Leselaunen rauchige Aliens

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Izara Verbrannte Erde - Julia Dippel

Die Izara Serie war mit das beste was ich letztes Jahr gelesen habe, somit hoffe ich auf einen tollen vierten (finalen?) Teil.

Aktuelle Lesestimmung:

Dunkelglanz Obisdian Lux Spin Off - Jennifer L Armentrout

Eigentlich hatte ich ja den Vorsatz die Mortal Engines Reihe zu beenden aber da es wieder ein Spin Off zur Lux reihe gab und meine Lesemotivation nicht so toll war (die Mortal Engines Reihe hat mich einfach nicht so richtig abgeholt), habe ich mit  begonnen und es auch beendet.

So viel vorab zur Rezension von Dunkelglanz Obsession, dass ein weiteres Spin Off der Lux Serie ist. Es ist ein typisches Armentrout und dann auch wieder nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht jedem gefallen wird. Allerdings ist die Amazon Durchschnittswertung bei 4,5 (das haben die Armentrout Bücher fast immer). Offenbar ist das magische Rezept Bad Boy + genügend Sexszenen um ein gewisses Klientel anzusprechen. ^^ Sexszenen hat das Buch zumindest eindeutig genug (mir sogar zu viele).

Zitat der Woche:

Soon I will join them on the surface of Mercury, but first I have work to do. It would be easier with Sevro. Everything violent is. Pierce BrownRed Rising Reihe Teil 5

Nachdem ich jetzt rückwärts die Zitate der Bücher abgearbeitet habe, die ich während des PCT Hikes gelesen habe, geht es nun wieder voran. 😉

Und sonst so?

Mit der dritten Folge von Picard geht es nun so langsam zur Sache. Ich bin gespannt wie die Geschichte um Datas Tochter weiter geht. Jetzt sind sie zumindest mal aufgebrochen und endlich wieder in den unendlichen Weiten unterwegs. 😉

Diese Woche war ich recht fleißig aber überwiegend nicht am Blog, sondern mal wieder am Server. Aufgrund der Performanzprobleme hatte ich einen alternativen VPS Anbieter – Strato getestet. Die Ergebnisse waren recht mau. Ich habe jetzt noch Benchmarks hinzugefügt und ein drittes VPS Server Modell.

Somit bleibt es also eher bei dem Vorsatz den Blog testweise mal auf den Cotabo mit SSD umzuziehen.

Der letzte noch fehlende Step für nahtloses umschalten ist, dass die Mails (also alle Konten von Torstens-Buecherecke.de) synchronisiert werden.

Die erste Erkenntnis in dem Kontext war, dass der SSD Server mit Plesk die Mails anders ablegt (Maildir Format) als der mit HDD (MBOX Format).

Kurz gesagt stehen beim MBOX Format alles Mails als Text in einer großen Datei, während bei Maildir eine Ordnerstruktur angelegt wird und die Mails alle einzeln abgelebt werden. Tja, wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn mal was auf Anhieb klappt.

Für eine Synchronisation war das nicht gerade eine gute Ausgangsbasis. Also hieß es entweder die Mails auf einem Server komplett löschen und dann synchronisieren oder eines der Formate umwandeln und dann synchronisieren. Ich habe mich für letztere Variante entschieden. Das war im Nachgang nicht die beste Idee.

Die Sychronisation mit Dovecot war dann auch nicht so gut dokumentiert wie erhofft (das ist leider bei Linux öfter so). Jetzt läuft es aber nach ziemlich viel probieren endlich. In Summe hat mich am Ende sehr viel Zeit gekostet, dass ich einen Buchstaben übersehen habe und die Dokumentation wie gesagt recht bescheiden ist.

Zusätzlich ist der Mailserver nun SNI Fähig (das heißt er kann mehrere Domains mit den passenden SSL Zertifikaten bedienen). Faktisch sieht es jetzt so aus, als wenn für jede Domain ein einer Mailserver arbeiten würde.

Natürlich gab es die aktuelle Version, die das unterstützt noch nicht für Ubuntu Linux und ich musste die Binaries kompilieren. Das ist immer ein Spaß. Wenn man gleich mehere Produkte auf den aktuellen Stand bringen muss und es bei einem in die Hose geht, hat man danach einen Scherbenhaufen.

Lange Rede kurzer Sinn. Der Mailserver ist jetzt sicherheitstechnisch auf dem aktuellen Stand und synchronisiert mit dem zweiten Server.

Wie üblich hat das alles wieder viel länger gedauert als vorgesehen. Aber in Summe wird der Server immer sicherer und besser.

Wobei ich was die Serversicherheit angeht mittlerweile einen Level erreicht habe der unter den Top 5-10% liegen dürfte. Also eigentlich ziemlicher Overkill für einen Blog. Aber das rumbasteln macht auch irgendwie Spaß und bei Linux ist es halt auch sehr nachhaltig. Das lässt sich alles problemlos und weitgehend automatisiert auf den nächsten Server übertragen. Man macht das alles also nur einmal.

Jetzt fehlt also nur noch das Umschalten der Namesever DNS Eintrage uns danach sollte alles funktionieren wie vorher aber an einem neuen Ort. Mal sehen wann ich das angehe. Da DNS auch mit DNSSEC gesichert ist, muss das aber zuerst deaktiviert und anschließend neu aufgesetzt werden.

