Wochenrückblick – PCT Woche 6 – Themenparks und 444 Meilen

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Izara Serie, wenn ich vor lauter wandern dazu komme.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 34 – 389,1 Baden Powell , 407,2

Der Tag heute hat extrem bescheiden begonnen. Ich hatte ja am Sonntag bereits geschrieben, dass es abends angefangen hat zu hageln. Das ging die ganze Nacht durch. Ich habe somit fast nicht geschlafen.

Morgens war dann eine Dicke und schwere Schicht Hagelmatsch auf dem Zelt und die ganze Landschaft war partiell damit überzogen.

Da das Wasser bei Regen an den Innenwänden des Zeltes kondensiert, hat jedes Hagelkorn für Minisprühregen im Zelt gesorgt. Wenn ihr das mitten in der Nacht realisiert und nichts dagegen tun könnt ist das ein Highlight.

Morgens war ich zwar früh wach aber aufgrund der Temperaturen und des Dauerhagels hatte ich arge Bedenken um meine Finger und Füße. Auf Erfrierungen bin ich wirklich nicht scharf.

Ab 11 habe ich mich dann rausgegrault und bis abends war das Wetter dann erträglich. Abends würde es dann wieder ziemlich übel.

Leider hatte ich heute nirgends Netz, sonst wäre ich per Lyft nach LA geflüchtet.

Ansonsten habe ich heute einen ehemaligen Thru-Hiker kennengelernt und einen Cop dabei beobachtet wie er eine Hikerin am Trail festgenommen hat. Was die angeblich verbrochen hat weiß ich nicht. Evtl. wollte sie per Anhalter fahren? Das ist am Highway wohl nicht erlaubt. Aber gibt es dafür Handschellen oder gehört das zum Standardprogramm? Keine Ahnung. Mich hat er in Ruhe gelassen.

Als ich die Straßenseite gewechselt habe war der Typ auch gleich alarmiert und hat die Hand am Halfter gehabt. Ob ich Gefahr gelaufen bin erschossen, verstromt oder mit Pfefferspray bearbeitet zu werden weiß ich nicht?

Ich musste heute ein paar Meilen am Highway entlang laufen wegen einer Sperrung des PCT aus Naturschutzgründen. Da ist auch ein Law Enforcement Auto an mir vorbeigefahren aber keine Highwaypatrol. Wobei es mir morgens evtl. ganz recht gewesen wäre in wärmere Gefilde zu kommen. Aber ich vermute, dass da zu viel Bürokratie dran hängt, wenn man auf die Sache muss.

Die Meilenleistung war dementsprechend mau. Ich will mich ja nicht beschweren, sonst gibt es ruck zuck wieder 30°C aber dafür, dass wir in der Wüste sind finde ich Temperaturen um bzw. unter 0° C und Hagel / Schnee schon etwas frisch. Heute bin ich zum ersten Mal mit kurzem unter langen Sweatshirt, Daunenjacke und Regenjacke unterwegs gewesen.

Wenn ich da so an das Gelaber in einigen Blogs denke (eine Regenjacke braucht man nicht vor Washington), dann kann ich nur lachen. Jedes PCT Jahr ist anders.

Montag – Tag 35 – 407,2 – 436,1

Ich hatte mir am Vortag schon bewusst einen möglichst tiefen Campspot gesucht um mir das Hageltheater zu ersparen. Genützt hat es wenig. Morgens habe ich eine Eisschicht auf dem Zelt, die sich nur schwer entfernen lässt. Wie schon am Vortag ist das Zelteinpacken sauunangenehm. Immerhin war es nach 21:00 relativ ruhig, sodass ich schlafen konnte.

Anschließend muss ich die Finger erst mal wieder auf Temperatur bekommen.

Ansonsten ist der Tag heute schön. Es sind zwar auch über 1200 Höhenmeter aber mit ca. 29 Meilen in grob 12 Stunden stelle ich einem neuen Rekord auf (was auch an den niedrigen Temperaturen liegt). Was eine gute Motivation (Disney, Universal) bewirken kann.

Zusätzlich wollte ich mal wieder in einer Höhenlage schlafen, wo man nicht festfriert.

Ich riskiere heute mal wieder ohne Mütze zu schlafen.

Heute habe ich 3 Leute getroffen, die mit mir gestartet sind. Zwei davon habe ich seit dem Starttag nicht mehr mehr gesehen. So kann man auf dem PCT umeinander kreiseln.

Panorama

Abends schlafe ich auf einem Haufen mit gut 20 anderen Hiker bei der Rangerstation. Dementsprechend unruhig ist die Nacht.

Dienstag – Tag 36 – 436,1 – 444,3

Heute bin ich maximal unmotiviert zum Hiken. Das ist das übliche Bild. Nach drei Tagen habe ich die Nase voll und brauche eine Stadt.

Bei Acton ordere ich für knapp 50$ einen Lyft Ride zu einem Motel bei den Universal Studios. Die anderen Hiker (so um die 10) beglückwünschen mich zu meinem Universal / Disney Plan und finden es wieder erwarten offenbar alle cool.

Als ich gegen Mittag in LA bin esse ich wie üblich nach dem Hiken einen Burger, trinke zwei Cola und noch einen Milchshake – 32$. So geht das, wenn man die Fritten separat berechnet (die gehören normalerweise zum Burger).

Anschließend erkunde ich die Gegend (das hatte ich vorher schon grob auf Google Maps erledigt) und da ich noch zu früh zum Checkin bin, laufe ich zum Shopping und Entertainment erreich der Universal Studios. Als Hiker bin ich ja andere Strecken gewöhnt. Für ganze 500m und etwas Steigung fährt einen ein Shuttlebus zum Park da es keinen Bürgersteig gibt, geht das wohl nur so). Die Strecke bis zum Shuttle ist mit rund 2km länger.

Der Harry Potter Laden ist echt gefährlich. Aber zum Glück habe ich keinen Platz für die Sachen.

Anschließend suche ich einen Laundry Laden – so wie man es aus Filmen kennt mit Waschmaschinen zum Warten. Ich finde aber nur chemische Reinigungen wie bei uns. Der gute Wille war da. Dann muss die Dusche + Deo reichen, dass ich mir im Supermarkt besorge (da kaufe ich auch schon wieder ein paar Dinge für den Trail). Da die Axe Deosorten anders sind kaufe ich auf gut Glück und bin vom Geruch nur bedingt begeistert. Aber vermutlich besser als der Alternativnaturgeruch.

Das Motel ist eine der wenigen Unterkünfte ohne Kühlschrank. Da merkt man gleich den Unterschied zwischen Stadt und Land.

Abends gehe ich zum Pizzaladen  nebenan.

Das Chaos in der Stadt, Riesensupermärkte, Shopping+++ und ein absolutes Überangebot an Essen fühlt sich nach der totalen Ruhe und den Kleinstädten am Trail sehr seltsam an.

Wie ich heute feststelle überspringen manche Hiker einfach Teile vom Trail. Das hatte ich bereits vermutet erklärt aber einiges.

Mittwoch – Tag 37 – Universal Studios Hollywood mit Unlimited Fastpass

Indem Studios in LA war ich vor über 15 Jahren. Damals ohne Universal Express (das ist eine extra Warteschlange für Leute die mehr zahlen und bei der man schneller drankommen sollte – so ist zumindest der Plan).

Das lohnt sich aber in der Regel, da man viel schneller die Attraktionen abarbeiten kann.

Mittlerweile ist der normale Universal Express auf einen Ride pro Attraktion limitiert. Unlimited kostet noch mal 30$ extra.

Allein das Parken kostet 25-50 € je nach Entfernung. Das Ticket für einen Tag über 200$.

Beim letzten Besuch haben wir nicht den ganzen Park geschafft. Mal sehen, ob das mit Universal Express besser läuft.

Morgens schaue ich mir den Wetterbericht an. Seit gestern hat er sich dramatisch verschlechtert. Ab mittags soll es durchgehend regnen und Universal macht erst ab 9:30 auf. Toll.

Ich stehe schon deutlich zu früh vor der Tür aber da bin ich nicht der einzige.

Der Einlassprozess wird noch mal künstlich gebremst und die Attraktionen eröffnen der Reihe nach über den Tag (d.h. Man muss sich bzgl. der Shows (feste Startzeiten) und Rides eine Strategie überlegen. Darin habe ich aber unterdessen nach diversen Freizeitparkbesuchen einiges an Übung.

Der Harry Potter Teil besteht in Hollywood aus gerade mal 2 Attraktionen. Die unscheinbare (Flight of the Hippogreif) ist die bessere. Die Forbidden Journey Attraktion soll das eigentliche Highlight sein. Ich fand sie ganz ok aber ein Highlight war sie für mich nicht.

Das eigentlich tolle sind die Wartebereiche und Details mit denen der ganze Parkteil gestaltet ist. Die Toiletten sollte man übrigens auch mal besuchen. Ihr könnt euch denken was einen dort erwartet.

Ein Butterbier für 8,20$ probiere ich auch. Mein Geschmack ist es nicht. Das Zeug ist extrem süß. Da ist mir eine Cola 3x lieber.

Ich finde den Hype um den Harry Potter Parkteil übertrieben.

Eine erschreckende Tendenz scheint zu sein, dass neue Rides immer kürzer werden (teilweise gerade mal 30 Sekunden). Dafür würde ich mich nicht länger als ein paar Minuten anstellen wollen. Durch den Universal Express stehe ich aber bei keinem Ride mehr als 5 Minuten. So mag ich das!

Die besten Rides im Park sind Hippogreif und die Mumie. Ich fahre dank Universal Express beide mehrfach.

Bei meinem letzten Mumienride begegnet mit allen Ernstes ein Helikoptervater, der zweifelt, ob der Ride für seine Tochter im Teenageralter zu scary ist. Die Mutter muss erst probefahren und das bei 30 Minuten Wartezeit. So kann man den Tag auch verschwenden, statt den besten Ride im Park einfach zu fahren. Die arme Tochter.

Ich war um 15:30 mit allen Attraktionen durch und habe dann noch einige mehrfach gefahren. Um 17:00 war ich komplett durch.

Ich hatte meinen Spaß aber für das Gebotene ist der Preis locker 50% zu hoch. Da ist man in Universal Florida besser aufgehoben. Da gibt es mehr für das Geld (zumindest beim letzten Besuch).

Beim Austausch bzw. Redesign von Attraktionen hätte man nicht das glücklichste Händchen. Die Attraktionen gleichen sich in der Art sehr stark (Simpsons, Transformers, Forbidden Jouney, Despicable me) sind quasi alle vergleichbar. Das ist mir zu einfallslos.

Da war die Backdraft Attraktion inhaltlich was ganz anderes. Schade drum. Einige Attraktionen wurden an aktuelle Filme angepasst, damit sie aktuell bleiben.

Die Studio Tour hat sich seit dem letzten Besuch auch verändert, ist aber nach wie vor sehr gut und einzigartig, weil in den Studios wirklich Filme gedreht werden.

Die Jurassic Park Attraktion war leider noch nicht fertig (der Metchandisingladen natürlich schon).

Was sich seit meinem letzten Parkbesuch deutlich geändert hat, ist dass heute primär Handyapps statt Paperkarten genutzt werden. Man kann so jederzeit live die Wartezeiten bei jeder Attrsktion sehen.

Ein paar mal hat es heute heftig geschüttet aber insgesamt hat das meinen Parkbesuch kaum beeinflusst (die Animal Actors Show ist 2x ausgefallen aber die kannte ich eh schon). Viele Leute waren trotz Wetterbericht nicht auf den Regen vorbereitet.

Abends gehe ich ins Hardrock und esse erst einen Burger und dann einen Nachtisch mit dem Kalorienwert einer Hauptmahlzeit. Es ist schon bizarr, dass ich mein Essen mittlerweile primär nach extrem hohen Kalorienwerten aussuche.

Apropos Essen – zwei Mahlzeiten + Nachtisch und Butterbier schlagen heute mit ca. 80$ zu Buche.

Ich habe seit Beginn des PCT deutlich abgenommen (mindestens 5kg, man sieht es optisch sehr leicht, mir fehlt aber aktuell eine Wage – ich vermute es sind mehr als 5kg). Wenn das so weiter geht, ist das nicht gut.

Abends plane ich noch ein wenig für Disney. Da dort (leider) ein faireres Ticketsystem  zum Einsatz kommt ist die Planung und Optimierung deutlich schwieriger.

Bei Disney gibt es den sogenannten Fastpass. Man kann sich zu einer Attraktion eine zufällige Zeit reservieren lassen, bei der man dann eine kürzere Wartezeit hat. Da es aber bei Disney auch viele Shows mit festen Anfangszeiten gibt und man auch die Laufwege optimieren sollte (Stichwort Zeitverschwendung), ist das nicht so einfach.

Zusätzlich darf man den Fastpass nur 1x pro Ride und nur einen gleichzeitig nutzen (wenn das noch der Stand der Dinge ist).

Früher musste man zum Erhalt des Fastpass zur Attraktion laufen. Das geht heute gegen Aufpreis per Handyapp. Disney ist aber bei der Preisleistung besser als Universal.

Abends stelle ich übrigens fest wie weit Anaheim (Disney) von Hollywood (Universal) entfernt ist und wie groß LA ist.

Donnerstag – Tag 38 – Disneyland Park

Meine Erwartungen für heute sind etwas gedämpft. Der Disneyland Park ist von der Grundausrichtung primär für Kinder ausgelegt. Somit gibt es eine Reihe Attraktionen, die nicht relevant sind. Ich werde mich auf die restlichen stürzen.

Morgens um 8:00 ist der Park noch relativ leer. Ich nutze die Zeit für die begehrtesten Rides (Hyperspace Mountain, Indians Jones und Star Tours). Hyperspace mountain fahre ich gleich 3x. Im Ausgangsbereich ist ein Single Raiders Eingang, den kaum jemand gefunden hat.

Das ist bei jeder Attraktion anders gelöst. Mal gibt es Single Rider, mal nicht, mal Fastpass, mal nicht.

Die neue Funktion des Fastpass über die Handyapp ist super und erspart mir auch heute die meisten Wartezeiten. Der Nachteil ist, dass ich zog mal quer durch den Park laufe. Die Größe des Parks ist überschaubar aber ab einer bestimmten Anzahl von Leuten im Park wird das zur Geduldsprobe. In Kombination mit Fastpass habe ich alle Attraktionen besichtigt, die mich interessiert haben. Die beiden besten jeweils 3x.

Über die App kann man nun auch erkennen  wie oft Attraktionen temporär geschlossen werden. Das passiert erstaunlich oft. Bei der zweiten Runde Indiana Jones erwischt es uns mitten im Ride (trotz meiner diversen Themenparkbesuche ist mir das noch nie passiert). Die Kommunikation ist bescheiden. Wir sitzen 20 Minuten ohne Info im Fahrgeschäft, dürfen aber anschließend noch mal fahren.

Ein Effekt geht danach nicht mehr. Ob der schon vorher ausgefallen ist oder das der Grund für den Ausfall des Rides war, kann ich nicht sagen. Danach hätte sicher jemand eine Nachtschicht. 😉

Insgesamt setzt Disney sehr viel auf Animatronik (damit ist Disney als Themenpärke groß geworden) und hat somit eine ganz andere Ausrichtung als Universal.

Ab 10:00 wird der Park aber unglaublich voll, obwohl es ein normaler Wochentag und nur durchschnittliches Wetter ist. Es sind locker 5x so viel Leute im Vergleich zu Universal. Mir sind es eindeutig zu viele.

Die Zugangswege zum neuen Star Wars Bereich, der Ende des Monats öffnet, bewachen den ganzen Tag 8 Mitarbeiter. Scheinbar hat Disney Angst vor der vorzeitigen Eröffnung (obwohl ich mir recht sicher bin das dahinter auch kein Durchkommen wäre).

Das Feuerwerk am Ende ist ein Gesamtkunstwerk aus Lichteffekten im gesamten Park und moderner, tanzbarer Musik. Das ist sogar besser als im Magic Kingdom in Florida und macht Epcot ernsthaft Konkurrenz.

Freitag – Tag 39 – Disney California Adventure Park

Wie erwartet ist der Park mehr auf Erwachsene ausgelegt. Was passiert, wenn ein Konzern mit der Erfahrung von Disney eine Milliarde in die Hand nimmt und die modernste Technik in einen Themenpark packt?

So war mein Tag. Wow! Ich bin sicher nicht mehr leicht zu beeindrucken was Themenparks angeht aber dieser ist klasse.

Da der Park nicht so extrem voll ist wie das Disneyland macht es auch etwas mehr Spaß. Die guten Attraktionen fahre ich dank Fastpass und single Rider Line 2-5x. Der einzige Kritikpunkt ist also evtl, dass es noch ein paar Attraktionen mehr sein dürften.

