Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern

Da ich unten Markennamen erwähne, kennzeichne ich diesen Artikel hiermit als Werbung.

Wie einige vielleicht bereits mitbekommen haben, spukt mir seit letztem Jahr die Idee im Kopf rum den Pacific Crest Trail (PCT) zu wandern und mir mal eine Zeit lang eine Auszeit zu gönnen.

PCT Vorbereitung

Nachdem ich mich beim Lesen diverser Bücher mit dieser Idee infiziert hatte, kam dann bei meinem letztjährigen Australienurlaub noch dazu, dass ich viele Backpacker gesehen habe.

Dann habe ich mir gedacht: „Warum eigentlich nicht?“

Also habe all die bürokratischen Dinge in Angriff genommen, die das mit sich bringt, vom Visaantrag über Permits bis zum Gespräch mit dem Arbeitgeber.

Bisher habe ich mich primär auf die Logistik der Vorbereitungen konzentriert. Aber wenn man ein halbes Jahr unterwegs ist, hat man auch sehr viel Zeit, die man füllen muss. Auf dem Trail gibt es zwar spektakuläre Landschaften aber ebenen auch nich immer. Man stelle sich allein die Wanderung durch ein Gebiet vor, dass einem Waldbrand zum Opfer gefallen ist. Was wäre da passender als die Musik von Herr der Ringe oder gleich den dritten Band selbst zu lesen.

Mentale Herausforderung

Dazu kommt, dass so eine Langstreckenwanderung eine große Mentale Herausforderung ist. Man hat kein vernünftiges Bett, kann sich nicht ordentlich waschen, muss auf viele Lebensmittel verzichten und auch den meisten Komfort des alltäglichen Lebens. Man bekommt natürlich auch einiges geboten aber man muss sich halt auch irgendwie motivieren.

Anders als sonst im Leben stellt bei einer Langstreckenwanderung nicht das Geld die primäre Einschränkung dar, sondern Gewicht.

Es wäre zwar cool, wenn man sein iPad, sein Kindle und sein Notebook auf dem Trail dabei haben könnte, aber man muss alles tragen. Somit wird die Unterhaltung auf dem Trail vermutlich lediglich aus dem Handy bestehen. Da das Display viel Strom verbraucht, kann man Bücher lesen quasi vergessen. Zumal man abends lt. allen Berichten, die ich so gelesen habe auch einfach platt vom vielen Laufen ist.

Hörbücher auf dem Trail?

Was bleibt also? Eine Alternative sind Hörbücher. Beim Abspielen schluckt das Handy relativ wenig Strom. Da ich meine Bücher in der Regel bei Amazon als eBook kaufe, bietet sich für mich der Hörbuchkauf über audible an. Nebenbei hat das sogar noch den Vorteil, dass der Lesestatus von Hörbuch und e-Book gesynct werden kann. In der Regel ist es bei dieser Konstellation so, dass die Hörbücher deutlich günstiger sind, wenn man bereits das e-Book gekauft hat.

Auch die Harry Potter Serie wäre mal wieder fällig (der 20 Jährige Geburtstag ist ja nun schon eine Weile vorbei – ich hatte dazu einen Beitrag verfasst). Im Zuge des Geburtstages bin ich auch im audible Magazin auf die Harry Potter Serie gestoßen. Insofern wird es allerhöchste Zeit, dass ich mir die Hörbücher anhöre.

Eine Buchserie, die definitiv auf meiner Liste von Büchern steht, die ich gerne mal wieder lesen (bzw. hören) würde ist Eragon.

Beide Serien befinden sich bereits als Hörbuch auf meinem iPhone.

Insofern werde ich vermutlich auf dem Trail ein paar Bücher hören, die ich vor längerer Zeit schon mal gelesen habe. Ich bin gespannt wie mir das gefällt.

Wenn man mit anderen Hikern unterwegs ist, bietet sich diese Option vermutlich weniger an. Zusätzlich sollte man sich wohl auch nicht zu sehr einlullen lassen, weil man immer wieder mit Klapperschlangen rechnen muss. Die warnen einen zwar oft vor, aber auch die haben mal einen schlechten Tag.

Ganz generell habe ich mir bei meinen Urlaubsreisen abgewöhnt Bücher in gedruckter Form dabei zu haben. Entweder lese ich auf dem iPad oder auf dem Kindle.

Wie ist das bei euch so? Ist das Hörbuch eine Alternative für euch?

Weitere Infos zum Thema Pacific Crest Trail Hike:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation
Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides

Montagsfrage: Was ist für dich die Art von (Haupt-)Charakter, die es öfter in Büchern geben sollte?

Bei der Montagsfrage wird von lauter-und-leise jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil.

Die Montagsfrage ist umgezogen und hat nun endlich ein neues zu Hause. Bisher war die Montagsfrage bei Buchfresserchen angesiedelt und nun bei lauter-und-leise.

Meine Lesemotivation ist gerade eher gering aber ich komme auch nicht so wirklich dazu.

Gestern habe ich mir im Kino Drachenzähmen leicht gemacht 3 angesehen – die ersten zwei fand ich besser. Der dritte war ok.

Ansonsten habe ich noch ein wenig Hintergrundinfos zum Pacific Crest Trail zusammen geschrieben (Bounce Box und Resupply Boxen). Momentan beschäftige ich mich recht viel mit der Hikevorbereitung und dann sind die Abende in der Woche auch schon fast rum.

So langsam fühlt sich das ganze recht real an. Die Entfernungen kann man sich wandernd nicht wirklich vorstellen aber wenn man sich die Stadtpläne anschaut, dann stellt man fest, dass man da durch einige Touristenhochburgen läuft. Andere sind wirklich kleine Nester mal nett, mal verschlafen. Ich bin gespannt.

Zur Frage:

Puh, gute Frage. Wenn ich so darüber nachdenke habe ich glaube keinen bestimmten Lieblingshauptcharaktertypus. Antonias Antwort kann ich ganz gut nachvollziehen, wenn ich an Bartimäus denke. Der war am Ende auch nie so böse, wie er immer gern sein wollte. Letztendlich hatte er doch ein Gewissen und zwar manchmal mehr als der Mensch, der ihn beschworen hat.

Wichtig ist mir, dass Hauptcharaktere nicht vollkommen naiv und Kopflos agieren. Das macht sie nur unglaubwürdig auch wenn es das Leben von Autoren deutlich erleichtert.

Weiterhin ist mir wichtig, dass ich die Handlungen nachvollziehen kann und sie sollten durchgängig sein.

Ich mag es nicht, wenn ein Charakter erst etwas vehement ablehnt und dann plötzlich ohne Begründung das Gegenteil macht.

Probleme habe ich mittlerweile etwas mit der Konstellation hässliches Entlein (oder Enterich) trifft auf umwerfenden Konterpart. Das passiert dummerweise in der Realität äußerst selten.

Welche Charakteren würdet ihr gerne öfter in Büchern begegnen?

Leselaunen Zwei Monate noch …

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich lese noch immer an “Ein Thron aus Knochen und Schatten” und so ganz viel Fortschritt habe ich auch nicht gemacht. Das Buch könnte sicher etwas spannender sein aber irgendwie bin ich auch gerade nicht so lesemotiviert.

Momentane Lesestimmung:

Recht bescheiden. Ich habe nur ein wenig in o.g. Buch gelesen

Zitat der Woche:

»Warum … warum bringt ihr sie an einen sicheren Ort? Hat es damit zu tun, dass der Präsident das Registrierungsprogramm ändern will?« »Ich glaube, die Geschichte hat zur Genüge gezeigt, dass es nie gut endet, wenn Leute nur mit ihresgleichen untergebracht werden.« – Jenniger L. ArmentroutRevenge Sternensturm

Und sonst so?

Diese Woche sind nur zwei Beiträge online gegangen. Einer zum Thema Bounce Box und Resupply Box im Kontext PCT und einer zum Film Drachenzähmen leicht gemacht 3, den ich gestern im Kino angeschaut habe.

Ich beschäftige mich momentan täglich mit der Hike Vorbereitung.

