Juniper Moon [Serie]

Juniper Moon 2 Das Geheimnis von Arcanum - Magdalena Gammel  Juniper Moon 2 Das Schicksal von Arcanum - Magdalena Gammel

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Magdalena Gammel

Teile der Serie:

  • Juniper Moon 1 – Das Geheimnis von Arcanum (488 Seiten)
  • Juniper Moon 2 – Das Schicksal von Arcanum (505 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Jemand wie Azazel brauchte dringend eine Fanpage, auf der man wenigstens ein paar hilfreiche Informationen finden konnte. So etwas wie: Geht er in Flammen auf, wenn ich ihn mit Weihwasser bespritze? Hat er Zugang zum Höllenfeuer? Ist er allergisch gegen Hülsenfrüchte?! Jedes Detail war mir lieber als diese Ungewissheit.

June ist eine Hexe und auf der Flucht, seit der Kardinal Luzifer getötet hat. Denn der Kardinal hat das Ziel alle Hexen zu fangen und zu vernichten.

Ihr merkt schon, die Geschichte baut auf Mythen, Legenden, usw. auf und deutet diese nach eigenem Geschmack neu.

June ist scheinbar eine typische Hexe, sie ist jung, stolz und hat öfter mal ein schnelleres Mundwerk als gut für sie ist. Weiterhin ist sie ziemlich mutig was sie ziemlich häufig in problematische Situationen bringt.

»In den Tiefen der Kanäle lauern Kreaturen, die dir süße, gefährliche Versprechen zuflüstern. Sie zerren ahnungslose Hexen bis auf den Grund hinab, um ihnen dort das Herz aus dem Leib zu reißen.« »Ich sehe den Unterschied zu den Gefahren an Land noch nicht so ganz«

Anfangs war ich schon geneigt abzubrechen, weil man schnell den Eindruck bekommt, dass jedes Klischee bedient wird, daher ist die Geschichte zu Beginn sehr vorhersehbar ist.

Beim Teufel (Azazel) war ich mir aber nicht so ganz sicher und konnte ihn weniger vorhersagen (was positiv ist). Einerseits scheint er quasi der typisch gummelige Bad Boy mit doch irgendwie gutem Kern zu sein, anderseits bleibt es immer ertwas Mysteriös.Somit ist auch für den Leser nicht so eindeutig, ob er Verräter, Held oder eine Grauzone dazwischen ist.

June steckt zwischen verschiedenen Strömungen in einer Stadt fest in der jeder lügt. Sie muss sich die Frage stellen wer welche Pläne verfolgt und mit wem sie sich verbündet. Vertrauen kann sie scheinbar niemandem.

Ein paar Untiefen gibt es in der Geschichte aber gemessen an den Handlungswendungen hat die Autorin das ziemlich gut hinbekommen. Der erste Band ist in sich abgeschlossen. Es wird zwar Luft für eine Fortsetzung gelassen aber das Ende wäre aus meiner Sicht auch für einen Einteiler durchaus geeignet.

Band 2

Wer sich sein Leben lang blind auf fremde Überzeugungen verließ, würde selbst mit geöffneten Augen nicht mehr deutlich sehen können.

Meine Rezension des zweiten Teils kommt nicht gänzlich ohne Spoiler auf.

June hate dem Kampf gegen Kardinal letztendlich gewonnen, aber da sie das Licht Luzifers in sich hat, weckt ihre Person viele Begehrlichkeiten. Das trifft sowohl für den Himmel als auch die Hölle zu. In Teil zwei wird die dazu gezwungen Prüfungen zu bestehen.

„Hm, und ich dachte schon, du seist der Engel, der mich an den Pforten zum Paradies erwartet.“ „Wie kommst du darauf, dass die so jemanden wie dich da jemals reinlassen würden?“ „Keine Ahnung. Wie komme ich dazu, jemanden wie dich mit einem Engel zu verwechseln?“ „Touché.“

Ich fand es ziemlich mutig von der Autorin den Bösewicht in Band 1 sterben zu lassen. Dementsprechend war ich optimistisch, dass sie für den zweiten Band eine vergleichbar gute Geschichte aus dem Hut zaubert. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht.

Die Prüfungen sind ein Element, dass man schon oft in derartigen Büchern hatte. Dazu wird immer erwähnt wie toll Azazel als Liebhaber und Beschützer ist und wie wichtig ihm June ist. Wenn es darauf ankommt, scheint sie ihm aber vollkommen egal zu sein. Er gibt ihr vor den Prüfungen nicht mal Hinweise und die Prüfungen sind potenziell tödlich. Da kann es mit seinen Beschützerinstinkten nicht so weit her sein.

„Bist du sauer, weil ich nett zu Ezra war, im Gegensatz zu dir?“, fragte ich, während er mich in den Raum schob. „Ich war nett zu ihm.“ „Du denkst, so ist man nett zu anderen?“ „Ich habe ihn am Leben gelassen. Mehr Nettigkeit wird er nicht von mir bekommen.“

Womit ich dann allerdings nicht gerechnet hatte war, dass die Autorin auf vollkommen unglaubwürdigerweise den Protagonisten aus Teil 1 wiederbelebt. Das ergibt leider keinen Sinn und ist genauso unkreativ, wie viele Hollywoodstreifen. Auch die Charaktere sind über weite Teile einfältig und maximal naiv.

Fazit:

Teil eins finde ich ziemlich gelungen. Teilweise klemmt es bei der Logik und bei den Erklärungen aber für eine Geschichte, die so viele Handlungswendungen hat, geht das noch in Ordnung. Beim zweiten Teil übertreibt es die Autorin und überspannt den Bogen.

»Was mach ich jetzt mir dir?« Eine berechtigte Frage, auf die es eine ganze Palette von Antworten gab. Manche waren sehr verlockend, manche sehr gefährlich. Die, die ich geben wollte, war beides.

Der Vorteil ist, dass Band 1 so abgeschlossen ist, dass man ihn auch einzeln lesen kann. Von Band 2 kann ich nur abraten, Teil 1 ist einzeln durchaus lesenswert. Andere Leser scheint das übrigens nicht so sehr zu stören, denn die Bewertungen von Teil eins uns zwei unterscheiden sich in Summe nicht, wenn man beim großen A schaut.

