Cassardim Jenseits der tanzenden Nebel [Buch]

Cassardim 3 Jenseits der tanzenden Nebel - Julia Dippel

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Julia Dippel

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Yay, es machte so richtig Spaß, die Verantwortung zu tragen. Ich konnte zwischen Pest und Cholera wählen, und nichts Geringeres als das Schicksal der Welt hing von dieser Entscheidung ab.

Amaia und Noár haben geheiratet und das Chaos breitet sich immer mehr in Cassardim aus. Amaia hat sogar den Eindruck, dass Noár vielleicht vom Chaos besessen ist. Aber wie können die Akteure das sich ausbreitende Chaos aufhalten, nachdem das Juwel zerstört wurde?

Abseits der oben genannten Rahmenbedingungen passiert im ersten Teil des dritten Bandes nicht sehr viel, dass die Geschichte voran bringt. Die vorhandenen Elemente (Befreiungsaktion, etwas Säbelrasseln und einige weitere Aktionen) nehmen viel Zeit ein – im Nachgang betrachtet soll das ggf. der Ausgleich für den Schluss sein, der recht kurz ausfällt.

Noch irgendwas, das ich wissen sollte? Also außer, dass du meine Kindheit ruiniert hast, um einem Wahnsinnigen zur Rückkehr auf den Kaiserthron zu verhelfen. Hast du vielleicht eine geheime Zweitidentität als Serienkiller? Einen verborgenen Harem? Oder ein paar Kinder, die du vergessen hast zu erwähnen?«

Allerdings hat die Autorin genügend neue Ideen und man lernt in diesem Band wieder deutlich mehr von Cassardim und auch einzelne Charaktere etwas besser kennen.

Im zweiten Teil des Buches überschlägt sich die Handlung aber drängt sich für meinen Geschmack etwas zu sehr das Gefühl auf, dass die Autorin auf ein vorbestimmtes Ende zuarbeitet. Wie mich wirkt das Ende zu sehr konstruiert. Die Charaktere stehen sich oft selbst im Weg, verplempern Zeit und somit entsteht oft mehr Drama als nötig wäre.

Der Schreibstil ist Julia Dippel typisch gelungen.

Fazit:

»Wer sind Sie?« »Ardiza Noár val Shaell, Kronprinz der Schattenfeste und Heerführer der dunklen Armee«, lautete die souveräne Antwort. »Öffnet das Tor.« … »Aha«, blaffte die Frauenstimme. »Wir kaufen nichts.«

Für mich der schwächste Teil der Serie, die allerdings insgesamt gut gelungen ist. Als Leser bekommt man mehr Cassardim Feeling. Die Handlung ist dafür dünner, große Ränkespiele gibt es nicht und im Prinzip steuert das Buch in der ersten Hälfte ziemlich langsam auf das Finale zu und weiß nicht so recht wie es die Zeit totschlagen soll.

Das Ende ist eine Geschmacksfrage, mein Fall ist es nicht aber wer nicht auf glückliche Enden steht oder Enden oft zu schnulzig findet (zugegeben, kitschig ist das Ende auch, nur halt anders als man es gewöhnt ist in derartigen Serien), ist bei der Serie gut aufgehoben. Scheinbar bin ich aber nicht der einzige dem das Ende nicht gefällt, wenn ich mir andere Rezensionen so ansehe.

Das Ende ist nicht wirklich schlecht, aber meiner Meinung nach passt es nicht zu der Buchreihe und mir hat das Ende die ganze Reihe madig gemacht, obwohl ich sie vorher klasse fand.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • An einer Billigabsteige in Florida tauscht man mal eben so mehrere hundert Dollarscheine in Kleingeld? Ich Anbetracht der Tatsache, dass man in den USA fast alles per Kreditkarte bezahlt, ist das wohl eher unwahrscheinlich, wenn der Laden nicht als Geldwäschestation dient.
  • Wie soll man schwimmen, wenn man sich gegenseitig festhalten muss?
  • Bei dem großen Kampf der zwei Heere hat man den Eindruck, dass man von einem Ende des Landes zum anderen 5 Minuten braucht, kaum hat der Krieg begonnen, treffen die Armeen zusammen. Auch beim Kampf mit dem Chaos ist jedes Volk sofort an der Stelle, wo es sein soll und man kann quasi alles von einem einzelnen Ort überblicken, während vorher in der Geschichte weite Reisestrecken zurückgelegt wurden.
  • Das Ende hätte auch anders ausgehen können, wenn die Gruppe der Juwelenträger etwas schneller gewesen wäre, hätte sie die Barrieren auch einfach verschließen können. Die Autorin hat sich zumindest alle Optionen für Folgebände offen behalten.
  • Wofür sind am Ende eigentlich die Juwelenträger bzw. die aufgeteilten Juwelen gut? Faktisch sind die Juwelen doch ohne Barriere nutzlos, oder?
  • Also ehrlich: Amaia und Noár werden zu Bäumen, während Nox für den Rest des Lebens Baumwächter spielt und die Juwelenträger hocken am Baum, obwohl man keine Juewelenträger mehr braucht. So richtig Sinn macht das nicht.
  • Nachdem sich die letzte Kaiserin geopfert hat, brauchen wir keine mehr? So ganz sehe ich da nicht den Zusammenhang, wenn man sich das Chaos der Einzelherrscher vorher angesehen hat, wäre die Situation ohne einen gemeinsamen Herrscher wohl kaum Friede, Freude, Eierkuchen. Auf eine Art ist das Ende sogar kitschiger als die “wir haben so gerade überlebt Variante”, die man normalerweise präsentiert bekommt. Warum sollten sich die Akteure in Cassardim so weit geändert haben? Das ist sehr unrealistisch.
  • Julia Dippel wird schon wissen, warum sie im Nachwort schreibt “Dennoch weiß ich, dass meine Geschichte genau so enden musste, wie sie endet.” Offenbar ist ihr wohl bewusst, dass das Ende eben nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen wird.

