Die geilste Lücke im Lebenslauf: 6 Jahre Weltreisen [Buch]

Die geilste Lücke im Lebenslauf 6 Jahre Weltreisen - Nick Martin

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Nick Martin

Titel:

  • Die Geilste Lücke im Lebenslauf: 6 Jahre Weltreisen (288 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Vor einem Tag hatte mich noch der graue Himmel in Deutschland angegammelt, jetzt saß ich hier in kurzer Hose und Hoodie neben diesen krassen Menschen am anderen Ende der Welt.

Das Buch fängt an, wie einige andere Bücher aus dem Reisegenre auch. Scheinbar muss es anfangs immer dramatisch sein. Es müssen offenbar anfangs lebensbedrohliche Situationen geschildert werden. Insofern fühlte ich mich direkt an zwei nach Shanghai erinnert oder auch an Mit 50 Euro um die Welt.

Die Botschaft: Wenn man eine Reise macht, dann kann man was erleben und dramatisch muss es offenbar auch sein, damit das Buch sich auch absetzt.

Es war jedes Mal unglaublich schön, wenn wildfremde Menschen mir anboten, zu teilen. Nicht weil sie es mussten oder sich verpflichtet fühlten, sondern einfach, weil sie es wollten.

Die wenigsten Menschen ziehen dann aber wirklich los. Die meisten trauen sich nicht aus dem normalen Rahmen. Ein Lebenslauf ohne Lücken, eine reguläre Arbeit, vielleicht 30 Tage Urlaub im Jahr, wenn man in Deutschland lebt. Viele mögen nicht mal einen Urlaub, bei dem sie die Welt groß erkunden, sondern fahren an einen Ort, an einen Strand und in ein Hotel, wo sie einfach abschalten können. Sich über nichts Gedanken machen, keine Alltagstätigkeiten.

Das ist ok, jeder ist anders. Nick tickt aber nicht so.

Ich zog mein Handy aus der Tasche, schaltete es ein, und schon pingte Nachricht um Nachricht in meinen Posteingang. Fragen und Anweisungen von Arbeitskollegen, Termine … wie sehr hatte ich das vermisst. Nicht.

Oft setzt sich bei Leuten, die die Welt entdecken irgendwann die Erkenntnis durch, dass der 9-5 Job und 2 Tage frei in der Woche doch nicht alles sein kann. Manchmal kommen unbefriedigende Arbeitssituationen hinzu, die alles andere als motivierend sind. Bei Nick ist das schon ach viereinhalb Jahren im Arbeitsleben der Fall. Er hat sich knapp 10.000€ erspart und will damit die Welt erkunden.

Leider ist es so, dass man in dem Alter eigentlich am besten für derartige Reisen geeignet ist, weil man jung und belastbar ist und das Risikobewusstsein eher gering ist (das ist nicht immer gut aber hilft sicher, um die Welt auf diese Art zu erkunden), man ist offen für Neues und knüpft auch schnell Kontakt zu anderen, die das gleiche machen. In der Regel fehlt aber gerade in dem Alter das Geld.

»Nick, es war schön, dich als den Menschen, der du bist, kennengelernt zu haben. Wenn wir uns wiedersehen, wirst du ein anderer sein.«

Zumal man danach dann auch Schwierigkeiten haben wird wieder einen normalen Job zu bekommen. Also verschieben viele ihre Träume, bis sie irgendwann älter sind und zwar Geld aber nicht mehr die Gesundheit oder die Lust haben.

Die Motivation vom Autor ist die gleiche wie bei vielen anderen, die Lust haben die Welt zu erkunden. Neugierde. Lust auf Neues: Menschen, Kulturen, Landschaften und eben raus aus dem Hamsterrad zu kommen, in dem die meisten 40 oder 45 Jahre ihres Lebens verbringen und anschließend zurück schauen und sich fragen wo ihre Lebenszeit geblieben ist.

Wenn wir uns im Alltag bewegen, gibt es immer diese allgegenwärtige Grundsicherheit. Wir wissen, dass wir das nächste Mittagessen bekommen werden, dass zu Hause das WiFi funktioniert und dass Wasser aus der Leitung kommt, wenn wir den Hahn aufdrehen. Wir haben allein durch unsere Umgebung ein Sicherheitsgefühl, das uns so gut wie nie bewusst ist.

Man muss für diese Art des Reisens eine gewisse Naivität, Menschenkenntnis und auch ein gewisses Vertrauen haben. Es muss sich aber auch klar darüber sein, dass die Bücher von Leuten geschrieben werden, die ihre Reisen überstanden haben. Nicht immer läuft es so und nicht alle sind so erfolgreich. Nicht jeder Weltreise kann erfolgreiche Bücher schreiben.

Die Weltreise von Nick beginnt in Neuseeland und war also solche anfangs nicht geplant. Er begegnet dort mehreren Backpackern und seine Sehnsucht erwacht (DAS kann ich zu 100% nachvollziehen). Selbst danach braucht es dann noch eine Weile, bis er handelt.

Weitere Stationen sind Mexiko, USA, Kanada, Fidschi Inseln, Australien, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Kuba, Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Philippinen, Indonesien, Myanmar. Er besucht noch viel mehr Orte, aber das sind die im Buch behandelten. Jedes Land bekommt eine mehr oder weniger ausführliche Geschichte. Primär geht es um seine Erlebnisse, oft lustiges oder Kurioses.

