2. Lesequartal 2020

Mal wieder leicht verspätet aber im ersten Quartal hab ich auch einiges gelesen. 😉

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Cassardim Jenseits der goldenen Brücke – Julia Dippel

Julia Dippel hat es drauf mich in den ersten Seiten zu verschrecken (abgedroschen, kenne ich doch schon so in der Art) nur um mich dann einzufangen und aus ihren Büchern absolute Pageturner zu machen. Das ist zwar bisher lediglich der erste Teil der Serie aber ich kann nur hoffen, dass es so weitergeht.

5 out of 5 stars 5/5 (vorläufiges Fazit)


Starship – Sarah Scheumer

Starship 1 Dunkelglühen - Sarah Scheumer  Starship 2 Finsterglanz - Sarah Scheumer

Auch die zweite Serie ist noch nicht vollständig aber dafür ein ziemlicher Geheimtipp. Tolle Dystopie, im Weltraum spielt. Auf die Erde rasen Asteroiden zu, die das Leben oder sogar den Planeten zerstören werden. Die Menschheit bündelt ihre Kräfte um einigen wenigen die Flucht zu ermöglichen.

4 out of 5 stars 4/5 (vorläufiges Fazit)


Alia – C.M. Spoerri

Alia 1 Der Magische Zirkel - C.M. Spoerri  Alia 2 Der schwarze Stern - C.M. Spoerri  Alia 3 Das land der Sonne - C.M. Spoerri  Alia 4 Das Auge des Drachen - C.M. Spoerri  Alia 5 Die Magier von Altra - C.M. Spoerri

High Fantasy Serie, die im positiven Sinne anders ist. Der erste Teil beginnt als Kammerspiel und für die Hauptakteurin mehr oder weniger als Fußabtreter der mächtigen. In den Folgeteilen bekommt man klassische High Fantasy mit Weltreiseflair und im letzten geht es hauptsächlich um Ränke und Machtspiele.

4 out of 5 stars 4/5


Maxton Hall – Mona Kasten

Maxton Hall 1 Save Me - Mona Kasten  Maxton Hall 2 Save You - Mona Kasten  Maxton Hall 3 Save Us - Mona Kasten

Die Geschichte dreht sich um ein Mädchen, dass eher in bescheidenen Verhältnissen lebt und einen Jungen, der zur Elite gehört. Die Geschichte ist eigentlich nicht außergewöhnlich, es handelt sich um das ganz normale Leben. Liebesbeziehungen, Eltern die vermeintlich das Beste für ihre Kinder wollen und leben und Tod.

Die Autorin verpackt das aber erstaunlich interessant und mit spritzigen Dialogen.

4 out of 5 stars 4/5


Golden Dynasty – Jennifer L. Armentrout

Golden Dynasty - Jennifer L. Armentrout

In der Serie dreht es sich um eine Reiche und Mächtige Familie. Die Teile sind allerdings lose verknüpft und in jedem Teil werden andere Charaktere zum Mittelpunkt.

Teil 1 ist eine Mischung zwischen Mystery und Krimi, die sich aber über weite Strecken ziemlich zieht. Die Lovestory (Arm / Reich) stellt den Hauptanteil dar.

3.5 out of 5 stars 3,5/5 (Zwischenfazit, Teil 1 von 3 gelesen)


Die Tribute von Panem X Das Lied von Vogel und Schlange – Suzanne Collins

Die Tribute von Panem X Das Lied von Vogel und Schlange - Suzanne Collins

Ich weiß nicht so genau was die Autorin zu diesem Teil inspiriert hat aber für mich kommt er in keiner Weise an die Hauptserie heran. Snow gelingt es relativ selten Sympathie für sich zu wecken und sein Handeln ist für mich auch nach dem Lesen des Prequels nicht nachvollziehbar.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Die Lichtbringerin – Johanna Danninger

Die Lichtbringerin 1 - Johanna Danninger

Ziemlich spirituell esoterische Serie um Engel, Lichtbringer (eine Art Magier) und Dämonen.

Mir etwas zu esoterisch und nicht spannend genug. Ich empfehle eher die Secret Elements Serie aus gleicher Feder.

3 out of 5 stars 3/5 (Zwischenfazit, Teil 1 von 3 gelesen)


One True Queen 1 Von Sternen gekrönt - Jennifer Benkau

Der erste Teil hat konnte mich nicht so recht begeistern. Das liegt primär an zwei Dingen. Ersten: Ich finde die Botschaften höchst zweifelhaft. Es geht um eine Fantasywelt, in der menschliche Mädchen als Königinnen “verheizt” werden. Nach ein paar Monaten / Jahren als Königin sterben Sie. Trotzdem zieht sie eine Art Sucht zurück, wenn Sie sich für ein Leben in unserer Welt entscheiden wollen. Warum das alles so ist, wird zumindest in Teil 1 nicht erklärt.

Für mich ist das Buch ein Beispiel für maximale Häufigkeit von überraschenden Handlungselementen aber leider ohne viel Zusammenhang und Logik

2.5 out of 5 stars 2,5/5 (Zwischenfazit, Teil 1 von 2 gelesen)


 

Alia [Serie]

Alia 1 Der Magische Zirkel - C.M. Spoerri  Alia 2 Der schwarze Stern - C.M. Spoerri  Alia 3 Das Land der Sonne - C.M. Spoerri  Alia 4 Das Auge des Drachen - C.M. Spoerri  Alia 5 Der Magier von Altra - C.M. Spoerri

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

C.M. Spoerri

Teile der Serie:

  • Alia 1 Der Magische Zirkel (568 Seiten)
  • Alia 2 Der schwarze Stern (565 Seiten)
  • Alia 3 Das Land der Sonne (539 Seiten)
  • Alia 4 Das Auge des Drachen (431 Seiten)
  • Alia 5 Der Magier von Altra (535 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

»Wir haben heute das Glück, eine Normalsterbliche ohne jegliche Begabungen hierzuhaben«, erklärt Opherto weiter. … »Das gibt uns die Möglichkeit, sie als ein Wesen in die Übung miteinzubeziehen, das sich nicht gegen die Luftmagie wehren kann«, fährt der Lehrer ungerührt fort. »Wie es beispielsweise bei einem Tier der Fall wäre.«

Alia hat anders als ihre Mitschüler keine elementaren Fähigkeiten entwickelt. Seitdem die anderen auf Gilden aufgeteilt wurde, wird sie gehänselt und das liegt schon drei Jahre zurück.

Die elementaren Fähigkeiten bestimmen in Alias Welt die Berufswahl und wer mit 16 noch keine entwickelt hat, wird zwangsläufig Diener in der Magiergilde. Dieser Job hat allerdings mit einem wesentlichen Nachteil. Die Diener dürfen die Gilde nie wieder verlassen. Sie wird also ihre Familie nie wieder sehen.

An ihrem 16 Geburtstag eröffnet ihr ihre Mutter Alina noch ein Geheimnis, dass alles noch schlimmer macht.

»Ich wurde dazu erzogen, immer in erster Linie an mein Volk zu denken. Aber seit ich dich kenne … erscheint mir mein Volk weniger wichtig. Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich auch mal an mich denke. An uns.«

Die Magier sind in Altra Richter und Henker zugleich und sind die rechte Hand des Herrschers. Wie Alina sehr schnell feststellt, werden die Dienerinnen nicht so gut behandelt, wie man allgemein annimmt.

Die Perspektive aus der das Buch geschrieben ist ungewohnt. Das ist in etwa als wenn man Harry Potter aus Sicht des Hauselfen aber ohne magische Fähigkeiten erleben würde. Aus dieser Perspektive wäre Hogwarts vermutlich auch deutlich weniger magisch gewesen.

Er bedenkt uns mit einem Blick, in dem wohl Güte liegen sollte, aber da er solch ein Gefühl nicht kennt, erinnert der Gesichtsausdruck eher an einen Esel, der vor Schreck Gold geschissen hat.