Da mir der das inReach Explorer+ nicht gefallen hat wegen den Restriktionen bzgl. der zu übertragenden Routen (siehe hier), musste ein Ersatz her. Ich habe jetzt das inReach Mini und bin damit zufrieden. Das hat übrigens die gleichen Probleme bzgl. der Übertragung von Routen, da ich damit aber mangels brauchbarer Funktion eh nicht navigieren will, ist das ok. Da ein 100g Gerät in der Lage ist als SOS Sender, weltweites SMS Gerät, für die lokale Wettervorhersage und für das Übermitteln der eigenen Position zu fungieren, ist schon recht beeindruckend.

Da mir nun die Backupnavigation fehlte, habe ich mir die Alternativen angesehen. Als leichtes Navigationsgerät kommt eigentlich nur das eTrex 30x von Garmin in Frage. Das hat aber diverse Nachteile. Es kann keine Akkus im Gerät laden und somit ist man auf Wegwerfbatterien angewiesen (oder man Muss Akkus und Ladegerät  nutzen, was dann noch mal gut 65g schwerer ist). Selbst in der leichtesten Variante wiegt das aber 130 Gramm. Das ist also schon mehr als das oben Erwähnte inReach Explorer+, wenn man es mit dem inReach Mini kombiniert.

Dabei habe ich dann entdeckt, dass es mittlerweile auch Uhren gibt, die eine vergleichbare Funktion und eine gute Laufzeit haben, allerdings ziemlich teuer sind. Ich habe mich entschlossen die mal zu probieren. Nächste Woche habe ich mich dann hoffentlich zwischen eTrex und Uhr entschieden.

Meine Bounce Box hat nun auch die finale Farbgestaltung bekommen. Nicht schön aber auffällig. Das war ja das Ziel. Die springt einen schon an, oder? Ganz neben bei hat das Gewebeklebeband den Effekt, dass der Eimer etwas besser gegen Risse geschützt wird. 🙂

Ich habe jetzt die Bounce Box auch mal testweise befüllt. Erst dachte ich, dass ich die nicht voll bekomme und jetzt weiß ich schon nicht wie ich alles rein bekommen soll. So kann man sich täuschen. Aber ich bin ja mittlerweile geübt in Verzicht. Aber gut, dass ich das vorher ziemlich genau ausloten kann was in den Eimer passt. Es macht wenig Sinn, wenn ich in San Diego im Hotel den Mülleimer fülle, wenn Sachen nicht mehr rein passen.

Ansonsten versuche ich momentan täglich ein bis zwei Städteofflinekarten vom Pacific Crest Trail Handbuch in die City Maps to Go und Guthooks App zu übertragen. Somit brauche ich dann in den Städten nicht viel Zeit zu verschwenden uns weiß direkt was wo ist.

Ihr seht also. Aktuell habe ich Hike Overkill. 😉

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Bügelperlenhelden & neue Filter bei Trallafittibooks ∗ Wieder im Flow bei Lieblingsleseplatz ∗ Unerschrocken ins Wochenende bei Letterheart ∗ I am back bei Sarah Ricchizzi ∗ Im Lesefieber bei Stars, stripes and books ∗ Leselaunen bei Lieschen liest ∗ Harry Potter Expo, BubbleTea und LeFloid bei Lesepirat ∗ Zwischen Krankheit, Beitragsideen und Leselust bei ChaosMariechen ∗ Tusen Takk, Aksel! bei glimrende ∗ Urlaub in vollen Zügen genossen bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Endlich wieder Zeit bei Saskias Books ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗

Drachen zähmen leicht Gemacht 3 – Die geheime Welt [Film]

© Dreamworks

Originaltitel:

How to train your dragon – The Hidden World

Laufzeit:

98 Minuten

Jahr:

2019

Veröffentlichungsdatum:

07.02.2019

Regisseur:

Dean DeBlois, Chris Sanders

Buchgrundlage:

Hauptdarsteller:

jeweils unterschiedliche lokale Vertonung

Rezension und Inhalt:

Hicks ist in der Aufgabe des Anführers seines Wickingerstammes noch nicht richtig angekommen. Er versucht alle Drachen zu befreien. Seit den Ereignissen des letzten Films ist einige Zeit vergangen. Da er sich auf seine Abenteuer und die Drachenbefreiung konzentriert geht es in Berg drunter und drüber.

Bei den Drachenfängern (die natürlich schon wieder eine riesige Schiffsflotte haben und obwohl sie ja mit den Drachen kein Geld verdienen können mangels Erfolg haben sie offenbar genug Ressourcen).

Plötzlich taucht ein Weibchen auf und Ohnezahn verhält sich plötzlich ziemlich männlich oder sagen wir liebestoll. Er fällt quasi über seine eigenen Füße und er hat Glück, dass das Weibchen nicht wirklich eine Auswahl hat oder sie direkt auf ihn steht. So ganz klar ist das anfangs nicht.

Die entsprechenden Szenen bewegen sich irgendwo zwischen witzig und fremdschämen.

Plötzlich taucht ein Drachenjäger auf, der es sich zum Ziel gesetzt hat alle Nachtschatten zu töten. Da kommt ihm das Weibchen gerade recht um Ohnezahn zu töten.

Die Kämpfe sind noch mehr als in den ersten beiden Teilen eher auf trottelig / witzig ausgelegt. Die Protagonisten verhalten sich quasi durchgehend dumm.

Die Animation ist wirklich eine Wucht und gehört zu dem besten bisher gebotenen. Es ist unglaublich wie natürlich manchmal Dinge dargestellt werden. Genauso wie es den Animateuren manchmal fast besser als menschlichen Schauspielern gelingt Emotionen zu übertragen. Die haben ihre Hausaufgaben wirklich gemacht.

Fazit:

Ich fand speziell die erste Hälfte des Films relativ schwach. Der Gegenspieler wirkt recht farblos und nicht überzeugend.  Die Story ist reichlich 08/15. Die Probleme in Berg sind auch eher überschaubar. Somit plätschert der erste Teil so dahin.

Gegen Ende wird der Film dann recht überzeugend. Für einen Kinderfilm fand ich das Ende sogar erstaunlich realistisch.

Meiner Meinung nach waren die ersten zwei Teile besser als dieser aber der Level lag auch sehr hoch.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

 

 

Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen

Zur Resupply Strategie hatte ich in der Vergangenheit schon einen Beitrag geschrieben. In diesem Post geht es nun etwas detaillierter um das was und wie.

Einige Bereiche des Pacific Crest Trail (PCT) sind ziemlich abseits und somit gibt es teilweise nur kleine Geschäfte. Somit geht man an diesen Stellen immer das Risiko ein, dass man nicht die Nahrung bekommt, die man möchte oder noch schlimmer, wenn vorher diverse Hiker eingekauft haben, evtl. auch überhaupt nichts.

Resupply Box

Da die meisten Hiker beide Risiken nicht eingehen wollen, schickt man sich entlang des Trails i.d.R. einige Resupply Boxen. Das ist der Weg den die Ausländer in der Regel favorisieren.

Einige Amerikaner machen das auch für den ganzen Trail oder lassen sich die Boxen einfach von Verwandten schicken. Somit braucht man sich entlang des Trails nicht mehr um Resupply kümmern und sammelt lediglich die Pakete ein (was deutlich stressfreier ist – man stelle sich mal vor man arbeitet Montag bis Samstag und am einzigen freien Tag muss man den ganzen Tag shoppen).

Andererseits ist es aber sehr schwer vor dem Trail alles so genau zu planen. Das liegt schon daran, dass sich die Vorlieben oder Abneigungen während des Trails ändern können. Weiterhin kann man sich so getrocknetes Essen (selbst hergestellt) schicken, was natürlich gesünder und evtl. auch schmackhafter und günstiger ist als das Fertigessen ist.

Einige senden die Pakete auch um damit kosten zu sparen. Ich glaube aber, dass dieser Effekt nicht wirklich greift, weil das versenden ja auch kostet. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass man einen Teil des Essens vielleicht in Hiker Boxen legt, weil man es nicht mehr sehen kann oder den Hike sogar abbricht und die Boxen nie abholt, dann dürfte dieses Argument wohl eher weniger wichtig sein.

USPS Box

USPS Box für Resupply

Dazu kommt noch, dass es durchaus hilfreich ist, wenn die Anwohner in den Städten den Hikern wohlgesonnen sind und das erreicht man eher dadurch, wenn man bei ihnen einkauft, als wenn man nur zur Post geht und dort ein Paket abholt.