Man sollte immer auf sein Herz hören und einfach machen, was es einem rät. Kats Vater hatte ein gutes Leben. … Ein Teil seines Herzens jedoch hatte immer hinaus auf den Ozean gewollt. Viele Jahre hatte er das innere Rufen und Drängen ignoriert – und gerade als er beschlossen hatte, seinem Herzen zu folgen, blieb es stehen.

Eine seiner ersten Stationen ist es Spanisch in Mexiko zu lernen. Reisen ist also nicht nur Erholung. In dem Fall kostest es Geld, es ist kein Urlaub, man lernt aber auch etwas.

Bei seinen Reisen lernt Nick englisch, spanisch, segeln, motorradfahren, tauchen und surfen und wird Rettungsschwimmer. Bei den Jobs ist alles mögliche Dabei. Barkeeper, Restaurantmanager, Koch, Fabrikarbeiter …

Nick ist offensichtlich ein Multitalent, dass auch ein geborener Entertainer ist. Durch seine positive Lebenseinstellung steckt er andere an.

Sehr gut gelöst ist, dass viele Fotos im Buch sind und auch an den Stellen, wo sie passen und nicht am Ende des Buches, wie das sonst schon mal der Fall ist.

Wie viel im Leben kann ich selbst beeinflussen, und wie viel ist einfach Schicksal? Wer entscheidet darüber, welche Menschen ihr bestes Leben leben dürfen und welche sich einfach fügen müssen, ohne je mitbestimmen zu können?

Wenn ich etwas am Buch kritisieren soll, dann am ehesten, dass es sich überwiegend auf besondere Ereignisse bezieht. Mit der Harpune beschossen, ausgeraubt, betrogen, Nahrungsmittelvergiftung usw. – dadurch ist es sehr unterhaltsam. Aber wenn man fast nur von solchen Erlebnissen liest, ist es irgendwann auch genug. Manchmal geht ein wenig unter was das besondere an einem Land ist. Anderseits stellt sich natürlich auch die Frage, ob man das in einem derartigen Buch überhaupt vermitteln kann.

Ich bin mir sicher, dass es aus mehreren Jahren Weltreise noch viel mehr zu erzählen gäbe.

Es hat sich überhaupt nichts geändert. Nur fühlte ich mich trotzdem völlig fremd. Ich erkannte, dass das Problem nicht außerhalb von mir lag, sondern tief in mir drinnen.

Die Botschaft im Buch ist eher, dass man von einer Idee zu einem Lebensmotto kommen kann und daraus sogar ein tragbares Geschäftsmodell werden kann. Nick hat es geschafft. Er hat seinen Traum verwirklicht und lebt jetzt seinen Traum. Auch bei ihm ist nicht alles toll. Nur reisen, wäre wohl Kaum genug. Aber er trifft auch jemanden, der seine Leidenschaft teilt.

Fazit:

Ich erinnerte mich wieder daran, dass sich im Leben nur etwas änderte, wenn man selbst die Verantwortung übernahm.

Neue Erkenntnisse gab es für mich anfangs wenig: Das Mantra, dass die armen Menschen oft die herzlichsten sind, findet man in fast jedem Buch dieser Art. Später kommt aber einiges dazu.

Der Autor lässt aber tief in seine Gefühlswelt blicken. Das ist wahrlich nicht bei jedem Reisebuch der Fall. Viele wollen möglichst tough rüber kommen, Nick hat überhaupt kein Problem damit auch peinliche Elemente zu beschreiben. Das wirkt absolut ungeschönt. Ich hatte zwar des Öfteren den Eindruck, dass er seine Erlebnisse ausschmückt aber oft gibt es auch das passende Foto dazu.

Er stand morgens in aller Frühe auf, fuhr zwei Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Praxis, arbeitete dann für zwölf Stunden, um dann wieder zwei Stunden nach Hause zu fahren. Und das alles für gerade mal 300 Dollar im Monat. Als Zahnarzt.

Der Schreibstil ist sehr locker und authentisch. Das Buch liest sich wirklich gut. Das liegt auch daran, dass der Autor ein Talent zum Entertainer hat.

Interessant ist das Thema Travel Depression behandelt wird (übrigens auch das Gegenteil davon – die vollständige Übersättigung) und auch, dass sich die meisten Menschen für derartige Reiseerlebnisse wenig bis überhaupt nicht interessieren (das kann sich so bestätigen, siehe auch Spoiler).

Eine wichtigste Erkenntnis ist aus meiner Sicht: Lebe deine Träume heute, wer weiß, ob du es morgen noch kannst (ok, das ist nicht wirklich neu, sollte man sich aber immer wieder klar machen – die meisten Menschen realisieren das leider erst, wenn es zu spät ist).

Ich wusste, was mich zu Hause erwartete. Niemand würde Loopings schlagen, weil ich eineinhalb Jahre gereist war. Keiner meiner Freunde würde jedes Detail meiner Abenteuer erfahren wollen. Jeder lebte sein eigenes Leben, und das Reisen tat ich für mich.

Die zweite Erkenntnis ist: Nur du selbst kannst etwas ändern. Mach es, wenn du es willst. Beides nicht bahnbrechend aber man muss es eben auch machen. Nick hat es gemacht.

