Leselaunen Blauwasser & Drachen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag bis 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Letterheart verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Wächter der Magie Der Weiße Stein - Lara Lorenz

Nach diversen Reisebüchern mal wieder was ganz anderes. Wächter der Magie, fällt nicht durch die besondere Hauptgeschichte auf, sondern durch Humor und World Building. Ansonsten ist das mal zur Abwechslung ein Jugendbuch, dass den Titel verdient.

Aktuelle Lesestimmung:

Leaving the farme Eine Weltreise ohne Drehbuch - Maria Ehrlich  PUR Das Leben ist eine Reise, kein Ziel - Kerstin Foell, Robert Stolle

In der vergangenen Woche habe ich zwei Reisebücher gelesen. Im ersten – Leaving the Frame – geht es um eine mehr oder weniger Weltreise, die allerdings auch stark um die Protagonisten kreist. Die haben mit Buch und Film versucht die Reise bestmöglich zu vermarkten. Das Buch ist eher ein Übergang zwischen klassischem Urlaub und Weltreise.

Im zweiten Buch (PUR – Das Leben ist eine Reise, kein Ziel) geht es um eine versuchte Weltreise per Segelyacht, die aber aufgrund von sehr vielen Problemen mit dem Boot eher zur halben Weltreise wurde. Aber auch das lässt sich vermarkten, wenn man am Ende einen Guide für “wie geht man damit um” und “wie wird man Glücklich” anhängt. Der zweite Teil des Buches ist wissenschaftlich hinterlegt und dort finden sich einige Erkenntnisse.

Zitat der Woche:

»Hast du ernsthaft geglaubt, du könntest diese Nummer zweimal abziehen? Mich nachts schlafend im Bett zurücklassen, um allein irgendeine Kamikazenummer durchzuziehen? Für wie dämlich hältst du mich eigentlich?!« Lena Kiefer, Ophelia Scale

Und sonst so:

Gibt es nicht viel zu vermelden. Schön finde ich, dass es in der tristen Jahreszeit aufgrund von Weihnachtsbeleuchtung nun wieder etwas heller ist.

Ansonsten bleibt wohl festzuhalten, dass 2021 auch nicht viel anders wird als 2020. Man hört zwar ständig was von Licht am Ende des Tunnels und Corona wird weichen aber wenn man sich mal die blanken Zahlen anschaut (Impfstoffverfügbarkeit, Impfkappazität, mindestens 5% Restansteckungschance, unklar wie lange die Impfung hält, unklar, ob man trotz Impfung den Virus übertragen kann kann, unklare Langzeitnebenwirkungen, ca. 1/3 will sich nicht impfen lassen – wobei das momentan eh nicht relevant ist mangels Verfügbarkeit und Kappa).

Somit kann man wohl 2021 getrost abhacken und hoffen, dass man sich nicht ansteckt. Vielleicht geht es 2022 wieder in ein halbwegs normales Leben zurück, bei dem man auch wieder normaler reisen kann (wenn bis dahin noch was von der Reisebranche übrig ist). Bis dahin heißt es wohl Reisebücher lesen.

Weitere Leselaunen

* Ruhe, Vorweihnachtsstimmung & Nikolaus bei Taya’s crazy World *
Lernen ist ja nicht so meins bei Letterheart *

Die Greifenreiterin [Serie]

Die Greifenreiterin 1 Gefangenschaft - Sabine Schulter  Die Greifenreiterin 2 Hoffnung - Sabine Schulter  Die Greifenreiterin 3 Verheerung - Sabine Schulter  Die Greifenreiterin 4 Rache - Sabine Schulter

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Teile der Serie:

  • Die Greifenreiterin 1 – Gefangenschaft (322 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 2 – Hoffnung (266 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 3 – Verheerung (298 Seiten)
  • Die Greifenreiterin 4 – Rache (292 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

„Mach die Haare auf, Mädchen“, verlangte der Nanjok. Irritiert runzelte ich die Stirn. „Warum?“ „Ich will sehen, welche Qualität meine neuste Errungenschaft hat.“ Er machte eine wedelnde Handbewegung, damit ich mich beeilte.

Rayna ist eine Junge Greifenreiterin, die soeben ihre Prüfung bestanden hat und zu ihrer ersten Mission geschickt wird. Auf dem Weg zu ihrem Ziel wird sie bei der ersten Gelegenheit überfallen und gefangen genommen.

Sie soll als “Geschenk” zu einem fremden Herrscher gebracht werden und dort als gefangene oder eher Sklavin Leben.

Ohne auf die Details einzugehen deckt die Einleitung zur Rezension schon weitgehend die Handlung des ersten Bandes ab. Nachdem ich gerade diverse epische Bücher Bücher gelesen habe, in denen es um Kriege und ganze Welten ging, ist die Geschichte der Greifenreiterin im ersten Band ziemlich überschaubar.

„Das stimmt wohl. Schlimme Situationen helfen viel mehr dabei, eine Freundschaft zu festigen, als es Zeit je könnte. Trotzdem wünsche ich euch, dass ihr nie mehr so eine Sache durchstehen müsst“, sagte Nil’ha und ich hörte die Ehrlichkeit in ihrer Stimme.

Dementsprechend bleibt ziemlich viel Zeit um auf die Figuren einzugehen und die Handlung hat eher kleinere Höhepunkte. Dementsprechend hat die Autorin auch viel Zeit für das World Building.

Wie üblich mag ich den Schreibstil von Sabine Schulter. Die Geschichte wird überwiegend aus Rayanas Perspektive erzählt. Ab und an wechselt die Perspektive zu einem Mitgefangenen.

Rayana ist ein toughes und temperamentvolles Mädchen. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte in den Folgeteilen entwickelt.

Band 2:

Wir mögen aus verschiedenen Völkern stammen, aber in unserem Inneren sind wir alle gleich. Wieso also sollten wir keine Anteilnahme an deinem Schmerz haben? Das wäre unmenschlich.“

Rayana und Hyron ist die Flucht mit der Hilfe der Zea geglückt. Allerdings verfolgt Zemzee weiter seinen Weg zu den Magiebegabten um deren magische Artefakte zu stehlen. Was er damit vor hat weiß noch niemand aber sicher nichts Gutes.

Rayana und ersuchen um Unterstützung für einen Angriff auf Zemzee um dies zu verhindern und auch um ihn für seine Taten zur Rechenschaft zu ziehen.