Bei den Resupply Boxen gibt es einiges zu beachten. Je nach Versandart und Postamt (teilweise sind es auch Privatadressen) wo man die Pakete hinschickt, sind die Verweildauern sehr unterschiedlich. Ich habe schon an diversen Stellen gelesen, dass man die Pakete per USPS immer per Priority schicken soll, weil sie sonst i.d.R. zu spät kommen.  Das hat auch noch einen weiteren Vorteil. Wenn man die Box in einer Stadt nicht öffnen möchte, kann man sie einfach kostenlos weiterleiten. Per Priority versendete Pakete sind auch Versichert (allerdings nur für 50$).

Ohne Priority werden die Pakete länger aufbewahrt. Einige Postämter legen die Regeln aber kreativ aus, wenn sie wissen, dass die Pakete für Thru-Hiker sind (die Aufbewahrungszeit liegt somit zwischen 7 und grob 30 Tagen – je nach Laune der Angestellten). Somit sollte immer gut sichtbar auf den Paketen drauf stehen, dass man Thru-Hiker ist. Genauso sollte der Name von allen Seiten sichtbar sein.

D.h. PCT-Hiker und ETA (estimated Time of arrival) sollte gut sichtbar sein (Monat vor Tag – 03/15). Die ETA sollte man immer so angeben, dass man etwas Reserve hat. Zu viel sollte es aber auch nicht sein, weil der Postmitarbeiter evtl. danach sortiert.

Wenn man das Paket sonst noch irgendwie hervorhebt, schadet das nicht. Man muss sich vorstellen, dass in den Minipostämtern zu Hochzeit hunderte Pakete lagern. Die muss der oder die Angestellte dann erst mal finden. Desto einfacher das ist, desto besser. Bei Postämtern muss man auch die eingeschränkten Öffnungszeiten beachten. Wenn man später kommt, heißt es einen Tag warten. Am Wochenende werden da dann auch schnell mal zwei Tage draus.

Bounce Box

Bounce Box

Bounce Box

Zusätzlich zu den Resupply Paketen schicken einige Hiker eine Bounce Box immer ein Stück des Weges voraus. In der Bounce Box können z.B. Ersatzteile sein, ein Rasierapparat, Verbrauchsgegenstände wie Zahnbürsten oder Zahnpasta, Sonnencreme zum Nachfüllen evtl. kleinerer Packungen, die man dabei hat, Karten, Handdesinfektion, Shampoo, Schuhe, Ersatzblasenpflaster, Reservesocken, Ersatzmedikamente, Ersatzhikingstockspitzen, Ersatzkabel, Waschmittel, Kopien von Permits. Es können auch Gegenstände sein, die man im aktuellen Abschnitt gerade nicht benötigt, später aber schon oder andersrum. Die Idee ist, dass man alles was man aktuell nicht benötigt auslagert. Desto weniger man schleppen muss, desto besser. Auch dinge, die man evtl. nicht so einfach bekommt aber auf die man nicht verzichten möchte, sollte man in die Bounce Box packen (Spezialbatterien, Medikamente, bestimmte Zahnpasta oder Bürste usw.).

Die Bounce Boxen sollten stabil sein, damit sich ein mehrfaches Versenden überstehen. Da man an einige Stellen des Trails eh nur Kunststoffbehälter schicken darf (Pappe wird dort einfach von Nagern durchgekaut), macht es aus meiner Sicht Sinn einen Eimer mit 5 Gallonen (also 18l) zu benutzen. Zu beachten ist, dass es auch Gewichtsrestriktionen (z.B. max 25 Libs) gibt. Da man aber eh leicht unterwegs ist, sollte das Gewicht kein Problem darstellen.

Die Kunst bei der Bounce Box ist sie nicht zu nah (dann braucht die Box länger als man selbst und man muss im Extremfall sogar auf die Box warten) und auch nicht zu weit voraus zu schicken. In dem Fall nützt sie nur wenig, wenn man irgendetwas benötigt aber die Box erst in 10 Tagen erreicht, weil man sie 20 Tage voraus geschickt hat.

Damit das ganze auch nicht zu einfach wird, gibt es diverse Besonderheiten zu beachten. An einige Stellen kann man nicht per USPS (wie die Post bei uns) schicken, sondern muss per UPS versenden. Wenn man an diese Stellen mit UPS schickt, kommt das Paket im schlimmsten Fall nicht an. Bei der Bounce Box wäre das sehr schlecht.

Zu Adressieren ist wie folgt:

First Lastname, ETA: 6/20

c/o General Delivery

Sierra City, CA 96125

Oder:

First Lastname, ETA: 6/20

c/o Sierra City Country Store

213 Main Street

Sierra City, CA 96125

Das c/o bedeutet care of

Was ich in meiner Bounce Box habe:

  • Medikamente (Ibus, Magentabletten, was gegen Durchfall, Anti Enzündungssalbe)
  • Blasenpflaster
  • Ersatzzahnpata (Minituben wie es sie beim Zahnarzt zum Testen gibt), Zahnbürsten
  • Ein langärmeliges Sweatshirt und eine kurze Hose (Ersatz und oder Town Kleidung)
  • Ersatzschuhe
  • Sonnencreme zum Auffüllen
  • Penatencreme
  • Einige Ersatzdrybags
  • Ziplocks
  • mehrere paar Ersatzsocken (Injinji / Darntough)
  • Elektrischer Rasierer
  • einfaches leichtes Notebook (ja, das ist Luxus und eigentlich nicht nötig)
  • Zweite Stirnlampe
  • Ersatzkabel zum Laden Micro USB / USB
  • Ersatzladegerät USB
  • Adapter für US Steckdosen (für Rasierer)
  • Permit Kopien, sowie Ausweis- und Visakopien (alles laminiert)
  • Handdesinfektionsmittel Ersatz (Stichwort Toilettengang)
  • Reinigungstücher (die sind Getränkt mit Desinfektionsmittel)
  • Ersatz Reparaturmaterial
  • Ersatzheringe für das Zelt
  • Größere Teller für die Hikingstöcke (für Schnee
  • Klebeband
  • Ersatzmesser

Weites Infos zum Thema Pacific Crest Trail Hike:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation
Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides

Sonstiges Links zum Thema:

Anatomy of a PCT resupply box
Anatomy of a Bounce box
Bounce Box and bounding a box

Montagsfrage: Wer ist dein liebster fiktiver Buchwurm?

Bei der Montagsfrage wird von lauter-und-leise jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil.

Die Montagsfrage ist umgezogen und hat nun endlich ein neues zu Hause. Bisher war die Montagsfrage bei Buchfresserchen angesiedelt und nun bei lauter-und-leise.

In den letzten zwei Wochen habe ich nur zwei Bücher beendet. Frühstück mit Kängurus war ziemlich witzig und aktuell lese ich gerade eine Serie und befinde mich im zweiten Teil. Die ist bisher auch recht vielversprechend.

Ansonsten mit ich weiter mit Hikevorbereitungen beschäftigt. Letztes Wochenende habe ich den Besuch in Yosemite geplant. Dort möchte ich alles in allem 3 Tage verbringen und möglichst auch den Halfdome besteigen. Mal sehen, ob das was wird.

Ansonsten habe ich mich noch ein wenig mit Technik beschäftigt und mein letztes Permit (das für die Grenzüberquerung in Kanada ist auch eingetrudelt.

Zur Frage:

Das ist recht einfach zu beantworten. Das ist Katy in der Lux Serie. Erst fand sich sie ziemlich nerdig und tja dann war sie irgendwie nicht ganz unschuldig daran, dass ich selber einen Blog eröffnet habe.

Woher kam der Stimmungswandel? Da ich zu er Lux Serie im Netz nicht viel gefunden habe, erst recht keinen aktiven Austausch musste ich meine Gedanken wohl irgendwie los werden und dazu bietet sich der Blog halt hat.

Wer ist euer liebster fiktiver Bücherwurm?

Leselaunen Kängurus und Kanada

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich lese gerade am zweiten Teil aus oem – die Serie hat nicht wirklich einen Namen.

Also ich lese gerade den zweiten Teil der Serie ohne Namen – “Ein Thron aus Knochen und Schatten”.

Das erste Buch “Ein Käfig aus Rache und Blut” habe ich im laufe der Woche beendet.

Momentane Lesestimmung:

Recht gut die Woche über, seit Freitag ist sie dann irgendwie eingebrochen. Ich hatte aber auch so genug zu tun.