[collapse]

Calea – Zwischen Asche und Rauch [Buch]

Calea Zwischen Asche und Rauch - Alexandra Stürckler-Wede

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Alexandra Stückler-Wede

Teile der Serie:

  • Calea Zwischen Asche und Rauch (433 Seiten – Sequel zur Elyanor Serie)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Keine Ahnung, ob es die richtige Entscheidung war, aber ich würde es niemals erfahren, wenn ich es nicht darauf ankommen ließ.

Calea ist die Tochter von Elyanor. Die wiederum ist die Herrscherin in der Hölle (wer die Elyanor Serie gelesen hat, kennt die Hintergründe bereits). Im Gegensatz zu ihren beiden Geschwistern hat Calea keine magischen Fähigkeiten und sie darf auch nie den Palast verlassen. Warum das so ist, erfährt sie nicht.

Sie fühlt sich eingesperrt und da sie offenbar keine magischen Fähigkeiten hat auch nutzlos. Sie hat den Eindruck, dass ihre Eltern sie nur deshalb verstecken, weil sie verbergen wollen was für ein aus der Art geschlagenes Kind sie haben. Als sie 19 Jahre alt wird, hat sie in einer Ebene zwischen Traum und Wirklichkeit eine Begegnung mit dem Teufel – den ihre Mutter vermeintlich getötet hat.

Bis Sonnenuntergang bleiben uns noch ein paar Stunden und wir sollten jede einzelne davon nutzen, wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen, das lebend zu überstehen.« Ich hob die Augenbrauen und verlagerte mein Gewicht auf das andere Bein. »An deinen Motivationssprüchen musst du dringend noch arbeiten.«

Der Teufel teilt ihr mit, dass sie von ihren eigenen Eltern um ihre magischen Fähigkeiten beraubt wurde und sie nur in dem glauben Gehalten wird, dass sie keine Fähigkeiten hat. Er erklärt ihr auch, wie sie angeblich ihre Fähigkeiten freisetzen kann. Aber der Teufel wäre nicht der Teufel, wenn er selbstlos Ratschläge geben würde …

Der Anfang ist für meinen Geschmack ziemlich 08/15. Ein Mädchen, dass ihr leben bisher eingesperrt im einem Palast verbracht hat, landet auf der Erde und verliebt sich sofort in einen gutaussehenden Jungen – Kenzo. Dann aber lernt Kenzo innerhalb von kürzesten Zeit den wahren Hintergrund von Calea kennen. Spätestens ab dem Zeitpunkt wird das buch deutlich unterhaltsamer.

Besonders an dem Buch ist das etwas unfreiwillige Team was sich ergibt. Das hat was von den bekannten Kabbeleien und der Dynamik von denen auch viele unterhaltsame Filme leben.

Bei ihm klingt Roadtrip wie eine ansteckende Krankheit oder ein Fluch, der ein besonders grausames Ende fordert.

Die Handlung ist Packend und hat eine hohe Schlagzahl, weniger gut gelungen ist, dass für den Leser von Anfang an offensichtlich ist, dass Calea von Anfang an vom Teufel verführt wird und von einer Falle in die nächste tappt. Dabei kommt ihr nicht mal die Idee mal darüber nachzugedenken wer der Strippenzieher sein könnte oder was ihre Handlungen bewirken (und schwierig ist das nun wirklich nicht).

Fazit:

Wer die Welt von Elyanor schon kennt, sollte auch dieses Buch lesen. Mir gefällt nicht so gut wie Calea tollpatschig jede Falle mitnimmt, andererseits ist die Geschichte emotional und hat eine gute Schlagzahl. Das ist für mich wie ein guter Actionfilm, bei dem man auch hier und dort über ein paar Schwächen hinwegsieht.

Insgesamt fand ich die Hauptserie aber etwas besser als das Sequel.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wenn Caleas Eltern sie mit der Kette nicht spüren, ist es wohl nicht so schlau sie schon vor der Flucht zu benutzen, oder?
  • Was soll Calea mit mehreren Perlen, die sie in die Hölle zurück bringen?
  • Der Teufel gibt Calea Tipps und ist offenbar nicht so tot, wie er sein sollte. Danach wird von der Zerstörung der Barriere gesprochen und Caleas Mutter hat – nachdem sich für den vermeintlichen Tod des Teufels verantwortlich ist – eine Heidenangst vor dem Fallen der Barriere. Wie schwer ist es vor dem Hintergrund den Zusammenhang herzustellen, dass der Teufel zurück kommen kann, wenn die Barriere fällt?
  • Wenn Ryker Kenzo sofort nach London bringen kann, wieso dann nicht Caleo auch zum eigentlichen Ziel?
  • Ein so uneingeschränkter Handel mit dem Teufel ist gelinde gesagt dumm. Calea mag gerade nicht gut auf Ihre Eltern zu sprechen sein aber es ist doch sehr naheliegend, dass der Teufel widerbelebt wird und anschließend ihre Eltern tötet.
  • Ein kleiner Teil der Seele von Kenzo gehört einen Dämon und er kann nicht sterben, so lange er diesen Teil nicht zurück hat. Andersrum stirbt er, wenn der Dämon stirbt? So richtig viel Sinn macht das nicht. Der Großteil seiner Seele scheint unerheblich zu sein.
  • Calea labert rum und lässt sich ausschalten, nachdem sie ohne nachzudenken in die Falle getappt ist. Das macht Sinn. Warum sollte sie auf kämpfen, so lange sie es kann?
  • Die Geschichte mit der Spinne und der Signatur, die anschließend 24 Stunden überhaupt nicht mehr vorhanden ist, ergibt keinen Sinn.
  • Es ist nicht sonderlich schlau Calea den Sajax aus der Hand zu nehmen – er weiß weder wie sich das Teil auf einen Menschen auswirkt, noch ist der Teufel endgültig außer Gefecht gesetzt zu dem Zeitpunkt.

