Wochenrückblick – PCT Woche 12 – Sierras 2

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 2

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 74 / 13 – Lone Pine

Da die Busse nur an Wochentagen fahren nutze ich den heutigen Tag für die weitere Planung und besuche das Filmmuseum in Lone Pine.

Mir war nicht bewusst wie viele Filme in der Region gedreht wurden. Western sind ja sehr naheliegend aber hättet ihr an Star Trek (mehrere), Star Wars, Iron Man gedacht?

Erkannt? Django Unchained

Die Szene mit der Waffenpräsentation findet direkt vor dem Panorama der Sierras statt. Ich weiß noch, dass ich im Film bei dem Hintergrund nur WOW gedacht habe. Den Anzug hat Stark in der Szene getragen.


Montag – Tag 75 / 14 – Lone Pine, Mammoth Lakes (Bus)

Beim Bus stehen morgens über 10 Hiker, die sich über das Wochenende angesammelt haben. Die Ziele sind verschieden. Von Bishop, Mammoth, Reno und anderen Orten ist alles dabei.

Man fährt zu einem guten Teil an den Sierras vorbei. Wie müssen sich damals die Siedler gefühlt haben, als sie auf diese 3000m (über dem daneben liegenden Land) hohe Barriere gestoßen sind.

Während der Fahrt wird es immer grüner, was wohl auch an der steigenden Höhe liegt. In Mammoth Lakes sind die Temperaturen deutlich angenehmer.

Der Ort ist eine Mischung aus Ski- und Fahrradtourismus. Es gibt an jeder Ecke Bikes und E-Bikes.

Es gibt ein Village was eine Mischung von Geschäften, Restaurants und Veranstaltungsmeile ist. Sehr touristisch hier.

Heute hoffe ich auf Neuigkeiten zu meiner Bounce Box bzw. Es stellt sich die Frage welchen Fliegenschiss die Postmitarbeiter in Mammoth Lakes quer sitzen hatten. Die Adresse auf den Paketen ist korrekt und das Hotel steht neben dem Postamt. Keine Ahnung wo deren Problem liegt.

Wie sich nach der Antwort vom Motel 6 rausstellt, nehmen die nur Pakete an, wenn man vorher eine Reservierung hat. Das mach für ein Hotel einen gewissen Sinn aber niemals, wenn man Pakete von Hikern annimmt.

Die Pakete kommen naturgemäß viel eher als die Reservierung erfolgt. Vor allem wenn man sich dann als Hotel noch besonders hervorhebt, in dem man sich explizit in eine Liste aufnehmen lässt für Resupply von Hikern. Das ist also der Worst case. Die Pakete sind nun löst in Translation.

Ich habe meine Buchung im Hotel gleich mal zum Dank storniert. Da zahle ich lieber woanders 50$ mehr, als das ich so ein Hotel unterstütze. Erst mit unlauteren Methoden um Hiker buhlen und dann den gleichen Service wie jedes Hotel bieten geht überhaupt nicht.

Das lokale Postamt fühlt sich nicht zuständig. Die Postmasterin ist zickig und sagt mir, dass sie bereits alles gelöscht hat und durch die Blume, dass sie das eh nicht interessiert und nicht ihr Problem ist. Da schreibt man dick PCT Hiker + erwartete Ankunftszeit auf die Pakete und es klappt überall, nur in diesem Postamt nicht.

Das eine Internationale Adresse ohne Zollformular nicht funktionieren kann, war ihr auch vorher klar aber ist ja nicht ihr Problem.

Der Status ist seit Tagen in Transfer. Das ist bei USPS der Status für “sieht gut aus aber es passiert nichts mehr”, wenn er mal mehrere Tage andauert.

Wenn ich noch mal ins Postamt will kostet mich das einen ganzen Tag Aufenthalt in Mammoth, weil dann alle anderen Aktivitäten unmöglich sind, wegen der bescheuerten Öffnungszeiten des Postamtes. Ob jetzt noch was rauskommt ist ungewiss. Ich hatte nicht den Eindruck, als wenn sie sich wirklich darum kümmert.

Da ich heute sonst nichts zu berichten habe: Die Preispolitik in den Supermärkten hier ist oft Spannend. Eine Flasche 2,49$, drei 5$ oder 8 für 10$, 16 für 13$ und 32 für 20$. Also immer mehr kaufen als man braucht, weil es ja billiger ist.

So ruhig wie das heutige Hotel war übrigens noch keins auf der Tour. Mein Zimmer liegt direkt Richtung Wald.

Dienstag – Tag 76 / 15 – Red‘s Meadow (JMT 151,1 / PCT 906,6), JMT 165,7

Heute wandere ich ein Stück des John Muir Trails. Der PCT und JMT sind weitgehend Deckungsgleich (der JMT hat natürlich nur einen Bruchteil der Länge des PCT). An einigen Stellen splitten sich die Trails aber auf und dann ist der JMT teilweise schöner.

Dummerweise bin ich mit den ersten Shuttle erst um 8:00 in Red’s Meadow und noch dümmer ich besichtige den Lower und Upper Rainbow Fall. Das hätte ich wohl gestern machen sollen, auch wenn es 8$ mehr gekostet hätte.

Somit komme ich heute nicht ansatzweise so weit wie gedacht und habe morgen über 21 Meilen und 2500 Fuß vor mir. Das wird eine ganz schön knappe Sache bis 18:50. So war das nicht geplant.

Heute gab es viele Seen und Bäche. Dementsprechend gab es auch ordentlich Moskitos.

Der Anstieg war mit 1438 Höhenmetern aber auch nicht ganz ohne. Offenbar bin ich trotz mehrtägigem Hotelaufenthalt noch nicht maximal erholt.

Mittwoch – Tag 77 / 16 – JMT 165,7, Tuolumne Meadows (JMT 187,3 / PCT 942,5)

Heute ging es um 5:15 los mit dem Hiken. Da die Sonne erst kurz nach 6 aufgeht müsste ich mit Licht hiken. Ich finde das nach wie vor seltsam. Für mich verfehlt das Hiken damit seinen Sinn.

Die Anstiege bekomme ich weitgehend bis 10:00 weg. Das Absteigen dauert aber auch noch eine ganze Weile.

Morgens erlebe ich eine neue Dimension von Moskito Hell. Wenn man kurz am Fluss anhält um Wasser aufzunehmen und mit jedem Schlag auf Schulter oder Arm 3-6 Moskitos erschlägt ist meine Toleranzgrenze eindeutig überschritten. Wenn das in Oregon dauerhaft so aussieht, dann kann das keine Landschaft der Welt aufwiegen.

Mal sehen wie viele Treffer die Viecher gelandet haben. Abends bemerke ich 10-15 Stiche. Ich habe im Gegenzug mindestens 20 Moskitos gekillt. Sagen wir unentschieden.

Stehen bleiben war heute in der ersten Tageshälfte nicht drin. Dann wurde man aufgefressen.

Morgens ist das Wandern ziemlich abwechslungsreich. Nachmittags ziehen sich die Meilen, weil das Valley von vorne bis hinten gleich aussieht.

Heute habe ich eine kurze Diskussion mit anderen PCT Hikern, die nicht nachvollziehen können, dass Ichsucht mehr den dringenden Bedarf verspüre jede PCT Meile zu laufen. “Es ist doch alles schön und man muss alles sehen” – Nö, nicht wirklich. 😉

Ich komme um ca. 17:00 am Tuolumne Store an. Der erste Yosemite Bus kommt um kurz vor 18:00. Ich hatte den zweiten um kurz vor 19:00 gebucht. Der erste Fahrer hat keine Lust mich mitzunehmen (angeblich ist der Bus voll), Leute ohne Reservierung nimmt er aber mit). Das ist aber nicht so dramatisch. Ob ich hier esse oder in Mammoth ist mir egal.

Donnerstag – Tag 78 / 17 – Mammoth Lakes

Am Sonntag starte ich für zwei Wochen eine mutmaßlich recht erholsame Wandertour, die in Salt Lake City beginnt und unter anderem Wanderungen in Yellowstone und dem Grand Canyon enthält.

Somit habe ich heute einen Fülltag. Da ich wieder in der Yosemite Reichweite liege und beim letzten Besuch wegen der Halfdome Lotterie zu wenig Zeit für das letzte Stück zu dem Upper Falls hatte, wollte ich das ursprünglich nachholen. Weiterhin wäre dann auch noch ein wenig Zeit für das Besucherzentrum / Museum gewesen.

Den Rest habe ich beim letzten Besuch abgearbeitet.

Da ich aber mal wieder das USPS Problem habe, schaue ich im Postamt vorbei. Total verrückt, wenn man sich überlegt was das unkooperative Verhalten des Postamtes / Hotels für Folgekostenvertrags verursacht. Wie bereits erwähnt ist dies das einzige mir bekannte Postamt entlang des PCT was sich so verhält. Das Hotel ist natürlich noch schlimmer.

Wie ich per Mail informiert wurde ist das Paket angeblich auf dem Weg zurück nach Deutschland. Das halte ich für totalen Quatsch.

Ich habe weder für internationalen Versand bezahlt, noch gibt es eine Zollerklärung. Das würde auch keinen Sinn machen, weil ich die Sachen bereits versteuert habe. Man kommt sich vor wie in Schilda. Nur Idioten. Die Box samt Inhalt kann ich wohl abschreiben.

Ich habe schon überlegt was alles drin war. Aktuell unersetzlich sind Dinge wie die Zahnpasta (Meridol Minituben), Miniuben Sonnencreme mit sehr hohem Schutzfaktor >50 oder die Super Soft Zahnbürsten. Die Klamotten (Shirts, Schuhe, Socken, Hose) und der Eimer zur Aufbewahrung fehlen nun natürlich für die Rundreise.

Ansonsten ist der finanzielle Verlust recht derb. Der dürfte gut bei 1500€ liegen, wenn man alles summiert. Ich hatte ein einfaches Notebook in der BounceBox, einen Rasierer (den kann ich mir jetzt auch neu kaufen mit US Stecker) und diverse Ersatzteile für ultraleicht Hiking Gear, was auch nicht gerade günstig ist. Selbst Bargeld war enthalten.

Alles was ich mir jetzt kaufe, muss ich natürlich wieder per Paket vorschicken, wenn ich noch mal auf den Trail gehe. Total sinnvoll das Ganze…

USPS schreibt mir ich könne ja den Empfänger in Deutschland kontaktieren und die Pakete zurück schicken lassen (sehr witzig).

Mal abgesehen davon, dass die addierte Laufzeit wohl ca. 6 Wochen beträgt (3 Wochen hin, 3 Wochen zurück) ist drei mal Mehrwertsteuer bezahlen (bzw. 2x Zoll) auch nicht gerade sinnvoll.

Mal außen vor lassend, dass das auch irgendwer beim Zoll in Deutschland abholen müsste und da ich gerade in den USA bin ist das eher schwierig. Fakt ist: Sowohl Hotel als auch Postamt bekommen einen Preis für miserablen Service. Das hilft mir aber auch nicht.

Theoretisch müsste der deutsche Zoll die Pakete zurückschicken in die USA oder alternativ zerstören. Je nachdem was USPS vorgibt.

Ich glaube die Geschichte aber nicht wirklich. Welches Unternehmen verschickt denn international, wenn niemand dafür bezahlt und keine Zollerklärungen vorliegt?!

Ich vermute, dass die Pakete noch immer irgendwo rumstehen oder sie sich jemand unter den Nagel gerissen hat.

Wie ich bei USPS schon festgestellt habe, erreicht man eh nicht viel. Offiziell suchen die noch immer die BounceBox, die nie in Mojave eingegangen ist (lt. Tracking) aber ausgescant wurde.

Somit war ich heute damit beschäftigt mir einige Klamotten zu kaufen, da ich zum Hiken nur ein kurzes und ein langes Shirt dabei habe. Für eine Rundreise etwas mau…

Freitag – Tag 79 / 18 – Mammoth Lakes, Reno, Salt Lake City (Bus, Bahn)

Das ist eine lange Tour. Erst geht es nach Reno (ca. 4 Stunden Bus) und von dort ab 16:00 bis nachts um 3:00 mit dem Zug nach Salt Lake City. Der Zug nennt sich California Zephyr.

Beim Warten auf den Bus treffe ich ein junges Pärchen aus Italien. Die beiden wollen über Reno nach San Francisco.

Die besten Unterhaltungen hat man immer dann, wenn man nicht damit rechnet.

In Reno beschließe zum ich als Lückenfüller das Automuseum zu besuchen. Neben den beiden Technikmuseen in Sinsheim und Speyer ist das bisher das beste Automuseum, dass ich besucht habe.

Speziell die frühe Epoche ist extrem gut vertreten und die Autos wurden nicht einfach nur hingestellt, sonder das Ganze Ambiente von Kinoplakaten, Zapfsäulen, Schildern usw. wurde stimmig eingerichtet. Perfekt!

Die Autos sind optisch fast alle in einem überragenden Zustand. Insofern ist das Museum eine absolute Empfehlung, wenn man mal in Reno ist. Wer jetzt übrigens denkt ich hätte alle tollen Autos fotografiert liegt falsch. Es waren über 200.

Interessant ist übrigens immer wieder wer früher Autos gebaut hat – vom Traktorhersteller zum Sportwagen (Ferrari), vom Nähmaschinenhersteller zum Autobauer oder vom Autobauer zum Hersteller für Rasenmähermotoren (Brigs &  Stratton).

Was man auch immer wieder sieht ist, dass das Konzept von Elektroautos schon 100 Jahre alt ist.

Der Käfer fehlt übrigens in keinem US Automuseum.

Die Fahrkartenkontrolle erfolgt dieses Mal vor dem Einsteigen im Zug. Wenn man selbst so eine Pappkarte hat, die man an den Sitz klebt reist man extrem günstig. 😉

Wofür man vorher den Sitzplatz reserviert (beim Kauf der Karte gibt man oben oder unten an) entzieht sich mir (es wurden eh alle in die obere Etage geschickt).

Der Zephyr ist eine tolle Variante die amerikanische Landschaft und Weite zu erleben. Da kann keine Bus- oder Autofahrt mithalten. Mit ca. 70$ ist das sogar günstig.

Für das Abendessen muss man eine Zeit reservieren. Das Essen ist mit 33$ für das Gebotene etwas teuer aber wo bekommt man schon so ein Panorama mit Essen kombiniert. Das Personal ist superfreundlich.

Wenn man einen Schlafwagen bucht ist das Essen übrigens enthalten. Der Spaß kostet 100$ mehr und man hat eine Kabine mit 2 Betten.

Spaßeshalber zähle ich heute die Anzahl der Wagons bei der Güterzügen und komme auf über 150.

Ja, das ist Echtgold, war wohl recht teuer in der Versicherung, so 1000$ pro Monat!

Samstag – Tag 80 / 19 – Salt Lake City

Der Tag heute ist etwas heftig, da ich in der Nacht kein Hotelzimmer hatte.

Durch die Zeitzonenstellung liege ich aktuell nur noch 8 Stunden hinter der deutschen Zeit.

