vitamine wo immer es geht zuführt. Entweder über frisches Obst / Gemüse, wenn man in einer Stadt ist oder über Vitamintabletten. Übertreiben sollte man es aber auch nicht.

  

Salz nimmt man tendenziell wohl eher zu viel als zu wenig zu sich. Insofern sollte man etwas darauf achten, dass man nicht zu viele Chips, Cracker und ähnliches futtert, wenn man nicht besonder viel schwitzt.

Man kann auch keine Lebensmittel mit schweren / sperrigen Verpackungen nutzen. Dosen oder Gläser sind z.B. sind z.B. ungeeignet.

Was isst man denn nun konkret auf dem Trail?

Anbei eine Liste von Dingen, die man auf dem Trail z.B. Essen kann:

  • Bagels
  • Isostar Pulver
  • Chips
  • Oatmeal (Haverflocken mit Geschmack) / Pop Tarts / Kellogs / Quaker (siehe Oatmeal)
  • Müsliriegel (Granola Bars mit Nüssen)
  • Idahoan Mashed Potatoes (Kartoffelbrei)
  • Ramen Nudelgerichte (billig)
  • Knorr Nudelmischungen (z.B. Knorr Stroganoff / Knorr Parmesan)
  • Couscous
  • Tortillas (wie Pfannkuchen) / Sandwich Thins (Burgerbrötchenhälften)
  • Croutons
  • Thunfisch (in Tüten)
  • Belvita Breakfast Cookies
  • Abgepackter Käse
  • Reismischungen z.B Knorr (mehr Kalorien als Nudeln)
  • Beef Crumbles (verzehrfertiges Hackfleisch)
  • Getrocknete Früchte
  • Nussmischungen
  • Snickers
  • M&Ms
  • Beef Jerky (getrocknetes Rindfleisch)
  • Cracker
  • Fruit Leathers (Trockenobst)
  • PayDay Riegel / Twix / Snikers
  • Pürierte Früchte in Quetschpackung
  • SPAM Frühstücksfleisch
  • Pasta Sides
  • Palo Meals – Dehydrated meals (das ist eine recht teure Variante – beliebige Gerichte werden getrocknet – das ist gesünder als die Fertiggerichte, schlägt aber auch gerne mit 6-8€ pro Mahlzeit zu Buche)
  • Olivenöl als beigabe zum Essen (mehr Fett)
  • Jelly (Marmelade)
  • Nutella (z.B. für Tortillas)
  • Peperoni (Salami)
  • Ham (Schinken)
  • Rost Beef (Rind)
  • Pre cooked bacon (Kochschinken)
  • Pasta Roni
  • Dehydrated refried beans (getrocknete Bohnen)
  • Chicken (Huhn)
  • Nüsse
  • Milchpulver

Im Prinzip kann man alles Essen was Kohlehydrate, Fett und Proteine enthält und wenig Wasser.

Schmeckt es denn?

 

Man sollte aber auch immer darauf achten, dass einem das Essen schmeckt. Es ist ja toll, wenn man – aus wissenschaftlicher Sicht optimale Kombination isst, aber das Essen nicht mehr sehen kann. Den Moral Booster bzw. psychologischen Effekt sollte man eben auch nicht vernachlässigen. Ob man den Trail schafft, hängt eben von vielen Faktoren ab. Die optimale Kombination des Essens ist nur einer davon.

Je nach Tagesplanung macht es Sinn morgens (optional) und abends etwas warmes zu essen. Morgens kann es zum Aufwärmen dienen. Abends erfolgt dann die Hauptmahlzeit. In der Wüste kann es aber auch wegen der Mittagshitze sinnvoll sein die Hauptmahlzeit eher auf Mittags zu verschieben und dann eine mehrstündige Pause einzulegen, um die körperliche Anstrengung nicht in die größte Tageshitze legen.

Kalte Küche

Zwecks Zeitersparnis essen einige Hiker nicht mittags und Abends warm und futtern alternativ einfach zur warmen Mahlzeit Snacks wie Schoko- oder Müsliriegel. Somit hat man sich 1x kochen gespart. Es geht auch noch extremer indem man überhaupt nicht warm isst. Die Ersparnis dadurch ist aber eher gering, weil das Essen was nicht mit Wasser angereichert werden muss i.d.R. mehr Platzbedarf und Gewicht mitbringt (darüber gehen die Meinungen aber auseinander). Egal welche Variante man nutzt, man muss man sich bei seinen Einläufen für die Folgetage natürlich bereits vorher überlegen. Das kann man sich also nicht spontan auf dem Trail anders überlegen, sondern erst bei der nächsten Nachschubbeschaffung.

Was ist die “typische” Tagesration?

Kurz zusammengefasst sieht eine mögliche Tagesration wie folgt aus:

  • 250 Gramm Müsli Frühstück
  • 200 Gramm Nüsse, Riegel, Chips, Kekse (Zwischendurch)
  • 175 Gramm Tütengericht Mittags
  • 200 Gramm Nüsse, Riegel, Chips, Kekse
  • 175 Gramm Tütengericht Abends

Das entspricht ca. 1kg Proviant pro Tag

Nach dem Abendessen waschen und min. 2km weiter wandern um keine Bären anzulocken.

  

Wie “kocht” man auf dem Trail?

Genau genommen kocht man eigentlich überhaupt nicht. Das Wasser wird gerade soweit erhitzt, dass es fast kocht. Anschließend stellt man den Brenner aus und lässt das Essen 5 Minuten im Topf. Einige machen es auch anders und füllen das Essen und das erwärmte Wasser in eine Ziplocktasche und lassen die dann 5-10 Minuten im Topf. Um Energie zu sparen gehen einige auch noch weiter und geben das Essen in Kombination mit Wasser bereits eine Stunde vorher in ein verschließbares Behältnis. Lebensmittel wie Reis oder Nudeln sind dann noch schneller fertig beim “Kochen”.

Wichtig ist, dass man ausschließlich vorgekochte / -gegarte Nahrung zu sich nimmt. Wenn man Nudeln / Reis kocht, dann benötigt man viel zu viel Energie, die man wiederum mit sich rumschleppen muss.

Wie ist die empfohlene Zusammensetzung des Essens?

