Wochenrückblick – PCT Woche 1 – San Diego und Wüste

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

Vielleicht ist es nur unsere Natur, dass wir uns ständig die Dinge wünschen, die waren und sein könnten, anstatt die Dinge, die sind und sein werden. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Sonntag

Am Sonntag (wegen der Zeitverschiebung hatte ich letzte Woche nicht davon berichtet. Da ich bis Abends durchgehalten hatte, war ich recht hoffnungsvoll, dass ich die Nacht durchschlafe. Das hat allerdings nicht wirklich geklappt. Das hatte vermutlich verschiedene Gründe.

Zum einen wäre wohl das Party Nachbarzimmer zu nennen. Andererseits ist Downtown San Diego am Samstag nicht vor 2 oder 3 Uhr ruhig. Als ich dann nachts um halb drei aufgewacht bin, war ich auch gedanklich wieder bei den Treilvorbereitungen, was nicht geholfen hat.

Nachts habe ich also noch ein paar Sachen erledigt, um dann um halb 5 noch mal für zwei Stunden zu schlafen (das hat sogar funktioniert).

Danach habe ich nach einem recht kargen Frühstück im Hotel den Balboa Park besucht. Der Fußweg war insofern etwas beschwerlich, als das ich zuerst einige Straßen ohne Bürgersteige bzw. Fußgänger erwischt habe.

Der Park ist eine Mischung aus Museen, Theatern, Geschäften und eben ein Park. Generell kann ich nach den zwei Tagen sagen, dass die USA viel teurer sind, als ich das von meinem letzten USA Urlaub, der allerdings auch einige Jahre zurück liegt in Erinnerung hatte.

Das Luft- und Raumfahrtmuseum und das Automuseum standen heute auf dem Programm. Beide sind ganz nett, aber wirklich gesehen haben muss man sie beide nicht. Das Angebot ist in beiden recht überschaubar. Da kann man besser in die Technikmuseen in Sinsheim und Speyer gehen, davon hat man viel mehr von.

Im Luft- und Raumfahrtmuseum gab es auch die schlechteste 4D Vorstellung die ich je gesehen habe. Angeblich sollte es einen Raumkampf geben (warum es kein Luftkampf war, verstehe ich nicht, das hätte zumindest zum Museum gepasst). Der Kampf hat aber nicht stattgefunden. Es gab einige Zusammenhanglose Szenen in denen Ein Raumschiff irgendwelche Manöver durchgeführt hat, die total sinnlos von Effekten begleitet wurden.

Anschließend bin ich noch in 3 Supermärkten gewesen und kenne jetzt grob das Angebot. Mit dem Essensangebot den Trail zu bestreiten wird auf jeden Fall spannend. Ich habe jetzt ca. 4kg gekauft, von denen ich  Montag 3kg voraus schicken werde.

Was auffällig ist in San Diego ist die hohe Anzahl von Obdachlosen.

Ansonsten bekommt man im Supermarkt alles in Plastiktüten.

Montag

In der Nacht zum Montag habe ich besser geschlafen. Immerhin war ich erst um 5:00 wach.

Somit bin ich aufgestanden und habe mich noch etwas mit den Vorbereitungen beschäftigt. Unter anderem habe ich ausgerechnet welche Kalorienanzahl meine Essenspakete haben. Das Ergebnis war nur ca. 4000.

Das ist zu wenig für den Trail. Eher angebracht sind 5000 oder mehr. Daran muss ich wohl noch arbeiten.

Um 9:00 stand ich dann vor dem Postamt, dass erst um 9:30 geöffnet hat. Es ging aber nicht nur mir so, sondern diversen Leuten. Als es dann um 9:30 geöffnet hat, standen locker 20 Leute davor und ich stand eine ganze Weile in der Schlange nur um mir erklären zu lassen welche Aufkleber ich benötige.

Insgesamt haben 3 Pakete ca. 50 $ gekostet und der Spaß hat 1,5 Stunden gedauert. Das ist noch optimierungsfähig.

Anschließend würde ich von einer Freiwilligen zu Scout und Frodo gefahren, die jede Nacht ca. 35 Leute beherbergen.

Von dort kann man Pakete abschicken, einkaufen, noch fehlende Ausrüstung kaufen. Alles was man so braucht. Schon Wahnsinn, dass die beiden das sit Jahren unentgeltlich machen. Die Aussage von “Scout” (Trailname) zu dem Thema ist, dass sie es können und deshalb kein Geld möchten.

Es wird aber auch recht schnell klar, dass man zwar Hilfe bekommt, aber man nichts hinterhergetragen bekommt. Man ist für sich selbst verantwortlich. Ob man genug Wasser oder Essen hat liegt in der eigenen Verantwortung. Niemand prüft das.

Zusätzlich zu Fußproblemen habe ich jetzt noch Rückenprobleme. Der Start ist also optimal.

Für Morgen ist Regen und recht kaltes Wetter und Wind vorhergesagt. Das ist direkt mal zum Abgewöhnen.

Im Laufe des Tages haben diverse “Veranstaltungen” stattgefunden. Von Besuchen bei AT&T, Gear Prüfungen von Leuten, die auf dem Trail waren, bis zur diversen Hinweisen zu Verhaltensregeln auf dem Trail.

Als Upgrade für meinen Filter habe ich jetzt noch den Deckel einer 700ml Smartbottle beschafft. Der Originaldeckel geht sehr leicht verloren.

Um 9:00 war der Tag zu Ende und morgen heißt es um 4:30 aufstehen, 5:30 treffen und ab 6:00 geht es zum Trail.

Dienstag – Campo, Lake Morena (Mile 20)

Geschlafen habe ich in der Nacht quasi nicht.

Mein Rücken ist übel. Ich stelle nur knapp vorm Totalausfall. stehen geht, sitzen und liegen ist übel und so wirklich förderlich ist die Luftmatratze nicht in dem Kontext.

Das Wandern lieg heute trotzdem ziemlich gut dank Vitamin I (Ibuprofen). Das wird in den USA mit 200mg Dosen pro Tablette verkauft und man soll nur 6 pro Tag nehmen. Unter 2 pro Einahme braucht man aber nicht anfangen und die halten eh nur 3 Stunden. Die schmecken ins den USA übrigens wie Süßigkeiten.

Um 7:00 waren wir beim Trail und die obligatorischen Bilder vom Terminus und Grenzzäune standen an. Der Grenzzaun wurde dank Trump mit 2 Reihen Militärstacheldraht verstärkt.

Die Kontrolle der Permits erfolgte in der Form, dass zwei PCTA Member abgefragt haben, ob man ein Permit hat und anschließend, ob es für heute gültig ist. Alle hatten ein Permit, vier nicht für den aktuellen Tag. Interessiert hat es niemand.

Nach 8.5 Stunden waren die 20 Meilen erledigt ca. 950 Höhenmeter lt. Uhr). Mal sehen wie es mir morgen geht. Interessant ist, dass meine Garmin Uhr 38km angibt, die liegt normal zu niedrig. Aber ist benutze sie im Stromspar-GPS Modus.

Heute war es ok. An den kleinen Zehen sind Ansätze für Blasen. Ich babe über Nacht mal ein Pflaster drauf geklebt, das kommt aber morgen runter, weil ich mit Dauerbepflasterung im Training schon blutige Blasen hatte.

Es hat den ganzen Tag über geregnet oder gefisselt. Kurz vor dem Ziel gab es dann noch eine richtige Ladung. Ohne Wasser von oben ist es eindeutig cooler.

Aktuell bin ich glaube ich der erste aus unserer Gruppe von rund 30 Leuten (die meisten sind heute 5 Meilen weniger gelaufen). Erstaunlich. Die meisten sind jünger und somit leistungsfähiger. Hoffentlich macht mein Rücken morgen mit.

Das ich bis Lake Morena durchgehalten habe, hat sich allein wegen den zwei Burgern mit Pommes und Cola gelohnt. Die Bürger waren wirklich gut, obwohl der Laden nicht so aussah.

Danach hatte ich allerdings Dünnpfiff, das kommt aber vermutlich von dem ganzen Müll den ich tagsüber gefuttert habe. Wenn das jetzt die Regel wird, dann könnte das problematisch werden.

Aktuell liege ich auf dem Campingplatz in Lake Morena im Zelt und sehe den Mond durchs Zeltdach.

Mein Fuß hat heute mitgemacht. Hoffentlich bleibt das so, dann schlafe ich morgen vielleicht im Hotel.

Der Trail sieht insgesamt besser aus als gedacht im Startbereich. Ich habe sehr wenig Toilettenpapier / Müll gesehen.

Heute waren schon einige Highlights dabei, die allerdings bei dem Wetter auf dem Foto nicht so toll aussehen.

Mittwoch – Lake Morena, Mount Laguna (Mile 42)

Woha, immerhin 6 Stunden Schlaf im Zelt. Auch dem Zeltplatz war der Abstand zwischen den Zelten mit 10-15m aber recht angenehm. Da es fast alles ZPacks Duplex sind, sieht das sehr spacig aus.

Das Zelt ist beim Einpacken klatschnass. Außen vom Regen, innen von der Kondensation.

Nachdem der Vortag gut gelaufen ist, habe ich mir als Tagesziel Mount Laguna gesetzt. Das war bei ca. 4km, ca 1300 Höhenmetern und Temperaturen um 25°C etwas zu viel des Guten. Ab mittags war ich an meiner Leistungsgrenze und habe dann auch noch zu spät etwas gegessen.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Trailfood schon jetzt hasse?

Heute bin ich ohne Unterhose unterwegs. Gut für die Scheuerstelle am Hintern, schlecht für die Hüften. Morgen also wieder mit Unterhose. Ansonsten kommt morgen Moleskin zum Einsatz für die Hüften. Ich wollte eigentlich die Stelle Abends behandeln, habe es aber schlicht vergessen.

Die erste Tageshälfte war klasse und der Trail abwechslungsreich. Das sich die Landschaft innerhalb eines Tages so ändert, hätte ich nicht gedacht.

Das Konzept des Trails habe ich nun auch verstanden. Man nehme den größten Berg, dann dass tiefste Tal und Reihe beides endlos aneinander. 😉

Heute habe ich den Deckel von meinem Wasserfilter verloren und den angeblich so tollen Ersatzverschluss einer Smartwaterbottle geschrotet. Beides an einem Tag ist eine Leistung.

Die Ankunft in Laguna war eine derbe Enttäuschung. Alles hatte zu und alle Lodges waren gebucht. Ich wollte eigentlich in einem Bett schlafen. Also ab und nasse Zelt ohne was gutes zum Essen.

Der Campingplatz ist nicht für Hiker gedacht und kostet 26$. Recht happig.

Ich in übrigens der erste von 50 gestarteten Hikern, sofern ich das richtig überblicke, trotz Rückenproblemen. Der extrem späte start heute wirft mich aber zurück. Ich hätte nie gedacht, dass es bis hierhin so gut läuft.

Der Trail ist übrigens teilweise echt schwer zu wandern, sehr steinig, uneben usw.

An vielen Stellen ist der Trail wie ein steiniger Flusslauf ohne Wasser.

Wenn man stürzt hätte man an den ersten beiden Tagen schon Gelegenheit gehabt sich schwer zu verletzen.

Wie das für Esel und Pferde funktionieren soll ist mir schleierhaft.

Morgens habe ich heute den ersten Punkt für Trail Magic entdeckt. Es war aber niemand da. Das war soweit ich weiß Trail magic von jemandem, der sich regelmäßig auf Facebook darüber auslässt wie viele Hiker früh aufgeben. Wenn er den Stand erst mittags öffnet ist die Gefahr zumindest größer, auf Hiker zu treffen, die aufhören wollen.

Heute waren auch Flussquerungen dabei. Ich habe direkt die PCT Methode benutzt. Alles an lassen und durch marschieren. Die Füße waren erstaunlich schnell trocken.

Bei einer zweiten Querung hieß es durch richtig tiefes Wasser oder mit einem abenteuerlichen Balanceakt komplett trocken oder reinfallen. Ich bin balanciert und trocken geblieben.

Donnerstag – Mount Laguna – Mile 60.5

Da ich Essen benötige und in Laguna vor 9:00 nichts öffnet, hänge ich hier nun fest. Das nervt. Die beste Hikingzeit bei hohen Temperaturen ist morgens ab 5:30. Jetzt starte ich um frühestens 9:30 in die Mittagshitze.

Allerdings gab es dadurch zum Frühstück Pizza. Die war um Längen besser als Trailfood. Der Shop war gut bestückt. Ich habe 4 Bananen mitgenommen. Die sind zwar schwer und haben zu wenig Kalorien aber sie schmecken wenigstens.