Eine kleine Randnotiz: Für die paar Seiten ist das Buch auch als Kindle Ausgabe mächtig teuer. Trotzdem ist es meiner Meinung nach den Preis wert. Aber das Buch ist kein Guide für “wie werde ich selbst zum Weltreisenden oder was muss ich beachten”. Das Buch ist ein reines Unterhaltungsbuch mit einigen Denkanstößen.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Was sich bei dieser Art Büchern und bei dieser Art zu Reisen immer wieder zeigt. Man braucht eine gewisse Grundgelassenheit. Vieles lässt sich nicht planen und man hat auch nicht die Zeit dafür. Wenn man alles planen und Berücksichtigen will, kann man so eine Aktion nicht durchziehen. Das beste Beispiel ist schon der Beginn: Ich habe mir ein Auto gemietet und hatte keine Ahnung von Neuseeland. Einfach ab dafür …
  • Der Autor hat vor seiner Reise immerhin einige tausend € gesammelt, auch wenn er recht naiv bzgl. seiner Ausgaben war schon deutlich besser als bei manch anderem, uns sich direkt darauf verlässt, sich irgendwie durch zu schnorren. Ich kann zwar verstehen, wenn man das Hamsterrad nicht mag aber nicht, wenn man sich von Leuten, die im Hamsterrad sind durchfüttern lässt. Der Couchsurfing Ansatz lebt ja eigentlich davon, dass man nimmt und gibt, insofern wundert mich, dass man das Jahre lang machen kann, ohne zu geben.
  • Die Aktion mit den Skorpionen ist der Hammer. 🙂
  • Einmal blau von der mexikanischen Grenze nach San Diego und wieder zurück. Ich glaube das würde ich in den USA auch eher lassen. Gibt’s dafür schon Knast, wenn man erwischt wird?
  • Die Betrugsmasche ist wirklich lahm, da hätte man schon viel eher drauf kommen können aber andersrum ist man dann auch vielleicht nicht naiv und offen genug andere Sachen zu probieren.
  • Das Desinteresse an der Reiselust bei anderen Menschen kommt mir bekannt vor. Es gab zwar einige Menschen, die an meinem Pacific Crest Trail Hike interessiert waren, aber die Anzahl war sehr überschaubar. Viele fragen einfach kurz nach, weil sich das ja so gehört, haben aber nicht das geringste Interesse. Das hätte ich so nie erwartet. Das ist aber offenbar vollkommen normal. Für alle anderen dreht sich die Welt weiter, sie haben ihre individuellen Probleme und nichts davon hat mit den eigenen Reiseerfahrungen zu tun. Selbst die Menschen, die sich dafür interessieren, haben nach maximal einer Stunde alles aufgenommen was sie wissen wollen (vermutlich schon mehr als sie wissen wollten). Abseits der Leute, die sich dafür interessieren, gibt es dann auch noch recht viele, bei denen hört sich “Sie waren doch ein halbes Jahr wandern, oder?” ungefähr so an, als wenn man beschlossen hätte neuerdings unter der Autobahnbrücke einzuziehen oder Teufelsanbetungen macht. Schon interessant wie sehr die meisten Menschen in ihrem Hamsterrad gefangen sind und nicht mal abseits davon denken können oder wollen.
  • Oh Mann: Auf dem Dach vom Bus mit 60 Sachen und einpennen? 😉 Mal davon ab stelle ich mir gerade das Gesicht eines deutschen Busfahrers vor, wenn man ihn fragt, ob man auf dem Dach mitfahren kann, weil einem zu warm ist. Ob da nun ein paar Halteseile drauf sind oder nicht. Geschenkt.
  • Die Erkenntnis, das nur Reisen nicht glücklich macht, habe ich nun auch schon mehrfach gelesen. Der Mensch ist wohl weder für nur Arbeiten, noch für nur Reisen gemacht.
  • Ich glaube das ist das erste Weltreisebuch, in dem ich nichts von Visa, Einreiseformalitäten usw. gelesen habe. Man könnte meinen die ganze Welt steht einem offen und es gibt keine Behörden. 😉
  • Der Epilog ist klasse. Ganz so simpel ist es wohl nicht, aber es hört sich wirklich gut an.
  • Tja, und auch beim Weltreisen kommt es offenbar fast nur auf das Netzwerk an. Ich hätte nicht gedacht, dass man es nach ein paar Jahren schafft sich ein Netzwerk aufzubauen, bei dem man sich sogar zufällig irgendwo über den Weg läuft. Aber wahrscheinlich ist die Anzahl der Leute, die über Jahre um die Welt reist doch sehr überschaubar. So trifft man sogar dieselben Leute öfter.
  • Einerseits ist das Buch unheimlich positiv und schreit aus jeder Pore – wage es, schmeiß dein bisheriges Leben hin, wenn du willst. Irgendwie geht es. Andererseits muss man auch sagen. Das ist genauso, als wenn man den Leuten zuruft: Werde Schauspieler, Musiker, Model. Nur sehr wenige sind so erfolgreich. Wenn ich mir Nicks Stationen anschaue, dann ist unter den Weltreisenden sicherlich herausragend erfolgreich. Es gibt mittlerweile einige Leute, die sowas machen und die wenigsten werden so erfolgreich, dass sie davon leben können. Das soll niemanden abhalten aber nur weil es für Nick derart erfolgreich ist, muss es für andere nicht ansatzweise so gut laufen. Klar, jetzt kann man sagen: Negative Sichtweise, no risk no fun.
    Der Autor hat eine wirklich positive Lebenseinstellung, wenn man aus dem Buch was mitnehmen kann, dann wohl das. Wenn er in Vegas auf dem Strip tanzt oder in Vegas im Hotelzimmer strippt. Egal was er macht. Er sieht alles als Erfolg, auch wenn es nur ein paar Dollar bringt.