Recommended diet: 50-35-15 or 50% carbohydrate, 35% fat, 15% protein

Das bekommt man meiner Meinung nach in der Form nur hin, wenn man vor dem Trail die Rationen selber zusammenstellt und sie sich nur noch zuschickt und genau das isst, was für den jeweiligen Tag geplant ist. Das machen wohl nur die wenigsten Hiker. Man müsste entweder streng nach Listen kaufen und essen oder im Supermarkt eine Excel File anlegen für jedes Lebensmittel und dann ausrechnen was man wann, wie in welcher Kombination essen darf.

Abwechslung!

Meiner Meinung nach ist viel wichtiger ist am Ende, dass man Lebensmittel findet, die man noch runter bekommt, wenn man eine recht eingeschränkte Auswahl hat und die gleichen Dinge immer und immer wieder isst.

Auch auf dem Trail gilt wie immer im Leben. Man sollte nicht nur eine Sache essen, sondern möglichst Abwechslungsreich.

Es gibt auch Strategien was man wann isst. Einige heben sich bestimmte Gerichte für besonders schlechte oder anstrengende Tage auf. Einfach als Moralbooster. Andere futtern einfach die Sachen, auf die sie am meisten Lust haben zuerst. Bestimmte Gerichte haben auch besondere Vor- / Nachteile. Kartoffelpüree ist wohl zum Beispiel gut, für kühle Tage oder wenn man nicht ganz so viel Wasser hat. Irgendwo hab ich auch gelesen, dass man den zum Anwärmen in den Schlafsack stellen kann (mit flüssigerer Nahrung ist das natürlich keine gute Idee). Wenn die einem im Schlafsack ausläuft hat man größere Probleme als vorher. Das sollte man allerdings nicht in der Bärenregion machen bzw. ich gehe davon aus, dass der Schlafsack nach so einer Aktion länger riecht.

Rationierung

Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man sein Essen rationiert. Es bringt nichts, wenn man 5 Tage auskommen muss aber am ersten schon die Menge für 1,5 Tage weggefuttert hat. Dafür kann man z.B. Beutel für die einzelnen Tage anlegen. Man sieht also schon so eine Nachschubbeschaffung ist Arbeit. Man muss die einzelnen Bestandteile der Tagesration zusammenrechnen.

 

Der Zorn des Phönix [Buch]

Nebelsphäre Kiel Der Zorn des Phönix - Johanna Benden

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Benden

Teile der Serie:

  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 1 – Der Zauber des Phönix (502 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 2 – Das Licht des Phönix (378 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 3 – Die Liebe des Phönix (442 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 4 – Der Zorn des Phönix (714 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

„Nicht alle.“ Tyra stemmte sich ächzend vom Stuhl hoch. „Nur er da. Ausgerechnet ich habe den Kaputten gekriegt. Mein Gefährte hat echt voll den Sockenschuss.“


Die Ausgangslage am Ende des Vorgängernbandes ist schlecht. Sofie, Xavosch und Jan haben die erste Dreiergefährtenbeziehung. Die Dämonen sind fast bereit die Erde zu überrennen. Der Mensch der das Tor für die Dämonen öffnen soll und von einem Dämonen kontrolliert wird, befindet sich in Nordkorea und ist für die Drachen aktuell nicht greifbar.

„Ihr Menschen seid scheinheilig“, schnaubte Bruttach. Er bedachte Jude und Sofie mit einem strafenden Blick. „Keiner von euch beiden ist Vegetarier. Was glaubt ihr, wie das Fleisch auf eure Teller kommt? Denkt ihr, so ein Schaf entschließt sich freiwillig dazu, sich das Fell abzuziehen und seine Rippchen auf den Grill zu schmeißen?

Lt. Prophezeiung sollen Sophie (der Phönix), Jan und Xavosch dies verhindern können. Wie das funktionieren soll. Weiß aber keiner, da die drei nicht mal ihre Bindung beendet haben.

Die Gefährten entwickeln sich deutlich weiter, besonders Sofie. Allerdings nicht nur positiv, weil sie hautnah eine Krieg erleben.

Der Schreibstil ist nach wie vor locker und mit norddeutscher Sprache angehaucht.

Das Buch ist ein Plädoyer für sexuelle Toleranz.

Fazit:

„Ach du, mit der Zeit ist das so eine Sache. Auch bei uns Himmelsechsen. Fühlt man sich wohl, so wie ich mich in deiner Nähe, fängt das Biest an zu rennen. Geht es einem mies, dann kriecht sie seesternlangsam dahin. Wie alt man am Ende wird, ist dabei ganz egal.“

Mir hat die Dreiergefährtenbindung und auch der Zwang der von außen auf die Gruppe ausgeübt wurde, nicht gefallen.

Johanna Benden löst das Thema Dreiecksbeziehung aber recht souverän. Man sollte aber schon flexibel sein, um sich damit anzufreunden.

Mir hat die Kiel-Reihe besser gefallen. Zum Glück sind Geschmäcker aber verschieden. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung in der Welt, die aber wohl mindestens bis 2020 dauert.

Bewertung:

3,5/5

Die Rezension der Serie gibt es hier.

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wo kommen plötzlich die Unmengen von Dämonen in Band 4 her ohne Nahrung?!
  • Wieso ist ein ehemaliger Drache Anführer der Dämonen?
  • Wieso ist der Anführer der Dämonen plötzlich so leicht umzustimmen, nachdem er vorher über Jahrhunderte seinem Hass gefrönt hat?
  • Das Lenir und Aer verschollen oder vielleicht sogar gestorben sind, finde ich nicht toll

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Im Land der Kangaroos [Buch]

Im Land der Kangaroos - Miriam Traut

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Miriam Traut

Titel:

  • Im Land der Kangaroos (224 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Ich denke kurz nach. Ob eine Ausbildung, wie ich sie mir vorstelle, in Australien überhaupt möglich ist? Und was wird mich das kosten? Noch am selben Abend begebe ich mich im Internet auf die Suche. Ein Schulbesuch an einem Berufscollege im Land der Kängurus, lese ich. Es wird über eine deutsche Organisation vermittelt

Das Buch schließt sich nahtlos an Miriams Au-pair Jahr in den USA an. Miriam ist gerade aus den USA zurück und überlegt nun wie es weitergehen soll. Am liebsten würde Sie zurück in die USA und dort ihre Ausbildung oder ein Studium machen auch weil sie dort einen Freund hat. Beides kann sie sich nicht leisten.

Da sie aber schon wieder das Fernweh packt, und sie in ihrem Au-pair Jahr auch auf einer Stippvisite in Australien war, kommt ihr das als nächstes in den Sinn.