D.h. wenn man auf Handlungswendungen steht und dafür auch die ein oder andere Schwäche im World Building und der Logik akzeptieren kann, dann wird man auch mit Teil 2 glücklich werden.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5 (Teil 1 4/5 und Teil 2 3/5 siehe auch Text)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  •  Anfangs ist die Geschichte leider sehr vorhersehbar, der Angriff war vorher abzusehen und auch, dass ihre Schwester entweder gefangen genommen wird oder stirbt. Auch den Teufel erkennt man ziemlich schnell.
  • Etwas seltsam, dass die Hexen 18 Jahre gesucht und 4 in einer Woche gefangen werden. Wie sich später zeigt war das auch kein Zufall.
  • Wie kann June zurück zu Gwen gehen, ohne das Asmodeus die schnappt?
  • Ob ein Zauber mit dem man von einer Kordel zu den anderen beiden Kordeln (und somit Hexen) kommt, so hilfreich ist? Der Zauber kann ja auch zu Ungunsten der Hexen genutzt werden. Und wie sich später zeigt, fällt diese ziemlich dumme Idee voll auf die Hexen zurück. Mehr Eigentor geht schon nicht mehr (wobei in dem Fall jemand anders dafür gestorben ist).
  • Nachdem Calla nicht die Schwester von June ist, hätte ich mir an ihrer Stelle Gedanken darüber gemacht, ob der Teufel nicht etwas anderes gemacht hat als Calla zu warnen. Vielleicht wurde sie von ihm instruiert. Wie sich später zeigt haben beide unter einer Decke gesteckt.
  • Plausibel hört sich der Bericht über die Vergangenheit nicht an: Die Halbengel waren zahlenmäßig unterlegen, Lilith hat sehr viele von ihnen getötet und dann ist Lucifer getötet worden, obwohl er absolut überlegen war?
  • Die Mentalität der Hexen wirkt schlicht, als wenn sie nie aus der Pubertät gekommen wären: Feiern bis der Arzt kommt und über die Stränge schlagen und voll hinter diesem Lebensmotto stehen …
  • Wie ist es Azazel denn gelungen June ohne Wachen vom Fest wegzulotsen? Wenn die Wachen in der nähe waren, könnte es wohl kaum in seinem Interesse sein, dass sie die Unterhaltung mit June mitbekommen. Anschließend gibt es mehrere solcher Szenen, die sehr eindeutig zeigen, dass June die Schwachstelle von Azazel ist. Es ist somit naheliegend, dass der Kardinal sie ausnutzen wird.
  • Nach dem Weg durch die Katakomben sind an Junes Kleid keine verräterischen Spuren zu sehen?
  • “Dieses Mal hatte ich nichts zu verhandeln” – Der Kardinal hat sich auch bei der ersten Verhandlung nicht daran gehalten, insofern macht es keinen Sinn überhaupt die Idee zu haben, dass man etwas verhandeln kann.
  • Eindringlicher hätte der Kardinal doch kaum warnen können, dass er den Teufel mithilfe in der Hand hat und was macht June daraus? Nichts, sie spricht nicht mit Azazel darüber um seine Reaktion zu sehen.
  • Die Machtkonstellation ist nicht nachvollziehbar. Der Kardial buckelt vor Azazel aber Azazel traut sich 18 Jahre lang nicht ihn anzugreifen. Warum? Später wird es damit begründet, dass dabei viele sterben würden aber als es am Ende zum Kampf kommt, ist es auch so.
  • Wieso spricht June nicht über die Pläne vom Kardinal mit Azazel? Es ist doch ziemlich eindeutig, dass nach der Zerstörung der Hexenstadt auch alle Hexen vom  Kardinal getötet werden und das June und ihre Schwester einschließt. Im Prinzip hat sie also wirklich nichts mehr zu verlieren und der Kardinal hat abseits von Luzifers Licht schon alles was er braucht. Andererseits muss ich zugeben, dass das Ergebnis am Ende von Band 1 auch nicht besser gewesen wäre, als das was tatsächlich passiert.
  • Dass Claudius June nicht dazu befragt hat wie sie aus dem Schloss raus gekommen ist, sollte sie skeptisch machen …
  • June ist in voller Montur also mit Goldkleid und Krone durch die Katakomben und die Stadt gelaufen? Das ist ja sowas von unauffällig.
  • Wieso sollte es besser sein Claudius die Krone schneller zu geben? Er benötigt June für die Zeremonie. Weiterhin würde er das wichtigste Druckmittel verlieren, wenn er Calla gehen lässt. Es wäre also sinnvoller möglichst lange den Status Quo aufrecht zu erhalten und sich Verbündete zu suchen oder herauszufinden was Azazel vor hat. Immerhin kommt June auch selber auf die Idee.
  • Wieso geht June davon aus, dass sie damit leben muss, wenn Calla und Azazel sich lieben. Es ist doch ziemlich naheliegend, dass ihr Leben nach dem Ritual enden wird…
  • Ich kann nicht nachvollziehen, wie Claudius zu dem Schluss kommt, dass sich mit Lucifers Licht etwas für ihn ändert. Er mag wieder Flügel bekommen aber wenn der Himmel ihn nicht wieder aufnimmt, steht er ziemlich blöd da.
  • Wie soll die Geschichte von Liliths Todessprung entstanden sein? Damit diese Geschichte glaubhaft ist, hätten den Sprung mehrere Leute sehen müssen. Und was war das mit der Krone bei den Raben? Von Anfang an geplant, damit June 18 Jahre später damit in die Irre geführt wurde um Claudius zu täuschen oder später eingefädelt?
  • Wie ist Lucifer eigentlich gestorben? Wenn ich mir die Kräfteverhältnisse im Buch anschaue, gibt es dafür keine plausible Erklärung.
  • Das sind ja tolle Voraussetzungen: Azazel hat Asa bei den Prüfungen gewinnen lassen. Die Chancen, dass June das gleiche passiert dürften gering sein.
  • Es ist reichlich unglaubwürdig, dass Azazel immer den großen Liebhaber und Beschützer mimt und June kein Wort über die Prüfungen verraten hat.
  • Wieso darf der Engel im Kampf die Flügel einsetzen, die Hexe aber keine Magie? Das ist Chancengleichheit, die man in der Hölle bestimmt akzeptieren würde…
  • Was ist das für eine maximal unglaubwürdige Beschreibung? Man muss etwas von einem 5m hohen Baum holen. Ein Engel ist bereits halb oben. June ist einer Säuregrube, schneidet mit einem Messer ein Bein vom Ungeheuer, erklimmt eine Wand damit und der Engel hat sich während all der Zeit keine 2,5m überwinden können. Da werden die Drehbuchschreibern in den Blockbustern von Hollywood neidisch.