[collapse]

Yukon: 3000 Kilometer im Kanu durch Kanada und Alaska [Buch]

Yukon 3000 Kilometer im Kanu durch Kanada und Alaska - Dirk Rohrbach

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Dirk Rohrbach

Titel:

  • Yukon: 3000 Kilometer im Kanu durch Kanada und Alaska (291 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Lass dir Zeit und genieß es. Paddel, wenn du dich danach fühlst und wenn die Natur es dir erlaubt. Wenn’s ein zu großer Kampf wird, gib nach, aber nicht auf. Diese Tour machst du nur einmal. Man braucht sehr viel Durchhaltevermögen, Kraft und Willen, das Ganze durchzustehen. … Vergiss nicht, dass es auch schön sein soll, nicht nur geschafft werden muss.«

Obwohl das Buch eine Reiselektüre ist, geht es auch sehr stark um die Menschen, um die Begegnungen.

Es geht los mit Tom, der Dirk beim Kanu bau hilft. Dirk möchte in einem Baumrindenkanu reisen, dass heute nur noch sehr wenige Menschen bauen können.

Tom lebt in einer Blockhütte in einfachsten Verhältnissen. Im Winter bei bis zu -40°C Außentemperatur. Da kann die Temperatur selbst in der Hütte schon mal deutlich unter 0 fallen.

Diese Begegnung und die Bauphase nimmt etwas mehr als die ersten 10% des Buches ein.

Danach wird die Fahrt vom Kanubau zum Yukon beschrieben und der Autor kommt von einem zum anderen. Es werden diverse Erinnerungen, Gespräche usw. erwähnt. Das liest sich alles unterhaltsam aber nach einer Weile habe ich mich dann doch gefragt, ob die eigentliche Reise so wenig hergegeben hat.

Was hatte die Terrorangst nur aus diesem großartigen Land gemacht? Die einstige Keimzelle von Demokratie und Freiheit schien hier zu einer Gruft verzweifelter Attentatspanik verkommen.

Der Autor behält den klassischen Stil von vielen Reisereportagen bei, wo ich mich manchmal frage, was jetzt Schäfer x oder Bauer y mit dem Land zu tun haben, um das es in der Reportage eigentlich gehen sollte.

Der Titel erweckt in der Regel den Eindruck, dass es um das Land oder die Reise geht und nicht primär um einzelne Personen oder geschichtliche Ereignisse.

Am ehesten Vergleichbar ist der Stil mit Bill Bryson, wo ich mich gerade bei seinem Buch über den Appalachian Trail auch oft gefragt habe, ob die ganzen Hintergrundinfos eher Füllmaterial sind, weil es über seine Wanderung nicht so viel zu berichten gab.

»Die Antworten wirst du am Ende des Weges finden. Hier draußen zu sein ist etwas Besonderes, das dich berührt. Wie nichts sonst dich jemals berühren wird.«

Die Fahrt mit dem Boot beginnt erst nach einem viertel des Buches und dauert gerade mal ein paar Seiten, bevor es wieder an Land geht und schon ist das erste drittel des Buches vorbei und so richtig los geht es auf dem Yukon erst bei 40%.

Dann dreht es sich aber den Rest des Buches wirklich um den Yukon auch, wenn der Fokus weiterhin auf den Menschen entlang des Weges liegt. Die Begegnungen spielen sich somit primär an den Orten entlang des Yukon ab.

Das Buch dient primär der Unterhaltung. Man sollte also nicht viele Tipps erwarten wie eine derartige Reise zu gestalten ist. Das sind eher zufällige Randinfos.

Jagen und Fischen für den Lebensunterhalt, respektvoll und nachhaltig, nicht verwerflich wie Legebatterien für Hühner oder manche Aufzuchtfarmen für Pelztiere in der ach so zivilisierten Welt.

Es sind zwei Teile mit Fotos im Buch. Die Fotos passend an der jeweiligen Stelle wären noch besser gewesen, aber das treibt dann vermutlich die Kosten für die Printausgabe hoch.

Fazit:

Yukon – 3000km im Kanu durch Alaska und Kanada handelt primär von Menschen und Begegnungen. Der Titel hat bei mir also durchaus falsche Erwartungen geweckt. Im zweiten Teil geht es zwar etwas mehr um den Yukon und die Reise, aber selbst dort auch viele um Geschichte oder Begegnungen.

Das Buch liest sich aber ziemlich locker weg, auch wenn nicht jede Geschichte interessant ist.

Die Fernsehreportage hat mir persönlich etwas besser gefallen als das Buch. Die Reportage ist im Nachgang zum Buch entstanden. Der Autor ist Teile der Strecke mit einem Fernsehteam noch mal gefahren.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

  • Im Fluss: 6000 Kilometer auf Missouri und Mississippi durch Amerika
Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Die erwähnten geplatzten Reifen im Ausland haben vielleicht ganz andere Gründe. Möglicherwiese die Art der Runderneuerung, die im Ausland teilweise anders gehandhabt wird als bei uns und vielleicht sogar der fehlende TÜV (oder irgend eine Art von Kontrolle)
  • Auch wenn die Szene mit dem Bärenspray sehr lustig beschrieben ist und mit Sicherheit alles andere als Lustig war, es gibt immer Sachen bei einer derartigen Tour, denen man nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet hat. Das liegt einfach in der Natur der Sache.