Heute hatte ich zum Abendessen ein Fertiggericht was bestenfalls ekelig war. Ich hab es aber runter gewürgt.

Morgens habe ich mir für total “günstige” 160$ ein Hotel in Julian gebucht. Da soll mal einer sagen, dass mit Hikern kein Geld zu machen ist.

Gestern haben die Sehnen im vorderen Bereich des rechten Fußes geschmerzt (heute alles gut) und haute die im linken, allerdings heftiger. Ich hoffe, dass das morgen wieder besser ist. Man kommt sich vor wie der Terminator, der einen Systemcheck durchführt. Jeden Tag schmerzt was neues und man muss die Dringlichkeitsliste neu sortieren und herausfinden, ob es kritisch ist.

Mein Rücken ist weiterhin nur solange ok, wie ich hike.

Dafür, dass ich heute nur 19 Meilen gelaufen bin und 650 Höhenmeter, fühle ich mich nicht gerade besser als am Vortag.

Heute oder besser gesagt gestern ist mir bei der Wasserplanung ein Fehler unterlaufen. Ich habe nur für heute geplant. Jetzt habe ich grob 8 Meilen zur nächsten potenziellen Wasserquelle. Die Beschreibungen hören sich etwas abenteuerlich an und ich habe nur noch 2l. Die nächste danach ist weitere 9 Meilen entfernt. Bisher habe ich immer 3l dabei gehabt und nur 1,5 zur nächsten Quelle benötigt.

Der Trail war heute wieder anders als an den ersten beiden Tagen.

Heute hat mich jemand joggend (fast ohne Gepäck überholt).

Wenn ich den PCT nicht beende, dann wegen dem Essen oder einer Verletzung. Das im Zelt schlafen ist zwar kein Highlight aber so schlimm ist es nicht (wenn man nicht gerade Rückenprobleme hat).

Heute steht mein Zelt übrigens alleine neben dem Trail.

An der linken Hüfte (wir der Gurt aufliegt), habe ich jetzt eine Beule. Ich werde ein Blasenpflaster aufkleben. Ich hoffe das hilft, ansonsten muss ich mit mal einen Doc suchen der das entwässert.

Freitag – Mile 60.5 – 77 Julian

Ich bin um kurz 5:15 wach und mache mich gegen 7:00 auf den Weg. Die morgendliche Routine dauert momentan einfach so lange. Die Nacht war extrem ruhig.

Die Beule an der linken Hüfte ist weg, die Schmerzen nicht.

Gegen 8 bereue ich bereits, dass ich nicht eher aufgestanden bin (das liegt primär daran, dass es nachts wirklich kalt ist, bis man losläuft). Ab 8 war es so heiß wie an anderen Tagen ab mittags.

Der Bereich über den linken Fußknöchel ist nach wie vor geschwollen und schmerzt. Während des Tages habe ich fast den Level vom Vortag erreicht.

Da ich für die einzige Wasserquelle heute 2 Meilen extra laufe (der von Trailangeln angelegte Wassercache ist leer), komme ich auf grob 19 Meilen. wegen dem Fuß bin ich aber nicht gerade schnell.

Ich entschließe mich trotz der horrenden Preise zu einem Extratag in Julien. Damit bin ich dann wieder genau in meinem Plan (bisher lag ich einen Tag davor). Ich hoffe das hilft meinem Fuß sich zu erholen. Für das Geld was 2 Tage Julien kosten, machen andere eine Woche all inklusive Urlaub.

Der Tag ist bisher mein härtester. Heute kommt noch eine große Blase an der rechten Ferse dazu. Ob das am veränderten Laufstiel liegt, um den linken Fuß zu entlasten oder der Schuh nicht eng genug geschnürt war, weiß ich nicht.

Auf dem Trail habe ich bisher erstaunlich wenig Leute getroffen.

Als ich gegen 17:00 mit den letzten Reserven auf dem Highway Richtung Julien eintrudeln erwarten mich drei Trailangel. Ein Ehepaar und ein älterer Herr.

Das Ehepaar ist superglücklich, als ich eintrudle. Sie sind aus LA per Auto angereist (3h) nur um mehrere Stunden vergeblich auf Hiker zu warten. Ich bin der erste, der auftaucht.

Ich habe mich noch nie so sehr über ein kaltes Getränk gefreut.

Die Trailangel fahren mich nach Julien, wo sie mir noch einen Frisch gebackenen Apfelmuffin aus der lokalen Bäckerei un ein weiteres Getränk geschenkt. Danke!

Im Hotelzimmer bekomme ich dann spontan Schüttelfrost. Habe ich zu wenig gegessen oder getrunken? Da ich durchgängig normal urinieren könnte, kann ich eigentlich nicht zu wenig getrunken haben.

Abends trinke ich gut 2l und esse eine Lasagne und den Apfelmuffin.

Die Klamotten Wäsche ich per Hand in der Badewanne, da es in Julien keine andere Möglichkeit gibt.

So sieht die Badewanne aus, wenn man 4 Tage gehiked ist und die Klamotten wäscht (die habe ich natürlich nicht so hinterlassen).

Ich drehe noch eine Kleine Runde, durch die absolut künstliche Touristenstadt und gehe wie gewohnt um kurz nach 21:00 schlafen.

In Julien wird mir auch klar, warum ich auf dem Trail so wenig Leute getroffen habe. Meiner Gruppe bin ich bis auf vielleicht ein oder zwei Leute, die ich aus den Augen verloren habe davon gelaufen. Ich bin sogar in die Nachzügler von dem Vortag gelaufen. Der Haupteil vom Vorstarttag war aber noch gut 6-9 Stunden vor mir.

Samstag – Julian – Zero Day

Ich stehe um 5:15 auf und schreibe etwas am Blog. Heute geht es primär darum genug zu essen, zu trinken, Essen für zwei Tage zu beschaffen, den Körper zu schonen und die nächsten Tage zu planen.

Gegen 12:00 muss ich aus meinem Hotel raus und in ein anderes wechseln, dass den checkin aber erst ab 15:00 erlaubt. Ich habe dort trotzdem um 12:00 angeklopft und konnte um 13:00 ins Zimmer.

Die Klamotten sind natürlich nicht trocken. Aber als Hiker ist man ja leidgeprüft.

Nach dem Frühstück habe ich meine Hose etwas enger gemacht. Wenn ich schwitze und hike rutscht die unter den Beckengurt. Desto mehr Schichten zwischen Rucksack und Hüftgürtel liegen, desto besser.

Zwischendurch kühle ich immer wieder die Sehnen / Muskeln am Fuß.

Julian ist eine absolute Touristenstadt. Tagsüber ist sie total überlaufen und abends werden die Bürgersteige hochgeklappt.

Was den Reiz ausmacht außer ein paar alt aussehenden Hāusern und Geschäften, entzieht sich mir etwas.

Gegen 14:30 habe ich mich mal in den Burgerladen getraut. Die Wartezeit Betrug ca. 1 Stunde. Wahnsinn. Aber ich habe ja heute Zeit.

Abends gab es ein Stück Pizza.

Der Sonntag kommt wegen der Zeitverschiebung nächste Woche.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – PCT -1 Woche – Anreise & San Diego

Mein Ausgangspunkt für den PCT - das ist die Bahnstation, an der ich Montag abgeholt werde

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

»Warum sollte es mich interessieren, was du bist? Mich interessiert, wie jemand handelt. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Am Mittwoch hatte ich meinen vorerst letzten Arbeitstag – für etwas über ein halbes Jahr. Das fühlt sich schon ziemlich seltsam an. Ich habe noch nie eine so lange Auszeit gehabt – nicht mal im Studium. Das habe ich ziemlich schnell durchgezogen.

Ab Mittwoch Nachmittag und Donnerstag war ich dann noch einer Geschäftsreise, wo ich mir die aktuellsten Entwicklungen in meinem IT-Tätigkeitsbereich angeschaut habe. In dem Kontext werden im nächsten halben Jahr aber keine Wunder vollbracht.

Am Freitag kam noch ein neuer Rasenmäher mit Mulchkit, damit meine Mutter das ganze Gras in meiner Abwesenheit nicht wegfahren muss. Abseits davon, dass man in den letzten 20 Jahren die Tankanzeige wegrationalisiert hat, ist das Teil gut. Er springt mit einem Zug an, mulcht auch höheres Gras bei Feuchtigkeit und ist relativ leise.

Freitag Abend ging es dann bei winterlichen Temperaturen (es schneit bei uns) mit dem Zug zum Flughafenhotel. Auf dem Weg dorthin habe ich eine Dosis typisch guter deutscher Laune abbekommen und mit dem Buch H.O.M.E. Das Erwachen begonnen.

Was war passiert? Ich wollte vom Flughafenbahnhof zum ein paar Kilometer entfernten Airporthotel. Der erste Taxifahrer hat mich weggeschickt, weil es angeblich eine Ebene tiefer günstiger für mich wäre. Eine Ebene tiefer hieß einige hundert Meter zurück.

Nachdem ich dort war und die Taxis gefunden hatte kam ich hinten in einer Reihe von 10 Taxis an. Der Fahrer hat mir dann gesagt, dass er mich nicht fährt und ich nach vorne laufen soll.

Als ich vorne war hat sich der Taxifahrer erbarmt und die ganze Fahrt rumgejammert, dass er drei Stunden gewartet hat und nur für 7,5€ arbeiten muss. Gegen 0:30 war ich dann im Hotel. Die Übersetzung der diversen Aussagen war also, dass auch die Fahrt nicht lohnt für 3km.

Nach einer recht kurzen Nacht (5:45) bin ich von Dort zum Flughafen gefahren, wo der Flieger um 10 nach San Diego ging.

Nach dem Taxierlebnis vom Vortag bin ich morgens mit dem Shuttlebus gefahren. Das war am Vortag nicht möglich, da mein Zug nach dem letzten Shuttlebus eingetrudelt war.

Der Security Check war spannend wie nie zuvor. Kaum sieht man nach Backpacker aus, wird das komplette Gepäck durchsucht mit Drogencheck. Das habe ich so auch noch nie erlebt.

11 Stunden Flug sind nicht so dramatisch, wenn man schon mehrfach in Australien und Neuseeland war.

Im Flieger gab es dann erst mal exzessiven Filmkonsum. Ich bekomme ja vorerst vermutlich keine Filme mehr zu sehen, da muss ich ja etwas vorarbeiten.

Die Filme waren:

  • Ballon 4/5
  • Bumblebee 3,5/5
  • Bohemean Rapsody 4/5
  • Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen 3/5

Ich bin schon länger nicht mehr mit den Standardhôrern geflogen und bei Lufthansa gab es nur auf einer Seite Ton, weil die Kopfhörer nicht kompatibel zum Flieger waren. Der Hörer hatte zwei Pins, der Flieger nur den Standardstereoanschluss. Somit ging es nur mit Untertiteln.

Bohemian Rhapsody kann ich sehr empfehlen.

Ansonsten habe ich noch etwas gelesen aber nicht geschlafen. Danach war der Flug auch schon vorbei.

Gegen 13:00 bin ich dann in San Diego eingetrudelt und zum Hotel gefahren. Das ging übrigens super und für 2$. Es gibt einen Shuttlebus vom Flughafen nach Downtown. Die Haltestelle habe ich direkt gefunden und 2 Min später war der Bus da. Somit war ich schon um kurz nach 14:00 im Hotel.

Noch mal Luxus pur, bevor es auf den Trail geht.

Meine gesamte Habe. Für den Flug habe ich alles Richtung blauen Beutel verlagert, damit ich das Handgepäck (den Rucksack) möglicht klein bekomme und Flüssigkeiten im aufgegebenen Gepäck (blauer Beutel) und Akkus im Handgepäck sind.

Samstag habe ich mich ein wenig in San Diego umgeschaut. Primär habe ich den Hafenbereich und dort die Midway besichtigt. Es ist wirklich beeindruckend einen derart großen Flugzeugträger aus der Nähe bzw. von innen zu betrachten. Man sieht vom Flugdeck bis zu Maschinenraum so ziemlich alles.

Das Wetter war super.

Anschließend stand noch der erste Besuch im Supermarkt an. Nach derart wenig Schlaf war ich mit der Auswahl ziemlich überfordert. Die Ausbeute war aber ok, wenn auch noch nicht optimal. Da kann ich ja noch dran arbeiten. Manchmal ist weniger mehr.

Das ist wohl noch nicht die Optimalkombination aber ein Anfang.

Der Unterschied ist riesig. Ein netter Plausch mit dem Kassierer und alles wird direkt in Tüten gepackt und zack, schon ist man knapp 50 $ los für lauter ungesunde Sachen. 😉

Das Postamt habe ich auch schon entdeckt. Das hat aber erst Montag offen und ist nah beim Hotel

Den Poweradapter für das Notebook habe ich vergessen. Für den Rasierer hatte ich extra ein anderes Netzteil bestellt und das Notebook nicht bedacht.