Auch in diesem Buch kommt einem einiges Vertraut vor, wenn man schon mal in Australien war. Wer seine Erinnerung der Erlebnisse auffrischen will, ist hier also mit diesem Buch ganz gut aufgehoben. Wenn man noch nicht dort war, natürlich auch.

Ich musste mich in Australien, genauso wie schon in den USA, mit läppischem Toastbrot herumschlagen. Ich kann es mittlerweile nicht mehr sehen. Möchte vielleicht noch jemand meinem Anti-Toastbrot-Club beitreten?

Dieses Mal hat Sie ganz andere Gasteltern, als bei dem Au-pair Jahr. Die Gasteltern verhalten sich wie eine echte Familie und umsorgen Miriam. Sie findet aber recht schnell eine Freundin, mit der Sie in einer eigenen Wohnung zusammenzieht. Das ist sogar günstiger als die Unterbringung bei den Gasteltern.

Später besucht sie Ihre Freundin Shannon, die sie beim Au-pair Jahr in den USA kennengelernt hat.

Die Freundin mit der Sie zusammen gezogen ist, zieht bereits nach drei Monaten wieder aus, um mit dem neuen Freund zusammen zu ziehen.

Eine Stippvisite in New York gibt’s übrigens auch noch. Man erfährt also auch wie es einigen ihrer vorherigen Bekannten ergeht.

Die Krönung dieses verfluchten Tages: Kurz vor der Haustür lege ich mich noch ein zweites Mal recht ungraziös auf die Fresse. Mit meinen wohl nicht allzu robusten Gummi-Flipflops rutsche ich auf dem nassen Marmorboden im Treppenhaus aus, komme ins Wanken und falle.

Im Prinzip beschreibt da Buch keine besonderen Szenen. Es ist eine Mischung aus dem australischen Alltag für Miriam, den Besonderheiten des Landes und liest sich sehr locker. Miriam genießt das Leben.

Miriam ist Jung: Das merkt man auch im Buch die Planungen ändern sich öfter sowohl bei Ihr als auch bei ihren Freunden.

Desto mehr Bücher ich in dieser Art lehne, desto mehr Gewinne ich den Eindruck, dass der Erfolg bei einem derartigen Unternehmen – Egal ob Au-pair Jahr, Weltreise mit knappen Mitteln oder vergleichbares einfach die Kunst ist nichts oder wenig zu erwarten aber das anzunehmen was sich einem bietet.

Fazit:

Am Fahrbahnrand tauchen immer wieder Straßenschilder auf, auf denen ein Känguru oder ein Koala abgebildet ist – ein Anblick, an den ich mich wohl nie gewöhnen werde.

Das Buch liest sich genauso gut wie das erste Buch von Miriam Traut. Es handelt sich um leichte Kost, die man einfach mal zwischendurch lesen kann. Das Buch ist eine Mischung aus Lebensfreude, Besonderheiten der australischen Kultur bzw. der Australier und dem Alltagsleben von Miriam in Australien.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

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Secret Elements [Serie]

Scret Darkness Im Spiegek der Schatten - Johanna Danninger    Secret Elements 1 Im Dunkel der See - Johanna Danninger  Secret Elements 2 Im Bann der Erde - Johanna Danninger  Secret Elements 3 Im Auge des Orkans - Johanna Danninger  Secret Elements 4 Im Spiel der Flammen - Johanna Danninger

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Danninger

Teile der Serie:

  • Secret Elements 1 – Im Dunkel der See (336 Seiten)
  • Secret Elements 2 – Im Bann der Erde (256 Seiten)
  • Secret Elements 3 – Im Auge des Orkans (228 Seiten)
  • Secret Elements 4 – Im Spiel der Flammen (321 Seiten)
  • Secret Darkness – Im Spiegel der Schatten (319 Seiten)

Gelesenes Format:

Taschenbuch

Rezension und Inhalt:

Prequel:

Achtung, das Prequel nimmt einen Teil der Hauptgeschichte vorweg. Ihr könnt euch also entscheiden, ob ich euch einen Teil der Spannung in der Hauptserie nehmen wollt aber dafür die Geschichte so lesen wollt, wie sie zeitlich abgelaufen ist oder ob ihr die Spannung in der Hauptserie aufrechterhalten wollt. Wenn ihr euch für letzteres entscheidet, bitte hier nicht weiterlesen, sondern zu Buch 1 springen! Ich gehe bei dieser Rezension davon aus, dass ihr erst die Hauptstory gelesen habt. Falls ihr die Bücher in der zeitlich korrekten Reihenfolge lest, dann werdet ihr durch die Rezension gespoilert!

Spoiler

»Jack, hast du eigentlich gewusst, dass unser Team die höchste Frauenquote aller Avalon-Einheiten hat?« Leah rief belustigt: »Wenn’s dir zu viel wird, Stanson, kann ich gern ein Wörtchen mit dem General reden!« »Nein«, antwortete er gedehnt. »Drei sollten zu schaffen sein.«

Im Prequel wird die Geschichte von Luisa und Alator erzählt, also der Mutter und dem Vater von Jay.

Im späteren Verlauf tritt ihre Mutter als Füchsin auf, weil sie von der Dunkelheit übernommen wurde und ihr Vater ist unterdessen General.

Wer die drei Hauptbücher kennt, der kennt auch schon den Storyverlauf in dieser Geschichte, da der Grobabriss bereits im der Hauptserie behandelt wird.

Luisa hat ihre Ausbildung als Special Forces Mitglied gerade beendet und wurde in Team 6 aufgenommen.

»Glaub mir«, sprach er weiter, »ich weiß genau, wie du dich jetzt fühlst. An keinem von uns geht so etwas spurlos vorüber. Aber genau das unterscheidet uns von skrupellosen Mördern. Sei dankbar für diesen Schmerz, denn er ist der beste Beweis dafür, dass du zwischen Gut und Böse unterscheiden kannst.«

Das Buch erzählt von ihren ersten Einsätzen, von der aufkommenden Beziehung mit Alator (wobei die sich Anfangs nicht gerade andeutet), ihrer Schwangerschaft und der Dunkelheit, die von ihr Besitz ergreift.