Zu den gute Attraktionen, bei denen sich mehrere Fahrten lohnen zählen Soarin, Guardians of the Galaxy (die Attraktion ist extrem gut), Incredicoaster und der Radiator Springs Racer.

Bei Den Guardians gibt es sogar bei jedem Ride noch Variationen (Musik, Vorbereitungsräume, ..,). Da zeigt sich was passiert, wenn man kreative Leute nicht einschränkt! Die Attraktion spielt unglaublich gut mit dem Effekt der Schwerelosigkeit und der Anziehungskraft der Guardians of the Galaxy (allein wenn der Soundtrack startet feiern die Leute schon).

Die Musicalvorstellung von Frozen ist ein Meisterwerk aus Spezialeffekten, Zaubertricks wie von David Copperfield oder den Ehrlich Brothers und moderner Projektionstechnik.

Bei jeder Attraktion abseits der simplen Fahrgeschäfte (wie Karussells) entsteht der Eindruck, dass man so viele Details und Besonderheiten wie möglich eingebaut hat.

Die halbe Truppe der Avengers begegnet mir heute auch: Captain America, Groot, Thor, Gamora, usw.

Heute konnte ich auch erleben wie schwierig der Mix von Singleridern, Fastpass und Standard für die Mitarbeiter an den Fahrgeschäften ist.

Singlerider sollten schneller als nach Standardwartezeit dran kommen und die Fastpass Nutzer fast ohne Wartezeit. Immer klappt das nicht.

Die 30 minütige Schlussshow ist eine Kombination von Feuer-, Wassereffekten, moderner Projektionstechnik (auf dem Wasser auf locker 50m Breite oder auch mehr), Lasereffekten und Licht in allen Farben. Mir hat die Show im Disneyland aber besser gefallen.

Samstag – Tag 40 – 444,3 , Agua Dulce

Der Start in den heutigen Tag fühlt sich an wie ein Kater. An den beiden Vortagen bin ich weit nach Hikermidnight (21:00) ins Bett gekommen. Somit fehlt einiges an Schlaf. Da das Hotel an der Hauptstraße liegt ist es aber ab 6 sehr laut.

Die letzten drei Tage waren das 100% Kontrastprogramm zum Hiken. Essen an jeder Ecke, Toiletten alle paar Meter. Gelaufen bin ich zwar auch nicht wenig aber ich habe auch viel gestanden.

Geplant habe ich den heutigen Tag mangels Zeit nicht. Hikingmotiviert bin ich gerade auch nicht. Es fühlt sich gerade an, als wenn man nach den Ferien wieder in die Schule geht.

Die Muskelschmerzen im Fuß- / Schienbeinbereich sind nach wie vor vorhanden. Aktuell sind sie recht gleichbleibend.

An den Hüftknochen bekomme ich zunehmend Probleme, was wohl mit der deutlichen Gewichtsabnahme zu tun hat (die Knochen stehen nun mehr hervor).

Die große Blase am linken Fuß ist aktuell gleichbleibend und wird aktuell scheinbar nicht schlimmer.

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

<werden später ergänzt>

Wochenrückblick – PCT Woche 5 – Wrightwood

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Izara Serie, wenn ich vor lauter wandern dazu komme.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 27 – 310 – 328,1

Heute ist es wieder deutlich heißer und morgens steht eine ziemlich feuchte Flussquerung an. Ich ziehe mir mal zur Abwechslung die Socken und Gaiters aus.

Anschließend sind die Schuhe und Füße herrlich voll Sand. Ob das mit Socken und Gaitern auch passiert wäre weiß ich nicht. Auf jeden Fall hat die Variante deutlich länger gedauert als einfach durch laufen. Dafür sind die Füße nicht ganz so nass.

Gestern und heute war der Trail nicht so abgelegen wie sonst. Das hat den Vorteil, dass es mehrere Brücken gab (das war bisher nicht der Fall) aber es gab auch viel Müll und hässliches Geschmiere an den Felsen. Zusätzlich ist dieser Trailabschnitt oft mit Beton befestigt. Das war bisher nicht so. Die bisherigen Befestigungen waren überwiegend natürlicher Art (große Steine, Felsblöcke usw.).

Meine Blase am Fuß ist heute wieder deutlich schlimmer. Die Erholungstage in Big Bear haben offenbar wenig gebracht. Es findet sich immer eine Stelle am Rand wo sich Wasser oder Blut sammelt und nach 20 Meilen massiert man das immer in irgend eine Richtung und die Blase wächst weiter.

Das Muskelproblem im Schienbeinbereich ist auch nach wie vor vorhanden und nicht auskuriert. Heute war es wieder etwas schmerzhafter, obwohl wir heute nur +/- 600 Höhenmeter hatten.

Da ich seit Anfang des PCT nicht einen schmerzfreien Tag hatte kommen langsam Zweifel auf. Ich schlucke seit fast einem Monat Ibu – manche machen das den ganzen Trail, viele kommen aber sehr gut ohne aus – aber ist es das wirklich wert dauerhaft Schmerzmittel zu schlucken?

Klar sieht man (fast) jeden Tag einige tolle Sachen. Dafür läuft man aber auch jeden Tag 11 Stunden, und nimmt im meinem Fall entzündungshemmende Mittel mit Nebenwirkungen (und das jetzt schon fast einen Monat mit Dosierungen zwischen 1200-2000mg). Gesund ist anders.

Dazu kommt, dass ich nach wie vor Probleme mit dem Trailfood habe und die Etappen jetzt im Schnitt länger werden.

Die Frage ist nun wie weitermachen? Heute übernachte ich in Cajon Pass. Das ist aber nicht so wie ich es erwartet hatte. Im Prinzip ist das wie eine Autobahnraststätte bei uns. Theoretisch kann man von einer Seite auf die andere gelangen, weil es eine Brücke gibt zur anderen Seite gibt. Die ist aber mehrspurig und die Abfahrten vom Freeway landen direkt davor bzw. dahinter. In den Beschreibungen (PCT Handbook / Guthook) wird das aber nicht erwähnt.

Der Cajon Pass ist also mal wieder nicht für Fußgänger ausgelegt. Als ich gesehen habe wie in dem Bereich gefahren wird habe ich mich abends nicht getraut zu Fuß auf die Verbindungsstraße zu gehen. Hier kann man also nicht mehrere Tage bleiben allein schon wegen der mangelnden Essensauswahl nicht.

Ansonsten ist es am Cajon Pass tierisch laut. Es fahren Tag und Nacht Güterzüge mit 100 Waggons am Pass vorbei und die benutzen ihre Hupen exzessiv, weil der PCT über die Schienen geht. Zusätzlich sind auf dem Freeway teilweise recht laut Autos und Motorräder unterwegs oder es wird gehupt.

Das einzige was man auf der Hotelseite hat ist ein Del Taco und ein Tankstellenshop. Es sind nichtmal Sitzgelegenheiten im Laden vorhanden.

Wrightwood (also die nächste Station des Trails) liegt mal wieder rund 5000 Fuß höher (+ diverses hoch und runter auf dem Weg dorthin). Ob das meine Muskeln / Sehnen aktuell und dem gereizten Zustand aushalten ist zweifelhaft. Auch Wrightwood ist sehr klein und nur bedingt für einen längeren Aufenthalt geeignet.

Ich hatte eigentlich gehofft, das mein Körper sich anpasst aber aktuell sieht es nicht danach aus. Bzw. aktuell ist der Schaden halt schon da und müsste auskuriert werden und nicht nur 4 Tage an denen man teilweise noch weite Wege läuft, wie in Big Bear. D.h. obwohl ich schon hinter dem Zeitplan hänge riskiere ich so langsam Folgeschäden oder zumindest Folgeeffekte.

Heute ist mir jemand begegnet, der am 24.04 gestartet ist (also 8 Tage nach mir). Der hat bisher einen einzigen Zero (Tag ohne Meilen) gemacht. Wenn ich meine Auszeittage abziehe entspricht das also meinem Hikefortschritt. Nur das mein Körper das nicht durchgängig mitmacht. So hätte es also laufen können.

Montag – Tag 28 – 328,1 – 341,9 Cajon Pass

Heute habe ich den Teil gemacht den ich gestern per Lyft übersprungen habe. Also ging es heute Morgen per Lyft Ride zurück zum Picknickplatz.

Die knapp 14 Meilen waren heute schnell erledigt. Ich hatte weniger Gewicht dabei (kein Zelt, kein Schlafsack, keine Mikrospikes und weniger Essen). Zusätzlich hatte ich, keine ein passables Frühstück im Hotel. In ca. 5 Stunden war ich durch. Da merkt man mal wieder welchen Unterschied gutes Essen und weniger Gewicht macht. Mein normaler Schnitt ist ca. 2 Meilen pro Stunde. Heute waren es 3. Der McDonalds als Motivation hat gereicht (und auf McDonalds stehe ich normalerweise nicht besonders – aber alleine 2l kalte Cola können in der Wüste extrem verlockend sein).

Auf dem Weg begegnet mir heute eine verrückte Truppe. Die sind mit vollem Gepäck so schnell wie ich mit leichtem und gutem Frühstück, machen regelmäßig Pause um sich einen Joint zu ziehen, sind stoned und einer raucht noch nebenher was anderes. Die Rennen die Berge mit vollem Gepäck runter und ich sehe sie die ganze Zeit nichts essen. Keine Ahnung wo die ihre Energie hernehmen.

Mittags ging es dann in den McDonalds. Auf dem Trail sieht man immer nur ein paar Hiker aber in an Stellen wie dem McDonalds gleich mal 30.

Ich habe mir mit einem Milchshake, einem Double Quarter Pounder, großen Pommes und 2,5 großen Cola vermutlich locker 3000 Kalorien oder mehr eingeworfen. So was könnte ich jeden Tag brauchen.

Im McDonalds treffe ich auf Dirk (Berliner) und einen Schweizer mit denen ich zwei Stunden quatsche. Es ist schon was anderes in der Muttersprache zu reden.

Um 3 begebe ich mich langsam zurück zum Hotel (ich traue mich über die Vierspurige Interstate mit 4 Freewayzufahrten) und hole meine neuen Hikingstöcke im Hotel ab. Da die wieder aus Carbon sind (ich hatte auf dem Trail keine Zeit um Alternativen zu suchen), suche ich mir nun zwei Alternativen aus Aluminium und lege sie auf der Amazon Wunschliste ab. Wahnsinn wie dreckig der Kork nach rund 450 Meilen ist.

Zusätzlich muss ich den Rucksack packen und die nächste Etappe planen. Anschließen lese ich ein wenig und schöne die Füße. Viel Freizeit bleibt also auch heute nicht.

Dienstag – Tag 29 – 341,9 Cajon Pass – 361,7

Viel zu berichten gibt es heute nicht. Die 1700 Höhenmeter waren wir erwartet anstrengend.

Wenig motivierend, das ein gute Teil parallel zu der Straße verlief (wenn auch deutlich höher), die einen in ein paar Minuten zum Ziel gebracht hätte.

Viel verpasst hätte man zumindest nicht, wenn man den heutigen Abschnitt nicht gelaufen wäre.

Heute ist mir während eines Gesprächs mit einer anderen Hikerin klarer geworden, warum ich aktuell mit dem PCT so hadere (mal ganz abgesehen von den Gesundheits- und Essensproblemen).

Panorama

Für mich ist es kein Spaß 11 Stunden am Tag mit schlechtem Essen zu wandern, das ist für mich Arbeit. Zu viel mehr als schlafen, essen, wandern kommt man auf dem Trail nicht, wenn man >=20 Meilen laufen möchte. Wenn man weniger läuft, schleppt man mehr Essen und Wasser und muss sich noch mehr mit dem Trailfood rumschlagen.

Ich genieße die schönen An- und Ausblicke entlang des PCT. Diese gibt es mal häufiger, mal weniger häufig. Das Wandern ist nur notwendiges Mittel dazu. D.h. man hat auch Tage, wo die Belohnung = 0 ist aber voller Einsatz gefordert ist.

Für manche ist das Wandern selbst der Spaß. Ich glaube das macht einen Wesentlichen Motivationsunterschied, der vermutlich auch darüber entscheidet, ob man den PCT beendet oder nicht.

Mittwoch – Tag 30 – 361,7 – 369,3 Wrightwood

Da ich auf rund 8100 Fuß gecampt habe, war es nachts echt kalt. Der Wind hat nachts zugenommen.

Auch heute gab es nicht viel zu sehen. Ich laufe an diversen Skiliften vorbei und sehe was der Natur angetan wird (nicht die Skilifte an sich aber es sind große Flächen mit Raupen platt gefahren – es ist nicht mal mehr eine Grasnarbe vorhanden).

Der Abstieg ist leider kein Abstieg, sondern es geht immer wieder hoch und runter, bevor es dann in die Stadt geht. Das nervt teilweise wirklich dieses sinnlose hoch und runter. Heute lag stellenweise wieder Schnee auf dem Trail und es war ziemlich rutschig.

Meine Wasserplanung kam ziemlich genau hin. Für die etwas über 25 Meilen habe ich 5,5l benötigt und 6l hatte ich dabei.

Beim Ride in die Stadt habe ich richtig Glück. Ich sehe aus grob 150m Entfernung wie eine andere Hikerin ein Auto anhält. Offenbar hat der Fahrer mich auch gesehen und nimmt mich noch mit. Top! Er gibt uns sogar noch seine Karte, falls wir Hilfe benötigen. Ich komme darauf zurück, wenn ich wieder auf den Trail möchte!

Da meine Probleme mit den Sehnen und Muskeln im Schienbein und Fußgelenkbereich + Riesenblase nach wie vor vorhanden sind und man in Wrightwood ein ganz gutes Essensangebot hat, beschließe ich 2,5 Tage zu bleiben – Preis per Airbnb 290€. Nett, oder? Im Hotel wäre es mindestens 100€ teurer und wir reden nicht über herausragende Unterkünfte. Da ist noch keinerlei Essen dabei. Das schlägt mit 60$ oder mehr pro Tag extra zu Buche.

Was mir heute übrigens aufgefallen ist: Eine Pizza kann man teilweise im Dorfladen online (6 Randvarianten, verschiedene Soßen, extra Käse, Extra Soße, 20 Beläge, Sonderwünsche) so konfigurieren, wie bei uns Autos. Autos wiederum kann man bei den Amerikanern nicht konfigurieren. Verkehrte Welt!

Heute bin ich übrigens seit einen Monat unterwegs und habe ca. 370 Meilen geschafft. Die Höhenmeter kann ich nicht genau benennen aber es waren schon deutlich über 20.000m. Das ist keine umwerfende Leistung aber immerhin. Anders funktioniert es für mich auch nicht, ich brauche die Auszeittage sowohl zur Regeneration als auch um mal andere Dinge in den Kopf zu bekommen als nur 11 Stunden wandern, essen, schlafen und von vorn.

Als ich zuletzt auf der Wage Stand (in Big Bear beim Arzt habe ich mit Schuhen und Kleidung noch 72kg gewogen. Der Gewichtstrend geht also eindeutig nach unten.

Donnerstag – Tag 31

Heute regnet es (den ganzen Morgen). Es ist immer schön, wenn man an solchen Tagen nicht auf dem Trail ist. Der Regen beim Wandern ist das eine (nicht schön aber erträglich). Abends das Zelt im Regen aufstellen ist schon deutlich schlimmer. Dann hat man noch den Nassen Rucksack und die Regenklamotten, die man nicht trocken bekommt. Im Zelt sammelt sich Kondenswasser an den Wänden und am nächsten Morgen bzw. Abend wird es dann noch besser. Die Regenklamotten fühlen sich am  nächsten Tag  nass von innen und außen an. Die Schuhe sind eh noch Nass. Das Zelt ist sowohl innen und außen klatschnass.

Ich mache mir heute ein paar Gedanken über die Wasserversorgung in den nächsten Tagen, das benötigte Essen und kaufe einiges im Supermarkt. Das sind die Dinge die man normalerweise an den sogenannten Zero Days macht. Zero hört sich immer nach Freizeit an. Die Tage sind aber im allgemeinen recht vollgestopft mit solchen Dingen. Man muss sich im Ort orientieren, schauen was man wo kaufen kann usw.

