1. Lesequartal 2018

Ja, ich weiß ich bin echt spät dran – es ist ja schon fast Mai.

Aber besser spät als nie, oder? 🙂

Ich beziehe mich hier natürlich trotzdem nur auf die Bücher, die ich in den ersten drei Monaten gelesen habe.

Kurz >= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:

Lux

Von der Lux Serie habe ich die Bücher aus Daemon’s Sicht gelesen (und anschließend auch gleich noch mal die letzten beiden Bücher, die aus wechselnder Perspektive geschrieben wurden.

Das war die beste Buchserie, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Allerdings fand ich Daemon’s Sicht nicht spannender als die von Katy. Aber ich habe mir sagen lassen, das Mädels das i.d.R. anders sehen (d.h. die ersten drei Bücher kann man auch aus Katy’s Sicht lesen).

Die Serie beginnt in der Highschool (dem klassischen Highschool Leben). Katy stellt aber schnell fest, dass ihr Nachbar nicht nur gutaussehend ist, sondern auch ein Arsch. Trotzdem fühlen sich die beiden nach anfänglichen Zankereien zueinander hingezogen. Und nach einer Weile zeigt sich, dass er kein Mensch ist. Katy wird in einen Strudel der Ereignisse hineingezogen, bei der die Gefahr zunehmend größer wird und die im letzten teil in einer Geschichte epischen Ausmaßes gipfelt. Tolle Lovestory + Abenteuer und tolle Charaktere.

4,5/5

Dämonentochter

Die Dämonentochter Reihe fängt relativ schwach an und steigert sich dann deutlich, so dass diese nur knapp dahinter landet. In der Serie geht es auch im eine Lovestory vor dem Hintergrund eines Kastensystems, die es nicht geben dürfte. Die unterschiedlichen Stufen im System werden komplett unterschiedlich behandelt und dürfen sich nicht annähern. In dieser Geschichte tauchen auch Griechischen Götter auf und die Kombination wird nach einem recht schwachen Start im Verlauf der Serie immmer Spannender und besser.

4/5

Elementar

Elementar – Serie um ein Mädchen, dass einen Jungen aus einer anderen Welt (ein Elementar) trifft, sich in ihn Verliebt, ihm versehentlich in seine Welt folgt. sich dort verändert bei dem Versuch ihn zu retten, sich verliert und große Abenteuer besteht. Mehr kann ich jetzt nicht schreiben was noch so passiert, sonst spoilere ich das Ende. Das will ja keiner, oder doch? 😉

4/5

Wächter von Astaria

4/5

Tolle Serie um die einen jungen Paladin, der in ein großes Abenteuer schlittert, bei dem er nicht ganz freiwillig die Hauptfigur wird. Auch ein wenig mit Lovestory aber die ist hier sehr im Hintergrund. Hier geht es mehr um das Abenteuer.

Nathaniel und Victoria

Die nächste Serie im Bunde ist Nathaniel und Victoria um einen Schutzengel, der sich in seine Schutzbefohlene Verliebt. Mal was anderes! (Ja gut, die Lovestory ist natürlich grundsätzlich immer gleich aber das Setting nicht). Da für Engeln diverse Regeln gelten, die hier recht schnell gebrochen werden schlittern die beiden von einer Lebensbedrohung in die nächste und müssen diverse Abenteuer bestehen.

4/5

Nebelsphäre Lübeck

Fortsetzung der Kiel Serie, bei dem ich die Charaktere und Entscheidungen oft nicht so nachvollziehbar fand wie in der Hauptserie. Hier handelt es sich aber um ein Zwischenfazit, da mindestens noch ein Buch aussteht.

Die Kiel Serie hat es nicht mehr ganz in das erste Quartal geschafft.

4/5

 

 

Aus der Kategorie “war ok, aber muss man nicht gelesen haben, wenn nach meinem Geschmack geht” (das sind die Bücher bei denen einmaliges Lesen ok war, aber die werde ich wohl nicht irgendwann wieder lesen), Auch die gehe ich im einzelnen nicht näher ein:

Götterleuchten

3,5/5

Elemente der Schattenwelt

3,5/5

Shadows of Dark Ages

3,5/5

Flammentanz

3,5/5

17 – Die Bücher der Erinnerung

3/5

Verzaubert

3/5

 

Ich stelle fest, ich war ziemlich fleißig. Aber die guten Vorsätze (viel lesen) in den ersten paar Monaten einhalten ist ja auch schon mal was. Zählt das als Entschuldigung, dass die Quartalsübersicht zu spät kommt? 🙂

Gibt’s ein Buch, das du gerne verfilmt sehen möchtest?

Da ich die Aktion interessant finde, möchte ich mich beteiligen. Bei der Montagsfrage wird von Buchfresserchen jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil. Ob ich jede Woche mitmache weiß ich noch nicht. Das wird von den Fragen abhängen.

Zur Frage:

Puh, wo fange ich bei der Frage an?

Es gibt einige Bücher die verfilmt worden sind (bzw. es ist zumindest damit angefangen worden), die ich zuerst auf die Liste setzen würde:

  • Eragon – Da wurde leider nur der erste Teil verfilmt und der Drehbuchautor hat wohl leider die Bücher überhaupt nicht gelesen, sonst hätte er kein Drehbuch produziert, dass nicht fortsetzbar ist. Davon abgesehen fand ich den Film gut wie er war. Leider passt er nur nicht zum Buch.
  • His Dark Materials (Teil 1: Der goldene Kompass) – Ja ihr lieben Religionsfanatiker – ihr habt die Fortsetzung verhindert. Wenn Religion ein wenig Kritik nicht aushält und sich angegriffen fühlt, obwohl im Buch und im Film nirgendwo explizit von der katholischen Kirche gesprochen wird, tja was soll man dazu sagen…
  • Die noch fehlenden Narnia Filme (ok, leider sind die Schauspieler nun zu alt aber die beiden fehlenden Teile wären schon noch sehr interessant gewesen – vor allem der Ritt nach Narnia)
  • Die Chroniken der Unterwelt – angefangen und das war’s wohl

Ein paar Bücher zu denen es keine Verfilmung gibt, ich aber sehr gerne eine sehen würde:

  • Dämonentochter Serie von Jennifer Armentrout
  • Bartimäus Serie Jonathan Stroud
  • Die Chroniken der Nebelkriege von Thomas Finn
  • Die Lux Serie von Jennifer Armentrout (die wird am Ende doch sehr episch)

Recht gut gefallen (bis auf Details) hat mir:

  • Harry Potter (bis auf Harry Potter und der Feuerkelch – da hat man mir zu viel an Charakteren und der Stimmung im Buch gedreht)
  • Der Herr der Ringe (der Mittelteil war etwas schwach)
  • Die Bestimmung
  • Jurassic Park Michael Crichton
  • Nippon Connection Michael Crichton
  • Die Firma John Grisham (anderes Ende, das im Buch war besser)
  • Der Klient John Grisham
  • Die Tribute von Panem Suzanne Collins

Nicht so gut gefallen hat mir z.B. die Biss Verfilmung (bei Biss fand ich die Bücher um längen besser als die filmische Umsetzung).

Wie sieht es bei euch aus? Welche Bücher sollten unbedingt verfilmt werden und welche Verfilmungen haben euch besonders gefallen?

Essenz der Götter Serie

Essenz der Götter 1 - Martina Riemer  Essenz der Götter 2 - Martina Riemer

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Martina Riemer

Teile der Serie:

  • Essenz der Götter 1 (472 Seiten)
  • Essenz der Götter 2 (345 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Wie kommt es, dass du auch mit geschlossenen Augen immer meine Brüste erwischst?« »Talent einerseits«, sagt er, kommt näher und gibt ihr einen Kuss, »andererseits weiß meine Hand eben von alleine, wo sie hingehört.« »Ich hoffe, die Hand weiß auch, dass sie nur auf meine Brust gehört, sonst«, kontert sie und legt ihre Hand auf seine und verschränkt die Finger mit ihm, »könnte es passieren, dass ich beim nächsten Training mit den Messern abrutsche.«

Buch 1: Loreens Adoptiveltern sind kürzlich bei einem Autounfall gestorben. Loreen ist 17 und wurde in ein Kinderheim gesteckt, dass irgendwo im nirgendwo ist. Loreen trauert und ihr langjähriger Freund is nun auch unerreichbar weit weg.

Loreen erfährt, dass sie zu den Divinus Kriegern gehört. Die Divinus Krieger tragen eine göttliche Essenz in sich. Jeder Divinus Krieger hat andere Gaben (Fähigkeiten) von den Göttern bekommen. Die Divinus (Anhänger der neuen Götter – Zeus und Co) führen Krieg gegen die Titanus (Anhäger der alten Götter – Titanen) aber es steht eher schlecht. Sie benötigen Loreen aus diesem Grund, wie jeden anderen der Götteressenz in sich trägt.

Loreen entscheidet sich aber trotz der Neuigkeit mit Jamie zusammen zu leben – ihrem langjährigen Freund. Erst nach vier Jahren hört sie auf ihr Gewissen und nimmt erneut Kontakt zu den Divinus Kriegern auf. Dort wird sie in deren Geschichte und deren Kampftechniken eingeführt. Sie begegnen ihr aber teilweise mit Misstrauen, weil sie sich nicht sofort für sie entschieden hat.

Der Gedanke, Sky in kleine Scheiben zu schneiden, war kurz durch seinen Geist geflogen, aber Sky ist sein Freund und er und Loreen sind bald Bell-Par.

Dann fällt ihr ein Brief von ihrer Mutter in die Hand, in dem klar wird, dass diese mit allen Mitteln verhindern wollte, dass Loreen bei den Kriegern landet und die undurchsichtige Anführerin der Krieger erfährt davon.

Der Anfang hat schon etwas leicht esoterisches. Das jemand eröffnet bekommt, dass er kein Mensch ist und das direkt schluckt, weil er schon immer so ein Gefühl hatte, ohne Faktengrundlage halte ich nicht für normal. Noch besser wird es dann, wenn der jemand (Loreen) es ihrem Freund (Jamie) erzählt und der auch gleich voll drauf einsteigt. Kann doch jeder nachvollziehen, dass man seinen Freunden erzählt, dass man göttliche Essenz in sich trägt und die das direkt akzeptieren, oder?

Aus Erfahrung weiß Loreen bereits, dass die schlimmen Dinge meist plötzlich passieren, ohne Vorwarnung. Aber dabei vergisst man oft, dass manchmal – wie soeben mit Rion – auch die guten Dinge wie aus dem Nichts geschehen.

Loreen ist sehr naiv und steigt vollkommen auf die Göttergeschichte ein, ohne auch nur ansatzweise zu wissen was sie erwartet und auf wen sie sich einlässt. Sie weiß nicht mal wer der Gegner ist und auf welcher Seite sie kämpfen würde und für welche Ziele. Sie will sofort mit ihrem Freund schluss machen, weil der nun keinen Platz mehr in ihrem neuen Leben hat, das sie noch nicht kennt. Dann steht er vor ihr und sie will doch nicht Schluss machen und er fragt Sie ob sie ihn Heiraten will und sie sagt zu. Von Schluss machen zu Heiraten in unter 5 Minuten ist eine stramme Leistung!

»Du wirst mich verlieren oder ich werde dich irgendwann verlieren. Das ist der Lauf des Lebens. Sterben gehört einfach dazu. Deswegen bringt es nichts, wenn du nicht richtig lebst, denn das andere kommt sowieso. Wäre es dann nicht klüger, das Leben, so kurz es auch sein mag, mit all seinen Facetten vollkommen auszukosten?«

Daraufhin lebt sie etwas mehr als 2 Jahre mit Jamie zusammen, der dann an einem Gehirntumor stirbt. Danach begibt sich in die Behandlung von einem Psychiater und der überzeugt sie, dass sie sich ihrer Verantwortung stellen muss. Daraufhin nimmt sie wieder Kontakt zu den Divinus Kriegern auf, nachdem sie ihre Freizeit nur mit Kampftraining und dem Lernen von altgriechisch verbracht hat.

Die Divinus Krieger leben wie vor Jahrhunderten (warum auch immer) und werden von einem Rat von 5 Personen angeführt, denen man gehorchen muss, wenn man zur Gemeinschaft gehört. Faktisch wird der Rat aber von einer Person angeführt, die quasi ein despotisches Regime führt und nicht nachvollziehbare Entscheidungen trifft. Auch gekämpft wird mit altertümlichen Mitteln.

Manchmal zählt wohl nicht die Dauer einer Bekanntschaft, um deren Wert zu messen.

Um ihre „Art“ zu sichern gibt der Rat vor wer sich mit wem zu paaren hat (ein wenig wie Hundezucht – ok, vielleicht sollte man den Ansatz auch mal überdenken). Die besten Gene müssen weitergegeben werden. Dabei werden Beziehungen oder Liebe vollständig ignoriert. Es drängt sich sogar der Verdacht auf, dass bewusst irgendwelche Spielchen getrieben werden um Menschen zu verkuppeln, die nichts füreinander empfinden. Angeblich basieren die Entscheidungen auf Visionen und Eingebungen der Götter (und das die Götter zu der Anführerin des Rates sprechen stellt natürlich auch niemand in Frage). Das er derartige Menschen gibt, die Macht missbrauchen ist nichts Neues. Ärgerlich und unglaubwürdig wird es immer dann, wenn deren Befehle nicht hinterfragt werden, obwohl die ausführenden Personen gebildet sind und sehr viel Lebenserfahrung haben.

Menschen sind so vielschichtig wie das schimmernde Farbspektrum eines Diamanten, das bei jeder Bewegung andere Nuancen preisgibt. »Danke für deine Ehrlichkeit. Du bist gar nicht so übel, wenn man kurz vorm Durchdrehen ist. Das muss man dir lassen«

Als Loreen zurück bei den Kriegern ist, denkt sie sofort wieder daran, dass sie sich zu Slash hingezogen fühlt. Slash und Loreen zicken sich dann längere Zeit an, weil sie sich vor Jahren für Jamie entschieden hat und er mauert, weil er in der Vergangenheit einen Verlust erlitten hat. Es geht quasi durchgehend darum, dass irgendwer sexuelle Anziehung auf jemand anderen ausübt. Das Kriegsthema gerät die erste Buchhälfte in den Hintergrund.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von mehreren Charakteren und mithilfe von Zeitsprüngen erzählt. Es wird zwischendurch immer mal wieder in die Vergangenheit gesprungen. Das macht es streckenweise schwierig die Handlungen oder das Verhalten der Akteure zu verstehen, weil man die Gründe und Ursachen (noch) nicht kennt.

Sie steht komplett nackt vor den beiden Männern und ihr wird klar, warum der andere Typ sie so unverhohlen anstarrt und herablassend grinst. Hastig, und mit heißen Wangen, die wahrscheinlich tomatenrot aussehen, hebt sie die Decke zu ihren Füßen hoch und schlingt sie um ihren Körper. Toller erster Eindruck! Wenn das nicht hilft, um harmlos zu wirken, was dann?, denkt sie grimmig und peinlich berührt.

Beim ersten Buch habe ich ernsthaft überlegt, ob ich abbreche, weil ich weder die Handlungen und Motive der Charaktere nachvollziehen konnte, noch die Geschichte besonders spannend war.