  

Beendet habe ich diese Woche Frühstück mit Kängurus und den “Ein Käfig aus Rache und Blut”. Beide haben mir ziemlich gut gefallen. Beides waren aber auch keine absoluten Highlights.

Zitat der Woche:

Am nächsten Morgen stand ein neuer Mann am Empfangstresen. »Und hat es Ihnen bei uns gefallen, Sir?«, säuselte er. »Es war einzigartig beschissen«, antwortete ich. »Oh, Sie sind hingerissen«, schnurrte er und nahm meine Karte. »Ja, ich würde mich sogar zu der Aussage versteigen, dass der Nutzen eines Aufenthaltes in diesem Etablissement im Wesentlichen darin besteht, dass man garantiert alle folgenden Erfahrungen im Dienstleistungsgewerbe vergleichsweise erfrischend findet.« – Bill BrysonFrühstück mit Kängurus

Und sonst so?

Die Woche hatte keine Highlights außer vielleicht, dass es recht viel geschneit hat und der Weg zur Arbeit somit etwas langwieriger war.

Mein Auto war beim Ölwechsel (alles teuer), ich beim Zahnarzt zur Kontrolle (alles gut).

Heute hab ich die Steuerklärung für 2018 gemacht – ihr hört also, alles hochspannend.

Hike

Mein Permit für die Überquerung der Grenze auf dem PCT ist angekommen. Es ist nicht wirklich so, dass das wichtig ist, weil der PCT auch offiziell in den USA beendet werden kann und mir schlappe grob 4.300 Kilometer vor mir liegen, bevor das Permit überhaupt relevant wird aber jetzt habe ich alle erforderlichen Permits zusammen.

Dann gibt es natürlich noch Permits, die z.B. für den John Muir Trail (teilweise schönere Alternativrouten zum PCT) oder Yosemite (Abzweig vom PCT) sind, die man aber nicht zwingend braucht. Das sind eher Nebentrails. Um die werde ich mich unterwegs kümmern, sofern sie relevant werden.

Ich habe zwar mal ein paar Reservierungen gemacht auf gut Glück aber wo ich zwei Monate nach dem Start bin, lässt sich halt überhaupt nicht abschätzen. Vielleicht liege ich im Plan, vielleicht habe ich schon aufgegeben, vielleicht bin ich weiter als gedacht.

Die Permits habe ich jetzt alle laminiert, damit sie wasserfest sind. Das funktioniert mit einem 23€ Gerät einschließlich Folien ziemlich gut. Wie lange die laminierten Papierblätter nun halten weiß ich noch nicht, aber der erste Eindruck ist gut. Das Gerät kommt natürlich aus China und riecht beim Aufwärmen auch dementsprechend aber funktioniert hat es.

Laminiert machen die Permits (allen voran das vom PCT) einiges mehr her. Meinen Reisepass und mein Visum habe ich im A5 Format auch entsprechend ausgedruckt und laminiert. Man weiß ja nie, ob man es braucht.

Ansonsten habe ich einen recht vernichtenden Kommentar zum Garmin inReach Explorer+ verfasst. Ich hatte letzte Woche bereits berichtet. Ich habe mir jetzt die kleinere Ausgabe ohne Navigation im Gerät bestellt und werde jetzt notgedrungen noch ein separates Navi als Backup für das Handy testen. Speziell in der Sierra Sektion, wo evtl. auch Schnee liegt und man den Trail nicht sehen kann, ist mir das Handy ohne Backup einfach zu wenig.

Meine Bounce Box habe ich heute auch grob beschriftet. Oben kommt jetzt noch ein Rallystreifen dran – dann sollte die mit deutscher / amerikanischer Flagge und dem Rallystreifen genug auffallen. Die meisten Hiker benutzen glaube ich eh normale Pakete. Insofern sollte der Eimer auffällig genug sein. Schick, oder? 🙂

Bounce Box

Bounce Box mit 18L – Der Ring ist noch nicht fest drauf. Der Ring wird mit Gewalt drauf gedrückt und dann bekommt man ihn auch nur noch mit Gewalt runter. Den Deckel kann man abschrauben, der Ring bleibt fest auf dem Eimer. Mit Ring bekomme ich den Eimer aber nicht mehr in den Transportbeutel. Das Konstrukt aus Eimer und Deckel ist angeblich sogar wasserdicht. Der Eimer ist recht stabil. Man kann sich auch drauf stellen aber Transportunternehmen bekommen Erfahrungsgemäß ja fast alles kaputt. Die ETA (estimated time of arrival – also die geschätzte Ankunft) habe ich auf transparentes Klebeband geschrieben. Die kann ich also anpassen (Format Monat / Tag). Die Beschriftung ist umlaufend 3x auf dem Eimer (einschließlich Beflaggung). So erkennt man von allen Seiten zu wem er gehört. Sogar von unten und oben. Die Box sollte dann immer so ca. eine Woche vor mir ankommen. D.h. ich habe grob alle 2 Wochen Zugriff auf die Box und schicke sie dann wieder zwei Wochen voraus. In der Box sind Medikamente, Zahnpasta, ein Rasierapparat, Reparaturbedarf, Ersatzkleidung usw. – alles was man nicht zwingend täglich braucht bzw. was man wieder auffüllen oder ersetzen muss nach zwei Wochen.

Der Race oder Rally Streifen kommt noch oben umlaufend um den Eimer. Das dürfte dann auffällig genug sein, dass man die Box unter hunderten schnell findet, oder?

Der Eimer kommt im Flieger als Hauptgepäck in den Frachtraum mit einer Transportsack drum. Die Hikingstöcke und der Schirm für die Wüste passen eh nicht rein, weil die zu lang sind. Im Handgepäck darf ich zumindest die Hikingstöcke nicht mitnehmen, weil man die als Waffe benutzen könnte. Ja, unglaublich aber wahr.

Somit kommen die Sachen so weit es passt in den Eimer und dann noch eine Tüte drum herum. Ich hoffe, dass die Konstruktion den Flug so unbeschadet übersteht, weil der Ring und der Deckel nicht drauf sind. Ansonsten brauche ich danach einen neuen Eimer. 😉

Im Handgepäck werde ich dann meinen Hikingrucksack mitnehmen (der fällt so gerade noch in den erlaubten Maßbereich).

Jill hat Nicci während ihres Urlaubs super vertreten bei den Leselaunen. Nicci ist nun aus ihrem Kubaurlaub zurück. Da kann man fast ein wenig neidisch werden bei unseren Außentemperaturen. Willkommen zurück Nicci. 🙂

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Weihnachten 3.0 bei Stars, stripes and books ∗ Gute Vorsätze sind da, um gebrochen zu werdenbei Frau Frühlings Wunderland ∗ Leselust bei Letterheart ∗ Mein Lieblingsleseplatz ganz verzaubert bei Lieblingsleseplatz ∗ Voll im Alltagstrott bei Between two Chapters ∗ Endlich wieder Durchblick bei Schlunzenbücher ∗ Bon Jovi, YouTube und Sonderpädagogik bei Lesepirat ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest  ∗ I am Back bei Trallafittibooks ∗

Garmin inReach Explorer+ [Kommentar]

In den letzten zwei Wochen habe ich einige Erfahrungen mit dem Garmin inReach Explorer+ in Kombination mit der Pacific Crest Trail (PCT) Hike Vorbereitung gemacht.

Ich berichte hier von meinen Erfahrungen und dies soll kein umfänglicher Tests des Gerätes sein. Tests finden sich im Netz einige, aber keiner beschreibt die Restriktionen des Gerätes. Daher möchte ich mit diesem Post machen.

Kaufgründe und Erstkontakt

Während meiner PCT-Vorbereitung bin ich auf den inReach Explorer+ bereits ziemlich am Anfang gestoßen. Eine Notruftaste mit Positionsübermittlung, die theoretisch weltweit funktioniert. Die Möglichkeit auch ohne Handynetz zu kommunizieren und eine GPS Funktionalität mit Routenanzeige (auch für daheim gebliebene) hören sich sehr vielversprechend an. Das Gerät ist für den auf dem Papier gebotenen Funktionsumfang sogar ziemlich leicht.

Zusätzlich hat mir gefallen, dass ich mit dem Gerät ein Backup für die Handynavigation bekomme. Die Gefahr, dass das Handy irgendwann keinen Strom mehr hat, runterfällt oder einfach seinen Dienst einstellt ist durchaus gegeben.