Wenn es mehr nicht wird, kann ich wohl zufrieden sein. Ärgerlich ist es trotzdem. Samstag Abend gab es dann noch eine Pizza und es ging zu Hikers Midnight um 21:00 ins Bett, damit ich mich direkt an die neuen Zeiten gewöhne. Das hat aber nur so halb gut geklappt um 2:30 war ich wach und schreibe gerade am Blog.

Ansonsten duften die angeblich geruchsfreien Klamotten jetzt schon. Nach einer Woche Trail dürfte der Geruch unglaublich sein.

Der ganze Workflow mit WordPress und den Fotos funktioniert aktuell mehr schlecht als recht. Die Fotos lassen sich nicht von der Canon Camera auf das iPhone übertragen, weil die Canon App nichts taugt. Mit der WordPress App lassen sich wiederum Fotos nicht hochladen. Der Weblogin ist nicht wirklich responsive und somit teilweise nicht bedienbar. Das hier überhaupt Fotos sind liegt also primär daran, dass ich noch Zugriff auf das Notebook habe.

Der Sonntag fehlt übrigens in dem Bericht, da ich den durch die Zeitverschiebung noch weitgehend vor mir habe.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen

Ready for Take-Off! bei glimrende ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Studizeit bei Nerd mit Nadel∗ Körpertausch bei Saskias Books ∗ Flake liest, die Uni beginnt bei Lieschen liest ∗ Schon wieder urlaubsreif bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Urlaub in Sicht! bei Letterheart ∗ Anime-Liebe bei Valaraucos Buchstabenmeer ∗ Alles anders. Und gar nicht mal soo schlecht bei Barfuß unterm Regenbogenganz viel Trallafitti bei Trallafittibooks

Wochenrückblick – PCT -2 Wochen – Erholen

Leselaunen / Wochenrückblick

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Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Keins, ich wollte direkt vor dem Trail nichts neues anfangen. Mal sehen wie lange ich mich daran halte. 😉

Momentane Lesestimmung:

Ich habe den vierten Teil der Red Rising Reihe (Asche zu Asche) beendet. Der Teil endet mit einigen Cliffhangern. Der erste Teil des Buches liest sich in etwas die die ersten (mehr vom gleichen), der zweite Teil ist dann aber überraschend abwechslungsreich. Ansonsten bleibt der Autor seinem Stil aber treu. Am Ende bzw. Anfang von jedem Buch steht Darrow mit nichts da.

Ich werde versuchen die Rezi noch online zu stellen, bevor es auf den Hike geht.

Zitat der Woche:

Falls ich eines Tages deine Feindin werden sollte, werde ich es dir sagen. Und ich werde dir auch sagen, warum.« »Jeder ist so lange ehrlich, bis er bei einer Lüge erwischt wird.« – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Blessuren

Ich hatte letzte Woche berichtet, dass ich mir am Fuß etwas gequetscht / gedehnt hatte. Zumindest war es recht schmerzhaft beim Wandern mit 15kg Zusatzgewicht auf dem Rücken (bzw. Hüften). Das ist vor etwas mehr als einer Woche am Freitag passiert, als ich ungünstig aufgetreten bin. Samstag habe ich dann einen Tag Pause eingelegt. Sonntag dann wieder 11km gewandert und Montag dann an eine technisch einfachere Strecke mit über 20km gewandert.

Aufgrund der Schmerzen danach (während des Wanderns ging es ganz gut) konnte ich mir dann aber nicht mehr einreden das einfach weglaufen zu können. Somit habe ich von Dienstag bis Samstag pausiert.

Als ich meisten dieser Zeilen morgens geschrieben habe, war ich noch unschlüssig, ob es heute eine Gute Idee ist wieder zu wandern. Bis zum Trail ist es ja nur noch knapp mehr als eine Woche. Viel Zeit zum erholen ist also nicht mehr da. Ein bisschen Wandern ist für die Formerhaltung und das Selbstvertrauen ganz gut. Andersrum wäre es natürlich schlecht, wenn es danach wieder mehr schmerzt.

Ich bin also heute Nachmittag die üblichen ca. 22km gewandert. Mein Fuß hat es scheinbar ganz gut überstanden. Mal sehen wie es morgen ist. Somit wird es das bis zum Trail wohl gewesen sein, weil ich nächste Woche wenig Zeit habe. Aber 175km und 4700 Höhenmeter sind ja immerhin ein Anfang. Ich will nicht wirklich darüber nachdenken, dass das gerade mal 3% vom Trail sind.

Die Lektion, die ich nun aber gelernt habe: Langsamer kann schneller sein. Selbst wenn man halb so langsam läuft in problematischen Abschnitten, dann ist man noch viel schneller, als wenn man ein oder zwei Wochen Auszeit nehmen muss.

Vorbereitungen

Die Hauptplanung habe ich vor einer Weile bereits abgeschlossen. Ich habe mich jetzt noch um einige Details gekümmert. Beispielsweise die Wasserreports (wo gibt es aktuell Wasser entlang des Trails) auf den aktuellen Stand gebracht. Ich habe jetzt alle Unterlagen auf das Handy kopiert. Auf meinem Mininotebook in der Bouncebox habe ich sie auch und als Backup noch auf einem VPS-Server. Somit komme ich immer irgendwie dran.

Die Bouncebox habe ich die Woche über ein paar mal gepackt und Tetris gespielt. So ein 18l Eimer ist echt klein. Ich habe mittlerweile aber eine ganze Menge drin. Dieses Jahr benötigt man aktuell (stand heute) noch Mikrospikes bei Kilometer 280. Ich bin aber recht optimistisch, dass der Schnee weg ist, bis ich dort bin. Zuerst muss sich mein Fuß beruhigen.

Da der komplette Trail nördlich von Kennedy Meadows aktuell extrem verschneit ist, bringt es aktuell auch nichts einzelne Abschnitte eher anzugehen. Evtl. ist es dieses Jahr also nicht so schlecht am Anfang etwas langsamer zu sein.

Ansonsten habe ich noch ein wenig an meinem Server rumgebastelt (bisher hat die automatische Auffrischung des SSL Zertifikates nicht richtig funktioniert – die sollte jetzt klappen, so das ich mich in den USA nicht darum kümmern muss) und das Backup war etwas zu groß geworden.

In San Diego habe ich 1,5 Tage Zeit. Einen davon werde ich wohl etwas Tourist spielen. Ich war schon mal in San Diego aber das war nur relativ kurz und ist auch schon lange her.

Aktuell steht auf dem Plan die USS Midway, das Air & Space Museum und optional das Automuseum zu besichtigen. Vielleicht geht es auch noch ins Hardrock. Mal sehen.

Zusätzlich muss ich für die Erste Etappe Nahrung kaufen und Plastikflaschen, auf die mein Filter passt. Das erste Nachschubpaket für das Paradise Cafe muss auch gepackt werden. Da kann ich mich gleich mal im Supermarkt üben. Man muss sich ja erst mal an die amerikanischen Produkte gewöhnen uns rausfinden was einem schmeckt.

Am Montag geht es zum Augenarzt (Vorerkrankung). Ich hoffe, dass ich dort grünes Licht bekomme. Wenn der was findet, ist das Abenteuer vorbei, bevor es beginnt.

Am Dienstag ist dann noch eine Impfung fällig. Dann bin ich durch.

Freitag geht’s dann mit dem Zug nach Frankfurt und Samstag Nachmittag bin ich in San Diego. Sonntag steht mir zur Freien Verfügung.

Aktuelle Stimmungslage

Die schwankt etwas. Die Sache mit dem angeknacksten Fuß stimmt mich nicht gerade optimistischer. Letztendlich werde ich erst auf dem Trail sehen wie es läuft. Der erste Abschnitt sind knapp 30km und dann steht man auch nur auf einem Campingplatz. Nach 67km kommt eine Sammlung von ein paar Minigeschäften (oder eher Tante Emma Läden). Bis zum ersten Städtchen sind es 124km.

Obwohl ich den ganzen Trail geplant habe, hatte ich in der Vorbereitung bereits ganz ordentlich Schmerzen (mal ganz abseits vom Muskelkater waren das teilweise Schmerzen, die sich eher nach Verschleiß anfühlen). Insofern lasse ich den Trail auf mich zukommen. Auch der halbe Trail ist ein Abenteuer, dass die wenigsten Menschen auf der Welt erleben und noch immer eine riesige Entfernung. Ich werde also versuchen in kleinen Schritten zu denken. Das Motto ist also “Der Weg ist das Ziel”.

Es fühlt sich auch etwas komisch an ein halbes Jahr alles hinter sich zu lassen. Ich habe bisher noch nichts vergleichbares gemacht. Ein halbes Jahr totale Freiheit. Kann man mit dieser Freiheit überhaupt etwas anfangen? Findet man danach zurück ins Berufsleben oder ist man nicht mehr derselbe? Wie kommt man damit zurecht ein halbes Jahr in einem anderen Land mit anderer Sprache zu sein ohne Freunde, Familie? Ich bin gespannt.

Faktisch habe ich jetzt ein halbes Jahr Zeit. Selbst wenn ich auf dem Trail gesundheitliche Probleme bekomme (und damit natürlich auch rein zeitlich nicht mehr die Möglichkeit ergibt den Trail zu wandern), gibt es Alternativen. Man kann sich ein Auto mieten und sich die schönsten Abschnitte des Trails ansehen oder einfach einen Roadtrip durch die USA machen. Ein halbes Jahr frei verfügbar ist ein Luxus, den man im leben eher selten hat, an den man sich aber auch erst mal gewöhnen muss.

Die letzte Arbeitswoche

Diese Woche wird es aufgrund einer Geschäftsreise vor dem Trail noch mal stressig. Aber das geht auch irgendwie.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen und Wochenrückblicke:

Von Blogplänen und Italienurlaub bei ninespo ∗ Invasion der Bücher bei LeseLeidenschaft ∗ Comicwoche bei Saskias Books ∗ der Countdown läuft! bei Lieblingsleseplatz ∗ Chaos Leseroutine und Job-Hürde bei Miss. Naseweis ∗ Hellboy is back bei Letterheart ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liestproduktives & entspanntes Wochenende bei TrallafittibooksEine arbeitsreiche Woche bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Von Zaubern, Katzen und Klamottenfaltsystemen bei Lucinda im Wunderland ∗ Wetter genießen bei Tiefseezeilen ∗ The Gardener’s Nosh und Co. bei glimrende ∗ Der Neustart bei Hauntedcupcake ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗ Super Noten und tolles Wetter bei Andersleser ∗

 

Wochenrückblick – PCT -3 Wochen – Training

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Es hat sich keine Änderung zur letzten Woche ergeben.

Momentane Lesestimmung:

Ich habe diese Woche kaum gelesen. Ich bin im Buch nun bei ca. 29%. Ich schaue mal, ob ich das Buch vor dem Trail noch beenden kann. So langsam zu lesen stört mich, weil ich dann Details der Handlung bereits vergesse, wenn ich weiter lese.

Zitat der Woche:

»Freundschaften werden in Minuten geschlossen, in Sekunden zerbrochen und in Jahren repariert« Pierce Brown, Red Rising

Und sonst so?

Neben den PCT Vorbereitungsthemen sind aktuell auch noch ein paar Dinge im Garten zu tun. Von Batteriewechseln in Funk Bewegungsmeldern über diverse kleinere Sachen im Garten. Die nervigen Maulwürfe buddeln auch ständig die halbe Wiese um. Das ist zwar bei dem Wetter ganz angenehm aber benötigt auch Zeit, die momentan knapp genug ist.

Ihr kennt das? Wenn die Zeit eh schon knapp ist, kommen natürlich noch andere Sachen dazu. Gestern hat mein Server recht dubiose Meldungen von sich gegeben, weil er angeblich keinen Speicherplatz mehr hatte und somit keine Mails angekommen oder versendet wurden. Platz war aber massig vorhanden. Ich hatte aber leider keine Zeit das in der Tiefe zu analysieren. Ich habe somit noch mehr Platz gemacht und nun geht es wieder. Nun ist das Problem für hoffentlich 6 Monate vertagt, wenn auch nicht gelöst.

PCT Vorbereitung

Training

Ich habe als Vorbereitung auf den PCT ca. 135km mit 3800 Höhenmetern in 8 Trainingstagen gewandert. So ganz genau kenne ich die gewanderte Entfernung nicht. Trainiert habe ich mit 12-15kg Gewicht am / im Rucksack). Den größten Teil mit annähernd 15kg.