Buch 2: Loreen und Kate werden beschuldigt mit den Titanus paktiert zu haben und so den Angriff auf das Lager der Divinus Krieger ermöglicht zu haben.

Alle Divinus Krieger haben sich aufgrund des Verdachtes, den offenbar jeder als Tatsache hinnimmt von ihr abgewendet, obwohl sie im Kampf diverse Titanus Krieger und andere Kreaturen getötet hat, die Feinde der Divinus waren. Mal wieder folgen die Divinus Krieger blind ihrer Anführerin (ohne dafür einen Grund zu haben). Für Kate bleibt der Verdacht aber offenbar vollkommen folgenlos.

Loreen wird in Neuseeland (mutmaßlich in der nähe der Titanus) ausgesetzt. Aber sind die Titanus wirklich der Feind?

»Du hast um sie getrauert und geweint, den ganzen Weg vom Kolosseum bis in das Lager. Auch in der Nacht waren deine Gedanken bei ihr. Ich habe dich ihren Namen murmeln gehört. Und du wirst sie noch länger betrauern, aber deshalb kannst du nicht aufhören zu leben.«

Das ganze Beschuldingungsszenario entbehrt jeder Logik, weil sie selbst mehrere von den Titanus getötet hat und dabei in Ohnmacht gefallen ist bzw. fast gestorben wäre. Außerdem hat sie dem Bruder von Sky unter Einsatz ihres Lebens gerettet, was sie wohl kaum getan hätte, wenn sie zum Feind gehören würde. Weiterhin hat sie zusätzlich zu ihrer zweiten Fähigkeit eine andere, die eindeutig den Divinus Kriegern zuzuordnen ist. Ihr wird  unterstellt, dass sie zum Feind gehört, weil sie eine bestimmte Form der Magie beherrscht (2. Fähigkeit). Das ist total substanzlos, weil im ganzen ersten Buch kein Grund genannt wird warum überhaupt Krieg zwischen den beiden Parteien herrscht. Im Ursprung waren die Titanus (Kronos und Co) den alten griechischen Göttern zugehörig und die Divinus Kriegern den neuen Göttern (Zeus und Co). Da die Götter aber vereinbart haben, dass sie sich auf der Erde nicht mehr einmischen ergibt der Krieg überhaupt keinen Sinn und wird auch von niemandem hinterfragt.

Wie oft soll ich das noch ertragen, bevor ich zerbreche? Wo steht man im Leben, wenn man auf einen Schlag wieder auf sich alleine gestellt ist? Wer gibt einem Kraft und Halt, wenn die eigenen Beine einen nicht mehr tragen? Was passiert, wenn man Familie und Freunde verliert – verblasst man dann auch selbst und wird zu einem farblosen, leeren Abklatsch seines alten Ichs?

Ganz davon abgesehen wird auch nicht hinterfragt warum die Kreaturen des Tartaros beide seiten angreifen und auch die Argumentation Kate gegenüber (sie sei die einzige, die die Kreaturen des Tartarus beeinflussen kann) ist vollkommen haltlos, weil die Titanus das in der Vergangenheit selbst konnten auch ganz ohne Kate.

Ganz davon abgesehen ist Loreen das beste Beispiel, dass man beide Seiten in sich vereinen kann und der Krieg eh komplett sinnlos ist.

Nach dem verkorksten Start wird das zweite Buch dann aber deutlich besser, weil die Charaktere endlich anfangen nachzudenken und sinnvoll zu handeln und sich auch zunhemend ein Handlungsstrang ergibt.

Fazit:

Und wenn ich dir verrate, was ich weiß und Slash bekommt Wind davon, dann reißt er mir den Kopf ab. Ehrlich, ich mag meinen Kopf dort, wo er ist.«

Die Serie fühlt sich vor allem im ersten Buch an wie Göttergeschichte mit Teenagerdrama mit leichtgläubiger unentschlossener Hauptakteurin und machthungriger, verleiteter Anführerin und Charakteren, die vollkommen ohne jeden eigenen Gedanken naiv einem Anführer folgen (das hat etwas sektenartiges). Die Charaktere benehmen sich vor allem am Anfang wie Kleinkinder, obwohl sie relativ viel Lebenserfahrung haben (weil sie ein deutlich höheres Alter erreichen als Menschen). Sie lieben sich und merken es nicht und reden nicht miteinander und zicken sich lieber gegenseitig an und wenn sie dann doch zueinander finden, dann fuscht der Rat in seiner nicht vorhandenen Weisheit dazwischen.

Nach einem verkorksten Start im zweiten Buch wird es dann aber langsam besser, weil die Handlung vorankommt und sich die Charaktere plausibler verhalten..

Ich bin mit der Buchserie nicht so richtig warm geworden. Zum Glück ist es im zweiten Buch dann besser geworden.

Bewertung:

3/5

Vergleichbare Serien:

  • Ausgehend von dem Götterhintergrund Dämonentochter, mir hat die Dämonentochter Serie aber deutlich besser gefallen

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Zwei Lehrer und ein Schüler fangen neu in einem Kinderheim an und eine Woche später verschwinden alle drei? Sehr unauffällig. Außerdem: Kinderheim und Schule sind doch normalerweise nicht in einem Haus untergebracht, oder?
  • Loreen will telefonisch mir Ihrem Freund Schluss machen, den Sie schon seitdem Kleinkindalter kennt, nachdem sie erfahren hat, dass sie göttliche Essenz in sich hat. Die Entscheidung trifft sie ohne überhaupt zu wissen was sie erwartet, wenn sie den Divinus Kriegern folgt. Das muss ja eine tolle innige Freundschaft gewesen sein, wenn man sie so leicht beendet.
  • Es wird nicht erklärt warum sich die beiden Parteien bekämpfen. Sie handeln im Namen der Götter, die sich aber schon seit Jahrhunderten von der Erde zurückgezogen haben und auch beschlossen haben sich dort nicht ehr einzumischen. Der Kampf ist also komplett sinnfrei. Das ist eigentlich schon im ersten Buch klar, im zweiten Buch wird es dann bestätigt.
  • Die Divinus Krieger leben mit Lederkluft, Pfeil und Bogen, Ackerbau und recht rückständig aber Nagellack und Kaugummi ist ok? Und davon bekommt der Rat nichts mit? Klar, fällt ja auch beides nicht auf. Vor allem wenn beides von der Person benutzt wird, die der der Chefin des Rates die Haushälterin gibt.
  • Loreens Einstellung ist total lächerlich: Sie will zu ihrem Erbe stehen egal was das bedeutet. Da sie Essenz der Götter in sich trägt heißt das, dass sie ohne dies zu hinterfragen in den Krieg zieht, weil die anderen es auch machen und dass sie sich dem willen des Rates beugt, egal was der will.
  • Die Bel Par Politik scheint ja grandios zu funktionieren. Man darf nur Kinder mit jemandem bekommen den der Rat ausgewählt hat, was dann quasi dazu führt, dass fast keiner mehr Kinder hat. Sehr ausgeklügelt vor allem wenn die Population eh schon rückläufig ist.
  • Loreen setzt was auch immer für eine Fähigkeit ein und tötet einen Gegner – verbrennt ihn mit Licht – und die anderen flüchten danach. Wieso wird nach dem Kampf nicht darüber diskutiert? Eigentlich dürfte sie derartige Fähigkeiten nicht haben, weil sie nur eine Fähigkeit haben sollte. Wieso weiß Elderly davon, obwohl sie nicht dabei war?
  • Im ersten Buch gibt ein absolut inszeniertes Drama: Phase 1 – Oh, die große Liebe, ich kann nicht ohne dich, auch was wäre wenn du verletzt wirst – Phase 2: Oh wir dürfen uns nicht lieben, weil die Anführerin es nicht will. Kein Problem, wir machen doch alles was der Rat will… – Phase 3: Oh, jetzt sind wir doch wieder zusammen und alles ist vergeben und vergessen – muss man nichts zu sagen, oder? Mal ennsthaft: Will man mit jemanden zusammen sein, der blind irgendwelchen Anführern hinterher läuft und nicht im Geringsten bereit ist für die Beziehung zu kämpfen, wenn sie von außen bedroht wird?
  • Wenn Loreen angeblich so gefährlich ist, dann ist es vollkomen unlogisch, dass erst Elderly mit ihr zusammen ist und dann zwei Wachen. Mit ihren Fähigkeiten könnte sie beide locker ausschalten, wenn die Annahme über ihre Kräfte stimmt.
  • Wieso kennen die Divinus Krieger einen Spiegel mitten im Wald in Neuseeland? Man muss den Ort vorher schon gesehen haben um dorthin reisen zu können.
  • Vor was hat Loreen im Wald von Neuseeland Angst? Agesehen von Titanus kann ihr dort wenig passieren. Gefährliche Tiere gibt es schlicht keine.
  • Wieso vertraut Loreen darauf, dass die Lebensmittel, die sich bekommt nicht vergiftet sind? Sie weiß nicht welches Spiel Elderly spielt.
  • Wieso stellt niemand in Frage (weder die Titanus noch die Divinus Krieger), warum sie die Kreaturen aus dem Tataros gegen beide Seiten wenden?
  • Die Erklärung mit den Wesen aus dem Tartaros, die vor jedem Angriff der Gegenpartei erscheinen erklärt aber keineswegs wieso die Gegenpartei in dem Moment angreift, in dem auch die Kreaturen auftauchen. Für die eigentliche Kriegssituation machen diese Wesen also eigentlich keinerlei Unterschied, dafür sind die Titanus und Divinus ganz alleine verantwortlich.
  • Dass die Titanus und die Divinus nach Jahrhunderten Krieg plötzlich in ein Lager ziehen und mal eben verdrängen können, dass sie sich gestern noch gegenseitig umgebracht haben, halte ich für sehr unglaubwürdig. Zumal vorher offenbar keiner den Krieg hinterfragt hat. Sie leben jeweils auf der anderen Seite der Welt und somit wäres es überhaupt kein Problem gewesen sich aus dem Weg zu gehen. Warum soll das plötzlich in einem Lager funktonieren, wenn vorher die ganze Welt nicht groß genug war?
  • Die Art und Weise wie die Gefährten an den Kampf mit Uranos herangehen ist sehr blauäugig. Sie haben Räume voller Dokumente mit Informationen und genau eine Person, die den Gott theoretisch besiegen kann, wenn alles gut läuft. Sie wissen aber keineswegs was dafür getan werden muss. Da würde es sich eher anbieten so spät wie möglich zu handeln.
  • Wieso brechen alle für den Kampf auf und wohin überhaupt, wenn dann auf dem Weg nur ein paar Leute zu Uranos nur ein paar Leute sind?! (zumindest liest sich das so – bei dem Angriff des Drachen und beim anschließenden Sturm und Erdbeben nur ein paar Leute erwähnt und danach kommen keine Mehr).
  • Als sie bei den 100 Spiegeln sind, steht im Text: „Hier sind sie laut der Prophezeiung darauf angewiesen einen speziellen Spiegel zu finden, der sie ohne dieses Vorwissen an den richtigen Ort schickt“. Das steht aber nicht in der Prophezeiung
  • Der Bereich im Palast der Götter ist etwas chaotisch geschrieben. Angeblich kann man den Raum mit sehr vielen Spiegeln überblicken aber die Gruppe ist dann so verteilt, dass man den Anfang und das Ende der Gruppe nicht sehen kann, obwohl sie vorher nur ein paar Leute waren, später im finalen Kampf sind dann aber alle anwesend…
  • Loreens Essenz ist angeblich „ausgebrannt“ aber heilen kann sie Slash danach direkt und er lässt er zu, obwohl sich ihre Haarfarbe zu weiß verändert hat und er keine Ahnung hat welche Auswirkungen die Heilung bzw. der Einsatz ihrer Essenz auf sie hat?

Montagsfrage: Hast du ältere Buchausgaben im Regal? Wenn ja, welche/s sind/ist die/das mit dem ältesten Erscheinungsjahr?

Da ich die Aktion interessant finde, möchte ich mich beteiligen. Bei der Montagsfrage wird von Buchfresserchen jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil. Ob ich jede Woche mitmache weiß ich noch nicht. Das wird von den Fragen abhängen.

Zur Frage:

Zuerst habe ich beim Durchforsten meines Bücherregales festgestellt, dass ich in einigen Ecken vom Bücherregal schon länger nicht mehr geschaut habe <Staub weg pustet>.

Mein ältestes Buch scheint Kapitän Kaiman von Karl May zu sein, zumindest im Unterhaltungsbuchbereich. Da ich einige Karl May Bücher habe, sind noch ein paar in der Region von den Jahren 1950 oder 1960 angesiedelt. Einige meiner Bücher sind über eine oder zwei Generationen weitervererbt. Wobei die meisten alten von meinem Vater sind. Meine Mutter hatte nie so das Lesegen und in der Generation davor war das auch nicht so doll vorhanden.

Ganz genau kann ich nicht sagen, ob das mein ältestes Buch ist, weil in einigen überhaupt kein Erscheinungsjahr steht.

Weiterhin habe ich von Tad Williams noch ein paar Bücher aus 1988+, wo ich unbedingt die Originalversion und nicht die Überarbeitung wollte (Drachenbeinthron). Davon habe ich mir also bewusst eine alte Ausgabe gekauft, obwohl die neuere Version (sprachlich überarbeitet) sogar deutlich günstiger gewesen wäre. Ich stelle mittlerweile übrigens öfter fest, dass vergriffene Bücher bei Amazon ziemlich hohe Preise haben.

Weiterhin habe noch ein Buch zum Film – Star War von 1983 im Schrank – Die Rückkehr der Jedi Ritter. Das ist eindeutig ein Buch was mal meinem Bruder gehört hat, weil ich in dem Alter noch nichts mit Büchern anfangen konnte. 🙂

Und dann sind da noch diverse Kinder / Jugendbücher aus dem 1990er Bereich (auch wieder Karl May oder Jim Knopf und andere). Von 1990 bis heute sind dann diverse Bücher quer über die Jahre vorhanden. Ich hatte mal eine längere John Grisham Phase und somit so um die 15 Bücher.

Meine Jugendbuchphase hat eigentlich erst angefangen, als die Jugendzeit vorbei war (hmm, was sagt das über mich aus?!). Die Phase geht über Harry Potter und diverse andere wie z.B. His Dark Materials, Eragon oder auch die Bücher von Thomas Finn.

Wenn man die Frage in 30 Jahren noch mal stellt wird es spannend. Bei den ganzen eBooks, die ich heute lese stellt sich die Frage, ob man die in 30 Jahren überhaupt noch nutzen kann. Bei einem echten Buch geht das sehr lange ohne Probleme, ohne Reader, Batterien usw., wenn es nicht gerade zu hoher Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

Schon irgendwie spannend, dass an Büchern auch immer eine Geschichte hängt. Wo / wie / von wem hat man sie bekommen? Waren sie ein Geschenk oder waren sie schwer zu beschaffen oder erinnert man sich an eine Zeit in der man die Bücher gelesen hat? Wie geht euch das? Wart ihr vielleicht krank und das Buch erinnert euch an diese Phase oder hattet ihr sogar eine besonders gute Zeit als ihr ein bestimmtes Buch gelesen habt?