Als roter Faden zieht sich durch das Buch der Aufstieg der Dunkelheit. An dem war Team 6 alles andere als unschuldig. Im Prinzip war Jays Mutter also Schuld daran, dass die Dunkelheit überhaupt in die Welt zurückkehren konnte. Man könnte deren Handeln schon als Beihilfe bezeichnen.

Als Vorgeschichte füllt das Buch zwar einige Lücken aber aus meiner Sicht ist es verzichtbar. Mein Bild von Jays Mutter ist jetzt auf jeden Fall um einiges schlechter als vorher. Sie hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Dunkelheit in die Welt zurückkehren konnte und auch, dass sie sich in ihr manifestiert hat.

Die ganze Handlung in dieser Geschichte ist weitgehend unlogisch und die Aktionen der Agenten unlogisch und unprofessionell. Es macht keinen Sinn dem Unbekannten Terroristen seine „Wünsche“ zu erfüllen, da er überhaupt keinen Grund hat, seine Drohungen danach nicht trotzdem zu erfüllen.

Die Charaktere verhalten sich unglaublich naiv. Für mich ist das Prequel deutlich schlechter als der Rest der Serie und leider extrem unglaubwürdig.

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Buch 1:

Birgit machte keine Anstalten, unser Zimmer an diesem Abend wieder zu verlassen. Nicht einmal, um noch ein zweites Mal kotzen zu gehen. Dabei malträtierte sie sich schon wieder seit einer Weile selbst mit einem dieser abartigen Modemagazine, in denen kein Model auch nur annähernd vierzig Kilo wog.

Jessica lebt in einem Heim, weil ihre Eltern sie als Baby weggeben haben. Wer ihre Eltern sind weiß sie nicht und auch nicht warum ihre Eltern sie verlassen haben. Das Heim nimmt schwierige Fälle auf. Dort wohnen Jugendliche,  die sich irgendwo zwischen normal und kriminell befinden.

Jessica ist an einer öffentlichen Schule und hat ihr Abi fast in der Tasche. Da sie sich auch an der Schule nichts gefallen lässt, ist sie dort allerdings auf Bewährung. Falls sie noch mal beim Direktor wegen irgendwas erscheinen muss, dann fliegt sie von der Schule. Jessica ist Außenseiterin und versucht möglichst nicht aufzufallen. Das zeigt sich auch mit ihren überwiegend schwarzen Klamotten.

»Okay, sieh’s dir einfach mal an. Ich hab echt keine Lust, mich wieder mit Abwehrraketen herumzuärgern.« »Glaubst du etwa ich? Beim letzten Mal musste ich den ganzen Kotflügel erneuern!«

In der Schule gibt sie sich mühe und hat einen sehr guten Notenschnitt.

Als sie an einem Tag auf einer Bank sitzt und liest, setzt sich eine seltsame Frau zu ihr, die ihr ein Amulett schenkt. Das Amulett stellt sich als ein sehr mächtiges Artefakt heraus, dass Jessica allerdings auch nicht mehr ablegen kann.

Plötzlich wird in kürzester Zeit ihre Welt auf den Kopf gestellt und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Einer von der Sorte, die tagsüber ihre Ausbildung zum kaufmännischen Fachangestellten in der Küchenabteilung eines Möbelhauses absolvierten und nach Sonnenuntergang glaubten, sie könnten einen auf Turntable-Gottheit machen, um Weiber aufzureißen.

Ich will nicht zu viel Verraten, daher versuche ich es mit einem Vergleich: Wenn ihr an Man in Black / die Unglaublichen und James Bond denkt, habt ihr ein grobes Bild von dem was im Buch passiert. Das Ganze wird auch ohne große Vorwarnung und nach einer recht überschaubaren Einleitung auf den Leser losgelassen. Man fühlt sich also ähnlich überrumpelt wie Jessica.

Das Grundkonstrukt der Geschichte ist nicht außergewöhnlich: Jessica als Heldin wider Willen hat die Last, die Welt zu retten. Ansonsten gibt es hier die Paarung: Bad Boy vs. kratzbürstige Hauptakteurin was teilweise recht unterhaltsam ist.

Ich musste dringend hier weg. Die waren doch allesamt nicht ganz dicht. Vermutlich bereiteten sie sich gerade darauf vor, mich als Opfergabe in einen Vulkan zu schmeißen – oder was Sektenanhängern sonst noch einfiel.

Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Fantasy mit Magie und Science Fiction und lässt sich nicht so richtig einordnen – was ich ganz Abwechslungsreich finde. Weiterhin hat die Autorin wirklich mächtig viel Fantasie.

Jessica ist ein klassischer Fall von harter Schale, weicher Kern. Nach außen ist sie unheimlich schlagfertig und teilt kräftig aus, sowohl mit Worten als auch mit Fäusten. Ihre Gedanken stehen dazu aber im krassen Gegensatz. Sie macht innerlich einen recht besonnenen Eindruck und ist auch deutlich gebildeter, als man ihr das auf den ersten Blick zutrauen würde. Zusätzlich ist sie eine gute Beobachterin.

Ich erstarrte und gab keinen Ton von mir. Ich hatte genügend Horrorfilme gesehen, um zu wissen, dass man sich von blassen, schwarzhaarigen Kindern an seltsamen Orten dringend fernhalten sollte. So leise ich konnte, schlich ich rückwärts.

Das macht sie zu einem interessanten Charakter.

Die Schreibweise im Buch, sowie die Art von Jessica sind frech, unkonventionell und frisch.

Buch 2:

Nachdem Jay im ersten Teil aus ihrer vertrauten Umgebung in eine ziemlich schräge Science Fiction / Fantasy Welt entführt oder auch gerettet wurde, kennt sie nun ihre Aufgabe und ihre Gegnerin. Sie hat von einer Göttin (irgendwie ziemlich viele Frauen in Führungspositionen) ein Amulett bekommen, mit dem  sie die Kraft der Elemente nutzen kann. Damit soll sie die Gegenspielerin, die die dunkle Seite verkörpert, vernichten. Sie hat nur leider keine Ahnung wie. Aber sie hat immerhin Team 8 und die Agency auf ihrer Seite.

Andere gruben sich einen Weg durch den Berg – ich sprengte ihn lieber. Und Lee hatte offenbar seinen Spaß daran, mich regelmäßig explodieren zu lassen.

Bevor sie mir ihrer Gegenspielerin aufnehmen kann, muss sie aber noch 3 Elemente finden und sich als Würdig erweisen.

Wird ihr das gelingen oder ist die dunkle Seite stärker?