[collapse]

Flesh and Fire [Serie]

Flesh and Fire 1 A Shadow in the Ember - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • A Shadow in the Ember (712 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

“Will you try to stab me?” “I…hope not.” “You hope?” “If you try to tell me what to do or grab me again, I am likely to lose that hope,” I told him.

Sera wurde von Geburt an dazu erzogen einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Sie soll dafür sorgen, dass sich der “Primal of Death” in sie verliebt und ihn dann töten, weil er lediglich durch Liebe verwundbar wird. Sie ist sich bewusst, dass sie bei dem Versucht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sterben wird. Als es zu dem ersten Treffen mit ihm kommt, teilt er ihr aber nur mit, dass er keinerlei Verwendung für eine Gefährtin hat.

an enemy is rarely one by choice,” he told me. “They usually become such due to other people’s choices, or they become enemies because of situations they had little control over. I would think you, of all people, would be more empathetic to that.”

Seras Leben wir danach noch schlimmer als es ohnehin schon war, einerseits ist sie erleichtert, andererseits meint sie zu wissen, dass ihre Geburt für eine Verfall verantwortlich ist, die ihr Heimatland mehr und mehr vernichtet. Sie wurde in dem Glauben erzogen, dass nur der Tod des “Primal of Death” diesen Verfall aufhalten kann. Da ihr Daseinszeck offenbar nur daraus bestanden hat den “Primal of Death” zu töten, fühlt sie sich nutzlos und ihre “Familie” verstärkt diesen Eindruck.

Die Mischung von erzwungener Jungfrau, die keine Freunde / Kontakte haben darf, kein selbst bestimmtes Leben führt, sondern eher eine Sklavin ist, aber maximal schlagfertig und selbstbewusst ist, ergibt kein stimmiges Bild. Die Geschichte gleicht Anfangs sehr stark der “Blood & Ash” Serie. Die beiden Auserwählten (Poppy und Sera) sind mehr oder weniger austauschbar. Erst spät entwickelt die Geschichte eine Eigenständigkeit, dann wird sie aber auch richtig interessant. Dafür nimmt sich Jennifer Armentrout aber viel Zeit.

“Where’s all that bravery?” Ash asked. “My bravery ends when I’m faced with something that can swallow me whole.”

Sera folgt quasi einer naiven Abergläubigkeit, obwohl sie schlau ist. Das passt nicht zusammen.

Die Welt kann ich nicht nachvollziehen. In der Serie “From Blood & Ash” geht es offenbar um dieselbe Welt, die abgebildeten Karten passen aber überhaupt nicht zueinander, obwohl bestimmte Elemente gleich sind bzw. die gleichen Namen tragen. Insofern müsste der Krieg quasi die ganze Welt auf den Kopf gestellt und selbst Landmassen neu geformt haben (gut, dass kann natürlich in den Folgebänden passieren).

It is far easier to be lied to than it is to acknowledge that you have been lied to.”

Abseits von der sehr wackeligen Basisstory wird die Geschichte später deutlich interessanter und komplexer. Das Buch lebt vom Schreibstil von Armentrout und der Beziehung der beiden Hauptcharaktere, die einerseits von Interesse und Spannung geprägt ist, andererseits aber von der Ausgangssituation (Sera hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der “Primal of Death” sich in sie verliebt um ihn dann zu töten) überschattet wird. Für Drama und Spannungen zwischen den Charakteren ist somit gesorgt.

Fazit:

“They shouldn’t have told you that. Both Rhahar and Bele often speak before they think.” “Well, since I am well familiar with that, I can’t hold it against them,” I said.

Das Buch stellt den ersten Teil einer Prequel Reihe von “From Blood & Ash” dar. Die “A Shadow in the Ember” Serie spielt weit vor der “From Blood & Ash” Serie und erklärt viele Dinge, die in der “From Blood & Ash Serie” angeschnitten werden.

Bisher würde ich sagen, dass die Lesereihenfolge der beiden Serien egal ist. Man kann mit beiden Serien beginnen. Ich bin gespannt was Jennifer Armentrout sich für die Folgebände einfallen lässt.

The Royal Guard shattered, broke apart like fragile glassware, into a fine dusting of ash and then…nothing. Nothing remained of him, not even the clothing he wore or the weapons he bore. My wide eyes shot to the Primal. That kind of power…it was inconceivable. Terrifying and impressive. “Here we go,” Ector murmured.

Abseits von der teilweise naiven Dummheit der Charaktere (die ansonsten ziemlich schlau sind), ist die Schreibweise unterhaltsam und die Story zumindest gegen Ende erstaunlich komplex. Wenn Armentrout nicht ganz so sehr die Dramatik Schiene gefahren hätte und alle drei Seiten erwähnen würde, dass Sera Ash töten muss, ohne zu reflektieren ob das überhaupt den erwarteten Effekt hat, wäre das Buch für mich noch um einiges besser gewesen.