Am Blog hat sich nicht so viel getan aber ich hatte letzte Woche davon berichtet, dass ich einen Cookieblocker für den Blog in Betrieb genommen habe. Abseits davon, dass der nun alle paar Tage mit Autoscans nervt (die nebenbei bemerkt nett gemeint aber ziemlich sinnfrei sind), funktioniert er offenbar wie erwartet. Mal sehen, ob mir das mit der Zeit auf den Senkel geht.

Ich habe zu dem Thema nun einen Blogartikel geschrieben.

Weitere Leselaunen:

Endlich habe ich Sekiro! bei Andersleser ∗ Überraschung, Freunde und Leselust pur bei Taya’s Crazy World ∗ For the Horde & Comics bei TrallafittibooksSemesterferien bei cbee talks about books ∗ Buchliebhaber & Seriensuchti bei Letterheart

VPServer – Strato vs. Contabo [Kommentar]

Strato Linux V40 vs. Contabo VPS 1400

Man sollte meinen ein VPS Server ist ein VPS Server aber weit gefehlt.

Da ich in der letzten Zeit ziemlich viele Performanzprobleme mit einem meiner beiden VPS-Server bei Contabo hatte (mangelnde IO also Lese- und Schreibleistung der Festplatten, die dazu führt, dass der Server oft temporär nicht erreichbar ist bzw. nicht antwortet), habe ich mir die aktuellen Angebote des Wettbewerbs angeschaut.

Dabei bin ich auf ein Angebot von Strato gestoßen.

Die Eckdaten:

VPS 1400 von Contabo

6 CPU Kerne
20 GB RAM
1,4 TB HDD (angeblich SSD beschleunigt aber davon merkt man nichts)
1 GBit Netzanbindung
13€ pro Monat

Da ich Plesk nicht brauche, ist das Angebot eigentlich unnötig teuer aber trotzdem noch ziemlich gut in der Preisleistung.

Contabo VPS S SSD

4 CPU Kerne
8 GB RAM
0,2 TB HDD
200 MBit Netzanbindung
5€ pro Monat

Linux V40 von Strato

8 CPU Kerne
16 GB RAM
1,2 TB SSD
500 MBit Netzanbindung
17€ pro Monat mit Plesk (letzteres brauche ich nicht auf dem Server – Plesk vereinfacht den Einstieg in einen Linux VPS gerade für Anfänger deutlich. Man bekommt faktisch kaum mit, dass ein Linux drunter ist – mal abgesehen von der Geschwindigkeit)

Ich dachte bisher, dass sich die VPS Anbieter grundsätzlich gleichen aber ich wurde eines Besseren belehrt. Im Folgenden führe ich einige Punkte auf, bei denen sich die beiden Anbieter unterscheiden.

Anmerkungen

Contabo VPS 1400

 

  • VNC Zugang (das bedeutet, man hat vollen Zugang auch wenn der Server bootet) und kann selbst dann darauf zugreifen, wenn der Internetzugang / SSH nicht funktioniert. Wenn man ihn gerade nicht benötigt, sollte man den VNC Zugriff aus Sicherheitsgründen im Kundenpanel deaktivieren, da die Verbindung unverschlüsselt ist. Es kann also jeder auf dem weg vom eigenen Rechner zum Server mitlauschen.
  • Es gibt ein Rettungssystem mit Orignalsystem als separates Laufwerk, das manuell eingebunden werden muss. Das ist nicht komfortabel aber Linux Standard.
  • Es werden keine Backups abseits dessen was man selbst auf dem Server einrichtet angefertigt (d.h. die gehen von dem Platz ab, den man auf dem Server hat). Empfehlen kann ich für den Zweck zum Beispiel Timeshift und Backintime.
  • Eine Neuinstallation dauert bei Contabo ein paar Minuten, weil sie automatisiert durchgeführt wird und somit primär von der Geschwindigkeit des Systems abhängt
  • Man hat die Auswahl zwischen diversen Betriebssystemen / Versionen und jeweils mit Webmin, mit Plesk, mit Datenbank usw. – das Ubuntu ist vollständig und keine kastrierte Sparversion
  • Die Performanz des Festplatten schwankt im Schnitt zwischen 15 MB/s bis nichts und das meine ich durchaus wörtlich (letzteres kommt leider regelmäßig vor). Lt. mehreren Technikern von Contabo ist das bei shared Hosting normal. BEi meinem zweiten Contabo Server mit SSD habe ich das Problem allerdings noch nicht festgestellt. Zusätzlich gibt es noch regelmäßig Festplattenprüfläufe, die es noch schlimmer machen. Moderne Festplatten sollten Probleme mit S.M.A.R.T. eigentlich automatisch melden.
  • Die Doku ist vergleichbar gut wie bei Hosteurope (da hatte ich vorher meinen Server, bis sie ins Ausland gegangen sind). Im Ausland gelten andere Rechte – beispielsweise gibt es in Frankreich (da ist Hosteurope mit seinen Servern zu großen Teilen gezogen) andere Terrorismusgesetze. Im Namen des Schutzes werden aber auch gerne andere Rechte ausgehebelt.
  • Deutsches Rechenzentrum
Contabo VPS S SSD

 

