17 – Die Bücher der Erinnerung Serie

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Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Rose Snow

Teile der Serie:

  • 17 – Das erste Buch der Erinnerung (279 Seiten)
  • 17 – Das zweite Buch der Erinnerung (274 Seiten)
  • 17 – Das dritte Buch der Erinnerung (294 Seiten)
  • 17 – Das vierte Buch der Erinnerung (349 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Im ersten Buch geht es um Jo, die in den letzten Jahren mehrfach umgezogen ist. Jetzt ist sie mal wieder in einer neuen Schule, weil ihr Vater einen neuen Job hat. Jo entdeckt eine neue Fähigkeit an sich: Sie kann bei Körperkontakt Erinnerungen von anderen leuten sehen. Ansonsten geht es weitgehend um das übliche Schulleben – also recht gedehnt und nicht übermäßig spannend. Später erfährt sie noch, dass ihre Fähigkeiten nicht einzigartig sind und es Gruppen gibt, die „Seher“ beschützen oder töten wollen. Die Hauptprotagonistin macht einen recht intelligenten Eindruck, dass Offensichtliche verpasst sie aber vollständig…

Rasch stand ich auf, putzte mir leise die Zähne, widerstand dem Drang, die fremden Zahnbürsten ins Klo zu tauchen, und ging wieder zurück in mein Zimmer.

Im zweiten Buch lernt Jo mehr über ihre Fähigkeiten und die Bedrohung durch die „Jäger“ wird deutlich konkreter. Jo läuft anfangs weiter naiv den falschen hinterher, obwohl die Gefahr besteht, dass Ihre Mutter durch eben diese Leute getötet wurde. Weiterhin gelingt es ihr einige Dinge über die Jäger und die Vergangenheit ihrer Mutter und ihr Umfeld in Erfahrung zu bringen. Es kommt auch zu einem ersten Todesfall im näheren Umkreis.

Im dritten Buch weiß Jo nicht ob Adrian Freund oder Feind ist. Die Gefahr durch die Jäger ist unmittelbar. Sie weiß, dass ihr Folter oder der Tod drohen könnte. Und es kommt wie es kommen musste, Jo wird von den Jägern gefangen und gefoltert (wobei das hier zumindest harmloser abläuft als in anderen Jugendbüchern). Später kommt es zum großen Kampf. Eigentlich hätte die Serie nach Buch drei beendet werden können. Auch wenn der Showdown relativ kurz ist, passiert hier doch deutlich mehr als in den ersten zwei Büchern, die relativ ereignislos sind.

Aber so spannend die Zukunft auch sein mag, so wären wir dennoch nichts ohne unsere Vergangenheit. Jede Entscheidung, die wir treffen, ist geprägt davon und wir könnten keine einzige Situation bewerten, ohne auf unsere Erfahrungen zurückzugreifen.

Das vierte Buch ist darauf aufgebaut, dass es auch nach dem Kampf mit den Jägern noch Gegner gibt. In diesem Buch wird das Umfeld von Jo angegriffen und manipuliert. Auch hier werden offensichtliche Hinweise schlicht ignoriert. Alle näheren Bekannten stellen Behauptungen auf, die sich gegenseitig widersprechen. Zusätzlich tauschen schriftliche Botschaften auf, die angeblich niemand verfasst hat (obwohl nur 5 Personen anwesend sind). Die Prophezeiung deutet auf eine Gefahr aus dem näheren Umkreis mit. Danach wird das Buch aber recht spannend. Allerdings sind die Motivationen und das Handeln der Bösewichte sehr schwach begründet und nicht nachvollziehbar.

Beispiel: Eine Person betrügt eine andere. Die andere Person rächt sich nicht an der Person, die sie betrogen hat, sondern an allen Personen, die so wie die Person sind, die den Betrug durchgeführt hat (also quasi alle Menschen müssen leiden außer der Person, die die Tat ausgeführt hat). Dabei hilft die Person, die den Betrug durchgeführt hat bei x-fachem Mord, weil sie so hofft das Vertrauen und die Liebe der betrogenen Person zurück zu erhalten? Das nenne ich mal schlüssige Logik!

Fazit:

Die Bücher sind ganz ok aber nicht herausragend. Die Liebesbeziehung entwickelt sich sehr langsam und man weiß über weite Strecken nicht so genau ob Adrian gut oder böse ist. Die Bücher sind aus der Ich Perspektive geschrieben und somit kann man recht gut eintauchen in Jos Welt. Im Gegensatz zu anderen Büchern im Fantasiebereich haben diese Bücher recht lokale Auswirkungen. Es geht lediglich um eine recht eingegrenzte Anzahl von Personen. Insgesamt hat mich die Geschichte nicht so richtig gepackt. Über weite Strecken ist die Handlung nicht übermäßig abwechslungsreich (Speziell in den ersten zwei Büchern) und einiges lässt sich auch schon vorher erahnen.

Dazu kommt, dass die Protagonisten recht naiv sind. Hallo? Es geht um Folter und Mord und trotzdem macht Jo sich gedanken darüber, ob sie jemanden vielleicht vor den Kopf stößt, weil wenn sie ihn nicht nach Hause begleitet statt sich um ihr eigenes Leben zu sorgen?! Oder Jo trinkt natürlich Orangensaft, den ihr ein Fremder gibt, wenn das eigene Leben eh schon bedroht wird (den Saft hat er auch direkt dabei, als er ihr zufällig begegnet)? Na klar, wie sollte man da Verdacht schöpfen!

Derlei Ungereimtheiten gibt es noch mehr: Beispielsweise hat man natürlich viel mehr Interesse daran in einer lebensbedrohlichen Situation die Hintergründe und Motive aufzudecken, die interessant für den Leser sind, als sein Leben zu retten. Aber immer! Wie könnte man in so einer Situation auf die Idee kommen sich selbst zu retten.
Ansonsten werden hier diverse mal Rückschlüsse von Einzelpersonen auf Gruppen gezogen. Im Prinzip basieren sämtliche Handlungen und deren Ideologie der Bösewichte auf diesen Annahmen, die sich nebenbei noch als Lügen herausstellen. Mir ist etwas zu flach.

Bewertung:

3/5

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wie soll es möglich sein in die Erinnerungen von Toten Personen zu springen? Ist für mich nicht nachvollziehbar.
  • Wenn man gefoltert wird und die Möglichkeit hat die Zeit zurück zu drehen, springt man dann nur ein paar Minuten zurück oder doch vielleicht so weit, dass man vor der Folter landet?

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