Der zweite Teil ist etwas abenteuerlicher als der erste Teil. Anders als im ersten Teil werden nun die Absichten von Zemzee deutlich und seine Handlungen bekommen deutlich globalere Auswirkungen. Auch wenn Global in der Serie bei weitem keine Größenordnungen wie z.B. in der Herr Ringe meint.

Auch im zweiten Teil steht die Abenteuergeschichte im Vordergrund. Die Aufkeimende Beziehung Spielt eine untergeordnete Bedeutung.

Ich finde den zweiten Teil minimal besser als den ersten. Der zweite Teil endet übrigens mit einem bösen Cliffhanger.

Band 3:

„Du musst dich nicht ändern, Ray. Dein Temperament hat schließlich viel dazu beigetragen, dass ich mich in dich verliebt habe. Scheinbar muss ich also auch damit zurechtkommen, dass du dich dadurch immer mal wieder in Gefahr bringst. Aber das geht in Ordnung. Dann muss ich eben ein wenig mehr auf dich achtgeben.“

Rayana, Karim und Hyron haben die Kristalle beschafft um eine “Waffe” zu bauen, die in der Lage ist die Elementarsteine zu neutralisieren. Doch bei einem Angriff von Zemzee wurde Karims Greif von einem Blitz getroffen und ist mit Karim abgestürzt. Karim hatte auch die Kristalle dabei. Lebt er noch und ist er nun in der Hand von Zemzee?

Dieser Band fühlt sich wie ein typischer Füllband an. Die Handlung kommt nicht wesentlich voran.

In diesem Band wird noch deutlicher wie naturverbunden Ray und Hyron sind. Das wurde bereits in den vorherigen Bänden angesprochen. Wie auch in den Vorgängerbänden wechselt die Erzählperspektive ab und an auf Hyron oder sogar mal auf Zemzee, wenn auch nur kurz.

„Soll das ein Witz sein? Du bist die Königin im In-brenzlige-Situationen-geraten“, warf mir Karim doch tatsächlich an den Kopf.

Es wäre aus meiner Sicht interessant gewesen Zemzees Sicht noch etwas mehr zu erkunden.

Rays Impulsivität und das jugendliche ignorieren von Gefahren bringt sie immer wieder in lebensgefährliche Situationen.

Im dritten Teil hat mich gestört, dass er an einigen Stellen sehr konstruiert wirkt. Es werden manchmal relativ sinnlose Rahmenbedingungen aufgestellt, die dafür Sorgen, dass die Akteure in bestimmte Situationen kommen. Manchmal ist aber nicht nachvollziehbar warum das so sein muss (siehe Spoilerbereich).

Band 4:

„Helden werden von Überlebenden gemacht. Wenn wir versagen, gehen wir in den späteren Erzählungen als Opfer unter. … Ich persönlich sehe uns eher als arme Tölpel, denen eine undankbare Aufgabe zugefallen ist, die andere nicht machen wollten.“

Ray und Hyron sind mit einigen wenigen Begleitern zu einem Himmelfahrtskommando unterwegs. Sie haben zwar ein Artefakt, dass die Elementarsteine deaktivieren soll aber Zemzee hat noch immer den Wächterperle, sie müssen ihm hinter die Grenze seines Landes folgen und er hat mindestens 100 Kämpfer an seiner Seite. Die Chancen die Mission zu überleben stehen also sehr schlecht.

Gefühlt steht man nun in etwas auf dem gleichen Stand wie beim Ende des zweiten Teils plus Artefakt, von dem keiner weiß wie es funktioniert.

Im letzten Teil steht das große Finale an. Die Lage sieht ziemlich Aussichtslos aus.

Als sie die beiden Griffe tätschelte, die über ihre Schultern lugten, sahen wir sie zweifelnd an. „Dein unschuldiges Aussehen passt wahrlich nicht zu deiner Blutrünstigkeit“, bemerkte Hyron.

Wer lange Enden mag wird in diesem Band belohnt. Der Höhepunkt liegt schon kurz hinter der Mitte des Buches und dann klingt die Geschichte langsam aus.

Den Titel Rache fand ich für den letzten Teil nicht so gelungen, weil es eher darum geht, die unmittelbare Bedrohung auszuschalten.

Fazit:

Die Liebesbeziehung steht nicht im Mittelpunkt, wie zum Beispiel bei Jennifer Armentrout Büchern. Ja, die Liebe wird thematisiert aber detailreiche Sexzenen gibt es z.B. keine, die werden bestenfalls kurz angedeutet. Der Fokus liegt auf dem Abenteuern, die die Charaktere bestehen. Die Einzelnen Bücher sind mit jeweils rund 300 Seiten eher kurz aber alle vier Teile kommen trotzdem auf eine stattliche Länge.

In der Geschichte gibt Menschen, menschenähnliche Völker und Greifen. Es ist also keine klassische High Fantasy aber Fantasy mit einigen bekannten Elementen (Greifen und auch neuen – Magievolk, Beschützervolk).

Wer andere Bücher von Sabine Schulter mag, liegt auch mit dieser Reihe nicht falsch. Ganz so gut wie z.B. Sin und Miriam oder andere Serien von ihr (Azur, Mederia), gefällt mir diese Serie aber nicht. Emotional hat mich die Serie überwiegend nicht angesprochen und etwas mehr Spannung hätte der Serie an einigen Stellen auch gut getan. Aus meiner Sicht wird ein etwas jüngere Publikum angesprochen, als bei den vorgenannten Serien, auch wenn die Charaktere um 20 Jahre alt sind.

Anders als in anderen Fantasy Büchern geht es insgesamt um eine relativ überschaubare Anzahl von betroffen, einigen Tausend vielleicht.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

