Wochenrückblick – USA Woche 17 – Washington & Südstaaten

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 6

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 109 / 48 – New York, Philadelphia, Washington

Unsere Reiseleiterin hat direkt alles gegeben: Wir fahren um 7:30 los und da wir kein Frühstück inkludiert haben (wie fast auf der ganzen Tour), schickt sie uns nach Starbucks, der wann öffnet? 7:30. Die Abfahrtszeit macht für einen Sonntag auch überhaupt keinen Sinn. Am ersten Tag der Tour scheint es aber noch toleriert zu werden. Es jammert niemand. 😉

Die Preisunterschiede beim Treibstoff (Benzin, Diesel) in den USA sind extrem. Zwischen 2,10$ und über 4,75$ ist mir schon alles begegnet.

Auch die aktuelle Reiseleiterin ist York Trump eingestellt. Politik hat offenbar für viele Leute einen vergleichbaren Charakter wie Religion. Ich habe in den USA schon diverse Geschichten gehört, an die Leute glauben und sie als Fakten darstellen. Darauf basierend wird dann gewählt. Politik hat also offenbar nicht mit Fakten oder Wissen zu tun, sondern gewählt wird von vielen nach Bauchgefühl.

Beispiel: President Kennedy wurde angeblich umgebracht, weil der Vizepräsident verhindern wollte, dass die Kennedys die USA in einen Krieg stürzen.

Wenn man sich den Film Thirteen Days anschaut (der angeblich auf währen Begebenheiten basiert), kommt man zu anderen Schlüssen. Tendenziell stellt sich mir die Frage, ob eher Kriegsbefürworter oder Gegner die Macht und Motivation haben ein entsprechendes Komplott zu organisieren. Für viele Dinge ist nun mal Geld die Motivation und mit Kriegen lässt sich viel verdienen.

Genauso wie der andere Reiseleiter der Meinung war, dass Trump nur 30 Millionen geerbt hat und den Rest erarbeitet. Ich sage nur bitte selbst recherchieren wie er zu Geld gekommen ist.

Beim Thema politischen Sumpf austrocknen – sein Lieblingsthema – fällt mir nur Glashaus ein. Siehe vorheriger Punkt – Recherche zu Trumps “Karriere”.

Ansonsten würde heute angeführt wie gut es der Wirtschaft geht (die sogenannte Bankenkrise dürfte der Vorgänger ausbaden und die Verursacher können auch dan Trump wieder frei agieren). Die Staatsverschuldung unter Trump – in einer Zeit in der es keine Krisen gab – schauen wir uns lieber nicht an. Die steigt noch mehr als unter Obama (trotz kollektiv finanziertem Bänkerreichtum). Das man mit staatlichem Geld die Arbeitslosigkeit senken kann wissen wir in Deutschland am ja aus Erfahrung.

Aber Diskutieren bringt halt nichts, wenn jeder vermeintliche Fakten aus dem Hut zaubert. Trotzdem geht mir gerade bei den Tourguides die Hutschnur hoch, wenn die so einen Müll erzählen.

Unser Hotel in Washington liegt super. Wir schlafen 1000m vom weißen Haus entfernt. Zentraler geht es nicht.

ich habe bei meinen Stadttouren festgestellt, dass ich im Schnitt etwas mehr als halb so viel laufe, wie an einem PCT Tag – gute 20km.

Aber heute steht eher wenig Laufen auf dem Programm. Wir besichtigen in Philadelphia die Liberty Bell und fahren nach Washington, wo ich an der fakultativen Abendtour teilnehme.

Abseits vom Capitol verläuft diese Abendtour aber anders als die bei meiner ersten Washingtontour.

Montag – Tag 110 / 49 – Washington

Ich beginne den Tag heute um ca. 8 (ich habe mich heute aus dem Gruppenprogramm ausgeklinkt, da ich das schon kenne) mit einer Citytour in Washington. Ich gehe zum Weißen Haus. Dort wird aktuell kräftig gebaut der alte 2m Zaun wird durch einen doppelt so hohen mit Einbrucherkennung und anti Kletter Schutz ersetzt. Als wenn man weit kommen würde bei der 4667 Secret Service Typen.

Lustig ist, dass das als Maßnahme zur Konservierung des Weißen Hauses verkauft wird – also wie im Nationalpark.

Bilder kann man aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen und Absperrungen nicht sinnvoll machen.

Von Dort gehe ich zum Monument und Abraham Lincoln Memorial und anschließend zum Capitol. Das Capitol ist auch weitreichend abgesperrt.

Sowohl das Capitol als auch das Weiße Haus waren beim letzten Besuch nach 9/11 besser zugänglich als heute.

Das alles kann man gemütlich in zwei Stunden erwandern.

Anschließend besuche ich das Naturkundemuseum (sehr gut, vor allem die Mineralienabteilung, aber halt nich US spezifisch, wie andere Museen), das Museum für amerikanische Geschichte (ganz ok), das Indianermuseum (auch ganz ok) und das Air & Space Museum (aktuell nur ein Schatten seiner selbst wegen umfangreicher Umbauarbeiten). Im. Vergleich zum letzten Besuch haben sich die Ausstellungen deutlich geändert.

Als Luftfahrtmuseum ist das Museum von Boeing aber deutlich besser bzgl. der Anzahl und Klasse der Exponate (vor allem im Moment). Dafür sind Themen wie Navigation, Beginn der Luftfahrt und diverse experimentelle Grundlagen im Air & Space Museum noch besser aufbereitet.

Die Besichtigung der Museen ist natürlich in der Kürze der Zeit nur sehr oberflächlich.

Wie ich heute erfahren habe ist meine Bounce Box wirklich in Deutschland angekommen. Dafür wurden von DHL 20€ berechnet. Wie die durch den Zoll gekommen ist, verstehe ich nicht.

Das zweite Paket mit der Regenjacke ist noch verschollen.

Heute erlebe ich mal pampige Amerikaner. Das bin ich nicht gewöhnt. Erst sagt uns ein Securitytyp, dass wir und an der zweiten Reihe anstellen sollen, nachdem ein paar Asiaten ihre kompletten Koffer in die Sicherheitskontrolle im Museum gebracht haben und seine Kollegin schnauzt uns dann an “One Line!”.

im Kiosk bekomme ich ein Wasser berechnet ohne was bestellt zu haben und von der Bestellung nur die Hälfte. Muss an der Luft liegen. 😉

Abends geht es nach Alexandria in einem Vorort von Washington mit vielen alten Gebäuden.

Dienstag – Tag 111 / 50 – Washington, New Bern

Wir haben heute primär einen Fahrtag. Mittags halten wir 2h in Virginia Beach, dass für Badeurlaub genutzt wird. Es steht ein Hotel neben dem anderen (Bettenburgen). Es ist mir schleierhaft wie man an solchen Orten freiwillig Urlaub machen kann.

Wir fahren an Tabak-, Soja- und riesigen Baumwollfeldern vorbei.

Mittwoch – Tag 112 / 51 – New Bern, Charleston

Heute haben wir wieder einen recht langen Streckenabschnitt vor ums.

Als Abstecher besuchen wir heute das Battleship North Carolina.

Mittags sind wir in Myrtle Beach (das ist etwas schöner als Virginia Beach aber auch eine Bettenburg) und abends geht es nach Savannah, wo ich mir die Waterfront anschaue.

Nachdem ich so lange im trockenen Westen war ist es ungewohnt so viel Wasser zu sehen.

Donnerstag – Tag 113 / 52 – Charleston, Savannah

Heute geht es nach einer kleinen Stadttour in Charleston (dort haben wir eine Französin als lokalen Guide, die total erstaunt ist, dass wir als Europäer kein Französisch sprechen?!) nach Savannah, wo ich ein einer Trolley Tour teilnehme.

Dabei zeigt sich wieder mal warum ich in der Regel lieber Laufe. Man kann Fotos Machenschaften und wie man will und schneller ist man mit derartigen Bussen auch nicht.

Freitag – Tag 114 / 53 – Savannah, Atlanta

Heute ging es weiter nach Atlanta, wo wir uns das Geburtshaus und den Park / Memorial für Dr. Martin Luther King angesehen haben. Der Mann ist wirklich beeindruckend gewesen.

Nach einer kleinen Stadttour ging es anschließend ins Coca Cola Museum. Das Museum zeigt die Geschichte von Coca Cola von den Anfängen bis heute.

Dabei wird sehr deutlich wie Brillant das Marketing und die Verkaufsstrategie von Coca Cola ist. Der lokale Abfüller fügt Zucker und Wasser hinzu. Der komplette Technik und das Konzentrat kommt von Coca Cola.

Was mir nicht bewusst war ist, das Cola offenbar einmal versucht hat das Rezept zu ändern und damit gnadenlos gescheitert ist. Die Änderung wurde von den Kunden aus Prinzip abgelehnt, während vorherige Blindtests erfolgreich waren.

Die modernen Coke Automaten ermöglichen das Zapfen von über 100 Sorten. Offenbar ist die Mischung von den diversen unterschiedlichen Getränken ziemlich baukastenmäßig ausgelegt. D.h. neben der Grundsorte z.B. Cola gibt es Zusätze für Zitrone, Orange usw.

Weiterhin sind die Standardsorten für die jeweiligen Weltregionen testbar. Für ums Deutsche ist das aber nicht wirklich relevant, da wir eines der wenigen Länder sind, dass nicht selber Zapfen darf.

Einige Getränke schmecken ganz schön ekelig.

Man kann die Getränke von Coca Cola in beliebigen Mengen konsumieren einschließlich von der nicht mehr erhältlichen New Cola.

Das Aquarium soll angeblich ziemlich umwerfend sein. Da ich noch Zeit habe und es abends günstiger ist besuche ich es. Davon kann ich aber nur abraten, wenn man in Seaworld war oder die diversen Sealife Aquarien irgendwo gesehen hat.

Abends gehe ich noch ins Hard Rock Cafe.

Samstag – Tag 115 / 54 – Atlanta, Nashville

Heute fahren wir in die Wiege der Countrymusik. Allerdings darf man das nicht ganz so eng auslegen wie das was man sich als Deutscher darunter vorstellt. Ich bin nicht gerade Contryfan aber es werden diverse Sachen gespielt, die eigentlich jeder aus dem Radio kennt, wenn man ein gewisses Alter hat.

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Davon abgesehen gibt es massenhaft Partybusse, die auch komplett andere Musikbereiche abdecken (ich vermute nach Wunsch).

Ansonsten scheint Nashville deutlich mehr Partymeile zu sein als Las Vegas. Es gibt massenhaft Jungesellenabschiede (auf den Fahrzeugen sieht man fast nur Gruppen von Mädels). Ich vermute die Männer gehen nach Vegas oder in Bars wie Coyote Ugly.

Wir bekommen unglaubliche 6 Stunden Zeit. Der Trubel ist zwar mal ganz interessant aber nach 3 Stunden reicht es mir völlig.

Es macht interessanterweise auch keinen Unterschied, ob es mittags um 12 oder abends um 7 ist, der ganze Innenstadtbereich, in dem sich die Bars befinden ist durchgehend voll.

Das Hotel oder besser der Hotelkomplex ist der Hammer. Es braucht ja schon einiges um mich in Erstaunen zu versetzen aber die Anlage ist riesig. Keine Ahnung wie viele tausend Zimmer es hier gibt. Das sind Größenordnungen von Disney Hotels mit zig Geschäften, Restaurants, überdachten und klimatisierten Regenwäldern, Pools und Bühnen. Wahnsinn!

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

Instagramausmistaktion und mein Fazit bei Trallafittibooks  ∗ Ein neues Regal und der Tolino bei AndersleserEine gute Lesewoche bei cbee talks about books ∗ Leselaunen bei Taya’s Crazy World ∗ Endlich geschafft bei LetterheartPeinliches Erlebnis in der Buchhandlung bei glimrendeTagesausflüge und IT Liebe bei BibseReadsAmsterdam, ich komme! bei Lieschen liest

Wochenrückblick – USA Woche 16 – Seattle

Leselaunen / Wochenrückblick

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Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 7

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 102 / 41 – Portland, Küste Oregon, Portland

Das Frühstück heute ist nur noch schwerlich zu unterbieten. Es gibt eingeschweißtes Gebäck aus der Massenproduktion (das ist USA typisch ziemlich matschig), Osaft und Kaffee. Das war es.

Ansonsten verläuft der Tag wie befürchtet. Es regnet in Strömen. Somit ist die Tour an die Küste von Oregon nicht so toll wie erhofft.

Interessant ist, dass die Bäume bzw. Regenwald bis direkt an den Strand reichen.

es ist übrigens erschreckend wie viele Obdachlose sein Portland gibt. Die anderen Städte waren schon schlimm, aber Portland ist noch mal heftiger. Es stehen an vielen Stellen Zelte. Mal mitten in der Stadt auf dem Bürgersteig und mal auf Grünstreifen bei Bahngleisen.

Montag – Tag 103 / 42 – Portland, Columbia River George

Heute will das Motel seine Frühstücksleistung tippen. Der Rezeptionsbereich ist um kurz vor 8 abgeschlossen. Somit entfällt das spärliche Frühstück.

Ich rufe zu Hause an und bei meiner Mutter gibt es Entwarnung. Es war offenbar „nur“ eine Entzündung, der Rest war eine Fehldiagnose.

Heute habe ich eine Tour zu den Multnomah und Columbia River George Falls gebucht. Ich wäre auch gerne ins Museum of Science and Industry gegangen aber das hat montags zu.

Stattdessen kann ich nun die nächsten paar Tage im Detail planen. Dafür nutze ich den Nachmittag.

Dienstag – Tag 104 / 43 – Portland, Seattle

Der Amtrak Zug heute ist deutlich schlechter als der in Californian eingesetzte. Es gibt nur eine Etage (obwohl ich der Meinung bin, dass ich beim Buchen obere Etage ausgewählt habe. Expliziten Gepäckstauraum gibt es nur über den Sitzplätzen.

Weiterhin benötigt man bei diesem Zug eine Sitzplatzreservierung, die man aber nicht online oder beim Buchen bekommt. Das System ist ziemlich vorsintflutlich.

Dafür gibt es bei diesem Zug eine doppelte Fahrkartenkontrolle. Erst benötigt man die Karte für die Platzreservierung (ohne die kommt man nicht in den Zug) und dann wird im Zug wieder kontrolliert. Der Zug gilt übrigens mit höchstens 200 km/h in den USA als Hochgeschwindigkeitszug. Schnellere Züge gibt es in den USA aktuell nicht.- So schnell fahren wir aber nie. Mehr als 80 Meilen erreicht der Zug nicht. Dafür hupt er mal wieder wie verrückt. An einer Bahnstrecke oder in der Nähe eines Bahnhofs wohnen geht in den USA überhaupt nicht!