Dementsprechend habe ich das Gerät recht früh auf meine Ausrüstungsliste gesetzt aber erst relativ spät bestellt. Ich hatte gelesen, dass die Navigationsfähigkeiten noch verbesserungsfähig sind und ich hatte die Hoffnung, dass vielleicht vor dem Trail noch ein Nachfolgemodell veröffentlicht wird. Da Garmin das Gerät von einem anderen Hersteller übernommen hat, basiert die Navigation aktuell nicht auf Garmin Technik. Genau das wird sich später als Problem erweisen.

Da der Hike nun langsam näher rückt, habe ich das Gerät bestellt und wie soll ich sagen: Das meine Erwartungen nicht erfüllt wurden, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts.

Die Limitierungen von 500 Wegpunkten / 20 Routen oder 10.000 Trackingpunkten habe ich zwar zur Kenntnis genommen aber so ganz klar war mir zum Kaufzeitpunkt nicht was damit gemeint ist (zumal die Geräte alle Limitierungen in dieser Art haben aber die Kombination macht es in diesem Fall).

Ich hatte vorher bereits gegoogelt und festgestellt, dass jemand die öffentlichen Routendateien von Halfmile (komplette PCT-Routendatei) so umgewandelt hat, dass sie mit dem inReach Explorer+ funktionieren. Insofern dachte ich, wenn ich die Karten runterlade und aufspiele ist das Thema damit erledigt und habe auch nicht weiter recherchiert.

Registrierung und erste Erfolge

Nachdem der inReach Explorer+ angekommen ist, musste ich mich erst mal durch den Registrierungsprozess arbeiten. Es müssen diverse Angaben gemacht werden – nicht nur zu einem selbst, sondern auch zu Kontaktpersonen. Das hat damit zu tun, dass das Gerät primär für Rettungszwecke vorgesehen ist und in dem Fall jemand kontaktiert werden muss.

Während der Aktivierung ist man je nach Vertragsauswahl schon mal mindestens 50€ los. 30 kostet die Aktivierung an sich und 20 ist man für einen Monat Abo im günstigsten Tarif los.

Die Funktion des Nachrichtenversandes bzw. das Abrufen des Wetterberichtes habe ich erfolgreich getestet. Übrigens werden nicht nur ausgehende Nachrichten, sondern auch eingehende Nachrichten gezählt. Das Kontingent beinhaltet magere 10 Nachrichten pro Monat und jede weitere kostet 0,55€ ausgehend von dem 20€ pro Monat Vertrag.

Das ist nebenbei bemerkt im Vergleich zu den amerikanischen Preisen der reinste Wucher. Trotz des im Verhältnis zum US-Dollar stärkeren Euros, sind alle Gebühren für europäische Kunden deutlich teurer. Das fängt schon bei den Monatsgebühren an (US Freedom Plan 99,95$ vs. EUR 114,99€). Das ist genau das Gegenteil von dem was die Währungsumrechnung implizieren würde. D.h. Garmin gönnt sich mal gut 30% mehr von europäischen Kunden.

Unglaubliche Restriktionen

Für mich wichtiger war aber neben der SOS-Funktion die Möglichkeit der Navigation. Gutgläubig wie ich manchmal offenbar bin, dachte ich ich spiele einfach die Karten ein, die bereits für das Gerät vorbereitet sind und das war es dann. Hört sich simpel an.

Die erste Überraschung kam auf, als ich versucht habe die Dateien in der inReach Webapp zu importieren. Als Wegpunkte war kein Import möglich, als Track war der Import möglich, wurde aber auf dem inReach nicht angezeigt und war auch nicht als Route nutzbar und Routen ließen sich nicht mit 500 Punkten (das wir auf der Garmin Homepage beworben), sondern nur mit 200 Punkten pro Route importieren.

Wie ich dann später rausgefunden habe, war es früher wohl möglich Routen mit 500 Punkten zu importieren (was auch schon lächerlich wenig ist) aber der Hersteller hat das Limit auf 200 Punkte runter gesetzt.

Nun gut dachte ich mir, dann muss ich halt sämtliche PCT Karten so abwandeln, dass jede Route nur 200 Punkte hat. Die Alternative lt. App ist eine Karte aus x beliebig vielen Punkten auf 200 Punkte zusammen streichen.

Versucht mal mit 200 Richtungsänderungen durch die Stadt zu laufen (einschließlich aller kurven auf dem Bürgersteig), von einem Trail mit 4300km reden wir besser nicht.

Ich weiß nicht so recht wie ich das Beschreiben soll. Vielleicht muss ich die Restriktion so umschreiben: Jemand baut einen Geländewagen (inReach Explorer) und hat irgendwie vergessen, dass er auch passende Reifen braucht. Nun schraubt man einfach die Reifen vom Kinderwagen dran (Navigationsfunktion auf dem inReach).

Miserable Software

Um das ganze noch interessanter zu machen, besteht ein Teilabschnitt der Halfmile Karten besteht gerne mal auf 5000 Punkten. Die muss man also in 200 Punkte Abschnitte zerlegen. Die Webapp kann aber nur 20 Routen pro Datei übernehmen (warum das so ist, weiß nur der Hersteller – ich vermute das kommt aus der Obergrenze von 10.000 Punkten insgesamt und ehemals 500 je Track macht zusammen 20×500 = 10.000).

Wenn man dann mit Mühe und Not rund 550 Routen aus bis zu 200 Punkten erzeugt hat und den kompletten PCT in seiner Pracht vor sich sieht, versucht man diese Daten auf das inReach zu übertragen. Denkt ihr das funktioniert? Ach, quatsch. Warum auch?

Bevor ich dazu komme muss die dritte Restriktion erwähnt werden (wir erinnern uns – die Webapp kann nur 20 Routen pro Datei, eine Route darf max 200 Punkte haben). Insgesamt dürfen nur ca. 10.000 Punkte auf das Gerät übertragen werden.

Jetzt könnte man meinen, dass irgendwo geprüft oder angezeigt wird wie viele Punkte sich in einer Sammlung befinden (das ist eine Gruppe von Routen). Das würde dem Nutzer zumindest erlauben diese Restriktion irgendwie zu berücksichtigen.

Dem ist aber nicht so. Wenn es zu viele Routen bzw. Routenpunkte sind, gibt es bei der Übertragung schlicht eine nichtssagende Fehlermeldung. Oft funktionieren dann auch Folgeübertragungen nicht mehr, obwohl dafür eigentlich kein Grund besteht. Ich vermute aus Solidarität mit der ersten Übertragung.

Jetzt muss ich kurz erklären, dass sich ein 4300km Trail nicht sinnvoll in 10.000 Punkten beschreiben lässt, außer wenn man in Schluchten springen oder über steile Felswände klettern möchte. Jeder der mal in den Bergen unterwegs war, weiß das 50m weiter links oder rechts schon einen erheblichen Unterschied machen kann. Da man in den Sierras zu einer Jahreszeit läuft, wo mit Schnee zu rechnen ist, muss man sich also relativ genau auf die Route verlassen können.

Ich hab zwar nicht genau nachgerechnet aber der PCT wird bei Halfmile vermutlich im Bereich von 75.000 bis 100.000 Wegpunkten beschrieben. Somit ist es vollkommen unmöglich den ganzen Trail aus das Gerät zu synchronisieren.

Rauchzeichen oder Moderne?

Zur Synchronisation gibt es zwei Möglichkeiten. Beide funktionieren nicht zuverlässig.

Variante 1: Übertragung per Kabel am PC – das klappt mal oder mal klappt es nicht. Siehe oben – das Highlight dabei ist, dass man eben auch einfach zu viele Punkte in der Sammlung haben kann, man erkennt es aber nirgends.

Der Programmierer hatte aber Sinn für Humor. Wenn man die Sammlung auf das Gerät bekommen hat, dann kann man sogar sehen aus wie vielen Punkten sie besteht. Allerdings Route für Route. Bei 50-60 Routen pro Sammlung hat man also was zu tun um das einzeln nachzuschauen.

Wenn man die Restriktionen einhält, klappt das Synchronisieren aber trotzdem nicht immer. Die Hilfreichen Tipps von Garmin: Neustart, Softreset, Hardreset. Mit anderen Worten: Sie haben keinen Plan wo das Problem liegt und wollen sich offenbar auch nicht mit der Behebung beschäftigen, sondern liefern diverse Workarounds.