Nachts um halb vier in einem fremden Land durch eine fremde Stadt zu laufen fühlt sich schon Strange an. Aber ich bin angekommen ohne überfallen zu werden.

Google liegt übrigens auch öfter mal falsch. Der Mc Donalds hat nur am drive Inn rund um die Uhr auf und auch bei Busverbindungen stimmen die Infos teilweise nicht.

Ich schlage mir die Zeit bis zum Sonnenaufgang (der hier übrigens eine Stunde später stattfindet bei gleicher Sonnenuntergangszeit) teilweise im lokalen Dennys um die Ohren. Da ist nachts um 4 erstaunlich viel los. Aber offenbar hat sonst auch alles zu.

Dabei habe ich auch die bisher schlechteste Erfahrung mit Kundenservice in einer Restaurantkette. Obwohl der Laden nicht mal halb voll ist schmeißt mich die Bedienung mit den Worten ich soll doch bitte bezahlen und nach Hause gehen raus, obwohl ich nach dem Essen noch eine Cola bestellt habe. Am Nebentisch sitzen welche, die noch länger da sind als ich. Aber man kann ja auch mal kein Trinkgeld geben. Der Laden sieht mich zumindest nie wieder.

Um halb Sechs mache ich mich zum Hotel auf und der Typ an der Rezeption ist maximal verpeilt. Erst grüßt er mich und verschwindet dann für 5 Minuten nachdem er vorher rumstand und dann will er mir unbedingt meine Amazon Pakete aushändigen, die er aber nicht finden kann (die Info, dass Pakete da sind ist aber im Computer) und das bevor ich ein Zimmer habe. Als er die Pakete nicht findet meint er, dass sie wohl heute kommen. Wenn sie wissen, dass es 5 sind werden sie wohl da sein, oder?! Nach dem Verlust der Bouncebox musste ich diverse Dinge nachkaufen. Das ging jetzt alles an das Hotel. Da Amazon gerne einzelne Pakete schickt, sind es nun ein paar mehr geworden.

Später kommt er dann noch mal Tumor und teilt mir mit, dass er 4 von 5 gefunden hat. So langsam wird es bedenklich.

Aber sowas muss man ja nicht nach einer Nacht ohne Schlaf vor 6 Uhr diskutieren.

Heute erlebe ich gleich mehrere Kulturschocks. In Utah scheinen die Uhren anders zu gehen. Zuerst gerate ich unfreiwillig in einen Halbmarathon, bei dem 90% der Leute gehen und zwar so langsam, dass man auf dem PCT mit Rucksack und Steigung schneller ist. Viele telefonieren nebenbei, machen Selfies oder fahren mit der S-Bahn! Einige brechen diesen immens anstrengenden Lauf nach 30 Minuten ab. Aber die Ausrüstung ist top. 😉

Weiterhin gibt es offenbar ein Gesetz, dass Fußgänger dazu verdonnert sich zum Affen zu machen. An Zebrastreifen muss man mit einer Fahne schwingen vor oder beim rüber gehen (das war nicht eindeutig). Blöd nur, wenn es die Fahne nur an einer Seite gibt. Dann muss man wohl so lange warten bis jemand auf der anderen Seite vorbeikommt.

In die Kirche geht man hier maximal gestylt mit Anzug und Krawatte. Die Mode ist bei Anzügen offenbar auch radikal anders. Es geht offenbar um sehen und gesehen werden und man trifft sich um die Kirche.

Viel zu sehen oder zu tun gibt es nicht in Sakt Lake City. Es gibt mehrere Kirchen und ein paar alte Gebäude und Grünflächen in Salt Lake City. Das die eine Olympiastadt war erkennt man kaum.

Das einzig besondere ist das IMAX 3D. Allerdings wird das Potenzial mit den gezeigten Filmen nicht wirklich ausgeschöpft. Evtl. schaue ich mir morgen einen Film – Apollo 11 – an. Heute schlafe ich dabei vermutlich ein.

Im Innenstadtbereich gibt es weder öffentliche Toiletten, Tankstellen, Supermärkte, noch viele Essgelegenheiten. Da sind teilweise die Kleinstädte entlang des PCT besser ausgestattet oder ich bin recht erfolgreich an allem vorbei gelaufen.

Ich besuche das Pioniermuseum, was seinen Namen meiner Meinung nach nicht zurecht trägt. Es handelt sich angeblich um die Weltgrößte Sammlung zu einem Thema. Der Großteil der Sammlung sind Stoffteile oder Bilder von Pionieren. Ansonsten gibt es diverse Möbelstücke zu sehen. Erklärende Texte gibt es fast keine. Aber es war immerhin kostenlos.

Abends hole ich mir noch eine Pizza, die aber zu den schlechteren gehört (viel zu viel Käse und zu wenig Tomatensauce).

Meine Pakete bekomme ich alle aber Amazon hat ein Teil falsch geliefert. Angeblich kann ich das beim 2km entfernten Lebensmittelladen ohne Label abgeben.

Ich stelle heute mal wieder fest wie viele Leute vor Ampeln stehen und sich darüber aufregen, dass die Ampel nicht grün wird, obwohl sie nicht gedrückt haben. Ich finde es ja normalerweise unnötig an der Ampel den Knopf zu drücken, wenn’s schon jemand steht, weil ich das jedem zutraue aber ich ändere gerade meine Taktik. Heute waren welche so ignorant und meinten, die Ampel wäre nun von selbst grün geworden, als ich direkt hinter deren Rücken den Knopf gedrückt habe. Das wird sogar mit einem Geräusch bestätigt. Manche Leute sind unglaublich ignorant. 😉

Vor einer der Kirchen findet heute eine Demo gegen Waffen statt. Es sind gut 100 Leute anwesend.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

Neuzugänge & Birkenstockliebe bei TrallafittibooksMein Wochenrückblick bei angeltearz liest Gib mir jetzt mein Diadem! bei Lieschen liest Verpasste Manga-Neuerscheinungenbei AndersleserKinderbücher, Liebesromane, Vampire usw. bei cbee talks about books ∗ Leselaunen bei Taya’s Crazy World ∗ Das Positive im Blick behalten bei HundertmorgenwaldSagaliebe & Podcasterfahrung bei Letterheart

Wochenrückblick – PCT Woche 11 – Sierras

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 1

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 67 / 6 – Start in die Sierras – Kennedy Meadows Campground 704,6, 725,1

In Kennedy Meadows hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einem Hiker. Er wurde von einem ehemaligen Studienkollegen begleitet, der Amerikaner ist. Die beiden haben aber in Deutschland Maschinenbau studiert. Beide sind um die 50. Der US-Amerikaner arbeitet nicht mehr und hat angeblich 4 Millionen auf dem Konto (Amerikaner reden über sowas offener) und der andere verdient (bzw. bekommt – den Begriff verdient finde ich Kontext Gehalt vollkommen unangebracht, weil er impliziert, dass Bezahlung gerecht ist) als Ingenieur angeblich um die 130.000€ im Jahr.

Wichtig – meint der Amerikaner – sind Aktienoptionen und das Informatiker dringend gesucht werden in den USA. Ich solle doch mal über den Schritt nachdenken.

Schon krass aber wenn ich mir so überlege was manche Sachbearbeiter in den USA leisten können, kann ich mir schon vorstellen, dass die Geschichte stimmt.

Die Idee hat schon was mit 50 zu machen worauf man Lust hat weitgehend ohne Zwänge.

Zumindest konnte man sich super mit ihm unterhalten über quasi alles. Uns wären die Gesprächsthemen glaube ich lange nicht ausgegangen. Dummerweise wollte ich am nächsten Morgen früh weiter Hiken. Wenn es in Kennedy Meadows ein Hotel gegeben hätte, dann wäre ich wohl eine Nacht da geblieben.

Ich habe mich somit nach dem Essen zum Kennedy Meadows Campingplatz fahren lassen, damit ich morgens um 6:00 direkt auf den PCT gehen kann.

Wie ich später erfahren haben hat die Truppe noch bis 11 Bierchen und diverse Mixgetränke beseitigt.

Der Campingplatz war die erste moskitoverseuchte Ecke. Ich bin schnell ins Zelt und mit Moskitobegleiterin in den Nahkampf übergegangen (ich habe gewonnen).

Der Campingplatz war relativ voll. Es sind locker bis 23:00 (die Leute waren vorher überwiegend in Grumpy Bear) noch Camper angekommen. Somit war es eher unruhig.

Die Landschaft ist heute genial. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Nachdem ich die ersten drei Hiketage kaum was Zu Essen runter bekommen habe, habe ich heute öfter Hunger. Jetzt ist nur das Kontinent begrenzt.

Man sieht in den High Sierras aber überall noch Schnee. Das zum Thema es ist kein Schnee mehr da.

Meine Füße schmerzen Mittags rum heftig aber noch halten sie sich noch. Abends geht es wieder besser.

Heute treffe ich auch wieder diverse Hiker (ok, es ist auch Sonntag).

Es ging heute auf 10600 Fuß und da wird die Luft schon merklich dünner. Der erste Anstieg ging noch aber dann ging es bzgl. des Anstiegs pro Meter deutlich aus meiner Komfortzone.

Ich Campe auch ungefähr in der Höhe um mich zu akklimatisieren.

Abends überfallen mich beim Zeltaufbau wieder die Moskitos. Die mögen offenbar Schatten, Wärme und Windstille. Jetzt tummeln sich mindestens 10 vor dem Fliegengitter des Zeltes. Es folgt mir auch immer mindest eine ins Zelt. Sauviecher.

Der heutige Tag war Megaanstrengend mit 1600 Höhenmetern aber hat auch sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe die Leistung kann ich drei Tage halten, denn bei meinem neu erwachten Hunger wird das Essen sonst knapp.

Es ist immer wieder interessant wie gut man auf so einer Etappe die Blumen den verschieden Höhenstufen zuordnen kann. Bio man schädlich.

Die letzten Nächte habe ich den Schlafsack einfach als Decke benutzt (da man ihn aufzippen kann geht das ziemlich gut). Das ist diese Nacht auf 3000m aber wohl zu kalt. Ich schlafe aber deutlich besser bei der Deckenvariante, weil die weniger einschränkt.

Panorama 1

Panorama 2

Panorama 3

Montag – Tag 68 / 7 – 725,1, 747,9

Wie sich in der Nacht zeigt, lag ich bzgl. dem Schlafsack falsch. Die Variante als Decke reicht völlig.

Bzgl. der Landschaft ist der heutige Tag nicht so spannend. Es gibt primär Wald zu sehen – also wie am Vortag, nur das davon kaum etwas abgestorben / verbrannt ist. Eigentlich ganz schön aber auf Dauer kaum fotogeeignet. Wer will schon immer wieder Waldbilder sehen?

Ich versuche mich mit einem längeren Hike in eine gute Position für den Folgetag zu erreichen (Bergauf am besten morgens, wenn es noch kühl ist). Das klappt auch aber Abends ist dann schlagartig Schluss. Ich baue das Zelt auf und kaum bin ich drin, wird mir übel. Das Abendessen liegt noch nicht lange zurück und ich lasse es mir spontan noch mal durch den Kopf gehen.

Glücklicherweise ist ein ZIP Lock Beutel zur Hand. Das sind ja tolle Voraussetzungen für den härtesten Teil des PCT. Wie nun weiter? Auszeit in Lone Pine oder weiter? Ich entschließe mich für weiter, nachdem es ab nächsten Morgen wieder besser ist.

Ich treffe übrigens den ganzen Tag niemanden.

Über den Sierras herrscht übrigens reger Flugverkehr. Das hatte ich so auf dem PCT nirgends. Es handelt sich offenbar überwiegend um Kampfflugzeuge.

Dienstag – Tag 69 / 8 – 747,9, 765,2

Morgens fühle ich mich ganz gut. Ich beschließe also nicht den Trailexit Lone Pine zu benutzen, sondern den Weg Richtung Mount Whitney fortzusetzen.

Heute ist die Landschaft wieder abwechslungsreicher. Das Essen macht mir tagsüber Probleme. Ich muss mich mehrfach fast übergeben. Somit bricht die Leistung etwas ein.

Heute treffe ich zig Leute, was aber primär daran liegt, dass Touristentouren mit Pferd oder Guide angeboten werden, die nich lange dauern. Man kann aber offenbar den ganzen John Muir Trail auf dem Pferd buchen, wenn die Geschichten stimmen, die andere Hiker erzählen (Mount Whitney fällt schon mal raus, da gibt es kein Pferd).

Da meine Leistung einbricht, treffe ich zwei Hiker wieder, die ich in Kennedy Meadows kennengelernt habe und die mit den Nachwehen des unterhaltsamen Abends zu kämpfen hatten.

Interessant ist was die beiden Essen. Die können währen des Hikes die Portionen für zwei Leute vertilgen und noch diverse Sachen hinzufügen (+kleine Nudelpackung + kleine Packung Thunfisch). Das würde ich nicht schaffen und selbst wenn, würde es beim Hiken nicht drin bleiben.

Genau das ist aber nötig um den Kalorieninput und Output in der Wage zu halten.

Heute sehe ich so viele Pferdespuren, dass ich mich frage warum ich überhaupt zu Fuß gehe. Zusätzlich sehe ich auch andere Spuren, die für mich nicht gerade nach Pferd aussehen aber auch dem PCT folgen.

Panorama 1

Panorama 2

Mittwoch – Tag 70 / 9 – 765,2, Mount Whitney, 767,2

Ich befinde mich nicht am optimalen Startpunkt für Whitney und stehe zum ersten Mal um 3:00 auf und Hike mit Stirnlampe.

Im Notfall kann man das mal machen aber ich käme im Traum nicht darauf mit Taschenlampe Whitney zu besteigen. In der frühen Hikingsaison geht es nicht anders, weil die Sonne den Schnee weich macht und es dann zu gefährlich wird. Mich würde da mit Schnee kein Mensch hochbekommen.

Anschließend geht es den Mount Whitney hoch.

Die Impressionen sind umwerfend. Ich gehe so weit, dass ich landschaftlich noch nie etwas so schönes gesehen habe. Auch das Wetter und Licht sind top.

Bis rund 13400 Fuß läuft es ganz gut, dann streikt mein Magen wieder. Bis 13700 Fuß, also rund 1 Meile vor den Summit komme ich, dann muss ich wegen meinem Magen abbrechen. Auf den Weg nach unten muss ich mich wieder übergeben, obwohl ich kaum was im Magen habe.

Ist das die Höhenkrankheit? Ich denke nicht. Warum soll die mal bei 12000 und mal bei 13700 Fuß zuschlagen. Ich habe schon immer Probleme gehabt während Leistungssport Essen zu konsumieren.

Da der PCT Hochleistungssport ist, kommen daher wohl meine Probleme. Ein Übriges tut mit Sicherheit der Beckengurt, der auf auf den Magen drückt.

Da aber nachmittags bei Mount Whitney ein ziemlich heftiges spontanes Unwetter aufzieht (Hagel – was sonst? + heftiges Gewitter) war das aber evtl. auch ganz gut, dass ich abgebrochen habe. Es wurmt natürlich ziemlich, wenn nur grob eine Meile fehlt.