Da ich bei der nächsten Station (Agua Dulce) die maximale Nähe zu LA erreiche, spiele ich mit dem Gedanken ein drei oder vier Tage die Universal Studios Hollywood und Disneyland zu besuchen. So richtig fußschonend ist das vermutlich nicht (ok, das ist überhaupt nicht fußschonend aber vermutlich trotzdem besser als Hiken). Aber näher werde ich so schnell an LA nicht wieder dran kommen. Für den Trailfortschritt ist es auch nicht zuträglich aber ich sehe eh noch nicht, dass ich den ganzen Trail laufe. Mein Ziel ist Yosemite. Danach kann ich mir auch gut vorstellen Rosinen zu picken. Das geht natürlich nur begrenzt. Manchmal gibt es wirklich tolle Ausblicke entlang des Trails, die nirgends erwähnt werden (das ist sogar öfter mal der Fall). Es gibt aber auch eben extrem anstrengende Tage, die optisch überhaupt nicht belohnt werden.

Ich ärgere mich gerade ein wenig, dass ich mal wieder dem Wetterbricht getraut habe. Ich habe für die folgende Nacht auch noch das Zimmer gebucht, weil Regen vorhergesagt war. Jetzt ist der Regen auf Sonntag verschoben. Hoffentlich bleibt wenigstens das so, ich bin nicht wirklich scharf drauf auf 9000 Fuß von Schneeschauern überrascht zu werden zumal es da oben gewaltig windig war vor Wrightwood.

Kaum bin ich heute zum Supermarkt und zurück gelaufen macht sich die Blase wieder unangenehm bemerkbar. Die geht nun sogar bis in die Zwischenräume zu den Zehen, weil dort die Flüssigkeit leichter entweichen konnte als in dem Bereich wo Hornhaut ist.

Freitag – Tag 32 – Wrightwood

Meiner ursprünglichen Planung hänge ich durch die diversen Zero Days ca. 7 Tage hinterher. Das es nicht mehr ist, liegt daran, dass ich mehr Meilen pro Tag mache als ich vorgesehen habe. Dafür mache ich zum Ausgleich deutlich mehr Tage ohne Meilen, als ursprünglich geplant.

Mit Blick auf den aktuellen Schneestand ist das aber nicht schlimm. Ich bin mir nicht mal sicher, ob Mitte oder Ende Juni gut zum Passieren von dem Bereich nördlich von Kennedy Meadows ist. Irgendwann setzt der Hauptteil der Schneeschmelze ein und dann werden die Flüsse zu reißenden Strömen, die nicht passierbar sind oder wo dies schnell lebensgefährlich ist.

Meine bisherige Erfahrung vom Trail ist, dass ich weder auf feuchte Flussquerungen stehe (davon hatte ich bestimmt schon 25 oder mehr), noch auf Schnee auf dem Trail (auch davon hatte ich bereits genug). Heute wäre aber abseits meiner nach wie vor vorhandenen Probleme (Blasen und Schmerzen im Bereich Fußgelenk und Schienbein Sehnen bzw. Muskeln) ein toller Tag zum hiken.

Samstag – Tag 33 – 369,3 – 389,1 Baden Powell

Heute geht es weiter. Ich habe die Wahl zwischen 3000 Fuß auf 4 Meilen einen Berg hochklettern und anschließend wieder runter oder die Straße nehmen und auf einem Höhenlevel bleiben. Was man wo zu sehen bekommt ist die Frage. Unattraktiver als die Straße wird der Berg aber wohl kaum sein, dafür aber ungleich anstrengender.

Ich entscheide mich für den Berg.

Zu allem Überfluss soll es morgen auch noch regnen bzw. auf dem Berg evtl. sogar noch Schneien. Wobei der Regen heute nach dem Zeltaufbau begonnen hat. D.h morgen ist das Zelt nass von innen und außen + nasse Klamotten. Das ist echt zum abgewöhnen.

Heute waren es wieder über 1600m Steigung. Auf dem Mount Baden Powell lag in der kompletten Gipfelregion Schnee und man konnte wieder such den Trail spielen.

Interessant ist, dass es über den Jacinto eine eigene Schneeseite gibt. Für den Baden Powell habe ich nichts gefunden.

Weiterhin steht der aktuell einzige gesperrte Teil des PCT an. Weil ein Frosch gefährdet ist, wurde eine Teilsektion für unbestimmte Zeit gesperrt.

Panorama

Den Sonntag findet ihr aufgrund der Zeitverschiebung im nächsten Rückblick.

Weitere Leselaunen

Ein kleiner Leseflow bei TrallafittibooksErotik & Comics bei Saskias Books Deutsch/Polnische Freundschaft at it’s best! bei Lieblingsleseplatz ∗ Allzuzwischenmenschliches bei Lieschen liest Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Geburtstags-Delay bei Nerd mit Nadel ∗ Lese- und Star Wars-Wochenendebei Umivankebookie ∗ Vom ESC 2019 und Avengers Endgame bei Bellas Wonderworld ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗ Erkältung per Express bei Letterheart ∗ Erster Sonnenbrand bei Nadines bunte Bücherwelt

Wochenrückblick – PCT Woche 4 – Stillstand und kleine Fortschritte

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen. Dank meiner ungeplanten Auszeit bin ich nun bei Teil 2 angelangt und habe diesen beendet.

Weiterhin habe ich die Izara Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit. Diese Woche hatte ich Zeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 20

Stillstand. Meine Füße sind morgens mindestens genauso geschwollen, wie am Vorabend. Auch die Schmerzen Muskelbereich sind heftig. Ich recherchiere im Netz.

Wie üblich findet man im Internet viel aber oft auch Gegensätzliches. Einige empfehlen Ibuprofen zur Entzündungslinderung, andere schreiben, dass das Problem (geschwollene Extremitäten) durch Ibu erst verursacht werden kann. Ich entschließe mich heute kein Ibu zu nehmen, etwas den schmerzenden Muskelbereich zu kühlen und die Füße hoch zu lagern.

Bisher sind aber fast alle Schmerzen am nächsten Tag deutlich geringer gewesen. Das es jetzt nicht so ist, deutet auf ein langwierigeres Problem hin und macht mir Sorgen.

Für einen potentiellen Thru Hiker ist das so mit der schlimmste Zustand. Man müsste Einkaufen und Dinge erledigen an ein Zero und dann schnellstmöglich auf den Trail zurück.

Momentan kann ich aber kaum laufen. Der Trail ist also gerade in weite Ferne gerückt.

Ich bewege mich heute so wenig wie möglich. Lediglich zum Frühstück, Mittag-, Abendessen laufe ich ein paar Meter und zur Reinigung.

Beim Frühstück treffe ich Hiker, die mit mir gestartet sind und die ich immer wieder entlang des Weges getroffen habe. Die sind nun auf und davon.

Heute lerne ich die amerikanische Laundry Variante kennen. Gut, dass ich Waschmittel dabei hatte. Es gab dort keins. Die Waschmaschinen haben vier Temperaturoptionen in Textform. Was die Einstellungen bedeuten kann man nur raten.

Weitere Optionen gibt es nicht (geschleudert wird irgendwie). Ich wähle die kalt Option und stehe ca. 25 Minuten vor der Maschine.

Im Gegensatz zu der seltsamen Wäsche in Idyllwild sieht mein Merino/Funktionsshirt nach der Wäsche normal aus und riecht auch gut. Sauber ist es sogar auch noch. Es hilft also deutlich Color Waschmittel zu nutzen (was auch immer für ein Zeug im Idyllwild in verwendet wurde, selbst Vollwaschmittel sollte keine so verheerenden Schäden anrichten).

Warum so viele Amerikaner keine eigene Waschmaschine haben verstehe ich aber nicht.

Man muss übrigens aufpassen was in der Maschine noch an Restmittelchen drin ist. In einigen waren Weichspülerreste, die auch hervorragend geeignet sind Sportbekleidung zu vernichten.

Den Rest des Tages hänge ich auf dem Hotelzimmer rum, surfe etwas auf dem Handy im Internet und lese ein wenig.

Soll mein Hike hier schon zu Ende sein? Nach gerade mal knappen 10% der Strecke und nachdem es bisher verhältnismäßig gut gelaufen ist?

Da fällt mir übrigens ein, dass meine Fitnesswatch mir nach den ersten Etappen 20h, dann 30 Stunden, dann 3 Tage und anschließend 5 Tage Ruhe verordnet hat. Jetzt bekommt sie ihren Willen,

Ansonsten sagt die Uhr ihr Sportalter entspricht einer ausgezeichneten 20 jährigen Person. Tja, mehr oder weniger. Ich fühle mich gerade nicht so. ^^

Montag – Tag 21

Meine Füße sind nach wie vor ziemlich stark geschwollen. Ich beschließe zum Arzt zu gehen. Zum Glück weiß ich morgens noch nicht was mich erwartet.

Ich rufe im Rural Health Center an, um mir einen Termin geben zu lassen bzw. zu fragen, ob ich ohne Anmeldung vorbeikommen kann. Zuerst nimmt den Anruf jemand an und dann hänge ich in einer Endloswarteschlange.

Ich beschließe zum Krankenhaus zu fahren, stelle dann aber fest, dass keine Uber Fahrer verfügbar sind. D.h. also laufen (ca. 1 Meile). Am Krankenhaus stelle ich fest, dass das nur aus einer Notaufnahme und einigen Betten besteht, nebenan aber eine Niederlassung des Rural Health Center angesiedelt ist.

Die Dame am Anfang stellt mich vor die Wahl entweder eine unbestimmte Zeit warten oder um 1:00 einen Termin in der zweiten Niederlassung wahrnehmen. Ich nutze die zweite Option.

Da ich nun nur noch eine halbe Meile vom Supermarkt entfernt bin, kaufe ich gleich noch Trailfood für die nächste Etappe und gehe zurück zum Hotel. Jetzt habe ich schon mindestens 3 Meilen hinter mir.

Am Supermarkt treffe ich auf eine Gruppe, die mit mir zusammen begonnen hat und die wieder Richtung Trail loszieht.

Im Hotel lese ich ein wenig und obwohl ich den Arzttermin erst um 1:00 habe, versuche ich es um 12:00 mit Uber. Fehlanzeige. Ich stelle fest, dass ich bei der Fahrt nach Big Bear richtig Glück hatte. Das war wohl der einzige Uber Fahrer in Big Bear und der fährt nur am Wochenende.

Dann versuche ich es bei einem Trailangel, der aber abarbeiten muss und mich daher abwimmelt.

Anschließend rufe ich beim Taxiunternehmen an, bei den ein Band läuft, dass mir mitteilt, dass niemand verfügbar ist.

Also bleibt mir nur die 2,5 Meilen in jede Richtung zu laufen. Genau das was meine Füße brauchen.

Die Ärztin hört sich meine Geschichte an und verschreibt mir vier Entwässerungspillen. Die Daten werden direkt elektronisch an die Pharmacy übertragen. Die 4 Pillen kosten 12$, der Arztbesuch pauschal 50$. Ansonsten ist der Rat Beine hoch legen und als Ausgleich zu den Entwässerungspillen eine Banane am Tag.

Ich bin gespannt. Wenn wirklich zu viel Wasser das Problem ist, kommt das Problem auf dem Trail vermutlich wieder. Was ich jetzt aber mal testen werde ist die Matratze bei Schräglage so auszurichten, dass die Beine oben sind.

Bach dem ganzen Laufen heute Schmerzen meine Muskeln wieder. Ich beschließe also bis einschließlich Donnerstag Pause zu machen. Der Thru Hike rückt also in weite Ferne.

Auf dem Rückweg zum Hotel (im Burgerladen) treffe ich noch einen Hiker, der mit mir den Hike begonnen hat.

Ich war also heute den ganzen Tag unterwegs ohne viel erreicht zuhaben. Aber zumindest habe ich etwas Einblick in das amerikanische Gesundheitssystem bekommen.

Dienstag – Tag 22

Die Schwellung hat wieder etwas abgenommen aber es geht leider recht langsam.

Die Schmerzen sind leider immer noch vorhanden. Vermutlich gehen die nicht so schnell weg.

Ich bereits heute die Ausrüstung auf die nächste Etappe vor, schone mich, kühle, lege die Füße hoch und lese.

Da ich heute sonst nichts zu schreiben habe, möchte ich ein paar Gedanken zu der Beziehung unter den Hikern loswerden.

Als Hiker erkennt man sich auch abseits des Trails recht einfach, man grüßt sich, wechselt ein paar Worte und oft wird man gefragt wie es einem geht (das ist aber eine reine Höflichkeitsfloskel, eine ehrliche Antwort erwartet niemand).

Es gibt auch Gruppen die zusammen laufen. Da muss dann die Geschwindigkeit von allen zueinander passen. In den Gruppen entwickelt sich natürlich eine andere Beziehung, wenn sie über längere Zeit bestehen bleiben (oft ist das nicht der Fall).

Oft sind auch Pärchen zusammen unterwegs.

Die vielbeschworenen tiefen Freundschaften, die teilweise in Büchern über den PCT beschrieben werden, konnte ich bisher nicht ausmachen. Aber es sind ja auch erst knappe 10% der Strecke geschafft.

Für fast alle hat der Trail bzw. das Weiterkommen oberste Priorität.

Auch die Trailmagic (Essen / Getränke) am Trail scheint mir etwas weniger geworden zu sein, als ich den Eindruck in Büchern hatte. Aber das ist auch immer eine Frage vom richtigen Timing. In Julien hatte ich ja wirklich Glück.

Vermutlich hat beides etwas mit der stark erhöhten Zahl der Hiker zu tun.

Heute habe ich ein ganzes Buch gelesen. Ganz unerwartet kam die Situation ja nicht. Man liest schließlich in genügend PCT Blogs von Verletzung abgedingten Ausfällen und Problemen. Trotzdem hofft man natürlich, dass einem das erspart bleibt. Ich hoffe auf jeden Fall das es danach wieder besser läuft. 5 Tage Auszeit sind potentiell 100 fehlende Meilen.

Mittwoch – Tag 23

Die Schwellung ist jetzt fast weg . Die Schmerzen im Sehnen / Muskelbereich noch vorhanden aber nicht mehr so schlimm wie vorher. Der Körper benötigt halt einige Zeit zur Regeneration. Ich hoffe das war nun genug.

Neben Uber habe ich jetzt noch Lyft entdeckt. Dort kann man Fahrten vorausplanen. Das hilft aber auch nur, wenn in der Region Fahrer sind und die Fahrten akzeptieren. Hier in Big Bear scheint das echt schwer zu sein. Ergo kein Bus, kein Taxi, meist keine privaten Alternativen. Hitchhikern von der Stadt aus kann man quasi vergessen, weil eine vierspurige Straße mitten durch die Stadt geht. Da hält niemand an.

Heute war ich im Hostel in Big Bear, weil ich dahin neue Schuhe und Socken geschickt habe. So richtig sympathisch es mir der Laden nicht. Alle Türen sind zu und überall sind Codeschlösser.

Links nach 250 Meilen, rechts neu

Hinweisschilder auf Cameraüberwachung gab es auch und die Post gab es nur per Ausweis. So richtig un-hiker-mäßig. Der Besitzer hat mich auch erstmal auflaufen lassen. Er saß in der Raucherecke und hat mich schön vor die verschlossenen Türen laufen lassen. Erst auf meinen Anruf kam er dann mit Verzögerung: Die Botschaft – du schläfst nicht bei uns, als wirst du entsprechend behandelt. Für den Service habe ich dann 5$ bezahlt.

Man könnte die Pakete auch kostenlos zum Postamt schicken. Das Problem ist nur, dass man normalerweise schnell weiter möchte. Da können einem die Öffnungszeiten einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen.

Manchmal wird mit den Hikern einfach nur Geld gemacht.

Donnerstag – Tag 24 – 252,1 – 266,1

Die Gesamtschwellung an beiden Füßen ist weg. Die Schmerzen im Bereich über den Fußgelenken nicht.

Zu allem Überfluss löst sich die Haut an der großen Blase unter dem linken Fuß nun ab. Die neue darunter ist rosa und nicht widerstandsfähig. Ich habe über die gesamte Blase ein Blasenpflaster geklebt. Nach bisheriger Erfahrung ist das aber bei ganztägigem Hiken auch keine gute Idee allein schon wegen dem Schweiß.

Ich beschließe mich das fehlende Teilstück zum regulären Townausstieg zu laufen, da ich einen Lyft Ride ergattert habe. Abends geht es dann ins Hotel und morgen hoffentlich weiter. Besonders optimistisch bin ich aktuell nicht.

Nachdem ich das Teilstück heute gelaufen bin ist das Ergebnis wie erwartet. Die Schmerzen an den Schienbeinen sind nach wie vor vorhanden. Offiziell heißt das wohl “Shin Splints” und benötigt mehrere Wochen zur Heilung und kann bei Ignorieren schlimmer werden.

Helfen soll Eis, Füße hochlegen, Kompression, Ibu. Also das Übliche (ich bin nun auf höhere Socken gewechselt). Das Stück heute war kein Highlight aber nun habe ich zumindest 10% des Trails geschafft. Wenn man ein ordentliches Frühstück hat läuft es sich auch gleich besser.