Ich weiß z.B. noch ziemlich genau, dass ich eine wilde Harry Potter Phase im Studium hatte, wo ich die Bücher alle in 2 Wochen gelesen habe.

Ok, Nostalgiemodus aus. 😉

Ready Player One Buch

Ready Player One - Ernest Cline

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Ernest Cline

Teile der Serie:

Ready Player One (544 Seiten – keine Serie)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Du bist jetzt schon eine Legende, Alter! Du bist der erste Jäger, der den Kupferschlüssel gefunden hat! Und dann schaffst du auch noch das erste Tor! Du bist berühmter als Jesus! Geht das nicht in deinen verdammten Schädel?«

Nachdem der Film kürzlich erschienen ist, habe ich nun auch die Buchvorlage gelesen. Bei der Filmrezension findet sich auch ein Vergleich zwischen Buch und Film.

Wayne Watts lebt in der Welt der Zukunft. In dieser Zukunft ist die Klimaerwärmung weit vorangeschritten. Die fossilen Energieressourcen sind zur Neige gegangen und der Wohlstand hat deutlich abgenommen. Die Weltwirtschaft steckt in einer jahrzente dauernden Depression. Die Großstädte sind zu Slums verkommen. Die Welt ist also alles andere als toll.

Mit Mädchen zu sprechen kam überhaupt nicht in Frage. Für mich glichen sie einer exotischen außerirdischen Spezies, wunderschön und furchterregend. Sobald ich mich einem Mädchen auch nur näherte, brach mir der kalte Schweiß aus, und ich verlor die Fähigkeit, in ganzen Sätzen zu sprechen.

Neben dieser realen Welt gibt es eine virtuelle Welt – die Oasis. In der Oasis kann man zur Schule gehen, arbeiten, Spielen. Man kann dort alles machen. In der Oasis kann man jeder und alles sein. Für die jüngere Generation ist diese Welt mindestens so wichtig wie die reale Welt, eher wichtiger. Um der Realität zu entfliehen verbringen viele Menschen den Großteil ihrer Zeit in der Oasis.

Der Erfinder dieser Welt hat sehr große Mengen an Reichtum angehäuft. In seinem Testament legt er fest, dass die Person, die drei geheime Bereiche in seiner Welt zuerst entdeckt. Dafür müssen Rätsel gelöst werden und man muss sich mit der Vergangenheit des Erfinders der Oasis beschäftigen. Wer alle Rätsel knackt erhält die Macht über die Oasis und alle finanziellen Mittel.

Dass man sein Leben gründlich an die Wand gefahren hat, erkennt man daran, dass alles den Bach runtergeht und man sich nur noch mit seiner Systemagentensoftware unterhalten kann.

Aus diesem Grund versucht Innovative Online Industries mit einer Horde von Angestellten (die Sechser) professionell nach den versteckten Schlüsseln zu suchen.

Weder die freien Spieler (die Jäger), noch das Unternehmen war dabei in den letzten Jahren erfolgreich.

Der Erfinder der Welt war ein Nerd und Fan der Kultur der 80er. Da die Jäger sich mit ihm beschäftigen, kommt es zu einem Revival der 80er Jahre (das Buch stellt eine Hommage an die Kultur dieser Zeit dar).

So furchteinflößend und schmerzhaft die Realität auch sein kann, sie ist der einzige Ort, an dem man wahres Glück finden kann. Weil die Wirklichkeit echt ist. Verstehst du?«

Um die diversen Anspielungen im Buch zu verstehen und sich an seine Jugend zurückerinnert zu fühlen muss man mindestens 40 Jahre alt sein. Etwas älter schadet auch nicht. Für Junge Leser unter 20 dürften die meisten Spiele und Serien vollständig unbekannt sein, wenn sie keinen Nostalgiefaible haben.

Fazit:

Während ich mir ein paar Frühstücksflocken-Werbespots aus den 80ern ansah, fragte ich mich irgendwann, warum die Hersteller heutzutage keine Spielsachen mehr in die Schachteln taten. Ganz ohne Zweifel ein weiteres Anzeichen dafür, dass unsere Zivilisation den Bach runterging!

Im Buch wechseln sich immer eher nerdige Passagen über Filme, Spiele, Technik mit Passagen ab wo es eher um Inhalte geht. Die nerdigen Passagen nehmen den Schwung teilweise deutlich raus. Die eigentliche Handlung ist somit relativ kurz und der nerdige Rest teilweise nicht sonderlich spannend

Das Buch ist relativ schlampig geschrieben. Es sind einige logische Fehler und Patzer vorhanden.

Die Geschichte ist kreativ und mal was komplett anderes. Mir hat das Buch in Summe gefallen. Etwas mehr Sorgfalt hätte dem Buch aber sehr gut getan.

Bewertung:

3,5/5 (darin sind 0,5 Abzug wegen der diversen Fehler enthalten, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben)

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Der Heimtrainer als umgebauter Dynamo reicht dafür ruck zuck alte Batterie aufzuladen für einen Heizstrahler und den ganzen Tag Zugang zu Oasis? Tja, wenn es so wäre, dann hätte die Welt in der Wayne lebt wohl keine Energieprobleme
  • Wie kommt man denn ins Internet ohne Kabelanbindung in einem Endzeitszenario? Alles ist mit mobilem kostenlosem Breitband versorgt, so dass Massenhaft Leute mit hohen Datenraten und minimalen Latenzen auf engstem Raum angebunden sind?
  • Dass der Autor für alles Mögliche das Wort programmiert verwendet zeigt, dass er nicht so nerdig ist. Eine Visitenkarte programmiert oder einen Planeten?! Evtl. sollte er sich mal aufschlauen was programmieren und designen ist bzw. welche Werkzeuge man dafür benutzt. Der Begriff programmieren hat zwar in den 80er noch in der Form gepasst, wie er hier angewendet wird (da hat wirklich noch eine Person ein Spiel programmiert), aber 2018 nicht mehr und in 2040 mit Sicherheit nicht mehr. Heute arbeiten Teams von hunderten von Leuten über Jahre an einem Spiel. Die Oasis wäre somit auch nicht von einer Person erschaffen worden, da sie noch viel größere Dimensionen hat.
  • Das der „Quellcode“ von einem Planeten kopiert wird ohne die Anteile von dem Code für die Gruft des Grauens halte ich nicht für sehr realistisch. Wenn die Oasis funktionieren soll, dann kann es nicht sein, dass die Inhalte alle über programmieren hinzugefügt werden. Dafür muss es standardisierte Werkzeuge geben und die haben nichts mit programmieren zu tun. Der Code müsste schon außerdem extrem gut geschützt sein, sonst wären eh sämtliche Rätsel innerhalb von ein paar Tage geknackt, weil die Mitarbeiter von Oasis sich die Lösungen anschauen könnten. Die Mitarbeiter können vielleicht nicht mitmachen aber sich bestechen lassen.
  • Bei dem TRS-80 wird beschrieben, dass er automatisch das Programm von Datasette startet. Da das für frühe Computer total untypisch war, dass sie irgendwas automatisch machen, habe ich kurz recherchiert. Offenbar war auch bei diesem Computer ein Befehlt dafür erforderlich. Das beschriebene Verhalten (automatischer Start) gab es z.B. beim Amiga, wenn man eine Diskette eingelegt hat.
  • Nach dem ersten Rätsel stimmen sämtliche Zeitangaben nicht. Parzival beginnt mit dem Rätsel Donnerstagabend bis in den Freitag hinnein. Dann pennt er 12 stunden und am nächsten Tag ist wieder Schule? Der nächste Tag ist ein Samstag. Samstag findet offenbar aber kein Schulunterricht statt, weil Parzival vorher schon erwähnt hat, dass er danach das ganze Wochenende Zeit hat, wenn er sich entschließt am Freitag zur Schule zu gehen (was er dann aber nicht macht). Er öffnet das Tor also Freitagmorgen und schläft dann bis Freitagabend.

Auch die Tage danach passen nicht. Angeblich sind 4 Tage vergangen und an jedem Tag kam ein weiterer Name auf dem Scoreboard hinzu. Donnerstag Parzival (erster Eintrag), Freitag Art3mis, Samstag Aech, Sonntag Daito und Shoto. Danach wird dann aber erwähnt, dass letztere Freitag das Rätsel geknackt haben.

Danach steht dann im Buch: Am Freitag … sah ich Millionen von Nachrichten durch… Damit war ich schon die ganze Woche beschäftigt“

4 Tage sind vergangen, seitdem alles angefangen hat und er hat schon vor einer Woche angefangen Nachrichten zu bearbeiten, die er nicht hatte?!

Hab ich was verpasst oder wurde im Lektorat komplett gepennt?

Sogar das elementare Element des Buches – das Scoreboard ist falsch. Aus Seite 220 haben Daito und Shoto 107000 Punkte (falsch). Auf Seite 287 haben sie dann 107000 und 106000 Punkte (korrekt).

Shato sagt Wade „Die Sechser haben gestern Abend meinen Bruder umgebracht“. Zeit scheint für den Autor relativ zu sein. Direkt davor schreibt er nämlich, dass bereits mehrere Tage vergangen sind seitdem IOI den Schlüssel errungen hat und das ist fast zeitgleich mit Shato passiert.

Art3mis sagt, dass ihr Avatar Level 51 hat, ein paar Seiten später zückt sie eine Visitenkarte auf der Level 52 angegeben ist.

Und noch ein Beispiel: Bei der Begegnung mit Aech setzt Parzival sich auf den Beihfahrersitz des Wohnmobil, beugt sich vor umarmt sie (stelle ich mit bein einem Wohnmobil schwierig vor) und tritt danach im Sitzen einen Schritt zurück?!

  • Art3mis ist schon Jahrelang in der Oasis und ist „nur“ Level 51/52 und danach ruck zuck auf 99. Das ist total unrealistisch. Jedes Levelsystem in derartigen Spielen ist so ausgelegt, dass es obenrum immer länger dauert. Wenn sie Jahre für Level 51 oder 52 benötigt ist sie nicht mal eben auf 99.
  • Einige technische Darstellungen sind übertrieben: Eine Festplatte die so groß ist, dass sie das wissen der Menschheit speichert wird es auch im Jahre 2040 nicht geben. Dafür ist der technische Fortschritt nicht schnell genug. Zumal die generierten Datenmengen mit der Festplattengröße steigen (hochauflösendere Bider, Videos usw). Genausowenig benötigt es zwei Roboterarme um einen Sitz in alle Richtungen zu drehen. Einer reicht vollkommen, zwei sind nur hinderlich – das kann man sich heute bei jedem Industrieroboter anschauen. Nur passt der natürlich nicht in eine normale Mietwohnung bzw. hier ist ja sogar die Rede von nur einem Zimmer in dem die Roboter installiert sind (ok, das verbuche ich mal unter technischem Fortschritt, leichten Materialien usw.). Schleusen mit Sicherheitstüren und Durchleuchtungseinrichtung darf man in Mietwohnungen für gewöhnlich auch nicht einbauen. Der Einbau wäre nebenbei auch recht schwierig geworden, während Wade in der Wohnung lebt und dabei hätten ihn auch diverse Handwerker zu Gesicht bekommen. Da nur sehr wenige Leute so viel Geld haben wäre er damit direkt wieder aufgefallen.

Fitnesstraining in einem komplett geschlossenen Ganzkörperanzug ist bestimmt auch ein Erlebnis.

  • Wade bekommt mehr Geld bei einem Standardjob als Telfonsupporter als durch seine diversen Werbeverträge und das als Weltstar?! Und das in einer Zeit in der sich kaum jemand mehr eine Wohnung oder gar ein Haus leisten kann? Da muss ich nichts zu sagen, oder? Das er davon ist beschrieben Ausgaben stemmen kann ist komplett unrealistisch. Dann hätte jeder Weltweit Hightechausrüstung für die Oasis, der irgendeinen Job hat.
  • Am Anfang erzählt Wade großspurig, dass er selbst quasi alle Spiele ohne Lösung schaft, später schaut er aber selbst ständig in irgendwelche Guides, How Tos, Videos usw.
  • Das Blade Runner Rätsel löst Wade per Zufall. Wie soll IOI das geknackt haben?!
  • Wie kann IOI einen Haftbefehl haben? IOI ist nicht die Polizei, sondern ein Privatunternehmen, das Internetzugänge zur Verfügung stellt. Das Equipment von Wade wäre übrigens locker 20.000$ Wert und somit ist die ganze Aktion komplett unlogisch, weil das reine Pfänden gereicht hätte um seine Schulden zu bezahlen. Vermutlich war selbst die Tür teurer als sein Gesamtbetrag an Schulden. Wade hätte schon deutlich größere Schulden haben müssen. Zumal die ganze Geschichte komplett unlogisch ist. Eine Kreditkarte hat ein bestimmtes Limit. Da Wade aber als arbeitslos gilt, hätte er wohl kaum eine Karte derart hoch überziehen können.

Mal ganz abgesehen davon, dass man den Kredit längere Zeit nicht zurückzahlen muss, um überhaupt in Verzug zu raten. Offenbar hat Wade das aber alles mal Eben ins IOI System gehackt, obwohl er kein Hacker ist.

  • Der „Plan“ von Wade ist kompletter Schwachsinn. Da möchte man fast den Drehbuchschreibern danke dafür sagen, dass sie das im Film anders dargestellt haben.

Er kauft irgendwo alte Passwörter (vor 7 Monaten, die Passwörter können also noch älter sein – mal abgesehen davon, dass 2040 evtl. eher mit biometrischen Systemen gearbeitet wird, müssen bei fast allen wichtigen Systemen die Passwörter regelmäßig geändert werden). Dazu kommt, dass Wade keine Ahnung hat was ihn bei IOI erwartet und ob er irgendwie Zugang auf relevante IOI Daten erlangt. Zusätzlich weiß er nicht, ob IOI in der Zeit die er als Zwangsarbeiter verbringt nicht längst das Ei gefunden hat und er weiß auch nicht wie und ob er die Daten aus dem Unternehmen schmuggeln kann.

  • Wieso wird Daito von IOI umgebracht, Art3mis und Shato aber nicht?
  • Wenn man liest wie Wade seine Identität lustig hin und her ändert, könnte man meinen, dass in IT Systemen keine Änderungsbelege geschrieben werden.
  • Die Mail von Parzival an alle Jäger ist toll: „Unser Angriff beginnt morgen Mittag“. Das ist ja eine Präzise Zeitangabe für einen Angriff bei dem es um alles geht…
  • Es ist nicht sehr realistisch, dass ein „Spiel“ bei dem man nur ein Leben hat ein Weltphänomen wird. Derartige Spielmodi gibt es z.B. bei Diablo und anderen Spielen (Schwierigkeitsgrad „Hölle“). Das ist aber nur was für absolute Freaks. Der Standardspieler erwartet eher, dass er für den Tod im Spiel quasi nicht bestraft wird. Die Zeiten wo das so war, sind lange vorbei.
  • Das Sorrento der beste Spieler von IOI ist, halte ich für sehr unwahrscheinlich nach allem was man vorher über ihn erfährt ist er lediglich ein blasierter Angeber.