  • Es gilt weitgehend das was ich bereits zum VPS 1400 geschrieben habe.
  • Der VPS S SSD bietet deutlich höhere IO Leistung und es arbeitet sich deutlich flüssiger an dem Server. Das fängt teilweise schon mit simplen Sachen an, wie dem Start eines Dateiexplorers wie zum Beispiel Nano. Der Dauert auf dem HDD Server mal ein oder 2 Sekunden aber auch mal 20 oder 30. Auf dem SSD Server geht das immer schnell.
  • Man kann einen Snapshot erstellen. D.h. man hat ein Backup des Servers, dass man in wenigen Sekunden zurückspielen kann. Dabei wird der ganze Server wieder auf den vorherigen Stand gesetzt. Diese Art Backup wird aber “nur” einen Monat aufbewahrt. Anfangs habe ich das für nicht sinnvoll befunden aber andererseits ist es sinnvoller Snapshots nur Zeitnah zurück zu spielen.
Strato Linux V40

 

  • Es gibt keinen VNC Zugriff (das ist eine extreme Einschränkung und es war mir nicht bewusst, dass es überhaupt Anbieter gibt, die einen derartigen Zugriff nicht ermöglichen). Das wird aber damit zusammen hängen, dass man auch keinen Zugriff auf den Bootlevel hat (sprich der Bootvorgang / Bootmanager wird nicht emuliert). Dieser Aspekt wiegt um so schwerer, da es selbst nach dem Bootvorgang nicht möglich ist, einen Zugang einfach nachzurüsten. Selbst die Installation von einem aktuellen Gnome war nicht möglich. Somit lässt sich auch nicht einfach X2GO oder ein Remotedesktopzugriff nachrüsten.
  • Es gibt einen Rettungszugriff der bequem aber seltsam realisiert ist. Das Originalsystem wird in einem Ordner (Repair) des Rettungssystems eingehängt. Man kann sich so nicht die Orignial UUID des Datenträger anzeigen lassen, weil der überhaupt nicht erscheint. Offenbar macht das aber bei Strato eh keinen Sinn, weil man auf diesem Level überhaupt keinen Zugriff hat.
  • Backups werden täglich automatisch erstellt (10 Stück rollierend) und können vollständig zurückgespielt werden. Wie / welches Backupverfahren genutzt wird ist unklar. Snapshots scheinen es nicht zu sein lt. Beschreibung, da die Wiederherstellung “stunden” oder bis “zu drei Tage” dauern soll. Es ist auch unklar, ob wirklich alles gesichert wird, da man selber offenbar nicht auf alle Daten Zugriff hat (siehe weiter unten) bzw. diverse Dateien durch die Strato Visualisierung eh überschrieben werden. Da die Backups nach Lust und Laune von Strato angefertigt werden (beliebige Uhrzeit) und die Rückspielung offenbar ewig dauert (auch manuell?!), ist die Idee zwar nett aber eigentlich nur für für einen Totalausfall brauchbar, bei dem man anders nichts mehr retten kann. Selbst dann sind bis zu 4 Tage Ausfallzeit selbst für einen VPS Anbieter ziemlich heftig, um ein simples Backup zurück zu spielen. Bei einem Totalausfall hat man immerhin den Stand vom Vortag bzw. von vor 4 Tagen, wenn Strato so lange benötigt um das Backup zurück zu spielen. Zusätzlich ist auch in diesem Fall die Doku mal wieder falsch. Es ist weder möglich bestimmte Snapshots als permanent zu markieren, noch kann man manuell Backups erstellen, wie es in der Doku beschrieben wird.
  • Bei Strato dauert eine Neuinstallation Stunden (offenbar muss jemand per Hand installieren?! – bei mir hat das simple neu installieren des kastrierten Ubuntu 12 Stunden gedauert). Ich war zumindest sehr überrascht, dass es so extrem lange dauert. Sobald man eine Neuinstallation angefordert hat, kann man auch kein Backup mehr zurückspielen. Der Prozess scheint für einen derart großen Anbieter ziemlich vorsintflutlich zu sein. Vor allem wenn es eh so wenige unterschiedliche Images gibt, sollte die Neuinstallation in wenigen Minuten automatisiert erfolgen.
  • Die Auswahl der Installationsimages ist sehr übersichtlich und nicht kundenfreundlich. Das Ubuntu 18.04 ist nicht vollständig installiert. Es fehlen diverse Pakete. Es gibt keine Datenbank und keinen kostenlosen Webzeugang wie z.B. Webmin. Offenbar geht Strato fest davon aus, dass man Plesk verwendet (weil es eh im Preis enthalten ist). Selbst Standardkomponenten wie z.B. Netplan bei Ubuntu fehlen. D.h. aus meiner Sicht ist das System überhaupt nicht dafür vorgesehen es abseits von einem Plesk zu betreiben. Das wird aber an den im folgenden erklärten Abbildungsvarianten liegen. Bei Contabo hat man vollen Zugriff und dementsprechend kann dem Anbieter egal sein was man auf dem Server installiert.
  • Offenbar hat man keinen vollständigen Zugriff auf alle Ordner wie bei Contabo. Beispielsweise ist es mir nach einem vollständigen RSYNC nicht gelungen die vorher genutzte Betriebssystemversion zu starten. Der Server versucht trotzdem die Kernelversion des ursprünglich installierten Linux zu verwenden (ich gehe aktuell von einem versteckten boot Ordner aus, der abgearbeitet wird – offenbar auch eine Besonderheit der Virtualisierung bei Strato). Der Boot Ordner ist leer. Scheinbar wird Grub von außerhalb des Laufwerks gestartet auf das man Zugriff hat. Für mich ist das ein no go. Das erschwert den Umzug nach Strato und weider weg erheblich. Weiterhin bleibt der Server zum Teil eine Black Box (Stichwort überschriebene und generierte Dateien), da man weder einsehen noch steuern kann was Strato im Boot Verzeichnis macht, noch welche Dateien überschrieben werden. Für Server mit echtem Root Zugriff ist das nicht.
  • Die zweite Partition wie ich sie bei Contabo habe (für Boot siehe vorheriger Punkt) und die Möglichkeit eines abgesicherten Starts oder den Wechsel auf eine vorherige Kernelversion – nebenbei Standardfunktionen von Linux oder auch Windows – existiert nicht.
  • Die Dokumentation ist bescheiden (teilweise vollkommen veraltet) oder nicht vorhanden. Oft werden in der Doku andere Varianten beschrieben (Verzeichnisse anders, andere Adapternamen z.B. beim Netzwerkadapter) oder verschiedene Varianten beschrieben, bei denen vollkommen untransparent ist welche davon für den eigenen VPS Server relevant bzw. noch aktuell ist. Ohne Support kann man sich wegen der diversen Sonderlocken nicht selber helfen bzw. es fehlt die Doku. Ich unterstelle, dass ein paar Kundendienstmitarbeiter in einer Woche so viel Doku erstellen könnten, dass danach 50% der Supportanfragen überflüssig wären.
  • Deutsches Rechenzentrum
  • Diverse Dateien werden automatisch überschrieben beim Boot (interfaces, fstab) – bei Contabo passiert das nicht (voller Root Zugriff). Lt. Support erfolgt das über die Virtualisierungsumgebung. Eine Doku darüber gibt es nicht. An einer Stelle ist beispielsweise in einer Readme dokumentiert, dass die Konfiguration durch ein Template erfolgen soll. Wenn man das Template anlegt, wird die Konfiguration der Originaldatei beim Boot trotzdem nach eigenem Gutdünken verändert.
  • Die SSD scheinen erwartungsgemäß schnell zu sein. Wirklich testen konnte ich das nicht, da ich mein System auf dem Server nicht zum Laufen bekommen habe. Abseits von einigen Kernelfehlemeldungen bootet der Server zwar aber Netzzugriff bekommt man nicht. Ich vermute, dass es an der nicht vorgesehen Unterstützung von Netplan liegt evtl. aber auch daran, dass mein Linux 2 Jahre aktueller als der Stand von Strato ist. Das harmoniert nicht sonderlich gut zusammen. Da ich auch nicht die vollständige Konfiguration des Servers im Zugriff habe, kann ich das Problem auch nicht beheben. Ich müsste das Hostsystem neu installieren und dann auf den aktuellen Stand updaten. Das geht aber nicht, da Strato Updates des Hostsystems unterbindet. Ich werde aber sicher nicht das gesamte Linux neu installieren, nur weil Strato offenbar den Linux Standard neu auslegt bzw. allergisch gegen aktuelle Versionen ist. Stattdessen wird bei Strato eine 2 Jahre alte Version ohne Sicherheits(updates) verwendet.