    • Zemzee zu ermorden würde ggf. die Flucht sogar vereinfachen, wenn es unauffällig gelingt. Wenn es nicht gelingt, hat sich die Flucht danach erledigt. Von der Wächtermagie wusste zu dem Zeitpunkt keiner etwas. Somit wäre basierend auf der Ausgangslage ggf. sinnvoller gewesen ihn zu töten.
    • Tailock ist kein guter Anführer, wenn er sich auf den Bericht einer Fremden verlässt, statt sich einen Bericht von der betroffenen Person einzuholen.
    • Kann sich jemand die “Rettungsaktion” mit dem Überschlag des Greifen vorstellen? Ich nicht.
    • Wieso töten die Zea Zemzee nicht einfach aus der Ferne, wenn er der einzige ist, der den Weg findet? Das hatten sie doch auch bei Hyron geplant. Das es nicht funktioniert hätte, ist ein anderes Thema.
    • Wenn Zemzee so fähig bei der Navigation durch den Wald ist, wofür hat er Hyron gebraucht? Später wird erklärt, dass die Steine sich anziehen. Insofern hätte das ja auch schon früher funktionieren können.
    • Die Behandlung von Rayana vor dem versammelten Rat geht überhaupt nicht. Das zeigt wieder, dass Tailock ein schlechter Anführer ist. Das trifft noch mehr zu, da sie eine angehende Botschafterin ist. Das ist ein ganz schlechter Führungsstil.
    • Ein magisches Artefakt lässt sich von einem Unwissenden benutzen?
    • Ein Stein kann nicht ohne den anderen existieren. Wie sind sie dann erzeugt worden? Alle gleichzeitig?
    • Es gab tausende Tenga aber sie hatten alle die ganze Zeit damit zu tun ein paar Gegenstände in den Tempel zu bringen, obwohl sie dafür Stunden Zeit hatten?
    • Wieso sind die Tenga vor dem Feuer nicht einfach in dem Tempel geflüchtet, wenn es doch überall Zugänge gab?
    • Man hätte durchaus darauf kommen können wie weit die Gegner gekommen sind, nachdem sie auf dem Weg zu den Tempeln auch schon viel weiter waren als erwartet. Somit hätte Hyron ja ab und an mal seine Gabe benutzen können und schon wäre der Weg ein anderer gewesen und der Angriff hätte nicht erfolgen können. Was für ein Zufall, dass Karim die Steine dabei hat …
    • Wie kommt Ferril denn zum Urian, wenn nicht bekannt ist wo die Gegner sind aber der Weg von beiden Gruppen in die selbe Richtung geht? Ferril müsste einen riesigen Umweg machen, um den Magiesteinen zu entkommen.
    • Wenn die Flugzeit nur noch eine Stunde beträgt und die Gegner so schnell voran kommen wäre eh alles zu spät. Was bei einem Kampf gegen die Elementarsteine geschieht hat man nun hinreichend gesehen und für das Schmieden einer “Waffe” ist wohl auch keine Zeit mehr. Später wird es so dargestellt, als wenn eine Stunde Flug mehreren Tagen gehen entspricht und das wo die Gegner so schnell zu Fuß unterwegs sind? Das kann man gerne mal durchrechnen, aber man kommt dabei auf so hohe Fluggeschwindigkeiten des Greifen, dass das ziemlich unrealistisch wirkt, selbst bei einem Flug in direkter Luftlinie.
    • Eine Streitmacht, die mit Magie tausende Lebewesen zerstören kann steht vor der Tür, aber das Schmieden der Waffe hat keine Priorität. Stattdessen versorgen zuerst zwei Leute den Greifen. Gut es geht nur nachts aber das wussten sie ja nicht …
    • Wie erstaunlich, dass die Nanjok mit einem Angriff gerechnet haben. Der war ja überhaupt nicht zu erwarten …
    • Ich finde es ziemlich befremdlich wie Zemzee die Elemente steuern kann. Er sieht seine Angreifer und die Landschaft nicht, steuert aber immer genau das “richtige” in die passende Region zur richtigen Zeit.
    • Die Regel mit dem Kasrik ergibt wenig Sinn. Zemzee hatte ja auch keine Probleme Ray nach dem Kasrik einzusperren. Unantastbar sieht anders aus.
    • Den Matchkiesel an Tailock abgeben macht Sinn, wenn das Ritual eh nicht ohne Ray durchgeführt werden kann. Was soll so etwas?
    • Die Begründung mit der kleinen Gruppe, um keinen Krieg auszulösen ist vollkommener Quatsch. Die Nanjok wollen eh alles vernichten und unterwerfen, dass haben sie schon gesagt. Davon abgesehen warum sollte es einen Unterschied machen, ob sie entdeckt werden oder nicht? Die Nanjok wissen doch eh wer hinter der Aktion steckt. Später wird sogar erwähnt, dass sie keine Beweise brauchen.
    • Das nenne ich ein Himmelfahrtskommando; Man hat ein Artefakt, dass dessen Wirkung man nicht im Detail kennt (wieso eigentlich nicht – wie kann man etwas herstellen, ohne zu wissen wie es funktioniert?). Das Artefakt funktioniert aber angeblich nur auf kurze Entfernungen (woher auch immer man das weiß), auf die man aber wegen dem Schutzstein und den Elementarsteinen vermutlich eh nicht herankommt und selbst wenn man das schafft, hat man keine Chance gegen die 100 Kämpfer oder sogar mehr. Die Wahrscheinlichkeit lebend zurück zu kommen geht gegen 0.
    • Der Rohkristall entscheidet wie das Artefakt anzuwenden ist. Macht ja Sinn. Eine Waffe ungesichert zu lassen aber den Neutralisierer mit Sicherheitsmechanismen auszustatten … ziemlich unglaubwürdig.
    • Aran hopste heran und kuschelte sich eine Falte in meinem Mantel. Vorher hieß es immer, dass er sein normales Gewicht beibehält, auch wenn er ein kleines Tier ist.
    • Wieso sprechen die Charaktere so oft, wenn sie denken? Mitten im Feindeslager murmeln sie ihre Gedanken. Das würde in der Realität niemand machen.
    • Wie soll der Rückweg zu Fuß ohne die Gabe von Hyron funktioniert haben? Vorher waren offenbar genug Feinde unterwegs und ohne Hryons Gabe, wären sie nie unentdeckt angekommen und plötzlich ist das kein Problem mehr? Es wird nur angemerkt, dass Feinde da waren, die sie entweder nicht bemerkt haben oder sie nicht verfolgen wollten (warum auch immer – die dürften wohl kaum alle Gewusst haben was passiert ist).
    • Angeblich soll Zemzee der Heimliche Anführer gewesen sein. Dann ergibt es wenig Sinn, dass er seinen unechten König beschenken will. Das passt aus meiner Sicht nicht zur Kultur der Nanjok.