  • Seit wann kann man mit einer Armbrust dauerfeuern? Normalerweise muss man die Armbrust spannen und das macht man nicht mal eben in ein oder zwei Sekunden.
  • Es ist reichlich unwahrscheinlich, dass sich Nicolai aus dem Gefängnis befreit und so viele Wachen überwältigt auch nicht mit externer Hilfe. Wie soll die denn ins Schloss gekommen sein und eine Person würde dafür wohl kaum reichen. Es bleiben also nur wenige Optionen.
  • Da June eh nicht sterben kann macht es keinen Sinn, dass Azazel Nocolai gehorcht und das Federvieh gehen lässt.
  • Die Geschichte des zweiten Bandes ist echt schwach. Wenn der Bösewicht gestorben ist, dann lässt man sich halt eine reichlich konstruierte Geschichte einfallen, damit er wieder auferstehen kann. Das kennen wir schon aus genügend Hollywoodstreifen, in denen das auch nie gut funktioniert hat.
  • Das Claudius als Seele so Zaubern kann ergibt genauso wenig Sinn wie der Quatsch davor … Und natürlich zaubert er Nimja (als leibliches Wesen) gleich mit weg.
  • Wieso wird spekuliert wie Claudius an das Licht kommen will, wenn Nicolai schon gesagt hat, dass er das Schwert von Michael dafür nutzen will. Dazu kommt, dass es doch relativ eindeutig ist, dass man sowohl das Licht als auch das Schwert am besten bei den Prüfungen bekommen kann. Zumindest für den Leser ist es offensichtlich.
  • Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, dass einer der Dämonen Nocolai unterstützt. Wie sollte er sonst an das Licht und das Schwert kommen und zufällig war Kasdeja auch beim Schloss, dass würde auch erklären wie so viele Bewacher getötet werden konnten. Danjal lässt in den Gesprächen mit June auch Kommentare ab, die seine Beteiligung nahelegen (so nach dem Motto noch darfst du nicht sterben, das kommt in meinem Plan erst später vor und auch weitere Andeutungen). Glücklicherweise kommen die Akteure selber darauf, als es zu spät ist. Auch das ist unglaubwürdig, da die Charaktere sonst deutlich intelligenter sind. Der Teufel hätte sich nicht ansatzweise so lange gehalten, wenn er so einfältig wäre.
  • Ein fast toter Schatten und ein Geist hauen mal eben den mächtigsten Engel Michael um, nachdem sie vorher mal kurz ein Portal in die Hölle gehöffnet haben, durch das ihnen keiner Folgen kann – das klingt ja wirklich überzeugend. Das passt kein Stück zum vorherigen World Building der Autorin und ist einfach unglaubwürdig.
  • Wie soll Claudius den Himmel angreifen, wenn er der einzige ist der dort hinkommen kann?
  • Erst heißt es, dass June das Licht mit dem Schwert raus geschnitten werden soll, dann soll sie es freiwillig abgeben. Das ergibt keinen Sinn. Entweder wird das Schwert benötigt oder sie kann es freiwillig abgeben.
  • Was soll schon passieren, wenn man ein “Gespräch” mit Jophiel führt, sie hat ja vorher schon bewiesen, dass sie so harmlos ist. Naiv ist schon kein Ausdruck mehr dafür.
  • Wie praktisch, dass June scheinbar Barghast vergessen hat, als die beiden Engel sie “entführen”. Die unglaubwürdige Geschichte in Teil 2 geht somit weiter.
  • Claudius benötigt das Schwert um die Verbindung zur Hexe zu lösen und das geht natürlich nur, wenn die Verbindung sichtbar ist. Und das wiederum geht nur auf dem Friedhoff. Vollkommen logisch. Vorher war nie die Rede davon, dass irgendwas “sichtbar” sein muss, damit das Schwert funktioniert. Auch in der praktischen Verwendung zeigt sich, dass es quatsch ist. Denn bei Calla war auch nichts sichtbar, als das Schwert benutzt wurde und das Licht ist schon aus ihr raus, bevor sie tot ist.
  • Warum auch immer Claudius und Nocolai gegen Azazel gewonnen haben sollen bleibt – wie bei der Autorin üblich – vollkommen unklar. Das ist genauso wenig nachvollziehbar, wie der Tod von Lucifer.
  • Super Plan mal wieder – Claudius bekommt alles und Azazel wird getötet – mal wieder ein Sieg für die Naivität. Das Band am Handgelenk sollte ernsthaft die Lösung sein? Wie denn, wenn Barghest quasi tot ist (das war er schon vor der noch stärkeren Verletzung von Azazel).
  • Mit zerbissener Zunge würde man wohl kaum so reden können wie June.
  • Erst wird so ein Theater um June und das licht gemacht und June soll sich nicht beweisen müssen und dann wird es einfach weiter gegeben. Das wäre auch schon vorher möglich gewesen und June hätte das Licht nie behalten müssen.
  • Dafür, dass Claudius nur ein Geist ist und die Seele sich aufgelöst hat, ist er erstaunlich fit und hält sich erstaunlich lange.
  • Logisch, erst mal zu Calla krabbeln, die entweder Tod ist oder eben nicht (ändern kann June in dem Moment eh nichts dran), als die Gefahr abzuwenden und Nocolai zu töten. Man muss Prioritäten setzen. Wieder so eine bloß nicht denken Aktion. Und faktisch hat June mit der Aktion ihre “Schwester” getötet.
  • Ist ja auch klar, dass der Geist von Claudius ein Schwert benutzen kann. Das ergibt mal wieder keinen Sinn. Zumal der offenbar keine Seelenbindung braucht um sich nicht aufzulösen. Das passt auch mal wieder nicht zur von der Autorin erschaffenen Welt.
  • Wie das Schwert, dass Nicolai schwingt plötzlich in den Händen von Claudius gelandet ist und Calla erwischt hat, bleibt wohl ein Geheimnis der Autorin.
  • Die Autorin kann sich offenbar nicht entscheiden, ob ein Engel Superkräfte hat oder nicht. Mal kann ein Engel quasi alle bewirken und aufhalten (wenn es der Autorin passt) und dann ist ein Engel wieder total hilflos (Michael wird wie eine Puppe weggefegt). Die Kräfteverhältnisse passen nicht,
  • Aha, vorher braucht es Magie und wenn es darauf ankommt schüttelt June mit einem eisernen Halsband mal eben das himmlische Feuer ab.
  • Wieso musste Ada sterben, wenn das Licht einfach mit dem Schwert entfernt und angeblich sogar freiwillig abgegeben werden kann? Das Drama ist also vollständig überflüssig.