Was in diesem Zug besonders war ist das die Reisenden nach Zielort den Wagons zugeteilt waren. So nach dem Motto hier steigen bitte die Leute aus Wagen 5 und 6 aus.

Die Mobilfunktarife sind in den USA der reinste Betrug. Unlimited sind bei US Mobile z.B. 15GB. Danach wird die Übertragungsrate deutlich eingeschränkt (angeblich). Faktisch hat man dann aber überhaupt keinen Internetzugang mehr. Heute musste ich mir ein Taxi zu meinem “Studio” nehmen, weil ich keinen Internetzugriff hatte. Schlau ist auch, dass man nicht mal die US-Mobile Seite aufrufen kann um nachzusuchen.

Das Studio schaut so aus.

Vom Niveau her wie eine Jugendherberge für 140$ die Nacht. Das war so mit das Günstigste in Seattle was halbwegs Stadtnah zu bekommen war.

Der Waterfront Bereich von Seattle erinnert mich an San Francisco. Es ist ähnlich schief, sauber, chick und mit Sicherheit sauteuer.

Ich besichtige das Mopop (Museum of Popculture). Das Museum ist quasi ein Film- und Musikmuseum. Mich beeindruckt der Filmteil deutlich mehr. Es sind Requisiten von Blade Runner, Star Trek, Star Wars, Kampfstern Galactica, Dune, Alien, Terminator, Herr der Ringe, Narnia, Harry Potter und diversen anderen vorhanden.

Leider ist das Museum aber ziemlich klein.

Mittwoch – Tag 105 / 44 – Seattle

Heute besichtige ich die Space Needle, das Science Center und den Chihuly Garden and Glas. So war zumindest der Plan.

Die Space Needle besuche ich als erstes. Der Turm wurde in einem Jahr gebaut – vom Fundament bis zum ersten Essen im Restaurant. Wie lange das wohl heute dauern würde? Nach einer halben Stunde bin ich fertig. Die Chihuly Gardens und Glass sind recht beeindruckend.

Das ist wirklich Kunst, sowohl handwerklich, als auch kreativ. Wenn ich mir überlege, dass im Shop für kleine Teile ca. 10.000$ verlangt werden, die der Künstler vermutlich nicht mal selbst erzeugt hat, dann sind seine Kunstwerke Millionen wert. Insofern relativiert sich der recht hohe Eintrittspreis. Auch in dieser Ausstellung bin ich nach etwas mehr als einer Stunde durch.

Meine Hoffnung lag nun auf dem Science Center. Das entpuppt sich aber als totale Enttäuschung. Um kurz 11:30 bin ich quasi durch und beschließe das Boeing Museum in of Flight zu besichtigen. Das entpuppt sich als Volltreffer und eines der besten oder sogar das beste Luftfahrtmuseum der Welt.

Neben der Entstehung der Luftfahrt, gibt es Beteiche für den ersten und zweiten Weltkrieg und auch diverse Großexponate. Von der B52 über B17, Dreamliner, Air Force One, einer gut erhaltenen Concorde wird so ziemlich alles geboten. Das Museum beschäftigt einen locker 4 Stunden, selbst ohne viel zu lesen.

Auf einem Livebildschirm im nachgebildeten Tower kann man den Flugverkehr der USA sehen. Pro Tag finden über 50000 über den USA statt. Wahnsinn, oder?

Mein Eindruck von Seattle bestätigt sich.ich finde die Stadt nach wie vor schön für eine Großstadt und es gibt einige große Arbeitgeber (Nike, Boeing, Intel, Microsoft – Redmond liegt neben Seattle, Starbucks, Amazon, …).

Donnerstag – Tag 106 / 45 – Seattle, Mt. Rainer, Seattle

Heute geht es um 7:40 los und zwar gut 2km entfernt von meinem Hotel.

Der Staat Washington gefällt mir ziemlich gut. Es ist sehr grün und der Wald besteht neben Nadelbäumen auch aus Laubbäumen und ist teilweise sehr dicht. Ich muss wohl noch mal zurück kommen. Da bekomme ich glatt wieder Lust auf das Hiken.

Der PCT läuft östlich an Rainier vorbei. Ich bin also fast wieder auf dem Trail.

Panorama

Im Winter gibt es in der Gegend  Rainier 15m Schnee, mit starken Ausreißern nach oben und unten.

Aber grün kommt halt von Regen. Heute haben wir sehr viel Glück mit dem Wetter. Es ist auch schön kühl heute. Für nächste Woche sind aber sogar schon die ersten Schneefälle angekündigt.

Es gibt sogar einen optionalen fördernden Hike heute. Bei dem kleinen Hike heute mit 1500 Fuß Steigung erkenne ich mal wieder wie krass der Unterschied zwischen ohne Gepäck hiken und mit voller Montur hiken ist.

Der Unterschied zwischen dem Standardtouristen (selbst wenn er ziemlich Fit ist) und einem PCT-Wanderer ist ungefähr wie zwischen einem Olympioniken und jemanden, der fast keinen Sport macht. Es ist immer wieder erstaunlich.

Man sieht es aber den Leuten nicht an. Wenn man einen PCT Hiker in den typischen Abhänglocations trifft, dann denkt man nicht, dass die das ansatzweise drauf haben.

Ich bin heute der einzige der es über den Aussichtspunkt erschafft hat und es war nicht mal anstrengend. Ich war schneller als alle anderen auf dem Weg und bin runter teilweise gejoggt. Das sieht auf dem PCT ganz anders aus. Zwischen ein paar Stunden Dayhiking und Long Distance Hike liegen Welten.

Neben Mount Hood kann man von Rainier auch Mount Sant Hellen’s sehen.

Wie schon erwähnt sehen Bergpanoramen in echt besser aus als auf Bildern.

Dertour bekleckert sich mal wieder nicht mit Ruhm. Abseits der Rechnung bekomme ich nichts. Keine Reiseunterlagen und auch keine sonstigen Bestätigungsmails.

Ich frage also Abends im 1. Hotel nach, ob eine Buchung für mich vorliegt.

US-Mobile hat es nicht auf die Reihe bekommen, dass sich meine Kreditkarte geändert hat und versucht von der alten absuchen. Da das nicht ging, haben sie meinen Anschluss dicht gemacht und nachdem das behoben war den aktuellen Monat verkorkst. Es wurde eine Service Fee berechnet, damit ich angerufen werden kann, aber selber telefonieren oder ins Internet gehen funktioniert nicht.

Somit bin ich abends noch bis 11 beschäftigt bis alles einschließlich Checkin geklärt ist. Ein Traum, wenn man am Folgetag früh raus muss.

Freitag – Tag 107 / 46 – Seattle, New York

Heute verabschiede ich mich mit einem weinenden Auge von Seattle bzw. der Westküste. Für mich steht fest: Mit dem Nordwesten der USA bin ich noch nicht fertig.

Da mein Flug um 7:45 geht, stehe ich um kurz vor 5 auf. Im Flughafen geht es dann so schnell, dass ich um schon um 6 am Gate bin.

Abends habe ich für heute noch die Broadway Show Aladin auf dem Programm.

Aufgrund der Uber und Lyft Preise (60-70$) entschließe ich mich anders zu fahren. Ich habe mich aber ausnahmsweise mal nicht informiert. Ich entschließe mich per Air Train über Jamaica (Stationsname) mit der E direkt zum World Trade Center zu fahren. Dort befindet sich mein Hotel.

Das dauert aber deutlich länger als gedacht. Obwohl der Flleger um 16:15 landet und die Gepäckabholung extrem flott ist, dauert es bis nach 17:30 bis ich mit der U-Bahn losfahre.

Das liegt primär an den Menschenmengen. Die meisten Leute sind trotz Mehrsprachigkeit nicht in der Lage eine Metrocard am Automaten zu ziehen. Dann steht man mangels Treppe ewig vor Aufzügen usw.

In der Subway versuchen Tänzer (die Turnen an den Geländern der Subway rum wie Affen) etwas Geld zu machen.

In der Subway gibt es weder Handyempfang noch WLAN. Damit hatte ich in New York nicht gerechnet.

Die Fahrt dauert 50 Minuten. Da wird es zu der Vorstellung abends um 20:00 sogar knapp. Um 18:30 bin ich an der Zielstation und um kurz vor 7 im Hotelzimmer.

Im Theater komme ich auf die Minute genau an, nachdem ich eine Subway Station zu weit gefahren bin (der Slang des Zugführers ist unglaublich und eine Anzeige wo man hält, gibt es nicht – seit 15 Jahren hat sich nichts getan in der Subway) und 8 Straßen zurück laufen muss. So voll wie heute habe ich New York nicht in Erinnerung. Man kommt überhaupt nicht vorwärts. Die Menschenmassen sind die Hölle.

Ich verhalte mich also wie ein typischer New Yorker aber nicht ansatzweise gelassen und souverän genug. 😉

Auch bei dem Aladin Musical verschwinden nach ein paar Minuten einige aus dem Publikum, wie auch schon in Vegas. Ich verstehe es nicht. Wie kann man denn an ein Disney Musical so falsche Erwartungen haben, dass man nach 10 Minuten wieder geht?!

Mir hat es gefallen auch wenn König der Löwen besser ist. Die Beste Performance liefert der Djinn. Der Typ ist unbeschreiblich.

Samstag – Tag 108 / 47 – New York

Da ich in New York schon mal war, gibt es nicht so viele Dinge auf meiner todo Liste.

Für einen Besuch der Krone der Freiheitsstatue muss man deutlich eher reservieren, somit werde ich den Sockel besichtigen.

Da ich aus Kostengründen das Hotel wechsele und direkt um 8:30 einen Termin für die Freiheitsstatue habe, geht es auch heute früh los.

Die Besichtigung der Freiheitsstatue und von Ellis Island dauert gute 5 – 6 Stunden. Das ist ganz interessant aber für Erstbesucher New York gibt es andere Dinge zu erkunden. Den Besuch des Sockels kann man sich meiner Meinung nach sparen. Das ist aber ein einträgliches Geschäft für diverse Unternehmen. Die Kaufen die Tickets für 18,5$ und Verkaufen sie mit dem Deckmantel einer Führung für 50-60€ oder $.

Die Freiheitsstatue und Ellis Island gelten als Nationalparks. Somit werden beide von Rangern verwaltet. Das ist ziemlich befremdlich, wenn man die Ranger vorher mit Natur in Verbindung gebracht hat. Auch die Uniformen passen nicht wirklich zu dem Ambiente.

Meiner Meinung nach ist es traurig wie viele gute Rangerressourcen verschwendet werden. Auf den beiden Inseln sehe ich mehr Ranger als in allen bisherigen Nationalparks und für die Inseln wären definitiv keine Ranger notwendig.

Am Battery Park treffe ich die beiden Turner aus der Subway wieder. Da sieht man mal wieder wie klein die Welt oder in dem Fall New York ist.

Das 9/11 Memorial Museum hatte ich mir besser vorgestellt. Die Ereignisse werden nur in einen kleinen Teil der Ausstellung behandelt und dort erfährt man nicht viel Neues. Der Hautteil ist leerer Raum mit einigen Artefakten Fundamente, Stahlstreben usw. – es mag aber auch sein, dass es einfach nur viel zu voll war im Museum. 

Ich hätte mir eine durchgängige zeitliche Aufbereitung erhofft. Ich habe das „Ereignis“ damals durchgängig am TV verfolgt und hätte mir etwas mehr Infos dazu erhofft wer was wann entschieden hat. Für das Gebotene ist der Besuch viel zu teuer mit 28$.

Die beiden „Brunnen“ oder wie auch immer man das nennen soll, an denen die Türme vorher standen sind beeindruckender und kostenfrei.

Ich besichtige anschließend die Aussichtsplattform vom One World Trade Center. Auch hier ist der günstigste Preis mit rund 42$ sehr sportlich.

Der Ausblick ist überragend und viel besser als im Empire State Building. Allerdings ist die Aussichtsetage technisch miserabel umgesetzt. Der Bereich ist so hell, dass man immer Spiegelungen von Glas sieht. Wer Schlaflos in Seattle gesehen hat, wird vermutlich eh lieber auf die Plattform im Empire State Building fahren. Das restlich Brimborium was mit den teureren Tickets zu haben ist kann man sich aber sparen.

Ein Tipp: Nicht dort anstellen, wo das Schild für Ticketholder steht. Einfach über die Drehtüren ins Gebäude gehen und die Rolltreppe runterfahren. Dort dann einfach Einlass begehren. Das spart Wartezeit.

Meine neue Reiseleitung lerne ich auch kennen. Der erste Eindruck ist mäßig aber warten wir mal ab, wie sich die Tour entwickelt. Das zweite Hotel ist schlechter als das von mir gebuchte aber noch mal deutlich teurer. 24$ für zwei Eier, etwas Schinken und ein paar Kartoffelstücke oder French Toast mit Nutella 25$. Da Hunger ich lieber.

Selbst für WLAN wollen die ernsthaft noch Geld haben im Hotel bei 250$ pro Nacht.

Dafür habe ich einen überraschenden Ausblick aus dem Hotelzimmer (Oculus und WTC One.

Abends will ich noch mal zum Timesquare und im Hardrock essen aber dort warten so viele Leute, dass ich verzichte.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – PCT Woche 15

Leselaunen / Wochenrückblick

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Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 5

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 95 / 34 – Sacramento

Orangenbaum

Das Frühstück ist – wie bereits am Vortag vermutet ziemlich bescheiden.

Morgens schaue ich mir das California State Capitol an. Die Vorderseite ist leider von einem Baugerüst verschandelt.

Innen sind die beiden Kammern zu besichtigen und die verschiedenen County’s  Stellen sich vor. Recht gewöhnungsbedürftig ist das Gemälde von Arni als Gouverneur. Der Besuch lohnt sich aber eher nicht.

Das Railroadmuseum ist nur interessant, wenn man derartige Museen nicht schon gesehen hat.

Die Altstadt von Sacramento ist ganz schön. Ob die Gebäude wirklich alt sind, sei aber dahingestellt.

Das Fort mag geschichtlich interessant für Kalifornien sein, als Museum ist es wenig interessant.

Sacramento ist recht grün (viele Bäume), relativ dreckig, es gibt viele Obdachlose und ziemlich verteilt. Eine Innenstadt gibt es nicht wirklich. An diversen Stellen sieht man wirklich alte Häuser.

Nach etwas über 6 Stunden habe ich alles gesehen was mich interessiert und ca. 20km die Stadt erkundet. Mit 37°C ist es eh zu warm.

Montag – Tag 96 / 35 – Sacramento, Red Bluff

Bei dem Lyft Ride zum Greyhound erzählt mir der Fahrer, dass die Häuser in Sacramento immer teurer werden, weil die Leute sich kein Haus in San Francisco mehr leisten können zieht es sie nach Sacramento. Das Haus des Fahrers ist 450.000 wert.