Am linken Fuß bildet sich schon wieder eine Blase in etwa dort wo sich die letzte Riesenblase auch gebildet hat. Warum auch immer das immer am linken Fuß passiert. Das kleine Unwetter heute war halt auch nicht vorteilhaft.

Ich möchte nicht wissen wie ich in den letzten Tagen an meinen Reserven gezerrt haben, denn gegessen habe ich kaum was.

In den letzten Tagen sind mir zwei paar Socken kaputt gegangen, die Schuhe sind nach Whitney auch schon wieder Schrott (drittes Paar) und Magentabletten habe ich nun auch keine mehr. Die befinden sich in der Bouncebox in Mammoth Lakes.

Man kann sagen, dass die Sierras (das Bisschen was ich davon gesehen habe) für mich die bisher größte physische Herausforderung aber auch unglaublich schön waren. Primär wird das an der Etappenlänge in Kombination mit der Höhe und den Steigungen liegen.

Heute sind zum ersten Mal von einem Ranger die Permits kontrolliert worden oder sagen wir sie hat zumindest danach gefragt, ob man welche hat.

Ich treffe heute Allan der 70 Jahre alt ist und den Mount Whitney schon 16 mal bestiegen hat (unter anderem). Das ist also als Gegenstück zu meinen Problemen. 😉

Wie ich nachher feststelle geben die Bilder leider nicht ansatzweise den Eindruck wieder, den man hat, wenn man den Berg besteigt.

Panorama 1

Panorama 2

Panorama 3

Donnerstag – Tag 71 / 10 – 767,2, 750,8 (ja, wirklich rückwärts)

Morgens schlafe ich etwas länger als gewöhnlich und grüble noch mal, ob ich zum Forrester Pass (höchster Punkt des PCT) wandern soll und verwerfe die Idee, da mir das Risiko aufgrund meiner Brechreizanfälle bzw. der Entkräftung mangels hinreichender Essensaufnahme zu hoch ist. Wie sich heute zeigt war die Entscheidung goldrichtig.

Ich schaffe heute gerade mal knappe 17 Meilen und 1000 Höhenmeter. Für den Forrester Pass wäre mehr erforderlich gewesen. Das liegt deutlich unter meinen Möglichkeiten.

Ich treffe nie so viele Leute wie heute, da viele Leute den Weg als Einstieg in den John Muir Trail, der teilweise analog zum PCT verläuft.

Dabei ergeben sich einige interessante Gespräche.

Weiterhin treffe ich einen PCT Hiker, der mir davon abrät diesen Monat schon nach Oregon zu Reisen wegen zu vieler Mücken. Er hat wohl einige Jahre in der Region gelebt.

Heute geht auch das dritte paar Socken kaputt. Ich habe zwar einen Nageklipser aber keine Pfeile dabei. Noch ein Punkt für die todo Liste.

h

Ich bin gespannt, ob es mir morgen gelingt von dem Lonepine Trailhead wegzukommen. Dafür muss ich vier Meilen wandern und auf Verwandte von Hikern hoffen, die Hiker dorthin bringen.

Hier scheint es in der Nacht verdammt kalt zu werden. Somit ist früh aufstehen wohl nicht so empfehlenswert. Ich hoffe ich erwische eine Fahrt nach Lone Pine.

Heute kommen meine neuen wasserdichten Alpine Handschuhe zum Einsatz und das Zelt Einpacken bei knapp über 0° ist damit viel angenehmer. Man kann sogar den feuchten Dreck vom Zelt abwischen, ohne das die Hände abfrieren.

Da die Busse zur nächsten Stadt fahren nur Mo – Fr. Aber aktuell benötige ich eh erstmal Erholung.

Ob und zu welchem Preis ein Hotelzimmer zu bekommen ist steht auch in den Sternen.

Freitag – Tag 72 / 11 – 750,8, Cottonwood Pass, Lone Pine

Morgens ist es sehr kalt am Chicken Spring Lake. Die Temperatur ist im Hochsommer nahe am Gefrierpunkt.

Telefon Empfang gibt es am Trailhead nicht also versuche ich mich per Anhalter.

Es hält eine Spaziergängerin mit Hund an, die ich vorher nett gegrüßt habe. Vermutlich hält sie genau aus dem Grund. Normalerweise macht sie die Fahrten gegen Geld (und zwar nicht wenig, der Preis ist mehr als das doppelte von Lyft und Uber – aber ohne Konkurrenz…)

Gewartet habe ich ca. 30 Minuten, bis mich jemand mitgenommen hat.

Unglaublich wie einfach so ein Abstieg ist. Da geht man mal eben ein paar Tausend Fuß runter. Vorgestern noch auf 13700 Fuß und heute 4000 Fuß. Knapp 6000 davon heute mit dem Auto.

Der Perspektivwechsel ist interessant. Die Sierras mal von unten sehen bzw. jetzt kann ich teilweise erst einordnen was ich aus >=12000 Fuß überhaupt gesehen habe.

Als ich ankomme gehe ich erstmal nach McDonalds um nach einer Unterkunft zu suchen (Wifi + Sitzgelegenheit).

Ich bestelle mir einen Deluxe with Cheese + Pommes und zwei große Coke und nix passiert. 2 Stunden später habe ich wieder Hunger. Das soll einer verstehen. Keine Ahnung warum mir das Essen auf dem Trail so immense Probleme bereitet. Vermutlich verkrafte ich die Anstrengung + Essen wirklich nicht.

Die Temperatur in Lone Pine liegt bei rund 33°C. Das ist eine heftiger Unterschied zu den nahezu 0° oben am See.

Die Hotelsituation in der ganzen Region ist Katastrophal. In Lone Pine sind die Hotels noch mit am günstigsten. Die “Absteige” in der ich nun bin nimmt für 3 Tage 400$. Angebot und Nachfrage…

Sogar das Hostel ist voll.

Wenn man dann noch die Essenskosten für drei Tage summiert machen andere dafür eine Woche all Inklusive Urlaub in einer deutlich besseren Anlage.

Selbst die 16” Pizza kostet hier 30$. Dafür habe ich andernorts weniger als die Hälfte bezahlt.

Vor Montag fährt aber kein Bus nach Norden und ich will mich erst ein wenig entspannen, bevor es weiter geht.

Denn vollkommen ausgepowert bin ich aktuell definitiv.

Schuhe und Socken sind bei Amazon offenbar aus. Ich werde es mal in den lokalen Läden versuchen aber meine Größe ist i.d.R. nicht zu bekommen.

Wie ich feststelle sind die Geschäfte wenigstens ein wenig auf Hiker ausgelegt. Es gibt zumindest an mehreren Stellen gefriergetrocknete Gerichte.

Bei Schuhen ist es dann schon wieder vorbei.

Damit mir die Socken nicht ständig kaputt gehen habe ich mir mal eine Minipfeile gegönnt. Bei über 40.000 Schritten pro Tag reicht offenbar sehr wenig aus, damit die Zehensocken kaputt gehen.

Den Rest des Tages verbringe ich mit Einkaufen für eine kurze Etappe von Red’s Meadow nach Tuolumne Meadow.

Samstag – Tag 73 / 12 – Lone Pine

Lone Pine ist eine der schöneren Städte entlang des PCT, auch wenn mal wieder ein Highway mittendurch führt.

Heute mache ich mir Gedanken wie ich weiter mache. Nachdem ich gestern wieder halbwegs sauber war (9 Tage Trail hinterlassen recht deutliche Spuren), habe ich die Gesundheitsbestandsaufnahme gemacht.

Drei Blasen an den Füßen. Zwei davon potenziell problematisch. Wie das endet, wenn man es ignoriert, weiß ich ja schon.

Ansonsten ein paar Blasen an den Händen, leichter Sonnenbrand hier und da.

Es macht aber aktuell wenig Sinn in den High Sierras mit zig Flussquerungen weiter zu machen, wenn ich nicht wieder so eine Riesenblase riskieren möchte.

Somit werde ich Montag nach Mammoth Lakes fahren und von dort weiter Richtung Norden wandern.

Heute habe ich kurz geprüft wo meine Bounce Box ist und das Postamt in Mammoth Lakes hat sich wohl selbst übertroffen. Obwohl die Adresse korrekt ist (ich hatte schon das Motel 6 direkt neben dem Postamt angegeben, weil das Postamt für bescheidenen Service bekannt ist – siehe USPS Mammoth Lakes bei Google), wurde das Paket zurückgeschickt.

Da ich aber keine Adresse in den USA habe, steht auf der Box als Absender die deutsche Adresse. Dahin wurde das Paket also bestimmt nicht geschickt (das wäre ja viel teurer). Aktuell vermute ich, dass die Box zurück nach Ridgecrest geschickt wird oder einfach zurück zur Verteilstelle in Bakersfield, die damit natürlich nichts anfangen kann. Gemessen an den Preisen  ist USPS einfach unglaublich schlecht.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

Hello I’m a Nerd bei Trallafittibooks ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest 5 Gründe, warum ihr alle… bei glimrendeDie Sache mit der Hitze und Produktivitätbei Lieschen liest Die Stadt, in der es mich nicht gibt bei AndersleserLeselaunen bei cbee talks about books ∗ Leselaunen bei Taya’s Crazy World ∗ Bücher über Bücherbei HundertmorgenwaldGeburtstagsmonat und Urlaubsfeeling bei Frau FrühlingsbuchwunderlandLet’s try this again bei RikeRandom Urlaubs- und Lesefieber bei Letterheart

Wochenrückblick – PCT Woche 10

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Dark Elements 4 – Glühende Gefühle

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Dienstag – Tag 62 / 1- Abreise aus Deutschland und Reise bis Ridgecrest

Morgens um 8 geht es mit der Bahn zum Flughafen. Abgesehen davon, dass die Bahn den ICE spontan umgedreht hat und der ICE lt. Anzeige wegen Löscharbeiten entlang der Strecke 10 Minuten später in Frankfurt ankommt, verläuft die Anreise zum Flughafen ohne Zwischenfälle.

Von Frankfurt geht es per Nonstopflug nach LA. Am Checkin hat die Dame, die den Wartebereich bewacht hat gezeigt wie Freundlichkeit nicht geht. Neuerdings muss man bei Lufthansa den Boardingpass schon haben um einchecken zu können. D.h. entweder checkt man von zu Hause ein oder am Automaten vor Ort.

Anschließend muss man dann trotzdem noch in die klassische Warteschlange, um das Gepäck los zu werden.

Die Zollfragen habe ich dieses Mal doppelt beantwortet – in Papierform im Flieger und dann vor Ort noch mal am Automaten.

Der Beamte für die Einreise hat in meinen Pass gleich wieder ein halbes Jahr gestempelt. Scheinbar steht der Stempel im Standard auf 180 Tage.

Beim Anflug auf LA habe ich die Sierras gesehen und sie waren mächtig beeindruckend.

Es ist aber schon bizarr wie gut man die Schneesituation aus dem Flieger einschätzen kann. Jeden Tag fliegen dort zig Flugzeuge vorbei und die PCT Wanderer hecheln nach jedem Informationshappen zum Schneelevel.

Vom Flughafen ging es per Lyft Ride nach Ridgecrest (man muss je nach Tageszeit schauen, ob Uber oder Lyft günstiger ist). Die Lyft und Über Fahrer sind oft Asiaten, die ein paar Jahre in den USA sind. Leider sprechen die oft so schlecht englisch, dass keine sinnvolle Unterhaltung möglich ist.

Falls euch der Name vertraut vorkommt, liegt das daran, dass es das Zentrum des Erdbebens vor rund einem Monat war.

Die Hitze abends in Ridgecrest ist der Hammer. Tagsüber sind es knappe 40°C und Nacht noch über 20°C. Da schwitzt man schon beim Nichtstun.

Am Walker Pass erwarten mich immerhin 35°C.

Meine Stimmung ist heute gemischt. Einerseits freue sich ich mich noch mehr vom Trail zu sehen, andererseits habe ich nach wie vor leichte Fußschmerzen und ich habe schon eine Ahnung wie heftig der nächste Abschnitt wird.

Mittwoch – Tag 63 / 2 – Ridgecrest Shopping und ab zum Pacific Crest Trail / Walker Pass 652,1, 664,8

Die letzte Nacht war nicht sehr Schlafintensiv. Die 9 Stunden Zeitumstellung bemerkt man halt.

Ich stehe zwischendurch auf und packe die Bouncebox und den Rucksack.

Morgens steht noch etwas Shopping im Supermarkt an um die Nahrung zu vervollständigen bzw. Smart Water Bottles zu erwerben und noch mal was zu Essen.

Die Bouncebox kann ich erst um 10:00 zur Post bringen, weil das Postamt vorher nicht öffnet.

Um kurz vor 11 nutze ich einen Lyft Ride zum PCT (der Bus fährt nur an 3 Tagen in der Woche und wäre heute um 14:30 abgefahren).

Ich habe eine Vorahnung, das die nächsten Tage bei dem Wetter heftig werden. Heute Morgen um 9:00 war es schon heftig.

Um 11 am Trail denke ich erst ach geht ja, mir wird aber schnell klar, dass das nur der erste Eindruck war.

Erst an 16:00 wird es etwas angenehmer.

Die Landschaft ist in der ersten Tageshälfte ziemlich Wüsten artig. Ich bin etwas enttäuscht.

Leider habe ich schon wieder Fußschmerzen. Ohne Schmerzmittel geht nichts. Mal schauen wie sich das entwickelt. Wegen dem Hüftgürtel bekomme ich heute auch Probleme mit der Magensäure.

Eine Klapperschlangen begrüßt mich aber das ist auch die Einzige. Ich sehe nicht einen Hiker. Die große Traube ist wohl vor einem Monat durch. So ist es etwas gespenstisch.

Aktuell ist offenbar Terrorfliegen und Heuschreckenzeit. Die Fliegen versuchen in alle Öffnungen zu kommen (Nase, Mund, Ohren, Augen).

Die Insect shield Klamotten und auch das einsprühen der Klamotten wirkt zumindest nicht gegen Fliegen. Ich wage zu bezweifeln, dass es dann gegen Moskitos hilft.

Ich erwische einen der schönsten Schlafplätze, die ich bisher am PCT hatte. Gerade, keine Ameisen, ruhig und ein toller Sternenhimmel. Da es jetzt nachts wärmer ist schaue ich mir das zum ersten Mal auf dem PCT an. Aber auch hier so sind die Städte noch zu nah. Die Milchstraße sieht man nur andeutungsweise.

Der Trail war heute stellenweise sehr ausgewaschen und es gibt diverse Bereiche mit lockerem Geröll, das durch das Erbeben vor ca. einem Monat entstanden ist.

Nach der langen Pause mache ich nun auch wieder mehr Fotos. Nach mehreren Wochen Wüste hatte ich das Gefühl alles gesehen zu haben und fand nur noch weniges fotowürdig

Donnerstag – Tag 64 / 3 – 664,8, 683,1

Bis 10 war der Tag ganz nett, dann hieß es durchbeißen wegen der Hitze.

Abends komme ich an eine fast trockene Wasserquellequelle. Wenn die Wasserquellen nur alle 20 oder 25 Meilen kommen ist das bei dem Wetter schnell tödlich, wenn eine trocken ist.