Variante 2: Die Übertragung per App auf dem Handy. Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, funktioniert diese Variante nur nach dem Werksreset des Gerätes halbwegs zuverlässig und zwar genau einmal.

Die Variante ist etwas gewöhnungsbedürftig und funktioniert über ein Handy, dass per Bluetooth mit dem inReach verknüpft wird. Die Synchronisation auf dem Handy dauert keine 5 Sekunden. Bis die Daten dann aber auf dem inReach ankommen vergeht ein Zeitraum, der zwischen Minuten und unendlich liegt. Einen Status gibt es nicht. Irgendwann sind die Routen da oder eben nicht.

Der Werkreset dauert zwischen 15 und 60 Minuten je nach Empfang, weil das gerät bei aktivierter Displaybeleuchtung einen Nachricht mit dem Satelliten austauschen muss. Das kostet also jedes mal viel Strom und Zeit.

D.h. zusammenfassend ist es ein irrsinniger Aufwand Routen in die Webapp zu bekommen. Wenn sie mal da sind, kann man nur einen Bruchteil davon synchronisieren und das auch mehr schlecht als recht.

Wenn man das Gerät also für die Navigation nutzen wollte, müsste man zig Sammlungen anlegen. Diese müssen sich auch noch überlappen, da man die Synchronisation nur mit Handyempfang durchführen kann. Den hat man aber nicht überall entlang des Trails.

Navigation

Nachdem ich nun erfolgreich einen lächerlich kleinen Abschnitt des Trails auf das Gerät geladen hatte kam der Test der eigentlichen Navigationsfunktion und man ahnt es bereits – die nächste Überraschung.

Das Gerät reagiert im Kompassmodus unglaublich langsam. Daran muss man sich sehr gewöhnen. Das ist kein Vergleich zu einem Handy, bei dem die Kompassnadel quasi in Echtzeit visualisiert wird.

Testweise habe ich die Navigation zum ersten Wegpunkt des PCT aktiviert. Auf der Karte wird ausgehend von Deutschland die Richtung Südwest angezeigt (mehr West als Süd – so um die 230°). In der Kompassanzeige wird als Richtungsindikator aber Nordwest angezeigt also mal gemütliche 70°-75° daneben (315°).

Da die Earthmate App auf dem Handy dasselbe anzeigt scheint es sich in dem Fall um einen Fehler in der App zu handeln.

Support – Fehlanzeige

Auf meine Supportanfrage hat Garmin in der Form reagiert, dass man mir einen Rückruf angeboten hat. Nachdem ich die detaillierte Liste der Fehler und Erkenntnisse gesendet habe, wurde ich zum vereinbarten Zeitpunkt NICHT zurückgerufen.

Auf eine Erinnerungsmail hat der sogenannte Support auch nicht reagiert.

Fazit:

Aus meiner Sicht ist das Gerät zur Navigation vollkommen untauglich, weil die Software unterirdisch schlecht ist.

Es lassen sich nur sehr kurze Tracks importieren und selbst das ist extrem zeitaufwendig und fehleranfällig. Wenn man die Tracks dann mal auf dem Gerät hat, ist die Navigation fehlerhaft und reagiert extrem langsam.

Was sich der Hersteller bei der Entwicklung dieses Gerätes gedacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. In Kombination mit der SOS Funktion abseits des Handynetztes, wäre eine Navigationsfunktion abseits von Kinderspielzeug durchaus sinnvoll.

In diesem Gerät ist die Navigation aber so verstümmelt, dass sie quasi nicht nutzbar ist. Wenn man mal den Kompassanzeigefehler (Navigationsindikator) außer acht lässt, klappt die Navigation und Kartenanzeige über die Earthmate App recht gut. In dem Fall lässt sich sogar der vollständige Trail visualisieren (wen auch mit 550 Einzelrouten).

Dafür benötigt man aber kein inReach Explorer, weil das Handy die komplette Arbeit erledigt. Diese Variante funktioniert aber lt. Foren nur mit aktivem Vertrag (also kostet das mindestens 20€ pro Monat, wenn man sich nicht gleich ein ganzes Jahr binden will, dann kommt man mit gut ca. 15€ pro Monat hin). die Aktivierungsgebühr bzw. Grundgebühr lasse ich bei der Betrachtung gnädigerweise außer acht, sonst wird es noch teurer.

Somit bleibt also die Notruffunktion und eine vollkommen überteuerte SMS Funktion mit 0,55€ pro SMS von 160 Zeichen. Letzteres ist nett aber aufgrund der Gebühren eben sehr teuer: Aktivierungsgebühr ca. 30€ + Mindestgebühr 20€ pro Monat und dafür ganze 10 Nachrichten inkludiert.

Ich habe nun das inReach Mini bestellt. Das ist 113g leichter. Dafür habe ich dann kein Backup für meine Handynavigation. Die bietet das Gerät aber eh so schlecht, dass sie nicht wirklich hilft. Als Backup habe ich mir nun Alternativen angeschaut.

 

Frühstück mit Kängurus: Australische Abenteuer [Buch]

Frühstück mit Kängurus Australische Abenteuer - Bill Bryson

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Bill Bryson

Titel:

Frühstück mit Kängurus

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Ich habe nie erfahren, wie lange ich damals in dem Auto geschlafen habe, aber kurz war es nicht. Ich weiß nur, dass ein bleiernes Schweigen in der Luft hing, als ich wieder zu mir kam – eben die Art Schweigen, das Menschen überkommt, die in ihrer Heimatstadt einen zusammengesackten, zuckenden Haufen von einer Sehenswürdigkeit zur anderen karren und er sie keines Blickes würdigt.

Als ich Picknick mit Bären gelesen habe, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Aufgrund der guten Bewertungen wurde mein Interesse geweckt. Da ich schon dreimal Australien besucht habe und in rund 9 Wochen zumindest einen ganz guten Überblick bekommen habe, war ich gespannt auf die Sicht von Bill Bryson.

Das Buch ich ich ziemlich launig geschrieben. Wie auch schon bei Picknick mit Bären sind auch hier deutliche Zweifel angebracht, ob alles wirklich so passiert ist. Sein Schreibstil passt zu Australien aber besser als zum Appalachian Trail.

Das hat damit zu Tun, dass Bill Bryson immer wieder Erlebnisse beschreibt, dann aber teilweise über lange Passagen in die Geschichte, die Politik, kurioses Hintergrundwissen und alle möglichen anderen Themen abtaucht. Von Tierwelt, über Geschichte, über Entdecker, kulturelle Besonderheiten, Gewohnheiten wird so ziemlich alles geboten.

Wenn Sie im Busch sind und eine Schlange kommt daher, bleiben Sie stocksteif stehen, und lassen Sie sie über Ihre Schuhe gleiten.« Donnerwetter, diesen Ratschlag würde ich ja nun von allen, die ich je bekommen hatte, am wenigsten befolgen.

Das was er dabei aufzeigt ist dabei alles Mögliche: Witzig, Informativ, belanglos, langweilig. Da Australien aber deutlich mehr Hintergrundmaterial bietet, hatte er für dieses Buch deutlich mehr interessantes Füllmaterial zur Verfügung als bei Picknick mit Bären.

Wenn man sich konkret über Australien informieren möchte, ist das Buch eher ungeeignet. Wenn man unterhalten werden möchte und im Optimalfall schon mal in Australien war oder noch dorthin reisen möchte, kann das Buch recht interessant sein.

Warum Australiens Spinnen so extrem giftig sind, weiß übrigens niemand; sie fangen nur kleine Insekten, können sie aber mit einer Giftmenge abfüllen, von der ein Pferd tot umfallen würde. Ein schlimmer Fall von Overkill, scheint mir.

Einige Passagen muten auch etwas seltsam an. Als ihm ein Geländewagen übergeben wird, nutzt er mehr oder weniger Star Trek Sprache um aufzuzeigen, dass er die technische Einweisung des Vermieters nicht verstanden hat. So schlimm wird es wohl kaum gewesen sein.

Es werden einige Klischees wie z.B. giftige Tiere umfassend abgearbeitet, während Bryson andere Themen wie z.B. Vegemite auslässt. Derartige Lücken gibt es hier und dort. Insofern hat auch Herr Bryson noch nicht alle Besonderheiten von Australien entdeckt.