Benchmarks / Performance

Kurz zur Erklärung. Die virtuellen Server basieren auf physischen CPUs. Die geben die VPS Anbieter in der Regel an. Somit lässt sich errechen welche Leistung einem theoretisch zur Verfügung stehen müsste. Wenn man zum Beispiel 6 Kerne gebucht hat und die Server CPU 10 Kerne hat, muss man schlicht durch 10 mal 6 rechnen, um die theoretische Leistung zu errechnen.

Contabo VPS 1400

Echte CPU Leistung des Prozessors:

Geekbench – Entspricht der CPU des Contabo VPS 1400 – theoretisch sollte man fast die volle Leistung erreichen, wenn man 6 Kerne gebucht hat. Vermutlich bekommt man aber eher Threads und nicht Kerne. Somit bekommt man reale 3 physische Kerne, die 6 virtuellen Kernen entsprechen.

Und im Vergleich die Werte auf dem VPS

Geekbench – Wie man erkennt liegt man bei ca. 55% der Leistung der physischen CPU – zu einer lastarmen Zeit am Wochenende. Das entspricht also ungefähr 6 der 12 Threads. Der wert liegt 15% über dem Anteil der zu erwarten wäre. Allerdings liefen auf dem Server auch diverse Anwendungen wie zum Beispiel Webserver. Die Grundlast ist aber ziemlich gering. Somit dürften das die 5% Differenz zum Contabo VPS S sein.

Sysmark – CPU

Sysmark Memory

 

Sysmark IO

Contabo VPS S

Geekbench – Da die CPU 10 Kerne hat, würden 4 davon der Rechnung durch 10 mal 4 entsprechen. Auch hier bekommt man aber eher Threads, also virtuelle Kerne. Bei einer echten CPU entspricht das also 2 physischen Kernen.

Geekbench – Man liegt bei 24% der realen CPU Leistung. Das ist 20% über dem was das Marketing verspricht. Es ist aber nicht garantiert.

Sysmark – CPU

Sysmark – Memory

Sysmark IO – Wie man unschwer erkennt ist die SSD 4x so schnell wie die Platten des Contabo 1400. Der gefühlte Unterschied ist aber größer. Bei der Latency ist es Faktor 7!. Das entspricht eher den realen Erfahrungen.