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4. Lesequartal 2021

Ich bin mit dem Lesequartal mal wieder etwas spät dran.

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Flesh & Fire – Jennifer L. Armentrout

Flesh and Fire 1 A Shadow in the Ember - Jennifer L. Armentrout

Prequel der From Blood and Ash Reihe. Ziemlich unterhaltsam und so eigenständig, dass die Lesereihenfolge egal ist.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


Cassardim Jenseits der tanzenden Nebel – Julia Dippel

Cassardim 3 Jenseits der tanzenden Nebel - Julia Dippel

Letzter Teil der Cassardim Reihe, bei dem mir das Ende nicht sonderlich gefallen hat. Aber abseits davon war die Serie klasse.

4 out of 5 stars 4/5


Jack Ryan 2 Die Stunde des Patrioten – Tom Clancy

Jack Ryan 2 Die Stunde des Patrioten - Tom Clancy

Teil zwei der Jack Ryan Reihe entspricht im groben Ablauf dem Film mit Harrison Ford. Wie üblich unterscheidet es sich in den Details. Beides – Buch und Film – ist ganz gut gelungen. Im Gegensatz zu Teil 1 ist man hier mitten im kalter Krieg Szenario.

4 out of 5 stars 4/5


Jack Ryan 1 Gnadenlos – Tom Clancy

Jack Ryan 1 Gnadenlos - Tom Clancy

Der offiziell erste Teil der Jack Ryan Reihe – nur Jack kommt nicht vor, sondern nur andere Protagonisten aus seiner Welt. Trotzdem ganz unterhaltsam, aber recht brutal. Dafür, dass das Buch schon etwas älter sind, sind die Themen ziemlich aktuell.

4 out of 5 stars 4/5


Calea – Zwischen Asche und Rauch – Alexandra Stückler-Wede

Calea Zwischen Asche und Rauch - Alexandra Stürckler-Wede

Sequel zur Elyanor Serie. Abseits der Tatsache, dass die Protagonistin schon fast mutwillig jede Falle mitnimmt gut gelungen und mit einer hohen Schlagzahl. Gerade nach den diversen Jack Ryan Büchern muss ich das mal anmerken. 😉

4 out of 5 stars 4/5


Jack Ryan 4 Jagd auf roter Oktober – Tom Clancy

Jack Ryan 4 Jagd auf Roter Oktober - Tom Clancy

Den Film mit Sean Connery kennt wohl fast jeder. Es gibt einige markante Änderungen im Film, in Summe muss ich aber ausnahmsweise sagen, dass Hollywood wirklich eher Verbesserungen gemacht hat.

4 out of 5 stars 4/5


Zwischen den Welten Daugther of Smoke and Bone – Lainy Tailor

Daughter of Smoke and Bone Zwischen den Welten 1 - Laini Taylor  Days of Blood and Starlight Zwischen den Welten 2 - Laini Taylor  Dreams of Gods and Monsters Zwischen den Welten 3 - Laini Taylor

Serie um “Engel” und “Dämonen” wobei das nur auf den ersten Blick passt. Oft nicht im stimmig aber viele Handlungswendungen.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Jack Ryan 3 Red Rabbit – Tom Clancy

Jack Ryan 3 Red Rabbit - Tom Clancy

Der dritte Teil war mir zu langweilig. Im Prinzip geht es in über 700 Seiten nur darum, dass der Papst sich kritisch gegenüber Russland geäußert hat und nun erwogen wird ihn zu töten. Der Rest ist Agentendrumherum. Dabei beschreibt der Autor auch jeden noch so kleinen Gedankengang und welche Bilder aus welchen Gründen an der Wand hängen oder eben nicht.

3 out of 5 stars 3/5


 

3. Lesequartal 2021

Ich bin mit dem Lesequartal mal wieder etwas spät dran.

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Don’t love me Serie – Lena Kiefer

Don't Love Me - Lena Kiefer  Don't Hate Me - Lena Kiefer  Don't Leave Me - Lena Kiefer

Die Reihe beginnt wie eine typische Jugendlovestory, wandelt sich dann aber über beide Bücher in eine ganz andere Richtung. Mal was anderes.

4 out of 5 stars 4/5


Leitstern Serie – Cahal Armstrong, Blake O’Bannon

Leitstern 1 Elaios - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 2 Skar - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 3 Keynat - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 4 Kill Switch - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 5 Redux - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon  Leitstern 6 Mui-Bay - Cahal Armstrong, Blake O'Bannon

Schlägt etwas aus der Reihe, Science Fiction, die oft aber auch an Indiana Jones erinnert. anfangs klassisches Dystopie Setting, dass partiell aber auch mal ordentlich Optimismus durchscheinen lässt. Trotz der vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen eher in der Kategorie – Actionkracher mit Popcorn anzusiedeln.

4 out of 5 stars 4/5 (die Serie ist noch nicht abgeschlossen, Zwischenfazit)


Chaos Serie – Teresa Sporrer

Chaoskuss - Teresa Sporrer  Chaosherz - Teresa Sporrer  Chaosliebe - Teresa Sporrer

Percy Jackson in der Mädels Version (sowohl von der Protagonistin als auch in der Girly Variante, manchmal aber etwas langatmig.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Federn über London Überleben – Sabine Schulter

Federn über London 4 Überleben - Sabine Schulter

Der letzte Teil der Serie um die (dunklen) Engel hat mir nicht so gut gefallen aber zum Glück kann man nach den ersten drei Teilen auch ein recht stimmiges Ende.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


 

 

 

Zwischen den Welten – Daughter of Smoke and Bone [Serie]

Daughter of Smoke and Bone Zwischen den Welten 1 - Laini Taylor  Days of Blood and Starlight Zwischen den Welten 2 - Laini Taylor  Dreams of Gods and Monsters Zwischen den Welten 3 - Laini Taylor

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Laini Taylor

Teile der Serie:

  • Zwischen den Welten 1 – Daugther of Smoke and Bone (496 Seiten)
  • Zwischen den Welten 2 – Days of Blood and Starlight (624 Seiten)
  • Zwischen den Welten 3 – Dreams of Gods and Monsters (780 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Was denkt der sich eigentlich? Meint er vielleicht, wenn er seine Jungsteile ein wenig rumbaumeln lässt wie ein Katzenspielzeug, dann flitzt du gleich wieder hinter ihm her?«

Karou, die Hauptfigur der Serie ist kein Mensch, sie lebt aber – zumindest teilweise – in der Welt der Menschen und studiert an einer Kunstakademie. Später wechselt die Geschichte öfter zu der Perspektive eines Seraphins (auch Engel genannt, wobei der Vergleich nicht passt).

Die Magie in der Serie entspricht eher dem Voodoo und klassischen Hexen Ansatz. Magie wird mit Wünschen gewirkt, hat also nichts mit Fähigkeiten zu tun, sondern Wünsche werden gehandelt.

Ich habe noch in Erinnerung, dass die Daugther of Smoke and Bone Serie ziemlich mit Lob überschüttet wurde.

Der Einstieg viel mir aber ziemlich schwer. Die Sprachgewandtheit der Hauptcharakterin verdient schon auf den ersten Seiten Minuspunkte.