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Montagsfrage: Welche Frage würdet ihr in Zukunft gern gestellt sehen?

Bei der Montagsfrage wird von lauter-und-leise jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil.

Die Montagsfrage ist umgezogen und hat nun endlich ein neues zu Hause. Bisher war die Montagsfrage bei Buchfresserchen angesiedelt und nun bei lauter-und-leise.

Die Greifenreiterin Serie habe ich beendet und nun bin ich am Yukon und auf Weltreise. Beides natürlich Corona bedingt nur aus der Sicht von anderen, die vor einigen Jahren ausgezogen sind. Aktuell lese ich also wieder Reiseliteratur.

Ansonsten hat letzte Woche die Kollegin gekündigt und auf der Arbeit gibt es aktuell einige Umbrüche.

Zur Frage:

Hui, zuerst mal gut den Ball zurück gespielt und klasse Frage. Nur müsste man natürlich alle Montagsfragen im Kopf haben oder alle gegenprüfen, damit es sich überschneidet.

Außerdem sind Montagmorgen und Kreativität des Gehirns irgendwie zwei gegensätzliche Sachen, oder? 😉

Ich versuche es mal aus der Erinnerung. Wenn es irgendwas doch schon mal gab, sorry. Vielleicht fällt mir später noch was ein:

  • Lest ihr lieber zuerst ein Buch und schaut dann den Film oder andersrum?
    Was ist euch bei einer Geschichte wichtig? (ihr werdet emotional mitgenommen, Spannung, …)
  • Welche Bücher mögt ihr, obwohl sie in der Durchschnittswertung eher durchwachsen wegkommen und warum?
  • Ist euch der Preis bei neuen Büchern egal, oder kauft ihr eher günstige Bücher oder sowieso gebrauchte?
  • Welche Empfehlungen beeinflussen euch am meisten? Von Bloggern, Händlern oder Portalen wie Goodreads oder die Verlagsprogramme?
  • Was ist euer Lieblingsgenre und warum – kam schon von Nerd mit Nadel also nicht mein Werk, aber mir gefällt die Frage.
  • Wie hoch ist euer Leseanteil in einer Fremdsprache und warum lest ihr nicht die Übersetzung?
  • Was nervt dich an Geschichten am meisten oder was sind in der Regel die Gründe, warum du schlechte Kritiken vergibst? (ja, zugegeben hatten wir in der Art schon, wenn auch nicht genau so)
  • Sind euch eher ständige Handlungswendungen oder eine logische Geschichte wichtig? (nach meiner Erfahrung hat man oft nur eins von beidem)
  • Nehmt ihr regelmäßig Kontakt zu Autoren auf? Wenn ja, bzgl. welcher Themen?
  • Betreibt ihr einen Webserver (z.B. VPS) für den Blog, nutzt ihr Webhosting oder verwendet ihr out of the Box Bloglösungen?
  • Wo / wie habt ihr euch euer Blogerwissen angeeignet? (gefühlt spricht so gut wie kein Buchblogger über die Technik hinter seinem Blog)

Ansonsten hätte ich noch andere Fragen, aber die können eher Leute mit Hintergrundwissen beantworten.

  • Wieso gibt es keine Fehler melden Option in e-Books? Mich ärgert jedes Mal, wenn ich dort Fehler in Büchern finde und die nicht direkt melden kann. Man könnte sogar automatisieren, dass Fehler erst geprüft werden, wenn mehrere Leute die stellen markiert haben.
  • Wie kann es sein, das Bücher mit extremen Logikschwächen trotz Testleser und Lektorat nirgendwo hängen bleiben? Stört andere Leute das nicht?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

 

 

 

Leselaunen Yukon

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag bis 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Letterheart verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Yukon 3000 Kilometer mit dem Kanu durch Kanada und Alaska - Dirk Rohrbach

Aktuell lese ich wieder Reiseliteratur – Yukon – 3000 Kilometer mit dem Kanu durch Kanada und Alaska. Wobei ich zu dem Buch auch schon einen Beitrag im Fernsehen gesehen habe. Für die Reportage hat der Autor teile der Reise noch mal gemacht. Im Buch geht es aber – noch stärker als in der Reportage – um die Menschen, die der Autor getroffen hat. Der Yukon spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Aktuelle Lesestimmung:

Die Greifenreiterin Verheerung - Sabine Schulter  Die Greifenreiterin Rache - Sabine Schulter

Die war ok. Ich habe die Greifenreiterin Serie beendet.

Zitat der Woche:

Wahrscheinlich konnte man ihn wecken, wann immer man wollte, und er stand für die Rettung der Welt parat. Zur Not auch in Unterwäsche. Lena Kiefer, Ophelia Scale

Und sonst so:

Die Woche war eher mäßig. Meine Kollegin hat gekündigt. Das war absehbar aber konkret kommt es dann doch immer unerwartet.