Gelöscht Serie

Gelöscht 1 Gelösccht - Teri Terry Gelöscht 2 Zersplittert - Teri Terry Gelöscht 3 Bezwungen - Teri Terry

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Teri Terry

Teile der Serie:

  • Gelöscht 1 – Gelöscht (432 Seiten)
  • Gelöscht 2 – Zersplittert (400 Seiten)
  • Gelöscht 3 – Bezwungen (376 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Kühe und Schafe stieren friedlich kauend vor sich hin. Wie unterscheiden wir uns eigentlich von ihnen? Auch wir werden wie eine Viehherde jeden Morgen zur Schule gekarrt und bewegen uns auf vorgeschriebenen Bahnen, ohne je das Warum zu hinterfragen.

Buch 1: Kyla ist ein Slater. Das heißt sie hat all ihre Erinnerungen verloren – nein nicht nur verloren – sie wurden gelöscht. Die weiß nicht wer sie ist und wie sich etwas anfühlt. Sie ist 16 und erlebt alles zum ersten Mal. Sie kennt ihre Familie nicht in der sie nun leben muss. Geslated werden angeblich Leute, die kriminelle Handlungen begangen haben. Ob das stimmt weiß Kyla nicht, sieht hat keine Identität mehr. Sie kann sich auch nicht verteidigen oder gar angreifen weil sie einen Chip im Hirn hat, der sie abschalten oder sogar töten kann, wenn ich Glückslevel zu tief sinkt. Und wenn sie sich aufregt sinkt der Level, genauso wenn sie traurig ist. Kyla hat allen Grund traurig zu sein.

Man merkt von Anfang an, dass irgendwas nicht stimmt und das ganze Slating Programm nicht sauber ist.

»Lass mich kurz überlegen. Hast du ein tragbares Bermuda-Dreieck, das dir überallhin folgt?« Ich blicke an mir hinab. »Hab ich heute wohl zu Hause vergessen.«

Es verschwinden zunehmend Leute und es sieht sehr danach aus, dass die Regierung dahinter steckt. Kyla ist anders als die anderen Slater. Die meisten können nach dem Eingriff nicht mehr zusammmenhängend denken und akzeptieren einfach alles.

Wer ist Freund oder Feind? Die Leute, die nett zur ihr sind, halten nicht unbedingt zu ihr und die anderen, die sie nicht so nett behandeln sind teilweise loyaler und vertrauenswürdiger als sie denkt.

Mein Tun allein bestimmt, wer ich bin. Genau wie Mums. Wer sie im Herzen ist, definiert sich durch all die Entscheidungen, die sie trifft. Sie hat getan, was ihr richtig erschien, mit ihrer Ansprache hat sie die Grenzen ausgereizt, ist aber nicht über sie hinausgegangen. Um uns zu schützen. Ich kann es nicht tun.

Die Schreibweise ist melancholisch, depressiv, sarkastisch. Ich weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll. Ich sage nur „gibt eine Reihe besonders schöner Schafe – wenn man auf so was steht“ (da steht nicht, dass sie es nicht tut aber es steht hier eben viel zwischen den Zeilen). Dieser versteckte leicht resignierte Unterton zieht sich durch und ist insofern witzig, als dass man merkt, dass Kyla alles andere als glücklich mit ihrer Situation ist, irgendwie ist sie ein wenig gleichgültig, aber sie hat doch nicht ganz aufgegeben und sie versucht das Beste aus der Situation zu machen.

Ich mag diesen düsteren sarkastischen Unterton einfach und es gibt so viele Stellen, die witzig sind, obwohl die Grundstimmung das absolut nicht ist.

»Sie haben für das gekämpft, woran sie geglaubt haben. Eine ehrenvolle Art zu sterben.« Sagt sich leicht, wenn man am Leben ist.

Ansonsten typisch Dystopie. Der Hauptcharakter wird Megaunfair behandelt, selbst wenn sie wirklich irgendwelche Verbrechen begangen hat (mit 16 und dann schon mit die älteste Slaterin, d.h. die anderen „Verbrecher“ sind angeblich noch jünger?!) und dafür bekommt jemand sein komplette ich entzogen? Das heißt man fängt mit allem bei 0 an und wird auf das heftigste kontrolliert und mit Mediikamenten vollgestopft und wenn das nicht hilft, wird noch ein wenig am Hirn rummanipuliert.

Obwohl im ersten Buch nicht wirklich viel passiert, wird man immer wieder mit kleinen Informationshäppchen gefüttert und es bleibt durchgängig spannend.

Sie spricht nicht weiter, aber ich kann mir schon denken, worauf sie hinauswill. Die Leute aus dem Krankenhaus müssen es ihnen gesagt haben. Für den Fall, dass ich Albträume habe. Die habe ich oft, und wenn dann nicht schnell genug jemand bei mir ist, falle ich zu tief und mein Levo schaltet mich aus.

Buch 2: Kyla bzw. eigentlich Lucy weiß nun mehr über ihre Vergangenheit. Sie war eine Terroristin aber sie weiß auch, dass sie dazu gezwungen wurde und die Regierung willkürlich Menschen Slated , die nicht die gewünschte Meinung vertreten oder auffällig werden (ihre Identität und ihre Erinnerungen nimmt) ohne Prozess oder eine rechtliche Grundlage.

Kyla kann sich bruchstückhaft an ihre Vergangenheit erinnern. Zumindest an die mutmaßlichen der Terroristin oder Rebellin aber nicht mehr an die von Lucy. Die Terroristen / Rebellen haben Sie gefunden und wissen, dass sie sich teilweise an die Vergangenheit erinnern kann. Aber sind die wirklich besser als die Regierung? Beide Seiten setzen Kyla unter Druck und dann ist das noch MIA als dritte Organisation, die auch ein Interesse an Kyla hat.

Penny klappt wieder ihr Netbook auf. Mich zu fragen, wäre vielleicht auch mal eine Idee: Ich bin schließlich diejenige, die alles darüber weiß.

Ben, mit dem sich Kyla angefreundet hat bzw. in den sie vielleicht sogar verliebt ist, ist auch ein Slater und hat versucht sein Levo (Kontrollgerät für Slater) zu entfernen. Sie weiß nicht, ob er noch lebt oder was mit ihm passiert ist.

Sind wirklich alle auf der Seite, der sie vorgeben anzugehören? Wem kann Kyla noch vertrauen bzw. kann sie überhaupt noch jemandem vertrauen?

Die anderen hier sind alle jünger als ich. Sie lächeln und kauen seelenruhig vor sich hin – genau wie die friedliche Kuhherde, an der wir heute Morgen vorbeigefahren sind.

Der etwas schräge aber witzige Unterton aus dem ersten Buch kommt hier nicht mehr vor. Das ist schade, hängt aber damit zusammen, dass Kyla nun wieder mehr sie selbst ist (wobei wer ist man eigentlich, wenn man aus mehreren Persönlichkeiten besteht und sich die Errinnerungen bruchstückhaft vor und nach zurückkehren?).

Ansonsten wird der Grundablauf auch hier zumindest in der ersten Hälfte gleich gehalten. Man bekommt immer wieder kleine Informationshäppchen, die zum weiterlesen motivieren. Gegen Ende passiert dann einiges mehr aber so ganz überraschend ist die Entwicklung auch nicht. Dem aufmerksamen Leser ist zumindest die grobe Vergangenheit schon vorher aufgrund der vielen kleinen Detailhinweise schon vorher klar.

»Aber wie kann ich wissen, wer ich jetzt bin, wenn ich nicht weiß, wer ich war?«

Ich glaube aber, dass es wenige Leser gibt, die bei jedem, Charakter vorher sagen können auf welcher Seite sie stehen. Dafür zaubert die Autorin zu viele Überraschungen aus dem Hut. Ansonsten ist hier keine Seite wirklich gut, weder Staat noch Rebellen. Beide sind in der Wahl der Methoden alles andere als zimperlich und beide haben ihre Mittel und teilweise wohl auch den Zweck aus den Augen verloren.

Ich verstehe langsam, dass es verschiedene Arten von Lehrern gibt. Miss Fern, Gianelli und der Lauftrainer Ferguson: Sie sind authentisch. Ich werde ab und zu von ihnen zurechtgewiesen, sie sind nicht immer übermäßig nett, aber sie reden offen mit mir und nehmen mich wahr und ernst. Und dann gibt es diejenigen wie den Direktor Mr Rickson, Dr. Winston, die Schulpsychologin, und Mrs Ali, die trotz ihres Lächelns und des »Ich bin nur hier, um dir zu helfen«-Gelabers eigentlich nur darauf warten, dass ich einen Fehler mache oder die Regeln breche.

Buch 3: Kyla kann grob die Jahre von 10 bis 16 zusammensetzen und weiß was ihr angetan wurde und durch wen. Sie ist ihr Levo los, hat aber noch immer einen Chip im Kopf. Nico ist noch immer hinter ihr her (nun offenbar aus persönlichen Rachemotiven), Ben wurde manipuliert und kann sich nicht an sie erinnern und an die Person die er mal war. Ihr echter Vater wurde ermordet und ihr Adoptivvater hat sie verraten, wie so viele andere. Die Lorder treiben noch immer ihr Unwesen und statt Recht und Gesetz herrscht Willkür und Terror durch den Staat.

Kyla bekommt eine neue Identität und ein neues Aussehen aber wird das reichen um der Vergangenheit zu entkommen, die sie selbst nur teilweise kennt? Sie soll nun ihre mutmaßliche leibliche Mutter kennenlernen oder ist das auch nur wieder eine Falle von irgendjemandem?

Im dritten Teil kommen diverse weitere neue Enthüllungen zu den bisherigen dazu und Kyla erinnert sich an mehr und mehr Bruchstücke.

Ein „Happy End“ braucht bei einer derartigen Buchreihe niemand erwarten aber aus meiner Sicht geht das Ende so in Ordnung. Es passt zur Stimmung der restlichen Serie.

Fazit:

»Lass sie! Sie hat ein Levo, sie ist geslated.« Er zielt immer noch mit der Waffe auf mich. »Es wäre menschlicher, sie zu erschießen, oder?«

Die Serie erinnert an einen Krimi gemischt mit  Dystopie. Dadurch, dass Kyla gelöscht und in mehrere Persönlichkeiten aufgespalten wurde, kommen Erinnerungen nur sehr bruchstückhaft zurück und sie versucht über Gespräche, Unterlagen, Bilder und Orte stück für Stück wieder alles zusammen zu setzen.

Die Erzählweise ist über weite Strecken relativ langsam. Der Schreibstil ist gut. Es gibt Bücher bei denen fühlt man sich direkt „zu Hause“ und bei manchen ist das Gegenteil der Fall. Hier habe ich mich mit dem Schreibstil direkt zu Hause gefühlt. Das erste Buch ist diesbezüglich sogar etwas besser als die beiden folgenden.

Mein Magen dreht sich um, und mir kommt die tolle Idee, auf den Hund zu kotzen. Das würde seine Stimmung sicherlich heben.

Hoffnungsvoll ist die Serie nicht gerade. Die dargestellte Zukunft ist recht düster (ja, schon klar, deswegen heißt es ja Dystopie) und was der Hauptakteurin an Leid zugefügt wurde ist unvorstellbar. Erschreckenderweise gibt es aber genügend Parallelen zu echten Ereignissen in der Geschichte. Absolute Macht korrumpiert absolut und da es sich bei dem hier dargestellten System um ein nahezu totalitäres ohne echte Gewaltenteilung handelt, ist das Ergebnis absehbar.

In diesem Fall hätte es keinen Sinn, falls ich Lucy bin – falls ich Lucy war –, Kontakt mit ihnen aufzunehmen, oder? Lucy geht es nicht gut, sie ist mehr oder weniger tot. Sie existiert nicht mehr. Sie ist geslated worden.

Liebe findet sich in der Serie auch ein wenig aber wirklich nur am Rande. Hauptsächlich geht es hier um die Geschichte von Kyla, die aus Lügen, Verrat und rücksichtslosem Durchsetzen der eigenen Philosophie zu ihren Lasten und den Lasten von vielen anderen Betroffenen besteht. Weder die eine (Order / Regierung), noch die andere Seite (Rebellen / Terroristen) ist „gut“.

Die Serie ist mal was anderes. Mir hat die Serie gefallen und abschreckendes Beispiel dafür warum der Zweck nicht die Mittel heiligt.

Die Buchcover und vor allem dem Blick auf dem ersten Cover finde ich übrigens genial.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das Kayla ihren „Dad“ nicht früher im Verdacht hat ist total unglaubwürdig. Sie ist sonst recht schlau und stellt Verbindungen her. Spätestens nach dem Verschwinden von Phoebe ist doch der Verdacht erhärtet, der sich schon vorher aufdrängt. Er hat offensichtlich einen anderen Job als ihr gegenüber erwähnt. Sie unterliegt offenbar einem Zwang ihm zu antworten. Ihre „Mutter“ verweist darauf, dass Sie nicht der Grund sein wird, wenn Kyla „zurückgegeben“ wird und direkt vor dem Verschwinden von Phoebe hat ihr „Dad“ sie ausgehorcht…Auch danach gibt es zig Hinweise und Kyla ignoriert alle, während sie sonst sehr aufmerksam ist.  Sogar er selbst gibt die nötigen Hinweise unverkennbar.
    Das Kyla erst so spät kapiert, dass die mit dem Chip im Kopf geortet werden kann, ist nicht nachvollziehbar. Ihr „Dad“ sagt ihr, dass es beim Chip vom Hund nicht geht, aber bei anderen schon. Da sie nun mal weiß, dass sie einen Chip im Kopf hat, der sie ausschalten und töten kann ist es wohl naheliegend, dass man sie damit auch orten kann.Andersrum: Das Cam auch einer von denen ist, hätte man eher erkennen können eben weil Kylas „Dad“ sich immer für in einsetzt – das wiederum ist mir entgangen und es war eigentlich nicht zu übersehen.
  • Das der Englischlehrer das Heft von Phoebe nach der Korrektur zurückgibt, obwohl Phoebe schon lange nicht mehr da ist, ist sehr unwahrscheinlich. Vor allem, wenn man die Umstände bedenkt unter denen sie verschwunden ist.
  • Die starken positiven Empfindungen gegenüber Nico sind nicht nachvollziehbar. Es mag ja sein, dass er charmant ist aber er ist ein Tyrann.
  • Die Geschichte von Tori ist nicht wirklich glaubwürdig. Wenn sie Happy Juice statt einer Todesspritze bekommen hat wäre wohl aufgefallen, dass sie lebt. Zusätzlich hat sie sich ja gewehrt und von Happy Juice wird man offenbar nicht ohnmächtig. Zumal die anderen 5 per Spritze getötet wurden und somit wohl alle 6 zusammen „entsorgt“ worden wären. Nico hätte sich mit der Geschichte wohl kaum zufrieden gegeben.
  • Wieso kommt Tori nicht auf die Idee, dass der Verräter bei den Rebellen sitzt. So gut wie Carlsen informiert ist, kann es nur so sein.
  • Warum greifen die Lorder nicht eher ein? Wenn sie ein vollständiges Bewegungsprofill von Kyla haben, dann wussten sie sehr viel mehr – auch schon viel eher wo die Wohnung von Nico und sein Stützpunkt sind (auch wenn das am Ende auch Lorder sind aber sie spielen ja nicht für das gleiche Team)
  • Ich finde es sehr seltsam, dass Kyla einfach so zu ihrer angeblichen leiblichen Mutter geht, ohne darin ein Risiko zu sehen. Kyla hat 0 Erinnerung an sie. Die weiß, dass sie mit 10 bei den Terroristen gelandet ist. Aber wie sie zu den Terroristen gekommen ist, wer ihre Mutter war und welche Intentionen und Beziehungen sie hatte ist vollkommen unklar. Im Prinzip könnte ihre Mutter eine direkte Verbindung zu Terroristen oder Lordern haben. Und auch Aiden hat keinerlei Bedenken dabei?!
  • Das MIA plötzlich Zugriff auf Kommunikationssateliten hat (per Hacking), ist zwar praktisch für den Autor, aber nicht sehr realistisch. Zumal MIA vorher nur eine Internetseite im Darknet hatte, die sie nicht schützen konnten.
  • Die Geschichte mit dem Anschlag auf dem Premier isst nicht glaubhaft. Der Premier erzählt seiner Frau, dass er unglaubliches enthüllen wird (die Gefahr für Leib und Leben schwebt somit im Raum). Dann erzählt die es wiederum einer ranghohen Person aus den Reihen derer, die bei dieser Enthüllung geschädigt werden? Wohl kaum.