In dem Buch erkennt man aber auch recht schnell, warum es normalerweise andersrum ist. In der Regel entdeckt in derartigen Büchern ein jugendlicher plötzlich irgendwelche unglaublichen und selten Fähigkeiten und rettet am Ende die Welt. Das ist zwar so vereinfacht ausgedrückt ziemlich kitschig aber die Einstiegshürde beim Lesen ist schon etwas größer, wenn jemand ohne besondere Fähigkeiten in einer Welt aufwächst in der jeder begabt ist.

Den größten Teil der Handlung erlebt man aus Alias Sicht. Weniger Kapitel sind aus der Sicht eines Elfen geschrieben und das letzte Kapitel wiederum von einem anderen Charakter.

Die Autorin erzählt die Geschichte sehr gemächlich, was dazu führt, dass sich einige Längen ergeben. Die Art wie Alia behandelt wird geht schon in den Bereich von Sklaverei / Gladiatoren. Wer also etwas zarter besaitet ist, liegt mit dem Buch ggf. nicht richtig.

Band 2

Und dann schläft er ein letztes Mal mit mir. Seine Leidenschaft, mit der er mich in dieser Nacht liebt, werde ich nie vergessen. Es ist eine Leidenschaft, aus Liebe geboren, von Verzweiflung genährt und durch Trauer besiegelt.

Alia und Reyvan sind geflohen aber nun ist einer der stärksten Magier des Landes hinter Ihnen her. Wie viel ist die Flucht wirklich wert und wie soll Alia etwas über ihre Vergangenheit erfahren.

Im zweiten Band geht es etwas flotter voran und Alia erfährt einiges über ihre Vergangenheit. Auch ist die Handlung weit weniger ein Kammerspiel wie sie es im ersten Teil oft war. Somit kommt man als Fantasyfan deutlich mehr auf seine Kosten als in Teil 1.

Die Dreiecksbeziehung finde ich etwas bemüht und wirkt auf mich nicht glaubwürdig. Da Autoren oft versuchen ihre Geschichten damit zu befeuern wirkt sowas sehr schnell konstruiert, vor allem wenn vorher die große Liebe heraufbeschworen wird, für die man in den Tod gehen würde.

Davon abgesehen ist die Geschichte im zweiten Teil deutlich abenteuerlustiger und beste High Fantasy, während der Elf im ersten Teil noch wie eine exklusive Besonderheit wirkt, bekommt man als Leser im Zweiten Teil neben Elfen und Zwergen auch noch diverse andere Wesen geboten.

Das World Building ist Klasse und die Autorin ist sehr kreativ. in diesem Band werden die Perspektiven etwas öfter gewechselt als im ersten. Trotzdem bleibt Alias eigene Perspektive mit Abstand die meistverwendete.

Band 3

Ich habe eine Entscheidung getroffen und muss nun auch mit den Konsequenzen irgendwie fertigwerden. Ich glaube nicht, dass es in dieser Angelegenheit ein Richtig oder Falsch gegeben hätte. So oder so, ich hätte ein schlechtes Gewissen gehabt.

Reyvan hat die Prinzessin eines anderen Elfenklans geheiratet um sein Volk im Kampf zu unterstützen. Somit setzt Alia ihre Reise mit Zaron fort und folgt weiter der Prophezeiung ihrer Mutter ohne zu wissen wo sie das hinführt und was das Ziel ist.

Wer Reyvan Fan ist, wird sich zumindest vorübergehend von dem Elfen verabschieden Müssen. In Band 3 spielt er eine Nebenrolle.

Im dritten Teil werden verschiedene Kulturen und Völker besucht und oft hat man als Leser das Gefühl bei einer Weltreise in der Vergangenheit dabei zu sein.

Das habe ich in der Form so noch in keinem Fantasybuch erlebt. Das hat die Autorin klasse umgesetzt.

Dieser Band erinnert an tausend und eine Nacht und ist nach den Besuchen bei den Magiern, den Zwerken und den Elfen eine willkommene Abwechslung. Ich bin während der Serie immer wieder überrascht gewesen wie geschickt die Autorin neue Charaktere einführt.

Band 4

»Schon wieder ein Elf?« Er seufzt theatralisch. »Wieso kannst du dir nicht ein einziges Mal bessere Freunde zulegen?« »Ich habe doch dich.« Ein Schmunzeln gleitet über

mein Gesicht. »Na zum Glück!«, tönt Ogrem. »Sonst wäre dein Leben wirklich bedauernswert, so oft, wie du dich mit Elfen rumschlagen musst.«

Nachdem Alia nun am Ende der Prophezeiungen Ihrer Mutter angekommen ist und sie sehr viel über ihre Vergangenheit erfahren hat steht sie vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Wie soll Sie die Völker einen und die mächtigsten Magier besiegen?

Aber wem kann Alia vertrauen und wem nicht? Wer ist auf ihrer Seite und weg verrät sie?

Leider verliert sich der vierte Teil des Reihe anfangs ziemlich in Nebensächlichkeiten. Es wird mal wieder künstlich die Dreiecksbeziehung aufgeblasen zwischen Alia, Zaron und Reyvan. Ein weiterer Charakter befeuert dies noch. Zusätzlich bekommt man zu diversen Charakteren weitere Hintergründe.

Streckenweise ist das etwas langatmig. Eine zeit lang haben die Charaktere verschiedene Aufgaben und es werden Handlungsstränge aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Später finden die Gefährten wieder zusammen – fast wie bei Herr der Ringe und schmieden Allianzen und bereiten sich auf den finalen Kampf vor.

Das Buch bringt die Geschichte zwar voran aber es fühlt sich auch teilweise nach einem Übergang zum letzten Band an.

Band 5

Ich habe sein Gesicht zweigeteilt, sodass alles oberhalb des Mundes nun zu Boden fällt. Sein Körper geht in die Knie und Blut sprudelt aus der hässlichen Wunde hervor, während er vornüberfällt. … »Und nun zu den Friedensverhandlungen«, brumme ich, während ich die Krummsäbel wieder in die Scheiden stecke.

Die Gefährten sind vereint und nun ist die Aufgabe den scheinbar übermächtigen Tyrannen zu stürzen.

Der letzte Band hat einen recht ungewöhnlichen Aufbau. Das große Finale findet schon nach weniger als 1/3 der Buchlänge statt und es gibt viele Opfer. Nach dem der Finale Kampf vorbei ist geht es primär um Ränkespiele und Rachegelüste, der letzte Teil ist also deutlich anders als die Vorgänger.

Nach dem vermeintlich finalen Kampf ist also nicht alles so toll, wie das oft in derartiger Literatur ist.

Selbst in dem letzten Band werden noch neue Charaktere eingeführt, was die Autorin in allen Bänden immer wieder macht und die Geschichte etwas abwechslungsreicher gestaltet.

Fazit:

»Du vergisst, dass auch ich ein Elf bin.« »Oh nein, das könnte ich nie vergessen«, sagt sie lachend. »Du bist manchmal auch ein Esel – aber du bist jetzt mein Esel.«

Die Serie geht anfangs ungewöhnliche Wege und gerade der erste Band macht es einem als Leser nicht leicht. Man stelle sich vor man müsste Hogwarts als Muggel erkunden und zwar mit Malfoys Vater als Schulleiter.

Der Abenteuerteil und was World Building finde ich bei Aliad Geschichte llasse. Man hat als Leser das Gefühl neben einer Abenteuergeschichte eine Weltreise in einer Welt geboten zu bekomme, die von einigen bekannten (Zwergen, Elfen, Magier) und einigen neuen Wesen bevölkert ist.

»Prima, ich liebe Pläne, die alles offenlassen. Das macht es so unglaublich … spannend«

Die Autorin lässt sich einiges einfallen. Die Dreiecksbeziehung bzw. Liebesgeschichte finde ich an einigen Stellen ziemlich bemüht.