Strato Linux V40

Geekbench – Da die CPU 10 Kerne hat, würden 8 davon der Rechnung durch 10*8 entsprechen. Auch hier bekommt man aber wie bei Contabo eher Threads bzw. vrtuelle Kerne. Bei einer echten CPU entspricht das also eher 4 physischen Kernen.

Geekbench – Obwohl der Strato Linux V40 2 CPU Kerne mehr hat als der Contabo 1400 ist der Strato nicht schneller. Zusätzlich muss noch angemerkt werden, dass auf dem Strato abseits des kastrierten Ubuntu nichts lief. Der Strato V40 hatte also deutlich bessere Rahmenbedingungen. Man liegt bei ungefähr 38% der Leistung der realen CPU. Man bekommt also 95% der angepriesenen Leistung. Das geht i.O., wenn es denn zu Laststarken Zeiten auch gehalten wird.

Sysmark lies sich auf dem Strato nicht installieren, wie auch so ziemlich nichts anderes. Sobald man Bibliotheken benötigt, die nicht in einer 2 Jahre alten Betriebssystemversion zurecht kommen bzw. andere Bibliotheken benötigen, die sich nicht updaten lassen, kann man die Installation vergessen. Somit viel der Test der IO Leistung leider aus. Der Bereich wäre wohl am ehesten der gewesen, wo der Strato hätte punkten können.

Benchmarkergebnis:

Die Benchmarks unterstreichen meinen bisherigen Eindruck der Leistungen. Man bekommt im Optimum 50% dessen was eine physische CPU leistet. Das erklärt auch den deutlichen Preisunterschied zwischen einem dedicated und einem VPS Server.

Es ist offensichtlich das eine SSD extrem viel schneller ist als eine HDD. Da man sich bei virtuellen Servern die Festplatten auch noch mit anderen teilen muss, ist zu Hochlastzeiten der Unterschied noch viel größer.

Zusammenfassung:

Generell gilt für VPS-Server: Die Angaben zu den CPU Kernen kann man vergessen. VPS Systeme werden überbucht (d.h. auf einen echten Kern kommen mindestens zwei virtuelle).

Erfahrungsgemäß ist die reale Leistung eher im Bereich 25-50% der Angaben von einem Rechner mit echten physischen Kernen, die einem zu 100% zur Verfügung stehen. Bei der IO Leistung sieht es bei Festplatten eher noch schlimmer aus. Da fühlt man sich teilweise an Transferraten von vor 20-25 Jahren erinnert.

Trotz der guten Eckdaten gibt es bei Strato erhebliche Einschränkungen, die aus dem Marketing der beiden Anbieter nicht ersichtlich sind. Das Marketing liest sich auf den ersten Blick relativ gleich.

Aufgrund der eingeschränkten Patchmöglichkeiten sind die Server von Strato aus meiner Sicht ein Sicherheitsrisiko und leider uninteressant und entgegen der Werbeversprechen ist bei Strato alles andere als voller Rootzugang gegeben.

Selbst beim Installieren der Pakete von meinem anderen Server gab es schon diverse Fehlermeldungen wegen eingeschränkter Rechte (das Werbeversprechen zur Administrationsfreiheit halte ich für eine Falschaussage). Es konnte nur ein Bruchteil der Pakete installiert werden.

Auch das Anpreisen von Ubuntu halte ich für sehr gewagt, da man bestenfalls ein sehr kastriertes Ubuntu bekommt. Mit einem vollwertigen Ubuntu hat das nicht viel zu tun. Etwas positiver kann man den Server als Plesk Server sehen, da auch Plesk sehr viel in das System eingreift, kann man den Server eh nicht mehr frei verwenden, ohne Gefahr zu laufen, dass eigene Konfigurationen durch Plesk überschrieben werden oder man selbst Probleme bei Plesk verursacht. Die von Strato verwendete Virtualisierung verstärkt diesen Effekt von Plesk lediglich zusätzlich.

Die Dauer einer Neuinstallation und des Rückspielens von Backups bei Strato wären schon vor 10 Jahren überholt gewesen. Heute sind sie völlig realitätsfern. Umso erstaunlicher ist, dass einem 10 Backupslots kostenlos zur Verfügung stehen, die nicht vom Platz auf dem Server abgezogen werden. Das ist wiederum als sehr positiv einzustufen. Allerdings wäre eine Snapshotfunktion bei SSDs viel sinnvoller. Die lässt sich in Sekunden zurückspielen und nicht stunden bis Tagen.

Fazit

Für mich gilt trotz der aktuell bescheidenen Performanz auf dem HDD System von Contabo, dass Strato keine bessere Alternative ist, auch wenn man Anhand der Eckdaten den Eindruck hat. Allerdings muss man auch sehr klar betonen, dass die offensichtliche Überbuchung der HDD Server bei Contabo, die teilweise zu erheblichen Leistungseinbußen führen, alles andere als akzeptabel sind.

Man muss immerhin bedenken, dass ich das größte HDD System gebucht habe und das zweite Paket das kleinste SSD System ist. Letzteres läuft trotzdem deutlich runder. Somit kann ich die HDD Server von Contabo nicht mal als Webserver empfehlen.

Der Unterschied bei der IO Leistung sich besonders gut anhand der oben gemessenen Latenzen darstellen. Dabei stellen der Faktor 7 wohl eher den Optimalzustand dar.

Empfehlen lässt sich nach diesem Test nur der Contabo mit SSD. Wenn es einem egal ist, wenn der Webserver zwischendurch mal für längere Zeit (Minuten bis Stunden) nicht oder nur extrem schlecht erreichbar ist, dann kann man auch einen VPS HDD Server von Contabo nutzen.