Nebelsphäre Kiel Serie

Nebelsphäre Kiel 1 Haltlos - Johanna Benden Nebelsphäre Kiel 2 Machtlos - Johanna Benden Nebelsphäre Kiel 3 Rastlos - Johanna Benden

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Benden

Teile der Serie:

  • Nebelsphäre Kiel 1 – Haltlos (494 Seiten)
  • Nebelsphäre Kiel 2 – Machtlos (652 Seiten)
  • Nebelsphäre Kiel 3 – Rastlos (558 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Plötzlich brach Narex in schallendes Gelächter aus. „Alter Schwede, Mando! Was war das denn? Das war ja ein Witz! Dein erster Witz seit Jahrhunderten!“

Eine Anmerkung vorab: Ich habe vor dieser Serie bereits die Nachfolgeserie (Nebelsphäre Lübeck) gelesen. Ich hatte mich vorher nicht gut informiert. Normalerweise passiert mir das nicht. Zu der Nachfolgeserie hatte ich auf der Homepage von Johanna Benden nachgefragt, ob es noch eine Fortsetzung zur Lübeck Serie geben wird. Daraus ist in der Folge eine rege Mailkonversation entstanden. Ich habe noch nie einen Autor erlebt, der so aufgeschlossen und Kontaktfreudig gegenüber seinen Lesern agiert. Supernett und definitiv erwähnenswert! 🙂

Die Goldene erwiderte ihren Blick und grinste ironisch. „Ach, was soll’s, Leute! Dann fällt der Unterricht für Täuschungen, Intrigen und Verleumdung eben erstmal aus.

Eigentlich hatte ich nicht vor die Kiel Serie direkt zu lesen, da mir das dritte Buch (im Gegensatz zu den ersten zwei Büchern) der Lübeck Serie nicht gut gefallen hat. Aber nachdem ich die interessante Konversation mit Johanna Benden hatte, habe ich mir die Bücher doch recht schnell vorgenommen.

Buch 1: Victoria ist Studentin und wohnt in einer WG mit Jan. In dem neuen Studiensemester hat sie Kurse bei einem neuen Professor, in den sie sich direkt verschießt – und wie! Offenbar geht es dem Professor ähnlich aber scheinbar hat er einige „Besonderheiten“. Während andere Studenten sich in  unwohl fühlen, wenn sie dem Professor zu nahe kommen fühlen sie sich unwohl. Victoria geht es genau andersrum.

Grimmarr seufzte. „Nein, Aer, ihr seid nicht «gar nicht so übel» – ihr seid überragend. Und das musst du endlich begreifen! Das kannst du aber nur, wenn ihr euch mit anderen vergleicht. Eine Leistung an sich ist weder gut noch schlecht, sie hat keinen Wert. Den bekommt sie erst, sobald man sie einer zweiten Leistung gegenüberstellt.“

Seltsamerweise können beide gegenseitig ihre Gedanken lesen und Victoria erfährt, dass Jaromir ein Drache ist! Als wäre das nicht genug, erfährt sie das Drachen und offenbar auch einige Menschen Magie wirken können.

Weiterhin erklärt Jaromir Victoria, dass Drachen und Menschen früher einvernehmlich zusammen gelebt haben es aber später zu einem Krieg zwischen den Drachen und den menschlichen Zauberern gekommen ist. Seitdem gibt es keine Partnerschaften mehr zwischen Drachen und Menschen und auch keine menschlichen Magier mehr.

Jaromir weiß, dass sie ihre Beziehung verheimlichen müssen. Wenn die Drachen von ihrer Beziehung erfahren, droht höchste Gefahr.

„Du bist heute Abend auch noch heiß, der Kaffee nicht und ich will beides“, konterte sie augenzwinkernd. Das Flimmern in Lenirs Aura war abgeflaut und er ließ sich schnaubend auf seinen Stuhl fallen. „Prima. Du weißt, was du willst. Ganz wie es sich für eine Führungskraft gehört.“

Die Liebesbeziehung (Partnerbindung) fühlt sich in dieser Serie zumindest anfangs deutlich normaler an als in der Lübeck Serie, was vermutlich daran liegt, dass sie nicht mit einer schon vorhandenen Liebesbeziehung konkuriert und auch nicht manipuliert wurde (sie fühlt sich hier also nicht falsch an wie in der Phönix Serie). In den ersten 2/3 des Buches geht es primär darum wie sich Jaromir und Victoria kennenlernen und wie sie langsam in die Welt der Drachen und der Magie eintaucht. Aufgrund des Schreibstils wird das aber nicht langweilig. Unterschwellig lässt sich auch schon die Bedrohung erahnen, die auf Jaromir und Victoria zukommt.

„Ich fasse es nicht!“, brummte Abrexar perplex. „Ihr Gefährten braucht keine halbe Stunde, um die ganze Welt auf den Kopf zu stellen.“

Man fühlt sich ein bisschen wie bei einer Mischung von Biss, Harry Potter und Eragon (und das meine ich positiv).

Wer es hier schafft bei der Beschreibung von Alberts Kochkünsten und den aufgetischten Speisen nie Appetit zu bekommen, der ist vermutlich magersüchtig. 😉

„Ich brauche dich hier, Mando! Du musst dich gut um Jaro und Vici kümmern. Sie werden deinen Rat benötigen.“ „Ja, ja“, nörgelte Mandolan mit seiner näselnden Gedankenstimme. „Ich werde sie genauso gut beraten wie dich. Und die zwei werden genauso selten auf mich hören wie du.“

Buch 2: Victoria und Jaromir sind Gefährten. Das bedeutet, dass zwischen Ihnen eine Verbindung besteht, die mit Liebe vergleichbar ist aber darüber noch hinaus geht. Damit dies möglich wurde mussten sie hart kämpfen und da sie gezwungen waren sich dabei gegen die führende Drachenelite durchzusetzen, haben sie nun mächtige Feinde. Diesen Feinden geht es nicht um Recht und Gesetz, sondern um Intrigen und vor allem Macht und die Feinde haben jahrhunderte Erfahrung in diesem „Spiel“.

Scheinbar sind Victoria und Jaromir durch einen mächtigen Zauber geschützt. Aber die Frage ist, welche Lücken dieser Zauber hat und ist das nicht nur ein trügerischer Schutz?

„Ein Held zu sein fühlt sich nicht gerade heldenhaft an!“, schoss es ihm durch den Kopf und er grinste ironisch. Zu dieser Erkenntnis war er schon in früheren Jahren gekommen, doch wenn er ehrlich war, begriff er die Tragweite seiner seiner Worte erst jetzt so richtig.

Und Lenir und Kerstin fühlen sich zu allem Überfluss scheinbar auch noch zueinander hingezogen. Nachdem Lenir gesehen hat in welcher Gefahr eine Gefährtin schwebt, versucht er allerdings alles um Kerstin zu schützen aber das scheint keine gute Idee zu sein.

Und dann zieht der Feind?! auch noch ins eigene Haus ein.

Zusätzlich werden Lenir und Kerstin, sowie weitere Drachen in der Geschichte intensiver behandelt und die komplette Hintergrundgeschichte wird mehr im Detail behandelt (im ersten Teil wurden einige Teile nur am Rande angesprochen, auf die hier detaillierter eingegangen wird.

Mittlerweile erinnerte die Flurvertäfelung an einen Schweizer Käse.

In diesem Moment kam Victoria aus Kerstins Zimmer. Sie blickte beiläufig auf die zerstörte Wand und dann auf seine Hände. „Es ist sehr nett von dir, dass du schon mit der Renovierung des Hauses beginnst und die Vertäfelung herunter holst, aber Kerstin wird unruhig. Selbst im Schlaf scheint sie zu merken, dass hier etwas nicht stimmt.“

Das zweite Buch beginnt relativ verhalten (das erste Viertel), liest sich aber trotzdem recht gut. Es ist eine Mischung aus alltäglichen Dingen aus der Drachenwelt vermischt. Das Heiratsvorbereitungsthema finde ich nicht so spannend (das ist wohl mehr ein Mädelsthema) aber insgesamt liest sich das alles sehr unterhaltsam. Zusätzlich wird die Hintergrundgeschichte aus Intrigen, „Machtspielen“ und anderen Bedrohungen weiter gewoben und kommt zwischendurch immer wieder zum tragen. Bei etwa drei Vierteln dreht Johanna dann richtig auf. Großes Kino. Hier ist also alles drin: Liebe, Freundschaft, Verrat, Leid und große Gefühle.

Buch 3: Jalina ist endlich Tod, hat aber vor allem Victoria bleibende Schäden zugefügt. Aber selbst im tot streckt Jalina noch ihre Krallen nach den Gefährten aus. Da Victoria die einzige ist, die im Geist der Goldenen die Wahrheit erkennt, kann nur sie deren Machenschaften aufdecken. Dabei kommen Unmengen von Gräueltaten ans Licht und Victoria zerbricht fast daran.

Wenn man spielt, kann man auch verlieren. Wenn du nicht verlieren kannst, darfst du nicht spielen – ich hatte ein paar Jahrhunderte, um das zu lernen.

Aufgrund der Eifersucht von Lenir, die kurz vor Abschluss der Bindung enteht, können Lenir und Kerstin nicht mehr mit Victoria und Jaromir zusammen leben, weil Victorias Freunde zu stark gefährdet werden. Stattdessen reift der Plan eine Gefährtenakademie für neue Gefährtenpaare zu bilden.

Die Tore zur Dämonenwelt werden immer Schwächer. Werden die jungen Gefährten dem Angriff standhalten können, den die Dämonen vermutlich planen?

„Vielleicht entdecke ich ja noch Verbesserungspotenzial in seiner Vorlesung. Falls nicht, bringe ich ihn einfach mit ein paar unqualifizierten Zwischenrufen aus der Fassung.“ Dann hob er verschmitzt seinen Zeigefinger. „Aber verpetz mich nicht Victoria – wenn er was ahnt, macht es keinen Spaß mehr.“

In diesem Buch geht es anfangs primär um die Gefährten. Statt Victoria und Jaro stehen aber Kerstin und Leni im Mittelpunkt. Obwohl es sich um die gleiche Serie handelt, fühlt sich das schon wie eine deutliche Trennung an. Die Bindungsphase der Drachen kennt man schon (das ist also nicht mehr so spannend, da es sich hauptsächlich um Eifersucht und Wolllust dreht – beider ist absolutes Dauerthema und erschöpft sich dann doch irgendwann). Somit gefällt mir dieses Buch etwas weniger als die ersten beiden. Gegen Ende wird es aber trotzdem sehr spannend und auch sehr emotionsgeladen.

Fazit:

Auch bei der ersten Serie kann ich nur sagen, dass der Schreibstil super ist. Ich finde, dass man nicht merkt, dass das ihr erstes Buch ist. Mir ist der Einstieg sogar deutlich leichter gefallen als bei der Lübeck Serie, weil ich hier keine Widersprüche beim Verhalten der Charaktere gefühlt habe. Das war einfach stimmig und in einem Guss.

„Mann ey. Diese Drachen können einem vielleicht auf den Keks gehen! Besonders in der Bindungsphase. Eifersüchtig bis unter die Hutschnur und dann auch noch dauerrollig.

Das einzige was in dem Kontext auffällt ist, dass man zumindest beim ersten Band den Eindruck hat, dass es nicht direkt als Serie geplant war. Der erste Band schließt logisch ab und würde nicht zwingend eine Fortsetzung benötigen. Der Letzte Band dreht sich um neue Hauptprotagonisten, die vorher Nebenprotagonisten war. Der Serienbegriff ist hier also eher lose zu verwenden.

Mir haben die ersten beiden Teile etwas besser als der dritte Teil der Kiel Serie gefallen. Und da ich mich hier weniger über Victoria aufregen musste als in der Lübeck Serie, hat mir diese Serie insgesamt etwas besser gefallen.

Johanna Benden ist (noch) ein Geheimtipp und beide Serien – sowohl die Kiel als auch die Lübeck Serie sind toll. Mir hat die Kiel Serie sogar noch etwas besser gefallen. Da kann man nur auf baldigen Nachschub hoffen.

Bewertung:

4,5/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Als sich Victoria mit Jaromir zum zweiten Mal trifft, hätte ich mir an ihrer Stelle die Frage gestellt wovon Drachen leben. Rein aus Neugierde, auch wenn sie sich selbst nicht in Gefahr wähnt.
  • Was hilft es einem Menschen die Gedankenfenster zu schließen, wenn man sich dadurch bei den Drachen auch verdächtig macht? Dann hilft das ja nur in den Fällen, wo der Drache einen sonst wahrnehmen würde ohne sich explizit auf eine Person zu konzentrieren.
  • Das Victoria die „grünen Wogen“, die sie regelmäßig bemerkt, komplett verheimlicht halte ich für unglaubwürdig. Mit dem Wissen was sie um die Gefahr durch andere Drachen hat (allein das Wissen ihrer Freundin Kerstin, dass Victoria mit Jaromir zusammen ist, reicht als Ausgangsbedrohung aus, da diese ihre Gedanken nicht abschirmen kann).
  • Bei der Verhandlung der Drachen übersetzt Jaromir für Victoria – sie versteht aber auch Gedanken, die nicht gesprochen wurden (also vermutlich genauso Latein sind wie der Rest vom Satz). Das ist eigentlich nur zu erklären, wenn Victoria in die Gedanken von Lexia schauen kann ohne etwas zu verstehen und Jaro das übersetzen kann, weil er es über Victoria ungefiltert „hören“ kann
  • Kattesch ist so dämlich, dass es schon weh tut. Da schreibt ihm Jalina fast direkt, dass sie ihn auf dem Weg räumt und er kapiert nichts. Aber für einen roten ist das scheinbar nicht ungewöhnlich.
  • Wäre es nicht logisch, wenn es auch Gesetze bei den Drachen geben würde, dass Gefährten (der menschliche Teil) ihre Beziehung zu anderen Menschen abbrechen müssen? Wie soll es denn nicht auffallen, wenn man nicht mehr altert? Da es den Drachen so wichtig ist unerkannt zu bleiben, wäre das ein nachvollziehbares Gesetz.
  • Das Schreiben von Jalina macht keinen Sinn oder ich verstehe es nicht:

„Zentrales Element in den ehernen Gesetzen ist hier die zeitnahe, offizielle Bekanntgabe der endgültigen Verbindung zwischen den Gefährten. In der Drachenwelt ist dies bereits geschehen. Unter den Menschen ist eine solche Verbindung heute jedoch unbekannt und muss wegen der geschichtlichen Entwicklung seit den Torkriegen auch weiterhin verborgen bleiben. Der Große Rat hat einstimmig beschlossen, dass eine standesgemäße Hochzeit mit mindestens dreihundert Gästen vor Staat und Kirche als ausreichend anzusehen ist.“

Was denn nun? Verborgen bleiben oder Riesenhochzeit? Das Schreiben hätte doch eher lauten müssen: Der hohe Rat hat beschlossen, dass eine Bekanntgabe in der Menschenwelt mit einer Hochzeit mit mindestens 300 Gästen vor Staat und Kirche als ausreichend anzusehen ist. Oder soll das bedeuten, dass die Alternative zu einer „wie auch immer gearteten Bekanntgabe in der Menschenwelt“ die Hochzeit ist?