Insgesamt ist die Serie eine klare Empfehlung und die Autorin baut die Welt mit weiteren Buchserien aus und offenbar tauchen die Charaktere aus dieser Serie dort wieder auf. Wer High Fantasy mag ist in dieser Serie goldrichtig aufgehoben.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

  • Die Legenden von Karinth
  • Die Greifen-Saga
Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieso dürfen die Menschen als Pfand Diener stellen, die sich nicht benötigen, während die Elfen einen Prinz stellen? Zumal das Pfand auch noch mehr oder weniger in künstliches Koma versetzt wird. Da ist es wohl kaum verwunderlich, dass das Pfand nach 20 Jahren stirbt oder?! Der Ansatz irgendjemand nutzloses als Pfand zu übergeben widerspricht der Idee. Die genannten Gründe sind fadenscheinig.
  • Es wäre wohl um einiges einfacher gewesen Taschas Bein zu retten, als sie so umständlich zu transportieren.
  • Reyvan im Königspalast in ihre Gedanken zu lassen dürfte das Todesurteil für Alina sein …
  • So ganz viel Sinn macht es nicht Alia als Druckmittel mitzunehmen um Reyvan unter Kontrolle zu haben nur um sie dann angeblich vorher zurück zu schicken was eh unglaubwürdig ist, weil Xenos sie nirgends alleine hingehen lassen würde.
  • Dis Suchaktion im Laboratorium hat abseits der Erkenntnis, dass Xenos ein Schwarzmagier ist nicht gebracht. D.h. der eigentliche Zweck etwas hilfreiches für die Flucht zu finden wurde nicht erfüllt. Offenbar war das aber auch nicht wichtig. Thematisiert wird es zumindest nicht.
  • Gute Rettungsaktion, wenn man sich direkt vom Eunuchen überrumpeln lässt bringt das wirklich viel. Anschließend führt dann die vermeintliche Rettung direkt zum (vermeintlichen) Tod der zu rettenden Person.
  • Wieso muss der Aufseher der Diener bestechlich sein?
  • Wenn die Botschaft in dem Kästchen Blutmagie ist und Alia sie lesen kann, wäre es doch möglich, dass es bei dem Buch von Xenos genauso ist? Dann stellt sich die Frage in welcher Beziehung er zu ihr steht? Wieso stellen sich die Charaktere diese Frage nicht?
  • Warum durfte Reyvan nicht mitkommen? Das ergibt keinen Sinn, wenn der Magier sogar in der Lage ist seine Gesundheit zu erneuern mit der Wärme des Berges hätte Revan mindestens bis zu der Position mitkommen können, an der Alia wartet.
  • Warum sollten Kultisten, die Leute ausrauben wollen sich in Stollen aufhalten, die nie jemand benutzt? Einen schlechteren Ort kann man sich als Räuber wohl kaum suchen.
  • Dass Zaron sich immer an Alia ranmacht und sich danach direkt entschuldigt ist natürlich überhaupt keine Absicht.
  • Der Blutaustausch ist sehr konstruiert und dient nur dazu weiter einen Keil zwischen Reyvan und Alia zu treiben. Sie hat ja überhaupt nicht probiert das Gift zu entfernen und meint direkt, dass sie es nicht kann. Stattdessen vergiftet sie sich selbst mit dem Austausch, den Sie auch nie gemacht hat. Davon abgesehen gibt es auch noch so Kleinigkeiten wie Blutgruppen, die ggf. zu berücksichtigen wären
  • Alia schließt reichlich schnell mit Reyvan ab. Großer Liebeskummer und dann überzeugt Sie ihn, dass er sein Volk retten muss und sie verlässt.
  • Die Entscheidung von Reyvan mit 100 Elfen hunderte Kampfmagier anzugreifen ist dumm (mal abgesehen von der Frage wo plötzlich so viele herkommen), vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er seinem Volk helfen will und seinem Opfer.
  • Die Aussage, dass Reyvan die Elfenprinzessin heiraten musste, damit Ksora sie retten konnte ist schlicht quatsch. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Selbst wenn er die Heirat abgelehnt hätte, wären sie ggf. trotzdem gefangen genommen worden, wenn sie Maryo weiter begleitet hätten. Möglicherweise wäre Reyvan dann dabei gewesen.
  • Wieso kann Ksora als Prinzessin einfach mehrere Tage aus dem Lager gehen, ohne dass es jemandem auffällt?
  • Im Zirkel ist es lt. Alia nicht schlimm als normale Dienerin? Ja, genau als Gladiator eingesetzt zu werden ist super, auch quasi ein Leibeigener zu sein ist klasse. Ohne Worte…
  • Ob es so schlau ist Kala mitzuteilen, dass die Reise nach Chakas geht?
  • Den Bauer als unschuldig zu bezeichnen, der Alia mit Gewalt zwingen wollte, ist ziemlich daneben.
  • Erst ist das gegnerische Schiff angeblich versenkt und dann doch nicht. Was denn nun?
  • Wenn Xenos seine Leute nach Belar geschickt hat, hätte er sie wohl auch nach Bairout geschickt, wenn in Belar kein Schiff auftaucht.
  • Wenn man nicht auffallen will wieso geht man dann zum Ball des Statthalters? Wieso geht man zu einem alten “Freund”, dem man nicht traut? Das ist sehr plump konstruiert und naiv.
  • Wieso kann Reyvan Alia mit der Perle ihre Magie nehmen? Das ergibt keinen Sinn. Zumal er die Magie nicht von Xenos hat. War das schon immer sein Plan oder warum hat er ihr die Perle geschenkt?
  • Wie soll ich mir denn vorstellen, wie Alia im Zelt einen Feuerball auf Fliegen schießt, die Zarons Körper bedecken, ohne ihn zu verletzen?! Davon abgesehen hat ein Feuerball eine Flugbahn und stoppt an einem Hindernis (Zelt?).
  • Wieso haben Alias Hände Wunden von der Entfernung der Perle. Es wurde nur eine Hand von Alia für das Ritual verwendet.
  • Wenn mir jemand erzählen würde, dass er Reittiere kaufen will und einen Tag später, dass er kein Geld hat, käme ich mir als Stammesführer ziemlich verschaukelt vor …
  • Alia ist in einem Zirkel und Xenos könnte jederzeit per Portal vorbeischauen? Wie sicher kann sie da sein?
  • Im Rückblick erscheint es äußerst unwahrscheinlich, dass nur so wenig Kampfmagier ausgeschickt wurden, um Alias leibliche Mutter und ihren Vater zu töten.
  • Wie lautet denn die Erklärung wie Reyvan den Kampf mit Xenos überlebt hat? Elfen beherrschen keine starken Heilzauber. Reyvans Onkel hätte ihn also kaum retten können.
  • Alia ist angeblich schlau: Was soll dann bitte die Frage, ob Zaron nicht in den Zirkel teleportieren kann? Sie weiß, dass die Portale überwacht werden und Zaron verbannt wurde. Ihn würde dort also die Todesstrafe erwarten. Das schlägst sie ernsthaft vor?
  • Ausgehend davon wie misstrauisch Greife sind stellt sich die Frage, wie es Alias Onkel möglich war mit einem Greif zum Zirkel zu kommen, da er Schwarzmagier ist.
  • Das Beziehungstheater ist einfach nervig. Es wird immer die große Liebe beschrieben und alle sind sehr unsicher und eifersüchtig.
  • Ist ja hilfreich, wenn sich die Greife bei Gefahr alleine in die Lüfte erheben ohne ihre Reiter …
  • Wieso können Zaron und Alia sich unterhalten, während sie in einer Gruppe von Mönchen laufen? Die würden das doch mitbekommen, selbst wenn sie nur flüstern.
  • Duhrs Eltern sind ja wahre leuchten. Der “Schuldige” an Duhrs Tod wird natürlich seinen Eltern eine Nachricht schicken. Ohne Worte …
  • Die Pläne von Roís waren doch ziemlich offensichtlich. Bei den ganzen Andeutungen ist dem Leser vorher klar was sein eigentliches Ziel ist nur die Charaktere kapieren es nicht.
  • Das Xenos sich so leicht von Roís veräppeln lässt wage ich doch sehr zu bezweifeln.
  • Wenn Jeder Bote zur Königin vorgelassen wird, ist es wahrlich keine Kunst sie zu töten…
  • “Die Bewahrer zurück an die Spitze der Herrschaft bringen” hört sich ja sehr altruistisch an, oder?
  • “Ich würde eingreifen, wenn ihr Gefahr lauft in eurer Macht zu verlieren” bedeutet was? Ich bringe um, wenn mir eure Entscheidungen nicht gefallen?! Sehr vertrauenerweckend. Auch die Aussage, dass die Bewahrer (die nur aus einer einzigen Region stammen) die Zirkel mit Magiern überwachen sollen (immerhin sind sie selbst genauso Magier) hört sich eher nach einem Putsch an. So wie das formuliert ist, könnte Alia darauf nicht eingehen.
  • Die Geschichte, dass Ramén Xenos befreit ist unglaubwürdig, wenn man die Geschichte mit seinem eigenen Sohn berücksichtigt. Es ist offensichtlich, dass in Xenos nichts Gutes steckt.