Ansonsten ist das Buch auch nicht so klassisch Armentrout we viele andere Bücher von ihr. Die Charaktere denken mehr nach, reflektieren mehr (abseits von ein paar Punkten die Armentrout offenbar zwecks Dramatik bewusst aus dem Denken der Charaktere ausklammert). In dieser Serie gibt es wieder mehr Sex als in der “Blood & Ash” Serie. Das ist durchaus Armentrout typisch. Ich fand es aber nicht nervig, manchmal nimmt der Sexanteil bei Armentrout etwas die Oberhand ein und die Story verkommt zur Nebensache, das ist bei A Shadow in the Ember nicht der Fall.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4,5/5 (Zwischenstand, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Warum Sera überhaupt eine Bindung zu ihrer Familie hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Warum fühlt man sich zu der Mutter hingezogen, wenn sie einen immer wie eine Sklavin behandelt?
  • Ein paar Götter kommen um Sera und den Fremden anzugreifen und die beiden legen vorher oder während die Götter an ihnen vorbei laufen schnell eine Sex Szene ein? Armentrout …
  • Ich habe verpasst warum es irgendwie helfen soll eine Fäulnis / Verwesung des Landes aufzuhalten, wenn ein Primal getötet wird – warum das so sein soll, wird nie erklärt. Es wird überhaupt kein Zusammenhang hergestellt. Warum dafür nur eine Person in der Lage zu sein scheint (wobei das ja nicht mal erwähnt wird abseits von “sie ist die Auserwählte”), ist auch nicht nachvollziehbar.
  • Die Königin sagt zur Näherin, dass sie sich entschuldigt, weil sie weiß das die Zeit der Näherin wertvoll ist?! So wie diese Königin geschildert wird, würde sie sich so nicht verhalten.
  • Es ist keine gute Idee jemand zum Killer auszubilden, der sich selber opfern soll und demjenigen abseits von etwas Aberglaube aber überhaupt keinen Grund dafür zu geben. Das ist eine miserable Taktik.
  • Die Szene mit dem “Bruder” von Sera ist unglaubwürdig. Sie ist die absolute bad ass Killerin und schlägt ihn sonst mühelos aber dann knockt er sie nebenbei aus und ist schneller als sie?
  • Warum sollte sich Tavius die Mühe machen Sera zu irgendwelchen Aussagen zu bewegen? Als König hätte er so oder so alles mit ihr machen können auch ohne das sie irgendetwas bestimmtes macht.
  • Die ganze Sache mit dem Deal ist ziemlich Pump und unglaubwürdig. Sera geht davon aus, dass man ihr die Wahrheit gesagt hat und die einzige Möglichkeit um die Fäulnis aufzuhalten die Ermordung von Ash ist. Dabei spricht so wenig dafür, dass das stimmt. Ganz im Gegenteil – die meisten Informationen, die sie hat sind falsch. Sie hinterfragt die Information aber trotzdem nie. Sie hinterfragt aber sehr wohl was ihre Handlungen bewirken in Bezug auf die Bevölkerung. Das darauf – im Prinzip einem Gerücht – die ganze Geschichte basiert ist reichlich dünn und lässt Sera ziemlich dumm erscheinen, was sie ansonsten aber keineswegs ist.
  • Wieso sind irgendwelche x beliebigen Götter in der Lage in die Burg von Nyktos einzudringen, wo es draußen Wachen gibt?
  • Wieso haben die Götter Leute umgebracht, wenn sie dachten, dass sie nach Sera suchen? Das ergibt keinen Sinn, wenn sie vermeiden wollen, dass sie getötet wird, weil sie deren Fähigkeiten nutzen wollen. Später sollen die Leute angeblich eine Art Wächter gewesen sein, um Sera zu schützen, obwohl sie nie etwas mit ihnen zu tun hatte.
  • In Teilen ist die Geschichte sehr vorhersehbar: Es war vorher klar, dass Sera erwischt wird, bevor sie ihre Handlungen umsetzen kann
  • Wieso ist Sera plötzlich eine so unsägliche Person? Sie hat freiwillig von Ihrer eigentlichen Aufgabe berichtet und keine Handlungen unternommen, die man ihr negativ auslegen kann. Ich finde sie sogar vertrauenswürdiger als vorher, weil sie von sich aus die Wahrheit gesagt hat. Das wäre maximal dumm, wenn sie ihr Ziel weiter verfolgen würde. Und für ihre Erziehung kann sie nichts. Das verhalten der Personen um Sera dient also offenbar primär dem Drama, denn rein logisch hat Nyktos keinen Grund sich aufzuregen.
  • Das Sera die Reinkarnation von Sotoria ist war doch schon viel früher klar, da wären die Hauptcharaktere auch viel eher drauf gekommen …

[collapse]

Chaos [Serie]

Chaoskuss - Teresa Sporrer  Chaosherz - Teresa Sporrer  Chaosliebe - Teresa Sporrer

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Teresa Sporrer

Teile der Serie:

  • Chaoskuss (314 Seiten)
  • Chaosherz (386 Seiten)
  • Chaosliebe (388 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Sie war eine kämpferische Walküre und liebte es, sich in jede Schulhofschlägerei einzumischen. Für Menschen war das befremdlich, aber für Ingrid der größte Spaß auf Erden. Sie fand es nur gemein, dass sie keine Waffen benutzen durfte.

May ist eine Hexe, somit kann sie Zaubern und mit Tieren kommunizieren. Somit ist das Leben unter Menschen für sie nicht ganz einfach, aber es gehört zum Pflichtprogramm von jungen Hexen.