Die Fahrt mit dem Greyhound verläuft problemlos. Aber ohne Auto ist selbst das schwierig. In Sacramento ist die Greyhoundstation 2km vom Zentrum weg, in Red Bluff 4km. In Red Bluff gibt es bei über 15000 Einwohnern keine Lyft und Uber Fahrer.

Das Postamt hat natürlich zu aber von USPS hatte ich auch nichts anders erwartet.

Viele Geschäfte haben auf und die Bauarbeiter arbeiten auch regulär. Typisch USA. Jeder öffnet und schließt nach Lust und Laune.

Ob es den von mir benötigten Bus noch gibt weiß ich nicht. Der letzte Plan ist von 2018 und an der Haltestelle steht nichts. Zur Abfahrtzeit warte ich vergeblich. Ob es den Bus nicht mehr gibt oder es am Feiertag liegt, weiß ich nicht.

Von daher könnte es zum Problem werden nach Chester zu kommen. Ich beschließe ein Motel zu nehmen, dass mit knapp über 60$ zu den günstigsten bisher gehört. Morgen bringe ich dann alles zu Post was ich aktuell nicht benötige (ich hatte einige Dinge für die Rundreise gekauft und Microspikes benötige ich jetzt definitiv nicht mehr) und dann muss ich schauen wie ich nach Chester komme.

Die Temperatur ist mit 37°C auch hier extrem hoch. Die Hitzewelle hat die USA fest im Griff.

Ansonsten kaufe ich gegenüber vom Hotel eine 7$ Pizza mit 12“. Die liegt in dem Laden schon bereit. Das hatte ich in einem Pizzaladen auch noch nicht. Es gibt aber offenbar regionale Unterschiede. Währen es in einigen Regionen Peperonipizza nur auf Wunsch gibt, ist das hier offenbar Standard.

Dienstag – Tag 97 / 36 – Red Bluff, 1331,3, 1344,9

Wie ich heute erfahre gibt es den Bus nach Chester zwar theoretisch noch aber mangels Busfahrer faktisch nicht.

Ich gehe nach USPS um >2kg in die nächste Stadt zu schicken. Gegen 9:15 bin ich zurück im Motel und versuche gut 30 Minuten eine Lyft oder Uber Ride zu bekommen. Dann habe ich Glück. Jemand ist per Uber von Redding nach Red Bluff gefahren. Am Trail warten auch Leute. Somit hat der Fahrer ziemliches Glück.

Der Fahrer erzählt mir, dass er gerade seine dritte Wohnung abbezahlt und sobald das erledigt ist will er mit Frau und Kind um die Welt reisen. Er geht davon aus, dass die Mieten, Aktien, Rente reichen. Ich schätze hinauf nicht älter als 40. so ganz schlecht geht es den US-Amerikanern wohl nicht.

Um 11:15 bin ich am Trail. Es ist trotz der größeren Höhe viel zu warm.

Heute habe ich schon wieder Magenprobleme (das lag also nicht an der Höhe) und meine Füße schmerzen auch ziemlich. Ich beschließe meine PCT Wanderung zu beenden.

Selbst heute sehe ich einen Schneebedeckten Berg und das Anfang September und bei den Temperaturen.

Die Landschaft ist der dichteste Wald bisher auf dem PCT aber ansonsten nicht besonders. Zumindest liefert der Wald viel Schatten.

Mir begegnen heute 10 Hiker, alle Südwärts.

Das Abendessen muss ich im Zelt zu mir nehmen, da ich von Wespen und noch was größerem belagert werde. Die Größe und Lautstärke passt eher zu Hornissen. Zumindest wird mein Zelt Dauerbelagert.

Ich hoffe mit dem Essensgeruch damit locke ich keinen Bären zum Zelt. Ich kann schon froh sein, wenn das Flugviehzeug morgen weg ist. Das verzieht sich aber zum Glück sobald es dunkel ist.

Mittwoch – Tag 98 / 37 – 1344,9 1367,2

Um 3:00 höre ich einen Hubschrauber, der sich nach einer Zeit wieder verzieht. Keine Ahnung was der mitten in der Nacht macht. Heute stehe ich erst um 5:30 auf, weil die Tage deutlich kürzer werden und es viel später hell wird.

Da meine “Insektenfreunde” noch vor Sonnenaufgang wieder um das Zelt schwirren packe ich schnell zusammen. Um 6:30 geht es los. Heute muss ich es bis an die Nordgrenze des Lassen Parks schaffen, weil im Park Bärenkanister oder Boxen benötigt werden. Faktisch interessiert das aber offenbar eh niemanden und Ranger sind auch keine da.

Bis Mittags ist die Landschaft recht abwechslungsreich und wenn ich nicht gerade in Yellowstone gewesen wäre, dann hätte ich den Weg mit dem Geysir und dem vulkanisch aktiven See sicher spannender gefunden.

Nachmittags wird es dann dank abgebranntem Wald superlangweilig. Glücklicherweise zieht sich der Himmel etwas zu, sonst wäre der Abschnitt extrem heiß. Dafür kommt in der Kombination dunkler Himmel und tote Bäume ziemliche Endzeitstimmung auf.

Mein Highlight ist heute die Drakesbad Guest Ranch, wo ich um 9:15 eintreffe. Das ist 45 Minuten nach dem Ende der Frühstückszeit. Ich darf mich kostenlos an den Resten bedienen und bekomme eine der besten Fühstücksbuffets bisher in den Staaten. Kalter Orangensaft, Kälte Milch, Gebratener Speck, Rührei, Waffeln mit Geschmack (die aus den Automaten sind geschmacksneutral). Ich gebe 10$ Trinkgeld und mache mich wieder auf die Socken.

Heute begegnen mir rund 20 Hiker, die alle südwärts wandern.

Donnerstag – Tag 99 / 38 – 1367,2, 1377,5 Old Station, Burney

Heute gehe ich um 6:45 los. Die Strecke ist vergleichbar langweilig wie gestern. Es stehen wieder ein paar Bäume mehr. Das Feuer hat lt. einheimischen vor 6 oder 7 Jahren gewütet.

In Old Station ist eine Höhle, die durch einen Lavafluss geformt wurde. Die Höhle ist abgesehen vom Eingangsbereich stockdunkel. Aber als PCT-Hiker hat man ja eine Stirnlampe dabei. In der Höhle beträgt die Temperatur 5°C. Als Kontrast zu 25° im Schatten (und ich hatte vorher keinen Schatten) schon recht krass.

In Old Station besuche ich das Café und stelle fest, dass es nicht so doll ist, wie die Bewertungen der anderen Hiker suggerieren. Die Cinamon Roll ist ok, der Burger Mittelklassehotel und der Milchshake auch.

Ich entschließe mich dazu den Hike in Old Station abzubrechen. Landschaftlich ist es aktuell wenig interessant und die 30 Meilen extra würden dafür sorgen, dass ich über das Wochenende in Burney fest hänge.

Stattdessen möchte ich eine Crater Lake Tour buchen, die nur am Wochenende stattfindet.

Mit dem Lokaltaxi geht es für 25$ nach Burney.

Wie ich beim Versuch der Buchung der Crater Lake Tour feststelle, steht der Veranstalter aber nicht zu seinem Wort. Statt den beworbenen 139$ werden 259$ verlangt. Erst ab 6 Leuten gilt der Preis von  139$. Das Risiko liegt bei den Teilnehmern.

Weiterhin gibt es einen Veranstalter, der von Klamath Falls startet. Der zu dorthin geht aber um 3:00 nachts ab Redding und dann abends wieder ab 22:00 in Klamath.

Die Alternative ist zwei Wochen zu Wandern ohne ressuply (in der Mitte per Paket). So wirklich Lust habe ich dazu nicht mehr.

Bzgl. meiner Mutter erfahre ich auch erst Montag genaueres. Ggf. steht bei ihr noch eine kurzfristige OP an. Bis zum 29.10 könnte ich theoretisch noch mal zurück, wenn sie ins Krankenhaus muss.

Das Alternativprogramm ist Crater Lake, Portland, Seattle und anschließend eine Bustour New York > Orlando. Die Tour reizt mich nicht ganz so stark aber Zeit habe ich ja noch etwas und einen richtigen Urlaub würde ich für die Tour nicht opfern wollen.

Zumal mich die Mücken auch in den letzten zwei Tagen wieder gut erwischt haben. Ich gehe davon aus, dass das in Oregon nicht besser wird.

Die Supermärkte in den USA arbeiten oft mit Clubkarten. Nur wenn man Mitglied ist bekommt man bestimmte Nachlässe. In Burney bekommt man den Nachlass als PCTler. Das find ich cool. Nicht wegen den paar gesparten $, sondern weil es zeigt, dass man willkommen ist. Das steht zwar entlang des Trails auf vielen Schildern, aber man merkt davon oft nichts.

Da USPS mich bzgl. Der Bouncebox seit Wochen hängen lässt versuche ich es in dem Postamt in dem ich das Paket abgesendet habe. Der Mitarbeiter checkt mal wieder den Status und sagt mir, dass ich mich per Onlineformular (missing mail) melden soll. Als ich ihm mitteile, dass ich das vor zwei Wochen getan habe (ohne Antwort) ist er ratlos.

Er hat das Paket nicht und das Verteilcenter kann ich nicht angeblich nicht kontaktieren. Ich soll geduldig sein …

Ich suche mir die Nummer vom Verteilcenter selber raus aber um kurz nach 4 ist ein Band dran, dass ich außerhalb der Öffnungszeiten anrufe, obwohl die angeblich bis 5 offen haben.

Cool ist auch, dass mir alle USPS Mitarbeiter erzählen, dass die Adresse falsch war, weil irgendwer das eingetragen hat. So nach dem Motto sie sind ja selber Schuld, dass es weg ist. Die Adresse war aber nicht falsch. Die Annahme wurde verweigert.

Auch Spannend ist, dass ein Paket als “hat das Verteilcenter verlassen” angespannt wurde. Das andere hat den letzten Scan noch immer in Mammoth Lakes. Lt. Status hat es das Office dort also nie verlassen.

Sorry aber USPS ist der Saftladen schlechthin.

Freitag – Tag 100 / 39 – Burney, Redding

Beim Frühstück versuchen sich die Hotels irgendwie gegenseitig zu unterbieten. Ein Continental breakfast bei dem es nicht mal Toast gibt hatte ich noch nie.

Ansonsten erfahre ich heute, dass das Shuttle von Klamath Falls nach Crater Lake vor ein paar Tagen (Labor Day) den Betrieb eingestellt hat. Es gibt als überhaupt keine Möglichkeit mehr nach Crater Lake oder von dort wieder weg zu kommen. Da sieht man mal wie wichtig in einigen Regionen ein Auto ist. Da ich meinen Führerschein dieses Mal nicht mitgenommen habe, fällt die Option Mietwagen auch weg.

Beim USPS Zentrum in Bakersfield versuche ich es auch wieder um 9:40. Lt. Band ist gerade geschlossen. Das Band kommt offenbar unabhängig der Öffnungszeiten immer zum Einsatz.

Ich fahre also heute nach Redding und so wie es aussieht morgen nach Portland und an Crater Lake vorbei.

Aus dem Bus steigt eine Person aus und nach Redding fahren dir zu zweit. Bei einem Preis von 5$ ein ziemliches Verlustgeschäft (lt. Stellengesuch bekommt man als Busfahrer ca. 23$ die Stunde). Bisher waren alle Busse in denen ich unterwegs war ziemlich gut gefüllt und definitiv rentabel. Der Busfahrer fährt wie der letzte Henker und muss an den Stationen jeweils warten, weil er zu früh ist.

In Redding schaue ich mir den Turtle Bay Exploration Park an. Aufgrund der Jahreszeit und Trockenheit macht der Park aber gerade nicht viel her. Bei dem Museum erkenne ich kein Konzept (chaotische Sammlung von diversen Dingen) und somit bin ich nicht bereit den Eintrittspreis zu bezahlen.

Der ganze Komplex von Hotel, Brücke Museum, Straßen und Parkanlagen scheint von einem Großinvestor errichtet worden zu sein. Zumindest wirkt die Webseite und der Baustil so.

Den Nachmittag nutze ich um die zwei Tage Portland bzw. die Zeit in Seattle zu planen, so denn nichts dazwischen kommt.

In New York hat sich seit dem letzten Besuch nicht wirklich viel getan abseits des World Trade Center One und der Gedenkstätte.

Samstag – Tag 101 / 40 – Redding, Portland

Heute geht es um 6:20 nach Portland.

Es fühlt sich komisch an wie schnell ich jetzt seitwärts des PCT reise. An der Südseite von Oregon Kreuze ich Ihn sogar.

Die Landschaft in Oregon ist zumindest entlang des Highways ziemlich ausgetrocknet.

Der Wetterbericht for Portland und Seattle verspricht in den nächsten Tagen aber Regen. Da ich von Portland bereits zwei Ausflüge gebucht habe, hoffe ich das die nicht im Dauerregen enden.

Aktuell scheint ganz Oregon Wolkenverhangen zu sein. Desto weiter wir nach Norden reisen, desto schlimmer wird es. Ab Eugene wird es zusätzlich noch nebelig.

Ansonsten ist es schön mal wieder Laubbäume zu sehen nach den ganzen Nadelgewächsen am PCT.

Der Greyhound mit dem ich gerade unterwegs bin fährt übrigens von LA nach Seattle in rund 27h.

Als ich im Motel ankomme bewundere ich den Rezeptionsbereich von ca. 3m² und auf einem halben meter Regalfläche mit vielleicht 30 cm Tiefe gibt es morgen Frühstück. Ich glaube das wird ein ganz neuer Level. Ein Hauch von nichts!

Da das Wetter eh bescheiden ist gehe ich nur noch in den Supermarkt. Die Biosupermärkte haben in den USA ein tolles Sortiment aber sind gefühlt auch doppelt so teuer. Ich gönne mir heute mal eine Obstschale zum Abendessen. Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren.

Mittlerweile hatte ich das Gefühl, dass ich in den Supermärkten halbwegs den Überblick habe, bis ich heute versucht habe Milch zu kaufen. Was hätten sie denn gerne? Soja Milch, halb und halb (was auch immer die andere Hälfte ist, viel Protein, extra Vitamine, 2% Fett, 1% Fett, kein Fett, mit Schoko, mit Nuss (die Liste mit Zusatzgeschmack lässt sich fast endlos fortsetzen), für Kaffee, ultrachocherhitzt. Der Bereich für die Milch und zwar ohne andere Milchprodukte war mehr als 10m breit. Nein, ich will  ganz normale Milch! Nicht optimiert oder kastriert.