Jaro und Victoria auch einfach sonstwo heiraten können zum Beispiel in den USA und ihren Freunden / Eltern nichts davon erzählen. Es gibt lediglich die Anforderung 300 Gäste und standesgemäß (letzteres ist Auslegungssache, wenn es nicht irgendwo festgelegt ist). Das wäre zumindest meine Antwort darauf gewesen. Wenn andere (hier die goldenen Drachen) einen ärgern wollen, dann ärgert man halt zurück.

  • Das Victoria nicht sofort die Beziehung zwischen Rockergang und den Goldenen herstellt, finde ich seltsam (ok, zugegeben nach dem Angriff der Rocker und allem was sonst noch passiert ist, kann sie vermutlich auch nicht klar denken). Da sie durch den Zauber geschützt ist, war es doch sehr naheliegend, dass etwas Derartiges passiert, um den Schutz zu umgehen. Dann gibt es noch zusätzlich den Fahrstuhl der manipuliert wurde – das ist doch offensichtlich…
  • Wieso sind Kerstin und Victoria alleine in einem Tätorwirstudio, nachdem vorher immer so ein Theater um Geleitschutz gemacht wurde?
  • Wieso ist Lexia nie bei den Essen mit Abrexar dabei? Das ist zwar für die Geschichte sehr praktisch aber in der Realität kann ich mir nicht vorstellen, wie man sie immer ausladen kann ohne unhöflich zu sein. Zumal sie ja nicht gerade irgendwer ist (immerhin ist sie die offizielle Vertreterin der Goldenen).
  • Wie ist Linea bei so vielen Drachen drumherum unbemerkt in Victorias Zimmer gekommen kurz bevor sie versucht Victoria zu Heilen?
  • Lexia (vermutlich auch andere Drachen) findet es barbarisch und primitiv wie Menschen essen und meint Drachen seinen höher entwickelt aber die Drachen benutzen Menschen als Köder für Dämonen und lassen die Dämonen danach Besitz von den Menschen ergreifen bzw. sie töten. Alles klar, dass ist natürlich weniger barbarisch als etwas weniger vornehme Tischmanieren.
  • Wieso wird der mutmaßliche Verrat von Lexia unter den Gefährten nicht besprochen?
  • Das der Tee nicht gegen eine Krankheit hilft, sondern impotent macht hätte man schon deutlich eher vermuten können (das Abrexar nicht auf die Idee gekommen ist finde ich unwahrscheinlich, da er ja sonst sehr vorausschauen ist)
  • Das „das zweite Gesicht“ keine Visionen sind, sondern „fake“ war sehr offensichtlich. Eigentlich muss man sich eher fragen, wie die Idee mit den Visionen überhaupt entstanden

ist. Alleine der Name „zweites Gesicht“ für die Fähigkeit ist ja schon offensichtlich…

Aber die Grundidee, dass man seinen Geist öffnen kann und dann eindeutig beweisen könnte, dass man die Wahrheit sagt hat schon was. Das aber jedes „System“ ausgetrickst und manipuliert werden kann ist logisch. Die „Wahrheit“ liegt ja bekanntlich eh im Auge des Betrachters.

  • Sowohl in der Kiel als auch in der Lübeck Serie schwingt ständig mit, dass der Zweck die Mittel heiligt und es sollen immer einzelne für die Mehrheit geopfert werden (und zwar nie freiwillig, sondern weil es Leute entscheiden, die meinen das „große Ganze“ im Auge zu haben). Ich halte derartige Ideen für absolut unethisch und höchst bedenklich. Drei Beispiele dazu:
  1. Wenn man die Wahl hat entweder 10 Leute zu retten oder 100 (beides geht nicht – z.B. weil nicht genug Zeit bleibt), dann kann ich nachvollziehen, wenn man die 100 rettet.
  2. Wenn man ein Admiral im Krieg ist und befehligt Soldaten und man muss 10 Opfern um Mutmaßlich 50 zu retten, dann ist diese Entscheidung sicherlich sehr schwer (zumal man vor so einer Entscheidung nie Sicherheit hat – vielleicht sterben ja zusätzlich die 10 zusätzlich zu den 50). Trotzdem haben sich die Soldaten i.d.R. freiwillig zur Armee gemeldet und müssen darum gehorchen, weil diese Freiwillige Meldung zur Armee den Schwur auf das Befolgen von Befehlen einschließt.
  3. Wenn ein König oder eine Königin der Drachen (der rechtlich in Deutschland eh keinerlei Legitimation hat) meint vielleicht irgendwas erreichen zu können (also möglicherweise eine bessere Ausgangslage für einen Krieg zu schaffen) und dabei ohne Rücksicht auf Verluste Leute manipuliert, in deren Privatleben eingreift, sie belügt, betrügt und ohne Rücksicht auf einzelne Verluste handelt, dann ist das sehr verwerflich und sicherlich kein Fall von „der Zweck heiligt die Mittel“. Das betrifft in dieser Serie quasi alle herrschenden durch die Bank. Jalina spottet jeder Beschreibung und ist abgrundtief böse. Die bringt Leute schon um, weil sie von ihnen geärgert wurde. Grimmarr und Abrexar haben Victoria zwar geholfen und vermieden, dass sie stirbt aber nur um sie als Ressource zu verwenden (also aus rein rationalen Erwägungen). Beide sind Bereit sie für den „richtigen Zweck“ zu opfern. Victoria ist diesbezüglich kein Stück besser als sie selbst Königin ist.
  • Wieso macht Lenir sich nicht unsichtbar bei dem Kampf im Wolfslager? Dann hätte er die Tarnkuppel auch durchbrechen können.
  • Vielleicht habe ich was verpasst aber die Aussage beim Angriff auf das Schleimbeuteleiernest ist doch, dass ein Ei in 5 Sekunden von einem Drachen vernichtet werden kann. 100 Drachen sollen angreifen. Somit müsste für 10.000 Eier jeder Drache durchgehend feuern und das 8 Minuten lang (10000 Eier/100 Drachen * 5 Sekunden = 500 Sekunden). Da aber von 60% Verlusten ausgegangen wird und davon, dass die Drachen rollierend durch die Spähe springen müssten viel mehr Drachen im Einsatz sein. Zumal die Aussage ist, dass die Drachen nur 3 Sekunden über dem Nest sein sollen, also kürzer als die Dauer, die zum Vernichten eines Eis benötigt wird. Zeiten für Orientierung, Anvisieren und Reaktion mal ganz außen vor gelassen. Zusätzlich geht diese Variante von einer 100% Trefferquote und freiem Schussfeld für 100 Drachen aus.
  • Die Zitadelle der Schwarzen sollte doch geheim bleiben und sogar die Neugier von Drachen beeinflussen. Wieso wird dort eine Beerdigung mit tausenden von Drachen veranstaltet?
  • Alle neuen menschlichen Gefährten müssen sich ein Tatoo stechen lassen? Äh, geht’s noch?!

Ready Player One Film

Read Player One - Steven Spielberg

© Warner Bros. Pictures

Originaltitel:

Ready Player One

Laufzeit:

140 Minuten

Jahr:

2018

Veröffentlichungsdatum:

05.04.2018

Regisseur:

Steven Spielberg

Buchgrundlage:

Ready Player One von Ernest Cline

Hauptdarsteller:

Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, T.J. Miller, Simon Pegg, Mark Rylance

Rezension und Inhalt:

Ja, das ist ein Buchblog und eigentlich haben Filme hier ja nichts zu suchen. Aber da Filme ja sehr oft auf Büchern basieren, ist es ja naheliegend auch Filme zu rezensieren. In diesem Fall habe ich den Film gesehen und das Buch dazu noch nicht gelesen. Das Buch werde ich mir im Nachgang zum Film sicher auch anschauen.

Der Film handelt von einer Zukunft in der viele Menschen in Armut Leben und die Ressourcen weitgehend aufgebraucht sind. Viele Menschen flüchten in eine virtuelle Welt die Oasis heißt in der sie sein können und machen können was sie möchten. Diese Welt hat ihren Erfinder extrem reich gemacht, ihm ging es aber nie darum reich zu werden, sondern um den Spaß und die Ideale in dieser Welt.

Bevor der Erfinder stirbt, versteckt er sein Erbe in Form von drei Schlüsseln in dieser Welt. Wer diese drei Schlüssel als erster findet wird sein Erbe antreten und über die Zukunft der Virtuellen Welt entscheiden und seinen Besitz übernehmen.

Da dies ein immenser Wirtschafts- und Machtfaktor ist kämpfen auch Konzerne um diesen Sieg und setzen dafür immense finanzielle Mittel ein. Die Rätsel sind aber so ausgelegt, dass man zur Lösung eine gewisse Nerdigkeit und Fantasie besitzen muss.

Parzival und seine Freunde sehen sich als Fans dieser Welt im besten Sinne und versuchen trotz der Übermacht der Konzerne diesen Sieg zu erringen und die virtuelle Welt zu schützen. Dabei lernt er Art3mis (Artemis) kennen und zwischen den beiden funkt es relativ schnell.

Manchmal ist es ja auch ganz gut den Film zuerst zu schauen, weil man oft enttäuscht ist, wenn man das Buch zuerst gelesen hat. Hollywood hält sich ja in der Regel nur sehr grob an die Rahmenhandlung von Büchern. Klar muss ein Drehbuch zu einem gewissen Grad angepasst werden (vor allem, wenn das Buch viel mehr Handlung liefert, als sich im Film unterbringen lässt). Oft meinen Drehbuchautoren aber auch einfach nur, dass sie es besser können als der Autor und optimieren die Handlung kaputt.

Aber nun zu Ready Player one. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Das hat mehrere Gründe. Ich war in der Vergangenheit selber zeitweise ein extremer Spieler von Onlinespielen. Dem Film gelingt es auf erstaunliche Weise den Nerd anzusprechen und zugleich massentauglich zu sein. Oft nimmt sich der Film selbst nicht ganz ernst (beispielsweise wird dargestellt, wie die Leute alle mit VR-Headsets auf der Straße rumrennen und nichts anderes mehr machen – haben wir heute schon mit Handys, es wird eine extreme Heldenverehrung und Nerdigkeit gezeigt – ich sage nur Bill Gates, Steve Jobes usw. und das Gewinnen des Spiels wird am Ende so bewundert, als wenn ein Jahrhundert Ereignis stattfindet). Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Weiterhin bezieht sich der Film auf diverse andere Filme und stelt quasi eine Hommage dar (Herr der Ringe, Chucky, Shining, Zurück in die Zukunft, …) dar.

Die virtuelle Welt fühlt sich echt an und das Gemeinschaftsgefühl erkennt jeder Onlinespieler der älteren Stunde sofort wieder (heute sind derartige Spiele meist so ausgelegt, dass man auch alles alleine kann und es auch so einfach ist, dass kein Frust aufkommt).

Fazit:

Toller Film der Potenzial zum Kultstatus hat, weil er mutig ist und eine Hommage an Filme, Videospiele und Popkultur. Es ist aber auch ein Spielbergfilm und somit vielleicht einen Touch zu sehr auch auf das jüngere Publikum ausgerichtet.

Da ich das Buch noch nicht gelesen habe bezieht sich die Bewertung auf den Film selbst und nicht auf einen Vergleich mit dem Buch. Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich bei Filmwertungen eine Zweite Bewertung einführen, die den Film im Vergleich zum Buch bewertet.

Der Film ist endlich mal wieder was neues, da heute meist eine Fortsetzung nach der nächsten gedreht wird und man nur noch auf Sicherheit geht.

Bewertung:

4/5

Film im Vergleich zum Buch:

Im Gegensatz zum Buch (Rezension) sind die Quests im Film komplett anders dargestellt und eher massentauglich. Das Autorennen hat nie stattgefunden und hätte von Parzival auch nicht gespielt werden können, weil er einen Char mit Level 3 und 0 Credits hatte. Das Auto hat er erst nach Abschluss des ersten Tores bekommen.

Im Buch wird Wade als dick (wegen der schlechten Nahrung) dargestellt und hat Akne. Später trainiert er dann aber hat weder Haare noch Wimpern. Auch Art3mis wiegt mit 1,68 84kg und ist somit stark übergewichtig. Ok, das ist natürlich Hollywooduntauglich. Wer will das in einem Film sehen, bei dem sich die Charaktere am Ende verlieben (wie quasi immer in Hollywoodfilmen).

Weiterhin lernt Prazival Art3mis anders kennen als im Film gezeigt und zieht nach dem Attentat auf seinen Wohncontainer um, wird also nicht direkt von Freunden von Art3mis oder einer Widerstandsbewegung aufgegriffen. Die Kennenlernphase zwischen Parzival und Art3mis ist deutlich länger als im Film.

Die Szene im Tanzclub hat vergleichbar stattgefunden (auch wenn es im Buch keine Geburtstagsparty war), ist aber im Buch sogar spektakulärer als im Film. Danach herrscht zwischen Art3mis und Wade über Monate Eiszeit und die Verbindung zu Aech hat sich von vorher abgekühlt, weil sich Wade nur noch mit Art3mis getroffen hat. Im Film wird es so dargestellt als wenn die Beziehung zwischen Aech und Wade nie gelitten hat.

Zwischen der ersten und der zweiten Quest vergeht im Buch ziemlich viel Zeit mit weitgehend belanglosem Getexte. Aech gibt Parzival den entscheidenden Hinweis und Parzival löst die Quest erst nach Art3mis und Aech. Daito stirbt bei der zweiten Quest (und zwar nicht nur als Avatar, sondern er wird von IOI umgebracht). Von einer Teamleistung wie im Film kann im Buch also keine Rede sein. Sorrento (IOI) meistert das zweite Tor als erster und findet auch den dritten Kristallschlüssel als erster.

Das zweite Leben erspielt sich Wade per Zufall auf der Suche nach er Lösung für die zweite Quest. Den NPC, der die Erinnerungen verwaltet gibt es im Buch nicht und die Bibliothek in dieser Form auch nicht. Ogden Marrows leistet aber sehr wohl Schützenhilfe aber nicht als Bibliothekar NPC, sondern als Avatar in der Oasis bzw. anschließend im realen Leben.