May ist noch an der High School. Anders als in anderen Büchern, wo das High School Leben schon eher erwachsen wirkt, gibt es hier aber eher das volle Teenagerprogramm. Neben Hexen gibt es in der Geschichte auch diverse andere Wesen wie Vampire, Dämonen, Sukkubus, Walküren usw.

Ich stieß ein lautes Schnauben aus. »Oh, ich bin also ein Versuchskaninchen?« »Nein, nein, Mayhem. Du warst nicht einmal geplant …« »Also bin ich ein Unfall? – Danke, so was hört man doch immer wieder gern!«

Hexen sind in dem Buch quasi eine Art Wächter, die Ordnung in die Welt der Übernatürlichen bringen. Die Welt der Übernatürlichen ist ziemlich “blümchenhaft” dargestellt. Eigentlich sind alle gut, ob nun Dämon, Vampir oder andere. Lediglich am Ende bekommt man es mit einem sehr Klischeehafen Bösewicht zu tun. Die Handlung ist aber in ein paar Seiten abgeschlossen.

Die Grundgeschichte (man tausche Percy gegen May und griechische Götter gegen Ägyptische Götter) ist Percy Jackson. Der Schreibstil ist ganz gelungen aber sehr auf Teenager Mädchen ausgelegt.

»Du hast mich jetzt nicht mit gut zwei Dutzend Messern erdolcht!«, schrie der Gott des Chaos. »O nein, in meinem Kaffee ist nun auch Blut!«

Für mich ist der Götterhintergrund  zwar ein guter Ansatz (gerade die Charaktere finde ich gelungen) aber mir fehlt einfach etwas. An vielen Stellen fühlt man sich auch an Percy Jackson oder auch Harry Potter erinnert. Die Autorin hat schon ihr eigenes Ding gemacht aber die Hexentiere z.B. und auch die Zauber erinnern oft an Harry Potter. Das Götterchaos ziemlich klar an Percy Jackson. Wer also schon immer die weibliche Variante von Percy Jackson lesen wollte, ist gut aufgehoben.

Band 2:

Er knurrte. »Am liebsten würde ich sie auf der Stelle töten, aber nein, das darf ich nicht.« »Scheißbürokratie!«, war meine Mutter ausnahmsweise mal seiner Meinung.

May weiß nun, dass sie die Tochter von Seth dem Gott des Chaos ist. Ihre Mutter ist eine Mischung aus Vampir und Hexe und insofern ist May sehr speziell was ihre Fähigkeiten angeht. Einerseits lernt May wie sie sich als Hexe verhalten muss, andererseits geht sie als Hexe auch ganz normal zur High School. Zumindest mehr oder weniger normal, denn ihre Mitschüler halten sie passenderweise für eine Hexe, weil ihre Familie partiell recht seltsame “Berufe” verfolgt.

Inzwischen hörte sich Seths Klopfen so an, als würde er die Tür verprügeln. Also bat ich ihn herein, bevor ich mir noch eine neue besorgen musste.

Wer den Vorgänger nicht gelesen hat, anfangs gibt es eine Zusammenfassung eher marke Holzhammer und zwar von allem was im Vorgänger passiert ist. Das Kapitel kann man quasi direkt überspringen, wenn man gerade den Vorgänger gelesen hat.

Die Serie nimmt sich nach wie vor selbst nicht so ganz ernst und ist recht humorig. Das mag man oder man mag es nicht. Mein Fall ist es nicht so. Auf mich wirkt die Handlung ziemlich überdreht.

Ansonsten hat Band 2 den gleichen Aufbau wie der erste. 90% passiert nicht viel und am Ende lässt die Autorin die Bombe platzen. eine etwas mehr über das Buch verteilte Handlung wäre ganz gut.

Band 3:

Heute würde ich etwas Fröhliches malen. Wie Larissa auf einem Pfahl oder 50 Shades of Larissas Blut auf einer Leinwand.

Die recht unkonventionelle Göttergeschichte geht weiter. May ist eine Halbgöttin. Sie ist die Tochter des Chaosgottes und ihr Blut hat die schlafenden Götter erweckt. Aufgrund der taten ihres Vaters will Horis sie töten. Auch die hälfte der Götter will sich gegen Seth und May stellen. Lediglich eine kleine Gruppe hält zu ihnen. Aber wird das reichen?

Der letzte Teil hat mir besser gefallen als die beiden vorherigen, in denen die Geschichte über weite Strecken vor sich hin plätschert. Im dritten Teil gibt es mächtig viele Götter. Und es passiert somit deutlich mehr als in den beiden vorherigen.

Wie in der ganzen Serie nimmt sich auch der dritte Teil nicht besonders ernst.

Fazit:

»Ich habe gespürt, dass du in Gefahr bist, aber da war ich gerade beim All-you-can-eat-Buffet. Da du dich daraufhin schnell wieder beruhigt hast, habe ich noch fix was gegessen.« Sie rieb sich den Bauch. »Ich bin gesättigt und ich habe ein Verdauungsschläfchen gehalten. Ich bin nun bereit, dir zu dienen.«

Wer Percy Jackson mag, bekommt hier mehr oder weniger das gleiche in weiblicher Form geboten. Die Geschichte nimmt sich oft selbst nicht sonderlich ernst und es gibt diverse Szenen wo man lachen muss. In den ersten beiden Teilen fehlt mit aber etwas die Spannung. Der letzte Teil ist somit für meinen Geschmack der beste. So richtig warm bin ich mit der Serie aber nicht geworden, dafür nimmt sie sich selbst zu wenig ernst und ist auch oft einfach zu girly mäßig.