Ich habe bestimmt 5 Minuten gesucht bis ich Milch gefunden habe, die von Kühen stammt und einen normalen Fettanteil hat. Irgendwelche Vitamine sind auch drin aber näher an normal habe ich nicht gefunden.

Ansonsten standen 2 Security Typen mit schusssicherer Weste am Ausgang. Also bei mir sorgt das nicht für ein Gefühl von Sicherheit, wenn das nötig ist und die stehen ja fast überall rum, auch bei vielen Fastfoodläden.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – USA Woche 14 – Monument Valley, Grand Canyon

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 4

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 88 / 27 – Snowmass, Cortez

Der heutige Tag war unerwartet gut. Wir sind heute über einen der schönsten Straßenabschnitte der Welt gefahren (meine Meinung). Es ging von Snowmass nach Silverton.

Es ist unglaublich wie sich in den USA die extreme abwechseln. Von grüner Landschaft in den Bergen zur Wüste und zurück zum Rocky Mountain Panorama aus dem Lehrbuch.

Anschließend sind wir mit der Schmalspurbahn von Silverton nach Durango gefahren. Bei der Strecke und der Western tauglichen Lok fühlt man sich wirklich in der Zeit zurückversetzt. Wo lauern die Indianer oder Zugräuber?

Panorama

Montag – Tag 89 / 28 – Mesa Verde

Heute schauen wir uns den Mesa Verde Nationalpark an. Neben einer kleinen Rangerführung, mit einigen Klettereinlagen, die viele Teilnehmer an ihr Limit treibt, machen wir noch eine 5km Wanderung. Heute schwächeln einige ganz erheblich.

Wenn man eine Wandertour Bucht und in der Tagesbeschreibung werden 300 Höhenmeter bei 10km Weg angegeben, kann man sich nicht über zu anstrengendes Wandern beschweren, wenn man gerade mal 6km läuft.

Dienstag – Tag 90 / 29 – Cortez, Page

Heute gab es um 4:00 Nachts einen unerwarteten Weckservice. Irgend ein bekloppter hat an diversen Türen Radau gemacht. Das ist der Nachteil bei einem Motel.

Morgens besuchen wir eine Mormonen Mission, bei der die Hindernisse für die ersten Siedler sehr deutlich werden. Die Siedler haben sich mit einer recht kleinen Gruppe einen Weg für Planwagen durch den Grand Canyon angelegt. Die Mormonen haben ein Freilichtmuseum angelegt, in dem man die Häuser (eins Original) und Planwagen (auch ein Original) ansehen kann. Die weiteren Häuser wurden rekonstruiert.

Als nächstes ging es zum Monument Valley. Der Besucherbereich hat sich zu meinem letzten Besuch vor ca. 20 Jahren vollständig verändert. Es ist jetzt deutlich kommerzieller. Im Gegensatz dazu steht, dass man die Preise für die Tour frei verhandeln kann.

Es gibt eine 1,5 Stunden Tour und eine 2,5 Stunden Tour. Der Normalpreis ist 60$ für die 1,5 Stunden Tour. Wir zahlen 40$ pro Person und bekommen eine 2h Tour mit den Highlights der 2,5 Stunden Tour.

Der letzte Programmpunkt heute ist der Antilope Canyon.

Mittwoch – Tag 91 / 30 – Page, Grand Canyon

Heute ging es zuerst zum Glen Canyon Damm, danach zum Horseshoe und in der Folge zum Grand Canyon South Rim. Am Grand Canyon hat sich das Wetter gegen Nachmittag verschlechtert.

Panorama

Donnerstag – Tag 92 / 31 – Grand Canyon

Heute haben wir den Tag zur Freiheit Verfügung. Es geht um 7:45 am Hotel los, da es erst um 7:00 Frühstück gibt.

Am Parkeingamg stehen wir auch noch mal locker 15 Minuten, weil wir ein superegoistische Paar vor uns haben, dass den Ranger belegt hat. Keine Ahnung was so lange gedauert hat. In der Nebenspur sind in der Zeit locker 30 Autos abgefertigt worden.

Ich laufe heute den South Kaibab Trail. Am Trailhead befinden sich amerikanische Hirsche (Elk). Eigentlich ist die Zeit zum Wandern schon zu spät, weil es schön warm ist und man ja zuerst runter läuft.

Leider spricht mich auch noch ein Ranger an und will mich belehren. Die Idee ist gut aber aufgrund der PCT Erfahrung sind die Bedingungen (Hitze, starke Höhenunterschiede und kein Wasser) für mich nichts ungewohntes. Ich lasse mich also brav 10 Minuten belehren und starte in den Trail.

Da ich auf die Frage wo ich hin möchte “mal sehen” antworte gibt es auch die extralange Belehrung. Ich hatte mir natürlich vorher die drei möglichen Optionen angeschaut und wollte nach Uhrzeit / Tagesform entscheiden. Ich treffe auf dem Trail aber auch wieder Leute, die nicht wissen was sie machen, trotz Ranger.

Einige Infos halte ich aber für zweifelhaft. Der Ranger empfiehlt zum Beispiel salzhaltige Nahrung (Chips) zwecks Ausgleichs wegen dem Schwitzen. Ich schaue in der Regel, dass ich die Belastung auf einem Level halte, wo mir nicht so warm ist, dass ich übermäßig Schwitze und bisher hatte ich nie zusätzlichen Salzbedarf.

Ich wandere bis zum Tippoff Point. Dort angekommen bin ich mir aufgrund der hohen Temperatur (ca. 40°C im Schatten) und der Zeitangaben auf der Karte (6-9h Roundtrip bzw. 2 Tage für den nächsten Wegpunkt) unschlüssig, ob ich weiter wandern soll.

Ich entschließe mich für den Aufstieg und bin nach etwas mehr als 6h wieder oben (Ab- und Aufstieg). Dumm gelaufen, da hätte ich auf zum Colorado runter laufen können (insgesamt hätte das wohl nur zwei Stunden länger gedauert). Manchmal wird in den Nationalparks einfach zu viel Theater gemacht.

Den Ranger treffe ich und er ist schwer beeindruckt von meinem Hike (holy shit), obwohl es sicher Leute gibt, die deutlich schneller sind. Ich habe aufgrund der hohen Temperaturen diverse Schattenpausen eingelegt (Schatten gibt es übrigens lt. Karte und Ranger auch nicht – das ist aber Quatsch – auf dem PCT war es teilweise viel Schlimmer, zumal man nach einer Weile wirklich kreativ wird, wenn es um die Nutzung von dem vorhandenen Schatten geht. Man nutzt dann Gelegenheiten, die man früher ignoriert hätte.) Ansonsten zeigt sich das übliche Bild in den Nationalparks. Nach ein paar Kilometern laufen nimmt die Anzahl der Besucher dramatisch ab.

Anschließend schaue ich mir im Visitorcenter noch zwei Informationsfilme an und fahre zurück zum Hotel.

Ich treffe auch noch drei Frauen aus Singapore, mit denen ich ins Gespräch komme und die neugierig auf meinem Blog sind.

Panorama 1

Panorama 2

Freitag – Tag 93 / 32 – Grand Canyon, Las Vegas

Heute geht es über einen kurzen Abschnitt der Route 66 nach Vegas. Abends besuche ich die Cirque du Soleil Beatles Show – ich bin zwar kein Fan aber die Tophits kann man sich ganz gut anhören. Die Beatles Show ist ok, aber die Michael Jackson Show hat mich deutlich mehr angesprochen.

Es ist wieder mal verrückt was ich in weniger als zwei Wochen erlebt habe und welche Kontraste die USA bieten.

Aktuell ist es in Vegas sogar noch heißer, als bei meinem letzten Besuch und ich hätte auch nicht erwartet so schnell wieder hier zu sein. Aber morgen Nachmittag geht es ja schon wieder weiter.

Samstag – Tag 94 / 33 – Las Vegas, Sacramento 

Heute steht der Flug von Vegas nach Sacramento an. Es handelt sich also um einen Transfertag.

Ansonsten habe ich heute erfahren, dass die OP bei meiner Mutter erfolglos war bzw., dass die Situation jetzt sogar schlechter ist. Genaueres erfährt sie nächste oder übernächste Woche. Somit steht wieder die Frage im Raum, ob ich kurzfristig zu Hause benötigt werde.

Weiterhin ist Montag Labor Day. Somit stellt sich die Frage, ob meine Planung bzgl, Bus und Post funktioniert. Falls nicht komme ich ggf. nicht vor Mittwoch Abend am PCT an oder / und habe auch noch zu viel Gewicht / Volumen dabei.

Aktuell gehe ich davon aus, dass weder der Bus fährt, noch die Post offen hat.

Heute ist also ein Tag den man so nicht braucht.

Abgesehen davon, dass wir im Flieger tiefgekùhlt werden klappt der Flug nach Sacramento problemlos. Obwohl überall Autos an den Straßen stehen wirkt Sacramento verlassen (viele sind wohl wegen dem Labor Day raus aus der Stadt).

Die Leute, die noch da sind sind überwiegend ziemlich schräg. Ich beschließe abends keine Erkundung mehr zu starten.

Das Motel ist ziemlich abgewrackt. Der Hammer ist, dass das Zimmer mit Frühstück angegeben ist. Es gibt gerade mal zwei Tische und 6 Stühle im Check In Bereich bei über 45 Zimmern. Ich erwarte einen neuen Frühstückstiefpunkt.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – USA Woche 13 – Yellowstone

Leselaunen / Wochenrückblick

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Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 3

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 81 / 20 – Salt Lake City

Das Hotel weiß noch immer nichts von einer Buchung. Ich rufe heute erneut beim Veranstalter an und man teilt mir mit, dass ich in Vorleistung gehen soll.

Ich bin mal gespannt, ob hier morgen überhaupt ein Tourguide auftaucht. So langsam habe ich gewisse Zweifel.

Ansonsten verbringe ich den Tag heute damit mal wieder Suchaufträge bei USPS auszufüllen, zu lesen und mit einem Besuch im IMAX 3D das zum Planetarium gehört.

Dort schaue ich mir Apollo 11 an (einige Aufnahmen – primär die von der Erde aus – haben eine erstaunlich gute Qualität). Ist schon Wahnsinn wie viel Power so eine Saturn 5 hatte.

Da ich morgens auch noch die falsch gelieferten Socken von Amazon loswerden will, muss ich rund 4,5km laufen. Amazon hat eine Supermarktkette übernommen. Ist schon etwas strange wenn im Supermarkt an Obst Prime Deal dran steht.

Der Vorteil für mich ist, dass ich weder Labels benötige, noch eine Verpackung.

Somit lerne ich auch die Außenbereiche von Salt Lake City kennen. Die gefallen mir besser. Ohne Bewässerung geht hier aber nichts. Wie erbärmlich der Garten ohne Bewässerung aussieht erkennt man an einigen Leerstehenden Häusern.

Es gibt aber extrem viele Obdachlose in Salt Lake City. Das ist immer der unschöne Teil von großen Städten.

Nach einigem hin und herfinde ich abends auf Rückfrage in zweiten Hotel abends raus, dass ich entgegen der Bestätigung von dertour eine Reservierung im ursprünglich in der Reisebeschreibung angegebenen Hotel hatte und nicht in dem alternativ von dertour genannten. Ziemlich armselig, dass die beiden Agenturen das in zwei Tagen nicht selber klären konnten. D.h. ich gehe davon aus, dass die Tour morgen im anderen Hotel startet.

Jetzt darf ich dertour wegen der Kostenerstattung hinterher rennen. Sehr nervig. So ein Chaos hatte ich auch noch nie bei einer Rundreise.

Montag – Tag 82 / 21 – Salt Lake City, Rexburg

Gut, dass ich gestern selber die Initiative ergriffen habe. Beide Reiseveranstalter haben sich auch heute zu keiner Antwort herabgelassen.

Die Reisegruppe besteht aus 7 Leuten und wir sind in einem Mercedes Sprinter unterwegs.

Heute haben wir mit einer kleinen Tour in Salt Lake City begonnen, bei dem uns ein Mormone den Hinweis gegeben hat, dass man in deren Verwaltungsgebäude einen guten Überblick über die Stadt hat.

F150 + Wohnmobil mit Anhänger für 4 Pferde

Anschließend sind wir fast den ganzen Tag über Farmland gefahren, bevor wir uns den Tetons genähert haben.

Obwohl ich gerade erst am eigenen Leib gespürt habe wie anstrengend die Besteigung ist bekomme ich beim Anblick der Tetons schon wieder Wanderlust. Die Ketten ist übrigens nur unwesentlich niedriger als der Mount Whitney.

Panorama

Dienstag – Tag 83 / 22 – Yellowstone

Heute kann ich zu meiner Staatenliste noch Montana hinzufügen.

Morgens schauen wir uns Geysire an und Nachmittags sehen wir Wasserfälle, Täler und Hügel.

Von der Tierwelt zeigt sich auch schon einiges: Bisonherden, Antilopen, Waipitis (Mann sind die groß).

Der Fluch bei einer geführten Tour ist natürlich wieder, dass man nicht überall anhalten kann, wo man selber Fotos machen will. Ich denke aber für Yosemite ist die Variante besser.

Hier fehlen allerdings noch die besten Fotos von heute, da die nicht mit dem Handy entstanden sind.

Erster Widerstand regt sich bereits heute sind wir etwas mehr als 8km in ca. 2h gelaufen. Allerdings war ein Teil der Strecke auch ziemlich sinnlos, weil es kein konkretes Ziel gab und wir dann einfach umgedreht haben.

Viele Wege waren heute gesperrt. Der Reiseleiter hat sich aber offenbar vorher nicht informiert welche Wege offen oder geschlossen waren. Somit hatte ich den Eindruck, dass die Wanderung heute eher zufällig ausgewählt war.

Insgesamt machte der Tourguide gestern schon mal einen recht unvorbereiteten Eindruck. Ohne Navi ist er ziemlich aufgeschmissen, obwohl er die Tour angeblich regelmäßig macht. Wenn man nur zwei Autobahnen zur Auswahl hat auf der ganzen Strecke, könnte man die Nummer kennen.

Mal schauen wie es weiter geht. Der beste Teil kam heute nach der Wanderung auf dem Weg zum Hotel, weil entlang der Straße sehr viele Tiere zu sehen waren.

Mittwoch – Tag 84 / 23 – Yellowstone

Heute sind wird mehrere Stellen im Nationalpark angefahren und hatten diverse Kurztouren.

Neben den Tieren, die wie gestern schon gesehen haben, Gabe’s heute diverse weitere Geysire zusehen.

Wolf und Grizzly haben sich auch gezeigt, sind aber aktuell nur mit guten Ferngläsern sichtbar, weil sie nicht an die Straßen rangekommen sind.

Der Yellowstone Nationalpark ist aktuell extrem gut besucht. Bei den Tierbeobachtungen kommt man sich ein wenig wie bei einer Safari vor.