Heute hatte ich zum ersten Mal relativ leichtes Gepäck, da ich ja abends ins Hotel zurück gekehrt bin. Das macht das Laufen viel angenehmer.

Heute ist mir jemand begegnet, der schneller wandert als ich und am 04.04 los gelaufen ist. Das sind 12 Tage eher als bei mir. Der hat 8 Tage Zeros in Idyllwild gemacht. Nicht weil er musste, sondern weil es ihm dort gefiel. So geht’s auch.

Freitag – Tag 25 – 266,1 – 289,9

Ich werde heute vorsichtig die nächste Sektion angehen. Um 7:00 werde ich vom Lyft Fahrer abgeholt. Ich hoffe ich komme bis zum Cajon Pass ohne grõßere Probleme. Das sind aber immerhin 80 Meilen.

Der Tag fängt ziemlich mystisch an. Es ist nebelig und aufgrund der Höhe laufe ich auch teilweise durch Wolken. Später fängt es an zu Nudeln und dann zu regnen.

Abends wird es immer schlimmer. Ich baue das Zelt zum ersten Mal im Regen auf. Das wird morgen eine Riesensauerei.

Der Wetterbericht lautete eigentlich bedeckt. Nun soll es morgen auch schütten.

Meine Beine wollen nach 14 Meilen nicht mehr bzw. ich habe wieder recht starke Schmerzen in den Muskeln im Schienbeinbereich. Später geht es wieder besser. Die hohen Socken bringen scheinbar etwas aber ich fürchte das muss ich richtig auskurieren.

Heute musste ich auch die neuen Schuhe einlaufen. Interessanterweise hat der rechte Schuh am rechten FußKnöchel gedrückt, der Vorgänger nicht (identisches Model).

Heute gab es Trailmagic – kalte Getränke in der Kühlbox, Kekse und Wasser (neben einem Fluss). Die Position von Trailmagic ist manchmal so eine Sache. Mir hat es den Tag gerettet auch wenn es nur Cola loggt gab (light, echt jetzt für Hiker? Aber der gute Wille zählt!)

Samstag – Tag 26 – 289,9 – 310

Die Nacht war Ereignisreich. Es gab nicht nur massig Regen, sondern auch Sturm. Um kurz nach 12 ist mir Wasser ins Gesicht gespritzt und ich bin Wach geworden. Ein Zeltvordach hatte sich gelöst, was daran lag, dass ich das Zelt im Regen nicht optimal aufgebaut hatte.

Ich habe das Problem nachts bei strömenden Regen von innen lösen können, bin aber trotzdem etwas feucht geworden.

Regen ist auf dem Zelt übrigens ziemlich laut. Wobei ich nachts teilweise der Meinung war, dass es eher Hagel war.

Der temporäre Fix hat bis zum Morgen gehalten. Um kurz vor 7 gab es die letzte Dusche. Das Zelt war klatschnass – sowohl von außen als auch von Innen. So schwer wie Heute war es noch nie.

Alle Flussquerungen heute ließen sich mit Klettergeschick und Glück trocken erledigen.

Ich fürchte morgen kommt wieder eine feuchte Querung von einem ziemlich großen Fluss.

Heute stimmte der Wetterbericht zum Glück auch nicht. Abseits von ein paar Tropfen Regen um 10:00 und um 16:00 war es trocken und es gab auch nicht das angekündigte Gewitter.

I

Heute habe ich übrigens meinen zweiten Hikingstock vernichtet. Dieses Mal ist nicht nur die Spitze, sondern das ganze untere Element gebrochen. Bei seitlichen Belastungen ist Carbon wirklich sehr instabil. Ich habe jetzt mangels Recherchezeit die gleichen vom Trail bestellt. Evtl. Sollte ich mir doch mal welche aus Alu anschauen.

Mein Zelt steht nun windschief, da die Höhe nicht mehr passt.

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H.O.M.E. [Serie]

H.O.M.E. Das Erwachen - Eva Siegmund

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Eva Siegmund

Teile der Serie:

  • H.O.M.E. – Das Erwachen (448 Seiten)
  • H.O.M.E. – Die Mission (448 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Natürlich war es gefährlich, sein Herz im Gesicht oder auf der Zunge zu tragen, aber in diesem Augenblick fragte ich mich, ob es wirklich so viel besser war, es zu verstecken und zu verleugnen. Wenn man es zu oft zum Schweigen brachte, hörte es vielleicht irgendwann auf zu sprechen, dachte ich.

Die Hauptcharakterin Zoë befindet sich in einer Akademie und wird ihr ganzes Leben lang auf eine Mission vorbereitet, bis sie kurz vor Beginn der ominösen Mission in einer ganz anderen Realität erwacht, in der sie 12 Jahre verschwunden war.

Angeblich lag sie im Koma. Die Bruchstücke fügen sich aber nicht zusammen. Was ist real und was nicht?

Was ist wirklich passiert und welche Akteure stecken dahinter?

Wie bei vielen Jugendbüchern ist die Geschichte etwas naiv. Von Anfang an passen viele Dinge nicht zusammen aber die meisten Charaktere hinterfragen dies nicht.

Der Grundplot erinnert an “Matrix” – dem Leser wird das sehr schnell klar. Die Akteure benötigen deutlich länger für diese Erkenntnis, was aber nachvollziehbar ist.

Buch 2:

»Eigentlich« ist ein hässliches Wort. Es steht für all das, was wir uns vorgenommen, aber nicht geschafft haben. Dafür, wie es sein sollte, aber nicht war.

Zoë weiß nun, dass der größte Teil ihres Lebens nur in einer Computersimulation stattgefunden hat. Sie weiß wer dafür verantwortlich ist und kann doch nicht verhindern, dass sie zu einer Mission gezwungen wird, um den Reichen der Welt ein angenehmeres Leben zu ermöglichen.

Die obligatorische Liebesgeschichte ist auch hier vorhanden und spiegelt sich in einer Dreiecksbeziehung wieder.

Interessant ist die Gruppendynamik und die Gedanken zu erleben. Es stellt sich schnell heraus, dass es alle andere als einfach ist die Mission zu leiten.

Die Logik bleibt in zweiten Teil leider ab und an auf der Strecke.

Fazit:

Zwar war mir mittlerweile klar, dass diese kaputte, wasserlose Welt mit all ihren schlechten Menschen und Gefahren die echte Welt war, während sich Jonah in der falschen befand …

Aus meiner Sicht hätte man noch mehr aus der Serie holen können. Der Grundplot ist sehr interessant. Die Auflösung am Ende auch recht stimmig.

 

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wenn die Wände Ohren haben, dann wurden die Gefährlichen Sachen (Ort und Zeit des geplanten Gespräches und zu erwartender Inhalt) bei der Unterredung mit dem Professor bereits gesagt. Somit hätte er auch problemlos mehr erzählen können.
  • Nachdem sowohl Kip als auch Zoës Familie verschwunden ist, da ist es ziemlich naheliegend, dass die Falle beim Professor lauert. Wobei man Zoë auch in der Wohnung ihrer Eltern schon hätte schnappen können. So gibt man ihr die Möglichkeit zur Flucht, die sie nicht nutzt.
  • Zoë ist der Meinung, dass man sie lebend braucht, ergibt sich aber bei der Bedrohung mit einer Waffe. Warum?
  • Die Basis der Geschichte ist nicht ganz logisch. Wenn alte Menschen den neuen Planeten aufgrund der Flugzeit eh nicht erreichen können, hätten sie wohl kaum so viel Geld ausgegeben. Später ist von drei Jahren die Rede, in denen man aber aufgrund von einer Reisegeschwindigkeit annähernd der Lichtgeschwindigkeit weniger altert. Das passt nicht so ganz zusammen.
  • Das Bestrafungsmodell ist unlogisch. Wenn Crewmitglieder getötet werden, dann scheitert die Mission. Somit ist töten als Strafe ein ungeeignetes Mittel.
  • Der Planet ist voller Leben und das größte Gewässer ist knapp über 250m lang? Davon mal abgesehen wie groß soll denn das Schiff sein, wenn in die Mensa schon 500 Leute passen, ein Riesenlager, die Cryokammern, Krankenstation, diverse Quartiere, Brücke, Gefängniszellen usw. vorhanden sind?
  • In dem Minisee sind Riesenkrokodile zu Hause, die viel Größer als die auf der Erde sind?
  • Das Jonah das Logbuch mit dem neuen Wissen über H.O.M.E. fortführt ist nicht so schlau. Nach der Auflösung hätte Zoë den Inhalt übrigens eh nicht gekannt und somit auch nicht der Leser.
  • Wieso muss man zum Sendemast laufen um zu Kommunizieren? Das Schiff sollte Kontakt haben. Sonst würde PIPER auch nicht funktionieren.
  • Wenn der Flug in nahezu Lichtgeschwindigkeit 3 Jahre dauert, wie lang ist die Laufzeit des Funksignals? Sicher nicht ein paar Stunden. Davon abgesehen würde jede Nachricht so lange benötigen. Wirkliche Kommunikation wäre also unmöglich
  • Das PIPER Programm könnte aufgrund der Kommunikationslaufzeiten nicht von der Erde gesteuert werden
  • Ein Bunker ist i.d.R. so gebaut, dass die kritischen Systeme wie die Luftversorgung redundant sind
  • Das Verhalten der  Nachtaffen in der Hütte (erste Begegnung) passt nicht zu ihrem hohen Intelligenzlevel.

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Wochenrückblick – PCT Woche 3 – Pause und San Jacinto

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

Eine Pizza am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen – von mir selbst aus Erfahrung als Hiker

Und sonst so:

Sonntag 176,4 – Humber Park Trailhead – Idyllwild – Tag 13

Heute habe ich den Trail mal von einer anderen Seite kennengelernt. Eigentlich hatte ich nicht viel Strecke zur Saddle Junction vor mir. Das die Strecke es aber so sehr in sich haben würde, hätte ich nicht gedacht. Der Schnee vom Vortag war Harmlos. In diesem Bereich war über weite Strecken kein Trail mehr zu sehen. Der Schnee war teilweise über einen Meter hoch. Da er angefangen hatte zu tauen, war er teilweise instabil und rutschig. Da helfen selbst Microspikes nur begrenzt. Weiterhin kann man jeder Zeit einbrechen, was dann zu Verletzungen führen kann.

Zwischendurch war ich somit auf das GPS angewiesen. Dummerweise haben mein Handy und die GPS Uhr andere Trailverläufe angezeigt. Nach etwas querfeldein (was locker eine Stunde gedauert hat), haben wir dann in einer kleinen Gruppe den Trail gefunden.

Die Fußspuren von anderen Hikern waren auch nicht wirklich hilfreich, da die quasi in alle Richtungen verliefen.

Nach dem ich dann deutlich später am Trailhead war als gedacht (ich glaube so um 8:30 oder 9:00) habe ich dann festgestellt, dass es dort keinen Handyempfang gab.

Montag – Zero in Idyllwild – Tag 14

Ihr denkt an so einem Zero hat man langeweile. Nachdem ich gestern total platt war als ich vom Trail kam und quasi primär Flüssignahrung zu mir genommen habe, setzt so langsam der Hiker Hunger ein. Morgens habe ich geplant wie viel essen ich benötige und vor allem was, wo ich meine Bounce Box hinschicke, was ich auffüllen muss, Akkus laden, umpacken usw. – Telefonieren mit den Freunden, Frühstücken, Einkaufen. Essen und diverse andere Sachen. Fahrt zurück zum Trail organisieren, Blog schreiben, Ab zum Sportgeschäft, Salbe für die Füße organisieren, Blasenbehandlung, Mittagessen, Bounce Box zur Post bringen, Duschen, Klamotte Reinigen usw.

Freizeit: Fehlanzeige. Kein Vollzeitjob benötigt ansatzweise so viel Zeit wie Hiken. Selbst ein Zero ist voll ausgebucht.

Meine Momentanen “Verletzungen” sind übrigens wie folgt.

  • Eine sehr große Blase am linken großen Zeh (wenn die noch schlimmer wird, brauche ich dafür ggf. mehrere Tage Auszeit.
  • Schwellung am linken Muskel über dem Fußknöchel
  • Tendinitis an der rechten Achillesferse
  • Eine Blase in der nähe des großen Zehs an dem rechten Fuß (bisher harmlos)
  • Schmerzen hat man als Hiker überall. In den Hüften, den Schultern, wo der Brustgurt aufliegt, wo die Schultergurte aufliegen, usw.

Heute schüttet es übrigens wie aus Eimern. Ich bin somit nicht so traurig, dass ich nicht am Trail bin. Ich bin mir nur noch nicht so sicher, was das für morgen bedeutet. Das könnte auf 3000m auch zu Eis werden auf dem vorhandenen Schnee.

Heute hatte ich auch wieder ordentlich Hunger. Morgens gab es eine interessante Mischung aus Eiern, Schinken, Kartoffeln, irgendwelchem Grünzeug, Toast. Mittags einen Burger mit Pommes und 2 Stunden nach dem Burger hatte ich schon wieder Hunger. Nachmittags habe ich dann eine halbe Pizza und später den Rest verdrückt.

Wäsche waschen lassen sollte man im Idyllwild Inn übrigens nicht. Mein Icebreaker Shirt hatte danach eine andere Farbe an diversen Stellen. Ich vermute, dass ein Waschmittel mit Bleiche verwendet wurde.

Dienstag – Idyllwild – Humberton Park Trailhead bzw. Saddle Junction 179,4 – San Jacinto hoch und runter 185,6 – Tag 15

Panorama 1

Heute geht es erst um 8:15 zum Trail, da das Hotel erst um die Zeit zum Trail fährt (warum das vor 2 Tagen um 7:00 stattgefunden hat, verstehe ich somit nicht so ganz).

Panorama 2

Da der Tag normalerweise um ca. 18:00 endet, muss man seine Planung dementsprechend auslegen. D.h. man muss um 18:00 irgendwo sein, wo man sein Zelt aufstellen kann (oder man muss im dunkeln hiken, was gerade am San Jacinto ziemlich gefährlich sein kann). Wenn man den Trail tagsüber schon kaum findet, dann nachts erst recht nicht.

Nachts wird es auch ziemlich kalt auf ca. 3000m Höhe.

Da wir so spät anfangen zu Hiken ist es schon fast Mittag, als wir an der Stelle ankommen, wo man sich zwischen PCT und San Jacinto Peak entscheiden muss. Zusätzlich findet gerade eine Hubschrauberrettungsaktion statt, die unseren Aufstieg weiter verzögert.

Das ist übrigens sehr beruhigend, wenn der Rettungshubschrauber zwei Stunden über einem kreist.

Hoch erweist sich übrigens als den einfacheren Teil.

Da ich mich nach anderthalb Tagen Pizza, Burger usw. ganz gut fühle entscheide ich mich für den Aufstieg, obwohl das um die Mittagszeit maximal dumm ist. Der Schnee ist total weich und somit rutscht man trotz Microspikes. Zusätzlich bricht man ständig ein.

Ich bin mit einer Gruppe Jungspunden unterwegs, die sich der Gefahren nicht im Geringsten bewusst sind. Da man besonders beim Abstieg ständig rutscht und einbricht kann man jederzeit in Felsen knallen. Der Schnee ist im ganzen Gipfelbereich teilweise mehrere Meter hoch. Beim Abstieg auf der Westseite ist auch kein Weg zu erkennen.

Ich mache auch unfreiwillig Bekanntschaft mi einem Felsen, der meine Hose killt und eine Blessuren am Knie hinterlässt. Ich hoffe der restliche Abstieg morgen (das ist dann der Original PCT) läuft auch gut. Dann habe ich erst mal genug Schnee.

Fazit des Tages ist also fast keine PCT Meilen, 1300 Höhenmeter, den San Jacinto unter ungünstigen Bedingungen mit mehr Glück als Verstand bestiegen.

Durch das Einsinken im Schnee sind meine Schuhe und Socken klatschnass. Morgen früh natürlich auch.

Der Ausblick oben ist aber genial.

Heute Nacht campe ich über den Wolken bei gemütlichen 3°C. Hoffentlich gibt das keine Erkältung.

Ich schlafe mit Mütze und Handschuhen und mumme mich so richtig im Schlafsack ein.

Abends habe ich leichte Kopfschmerzen evtl. wegen der Höhe. Bis morgen muss ich durchhalten, dann geht es wieder runter.

Mein Trailfood habe ich jetzt angepasst. In Idyllwild gab es recht teures Hikeressen (gefriergetrocknet). Das habe ich heute aufgewärmt und es ist deutlich besser als die Standardgerichte. Sicherlich auch kein Highlight aber man erkennt Zutaten wie Zwiebeln am Geschmack.