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One True Queen [Serie]

One True Queen Von Sternen gekrönt - Jennifer Benkau

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer Benkau

Teile der Serie:

  • One True Queen – Von Sternen gekrönt (512 Seiten)
  • One True Queen – Aus Schatten geschmiedet (544 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Catherine sagte, du hättest sie eine böse Hexe genannt.« »Das stimmt gar nicht.« »Was hast du denn gesagt?« Ich muss bitter grinsen. »Ich habe sie ›Dolores Umbrigde für Arme‹ genannt«

Mailin hat eine Schwester due seit 7 Jahren im Wachkoma liegt.

Ihre Mutter ist alleinerziehend und das Leben ist eher hart für die beiden. Ihre Schwester benötigt Pflege und auch die Pflegekraft muss bezahlt werden.

Als Mailin beim Training ist passiert plötzlich etwas seltsames und sie landet in einer anderen Welt, einer sehr feindlichen Welt, in der einen fast alles umbringen kann.

»Es gibt da eine Sache, die du dir merken solltest, wenn du hier überleben willst: Man kann in Lyaskye nur sehr wenigen Menschen trauen. Und ich bin keiner von ihnen.«

Laut einem Jungen den sie dort trifft, passiert es ab und an, dass die Welt Mädchen aus anderen Welten zu sich ruft.

Die Geschichte wirkt auf mich anfangs nicht besonders einfallsreich. Oft habe ich den Eindruck, dass einige Autoren meinen ein wenig Mittelalter + ein paar neue Elemente + Königlicher Glanz (mal Prinzessin sein) und junge Leute = Spannung. Das klappt in diesem Band aber eher nicht. Zumindest nicht für mich. Auf den ersten 200 Seiten passiert aber leider nicht mehr.

»Schön«, erwidere ich unbeeindruckt. »Ich mag große Tiere. Ich reite auf einem Wasserbüffel zur Schule, wenn der Elefant mal zu müde ist.«

Der Haupthandlungstrang ergibt leider wenig Sinn und wird auch im ersten Band nirgends logisch aufgeklärt. Zwar wird am Ende aufgelistet wer was aus gemacht hat aber warum es überhaupt eine Königin aus unserer Welt gibt, die viel zu jung, unerfahren und auch noch schlecht als Königin ist, ist vollkommen unklar. Faktisch sind die Königinnen aber eh willenlose Sklaven. Von was genau wird nicht ganz klar.

Um in der Rezension alle Unstimmigkeiten aufzulisten, die es in der Geschichte gibt, müsste ich fast das ganze Buch Spoilern. Insofern lasse ich das und beschränke mich auf den Spoiler und Diskussionsbereich, der schon fast epische Länge hat.

»Das ist lange her. Die damalige Königin hat die Pläne für den Bau im Traum erhalten – von unserer Mutter Lyaskye.« Würde ich auch behaupten, wenn ich eine solche Hütte auf Steuerkosten bauen wollen würde.

Für mich ist die ganze Geschichte ziemlich abstrus und ich habe zwischenzeitlich darüber nachgedacht vorzeitig abzubrechen. Es gibt mehr Löcher als stimmige Handlung.

Die Botschaften die das Buch aussendet finde ich eher fragwürdig (siehe Spoiler).

Erstaunlich finde ich die vielen guten Bewertungen bei dem Buch. Jeder der sonst immer Frauenpower und Emanzipation hoch hält (deswegen wird ja z.B. die Lux Serie und Biss von einigen gemieden), müsste das Buch eigentlich weit von sich weisen. Weder trifft Mailin freie Entscheidungen, noch ist Liam irgendwie besser als die männlichen Charaktere in obigen Serien.

Band 2:

Nicht gelesen

Fazit:

»Die Berge, aus denen niemand je zurückkam?« Er leckt sich über die Unterlippe. »Genau die.« »Wenn niemand von dort zurückkommt, muss es da besonders schön sein. Gib mir zehn Minuten.«

Das Buch ist ein gutes Beispiel für Handlungswendungen um ihrer selbst Willen. Die Nachvollziehbarkeit der Handlung und Logik wird dafür über Bord geworfen. Aber dafür bekommt man viel Abwechslung in der Geschichte geboten.

Der erste Teil war nicht mein Fall, aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Das Einzige was mich an der Geschichte noch interessiert ist, ob in Teil zwei die Zusammenhänge doch noch Sinn ergeben, aber wenn das auf den ersten 500 Seiten nicht stimmig gelingt…

Wer Unterhaltung mag ohne die Handlung zu hinterfragen mag mit der Serie vielleicht glücklich werden. Ich bin es mit Teil eins nicht geworden.

Erwähnenswert an der Stelle: Die Durchschnittswertung der Serie liegt irgendwo bei 4,5/5 rum also ziemlich hoch. Ich kann mich dem leider nicht anschließen. 😉

Bewertung:

2.5 out of 5 stars 2,5/5 (vorläufiges Fazit)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Warum kommt Mailin nicht sofort auf die Idee, dass Peter einfach verschwunden ist? Er hat doch vorher bereits angedeutet, dass er das macht.
  • Etwas optimistisch, dass man einfach zur Königin geht und das Vicky ihr dann hilft. Offenbar ist es ja keine gute Idee zuzugeben, dass man aus einer anderen Welt kommt. Es klapp dann ja aber auch nur, weil der General spitz auf Mailin ist (was sie nicht weiß).
  • Warum ruft Lyaskye gerade Vicky und dann Mailin? Später heißt es dann, dass der König selbst und nicht das Land die Königinnen anfordert. Die Frage bleibt gleich. Die Autorin scheint sich hier selbst nicht so ganz im klaren zu sein welche Variante nun richtig ist, weil sie lustig hin und her springt.
  • Warum werden Mädchen aus einer Fremden Welt Königinnen? Sie sind denkbar schlecht vorbereitet und wie verkauft man die vom Himmel fallenden Königinnen dem Volk, den Dienern, den Soldaten?
  • Wieso denkt Mailin nicht darüber nach, dass sie vermutlich in ihrer eigenen Welt das gleiche Schicksal ereilt hat wie Vicky. Das sie nun auch im Wachkoma liegt und ihre Mutter nun zwei Kinder hat mit der “Krankheit”. Später zeigt sich sogar, dass es so ist und sie will trotzdem nur zurück (was logischerweise früher oder Später zu ihrem Tod führt).
  • Die Königin behandelt ihr Volk wie den letzten Dreck, wird aber so geliebt, das jede neue Königin, die natürlich aus unserer Welt kommen muss, getötet wird, sofern das einfache Volk sie ergreift? Das macht keinen Sinn. Zumal man damit offiziell gegen den Wunsch von Lyaskye handelt (die hat ja die Königin angeblich ausgewählt) und somit jeder davor Angst haben müsste.
  • Wieso kümmert Lasykye sich angeblich um das Volk, wenn die Königin dermaßen schlecht besetzt wird? Faktisch steuer Lyaskye doch die Königin (oder der König wie sich später zeigt, wobei es irgendwie eine Mischung von beidem zu sein scheint), das ist also schon ein Widerspruch in sich.
  • “Das Leben in Lyaskye mag hart sein aber es ist fair und belohnt jene, die es verdient haben”. Genau. Alles spricht für diese Aussage ^^ Die Königin suhlt sich in Reichtum ohne dafür etwas zu tun und das Volk muss sich an vorsintflutliche Regeln halten und lebt im Dreck. Die Dienerschaft darf nicht sprechen, am besten nicht denken und wohnt mehr oder weniger in der Kanalisation.
  • Wieso macht sich niemand sorgen darüber, dass man den Wachkomapatienten in unserer Welt nicht einfach das Lebenslicht ausknipst? Dann stirbt man auch in unserer Welt. Das würde ggf. auch erklären warum die Königinnen alle jung sterben. Es kann sogar genau andersrum sein. Weil die Wachkomapatienten in unserer Welt sterben, sterben sie auch als Könige …
  • Warum soll es den Springern erlaubt sein in unsere Welt zu kommen und was ist, wenn sie nicht zurück kommen? Der General hat sich offenbar ordentlich durch das Kulturgut unserer Welt gearbeitet (Harry Potter, 007 usw.) und hat in unserer Welt studiert, war also länger bei uns. Der König kann zwar die Verwandtschaft töten aber das hilft ihm nicht, wenn er keinen Springer mehr hat.
  • Die Handlungen von Mailin so vorherzusehen wäre quasi unmöglich. Davon abgesehen ist auch nicht klar wo Mailin auftaucht und Sam ist zufällig genau dort. Dass er sie nicht sofort rettet ergibt auch keinen Sinn. Selbst wenn man davon ausgeht, dass der Teil wirklich Zufall war (so wird es dargestellt), hat er den Plan sie auszuliefern relativ schnell geschmiedet und später in den neuen Plan geändert, der eigentlich kein Plan war, weil es unmöglich war die Ereignisse vorherzusehen.
  • Wieso ist der angeheiratete König offensichtlich mächtiger als die ach so wichtige Königin aus unserer Welt und wieso juckt Lyaskye das nicht?
  • Nach einer Weile drängt sich der Verdacht auf wie die Regierung von Lyaskye funktioniert: Kurzzusammenfassung Lyaskye ist eine Art Land und gleichzeitig ein Gott. Die Königin wird von der Krone kontrolliert, die vom Gott oder dem König gesteuert wird und ist somit willenlos (scheinbar reicht einmaliger Kontakt)
  •  Wenn es jemand schlecht geht, schickt man ihn >3 Tage auf dem Pferd durch die Pampa zu heilenden Quellen (offenbar entscheidet der König eh alles alleine). Das ist sofort nicht glaubwürdig und offenbar auch nie passiert.
  •  Die Wächterin von blablabla beschützt die Insel, nur an Neumond darf jeder durch. Das macht total Sinn, toller Schutz. Ist reichlich überflüssig.
  •  Grace verhilft Mailin mal eben zur Flucht vor massenhaft Zeugen und es ist ziemlich klar, dass sie anschließend gefasst, gefoltert und vermutlich getötet wird. Sehr glaubwürdig. Zumal der Geheimgang durch den Dienerkeller gefunden wurde. Der König würde einfach einen Diener nach dem anderen bestrafen, foltern, bis einer gesteht.
  • Ich fürchte nach rund 40% des ersten Bandes weiß ich wie Teil 2 Endet. Buchname + Peter / Liam aber das werde ich wohl nicht so schnell rausfinden.
  • Wie praktisch gerade das Seil ohne Plan gebastelt zu haben als Grace vorbeikommt und es danach benötigt wird.
  • Erst ist Peter total verschlossen und dann sammelt er sie wieder auf und schon sind sie mehr oder minder wie ein Paar?
  • Die Geschichte von Peter / Liam (alles nach dem zufälligen Zusammentreffen) ist absolut unglaubwürdig, genauso wie die plötzliche Veränderung seines Verhaltens. Allein schon, dass er Mailin aus den Augen verloren hat nimmt ihm keiner ab …
  • Das Rettungdboot war natürlich zufällig zur Hand und dann haben sie Mailin zufällig entdeckt als sie schon unter Wasser war.
  • Den Pfad der Steine hat Liam zufällig entdeckt und dann intuitiv die Regeln erkannt?
  • Erst sagt Liam Vinculas würde er nicht überleben, dann dass er welche hatte sie aber zerstört wurden. Was denn nun?
  • Die Aussage, dass ein Sklave keine Frau braucht ergibt keinen Sinn, wo Mailin an den General verkuppelt werden soll und es sogar Nachkommen braucht, damit der König weiterhin Springer zur Verfügung hat. Ansonsten kann er sich keine neuen Königinnen aus unserer Welt holen. Die benötigt er ja offensichtlich. Wobei die Geschichte diesbezüglich eh nicht eindeutig ist. Scheinbar kamen die Königinnen ja auch bevor der König sie geholt hat automatisch.
  • Nach den fast unzähligen Unstimmigkeiten in der Handlung war ich überrascht wie stimmig das Magiesystem ist. Geht doch. Wieso bei der Geschichte nicht?
  • Ok toll, Liam opfert Mailin nicht, weil er sie für ungeeignet hält und das sieht man ihr direkt an. Letzteres ist wohl ziemlicher Quatsch, noch besser ist, sie ist nicht mal sauer und versteht ihn. Was soll man dazu sagen?
  • Warum sollte Chris den Bruder von Liam entführen und dann nichts dafür verlangen, wo sie vorher so an den Diensten von Liam interessiert war?
  • Zwischenzeitlich ist Mailin reichlich naiv, was überhaupt nicht zu ihrem vorherigen Verhalten passt, aber wie heißt es Liebe macht blind? 😉
  • Der Vergleich zwischen unserer Welt und Lyaskye hinkt gewaltig, denn in unserer Welt macht die Entscheidung von Menschen zu dem was sie ist, nicht der aufgezwungene Wille einer Gottartigen Kreatur oder eines Königs.
  • Es gibt viele fragwürdige Botschaften des Buches: Für die Familie darf man anderen Menschen alles antun (Stichwort Liam aber Mailin ist da scheinbar nicht besser). Mailin ist plötzlich bereit ihre Mutter zu opfern, vorher hält sie das ihrer Schwester vor (denn am Ende verliert die Mutter sie, auch wenn Vicky vielleicht zurückkehrt) um Ihren Freund zu bekommen. Warum Sie sich da noch so viel Mühe gibt ihre Schwester zu retten ergibt auch wenig Sinn (die Schwester ist am Ende auch nicht mehr wichtig, ihre Prioritäten liegen eindeutig bei Liam und danach bei der Schwester). Auch die Sehnsucht nach Lyaskye erinnert mich eher an das Stockholm Syndrom (das erwähnt die Autorin anschließend sogar selbst). Sie wurde aus ihrem Leben gerissen, von Liam nur belogen und benutzt, ihre Gedanken wurden von Lyaskye beeinflusst, sie will aber trotzdem zurück. Faktisch stellt sich die Frage, ob die Welt nicht wirklich nur im Kopf entsteht, weil der Körper in unserer Welt vor sich hin vegetiert. Weitere Aussage: Wenn man jemanden liebt ist es vollkommen egal, ob man von demjenigen manipuliert wird und nur Lügen aufgetischt bekommt.
  • Wieso geht Mailin überhaupt davon aus, dass sie ihre Schwester retten kann, wo sie doch plötzlich selbst nicht genug von Lyaskye bekommen kann (was rückblickend wenig Sinn ergibt, wo das Land sie ja nicht ruft, wie es zuerst dargestellt wird – zumindest zu dem Zeitpunkt noch nicht, denn Anfangs wählt sie der König aus) und warum will sie das überhaupt, wo ihre Schwester sie scheinbar als Opfer auserkoren hat?
  • Angeblich liegt dem General viel an Mailin aber er hat kein Problem damit sie zu opfern? Auch die Pioritäten sind unklar. Erst behauptet er für Lyaskye zu handeln und dann doch eher für Vicky und Mailin. Seine Prioritäten sind unklar. Davon abgesehen ist er ja auch Sklave der Königin oder des Königs auch das ist unklar.
  • Was wäre denn schlimm daran, wenn der Barmann wirklich gemeint hätte, ob alles ok ist in Bezug auf die Begleitung? Besser als nicht zu fragen, oder?
  • Erst wird davon erzählt, dass nach den Sprüngen ein Aufladeprozess erforderlich ist, dann davon hin und her zu springen ohne Pause. Dann heißt es wieder er muss sich aufladen. Das hätte Mailin auch auffallen können.
  • Keiner weiß wie viel Energie in dem Anhänger steckt aber alle benutzen ihn fröhlich ohne darüber nachzudenken.
  • Die Erklärung, dass der Köper unsere Welt verlässt wenn man selber springt aber wenn man “gesprungen wird” nur der Geist macht keinen Sinn. Der Körper kommt ja in beiden Fällen mit Geist in Lyaskye an…
  • Warum sollte Mailins Mutter besser damit zurecht kommen, wenn sie komplett verschwindet, als wenn sie in Koma fällt? Hauptsache weg, oder wie? Zumindest kommt der Mailin die Idee wohl selber, was ihr aber auch egal ist.
  • Der König ist ewig König und keiner merkt es. Die Idee war mir schon viel früher gekommen nur Sinn ergibt sie leider nicht, außer wenn er sein komplettes Volk verzaubern kann und es nicht merkt, dass er immer wieder König ist und nicht altert. Dann wird es wieder so dargestellt, als wenn er erst seit Vicky König ist. Aach das ergibt keinen Sinn. Wer hat dann früher die Königinnen geholt? War es doch wieder das Land, das auch irgendwie Gott ist? So wie ich das Sehe war es nur bei Vicky und Mailin der König und vorher hat Lyaskye die Königin geholt. Man weiß es nicht.
  • Warum wird Mailin erneut vom König geholt? Es könnte jedes beliebige Mädchen sein. Sie hat sich doch schon als störrisch erwiesen.
  • Wie kann Vicky sich den Wünschen von dem König widersetzen, wenn er sie kontrolliert (Feier bei der sie Mailin als Nachfolgerin ausruft, Weitergabe der Krone).
  • Mailin wird zuerst nicht mehr ausgebildet, als sie zurück kommt. Als die Ausbildung doch wieder beginnt wird damit argumentiert, dass die Zeit zu kurz ist.
  • “Die Geschichte steht nicht in Büchern” – Aha, alles was in einem Buch steht, ist als unweigerlich wahr?
  • Dass Mailin mitten in der Nacht auf die Toilette kommt ist unwahrscheinlich nachdem die Wachen bereits 2x wegen ihr bestraft wurden (Theater und nach Ihrer Fluchst sicher erneut)
  •  Die Gefangenen werden gefoltert aber jeden Tag aus dem Gefängnis über den Hof in ein Badehaus geführt? Das klingt sehr überzeugend. Ich glaube das war im Mittelalter Standard die Gefangenen morgens aus dem Kerker zu lassen und ins Badehaus zu führen, oder? Nur um sie dann danach in einen Fuß zu tunken bei einer Variante von Waterboarding mit mehr Risiko.
  • Was für ein Zufall, dass man erst bewusst in die Annahme gelenkt wird, dass Chris ein Mann ist …
  • Warum sollte Chris den Jungen übergeben, nachdem sie hat was sie will. In Lyaskye hält sich doch eh niemand an Abmachungen.
  • Erst gibt Mailin vor, dass sie nicht will, dass Liam befreit wird und dann will sie mit.
  • Wie seilt sich Chris denn ab und nimmt das Seil, dass sie oben befestigt hat so schnell mit?
  • Warum bringt Chris Mailin zurück. Mailin könnte sie genauso gut verraten um Liam zu schaden. Sie hat nichts davon sie wieder im Palas abzuliefern.
  • Das schlechte Gewissen von Mailin gegenüber Nathaniel ist für mich nicht nachvollziehbar.
  • Der König sagt irgendwann die Krone ist nur noch Tarnung aber offenbar ist die das doch nicht?!
  • Die Krone kann man offenbar beliebig zwischen verschiedenen Personen wechseln. Das finde ich seltsam.
  •  Der Tötungsversuch des Königs ist eine super Idee. Die Koneqeuenzen sind absehbar. Entweder sie tötet ihn oder sie lässt es. Das was sie macht ist eine schlechte Idee.
  • Gegen Tiere wie die Säbehlhörner, die in einer Horde kommen kann man sich nicht standhalten. Die würden einfach alles überrennen.
  • Eine Rettungsaktion ohne Fluchtplan. Sehr genial. Es gibt ja auch nichts zu verlieren. Das kann nur gut laufen.
  • Auf dem Thron kann man also sitzen (dann entzieht er einem Energie) oder hindurch laufen?
  • Klar, Liam schnetzelt sich durch die gesamte Palastwache hindurch und entkommt.
  • Die Verfolgung wäre sehr einfach gewesen. Vor allem wenn man nach ein wenig schwimmen in einem Waldstück wartet. Die Verfolger hätten Pferde uns sicherlich auch Boote.
  • Wie hätte die Krone Mailin schützen sollen? Bisher hat sie auch niemanden beschützt soweit man das als Leser nachvollziehen kann.
  • “Sullivan war nie ein Kämpfer” – Aber einen General und ausgebildeten Königskrieger besiegt er trotzdem, obwohl er kurz zuvor noch gefoltert wurde?