Zwei Beispiele dafür:

»Wir könnten dich brauchen«, sagte Kaz. »Nein danke.« »Du könntest eine sexy Vampirin spielen …« »Nein.« »Die Männer anlocken …« »Nein.«

Kaz hob die Hand, um eine Schneeflocke von Karous Wimpern zu streifen. Sie wies ihn sofort zurück. »Wenn du mich anfasst, kriegst du meinen Kaffee in die Fresse!«

Lass kein unnötiges Zeug in dich rein. Kein Gift, keine Chemikalien, keine Abgase, keinen Qualm, keinen Alkohol, keine scharfen Gegenstände, keine entbehrlichen Nadeln – sei es für Drogen oder für Tätowierungen – und auch keine entbehrlichen Penisse.«

Das könnte man auch vergleichbar abweisend aber deutlich interessanter schreiben / formulieren. Dazu kommt, dass man die Geschichte nicht aus der ich Perspektive von Karou / Aktiva liest, sondern von aus der Sicht eines neutralen Beobachters. Beides lässt eine deutliche Distanz entstehen. Für mich wirkt die Geschichte somit anfangs deutlich Kühler. Es ist keinerlei Erotik in der Luft.

Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an den Schreibstil.

Die Mischung zwischen Fantasie und Realwelt, die von der Autorin aufgebaut wird, also das World Building ist wirklich klasse. Die Welt ist magisch und fühlt sich sehr schnell einzigartig an. Anders als in vielen anderen Büchern, denkt man nicht direkt an Herr der Ringe, Harry Potter oder andere, sondern die Welt ist speziell und einzigartig.

Sie fand Zuzanas Körpergröße perfekt – als ob man eine kleine Fee im Wald finden würde, die man am liebsten in die Tasche stecken wollte. Obwohl die Fee in Zuzanas Fall höchstwahrscheinlich tollwütig war und biss.

Die Geschichte wird von der zeitlichen Reihenfolge bewusst in der aktuellen Zeit begonnen und springt dann in Aktivas und Karous Vergangenheit zurück. Dummerweise erzeugt der Ansatz zwar am Anfang sehr viel Spannung, da sehr viel ungewiss ist, der zeitliche Rücksprung in die Vergangenheit funktioniert dann aber leider nicht mehr, weil man sich als Leser das meiste aus den bruchstückhaften Informationen zusammen reimen kann. Den zweiten Teil des Buches fand ich somit leider wenig spannend.

Interessant ist die Mischung aus Lovestory und Antikriegsdrama. Wer auf Dramatik steht ist in der Serie übrigens gut aufgehoben, die wird maximal geboten.

Band 2:

»Meine Schwester, der Sonnenschein, und mein Bruder, das Licht. Ihr zwei solltet die Motivationsreden halten, dann hätten wir sicher schon morgen früh alle Selbstmord begangen.«

Karou hat Aktiva das Leben gerettet und zum Dank hat er ihr Volk und ihre Familie ausgelöscht. Sie hatten vor den Krieg zu beenden aber so hatten sie sich das beide nicht vorgestellt. So ist das Ende von Teil eins. Wie kann es bei dem Ende noch weiter gehen?

Es kann aber wie man schon vermuten kann, ist die Fortsetzung auch im Stil von Romeo und Julia. Karou hasst Aktiva dafür, dass er ihre Familie und ihre Rasse ausgelöscht hat. Somit will sie Rache nehmen und Widergutmachung leisten und das geht natürlich wieder nach hinten los.

»Auf der einen Seite ist die Vergangenheit, auf der anderen die Zukunft, und die Gegenwart ist nie mehr als die eine Sekunde, in der wir vom einen ins andere übergehen. Wir balancieren auf dieser Sekunde, während sie unaufhaltsam vorwärtsschnellt

Karou handelt über das den ganzen Teil dumm und naiv. Das lässt sich auch nicht beschönigen, weil es keine Einzelaktion, sondern eine Serie von Handlungen ist. Ansonsten löschen die Charaktere mal ein Volk aus, dann kämpfen sie wieder für das Gegenteil, die Handlungen sind größtenteils nicht nachvollziehbar und alle verhalten sich wie die Fähnchen im Wind, auch Thiago vielleicht, der ist zumindest beständig.

Das Drama wird natürlich auch wieder beschworen. Gegen Ende ist die Handlung schlicht nur noch vollkommen abstrus. Handlungswendungen um der Wendungen wegen ohne jeglichen Sinn.

Ich habe bereits am Ende von Teil eins das Gefühl, dass die Handlung nicht mehr viel hergibt aber Teil zwei der Serie ist mehr oder weniger wie ein Hollywoodstreifen, bei dem der Drehbuchautor bei Teil eins noch nicht im Sinn hatte, dass es mal eine Fortsetzung geben könnte.

»Meine Frau sagt gern, der Geist ist ein Palast mit vielen Zimmern. Vielleicht sorgt der Butler dafür, dass die Vertreter der Wissenschaft in einem anderen Flügel untergebracht werden als die Abgesandten des Glaubens, damit es auf den Korridoren keinen Streit zwischen den Gästen gibt.«

Obwohl ich den zweiten Teil stellenweise wirklich schlecht fand bin ich trotzdem noch Neugierig was die Autorin im dritten Teil daraus macht. Werden Karou und Ziri zusammenkommen oder doch Aktiva und sie oder sind alle unglücklich, ein typisches Dystopieende? Ich kann es aktuell nicht absehen.

Der Antikriegsansatz aus Teil 1 geht in Band zwei übrigens weitgehend verloren, da zumindest Karou zumindest Anfangs über Reche motiviert wird.

Band 3:

Eliza fand zwar, dass, wer wie sie im Glashaus saß, nicht mit Steinen werfen sollte, aber taten Religionen das nicht immer? Einander mit argwöhnisch zusammengekniffenen Augen betrachten und verkünden: »Mein nicht beweisbarer Glaube ist viel besser als dein nicht beweisbarer Glaube. Ätsch.«

Im zweiten Teil der Serie ist die Handlung nicht sonderlich voran gekommen. Im Prinzip ist die Ausgangslage noch vergleichbar mit dem Stand vom Ende von Teil 1. Karou und der Wolf haben versucht eine Armee aufzustellen (Karou immer in der Gefahr erneut vom Wolf getötet zu werden). Faktisch haben sie aber nicht viel erreicht, außer ein paar Terroranschlägen. Währenddessen versucht Jael die Welt der Menschen zu erobern.

In Teil drei passiert immerhin deutlich mehr als in Teil 2. Der rote Faden in der Gesamtgeschichte ist aber überschaubar. In der zweiten Hälfte des dritten Bandes ist am ehesten ein vorankommen in der Hauptgeschichte zu spüren.

Hoffnung zu haben fühlte sich an, als würde er über einem Abgrund hängen und ihr das Seil in die Hand geben. Sie könnte ihn vernichten, wenn sie wollte.

Ansonsten stellt sich mir auch die Frage was man als Leser überhaupt liest? Eine Liebesgeschichte? Nicht wirklich, Dystopie – irgendwie schon aber in einer Fantasy Realwelt Mischung mit Pseudoengeln und Pseudodämonen (beide habe nichts mit Himmel und Hölle zu tun).