Lange kann man diesen Abschnitt dieses Jahr nicht mehr wandern mangels Wasser (so lange es nicht regnet und das ist im Sommer eher selten in der Region).

Heute laufe ich durch hunderte Spinnenfäden die Quer über den Trail gespannt sind. Das ist der Nachteil, wenn man alleine unterwegs ist. Ich sehe heute übrigens wieder keinen anderen Hiker.

Trotz eher durschnittlichem Anstieg (1100m) benötige ich für die heutige Etappe einen Rekordwert von 14 Stunden trotz eher mäßiger Meilenleistung. Die Hitze schafft mich.

Ich mache aber besonders Mittags (also quasi von 11:00 bis 16:00) auch öfter mal eine Pause, wenn ich ein schattiges Plätzen finde oder mir die Aussicht gefällt.

Da ich die 2650 Meilen nicht mehr vor Augen habe sind die Restriktionen Essen und Wasser.

Die nächste verlässliche Wasserquelle kommt in 15 Meilen (bei den Temperaturen sind das minimal 5 Liter) und davor sind 1500 Fuß Anstieg zu bewältigen. Das wird wieder hart morgen.

Freitag – Tag 65 / 4 – 683,1, 699

Panorama

In der Nacht ist es relativ frisch. Im Zelt so um die 15°C, außerhalb noch kühler.

Nach dem langen Tag gestern, schellt der Wecker um 4:30. ich gönne mir noch 15 Minuten und da ich auch noch Wasser Zapfe, komme ich erst 6:25 los.

Den Anstieg auf 8000 Fuß lege ich bis ca. 9:00 zurück. Zum Glück. Selbst um 9:00 ist es schon heiß.

Die Landschaft ist heute sehr abwechslungsreich – erst Wald, dann beim Abstieg durch ein ehemaliges Brandgebiet viele Blumen aber so gut wie kein Baum und anschließend eine relativ grüne Ebene.

Ich sehe heute so viele Kolibris wie noch nie auf dem Trail. Fotos muss ich Schuldig bleiben. Die sind etwas unstetig.

Zusätzlich erhasche ich einen Blick auf die High Sierras, in denen – Überraschung – noch immer Schnee liegt. Bei den Ablick weiß man dann wieder warum man sich die Strapazen antut.

Auch wenn es am Anfang nicht so aussah war die Etappe das perfekte Bindeglied zwischen Wüste und den Sierras.

Meine Essensprobleme bleiben. Bei der Hitze habe ich kaum Hunger. Die komischen Muffins (extrem feucht) schmecken auch eher wie Kleister bei der Wärme.

Die gefriergetrockneten Fertiggerichte esse ich meist abends. Wirklich gut schmecken wenige und die bekommt man dann auch nur selten.

Apropos Essen: In Kennedy Meadows gibt es nur was bis 7:00 – ich hoffe das stimmt jetzt auch noch. Aktuell kommen auf dem PCT offenbar so gut wie keine Hiker mehr.

Somit gibt es heute noch mal Tütenfutter.

Samstag – Tag 66 / 5 – 699, 700,4, Kennedy Meadows

Ich bin etwas erstaunt als ich in Kennedy Meadows ankomme. Der Weg ist vom PCT nicht ausgeschildert. Ohne Hikernavi wäre ich dran vorbei gelaufen.

Das Tal ist ziemlich schön und hier wollen wohl hauptsächlich Leute, die abseits von fast allen sein wollen. Erstaunlich finde ich immer die Stacheldrahtbarrieren, wenn der PCT an Privatgrundstück vorbeiläuft.

Wie ich später feststelle fühlen sich hier offenbar alle wie Cowboys im Wilden Westen. Das geht bei den Hüten los, setzt sich bei den Hemden, Jeans, Gürtelschnallen uns Schuhen fort.

Dazu dann große Karren mit Allradantrieb, weil die Straßen hier teilweise dirt roads sind. This is America.

Grumpy Bears ist wirklich eine Oase und eine der besseren Traillocations zum abhängen. Irgendwie gemütlich. Der Burger und die Pommes sind zwar eher Mittelklasse aber das Frühstück ist gut.

Nebenan ist Tripple Crown Outfitters. Bzgl. Haltbarem Essen sind die ziemlich gut ausgestattet. Frische Sachen gibt es wenige.

Heute sind 4 Hiker neben mir in Kennedy Meadows. Alle sind den Abschnitt, den ich gerade gelaufen bin nicht gelaufen. Da war ich wohl wirklich alleine unterwegs.

Aktuell kommen im Schnitt 5 Hiker pro Tag hier vorbei. Das werden deutlich mehr, wenn die Leute, die den Trail nördlich der Sierras fortgesetzt haben zurückkommen bzw. die Wanderer ankommen, die südwärts wandern.

In der Zeit als ich den Hike unter anderem wegen zu viel Schnee in und nördlich der Sierras abgebrochen habe, hatten sich hier lt. Facebookgruppe um die 200 Hiker angesammelt (lt. Den locals waren es eher 80). Das will ich mir nicht wirklich vorstellen, wenn die alle TCO belagern.

Heute habe ich meinen bärensicheren Kanister bekommen (Wild Ideas Expedition). Mann ist das Teil groß und sperrig. Dazu verformt es den Rucksack, weil es nun das härteste Teil ist. Oben quer kann man das Ding nicht wirklich befestigen, weil es zu glatt ist und irgendwann abrutschen würde. Allein eine plötzliche Gewichtsverlagerung durch rutschen wäre übel.

Der Eimer bringt mein gesamtes Packkonzept durcheinander und ist ganz schön sperrig. In den Sierras ist der aber vorgeschrieben. Ehrlich gesagt fühle ich mich auch Wohler, wenn die Hauptattraktion für Bären nicht im Zelt ist –  so lange die noch nicht Mensch probiert haben. Ich werde das Ding aber sicher noch verfluchen.

Ich bin aber recht erstaunt über das Gesamtgewicht des Rucksacks mit Essen für 8 Tage und Wasser (3l) rund 15kg. Gefühlt ist das Ding immer zu schwer! Bequem ist er bei dem Gewicht nicht wirklich (ich habe immer zu viel Gewicht auf den Schultern). Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass ich die größere Variante des Rucksacks bräuchte aber mangels Kundenservice von ZPacks konnte ich den nicht rechtzeitig bekommen. Somit hoffe ich es funktioniert so.

Die Eisaxt braucht man angeblich nicht mehr aber 250g die einem das Leben retten können sind es evtl. wert mitgenommen zu werden. Gekauft habe ich das Ding ja eh schon. Ich hoffe ich bereue es nicht. Gewicht ist Gift und der Bärenkanister wiegt mit Essen genug.

Ich entschließe mich abends an den Trail zurückzukehren, damit ich früh starten kann. Morgens ist aktuell die beste Zeit zum hiken bei der Hitze. Ich bin mal gespannt wie meine Klamotten in ein paar Tagen aussehen. Mein Shirt ist durch das ausgeschwitzte Salz schon etwas steif und sieht nicht so toll aus. Evtl. muss ich mal eine Flusswäsche testen.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick. Den gibt es aber evtl zeitversetzt. Die nächste Etappe wird ggf. etwas länger, wenn es gut läuft.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – USA / PCT Teil zwei

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Zwei nach Shanghai

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Abseits der PCT Vorbereitungen habe ich diese Woche anderthalb Bücher gelesen. die Rezension von The King (nein nicht Elvis) ist bereits online und ich bin gespannt auf den letzten Teil der Serie. Ansonsten habe ich deutliche Fortschritte bei dem Buch zwei nach Shanghai gemacht.

Auf dem PCT werde ich in den Erholungsphasen sicher wieder etwas zum Lesen kommen. Erfahrungsgemäß kann ich eh nicht einfach durchhiken wie das bei einigen funktioniert, weil ich eh irgendwelche Fußprobleme habe.

Zu der Serie Lucifer soll die 5 und letzte Staffel übrigens nun 16 statt 10 Folgen erhalten. Ich bin gespannt.

PCT und Urlaub

Die Letzte Woche war wieder etwas mehr mit PCT (Pacific Crest Trail) Vorbereitung geprägt. Da ich nach den ersten rund 560 Meilen etwas Erfahrung habe (was brauche ich und was nicht), ging es aber ganz gut voran. Etwas beschämend ist wie weit einige andere Hiker unterdessen sind aber ich weiß auch nicht genau wie viel einige vom Trail ausgelassen haben. Fakt ist aber das ich auch abseits der Schneesituation und der Erkrankung meiner Mutter die Pause dringend nötig hatte. Meine Fußprobleme (Schmerzen an mehreren Stellen) sind auch nach wie vor vorhanden. Ich will es aber trotzdem versuchen. Will sagen: Es muss halt auch körperlich passen und das war bei mir leider nur bedingt so. Somit sind die Vergleiche mit anderen müßig.

Das Thema Schnee und reißende Flüsse scheint nun weitgehend erledigt zu sein. Dafür fallen jetzt blutrünstige Moskitoschwärme über die Hiker her und es ist teilweise sehr heiß. Das betrifft offenbar weite Teile des PCT. Dementsprechend habe ich am Montag noch die Insect Shield Kleidung getestet. Die Hose hatte ich bereits auf dem ersten Teil des PCT an. Das Hemd ist mir einfach zu warm. Dementsprechend habe ich meine Langarm Merino Shirts nun mit Anti Mücken / Moskito Spray für Kleidung behandelt. Hoffentlich bringt es was. Für die Haut habe ich auch was dabei und natürlich ein Insketennetz für den Kopf. Das hilft aber alles wohl nur sehr begrenzt, wenn sich hunderte auf einen stürzen.

Los geht es dieses mal mit einem kleinen Reststück Wüste (Ridgecrest nach Kennedy Meadows) und dann geht es direkt in die High Sierras und wenn alles glatt läuft auf den höchsten Berg der USA. Dort stellt sich die Frage, ob ich mit der Höhe von rund 4500m zurecht komme. Den selbst der PCT steigt in dem Bereich auf fast die gleiche Höhe.

Danach werde ich schauen wie es läuft. Entweder kommt dann noch ein Stück Sierra Strecke oder ich springe nach Nordkalifornien (Lassen National Park) und anschließend ist Oregon geplant (sofern möglich in voller Länge).

Aktuell sind in den Sierras bzw. davor so gut wie keine Thru Hiker unterwegs (die sind entweder längst durch oder wollen den Teil als letztes erledigen, weil sie Richtung Norden gesprungen sind, als so viel Schnee lag). Somit gibt es leider auch nur wenig aktuelle Wasserreports. D.h. ich muss damit leben, dass ggf. in einzelnen Flüssen kein Wasser mehr ist. Ich muss also mehr Wasser mitnehmen oder Gefahr laufen, dass ich teilweise keins finde (das kann dann lebensbedrohlich werden).

Ich habe mir auch einen Plan B zurechtgelegt. Wenn ich innerhalb des ersten Monats merke, dass der PCT Hike für mich nichts mehr bringt, weil die Fußprobleme zu groß werden / sind, dann werde ich zwei Rundreisen machen. Die erste ist eine Wandertour (allerdings beschränkt sich das Wandern auf 5-10km pro Tag bzw. an einem Tag auf maximal 20km). Das sollte ich locker hinbekommen, wenn ich mich nicht verletze. Im Vergleich zu den 30km+ des PCT mit teilweise mehr als 1500 Höhenmetern ist das quasi Erholungsprogramm.

Eine Zweite mögliche Tour geht von New York nach Orlando (bei dieser Tour der oben erwähnte King – Elvis auch Thema, weil die Tour über Memphis und New Orleans geht). Die beiden Touren passen direkt hintereinander oder ich kann auch nur eine von beiden machen.

Die zweite Tour is eine Standardbustour, die nur minimales Laufprogramm enthält. Das sind natürlich Zusatzausgaben, die so nicht geplant waren aber das dieses Jahr finanziell desaströs wird (Verdienstausfall + Kosten), war ja bereits vorher klar. Ansonsten laufe ich bei beiden Touren natürlich aufgrund der ggf. kurzfristigen Buchung Gefahr, dass sie bereits ausgebucht sind.

Ab Anfang Oktober sind mit meinem Cousin 3 Tage Universal (2 Parks) und 6 Tage Disney (4 Parks) in Florida geplant also reines Entspannungsprogramm. Da wir noch alte Disney Tickets hatten, die auch noch zeitlich unbegrenzt gültig waren, ist der Erholungspart nicht gerade günstig aber die Kosten sind zumindest überschaubar.

Dienstag geht es somit wieder Richutung USA und wenn alles gut läuft bin ich bereits Mittwoch Nachmittag wieder auf dem Trail. Wann und wie es die ersten Berichte gibt weiß ich nicht. In Kennedy Meadows gibt es wohl WLAN gegen Bezahlung. Die Tage danach gibt es weder WLAN noch Handy Netze (wohl ca. für eine Woche nicht).

Weitere Leselaunen

Ravensburger Bookstagame & nerdy Neuzugänge bei TrallafittibooksMein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Eine Woche wie im Flug bei Letterheart ∗ Hitze & Heilbronn bei glimrende ∗ Ein besonderer Sonntag bei Lieschen liest ∗ Ein Jahr Andersleser! bei Andersleser ∗ Meine Woche und ich bei Grumpelchens Lesewelt ∗ Sommerliche Leselaunen bei Jacquy’s Thoughts ∗ Leselaunen bei cbee talks about books ∗ Leselaunen bei Taya’s Crazy World ∗

Wochenrückblick – Training und Floridaplanung

Leselaunen / Wochenrückblick

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Aktuelles Buch:

Zwei nach Shanghai

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Lucifer

Ich bin nun mit der Serie Lucifer durch. Die vierte Staffel war sehr gut. Es hat der vierten Staffel gut getan, dass man nicht so viele Folgen gedreht hat. In der dritten Staffel wirkte es schon etwas uninspiriert die Geschichte auf 26 Folgen zu verteilen. Optimal waren aus meiner Sicht die 13 Folgen der ersten Staffel.

Die erste Staffel fand ich neben der vierten Staffel am besten. Die Mimik von Lauren German und die freche Art von Tom Ellis + Maze sind einfach großartig. Lediglich die “Kriminalfälle” finde ich viel zu simpel und wie die teilweise “gelöst” werden ist arg unglaubwürdig. Aber das ist in der Serie ja eh eher Nebensache.

Bücher

Meine Buchlesemotivation ist gerade irgendwie gegen 0. Das lag aber auch daran, dass ich vor Augen hatte, dass ich auf dem PCT wieder mehr zum Lesen komme, zumindest an Tagen wo ich mich schone.

 

Für Anfang Oktober habe ich mit einem Bekannten einen Besuch in Orlando (das ist die Welthauptstadt der Freizeitparks) geplant. Wir haben noch 6 kostenlose Tage bei Disney übrig und waren dort seit 10 Jahren nicht mehr. Insofern wird es mal wieder Zeit. Da kommt das Kind im Manne wieder durch. 😉

Wenn man die Zeit in den Parks optimal nutzen will, erfordert das vorher immer einiges an Planung, da die Öffnungszeiten von Tag zu Tag variieren und man auch schauen muss welche Shows / Events nur zu bestimmten Zeiten stattfinden. Mir macht die Planerei aber Spaß. Aktuell kommuniziere ich noch mit Disney, weil die alten Tickets offenbar nicht so richtig im aktuellen IT-System vorgesehen sind.