Eine australische Fliege versucht, die Feuchtigkeit von Ihren Augäpfeln zu saugen. Wenn Sie sie nicht ständig wegscheuchen, stößt sie in Bereiche Ihrer Ohren vor, von denen ein Wattestäbchen nur träumen kann. Sie stirbt gern für die Herrlichkeit, mit einem winzigen Plumps auf Ihrer Zunge zu landen. Tanzen dreißig oder vierzig auf diese Weise um Sie herum, folgt der Wahnsinn auf dem Fuße.

Was er zum Thema Fliegen schreibt, sollte man aber beherzigen, wenn man noch nicht in Australien war, kann man sich nicht vorstellen, dass diese Stelle nicht übertrieben ist. Ist sie nicht!

Gegen Ende schwächelt das Buch etwas, was aber vielleicht auch damit zu tun hat, das Bryson schon sehr viele Eindrücke hatte. Er hat auch einige Teile und eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten von Australien ausgelassen. Man bekommt aber einen ganz guten Eindruck vom Land geboten.

Fazit:

Das Buch ist eine Mischung zwischen Reiseführer und diversen Informationen, die mal interessant und oft auch ziemlich belanglos sind. Das ist aber nicht mal negativ gemeint, weil es sich interessant liest.

Am nächsten Morgen stand ein neuer Mann am Empfangstresen. »Und hat es Ihnen bei uns gefallen, Sir?«, säuselte er. »Es war einzigartig beschissen«, antwortete ich. »Oh, Sie sind hingerissen«, schnurrte er und nahm meine Karte. »Ja, ich würde mich sogar zu der Aussage versteigen, dass der Nutzen eines Aufenthaltes in diesem Etablissement im Wesentlichen darin besteht, dass man garantiert alle folgenden Erfahrungen im Dienstleistungsgewerbe vergleichsweise erfrischend findet.«

Das Buch ist insgesamt recht unterhaltsam geschrieben und lebt an vielen Stellen über den Humor von Bill Bryson. Auch wenn einem als Leser schnell klar wird, dass viele Szenen nicht so stattgefunden haben.

Das Buch ist genau das richtige für zwischendurch und recht anspruchslos zu lesen. Ich behaupte aber, dass man vieles von dem was man in diesem Buch liest, zwei Tage später wieder vergessen hat.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

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Leselaunen Yosemite und Explorer

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Da hat sich nicht viel getan. Bis Dienstag bin ich zum lesen gekommen und danach nicht mehr. Somit bin ich immer noch mit Ein Käfig aus Rache und Blut und Frühstück mit Kängurus beschäftigt.

  

An Ein Käfig aus Rache und Blut habe ich seit letze Woche überhaupt nicht gelesen. Aber wenigstens habe ich bei Frühstück mit Kängurus Fortschritte erzielt.

Momentane Lesestimmung:

Diese Woche hatte ich zu viel anderes zu tun. Mal sehen, ob das nächste Woche besser wird. Aktuell sieht es noch nicht so aus.

Zitat der Woche:

Sie schluckte. »Ich bin viel zu schwer.« »Ist das jetzt eine dieser Frauenfangfragen, auf die ich als Mann sowieso nicht richtig antworten kann, egal was ich sage?« – Raywen WhiteMystic Highlands

Und sonst so?

At Work

Ich habe jetzt meinen Vertrag und die erlaubte Abwesenheit durch. Somit arbeite ich ein Jahr für das halbe Geld und dementsprechend auch nur halb so viel Stunden. Von Mitte April bis Mitte Oktober bin ich jetzt freigestellt / beurlaubt wie auch immer man es nennen will.

Den normalen Urlaub gibt es natürlich trotzdem noch. Somit bin ich noch etwas flexibel bzgl. der Planung oder einer evtl. Verlängerung um ein paar Tage. Allerdings wird es irgendwann im Oktober im Norden der USA eh recht kalt und es kann auch Schnee geben. Somit ist alles was über Mitte Oktober hinaus geht auch nicht ungefährlich, wenigstens aber ziemlich ungemütlich.

Hike – Flüge und Buchungen

Diese Woche ist eine Menge passiert.

Da jetzt meine Abwesenheit offiziell genehmigt ist, konnte ich auch einige Buchungen angehen. Das Hotel hatte ich bereits letzte Woche gebucht, da man das bis kurz vorher kostenlos stornieren kann.

Jetzt habe ich auch den Flug von Frankfurt nach San Diego gebucht mit United Airlines. Das Problem war, dass ich einen Gabelflug (also ein Flug bei dem man woanders landet als startet) brauche. Die Besonderheit ist dabei, dass ich in einem Land lande und in dem anderen starte. Ich Lande in San Diego und im Optimalfall starte ich dann in Vancouver wieder. Es gibt nicht viele Fluggesellschaften, die das anbieten.

Über Oppodo oder andere Portale bekommt man in dem Fall zwei Fluggesellschaften vermittelt. Da es aber nicht so unwahrscheinlich ist, dass ich den Rückflug noch umbuchen muss (sowohl andere Zeit als auch anderer Ort liegen ja im Bereich des Möglichen), wollte ich die Tickets direkt von der Fluggesellschaft.

Der Hinflug ist nun ein Direktflug, der über Lufthansa ausgeführt wird (obwohl bei United gebucht). Bei denen durfte ich auch gleich mal 30€ für die Sitzplatzreservierung zahlen (natürlich nicht erstattbar). Ich weiß schon warum ich Lufthansa normalerweise meide.

Beim Rückflug müsste ich 1x umsteigen aber Rückflug erfolgt sogar mit einem Dreamliner. Mit dem bin ich noch nie geflogen. Mit dem A380 habe ich mittlerweile wohl locker schon 10 Flüge weg.

Das Bahnticket zum Flughafen Frankfurt habe ich gerade gebucht. Besonders oft bin ich noch nicht ICE gefahren (wenn überhaupt – wirklich erinnern kann ich mich gerade nicht daran). Dafür dieses Mal dann gleich in der Lounge. Das ist ein Bereich direkt hinter dem Lokführer.

Zum Flughafen werde ich einen Tag vorher anreisen und dann eine Nacht im Flughafenhotel verbringen, da der Flug morgens startet. Zug + Hotel sind auch nur unwesentlich teurer als die Fahrt mit dem Auto, wenn mich jemand bringt.

Hike – Permits, Permits – es hört nicht auf

An der Permit Front gibt es auch was neues. Mein PCT-Permit habe ich nun und auch gleich ausgedruckt. Jetzt muss ich es noch laminieren, da man das während des Hikes in Papierform dabei haben muss.

Das Entrypermit von Kanada wurde im ersten Versuch abgelehnt (ich hatte davon in den Leselaunen berichtet). Es gibt diverse Bedingungen die einzuhalten sind und irgendeine habe ich wohl nicht beachtet (man bekommt keine genauere Info). Da die Bedingungen an verschiedenen Stellen im Netzt unterschiedlich sind, ist es nicht so ganz einfach herauszufinden wo das Problem liegt.

Zu dem zweiten Anlauf habe ich noch keine Reaktion. Scheinbar dauert es auch immer gut 3 Wochen bis man eine Antwort bekommt (evtl. spielt auch der US Shutdown mit rein, wenn die Kanadier auch Kontakt in die USA aufnehmen).

Hike – John Muir Trail

JMT – ca 338km bzw. 211 Meilen lang

 

Der Pacific Crest Treil streift den Yosemite Nationalpark nur. In dem Bereich des Yosemite Nationalparks führt ein anderer Wanderweg – der John Muir Trail. In weiten Teilen sind beide Wege identisch. Der Beginn und das Ende unterscheiden sich aber. der JMT beginnt am Whitney Portal (das gehört nicht zum PCT und es ist seit diesem Jahr für PCT Wanderer auch nicht mehr erlaubt dorthin zu wandern – in den Vorjahren konnte man dafür eine Sondergenehmigung beantragen). Während sich die Trails überlappen gibt es einige Bereiche wo der PCT und JMT sich gabeln und anderen Strecken folgen. Die meisten Wanderer folgen an diesen Stellen dem JMT. Als PCT Wanderer darf man in diesen Zonen aber nicht Campen. Dafür benötigt man ein Wilderness Permit für den JMT.