Das nachvollziehbarste sind wohl die Reaktionen der Menschen. Die Charaktere handeln – wie schon in den Vorgängern – überwiegend dumm (netter kann man das wirklich nicht formulieren). Im letzten Teil gibt es genau eine einzige Aktion, wo Charaktere mal vorher über ihre Handlungen nachgedacht haben.

In Teil drei wird die Geschichte aus mehr Perspektiven erzählt, als man das in den beiden Vorgängern gewohnt ist.

Fazit:

Die ganze Serie sagt mir nicht übermäßig zu. Der zweite Teil des letzten Bandes ist der beste Teil der Serie und die Haupthandlung kommt voran.

Die Autorin war kreativ und die Geschichte hat mich über alle drei Bände nicht direkt an eine andere Geschichte erinnert – der Weltenbau ist der Autorin sehr gut gelungen.

Das ist heutzutage durchaus eine Leistung. Wenn in anderen Büchern Magie im Spiel ist, denkt man oft an Harry Potter, wenn es um Fantasy geht, findet man oft parallel zum Herrn der Ringe. Das hat die Autorin gut umgangen.

Aber was ist eigentlich die Geschichte? Eine Lovestory, bei der die Protagonisten aus Rache ganze Völker auslöschen? Drama absolut maximiert? Eine Dystopie? Die Haupthandlung dümpelt oft vor sich hin und es ist kein roter Faden erkennbar.

Die ganze Geschichte liest sich weitgehend deprimierend. Dazu kommt, dass Handlungen oft nicht nachvollziehbar oder glaubwürdig sind. Das Ziel der Autorin sind offenbar viele Handlungswendungen, die oft aber keinen Sinn ergeben. Wer das mag, ist mit der Serie gut bedient.

Dabei ist die Serie trotzdem nicht langweilig, man ist durchweg motiviert weiter zu lesen aber eine befriedigende Geschichte / Unterhaltungsliteratur war es für mich zu keinem Zeitpunkt.

Das Ende ist konsequent. Nach dem ganzen Drama ist ein durchweg befriedigendes Ende wohl nicht im Rahmen des Möglichen gewesen. Denn irgendwie ist mir zumindest nicht so ganz klar, ob die große Geschichte und der große Kampf erst noch folgt.