Bevor wir die 4 Disneyparks besuchen, wofür wir 6 Tage eingeplant haben, werden wir noch drei Tage in den zwei Universalparks verbringen.

PCT

Der Flug und die Bahnfahrt sind für den 30.07 angesetzt. Da ich seit Mitte Juni leichte Schmerzen in den Füßen hatte (einige davon interessanterweise erst seit ich vom Trail runter bin), hatte ich die Füße bisher geschont, weil ich die ganze Zeit dachte, dass die schon wieder verschwinden werden. in den letzten Wochen war es so, dass der Schmerz hauptsächlich nach dem Aufstehen da war und dann über den Tag eher in den Hintergrund getreten ist. Den Flug muss man ja eh einige Wochen im Voraus buchen, weil es sonst sehr teuer wird. Somit musste ich den auf gut Glück buchen.

Freitag habe ich jetzt mal wieder die Trainingsrunde gemacht, die ich vor dem Trail auch immer gelaufen bin (mit ca. 16kg Gewicht). Die Strecke ist ca. 22km lang mit etwa 600 Höhenmetern. Gemessen am PCT ist das also nichts besonderes, sondern entspricht eher dem was man dort täglich zu bewältigen hat.

Erst lief es ziemlich gut aber nach ca. der Hälfte wurden die Fußschmerzen ziemlich heftig. Als ich dann zu Hause war und die Schuhe ausgezogen hatte, konnte ich mich nur noch humpelnd fortbewegen. Das ging dann zwar am nächsten Tag wieder deutlich besser, ist aber nicht gerade die optimale Ausgangsbasis für den PCT. dort läuft man ja eher doppelt so lang und das 5 Tage am Stück.

Aktuell hadere ich gerade mit mir wie ich weiter mache. Ich werde Morgen noch mal die gleiche Strecke laufen. Aktuell schwanke ich zwischen so macht das keinen Sinn / Spaß und es wird schon irgendwie gehen auf dem PCT.

Es ist auch nicht nur ein Bereich der schmerzt. In der Mitte des Fußes außen ist ein Knochen an dem schmerzen auftreten und am forderen Fußbereich (zwischen den beiden Ballen) und in der Ferse. Immerhin schmerzen an beiden Füßen die gleichen Stellen.

Das alles schon ziemlich mimimi, wenn ich mir überlege, dass andere die 2650 Meilen ohne größere Probleme durchlaufen (ich habe auf dem PCT gerade mal 560 + evtl. 40 in Yosemite und dann noch mal 1xx Trainingsmeilen diese Jahr also zwischen 700-750). Aber die Fußprobleme hatte ich deutlich abgeschwächt bereits vor dem PCT bzw. auf dem PCT auch relativ schnell. Jetzt sind sie wohl nur deutlich intensiver.

Es ist manchmal schon witzig im Leben. Man hat entweder Geld und keine Zeit oder wie ich jetzt Geld und Zeit aber dann macht die Gesundheit nur bedingt mit. Irgendwas ist immer, oder? 🙂 Insgesamt bereue ich das PCT Erlebnis aber keineswegs. Die Zeit war sehr gut, auch wenn ich nun noch unter den Effekten leide. Die Frage ist jetzt nur, ob die zweite Runde noch sinnvoll ist unter den Rahmenbedingungen.

Aktuell schwanke ich jetzt zwischen Vernunft was aber auch kneifen bedeutet oder Unvernunft was vermutlich eine ganze reihe weiterer Schmerzen mit sich bringt und natürlich auch das Risiko einer ernsthaften Verletzung aber auch neue Eindrücke.

Die Chance natürlich auch ziemlich einmalig. Ich habe noch das Permit und Zeit. Leider kann man auf dem PCT auch nicht beliebig wenig / langsam laufen, weil man ja Essen und Wasser benötigt und weil speziell Essen teilweise nur alle 100 Meilen verfügbar ist. Man müsste also noch mal deutlich mehr Gewicht schleppen, wenn man langsamer läuft.

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Wochenrückblick – Teuflisch

Leselaunen / Wochenrückblick

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Aktuelles Buch:

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Momentane Lesestimmung:

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Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Ich habe diese Woche mit der Serie Lucifer begonnen (ja, etwas spät) und die ersten beiden Staffeln geschaut. Entgegen meiner Erwartungen finde ich die Serie ziemlich gut. Speziell in der ersten Staffel fand ich Lauren German umwerfend. Ich finde ihre Mimik auf Reaktion auf Lucifer einfach genial. Seine Sprüche oder Aktionen sind manchmal auch herrlich.

Mit meinen aufgestauten Zeitschriften aus den letzten zwei Jahren bin ich nun durch.

PCT

Zum Thema PCT gibt es ein wenig Neues. Ich habe nun die Anreise gebucht und mich für die Sierras als Startgebiet entschieden. Ob das gut oder schlecht war erfahre ich dann in ca. zwei Wochen.

Nach wie vor liegt Schnee in den Sierras aber aktuelle Fotos finde ich aktuell keine. D.h. ich kenne die Bedingungen nicht und somit habe ich mir mal eine Eisaxt bestellt, von der ich aber nur in der Theorie weiß wie man damit umgeht. Die Frage ist nun, ob man aktuell noch Crampons benötigt oder nicht (auch bei denen kenne ich nur die Theorie).

Einen Bärenkanister habe ich gemietet. Das ist zwar nicht so viel billiger als kaufen aber es macht wenig Sinn das Teil zu kaufen und anschließend nach Deutschland zu schicken und dafür Frachtkosten und Zoll zu zahlen.

Da man in den Trailstädten nie so genau weiß ob und wo man gutes essbares Essen zum Aufwärmen bekommt, habe ich mir ein paar gefriergetrocknete Mahlzeiten in Deutschland bestellt. Mal sehen wie die schmecken.

Mein Gewicht ist leider noch immer mindestens 3kg unter normal, obwohl ich mehr esse als gewöhnlich. Das werde ich bis zur zweiten Trailrunde wohl nicht mehr anpassen können.

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Wochenrückblick – Lesen mal anders

Leselaunen / Wochenrückblick

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Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

PCT

Aktuell schiele ich immer mit einem Auge Richtung der PCT-Facebookgruppen und des Schneereports vom PCT. Wie ich jetzt festgestellt habe, sind die Schneeabdeckungskarten ziemlich ungenau. Beispielweise wird im kompletten Bereich um Mount Whitney kein Schnee mehr angezeigt. Die letzten Videos und Bilder von der Gegend sehen aber alles andere als schneefrei aus. Das hängt wohl damit zusammen, dass aus relativ wenigen Sensoren der Schneefall aufgrund von Modellen und Algorithmen errechnet wird. Das Modell muss aber keineswegs mit der Realität übereinstimmten, wie man aktuell unschwer an Bildern und Videos erkennt.

Die Ranger empfehlen nach wie vor eine Eisaxt, Crampons und Bergsteigefähigkeiten für den Aufstieg auf Whitney, während dort lt. Übersichtskarte kein Schnee mehr liegt, lt. Bildern und Berichten aber schon.

Lt. den aktuellsten Berichten von Hikern ergibt sich folgendes Bild: In Washington gibt es noch einiges an Schnee. Die südlichen Sierras sind abseits der höheren Pässe und Mount Whitney bedingt schneefrei. Die Flüsse in den südlichen Sierras sind aktuell ziemlich gut gefüllt aber machbar. In den nördlichen Sierras (nördlich Yosemite) liegt aktuell offenbar noch ziemlich viel Schnee. Teilweise gibt es extreme mengen an Moskitos, die quasi Wolkenartig auftreten (das ist aber lt. Berichten ein normales Phänomen).

Für Oregon habe ich verschiedene Berichte gelesen. Dort liegt teilweise wohl auch noch Schnee aber man kommt wohl gut durch.

Letzte Woche gab es zwei Erdbeben um Ridgecrest, also ziemlich genau an der Stelle an der ich aus dem PCT ausgestiegen bin. Das Zweite war mit einer Stärke von über 7 durchaus heftiger. Ob auf dem PCT Hiker verletzt wurden ist offen. Je nachdem wo man gerade auf dem PCT ist, kann so ein Beben tödlich sein. Spürbar waren die beiden Beben offenbar über große Entfernungen.

Ich habe jetzt einen Plan erstellt was ich gerne vom PCT noch sehen würde. Aufgrund der Pause, des hohen Schnees und meiner diversen Probleme mit den Füßen, der Hüfte, dem Gewicht ist ein Thru Hike unrealistisch (der wäre selbst ohne Probleme schon knapp geworden). Somit habe ich mir angesehen welche Regionen des PCT mich besonders interessieren. Mein Ziel war ja von Anfang an nicht primär der Thru Hike (den hätte ich natürlich gerne mitgenommen), sondern die landschaftlichen Eindrücke.

Dabei haben sich drei Bereiche herauskristallisiert:

  • Kennedy Meadows bis Independence oder wahlweise bis Tuolumne Meadows einschließlich Mount Whitney (87-241 +16)
  • Chester bis Burney (80 Meilen)
  • Ashland bis Cascade Locks (ca. 430 Meilen – Oregon)

In Summe wäre das etwas mehr als das was ich bisher bereits zurückgelegt habe. Da ich aber nach wie vor noch einige Fußschmerzen habe (das sind wohl langwierigere Auswirkungen des bisherigen Hikes), weiß ich nicht wie realistisch das ist. Aber mit irgendeinem Plan muss man ja starten.

Aufgrund der Schneesituation bin ich aber noch etwas unentschlossen wo ich starte. Entweder Chester oder Kennedy Meadows. Da ich aber in zwei bis drei Wochen wieder auf den PCT möchte, wird es so langsam Zeit sich zu entscheiden, sonst gibt es keine günstigen Flüge mehr und ich rutsche noch weiter nach hinten. Faktisch sind es ja Ende Juli nur noch zwei Monate, die realistisch zur Verfügung stehen – August und September. Im Oktober wird es schon wieder recht kalt, und kann auch teilweise schon wieder zu Schneefällen kommen.

Für die Sierras spricht:

  • dass ich die originale Reihenfolge beibehalte (was es reisetechnisch praktikabler macht)
  • dass ich ausgeruht bin
  • dass ich die Sierras ggf. unter vergleichbaren Bedingungen wie ein normaler PCT Hiker in einem low Snow Year erlebe

Dagegen spricht:

  • dass dort evtl. noch immer Schnee liegt und die Flüsse noch relativ voll sind
  • dass es ggf. nicht so schlau ist nach einer mehrwöchigen Pause direkt mit einem derartigen Kracher zu starten
  • die aktuelle Erdbebenserie
  • dass vermutlich in der Region aktuell relativ wenig PCT Hiker unterwegs sind (die meisten PCT Hiker sollten durch sein oder die Region als letztes angehen). Ob die Sierras alleine so schlau sind, sei dahingestellt. Andererseits sind evtl. auch JMT Hiker unterwegs aber die starten wohl eher von Yosemite nach Süden.

Die aktuelle Erdbebensituation in Kalifornien kommt noch oben drauf aber das spielt aktuell glaube ich keine so große Rolle, so lange sich die Erdbebenserie nicht weiter fortsetzt.

Mein Gewicht ist nach wie vor deutlich vom Normalgewicht entfernt und obwohl ich momentan fleißig futtere ändert sich da aktuell nicht viel. Sobald ich wieder auf dem Trail bin geht es da wohl noch weiter abwärts.

Zeitschriften statt Bücher

Ansonsten habe ich diese Woche diverse Zeitschriften gelesen, die sich über die letzten eineinhalb bis zwei Jahre in der Zeit angesammelt haben, in denen ich ziemlich viele Bücher gelesen habe oder mich für den PCT-Hike vorbereitet habe. Gut 2/3 der Zeitschriften habe ich jetzt durch.

Einige Filme, die ich im Kino nicht angeschaut hatte, weil ich mir nicht so sicher war, ob die was taugen habe ich mir jetzt auch angeschaut (bei Prime oder im Fernsehen). Die meisten davon waren eher unterdurchschnittlich. Insofern habe ich das wohl richtig gemacht.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – Sommer und Phantasie

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell keins

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Diese Woche gibt es nicht sonderlich viel zu berichten. Ich habe ein paar Rezensionen online gestellt, die ich zwar auf dem PCT Hike verfasst aber noch nicht gepostet hatte. Das ist halt von einem Handy deutlich langwieriger als zu Hause mit Tastatur am PC.

Im Kontext des PCT Hikes habe ich ein paar Kleinigkeiten bestellt und ein paar Sachen aus der Ausrüstung entfernt (z.B. kurze Socken, da ich eh nur noch lange benutze, den Sonnenschirm für die Wüste, PCT Bandana, Windbreaker), die ich nicht benötige oder ersetzt habe (Mikrospikes eine Nummer größer). Nach gut 600 Meilen ist man ja etwas schlauer was gut war und was nicht.

Hinzugefügt habe ich nun richtige wasserdichte und robuste Handschuhe. Jetzt könnte man meinen es ist doch Sommer, die braucht man doch jetzt nicht mehr. Die knapp 70 Gramm zusätzlich im Vergleich zur bisherigen Ausrüstung ist es mir wert. Selbst im Juni hat es noch geschneit auf dem Trail und die Sierras werde im Juli auch noch kühl genug sein.

Ansonsten habe ich bei Disney World (also das Resort in Florida) mal nachgefragt, ob ich auf meiner alten Hotelkarte noch Tage offen habe und wie sich zeigt habe ich noch 6 kostenlose Tage! Die haben sich richtig mühe gegeben und fleißig recherchiert.

Das ist ein ganzer Parkbesuch (in Florida gibt es vier Disneyparks dafür benötigt man wirklich 6 Tage zur Besichtigung). Da ich demnächst eh wieder in den USA bin bietet es sich an das zu nutzen gegen Ende – mal sehen. Warum habe ich noch so viele Tage übrig? Es gab damals verschiedene Pakete und 10 Tage haben nicht viel mehr gekostet als deutlich weniger Tage.

Ansonsten war ich diese Woche noch im Phantasialand. Ich habe ja schon einige Freizeitparks besucht in Los Angeles, in Florida, in Tampa usw. aber im nur eine Stunde entfernen Phantasialand war ich noch nie.

Für einen Park in der Größe ist das recht beeindruckend. Ein wenig wie Disney in klein und nicht ganz so glamourös aber dafür auch viel günstiger. Eine Achterbahn kann ich absolut empfehlen – Taron. Das Teil ist Weltklasse. Es handelt sich um einen LSM (Linearmotor) basierten Multilaunchcoaster. Einen was?

Linearmotor bedeutet, dass der Motor aus zwei Teilen besteht – ein Teil an der Strecke und ein Teil im Zug. Das ist die gleiche Technik wie im Transrapid und erlaubt ziemlich flotte Beschleunigung. Übersetzt heißt das es gibt kein Geratter mit Kettenantrieben, sondern es wird in sehr kurzer Zeit die Maximalgeschwindigkeit erreicht.