GPS Geräte können in der Regel einen Track aufzeichnen. Interessanterweise geben die Garmin Geräte (Fenix 5 Plus) und Software (Basecamp) mit den selben Trackdateien andere Streckenlängen aus, als alle anderen Programme, die ich getestet habe.

Oben im Text ist die zurückhaltende Entfernungsangabe genannt, auch wenn mir lieber wäre, wenn die optimistische Angabe realistisch wäre. Die Differenz ist deutlich bei ca. 15% mehr. Das ist ja schon was. So richtig viel Zeit hatte ich noch nicht das genauer zu analysieren. Man sollte meinen, dass es nicht so schwer sein kann, die korrekte Entfernung anhand von GPS Koordinaten zu ermitteln.

Offenbar speichert Garmin im letzten Wegpunkt eine Art Korrekturbuchung, die nach was für Kriterien auch immer erzeugt wird. Die einzelnen Wegpunkte von heute summieren sich auf 11.9km. Wenn man den letzten Punkt dazu nimmt, sind es aber nur noch 10,1km. Mit einem zweiten Programm bekomme ich basierend auf den GPS Punkten 11,5km angezeigt. Wie war das? Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast?

Die Programme glätten evtl. GPS Ausreißer offenbar unterschiedlich. Somit kommen solche recht gravierenden Abweichungen zustande. Die offizielle Karte Zeigt übrigens 11km an. Aber ich bin nicht exakt dem offiziellen Weg gefolgt. Vielleicht sollte ich das zu Vergleichszwecken einfach mal machen.

Meine Trainingseinheiten lagen zwischen ca. 8 und 22km (je nach verfügbarer Zeit mal mehr mal weniger und die angaben liegen jeweils an der unteren Grenze der errechneten Distanzen).

Ich arbeite aktuell noch nebenher, wenn ich mir jetzt auch öfter mal einen Nachmittag frei nehme zum trainieren.

Größere und kleinere Blessuren

An den ersten paar Tagen hatte ich natürlich ordentlich Muskelkater. Der ist nun weitgehend weg bzw. auf ein erträgliches Maß reduziert. Allerdings kommen noch diverse andere Kleinigkeiten dazu. Nach 3-5 Stunden schmerzt der vordere Bereich des rechten großen Zehes. Mal mehr mal weniger aber teilweise schon ziemlich heftig. Wenn man über Steine läuft, verteilt sich der Druck recht unregelmäßig uns es ist teilweise schlimmer. Am nächsten Tag fange ich dann mehr oder weniger wieder bei dem Schmerzlevel 0 an und es steigert sich wieder. Das wird wohl kaum durch mehr “Training” besser werden. Dagegen habe ich noch kein Rezept gefunden.

An den kleinen Zehen treten regelmäßig Blasen auf, die ich bisher mit Blasenpflastern halbwegs im Griff halten konnte. Wirklich abstellen konnte ich das Problem aber bisher nicht.

Ansonsten schmerzen sporadisch die Kniegelenke, Fußgelenke und Fußsolen oder beliebige andere Teile an den Füßen. Freitag bin ich offenbar etwas ungünstig auf einer Wiese mit ziemlich unebenem Untergrund aufgetreten (unser lokaler Fernwanderweg verläuft quer über die Wiese). Dabei habe ich mir am linken Fuß kurz vor der Ferse irgendwas eingehandelt.

Heute schmerzt es weniger aber weg ist es nicht. Ich bin heute trotzdem gewandert aber nur unbefriedigende 11km. Auf dem Trail kann ich auch nicht mittendrin pausieren, wenn ich nicht gerade in einem Ort bin. Der Tag Auszeit gestern war schon unrealistisch, weil man auf dem Trail nicht genug Essen und oder Wasser dabei hat, um sich solche Auszeiten zu gönnen. 11km Wandern an einem Tag ist natürlich auch vollkommen indiskutabel. Interessanterweise hatte ich heute auf dem Hinweg mehr schmerzen als zurück.

Evtl. sollte ich daraus als Lehre mitnehmen, dass weniger Strecke durch vorsichtigere und kleinere Schritte am Ende trotzdem zu einem besseren Ergebnis führen können.

Auch wenn viele Leute den Hike etwas despektierlich als “du wanderst doch nur” einstufen, erkennt man bereits jetzt schon die Härten, die sich ergeben, wenn man abends nicht wieder nach Hause fährt und dort Essen, Wasser, Wärme hat.

Das dumme bei dem Sauerland Höhenflug (so heißt unser lokaler Wanderweg) ist, dass er von Traktoren, Waldfahrzeugen und Pferden benutzt wird. Dementsprechend krumm und schief ist der Weg teilweise. Auf Wiesen kommt noch dazu, dass man die Unebenheiten vorher nicht sieht.

Aber das Problem wird es auf dem PCT sicher auch (partiell) geben. Insofern ist der Höhenflug vermutlich halbwegs realistisches Training (abseits der Temperaturen).

Ausrüstung

Meine Ausrüstung habe ich nun bis auf die kurze Hose durchgetestet. Es sind wirklich viele Kleinigkeiten auf die man achten muss. Man benötigt möglichst mehrere Schichten zwischen Hüftgurt (der legt ca. 70%-80% des Gewichtes auf die Hüften) und Hüften. Dabei müssen die Schichten dünn und gleichmäßig sein. Als Schichten kommen beispielsweise die Unterhose, die Hose, das Shirt in Frage. Alles darf sich möglichst nicht auf der Haut bewegen beim wandern, weil man sonst innerhalb eines Tages die Haut aufscheuert.

Ein weiteres Beispiel: Unterhose A hat über den Tag so stark gescheuert, dass am Ende des Tages der Hintern gereizt war, Unterhose B klappt problemlos.

Bei dem Shirt hatte ich die grandiose Idee zwecks Gewichtseinsparung statt einem separaten langen und einem kurzen Shirt, eine Art Armlinge (die kennt man z.B. aus dem Radsport) zu benutzen.

Das Lange Shirt wollte ich nur für den Schlafsack nehmen, damit der nicht mit Dreck, Salz, Fett eingesaut wird und somit seine Isolationswirkung verliert.

Was war das Ergebnis? Die Armlinge fühlen sich komisch an, reizen meine Haut und die kälteisolierende Wirkung ist sehr gering. Primär sind die Armlinge dafür gedacht evtl. Schweiß aufzunehmen und dadurch zu kühlen. Lt. Marketing sollen sie aber beides können (also wärmen ohne Schweiß und kühlen mit Schweiß).

Ergo sind sie aus meiner Ausrüstung geflogen und der gute Vorsatz von reinen Schlafklamotten ging gleich mit über Bord.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen gibt es durchaus Wetterbedingungen, in denen man in der Kombination von kurzem und langen Shirt gut mit der Temperatur zurecht kommt, eine sehr dünne Daunenjacke oder die Regenjacke oben drüber aber zu viel wäre. Die sorgen beide für Saunafeeling beim Wandern, trotz angeblich sehr guter Atmungsaktivität.

Bei der Regenjacke gibt es so eine Art vorstehende Ablaufkante an der Kapuze. Da die Regenjacke aber superleicht ist, hat drückt sich die Ablaufkante runter, sobald es windig wird. Der Wind kommt natürlich immer so, dass das passiert. D.h. man muss ein Basecap oder einen Visor unter der Kapuze benutzen, damit man noch was sieht. Das ist natürlich wieder ein Ausrüstungsteil, dass man sonst nicht bräuchte.

Ihr merkt also man muss wirklich jedes Teil testen und teilweise treten Probleme auf, an die man vorher im Traum nicht gedacht hat. Bei kühleren Temperaturen bis 3°C und Hagel, Schnee und Regen bin ich nun unterwegs gewesen. Das ist nicht schön aber für 5 Stunden war es ganz erträglich. Ich kann mir aber vorstellen, dass das sehr schnell schlaucht, wenn es über Tage anhält. Allein schon der Nasse Rucksack nervt, auch wenn es nur die Außenbereiche einschließlich alles Außentaschen waren bei dem Test.

Bei der nächsten Wanderrunde werde ich mal statt dem Altra Lone Peak 3.5 (mit dem laufe ich aktuell) die 4.0er Generation testen. Beide Schuhe sollte ich in den USA bekommen und beide werden von den Hikern eingesetzt (bzw. dieses Jahr muss sich noch zeigen, ob der 4.0er an den Erfolg des 3.5er anknüpfen kann).

Beim ersten paar Socken habe ich nun nach ca. 100km vorne schon fast Löcher drin. Viel fehlt nicht mehr. Das sind sogar Injinjis. Wenn das der Schnitt ist, benötige ich wohl einige entlang des Trails. An der Qualität sollten sie noch arbeiten.

Packen

Ich habe diese Woche 2x meine Bounce Box randvoll gepackt. All das Zeug was sich in den letzten Monaten angesammelt hat, war nun natürlich zu viel für einen 18L (5 Gallonen) Eimer, den ich als Bounce Box nutzen möchte (anfangs dachte ich ernsthaft, der ist zu groß).

Somit habe ich ein paar mal Tetris gespielt, Dinge aussortiert und neu gepackt. Mittlerweile sieht es aber ganz ok aus. Ich bekomme alles rein was wichtig ist, denke ich. Man muss halt immer wieder neu priorisieren. Was kann ich wie leicht vor Ort beschaffen? Was ist so teuer oder unbequem schwer zu beschaffen, dass es sich für die Bounce Box lohnt?

Aktuell wiegt der Eimer samt Inhalt grob 9kg. Bei dem Rucksack mit Inhalt (d.h. dem was man wirklich täglich trägt) bin ich mittlerweile bei 6,8kg (damit ist das Basisgewicht 100g höher als ich es eigentlich haben wollte). Auf der Ersten Etappe kommen ca. 1,5kg für Essen hinzu und ca. 7l Wasser. Das sind grob 15,5kg + die Dinge, die man am Körper trägt. Das Gewicht wird aber schnell sinken, da man das Wasser in 1-1,5 Tagen trinkt.

Wetter im Startbereich

Lt. aktuellem Wetterbericht ist es in der Region um Campo erstaunlich kalt tagsüber (um 15°C) und auch nachts (um 5°C). Tagsüber ist das aber evtl. nicht so übel, weil man weniger Wasser benötigt. Nicht ganz das was man von einer Wüste erwartet, oder? Aber ich will mich nicht beschweren. Das kann sich auch innerhalb weniger Tage aus das doppelte ändern.

Am ersten größeren Berg, der um km 300 liegt geht der Schnee langsam zurück. Aktuell benötigt man dort Mikrospikes und ggf. eine Eisaxt.

Trainingsstand vs. Realität

Wie man oben sieht bin ich noch weit von dem Weg, wo ich eigentlich sein sollte. Nach 5 Stunden taten mir immer diverse stellen weh. Nach drei oder vier Tagen Wandern brauchte ich auch immer einen Tag Pause, weil z.B. eine leichte Schwellung im Kniebereich vorhanden war (was ich daran gemerkt habe, dass ich mich nicht mehr richtig hinhocken konnte – Stichwort Druckgefühl). Im beim rechten Kniegelenk etwas stärker als am linken. Ich glaub das hatte mehr mit dem Muskeln als dem Gelenk zu tun aber keine Ahnung. Es geht zumindest wieder weg.

Gelaufen bin ich in 5 Stunden maximal 22km mit ca. 600 Höhenmetern. Auf dem PCT müsste ich am Tag 4280km / 130 Tage = 33km laufen bei ca. 20 “Urlaubstagen” und knapp 25 Tagen Reserve. Selbst wenn man die Reservetage einrechnet und die Urlaubstage gleich bleiben ist man noch bei 27,5km pro Tag.

Die Höhenmeter skalieren in etwa mit dem was ich bisher im Training hatte. Im Schnitt sind es 1150 pro Tag (489.000 Fuß = 149km / 130 Tage – man findet übrigens auch angedere angaben im Netz, die erheblich abweichen – die Angabe mit 149km sind von Halfmile, man findet aber auch z.B. 128km Höhendifferenz bei Wikipedia je nach Quelle sind also erhebliche Unterschiede vorhanden). Man hat auf dem PCT dafür viel mehr Zeit (statt den 5 Stunden mehr als das doppelte). Mein Gefühl sagt mir aber, dass bisher an keinem Tag weitere 11km und 550 Höhenmeter drin gewesen wären. Ich hoffe mein Gefühl täuscht mich diesbezüglich. 😉

Wenn man die Durschnittszeiten und Strecken nicht erreicht, gelangt man schnell in einen Teufelskreis. Man muss noch mehr Essen / Wasser mitnehmen, wird somit nicht schwerer und somit wird die Aufgabe noch größer. Zusätzlich kann man sich recht schnell von der Idee verabschieden den gesamten Trail zu laufen, weil dann die Kilometerleistung für den Rest des Trails immer größer würde.