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3. Lesequartal 2020

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Journeys North – The Pacific Crest Trail – Barney Scout Mann

Journeys North The Pacific Crest Trail - Barney Scout Mann

Sehr unterhaltsames Buch über den Hike des Pacific Crest Trail (allerdings schon schon eine ganze Weile her). Das Buch ist deutlich mehr unterhaltungsbuch als Informationsbuch und es menschelt sehr. Lebensgeschichten und Personen stehen im Mittelpunkt

4.5 out of 5 stars 4,5/5


Krieger des Lichts – Jasmin Romana Welsch

Krieger des Lichts 1 Nihil fit sine causa - Jasmin Romana Welsch  Krieger des Lichts 2 Sum Lux in Tenebris - Jasmin Romana Welsch  Krieger des Lichts 3 Dum spiro spero - Jasmin Romana Welsch

Die Reihe macht einem den Einstieg nicht ganz einfach. Die Hauptakteurin war für mich Anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. Die Spannungsmögen sind in der ganzen Serie recht wenige, dafür dann aber episch. Weiterhin gibt es viel trockenen / sarkastischen Humor.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit – Jennifer L. Armentrout

Cursed Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit - Jennifer L. Armentrout

Etwas bizarrer Einstieg um ein Mädchen, dass Tote erwecken kann und ein Mädchen, dass nach der Erweckung durch Berührung töten kann. Wie sie später erfahren, sind sie nicht die einzigen mit “Gaben”. X-Men in düster. Möglicherweise ein Einzelband oder der Start einer Serie.

4 out of 5 stars 4/5


The Trail Provides: A Boy’s Memoir of Thru-Hiking the Pacific Crest Trail – David Smart

The Trail Provides A Boy's Memoir of Thru-Hiking the Pacific Crest Trail - David Smart

Sicht eines Jungen (und zum Teil naiven) aber auch sehr weltoffenen Jungen Menschen auf den Hike des Pacific Crest Trail. Ziemlich unterhaltsam und eher Unterhaltungsbuch als Ratgeber für den Hike. Man kann lediglich ein paar Sachen ableiten, die man nicht machen sollte. Der Titel ist im Buch Programm (meiner Meinung nach auch zum Teil negativ), weil die beiden Hauptpersonen sich zu sehr auf andere verlassen.

4 out of 5 stars 4/5


1001 Dark Nights – The Queen – A Wicked Novella – Jennifer L. Armentrout

The Queen A Wicked Novella - Jennifer L. Armentrout

Vorerst letzter Teil der Kurzserie, die als Nebengeschichtte von der Wicked Hauptserie angesiedelt ist. Ich empfehle aber mit der Hauptserie zu starten oder wenigsten mit dem ersten Serienteil dieser Serie.

Die Geschichte ist über weite Strecken Kammerspiel aber ansonsten ein typisches Kammerspiel. Es geht um einen Konflikt gut gegen Böse, wenn auch nicht mit Engeln und Dämonen aber grundsätzlich in einer vergleichbaren Kategorisierung.

4 out of 5 stars 4/5


Die Legenden von Karinth – C.M. Spoerri

Die Legenden von Karinth 1 - C.M. Spoerri  Die Legenden von Karinth 2 - C.M. Spoerri  Die Legenden von Karinth 3 - C.M. Spoerri  Die Legenden von Karinth 4 - C.M. Spoerri

Vierteilige Serie um die Vorgeschichte von Maryo, die in der Alia Serie nur angeschnitten wird. Viel Abenteuer und 1001ne Nacht  Gefühl und recht überschaubare Lovestory. Für mich eine klassische Abenteuerserie.

4 out of 5 stars 4/5


Die Greifen Saga – C.M. Spoerri

Die Greifen Saga 1 - Die Ratten von Chakas - C.M. Spoerri  Die Greifen Saga 2 - Die Träne der Wüste - C.M. Spoerri  Die Greifen Saga 3 - Die Stadt des Meeres - C.M. Spoerri

Spin Off der Alia Serie und zeitlich nachgelagert. Für die Gesamtentwicklung der Welt nicht wichtig, liest sich aber ähnlich gut wie die beiden anderen Serien. Auch in dieser Serie hat man 1001ne Nacht Stimmung und verbringt einen guten Teil aus See.

4 out of 5 stars 4/5


Conversion – C.M. Spoerri, Jasmin Romana Welsch

Conversion 1 Zwischen Tag und Nacht - C.M. Spoerri, Jamin Romana Welsch  Conversion 2 Zwischen Göttern und Monstern - C.M. Spoerri, Jamin Romana Welsch

Zwei ziemlich unterschiedliche Serienteile. Der erste mutet teilweise sehr altertümlich an, während der zweite mehr oder weniger Dystopie ist. Auf jeden fall sehr Abwechslungsreich und humorvoll. Diesbezüglich ergänzen sich die beiden Autorinnen super.

4 out of 5 stars 4/5


Stromlos Odyssee A.J. Marini

Stromlos Odyssee Band 2 - A.J. Marini

Zweiter Teil einer Serie um eine Welt in der Zukunft in der der Strom und alle elektrischen Geräte dauerhaft ausfallen. Die Welt versinkt in der Anarchie. Teilweise etwas holprig aber regt zum Nachdenken an.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


 

Die Greifen Saga [Serie]

Die Greifen Saga 1 - Die Ratten von Chakas - C.M. Spoerri Die Greifen Saga 2 - Die Träne der Wüste - C.M. Spoerri Die Greifen Saga 3 - Die Stadt des Meeres - C.M. Spoerri

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

C.M. Spoerri

Teile der Serie:

  • Die Greifen Saga 1 – Die Ratten von Chakas (382 Seiten)
  • Die Greifen Saga 2 – Die Träne der Wüste (424 Seiten)
  • Die Greifen Saga 3 – Die Stadt des Meeres (446 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

»Du brauchst dich vor mir nicht zu schämen«, flüsterte sie und trat wieder näher zu ihm. »Für mich bist du schön, so wie du bist. Ich habe noch nie nach Vollkommenheit gestrebt. Die ist vergänglich und viel zu zerbrechlich.«

Die Eltern von Mica und Faím wurden von Räubern getötet. Seitdem leben sie in den Kanälen von Chakas und haben sich zwangsweise einer Bande angeschlossen.

Die Bande bietet ihnen zwar eine gewisse Sicherheit aber der Bandenführer zwingt sie zum stehlen und ihm selbst steht der weitaus größte Anteil zu. Die beiden befinden sich in einem Teufelskreis, aus dem sie nicht entkommen.

Direkt am Anfang kommt es zum Streit mit dem Bandenchef und Mica verliert ihren Bruder aus den Augen. Anschließend wird die Geschichte aus drei Verschiedenen Sichten erzählt (das kennt man von der Autorin ja schon), was zwar die Spannung steigert, einen aber auch immer wieder aus der jeweiligen Geschichte reißt.

