Kaleidra [Serie]

Kaleidra 1 Wer das Dunkel Ruft - Kira Licht  Kaleidra 2 Wer die Seele berührt - Kira Licht  Kaleidra 3 Wer die Liebe Entfesselt - Kira Licht

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Kira Licht

Teile der Serie:

  • Kaleidra 1 – Wer das Dunkel ruft (560 Seiten)
  • Kaleidra 2 – Wer die Seele berührt (480 Seiten)
  • Kaleidra 3 – Wer die Liebe entfesselt (560 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Ich konnte mich eben noch beherrschen, nicht bedauernd aufzuseufzen. Hübsches Gesicht, aber definitiv nicht alle Zacken an der Krone. Schade.

Bei einem Schulausflug kurz vor dem Ende der Schulzeit lernt Emilia eine neue Seite an sich kennen. Sie kann einen Text lesen, den die besten Kryptographen nicht entschlüsseln können aber warum? Und wer ist der Typ, der ihr direkt nach der Erkenntnis über den Weg läuft?

Die Geschichte könnte einer Vorlage für Jugendbücher entstammen – mysteriöser Typ, der bad Boy Allüren hat aber so attraktiv ist. Allerdings zündet die aufkeimende Beziehung bei mir eher nicht. Die Dialoge sind nicht sonderlich spritzig und eine prickelnde Spannung zwischen den Beiden fühlt man als Leser auch nicht.

Wir waren zwei Naturgewalten, die aufeinander zurasten. Wir waren zu groß für diesen Raum. Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt aus ihren Angeln zu reißen.

Andererseits ist das World Building und die Magie sehr geglückt – die Magie als eine Mischung zwischen Wissenschaft und Chemie dargestellt und ist mal was anderes.

Die Reisen und Erlebnisse wiederum erinnern stark an Indiana Jones. Etwas traurig ist allerdings, dass die Hauptakteurin häufig nicht die wichtigen Fragen stellt und dadurch ziemlich naiv wirkt.

Wenn man sich ansonsten allerdings anschaut was sie alles fragt, ist sie aber nicht naiv. Das ist kein stimmiges Bild. Kein Mensch hinterfragt jede Kleinigkeit aber trifft dann Entscheidungen, die globale Auswirkungen haben können, ohne sie zu hinterfragen.

Ansonsten endet der Band mitten in der Geschichte. Ich finde es traurig, wenn Autoren das nötig haben. Es handelt sich nicht um einen Band, den man einzeln lesen sollte, das ist also wieder so eine alles oder nichts Geschichte.

Band 2:

»Sie gucken zu viele Hollywood-Filme«, erwiderte Professor Avalanche. »Dort wird vermittelt, dass die Möglichkeiten, eine 1 a-Kopie eines Menschen und seiner Persönlichkeit herzustellen, begrenzt sind.

Matti hat sich als Mitglied des Quecksilberordens erwiesen und die Freundschaft zu Emilia war offenbar nur vorgetäuscht. Er hat Emilia entführt. Nach dem was wir vom Quecksilberorden bereits wissen, kann das kein gutes Ende nehmen.

Der zweite Band beginnt mit so abstrusen Vorgaben, dass ich ganz kurz davor war die Serie komplett abzubrechen. Die Autorin hat den Bogen des glaubwürdigen für mich sehr eindeutig überspannt. Wenn ich Details nenne, dann spoilere ich direkt (siehe Spoiler Bereich).

Mattis Bein war wieder verheilt. Ich gab einen überraschten Laut von mir. … Osiris quittierte meinen überraschten Blick mit einem leicht triumphierenden Lächeln. Dann beugte er sich vor und riss Matti das Herz aus seiner Brust.

Die Autorin bricht aber oft mit der eigenen Welt, die sie erschafft und viele Dinge sind halt einfach vollkommen abstrus. Oft scheint das Motto zu gelten, wenn es keine sinnvolle Erklärung gibt, reicht es auch den Leser genug zu verwirren, damit er überzeugt ist.