Allerdings habe ich bisher unterwegs auch noch nichts gegessen. Ich werde das bei der nächsten 20km Wanderung testen, wenn mich mein linker Fuß wieder beruhigt hat, der ist seit Freitag noch etwas angeknackst im linken Bereich kurz vor der Ferse und relativ druckempfindlich. Heute habe ich nach ca. der halben Strecke abgebrochen wegen der Schmerzen, nachdem ich vorher mit dem betroffenen Bereich wieder auf so einen blöden kleinen Stein gelatscht war.

Das Essen unterwegs hilft zwar nicht gegen die Schmerzen, aber es sollte einem zusätzliche Energie verleihen, zumindest in der Theorie.

Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig. Nach 8 Tagen Training (und ich hatte nicht mal an jedem Tag viel Zeit), sollte man vielleicht noch keine Wunder erwarten. Mich stören aktuell primär die diversen Baustellen abseits von simplen Muskelkater, durch den man halt durch muss. Bei den anderen Dingen habe ich teilweise Zweifel, ob die durch mehr Training wirklich besser werden oder in Überlastung umschlagen. Aber das kann ich eh nur auf mich zukommen lassen.

Viel mehr als 5 weitere Trainingstage wird es aber vermutlich auch nicht geben vor dem Trail. D.h. wenn ich 200km Training schaffe vor dem Trail ist das schon ganz gut.

Die Kunst ist den richtigen Grad zwischen Härte zu sich selbst und Selbstschutz (wann mache ich es schlimmer) zu finden. Heute hatte ich ich auf dem ersten Teil so starke Schmerzen im Fuß, dass mir ein weiterlaufen kontraproduktiv erschien. Auf den Rückweg war es dann wieder viel besser. Ob es insgesamt so schlau war damit zu wandern wage ich zu bezweifeln.

Bei der nächsten Wanderrunde teste ich mal Schuhe mit Stoneguard. Mal sehen, ob das nur Marketing ist, oder auch was bringt.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen und Wochenrückblicke:

∗ Wieder am Start bei Letterheart ∗ Zwischen Messe und Urlaub bei Stars, Stripes and books ∗ Back to live, back to reality bei Lieblingsleseplatz ∗ Neuzugänge bei Saskias Books Leselaunen bei Lieschen liest ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Keine Ruhe nach der Buchmesse bei Nerd mit Nadel ∗ Und da ist die Messe vorbei.. bei Tiefseezeilengekleiderkreiselt und gestickert bei Trallafittibooks ∗

Leselaunen Schlösser und Höhenflug

Leselaunen

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Aktuelles Buch:

Ich habe nun mit dem aktuell letzten Teil der Red Rising Serie begonnen. Allerdings ist das vermutlich der erste einer Folgeserie.

Ich hatte bereits erwähnt, dass ich mit der Serie eine Hassliebe verbinde. Das scheint in dem Teil so weiter zu gehen.

Momentane Lesestimmung:

Von “Asche zu Asche” habe ich erst 10% gelesen. In einer Woche ist das wohl mein bisheriger Negativrekord seit ich den Blog betreibe. Dafür habe ich mehr Fernsehen geschaut.

Zitat der Woche:

Mustang geht neben mir. Obwohl sie genauso dick wie ich in Wolfspelze gehüllt ist, reicht sie mir kaum bis zur Schulter. Und als wir durch tiefen Schnee stapfen, muss ich fast lachen, wie sehr sie sich abmüht, um mit mir Schritt zu halten. Aber wenn ich langsamer werde, ernte ich einen finsteren Blick. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so?

Ich bin jetzt zum Praxisteil der Pacific Crest Trail (PCT) Vorbereitung übergegangen. Donnerstag waren es lediglich 8,6kmn (2h +/-260m), Freitag 19km (4,5h +/-515m), Samstag 22,5km (5h +/-620m).

Jeweils mit rund 13kg (4x2l Flaschen als Ballst, 2×1,5l zum Trinken und dann noch der Rucksack selbst + diverser Kleinkram, wie Daunenjacke, Regenjacke, Hose, Ersatzsocken, Blasenpflaster, Mütze, Handschuhe für den Bedarfsfall und etwas Kleinkram) Gewicht im Rucksack. Samstag war ich sogar ca. ein kg leichter (versehentlich, weil ich was vergessen hatte).

Heute bin ich 23,3km (5:15h +/- 580m) mit 15kg gelaufen. D.h. in den letzten 3 Tagen knappe 65km in fast 15h.

Ausrüstungserkenntnisse

Wie zu erwarten und teilweise auch unerwartet, führt das die Konfrontation mit der Realität zu weiteren Erkenntnissen bzgl. der Ausrüstung.

Bisher habe ich Hiking Stöcke immer für Spielerei gehalten. Da ich aber bereits Erfahrungen mit der stabilisierenden Wirkung gemacht hatte (zum Beispiel im Schnee) und mein Zelt eh Stöcke zum Aufbau benötigt, war für mich eh klar, dass ich welche mitnehme.

Die Stöcke unterstützen aber auf leichtem Gelände sehr gut. Die Beine werden entlastet und die Arme / Schultern haben war zu tun und verkrampfen so nicht so schnell. Die Kork Griffe waren genau die richtige Entscheidung, weil man definitiv schwitzt an den Händen.

Bei den Schuhen bin ich nun mit Altra Lone Peak 3.5 unterwegs. Die Bushidos waren vorne einfach etwas klein downhill und größer als 47.5 gibt es die nicht. Die Altras funktionieren bisher recht gut. Lediglich der Seitenhalt ist ziemlich bescheiden. D.h. wenn man ungünstig auftritt fühlt sich das äußerst schwammig an. Das wird aber auch mit meinen großen Füßen zu tun haben. Damit ist man natürlich für die Hebelwirkung recht anfällig, vor allem wenn man noch Gewicht auf dem Rücken hat.

Kleinere Blessuren

Die so hoch gelobte exOfficio Unterhose scheuert wie hölle. Nach einem Tag hatte ich recht ordentliche Irritationen am hintern. Bei dem Ausrüstungsteil steht also wohl noch ein Wechsel an. So gesehen ist die Aussage, dass man so praxisnah wie möglich testen sollte (also mit der Trailausrüstung) nur zu unterstreichen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Unterhose zum Problem werden kann.

Abseits davon hatte ich Donnerstag / Freitag nur ein dünnes Shirt an und den Hüftgurt des Rucksacks direkt darüber. Das hat auch direkt zu Hautirritationen an den Hüftknochen geführt. Gestern habe ich deutlich aufgerüstet, was sich eh anbot, da es kälter war. Ich habe eine andere Unterhose genutzt (die höher auf den Hüftknochen saß, eine andere Hose (die sitzt auch höher), Kurzarmshirt und Langarmshirt. Zusätzlich habe ich auf die irritierten Stellen an den Hüftknochen Moleskin geklebt. 5 Schichten zwischen Gurt und Haut waren deutlich besser als eine.

Aufkeimenden Blasen an den kleinen Zehen bin ich mit Blasenpflaster und einer Vorbeugungscreme begegnet (jeweils an einem Zeh getestet). Beides hat seine Wirkung entfaltet. Blasen sind bisher also keine entstanden. Nach drei Stunden wandern habe ich sicherheitshalber die Socken gewechselt.

Aller Anfang ist schwer

Abseits davon, dass mir nun einige Stellen – vermutlich wegen leichtem Muskelkater schmerzen – ist es bisher also ok.

Im Verhältnis zu dem was ich eigentlich leisten müsste, um den PCT zu meistern war das natürlich alles viel zu wenig. Das Gewicht betrug “nur” 13kg. In der Startetappe des PCT wird es aber mit ca. 16kg losgehen.

Die Temperaturen im Startbereich lassen sich bei uns nur im Sommer nachstellen. Anfang April geht es schon auf 27°C hoch lt. aktuellem Wetterbericht. Da ich er Mitte April los laufe, werden es also wohl eher 30 oder 35°C werden. Allerdings habe ich dann natürlich den ganzen Tag Zeit zum Wandern und nicht nur ein paar Stunden, wie momentan, da ich nebenbei ja auch noch Arbeite oder ein paar andere Dinge zu erledigen sind.

Meine Traingingsstrecke bietet glaube ich eher die Bedingungen des Appalachian Trails als die des Pacific Crest Trails. Ich laufe durch Wälder und leider sind die Wege aktuell teilweise durch Forstfahrzeuge ganz schön verunstaltet. Zuerst läuft man nach ein paar Kilometern durch den Wald an einem Schloss vorbei und dann immer wieder hoch und runter durch den Wald, mal an einem Haus oder eine Straße vorbei und dann wieder zurück in den Wald. Die Strecke nennt sich Sauerland Höfenflug. Momentan sieht die Strecke aufgrund der Jahreszeit aber noch nicht so schön aus.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

Aufgrund der Buchmesse sind bei den meisten Bloggern die Leselaunen in dieser Woche ausgefallen.

Hintergrundinfo: In den USA bestellen Zoll und Steuer

Gründe für den Kauf im Ausland?

Im Kontext Vorbereitung auf den Pacific Crest Trail habe ich in der letzten Zeit einige Dinge in den USA bestellt. Das hatte verschiedene Gründe:

  • Die Langstreckentrails hatten in den USA in den letzten Jahren ziemlichen Zulauf. Oft haben ehemalige Langstreckenhiker die Ausrüstung entwickelt, die optimal für derartige Zwecke geeignet ist. Dementsprechend sind einige Produkte oder Produktgruppen in Europa konkurrenzlos (das war für mich der entscheidende Grund)
  • Wenn man in den USA wandert und Produkte nachkauft, geht das natürlich viel schneller aus den USA als wenn man sie in Europa bestellt. Somit kann man sich auch gleich mit lokal verfügbaren Produkten anfreunden.

Neben meinen Gründen kann es natürlich auch andere geben. Der Preis kann ein Grund sein. Allerdings dürfte sich das in den wenigsten Fällen wirklich lohnen, wenn man alle Gebühren berechnet. Manche Produkte gibt es natürlich auch einfach nicht bei uns.

Falsche Annahmen

Ich hatte einige falsche Annahmen, die sich nun geklärt haben. Für alle die seltener im Ausland etwas bestellen, sind die Erfahrung hoffentlich interessant.

Wenn man direkt in den USA bestellt, sind die Preise i.d.R. ohne die amerikanische Mehrwertsteuer (VAT) angegeben. Bei der Einfuhr nach Deutschland kommen je nach Artikel 19% (Bücher z.B. nur 7%) auf den Preis obendrauf.

Zoll und der Ablauf

Zusätzlich kann auch noch Zoll erhoben werden. Bei einem Wert von unter 150€ muss man keine Zollgebühren zahlen. Über 150€ ist Zoll zu entrichten. Ob das Paket bereits im Zollamt beim Flughafen verzollt wird, oder an das lokale Zollamt übergeben wird ist schlicht Glückssache. Früher war ich der Meinung, dass es nur beim lokalen Zollamt landet, wenn der Rechnung die außen angebracht wurde, fehlerhaft ist. Das ist aber falsch.

Im Prinzip läuft es auf die Laune des Zollbeamten am Flughafen hinaus. Hat der Zollbeamte Probleme bei der Einstufung, keine Lust oder was auch immer, dann landet das Paket in der lokalen Zollfiliale. Das ist in der Regel recht nervig, da diese Zollstellen mitunter weiter entfernt sind, man oft nur während Zeiten dort abholen kann, in denen man selber arbeiten muss und man von der Ankunft im Zollamt (also vor der Benachrichtigung) nur 7 Tage Zeit zum abholen hat (Achtung, das Wochenende zählt auch dazu).

Theoretisch kann man auch den Frachtführer beauftragen. Das kann aber ziemlich teuer sein und ich habe die Erfahrung gemacht, das der Zollbeamte sich dann teilweise auch quer stellt (ich vermute, dass das zusätzlicher Aufwand ist).

D.h. wenn ein Paket am Donnerstag im Zollamt ankommt und die einem einen Brief zwecks Benachrichtigung senden, der am Samstag ankommt, dann sind schon 4 von Tagen rum.

Je nach Warenwert und Produkt kommt zusätzlich zu den 19% also auch noch die Zollgebühr oben drauf. Der Vorteil in der lokalen Zollstelle ist, dass die Einstufung und somit die Gebühr in der Regel Verhandlungssache sind. Ihr denkt, dass ihr euch verlesen habt? Nein, das ist wirklich so!

Darf es etwas mehr sein?

Ja, es gibt einen offiziellen Katalog wo den Produktgruppen Zollsätze zugewiesen sind. Aber wo sucht man denn ein Hikingzelt für Langstreckentrails?