»Ich glaube, an dem Tag, an dem du ein positives Gefühl für länger als einen Lidschlag an dich heranlässt, werde ich in alle vier Tempel gehen und den Göttern ein gewaltiges Opfer darbringen«, murmelte Mica bockig, während sie ihm folgte.

Die Charaktere sind interessant und diese Geschichte ist mit Jugendlichen, die ihre Fähigkeiten am ehesten mit anderen Büchern in dem Bereich vergleichbar. Die Alia Serie (Vorgänger) ist mit einer anfangs mehr oder weniger unbefähigten Person diesbezüglich unkonventionell.

Wie üblich ist bei der Autorin im ersten Band relativ unklar wer, welche Absichten verfolgt.

Der erste Band lässt sich einzeln lesen, ist aber in dem Sinne keine abgeschlossene Geschichte, sondern hört mitten in der Handlung auf. Es gibt aber keine größeren Spoiler.

Band 2:

Und man sollte Frauen nur Dinge schenken, mit denen man ihr zeigt, wie einzigartig sie sind. Blumen sind da auf jeden Fall fehl am Platz. Es gibt zu viele von ihnen, die sich zu ähnlich sind.« Mica war einen Moment sprachlos und klappte den Mund ein paar Mal auf und zu, ehe sie weitersprechen konnte. »Glaubt Ihr etwa den Scheiß, den Ihr von Euch gebt?«

Nachdem Mica und ihr Bruder getrennt wurden, müssen Sie sich beide einzeln durchschlagen. Sie ist kurz davor in die Diebesgilde aufgenommen zu werden. Er ist auf einem Schiff gelandet, auf dem er sich verdingen musste und zu allem Überfluss den Kuss einer Meerjungfrau erhalten hat (das scheint mehr Fluch als Segen zu sein).

Weiterhin gibt es andere Personen, die ihre Absichten verfolgen. Am Anfang von Teil zwei ist aber noch nicht zu erkennen wie die Geschichten zusammen laufen werden.

Kleinere Logikschwächen gab es in den Büchern immer mal, aber in diesem Band wird es schon etwas heftiger. Für mich ist der zweite Teil schwächer als der erste.

So langsam habe ich den Eindruck, dass die Autorin eine Schwäche für Schiffe hat, wie auch schon in Karinth Serie spielt hier viel von der Handlung auf einem Schiff.

Wer übrigens ein Widersehen mit Maryo kaum erwarten kann. Wie in jedem Teil der Abenteuer um Venera taucht er auf.

Band 3:

»Jetzt dürft Ihr Euch in aller Form für Euren Frevel entschuldigen. Ihr hättet sie nicht wütend machen sollen, das könnte unsere Chancen in dieser Verhandlung verringern …« »Das geht mir am Arsch vorbei«, knurrte Maryo, der zum Ufer trat. »Sie soll sich nicht so anstellen! Es sind nur ein paar Blumen. Die wachsen wieder nach.«

Drei Jahre sind Vergangen seit dem letzten Band, Mica wurde zur Greifenreiterin ausgebildet und Cass ist noch immer nicht zurückgekehrt. Der Kapitän ist seinen aufrührerischen Zielen deutlich näher gekommen. Mica ist nun mit Néthan zusammen, den Sie aber eigentlich nicht liebt.

In den drei Jahren viel passiert was ich nicht überzeugend finde. Einerseits liebt Mica weiterhin Cass, andererseits hat sie Néthans werben nachgegeben und ist mit ihm zusammen.

Im letzten Band gibt es viele offene Abenteuer und offene Handlungsstränge, die die Autorin alle interessant auflöst. Das Ende war zwar anders als erwartet aber trotzdem gut.

Im letzten Teil der Serie trifft der Leser übrigens auch auf Alia und Ihren Mann, sowie erneut auf Maryo.

Fazit:

Wieder ein Abenteuer mit Schiffen und 1001 Nacht flair. Das Abenteuer spielt nach der Alia Serie und weit nach den Legenden von Karinth. In der Gesamthandlung stellt diese Serie eher einen unbedeutenden Nebenstrang dar.

Die Geschichte liest sich genauso gut wie die beiden anderen Serien. Mir sind zwar einige Untiefen aufgefallen aber insgesamt nicht so viele, dass der Lesespaß dadurch eingeschränkt wird.