Donnerstag – Tag 85 / 24 – Yellowstone, Pinedale

Der heutige Tag war nicht mehr so spektakulär. Es gibt auch weniger Fotos heute, weil es fast den ganzen Tag bedeckt ist.

Wir haben allerdings noch Elche gesehen.

Den Yellowstone haben wir heute verlassen.

Ansonsten gab es eine kleine Wanderung im Teton Park.

Freitag – Tag 86 / 25 – Pinedale, Snowmass Aspen

F150 + Wohnmobil + Anhänger für 4 Pferde

Heute haben wir einen reinen Fahrtag. Dabei wird die Weite der USA recht deutlich. Wir fahren durch flaches Land und später durch Hügel bis wir in der Bergregion Snowmass Aspen ankommen.

Teilweise komme ich mir heute vor wie Australien. Die Dimensionen sind gewaltig und wie in Australien trifft man teilweise für 20 Minuten auf keinen Gegenverkehr.

Wir fahren heute sogar teilweise auf nicht asphaltierten Strecken.

Samstag – Tag 87 / 26 – Maroon Bells / Aspen

Heute hat der Tag mit einer kleinen Wanderung in den Maroon Bells begonnen.

Anschließend haben wir einige Zeit in Aspen verbracht, wo ich mit der Gondelbahn in das Skigebiet gefahren bin.

Nur zur Groborientierung. Ein Haus mit 100 Quadratmetern kostet mehr als 5 Mio YuS Dollar, ein Haus für 20 Mio ist in Aspen aber auch kein Problem.

Es ist schon ein anderes Gefühl, wenn man einen Berg erarbeitet hat, oder wenn man einfach mal mit der Gondel hochfährt.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Panorama

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Dark Elements – Glühende Gefühle [Buch]

Dark Elements Glühende Gefühle - Jennifer Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer Armentrout

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Er hat dich verletzt. Dafür hat er bekommen, was er verdient hat.« Wow. Zayne war ein bisschen rachsüchtig. Irgendwie gefiel mir das.

Die Geschichte beginnt zeitlich etwas nach den ersten drei Büchern. Nun stehen Zayne und Trinity im Mittelpunkt der Handlung.

Trinity hat außergewöhnliche Fähigkeiten, ihre Herkunft und Hintergrund sind anfangs unklar.

Armentrout typisch funkt es zwischen Zayne und Trinity bereits bei der ersten Begegnung aber sie streiten sich auch gleich.

»Also spar dir den Bullshit, dass ihr gute Hexen seid, die Bäume verehren, verehren, Händchen halten und Kumbaya singen.«

Das hört sich nach 08/15 Standard an? So einfach ist es nicht. Armentrout gelingt es sehr geschickt die Beziehung zwischen beiden und gleichzeitig die Handlung voran zu treiben. Der unklare Hintergrund von Trinity steigert die Spannung zusätzlich.

Für Fans der ersten Teile ist dieses Buch eh Pflichtprogramm, weil eine ganze Reihe alter Bekannter vorkommen.

Es kommt übrigens zu einigen unerwarteten Wendungen in der Handlung.

»Ich weiß, was du willst.« Fest drückte er mich an sich. »Du willst gewollt werden, und daran ist überhaupt nichts verkehrt, Trin. Überhaupt nichts.«

Armentrout thematisiert in dem Buch ihre Augenerkrankung. Ich finde es erstaunlich, dass sie so viel schreibt, obwohl offenbar absehbar ist, dass sie erblindet.

Fazit

Für mich einer der besten oder der beste Band der Reihe.

Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

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Wochenrückblick – PCT Woche 12 – Sierras 2

Leselaunen / Wochenrückblick

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Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 74 / 13 – Lone Pine

Da die Busse nur an Wochentagen fahren nutze ich den heutigen Tag für die weitere Planung und besuche das Filmmuseum in Lone Pine.

Mir war nicht bewusst wie viele Filme in der Region gedreht wurden. Western sind ja sehr naheliegend aber hättet ihr an Star Trek (mehrere), Star Wars, Iron Man gedacht?

Erkannt? Django Unchained

Die Szene mit der Waffenpräsentation findet direkt vor dem Panorama der Sierras statt. Ich weiß noch, dass ich im Film bei dem Hintergrund nur WOW gedacht habe. Den Anzug hat Stark in der Szene getragen.


Montag – Tag 75 / 14 – Lone Pine, Mammoth Lakes (Bus)

Beim Bus stehen morgens über 10 Hiker, die sich über das Wochenende angesammelt haben. Die Ziele sind verschieden. Von Bishop, Mammoth, Reno und anderen Orten ist alles dabei.

Man fährt zu einem guten Teil an den Sierras vorbei. Wie müssen sich damals die Siedler gefühlt haben, als sie auf diese 3000m (über dem daneben liegenden Land) hohe Barriere gestoßen sind.

Während der Fahrt wird es immer grüner, was wohl auch an der steigenden Höhe liegt. In Mammoth Lakes sind die Temperaturen deutlich angenehmer.

Der Ort ist eine Mischung aus Ski- und Fahrradtourismus. Es gibt an jeder Ecke Bikes und E-Bikes.

Es gibt ein Village was eine Mischung von Geschäften, Restaurants und Veranstaltungsmeile ist. Sehr touristisch hier.

Heute hoffe ich auf Neuigkeiten zu meiner Bounce Box bzw. Es stellt sich die Frage welchen Fliegenschiss die Postmitarbeiter in Mammoth Lakes quer sitzen hatten. Die Adresse auf den Paketen ist korrekt und das Hotel steht neben dem Postamt. Keine Ahnung wo deren Problem liegt.

Wie sich nach der Antwort vom Motel 6 rausstellt, nehmen die nur Pakete an, wenn man vorher eine Reservierung hat. Das mach für ein Hotel einen gewissen Sinn aber niemals, wenn man Pakete von Hikern annimmt.

Die Pakete kommen naturgemäß viel eher als die Reservierung erfolgt. Vor allem wenn man sich dann als Hotel noch besonders hervorhebt, in dem man sich explizit in eine Liste aufnehmen lässt für Resupply von Hikern. Das ist also der Worst case. Die Pakete sind nun löst in Translation.

Ich habe meine Buchung im Hotel gleich mal zum Dank storniert. Da zahle ich lieber woanders 50$ mehr, als das ich so ein Hotel unterstütze. Erst mit unlauteren Methoden um Hiker buhlen und dann den gleichen Service wie jedes Hotel bieten geht überhaupt nicht.

Das lokale Postamt fühlt sich nicht zuständig. Die Postmasterin ist zickig und sagt mir, dass sie bereits alles gelöscht hat und durch die Blume, dass sie das eh nicht interessiert und nicht ihr Problem ist. Da schreibt man dick PCT Hiker + erwartete Ankunftszeit auf die Pakete und es klappt überall, nur in diesem Postamt nicht.

Das eine Internationale Adresse ohne Zollformular nicht funktionieren kann, war ihr auch vorher klar aber ist ja nicht ihr Problem.

Der Status ist seit Tagen in Transfer. Das ist bei USPS der Status für “sieht gut aus aber es passiert nichts mehr”, wenn er mal mehrere Tage andauert.

Wenn ich noch mal ins Postamt will kostet mich das einen ganzen Tag Aufenthalt in Mammoth, weil dann alle anderen Aktivitäten unmöglich sind, wegen der bescheuerten Öffnungszeiten des Postamtes. Ob jetzt noch was rauskommt ist ungewiss. Ich hatte nicht den Eindruck, als wenn sie sich wirklich darum kümmert.

Da ich heute sonst nichts zu berichten habe: Die Preispolitik in den Supermärkten hier ist oft Spannend. Eine Flasche 2,49$, drei 5$ oder 8 für 10$, 16 für 13$ und 32 für 20$. Also immer mehr kaufen als man braucht, weil es ja billiger ist.

So ruhig wie das heutige Hotel war übrigens noch keins auf der Tour. Mein Zimmer liegt direkt Richtung Wald.

Dienstag – Tag 76 / 15 – Red‘s Meadow (JMT 151,1 / PCT 906,6), JMT 165,7

Heute wandere ich ein Stück des John Muir Trails. Der PCT und JMT sind weitgehend Deckungsgleich (der JMT hat natürlich nur einen Bruchteil der Länge des PCT). An einigen Stellen splitten sich die Trails aber auf und dann ist der JMT teilweise schöner.

Dummerweise bin ich mit den ersten Shuttle erst um 8:00 in Red’s Meadow und noch dümmer ich besichtige den Lower und Upper Rainbow Fall. Das hätte ich wohl gestern machen sollen, auch wenn es 8$ mehr gekostet hätte.

Somit komme ich heute nicht ansatzweise so weit wie gedacht und habe morgen über 21 Meilen und 2500 Fuß vor mir. Das wird eine ganz schön knappe Sache bis 18:50. So war das nicht geplant.

Heute gab es viele Seen und Bäche. Dementsprechend gab es auch ordentlich Moskitos.

Der Anstieg war mit 1438 Höhenmetern aber auch nicht ganz ohne. Offenbar bin ich trotz mehrtägigem Hotelaufenthalt noch nicht maximal erholt.

Mittwoch – Tag 77 / 16 – JMT 165,7, Tuolumne Meadows (JMT 187,3 / PCT 942,5)

Heute ging es um 5:15 los mit dem Hiken. Da die Sonne erst kurz nach 6 aufgeht müsste ich mit Licht hiken. Ich finde das nach wie vor seltsam. Für mich verfehlt das Hiken damit seinen Sinn.

Die Anstiege bekomme ich weitgehend bis 10:00 weg. Das Absteigen dauert aber auch noch eine ganze Weile.

Morgens erlebe ich eine neue Dimension von Moskito Hell. Wenn man kurz am Fluss anhält um Wasser aufzunehmen und mit jedem Schlag auf Schulter oder Arm 3-6 Moskitos erschlägt ist meine Toleranzgrenze eindeutig überschritten. Wenn das in Oregon dauerhaft so aussieht, dann kann das keine Landschaft der Welt aufwiegen.

Mal sehen wie viele Treffer die Viecher gelandet haben. Abends bemerke ich 10-15 Stiche. Ich habe im Gegenzug mindestens 20 Moskitos gekillt. Sagen wir unentschieden.

Stehen bleiben war heute in der ersten Tageshälfte nicht drin. Dann wurde man aufgefressen.

Morgens ist das Wandern ziemlich abwechslungsreich. Nachmittags ziehen sich die Meilen, weil das Valley von vorne bis hinten gleich aussieht.

Heute habe ich eine kurze Diskussion mit anderen PCT Hikern, die nicht nachvollziehen können, dass Ichsucht mehr den dringenden Bedarf verspüre jede PCT Meile zu laufen. “Es ist doch alles schön und man muss alles sehen” – Nö, nicht wirklich. 😉

Ich komme um ca. 17:00 am Tuolumne Store an. Der erste Yosemite Bus kommt um kurz vor 18:00. Ich hatte den zweiten um kurz vor 19:00 gebucht. Der erste Fahrer hat keine Lust mich mitzunehmen (angeblich ist der Bus voll), Leute ohne Reservierung nimmt er aber mit). Das ist aber nicht so dramatisch. Ob ich hier esse oder in Mammoth ist mir egal.

Panorama

Donnerstag – Tag 78 / 17 – Mammoth Lakes

Am Sonntag starte ich für zwei Wochen eine mutmaßlich recht erholsame Wandertour, die in Salt Lake City beginnt und unter anderem Wanderungen in Yellowstone und dem Grand Canyon enthält.

Somit habe ich heute einen Fülltag. Da ich wieder in der Yosemite Reichweite liege und beim letzten Besuch wegen der Halfdome Lotterie zu wenig Zeit für das letzte Stück zu dem Upper Falls hatte, wollte ich das ursprünglich nachholen. Weiterhin wäre dann auch noch ein wenig Zeit für das Besucherzentrum / Museum gewesen.

Den Rest habe ich beim letzten Besuch abgearbeitet.

Da ich aber mal wieder das USPS Problem habe, schaue ich im Postamt vorbei. Total verrückt, wenn man sich überlegt was das unkooperative Verhalten des Postamtes / Hotels für Folgekostenvertrags verursacht. Wie bereits erwähnt ist dies das einzige mir bekannte Postamt entlang des PCT was sich so verhält. Das Hotel ist natürlich noch schlimmer.

Wie ich per Mail informiert wurde ist das Paket angeblich auf dem Weg zurück nach Deutschland. Das halte ich für totalen Quatsch.

Ich habe weder für internationalen Versand bezahlt, noch gibt es eine Zollerklärung. Das würde auch keinen Sinn machen, weil ich die Sachen bereits versteuert habe. Man kommt sich vor wie in Schilda. Nur Idioten. Die Box samt Inhalt kann ich wohl abschreiben.

Ich habe schon überlegt was alles drin war. Aktuell unersetzlich sind Dinge wie die Zahnpasta (Meridol Minituben), Miniuben Sonnencreme mit sehr hohem Schutzfaktor >50 oder die Super Soft Zahnbürsten. Die Klamotten (Shirts, Schuhe, Socken, Hose) und der Eimer zur Aufbewahrung fehlen nun natürlich für die Rundreise.

Ansonsten ist der finanzielle Verlust recht derb. Der dürfte gut bei 1500€ liegen, wenn man alles summiert. Ich hatte ein einfaches Notebook in der BounceBox, einen Rasierer (den kann ich mir jetzt auch neu kaufen mit US Stecker) und diverse Ersatzteile für ultraleicht Hiking Gear, was auch nicht gerade günstig ist. Selbst Bargeld war enthalten.

Alles was ich mir jetzt kaufe, muss ich natürlich wieder per Paket vorschicken, wenn ich noch mal auf den Trail gehe. Total sinnvoll das Ganze…

USPS schreibt mir ich könne ja den Empfänger in Deutschland kontaktieren und die Pakete zurück schicken lassen (sehr witzig).

Mal abgesehen davon, dass die addierte Laufzeit wohl ca. 6 Wochen beträgt (3 Wochen hin, 3 Wochen zurück) ist drei mal Mehrwertsteuer bezahlen (bzw. 2x Zoll) auch nicht gerade sinnvoll.

Mal außen vor lassend, dass das auch irgendwer beim Zoll in Deutschland abholen müsste und da ich gerade in den USA bin ist das eher schwierig. Fakt ist: Sowohl Hotel als auch Postamt bekommen einen Preis für miserablen Service. Das hilft mir aber auch nicht.

Theoretisch müsste der deutsche Zoll die Pakete zurückschicken in die USA oder alternativ zerstören. Je nachdem was USPS vorgibt.

Ich glaube die Geschichte aber nicht wirklich. Welches Unternehmen verschickt denn international, wenn niemand dafür bezahlt und keine Zollerklärungen vorliegt?!