Mittwoch 185,6 – 202,7 – Tag 16

Es war arschkalt an meinem Camspot. Sogar die Socken sind gefroren morgens. Zum Glück habe ich noch ein 2. Paar. Die angegebene Komforttemperatur des Schlafsackes kommt mit -1°C ziemlich genau hin.

Der Abstieg gestaltet sich so bescheiden wie befürchtet. Zuerst ist der Schnee noch fest, dann wird er immer weicher und rutschiger.

Gegen 1 Uhr bin ich aus dem Schneebereich raus. Insgesamt steige ich heute 2150 Meter ab. Das ist nicht gut für meine Blasen. Ich höre beim Abstieg wieder den Rettungshubschrauber.

Die Schwellung und Schmerzen, die ich vorher am linken Fuß hatte bekomme ich wohl nun auch am Rechten. Der Körper im Überlastungsmodus!

Es ist schon recht seltsam morgens 0°C zu haben und nachmittags fast 30 und sich durch diverse Vegetationszonen zu bewegen und das alles zu Fuß.

Heute war ich übrigens zum ersten Mal „groß“ auf der Freilufttoilette. So schlimm war es nicht. Eine richtige Toilette ist aber schöner.

Donnerstag 202,7 – Cabazon – 220 – Tag 17

Ich stehe um 4:30 auf. Der Wetterbericht verspricht ca. 30°C.

Um 7:00 sind es schon über 20°C. Mitten auf dem Trail liegt eine Schlange. Die ist aber bei 20°C noch nicht sehr aktiv.

Ich habe mich nun wieder 8000 Fuß runter gearbeitet in etwas mehr als einem Tag.

Mit meinem ersten Über Ride gehts für 17$ zum Burger King. Da füttere ich mal kurz 2000 Kalorien zum 2. Frühstück.

Nachdem ich im Burger King etwas gegessen (einen Whopper, große Pommes und ein Chicken Sandwich +ca. 2l Cola), den Blog aktualisiert und mich notdürftig gewaschen habe geht es zum Shop und zurück zum Trail.

Anschließend bin ich zum Kmart gelaufen um die Essensvorräte noch etwas aufzustocken. Wie ich dann von anderen Hikern aufgeklärt wurde wäre die andere Seite (Dollar General) günstiger gewesen. Ob das stimmt weiß ich aber nicht, da die Packungsgröße auch über normal liegt.

Zurück zum Trail ging es für 13$ wieder mit Uber. Die Gesamtwartezeit für beide Rides betrug 15 Minuten.

Cabazon ist voll auf Autos und nicht auf Fußgänger ausgelegt. Ich hatte zuerst überlegt, ob ich dort eine Nacht bleibe, wegen meiner Füße aber so toll fand ich es nicht.

Die Mesa Windfarm ist übrigens genial. Die Hiker bekommen dort gegen kleines Geld Softdrinks, Wasser, Gatorade Pulver, Eis, Hotdogs. Top!

Meine Blase unter dem linken Fuß wird immer schlimmer. Heute war es recht schmerzhaft.

In Big Bear gibt es dann 1-1,5 Tage Pause. Hoffentlich wird es bis dahin nicht noch schlimmer.

So sieht übrigens eine Bastellösung zum Entlasten der Achillessehne nach mehreren Trailtagen einschließlich überschwemmen und einfrieren aus:

Heute Abend gab es gefriergetrocknetes Rührei mit Schinken. Das war sogar ziemlich lecker. Ansonsten versuche ich momentan Muffins, Beef Jerky, Käse, Kekse als Trailfood – alles außer irgendwelchen Riegeln.

Freitag 220 – 236,9 – Tag 18

Heute gibt es wieder eine absolute Killeretappe. Es liegen ca. 2000m Anstieg vor mir. Wenn man das geschafft hat gibt es am Samstag 17 Meilen kein Wasser.

Aber es kam anders als gedacht oder besser gesagt schlimmer. Der Trail war sobald er den Mission Creek berührte zu weiten Teilen nicht mehr existent. Wegen dem fehlenden Besucherzentrum stehen überall Warnschilder.

Das der Trail partiell (mehr als 5 Meilen) nicht mehr existiert steht nirgends. Alle Hiker laufen querfeldein und dann wird so einTheater um den Naturschutz gemacht. So einfach darf man sich das Querfeldeinläufen übrigens nicht vorstellen. Überall ist Gebüsch und oft stachelige Streicher im Weg. Dann geht es auch gerne mal extrem steil ein paar Meter hoch oder runter oder Felsen versperren den Weg.

Ein Trail in dem Zustand sollte meiner Meinung nach geschlossen werden. Dagegen fand ich das fehlende Besucherzentrum harmlos (die Warnung ist nur relevant für Hiker, die dort Wasser auffüllen wollen – momentan gibt es im Mission Creek aber mehr als genug davon.

Panorama

Somit sind wir heute alle rumgeirrt und haben extrem viel Zeit und Energie mit der Suche nach dem Trail verbracht. Ich habe bestimmt 30 Flussquerungen hinter mir und davon 2/3 nass. Meine Füße sehen aus, als wenn sie den ganzen Tag in der Badewanne gewesen wären.

Meine große Blase ist heute noch schlimmer geworden und durch die ganze Flussbettkletterei heute sind die Muskeln an beiden Füßen überfordert.

Zu allem Überfluss habe ich mit heute wieder einen Hungerast gelaufen. Ich bekomme nicht genug Hunger und über das Trailfood nicht genug Kalorien rein.

Für morgen bin ich nun in einer schlechten Ausgangslage, weil ich nicht morgens bei der letzten Wasserquelle bin. Somit ist fraglich, ob ich mit 5l Wasser auskomme.

Zusätzlich muss ich direkt morgens mal eben 500 Höhenmeter zur Quelle machen (weil ich heute nur 1600 geschafft habe).

Heute sind mir übrigens zwei Klapperschlangen begegnet. Die eine lag in Angriffshaltung 1m neben dem Trail und ist nicht abgehauen. Die zweite habe ich nicht gesehen und ich musste zwischen Buschwerk durch. Ich habe ihr etwas Zeit gegeben und bin dann gegangen. Das war aber mit ordentlichem Restrisiko verbunden. Mal hauen die Schlangen ab und mal denken Sie sich wohl “komm doch, mal sehen wer gewinnt”. Drum rum laufen ist übrigens auch keine Lösung, wenn man die Schlange nicht sieht. Das funktioniert wegen diverser Hindernisse auch i.d.R. nicht.

Mein rechter Fuß ist heute komplett angeschwollen. Das ist wohl ein Zeichen von Überlastung.

Samstag 236,9 – 252,1 – Big Bear Lake – Tag 19

Wie bereits vermutet waren die fehlenden Höhenmeter am Morgen ziemlich anstrengend.

Danach war die Strecke ganz ok – typisch für den PCT.

Heute habe ich einfach alle 1-2 Stunden etwas gegessen, egal ob Hunger oder nicht. Das hat besser funktioniert als amVortag.

Meine bereits vom Vortag extrem gestressten Muskeln über dem Kniegelenk vorne haben heute extrem geschmerzt und das trotz über den Tag verteilter 1600mg Ibu.

Um 16:15 habe ich dann einen Straßenzugang genutzt und bin nach Big Bear gefahren. Der geplante Ausstieg lag eigentlich bei 265,7. Ich gönne meinen Füßen jetzt erst mal etwas Ruhe. Wasser hatte ich übrigens genug bis zum Campground. Die 5l haben also gereicht.

Die Beratung in der Pharmacy kann man in Big Bear übrigens vergessen. Ich hatte nach etwas gefragt was die Muskeln entspannt. Empfohlen wurde mir Tylenol (Schmerzmittel). Das ist schlechter als Ibu, was ich bisher verwendet habe, weil es nicht gegen die Entzündung hilft, sondern nur gegen den Schmerz. Es bleibt also bei Kühlen und Ibu.

Ansonsten teste ich gerade das Epson Salt Bad. Wenn die Blase mal Ruhe geben würde, wäre das ja mal was.

Ich habe mir ein paar Gedanken zur inoffiziellen Statistik (wie lange dauert ein Thru Hike im Schnitt) und den realen Erlebnissen gemacht. Ein erfolgreicher Thru Hike kann je nach Anfangsdatum irgendwo zwischen 3 (Rekord von einer Hochleistungssportlerin die den PCT 3x gelaufen ist uns 10 Jahre ihres Lebens nur geändert ist) und 6 Monaten liegen (bei Ausländern läuft das Visum aus und das Limit wird auch durch das Wetter vorgegeben).

Somit liegt der Schnitt der erfolgreichen Thru Hiker irgendwo dazwischen. Das hat aber rein gar nichts mit der durchschnittlichen Hikegeschwindigkeit zu tun.

Der Schnitt der Hiker ist bisher ungefähr in meiner Geschwindigkeit unterwegs (zumindest bis heute) und das sind fast alles Leute um 20-30. D.h. Den angeblichen Altersschnitt von 35 kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen. Ich schätze den Altersschnitt eher auf 25.

Über 30 gibt es sehr wenig Thru Hiker auf dem Trail (ich erinnere mich bisher nur an 3) und wenn doch bisher auch nicht schneller als ich. Eher im Gegenteil.

Das soll jetzt nicht heißen, dass meine Leistung so toll ist, sondern lediglich, das die durchschnittliche Geschwindigkeit viel geringer ist, als die Statistiken es suggerieren.

Da ich jetzt wohl mindestens 2 Tage Auszeit benötige wird der Thru Hike immer unwahrscheinlicher.

Ein direktes Hochrechnen der aktuellen Meilen auf die Trailzeit ist wohl nicht realistisch aber aktuell nicht mehr ganz der Thru Hike.

Nach den ersten 250 Meilen finde ich, dass die Pacific Crest Trail Assoziation weniger Geld in das kaufen von Land (nicht alle Teile des Trails gehören der PCTA), sondern mehr in den Erhalt investieren sollte.

Der Trail war heute recht unspektakulär, weil er durch ein Waldbrandgebiet führte. Daher lagen ständig Bäume auf dem Trail, um / über die man sich rum arbeiten durfte. Das auf dem Foto war die einfache Seite. Unter dem Baum geht es über 100m abwärts. Das ist kein Einzelfall. Auf den Foto sieht es sehr viel undramatischer aus, als diese Kletterpartien in der Regel sind.

Unten rechts der Streifen ist der Trail, der Baum ist über 60 cm dick, die Kletterpartie links im Losen Sand ist ungefähr 3m hoch, rechts geht es weit runter und auf der anderen Seite war es etwas Steiler (zudem hat man 15kg auf dem Rücken)

Derartige Baumquerungen hatte ich unterdessen locker 100. Mal gefährlicher, mal weniger gefährlich. Meistens aber gefährlich.

Oft ist der Trail auch ausgewaschen. Dann läuft man auf sandigem Terrain am Steilhang lang und vom Trail ist fast nichts übrig. Oft erkennt man an den Spuren, dass andere Hiker ins schlittern gekommen sind und nicht selten geht es hunderte Meter abwärts, wenn man abrutscht. Es ist erstaunlich, dass nicht mehr Unfälle passieren.

Je nach Abschnitt der Trails wechselt die Qualität von Top zu Flop. Evtl. Hat das auch damit zu tun wie gut die jeweiligen Verantwortlichen ihren Trailteil kontrollieren.

Es ist interessant wie unterschiedlich die Geschäftsleute auf die Hiker reagieren. In Warner Springs stand ein Wagen in Wohnwagengröße, der jeglichen Hikerbedarf hatte (Schuhe in allen Größen und Varianten, Zehensocken in allen Varianten und Größen, Wasserfilter, Schlafsäcke usw.).

In Big Bear der Laden hat nichts davon. Keine Zehensocken, keine Hikerschuhe und nicht mal Trekkingpoles (außer 3 Ramschmodelle) und der Laden ist riesig. Verstehen muss man das nicht.

Big Bear ist voll auf Autos ausgelegt. Man muss mehrere km laufen um alle Geschäfte zu erreichen. Jetzt könnte man meinen als Hiker ist das doch ok. Nein, Hiker habe in der Regel maximal einen Tag in der Stadt und müssen alles erledigen. Zumal laufen abseits des Trail schlecht ist. Man muss sich ja erholen.

Nun muss ich schauen was ich mache. Das Hotel ist bis Dienstag Morgen gebucht. Ob sich bis dahin meine Füße erholen halte ich aktuell für zweifelhaft.

Es ist interessant wie gut man das mit den Hiking Stöcken kompensieren kann. Kaum sind die weg, humpelt man durch die Gegend.

Wie ist der Stand nach rund 250 Meilen?

Eine Riesenblase, zwei stark gestresste Muskeln über dem Fußgelenk. 3 paar Socken kaputt, ein paar Schuhe zerschlissen, eine kaputte Trekking Pole.

Ansonsten habe ich einen 3300m Berg unter erschwerten Bedingungen erklettert und bin zig tausend Höhenmeter geklettert.

Jemand hat in seinem Blog geschrieben, dass der Trail primär eine mentale und keine physische Herausforderung ist. Das würde ich nicht unterschreiben.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen

 I’m back in the saddle again bei Lieblingsleseplatz  Ein superheldenstarkes Wochenende bei Letterheart  An der Saale hellem Strande bei Lieschen liest  Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest  Die erste Woche mit eigener Abteilung bei Kateastrophy  Letzte Chance fürs Handlettering bei glimrende  Urlaub & Bloggingflaute bei Saskias Books   #Litternetzwerk & #StarWarsDay bei Trallafittibooks 

Wochenrückblick – PCT Woche 2 – Aller Anfang ist schwer

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

»Tod gebiert Tod gebiert Tod. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Sonntag – Julian 77, Mile 98 – Tag 7

Sonntag bin ich um 5:15 aufgestanden und was um 6:10 fertig für den Trail. Wie ich schon erwähnt hatte sind die Bürgersteige nachts in Julien hochgeklappt. Somit war kein Trailangel zu finden. Ich habe mich dann mit dem “Hiker to Trail” Schild an den Ortsausgang gestellt.

Zunächst hielt sich der Erfolg sehr in Grenzen. Außerdem war es recht kühl und windig.

Dann hat jemand angehalten, um mir zu erklären, dass ich doch in die Kirche gehen muss. Dahin wollte er mich mitnehmen. Zum Trail könne er mich leider nicht bringen. Dann wollte er noch wissen wann ich wieder geboren wurde. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich bisher nur einmal geboren wurde.

Der Zweite der angehalten hat, wollte 30$ haben und hatte mich wohl vorher schon gesehen. Als ich abgelehnt habe, ist er zurück gefahren. Da hat wohl jemand schnelles Geld gewittert.

Nummer drei kam um kurz vor 8 und ist ein deutscher Auswanderer. Der wollte 10$ für die Fahrt. Das ist angemessen. Im Gegensatz zu dem ersten Trailangel (der uns zum Southern Terminus gebracht hat), der von Trump nicht viel hielt, war dieser hier voll auf der Trump Linie.

“Die Demokraten haben alle Medien im Griff und verbreiten nur Fakenews. Obama hat nichts für die USA getan und nur geredet. Der Mueller Bericht hat Trump voll entlastet.”

Das also zum Thema Fakenews…

Aber über Politik und Religion lohnt es nicht zu diskutieren

Heute war es extrem windig. Das war so schlimm, das es mich teilweise fast vom Trail geblasen hat. Dafür war es zumindest nicht zu warm.

Mein linker Fuß ging heute so einigermaßen. Mal schauen wie es morgen ist.

Die Blase am rechten Fuß an der Ferse ist schlimmer geworden, trotz mehrerer Blasenpflaster, die ich über die Zeit verwendet habe.

Zusätzlich habe ich am rechten Fuß jetzt noch Schmerzen an der oberen Kante des Schuhes an der Achillessehne. Das fällt eindeutig in die Kategorie ganz schlecht.

Abends bin ich etwas spät dran und mein Zelt steht auf einer beidseitig leicht schiefen Fläche. Das ist übler als gedacht. Das mache ich nicht nochmal, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

Montag – Mile 98, Warner Springs 109,5 – Tag 8

Panorama 1

Ich wache mitten Nebel auf. Das Bild ist ziemlich spektakulär und mystisch. An dem Tag bin ich bereits um 6:30 auf dem Trail. Nach zwei Meilen laufe ich in eine Riesentraube Hiker hinein (in einem großen Campingplatz mit Wasserquelle – Barrel Springs). So viele Hiker habe ich bisher abseits vom Starttag noch nie gesehen.

Panorama 2

Wie ich dan feststelle gehen einige den Trail deutlich langsamer an. Einige sind vier Tage vor mir gestartet. Ob das die bessere Strategie ist, sei dahingestellt. Am Ende fehlt einem die Zeit um den Trail zu beenden. Es gibt auch mit Sicherheit Leute, die deutlich schneller sind als ich.