Die Zusammenfassung vom ersten Teil am Anfang des Buches ist recht einfallslos und hab ich schon länger nicht mehr so schlecht verpackt gelesen.

Das Gefühl von Freiheit erfasste mich. So war das bei mir schon immer gewesen, wenn ich mich inmitten der Natur aufhielt. Ich fühlte mich akzeptiert und verstanden. Hier dachte niemand Schlechtes über mich. Die Natur urteilte nicht.

Das im ersten Buch begonnene Geplänkel zwischen Lee und Jay, die beide Sturköpfe sind, geht im zweiten Teil natlos weiter.

Bei dem Buch musste ich mal wieder an mein Studium denken. Bekanntes mit unbekanntem oder Neuem mischen. Wie auch in vielen anderen Büchern werden in dem Buch bekannte Dinge – der Bau der Pyramiden, die Artussage wir komplett neu geschrieben, der angebliche Ufoabsturtz in Roswell neu erklärt, Gott und auch die Evolutionstheorie. Richtet euch darauf ein, dass ihr einiges neu erklärt bekommt.

Über meine finanzielle Situation in der Anderswelt hatte ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Doch ich war eher davon ausgegangen, als Retterin der Menschheit ehrenamtlich unterwegs zu sein.

Wie man bereits an den Namen der Bücher erkennt, wird ein Element pro Buch behandelt. In diesem Buch geht es oh Wunder um die Erde und das Erlernen der Nutzung der Fähigkeiten, die mit dem Wasser in Zusammenhang stehen.

Ganz so viel Action und Überraschungen wie im ersten Teil gibt es im zweiten nicht. Es gibt aber einige neue Charaktere, die zur Bereicherung der Geschichte Beitragen.

Buch 3:

»Mirraka ist Volk der Gastfreundlichkeit. Aber nie danke oder bitte und nur über Essen schimpfen, dann kein Freude mehr macht. Die Großgeratenen immer meckern.«

Nachdem Jay nun die Elemente des Wassers und der Erde benutzen darf und erneut eine unerfreuliche Begegnung mit der Füchsin hatte, steht nun ihre Ausbildung als Agentin bevor. Wird sie diese Herausforderung bewältigen können? Aus Lee wird sie nach wie vor nicht schlau. Sie weiß nur, dass er ein außerordentliches Talent hat sie auf die Palme zu bringen.

Das zeigte wieder einmal deutlich, dass man sich stets ein eigenes Bild machen sollte und niemals auf vorgegebene Meinungen verlassen durfte. Vorurteile konnten so vieles zerstören.

Jay bekommt ihre elementaren Energien immer besser unter Kontrolle. Zusätzlich ist sie in deutlich mehr Action und Abenteuer verstrickt als im zweiten Teil. Sie wird immer selbstbewusster, außer wenn Lee mal wieder eine kritischen Blick oder kritische Bewertung ablässt, dann trifft sie das hart.

Jay hält übrigens nach wie vor nichts davon ihre Weiblichkeit zu präsentieren. Insofern ist folgendes Situation für sie schon als Bahnbrechend zu bezeichnen:

Zögernd öffnete ich meinen Mantel und präsentierte ihr mit einem angedeuteten Knicks mein neues Outfit. »Verschärft!«, kommentierte Sina. »Gute Arbeit, Samy.«

»Niemand kann sich seine Wurzeln aussuchen. Entscheidend ist, was man daraus wachsen lässt.« Der Kater legte den Kopf schräg. »Meine Güte, das war ja fast schon poetisch.«

Spätestens bei ihrem Geburtstag merkt man, dass Jay in der Anderswelt angekommen ist. Sie hat wirklich tolle Freunde gefunden.

Mehr fällt mir zu dem Band nicht ein, ohne zu viel zu verraten. Selber lesen! Das ist der bisher beste Teil der Serie.

Etwas unglaubwürdig ist wie einige Leute im Buch vehement die Gefühle füreinander ignorieren. Brett vorm Kopf ist da fast noch untertrieben.

Dann machte ich sogar noch einen kleinen Knicks. Der Garako beobachtete meine Bemühungen mit hochgezogenen Augenbrauen. »Hast du zu viel Game of Thrones gesehen?«, fragte er. … »Ich habe dich eingeladen, um dich kennenzulernen. Nicht, um zu sehen, wie du glaubst, sein zu müssen. Und nun folgt mir, bitte.«

Am Ende des Buches wird Jay mit einer Schrecklichen Neuigkeit konfrontiert, die sie alles hinterfragen lassen.

Buch 4:

Nachdem Jay bei ihrer Geburtstagsfeier erleben durfte, dass sie in der Anderswelt angekommen ist und dort wirklich tolle Freunde gefunden hat, gab es mehrere schwere Rückschläge. Die Füchsin war überhaupt nicht in Jays Eisblock gefangen, sondern hat diesen nur als Illusion erschaffen um im das Agency Gebäude zu gelangen. Sie flieht und es gelingt ihr das Buch der Worte zu stehlen, mit dem die Welt zerstört werden kann. Weiterhin offenbart sie Jay, dass ihr Körper der ihrer Mutter ist. Daraufhin sieht Jay sich nicht in der Lage die Füchsin zu töten.

»Vielleicht hätte ich es verhindern können.« »Hätteft du nicht.« »Woher willst du das wissen? Du warst nicht dabei.« Er lächelte milde. »Aber ich bin jepft hier und in deinen Augen erkenne ich, daff du ef verhindert hätteft, wenn du ef gekonnt hätteft. Daf genügt mir.«

Aber wie soll es nun weitergehen?

Die Zusammenfassung der Vorgängerteile kommt auch hier wieder mit dem Holzhammer – stur runter gespult. Das geht eindeutig besser.

Die Bedrohung durch die Füchsin wird deutlich realer aber im finalen Teil war das nicht anders zu erwarten. Glücklicherweise haben sich auch Jays Fähigkeiten weiterentwickelt.

Bei der Fluch der Füchsin hat jemand aus dem internen Kreis, vielleicht sogar jemand aus Team 8 mitgeholfen. Aber ist das wirklich möglich? Alle im Team sind wie Freunde für Jay, außer Lee vielleicht aber zu dem ist ihre Verbindung vielleicht sogar noch stärker.

Sein Brustkorb hob und senkte sich, Captain Leannán Aherra wartete auf meinen Befehl. Das war das Faszinierendste, was ich je erlebt hatte.