Ich vermute, dass die Pakete noch immer irgendwo rumstehen oder sie sich jemand unter den Nagel gerissen hat.

Wie ich bei USPS schon festgestellt habe, erreicht man eh nicht viel. Offiziell suchen die noch immer die BounceBox, die nie in Mojave eingegangen ist (lt. Tracking) aber ausgescant wurde.

Somit war ich heute damit beschäftigt mir einige Klamotten zu kaufen, da ich zum Hiken nur ein kurzes und ein langes Shirt dabei habe. Für eine Rundreise etwas mau…

Freitag – Tag 79 / 18 – Mammoth Lakes, Reno, Salt Lake City (Bus, Bahn)

Das ist eine lange Tour. Erst geht es nach Reno (ca. 4 Stunden Bus) und von dort ab 16:00 bis nachts um 3:00 mit dem Zug nach Salt Lake City. Der Zug nennt sich California Zephyr.

Beim Warten auf den Bus treffe ich ein junges Pärchen aus Italien. Die beiden wollen über Reno nach San Francisco.

Die besten Unterhaltungen hat man immer dann, wenn man nicht damit rechnet.

In Reno beschließe zum ich als Lückenfüller das Automuseum zu besuchen. Neben den beiden Technikmuseen in Sinsheim und Speyer ist das bisher das beste Automuseum, dass ich besucht habe.

Speziell die frühe Epoche ist extrem gut vertreten und die Autos wurden nicht einfach nur hingestellt, sonder das Ganze Ambiente von Kinoplakaten, Zapfsäulen, Schildern usw. wurde stimmig eingerichtet. Perfekt!

Die Autos sind optisch fast alle in einem überragenden Zustand. Insofern ist das Museum eine absolute Empfehlung, wenn man mal in Reno ist. Wer jetzt übrigens denkt ich hätte alle tollen Autos fotografiert liegt falsch. Es waren über 200.

Interessant ist übrigens immer wieder wer früher Autos gebaut hat – vom Traktorhersteller zum Sportwagen (Ferrari), vom Nähmaschinenhersteller zum Autobauer oder vom Autobauer zum Hersteller für Rasenmähermotoren (Brigs &  Stratton).

Was man auch immer wieder sieht ist, dass das Konzept von Elektroautos schon 100 Jahre alt ist.

Der Käfer fehlt übrigens in keinem US Automuseum.

Die Fahrkartenkontrolle erfolgt dieses Mal vor dem Einsteigen im Zug. Wenn man selbst so eine Pappkarte hat, die man an den Sitz klebt reist man extrem günstig. 😉

Wofür man vorher den Sitzplatz reserviert (beim Kauf der Karte gibt man oben oder unten an) entzieht sich mir (es wurden eh alle in die obere Etage geschickt).

Der Zephyr ist eine tolle Variante die amerikanische Landschaft und Weite zu erleben. Da kann keine Bus- oder Autofahrt mithalten. Mit ca. 70$ ist das sogar günstig.

Für das Abendessen muss man eine Zeit reservieren. Das Essen ist mit 33$ für das Gebotene etwas teuer aber wo bekommt man schon so ein Panorama mit Essen kombiniert. Das Personal ist superfreundlich.

Wenn man einen Schlafwagen bucht ist das Essen übrigens enthalten. Der Spaß kostet 100$ mehr und man hat eine Kabine mit 2 Betten.

Spaßeshalber zähle ich heute die Anzahl der Wagons bei der Güterzügen und komme auf über 150.

Ja, das ist Echtgold, war wohl recht teuer in der Versicherung, so 1000$ pro Monat!

Samstag – Tag 80 / 19 – Salt Lake City

Der Tag heute ist etwas heftig, da ich in der Nacht kein Hotelzimmer hatte.

Durch die Zeitzonenstellung liege ich aktuell nur noch 8 Stunden hinter der deutschen Zeit.

Nachts um halb vier in einem fremden Land durch eine fremde Stadt zu laufen fühlt sich schon Strange an. Aber ich bin angekommen ohne überfallen zu werden.

Google liegt übrigens auch öfter mal falsch. Der Mc Donalds hat nur am drive Inn rund um die Uhr auf und auch bei Busverbindungen stimmen die Infos teilweise nicht.

Ich schlage mir die Zeit bis zum Sonnenaufgang (der hier übrigens eine Stunde später stattfindet bei gleicher Sonnenuntergangszeit) teilweise im lokalen Dennys um die Ohren. Da ist nachts um 4 erstaunlich viel los. Aber offenbar hat sonst auch alles zu.

Dabei habe ich auch die bisher schlechteste Erfahrung mit Kundenservice in einer Restaurantkette. Obwohl der Laden nicht mal halb voll ist schmeißt mich die Bedienung mit den Worten ich soll doch bitte bezahlen und nach Hause gehen raus, obwohl ich nach dem Essen noch eine Cola bestellt habe. Am Nebentisch sitzen welche, die noch länger da sind als ich. Aber man kann ja auch mal kein Trinkgeld geben. Der Laden sieht mich zumindest nie wieder.

Um halb Sechs mache ich mich zum Hotel auf und der Typ an der Rezeption ist maximal verpeilt. Erst grüßt er mich und verschwindet dann für 5 Minuten nachdem er vorher rumstand und dann will er mir unbedingt meine Amazon Pakete aushändigen, die er aber nicht finden kann (die Info, dass Pakete da sind ist aber im Computer) und das bevor ich ein Zimmer habe. Als er die Pakete nicht findet meint er, dass sie wohl heute kommen. Wenn sie wissen, dass es 5 sind werden sie wohl da sein, oder?! Nach dem Verlust der Bouncebox musste ich diverse Dinge nachkaufen. Das ging jetzt alles an das Hotel. Da Amazon gerne einzelne Pakete schickt, sind es nun ein paar mehr geworden.

Später kommt er dann noch mal Tumor und teilt mir mit, dass er 4 von 5 gefunden hat. So langsam wird es bedenklich.

Aber sowas muss man ja nicht nach einer Nacht ohne Schlaf vor 6 Uhr diskutieren.

Heute erlebe ich gleich mehrere Kulturschocks. In Utah scheinen die Uhren anders zu gehen. Zuerst gerate ich unfreiwillig in einen Halbmarathon, bei dem 90% der Leute gehen und zwar so langsam, dass man auf dem PCT mit Rucksack und Steigung schneller ist. Viele telefonieren nebenbei, machen Selfies oder fahren mit der S-Bahn! Einige brechen diesen immens anstrengenden Lauf nach 30 Minuten ab. Aber die Ausrüstung ist top. 😉

Weiterhin gibt es offenbar ein Gesetz, dass Fußgänger dazu verdonnert sich zum Affen zu machen. An Zebrastreifen muss man mit einer Fahne schwingen vor oder beim rüber gehen (das war nicht eindeutig). Blöd nur, wenn es die Fahne nur an einer Seite gibt. Dann muss man wohl so lange warten bis jemand auf der anderen Seite vorbeikommt.

In die Kirche geht man hier maximal gestylt mit Anzug und Krawatte. Die Mode ist bei Anzügen offenbar auch radikal anders. Es geht offenbar um sehen und gesehen werden und man trifft sich um die Kirche.

Viel zu sehen oder zu tun gibt es nicht in Sakt Lake City. Es gibt mehrere Kirchen und ein paar alte Gebäude und Grünflächen in Salt Lake City. Das die eine Olympiastadt war erkennt man kaum.

Das einzig besondere ist das IMAX 3D. Allerdings wird das Potenzial mit den gezeigten Filmen nicht wirklich ausgeschöpft. Evtl. schaue ich mir morgen einen Film – Apollo 11 – an. Heute schlafe ich dabei vermutlich ein.

Im Innenstadtbereich gibt es weder öffentliche Toiletten, Tankstellen, Supermärkte, noch viele Essgelegenheiten. Da sind teilweise die Kleinstädte entlang des PCT besser ausgestattet oder ich bin recht erfolgreich an allem vorbei gelaufen.

Ich besuche das Pioniermuseum, was seinen Namen meiner Meinung nach nicht zurecht trägt. Es handelt sich angeblich um die Weltgrößte Sammlung zu einem Thema. Der Großteil der Sammlung sind Stoffteile oder Bilder von Pionieren. Ansonsten gibt es diverse Möbelstücke zu sehen. Erklärende Texte gibt es fast keine. Aber es war immerhin kostenlos.

Abends hole ich mir noch eine Pizza, die aber zu den schlechteren gehört (viel zu viel Käse und zu wenig Tomatensauce).

Meine Pakete bekomme ich alle aber Amazon hat ein Teil falsch geliefert. Angeblich kann ich das beim 2km entfernten Lebensmittelladen ohne Label abgeben.

Ich stelle heute mal wieder fest wie viele Leute vor Ampeln stehen und sich darüber aufregen, dass die Ampel nicht grün wird, obwohl sie nicht gedrückt haben. Ich finde es ja normalerweise unnötig an der Ampel den Knopf zu drücken, wenn’s schon jemand steht, weil ich das jedem zutraue aber ich ändere gerade meine Taktik. Heute waren welche so ignorant und meinten, die Ampel wäre nun von selbst grün geworden, als ich direkt hinter deren Rücken den Knopf gedrückt habe. Das wird sogar mit einem Geräusch bestätigt. Manche Leute sind unglaublich ignorant. 😉

Vor einer der Kirchen findet heute eine Demo gegen Waffen statt. Es sind gut 100 Leute anwesend.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

<werden später ergänzt>

Wochenrückblick – PCT Woche 11 – Sierras

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Throne of Glass 1

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 67 / 6 – Start in die Sierras – Kennedy Meadows Campground 704,6, 725,1

In Kennedy Meadows hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einem Hiker. Er wurde von einem ehemaligen Studienkollegen begleitet, der Amerikaner ist. Die beiden haben aber in Deutschland Maschinenbau studiert. Beide sind um die 50. Der US-Amerikaner arbeitet nicht mehr und hat angeblich 4 Millionen auf dem Konto (Amerikaner reden über sowas offener) und der andere verdient (bzw. bekommt – den Begriff verdient finde ich Kontext Gehalt vollkommen unangebracht, weil er impliziert, dass Bezahlung gerecht ist) als Ingenieur angeblich um die 130.000€ im Jahr.

Wichtig – meint der Amerikaner – sind Aktienoptionen und das Informatiker dringend gesucht werden in den USA. Ich solle doch mal über den Schritt nachdenken.

Schon krass aber wenn ich mir so überlege was manche Sachbearbeiter in den USA leisten können, kann ich mir schon vorstellen, dass die Geschichte stimmt.

Die Idee hat schon was mit 50 zu machen worauf man Lust hat weitgehend ohne Zwänge.

Zumindest konnte man sich super mit ihm unterhalten über quasi alles. Uns wären die Gesprächsthemen glaube ich lange nicht ausgegangen. Dummerweise wollte ich am nächsten Morgen früh weiter Hiken. Wenn es in Kennedy Meadows ein Hotel gegeben hätte, dann wäre ich wohl eine Nacht da geblieben.

Ich habe mich somit nach dem Essen zum Kennedy Meadows Campingplatz fahren lassen, damit ich morgens um 6:00 direkt auf den PCT gehen kann.

Wie ich später erfahren haben hat die Truppe noch bis 11 Bierchen und diverse Mixgetränke beseitigt.

Der Campingplatz war die erste moskitoverseuchte Ecke. Ich bin schnell ins Zelt und mit Moskitobegleiterin in den Nahkampf übergegangen (ich habe gewonnen).

Der Campingplatz war relativ voll. Es sind locker bis 23:00 (die Leute waren vorher überwiegend in Grumpy Bear) noch Camper angekommen. Somit war es eher unruhig.

Die Landschaft ist heute genial. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Nachdem ich die ersten drei Hiketage kaum was Zu Essen runter bekommen habe, habe ich heute öfter Hunger. Jetzt ist nur das Kontinent begrenzt.

Man sieht in den High Sierras aber überall noch Schnee. Das zum Thema es ist kein Schnee mehr da.

Meine Füße schmerzen Mittags rum heftig aber noch halten sie sich noch. Abends geht es wieder besser.

Heute treffe ich auch wieder diverse Hiker (ok, es ist auch Sonntag).

Es ging heute auf 10600 Fuß und da wird die Luft schon merklich dünner. Der erste Anstieg ging noch aber dann ging es bzgl. des Anstiegs pro Meter deutlich aus meiner Komfortzone.

Ich Campe auch ungefähr in der Höhe um mich zu akklimatisieren.

Abends überfallen mich beim Zeltaufbau wieder die Moskitos. Die mögen offenbar Schatten, Wärme und Windstille. Jetzt tummeln sich mindestens 10 vor dem Fliegengitter des Zeltes. Es folgt mir auch immer mindest eine ins Zelt. Sauviecher.

Der heutige Tag war Megaanstrengend mit 1600 Höhenmetern aber hat auch sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe die Leistung kann ich drei Tage halten, denn bei meinem neu erwachten Hunger wird das Essen sonst knapp.

Es ist immer wieder interessant wie gut man auf so einer Etappe die Blumen den verschieden Höhenstufen zuordnen kann. Bio man schädlich.

Die letzten Nächte habe ich den Schlafsack einfach als Decke benutzt (da man ihn aufzippen kann geht das ziemlich gut). Das ist diese Nacht auf 3000m aber wohl zu kalt. Ich schlafe aber deutlich besser bei der Deckenvariante, weil die weniger einschränkt.

Panorama 1

Panorama 2

Panorama 3

Montag – Tag 68 / 7 – 725,1, 747,9

Wie sich in der Nacht zeigt, lag ich bzgl. dem Schlafsack falsch. Die Variante als Decke reicht völlig.

Bzgl. der Landschaft ist der heutige Tag nicht so spannend. Es gibt primär Wald zu sehen – also wie am Vortag, nur das davon kaum etwas abgestorben / verbrannt ist. Eigentlich ganz schön aber auf Dauer kaum fotogeeignet. Wer will schon immer wieder Waldbilder sehen?

Ich versuche mich mit einem längeren Hike in eine gute Position für den Folgetag zu erreichen (Bergauf am besten morgens, wenn es noch kühl ist). Das klappt auch aber Abends ist dann schlagartig Schluss. Ich baue das Zelt auf und kaum bin ich drin, wird mir übel. Das Abendessen liegt noch nicht lange zurück und ich lasse es mir spontan noch mal durch den Kopf gehen.

Glücklicherweise ist ein ZIP Lock Beutel zur Hand. Das sind ja tolle Voraussetzungen für den härtesten Teil des PCT. Wie nun weiter? Auszeit in Lone Pine oder weiter? Ich entschließe mich für weiter, nachdem es ab nächsten Morgen wieder besser ist.