15 Meilen an jedem Tag sind besser, als wenn man alle paar Tage einen Zero braucht. Allerdings ist es relativ müßig darüber zu spekulieren, da ich nicht weiß, ob ich die Probleme nicht hätte, wenn ich „nur“ 15 Meilen pro Tag laufen würde.

Meine Achillessehne schmerzt nach wie vor. Evtl. ist das nun auch ein Effekt von dem Versuch den anderen Fuß zu entlasten. D.h. ich habe nun offenbar beidseitig Tendinitis – nur an unterschiedlichen Stellen. Also ist Ibu + Kühlen angesagt. Heute bin ich nur 12 Meilen gelaufen.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich morgen einen Zero mache und weiter kühle oder wieder auf den Trail gehe. In Warner Springs ist die Preisleistung deutlich besser als in Julian.

Besser wird’s vom Hiken nicht. Das nervt total, wenn man von der Kondition und Willenskraft locker 20 Meilen macht, aber die Sehnen und Muskel nicht mitspielen.

Das erste paar Socken habe ich jetzt platt nach ca. 110 Meilen + etwas Training vorher zu Hause.

Eagle Rock

In Warner Springs gibt es das Community Center und die Tankstelle (die Tankstelle ist sehr gut bestückt und hat ein anderes Sortiment als das Center) zum Einkaufen. Zusätzlich war ein recht gut bestückter fahrender Ausstatter vorhanden. Ich habe mir direkt mal neue Socken gekauft. Selbst Schuhe in alle gößen waren vorhanden. Top!

Neben dem Community Center gibt es eine Schule, in der man Mittagessen kann. Zusätzlich zum Campingplatz gibt es Lodges.

Ein Restaurant gibt es auch. Das hat aber Montag und Dienstag zu.

Falls es anhand der Bilder noch nicht klar wird. Die ganze Wüste blüht zur Zeit.

Im Verhältnis zu sonst war die heutige Etappe ziemlich einfach, wenn ich nicht eh schon Fuß Probleme hätte also Easy going.

Die meisten anderen Hiker haben Blasen, aber abseits von Druck- oder Scheuerstellen (zum Beispiel beim Hüftgurt) keine Probleme. Zumindest soweit ich das bisher mitbekommen habe.

In den nächsten Tagen wird es noch mal deutlich heißer lt. Wetterbericht.

Dienstag – Warner Springs – Tag 9

Ich habe morgens lange mit mir gehadert und dann zu einem zweiten Zero entschlossen. Das entspricht zwar meiner ursprünglichen Planung (wobei ich jetzt schon leicht dahinter bin) aber ich wäre lieber weiter gewandert.

Ich weiß aber aus Erfahrung, das Probleme im Bereich der Achillessehne einen ganz schnell außer Gefecht setzen können. Insofern kommt heute die Vernunftvariante zum Einsatz.

Eis zum Kühlen und Ibus. Ein wenig stretching und hoffen. Mehr kann ich aktuell nicht machen.

Irgendwie ist es lustig. Wenn man in einer Stadt ist zieht es einen auf den Trail. Ist man auf dem Trail hätte man gerne die Annehmlichkeiten aus der Stadt.

Morgen geht es definitiv weiter. Ich habe mir gestern Polstermaterial für den rechten Schuh besorgt um den Druck auf die Sehne etwas zu senken. Ob es hilft, wird sich zeigen.

Der nächste Abschnitt ist mit 3-4 Tagen etwas länger. Theoretisch kann man auch einen Tag früher in eine Stadt hitchen (per Anhalter fahren).

Ab morgen muss ich dann schauen, ob ich weniger Meilen mache (das würde mich noch weiter zurückwerfen oder das Risiko eingehe weitere Zeros zu benötigen). Welche Anzahl auch immer nötig ist zum Auskurieren.

Spätestens bei Idyllwild muss ich eh fit sein, sonst ist eine Pause angesagt. Der Abschnitt ist zu gefährlich, wenn man nicht fit ist. Von dort wurden in den letzten Tagen diverse Hiker mit Beinbrüchen eingesammelt. Ich weiß allerdings nicht, ob die Microspikes hatten.

Aktuell bin ich nicht so optimistisch für morgen. Der linke Fuß ist nach wie vor geschwollen. Die Schmerzen halten sich in Grenzen. Aber ein Tag Trail sind vermutlich wieder 3 Schritte zurück.

An der Archillessehne ist die Schwellung weitgehend zurück gegangen und ich habe den Schuh so umgebaut, dass weniger Last auf der Sehne liegt.

Hoffentlich reicht das so und führt nicht zu Blasen.

Heute habe ich festgestellt, dass sich die Kantinenzeiten für die Hiker nach den Schulzeiten richten. Wenn also Schüler in der Kantine sind dürfen keine Hiker rein und andersrum. Heute gab es dementsprechend zwischen 3 und 6 Abendessen statt dem Mittagessen, das es am Vortag gab.

Mittwoch – Warner Springs, 126,9 Mikes Place – Tag 10

Aufgrund der hohen prognostizierten Temperaturen bin ich früh aufgestanden um nicht gleich im Backofen zu landen.

Es lief heute deutlich besser als gedacht. Ich bin deutlich langsamer unterwegs gewesen und habe sehr genau drauf geächtet wo ich hintrete.

Abseits von einer Blase hinter dem linken Zeh, die ich schon länger habe ist es heute weder besser noch schlechter geworden. Zumindest habe ich jetzt gerade den Eindruck. Mal sehen wie es morgen früh ist.

ich weiß nicht wie oft ich heute über denselben Fluss geklettert bin. Mindestens 6x – ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Das ist deswegen spannend, weil man entweder über rutschige Steine, wackelige Bohlen balanciert (dann bleibt man im Optimalfall trocken oder fällt rein und sieht dann aus wie nach einem Schlammbad) oder man läuft gleich durch.

Anbei ein Bild zum Thema Tiere. Ich habe zwar schon diverse gesehen aber die meisten flüchten zu schnell. Somit gibt es von denen i.d.R. keine Fotos. Dabei waren alle möglichen Schmetterlinge, Eichhörnchen, Hasen, Nager, Echsen, Vögel.

Heute bin ich bei Mikes Place gestrandet. Ziemlich seltsamer Ort. Es gibt Wasser, Getränke und irgendwann Essen. Überall steht Müll rum. Es sieht ziemlich chaotisch aus.

Ansonsten war es heute ziemlich warm.

Bei Mikes Place soll auch eine große Klapperschlange gewesen sein, bevor wir eingetroffen sind.

An Mikes Place waren zwei Leute abseits der Hiker. Mike selbst hat nur rumgessen und keinen Finger gerührt. Ein zweiter hat fleißig alles organisiert. Es gab Softdrinks und später Pizza in normalen und unnormalen Variationen (Erdbeer, Banane und Schokolade).

Donnerstag – 126,9 Mikes Place , 3 Meilen vor dem Paradise Café 148,9 – Tag 11

Aktuell bekommt man nich mehr jeden Tag eine neue Landschaft geboten.

Dafür fallen einem mehr Details auf. Eine Blume oder ein Kaktus, die man so noch nicht kennt oder die in voller Blüte stehen.  Heute war der bisher heißeste Tag (knapp 30° C ohne Schatten bei ca. 1000m Anstieg. Bis ca 4:00 ging es mir gut. Dann kam ein Totaleinbruch. Um die letzten Meter zum Campingplatz musste ich Ringen. Danach war ich komplett Antriebslos. Sogar das Zelt aufbauen und die Luftmatratze aufpumpen war ein Kraftakt.

War die Pizza am Vortag nicht gut? War die Wurst heute Mittag schlecht (danach habe ich ziemlich heftige Blähungen für den Rest des Tages bekommen)? Habe ich es übertrieben? Mal sehen wie es morgen ist. Da gibt es Frühstück im Paradise Valley Café. Wenn es mit dann besser geht evtl. auch Mittagessen.

Ich bin so langsam geneigt die Masterplanung über Bord zu werfen. Ja, vielleicht wird es dann am Ende kein Thru Hike. Es macht aber auch keinen Sinn. Wenn man vorher schon aufgeben muss.

Heute hatte ich die erste bewusste Schlangenbegegnung. Die Schlange lag direkt neben dem Trail und hat mich so spät bemerkt wie ich sie. Geklappert hat sie nicht aber die war auch recht klein. Der Nachwuchs kann noch nicht klappern, ist aber um so gefährlicher, weil das Dosieren des Giftes auch nicht funktioniert. 

Freitag – Tag 12 – 148,9 – 162,7 (+4 Meilen extra zum Wasserholen und zum Paradise Café)

Heute ging es wieder besser als am Vortag. Das könnte dem sehr guten Frühstück im Paradise Valley Café geschuldet sein. Ich habe gleich mal 4 große Cola geschlürft und hätte problemlos noch ein paar trinken können.

Aufgrund des Zwischenstops im Café und den Zusatzmeilen war die Tagesleistung nicht so toll.

Heute Abend gab es wieder ein Fertiggericht von Knorr. Liebe Leute von Knorr. Das beste was man zu den Gerichten sagen kann ist, dass das Produktbild gut ist und das man sich nicht direkt übergeben muss. Habt ihr den Frass. Selber mal probiert? Wie wäre es den mit Nudeln mit Bolognesesoße?  Irgend etwas das entfernt essbar ist?

Heute hatte ich glaube ich die erste Klapperschlange auf dem Trail. Da man immer die Gegend direkt vor seinen Füßen beobachtet um sich nicht böse Verletzungen einzuhandeln oder gleich abzustürzen ist die gleichzeitige Schlangenüberwachung etwas schwierig.

Die Schlange hat mich also zuerst bemerkt, ein Zischen abgelassen (Klappern war das glaube ich nicht – ich weiß auch nicht, ob das gleichzeitig mit Fortbewegung möglich ist) und sich dann von dannen gemacht.

Heute ging es bis über 7000 Fuß. Morgen auf über 8000, wenn ich dort ankomme. Der Plan ist morgen von der Saddle Junction nach Idyllwild zu kommen. Die Strecke ist aber verdammt lang und steil. Das tolle Powerfrühstück von heute fehlt auch.

Ich schlafe heute im Wald bei einer Wasserquelle. Das ist sehr Laut wegen dem Wind. Ich bin mal gespannt wie lange ich schlafe.

In Idyllwild werde ich wohl anderthalb Zeros einlegen. Ich brauche mal echtes Essen und muss mein Trailfood dringend überdenken.

Heute ging es wieder besser als am Vortag. Das könnte dem sehr guten Frühstück im Paradise Valley Café geschuldet sein. Ich hab gleich mal 4 große Cola geschlürft und hätte problemlos noch ein paar trinken können.

Aufgrund des Zwischenstops im Café und den Zusatzmeilen war die Tagesleistung nicht so toll.

Panorama

Samstag 162,7 – 176,4

Der heutige Tag war übel. Allein der Weg von der Wasserquelle (Campplatz vom Vortag) war sehr steil. Das ging dann den ganzen Tag so. Immer hoch und runter.

Nebenbei durfte ich noch über mindestens 50 Bäume klettern, die auf dem Trail lagen.

Zusätzlich ist der Trail hier oben teilweise komplett mit Schnee bedeckt. Teilweise gut 50cm. Das artet ohne Spikes in ziemliches Gerutsche aus (ich habe welche dabei, aber heute noch nicht benutzt).

Insgesamt ging es heute 1500 Meter hoch und 950 runter. Mittags war ich nach einem extremen Anstieg fertig und habe mich dann auch nicht mehr erholt. Diverse andere waren auch fertig, haben mich dann aber später eingeholt.

So schlecht wie heute ging es mir auf dem Trail noch nie. Hat das was mit der Höhe zu tun oder mit meinen Essensproblemen?

Oder fehlt für einen derartigen Tag die Kondition?

Heute  campe ich etwas unfreiwillig auf 8300 Fuß was wieder laut und windig ist und ziemlich kühl.

Bis 7 (zu der Zeit bringt das Hotel die Hiker zum Trail)! werde ich es wohl morgen nicht zum Trailhead schaffen. Ich hoffe, dass ich dann irgendwie zum Hotel komme.

Was Hikerbot (Webseite) als Geschwindigkeit für einen Durschachnittshiker angibt ist übrigens nicht ganz ernst zu nehmen.

Panorama

Die Informationen zum Sonntag kommen aufgrund der Zeitverschiebung nächste Woche. Sofern ich Internetzugang habe.

Wie war eure Woche?

Weitere Lesenlaunen

Messesamstag bei glimrendeMein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Game over bei Barfuß unterm RegenbogenEin Wochenende voller Freunde bei Tiefseezeilen ∗ Alles muss raus! bei Letterheart ∗ Neapel, wir kommen! bei Stars, Stripes and books ∗ Von Buchshopping und Blumenfreude bei ninespo ∗ Urlaub genossen bei Nadines bunte Bücherwelt Wo soll ich eigentlich anfangen? bei The Book DynastyBlüten und Familienzeit bei Lieschen liest ∗ Urlaub mit Schnupfen bei Nerd mit Nadel Mein-Nintendo-Kaffe-Comic-Leben bei Trallafittibooks

Wochenrückblick – PCT Woche 1 – San Diego und Wüste

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

Vielleicht ist es nur unsere Natur, dass wir uns ständig die Dinge wünschen, die waren und sein könnten, anstatt die Dinge, die sind und sein werden. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Sonntag

Am Sonntag (wegen der Zeitverschiebung hatte ich letzte Woche nicht davon berichtet. Da ich bis Abends durchgehalten hatte, war ich recht hoffnungsvoll, dass ich die Nacht durchschlafe. Das hat allerdings nicht wirklich geklappt. Das hatte vermutlich verschiedene Gründe.

Zum einen wäre wohl das Party Nachbarzimmer zu nennen. Andererseits ist Downtown San Diego am Samstag nicht vor 2 oder 3 Uhr ruhig. Als ich dann nachts um halb drei aufgewacht bin, war ich auch gedanklich wieder bei den Treilvorbereitungen, was nicht geholfen hat.

Nachts habe ich also noch ein paar Sachen erledigt, um dann um halb 5 noch mal für zwei Stunden zu schlafen (das hat sogar funktioniert).

Danach habe ich nach einem recht kargen Frühstück im Hotel den Balboa Park besucht. Der Fußweg war insofern etwas beschwerlich, als das ich zuerst einige Straßen ohne Bürgersteige bzw. Fußgänger erwischt habe.

Der Park ist eine Mischung aus Museen, Theatern, Geschäften und eben ein Park. Generell kann ich nach den zwei Tagen sagen, dass die USA viel teurer sind, als ich das von meinem letzten USA Urlaub, der allerdings auch einige Jahre zurück liegt in Erinnerung hatte.

Das Luft- und Raumfahrtmuseum und das Automuseum standen heute auf dem Programm. Beide sind ganz nett, aber wirklich gesehen haben muss man sie beide nicht. Das Angebot ist in beiden recht überschaubar. Da kann man besser in die Technikmuseen in Sinsheim und Speyer gehen, davon hat man viel mehr von.

Im Luft- und Raumfahrtmuseum gab es auch die schlechteste 4D Vorstellung die ich je gesehen habe. Angeblich sollte es einen Raumkampf geben (warum es kein Luftkampf war, verstehe ich nicht, das hätte zumindest zum Museum gepasst). Der Kampf hat aber nicht stattgefunden. Es gab einige Zusammenhanglose Szenen in denen Ein Raumschiff irgendwelche Manöver durchgeführt hat, die total sinnlos von Effekten begleitet wurden.

Anschließend bin ich noch in 3 Supermärkten gewesen und kenne jetzt grob das Angebot. Mit dem Essensangebot den Trail zu bestreiten wird auf jeden Fall spannend. Ich habe jetzt ca. 4kg gekauft, von denen ich  Montag 3kg voraus schicken werde.

Was auffällig ist in San Diego ist die hohe Anzahl von Obdachlosen.

Ansonsten bekommt man im Supermarkt alles in Plastiktüten.

Montag

In der Nacht zum Montag habe ich besser geschlafen. Immerhin war ich erst um 5:00 wach.

Somit bin ich aufgestanden und habe mich noch etwas mit den Vorbereitungen beschäftigt. Unter anderem habe ich ausgerechnet welche Kalorienanzahl meine Essenspakete haben. Das Ergebnis war nur ca. 4000.

Das ist zu wenig für den Trail. Eher angebracht sind 5000 oder mehr. Daran muss ich wohl noch arbeiten.