Im letzten Teil werden alle offenen Handlungsstränge eingefangen und der Leser wird mit wirklich diversen ungeahnten Entwicklungen konfrontiert. Wirklich klasse gelöst.

Jay ist ein toller Charakter und trägt das Herz am richtigen Fleck. Bei Lee ist das auch so, auch wenn er es meistens nicht zeigen kann oder will.

Der letzte Teil stellt ein sehr würdiges Ende der Serie dar. Den Epilog hätte ich persönlich mir länger gewünscht. Ich hätte gern noch mehr mit Jay, Lee und Team 8 erlabt.

Fazit:

Die Serie ist mal “was anderes” trifft es ganz gut. Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Die Unglaublichen, Men in Black und James Bond. Das Genre ist irgendwo zwischen Science Fiction, Fantasy und Realwelt angesiedelt und die Charaktere sind frisch und Abwechslungsreich. Jay hat keine schöne Vergangenheit gehabt aber genau das hat sie zu dem gemacht was sie ist. Jay ist ein Dickkopf und wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Wer sich auf ein absolut phantastisches Abenteuer mit Special Forces / Agenten einlassen will, ist hier genau richtig.

»Du trägst eine wundervolle und gute Seele in dir, Jessica«, sagte er leise. »Vergiss das niemals.« … »Du hast nun die Erlaubnis, auf meine Kraft zuzugreifen. Nutze sie klug, dann wird sie dir treu zur Seite stehen.«

Bewertung:

4,5/5 (ohne Prequel – mit Prequel 4,0)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde es etwas seltsam, dass Jay bis zum Gespräch mit Ivan nicht nach ihrem Schulabschluss fragt. Die Agency sollte es ihr doch ermöglichen können so kurz vor dem Abi den Abschluss zu bekommen.
  • Das man Handys per GPS verfolgen kann, wenn sie ausgeschaltet sind, ist quatsch
  • Geht es nur mir so oder findet ihre den kauzigen Alfred auch klasse?
  • Hab ich was verpasst? Die Tuata wurden von Danu erschaffen, die Miraka von dem Erdelementar geschaffen, die Meermenschen vom Wasserelementar, die Feuerelfen vom Feuerelementar. Die Felidae Linguae kommen aus dem Labor. Woher kommen Feen, Gnome, Pegasi usw.?
  • Lee zieht mit Jay ohne Verstärkung los um Samira zu befreien? Und das nur, weil er ihr eigentlich nicht glaubt? Ja klar, ist ja auch überhaupt nicht gefährlich für Jay und macht total Sinn, nachdem er sich vorher ständig um sie gesorgt hat.
  • Wie überlebt die Füchsin ohne Nahrung, Wasser, Luft in einem Eisblock?
  • Logisch ist es nicht, dass Team 8 regen Kontakt zu Praktikanten hält, die später möglicherweise die Ausbildung beginnen und dann nach Ausbildungsstart wird so getan, als wenn man sich nicht kennen würde.
  • Wieso hat die Füchsin so lange gewartet, um sich das Buch zu holen?
  • Wieso sind die Menschen eigentlich lt. Serie angeblich so machtgierig und die Tuatha nicht? Angeblich unterscheidet Menschen und Tuatha lediglich eine minimale Mutation, die ihnen erlaubt Magie anzuwenden, die in dieser Serie aber wissenschaftlich erklärt wird. Warum sollten sie sich also anders verhalten als Menschen, wenn das der einzige Unterschied ist? Generell rechtfertigt ein derart kleiner Unterschied eigentlich auch keinen Begriff für eine andere Spezies. Das sind eher Unterschiede vergleichbar mit der Hautfarbe oder anderen Besonderheiten wie der Fähigkeit Milch zu verarbeiten.
  • Die Agency ist komplett mit hightech ausgestattet aber die Erfindung von Spracherkennungsssoftware ist an ihr vorbeigegangen?
  • Jay sieht aus wie ihre Mutter und somit die Frau des verstorben geglaubte Frau des Generals und er merkt das nicht?
  • Im Prequel heißt es zuerst, dass der Leichnam nicht in den Händen der Special Forces ist und dann wird der Tatort besichtigt und er liegt dort einfach noch, obwohl die Spurensicherung durch ist?
  • In der Kirche die Pläne auszuplaudern ist sehr Intelligent …
  • Der ominöse Fremde hat einen Hightechjet, der mit Angriffsraketen aufgestattet ist, die der Jet von Luisa offenbar nicht hat (also besser ausgestattet als ein moderner Jet von der Agency) und natürlich versagen Luisas Fähigkeiten genau dann, wenn es darauf ankommt.
  • Mit einem Geländewagen im Iran 850km in einer Tagesreise? Ich habe starke Zweifel
  • Äh, klar. Luisa ist frisch im Team und nimmt diverse Fettnäpfchen mit und fällt lediglich durch Ehrgeiz auf und schon denkt die Anführerin von Team 6 darüber nach sie als ihre Nachfolgerin vorzuschlagen. Genau so läuft es beim Militär ab… vollkommen unrealistisch. Und die Teammitglieder haben abseits von Tory alle kein Problem damit übergangen zu werden.
  • Was bitte schützt der untergetauchte Zwergenklan, wenn es dort überhaupt nichts zu beschützen gibt, wenn das Bruchstück eh woanders ist?
  • Die Analyse des Virus ist ja hochgradig professionell – sinngemäß wir haben 0 Ahnung aber Virus ist hochgefährlich.
  • Wieso sollte der unbekannte den „Virus“, der die Anderswelt auffliegen lässt nicht benutzen. Da er eh die Dunkelheit freilassen will, spielt ein Krieg ihm nur in seine Hände. Das passiert natürlich auch. Die Zeilen habe ich übrigens geschrieben, bevor ich die Stelle im Buch erreicht habe. Das war so vorhersehbar.
  • Das der Unbekannte mehr mit Luisa vor hat ist auch offensichtlich, sonst hätte er sie schon mehrfach umbringen können. Im Prinzip sagt Alator das Endergebnis ziemlich gut voraus.
  • Wie soll denn der Plan gewesen sein um den Unbekannten von seinen Taten abzuhalten? Luisa begibt sich vollkommen hilflos in die Hände des unbekannten, der lässt James frei und danach nimmt ihn fest? Wohl kaum. Warum erschießt Elly ihn nicht einfach?
  • Der Sabotageakt auf den Jet lt. Beschreibung und der weitere Verlauf ist nicht nachvollziehbar. Alator ist bewusstlos und Luisa gibt ihm einen schubs in Richtung Wasseroberfläche. Da hätte ihn wohl kaum vor dem Ertrinken bewahrt. Wie erklärt sich das verschwinden von Luisa? Das sie ihr Kind zur Welt bringt ohne jemanden auf sich aufmerksam zu machen mag nachvollziehbar sein, weil sie ihr Kind beschützen will. Wovon sie gelebt hat aber z.B. nicht, denn da sie für tot gehalten wurde, hatte sie keinerlei Zahlungsmittel. Es ist auch unklar wie die Geburt erfolgt sein soll.