Der Strato ist aus meiner Sicht nur geeignet, wenn man ihn so nimmt wie er ist (mit Plesk) und nichts zusätzlich installiert. Unter Sicherheitsaspekten ist er aber auch dann ein nogo.

Update 08.03.2020:

Nachdem ich nun mehrfach (vermutlich in Summe so ca. 20 mal) wegen der miserablen IO Performance Kontakt zum Support von Contabo hatte, kann ich nur dringend von den Contabo HDD Servern abraten. Der Support erzählt einem gebetsmühlenartig, dass entweder gerade irgendwelche Tests auf den HDDs durchgeführt werden oder es zu einer temporären Lastspitze gekommen ist. Das passiert allerdings so häufig, dass die reale Verfügbarkeit der HDD Server ziemlich gering ist.

Wenn man also einen zuverlässig erreichbaren Server will, dann sollte man die SSD Server von Contabo buchen, sofern man dort mit dem Preisleistungsverhältnis zufrieden ist. Bei den HDD Servern muss man damit rechnen, dass die Minuten oder Stunden nicht antworten und zwar jederzeit.

Mein Eindruck ist, dass dem Support die Thematik sehr bewusst ist. Auf meine Argumente ist man dort nie eingegangen. Heute war der HDD Server bei der Zugriffszeit von minimalen Datenpaketen um Faktor 500 – 1000 Langsamer als der SSD Server (ein Zugriff 1,x sekunden statt ein paar hundert us).

Leselaunen Unendliche Weiten

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Motal Engines Der Grüne Sturm - Philip Reeve

Ich habe mit dem dritten Band von Mortal Engines begonnen.

Es gibt einen deutlichen Zeitsprung von rund 16 Jahren zwischen Band zwei und drei. Die Nachfolgegeneration ist aber genauso naiv wie die erste Generation. Nervt nur mich das bei Büchern, die eher auf Kinder ausgelegt sind? 🙂

Aktuelle Lesestimmung:

Mortal Engines Jagd durchs Eis - Philip Reeve

War mal wieder eher mau. Ich habe das Buch von letzter Woche beendet. Den zweiten Band der Mortal Engines Serie. Eigentlich ist die Serie damit gut abgeschlossen. Selbst nach dem ersten Band war das schon der Fall. In Zeiten von riesigen Cliffhangern ist es mal ganz angenehm, wenn der Autor jedes Buch so erzählt, dass man nach dem Ende noch beruhigt schlafen kann.

Zitat der Woche:

Ich kannte beide zwar noch nicht sehr lange, aber mir war klar, dass der kleine, lila Mann und der große, böse Dämon nicht sonderlich kompatibel waren. – Julia Dippel, Izara

Und sonst so?

Gestern war ich in 1917 im Kino. Wie schon öfter sind Filme, die auf der Anwärterliste für zig Oscars stehen nicht unbedingt so herausragend, wie man sich das erhofft.

1917

Der Film ist insofern speziell, da der ganze Film scheinbar aus einem Shoot besteht. Ansonsten ist er ein Kriegsfilm wie viele andere. Viel mehr gibt es zu dem Film nicht zu sagen. Der Film ist nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut.

Da er es keine Schnitte gibt, erlebt man alles in Echtzeit mit und manchmal gibt es eher wenig zu erleben.

Freitag habe ich mich als Star Trek Next Generation Fan ziemlich auf Star Trek Picard gefreut, weil es endlich wieder neuen Stoff für Star Trek Fans bedeuten könnte, der dem eigentlichen Star Trek Geist von Next Generation entspricht.

Star Trek Picard

@CBS / Amazon

Für alle jüngeren unter euch. Die letzten Serien wie Voyager und co bestanden primär daraus jede Staffel das Schiff zu schrotten und auf irgendwas zu schießen. Und das ist Star Trek eigentlich genau nicht!

Ein Fazit lässt sich nach der ersten Folge noch nicht ziehen aber der Start war ganz vielversprechend.

Ansonsten habe ich entgegen meiner Vorsätze noch mal am Server rumgebastelt. Für alle die keine Technik Nerds sind. Ab hier könnt ihr aufhören zu lesen. 😉

Da ich auf dem Buchblog immer wieder Performanzeinbrüche habe, da der Server noch auf Festplatten basiert habe ich jetzt die Voraussetzungen geschaffen kurzfristig auf meinen zweiten VPS mit SSD umzuziehen. Ich wollte in der Lage sein zwischen beiden hin und her zu schwenken, ohne das mir Daten in der WordPress Datenbank verloren gehen.

Dumm war das auf dem Server mit SSDs Mariadb und auf dem anderen MySQL installiert war. Ich dachte mir, dass ich einfach den SSD Server von MariaDB auf MySQL migrieren kann.

Das war deutlich schwieriger als gedacht, weil Plesk (Administrationspanel) so hart an den Datenbankserver gebunden war, dass es komplett deinstalliert wurde, als ich MariaDB entfernt habe.

Danach wieder ans laufen zu bekommen war schwieriger. Ein Problem hat das nächste gejagt als ich Plesk neu installieren wollte, nachdem die Datenbank wieder lief. Offiziell ist Plesk sich auch offenbar nicht so ganz sicher, ob das unterstützt wird (ich habe sowohl Beiträge zu ja als auch welche zu nein gefunden. Beides auf den offiziellen Plesk Seiten.