Unter Zelt? Unter Sportausrüstung? Das kann schon mal schnell 10% mehr oder weniger ausmachen. Genau das habe ich erlebt. Der erste Zollbeamte am Flughafen hat die Sportartikel bemüht, während der zweite das Zelt als Einstufung nutzen wollte.

Übrigens zahlt ihr auch auf die Frachtkosten Gebühren. Mit grob 30% Aufschlag ist man im Schnitt also ganz gut bedient als Faustformel. Mal ist es auch mehr oder weniger je nach Produkt. Die Lieferzeit kann zwischen wenigen Tagen und 6 Wochen liegen.

Erfahrungen mit Transportunternehmen

Weiterhin gibt es auch dramatische Unterschiede bei dem Ablauf der Logistik. Wenn man beispielsweise per DHL Express bestellt, kommen Pakete teilweise sehr schnell an (unter einer Woche einschließlich Zollabfertigung durch DHL). In dem Fall muss man in der Regel die Zollgebühr und die Mehrwertsteuer an den Paketzusteller entrichten. Übrigens bar und passend, obwohl man vorher nicht mal weiß was man bezahlen muss.

In einem weiteren Fall habe ich per FedEx bestellt (Jahr 2018, Wert > 150€). Ich dachte, da es FedEx sowohl bei uns als auch in den USA gibt, habe ich wenigstens einen Frachtführer. Damit lag ich falsch. Das Paket ist nach Frankfurt in den Zoll gegangen und hing dort ca. 3 Wochen fest und dann ging es per DHL weiter. Dazwischen ist kein Tracking möglich (das Tracking von FedEx hört beim Zoll auf, der Zoll hat kein Tracking welches mit der Paketnummer verbunden ist und DHL weiß noch nichts vom Paket). Zuständig fühlt sich weder FedEx noch DHL. Den Zoll kann man nicht fragen, da man die Nummer nicht kennt. Die legt der Zoll schlicht intern fest. Somit kennt lediglich der Zoll die Nummer. Unglaublich oder?

Dieses Jahr habe ich mehrere Bestellungen über FedEx gemacht (<150€, 2019), die alle sehr schnell transportiert wurden (unter einer Woche) und bei denen FedEx die Verzollung durchgeführt hat und auch die Zustellung durch FedEx erfolgte. In diesen Fällen habe ich anschließend eine Rechnung bekommen. Ob das jetzt am Wert lag, oder ob sich der Ablauf dieses Jahr bei FedEx geändert hat, weiß ich nicht.

Die Frachtführer (sowohl DHL als auch FedEx) lassen sich für diesen Service übrigens ziemlich gut entlohnen mit weiteren Zusatzgebühren.

Weiterhin habe ich über die amerikanische Post bestellt (USPS). Der Priority Mailservice war die totale Katastrophe. Auch in dem Fall stand das Paket gut 4 Wochen in Frankfurt beim Zoll, nachdem es bereits knapp zwei Wochen in den USA gestanden hatte und wurde anschließend von DHL ausgeliefert.

Man muss also genau wissen, ob ein Paket wirklich von einem Frachtführer durchgehend transportiert wird und dieser das Paket beim Zoll vorstellt. Sonst kann es ewig dauern. Wenn man das Paket dann aber nicht innerhalb der paar Tage nach der Benachrichtigung beim Zoll abholt, geht es zurück.

Wo geht’s lang?

Auf beim Weg nach Deutschland habe ich diverse Varianten erlebt. Mal über Frankfurt, mal von Frankfurt nach Leipzig oder woanders hin, mal über die skandinavischen Länder. Offenbar ist alles möglich. D.h. egal was das Tracking anzeigt. Oft hat man keinen blassen schimmer wann ein Paket ankommt.

Alternative?

Eine weitere Möglichkeit, die ich bisher noch nicht kannte ist die Bestellung bei Amazon.com. In dem Fall übernimmt Amazon alle Schritte (zumindest bis 150€ – darüber habe ich es noch nicht getestet). Das heißt bei allen Produkten, die nach Deutschland verschickt werden (das kann man vor der Bestellung sehen), zeigt Amazon einem sofort die Kosten einschließlich aller Nebenkosten (Steuer + Fracht) an. Somit hat man damit nichts zu tun und bekommt das Paket direkt geliefert (aktuell offenbar immer über Hermes). Auch Amazon kassiert für diesen Service recht ordentlich. Allerdings weiß man dort vor der Bestellung was es kostet.

Fazit:

Um ein Schnäppchen zu machen lohnt sich der Einkauf meiner Erfahrung nach eher nicht. Es lauern diverse Fallen und am einfachsten ist es ein Transportunternehmen zu nutzen, dass die Verzollung selbst aktiv vorantreibt. Das ist aber auch die teuerste Variante.

In den Wochen nach einer Bestellung in den USA, sollte man zu Hause sein. Wenn man nicht weiß wie die Abwicklung läuft, kann es auch mal 6 Wochen oder noch länger dauern, bis das Paket eintrudelt und dann auch manchmal “nur” in der lokalen Zollstelle.

Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides

Anbei ein paar Links zum Thema Hiken im weiteren Sinne.

Rucksackeinstellung:

Deuter:

Rucksack Einstellen – Tatonka:

How to fit a Backpack

Rucksack so einstellen, dass einem das Kreuz nicht wehtut

Wanderwissen – Rucksack richtig einstellen

Fitting an Osprey Backpack to your size

Rucksack Packen, Einstellen, Anlegen

Ice Axe Self Arrest:


Crampons:

Kicking Steps in Snow:

Cutting Steps in Snow and Ice

Self Belay

Bandana Binden

Buffs

https://www.headwear-shop.de/Funktion-_-240.html?gclid=EAIaIQobChMIyYq4yZD14AIVxh6tBh2u-Af1EAAYASAAEgLNXPD_BwE&gid=0


Bear Bagging

http://momgoescamping.com/how-to-hang-a-bear-bag/

Watercrossing



Wasser, Schnee, Pässe, Sierra Strategie:

https://pctwater.com/

Sperrungen:

https://www.pcta.org/discover-the-trail/closures/

Schneelevel:

http://www.climatesignals.org/data/california-snow-water-content

Hike Planner:

https://www.postholer.com/planner/hikePlanner.php

Valley Fever:

https://www.pcta.org/2016/know-valley-fever-44994/

Weitere Infos finden sich hier:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation

Leselaunen Rote Aufstände

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Da ich gestern mit der Red Rising Serie fertig geworden bin aktuell noch keins. Ich habe jetzt ja auch weniger als einen Monat bis zum Trail. Insofern muss ich langsam auch aufpassen was ich anfange, damit ich vorher noch fertig werde.

Momentane Lesestimmung:

Nach wie vor ganz ok. Ich komme zeitlich momentan nicht ganz so viel zum Lesen aber immerhin habe ich den letzten Teil (der ersten Triologie) von Red Rising beendet.

Die Serie schwankt bei mir immer wieder zwischen Pageturner und ich möchte das Buch an die Wand werfen (ok, ist schwierig bei einem eBook). Im ersten Teil hatte ich starke Probleme mit den Charakteren, weil sie unglaubwürdig gehandelt haben im ersten viertel des Buches.

Das zieht sich aber mehr oder minder irgendwie durch die ganze Serie. Dem Autor sind Plottwists einfach wichtiger, als stimmige Handlung oder Logik, Ansonsten erfolgt nach jedem Buch mehr oder Minder ein “zurück auf Null”. Das ist nach 4 Büchern irgendwie auch wieder recht vorhersehbar.

Dazu kommt der unglaublich hohe Gewaltlevel, der meiner Meinung nach primär darauf abzielt Aufmerksamkeit auf das Buch zu lenken.

Ihr merkt schon: Ich habe eine Hassliebe zur Serie entwickelt.

Zitat der Woche:

»Und was war das mit den Blutsbrüdern? Das bedeutet absolut gar nichts. Du hättest genauso gut sagen können, dass ihr Tannenzapfenvettern seid.« »Nichts bindet so fest aneinander wie geteilter Schmerz.« »Davon bekommst du jetzt noch etwas mehr.« Sie zieht ein Stück Leder aus einer Wunde. Ich schreie. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so?

Stand hier in den letzten Wochen viel außer Hikevorbereitung? Nein, nicht wirklich.

Diese Woche setzt sich das fort. 😉

Blog

Beim Blog hab ich ein paar Kleinigkeiten angepasst. Ich habe jetzt die Jobeinplanung (zeitgesteuertes Veröffentlichen von Beiträgen, Versand von Mails) komplett auf das Linux Cronjobmanagement umgestellt. WordPress ist diesbezüglich mangels sinnvoller Implementierung ja leider sehr unzuverlässig).

WordPress macht das nämlich im Standard nach dem Zeitpunkt dann, wenn jemand den Blog aufruft. Bei sehr stark frequentierten Blogs passiert es somit quasi soft, dafür leidet die Peformanz.

Bei wenig frequentierten Blogs passiert es mitunter erst viel später.

Jetzt muss ich noch testen wie ich am besten mobil Blogge (d.h. offline den Post verfassen und später hochladen). Die WordPress App habe ich mal installiert. Hat mit dem Thema jemand bereits Erfahrung?

Hike Vorbereitungen mal wieder

Ansonsten arbeite ich so vor und nach meine Todo Liste zur Hikevorbereitung ab. Langsam ist es so, dass weniger neue Einträge auf die Liste kommen, als alte Einträge verschwinden. Allerdings wird das ja auch langsam Zeit. Es sind ja nur noch grob 3 Wochen bis zum Hike.

Ich habe jetzt begonnen mit die Trail Angels entlang des PCT in eine Liste einzutragen. Das sind Leute, die auf freiwilliger Basis Hiker unterstützen. Sei es durch ein Bett, Mahlzeiten, eine Dusche, einen Platz im Garten oder Taxiservice. Einige machen das kostenlos, einige gegen ausgleich des Aufwandes (zum Beispiel Spritkosten). Ich vermute aber, dass es am Anfang ziemlich strange ist wildfremde Leute um Hilfe zu bitten.

Vermutlich legt man die Scheu aber ab, wenn man einen halben Tag am Straßenrand stand, ohne mitgenommen zu werden.

Zusätzlich habe ich mir auch noch die Taxiunternehmen entlang des Trails in die Liste eintragen. Ziel ist es möglichst wenig Zeit mit Hitchhiking (also per Anhalter fahren) zu verbringen, um in die Städte zu kommen. Uber ist natürlich auch noch eine Variante, die heute offenbar recht gut funktioniert. Wie das dann in der Realität läuft, wird sich zeigen.

Alle Varianten setzen natürlich ein Handynetz voraus, sofern man keine Mailadresse hat. Über Mail kann ich mit meinem inReach weltweit kommunizieren auch ohne Handynetz.

Ansonsten habe ich heute noch begonnen mir die Adressen für die Bounce Boxen und Maildrops aufzuschreiben, einschließlich der jeweiligen Besonderheiten, die zu beachten sind. Danach sollte ich dann mit der Fleißarbeit durch sein. So langsam reicht es auch.

Bearbagging

PCT-Methode. Es gib auch noch andere Methoden z,.B. für Fälle in denen die Bäume keine Auslandenden Äste haben aber dafür mehrere Bäume verfügbar sind.

Für mein Bearbagging Kit (das dient dazu sein Essen an einem Sack in einen Baum zu hängen, damit einen nachts keine Bären im Zelt besuchen) habe ich mir jetzt reflektierende neon gelb / grüne Schnur bestellt. Die schwarzen Standardschnüre sind lt. einigen anderen Hikern morgens extrem schlecht zu sehen, wenn man seinen Bag aus dem Baum pflücken muss. Da das morgens vermutlich nicht meine Laune steigert, kann man ja von den Erfahrungen der anderen Hiker lernen.

Es ist übrigens Wahnsinn was so Schnüre aushalten. Die Schnur ist 1,8mm dick und wiegt keine 45 Gramm bei ca. 18m länge. Die Schnur hält eine Zuglast bis zu 200kg aus. Zumindest behauptet das der Hersteller. Das Problem ist wohl eher, dass die schnur bei hohem Gewicht ruck zuck durchscheuert. Es hat schon seinen Grund warum Kletterseile deutlich dicker sind.

Wie bei allem sind auch bei dem Thema die Meinungen unterschiedlich. Einige pennen mit dem Essen im Zelt. Wenn man einen Aufbewahrungssack hat, der absolut dicht ist und nicht riecht, dann mag das auch nicht schlechter sein als das den Sack aufzuhängen. Zumindest hat das auch den Vorteil, dass nieman einem das Essen klauen kann.