Die Serie kann man einzeln lesen aber rein zeitlich spielt sie nach den Legenden von Karinth und der Alia Serie. Somit empfiehlt es sich auch sie als letztes zu lesen, wenn man das Gesamtwerk der Autorin angehen will.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Einem Antführer, der seine Herrschaft auf Furcht gründet, ist niemand treu erheben, sobald er tot ist. Somit wäre die Mannschaft dem Kapitän auch nicht treu ergeben, sondern höchstens aus Furcht.
  • Die Aktion mit dem Augen Verbinden ist quatsch, wenn die Anwärter eh getötet werden, wenn sie sich gegen die Gilde entscheiden oder nicht aufgenommen werden. In dem Fall kann man sich das Augen Verbinden auch sparen.
  • Wenn man als Schiffsjunge nicht in die Wanten darf, wieso wurde er dann am ersten Tag im Sturm hoch gejagt?
  • Steinwind ist toll und Belek ist total nervig, obwohl sie beide die gleichen Entscheidungen getroffen haben bzgl. des Greifens. Warum?
  • Woher weiß Mica welche Wege die Diebesgilde nutzt und nicht nutzt, wenn sie noch nicht mal dazu gehört?
  • Offener für Angriffe hätte der Zirkel nicht sein können. Die Situation ist ungefähr so, als wenn man in ein Haus einzieht wo man nicht weiß welche Schlüsselanzahl es gibt und das Schloss trotzdem drin lässt.
  • Die Gedanken von Steinwind hätten auch die Wahrheit verraten und der hätte sich nicht dagegen schützen können. Später kommt die Wahrheit über den Greifen ans Licht. Das wäre aber auch einfacher gegangen.
  • Du darfst dein Leben nicht von anderen bestimmen lassen sagt der Mann, der Faím zu (lebenslangem) Dienst auf seinem Schiff verdonnert?
  • Einen Größenwahnsinnigen der immer in den eigenen Wunden rumstochert und einen Krieg anzetteln will zu unterstützen und sich erpressen zu lassen, ist wenig glaubwürdig, wenn der Meisterdieb den Erpresser leicht töten könnte. Die Begründung, dass der Erpresser den Meisterdieb an seine verstorbene Frau erinnert ist etwas dünn.
  • Die ganze Geschichte um die Suche nach Wüstenblume ergibt keinen Sinn. Wüstenblume ist zu einem Ort geflogen, wo Cassiel eine Mission hat. Innerhalb kürzester Zeit sind dort die Magier und planen einen Hinterhalt, von dem die Diebe aber von wissen? Wie soll das denn zeitlich funktionieren? Vor allem stellt sich die Frage warum der Greif überhaupt dort ist, denn Mica kommt ja erst wegen dem Hinterhalt. Die zeitliche Reihenfolge ergibt überhaupt keinen Sinn. Oder kurz zusammengefasst: Der Greif kennt Micas Ziel, bevor die Magier wissen wo sie einen Hinterhalt planen müssen und dementsprechend noch weit bevor Mica überhaupt von dem Hinterhalt erfahren hat. Auch die Aussage, dass sie unbewusst Bilder von der Mission geschickt hat ist wenig sinnvoll, da sie vorher nicht genau wusste wo es hin geht.
  • Komischer Greif, der seelenruhig auf einem Dach sitzt und zusieht, wie die Person überfallen wird, mit der er sich verbunden hat, nachdem er sie vorher so dringend gesucht hat.
  • Néthan der Held der Frauen? Ja, es ist ja so wichtig Mica vor einer Vergewaltigung zu schützen aber er hat regelmäßig Frauen getötet, die ihm nicht mehr gefallen haben …
  • Cilian kennt Néthan kaum und lässt ihn im Knast und dann soll er Mica unterrichten (Qualifikation und Fähigkeiten – egal) und der Greif wird auch begeistert sein. Davon abgesehen ist er der Inbegriff von “sexueller Übergriff”, also optimale Voraussetzungen für einen Lehrer. Dazu kommt die Tatsache, dass er vorher Frauen nach Lust und Laune um die Ecke gebracht hat, wenn er Ihnen überdrüssig war.
  • Was für ein Zufall, dass Mica zu abergläubig ist um je den Namen ihres Bruders zu vergessen und ihr Bruder ihren Namen zufällig per Zauberei vergessen hat, bevor Cass an Bord kommt und rein zufällig hat sie Cass natürlich gerade verpasst …
  • Wenn man drei Jahre lang mit Unmengen an Gold durch die Gegend fährt, dürfte sich das wohl wie ein Magnet auf Piraten wirken und man dürfte das kaum ohne Kampf schaffen.
  • Wie kann es sein, dass Cassiel seinen Bruder nicht erkennt, als er später auf ihn trifft? Gut zugegeben, es sind seitdem viele Jahre vergangen.
  • Arens Frau und seine Tochter wurden gerade versehentlich von seinem Sohn abgefackelt. Sein anderer Sohn verbrennt fast vollständig und will sticht auf seinen Bruder ein und Aren ist die Ruhe selbst, schlägt den einen Sohn ko und rettet den anderen und nimmt ihm Kurzerhand all seine Erinnerungen? Kommt mir ziemlich kühl und berechnend vor für eine derartige Situation.
  • Warum sollte der Greif von Mica sich für Aren interessieren. Sie kennt ihn doch nicht bzw. nachher wird erwähnt, dass der Greif ihn mag. Irgendwie ist mir entgangen wann das passiert ist.
  • So kann man sich auch einen Angriff auf eine Stadt schön reden als Aggressor – “er würde alles dafür tun die Mannschaft zu beschützen” – Vielleicht nicht angreifen?
  • Tolle Verhandlung: Verhandlungspartner A: Ich habe viel Gold. Ok, dann lasst uns in den Krieg ziehen. Verhandlungspartner B: Die Menge ist unerheblich hauptsache “viel” – Noch Fragen? Davon abgesehen könnten sich die Babaren das Geld auch ohne Gegenleistung holen und mit dem Kapitän haben sie ja offenbar eh eine Rechnung offen.
  • In ein kleines Boot als zweite Person einsteigen, ohne das man bemerkt wird, dürfte quasi unmöglich sein, weil sich das Boot aufgrund des Gewichtes bewegen würde. Dafür ist es unerheblich, ob man unsichtbar ist oder nicht.
  • Magier können sich verjüngen, alle möglichen Verletzungen können durch Magie geheilt werden aber die Haarfarbe lässt sich nicht ändern? Wenig glaubwürdig. Zumal Graue Haare wohl das geringste Problem sein dürften, wenn einem Lebensjahre entzogen worden sind.
  • Wieso kommt niemand auf die Idee, dass die Beziehung zu Cass von Mica und Néthan + die Eröffnung seines Vaters direkt vor der Mission dafür sorgt, dass sie eigene Interessen verfolgen und somit für die Mission nicht geeignet sind. Da sollten die Herrscher sich evtl. selber hinterfragen, statt die entsprechenden Personen “bestrafen” zu wollen.
  • Bevor ich auf das Schiff des Kapitäns gegangen wäre, hätte ich zumindest freies Geleit ausgehandelt. Ob er sich dann dran halten würde, ist ein anderes Thema. Wahrscheinlich nicht.
  • Die Wiedersehensszene vor dem Kapitän zu veranstalten ist äußert schlau von Mica und Faím. Einfacher kann man ihm kein Mittel zur Erpressung in die Hand spielen. Er hätte einfach ihren Bruder mit Mica erpressen können.
  • Au Weia: Super Sache was Alia macht – direkt mal die eigenen Leute vor dem Feind zusammen stauchen und danach die Situation einschätzen. Das hat sie auch schon besser hinbekommen.

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Die Legenden von Karinth [Serie]

Die Legenden von Karinth 1 - C.M. Spoerri Die Legenden von Karinth 2 - C.M. Spoerri Die Legenden von Karinth 3 - C.M. Spoerri Die Legenden von Karinth 4 - C.M. Spoerri

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

C.M. Spoerri

Teile der Serie:

  • Die Legenden von Karinth 1 (319 Seiten)
  • Die Legenden von Karinth 2 (406 Seiten)
  • Die Legenden von Karinth 3 (395 Seiten)
  • Die Legenden von Karinth 4 (385 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Maryo ist der Leibwächter der Prinzessin der Elfen. Die Prinzessin wurde aus politischen Gründen mit einem Prinzen verheiratet, der hochnäsig, aufgeblasen und dumm ist.

Daraufhin ergreift sie die Flucht. Nachdem die Königin von der Flucht erfährt schickt Sie Maryo und den Prinzen zusammen los um Ihre Tochter zurück zu holen.