Um 9:00 stand ich dann vor dem Postamt, dass erst um 9:30 geöffnet hat. Es ging aber nicht nur mir so, sondern diversen Leuten. Als es dann um 9:30 geöffnet hat, standen locker 20 Leute davor und ich stand eine ganze Weile in der Schlange nur um mir erklären zu lassen welche Aufkleber ich benötige.

Insgesamt haben 3 Pakete ca. 50 $ gekostet und der Spaß hat 1,5 Stunden gedauert. Das ist noch optimierungsfähig.

Anschließend würde ich von einer Freiwilligen zu Scout und Frodo gefahren, die jede Nacht ca. 35 Leute beherbergen.

Von dort kann man Pakete abschicken, einkaufen, noch fehlende Ausrüstung kaufen. Alles was man so braucht. Schon Wahnsinn, dass die beiden das sit Jahren unentgeltlich machen. Die Aussage von “Scout” (Trailname) zu dem Thema ist, dass sie es können und deshalb kein Geld möchten.

Es wird aber auch recht schnell klar, dass man zwar Hilfe bekommt, aber man nichts hinterhergetragen bekommt. Man ist für sich selbst verantwortlich. Ob man genug Wasser oder Essen hat liegt in der eigenen Verantwortung. Niemand prüft das.

Zusätzlich zu Fußproblemen habe ich jetzt noch Rückenprobleme. Der Start ist also optimal.

Für Morgen ist Regen und recht kaltes Wetter und Wind vorhergesagt. Das ist direkt mal zum Abgewöhnen.

Im Laufe des Tages haben diverse “Veranstaltungen” stattgefunden. Von Besuchen bei AT&T, Gear Prüfungen von Leuten, die auf dem Trail waren, bis zur diversen Hinweisen zu Verhaltensregeln auf dem Trail.

Als Upgrade für meinen Filter habe ich jetzt noch den Deckel einer 700ml Smartbottle beschafft. Der Originaldeckel geht sehr leicht verloren.

Um 9:00 war der Tag zu Ende und morgen heißt es um 4:30 aufstehen, 5:30 treffen und ab 6:00 geht es zum Trail.

Dienstag – Campo, Lake Morena (Mile 20) – Tag 1

Geschlafen habe ich in der Nacht quasi nicht.

Mein Rücken ist übel. Ich stelle nur knapp vorm Totalausfall. stehen geht, sitzen und liegen ist übel und so wirklich förderlich ist die Luftmatratze nicht in dem Kontext.

Das Wandern lieg heute trotzdem ziemlich gut dank Vitamin I (Ibuprofen). Das wird in den USA mit 200mg Dosen pro Tablette verkauft und man soll nur 6 pro Tag nehmen. Unter 2 pro Einahme braucht man aber nicht anfangen und die halten eh nur 3 Stunden. Die schmecken ins den USA übrigens wie Süßigkeiten.

Um 7:00 waren wir beim Trail und die obligatorischen Bilder vom Terminus und Grenzzäune standen an. Der Grenzzaun wurde dank Trump mit 2 Reihen Militärstacheldraht verstärkt.

Die Kontrolle der Permits erfolgte in der Form, dass zwei PCTA Member abgefragt haben, ob man ein Permit hat und anschließend, ob es für heute gültig ist. Alle hatten ein Permit, vier nicht für den aktuellen Tag. Interessiert hat es niemand.

Nach 8.5 Stunden waren die 20 Meilen erledigt ca. 950 Höhenmeter lt. Uhr). Mal sehen wie es mir morgen geht. Interessant ist, dass meine Garmin Uhr 38km angibt, die liegt normal zu niedrig. Aber ist benutze sie im Stromspar-GPS Modus.

Heute war es ok. An den kleinen Zehen sind Ansätze für Blasen. Ich babe über Nacht mal ein Pflaster drauf geklebt, das kommt aber morgen runter, weil ich mit Dauerbepflasterung im Training schon blutige Blasen hatte.

Es hat den ganzen Tag über geregnet oder gefisselt. Kurz vor dem Ziel gab es dann noch eine richtige Ladung. Ohne Wasser von oben ist es eindeutig cooler.

Aktuell bin ich glaube ich der erste aus unserer Gruppe von rund 30 Leuten (die meisten sind heute 5 Meilen weniger gelaufen). Erstaunlich. Die meisten sind jünger und somit leistungsfähiger. Hoffentlich macht mein Rücken morgen mit.

Das ich bis Lake Morena durchgehalten habe, hat sich allein wegen den zwei Burgern mit Pommes und Cola gelohnt. Die Bürger waren wirklich gut, obwohl der Laden nicht so aussah.

Danach hatte ich allerdings Dünnpfiff, das kommt aber vermutlich von dem ganzen Müll den ich tagsüber gefuttert habe. Wenn das jetzt die Regel wird, dann könnte das problematisch werden.

Aktuell liege ich auf dem Campingplatz in Lake Morena im Zelt und sehe den Mond durchs Zeltdach.

Mein Fuß hat heute mitgemacht. Hoffentlich bleibt das so, dann schlafe ich morgen vielleicht im Hotel.

Der Trail sieht insgesamt besser aus als gedacht im Startbereich. Ich habe sehr wenig Toilettenpapier / Müll gesehen.

Heute waren schon einige Highlights dabei, die allerdings bei dem Wetter auf dem Foto nicht so toll aussehen.

Mittwoch – Lake Morena, Mount Laguna (Mile 42) – Tag 2

Woha, immerhin 6 Stunden Schlaf im Zelt. Auch dem Zeltplatz war der Abstand zwischen den Zelten mit 10-15m aber recht angenehm. Da es fast alles ZPacks Duplex sind, sieht das sehr spacig aus.

Das Zelt ist beim Einpacken klatschnass. Außen vom Regen, innen von der Kondensation.

Nachdem der Vortag gut gelaufen ist, habe ich mir als Tagesziel Mount Laguna gesetzt. Das war bei ca. 4km, ca 1300 Höhenmetern und Temperaturen um 25°C etwas zu viel des Guten. Ab mittags war ich an meiner Leistungsgrenze und habe dann auch noch zu spät etwas gegessen.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Trailfood schon jetzt hasse?

Heute bin ich ohne Unterhose unterwegs. Gut für die Scheuerstelle am Hintern, schlecht für die Hüften. Morgen also wieder mit Unterhose. Ansonsten kommt morgen Moleskin zum Einsatz für die Hüften. Ich wollte eigentlich die Stelle Abends behandeln, habe es aber schlicht vergessen.

Die erste Tageshälfte war klasse und der Trail abwechslungsreich. Das sich die Landschaft innerhalb eines Tages so ändert, hätte ich nicht gedacht.

Das Konzept des Trails habe ich nun auch verstanden. Man nehme den größten Berg, dann dass tiefste Tal und Reihe beides endlos aneinander. 😉

Heute habe ich den Deckel von meinem Wasserfilter verloren und den angeblich so tollen Ersatzverschluss einer Smartwaterbottle geschrotet. Beides an einem Tag ist eine Leistung.

Die Ankunft in Laguna war eine derbe Enttäuschung. Alles hatte zu und alle Lodges waren gebucht. Ich wollte eigentlich in einem Bett schlafen. Also ab und nasse Zelt ohne was gutes zum Essen.

Der Campingplatz ist nicht für Hiker gedacht und kostet 26$. Recht happig.

Ich in übrigens der erste von 50 gestarteten Hikern, sofern ich das richtig überblicke, trotz Rückenproblemen. Der extrem späte start heute wirft mich aber zurück. Ich hätte nie gedacht, dass es bis hierhin so gut läuft.

Der Trail ist übrigens teilweise echt schwer zu wandern, sehr steinig, uneben usw.

An vielen Stellen ist der Trail wie ein steiniger Flusslauf ohne Wasser.

Wenn man stürzt hätte man an den ersten beiden Tagen schon Gelegenheit gehabt sich schwer zu verletzen.

Wie das für Esel und Pferde funktionieren soll ist mir schleierhaft.

Morgens habe ich heute den ersten Punkt für Trail Magic entdeckt. Es war aber niemand da. Das war soweit ich weiß Trail magic von jemandem, der sich regelmäßig auf Facebook darüber auslässt wie viele Hiker früh aufgeben. Wenn er den Stand erst mittags öffnet ist die Gefahr zumindest größer, auf Hiker zu treffen, die aufhören wollen.

Heute waren auch Flussquerungen dabei. Ich habe direkt die PCT Methode benutzt. Alles an lassen und durch marschieren. Die Füße waren erstaunlich schnell trocken.

Bei einer zweiten Querung hieß es durch richtig tiefes Wasser oder mit einem abenteuerlichen Balanceakt komplett trocken oder reinfallen. Ich bin balanciert und trocken geblieben.

Donnerstag – Mount Laguna – Mile 60.5 – Tag 3

Da ich Essen benötige und in Laguna vor 9:00 nichts öffnet, hänge ich hier nun fest. Das nervt. Die beste Hikingzeit bei hohen Temperaturen ist morgens ab 5:30. Jetzt starte ich um frühestens 9:30 in die Mittagshitze.

Allerdings gab es dadurch zum Frühstück Pizza. Die war um Längen besser als Trailfood. Der Shop war gut bestückt. Ich habe 4 Bananen mitgenommen. Die sind zwar schwer und haben zu wenig Kalorien aber sie schmecken wenigstens.

Heute hatte ich zum Abendessen ein Fertiggericht was bestenfalls ekelig war. Ich hab es aber runter gewürgt.

Morgens habe ich mir für total “günstige” 160$ ein Hotel in Julian gebucht. Da soll mal einer sagen, dass mit Hikern kein Geld zu machen ist.

Gestern haben die Sehnen im vorderen Bereich des rechten Fußes geschmerzt (heute alles gut) und haute die im linken, allerdings heftiger. Ich hoffe, dass das morgen wieder besser ist. Man kommt sich vor wie der Terminator, der einen Systemcheck durchführt. Jeden Tag schmerzt was neues und man muss die Dringlichkeitsliste neu sortieren und herausfinden, ob es kritisch ist.

Mein Rücken ist weiterhin nur solange ok, wie ich hike.

Dafür, dass ich heute nur 19 Meilen gelaufen bin und 650 Höhenmeter, fühle ich mich nicht gerade besser als am Vortag.

Heute oder besser gesagt gestern ist mir bei der Wasserplanung ein Fehler unterlaufen. Ich habe nur für heute geplant. Jetzt habe ich grob 8 Meilen zur nächsten potenziellen Wasserquelle. Die Beschreibungen hören sich etwas abenteuerlich an und ich habe nur noch 2l. Die nächste danach ist weitere 9 Meilen entfernt. Bisher habe ich immer 3l dabei gehabt und nur 1,5 zur nächsten Quelle benötigt.

Der Trail war heute wieder anders als an den ersten beiden Tagen.

Heute hat mich jemand joggend (fast ohne Gepäck überholt).

Wenn ich den PCT nicht beende, dann wegen dem Essen oder einer Verletzung. Das im Zelt schlafen ist zwar kein Highlight aber so schlimm ist es nicht (wenn man nicht gerade Rückenprobleme hat).

Heute steht mein Zelt übrigens alleine neben dem Trail.

An der linken Hüfte (wir der Gurt aufliegt), habe ich jetzt eine Beule. Ich werde ein Blasenpflaster aufkleben. Ich hoffe das hilft, ansonsten muss ich mit mal einen Doc suchen der das entwässert.

Freitag – Mile 60.5 – 77 Julian – Tag 4

Ich bin um kurz 5:15 wach und mache mich gegen 7:00 auf den Weg. Die morgendliche Routine dauert momentan einfach so lange. Die Nacht war extrem ruhig.

Die Beule an der linken Hüfte ist weg, die Schmerzen nicht.

Gegen 8 bereue ich bereits, dass ich nicht eher aufgestanden bin (das liegt primär daran, dass es nachts wirklich kalt ist, bis man losläuft). Ab 8 war es so heiß wie an anderen Tagen ab mittags.

Der Bereich über den linken Fußknöchel ist nach wie vor geschwollen und schmerzt. Während des Tages habe ich fast den Level vom Vortag erreicht.

Da ich für die einzige Wasserquelle heute 2 Meilen extra laufe (der von Trailangeln angelegte Wassercache ist leer), komme ich auf grob 19 Meilen. wegen dem Fuß bin ich aber nicht gerade schnell.

Ich entschließe mich trotz der horrenden Preise zu einem Extratag in Julien. Damit bin ich dann wieder genau in meinem Plan (bisher lag ich einen Tag davor). Ich hoffe das hilft meinem Fuß sich zu erholen. Für das Geld was 2 Tage Julien kosten, machen andere eine Woche all inklusive Urlaub.

Der Tag ist bisher mein härtester. Heute kommt noch eine große Blase an der rechten Ferse dazu. Ob das am veränderten Laufstiel liegt, um den linken Fuß zu entlasten oder der Schuh nicht eng genug geschnürt war, weiß ich nicht.

Auf dem Trail habe ich bisher erstaunlich wenig Leute getroffen.

Als ich gegen 17:00 mit den letzten Reserven auf dem Highway Richtung Julien eintrudeln erwarten mich drei Trailangel. Ein Ehepaar und ein älterer Herr.

Das Ehepaar ist superglücklich, als ich eintrudle. Sie sind aus LA per Auto angereist (3h) nur um mehrere Stunden vergeblich auf Hiker zu warten. Ich bin der erste, der auftaucht.

Ich habe mich noch nie so sehr über ein kaltes Getränk gefreut.

Die Trailangel fahren mich nach Julien, wo sie mir noch einen Frisch gebackenen Apfelmuffin aus der lokalen Bäckerei un ein weiteres Getränk geschenkt. Danke!

Im Hotelzimmer bekomme ich dann spontan Schüttelfrost. Habe ich zu wenig gegessen oder getrunken? Da ich durchgängig normal urinieren könnte, kann ich eigentlich nicht zu wenig getrunken haben.

Abends trinke ich gut 2l und esse eine Lasagne und den Apfelmuffin.

Die Klamotten Wäsche ich per Hand in der Badewanne, da es in Julien keine andere Möglichkeit gibt.

So sieht die Badewanne aus, wenn man 4 Tage gehiked ist und die Klamotten wäscht (die habe ich natürlich nicht so hinterlassen).

Ich drehe noch eine Kleine Runde, durch die absolut künstliche Touristenstadt und gehe wie gewohnt um kurz nach 21:00 schlafen.

In Julien wird mir auch klar, warum ich auf dem Trail so wenig Leute getroffen habe. Meiner Gruppe bin ich bis auf vielleicht ein oder zwei Leute, die ich aus den Augen verloren habe davon gelaufen. Ich bin sogar in die Nachzügler von dem Vortag gelaufen. Der Haupteil vom Vorstarttag war aber noch gut 6-9 Stunden vor mir.

Samstag – Julian – Zero Day – Tag 5

Ich stehe um 5:15 auf und schreibe etwas am Blog. Heute geht es primär darum genug zu essen, zu trinken, Essen für zwei Tage zu beschaffen, den Körper zu schonen und die nächsten Tage zu planen.

Gegen 12:00 muss ich aus meinem Hotel raus und in ein anderes wechseln, dass den checkin aber erst ab 15:00 erlaubt. Ich habe dort trotzdem um 12:00 angeklopft und konnte um 13:00 ins Zimmer.

Die Klamotten sind natürlich nicht trocken. Aber als Hiker ist man ja leidgeprüft.

Nach dem Frühstück habe ich meine Hose etwas enger gemacht. Wenn ich schwitze und hike rutscht die unter den Beckengurt. Desto mehr Schichten zwischen Rucksack und Hüftgürtel liegen, desto besser.

Zwischendurch kühle ich immer wieder die Sehnen / Muskeln am Fuß.

Julian ist eine absolute Touristenstadt. Tagsüber ist sie total überlaufen und abends werden die Bürgersteige hochgeklappt.

Was den Reiz ausmacht außer ein paar alt aussehenden Hāusern und Geschäften, entzieht sich mir etwas.

Gegen 14:30 habe ich mich mal in den Burgerladen getraut. Die Wartezeit Betrug ca. 1 Stunde. Wahnsinn. Aber ich habe ja heute Zeit.

Abends gab es ein Stück Pizza.

Der Sonntag kommt wegen der Zeitverschiebung nächste Woche.

Weitere Leselaunen

 Buchbloggerdeko zum Osterfest bei Lieschen liest  Happy Birthday to me bei Nerd mit Nadel  Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest  Von Ostern und Blumenliebe bei ninespo  Hallo Sommer bei Stars, stripes and books  Frohe Zocker .. Lese ..ehm Feiertage bei Trallafittibooks

 

Wochenrückblick – PCT -1 Woche – Anreise & San Diego

Mein Ausgangspunkt für den PCT - das ist die Bahnstation, an der ich Montag abgeholt werde

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

»Warum sollte es mich interessieren, was du bist? Mich interessiert, wie jemand handelt. – Pierce Brown – Red Rising

Und sonst so:

Am Mittwoch hatte ich meinen vorerst letzten Arbeitstag – für etwas über ein halbes Jahr. Das fühlt sich schon ziemlich seltsam an. Ich habe noch nie eine so lange Auszeit gehabt – nicht mal im Studium. Das habe ich ziemlich schnell durchgezogen.