Ein bisschen habe ich mich gefühlt, wie es einem nach bestimmten Kinofilmen geht: Am Ende stellt man sich die Frage, ob es einen irgendwie weiter gebracht hat, dass man den Film gesehen hat oder man eher Zeit verschwenden hat.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Enthüllungsprojekt / Kunstschule – was kann das wohl sein? 🙂
  • Uh, wie dramatisch. Karou hat ihre Unschuld verloren. Dazu gehören wohl zwei und wenn sie sonst keine Sorgen hat …
  • Das mit den Zähnen als Währung für große Magie ist reichlich dünn. Zähne von Toten zu bekommen ist ja nun wahrlich nicht schwierig mit ein wenig krimineller Energie.
  • Wenn Engel so auffällig sind, dann müsste es massenhaft Sichtungen geben.
  • Was für ein Zufall, dass Karou beim ersten Mal den Hinweis auf die Handabdrücke vergisst, beim zweiten Mal jemand zu Besuch ist und die Schlangenfrau scheinbar blind ist oder die Abdrücke nicht sieht (wie sich später Zeigt ist es wohl eher Blindheit, denn Karou ist nicht besonders). Auch später erwähnt Karou die Abdrücke nicht. Es ist ja auch überhaupt nicht seltsam, wenn plötzlich auf allen magischen Türen Handabdrücke auftauchen, nicht der Erwähnung wert und Karou ist natürlich die Einzige die Notiz nimmt, obowhl ständig Kunden ein und aus gehen.
  • Wie / wo erfährt man den was man besitzt, wenn der Besitz über die ganze Welt verteilt ist?!
  • Liraz und Hazael haben die Magie bemerkt, mit der Aktiva von Karou angegriffen wurde, weil sie beim Kampf zugesehen haben, tauchen aber erst einen Tag später auf? Total sinnfrei.
  • Wieso kommt Aktiva so viel später an als Karou? So lange wird die Unterhaltung der Seraphim wohl kaum gedauert haben.
  • Aus Zähnen entstehen neue Körper? Etwas dünn. Davon mal abgesehen, wieso hat eine Seele Erinnerungen?
  • Das Konzept das Magie nur im Austausch gegen Schmerzen gewirkt werden kann ist mir so noch nicht begegnet – kreativ aber nicht nachvollziehbar.
  • Eigentlich ist die Geschichte am Ende von Band 1 vorbei, oder? Aktiva hat Brimstone getötet und somit “Frieden” gebracht, wen auch nicht so wie er und Karou das vorher geplant hatten.
  • Sehr naheliegend sich mit jemanden zu paktieren, der einen zur Befriedigung seiner Gelüste ermordet hat
  • Natürlich, Karou ist an allem Schuld. Und wer war der Vollidiot, der einem Seraphin das größte Geheimnis anvertraut hat?
  • So ruhmreich sich das auch anhört, ein General darf nicht ständig bei der Schlacht sterben, ob nun mit Widererweckung oder ohne, denn wegen fehlender Führung gehen Schlachten verloren – das ist also eher dumm und kein Merkmal eines guten Generals.
  • Das mit der IP Adresse und der Mail ist ja eine nette Idee, funktioniert aber in der Regel nicht, weil man dafür entsprechende Logs benötigt, die man bei einem Mailaccount bei einem Fremdanbieter nicht hat, man muss also schon eher einen eigenen Mailserver haben und auch dann kann man nur die letzte Station nachvollziehen.
  • Joram ist einer der Anführer der Seraphin und seine eigenen Kinder sind Sklaven, alle anderen Seraphim werden besser behandelt? Ziemlich unglaubwürdig. Zumal die vermeintlich beste Armee nichts als Gegenleistung bekommt. Das würde wohl kaum funktionieren.
  • Die Aussage “»In ganz Eretz gibt es nicht genügend Schlösser für all die Bastarde, die ich gezeugt habe«, und damit sogar eine simple Absage am Ende in ein Loblied auf seine Männlichkeit verwandelt.” ergib keinen Sinn, wenn es weniger als 300 lebende Unselige gibt.
  • Super Idee von Karou ihre Freunde dem Wolf vorzustellen. Ein besseres Druckmittel hätte sie ihm nicht geben können. Zuzana zusätzlich noch das Wiedererwecken beizubringen, ist noch besser. Damit macht sie sich ersetzbar und beide können mit der jeweils anderen erpresst werden. Karou selbst kommst so spät dahinter, dass Ten sie ersetzen sollte, als der Leser sich nur noch fragen kann wie man so naiv oder eher dumm sein kann. Dann braucht sie noch mal deutlich länger um zu verstehen, dass ihre Freunde in Gefahr sind.
  • Erst kommen Karous Freunde und sie arbeitet nicht, dann kommt Issa und Karou arbeitet nicht, ich glaube ja kaum, dass Thiago sich das gefallen und sich auch noch unbewacht lassen würde – gut nachher wird sie dadurch schneller aber die Zeit hätte er ihr nicht gegeben, basierend auf seinen bisherigen Handlungen.
  • Wie hat Jael denn 40 Leute in den mit 7 Toren und Wachstufen versehenen inneren Palastbereich geschafft?
  • Es wird beschrieben, dass Aktiva die Aktionen voraussieht, aber Jael verschwindet einfach, obwohl Aktiva schneller reagieren kann, als jemals zuvor?
  • Die besten Kämpfer von Thiago lassen sich einfach so abmurksen
  • Wieso lässt Karou sich zur Grube bringen, wo sie doch gleich hätte kämpfen können? Stattdesseng geht sie wie ein braves Lamm zur eigenen Schlachtung – wobei der Vergleich hinkt, denn das Lamm weiß ggf. nicht was ihm blüht. Das sie das überlebt, hat mehr mit Glück zu tun.
  • Wieso haben Zuze und Mik offenbar alle Zeit der Welt? Sei studiert und er arbeitet.
  • Wieso sollte Karou Schraubzwingen zum Magiewirken brauchen, wenn eh ihr ganzer Körper schmerzt?
  • Das Karou Tote heilen kann ist der Autorin gerade eingefallen, wo sie es brauchte, oder? Es ist immer schön, wenn Autoren Regeln ihrer eigenen Welt über Bord werfen, wenn sie gerade stören.
  • In einem geschlossenen Raum jemanden zu verbrennen, der gestorben ist: Geniale Idee – muss man dazu noch was sagen?
  • Natürlich hat Jael überlebt, der ganze Turm wurde zerstört, aber zwecks Drama kann der Bösewicht doch nur überlebt haben.
  • Die Gefahr, dass Aktiva kurzfristig die Tore schließt ist wohl eher gering, wenn er nicht mal weiß wie … später werden sie einfach mit Feuer geschlossen – wo auch immer das wissen entstanden ist, dass das geht
  • Karou hat diverse Verbündete unter den Chimären aber genau die werden nicht widerbelebt.
  • Welchen Sinn macht es für die Rebellen die Basis in der Menschenwelt aufzugeben?
  • Ich habe arge Zweifel, dass man vor Kälte zitternd schlafen kann, ich kann (und ja, ich hab das schon getestet)
  • Wie hat man eine Leiche im Schlepptau und trägt gleichzeitig eine andere?
  • Das Gabriel Toth das Handy überlässt ist ja so glaubwürdig, nachdem Gabriel selbst erwähnt hat, dass Toth und Eliza sich hassen
  • Wie sollen die lebenden Schatten Soldaten im Schlaf kampfunfähig machen ohne sie zu töten?
  • Nachdem Eliza Verrat begangen hat (so wäre die Auslegung wohl in den USA), darf sie einfach so gehen? Zumal die Aussage mit der Abstammung von einem Engel wohl schon dafür gesorgt hätte, dass sie die nächsten Jahr eingesperrt in einem Labor verbringt (zumindest in der Situation, sonst wohl eher in der Psychiatrie). Das sie ja so schlau ist, wäre ihr das natürlich vorher schon klar gewesen.
  • Wieso kann Virko sich unsichtbar machen?
  • Wenn man sich nicht Technik nicht auskennt, sollte man nicht darüber schreiben: Es werden verschlüsselte Fotos erwähnt und eine sichere Museums Maildresse geschickt? Wenn die Fotos verschlüsselt sind, hätte Toth sie nicht öffnen können, auch wenn Toth Zugriff auf das Handy von Eliza hat. Davon abgesehen glaube ich kaum, dass jemand Fotos verschlüsselt, der nicht mal ein Passwort für sein Handy benutzt. Was soll bitte eine sichere Maildresse sein?! Mail ist grundsätzlich kein sicheres Medium, so lange man die Mails nicht verschlüsselt oder ausschließlich ein eigener Mailserver mit verschlüsselter Übertragung benutzt wird (sobald man Mails an andere Mailserver schickt, müssen sie wieder verschlüsselt sein, sonst sind sie nicht sicher). Dann geht es weiter: Die Fotos wurden von ihrer Maildresse verschickt. Mit Verlaub: Weiß heute nicht jeder, dass man jede beliebige Mailadresse als Absender einsetzen kann? Das beweist überhaupt nichts.
  • Wie darf man sich die Landung in Tamnougalt vorstellen? Monster, Engel und ein weltbekannte Mädchen mit blauen Haaren landen in einer Hotelanlage und werden plötzlich sichtbar?
  • Wenn Karous Fakeoma nur etwas getan hat, wenn sie dafür entlohnt wurde, dann ist es ziemlich unlogisch nun davon auszugehen, dass sie etwas ohne Entlohnung macht. Und für ein paar Wesen aus einer anderen Welt lässt sich doch sicher eine entlohnende Verwendung finden … Und es kommt natürlich genau so, wie es vorher für jeden außer für die Charaktere des Buches absehbar war.
  • Schon ironisch, dass Aktiva mit seinen Aktionen dafür gesorgt hat, dass Karou ihn nicht begleiten kann / will, weil sie ihr Volk retten – wobei das ist der falsche Begriff, wenn man Tote wieder zum leben erweckt, oder? – möchte.
  • Das was Karou macht ist ja total hilfreich: Durch die Gegend wandern und ab und an mal eine Seele finden – da ist es absolut nachvollziehbar, dass die Aufgabe absolut essentiell für das Universum ist und sie keinesfalls bei Aktiva sein kann. Ich glaube eine so gekünstelte Dramageschichte habe ich noch nie gelesen. Gegen den Dramafaktor sieht selbst die Biss Serie blass aus.
  • Natürlich, warum sollte man seine Klingen benutzen, wenn es darum geht das eigene Leben zu verteidigen. Das ist bestimmt kein Notfall.
  • Wieso kann Aktiva irgendwen auf beliebige Distanz in Flammen aufgehen lassen, während andere Seraphim das scheinbar nicht können? Bekannt ist seine Fähigkeit ja offenbar. Wie so vieles ergibt das keinen Sinn, genauso, dass das Mail vorher nur Karou und sonst niemanden aufgefallen ist, obwohl es an jeder Tür war.
  • Das mit den Bestien ergibt keinen Sinn. Die 12 Auserwählten öffnen Portale zu anderen Welten und schließen Sie wieder. Dann werden sie on der Dunkelheit verfolgt, die plötzlich auch weiß “die Dunkelheit” wie die Portale geöffnet werden. Vorher konnte “die Dunkelheit” das natürlich nicht.
  • Der Gefallene ohne Beine springt Esther an und zeigt sich vorher dem Vatikanvertreter, damit der hinreichend entsetzt ist und Esther anruft, die der Gefallene nicht kennt?!
  • Wo kommen am Ende eigentlich die ganzen Zähne her um ein ganzes Volk zu erwecken, nachdem vorher die Zähne ständig aus der Welt der Menschen geholt wurden?
  • Bei einem neuen Körper wäre Ziris Stimme nicht “seine” Stimme, sondern würde von dem neuen Körper bestimmt
  • Wie kann den Niemand wissen, wo die Sturmjäger ihre Nester bauen?! Die Tiere sind laut Beschreibung riesig und nicht zu übersehen. Wenn man versucht hat sie zu fangen, wäre es doch ggf. auch Sinnvoll gewesen sie vorher zu beobachten – was einen irgendwann zu den Nestern führt.
  • Das Ananke Konzept ist ja klasse, damit kann man einfach alles rechtfertigen. Mein Ananke hat mir vorgegeben, dass ich es machen musste …