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1. Lesequartal 2020

Mal wieder leicht verspätet aber im ersten Quartal hab ich auch einiges gelesen. 😉

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Izara – Julia Dippel

Izara Verbrannte Erde - Julia Dippel

Ich habe die Izara Serie beendet. Die Serie bietet keine wesentlichen neuen Elemente aber eine tolle Fantasygeschichte mit Liebesbeziehung und verknüpft bekannte Elemente z.B. aus Harry Potter und anderen Büchern ganz hervorragend. Unbedingt lesen.  Die Serie gehört zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe.

5 out of 5 stars 5/5


Elyanor – Alexandra Stückler-Wede

Elyanor 1 Zwischen Licht und Finsternis - Alexandra Stückler-Wede  Elyanor 2 Zwischen Eis und Feuer - Alexandra Stückler-Wede

Ja zugegeben, die Cover sehen nach 08/15 aus aber lasst euch nicht abrecken. Für mich sind die beiden Bücher ein Highlight des ersten Lesequartals. Mal ein Mädchen als Bad Girl und Nachfolgerin des Teufels! Ganz nebenbei gibt es auch noch eine Liebesbeziehung, die aber nicht den Hauptteil der Handlung einnimmt.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


Ophelia Scale – Lena Kiefer

Ophelia Scale Wie alles begann - Lena Kiefer    Ophelia Scale 1 Die Welt wird brennen - Lena Kiefer  Ophelia Scale 2 Der Himmel wird beben - Lena Kiefer  Orphelia Scale 3 Die Sterne werden fallen - Lena Kiefer

Die Serie ist eine absolute Achterbahnfahrt in einer dystopischen Zukunft. Ein absoluter Pageturner. Mit einigen unstimmigen Handlungen der Charaktere (besonders am Ende von Teil 1) konnte ich nichts anfangen, sonst hätte ich noch einen halben Punkt mehr gegeben.

4 out of 5 stars 4/5


Nevernight – Jay Kristoff

Nevernight Die Prüfung - Jay Kristoff  Nevernight Das Spiel - Jay Kristoff  Nevernight Die Rache - Jay Kristoff

Serie um ein Mädchen, dass ihr ganzes Leben darauf ausrichtet Rache für das zu nehmen was ihrer Familie angetan wurde. Etwas derbere Sprache und extrem viele Fußnoten. Vergleichbar mit der Bartimäus Serie wobei ich dort die Fußnoten witziger fand.

4 out of 5 stars 4/5


Scythe  – Neal Shusterman

Letzer Teil der Serie um die Todesbringer. Die Idee hat mir in der Serie ganz gut gefallen, auch wenn ich Shusterman generell ziemlich überbewertet finde. Shusterman stellt provokante Themen in den Raum, teilweise geht die Geschichte dabei unter. Bei dieser Serie bekommt er beides ganz gelungen hin.

