Montagsfrage: Wie sehen sich Blogger im Vergleich zu professionellen Literaturkritikern? (Der Büchernarr)

Bei der Montagsfrage wird von lauter-und-leise jeden Montag eine Frage gestellt, die auf dem eigenen Blog zu beantworten ist. Diese Frage muss innerhalb einer Woche beantwortet werden.  An dieser Aktion nehmen diverse Blogs teil.

Die Montagsfrage ist umgezogen und hat nun endlich ein neues zu Hause. Bisher war die Montagsfrage bei Buchfresserchen angesiedelt und nun bei lauter-und-leise.

Ich bin jetzt zwei Wochen aus den USA zurück und seit letzte Woche arbeite ich auch wieder. Somit wird es Zeit auch wieder an der Montagsfrage teilzunehmen.

Letzte Woche habe ich auch wieder fleißiger gelesen. Beendet habe ich die Throne of Glass Serie und aktuell lese ich den fünften Teil der Red Rising Serie (allerdings in englisch, mangels Übersetzung).

Zur Frage:

Mir fällt bei der Frage direkt das literarische Quartett ein – wer sich nicht erinnert oder zu jung ist – das war eine Fernsehsendung, bei der heftig darüber diskutiert wurde, ob ein Buch was taugt oder nicht. Teilweise wurde dann auch die Frage des “Wertes” des Buches diskutiert. Ist der Inhalt literarisch wertvoll usw.

Das Quartett hatte ich auch zuerst im Hinterkopf, als ich mit dem Buchbloggen begonnen habe und das hätte mich fast davon abgehalten. Ich habe mich damals beim Quartett schon immer gefragt wer einem das Recht gibt zu bewerten, ob ein Buch literarisch wertvoll oder inhaltlich wertvoll ist.

Dann habe ich mir gedacht, dass ich ja in meinem Blog nur eine Bewertung dafür erzeuge, wie mir das Buch gefällt. Das sagt überhaupt nichts über die Qualität aus und auch nicht darüber ob es literarisch wertvoll ist oder nicht, sondern lediglich darüber wie mir das Buch gefällt. Mit dem Gedanken konnte ich mich deutlich eher anfreunden.

Ihr seht also ich halte Buchkritiken, sofern es sich nicht um Sachbücher handelt, die sich relativ objektiv bewerten lassen eher für problematisch. In einem Blog ist aus meiner Sicht die Grenze zwischen individueller Meinungsäußerung und sachlicher Kritik relativ fließend.

Das ist leider oft auch bei “professionellen” Kritikern der Fall. Ich tue mich auch sehr schwer mit professionellen Kritiken zu Kinofilmen.

Wie seht ihr das?

3 Kommentare

  • Hey Torsten,

    ich finde, bei allem Respekt für die professionelle Buchkritik sollte man nie vergessen, dass das kein Beruf ist, den man erlernen kann. Es gibt dafür keine Ausbildung. Es ist hilfreich, wenn man zB Literaturwissenschaft studiert hat, aber das ist weder eine Voraussetzung noch ein Garant dafür, dass man befähigt ist, Bücher zu beurteilen.
    Darüber hinaus halte ich die Konkurrenz, in der sich meiner Ansicht nach das Feuilleton zu Buchblogger_innen sieht, für Quatsch. Literaturkritik ist ebenso ein Spektrum wie vieles andere auch. Buchblogger_innen decken völlig andere Sparten ab als das Feuilleton. Die Welt sollte groß genug für uns alle sein.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

  • Hi Thorsten,

    das lit. Quartett gibts noch immer – da muss man gar nicht so alt für sein, um es zu kennen. Nur die Besetzung ist (logischerweise) eine andere. Ob es genauso unterhaltsam ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen, da ich die Sendung jetzt schon was länger nicht mehr gesehen habe.

    Viele Grüße
    Frank

    • Torsten

      Hallo Frank,

      das war mir nicht bewusst. Ich habe jetzt mal nachgeschaut. Offenbar gab es das Quartett eine ganze Zeit lang nicht und jetzt wieder. Seitdem Reich-Ranicki nicht mehr dabei ist, wurde es deutlich ruhiger um das Format. 😉

      LG

      Torsten

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