Weiterhin gibt es auch den Lakaien von Sorrento nicht, der im Film vorkommt und für ihn das magische Schild beschafft und Art3mis und Pazival verfolgt.

Das Dritte Tor lässt sich nicht allein öffnen und nur deshalb kommen die Konkurrenten Art3mis, Parzival, Shoto und Aech wieder zusammen.

Bevor es dazu aber überhaupt kommt opfert sich Wade für die drei (im Film passiert es aber genau andersrum – da opfert sich Art3mist für Wade).

Aech ist kein Mann sondern eine korpulente Afroamerikanerin und der Finale Kampf findet von Ogdens Haus aus statt und nicht aus dem Wohnmobil. Jeder der vier Shoto, Aech, Art3mis, Prazival hat durch die vorherige Quest einen riesigen Kampfroboter. Da jeder der die Quest löst einen riesigen Kampfroboter bekommt (zumindest die ersten 100), haben die IOI Leute lt. Buch zumindest 11. Shato greift Sorrento im letzten Kampf an, getötet wird Sorrento aber von Parzival.

Am Ende werden die getöteten Charaktere von Art3mis, Aech und Shato von Parzival wiederbelebt, der nun unendliche Macht in der Oasis hat.

Das Buch ist um einiges düsterer als der Film und deutlich nerdiger allerdings auch mit sehr vielen Fehlern gespickt (logische Fehler oder einfach Schlamprerei).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass grundsätzliche Elemente im Film beibehalten werden, dass der Film aber nur noch sehr begrenzt mit dem Buch übereinstimmt. Ich finde den Film deswegen aber nicht besser oder schlechter, eben einfach nur anders. Allerdings wäre es auch nicht nötig gewesen alles über den Haufen zu schmeißen was im Buch steht. Aber das entspricht der typischen Arroganz von Drehbuchautoren. Die meinen fast immer, dass sie es besser können als die Buchautoren mit ihrer Vorlage.

Übereinstimmung Film im Vergleich zum Buch:

2,5/5

Link zur Buchrezension:

Die Wächter von Astaria Serie

Die Wächter von Astaria 1 Der Gefallene Stern - Thomas Finn  Die Wächter von Astaria 2 Die flüsternde Stadt - Thomas Finn  Die Wächter von Astaria 3 Der Brennende Berg - Thomas Finn

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Thomas Finn

Teile der Serie:

  • Die Wächter von Astaria 1 – Der Gefallene Stern (neu) / Der Letze Paladin (alt – der Name wurde wegen Rechtsstreitigkeiten geändert) (480 Seiten)
  • Die Wächter von Astaria 2 – Die flüsternde Stadt (480 Seiten)
  • Die Wächter von Astaria 3 – Der brennende Berg (512 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook + Gebundene Ausgabe (beide vollständig)

Rezension und Inhalt:

»Gut, denn du solltest nie mit einem Schwein ringen. Dabei werdet ihr beide schmutzig. Der Unterschied ist nur: Das Schwein liebt den Dreck.«

Buch 1: Fabio ist Knappe (also angehender Ritter oder Ritter in der Lehrzeit bzw. um noch genauer zu sein Paladin). Fabio hat mit seinem Herren die Aufgabe einen Esorddienst für zickige und wohlbehütete Celeste (Tochter des Barons) zur Magierschule zu leisten. Sein Herr wird zu Beginn direkt von ihm getrennt und nun ist Fabio mit Celeste auf der Flucht und versucht die Aufgabe alleine zu erfüllen.

»Alle Pilze sind essbar. Manche allerdings nur einmal …«

Nachdem er Celeste in vermeintliche Sicherheit gebracht hat, nehmen schon die nächsten bedrohlichen Ereignisse ihren lauf und Fabio erfährt in einer Prophezeiung, dass ein großer Krieg bevor steht und er eine wichtige Rolle spielen wird. Offenbar spielt auch Celeste dabei eine wichtige Rolle.

»Hast du es denn immer noch nicht verstanden? Du bist ein Paladin, Fabio. So rein, wahrhaftig und tugendhaft, wie ich keinen zweiten kenne.

Zusätzlich versuchen verschiedene Mächte ein sehr mächtiges Artefakt zu erlangen und im Hintergrund zieht noch eine viel größere Bedrohung auf (ein Stellar, dass gegen die anderen Stellare gekämpft hat, dann eingekerkert wurde und nun scheinbar eine Möglichkeit gefunden hat sich zu befreien)  – die Stellare entsprechen quasi Göttern), die ganz Astaria gefährdet.

Typisch Thomas Finn – Action, Abenteuer und ein Ereignis jagt das nächste. Die Charaktere sind toll und liebenswert.

Buch 2: Nachdem Cagliomaeus Aufzeichnungen verloren sind und Ludovicos Verrat sieht die Lage hoffnungslos aus. Es sterben immer mehr Stellare. Doch die Gefährten raufen sich zusammen und kämpfen weiter. Fabio wird endlich zum Ritter bzw. Paladin ernannt. Allerdings gehen die Gefährten anfangs teils unterschiedlichen Aufgaben nach.

Was wurde nicht schon alles im Namen des Guten getan, was letztlich zum Schlechten führte? Und wie viel Böses hat die Welt schon erlebt, aus dem bei näherer Betrachtung schließlich Gutes erwuchs?«

Fabio bekommt eine diplomatische Mission in Begleitung von Celeste und zusätzlich soll  nach einer alten “Bibliothek” gesucht werden, die wichtiges Wissen der Sternenmystikerinnen und deren vergessene Fähigkeiten enthält. Doch schon wieder sind die Gegner einen Schritt voraus.

In zweiten Buch geht es etwas geruhsamer als im ersten Band zu. Fabio wird aber schnell wieder in die wirren des bevorstehenden Krieges hineingezogen und stößt mit weiteren Astronosanhängern und dem Sternenvampir zusammen.

»Tue, was du nicht können lassen, Sohn des Leichtsinns.« Farud zuckte mit den Schultern. »Aber du dich beschweren anschließend nicht, wenn wir nicht rechtzeitig zur Stelle, um zu retten dein Leben.« »Wenn ich tot bin, werde ich mich über gar nichts mehr beschweren«, erwiderte Fabio trocken

Buch 3: Celeste wurde entführt, die Sternenburg wurde schwer geschwächt aber es bildet sich einen Bündnis zwischen Sternenmystikerinnen, Tauweberinnen und Himmelsmechanikern. Die Gegner scheinen alle Trümpfe in der Hand zu haben und von dem Waffengefüge mit dem Astronos bekämpft werden kann, befindet sich nur ein Teil in den Händen der Gefährten.

Die Gnome senden ein riesiges Heer aus, sie haben dank der Entführung von Himmelsmechanikern auch Zugriff auf deren Erfindungen, sie haben mächtige Splitterkreaturen in ihren Reihen.

Um Celeste zu befreien müssen die Gefährten zum Herz der gegnerischen Truppen vorstoßen.  Die einzige Möglichkeit Celeste zu finden ruht in Fabio. Wird seine Liebe und sein glaube ausreichen und werden die Gefährten Erfolg haben und den Aufstieg von Astronos verhindern können?

Ihre Hochwohlgeboren hat Recht. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.«

Der finale Teil beschreibt auch die  Goblinhauptstadt, die Wirkweise der Himmelsmechanik, sowie die Beziehungen zu der Magie der Tauweberinnen und Sternenmystikerinnen und man erkennt wie viel Fantasie Thomas Finn hat. Man bemerkt den Hintergrund den er hat – Stichwort “Das Schwarze Auge”.

»Langsam begreife ich es: Kameradschaft ist, wenn Kamerad schafft.«

In der zweiten Hälfte des dritten Teils dreht Thomas Finn nochmal richtig auf und führt die losen Ende, die er in den ersten beiden teilen aufgespannt hat sehr gekonnt zusammen.

Fazit:

Thomas Finn hat einen tollen Schreibstil. An darf hier keine tiefere Liebesfantasy wie Biss oder vergleichbar erwarten und auch keine großen Gefühle.

»Na ja, so wie ich es sehe, sind Jacopo und ich eh arbeitslos. Da können wir zur Abwechslung auch mal die Welt retten. Ist doch so, oder, Jacopo?«

Es geht zwar auch um Liebe, aber die ist sehr oberflächlich und Jugendgerecht oder sogar Kindgerecht gehalten. Die Beziehung wird hier sehr sachte angedeutet und gedeiht der langsam. Bei Thomas Finn geht es primär um Freundschaften und um Abenteuer. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse in den Büchern. Der Schreibstil ist somit also recht modern. Es gibt keine Leerlaufzeiten in denen wenig oder nichts passiert. Die Bücher von ihm kann man auch als Erwachsener gut lesen. Das ist bei anderen Büchern, die auch für Kinder geeignet sind teilweise sehr anstrengend, bei dieser Serie nicht.

»Stellt euch nur vor, ich hätte euch verloren! Wie hätte ich das meinen Eltern erklären sollen? Oder der Matriarchin? Oder … oder der ganzen Welt!«

Die zweite große Serie von Thomas Finn (Chroniken der Nebelkriege) ist noch etwas besser gelungen als diese Serie und eine absolute Empfehlung. Aber mit der Astaria Serie kann man auch nichts falsch machen.

Ohne zu viel zu verraten: Wer ein positives Ende mag wird hier auf seine Kosten kommen. Das ist ein angenehmer Kontrast zu den ganzen den diversen Weltuntergangszenarien in diversen anderen modernen Jugendbüchern.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Serien:

  • Die Chroniken der Nebelkriege

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Der Hinweis auf die Juprabimsuhr ist ziemlich schlecht. Es macht doch keinen Sinn, wenn die Melodie einen Hinweis auf den Besitzer gibt, der die Uhr vor hunderten von Jahren hatte…
  • Was passiert mit dem Goblin, der Ludovico auf der Sternenwind bedroht hat?
  • Wie hat Yargo das Bei von Fabio verarztet, wenn er defekt ist?
  • In Buch 2 wird angemerkt, dass das Meteoreisenschwert zu bedeutend ist, als das man den Verlust riskieren kann. Stattdessen liegt es in der Sternenburg. Äh ja, das macht total Sinn. Man schickt die Helden ohne adäquate Waffen in den Kampf und die beste Waffe liegt in einer Burg im Lager…
  • Wieso darf Celeste mit Fabio und Denebola reiten? Sie ist Novizin und soweit ich das vorherige Gespräch in der Sternenburg richtig verstanden habe, darf Fabio auch nur wegen der Verbindung mit Denebola mit.
  • Lt. Sylvana ist die Versperuga noch immer die Ducchessa von Venezia. Wie soll das denn gehen, wenn Goblins die Stadt eingenommen haben?
  • Tjosten ist was für Bekloppte 🙂
  • Es ist etwas befremdlich, dass der Plot sich in einem Punkt häufig wiederholt: Die Gefährten verlieren alles und dann steigen sie wieder wie ein Phönix aus der Asche auf (zuerst Artefakt, dann Buch, dann Schild, dann eiserne Bibliothek)
  • Das Celeste und Fabio in Firenze nicht das Anagramm stoßen erkennen, ist nach ihren bisherigen Erfahrungen nicht glaubwürdig. Andererseits wirkt sich das auf die Handlung nicht aus, weil es ihnen eh nichts geholfen hätte.
  • Die Himmelsmechanikerwerkstatt in Buch 2 erinnert mich an Q von James Bond. 😉
  • Das Fabio direkt in eine Besprechung mit dem Schatzmeister und dem Seneschall (Verräter) platzt ist unrealistisch. Das wäre doch die naheliegendste Forderung gewesen, dass er den Schatzmeister alleine spricht. Das zu fordern wäre nicht mal notwendig, weil der Paladin, der ihn hingeführt hat auf diese Idee auch allein gekommen wäre. Die ganze Szene die darauf folgt ist komplett konstruriert und unglaubwürdig. Es ist naheliegend, dass Fabio niemand glaubt ohne konkrete Beweise. Da Fabio sonst immer als sehr intelligent dargestellt wird, konnte er das auch nicht erwarten. In diese Situation wäre er also niemals gekommen. Fabio rettet sich dann aber doch noch aus der Szene mit dem Einfallsreichtum, den man sonst von ihm kennt.

Nebelsphäre Lübeck Serie

Nebelsphäre Lübeck Der Zauber des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Das Licht des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Die Liebe des Phönix - Johanna Benden  

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Benden

Teile der Serie:

  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 1 – Der Zauber des Phönix (502 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 2 – Das Licht des Phönix (378 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 3 – Die Liebe des Phönix (442 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

«Wir leben nur einmal und dieses Leben kann in der nächsten Minute vorbei sein», hat er zu mir gesagt. «Genieße es, wo du nur kannst.»“

Dieses Mal habe ich mich leider nicht aufgepasst und mit der Nachfolgeserie angefangen. Wer also vorne anfangen möchte, startet mit der Kiel Serie. Nach Victorias Verhalten in dieser Serie, habe ich allerdings auch vorerst kein Interesse irgendwas über sie zu lesen (ob nun Königin oder nicht, ihr Verhalten geht überhaupt nicht).

„Vermutlich hat Eliande mich heute seinetwegen durch die Mangel gedreht. Die hatten Angst, dass ich ihm eine verpasse!“ Zorn flammte in ihr auf. „Zu recht! Ohhh, wie gerne hätte ich diesem arroganten Lichtanknipser eine vor den Koffer geknallt. Ein hübsches kleines Spinnenmuster für seine hochnäsige Visage!“

Buch 1: Die Protagonistin (Magaretha Sofie) hat Wirtschaftsinformatik studiert und ist beim Abschluss Jahrgangsbeste gewesen. Sie arbeitet im Handelskontor ihrer Großmutter und betreut dort die IT. Als Alleinerbin wird sie dieses Kontor später übernehmen.

Magaretha macht zunehmend die Erfahrung, dass ihre Gedanken Realität werden. Beispielsweise kann sie Gegenstände bewegen oder auch etwas zerstören und reparieren. Zuerst versteht sie nicht was passiert und zweifelt an ihrem Verstand.

Passenderweise landet sie auch gleich in der Psychiatrie, nachdem sie mehrere Ohnmachtsanfälle hat, die sich nicht erklären lassen. Dort lernst sie Jan kennen, der eine ungewöhnliche Anziehung ausübt und ihr von einer Welt von Drachen und Magie erzählt.

„Bei sowas machst du mit?“, zischte Bill. „Freiwillig?! Was bist du denn für ein Freund? Du hast ja … SCHMELZWASSER im Hirn! Das ist doch UNSERE Sofie! Wie kannst du mit dem aufgeblasenen Lichtheini gemeinsame Sache machen?! Der will sie uns doch WEGNEHMEN!“

Der Schreibstil ist anfangs etwas steif (diverse Weisheiten der Großmutter), nach einer Weile entspannt sich der Schreibstil aber glücklicherweise zunehmend und fühlt sich natürlich an. Auch an den norddeutschen „Slang“ gewöhnt man sich recht schnell.