4 out of 5 stars 4/5


Dunkelglanz – Jennifer L. Armentrout

Dunkelglanz Obsession - Jeniifer L. Armentrout

Ein weiteres Spin Off der Lux Serie.

Etwas viel Sex und wenig Handlung, mal sehen wie sich das Spin Off weiterentwickelt.

4 out of 5 stars 4/5


Shadow of Light – Alexandra Carol

Shadow of Light 0 Lunajas Gabe - Alexandra Carol    Shadow of Light 1 Verschollene Prinzessin - Alexandra Carol  Shadow of Light 2 Königliche Bedrohung - Alexandra Carol  Shadow of Light 3 Gefährliche Krone - Alexandra Carol

Zwei Charaktere, die sich in zwei Welten bewegen. Tagsüber in unserer und nachts in einer vollständig anderen Welt mit Magie und dort stehen sie Sich Anfangs als erbitterte Gegner gegenüber. Die Handlung ist vorhersehbar aber die Idee mit den zwei Welten ist durchaus interessant.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Clockwork Chroniken der Schattenjäger – Cassandra Claire

Clockwork Angel Chroniken der Schattenjäger 1 - Cassandra Clare  Clockwork Prince Chroniken der Schattenjäger 2 - Cassandra Clare  Clockwork Princess Chroniken der Schattenjäger 3 - Cassandra Clare

Spielt deutlich vor den Chroniken der Unterwelt und kommt für meinen Geschmack nicht an die Folgeserie der Schattenjäger heran und beschäftigt sich mit der Vorgeschichte der Schattenjäger.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Mortal Engines – Philip Reeves

Mortal Engines 1 Krieg der Städte - Philip Reeve  Mortal Engines 2 Jadt durchs Eis - Philip Reeve  Mortal Engines 3 Der Grüne Sturm - Philip Reeve  Mortal Engines 4 Der verlorene Sturm - Philip Reeve

Nach der Verfilmung war ich neugierig wie es weitergeht. Oft ist das Buch ja auch auch besser als die filmische Umsetzung. Bei dieser Serie war ich allerdings enttäuscht von der Buchvorlage. Die Serie ist doch eher für Kinder, dafür gibt es aber recht viele Tote.

3.5 out of 5 stars 3,5/5


Pan Die Pan Serie – Sandra Regnier

Pan Die Pan Trilogie 1 Das geheime Vermächtnis des Pan - Sandra Regnier  Pan Die Pan Trilogie 2 Die dunkle Prophezeiung des Pan - Sandra Regnier  Pan Die Pan Trilogie 3 Die verborgenen Insignien des Pan - Sandra Regnier

Zeitreisegeschichte mit vielen logischen Löchern. Mir hat die Serie nicht so gut gefallen. Die Zielgruppe sind eher Kinder.

3 out of 5 stars 3/5


 

 

 

Shadow of Light [Serie]

Shadow of Light 0 Lunajas Gabe - Alexandra Carol    Shadow of Light 1 Verschollene Prinzessin - Alexandra Carol  Shadow of Light 2 Königliche Bedrohung - Alexandra Carol  Shadow of Light 3 Gefährliche Krone - Alexandra Carol

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Alexandra Carol

Teile der Serie:

  • Shadow of Light 0 – Lunajas Gabe (104 Seiten)
  • Shadow of Light 1 – Verschollene Prinzessin (361 Seiten)
  • Shadow of Light 2 – Königliche Bedrohung (327 Seiten)
  • Shadow of Light 3 – Gefährliche Krone (423 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Vorgeschichte:

Die Vorgeschichte kann man kostenlos lesen und hat somit eine recht umfangreiche Leseprobe. Die Hälfte ist dabei zusätzliche Geschichte, die andere Hälfte ist der Start des ersten Buches.

Gelesen haben muss man die Vorgeschichte aber nicht, wenn man sich schon Sicher ist, dass man zumindest das erste Buch kaufen möchte, kann man die Vorgeschichte weglassen.

Band 1:

Und tatsächlich. Ich wusste, ich würde ihn vermissen. Oft erkannte man erst, dass etwas fehlte, wenn es nicht mehr da war.

Die übliche Schulstory: Mauerblümchen (zumindest hält sie sich dafür) stößt auf reichen und absolut umwerfend aussehenden Jungen, der natürlich auch noch reiche Eltern hat.

Marco ist reich und so schön, dass die Mädels sich offenbar nicht zurückhalten können. Anna ist das übliche Mauerblümchen, eher arm und interessiert sich nach einem ersten Missgriff nicht für Jungs.

»Ihr wollt die Krone nicht.« Es war eine Feststellung, die er klingen ließ wie eine Frage. Und er beantwortete sie auch gleich selbst. »Du willst sie nicht, weil du damit Domino für immer verlieren könntest. Du fügst dich nur in dein Schicksal, um Solest zu retten …

Sie findet Marco zwar irgendwie sexy, Anna rechnet sich aber keine Chancen bei ihm aus.

Anna zweifelt oft an sich selbst (was denke ich im Teenageralter durchaus normal ist), während Marco ziemlich selbstsicher auftritt aber irgendein Geheimnis hat und sich wider erwarten für Sie interessiert.

Neben Anna wird die Geschichte von Lunaja erzählt, die scheinbar in Annas Träumen stattfindet. Als Leser hat man relativ schnell die Vermutung, dass Anna sowohl Lunaja als auch Anna ist – in einer Person.

Was für die o.g. Liebesgeschichte nicht gerade förderlich ist: Marco steht ihr in der anderen Welt als Widersacher gegenüber.

Das Konzept der zwei Personen in zwei Welten, die miteinander Verbunden sind ist mal was anderes. Das sich Marco und Anna in der anderen Welt dabei als Gegner gegenüberstehen macht die Geschichte interessant.

Band 2:

Es war hoffnungslos. Mir blieb nichts anderes mehr, als mich verzweifelt an den Blick in die Welt der Unwissenden zu klammern. Der würde niemals reichen. Das wusste ich. Schon jetzt.

Anna hat sich in unserer Welt (der Welt der Unwissenden) in Marco verliebt. In einer anderen Welt ist Anna aber Prinzessin und Marco steht ihr als Widersacher gegenüber. Noch schlimmer ist, dass es dort einen dunklen Zauberer gibt, der mutmaßlich mit Marcos Vater im Bunde steht und der lt. Annas Visionen die Welt vernichten will.

Die Geschichte von Teil 1 wird fortgesetzt. Die Lovestory steht im Mittelpunkt. Natürlich gibt es in beiden Welten Hindernisse, die sich den beiden Liebenden in den Weg stellen.
Sie kämpfen für ihre Liebe.

Es dauerte nicht lange, bis er aus dem Dickicht vor mir auftauchte. Die Stute tanzte an Aragons Seite. »Sie ist ein Teufel«, meinte Domino grinsend. »Sie wird gut zu dir passen.«

Mir ist die Geschichte abseits der Liebesgeschichte etwas zu dünn. Das ganze Handlung lässt sich mit wenigen Sätzen zusammen fassen.

Entgegen meiner Erwartungshaltung kam es bereits im zweiten Teil zum Showdown mit dem Schattenmagier. Wenn man mag kann man also ruhigen Gewissens nach dem zweiten Teil aufhören. Es gibt keinen Cliffhanger, lediglich eine Andeutung, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt wurde.

Buch 3:

Mit quietschenden Rädern bog ich um die letzte Kurve, sauste auf den Parkplatz, bremste ab, legte den Rückwärtsgang ein und parkte den Wagen in einer Lücke zwischen zwei anderen. Als ich stand und den Zündschlüssel drehte, war ich selbst erstaunt, wie gut das geklappt hatte. Mein Fahrlehrer warf mir einen ungläubigen Blick zu. »Ich melde Sie zur nächsten Prüfung an«, meinte er.