Ich treffe übrigens den ganzen Tag niemanden.

Über den Sierras herrscht übrigens reger Flugverkehr. Das hatte ich so auf dem PCT nirgends. Es handelt sich offenbar überwiegend um Kampfflugzeuge.

Dienstag – Tag 69 / 8 – 747,9, 765,2

Morgens fühle ich mich ganz gut. Ich beschließe also nicht den Trailexit Lone Pine zu benutzen, sondern den Weg Richtung Mount Whitney fortzusetzen.

Heute ist die Landschaft wieder abwechslungsreicher. Das Essen macht mir tagsüber Probleme. Ich muss mich mehrfach fast übergeben. Somit bricht die Leistung etwas ein.

Heute treffe ich zig Leute, was aber primär daran liegt, dass Touristentouren mit Pferd oder Guide angeboten werden, die nich lange dauern. Man kann aber offenbar den ganzen John Muir Trail auf dem Pferd buchen, wenn die Geschichten stimmen, die andere Hiker erzählen (Mount Whitney fällt schon mal raus, da gibt es kein Pferd).

Da meine Leistung einbricht, treffe ich zwei Hiker wieder, die ich in Kennedy Meadows kennengelernt habe und die mit den Nachwehen des unterhaltsamen Abends zu kämpfen hatten.

Interessant ist was die beiden Essen. Die können währen des Hikes die Portionen für zwei Leute vertilgen und noch diverse Sachen hinzufügen (+kleine Nudelpackung + kleine Packung Thunfisch). Das würde ich nicht schaffen und selbst wenn, würde es beim Hiken nicht drin bleiben.

Genau das ist aber nötig um den Kalorieninput und Output in der Wage zu halten.

Heute sehe ich so viele Pferdespuren, dass ich mich frage warum ich überhaupt zu Fuß gehe. Zusätzlich sehe ich auch andere Spuren, die für mich nicht gerade nach Pferd aussehen aber auch dem PCT folgen.

Panorama 1

Panorama 2

Mittwoch – Tag 70 / 9 – 765,2, Mount Whitney, 767,2

Ich befinde mich nicht am optimalen Startpunkt für Whitney und stehe zum ersten Mal um 3:00 auf und Hike mit Stirnlampe.

Im Notfall kann man das mal machen aber ich käme im Traum nicht darauf mit Taschenlampe Whitney zu besteigen. In der frühen Hikingsaison geht es nicht anders, weil die Sonne den Schnee weich macht und es dann zu gefährlich wird. Mich würde da mit Schnee kein Mensch hochbekommen.

Anschließend geht es den Mount Whitney hoch.

Die Impressionen sind umwerfend. Ich gehe so weit, dass ich landschaftlich noch nie etwas so schönes gesehen habe. Auch das Wetter und Licht sind top.

Bis rund 13400 Fuß läuft es ganz gut, dann streikt mein Magen wieder. Bis 13700 Fuß, also rund 1 Meile vor den Summit komme ich, dann muss ich wegen meinem Magen abbrechen. Auf den Weg nach unten muss ich mich wieder übergeben, obwohl ich kaum was im Magen habe.

Ist das die Höhenkrankheit? Ich denke nicht. Warum soll die mal bei 12000 und mal bei 13700 Fuß zuschlagen. Ich habe schon immer Probleme gehabt während Leistungssport Essen zu konsumieren.

Da der PCT Hochleistungssport ist, kommen daher wohl meine Probleme. Ein Übriges tut mit Sicherheit der Beckengurt, der auf auf den Magen drückt.

Da aber nachmittags bei Mount Whitney ein ziemlich heftiges spontanes Unwetter aufzieht (Hagel – was sonst? + heftiges Gewitter) war das aber evtl. auch ganz gut, dass ich abgebrochen habe. Es wurmt natürlich ziemlich, wenn nur grob eine Meile fehlt.

Am linken Fuß bildet sich schon wieder eine Blase in etwa dort wo sich die letzte Riesenblase auch gebildet hat. Warum auch immer das immer am linken Fuß passiert. Das kleine Unwetter heute war halt auch nicht vorteilhaft.

Ich möchte nicht wissen wie ich in den letzten Tagen an meinen Reserven gezerrt haben, denn gegessen habe ich kaum was.

In den letzten Tagen sind mir zwei paar Socken kaputt gegangen, die Schuhe sind nach Whitney auch schon wieder Schrott (drittes Paar) und Magentabletten habe ich nun auch keine mehr. Die befinden sich in der Bouncebox in Mammoth Lakes.

Man kann sagen, dass die Sierras (das Bisschen was ich davon gesehen habe) für mich die bisher größte physische Herausforderung aber auch unglaublich schön waren. Primär wird das an der Etappenlänge in Kombination mit der Höhe und den Steigungen liegen.

Heute sind zum ersten Mal von einem Ranger die Permits kontrolliert worden oder sagen wir sie hat zumindest danach gefragt, ob man welche hat.

Ich treffe heute Allan der 70 Jahre alt ist und den Mount Whitney schon 16 mal bestiegen hat (unter anderem). Das ist also als Gegenstück zu meinen Problemen. 😉

Wie ich nachher feststelle geben die Bilder leider nicht ansatzweise den Eindruck wieder, den man hat, wenn man den Berg besteigt.

Panorama 1

Panorama 2

Panorama 3

Donnerstag – Tag 71 / 10 – 767,2, 750,8 (ja, wirklich rückwärts)

Morgens schlafe ich etwas länger als gewöhnlich und grüble noch mal, ob ich zum Forrester Pass (höchster Punkt des PCT) wandern soll und verwerfe die Idee, da mir das Risiko aufgrund meiner Brechreizanfälle bzw. der Entkräftung mangels hinreichender Essensaufnahme zu hoch ist. Wie sich heute zeigt war die Entscheidung goldrichtig.

Ich schaffe heute gerade mal knappe 17 Meilen und 1000 Höhenmeter. Für den Forrester Pass wäre mehr erforderlich gewesen. Das liegt deutlich unter meinen Möglichkeiten.

Ich treffe nie so viele Leute wie heute, da viele Leute den Weg als Einstieg in den John Muir Trail, der teilweise analog zum PCT verläuft.

Dabei ergeben sich einige interessante Gespräche.

Weiterhin treffe ich einen PCT Hiker, der mir davon abrät diesen Monat schon nach Oregon zu Reisen wegen zu vieler Mücken. Er hat wohl einige Jahre in der Region gelebt.

Heute geht auch das dritte paar Socken kaputt. Ich habe zwar einen Nageklipser aber keine Pfeile dabei. Noch ein Punkt für die todo Liste.

h

Ich bin gespannt, ob es mir morgen gelingt von dem Lonepine Trailhead wegzukommen. Dafür muss ich vier Meilen wandern und auf Verwandte von Hikern hoffen, die Hiker dorthin bringen.

Hier scheint es in der Nacht verdammt kalt zu werden. Somit ist früh aufstehen wohl nicht so empfehlenswert. Ich hoffe ich erwische eine Fahrt nach Lone Pine.

Heute kommen meine neuen wasserdichten Alpine Handschuhe zum Einsatz und das Zelt Einpacken bei knapp über 0° ist damit viel angenehmer. Man kann sogar den feuchten Dreck vom Zelt abwischen, ohne das die Hände abfrieren.

Da die Busse zur nächsten Stadt fahren nur Mo – Fr. Aber aktuell benötige ich eh erstmal Erholung.

Ob und zu welchem Preis ein Hotelzimmer zu bekommen ist steht auch in den Sternen.

Freitag – Tag 72 / 11 – 750,8, Cottonwood Pass, Lone Pine

Morgens ist es sehr kalt am Chicken Spring Lake. Die Temperatur ist im Hochsommer nahe am Gefrierpunkt.

Telefon Empfang gibt es am Trailhead nicht also versuche ich mich per Anhalter.

Es hält eine Spaziergängerin mit Hund an, die ich vorher nett gegrüßt habe. Vermutlich hält sie genau aus dem Grund. Normalerweise macht sie die Fahrten gegen Geld (und zwar nicht wenig, der Preis ist mehr als das doppelte von Lyft und Uber – aber ohne Konkurrenz…)

Gewartet habe ich ca. 30 Minuten, bis mich jemand mitgenommen hat.

Unglaublich wie einfach so ein Abstieg ist. Da geht man mal eben ein paar Tausend Fuß runter. Vorgestern noch auf 13700 Fuß und heute 4000 Fuß. Knapp 6000 davon heute mit dem Auto.

Der Perspektivwechsel ist interessant. Die Sierras mal von unten sehen bzw. jetzt kann ich teilweise erst einordnen was ich aus >=12000 Fuß überhaupt gesehen habe.

Als ich ankomme gehe ich erstmal nach McDonalds um nach einer Unterkunft zu suchen (Wifi + Sitzgelegenheit).

Ich bestelle mir einen Deluxe with Cheese + Pommes und zwei große Coke und nix passiert. 2 Stunden später habe ich wieder Hunger. Das soll einer verstehen. Keine Ahnung warum mir das Essen auf dem Trail so immense Probleme bereitet. Vermutlich verkrafte ich die Anstrengung + Essen wirklich nicht.

Die Temperatur in Lone Pine liegt bei rund 33°C. Das ist eine heftiger Unterschied zu den nahezu 0° oben am See.

Die Hotelsituation in der ganzen Region ist Katastrophal. In Lone Pine sind die Hotels noch mit am günstigsten. Die “Absteige” in der ich nun bin nimmt für 3 Tage 400$. Angebot und Nachfrage…

Sogar das Hostel ist voll.

Wenn man dann noch die Essenskosten für drei Tage summiert machen andere dafür eine Woche all Inklusive Urlaub in einer deutlich besseren Anlage.

Selbst die 16” Pizza kostet hier 30$. Dafür habe ich andernorts weniger als die Hälfte bezahlt.

Vor Montag fährt aber kein Bus nach Norden und ich will mich erst ein wenig entspannen, bevor es weiter geht.

Denn vollkommen ausgepowert bin ich aktuell definitiv.

Schuhe und Socken sind bei Amazon offenbar aus. Ich werde es mal in den lokalen Läden versuchen aber meine Größe ist i.d.R. nicht zu bekommen.

Wie ich feststelle sind die Geschäfte wenigstens ein wenig auf Hiker ausgelegt. Es gibt zumindest an mehreren Stellen gefriergetrocknete Gerichte.

Bei Schuhen ist es dann schon wieder vorbei.

Damit mir die Socken nicht ständig kaputt gehen habe ich mir mal eine Minipfeile gegönnt. Bei über 40.000 Schritten pro Tag reicht offenbar sehr wenig aus, damit die Zehensocken kaputt gehen.

Den Rest des Tages verbringe ich mit Einkaufen für eine kurze Etappe von Red’s Meadow nach Tuolumne Meadow.

Samstag – Tag 73 / 12 – Lone Pine

Lone Pine ist eine der schöneren Städte entlang des PCT, auch wenn mal wieder ein Highway mittendurch führt.

Heute mache ich mir Gedanken wie ich weiter mache. Nachdem ich gestern wieder halbwegs sauber war (9 Tage Trail hinterlassen recht deutliche Spuren), habe ich die Gesundheitsbestandsaufnahme gemacht.

Drei Blasen an den Füßen. Zwei davon potenziell problematisch. Wie das endet, wenn man es ignoriert, weiß ich ja schon.

Ansonsten ein paar Blasen an den Händen, leichter Sonnenbrand hier und da.

Es macht aber aktuell wenig Sinn in den High Sierras mit zig Flussquerungen weiter zu machen, wenn ich nicht wieder so eine Riesenblase riskieren möchte.

Somit werde ich Montag nach Mammoth Lakes fahren und von dort weiter Richtung Norden wandern.

Heute habe ich kurz geprüft wo meine Bounce Box ist und das Postamt in Mammoth Lakes hat sich wohl selbst übertroffen. Obwohl die Adresse korrekt ist (ich hatte schon das Motel 6 direkt neben dem Postamt angegeben, weil das Postamt für bescheidenen Service bekannt ist – siehe USPS Mammoth Lakes bei Google), wurde das Paket zurückgeschickt.

Da ich aber keine Adresse in den USA habe, steht auf der Box als Absender die deutsche Adresse. Dahin wurde das Paket also bestimmt nicht geschickt (das wäre ja viel teurer). Aktuell vermute ich, dass die Box zurück nach Ridgecrest geschickt wird oder einfach zurück zur Verteilstelle in Bakersfield, die damit natürlich nichts anfangen kann. Gemessen an den Preisen  ist USPS einfach unglaublich schlecht.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

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Wochenrückblick – PCT Woche 10

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Dark Elements 4 – Glühende Gefühle

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Dienstag – Tag 62 / 1- Abreise aus Deutschland und Reise bis Ridgecrest

Morgens um 8 geht es mit der Bahn zum Flughafen. Abgesehen davon, dass die Bahn den ICE spontan umgedreht hat und der ICE lt. Anzeige wegen Löscharbeiten entlang der Strecke 10 Minuten später in Frankfurt ankommt, verläuft die Anreise zum Flughafen ohne Zwischenfälle.

Von Frankfurt geht es per Nonstopflug nach LA. Am Checkin hat die Dame, die den Wartebereich bewacht hat gezeigt wie Freundlichkeit nicht geht. Neuerdings muss man bei Lufthansa den Boardingpass schon haben um einchecken zu können. D.h. entweder checkt man von zu Hause ein oder am Automaten vor Ort.

Anschließend muss man dann trotzdem noch in die klassische Warteschlange, um das Gepäck los zu werden.

Die Zollfragen habe ich dieses Mal doppelt beantwortet – in Papierform im Flieger und dann vor Ort noch mal am Automaten.

Der Beamte für die Einreise hat in meinen Pass gleich wieder ein halbes Jahr gestempelt. Scheinbar steht der Stempel im Standard auf 180 Tage.

Beim Anflug auf LA habe ich die Sierras gesehen und sie waren mächtig beeindruckend.

Es ist aber schon bizarr wie gut man die Schneesituation aus dem Flieger einschätzen kann. Jeden Tag fliegen dort zig Flugzeuge vorbei und die PCT Wanderer hecheln nach jedem Informationshappen zum Schneelevel.

Vom Flughafen ging es per Lyft Ride nach Ridgecrest (man muss je nach Tageszeit schauen, ob Uber oder Lyft günstiger ist). Die Lyft und Über Fahrer sind oft Asiaten, die ein paar Jahre in den USA sind. Leider sprechen die oft so schlecht englisch, dass keine sinnvolle Unterhaltung möglich ist.

Falls euch der Name vertraut vorkommt, liegt das daran, dass es das Zentrum des Erdbebens vor rund einem Monat war.