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Secret Elements 1 – Im Dunkel der See [Buch]

Secret Elements - Im Dunkel der See - Johanna Danninger

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Danninger

Teile der Serie:

  • Secret Elements 1 – Im Dunkel der See (336 Seiten)
  • Secret Elements 2 – Im Bann der Erde (256 Seiten)
  • Secret Elements 3 – Im Auge des Orkans (228 Seiten)
  • Secret Elements 4 – Im Spiel der Flammen (321 Seiten)
  • Secret Darkness – Im Spiegel der Schatten (319 Seiten)

Gelesenes Format:

Taschenbuch

Rezension und Inhalt:

Birgit machte keine Anstalten, unser Zimmer an diesem Abend wieder zu verlassen. Nicht einmal, um noch ein zweites Mal kotzen zu gehen. Dabei malträtierte sie sich schon wieder seit einer Weile selbst mit einem dieser abartigen Modemagazine, in denen kein Model auch nur annähernd vierzig Kilo wog.

Jessica lebt in einem Heim, weil ihre Eltern sie als Baby weggeben haben. Wer ihre Eltern sind weiß sie nicht und auch nicht warum ihre Eltern sie verlassen haben. Das Heim nimmt schwierige Fälle auf. Dort wohnen Jugendliche,  die sich irgendwo zwischen normal und kriminell befinden.

Jessica ist an einer öffentlichen Schule und hat ihr Abi fast in der Tasche. Da sie sich auch an der Schule nichts gefallen lässt, ist sie dort allerdings auf Bewährung. Falls sie noch mal beim Direktor wegen irgendwas erscheinen muss, dann fliegt sie von der Schule. Jessica ist Außenseiterin und versucht möglichst nicht aufzufallen. Das zeigt sich auch mit ihren überwiegend schwarzen Klamotten.

»Okay, sieh’s dir einfach mal an. Ich hab echt keine Lust, mich wieder mit Abwehrraketen herumzuärgern.« »Glaubst du etwa ich? Beim letzten Mal musste ich den ganzen Kotflügel erneuern!«

In der Schule gibt sie sich mühe und hat einen sehr guten Notenschnitt.

Als sie an einem Tag auf einer Bank sitzt und liest, setzt sich eine seltsame Frau zu ihr, die ihr ein Amulett schenkt. Das Amulett stellt sich als ein sehr mächtiges Artefakt heraus, dass Jessica allerdings auch nicht mehr ablegen kann.

Plötzlich wird in kürzester Zeit ihre Welt auf den Kopf gestellt und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Einer von der Sorte, die tagsüber ihre Ausbildung zum kaufmännischen Fachangestellten in der Küchenabteilung eines Möbelhauses absolvierten und nach Sonnenuntergang glaubten, sie könnten einen auf Turntable-Gottheit machen, um Weiber aufzureißen.

Ich will nicht zu viel Verraten, daher versuche ich es mit einem Vergleich: Wenn ihr an Man in Black / die Unglaublichen und James Bond denkt, habt ihr ein grobes Bild von dem was im Buch passiert. Das Ganze wird auch ohne große Vorwarnung und nach einer recht überschaubaren Einleitung auf den Leser losgelassen. Man fühlt sich also ähnlich überrumpelt wie Jessica.

Das Grundkonstrukt der Geschichte ist nicht außergewöhnlich: Jessica als Heldin wider Willen hat die Last, die Welt zu retten. Ansonsten gibt es hier die Paarung: Bad Boy vs. kratzbürstige Hauptakteurin was teilweise recht unterhaltsam ist.

Ich musste dringend hier weg. Die waren doch allesamt nicht ganz dicht. Vermutlich bereiteten sie sich gerade darauf vor, mich als Opfergabe in einen Vulkan zu schmeißen – oder was Sektenanhängern sonst noch einfiel.

Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Fantasy mit Magie und Science Fiction und lässt sich nicht so richtig einordnen – was ich ganz Abwechslungsreich finde. Weiterhin hat die Autorin wirklich mächtig viel Fantasie.

Jessica ist ein klassischer Fall von harter Schale, weicher Kern. Nach außen ist sie unheimlich schlagfertig und teilt kräftig aus, sowohl mit Worten als auch mit Fäusten. Ihre Gedanken stehen dazu aber im krassen Gegensatz. Sie macht innerlich einen recht besonnenen Eindruck und ist auch deutlich gebildeter, als man ihr das auf den ersten Blick zutrauen würde. Zusätzlich ist sie eine gute Beobachterin.

Ich erstarrte und gab keinen Ton von mir. Ich hatte genügend Horrorfilme gesehen, um zu wissen, dass man sich von blassen, schwarzhaarigen Kindern an seltsamen Orten dringend fernhalten sollte. So leise ich konnte, schlich ich rückwärts.

Das macht sie zu einem interessanten Charakter.

Die Schreibweise im Buch, sowie die Art von Jessica sind frech, unkonventionell und frisch.

Fazit:

Das Buch ist ein sehr verheißungsvoller Serienauftakt. Die Mischung aus Fantasy und Science Fiction hat was. Die Schlagfertigkeit von Jay ist toll und die Fantasie der Autorin ist umwerfend.

»Du trägst eine wundervolle und gute Seele in dir, Jessica«, sagte er leise. »Vergiss das niemals.« … »Du hast nun die Erlaubnis, auf meine Kraft zuzugreifen. Nutze sie klug, dann wird sie dir treu zur Seite stehen.«

Klasse ist auch, dass man direkt mitten in die Geschichte geworfen wird. Als Leser ist man ähnlich überrumpelt wie Jay.

Da kann man es auch verschmerzen, dass die grundsätzliche Gut / Böse Geschichte im Prinzip auf Star Wars hinausläuft.