»Mund zu, mein Prinz, sonst holt Ihr Euch noch eine Erkältung.« Maryo ging ebenfalls auf den Ausgang des Thronsaals zu.

Die Stimmung zwischen den beiden ist extrem angespannt, da Maryo Gefühle für die Prinzessin hegt, die diese aber aufgrund ihres und seines Standes nicht erwidern kann.

Der Autorin gelingt mit dem ersten Band ein erstaunlicher Einstieg. Obwohl die Geschichte zeitlich weit vor der Alia Serie spielt, macht es viel Sinn die Alia Serie vorher gelesen zu haben, denn die Karinth Serie knüpft nahtlos daran an.

Es geht um die Geschichte der Bewahrer und gleichzeitig wird die Vergangenheit der Elfenprinzessin und von Maryo beleuchtet. Selbst Xenos taucht direkt am Anfang von Buch auf.

Wie auch in der Alia Serie hat man auch in diesem Band das Gefühl, dass man selbst auf eine Reise geht. Allerdings ist es in diesem Teil eine Seereise. Also auf in die Wanten!

Interessant ist die Entwicklung von Maryo zu sehen bzw. andersrum befindet er sich in diesem Band noch am Anfang seiner Entwicklung. Das betrifft sowohl seine Einstellungen als auch seine Erfahrung.

Band 2:

»Wein macht mich immer gesprächiger, als gut für mein Gegenüber ist«

Armyéa hatte eine Vision, die sie nach Karinth zieht und nachdem es ihr nun zum zweiten Mal gelungen ist ihren Leibwächter auszutricksen, scheint sie dort auch angekommen zu sein.

Die Autorin spielt mit der Zeitlichen Abfolge. Während die Geschichte von Armyéa im ersten Band mit dem deutlich nach ihrer zweiten Flucht endet, setzt Band zwei genau zu Beginn auf (aber aus anderer Perspektive).

Der Zweite Teil beginnt mehr an Fahrt und ist abenteuerlicher als der Erste. Neben den bekannten Wesen wie Elfen, Zwergen, Menschen begegnet man als Leser hier auch anderen Wesen.

Die Geschichte ist für sich nicht abgeschlossen, sondern stellt nur einen Teil der Serie dar. Man kann das Buch zwar einzeln lesen aber zufriedenstellend ist das meiner Meinung nach nicht.

Band 3:

Das Schöne an einem Zuhause ist, dass es auf einen wartet, während man in der Ferne weilt.

Thesalis, Maryo und Edana sind in der Hauptstadt der Elfen angekommen und stoßen dort auf eine äußerst ungewöhnliche Königin, die seine Halbschwester ist.

Dort erfährt Maryo, dass Thesalis, er und Edana die Elfenprinzessin retten und die Legende von Karinth erfüllen müssen. Weiterhin drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass mindestens eine Person dabei sterben wird.

Wie auch in den Vorgängern springt die Autorin immer wieder in der Zeit vor und zurück und verfolgt mehrere Handlungsstränge. Das steigert die Spannung, kommt einem aber auch immer wieder etwas vor, als wenn man verschiedene Geschichten gleichzeitig liest, die irgendwann zusammen laufen.

Womöglich war sie einfach zu sehr in ihrer Rolle festgefahren. Hatte zu oft genickt, sodass ihr diese Geste inzwischen leichter fiel, als den Kopf zu schütteln.

Auch der dritte Teil liest sich sehr gut, ist stellenweise nicht so spannend aber auch sehr Fantasievoll. Das tausend und eine Nacht Gefühl begleitet einen über die komplette Karinth Serie

Der dritte Band endet mit einem ziemlich bösen aber durchaus vorhersehbaren Cliffhanger.

Band 4:

»Sie ist endlich erwacht – und besitzt immer noch Feuermagie«, erklärte Maryo, ohne sich nach ihm umzudrehen. »Dann ist ja alles bestens«, meinte Arkan. »Besitze ich auch – lässt sich gut leben damit.« »Ich dachte, du wärst ein wandelnder Untoter«, schnaubte Maryo. »Von ›leben‹ kann ja wohl nicht wirklich die Rede sein.«

Die einzige Chance die Elfenprinzessin zu retten ist das Opfer von Edana. Maryo muss also seine neue Liebe im wahrsten Sinne opfern um die Prinzessin zu retten, deren Schutz er versprochen hat.

Die Autorin läuft im letzten Teil zur Höchstform auf, es gibt fantasievolle Wendungen, neue Ungeheuer allerdings gefällt mir das Ende überhaupt nicht. Vieles ist viel zu vorhersehbar und für meinen Geschmack zu unkreativ.

Das Problem was ich mit dem Ende habe ist primär, dass vorher so viel Theater um die Sagen / Bestimmung usw. gemacht wird aber am Ende wäre es besser gewesen, wenn nichts davon passiert wäre (man könnte Sagen, wenn alle zu Hause geblieben wären). Ich kann zumindest keinerlei Sinn oder Nutzen erkennen. Das entwertet die gesamte Geschichte etwas.

»Ich traue Euch nicht.« »Und das ist auch gut so.« Der Totengott nickte mit Nachdruck. »Göttern sollte man nicht trauen.

Die Charaktere, die vorher schlau sind teilweise gegen Ende unglaublich naiv.

Im vierten Teil gibt es einige Skizzen von ein paar Szenen, die einen wirklich gut in die Geschichte versetzen. Oft bin ich kein Fan von sowas, da Bilder oft mit der eigenen Fantasie kollidieren, aber ich finde in dem Fall den Detaillevel ok, um die Fantasie nicht einzuschränken, sondern zu befeuern.

Fazit:

»Völker tun einander die schrecklichsten Dinge an«, murmelte er, während er mit der Hand über ihren Rücken strich. »Grundlos meistens. Einfach, weil sie anders sind und sie ihre Kultur nicht verstehen. Unverständnis erzeugt meist Furcht. Furcht vor dem Unbekannten. Und es ist einfacher, Unbekanntes auszulöschen, als sich die Mühe zu machen, es zu verstehen.«

Tolle Serie im Sinne von 1001 Nacht, die mal auf dem Meer und mal an Land spielt. Im Gegensatz zur Alia Serie gibt es in der Karinth Serie vollständig den 1001 Nacht Fokus, während die Alia Seria auch bei Zwergen und verschiedenen Umgebungen spielt.