Die Hitze abends in Ridgecrest ist der Hammer. Tagsüber sind es knappe 40°C und Nacht noch über 20°C. Da schwitzt man schon beim Nichtstun.

Am Walker Pass erwarten mich immerhin 35°C.

Meine Stimmung ist heute gemischt. Einerseits freue sich ich mich noch mehr vom Trail zu sehen, andererseits habe ich nach wie vor leichte Fußschmerzen und ich habe schon eine Ahnung wie heftig der nächste Abschnitt wird.

Mittwoch – Tag 63 / 2 – Ridgecrest Shopping und ab zum Pacific Crest Trail / Walker Pass 652,1, 664,8

Die letzte Nacht war nicht sehr Schlafintensiv. Die 9 Stunden Zeitumstellung bemerkt man halt.

Ich stehe zwischendurch auf und packe die Bouncebox und den Rucksack.

Morgens steht noch etwas Shopping im Supermarkt an um die Nahrung zu vervollständigen bzw. Smart Water Bottles zu erwerben und noch mal was zu Essen.

Die Bouncebox kann ich erst um 10:00 zur Post bringen, weil das Postamt vorher nicht öffnet.

Um kurz vor 11 nutze ich einen Lyft Ride zum PCT (der Bus fährt nur an 3 Tagen in der Woche und wäre heute um 14:30 abgefahren).

Ich habe eine Vorahnung, das die nächsten Tage bei dem Wetter heftig werden. Heute Morgen um 9:00 war es schon heftig.

Um 11 am Trail denke ich erst ach geht ja, mir wird aber schnell klar, dass das nur der erste Eindruck war.

Erst an 16:00 wird es etwas angenehmer.

Die Landschaft ist in der ersten Tageshälfte ziemlich Wüsten artig. Ich bin etwas enttäuscht.

Leider habe ich schon wieder Fußschmerzen. Ohne Schmerzmittel geht nichts. Mal schauen wie sich das entwickelt. Wegen dem Hüftgürtel bekomme ich heute auch Probleme mit der Magensäure.

Eine Klapperschlangen begrüßt mich aber das ist auch die Einzige. Ich sehe nicht einen Hiker. Die große Traube ist wohl vor einem Monat durch. So ist es etwas gespenstisch.

Aktuell ist offenbar Terrorfliegen und Heuschreckenzeit. Die Fliegen versuchen in alle Öffnungen zu kommen (Nase, Mund, Ohren, Augen).

Die Insect shield Klamotten und auch das einsprühen der Klamotten wirkt zumindest nicht gegen Fliegen. Ich wage zu bezweifeln, dass es dann gegen Moskitos hilft.

Ich erwische einen der schönsten Schlafplätze, die ich bisher am PCT hatte. Gerade, keine Ameisen, ruhig und ein toller Sternenhimmel. Da es jetzt nachts wärmer ist schaue ich mir das zum ersten Mal auf dem PCT an. Aber auch hier so sind die Städte noch zu nah. Die Milchstraße sieht man nur andeutungsweise.

Der Trail war heute stellenweise sehr ausgewaschen und es gibt diverse Bereiche mit lockerem Geröll, das durch das Erbeben vor ca. einem Monat entstanden ist.

Nach der langen Pause mache ich nun auch wieder mehr Fotos. Nach mehreren Wochen Wüste hatte ich das Gefühl alles gesehen zu haben und fand nur noch weniges fotowürdig

Donnerstag – Tag 64 / 3 – 664,8, 683,1

Bis 10 war der Tag ganz nett, dann hieß es durchbeißen wegen der Hitze.

Abends komme ich an eine fast trockene Wasserquellequelle. Wenn die Wasserquellen nur alle 20 oder 25 Meilen kommen ist das bei dem Wetter schnell tödlich, wenn eine trocken ist.

Lange kann man diesen Abschnitt dieses Jahr nicht mehr wandern mangels Wasser (so lange es nicht regnet und das ist im Sommer eher selten in der Region).

Heute laufe ich durch hunderte Spinnenfäden die Quer über den Trail gespannt sind. Das ist der Nachteil, wenn man alleine unterwegs ist. Ich sehe heute übrigens wieder keinen anderen Hiker.

Trotz eher durschnittlichem Anstieg (1100m) benötige ich für die heutige Etappe einen Rekordwert von 14 Stunden trotz eher mäßiger Meilenleistung. Die Hitze schafft mich.

Ich mache aber besonders Mittags (also quasi von 11:00 bis 16:00) auch öfter mal eine Pause, wenn ich ein schattiges Plätzen finde oder mir die Aussicht gefällt.

Da ich die 2650 Meilen nicht mehr vor Augen habe sind die Restriktionen Essen und Wasser.

Die nächste verlässliche Wasserquelle kommt in 15 Meilen (bei den Temperaturen sind das minimal 5 Liter) und davor sind 1500 Fuß Anstieg zu bewältigen. Das wird wieder hart morgen.

Freitag – Tag 65 / 4 – 683,1, 699

Panorama

In der Nacht ist es relativ frisch. Im Zelt so um die 15°C, außerhalb noch kühler.

Nach dem langen Tag gestern, schellt der Wecker um 4:30. ich gönne mir noch 15 Minuten und da ich auch noch Wasser Zapfe, komme ich erst 6:25 los.

Den Anstieg auf 8000 Fuß lege ich bis ca. 9:00 zurück. Zum Glück. Selbst um 9:00 ist es schon heiß.

Die Landschaft ist heute sehr abwechslungsreich – erst Wald, dann beim Abstieg durch ein ehemaliges Brandgebiet viele Blumen aber so gut wie kein Baum und anschließend eine relativ grüne Ebene.

Ich sehe heute so viele Kolibris wie noch nie auf dem Trail. Fotos muss ich Schuldig bleiben. Die sind etwas unstetig.

Zusätzlich erhasche ich einen Blick auf die High Sierras, in denen – Überraschung – noch immer Schnee liegt. Bei den Ablick weiß man dann wieder warum man sich die Strapazen antut.

Auch wenn es am Anfang nicht so aussah war die Etappe das perfekte Bindeglied zwischen Wüste und den Sierras.

Meine Essensprobleme bleiben. Bei der Hitze habe ich kaum Hunger. Die komischen Muffins (extrem feucht) schmecken auch eher wie Kleister bei der Wärme.

Die gefriergetrockneten Fertiggerichte esse ich meist abends. Wirklich gut schmecken wenige und die bekommt man dann auch nur selten.

Apropos Essen: In Kennedy Meadows gibt es nur was bis 7:00 – ich hoffe das stimmt jetzt auch noch. Aktuell kommen auf dem PCT offenbar so gut wie keine Hiker mehr.

Somit gibt es heute noch mal Tütenfutter.

Samstag – Tag 66 / 5 – 699, 700,4, Kennedy Meadows

Ich bin etwas erstaunt als ich in Kennedy Meadows ankomme. Der Weg ist vom PCT nicht ausgeschildert. Ohne Hikernavi wäre ich dran vorbei gelaufen.

Das Tal ist ziemlich schön und hier wollen wohl hauptsächlich Leute, die abseits von fast allen sein wollen. Erstaunlich finde ich immer die Stacheldrahtbarrieren, wenn der PCT an Privatgrundstück vorbeiläuft.

Wie ich später feststelle fühlen sich hier offenbar alle wie Cowboys im Wilden Westen. Das geht bei den Hüten los, setzt sich bei den Hemden, Jeans, Gürtelschnallen uns Schuhen fort.

Dazu dann große Karren mit Allradantrieb, weil die Straßen hier teilweise dirt roads sind. This is America.

Grumpy Bears ist wirklich eine Oase und eine der besseren Traillocations zum abhängen. Irgendwie gemütlich. Der Burger und die Pommes sind zwar eher Mittelklasse aber das Frühstück ist gut.

Nebenan ist Tripple Crown Outfitters. Bzgl. Haltbarem Essen sind die ziemlich gut ausgestattet. Frische Sachen gibt es wenige.

Heute sind 4 Hiker neben mir in Kennedy Meadows. Alle sind den Abschnitt, den ich gerade gelaufen bin nicht gelaufen. Da war ich wohl wirklich alleine unterwegs.

Aktuell kommen im Schnitt 5 Hiker pro Tag hier vorbei. Das werden deutlich mehr, wenn die Leute, die den Trail nördlich der Sierras fortgesetzt haben zurückkommen bzw. die Wanderer ankommen, die südwärts wandern.

In der Zeit als ich den Hike unter anderem wegen zu viel Schnee in und nördlich der Sierras abgebrochen habe, hatten sich hier lt. Facebookgruppe um die 200 Hiker angesammelt (lt. Den locals waren es eher 80). Das will ich mir nicht wirklich vorstellen, wenn die alle TCO belagern.

Heute habe ich meinen bärensicheren Kanister bekommen (Wild Ideas Expedition). Mann ist das Teil groß und sperrig. Dazu verformt es den Rucksack, weil es nun das härteste Teil ist. Oben quer kann man das Ding nicht wirklich befestigen, weil es zu glatt ist und irgendwann abrutschen würde. Allein eine plötzliche Gewichtsverlagerung durch rutschen wäre übel.

Der Eimer bringt mein gesamtes Packkonzept durcheinander und ist ganz schön sperrig. In den Sierras ist der aber vorgeschrieben. Ehrlich gesagt fühle ich mich auch Wohler, wenn die Hauptattraktion für Bären nicht im Zelt ist –  so lange die noch nicht Mensch probiert haben. Ich werde das Ding aber sicher noch verfluchen.

Ich bin aber recht erstaunt über das Gesamtgewicht des Rucksacks mit Essen für 8 Tage und Wasser (3l) rund 15kg. Gefühlt ist das Ding immer zu schwer! Bequem ist er bei dem Gewicht nicht wirklich (ich habe immer zu viel Gewicht auf den Schultern). Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass ich die größere Variante des Rucksacks bräuchte aber mangels Kundenservice von ZPacks konnte ich den nicht rechtzeitig bekommen. Somit hoffe ich es funktioniert so.

Die Eisaxt braucht man angeblich nicht mehr aber 250g die einem das Leben retten können sind es evtl. wert mitgenommen zu werden. Gekauft habe ich das Ding ja eh schon. Ich hoffe ich bereue es nicht. Gewicht ist Gift und der Bärenkanister wiegt mit Essen genug.

Ich entschließe mich abends an den Trail zurückzukehren, damit ich früh starten kann. Morgens ist aktuell die beste Zeit zum hiken bei der Hitze. Ich bin mal gespannt wie meine Klamotten in ein paar Tagen aussehen. Mein Shirt ist durch das ausgeschwitzte Salz schon etwas steif und sieht nicht so toll aus. Evtl. muss ich mal eine Flusswäsche testen.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick. Den gibt es aber evtl zeitversetzt. Die nächste Etappe wird ggf. etwas länger, wenn es gut läuft.

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Zwei nach Shanghai [Buch]

Zwei nach Shanghai - Paul Hoepner, Hansen Hoepner

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Paul Hoepner, Hansen Hoepner

Titel:

  • Zwei nach Shanghai – 13600 Kilometer mit dem Fahrrad von Deutschland nach China

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Hansen muss so gut wie überhaupt nicht geschlafen haben, stattdessen bekam ich nachmittags eine ziemlich ausführliche E-Mail, in der er eine etwa 13000 Kilometer lange Route in 150 Etappen eingeteilt hatte. Spätestens da wusste ich: Mein Bruder meinte es bitterernst.

Paul und Hansen sind Zwillingsbrüder und entschließen sich mit dem Fahrrad nach Shanghai zu fahren.

Das Buch beginnt direkt mit einer Gefahrensituation. Nachdem ich nun selbst auf dem Pacific Crest Trail unterwegs war, kann ich das etwas besser nachvollziehen.

Im stillen Kämmerlein liest (trocken, warm, sicher) sich die Situation weit witziger / angenehmer, als sie in der Realität war. Das lässt sich einem Leser oder Zuhörer nur schwer vermitteln. Solche Situationen ergeben sich aber zwangsläufig auf einer Derartigen Reise.

Als sie uns fragen, woher wir kommen und wohin wir wollen, und wir wahrheitsgemäß antworten, dass wir auf dem Weg nach China sind, schauen sie uns halb belustigt, halb fassungslos an. »Die sind doch bekloppt«, ruft der eine dem anderen zu, das kann ich verstehen, auch wenn ich kein Wort Lettisch spreche.

Die Zwillingsbrüder sind vom Typ her sehr verschieden (bisher, dachte ich immer, dass das Gegenteil der Fall ist), sind sich aber trotzdem sehr nah aber es fliegen auch oft genug die Fetzen. Das Buch ist abwechselnd von beiden Perspektiven geschrieben.

Das Buch pickt sich diverse Situationen aus der Vorbereitung und der Reise heraus und lässt aber auch größere Teile aus. Insgesamt hatte ich aber das Gefühl einen ganz guten Überblick zu bekommen. Das Buch gibt realistisch wieder, dass eine derartige Tour einerseits ein Traum aber eben auch oft beinhart ist.

Die Reise beginnt in Deutschland und geht über Polen, Litauen, Lettland, Russland, Kasachstan, Kirgisistan nach China.

Es gibt die Aussteiger, dazu würde ich auch Nils zählen, es gibt die Leute, die ganz besonders von ihrem Fahrzeug begeistert sind und es an seine Grenzen bringen möchten, wie André, es gibt die Sinnsuchenden, wie Gilles und Lucie, es gibt die Extremsportler, die Abenteurer, die Kulturinteressierten und diejenigen, die für eine Zeit den Kopf freibekommen möchten.

Wie heißt es so schön? Wenn einer eine reise tut, dann kann er was erzählen. Bei den beiden ist auch einiges an Glück dabei. Von versehentlichen fast Grenzübertritten bis zum Entkommen von gewaltbereiten und betrunkenen Verfolgern ist alles dabei.

Man sieht auch, dass so eine Reise – die auf Bildern und vor dem geistigen Auge ganz toll aussieht, eben nicht nur toll ist und man irgendwann einfach die Nase voll hat. Das kenne ich so auch von meiner PCT Tour.

Wie so oft in derartigen Reiseberichten menschelt es sehr. Manchmal hilft es einfach mit den Leuten zu reden und Probleme lassen sich aus der Welt schaffen. Ob es verlorene Pässe oder andere Dinge sind, auch wenn es eigentlich nicht gehen sollte.

Fazit:

Paul strampelt wütend neben mir her und senkt den Kopf wie ein angriffslustiger angriffslustiger Stier: »Verdammt, ich hab einfach die Schnauze voll von dem Ganzen. Fahren, essen, schlafen, fahren, schwitzen, und immer die gleichen doofen Fragen.

Sehr interessante Reiselektüre und absolut empfehlenswert auch wenn eine derartige Reise sicherlich nicht jedermanns Sache ist.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

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