Nebelsphäre Hamburg [Serie]

Nebelsphäre Hamburg 1 Die Seherin der Drachen - Johanna Benden  Nebelsphäre Hamburg Gefangen in der Prophezeiung - Johanna Benden

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Benden

Teile der Serie:

  • Nebelsphäre Hamburg 1 – Die Seherin der Drachen (378 Seiten)
  • Nebelsphäre Hamburg 2 – Gefangen in der Prophezeiung (474 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Tja, Mädel, du hast einen roten Drachen als Mitbewohner. Entweder ist die Welt größer, als du bislang gedacht hast, oder du wirst bekloppt.

Es handelt sich um zwei Bände, da die aber nahtlos ineinander übergehen und nicht besonders lang sind, trenne ich die beiden Bände hier nicht.

Die Dilogie spielt analog zur Serie Nebelsphäre Lübeck. Während man sich dort quasi mit den Helden und der Haupthandlung beschäftigt werden in der Hamburg Serie eher die Unterdogs beschrieben. Da es in den drei Serien – Nebelsphäre Kiel, Nebelsphäre Lübeck und in der hier rezensierten Hamburg Reihe jeweils um Drachen geht, kann man wohl nicht direkt von durchschnittlich sprechen aber für Drachenverhältnisse handelt es sich in diesem Buch eher um unterdurchschnittlich befähigte Drachen.

Ihr Blick schweifte in die Ferne und sie wisperte: „»Die Zukunft« gibt es nicht – bloß unendlich viele Varianten. Welche davon eintreffen wird, ist ungewiss.“

Das alleine wäre kein Problem. Wie es im Buch immer so schön heißt: Man kann versuchen aus seinen Fähigkeiten das beste rauszuholen. Leider wirkt sich das aber auch auf die Handlung aus. Die Haupthandlung spielt in der Lübeck Serie und was in den beiden Büchern der Hamburg Serie passiert, ist im Gesamtkontext eher irrelevant. Auch die Geschichte in der Hamburg Serie ist zu großen Teilen nicht wirklich spannend.

Die Handlung beschränkt sich darauf, dass Hiltja (die Seherin) Visionen hat – bzw. eher Alptraumvisionen und zweitweise aus dem gleichen Grund sehr Erfolgreich im Pokern war. Sie wollte mit dem Pokern Ihre Eltern davor bewahren, dass sie ihren Hof verlieren. Dafür hatte sie sich Geld geliehen und hängt nun in einem Teufelskreis fest.

Die Prüfung für »Unauffälliges menschliches Verhalten« hatte er vor allem deshalb bestanden, weil er weitestgehend die Klappe gehalten hatte.

Gleichzeitig trifft sie auf einen Drachen (in Menschenform). Sie weiß nicht, dass die Visionen aber nicht per Zufall kommen, sondern ein alter Zauber dafür verantwortlich ist. Der Zauber berücksichtigt den Verrat der goldenen Drachen (es gibt vier Sorten von Drachen und die Goldenen entsprechen den Politikern, Diplomaten und Intriganten) und sorgt somit dafür, dass sie im Kontakt mit anderen Drachen immer wieder Erinnerungslücken hat.

Faktisch sorgt das dafür, dass die Akteure in beiden Bänden die meiste Zeit umeinander herumeiern und Kommunikationsprobleme haben, weil der Zauber sie daran hindert “normal” zu agieren. Darum wirkt es eher wie eine Liebesbeziehung auf Kinderniveau.

Die Verbrecher haben in dem Buch etwa das Niveau von Kevin allein zu Haus oder zumindest die Handlanger. Somit muss man das ganze halbwegs humoristisch sehen können, sonst wird einem das Buch eher weniger gefallen. Man sollte also die ganze Handlung nicht zu ernst nehmen.

Fazit:

„Alexan Raureif, bist du sicher, dass deine Schuppen weiß und nicht golden sind?“ „Bin ich, Oxa!“ Er nickte würdevoll. „Ich bin einfach nur wild entschlossen, meine bescheidenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen!“

Ich dachte mir mit einem Buch von Johanna Benden und dem Hintergrund der Drachen, die auch schon in den Serien Nebelsphäre Kiel und Lübeck vorkommenden, kann ich nicht viel falsch machen. So richtig glücklich bin ich mit der Hamburg Serie aber nicht geworden.

Die beiden Bücher lesen sich ganz gut, aber spannend sind sie nicht gerade. Das liegt auch an der eher trivialen Handlung. Ich habe übrigens auf eine separaten Text für beide Bücher verzichtet. Faktisch hört Band 1 mittendrin auf (und folgt damit dem aktuellen Trend, den ich aus Autorensicht verstehe aber aus Sicht des Lesers nicht begrüße). Somit ist es aus meiner Sicht eigentlich ein Buch in zwei Teilen.

Nach meinem Geschmack würde ich zuerst die Kiel Reihe empfehlen, dann Lübeck und Hamburg muss man meiner Meinung nach nicht gelesen habe. Allerdings deuten die Bewertungen beim großen A darauf hin, dass anderen Leser die Hamburg Serie genauso gut gefallen hat, wie die beiden anderen Serien. Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das macht keinen Sinn. Sie geht all in und kann 21.000 von ihrem Geld retten? Entweder wäre mehr rausgekommen oder nichts. Das ist der Sinn von all in. Aber retten kann man damit bestenfalls das was auf dem Tisch liegt und auch nur, wenn keiner mitgeht oder man gewinnt.
  • Super Mordplan – Mit einem Kastenwagen mit Seilwinde in einem öffentlichen Park jemanden abtransportieren, den man gerade erschossen hat, während die Polizei schon auf dem Weg ist. Was kann da schon schief gehen?
  • Wieso erkennt Thor nicht sofort das Gedankenmuster von Ex, sonst kann er das doch sogar über größere Entfernungen
  • Nur, weil jemand Piets Organisation übernimmt, wenn er getötet wird, ist das doch nicht relevant für Hiltja. Die würden sich doch überhaupt nicht für sie interessieren.
  • Wie gut, dass es in der Antarktis abseits von allem Handyempfang gibt.
  • Oxa ist also genau im richtigen Moment zur Stelle, aber dass Thor enttarnt ist, bekommt sie natürlich nicht mit?
  • Schneewittchen zu fordern ohne sonstige Forderungen? Wie wirkt das denn? Zumal Piet nichts davon abhält sie später wieder zu belästigen. Einfacher wäre es doch gewesen das Video gleich in Umlauf zu bringen und sich nicht mit ihm zu treffen.
  • Die Visionen sollen die Lichtung nicht verlassen aber Alex und Oxana dürfen sowohl die Visionen sehen als sich auch entfernen (Alex).
  • Wenn Thor die Prioritätskennung gesehen hat, kann er sie doch genauso nutzen, oder?

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