Letztlich wird es auch einfach Glück sein, ob ein Bär vorbeikommt oder nicht. Zeltet man alleine oder in der Gruppe? Wie hungrig ist der Bär? Hat der Bär schon die Aossoziation Mensch / Zelt = Essen im Kopf usw.

Im ersten Teil des PCT funktioniert die obige Methode eh nicht, mangels Bäumen (dort gibt es aber auch keine Bären). In den Sierras ist eh ein bärensicherer Behälter Pflicht, der aber noch mal 1kg Extragewicht auf die Wage bringt und je nach Ausführung verdammt teuer ist.

Impfen

Meine vorletzte Impfung habe ich auch noch angegangen letzte Woche. Der Spaß wird teurer als vermutet. Die Kombimpfung für Hepatitis A / B ist ziemlich teuer, da man drei Impfungen benötigt und jeweils ein Rezept für eine Dosis bekommt (3×80€ Apotheke + private Arztrechnungen für die Impfung beim Arzt). Da sich die Gelehrten streiten, ob man die Impfung wirklich braucht stellt sich die Frage, ob die überhaupt sinnvoll ist. Da ich jetzt angefangen habe und die Impfung lange hält (auch diesbezüglich habe ich von 10 Jahren bis Lebenslang verschiedene Ansichten gelesen), ziehe ich das nun durch. Die zweite Ladung kann ich mir in der Woche vor dem Hike holen. Die dritte erst ein halbes Jahr später.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

Wie mich das Honigmädchen in seinen Bann zog bei glimrende ∗ Leselaunen bei Saskias Books ∗ Showtime bei Stars, Stripes and books ∗ Endlich ist wieder Buchmesse bei Lieblingsleseplatz ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Im Nasenfluss bei Nerd mit Nadel ∗ Parallelwelten bei LetterheartGefangen in der Zeitschleife bei Trallafittibooks Auf zu neuen Ufern bei Frau Frühlingswunderland ∗ Bad Hair Day bei LeseLeidenschaft ∗ Vorfreude auf die LBM bei Tiefseezeilen ∗ Motivation wo bist du? bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Hilfe ich weiß nicht was ich lesen soll bei My Book&Serie&Movie Blog ∗

Leselaunen Survival Guides und Entscheidungen

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich bin zum letzen Teil des ersten Red Rising Zyklus vorgedrungen. Meiner Meinung nach ist die Serie einerseits ein Pageturner, anderseits aber unnötig brutal und Gewaltüberflutet. An vielen Stellen ist sie auch nur bedingt logisch und der Grundplot (Held steigt auf und fällt), wiederholt sich in jedem Buch. Trotzdem hat die Serie eine ziemliche Anziehungskraft, obwohl es fast keine positiven Charaktere gibt. Ihr merkt also, ich habe eine Hassliebe zu der Serie aufgebaut.

Momentane Lesestimmung:

Ziemlich gut aber ich komme einfach nicht so viel dazu momentan. Aktuell schaffe ich ca. ein Buch pro Woche. Was für mich im vergleich zum letzten Jahr ziemlich schwach ist (da lag mein Schnitt bei über 2 Büchern pro Woche). Anfang des Jahres waren es sogar eher 3. Momentan bin ich aber immer noch mit Vorbereitungen für den PCT Hike beschäftigt.

Ich habe aber diese Woche den 2. Teil von Red Rising beendet. Abseits von der überbordenden Gewaltdarstellung fand ich den zweiten Teil besser als den ersten.

Zitat der Woche:

Wenn Sie im Busch sind und eine Schlange kommt daher, bleiben Sie stocksteif stehen, und lassen Sie sie über Ihre Schuhe gleiten.« Donnerwetter, diesen Ratschlag würde ich ja nun von allen, die ich je bekommen hatte, am wenigsten befolgen. Bill BrysonFrühstück mit Kängurus

Und sonst so?

Ich bin nach wie vor noch mit der Pacific Crest Trail Hike Vorbereitung beschäftigt. Es geht in ziemlich genau einem Monat los. Aktuell ist das Wetter bei uns so bescheiden, dass ich keine Lust auf Hiken habe. Ich hoffe, dass es vorher noch besser wird, damit ich wenigstens einige Tage raus komme.

How tos und Guides

In der letzten Woche habe ich mir diverse How tos und Guides aus dem Netzt gesaugt, die ich mir weitgehend vorher schon angeschaut hatte. Da es mir nichts nützt einen Link zu haben, wenn ich irgendwo in der Pampa bin, habe ich alles Videos bzw. Dokus runtergeladen. Die Videos sogar mit Untertitel. Somit kann ich bei Bedarf noch mal in die Guides schauen, wenn ich irgendwas vergesse.

Ich gehe aber davon aus, dass es wie in der Schule ist. Wenn man die Sicherheit hat, dass man nachschauen kann, dann behält man es i.d.R. aush so. 😉

Wasser

Einige neue Dinge habe ich letzte Woche auch noch erfahren. Die starke Zunahme an PCT-Hikern führt dazu, dass der Hike partiell gefährlicher wird. Das Phänomen ist das gleiche wie auf dem Everest, bei dem auch schon viele wegen des Massentourismus gestorben sind. Es ist halt ganz schlecht, wenn die Leute in der Todeszone schlange stehen.

Beim PCT ist es nicht so schlimm aber es gibt heute Bereiche, in denen es ca. 40 Meilen keine zuverlässige Wasserquelle gibt. Die Quellen, die früher noch zuverlässig waren, sind es heute wegen des Starken Zuwachses der Hiker nicht mehr, weil einfach zu viel Wasser abgezapft wird. Somit habe ich mir jetzt die Verlässlichen Wasserquellen in den kritischen Bereichen des PCT auf der Karte eingetragen mit der jeweiligen Distanz zur nächsten Wasserquelle.

Leider sind die diversen Informationsquellen recht trügerisch. Es sind zig Wasserquellen eingezeichnet aber bei den meisten steht halt dran, dass sie nicht zuverlässig sind. Da man mit dieser Info nicht viel anfangen kann, tendiert man nach einer Weile zu der Annahme “Da sind 5 Quellen von a nach b – irgendeine wird schon wasser haben”. Es kann aber eben auch sein, dass keine von denen Wasser führt. Man muss also wissen welche Quellen wirklich verlässlich sind.

High Snow Year

Weiterhin haben wir dieses Jahr ein High Snow Year, was den PCT leider deutlich schwerer macht als letztes Jahr. Das wusste ich zwar schon, aber so langsam schwindet die Hoffnung, dass sich die Situation noch zum besseren wendet.

Der Schnee ist aus meiner Sicht die größte Gefahr auf dem PCT und kommt deutlich hinter Bären und Schlangen.

Auf den Pässen hat man zu früh morgens die Gefahr von Eis (es besteht also die Gefahr das man abrutscht und sich beim Sturz verletzt oder sogar stirbt). Nachmittags ist die Gefahr des Einsinkens in den Schnee groß (Postholing). Somit kommt man nur extrem langsam voran und es besteht Verletzungsgefahr. Ich habe die Hochpässe auch in meine Karten eingezeichnet. Der Plan ist möglichst Morgens an den Pässen zu sein.

Was sagt die Grafik aus? Die rote Kurve ist das Maximum das jemals gemessen wurde. Die Hellblaue Kurve (ganz unten) ist das jemals gemessene Minimum. Der Babyblau markierte Bereich ist der Durchschnitt und grün ist das Jahr 2018. Somit bleibt noch Dunkelblau (aktuelles Jahr) was ziemlich nah am all time Maximum und mit 161% weit über dem Durchschnitt liegt.

Ausgehend von den Daten wird dieses Jahr also ein Start Mitte April viel schlimmer als ein Start Mitte März letzten Jahres. Wenn man also Mitte / Ende Juni in den Sierras ankommt, wird die Kurve potenziell dort liegen, wo sie im Durchschnitt als Höchstmarke liegt. Im Moment deutet also alles darauf hin, dass ein durchgängiger Thru-Hike dieses Jahr für Normalsterbliche schwierig bis unmöglich ist, je nach Startzeit und persönlicher Erfahrung, selbst wenn es jetzt nicht noch mehr Schnee gibt.

Auf jeden Fall sind wir weit von dem “einfachen” Hike von 2018 entfernt (ja, der PCT ist nie einfach, entschuldigt den Begriff von jemandem, der ihn noch nicht mal angegangen ist). 2017 kam dann noch hinzu, dass es viele Sperrungen wegen Bränden gab. Auch hier sieht man die Effekte der Klimaerwärmung, die zu immer häufiger auftretenden Extremwettersituationen führt.

Insofern sind auch die Tipps von vielen Hikern im Netz mit Vorsicht zu genießen. Es behaupten Hiker z.B. “Auf dem PCT benötigt man keine Crampons”. Weiterhin sagen sie “Ich bin im im März gestartet, und hatte überhaupt keine Probleme mit Microspikes.” Tja, schön. Das Problem ist nur, das der PCT aus dem einen Jahr nicht mal ansatzweise mit der Wanderung im nächsten Jahr vergleichbar ist, wenn sich die Bedingungen derart dramatisch verändern.

Das in den Videos sieht eigentlich nicht so schwierig aus, oder? Das dumme ist, es ist einem kalt, man ist erschöpft. Man läuft schon ein paar Stunden und hängst seinen Gedanken nach. Und das was man da sieht, muss im 1. Versuch funktionieren, weil man auf einen Abhang zurutscht der nur 30m entfernt ist. Ihr  wisst nicht wie weit es hinter dem Abhang nach unten geht. Na, nun immer noch einfach?

Flussquerungen

Zwischen den Pässen liegen die Täler und dort fließt das Wasser hin, dass auf den Bergen taut. Kleine Bäche entwickeln sich somit zu reißenden Flüssen (was begünstigt wird durch den vielen Schnee, der dieses Jahr gefallen ist). Viele dieser Flüsse sind nicht mit Brücken ausgestattet. Somit muss man sie Queren. Das kann hochgradig gefährlich sein. Zudem ist das Tauwasser von den Bergen eiskalt.

Genauso wie bei den Pässen gilt auch bei den Flüssen, dass sie morgens gequert werden sollen, weil sie Nachmittags mitunter deutlich mehr Wasser führen (logisch, die Sonne tut ihr Werk auf den Bergen). Bei Flussquerungen sterben jedes Jahr Hiker. Meistens welche, die alleine unterwegs sind.

Ihr erkennt das Problem? Wenn man sowohl an den Pässen morgens sein will, als auch an den Flüssen, stößt man unweigerlich auf zeitliche Probleme. Man kann nicht jedes Mal übernachten, wenn man an einen Pass oder an einen Fluss kommt.

Ist ein Vorgeschmack von so einer Flussquerung gefällig?


Oben sieht man übrigens nicht die “normale” Art wie man auf dem PCT Flüsse überquert. In der Regel ist man auf sich selbst gestellt bei der Querung. Man trifft zwar immer wieder auf andere Hiker ab die wenigsten laufen durchgängig in einer geschlossenen Gruppe. Das zweite Video ist übrigens nur die Simulation einer Flussquerung bei einem Fluss über den an der Stelle eine Brücke führt.

Wenn man regulär (also allein) einen Fluss quert, dann sieht dann so aus, nur das die Wasserverhältnisse beim PCT oft den obigen Videos entsprechen:

Weitere Leselaunen:

∗ Im Lesefluss bei Nerd mit Nadel ∗ Das Warten hat ein Ende bei Letterheart ∗ Mit einer Glückssträhne in den März bei Ida’s bookshelf ∗ Ich bin ein Captain Marvel Fan bei Lieblingsleseplatz ∗ Leselaunen bei Lieschen liest ∗ Wundervolle Buchpost bei Stars, stripes and books ∗ Gewinnspiel-Alarm bei Leseleidenschaft ∗ Super und dir? bei Saskias Books Lang lang ists her bei Bookalicious ∗ Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Von Freddie Mercury und Captain Marvelbei The Book Dynasty ∗ Von SuB-Explosion und Pre-Messeblues bei Friedelchens BücherstubeMein Leben zwischen Manga und Games bei TrallafittibooksShopping and Games bei Tiefseezeilen ∗ Schritt für Schritt bei glimrende ∗ Vorfreude auf die LBM steigt bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Stürmische Zeiten bei Barfuss unterm Regenbogen ∗

Leselaunen Seltsame Bücher und Geburtstag

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

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Aktuelles Buch:

Ich habe jetzt einen Teil von Band zwei aus der Red Rising Reihe gelesen. Einerseits ist der Einstieg klasse, weil der Autor einen Sprung in der Handlung macht. Ich finde es immer gut, wenn man mit ein paar Neuigkeiten zwischen den Bänden konfrontiert wird.