Somit wird die nächste Zeit auf jeden Fall interessant. Übergabe, alles wieder umplanen auf mich und vermutlich ziemlich viel Chaos.

Der Lesefortschritt war eher durchschnittlich.

Ansonsten momentan halt den üblichen Corona Blues. Ach ja. Kann mal jemand Donald Trump mitteilen, dass er die Wahl verloren hat? Das scheint nicht in seine Welt vorgedrungen zu sein.

Weitere Leselaunen

* Buchhighlight & Weihnachtsserie bei AndersleserSankt Martin & gebastelt bei Taya’s crazy World * Tierarzt & Leseabschnitte bei Letterheart *

Die Greifenreiterin [Serie]

    

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Teile der Serie:

  • Die Greifenreiterin 1 – Gefangenschaft (322 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 2 – Hoffnung (266 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 3 – Verheerung (298 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 4 – Rache (292 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

„Mach die Haare auf, Mädchen“, verlangte der Nanjok. Irritiert runzelte ich die Stirn. „Warum?“ „Ich will sehen, welche Qualität meine neuste Errungenschaft hat.“ Er machte eine wedelnde Handbewegung, damit ich mich beeilte.

Rayna ist eine Junge Greifenreiterin, die soeben ihre Prüfung bestanden hat und zu ihrer ersten Mission geschickt wird. Auf dem Weg zu ihrem Ziel wird sie bei der ersten Gelegenheit überfallen und gefangen genommen.

Sie soll als “Geschenk” zu einem fremden Herrscher gebracht werden und dort als gefangene oder eher Sklavin Leben.

Ohne auf die Details einzugehen deckt die Einleitung zur Rezension schon weitgehend die Handlung des ersten Bandes ab. Nachdem ich gerade diverse epische Bücher Bücher gelesen habe, in denen es um Kriege und ganze Welten ging, ist die Geschichte der Greifenreiterin im ersten Band ziemlich überschaubar.

„Das stimmt wohl. Schlimme Situationen helfen viel mehr dabei, eine Freundschaft zu festigen, als es Zeit je könnte. Trotzdem wünsche ich euch, dass ihr nie mehr so eine Sache durchstehen müsst“, sagte Nil’ha und ich hörte die Ehrlichkeit in ihrer Stimme.

Dementsprechend bleibt ziemlich viel Zeit um auf die Figuren einzugehen und die Handlung hat eher kleinere Höhepunkte. Dementsprechend hat die Autorin auch viel Zeit für das World Building.

Wie üblich mag ich den Schreibstil von Sabine Schulter. Die Geschichte wird überwiegend aus Rayanas Perspektive erzählt. Ab und an wechselt die Perspektive zu einem Mitgefangenen.

Rayana ist ein toughes und temperamentvolles Mädchen. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte in den Folgeteilen entwickelt.

Band 2:

Wir mögen aus verschiedenen Völkern stammen, aber in unserem Inneren sind wir alle gleich. Wieso also sollten wir keine Anteilnahme an deinem Schmerz haben? Das wäre unmenschlich.“

Rayana und Hyron ist die Flucht mit der Hilfe der Zea geglückt. Allerdings verfolgt Zemzee weiter seinen Weg zu den Magiebegabten um deren magische Artefakte zu stehlen. Was er damit vor hat weiß noch niemand aber sicher nichts Gutes.

Rayana und ersuchen um Unterstützung für einen Angriff auf Zemzee um dies zu verhindern und auch um ihn für seine Taten zur Rechenschaft zu ziehen.

Der zweite Teil ist etwas abenteuerlicher als der erste Teil. Anders als im ersten Teil werden nun die Absichten von Zemzee deutlich und seine Handlungen bekommen deutlich globalere Auswirkungen. Auch wenn Global in der Serie bei weitem keine Größenordnungen wie z.B. in der Herr Ringe meint.

Auch im zweiten Teil steht die Abenteuergeschichte im Vordergrund. Die Aufkeimende Beziehung Spielt eine untergeordnete Bedeutung.

Ich finde den zweiten Teil minimal besser als den ersten. Der zweite Teil endet übrigens mit einem bösen Cliffhanger.

Band 3:

„Du musst dich nicht ändern, Ray. Dein Temperament hat schließlich viel dazu beigetragen, dass ich mich in dich verliebt habe. Scheinbar muss ich also auch damit zurechtkommen, dass du dich dadurch immer mal wieder in Gefahr bringst. Aber das geht in Ordnung. Dann muss ich eben ein wenig mehr auf dich achtgeben.“

Rayana, Karim und Hyron haben die Kristalle beschafft um eine “Waffe” zu bauen, die in der Lage ist die Elementarsteine zu neutralisieren. Doch bei einem Angriff von Zemzee wurde Karims Greif von einem Blitz getroffen und ist mit Karim abgestürzt. Karim hatte auch die Kristalle dabei. Lebt er noch und ist er nun in der Hand von Zemzee?

Dieser Band fühlt sich wie ein typischer Füllband an. Die Handlung kommt nicht wesentlich voran.

In diesem Band wird noch deutlicher wie naturverbunden Ray und Hyron sind. Das wurde bereits in den vorherigen Bänden angesprochen. Wie auch in den Vorgängerbänden wechselt die Erzählperspektive ab und an auf Hyron oder sogar mal auf Zemzee, wenn auch nur kurz.