Bei dem Band gilt ganz klar die Aussage: Gehirn vor dem Lesen abgeben und sich Unterhalten lassen. Man merkt das sehr deutlich im Spoilerteil der Rezension. Wenn ich so viele Anmerkungen habe ist das kein gutes Zeichen bzgl. der Stimmigkeit von Handlungen, der Welt und der Charaktere.

Wer aber viele Handlungswendungen mag und es mit der Logik und Stimmigkeit nicht so genau nimmt, ist in der Serie gut aufgehoben (in der letzten Zeit habe ich offenbar ein Händchen für solche Serien und nein ich mag das nicht).

Auch Teil 2 endet mitten in der Geschichte und mit einem ziemlichen Cliffhanger. Man kann die Serie also eigentlich nur sinnvoll am Stück und alle drei Teile lesen.

Band 3:

Jetzt hoben sich beide Brauen und sein Blick war regelrecht fassungslos. »Wo hast du das gelernt?« Er schüttelte leicht den Kopf. »Du verhandelst mit dem Abgrund hinter dir, und dennoch tust du so, als gehöre dir die ganze verdammte Welt.«

Wenn ihr an Resident Evil denkt, dann habt ihr einen groben Eindruck von Teil 3. Ben und Emilia haben unfreiwillig geholfen die Welt ins Chaos zu stürzen. Aber wie können sie Professor Avalanche aufhalten und was stellt die nun freigelassene Ishtar als nächstes an?

Im dritten Band ist die Schlagzahl etwas höher und insgesamt gefällt mir der Band deutlich besser als der zweite Band. An die recht abstrusen Rahmenbedingungen aus Teil 2 hat man sich als Leser gewöhnt, somit spielt das in Teil 3 keine so große Rolle mehr bzw. ist schon in die Bewertung von Band 2 eingeflossen.

»Ich bereue grundsätzlich gar nichts. Alles was uns passiert, passiert, sind Erfahrungen, die uns stärker und unser Leben facettenreicher machen.«

Die Grundgeschichte ist relativ Simpel und eigentlich die gleiche, die man in diversen Superheldenfilmen oder den früheren Bonds immer wieder erzählt wird. Ein Größenwahnsinniger will die Weltherrschaft. Mal ist diese Geschichte sehr gut verpackt (z.B. läuft Harry Potter ja auf das gleiche hinaus) und mal weniger gut.

Um nicht all zu sehr zu Spoilern ist die eigentliche Rezension relativ kurz. Dafür findet ihr im Spoilerbereich sehr viele Anmerkungen von mir.

»Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. Demokrit von Abdera, griechischer Philosoph«

Was mich etwas überrascht hat, war das absolute Bilderbuchende. Positiver kann man ein Ende kaum noch schreiben. Ich will mich nicht beschweren, so ist es mir lieber als sehr negative Enden aber das Ende ist schon so positiv (und zwar für alle), dass es schon leicht unglaubwürdig ist.

Fazit:

Die Serie hat es mir nicht einfach gemacht. Für mich muss die Handlung, die Erklärungen die Welt Sinn Ergeben. Während ich anfangs dachte – wow, mal ein ganz anderer Magieansatz, ignoriert die Autorin für Handlungswendungen alles was irgendwie im Weg steht und die Regeln, die sie vorher selbst aufgestellt hat.

Logik, Wissenschaft, plausible Erklärungen? Alles Egal, sobald es der gewünschten Handlung im Weg steht. Gerade im zweiten Band hätte ich die Serie deswegen fast ganz abgebrochen.

Die Erklärungen sind ziemlich haarsträubend oder zielen gleich darauf ab den Leser zu verwirren, damit man keine plausible Erklärung finden muss.