Beide Serien spielen in derselben Welt. Die zeitliche Reihenfolge wäre zuerst die Karinth Serie zu lesen und dann die Alia Reihe. Da sich aber beide aufeinander beziehen ist die Reihenfolge im Prinzip egal.

Der einzige Kritikpunkt den ich an der Serie habe ist, dass sie mich emotional wenig mitgenommen hat. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau. Es bleibt ein tolle Abenteuergeschichte.

Für alle, die aufgrund des Covers sehr viel Liebesgeschichte erwarten: Ja, darum geht es auch aber der Fokus liegt klar auf Abenteuer. Es gibt keine Sexszenen wie z.B. bei Armentrout Büchern.

Wegen dem Ende der Karinth Reihe hat mir die Alia Reihe insgesamt etwas besser gefallen, auch wenn bei der Alia Reihe der Einstieg etwas sperrig ist.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

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Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wie hat Aderan einen Booten von einer einsamen Insel zu einem Freund geschickt?
  • Woher weiß die Amazone, dass es bei den Elfen einen unterirdischen Gang in das Dorf gibt? Hat sie den gefunden? Die Elfen hätten es wohl nicht verraten.
  • Das Amazonen Konzept ist ja genial: Vermehren können Sie sich nur mit Männern. Männer dürfen bei Ihnen aber nur als Sklaven gehalten und regelmäßig geopfert. Männliche Kinder werden getötet. Das nenne ich mal nachhaltig. Davon abgesehen hört sich das Reinigungsritual auch nicht besser als als das was die Elfen mit der Amazone gemacht haben. Die Amazonen sind also ein scheinheiliges Pack.
  • Mal eben so Ankern um eine Runde zu Schwimmen, obwohl hinter einem Verfolger sind? So schnell geht das bei einem großen Segelschiff wahrlich nicht (die Segel müssen auch mal “eben” eingeholt werden), zumal sich auf dem offenem Meer die Frage stellt, ob ankern überhaupt geht (Tiefe).
  • Anfangs wird es so dargestellt, als wenn Die Kapitänin keinen Anlass für Argwohn gegenüber ihren Männern hat und deswegen die Kabinentür auf ist und später rechnet sie ständig mit einer Meuterei und es wird erwähnt, dass sie sogar Mörder an Bord hat. Ja, wenn man unter solchen Bedingungen nicht die Tür für jeden offen lässt, wann dann?
  • Wenn man ein Segelschiff beschleunigen will, wären doch eher Luft- als Wassermagier sinnvoll, oder?
  • Wenn das gegnerische Schiff so stark getroffen wäre, dass es sinkt, würde es deutlich an fahrt verlieren. In dem Fall freiwillig zu entern ist dumm. Wegfahren wäre viel sinnvoller. Zumal man auf ein flüchtendes Schiff nicht lange schießen kann bei den Ladezeiten der Kanonen.
  • Woher wissen die Amazonen denn wann das Sklavenschiff eintrifft. Sich vorher ankündigen ist ja mit den gegebenen Voraussetzungen eher schwierig.
  • Da Elfen gewöhnlich nicht zur See fahren (Maryo stellt in der Alia Serie die einzige Ausnahme dar), hätte Amyéna keine Unterstützung von Elfen bekommen können.
  • Seit wann wählt eine Schiffsmannschaft ihren Kapitän? Im Buch wird das immer wieder erwähnt.
  • Bisher war in der Serie die Aussage immer, dass Elfen nur sehr begrenzt heilen können. Was Mario bei Thesalis macht, hört sich aber nicht gerade nach einer kleinen Heilung an.
  • Warum sollten die karinthischen Elfen Maryo nicht hinterrücks töten, nachdem er gerade einen von Ihnen umgebracht hat. Bögen haben sie doch…
  • Wieso sollten die Dorfbewohner glauben, dass Maryo erfolgreich Nic vertrieben hat? Er hat keinen Beweis dafür.
  • Na toll, erst der übereilte Aufbruch bei der Königin und dann hat sie keine Zeit was zu erklären und ist weg.
  • Warum hat der rote Takar alles vergessen?
  • Warum Chahur nicht auf dem Schiff bleiben kann wirkt arg hergeholt
  • Das die Lüge über die Heirat auffliegen würde war nicht unwahrscheinlich, oder?
  • Erst die große Liebe und dann ist Maryo bereit Edana so ohne weiteres zu opfern? Es ist unglaubwürdig, dass Maryo diese Gefahr nicht erkennt.
  • Warum sollte Darien nach den Ereignissen noch leben? Die Chancen sind nicht sonderlich hoch.
  • Ich würde davon ausgehen, dass Dagor den Besuch in der Unterwelt mit aller Macht verhindern wollen würde, ob nun durch die Bürgermeisterin oder durch die Protagonisten
  • Die Autorin meint es nicht gut mit Edana im letzten Band, Schiff verloren, Mannschaft verloren, Augenlicht verloren und alles nur, weil sie Maryo hilft
  • Wo bekommt man als Schwarzblut in der Unterwelt denn Blut her? Ohne Blut verpufft ein Schwarzblut ja offenbar
  • Tolle Leistung von Maryo, bei der ganzen “Verhandlung” mit dem Totengott, hat er nicht eine Sekunde an Edana gedacht. Das ist unglaubwürdig. Am Resultat hätte es zwar eh nichts geändert, nachdem sie die Welt des Totengottes betreten hat.
  • Wofür war die ganze Geschichte nun gut? Angenommen Edana und Maryo hätten die Elfenprinzessin nie gerettet und einfach ihrer Wege gezogen hätte das Tor zur Unterwelt nicht geöffnet werden können und die Legenden hätten sich auch nicht erfüllt.
  • Die Flucht der Elfenprinzessin hat doch nichts bewirkt (im Buch steht, dass sie das meint, weil sie sich nicht an alles erinnert – es ist doch so). Wenn Sie zu Hause geblieben wäre, hätten alle deutlich weniger Probleme gehabt. Edana wäre noch am leben und hätte Maryo nie kennengelernt. Auch hunderte andere Personen würden noch leben.
  • Klar, die beiden waren hundert Jahre in dem Totenreich aber für Fragen beim Sultan bleibt natürlich keine Zeit…
  • Im Prinzip läuft die ganze Geschichte darauf hinaus, dass alles Schicksal ist und alle Figuren nur Spielbälle der Götter. Somit dient alles nur der Unterhaltung der Götter und ist ansonsten sinnlos, da eh keiner eigene Entscheidungen trifft. Tolles Szenario.

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