Wer übrigens keine schnulzigen Liebesgeschichten mag, der ist bei der Serie trotz des Titels richtig. Die “Liebe” ist in der Serie ziemlich jugendfrei und nicht so relevant.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Was Noah vorhatte war doch relativ offensichtlich, spätestens als er wieder runter wollte, nachdem er sein Handy benutzt hat.
  • Noah als Geist mit nach Hause zu nehmen ist wohl keine sonderlich gute Idee, wenn die Großmutter ihn exorzieren will.
  • Zu einer Party gehen ist bestimmt eine Tolle Idee, wenn man bei jeder Stimmungsschwankung Wolken über dem Kopf hat …
  • Seth bekommt nichts mit von der Entführung und dem Kampf im Garten. Ganz schon schwach für einen Gott.
  • Klar, Zaubern kann May nicht aber Geister exorzieren geht natürlich noch.
  • Erst wird ständig hervorgehoben, dass es quasi unmöglich ist einen Gott zu töten und dann tötet Horus Götter wie Fliegen (ggf. hängt das aber damit Zusammen, dass die Götter nicht ihre alte Kraft haben).
  • Offenbar ist Noah nicht nur für die Übernatürlichen am Tisch sichtbar, sondern auch für Shane. Sehr selektiv.
  • Wieso schläft Bastet, wenn Götter doch nicht schlafen abseits des paar Tausend Jahre Schlafs?
  • Horus ist hinter May her und alle Götter einschließlich ihrem Beschützer lassen sie alleine.

[collapse]

Don’t Love Me [Serie]

Don't Love Me - Lena Kiefer  Don't Hate Me - Lena Kiefer  Don't Leave Me - Lena Kiefer

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Lena Kiefer

Teile der Serie:

  • Don’t Love Me (432 Seiten)
  • Don’t Hate Me (432 Seiten)
  • Don’t Leave Me (433 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Eleni war gerade dreizehn geworden und damit noch in dem Alter, wo sie mich mochte und nicht für die böse große Schwester hielt, die ihr so spaßige Sachen wie Drogen nehmen oder nachts in versiffte Clubs gehen verbot.

Kenzie hat drei jüngere Schwestern um die sie sich kümmert, da ihre Mutter gestorben ist. Sie arbeitet bei ihrem Vater in der Firma und studiert nebenher. Dort werden Wohnmobile / Vans ausgerüstet. Für den Sommer hatte man ihr einen Job im Bereich Design bei einer reichen und namenhaften Familie zugesagt. Im letzten Moment zieht man aber eine andere Person vor. Somit fehlen ihr gute Voraussetzungen für die Bewerbung an der Uni in London.

Als Alternative muss sie nun nach Schottland zu einer Freundin ihrer verstorbenen Mutter, die sich dort mit Innendesign beschäftigt.

»Na, dann nutze die Zeit eben, um nicht die große Liebe zu finden. Ich schätze, nachdem du die Jungs in den letzten zwei Jahren in Scharen davongejagt hast, wird es Zeit, dass du dir mal selbst einen Korb holst«, sagte mein Vater ungerührt. »Irgendein Schotte eignet sich bestimmt dafür.«

Und wie der Zufall so will kehr Lyall nach drei Jahren zum gleichen Ort zurück, mit dem ihn eine unrühmliche Vergangenheit verbindet, die der Leser aber erst viel später erfährt.

Lena Kiefer typisch wird man direkt mitten in die Handlung geschmissen, nur damit es kurz danach an anderer Stelle weiter geht, zwei Monate vorher.

Wo die Geschichte hinläuft wird einem nach den ersten 50 Seiten schon recht klar. Lyall als Spross des Henderson Clans, der vor 3 Jahren Mist gebaut hat und sich nun rehabilitieren soll (dazu gehört keine Kontakte zu Mädchen) und Kenzie, die eben genau in einem Hotel der Familie arbeitet.

Moira merkte auf. »Ihr kennt euch?« Der Tonfall klang alarmiert. Als wäre ich trockener Alkoholiker und Kenzie eine Flasche Scotch.

Da liegt es nahe, dass er sich doch mit ihr einlässt und sie dann im Stich lässt, wenn es um sein Erbe geht. Lyall hat es dabei auch nicht einfach – in seiner Familie gelten strenge Regeln, die aber nur so lange gelten, wie man an das Geld will. Er unterwirft sich den vermeintlichen Zwängen somit bewusst.

Wer jetzt ganz viele Klischees erwartet und die klassische Bad Boy Geschichte liegt richtig. Genau das ist es. Gleichzeitig ist es auch der Versuch eine ganz klassische Love Story mit ziemlich seltsamen Rahmenbedingungen in die Moderne zu bringen (ein wenig wie Romeo und Julia viele andere Geschichten mit viel Drama).

»Schon gehört? Der-dessen-Name-nicht-genannt-wird ist wieder in der Stadt.«

Das gelingt mal besser mal schlechter. Denn der ach so starre Rahmen, dem sich Lyall vermeintlich beugen muss ist nur bedingt glaubwürdig.

Interessant macht das Buch der wirklich gute Schreibstiel von Lena Kiefer und sie baut wirklich viel Potenzial für Missverständnisse ein. Das Buch lebt fast von den Missverständnissen zwischen den Akteuren. Als Leser kommt man sich ein wenig so vor, als wenn man bei einer Schlammschlacht mit dem Popkorn daneben sitzt.