Da der JMT (und ich glaube ich übertreibe nicht) einer der schönsten und begehrtesten Trails auf der Welt ist, ist er extrem überlaufen. Es gibt auch dort ein Permit System, dass aber ziemlich undurchsichtig ist. Je nachdem wo man den Hike beginnt (also in Yosemite oder in Whitney Portal) stellt eine andere Organisation das Permit aus. Zusätzlich muss auch angegeben werden an welchem Trailhead (also an welchem Zugangspunkt) man seinen Hike beginnen möchte. Für jeden Zugangspunkt gibt es Limitierungen.

Genau wie beim PCT muss man das genaue Startdatum angeben und zumindest (NOBO – northbound – also Richtung Norden) muss das Permit offenbar zwei Tage vorher lokal abholen. Da man vorher 1.000km auf dem PCT läuft, ist es vollkommen unmöglich das tegesgenau zu planen. SOBO (also Southbound) ist die Standardrichtung des JMT und da ist es noch unmöglicher Permits zu bekommen.

Unterschieden wird weiterhin zwischen Tagespermits und Wilderness Permits (also mit Camping). Neben den Permits die man vorher reservieren kann, gibt es auch noch Permits die am jeweiligen Tag vergeben werden für den Folgetag. Wenn man Glück hat, bekommt man aber auch für den gleichen Tag noch ein Permit – zumindest habe ich einen Bericht so gelesen.

Der letzte Abschnitt des JMT für nach Yosemite – wo der PCT nicht hinführt und in Yosemite gibt es neben dem Yosemite Valley auch noch den Half Dome (Berg). Sowohl für das Yosemite Valley als auch für den Half Dome benötigt man Permits. Beides ist – wie man sich vorstellen kann extrem begehrt und über Monate im Voraus vergriffen.

Hike – Yosemite

Das ist das oberste Stück der oberen Karte – also die Nordsektion des JMT. Der JMT hört im Yosemite Valley auf. Nur damit ihr ein Gefühl für die andere Karte habt. Das oben dauert vermutlich ca. 3 Tage (allein der linke Kreis bzw. alles links vom Toilettensymbol sind rund 30km)

Ich war vor gut 15 Jahren mal ein paar Stunden im Yosemite Valley (die typische Touristentour – Touristeninformation, Wasserfälle bewundern, El Capitan bestaunen und wieder weg). Das ist nicht schlecht aber in einem Nationalpark einfach viel zu wenig.

Das was ich bisher gesehen habe (Yosemite im Frühling mit Schneeschmelze) hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Für mich ist Yosemite der schönste Nationalpark, den ich bisher gesehen habe (und ich habe schon ein paar gesehen).

Somit will ich mir dieses Mal mehr Zeit nehmen, auch wenn das eigentlich nicht zum PCT gehört und somit eigentlich nur von der Zeit abgeht, die mir für den PCT zur Verfügung steht und somit evtl. das Gesamtvorhaben PCT gefährdet (aber ich glaube, da gibt es viel größere Risiken als drei Tage zu verlieren – man kann krank werden, sich verletzen, …)

Somit habe ich mir angeschaut wie viel Zeit mich Yosemite kostet (ca. 3 Tage in Summe – von Tuolumne Meadows zum Half Dome ca. ein Tag, von dort nach Yosemite, ein Tag im Yosemite Valley und dann ein Tag zurück nach Tuolumne Meadows). D.h. zwei Übernachtungen im Yosemite Bereich.

Selbst wenn man dort nicht Campt benötigt man ein Wilderness Permit, weil man die Ausrüstung dabei hat um zu campen. In dem Fall reicht das schon aus, dass man nicht als Dayhiker zählt.

Es gibt soweit ich das bisher rausgefunden habe also zwei Möglichkeiten um in das Yosemite Valley zu hiken. Variante 1 ist ein Northbound Permit für den JMT südlich von Yosemite zu bekommen (damit darf man dann aber nicht auf den Half Dome – wobei das Yosemite Valley ja schon mal ein guter Anfang ist) oder einfach bei der Tagesschlange in Tuolumne Meadows anstellen und von Dort Richtung Yosemite wandern. Dafür muss man Glück haben und das Permit bekommen. Das hängt wohl auch immer davon ab welchen Ranger man erwischt. Ich lasse mich mal überraschen. Das lässt sich aktuell eh nicht genauer planen.

Für den Half Dome benötigt man ein separates Permit, dass man zusammen mit dem Wilderness Permit in Tuolumne Meadows bekommen kann. Da aber sowohl der Zugang zum Yosemite Valley, als auch der Zugang zum Half Dome limitiert ist, kann es einem passieren, dass man den Half Dome Zugang nicht bekommt. Für Tageshiker gibt es auch noch eine Lotterie für den Half Dome. Da muss man zwei sich zwei Tage vorher anmelden. Die Chancen sind aber äußert gering, da auf ca. 15.000 Bewerbungen (wenn man den Charts glauben darf) nur 300 Permits ausgestellt werden. Das hört sich alles kompliziert an? Ist es auch. Die diversen Varianten vorher Permits zu bekommen, habe ich alle nicht erläutert.

Hike – inReach Explorer+

Der In Reach Explorer ist ein Navigationsgerät mit Übertragung der eigenen Position, SOS Funktion und SMS per Satellit.

Das Gerät ist Mittwoch angekommen und ich dachte mir, dass ein Gerät von Garmin (also nicht gerade einem unbekannten Hersteller) halbwegs brauchbar sein wird. Die zweite falsche Annahme war, dass ich mal eben die Tracks des PCT aufspiele und das in ein oder zwei Stunden erledigt ist.

Ich will mich hier nicht zu sehr über das Teil auslassen, dazu werde ich einen separaten Post eröffnen. Ich habe mich aber gewaltig getäuscht. Das Teil ist in der jetzigen Form eine ziemliche Zumutung. Nachrichten senden klappt, ist aber ziemlich teuer aber die Navigationsfunktionalität ist katastrophal.

Das Gerät unterstützt ganze 200 Punkte pro Route (offiziell beworben und der Vergangenheit auch möglich waren 500) und insgesamt ca. 10.000 Punkte (alle Routen zusammen). Ich gebe mal eine Vergleichsgrößenordnung: Der PCT hat vermutlich ca. 100.000 Punkte bei den Routendateien von Halfmile und mit dem 200 Punkte Limit um die 550 Routen.

Zwischen 50 und 70 Routen passen auf das Gerät. Da man die Routen aber teilweise überlappend anlegen muss (man kann schließlich nicht irgendwo im Nirgendwo neue Routen aufspielen mangels Onlineanbindung oder PC). Das wäre alles noch praktikabel, wenn die versprochene Synchronisation per Handy halbwegs funktionieren würde.

Nachdem ich also die diversen Routenfiles so umgebaut hatte (die 500 Punkte Dateien, die in der Vergangenheit unterstützt wurden, gehen ja nicht mehr), damit das Gerät sie aktzeptiert, konnte ich die Dateien im Anschluss nicht übertragen. Wenn man dann mal irgendwas auf das Gerät übertragen hat (nach diversen Versuchen mit wechselnden Fehlermeldungen oder im Falle der Handyübertragung einfach ohne Fehlermeldung), ist das Gerät so extrem langsam, dass es schon fast unmöglich ist den Kompass abzulesen. Da ist der Kompass in einer einfachen Casiouhr besser ablesbar.

Und zur Krönung schickt einen der Richtungsindikator auf dem Kompass bei einer Route noch ganz woanders hin als die Karte es impliziert. Dazwischen liegen groß 70°. Das führt doch zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen, wenn ich mich fast ein viertel im Kreis drehe und dann los laufe, als in der korrekten Richtung, oder?!

Ich habe nun drei graue Haare mehr und frage mich ernsthaft wie man so einen Schrott verkaufen kann. Das Produkt ist auch nicht neu, sondern schon lange auf dem Markt. Vermutlich werde ich also auf das inReach Mini wechseln. Das hat kein Display und ist 113 Gramm leichter. Dann habe ich dann kein Backup mehr für meine Handynavigation. Das war eigentlich der Sinn der Sache. Das inReach mini kann grob das gleiche wie der Explorer, hat aber nur ein kleines Textdisplay und lässt sich eigentlich nur in Kombination mit einem Handy sinnvoll nutzen.

War eure Woche auch so ereignisreich?

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