Die ersten 100-150 Seiten hatte ich echte Probleme mich mit der Handlung anzufreunden. Die Geschichte nimmt einen zunehmend ein und Sofie verändert sich auch im Vergleich zu der sehr nüchternen Person, die sie am Anfang war. Interessant ist bei der Serie, dass die Autorin es schafft ohne einen riesigen Cliffhanger das Interesse für den zweiten Teil aufrecht zu erhalten. Liebe Autoren: So geht es eben auch!

„Mit niemandem ist Stille so harmonisch wie mit ihr.“

Buch 2: Sofie geht an die Magierakademie und sie hofft, dass sie  mit Jan zusammen bleiben kann und keinen Drachengefährten findet, der Ihre Beziehung zu Jan unterwandert. An der Akademie gestaltet sich der Alltag relativ schwierig, weil Sofie aufgrund ihres mentalen Schildes dem Unterricht nur schwer folgen kann.

«Sarah war meine Seelenverwandte, meine Sonne. Jetzt ist sie tot. Wie soll ich ohne sie leben? Niemand kann ohne Sonne leben! Mein ganzes Leben ist eine endlose Nacht.»“

Im zweiten Buch erlangt man Einblicke in die Dämonenwelt und eine Verschwörung, die seitens der Dämonen geplant wird und selbst eine Armee aufzubauen, die gegen die Drachen und die Menschheit kämpft.

Ein Gefährte bindet sich an Sofie, sie aber nicht an ihn und fortan benutzen die Drachen so ziemlich jedes Mittel um das zu ändern und die Beziehung zu Jan zu sabotieren. Der Gefährte ist anfangs ähnlich begeistert von der Beziehung wie Sofie.

Die äußere Bedrohung der Beziehung von Jan wirkt recht gut um die Emotionen zu vermitteln, die Sofie und Jan füreinander haben. Die Drachen und Ihre Führung lässt es aber ziemlich schlecht aussehen. Man gewinnt in diesem Buch den Eindruck, dass die Liebe zu Jan größer ist als die zunehmenden Einflüsse von außen. Toll geschrieben.

Buch 3: Im dritten Buch wird die Dämonenbedrohung größer. Die Dämonen bereiten eine Invasion vor. Xavosch wird Sophie sympatischer und Mitleid geht in Liebe über, weil sie die Nähe zulässt.

„Sobald klar ist, dass der Typ keinen an der Klatsche hat, dafür aber jede Menge Kohle auf dem Konto, kommt er als Versorger in Frage und du bist scharf auf ihn! Die archaischen Mechanismen funktionieren bei dir einwandfrei. Herzlichen Glückwunsch!“

Wie üblich in derartigen Buchreihen wird erst die große Liebe des Lebens plakatiert und ruck zuck ist das alles nicht mehr so wichtig und Sophie denkt darüber nach ihre große Liebe Jan zu seinem Wohle! (klar) zu verlassen und sich Xavosch hinzugeben. Ist für mich so nicht plausibel und dient nur dazu die Geschichte „spannender“ zu machen. Jan hier Jan da geht also nahtlos in Xavosch hier Xavosch da über.

Ich hätte mir in diesem Buch eine deutlich konsequentere Sofie gewünscht. Entweder war Jan die Liebe ihres Lebens oder nicht (man hat hier den Eindruck eher nicht). An Xavosch hat sie sich quasi selbst ohne Not aus Mitleid?! rangemacht und eiert das ganze Buch lang zwischen beiden rum. Die Wankelmütigkeit nervt einfach nur und macht Sofie ziemlich unsympathisch. Und dabei stellt sie sich auch wieder maximal naiv an. Ja, wie kann sich nur was entwickeln, wenn man ständig mit jemanden zusammen ist? Das kommt ja total unerwartet! Tja, und die Drachenführung das wieder ausnutzt ist auch so unerwartet, haben sie ja auch nicht schon mehrfach vorher gemacht. Damit kann man also nicht rechnen. Und danach wundert sie sich dann, dass Jan das nicht toll findet? Ernsthaft? Und klar, dann zerfließt sie in Selbstmitleid was sie Jan antut und hängt sich direkt wider an Xavosch. Dann kann man sich nur noch vor den Kopf schlagen…

„Ja, ja, man kann viel studieren“, lachte Jan. „Manche Theologen behaupten, es hätte die Evolution nie gegeben, obwohl Knochenfunde das Gegenteil beweisen.“

Für mich ist Sofie und ihr Handeln in diesem Buch von Anfang an unglaubwürdig. Auch das zurückziehen von Jan wirkt auf mich nicht plausibel.

Die ersten 50% des Buches passiert fast nichts. Es geht lediglich um die stärkere Bindung zu Xavosch. Und es wird viel über Atlantis und irgendwelche Unterwassereffekte erzählt (relativ unspannend für meinen Geschmack).

Die zweite Hälfte des Buches ist dann allerdings sehr spektakulär und spannend. Damit macht die Autorin wieder einiges weg!

Die Handlung im ersten Teil des dritten Buches und auch das Ende sagen mir nicht zu. Vielleicht bin ich auch zu konservativ aber mit der Idee kann ich mich nicht so richtig anfreunden.

Insgesamt fühlt sich der dritte Teil für mich konstruiert und nicht glaubwürdig an.

Fazit:

Andere können uns mit ihren Äußerungen nur deswegen reizen, weil das, was sie sagen, beispielsweise nicht zu unserem Empfinden von Gerechtigkeit passt. Je größer die Diskrepanz zwischen der fremden Äußerung und unseren eigenen Vorstellungen, desto höher der emotionale Ausschlag.

Nach einem etwas steifen Start im ersten Buch wird die Schreibweise ziemlich locker und angenehm. Anfangs hatte ich Probleme mit der plumpen, naiven Magaretha aber durch ihre Wandelung zu Sofie wird sie deutlich einnehmender (zumindest in den ersten zwei Büchern, im dritten ist das dann wieder vorbei).

Die Geschichte ist spannend, die Liebesbeziehung ist gut beschrieben (zumindest in den ersten zwei Bänden) und die Emotionen kommen an.

Die Drachen sind aber in Summe ziemlich gefühlskalt, bestimmend und haben nur ihr ziel vor Augen. Meine Sympathie mit Ihnen hält sich also sehr in Grenzen. Die dazu jeweils passenden menschlichen Gefährten sind nicht besser. Man kann niemanden dazu zwingen sich zu opfern und die Welt zu retten und bei angeblich hunderten von Jahren Alter und dementsprechend Geduld und Weisheit, sollte das recht naheliegend sein.

Der dritte Teil der Serie ist der schwächste – schade eigentlich nach einem vielversprechenden Start und einem noch besseren zweiten Teil.

Das Ende in Teil 3 hat mir nicht zugesagt.

Bewertung:

4/5 (Zwischenfazit, da mindestens noch ein weiterer Teil erscheint)

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Magaretha ist anfangs ignorant. Zuerst erkennt sie die Indizien, stempelt sie dann aber als Unsinn an. Naiv trifft es also nicht vollständig. Ihr Verhalten grenzt schon an dumm. Beispielsweise wird sie mit voller Absicht hintergangen und lässt sich anschließend mit einer fadenscheinigen Erklärung abspeisen, obwohl es sogar Beweise gibt. Nach einem Blumenstrauß und einer fadenscheinigen Erklärung ist aber alles ok für sie.

Wie sich später zeigt hat ihre vermeintliche Freundin sie nur ausgenutzt und auch das hat sie nie gemerkt.

Direkt danach erfährt sie, dass ihre Mutter von vermutlich von einem „Arzt“ unter dubiosen Umständen behandelt wurde und danach Gedächtnislücken hatte. Einige Jahre später starb ihre Mutter an Alzheimer. Dasselbe passiert ihr und wie könnte man da Zusammenhänge erkennen oder das hinterfragen…

Auch ihre neuerdings aufgekommene Zimtphobie (Spritze, Kekse, Tee, Eis, Latte, Zimtschnecken ….) hinterfragt sie nicht.

Das ist nicht glaubwürdig. Jemand der Jahrgangsbester in einem Informatikstudium ist, hat einen gewissen Intelligenzlevel. Auch wenn es Autoren offenbar immer gut in den Kram passt ihre Figuren in Situation a total schlau wirken zu lassen und in Situation b total dumm, ist das nicht realistisch und solche Charaktere nerven mich einfach, weil sie nicht konsistent und unglaubwürdig sind (das ist aber nicht spezifisch für diese Buchserie oder Johanna Benden, im Gegenteil).

  • Ich finde es seltsam, dass Sofie im ersten Buch nicht darauf reagiert, dass mehrfach angedeutet wird, dass sie für jemanden bestimmt ist und dass sie von anderen “Personen” bevormundet wird. Normalerweise würde man das nicht einfach so hinnehmen. Weiterhin nimmt sie es offenbar als gegeben hin, dass die „Königin“ (die letztlich auch nur ein ordinärer Mensch ist und auch nicht ihre Königin) über ihr Leben bestimmt. Das passt aber überhaupt nicht zu ihrer ansonsten logischen / aufgeklärten Art.

Viel später als es sie dann mehr über „Bestimmung“ erfährt, akzeptiert sie es einfach ohne zu kämpfen, obwohl sie in Jan verliebt ist.

  • Sofie hinterfragt nach dem Erstkontakt mit Jan und den Drachen nicht sofort was mit ihrer Mutter passiert ist. Das finde ich seltsam, da ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse durchaus nahelegen, dass ihre Mutter manipuliert oder vielleicht sogar getötet wurde.
  • Die beschriebene Bindung zwischen Gefährten gefällt mir wegen dem zwanghaften Charakter überhaupt nicht. Ich halte nichts von Vorherbestimmung oder Schicksal, sondern viel mehr von individueller Freiheit (ja, die ist leider immer auch diversen Zwängen unterworfen aber zumindest theoretisch hat man alle Möglichkeiten). Insofern kann ich mit einer vorherbestimmten Beziehung nichts anfangen.
  • Es ist ziemlich unglaubwürdig wie arrogant und rücksichtslos die Führung der Drachen Sofie und Jan auseinander treiben und stattdessen mit Xavosch verkuppeln wollen. Keiner denkt darüber nach was es anrichten könnte, wenn sich Sofie gegen die Drachen wendet oder aufgrund der Folgen der Manipulation selbst etwas antut. Die Drachen schaffen in Kombination mit ihren Gefährten die optimalen Voraussetzungen dafür, dass Sofie sich von ihnen abwendet. Das ist so vorhersehbar, dass es schon unglaubwürdig ist wie dumm die Führung der Drachen sich verhält.

Die Spitze bildet, dass Victoria den Totschlag (Mord wäre ja Absicht gewesen) an Sofies Mutter verheimlichen und zur Sicherheit Sofie vorher mit Xalosch verkuppeln will, bevor sie diese Info weitergibt. Falls sie die Info überhaupt weitergeben will…

Es ist doch recht naheliegend, dass man jemand der sehr schwer Vertrauen fasst, am ehesten mit der Wahrheit und ohne Manipulation gewinnen kann. Wäre ich Sofie, würde ich mit der gesamten Führungsriege der Drachen überhaupt nichts mehr zu tun haben wollen.

  • Interessant finde ich wie im Buch der Theologiestudenten als williges Opfer für Manipulation dargestellt wird. Wer Parallelen zur realen Welt findet… 😉
  • Die Frage „wann steht das Bedürfnis vieler über dem Bedürfnis einzelner“ wird in den Büchern thematisiert. Diese Frage wurde auch z.B. in Star Trek und Harry Potter (greater good / das höhere Gemeinwohl) gestellt. Diese Frage ist höchst problematisch. Wann ist es ethisch vertretbar das Wohl vieler über das Wohl einzelner zu stellen und ab welchem Verhältnis oder welcher absoluten Zahl ist es vertretbar. Diese Frage lässt sich nicht beantworten und insofern kann jede Entscheidung stellvertretend für andere in diesem Punkt nur falsch sein. Das die Drachen mit ihrem angeblichen Wissen und ihrer angeblichen Intelligenz so handeln, wie sie handeln wirf kein gutes Licht auf sie.
  • Da die Drachen die Menschen regelmäßig beeinflussen (verändern von Gefühlen), halte ich ihr Handeln für höchst unethisch, problematisch und eigennützig, obwohl sie aus der Erfahrung mit düsteren Epoche der Goldenen eigentlich gelernt haben sollten.
  • Der Reittrainer ist so sensibel wie ein Stück Brot. Das ist aber aus meiner Sicht ein schönes Beispiel für eine künstlich geschaffene Situation. An Sofies Stelle wäre es wohl normal gewesen, wenn sie einfach gesagt hätte: Nö, bei euren Verkupplungsversuchen mache ich nicht mit. Stattdessen spielt sie natürlich mit und natürlich entwickelt Zuneigung für den Drachen der Menschen hasst und der sie vorher verletzt hat und der sogar kurz überlegt hat, ob er sie nicht umbringen soll. Ganz logisch. Es passiert ja regelmäßig, dass man sich aus Mitleid in Leute verliebt, die einen umbringen wollten.
  • Dafür, dass Sofie so wichtig ist, finde ich es erstaunlich wie fahrlässig die Drachenführung (genannt Kaleidoskop) mit dem Leben von Sofie umgeht. Realistisch betrachtet, ist die Chance äußerst gering, dass Sofie das alles überlebt was sie ihr durch ihre Verbohrtheit zumuten.
  • Wenn man die Bücher liest, bekommt man den Eindruck, dass aus Mitleid Liebe entsteht. Wohl eher nicht…
  • Gabrielosch und Tyra sind einfach cool 🙂
  • Bill ist durchgeknallt und verpeilt aber ein echter Freund.
  • Das Sofie zu den freien flüchtet, nachdem sie das Gespräch mit Jan und Victoria mitbekommen hat ist nicht nachvollziehbar, weil sie keine Ahnung hat was deren Intentionen sind. Ein Hotel oder sogar ihr Auto wäre wohl deutlich realistischer gewesen um erst mal Ruhe zu haben und nachzudenken.
  • Victoria trifft durch die ganze Lübeck Serie hinweg dumme Entscheidungen. Und die Entscheidungen, die sie sich später vorwirft, sind sogar die richtigen…
  • Woher weiß Telliar wie viel Kraft nötig ist um das Tor zu öffnen bzw. welche Macht die Freien und Sofie in Summe haben?
  • Warum macht sich der Flüsterling nicht einfach vom Acker? Die Gefahr, dass es stirbt ist auch hoch, wenn er Befehle befolgt. Da könnte er sich auch einfach einen x beliebigen Wirt nehmen und verschwinden.
  • Wovon leben die Dämonen in ihrer sterbenden Welt? Im Buch wird davon ausgegangen, dass die Erde schnell entvölkert ist. Da auf ihrer eigenen Welt somit auch keine Nahrung mehr existieren kann, stellt sich die Frage wovon sie jetzt leben.
  • Wieso ist Sofie auf niemanden sauer nach dem finalen Kampf? Victoria oder die Drachen im Allgemeinen würden sich hervorragend anbieten. Wobei sauer eigentlich noch viel zu harmlos wäre.
  • Was ist überhaupt der Phönix in dieser Buchserie und woher wissen die Drachen, dass Sofie der Phönix ist? Entweder wird das nicht detailliert erklärt oder ich habe es nicht wahrgenommen. Sie wird von Jan einfach so genannt und das war es.