Zuerst wird man ziemlich flott auf 80 beschleunigt und dann während der Fahrt genauso schnell noch mal auf knapp 120. Das nennt man Multilaunch, weil man eben mehrfach beschleunigt wird.

Sehr cooles Teil. 😉

Wie war eure Woche?

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Wochenrückblick – PCT Woche 9 – Las Vegas, Grand Canyon (Skywalk)

Leselaunen / Wochenrückblick

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Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Scythe Reihe.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 55 – Las Vegas – Tag 1

Der heutige Tag war der teuerste aber nicht ansatzweise der beste.

Evtl. hatte ich Vegas besser in Erinnerung als es der Realität entspricht (dazu neigt man ja bei vergangenen Dingen) oder es hat sich nicht zum Vorteil entwickelt. Der Strip ist nördlich vom Treasure Island tot. Das Stratosphere steht etwas verloren zwischen der Freemont Street und dem aktuellen Strip.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Ellis Island (quasi im Kasino) bin ich zum Mob Museum gewandert. Der Weg hat sich ziemlich gezogen und nach dem Treasure Island kam so gut wie nichts interessantes mehr.

Das Museum handelt von der Geschichte des Verbrechens primär aber nicht nur in Vegas. Das Museum ist ganz interessant, wenn auch etwas teuer (27$ in der einfachsten Version).

Danach habe ich das Neon Museum besucht. Das kann man sich getrost sparen und ist auch viel zu teuer (22 $). Die Hauptattraktion ist die Hardrock Gitarre (bzw. eine davon – die andere ist nach wie vor am Strip am Hardrock Café zu sehen). Die aus dem Museum war offenbar an einem geschlossenen Hard Rock Café oder Hotel.

Da ich keine Lust hatte den langweiligen Weg zurück zu laufen, habe ich mir einen Lyft Ride zur S.H.I.E.L.D. Station gefahren (Stichwort Avengers). Dort gibt es primär einige Original Requisiten zu sehen und ein paar mäßige interaktive Elemente für 42$. Auch das ist das Geld nicht wert, auch wenn es für Fans wohl ein Muss ist.

Danach war ich im Venetian und Caesars Palace. Dort bin ich per Zufall in zwei Fotoausstellungen gelandet. Die waren beide wirklich gut und kostenlos, so lange man die Bilder nicht kaufen möchte, die dort ausgestellt sind.

Danach habe ich mich dann auf den Weg Richtung der Michael Jackson Show vom Cirque du Solail gemacht.

Einen Zwischenstopp habe ich bei einem vermeintlichen Italiener gemacht. Die Terrasse war nett, das war es aber auch. Spaghetti mit Tomatensoße (die Portion war nicht mal groß) für 16$ + eine Dose italienische Cola für 6$. Die Nudeln waren noch halb hart.

Wie stand es in der Speisekarte: Manchmal sind besonders die einfachen Dinge schwierig. Offenbar!

Die Michael Jackson Show war gut aber krankt natürlich daran, dass die Musik nur bedingt live ist. Der Gesang war zu gut 90% von Michael im Original. Eine Band habe ich auch nicht gesehen (lediglich eine Gitarrenspielerin mit E-Gitarre).

Der Cirque hat also primär Artistik und Tanz beigetragen. Die modernen Bühnenshows sind aber wirklich klasse umgesetzt. Wie auch bei Disney werden Projektionen und Realelemente und Licht optimal kombiniert. Am Ende wird sogar Michael Jackson so in das Tanzensemble projiziert, dass man fast hätte meine können, dass er auf der Bühne steht.

Die Projektion nimmt dabei auch die Seitenwände in Anspruch. Das ist etwa so wie früher im 180° Kino.

Auch bei dieser Show sin Elemente vorhanden, die man früher nur bei Illusionisten gefunden hätte.

Montag – Tag 56 – Las Vegas – Tag 2

Da die noch fehlenden “Attraktionen” nicht vor 10 eröffnen kann ich mir heute etwas mehr Zeit lassen. Ich buche noch die David Copperfield Show (ich hoffe die hat sich in den letzten Jahren verändert, die alte Show kenne ich schon). Es wird aber wohl das letzte Mal sein, dass ich ihn sehe.

Anschließend gehe ich frühstücken und ganz gemütlich zum MGM Grand.

Auf dem Weg dorthin entdecke ich einen Stand an dem die Tickets mit Nachlässen verkauft werden. Für Titanic und Hunger Games zahle ich zusammen 59$. Das ist zwar immer noch zu teuer aber besser als der Originalpreis.

Nach etwas Suchen finde ich die Hunger Games Ausstellung in der ich allerdings alleine bin. In der Ausstellung kümmern sich insgesamt 5 Mitarbeiter um mich. Neben diversen Kostümen gibt es das Zugabteil (partiell) und Snows Schreibtisch zu sehen.

Anschließend bekommt man noch die Chance seine Schießkünste mit dem Bogen auf bewegliche und stationäre Ziele zu testen. Das macht erstaunlich viel Spaß. Man schießt dabei Pfeile auf eine ziemlich breite Leinwand ab auf die Ziele projiziert werden.

Die Titanic Ausstellung hat einen Audioguide dabei, der oh Wunder noch mal 5$ extra kostet. Sowas finde ich ziemlich armselig. Wenn der Audio Guide dazu gehört, dann sollte er im Preis enthalten sein und nicht erneut mit weiteren Kosten zu Buche schlagen.

Die Ausstellung ist recht gut gemacht. Die Artefakte von der Titanic sind weitgehend Geschirr und anderer Kleinkram. Das größte Teil ist ein Teil vom Bug (15 Tonnen schwer).

Wenn man sich die Dicke des Stahls anschaut, kann man sich nich vorstellen, dass der Eisberg das Schiff auf der Länge aufgeschlitzt hat.

Ansonsten lernt man einiges über die verschiedenen Klassen, Preise für die Fahrten, Anzahl der Überlebenden aus den verschiedenen Klassen, Kabinen usw.

Die Kabinen der ersten und der dritten Klasse und die Treppe zum Speiseraum wurden nachgebaut.

Obwohl ich bereits in Irland das Titanic Museum besucht habe, war die Ausstellung eine gute Ergänzung. Aber wie alles in Vegas bisher ist es nett das mal gesehen zu haben aber richtige Highlights sind das nicht.

Abends hält sich offenbar jemand für Spiderman. Der Typ rennt über den 8 spurigen Strip. Alles hupt und dann bewegt er sich gebückter Haltung auf dem Bürgersteig und anschließend verliere ich ihn in der Menge. Ob er Glück hat oder ob das was mit Können zu tun hat, weiß ich nicht. Zumindest hat der einen Sprung in der Schüssel.

Dienstag – Tag 57 – Grand Canyon + Skywalk

Heute wird es sehr touristisch. Ich habe eine Tour zum Skywalk, also zum Westrim des Canyons gebucht.

Es geht um 6:15 ab dem Hotel los. Ich stehe um 4:45 auf. Echt früh, wenn man erst nach 10 ins Bett gekommen ist. Irgendwann nachts ist auch die Polizei oder der Notarzt direkt vorm Fenster vorbeigefahren.

Das Hotel ist aber im Vergleich zu den bisherigen aber ziemlich ruhig.

Um 7:00 beginnt die Tour nachdem alle an den Hotels eingesammelt wurden. Zuerst fahren wir zum Hoover-Staudamm, dann zum Grand Canyon.

Dort haben wir Zeit von 10:00 bis 13:30 zur freien Verfügung. Es gibt drei Stationen. Die erste ist der Skywalk. Dort sieht man aufgrund von Absperrungen fast nichts, wenn man nicht das Extraticket in den Skywalk investiert (27$ aber sonst fährt man auch nicht zum Westrim).

Der Skywalk ist gut. Die Restriktion, dass man dort selber keine Fotos machen darf, ist aber traurig.

Am zweiten Punkt bekommt man einen Nebenarm des Grand Canyon zu sehen und kann auch etwas wandern.

Der dritte Punkt ist eine künstliche “Wildweststadt”.

Um 16:30 sind wir zurück in Vegas. Unser Tourguide will uns >=15% Trinkgeld abknöpfen (bei ca. 140$ Tourkosten und ca. 50 Leiten wäre das wohl kein schlechtes Geschäft, wenn die Leute das so mitmachen würden). Viel geleistet wurde auch nicht seitens des Guide.

Abends schaue ich mir noch den Vulkanausbruch vor dem Mirage an und mache die High Roller Fahrt (größtes Riesenrad der Welt).

Da die Position des Riesenrades nicht optimal ist, hält sich die Übersicht aber in Grenzen.

Panorama

Mittwoch – Tag 58 – Las Vegas

Für heute habe ich kaum noch Programm in Vegas (Madame Tussauds, David Copperfield, Flippermuseum).

Es geht heute primär um die Frage wie und ob weiter mit dem PCT.

Wie heißt es so schön aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Natürlich haben sich in der Zeit seit Yosemite keine wirklichen Veränderungen ergeben.

Ab Kennedy Meadows nach Norden liegt meiner Meinung nach viel zu viel Schnee. Es haben sich schon Hiker durchgeschlagen aber das ist alles andere als ungefährlich. Dabei sollten entsprechende Schnee- / Eisskills vorhanden sein und man benötigt Glück bzgl. des Wetters.

Weiter im Norden ist es nicht besser, wie man auf Schneegraphen sieht und wie man in diversen Berichten liest. Auch dort hatten Hiker teilweise diverse Probleme.

Zumal man für die Reise dorthin mindestens 200$ ausgibt und locker 2 Tage unterwegs ist. Dabei darf man sich dann auch noch ein Schlafabteil teilen (bei anderen Hikern hätte ich keine Bedenken aber so schon).

Wie ich festgestellt habe, ist nach Vegas kommen auch deutlich einfacher als wieder weg. Die Route, die ich nach Vegas genommen habe, gibt es in der Gegenrichtung nicht.

Ich könnte für knapp 90$ mit dem Greyhound wieder nach Tehachapi fahren und noch mal 5 Tage hiken. Aber auch in der Zeit wird sich nichts Wesentliches ändern. Stand jetzt ist meiner Meinung nach, dass es 4 bis 6 Wochen dauert bis der Schnee hinreichend geschmolzen und die Flüsse passierbar sind. Selbst dann ist in den High Sierras noch Schnee vorhanden.

Auf den Videos von Yosemite sieht man gut wie unpassierbar Flüsse werden können.

Vor ein paar Tagen gab es auch einen Webcast von ehemaligen Thru Hikern. Fazit war, dass die Sierras aktuell nicht für jeden empfehlenswert sind.

Ansonsten schaue ich mir noch die aktuellsten Berichte von Hikern an, die nach Norden gesprungen sind. Auch das sieht alles sehr verschneit aus.

Die gesundheitlichen Themen wie Gewichtsabnahme, Fußgelenksprobleme bzw. Hüfgurtauflage sind natürlich auch nicht weg.

Ich entscheide mich meinen PCT-Hike zu beenden. Ich sehe keinen Sinn darin unbestimmte Zeit zu warten, um dann irgendwann in den Sierras weiter zu machen. Jeder Wartetag kostet zwischen 100-150$. Dabei ist es ziemlich egal, ob Hotel oder Airbnb. Ich kann mir schönere Dinge vorstellen als für den Preis im Hotel zu hocken.

Es wäre sogar günstiger in Deutschland einen Monat oder anderthalb Monate zu warten und dann erneut rüber zu fliegen.

Wie fühlt sich das nun an? Ich habe ziemlich gemischte Gefühle.

Einerseits habe ich den Wüstenteil durchquert und knapp ein Viertel des PCT gelaufen. Ich habe zwei 3000er bezwungen (beide mit Schnee und unter erschwerten Bedingungen), hatte Hagelschauer, Eis und diverse Dinge, die man in einem normalen Jahr in den Sierras erlebt und nicht in der Wüste. Dafür war die Wüste aber auch kühler als in anderen Jahren und wir hatten mehr Wasser.

Ich habe Yosemite erwandert (zumindest was ich sehen wollte) und als einer der ersten dieses Jahr den Halfdome bestiegen.

Das fühlt sich schon gut an. Ich habe etwas erreicht und den Strapazen gestrotzt.

Neben diesen Dingen war ich noch in LA und hatte dort 3 tolle Tage und in Vegas, wo ich auch einiges erlebt habe.

Das war die Habenseite. Entgangen ist mir die Besteigung des Mount Whitney, die High Sierra, Oregon, Washington. Toll wäre sicherlich auch der Crater Lake gewesen.

Das fühlt sich schon etwas nach Scheitern bzw. entgangener Chance an.

In Summe kann ich mich aber nicht beschweren. Ich habe ein paar Blessuren aber keine echten Verletzungen und es ist noch alles dran. Das kann dieses Jahr nicht jeder behaupten und ich habe eine Menge erlebt.

Die Umbuchung des Fluges ist eine 10 Minuten Aktion. Schon ist der Rückkehrtermin nicht mehr Oktober, sondern Juni und die Umbuchungsgebühr fällt mit ca. 100 € relativ gering aus. Jetzt ist es amtlich. Es geht zurück nach Hause.

Das Flippermuseum ist ziemlich gut bestückt. Es gibt keinen Eintrittspreis aber jeder Flipper kostet pro 3 Kugeln zwischen 25 Cent und einem Dollar. Die meisten 50 Cent und die bekannteren 75 Cent. Es gibt auf ein paar Spielkonsolen und sonstige Raritäten.

Von der Copperfield Show hatte ich mir nicht so viel erhofft, weil ich vor längerer Zeit zwei Shows von ihm gesehen habe und es da bereits deutliche Überschneidungen gab.

Obwohl er die gleichen Grundelemente nutzt ist fast alles neu in seiner Show. Da der Raum nun für Copperfield Verhältnisse relativ klein ist (1000 Leute) wirkt es aber nicht mehr ganz so glamourös wie vorher, wo er Hallen mit 10000 Leuten bespielt hat.

Dazu kommt noch, dass er das wohl einfach schon zu lange macht. Der Charme, den er früher ausgestrahlt hat ist nicht mehr so ausgeprägt. Stattdessen wirkt seine Darbietung zu routiniert, etwas arrogant und leicht gelangweilt. Er bewegt sich auch deutlich gemächlicher als früher. Als währen der Show etwas an einer Plattform lose ist, weist er seine Mitarbeiter in der Show pantomimisch darauf hin.

Die Show ist trotzdem Weltklasse. Lediglich seine Blicke zur Decke waren zu offensichtlich. Da hängen diverse Displays, die ihm Informationen geben (die meisten Leute haben das aber wohl nicht bemerkt, bzw. Die Kästen nicht als Displays erkannt ). Bei einigen Tricks hat man Ideen wie sie funktionieren oder womit sie zusammenhängen.

Zum Beispiel zerstört er Luftballons ohne Berührung (einmal den Inneren von zwei Luftballons). Darunter befinden sich ans Stromnetz angeschlossene Kugeln mit was auch immer darin.