Ich kann aber voll und ganz nachvollziehen warum das ggf. nicht unterstützt wird, nachdem ich es gemacht habe.

Jetzt scheint aber wieder alles zu gehen. Zumindest bekomme ich keine offensichtlichen Fehler. Das heißt aber nicht, dass zwangsweise alles geht. Bei Linux wird teilweise sehr viel im Hintergrund behandelt, was man als Anwender nicht direkt sieht. Ich werde es  beobachten.

Die Group Replication (das ist die Moderne Version von Master / Master Replikation) habe ich noch nicht ans Laufen bekommen aber immerhin eine Master / Master Replikation (d.h. die Server Synchronisieren die Datenbank von WordPress in beide Richtungen).

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Ein Rückblick bei Andersleser ∗ Leselaunen bei Taya’s Crazy WorldThe modern Tralla-Warfare Life bei Trallafittibooks ∗ Leselaunen bei cbee talks about books ∗ Über ein ruhiges Wochenende und doch wenig Zeit bei Tiefseezeilen ∗

MySQL 8 mit PHP 7.4 [Kommentar]

Wer auf MySQL 8 umstellt wird ggf. das Problem, dass die PHP-Anwendungen wie WordPress, Roundcube, Nextcloud usw. nicht mehr die Verbindung zur Datenbank aufbauen können. Nach kurzer Suche im Netz stößt man dann auf diverse Beiträge, die empfehlen den mysql_native_password Modus für das Passwort einzustellen, was mittlerweile auch das Standardverhalten von MySQL für vorhandene Benutzer nach einer Migration auf Version 8 ist.

Mit PHP 7.3 ist diese Empfehlung auch richtig, mit PHP 7.4 ist es falsch. Dort muss man das genaue Gegenteil machen und die Benutzer mit dem Befehl caching_sha2_password auf die Nutzung des neuen Verfahrens umstellen.

Das heißt die Änderung, die man offenbar mit einem vorherigen SQL Update eingeführt hat, führt mit SQL 7.4 zu der Fehlersituation, die man früher mit PHP 7.3 hatte.

Das ist keine große Sache aber man muss halt erst mal drauf kommen, wenn man im Netz nur Gegenteilige Empfehlungen findet.

Wer eine MySQL 8 Datenbank neu aufsetzt sollte das Problem übrigens nicht haben, weil neue Benutzer per Default mit dem neuen Passwort Verfahren angelegt werden sollten.

Auch die Empfehlung in der Datenbankconfig als Defaultverfahren dasmysql_native_password Verfahren einzustellen für neue Benutzer führt natürlich zu nichts, außer das neue Benutzer auch nicht funktionieren.

Nextcloud 18 bzw. Hub [Kommentar]

Nach den recht weitschweifenden Ankündigungen zu Nextcloud 18 (Nextcloud Hub), dass nun neben der Cloud für Dateisharing eine “ausgewachsene” Groupware sein soll war ich zugegeben neugierig.

Wie sich im Folgenden gezeigt hat macht etwas pompöses Marketing das Produkt nicht  besser.

Nicht das wir uns falsch verstehen, Nextcloud ist eine gute Sache und ermöglicht es Dateien in einer privaten Cloud zu nutzen, die Daten in Deutschland vorhält und mit der man nicht direkt Nutzungsrechte auf seine Fotos an diverse Dienste Abtritt, weil man das Kleingedruckte nicht gelesen aber akzeptiert hat.

Große Ankündigungen, bei denen die Hälfte der Funktionen dann aber leider nur sehr fehlerhaft sind, helfen aber nicht wirklich.

Was ist dran an den Versprechungen? Auch bisher konnte man bereits Collabora Office (LibreOffice Online) oder OnlyOffice in Nextcloud nutzen. Die Konfiguration mit Docker oder auch ohne und Proxy ist aber nicht gerade trivial. Daher haben viele Anwender den Aufwand gescheut oder sind gescheitert.

Nextcloud 18 verspricht dies zu vereinfachen. Bei vorhandenen Installationen wird die notwendige App Community Document Server nicht mit installiert. Wer den Installationsbutton benutzt, wird in der Regel eine Fehlermeldung bekommen, weil das Runterladen der App aufgrund ihrer Größe (ca. 300MB) eine Weile benötigt und curl in der Regel vorher abbricht.

Verzeichnis in der Ordneransicht nach dem Entpacken

Community Document Server unter Apps in Nextcloud nach dem aktivieren

Man muss die App also im App Store runterladen und manuell auf den Server legen (entpacken im App Verzeichnis). Wenn man sie installiert und aktiviert hat war es das aber noch nicht. Zusätzlich muss man noch die Onlyoffice App installieren. Die Einstellungen werden dann automatisch gesetzt. Danach sollte es dann eigentlich funktionieren. Auf meinem Server ging es nicht.

Wie ich anschließend herausgefunden habe (nach Recherche im Nextcloud Forum) hat die Full text search Files App dafür gesorgt, dass Onlyoffice nicht ging.

Selbst wenn man sie dann mal ans Laufen bekommt ist es aber eher hakelig. Beispiel auf meinem iPhone klickt man eine Datei an und nichts passiert. Wenn man anschließend auffrischt, dann geht es und die Datei wird in Onlyoffice geöffnet. Das sollte vermutlich auch anders laufen.