Der dunkle Zauberer ist mutmaßlich besiegt. Anna muss nun in der Lichtwelt nur noch ihren Rat überzeugen, dass das auch wirklich so ist, um dann Marco heiraten zu können. Allerdings erfüllen beide dunkle Vorahnungen.

Natürlich kommt es dann ganz anders.

Nachdem in Band zwei scheinbar bereits das Finale mit dem dunklen Zauberer vorweg genommen wurde, finde ich die negative Stimmung im dritten Teil nicht nachvollziehbar.

Auch die Dreiecksbeziehung, wirkt etwas bemüht bzw. eigentlich muss man sagen die Art wie das Konstrukt herbeigeführt wird. Erst ist die große Liebe da und man würde sein Leben für den anderen geben (das kommt irgendwie in fast jedem Buch so vor) und dann ist es (Drama!) doch nicht so und man zieht seiner Wege, weil es besser für den anderen ist (wer muss gerade an Biss denken?).

Im dritten Teil ist eine gehörige Portion Drama enthalten, dafür ist allerdings nicht immer alles nachvollziehbar.

Der Autorin ist es aber im dritten Teil gelungen mich emotional anzusprechen, was ihr in den ersten beiden Teilen nicht gelungen ist. Dafür hatte ich speziell mit den Handlungen von Marco arge Probleme.

Fazit:

Mit dir habe ich die letzten Blätter fallen sehen. Jetzt wartet mein Herz nur noch auf Eis und Schnee. Alles, was ich hatte, ist tot, so tot wie ich.

Die anfangs recht gewöhnliche Teenager Lovestory gewinnt durch die zwei Welten und vier Personen, die aber eigentlich nur zwei sind einiges an Pepp, zumal sich Anna und Marco als Gegner gegenüber stehen.

Die Geschichte ist angelehnt an die Grundidee von Romeo und Julia erweitert um eine Parallelwelt mit Fantasyelementen.

Die Dreiecksbeziehung in Teil 3 hätte sich die Autorin meiner Meinung nach sparen können. Wenn erst zwei Bände die große Liebe beschworen wird (“Ich liebe dich mehr als mein Leben”), finde ich derartige Konstrukte befremdlich.

Wer auf derartige Bekundungen bzw. einen gewissen Level von Kitsch in Liebesbeziehungen generell nicht steht, ist bei der Shadow of Light Serie nicht gut aufgehoben. Die Liebesbeziehung macht gut die Hälfte der Handlung aus.

Insgesamt bekommt der Leser in der Shadow of Light Serie solide Fantasykost mit einigen neuen Elementen und für meinen Geschmack etwas zu viel Lovestory und etwas zu wenig Abenteuer.

Die Serie kommt übrigens ohne Cliffhanger aus und man kann die Teile auch gut einzeln lesen.

Die Serie ist für meinen Geschmack guter Durchschnitt aber nicht herausragend.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieso sollte Marco gerade am ersten Tag auf dem Parkplatz über Sie sprechen. Dafür gibt es keinen Grund. Zumal er ihr, wie später erklärt wird eh nichts antun dürfte.
  • Wie kann es sein, dass Anna sich an die komplette Lebensgeschichte von Lunaja erinnert, ihre Träume aber erst kürzlich begonnen haben, während Lunaja offenbar schon immer Anteil an Annas Leben hatte. Es ist auch nicht klar as Marcos erscheinen damit zu tun hat, dass sie nun Kontakt zur Welt des Lichtes hat.
  • Marco riskiert eine Stadt abzufackeln, damit sein Vater nicht weiß er Anna ist, weil er denkt, dass sein Vater Anna töten könnte. Sie will kurz drauf mit seinem Vater sprechen? Das ist nicht sehr schlau.
  • In einem Aspekt muss man Karl Sander recht geben: Mit 17 davon zu sprechen, dass man niemals jemand anders lieben kann wirkt schon etwas theatralisch.
  • Wo ist Karl, während Marco und Anna vor den Schattenkriegern fliehen?
  • Es ist ziemlich optimistisch alles darauf zu setzen, dass die Schattenwesen den Fluss nicht überqueren. Andererseits gab es scheinbar keine Alternativen.
  • Wieso sind die Schattenkrieger besiegt? Die Waren doch nur eingefroren und tauen wieder auf.
  • Wenn man en Eisblock ist, hört man sicher nichts mehr.
  • Wie kann es sein, dass es in Marilon einen neuen Prinzen gibt, der ein Heer hat, obwohl das Land eigentlich von Kariada regiert wird?!
  • Was für ein Zufall, dass plötzlich Madras für das Training benötigt wird, wo er in dem Kontext nie zuvor ein Thema war…
  • Erst die unglaubliche, kaum beschreibbare Liebe und dann verlässt er Sie, weil er meint, dass es ihr dann besser geht. Das ist genau das gleiche wie in der Biss Trilogie. Dort hat es auch wenig geholfen.
  • Nachdem Marco sie erst verlassen hat (nach dem Motto: Obwohl wir uns so unendlich lieben ist das bestimmt besser für dich, du kommst schon drüber weg) und sie dann zwei Jahre wie ein Zombie gelebt hat. Wenn er wirklich Interesse an ihr hat, dann hätte er das leicht herausfinden können (entweder über Späher in der Welt des Lichtes oder über einen Detektiv in der Welt der Unwissenden). Dann taucht er plötzlich wieder in ihrem Leben auf und benimmt sich wie das letzte Arschloch (er taucht bei Ihr plötzlich auf und tritt wieder in ihr Leben, weil ihm gerade danach ist). Sie verzeiht sie ihm als wenn nichts gewesen wäre.
  • Marco weiß gerüchteweise wie stark er Anna verletzt hat und beauftragt einen Detektiv aber erst als er wegen dem neuen Prinzen zum Handeln gezwungen wird, nicht weil er wissen will wie es ihr geht. Davon abgesehen hat er sich mehrere Jahre kein bisschen für sie interessiert und plötzlich nun doch wieder? Das ist nicht glaubwürdig.
  • Erst ist das das Essen in dem Hotel extrem teuer und dann als sie Studentin ist, dann in ihrer Preiskategorie?
  • Welche Eigenschaften kann der Prinz denn von Karas und Madras nehmen? Von Luna hat er offenbar die Fähigkeit genommen in die andere Welt zu blicken. Madras hat Falkner Eigenschaften und Karas keine besonderen Eigenschaften. Bei Luna könnte die Urteilsfähigkeit eingeschränkt sein. Bei den anderen Beiden sehe ich dafür keinen Grund. Später wird erklärt, dass er Lunas Eigenschaft der Voraussicht übernommen hat und die Fähigkeit (Fähigkeit ungleich Eigenschaft, zumal das ohne Training wohl kaum helfen würde) des Schwertkampfes von Luna und Karas.
  • Was veranlasst Marco zur Annahme, dass er Tage oder Zeit hat um den Rat von Magiadir einzuholen. Bis dahin könnte Anna längst getötet sein. Das ist schließlich das Ziel des schwarzen Magiers.
  • Woher sollen die Marilonier wissen, dass Magiadir mit der Krönung nicht einverstanden ist?
  • Wieso soll eine einzelne Person (irgendein Eremit) der einzige Sein, der Könige von allen Reichen krönt?
  • Wenn das marilonische Heer unterwegs nach Magiadir ist, dann  sind die Marilonier zu Hause angreifbar.
  • Erst ist von 1000 Kämpfern die Rede, dann von 2000.
  • Das Gespräch mit Magiadir ist richtig erhellend für Marco: Mit vertrauen, mit Liebe, mit Glauben könnt ihr eure Geschichte schreiben – ah, na dann…
  • Wenn die Lösung ist das magische Buch umzuschreiben, hätten das auch schon viel eher erfolgen können …
  • Warum hat Luna Zeit die Geschichte zu ändern? Andere Effekte wie die Krankheit von Karl oder Luna wirken sich offenbar unmittelbarer aus.
  • Der Teil in dem Anna die Geschichte verändert ist klasse geschrieben und die Idee ist erfrischend neu.

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