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Cassardim Jenseits der tanzenden Nebel [Buch]

Cassardim 3 Jenseits der tanzenden Nebel - Julia Dippel

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Julia Dippel

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Yay, es machte so richtig Spaß, die Verantwortung zu tragen. Ich konnte zwischen Pest und Cholera wählen, und nichts Geringeres als das Schicksal der Welt hing von dieser Entscheidung ab.

Amaia und Noár haben geheiratet und das Chaos breitet sich immer mehr in Cassardim aus. Amaia hat sogar den Eindruck, dass Noár vielleicht vom Chaos besessen ist. Aber wie können die Akteure das sich ausbreitende Chaos aufhalten, nachdem das Juwel zerstört wurde?

Abseits der oben genannten Rahmenbedingungen passiert im ersten Teil des dritten Bandes nicht sehr viel, dass die Geschichte voran bringt. Die vorhandenen Elemente (Befreiungsaktion, etwas Säbelrasseln und einige weitere Aktionen) nehmen viel Zeit ein – im Nachgang betrachtet soll das ggf. der Ausgleich für den Schluss sein, der recht kurz ausfällt.

Noch irgendwas, das ich wissen sollte? Also außer, dass du meine Kindheit ruiniert hast, um einem Wahnsinnigen zur Rückkehr auf den Kaiserthron zu verhelfen. Hast du vielleicht eine geheime Zweitidentität als Serienkiller? Einen verborgenen Harem? Oder ein paar Kinder, die du vergessen hast zu erwähnen?«

Allerdings hat die Autorin genügend neue Ideen und man lernt in diesem Band wieder deutlich mehr von Cassardim und auch einzelne Charaktere etwas besser kennen.

Im zweiten Teil des Buches überschlägt sich die Handlung aber drängt sich für meinen Geschmack etwas zu sehr das Gefühl auf, dass die Autorin auf ein vorbestimmtes Ende zuarbeitet. Wie mich wirkt das Ende zu sehr konstruiert. Die Charaktere stehen sich oft selbst im Weg, verplempern Zeit und somit entsteht oft mehr Drama als nötig wäre.

Der Schreibstil ist Julia Dippel typisch gelungen.

Fazit:

»Wer sind Sie?« »Ardiza Noár val Shaell, Kronprinz der Schattenfeste und Heerführer der dunklen Armee«, lautete die souveräne Antwort. »Öffnet das Tor.« … »Aha«, blaffte die Frauenstimme. »Wir kaufen nichts.«

Für mich der schwächste Teil der Serie, die allerdings insgesamt gut gelungen ist. Als Leser bekommt man mehr Cassardim Feeling. Die Handlung ist dafür dünner, große Ränkespiele gibt es nicht und im Prinzip steuert das Buch in der ersten Hälfte ziemlich langsam auf das Finale zu und weiß nicht so recht wie es die Zeit totschlagen soll.

Das Ende ist eine Geschmacksfrage, mein Fall ist es nicht aber wer nicht auf glückliche Enden steht oder Enden oft zu schnulzig findet (zugegeben, kitschig ist das Ende auch, nur halt anders als man es gewöhnt ist in derartigen Serien), ist bei der Serie gut aufgehoben. Scheinbar bin ich aber nicht der einzige dem das Ende nicht gefällt, wenn ich mir andere Rezensionen so ansehe.

Das Ende ist nicht wirklich schlecht, aber meiner Meinung nach passt es nicht zu der Buchreihe und mir hat das Ende die ganze Reihe madig gemacht, obwohl ich sie vorher klasse fand.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • An einer Billigabsteige in Florida tauscht man mal eben so mehrere hundert Dollarscheine in Kleingeld? Ich Anbetracht der Tatsache, dass man in den USA fast alles per Kreditkarte bezahlt, ist das wohl eher unwahrscheinlich, wenn der Laden nicht als Geldwäschestation dient.
  • Wie soll man schwimmen, wenn man sich gegenseitig festhalten muss?
  • Bei dem großen Kampf der zwei Heere hat man den Eindruck, dass man von einem Ende des Landes zum anderen 5 Minuten braucht, kaum hat der Krieg begonnen, treffen die Armeen zusammen. Auch beim Kampf mit dem Chaos ist jedes Volk sofort an der Stelle, wo es sein soll und man kann quasi alles von einem einzelnen Ort überblicken, während vorher in der Geschichte weite Reisestrecken zurückgelegt wurden.
  • Das Ende hätte auch anders ausgehen können, wenn die Gruppe der Juwelenträger etwas schneller gewesen wäre, hätte sie die Barrieren auch einfach verschließen können. Die Autorin hat sich zumindest alle Optionen für Folgebände offen behalten.
  • Wofür sind am Ende eigentlich die Juwelenträger bzw. die aufgeteilten Juwelen gut? Faktisch sind die Juwelen doch ohne Barriere nutzlos, oder?
  • Also ehrlich: Amaia und Noár werden zu Bäumen, während Nox für den Rest des Lebens Baumwächter spielt und die Juwelenträger hocken am Baum, obwohl man keine Juewelenträger mehr braucht. So richtig Sinn macht das nicht.
  • Nachdem sich die letzte Kaiserin geopfert hat, brauchen wir keine mehr? So ganz sehe ich da nicht den Zusammenhang, wenn man sich das Chaos der Einzelherrscher vorher angesehen hat, wäre die Situation ohne einen gemeinsamen Herrscher wohl kaum Friede, Freude, Eierkuchen. Auf eine Art ist das Ende sogar kitschiger als die “wir haben so gerade überlebt Variante”, die man normalerweise präsentiert bekommt. Warum sollten sich die Akteure in Cassardim so weit geändert haben? Das ist sehr unrealistisch.
  • Julia Dippel wird schon wissen, warum sie im Nachwort schreibt “Dennoch weiß ich, dass meine Geschichte genau so enden musste, wie sie endet.” Offenbar ist ihr wohl bewusst, dass das Ende eben nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen wird.

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