OnlyOffice App (die Serviceadresse wird automatisch gefüllt)

Einfach ist auf jeden Fall anders und die Praxis ist offenbar momentan vollkommen gegensätzlich zum Marketinggeschwurbel von wegen das funktioniert von ganz alleine.

Die Ordner heißen alle gleich, weil die übergeordneten Ordner ignoriert werden. Man sollte also an den Minitaturen den Kontext erkennen können, sonst hat man verloren

Die neue Galerie funktioniert bei mir mehr schlecht als recht. Ich habe ein Ordnersetup bei dem ich reisen nach Jahr und Ziel sortiert habe (z.B. 2018 – Norwegen) und dann darunter immer die gleichen Ordner Liegen (Infos, Fotos, GPX). Dafür ist die Galerie nicht ausgelegt, weil jeweils nur der Fotoordner angezeigt wird (dementsprechend heißt alles Foto). Eingreifen? Einstellungen? Fehlanzeige. Hier muss man seine Ordner / Gewohnheiten an die App anpassen und nicht umgekehrt.

Zu viele Bilder? Sonst irgendwelche Probleme? Keine Ahnung, wenn ich runter scrolle sieht es so aus, obwohl die Fotos in der Ordneransicht angezeigt werden – dann hängt sich die App auf

Die ungefilterte Ansicht über alles funktioniert quasi überhaupt nicht. Ein wenig nach unten scrollen geht, dann hängt sich die App auf und reagiert überhaupt nicht mehr. Wenn man anschließend nach oben scrollt gibt es einen weißen Bildschirm. Hat das mal jemand mit mehr als 100 Fotos getestet? Wofür ist bitte ein Betatest da, wenn nicht mal solche Dinge getestet werden? Nach etwas Recherche im Forum bin ich wohl nicht der einzige der Probleme mit der App hat.

Und wieder hochgescrollt – die App ist gestorben. Nichts geht mehr. Ist das die Beta? Nein, so sieht die Releaseversion aus,

Die Maps App ging bei mir überhaupt nicht trotz angeblicher Eignung für Nextcloud 18 (auch dabei war ich offenbar kein Einzelfall). Die App wurde schlicht nicht angezeigt obwohl sie installiert war und die Neuinstallation schlug fehl (Fehlermeldung “kann nicht entpackt werden”). Auch diese App musste ich aus dem Store neu runterladen. Danach ging sie wieder. Auch das ist kein Einzelfall, sondern es ging anderen auch so lt. Nextcloud Forum.

Die App GpxPod funktioniert scheinbar auch nicht mehr. Zumindest sehe ich keine GPX Tracks mehr seit den Update auf Version 18, obwohl die App mir nicht als inkompatibel angezeigt wurde.

Libreoffice, da die Nextcloudlösung nicht funktioniert

Die Metadatenapp in Version 0.11 hat dann die Installation von Nextcloud gleich komplett zerlegt (internal Server error) und 1,5 Tage später gab es dann Version 0.11.1. Ich habe mal mutig drauf gedrückt. Noch geht alles aber das heißt aktuell nicht viel.

Insgesamt finde ich den Einstand von Nextcloud 18 gemessen an den Werbeversprechen ziemlich dürftig. Die Qualität entspricht nicht mal einer Beta, das ist eher Alpha.

Je nach verwendeter Datenbankversion wird man auch noch auf ein anderes Problem stoßen, dass aber nichts mit Nextcloud zu tun hat. Nextcloud 17 läuft mit PHP 7.3. Nextcloud 18 unterstützt auch die PHP Version 7.4. Wenn man bereits eine MySQL Datenbank verwendet die den neuen Mechanismus caching_sha2_password verwendet (also MySQL 8), wird man mit PHP 7.4 erst eine Verbindung aufbauen können, wenn man den Nextcloud Benutzer von mysql_native_password auf caching_sha2_password umgestellt hat. Dafür ist der Befehl

ALTER USER ‘user’@’localhost’ IDENTIFIED WITH caching_sha2_password BY ‘your password’;

oder

ALTER USER ‘user’@’%’ IDENTIFIED WITH caching_sha2_password BY ‘your password’;

zu verwenden und man muss das Passwort natürlich kennen.

Nachtrag 29.01.2020:

Mittlerweile wurden für Onlyoffice, der Filesearch App und der Metadatenapp neue Versionen erschienen. Die Apps kommen sich nun gegenseitig nicht mehr in die Quere und man kann sie direkt aus der Appseite in Nextcloud installieren.

Im Mobilkontext (iPhone App) funktioniert Onlyoffice nach wie vor nicht und mit der letzten Version der Mobile App hat man Collabory auch noch kaputt gepatcht (das funktioniert in der aktuellen Version der Mobile app nun auch nicht mehr).

Die Probleme mit GPX Tracks haben sich recht schnell lösen lassen. Das lag wohl an einem Problem mit den Pfadeinträgen in der App. Ich habe sie gelöscht und neu angelegt.

Das Fazit ist also, dass es zwar noch Probleme gibt aber es fliegt einem wenigstens nicht mehr um die Ohren. Man kann den Status nun also als Beta bezeichnen. Außer die Fotos App, die ist für mich noch Alpha.

Nachtrag 08.02.2020

Es ist nun eine neue Version der Mobile App erschienen, die nun Onlyoffice unterstützt. Das heißt jetzt erfüllt Nextcloud die Marketingversprechen von Plug & Play Office.

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