Die Geschichte bekommt aber nach und nach auf weitere Facetten und das Ende für mich dann doch nicht ganz wie erwartet. Gerade das Bild von Lyall bekommt immer wieder neue Aspekte und mal zeigen sie ein postiveres und mal ein negativeres Bild. Dem

Band 2:

»Uns ist nur eine begrenzte Zeit auf diesem Planeten gegeben, mein Freund. Ich bin bestrebt, sie sinnvoll zu nutzen.« »Wieso rufst du mich dann an?«

Da Kenzie mehr oder weniger geflüchtet ist, nachdem sie die Aufzeichnung vom Gespräch zwischen Lyall und Ada gehört hat, geht es sowohl Kenzie als auch Lyall nicht besonders gut.

Somit kommt Kenzie das Angebot von Lyalls Mutter gerade recht, bei ihrem neuen Hotel zu helfen, nachdem sie sich versichert hat, dass Lyall an dem Projekt beteiligt ist. Etwas später macht sie das gleiche mit Layall und versucht sich somit als Kupplerin.

Das Schwierige ist schön.« »Was soll das bedeuten?« »Ich habe es immer so interpretiert, dass man nicht gleich aufgeben soll, wenn es mal anstrengend wird. Meistens sind die Dinge, die wirklich kompliziert sind, auch die, aus denen das Beste werden kann.«

Puh, wie kann man mit dem Ansatz in den zweiten Teil starten. Der Schreibstil ist immer noch toll aber die Haupthandlung aus Teil 1 stagniert nahezu vollständig. Die beiden eiern nur umeinander und die Gründe von Kenzie sind nicht wirklich nachvollziehbar (glücklicherweise wird das später auch thematisiert), weil sie die Faktenlage nicht kennt. Ja, Lyalls Verhalten war mies aber sie redet auch nicht mit ihm darüber.

Glücklicherweise ist die Nebenhandlung, die als Alternativprogramm aufgebaut hat unterhaltsam aber der Band fühlt sich etwas nach Füllband zum letzten Teil an. Der Schreibstil rettet viel aber den ersten Band fand ich besser.

Band 3:

»Wow. Immer wenn ich denke, es gäbe nicht noch eine absurdere Regel in eurer Familie, kommt doch eine daher.«

Lyall wurde wegen dem angeblichen Mord an Ada festgenommen. Aber wenn man ihm glauben darf, war er es nicht. Aber warum kommt die Tatsache gerade raus, als er sich nicht mehr den Regeln seiner sehr konservativen Familie unterwirft?

Nun haben Kenzie und Lyall zwar endlich ihre Differenzen überwunden aber es besteht nun die ernste Gefahr, dass Lyall seinen Leben lang in den Knast kommt.

»Habt ihr euch gestritten?« Ich schüttelte den Kopf. »Nein. Ihm ist nur was dazwischengekommen.« Eine Verhaftung wegen Mordes, um genau zu sein.

Der dritte Teil ist ein waschechter Kriminalroman. Damit hatte ich nach den ersten beiden Teilen nicht gerechnet. In Teil 3 passiert wieder deutlich mehr als im zweiten Teil.

Ohne hier viel zu verraten – ich war zufrieden aber das Ende ist mir etwas zu kurz.

Fazit:

Einerseits war die Serie was ich erwartet habe (besonders Teil 1), vor allem im ersten Band gibt es viel Drama, aber der Wechsel von einem New Age Liebe / Hass Drama, zu einer Hotelrenovierung mit Sabotageakten und dann zu einem Krimi war dann doch ziemlich überraschend. Die Mischung hatte ich also anfangs definitiv nicht auf dem Schirm.