Ab Mittwoch Nachmittag und Donnerstag war ich dann noch einer Geschäftsreise, wo ich mir die aktuellsten Entwicklungen in meinem IT-Tätigkeitsbereich angeschaut habe. In dem Kontext werden im nächsten halben Jahr aber keine Wunder vollbracht.

Am Freitag kam noch ein neuer Rasenmäher mit Mulchkit, damit meine Mutter das ganze Gras in meiner Abwesenheit nicht wegfahren muss. Abseits davon, dass man in den letzten 20 Jahren die Tankanzeige wegrationalisiert hat, ist das Teil gut. Er springt mit einem Zug an, mulcht auch höheres Gras bei Feuchtigkeit und ist relativ leise.

Freitag Abend ging es dann bei winterlichen Temperaturen (es schneit bei uns) mit dem Zug zum Flughafenhotel. Auf dem Weg dorthin habe ich eine Dosis typisch guter deutscher Laune abbekommen und mit dem Buch H.O.M.E. Das Erwachen begonnen.

Was war passiert? Ich wollte vom Flughafenbahnhof zum ein paar Kilometer entfernten Airporthotel. Der erste Taxifahrer hat mich weggeschickt, weil es angeblich eine Ebene tiefer günstiger für mich wäre. Eine Ebene tiefer hieß einige hundert Meter zurück.

Nachdem ich dort war und die Taxis gefunden hatte kam ich hinten in einer Reihe von 10 Taxis an. Der Fahrer hat mir dann gesagt, dass er mich nicht fährt und ich nach vorne laufen soll.

Als ich vorne war hat sich der Taxifahrer erbarmt und die ganze Fahrt rumgejammert, dass er drei Stunden gewartet hat und nur für 7,5€ arbeiten muss. Gegen 0:30 war ich dann im Hotel. Die Übersetzung der diversen Aussagen war also, dass auch die Fahrt nicht lohnt für 3km.

Nach einer recht kurzen Nacht (5:45) bin ich von Dort zum Flughafen gefahren, wo der Flieger um 10 nach San Diego ging.

Nach dem Taxierlebnis vom Vortag bin ich morgens mit dem Shuttlebus gefahren. Das war am Vortag nicht möglich, da mein Zug nach dem letzten Shuttlebus eingetrudelt war.

Der Security Check war spannend wie nie zuvor. Kaum sieht man nach Backpacker aus, wird das komplette Gepäck durchsucht mit Drogencheck. Das habe ich so auch noch nie erlebt.

11 Stunden Flug sind nicht so dramatisch, wenn man schon mehrfach in Australien und Neuseeland war.

Im Flieger gab es dann erst mal exzessiven Filmkonsum. Ich bekomme ja vorerst vermutlich keine Filme mehr zu sehen, da muss ich ja etwas vorarbeiten.

Die Filme waren:

  • Ballon 4/5
  • Bumblebee 3,5/5
  • Bohemean Rapsody 4/5
  • Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen 3/5

Ich bin schon länger nicht mehr mit den Standardhôrern geflogen und bei Lufthansa gab es nur auf einer Seite Ton, weil die Kopfhörer nicht kompatibel zum Flieger waren. Der Hörer hatte zwei Pins, der Flieger nur den Standardstereoanschluss. Somit ging es nur mit Untertiteln.

Bohemian Rhapsody kann ich sehr empfehlen.

Ansonsten habe ich noch etwas gelesen aber nicht geschlafen. Danach war der Flug auch schon vorbei.

Gegen 13:00 bin ich dann in San Diego eingetrudelt und zum Hotel gefahren. Das ging übrigens super und für 2$. Es gibt einen Shuttlebus vom Flughafen nach Downtown. Die Haltestelle habe ich direkt gefunden und 2 Min später war der Bus da. Somit war ich schon um kurz nach 14:00 im Hotel.

Noch mal Luxus pur, bevor es auf den Trail geht.

Meine gesamte Habe. Für den Flug habe ich alles Richtung blauen Beutel verlagert, damit ich das Handgepäck (den Rucksack) möglicht klein bekomme und Flüssigkeiten im aufgegebenen Gepäck (blauer Beutel) und Akkus im Handgepäck sind.

Samstag habe ich mich ein wenig in San Diego umgeschaut. Primär habe ich den Hafenbereich und dort die Midway besichtigt. Es ist wirklich beeindruckend einen derart großen Flugzeugträger aus der Nähe bzw. von innen zu betrachten. Man sieht vom Flugdeck bis zu Maschinenraum so ziemlich alles.

Das Wetter war super.

Anschließend stand noch der erste Besuch im Supermarkt an. Nach derart wenig Schlaf war ich mit der Auswahl ziemlich überfordert. Die Ausbeute war aber ok, wenn auch noch nicht optimal. Da kann ich ja noch dran arbeiten. Manchmal ist weniger mehr.

Das ist wohl noch nicht die Optimalkombination aber ein Anfang.

Der Unterschied ist riesig. Ein netter Plausch mit dem Kassierer und alles wird direkt in Tüten gepackt und zack, schon ist man knapp 50 $ los für lauter ungesunde Sachen. 😉

Das Postamt habe ich auch schon entdeckt. Das hat aber erst Montag offen und ist nah beim Hotel

Den Poweradapter für das Notebook habe ich vergessen. Für den Rasierer hatte ich extra ein anderes Netzteil bestellt und das Notebook nicht bedacht.

Wenn es mehr nicht wird, kann ich wohl zufrieden sein. Ärgerlich ist es trotzdem. Samstag Abend gab es dann noch eine Pizza und es ging zu Hikers Midnight um 21:00 ins Bett, damit ich mich direkt an die neuen Zeiten gewöhne. Das hat aber nur so halb gut geklappt um 2:30 war ich wach und schreibe gerade am Blog.

Ansonsten duften die angeblich geruchsfreien Klamotten jetzt schon. Nach einer Woche Trail dürfte der Geruch unglaublich sein.

Der ganze Workflow mit WordPress und den Fotos funktioniert aktuell mehr schlecht als recht. Die Fotos lassen sich nicht von der Canon Camera auf das iPhone übertragen, weil die Canon App nichts taugt. Mit der WordPress App lassen sich wiederum Fotos nicht hochladen. Der Weblogin ist nicht wirklich responsive und somit teilweise nicht bedienbar. Das hier überhaupt Fotos sind liegt also primär daran, dass ich noch Zugriff auf das Notebook habe.

Der Sonntag fehlt übrigens in dem Bericht, da ich den durch die Zeitverschiebung noch weitgehend vor mir habe.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen

Ready for Take-Off! bei glimrende ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Studizeit bei Nerd mit Nadel∗ Körpertausch bei Saskias Books ∗ Flake liest, die Uni beginnt bei Lieschen liest ∗ Schon wieder urlaubsreif bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Urlaub in Sicht! bei Letterheart ∗ Anime-Liebe bei Valaraucos Buchstabenmeer ∗ Alles anders. Und gar nicht mal soo schlecht bei Barfuß unterm Regenbogenganz viel Trallafitti bei Trallafittibooks

1. Lesequartal 2019

Da ich ab jetzt voraussichtlich ein halbes Jahr in den USA bin fallen die nächsten zwei Lesequartale möglicherweise aus. Aber zumindest das erste hatte einiges zu bieten.

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Amani – Alwyl Hamilton

Amani Rebellin des Sandes - Alwyn Hamilton Amani Verräterin des Throns - Alwyn Hamilton Amani Rebellin des Morgenrots - Alwyn Hamilton

Die Serie ist definitiv mein Highlight im 1. Quartal. 1001 Nacht wie es besser nicht sein kann. Die Abenteuerkomponente steht in dieser Serie mehr im Mittelpunkt als die Liebe.

Ich kann nur sagen mehr davon.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


1001 Dark Nights – The Prince / The King – A Wicked Novella

1001 Dark Nights The Prince A Wicked Novella - Jennifer Armentrout 1001 Dark Nights The King A Wicked Novella - Jennifer Armentrout

Fortsetzung der Wicked Serie, die mir ziemlich gut gefallen hat. Die Fortsetzung liest sich bisher auch recht interessant und ich bin gespannt wie es weiter geht.

4 out of 5 stars 4/5 (Zwischenfazit, da bisher nur ein Buch erschienen ist)


Frühstück mit Kängurus – Australische Abenteuer – Bill Bryson

Frühstück mit Kängurus - Bill Bryson

Australische Abenteuer nach typischer Bill Bryson Schreibart. Britischer, schwarzer und sarkastischer Humor inbegriffen. Wenn man also witzige Bücher mag und mal in Australien war oder sich dafür interessiert, dann ist man mit dem Buch gut unterhalten.

4 out of 5 stars 4/5


Ein Käfig aus Rache und Blut – Laura Labas

Ein Käfig aus Rache und Blut - Laura Labas Ein Thron aus Knochen und Schatten - Laura Labas Eine Krone aus Herz und Asche - Laura Labas

Vorab die Serie hat keinen richtigen Namen, insofern benutze ich den ersten Teil als Seriennamen.

Die Handlung dreht sich um eine junge Frau, deren Familie von Dämonen (man könnte auch einfach Sagen Außerirdischen) getötet wurde, die aus einer anderen Welt auf der Erde eingefallen sind und die Menschheit nun mehr oder weniger als Sklaven halten.

Die Hauptcharakterin entwickelt sich in der Serie von bloßen Rachegelüsten deutlich weiter (wohin verrate ich nicht, um die Handlung nicht vorweg zu nehmen)

4 out of 5 stars 4/5


Red Rising – Pierce Brown

Red Rising - Pierce Brown Red Rising im Haus der Feinde - Pierce Brown Red Rising Tag der Entscheidung - Pierce Brown Red Rising Asche zu Asche - Pierce Brown

Serie um eine Dystopische Welt mit einem Kastensystem. Abseits der Goldenen sind alle anderen mehr oder minder Sklaven und werden unterdrückt. Die Serie wird auch teilweise mit Panem verglichen, was aber bestenfalls im ersten Buch stimmt. Der (sinnlose) Gewaltlevel ist extrem hoch. Von Folter bis Verstümmelung ist alles dabei. Der Autor schmeißt Teilwise die Logik komplett über Bord, um gute Wendungen zu ermöglichen.

4 out of 5 stars 4/5


Mystic Highlands – Raywen White

Mystic Highlands 1: Druidenblut - Raywen White Mystic Highlands 2: Druidenliebe - Raywen White Mystic Highlands 3: Mythenbaum - Raywen White

Serie mit recht viel Herzschmerz aber relativ wenig Handlung. Ansonsten ist der Name Programm. Die Serie spielt in einem Mix aus Realwelt mit magischen Elementen und einer Parallelwelt.

3.5 out of 5 stars 3,5/5 (Zwischenfazit, da ich Teil 1 und 2 gelesen habe, teil drei handelt von einer separaten Geschichte, die in derselben Welt spielt)


Infiziert – Teri Terry

Infiziert - Teri Terry

Meiner Meinung nach ein eher schwacher Versuch eine gleichartige Geschichte analog zur Gelöscht Serie zu erschaffen. Leider ist die Handlung sehr vorhersehbar. Die Serie besteht aus drei Teilen. Ich bin aber bisher nicht über den ersten hinaus gekommen und habe in den anderen beiden lediglich geprüft, ob meine Vermutungen zur Handlung bestätigt wurden (ja, wurden sie).

3 out of 5 stars 3/5


Silberschwingen – Emily Bold

Silberschwingen - Erbin des Lichts

Das ist das erste Buch, dass ich abgebrochen habe, seit dem Blogstart. Das Badboy Image so weit hoch zu treiben, dass er Leute verstümmeln darf und sich die Hauptakteurin sich trotzdem in ihn verliebt, geht mir eindeutig zu weit.

2 out of 5 stars 2/5


 

Red Rising – Asche zu Asche [Buch]

Red Rising 4 Asche zu Asche - Pierce Brown

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Pierce Brown

Titel der Serie:

  • Red Rising 1 (560 Seiten)
  • Red Rising 2 – Im Haus der Feinde (576 Seiten)
  • Red Rising 3 – Tag der Entscheidung (656 Seiten)
  • Red Rising 4 – Asche zu Asche (650 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Ha. Ich glaube, das ist das Netteste, was man dieses Jahr zu mir gesagt hat, Boss.« Sie rümpft die Nase, als sie sieht, wie Sevro und Clown auf der anderen Seite des Decks an der Reling stehen und sich darin messen, wer am weitesten ins Meer urinieren kann. »Und was für … interessante Nachkommen wir haben.«

Achtung, da es sich um den vierten Teil der Serie handelt, enthält die Rezension Spoiler. Man kann aber auch mit Teil vier einsteigen, weil doch ein deutlicher Zeitsprung zwischen den Büchern liegt und im Buch zumindest die groben Rahmenbedingungen kurz erklärt werden.

Am Ende des dritten Bandes haben Darrow und Virginia zwar einen Teilsieg errungen, indem sie sowohl den Schakal als auch die Herrscherin losgeworden sind, aber die Lage hat sich seitdem nicht wesentlich verbessert. Es herrscht seit 10 Jahren Krieg. Das Versprechen das Leben der unteren Schichten zu verbessern konnte nur sehr bedingt eingehalten werden. Darrow selbst hat zwar eine Familie aber entfremdet sich zunehmend von ihr, weil er nur im Krieg ist. Gleichzeitig arbeitet sowohl der Herr der Asche als auch intrigierende Politiker daran Darrow zu diskreditieren und die Machtposition von ihm und Virginia zu schwächen.

Wir wissen nicht, woher sie kommt. Weißt du überhaupt, was sie mit Hilfe meinte?« »Nein«, gestehe ich. »Aber Chancen vervielfältigen sich, wenn man sie ergreift.«

Wie man bereits merkt ist der Start des Buches überraschend realistisch. Selten ist Krieg die Lösung und danach wird in der Regel auch nichts besser. Die Revolutionäre werden oft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Entweder werden sie selbst zu Diktatoren oder sie können ihre Versprechen nicht halten. So passiert es auch in dieser Serie.

Der Leitsatz der ganzen Serie ist „Tod gebiert Tod gebiert Tod“. Auch in diesem Band gibt es wieder sehr viel Gewalt. Der Krieg zieht sich weiter und alte Wunden führen immer wieder zu neuen kriegerischen Handlungen.

»Deine Entscheidung«, sage ich. »Seine Wahl. Aber sag ihm, was unser Ziel ist.« »Der sichere Tod? Nacktes Chaos? Wer könnte da widerstehen?«

Wer die ersten drei Bücher mochte, wird im vierten Buch zumindest im ersten Teil das gleiche geboten bekommen. Die zweite Hälfte ist überraschend anders.

Der Grundzyklus, dass Darrow zum Ende jeden Buches wieder vor dem Nichts steht, bleibt aber offenbar immer gleich.

Der nächste Band ist bereits in der Pipeline und wird nicht der letzte sein.

Fazit:

»Vier Obsidiane, sechs Graue, drei Braune. Sechs Gewehre vom Typ EFC-37, zwei GR-19-Pistolen, zwei Eaglefox PR-117, eine Impulsfaust vom Typ Vulcan 8k. Mehr konnte ich nicht erkennen.« Ich starre sie an. »Du spielst wohl nicht mit Puppen.«

Wer die Serie mag, dem wird auch dieser Teil gefallen. Für meinen Geschmack wiederholt sich aber im Prinzip die immer gleiche Geschichte. Irgendwer strebt immer nach Macht und ist bereit jeden Preis dafür zu bezahlen.

Der Gewaltanteil in der Red Rising Serie ist extrem hoch, wie auch in den Vorgängern. Der zweite Teil des Buches ist überraschend Abwechslungsreich.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

  • Die Tribute von Panem
  • Maze Runner

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • In Band 4 geben sich der Schnitte und die Heuler als jemand anderes aus und sie wollen als Leute von der Venus durchgehen. Sie sprechen sich aber mit Namen an und das nicht nur über Funk, sondern auch laut.
  • Wie praktisch, dass die Zerstörung der Werften durch Darrow aufgezeichnet wurde und zufällig nach 10 Jahren auftaucht. Das wirkt ziemlich konstruiert. Davon mal abgesehen ist ein Videobeweis heute schon nichts wert, weil er sich fälschen lässt. Erst recht nicht in der beschriebenen Zukunft.

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