In der Show fliegt sogar ein mehrere Meter großes UFO durch die Halle. Wie immer bei derartigen Shows würde es vermutlich schon einen großen Teil der Illusion zerstören, wenn man sie 2x anschaut.

Donnerstag – Tag 59 – Las Vegas

Für heute gibt es nicht viel zu berichten. Ich packe, lese etwas und abends schaue ich mir noch für relativ kleines Geld (40$) die Michael Jackson Ive Show im Strat an.

Das war die schlechteste Show in meiner Zeit in Vegas. Der Michael Jackson Imitator ist ein ziemlich guter Tänzer aber gesanglich kommt er nicht an Michael ran. Es fehlt einfach das gewisse Etwas.

Die Tänzer sind auch eher zweitklassig. Das ist kein Vergleich zu den Cirque Choreografien.

Freitag – Tag 60 – Las Vegas, Denver , Frankfurt

Es ist verrückt wie schnell man im Flieger die 2650 Meilen des PCT zurücklegt (ca. 4 Stunden). Ich habe mit Vorbereitung zum PCT und Training gerade mal 700 Meilen gelaufen. Auf dem Trail läuft man in vier Stunden 4-5 Meilen (ohne Schnee).

Wie sieht der weitere Plan nun aus. Ich werde die Schneeentwicklung beobachten. Weiterhin hat meine Mutter eine angerissene Sehne an einem Arm. D.h. Ich werde wohl mindestens 4-5 Wochen zu Hause gebraucht.

Ansonsten muss ich schauen was meine Blessuren machen und ggf. trainieren. Sonst geht es wieder bei 0 los, wenn ich noch einen Anlauf auf weitere Teile des PCT starte.

Ich weiß nur noch nicht wie ich das Flugthema löse. Damit der Flug halbwegs günstig ist, müsste ich ihn jetzt buchen. Das bringt mich aber wieder in die Situation evtl. zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

United wollte für einen kurzfristigen Flug von LA über 2000€. Das Umbuchen hat dann interessanterweise „nur“ 100€ gekostet.

Samstag – Tag 61 – Ankunft in Deutschland

Tja, wer hätte letzte Woche gedacht, dass ich heute wieder in Deutschland bin. Von Frankfurt geht es mir dem Zug zurück nach Hause.

Weitere Leselaunen

Spontane Lesenacht & Twitch Moderation bei Trallafittibooks ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Comicfieber und Podcastliebe bei LetterheartZwischen Heraus- und Überforderung bei glimrendeChaos! Stress! Aah! bei Jacquy’s Thoughts

Wochenrückblick – PCT Woche 8 – Yosemite

Leselaunen / Wochenrückblick

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Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Naliri Saga.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 48 – 558,5 , Tehachapi, Mojave

Obwohl ich unter den Windrädern und neben der Straße schlafe, dauert meine Nacht immerhin bis 4:30. Die Windräder produzieren surrende und klackende Geräusche.

Anschließend drehe ich mich noch mal rum und bin um kurz nach 6 abmarschbereit. Mein Zelt ist glücklicherweise weitgehend trocken.

Neben meinem Zelt hat ein Hiker gepennt, der sich primär über Burger ernährt. Der hat sich über 10 Stück bestellt. Wie die nach 4 Tagen im Rucksack schmecken möchte ich auch nicht wissen. Auch er hat viel zu wenig Kalorien dabei. Die meisten Hiker leben von ihren Reserven.

Da ich um kurz nach 6 am Sonntag nicht die Trailangel nerven will und nach wie vor weder Über noch Lyft Rides verfügbar sind, versuche ich mich an meinem ersten echten Hitchhike (also per Anhalter fahren – in Julien der zählt nicht wirklich, weil es dort ja ein wir bringen Hiker gegen Geld zum Trail ”Transportservice” gab).

Die ersten Autos fahre mit maximaler Geschwindigkeit vorbei aber dann hält ein Einheimischer. Nach Mojave per Anhalter fahren ist fast unmöglich.

Nachdem ich in Tehachapi bin laufe ich zur Pharmacy und zum Sportladen (die Entfernungen sind groß allein für die beiden Läden sind es mehrere Kilometer). Der Sportladen ist mal wieder überhaupt nicht auf Hikerbedarf ausgelegt. Es gibt ca. 15 Packungen gefriergetrocknetes Essen und davon 10x das gleiche. Das Zeug hält ewig und das Risiko für den Laden geht gen 0. Ich verstehe die Ladenbetreiber nicht.

Ein paar Leute sprechen mich auf den Hagelschauer gestern an und ob ich drin war. Klar, mittendrin statt nur dabei – wie immer. 😉

Gegen 13:30 fährt der Bus von Tehachapi nach Mojave (während sich das nächste Unwetter ankündigt). Kurz bevor der Bus kommt, hält ein Einheimischer an, der mich und ein Hikerpärchen mitnimmt, dass nach Lancaster möchte. Auch die beiden wollen wegen dem Schnee nicht in Kennedy Meadows weiter Hiken. Um den aktuellen Stand zu zeigen – die grüne Linie ist die relevante:

Auf dem Weg nach Mojave kommen wir an einem Flugzeugfriedhof vorbei.

Als ich in Mojave ankomme bin ich etwas geschockt. Hier könnte man ohne Probleme einen Endzeitfilm drehen. Den Laundry Laden gibt es  nicht mehr und auch viele andere Läden haben geschlossen. Ein Tip für Hiker: Tehachapi ist zwar nicht toll, da extrem verteilt, Mojave ist aber nicht besser.

Ich fürchte schon, dass ich die Wäsche in der Badewanne waschen muss (das Trocknen dauert dann ewig ohne Schleudern).

Im Hotel gibt es einen Coin Washer aber wechseln kann man im Hotel nicht. Ich beschaffe mir also Wechselgeld. Die Maschine sieht wenig vertrauensererckend aus, tut aber ihren Dienst.

Nach der Wäsche fällt das T-Shirt weiter auseinander (das war bei der Höllenwäsche in Idyllwild schon beschädigt worden). Bei dem Langarmshirt fehlt schon wieder etwas  Farbe (es war wohl noch Bleiche in der Maschine).

Auch meine Schuhe sind wieder hin. Links ist über der großen Zehe ein Loch und das Profil ist auch runter gelaufen. Man sieht aber an dem Materialverschleiß ganz gut welchen Belastungen der Körper ausgesetzt ist.

Der Rucksack ist auch nicht mehr ok, weil der Beckengurt neuerdings rutscht und somit die Last auf den Schultern zu hoch ist.

Seit dem feuchten Turboabstieg gestern sind zwei Probleme am linken Fuß dazu gekommen. Jetzt schmerzt der Bereich um / über der linken Innenseite des Fußgelenkes und eine Stelle im Bereich der Blase (unter dem Zeh neben dem großen – auf dem Foto erkennt man nichts). So wie ich das sehe bildet sich unter der neuen Haut die nächste Blase.

Es gibt 5 Burgerläden in Mojave aber keine Pizza. Es gibt einen Laden der Wiener Schnitzel heißt. Dort gibt es alles nur keine Schnitzel. Was soll das?

Nah bei Mojave befindet sich die Edwards Air Force Base (ich sehe einige Militärtransporter starten), das Death Valley und einen Air & Space Port. Warum Space? Weil die Privatunternehmen, die im Raumfahrtbereich tätig sind, teilweise von hier agieren.

Der Zug und der Highway befinden sich direkt vor dem Hotel. Das ist tierisch laut. Keine Ahnung wie die gute Hotelbewertung zu Stande kommt.

Montag – Tag 49 – Mojave

Nachdem der erste Zug gefühlt so gegen 4 durchs Zimmer gefahren ist, stehe ich um 5:30 auf. Das ist für Hiker schon der Langschläfermodus.

Nachdem ich mir gestern Deo und Shampoo besorgt habe (im Motel 6 gibt es kein Shampoo) und meine Klamotten auch wieder gewaschen sind, fühle ich mich gleich wieder etwas besser.

Vormittags gehe ich zur Post und siehe da, meine Bounce Box ist da. Der Postmensch scannt die Hikerpost nicht und somit kann er sie endlos aufbewahren. Das USPS das aber bei der Sendungsverfolgung nicht raus  bekommt ist traurig (immerhin Arbeiter der für die).

Somit kann ich mich auch mal wieder rasieren. Dafür muss ich die Box bei den Trips nach Fresno (Basis für Yosemite) und Vegas mitschleppen. Es ist also toll, dass sie wieder da ist aber nun muss sie logischerweise transportiert werden, wenn ich sie nicht voraus an den Trail schicken kann, weil ic nicht weiß ob / wie / wo es weiter geht. Aktuell sieht es mir eher nach „es geht nicht weiter“ aus.

Den ganzen Vormittag verbringe ich mit buchen. Das Hotel in Fresno, zwei Zugverbindungen, Shows in Vegas, Transport nach Yosemite, Hotel in Vegas.

Dabei stelle ich fest, dass die vermeintlich günstigen Hotelpreise in Vegas mit Resortfees pro Tag deutlich erhöht werden. Je nach Hotel sind das 20-35$ und die Steuer, die auf die vermeintlich günstigen Preise drauf kommen. Das scheint eine Besonderheit von Vegas zu sein.

Eigentlich würde ich in Yosemite gerne den Halfdome erklettern aber der ist noch nicht eröffnet wegen Schnee und der ist deutlich niedriger als die erste PCT Region in den Sierras. Dafür benötigt man aber zwei Tage  Zeit und ein Wilderness Permit (ohne das darf man nicht campen in Yosemite). Das Formular habe ich gestern ausgefüllt aber kurzfristig gibt es Permits nur telefonisch, weil angeblich sonst die Zahlung nicht sichergestellt ist – so ein Quatsch.

Da aber aktuell noch nicht sicher ist, ab wann der Halfdome eröffnet wird (auf der Homepage steht der 04.06 verschanzen sich die Ranger offenbar. Ich werde am 05.06 fragen. Gestern gab es noch Wilderness Permits für den 06.06 – damit darf man in Yosemite campen. D.h. Aber nicht, dass es auch Permits für den Halfdome gibt. Das ist schon alles kompliziert.

Die generelle Aussage an der Ranger-Hotline ist aber auch, dass Backpacking Trips aufgrund der Schneebedingungen nicht vor Mitte Juli empfohlen werden.

Jetzt muss ich noch den Vegas Trip planen. Seit ich das letzte mal da war vor grob 15 Jahren gibt es einige Neuigkeiten. Ich glaube um einige Dinge wird aber wieder viel Theater gemacht und wenig geboten. Es gibt zum Beispiel eine Requisitensammlung zu den Avengers und den Hunger Games. Ich habe noch Zweifel, ob sich die Lohnen. Aber vielleicht komme ich nie wieder nach Vegas. Insofern werde ich es testen.

In Mojave sind es heute über 30 Grad im Schatten und Schatten gibt es hier nicht wirklich. Heftig!

Als ich die Trips nach Yosemite (dorthin werde ich 2-3 Tage gehen – allerdings mit mindestens zwei Anreisen, da ich noch nicht weiß, ob ich das Wildernesspermit bekomme) und Las Vegas geplant habe, ist der Nachmittag rum.

Dienstag – Tag 50 – Mojave, Fresno – per Amtrak

Heute geht es per Bus und Zug nach Fresno, obwohl die Schienen in Mojave vor der Hoteltür herlaufen geht es aus Mojave nur mit dem Bus raus. Somit bekomme ich noch ein wenig von den USA zu sehen.

Morgens schaue ich mir die aktuellen Schneebedingungen in den Sierras an. Nach wie vor läuft man durchgängig in Schnee und ca. 90% des Trails sind bedeckt. Das ganze ich aufgrund des unkalkulierbaren Wetters ziemlich gefährlich und man läuft mit Nassen Schuhen und Socken (im Prinzip benötigt man andere Ausrüstung – vor allem Schuhe und ggf. wasserdichte Handschuhe – als normalerweise).

Ich werde mir morgen Yosemite anschauen aber das sind definitiv keine Bedingungen in denen ich hiken möchte. Das hatte ich in der Wüste schon und für meine Füße ist das Gift aktuell.

Min Oregon und anderen Bereichen im Norden liegt der Schnee auch meterhoch. Die meisten jungen Hiker sind recht entspannt was die Risiken angeht. Nach dem Motto “wir haben den Pass geschafft und wir leben noch”.

Evtl. wird man mit zunehmendem Alter unentspannter oder das liegt mir im Blut.

Wenn die Schneemassen tauen ist aber absehbar, dass die Flüsse nicht mehr passierbar sind. Davon gibt es diverse in den Sierras. Dann tauscht man also ein Problem gegen das nächste.

Ich könnte also abseits der aktuellen gesundheitlichen Themen (Gewichtsverlust, Probleme mit Füßen, Hüftknochen bzw. Hüftgurt, etc.) noch 5 Tage weiter hiken aber spätestens dann ist aktuell Ende, weil man dann nach Kennedy Meadows läuft und von dort heißt es ab in die Sierras (von dort kommt man schlecht wieder weg, es gibt noch einen Bus von Ridgecrest nach Mojave und von Mojave kommt man mit dem Amtrak weg – das ist die letzte Station vor Kennedy Meadows).

Mal schauen wie es Anfang nächster Woche aussieht.

Der Amtrak Bus ist ein Standardreisebus mit Wifi aber ohne besonderen Komfort.

Der Amtrak Zug hat zwei Etagen (wie scheinbar viele Züge in den USA). Man hat zwar eine Sitzplatzreservierung aber die besagt lediglich, dass man einen Platz bekommt, nicht wo.

Ansonsten kommt man sich ein wenig vor wie die Feuerwehr im Einsatz so oft wird das Signalhorn benutzt.

Die Klimaanlagen in Bus und Zug sind sehr kalt eingestellt. Das kenne ich zwar von vorherigen USA Aufenthalten aber dieses Mal war ich bisher verschont geliebten.

Die Ticketkontrolle läuft etwas anders als bei uns. Es werden nach der Kontrolle Zettel an die kontrollierten Plätze gehängt mit der Info bis wo man fahren darf.

Die Landschaft wird etwas grüner während der Fahrt. In Fresno sich sind es heute 37°C und morgen 40°. Uff. Auf dem PCT haben wir Hagelstürme und hier schmilzt man. In VegS erwarten mich vergleichbare Temperaturen.

Das Hotel in Fresno ist etwas runtergekommen aber so lange einem nichts entgegen krabbelt gebt es ja. Die Alternative Adresse wäre wohl besser gewesen.

Da ich nur morgens was gegessen habe, gehe ich zum IHOP. Das ist eine Fastfoodkette, die Burger, Waffeln, Crêpes usw. im Angebot hat. In den USA gibt es alles als Fastfoodkette. Dort bestelle ich Bananencrêpes mit Nutella. Uff, die sind so süß da schmeckt die Pepsi nicht mehr süß gegen – das soll was heißen.

Der Supermarkt am Bahnhof ist etwas seltsam bestückt. Es gibt aber TimTam (kenne ich aus Australien) und Toblerone aber ZipLocs nur in einer Größe. Essbare Kekse ohne Schokolade finde ich auch nicht. Mal sehen, ob ich von den Schokoladeneinkäufen etwas mit nach Yosemite nehme. Meine Erfahrungen mit Schokolade auf dem Trail sind eher schlecht.