Die Rezension der kompletten Serie findet ihr hier.

Bei dem Buch handelt es sich um eine Reszensionexpemplar, dass mir von Carlsen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Da mir der erste Teil gefallen hat, habe ich mir aber trotzdem alle vier Teile als eBook gekauft. Ihr bekommt also – wie immer – meine unverfälschte Meinung.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde es etwas seltsam, dass Jay bis zum Gespräch mit Ivan nicht nach ihrem Schulabschluss fragt. Die Agency sollte es ihr doch ermöglichen können so kurz vor dem Abi den Abschluss zu bekommen.
  • Das man Handys per GPS verfolgen kann, wenn sie ausgeschaltet sind, ist quatsch

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Die Geschichte von Sin und Miriam 3 – Die Revolution [Buch]

Die Geschichte von Sin und Miriam 3 Die Revolution - Sabine Schulter

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Teile der Serie:

  • Die Geschichte von Sin und Miriam 1 – Die Erwachte (648 Seiten)
  • Die Geschichte von Sin und Miriam 2 – Der Wächter (626 Seiten)
  • Die Geschichte von Sin und Miriam 3 – Die Revolution (461 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Und wenn ich mich in dieser Sache schon weltweit stark machen wollte, wo sollte ich dann aufhören? Überall auf der Welt litten Unschuldige. Alles Leid zu lindern war ein utopischer Wunsch. Es musste für mich vorerst genügen, dass ich meine Zukunft als Ärztin plante und derweil die Jäger gegen die Suchenden unterstützte.

Das dritte Buch beginnt zwar mit einem zeitlichen Versatz aber inhaltlich nahtlos dort wo der zweite Teil geendet hat. Die Bedrohung durch die Suchenden in Ägypten ist geringer geworden, da die Wächter einen Angriff führen konnten, der die Rudel zersprengt und ohne Führung zurückgelassen hat.

Allerdings gibt es offenbar weitere Wächter, die sich der Meinung anschließen, dass es einfacher ist, die Erwachten zu töten, als sie zu schützen. Somit würde den Suchenden die Möglichkeit genommen sich schnell zu vermehren.

Direkt zu Beginn des Buches wird ein Erwachter von seinem Wächter in Deutschland getötet. Die Gefahr für Miriam ist also mal wieder groß und wie sich in dem weiteren Verlauf zeigt, nicht nur für sie.

Wie klingt das für dich?« Leise musste ich lachen. »Als ob mein Hund gestorben wäre und du mir deswegen einen schönen Tag machen möchtest.«

Es scheint zumindest so, als wenn die fanatischen Ideologien das Motiv der Angreifer sind, oder steckt vielleicht noch viel mehr dahinter?

Mir hat beim zweiten Buch schon gefallen, dass eine Zeitspanne zwischen den Büchern liegt und der Leser nicht genau die Umstände und Rahmenbedingungen vorfindet, mit denen der vorherige Teil beendet wurde. Damit wird der Start direkt interessanter.

Man bekommt als Leser eben nicht genau die Situation vorgesetzt, die man erwartet hat. Das ist auch in diesem Band der Fall.

»Nein, das meinte ich nicht, sondern dass du meine Welt so bereicherst. Dass du alles dafür tun würdest, um mir ein Zuhause zu geben, und dass du mich so sehr liebst, dass du sogar daran zerbrechen würdest, wenn du mich verlieren solltest. Du hast keine Ahnung, was du mit deiner Art, deinem ganzen Wesen in mir auslöst. Aber ich genieße es so sehr!«

Die Geschichte erweckt anfangs den Eindruck, als wenn der Handlungsstrang aus dem zweiten Teil einfach fortgeführt wird. Als Leser tappt man lange Zeit im Dunkeln welche Motive und Akteure hinter den Aktionen stecken.

Der Schreibstil ist nach wie vor toll und ich bin diesbezüglich ziemlich begeistert von den Büchern von Sabine Schulter.

Sin und Miriam sind als Charaktere nach wie vor toll und auch die Chemie zwischen den Wächtern und ihr ist super. Einige Charaktere, die man im zweiten Teil liebgewonnen hat, tauchen auch in diesem Buch wieder auf. Somit findet man in diesem Buch also eine Mischung aus den Charakteren von Teil eins und zwei.

Lediglich am Ende ist man als Leser den Akteuren voraus und erkennt den Verräter schon etwas vorher, obwohl man nicht mehr Informationen hat als sie selbst. Das Ende ist leider insgesamt etwas schwach und nicht realistisch. Das kann den Eindruck einer ansonsten überragenden Buchserie aber nur leicht trüben.

Fazit:

Wem die vorherigen Bücher gefallen haben, der wird auch dieses Buch mögen. Die Spannung wird von Anfang auf einem hohen Niveau gehalten und es gib etwas mehr Action als in den ersten beiden Teilen.

Für mich ist der letzte Teil mindestens auf dem Niveau der Vorgänger. Es handelt sich insgesamt um eine herausragende Serie. Nach einigen Büchern war dieses mal wieder eins, dass ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe.

Bewertung:

5/5

Die Rezension der Serie gibt es hier.

Vergleichbare Serien / Bücher:

Verwandte Serien / Bücher:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Den Ansatz die Erwachten zusammen zu ziehen finde ich nicht logisch. Die Angreifer haben alle Zeit der Welt. Warum soll man angreifen, wenn man den Feind viel leichter aushungern kann?
  • Die offenen Kämpfe der Drachen, Wächter und Suchenden sind nicht so ganz logisch. Wie soll dass denn die Bevölkerung nicht mitbekommen?
  • Die Argumentation, dass die Jäger nur Befehle befolgen ist ziemlich schwach aus meiner Sicht. Mag ja sein, dass man beim Militär so tickt, dass man nur die Befehle des direkten Vorgesetzten zu befolgen hat, auch wenn man weiß, dass man denen des nächsthöheren Vorgesetzten genau zuwider handelt.
  • Das sich eine Anführerin der Jäger und Wächter auf einen Kampf um die Führung einlässt, obwohl es dazu weder Regelungen, noch einen Grund gibt, halte ich für reichlich unrealistisch. Das Ende vom letzten Band wirkt somit etwas gekünstelt. Bei der Auswahl des Führers der Jäger & Wächter ist es vollkommen irrelevant, ob derjenige am besten kämpfen kann.

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