Demgegenüber steht eine Geschichte, die eine Mischung von Magie und Indiana Jones oder Tomb Raider ist und ein durchaus guter Schreibstil.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  •  Ich habe Zweifel, dass sich Dario bei der Verfolgungsjagd von zwei Polizisten ausbremsen lassen würde, wenn man berücksichtigt wie auffällig sie vorher agiert haben.
  • Warum soll es denn ein Problem sein, wenn das Manuskript weiter verfällt? Abfotografieren und man kann ohne das ganze Brimborium mit der aufwendigen Handhabung jederzeit die Seiten sehen. Das Lustige ist ja sogar, dass die Autorin genau das am Anfang beschreibt, dann braucht sie aber scheinbar den Zeitdruck und vergisst diese Idee wieder.
  • Welchen Schutz auch immer ein Kreis ums Haus und Arbeitsstätte bieten soll ist recht unklar, zumal man ja regelmäßig das Haus verlässt und auf dem Weg von und zur Arbeit wieder angreifbar wäre
  • Einfach so jemand anderen das Geheimnis der Untersterblichkeit anzuvertrauen ohne die Gründe zu hinterfragen ist sehr naiv.
  • Vielleicht hätte man vorher mal fragen sollen was die Registrierung für Konsequenzen hat?
  • In einer Gruft hat man in der Regel wohl eher keinen Handyempfang.
    – “daneben einen Computer, der aussah, als habe ihn Bill Gates in der Steinzeit erfunden” – Bill Gates war sozusagen in der Steinzeit der Computer tätig. Viel ältere Geräte gibt es für Privatleute nicht.
  • GPS funktioniert unter der Erde nie, wie Tief man ist spielt dabei keine Rolle.
  • Wieso reisen Ben und Emilia nicht einfach zurück, nachdem sie unter Wasser die Pflanze geborgen haben, statt die Tür zu öffnen?
  • Und wieder die Frage warum sie nicht einfach wieder zurück reisen, wo sie auf so viele Feinde vom Quecksilberorden stoßen
  • Das ist ja wie in Hollywood: Mitten in einem Kampf auf Leben und Tod wird erst mal in Ruhe geküsst und dann auch gleichzeitig die Rückreise angetreten, damit man auch sofort auf die Anklagebank kommt.
  • Ein klassisches Cliffhanger Ende mit Verrat und allem was dazu gehört
  • Wie sollen denn die Quecks einen von ihrer Zunft von als Kleinkind neben Emilia platziert haben? Und er hat sich selbst als Kleinkind nie verraten und nicht mal versehentlich aus Reflex seine Fähigkeiten eingesetzt? Reichlich unglaubwürdig.
  • Immerhin ergibt es am Ende von Band eins einen Sinn, dass die Quecks so zurückhaltend waren die ganze Zeit.
  • Das Matti Pionier ist (also Logenmitglied in den USA), ergibt wenig Sinn, da er mehr als die Hälfte seines Lebens in Italien verbracht hat (selbst wenn man davon ausgeht, dass er den Rest der Zeit in den USA war mittels Stein der Weisen) – davon ab wären die ständigen Reisen ggf. aufgefallen, wenn man das auch im goldenen Orden hätte spüren können.
  • Von jemanden mit medizinischem Hintergrund zu lesen, dass man Klone 1:1 erschaffen kann mit allen Gedanken und allem Wissen abseits davon natürlich was unerwünscht ist, also alles was in der letzten Zeit passiert ist außer natürlich den vorteilhaften Teilen (also + Schulabschluss, – alles was mit Alchemisten zu tun hat) – ist sagen wir es mal vorsichtig interessant. Für mich klingt es eher nach haarsträubender Fantasie ohne glaubwürdige Grundlage. Das kommt dabei raus, wenn man Science Fiction überzieht, es wirkt nicht glaubwürdig. Aber lassen wir uns mal kurz auf die Idee ein. Wofür wird Emilia gebraucht, wenn man perfekte Klone mit den gewünschtem Wissen erzeugen kann. Da hätte man sich doch gleich eine kooperative Version von Emilia erzeugen können, wäre doch viel einfacher gewesen. Ach ja richtig, das komplette Wissen lässt sich natürlich kopieren aber ihre Kräfte nicht, es wäre wohl in der Realität genau andersrum.