Insofern bin ich positiv überrascht. Der zweite Band hatte gewisse Längen aber die Autorin macht unglaublich viel mit ihrer Art zu schreiben weg. Der dritte Band ist wieder spannender aber thematisch eher ein Kriminalroman. Bei dieser Serie bekommt der Leser über die drei Bände also eine recht hohe Bandbreite an unterschiedlichen Geschichten und Genres geboten.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Alle haben kein Problem ihre Wut an Lyall auszulassen aber wenn die Hendersons wollen, dass man nicht über die Ereignisse redet, zieht das bei jungen Leuten, die nicht mal in der Region leben? Bei den Hotelangestellten ergibt die Story mehr Sinn. Die haben mehr zu verlieren.
  • Na klar, jeder macht zig Andeutungen aber die Details verrät dann doch keiner. Das ist sicher im Sinne der Hendersons …
  • Die Entscheidung von Edina ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie kann ihre Liebe nicht ausleben und verwehrt es ihrem Bruder somit auch, sie gibt ihm nicht mal die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen? Davon abgesehen hätten beide nur gerade mal 2 Wochen warten müssen, bevor sie sich wieder treffen. Das ganze Drama ist also nicht nachvollziehbar.
  • Wenn Lyall so ein schlechtes Standing bei seiner Großmutter hat, warum sollte ihm jemand glauben, wenn der Fiona beschuldigt mit dem Personal rumgemacht zu haben?
  • Wieso sollte man Aufnahmen von den Telefonaten seiner Tochter haben? Davon abgesehen – wer sagt überhaupt, dass Adas Mutter anruft und kein Handlager des Handerson Clans?
  • Erst ist alles ok was Lyall macht und dann ist er plötzlich abserviert wegen eines Telefonates das Jahre zurückliegt? Man kann nicht nachvollziehen was vorher zwischen den beiden war und somit die Situation auch nicht objektiv bewerten.
  • Kenzie regt sich nicht primär darüber auf, dass was Lyall getan hat sondern primär, dass er nicht versucht hat sich rauszuwinden? Das macht keinen Sinn.
  • Tja, von wem kann das Skizzenbuch sein, da muss man ja echt lange überlegen…
  • Ich habe sofort an Dionys gedacht, auch wenn es wenig Sinn macht dem Hotel zu schaden, in dem seine Schwester Geschäftsführerin werden soll. Aber ok, auch wenn ich die Vermutung eher als die Charaktere hatte, lag ich trotzdem falsch. 😉 Einen Haken hat die Sache allerdings. Beim Umgang mit dem Behörden und beim Übersetzen hätte Clea wohl noch mehr Schaden anrichten können, sobald man sie enttarnt hätte, wäre es eh zu spät gewesen.
  • Ernsthaft: Kenzie sieht keine Schuld bei sich? Es war doch von Anfang an offensichtlich, dass die Geschichte zwei Seiten hat. Ob sie Lyall noch glaubt, ist eine andere Frage, aber es war immer klar, dass sie nicht genug Informationen für ein Urteil über ihn hat.
  • Nachdem sich Lyall zwei Bücher Lang den Regeln untergeordnet hat, kommt plötzlich die Erkenntnis: Es geht auch ohne Familienregeln. Es dauert dann natürlich nicht mal einen Flug lang und und schon wird man wegen Mord verhaftet. Oder ist die Oma dieses mal nicht verantwortlich? Wahrscheinlich schon. Sinn würde es aber keinen machen, wenn ihr plötzlich die ganze Familie wegbricht. Im Prinzip könnten alle gehen … (das bewahrheitet sich dann ja auch)
  • Was bringt es, wenn die Familie die Unterstützung versagt, wenn jemand einen Skandal auslöst. Als publik wird, dass Lyall wegen Mordes im Knast sitzt, ist doch der Schaden eh schon da.
  • Erst wirft Kenzie Lyall vor, dass er sie belogen hat und in Band drei macht sie es gleich mehrfach hintereinander. Nette Doppelmoral.
  • Genau Finlay, weder die Familie, noch die Anwältin meldet sich by Lyall, obwohl er versucht sie zu erreichen. Da kann Lyall ja nie auf die Idee kommen, dass es publik wurde und er erledigt ist. Eigentlich kann Fin ja nichts dafür, sondern eher die Autorin.
  • Das jemand in einem Gefängnis nachts in seiner Stelle abgestochen wird, ist wohl ziemlich unrealistisch. Sowas passiert zwar nicht so selten aber dann wohl eher in Gemeinschaftsbereichen.
  • Wie will man denn prüfen, dass in einem Haus kein Handy oder keine Internetverbindung vorhanden ist? Die Auflage macht keinen Sinn, weil abseits von Lyall eh jeder außerhalb des Hauses das Internet benutzen dürfte. Und umsetzbar ist das auch nicht, weil nicht zu überwachen.
  • Für einen Topanwalt ist das was Cole macht ziemlich bescheiden und bei seinen Methoden würde er wohl recht schnell seine Anwaltslizenz verlieren …
  • Im Buch wird im Zusammenhang mit der Zeugenaussage bzgl. des Shirts von einem Beweis gesprochen. Das ist aber keiner, sondern nur ein Indiz (jemand hat morgens einen Shirt getragen, dass aussah wie das von Lyall).
  • Man sieht schön warum Indizienprozesse nicht stattfinden dürften. Ruck zuck ist der falsche im Knast.
  • Die Aussage von Cole, dass es zwei Zeugen gibt, die Lyall gesehen haben, wie er den Tatort verlässt ist falsch. Es gibt eine Zeugin, die ihn in einem Licht darstellt, als wenn er spuren verwischen wollte. Aber trotzdem würde das wohl reichen.
  • Ist ja überhaupt nicht verdächtig, dass Kenzie zufällig weniger als eine Stunde von dem Ort weg ist wo die Beweise sind, dass sie nur eine Stunde entfernt ist und Unterstützung mehr als eine Stunde entfernt ist. Ist das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Falle? Was denkt Kenzie? “Jemand will sie Ärgern oder reinlegen” – sicher, es geht ja nur um Mord. Warum Finlay nicht sofort das Satellitenbild schicken? Das wäre doch das mindeste gewesen was logisch ist.
  • Woher weiß Mac denn nach welchem GPS Modul er suchen soll, wenn er keinerlei Daten hat? Sucht er nach Loki bitte melde dich?! Das ist so typisch: Wenn man hacken kann, braucht man ja keine Informationen oder Basis dafür. Man klimpert einfach etwas auf der Tastatur rum und es geht einfach alles innerhalb von Sekunden. Das ist ungefähr so glaubwürdig wie Hollywood streifen, bei denen irgendwer wild auf der Tastatur rumhämmert und dann bei der CIA die Systeme in kürzester Zeit gehackt hat.
  • Zuerst waren die Polizisten mehr oder weniger vor dem Haus und haben gewartet (sie waren ja sofort da) und dann fährt Lyall gemütlich weg und keiner hält ihn auf?
  • Wieso sollte man den Pullover holen, der irgendwo im nirgendwo in einer Scheune liegt, wenn eh niemand den Standort kennt und einen Bezug dazu herstellen kann? Und wieso wurde das Beweisstück an Fiona übergeben? Das macht noch weniger Sinn.
  • Bei Kenzie wird gesagt es braucht einen Beweis, bei den anderen Zeugen gab es aber auch keine Beweise …
  • Wieso war an dem Messer eigentlich nur die DNS von Lyall und Ada? Beim Laufen trägt man wohl kaum Handschuhe, auf denen sich keine DNS befindet. Vor allem nicht bei einem sponanten Mord.
  • Wer ist denn so bescheuert seine Bediensteten nach einem Mord die Beweise vernichten zu lassen, anstatt es selber zu machen? Also ehrlich …

[collapse]
1 2 3 19