Schlecht ist, der Ansatz, dass Darrow im ersten Band gegen Ende schon fast als Halbgott dargestellt wird und dann innerhalb von wenigen Seiten alles genommen bekommt. Reset und alles von vorn. Im dritten Band wird das gleiche noch viel Schlimmer wiederholt. Und ratet mal was Band 4 passiert. Ja, ich war neugierig (siehe auch unten).

Momentane Lesestimmung:

Die ist ganz ok. Ich brauchte mal eine Pause von der Planerei für den Pacific Crest Trail Hike. Insofern habe ich mir Samstag mal den ganzen Tag planungsfrei genommen.

Den ersten Teil von Red Rising habe ich durch. Letzte Woche hatte ich ja gerade mit dem ersten Teil begonnen und Bedenken, ob es besser wird, weil mir die ersten 20% nicht sonderlich gefallen haben.

Ja, es ist besser geworden. Ab der Mitte hat mich das Buch ziemlich gefangen genommen. Aber muss so viel sinnlose Gewalt, Verstümmelung, Folter in einem derartigen Buch vorkommen? Ich finde nein.

Dabei war das nur der Auftakt der Reihe. Für mich ist die Serie eindeutig nur für Erwachsene.

Den ersten Teil von Red Rising habe ich beendet. Aber schon nach dem ersten Teil kann ich sagen, dass mich der recht zwiegespalten hinterlässt. Ich habe es auch mal gewagt ans Ende von Teil 2 und den Anfang Ende von 3 zu springen (das mache ich normalerweise nicht).

Der Autor weiß wie er mit den Emotionen spielt. Leider macht das die meisten Charaktere ziemlich unangenehm (um es mal harmlos auszudrücken) und unglaubwürdig. Eine gute Seite sucht man in der Serie vergebens.

Zitat der Woche:

»Du hast davon gehört?« »Er ist mein Freund.« »Du hast Freunde?« Seine Mundwinkel zuckten verräterisch. – Laura Labas – Ein Käfig aus Rache und Blut

Ausnahmsweise noch eins von einer Produktverpackung von einem USB-Datenkabel zu einer Garmin Fenix Uhr:

Krebserregend und Fortpflanzungsschädigend

Da bin ich ja beruhigt! Das Kabel kostet übrigens 30€. Die Herstellungskosten liegen mit Sicherheit weit unter 1€. Immerhin beruhigend, dass dabei alle Risiken für den Kunden und die Mitarbeiter minimiert werden. Ich bin aber total glücklich, dass kein Radioaktiv Zeichen drauf ist. Aber vielleicht haben sie das auch nur vergessen.

Und sonst so?

Schande, ich hab dieses mal die Oscarnacht komplett verpasst. Ist mir bisher auch noch nicht oft passiert. Ich hab es erst am nächsten Tag in den Nachrichten wahrgenommen.

Gestern habe ich mir einen Film auf Amazon Prime angesehen (No Way Out  – Gegen die Flammen bzw. Only the Brave im Original). Der Film handelt von einer Elitefeuerwehrtruppe in den USA, die sich um Waldbrände kümmern. Der Film war nicht umwerfend. Im Prinzip werden die Figuren den ganzen Film eingeführt und am Ende kommt es dann zur Katastrophe.

Aber da ich demnächst durch genau die Gegenden wandere, wo die eingesetzt werden war es schon recht beeindruckend wie Gefährlich solche Feuer sein können.

Meine Wegpunktplanerei (ich hatte letzte Woche berichtet) für den PCT habe ich beendet. D.h. ich habe jetzt alles auf Onlinekarten für das Handy oder die Fenix eingetragen was ich für sinnvoll gehalten habe. Mit den Bugs der Fenix habe ich mich inzwischen anrangiert, soweit das geht. Leider gibt es wirklich aktuell keine Alternative.

Geburtstag

Der Blog hatte diese Woche sein einjähriges. Ganz schön jung, oder? Das war aber diese Woche auch der einzige Post, den ich neu geschrieben habe. Ich passe den ein oder anderen PCT Post an, wenn ich neue Erkenntnisse / Erfahrungen habe. D.h. aktuell ist weiger Neues als Optimierung des Alten angesagt. 😉

Bugs

Anfang der Woche hat das Teil mich fast in die Verzweiflung getrieben. Der Sync vom PC zur Uhr hatte nicht funktioniert. Da man auf die Uhr  auf Windows ebene (verhält sich wie ein Laufwerk) zugreifen konnte, habe ich mir gedacht ich lösche einfach alles und synce dann neu mit der Garmin Software.

Ihr ahnt was passiert ist? Das hat die Software als Syncbedarf von der Uhr zum PC erkannt und ruck zuck war alles gelöscht was ich dort in Tagelanger Arbeit eingegeben hatte. Gut dachte ich, ich habe die Daten ja vorher exportiert. Dann importiere ich sie nun wieder. Nun ja, wer denkt, dass man etwas wieder importieren kann, dass man vorher exportiert hat, der kennt die sadistischen Veranlagungen (oder Unfähigkeit) der Garmin Programmierer nicht.

Im Endeffekt lief es darauf hinaus, den Export mit >= 550 Routen in die Garmin Basecamp Software einzuspielen (die ist ironischerweise abgekündigt aber die beste Software, die Garmin aktuell im Kontext Navigation hat) und manuell jede einzelne zu exportieren und wieder zu importieren. So habe ich dann den letzten Sonntag und Montag verschwendet.

Merke: Niemals etwas auf der Uhr löschen, sondern wenn überhaupt einen Werksreset durchführen und alles neu aufspielen. Der Sync scheint nicht von der Uhr gesteuert zu werden, sondern von der Garmin Explore Software auf dem Handy. Die prüft auf Veränderungen in der Websoftware oder der Uhr und synct dann in beide Richtungen.

Ansonsten habe ich mich jetzt doch für die Fenix 5 Plus entschieden. In meinem Bericht hatte ich erwähnt, dass ich die Fenix 5S Plus schon relativ groß finde. Die 5 ist noch größer aber da ich die Version aus Titan besitze nur unwesentlich schwerer und die fühlt sich an meinem Handgelenk einfach deutlich besser an. Lediglich das Armband habe ich durch das schwarze ersetzt. Orange fand ich nicht so toll.

Fenix 5 Plus Titan (47mm) mit Uhrzeit, Herzfrequenz, Luftdruck, Höhe, Alternativer Zeitzone, Datum, Tag des Jahres, Sonnenaufgang / -untergangszeit, Mondphase, Kalorienverbrauch und einigen Statusinfos wie Bluetooth, Akkustand, Navigation, Kartendarstellung, Nachrichten, Kompass usw.

Die 5S Plus zum Vergleich (42mm und kürzeres und schmaleres Armband). Funktional ist die Uhr abseits von der deutlich geringeren Akkulaufzeit identisch zur obigen und 7g leichter.

Ausrüstung mal wieder

Luftmatratze

Nachdem ich eigentlich schon eine Matratze für den Trail hatte, habe ich jetzt mal mehrere Nächte hintereinander drauf gepennt und so richtig erholsam war es nicht. Da ich aber schon bei über 500 Gramm für die Matratze mit Packsack und Pumpsack (ja, lacht nicht, die Idee ist dass weniger feuchte Luft in die Matratze kommt und es nicht schimmelt und bei kälteren Temperaturen das Wasser nicht die Isolationsleistung reduziert) war, habe ich mir gedacht mehr Gewicht geht wirklich nicht.

Faktisch dürfte erholsamer Schlaf aber sehr wichtig sein auf dem Trail. Wenn man nicht erholt ist macht man Fehler und fühlt sich nicht gut. Somit habe ich mir jetzt einen Ruck gegeben und das Limit für das Gewicht gedanklich aufgehoben. Ich habe statt der normalen Exped Synmat HL Winter (Standardgröße) die lange / breite Variante bestellt (LW).

Die ist deutlich besser. Theoretisch reicht die kleine Matratze von der Länge / Breite für mich aus. Aber man muss ja auch noch das Kopfkissen addieren und wenn man sein Knie angewinkelt oder vergleichbares macht (ich bin da teilweise echt kreativ), dann passt das mit der kleinen nicht mehr.

Die ist L(ong) W(ide) Version ist 172 Gramm schwerer, 14cm länger, unten 7cm breiter und oben 13cm. Wenn man bedenkt, dass die kleine unten nur 35cm breit ist, dann ist das schon eine Menge Differenz.

Dazu kommt, dass man bei der großen Matratze weniger oft auf den Boden absinkt (das ist eine prinzipielle Schwäche dieser Konstruktion), wenn man sich zum Beispiel umdreht und das “Kopfkissen” weniger oft stiften geht, wenn man sich im Schlaf bewegt, weil es von der Matratze gerutscht ist.

Tja, nun habe ich wieder 172g mehr Gewicht, die irgendwo / irgendwie weg müssen bei der anderen Ausrüstung (eigentlich kommt nur die Schlafhose in betracht – dann wird der Schlafsack aber eher dreckig und verfettet). Dazu kommt noch, dass meine Isomatte, die unter die andere Matratze gepasst hat nun nicht mehr zur größeren Matratze passt (die Isomatte ist zu schmal).

Somit werde ich alternativ wohl ein Groundsheet mitnehmen, auf das ich die Matratze legen kann (im Prinzip ist das eine superleichte und mal wieder – teure – Folie), wenn ich mal ohne Zelt pennen will. Das Groundsheet kann man auch unter dem Zelt als zusätzlichen Schutz nutzen.

Die Exped Matratze hat ziemlich dünnes Material und eignet sich nicht, um sie direkt auf dem Untergrund zu platzieren (Stichwort Steine oder andere spitze Sachen), weil sie dabei vermutlich sehr schnell lecken wird.

Kopfkissen

Man beachte die beiden Befestigungsösen an den Seiten

Auch beim Kopfkissen habe ich noch experimentiert. Bisher steht das UL Kopfkissen von Exped auf meiner Liste. Man meint aber nicht wie unangenehm so ein Luftkissen in der Nacht werden kann. Entweder man schwitzt (selbst mit einem Bandana zwischen Kissen und Kopf) oder das Ohr schmerzt irgendwann so sehr, dass man davon aufwacht (schon erstaunlich wie hart Luft sein kann in Kombination mit dem Kunststoffbezug). Das kann man mit weniger Luftdruck begrenzt verbessern.

Viele Kissen haben auch keine Befestigungsmöglichkeiten und rutschen aufgrund des sehr geringen Gewichtes (<=50 Gramm) und des rutschigen Materials auf der Matratze weg.

Wasserdichter Packsack mit Kissen Kombination (Zpacks)

Als Alternative habe ich letzte Nacht einen Packsack mit einer flauschigen Oberfläche auf einer Seite probiert, in dem man die Daunenjacke stopfen kann. Nachteil bei der Variante ist: Die Daunenjacke ist eigentlich die eiserne Reserve, falls der Schlafsack nicht mehr ausreicht in besonders kalten Nächten. Da der Sack aber auch Wasser und Luftdicht ist, kann man ihn durch zurollen theoretisch auch als luftgepolstertes Kissen nutzen (wobei  noch zu klären wäre, wie lange er das aushält).

Wenn die Jacke das Kopfkissen ist, muss man entweder frieren (wenn der Schlafsack nicht reicht), ohne Kopfkissen pennen oder sich eine Alternative zur Daunenjacke basteln aus härterer Kleidung (oder eben die Luftvariante nutzen). Zusätzlich rutscht diese Kissenvariante ziemlich leicht weg, mangels Befestigungsmöglichkeit auf beiden Seiten

Man sollte es nicht meinen aber das Kopfkissen hat in Kombination mit einer verhältnismäßig dünnen Luftmatratze besonders als Seitenschläfer erheblichen Einfluss auf den erholsamen oder eben nicht erholsamen Schlaf. Das habe ich anfangs unterschätzt.

Ihr seht also auch als Hiker hat man so seine Probleme, auch wenn sie deutlich elementarer sind, als viele Dinge unseres Alltags.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Neuzugänge & Eisspeedway bei Letterheart ∗ Eierlikör- oder Baileys-Berliner? bei Leseleidenschaft ∗ Die Steilküste, die Grundschule und die Schönheit bei Lesepirat ∗ Seltsame Bücher und Geburtstag bei Torstens Bücherecke ∗ And What happened next? bei The Book Dynasty ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Podcast Jubiläum bei Nerd mit Nadel ∗ neue Bücher und eine kleine Party bei Trallafittibooks ∗ Buchbloggermuddi zweipunktnull. bei Barfuss unterm Regenbogen ∗ An den Landungsbrücken raus bei Saskias Books ∗ Die Zeit rennt bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Narri Narro! bei glimrende ∗ kurz & knackig bei Glitastic Books ∗ Im Findungsmodus bei Stars, Stripes and books ∗

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