Da ein Subway direkt neben dem Hotel liegt, beschließe ich das der meine primäre Yosemite Verpflegung darstellt (zumindest für morgen – an den anderen Tagen passen die Öffnungszeiten nicht). Das ist zumindest mal was anderes als Muffins und Kuchen.

In Fresno gibt es Lyft und Uber wieder im Überfluss. Das verdeutlicht wie abgelegen der Trail an vielen Stellen ist.

Die Half Dome (das ist ein recht bekannter Berg in Yosemite) Lotterie wurde heute zum ersten Mal in diesem Jahr frei gegeben. Ab morgen kann man sich für Permits bewerben für Freitag (zwei Tage Vorlauf). Ich werde mein Glück versuchen. Ab morgen können die Leute den Half Dome besteigen, die schon Permits aus der pre Season Lotterie haben oder heute bei den Rangern vor Ort lieb bitte sagen und hoffen, dass andere nicht schneller waren.

Ohne zusätzliches Wilderness Permit hilft das Half Dome Permit aber nicht, weil man die Besteigung in den knapp 9 Stunden Aufenthalt, die einem YARTS (der Busservice nach Yosemite) ermöglicht, nicht schafft. Ich brauche also 2x Glück. Mal sehen, ob ich das habe oder nicht. Ich vermute, dass heute viele locals vor Ort waren und sich Permits besorgt haben. Für den Campingplatz wird es genauso ein Limit geben wie für denn Half Dome.

Mein linkes Fußgelenk bzw. der Bereich darüber schmerzt noch immer und die Blasenthematik natürlich auch aber auf dem Trail bin ich unter vergleichbaren Umständen gelaufen. Aktuell kann ich die Zeitangaben zu den Yosemite Trails noch nicht einschätzen. Gelten die für untrainierte oder geübte?

Nachtrag: Wie ich heute Abend feststelle gibt es jetzt keine Wilderness Permits mehr für den 6. – somit kann ich mir das Half Dome Permit auch sparen. Ich werde zwar trotzdem fragen aber die Chancen sind wohl gering.

Mittwoch – Tag 51 – Fresno, Yosemite mit YARTS

Heute geht es um kurz vor 6 mit dem YARTS Bus nach Yosemite, wo ich um 9:30 ankomme. Der Bus kommt fast 15 Minuten zu früh (ich bin noch zwei Blöcke weg, als er ankommt) und fährt 5 Minuten zu früh ab. Wer pünktlich ist hat Pech gehabt.

Die Landschaft ändert sich auf der heutigen Fährt schnell. Es werden mehr und größere Bäume. Nach so viel Wüste fühlt sich das gut an.

Als erstes marschierte ich nach der Ankunft in Yosemite zur Ranger Station, um wegen dem Wilderness Permit zu fragen. Dort werde ich auf eine Liste gesetzt, auf der sicher schon 15 Leute stehen. Um 11 soll ich wiederkommen. Da es gerade mal 9:30 ist marschiere ich zu den lower Yosemite Falls.

Als ich um ca. 10:40 wieder an der Ranger Station bin, stelle ich mich in die Warteschlange. Angeblich wird nach dem Prinzip der Reihenfolge in der Schlange vorgegangen (besagt zumindest das Schild).

Um 11:00 kommt dann eine Rangerin raus und klärt uns ziemlich länglich über die Regeln für ein Wilderness Permit auf. Das sind die gleichen wie auf dem PCT.

Danach bekommt dann jeder der Reihe nach sein Permit. Puh, so gerade noch!

Heute waren die Cables übrigens noch nicht up. Ich bin mal gespannt, ob es Freitag wirklich klappt.

Mittags laufe ich Richtung Upper Yosemite Falls los. Ganz hoch komme ich aufgrund der verfügbaren Zeit nicht. Trotzdem ist der Tag gelungen.

Beim Abstieg stürmen mehrere Ranger mit einem Affenzahn vorbei, während ich teilweise mit meinen Schuhen rumrutsche. Mehr als 250 Meilen geben die offenbar nicht her. Ich hoffe, dass das in den folgenden beiden Tagen nicht zum Problem wird.

Abends geht es um 5:45 zurück nach Fresno, wo ich nach Hikermidnight (21:30) wieder ankomme. Das sind jeweils über 3 Stunden Fahrtzeit aber die Hotels bei Yosemite sind so teuer (oder schlicht nicht verfügbar), dass ich notgedrungen fahre.

Donnerstag – Tag 52 – Fresno, Yosemite mit YARTS, Mariposa Groove, Little Yosemite Valley Campground

Heute geht es wieder um 4:30 los und gestern war ich erst um 22:00 zurück im Hotel. Selbst für Essensbeschaffung bleibt nicht wirklich Zeit.

Auf dem Rückweg habe ich gestern zwei Sandwiches bei Subway mitgenommen.

Die YARTS Tickets für heute konnte ich gestern nicht vorbestellen, da die Reservierung nur bis 14:00 am Vortag möglich ist. Es klappt aber auch so. Richtig voll sind die Busse wohl erst im Sommer oder zur Ferienzeit. Dabei ist meiner Meinung nach jetzt die schönste Zeit in Yosemite.

An der Bushaltestelle direkt neben dem Bahnhof liegt Besteck für schwere Drogen, soweit ich das beurteilen kann.

Heute kommt der Bus pünktlich. Da ich wieder zu früh dran bin, bietet das zwei Obdachlosen die Gelegenheit mich zu nerven. Eine davon ist vollkommen durchgeknallt.

Der Plan sieht heute vor zuerst für zwei Stunden zur Mariposa Grove zu fahren, dann zum Visitor Center (das geht nur mit YARTS) etwas essen und danach mit dem Shuttle nach Happy Isles zu fahren, um von dort zum Little Yosemite Valley zu wandern. Ich hoffe das passt so.

Abseits davon, dass der Bus über 15 Minuten zu spät kommt, klappt der Plan.

Mittags esse ich dann noch eine Pizza bevor ich mich auf den Weg mache.

Anschließend fahre ich mit dem Shuttle nach Haply Isles. Dort beginnt der Half Dome Hike. Ich wähle den Mist Trail. Dort wird man gewarnt, dass man nass wird und das ist nicht untertrieben. Ich bin trotz Regenjacke klatschnass. Zum ersten Mal mehr oder weniger freiwillig. Mit Mutter Natur kann diesbezüglich kein Freizeitpark mithalten (Stichwort Wet Zone).

Die Wasserfälle führen alle extrem viel Wasser. Lt. Ranger wurden die jemals höchsten gemessenen Wasserstände im Merced River ermittelt (ich weiß nicht von wo das Wasser kommt aber in den High Sierras hat das Tauwetter nicht mal richtig begonnen). D.h. In Yosemite könnte es in den nächsten Wochen viel Land unter geben.

Für heute Nachmittag ist Regen angesagt, morgens hoffe ich, dass es nicht zu rutschig wird. Da ich meine Bounce Box im Zimmer hatte habe ich meine Schuhe gewechselt. Die sind nun fast neu aber es ist ein anderes Modell als ich bisher auf dem Trail verwendet habe. Das ist das Model mit dem ich vor dem PCT trainiert habe (die sind etwas weiter und die Dämpfung ist geringer).

Der Regen bleibt aber aus. Die neuen Schuhe sind deutlich griffiger als die alten.

Insgesamt macht das hier und heute viel mehr Spaß als der PCT zuletzt, weil man wieder angemessen entlohnt wird.

Ich bin so früh fertig mit Hiken wie selten. Der Aufstieg von Happy Isles zum Little Yosemite Valley Campground dauert nicht mal 3h. Um 16:30 steht mein Zelt und ich habe Feierabend. Der Zeltplatz ist riesig und die Abstände zwischen den Zelten sind groß. Das ist totaler Luxus für PCT Verhältnisse.

Heute habe ich übrigens eine Premiere. Ich penne freiwillig im Wald, obwohl ich ein Hotelzimmer gebucht habe. Meine Bouncebox und diverse andere gerade nicht benötigte Sachen stehen da momentan rum.

Auf dem Campingplatz treffe ich Kathryn und Connor wieder, die ich gestern bei der Permitvergabe getroffen habe. Die beiden sind total sympathisch. Die beiden arbeiten im Gesundheitssektor und können sich somit öfter Auszeiten gönnen. Morgen wollen sie zum Kings Canyon Nationalpark weiter.

Morgen kommt dann Teil 2 des Aufstieges und der Abstieg. Ich bin gespannt. Teil 1 des Aufstieges war weniger schlimm als erwartet aber das sagt ja nichts über Teil 2 aus.

Ich muss wieder den 5:45 Bus nach Fresno erwischen.

Freitag – Tag 53 – Yosemite – Fresno mit YARTS

Nachts habe ich trotz 10°C im Schlafsack gefroren (der ist für -1°C) Komforttemperatur ausgelegt. Selbst bei Minusgraden habe ich nicht mehr gefroren. Entweder liegt es an mir (abnehmendes Gewicht) oder der Schlafsack baut ab, vielleicht ist es auch eine Kombination von beidem.

Heute geht es wie bereits erwähnt an den zweiten Teil des 5000 Fuß Aufstieges.

Der Aufstieg zum Half Dome ist nicht ohne – speziell der treppenartige Teil nicht. Insgesamt ist es aber nicht schlimmer als ein gewöhnlicher PCT Tag (so bekommt man mal eine Vorstellung was man jeden Tag auf dem PCT leistet). Ich starte um 6:30 und bin um kurz nach 9 auf dem Half Dome. Beim Abstieg treffe ich Kathryn und Connor wieder.

Die Nylon Handschuhe, die ich am Vortag in der Tanke für 2$ gekauft habe erweisen sich als sehr sinnvolle Investition an den Seilen (sonst wäre der Abstieg übel geworden und ich hätte mir an den teilweise offen geringelten Stahlseilen die Hände verletzt). So waren nur die Handschuhe leicht beschädigt. Ich habe sie nach dem Abstieg an jemanden weitergegeben, der keine hatte.

Sowohl der Aufstieg und besonders auch der Abstieg erweisen sich leichter als erwartet.

Anschließend bin ich auf die glorreiche Idee gekommen das Tal über den Glacier Point zu umrunden. Rein von den Entfernungsangaben las sich das ziemlich unproblematisch. Allerdings sollte man die in Yosemite mit Vorsicht genießen (ich unterstelle, das das ganze Zickzack nicht immer enthalten ist). Dazu kam dann noch, dass ich vom 4 Mile Trail nicht weggekommen bin und das vordere Tal Unterwasser steht – der Seitenwechsel zum Falls Shuttle war also nicht möglich.

Ich bin also mit Müh und Not halb rennend noch beim Bus angekommen (mit dem Rucksack und dem Gewicht drin ist das nicht so super). So schwer ich mich auf dem PCT teilweise tue heute hat man extrem gemerkt, das ich fitter bin als vorher. Zumal ich heute wieder knappe 1550m Anstieg und noch mal deutlich mehr Abstieg hatte. Jetzt schmerzen die Füße aber auch ordentlich.

Neben dem California Adventure Park war das bisher mein bester Tag in den USA. So in der Art hatte ich mit den PCT auch vorgestellt. Das hat aber nur bis San Jacinto funktioniert.

Heute lerne ich einen Tasmanen kennen, der drei Monate von der Arbeit freigestellt ist, um die USA zu bereisen. Mit 5 Tagen Yosemite hat er begonnen.

Um kurz nach drei bin ich beim Glacier Point (Massentourismus von der schlechtesten Seite). Direkt davor oder dahinter ist aber kein Mensch. Warum ist das so? Man kann mit dem Auto hinfahren.

Ich kaufe mir dort ein Eis und ein Gatorade. Die Schlange ist so lang, dass der vordere Teil vom Eishörnchen direkt auf den Boden klatscht als ich an der Mülltonne das Paper entferne. Schlecht gekühlt war es vermutlich auch. Ein Eichhörnchen stürzt sich auf das Eis. Ob ihm das wohl bekommt?

Panorama 1

Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Für mich ist Yosemite der schönste Nationalpark der Welt – von denen die ich kenne und das sind einige. Ich könnte ewig neben den Wasserfāllen sitzen. Die Optik und der Sound sind Hammer. Die Videos liefere ich bei Gelegenheit nach.

Mein Permit wird übrigens gestern beim Aufstieg Richtung Little Yosemite Valley als auch beim Abstieg vom Half Dome geprüft. Ich finde es gut, dass Prüfungen erfolgen, wenn schon so ein Theater um die Dinger gemacht wird.

Der YARTS Bus hat Abends eine Essenspause (bei dem Stopp sind Carls Jr., McDonalds, Burger King und Subway in der Nähe). Beim Einsteigen erwähne ich dem Busfahrer gegenüber, dass ich den Essensstopp heute definitiv brauche. Später bietet er mir einen Apfel aus seinem privaten Vorrat an.

Mit dem Busfahrer hatte ich nun vier Fahrten. Abends fragt er mich, ob ich morgen wieder komme und als ich verneine schüttelt er mir die Hand und sagt, dass es schön war mich kennengelernt zu haben. Ich soll bald mal wieder zu. Besuch vorbeikommen. Könnt ihr euch das in Deutschland vorstellen?

Vor grob 15 Jahren war ich schon mal auf einer Rundreise in Yosemite. Das bisschen was man dabei zu sehen bekommt, ist wirklich traurig.

Zum Thema Eis und Schnee: In Yosemite liegt ab 2000m teilweise noch Schnee. Auf den Bildern erkennt man, dass einige Berge um Yosemite noch komplett bedeckt sind. Die Berge und Pässe über die der PCT führt sind aber teilweise über 4000m hoch. Was man auch sehr schön erkennt ist was mit den Flüssen passiert, wenn die Schneeschmelze beginnt. So sind a Flussquerungen keine gute Idee.

Panorama 2

Samstag – Tag 54 – Fresno, Las Vegas mit Amtrak

Heute gibt es den nächsten Ortswechsel nach Vegas, wo ich erst abends ankomme.

Die Kombination Bus / Amtrak kenne ich ja nun bereits.

Im Bus (großer Reisebus) sind gerade mal 10 Leute (ab Bakersfield). Der Bus fühlt sich aber deutlich enger an als der YARTS Bus und hat auch keine Stromanschlüsse. Im Vergleich zum Zug sind die Busse also noch verbesserungsfähig. Einen Busfahrplan suche ich vergeblich im Netz.

Ich habe also zu Fahrtantritt keine Ahnung, ob wir die 5 Stunden durchfahren, zig mal anhalten oder es Pausen gibt. Aus der Erfahrung der letzten Tour vermute ich, dass wir durchfahren.

Der Busfahrer ist ziemlich grantig.

Wie sich zeigt gibt es um kurz vor 7 eine 20 Minuten Pause in der Barstow Station.

Der Busfahrer weist uns darauf hin, dass er nicht wartet, falls jemand zu spät kommt.

Für die Zeit nach Vegas habe ich noch keinen Plan. Back home oder wie geht es weiter?

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

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