„Soll das ein Witz sein? Du bist die Königin im In-brenzlige-Situationen-geraten“, warf mir Karim doch tatsächlich an den Kopf.

Es wäre aus meiner Sicht interessant gewesen Zemzees Sicht noch etwas mehr zu erkunden.

Rays Impulsivität und das jugendliche ignorieren von Gefahren bringt sie immer wieder in lebensgefährliche Situationen.

Im dritten Teil hat mich gestört, dass er an einigen Stellen sehr konstruiert wirkt. Es werden manchmal relativ sinnlose Rahmenbedingungen aufgestellt, die dafür Sorgen, dass die Akteure in bestimmte Situationen kommen. Manchmal ist aber nicht nachvollziehbar warum das so sein muss (siehe Spoilerbereich).

Band 4:

„Helden werden von Überlebenden gemacht. Wenn wir versagen, gehen wir in den späteren Erzählungen als Opfer unter. … Ich persönlich sehe uns eher als arme Tölpel, denen eine undankbare Aufgabe zugefallen ist, die andere nicht machen wollten.“

Ray und Hyron sind mit einigen wenigen Begleitern zu einem Himmelfahrtskommando unterwegs. Sie haben zwar ein Artefakt, dass die Elementarsteine deaktivieren soll aber Zemzee hat noch immer den Wächterperle, sie müssen ihm hinter die Grenze seines Landes folgen und er hat mindestens 100 Kämpfer an seiner Seite. Die Chancen die Mission zu überleben stehen also sehr schlecht.

Gefühlt steht man nun in etwas auf dem gleichen Stand wie beim Ende des zweiten Teils plus Artefakt, von dem keiner weiß wie es funktioniert.

Im letzten Teil steht das große Finale an. Die Lage sieht ziemlich Aussichtslos aus.

Als sie die beiden Griffe tätschelte, die über ihre Schultern lugten, sahen wir sie zweifelnd an. „Dein unschuldiges Aussehen passt wahrlich nicht zu deiner Blutrünstigkeit“, bemerkte Hyron.

Wer lange Enden mag wird in diesem Band belohnt. Der Höhepunkt liegt schon kurz hinter der Mitte des Buches und dann klingt die Geschichte langsam aus.

Den Titel Rache fand ich für den letzten Teil nicht so gelungen, weil es eher darum geht, die unmittelbare Bedrohung auszuschalten.

Fazit:

Die Liebesbeziehung steht nicht im Mittelpunkt, wie zum Beispiel bei Jennifer Armentrout Büchern. Ja, die Liebe wird thematisiert aber detailreiche Sexzenen gibt es z.B. keine, die werden bestenfalls kurz angedeutet. Der Fokus liegt auf dem Abenteuern, die die Charaktere bestehen. Die Einzelnen Bücher sind mit jeweils rund 300 Seiten eher kurz aber alle vier Teile kommen trotzdem auf eine stattliche Länge.

In der Geschichte gibt Menschen, menschenähnliche Völker und Greifen. Es ist also keine klassische High Fantasy aber Fantasy mit einigen bekannten Elementen (Greifen und auch neuen – Magievolk, Beschützervolk).

Wer andere Bücher von Sabine Schulter mag, liegt auch mit dieser Reihe nicht falsch. Ganz so gut wie z.B. Sin und Miriam oder andere Serien von ihr (Azur, Mederia), gefällt mir diese Serie aber nicht. Emotional hat mich die Serie überwiegend nicht angesprochen und etwas mehr Spannung hätte der Serie an einigen Stellen auch gut getan. Aus meiner Sicht wird ein etwas jüngere Publikum angesprochen, als bei den vorgenannten Serien, auch wenn die Charaktere um 20 Jahre alt sind.

Anders als in anderen Fantasy Büchern geht es insgesamt um eine relativ überschaubare Anzahl von betroffen, einigen Tausend vielleicht.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

    • Zemzee zu ermorden würde ggf. die Flucht sogar vereinfachen, wenn es unauffällig gelingt. Wenn es nicht gelingt, hat sich die Flucht danach erledigt. Von der Wächtermagie wusste zu dem Zeitpunkt keiner etwas. Somit wäre basierend auf der Ausgangslage ggf. sinnvoller gewesen ihn zu töten.
    • Tailock ist kein guter Anführer, wenn er sich auf den Bericht einer Fremden verlässt, statt sich einen Bericht von der betroffenen Person einzuholen.
    • Kann sich jemand die “Rettungsaktion” mit dem Überschlag des Greifen vorstellen? Ich nicht.
    • Wieso töten die Zea Zemzee nicht einfach aus der Ferne, wenn er der einzige ist, der den Weg findet? Das hatten sie doch auch bei Hyron geplant. Das es nicht funktioniert hätte, ist ein anderes Thema.
    • Wenn Zemzee so fähig bei der Navigation durch den Wald ist, wofür hat er Hyron gebraucht? Später wird erklärt, dass die Steine sich anziehen. Insofern hätte das ja auch schon früher funktionieren können.
    • Die Behandlung von Rayana vor dem versammelten Rat geht überhaupt nicht. Das zeigt wieder, dass Tailock ein schlechter Anführer ist. Das trifft noch mehr zu, da sie eine angehende Botschafterin ist. Das ist ein ganz schlechter Führungsstil.
    • Ein magisches Artefakt lässt sich von einem Unwissenden benutzen?
    • Ein Stein kann nicht ohne den anderen existieren. Wie sind sie dann erzeugt worden? Alle gleichzeitig?
    • Es gab tausende Tenga aber sie hatten alle die ganze Zeit damit zu tun ein paar Gegenstände in den Tempel zu bringen, obwohl sie dafür Stunden Zeit hatten?
    • Wieso sind die Tenga vor dem Feuer nicht einfach in dem Tempel geflüchtet, wenn es doch überall Zugänge gab?
    • Man hätte durchaus darauf kommen können wie weit die Gegner gekommen sind, nachdem sie auf dem Weg zu den Tempeln auch schon viel weiter waren als erwartet. Somit hätte Hyron ja ab und an mal seine Gabe benutzen können und schon wäre der Weg ein anderer gewesen und der Angriff hätte nicht erfolgen können. Was für ein Zufall, dass Karim die Steine dabei hat …
    • Wie kommt Ferril denn zum Urian, wenn nicht bekannt ist wo die Gegner sind aber der Weg von beiden Gruppen in die selbe Richtung geht? Ferril müsste einen riesigen Umweg machen, um den Magiesteinen zu entkommen.
    • Wenn die Flugzeit nur noch eine Stunde beträgt und die Gegner so schnell voran kommen wäre eh alles zu spät. Was bei einem Kampf gegen die Elementarsteine geschieht hat man nun hinreichend gesehen und für das Schmieden einer “Waffe” ist wohl auch keine Zeit mehr. Später wird es so dargestellt, als wenn eine Stunde Flug mehreren Tagen gehen entspricht und das wo die Gegner so schnell zu Fuß unterwegs sind? Das kann man gerne mal durchrechnen, aber man kommt dabei auf so hohe Fluggeschwindigkeiten des Greifen, dass das ziemlich unrealistisch wirkt, selbst bei einem Flug in direkter Luftlinie.
    • Eine Streitmacht, die mit Magie tausende Lebewesen zerstören kann steht vor der Tür, aber das Schmieden der Waffe hat keine Priorität. Stattdessen versorgen zuerst zwei Leute den Greifen. Gut es geht nur nachts aber das wussten sie ja nicht …
    • Wie erstaunlich, dass die Nanjok mit einem Angriff gerechnet haben. Der war ja überhaupt nicht zu erwarten …
    • Ich finde es ziemlich befremdlich wie Zemzee die Elemente steuern kann. Er sieht seine Angreifer und die Landschaft nicht, steuert aber immer genau das “richtige” in die passende Region zur richtigen Zeit.
    • Die Regel mit dem Kasrik ergibt wenig Sinn. Zemzee hatte ja auch keine Probleme Ray nach dem Kasrik einzusperren. Unantastbar sieht anders aus.
    • Den Matchkiesel an Tailock abgeben macht Sinn, wenn das Ritual eh nicht ohne Ray durchgeführt werden kann. Was soll so etwas?
    • Die Begründung mit der kleinen Gruppe, um keinen Krieg auszulösen ist vollkommener Quatsch. Die Nanjok wollen eh alles vernichten und unterwerfen, dass haben sie schon gesagt. Davon abgesehen warum sollte es einen Unterschied machen, ob sie entdeckt werden oder nicht? Die Nanjok wissen doch eh wer hinter der Aktion steckt. Später wird sogar erwähnt, dass sie keine Beweise brauchen.
    • Das nenne ich ein Himmelfahrtskommando; Man hat ein Artefakt, dass dessen Wirkung man nicht im Detail kennt (wieso eigentlich nicht – wie kann man etwas herstellen, ohne zu wissen wie es funktioniert?). Das Artefakt funktioniert aber angeblich nur auf kurze Entfernungen (woher auch immer man das weiß), auf die man aber wegen dem Schutzstein und den Elementarsteinen vermutlich eh nicht herankommt und selbst wenn man das schafft, hat man keine Chance gegen die 100 Kämpfer oder sogar mehr. Die Wahrscheinlichkeit lebend zurück zu kommen geht gegen 0.
    • Der Rohkristall entscheidet wie das Artefakt anzuwenden ist. Macht ja Sinn. Eine Waffe ungesichert zu lassen aber den Neutralisierer mit Sicherheitsmechanismen auszustatten … ziemlich unglaubwürdig.
    • Aran hopste heran und kuschelte sich eine Falte in meinem Mantel. Vorher hieß es immer, dass er sein normales Gewicht beibehält, auch wenn er ein kleines Tier ist.
    • Wieso sprechen die Charaktere so oft, wenn sie denken? Mitten im Feindeslager murmeln sie ihre Gedanken. Das würde in der Realität niemand machen.
    • Wie soll der Rückweg zu Fuß ohne die Gabe von Hyron funktioniert haben? Vorher waren offenbar genug Feinde unterwegs und ohne Hryons Gabe, wären sie nie unentdeckt angekommen und plötzlich ist das kein Problem mehr? Es wird nur angemerkt, dass Feinde da waren, die sie entweder nicht bemerkt haben oder sie nicht verfolgen wollten (warum auch immer – die dürften wohl kaum alle Gewusst haben was passiert ist).
    • Angeblich soll Zemzee der Heimliche Anführer gewesen sein. Dann ergibt es wenig Sinn, dass er seinen unechten König beschenken will. Das passt aus meiner Sicht nicht zur Kultur der Nanjok.

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