  • Der Quecks Orden forscht seit Jahrtausenden, hat sein Wissen aber nie genutzt, deswegen wissen die anderen Orden nichts davon. Sehr unglaubwürdig …
  • Erst hinterfragt Emilia ständig irgendwelche Kleinigkeiten in Band 1 aber nie ob oder warum sie etwas erschaffen sollte was Ewiges Leben erzeugen kann bzw. warum das so gut geschützt ist und dann kann sie nicht mal die simpelsten Schlüsse ziehen? Es ist doch von Anfang an klar was das Ziel der Quecks ist. Das nenne ich mal eine vollkommen unglaubwürdige Charakterdarstellung.
  • Wenn der Washingtoner Orden Emilias Mutter entführt hätte, wäre die Geschichte viel glaubwürdiger gewesen und damit hätte man das optimale Druckmittel gehabt …
  • Warum wurde Emilias Mutter überwacht? Das war ziemlich sinnlos. Die Aktion von dem Quecks der bei ihr betrunken aufgetaucht ist und im Kreis gestorben ist, wirkt selbst wenn er betrunken war extrem Unglaubwürdig mit dem Wissen aus Band 2.
  • Die Quecks haben tausende Jahre geforscht und sind ja so unglaublich schlau aber dann stecken sie Emilia in ein Gefängnis, aus dem sie nebenbei entkommt. Variante a) Vollkommen unglaubwürdig Variante b) Es ist Absicht. Die Protagonisten denkt natürlich nicht darüber nach.
  • Wer schreit nicht auf der Flucht. Man muss sich ja irgendwie verraten, oder?
  • Eigentlich haben die Quecks ja schon genügend Druckmittel aber Emilia gibt ihnen netterweise noch mehr. Sehr schlau
  • Erst ist Antimon lt. Autorin bei Berührung tödlich und dann presst Tyson den Dolch gegen Larkins Kehle und dann passiert nichts. Nur ein paar Seiten später. Hat die Autorin sich auch mal durchgelesen was sie das schreibt? Hallo, Lektorat – irgend eine Korrektur Leser?
  • Tja, wenn es so simpel ist – einfach Feuer in der Goldloge legen, da machen die Bankreise ja total Sinn… Schutzfaktor mit einer Tendenz gegen 0.
  • Der Funk um die halbe Welt funktioniert aber um den Funk auf 1m Entfernung und ohne Hindernisse macht sich Matti sorgen und will ihn testen? Das nenne ich mal sinnfrei.
  • “auch wenn ich Matti noch nicht vergeben hatte” – Matti hat Emilia ja nur entführt und nach aktuellem Stand wird sie am Ende von seinem Vater als Folge davon getötet, dass kann man ja ganz locker vergeben, also am besten bevor man umgebracht wird, danach wird es potenziell schwierig.
  • Das ergibt mal wieder keinen Sinn: Wenn der Platinorden nicht mehr existiert – das legt der Angriff der drei Schlangen gegen Matti nahe – kann es auch keine Tria geben
  • Wenn bei einem Vierdimensionalen Rätsel die Variable die Zeitachse ist, warum soll man dann nicht zu orten sein?! Man ist in einer anderen Zeit, dann kann man sich aber auch nicht per Funk mit jemanden aus der Gegenwart unterhalten.
  • “Ich habe dein wohl über meines Gestellt”?! Es war doch genau andersrum, wenn er vorher sagt “in deiner Nähe fühlte ich mich wohl”
  • Erst die Triage durchführen und dann ein Mitglied davon töten ist ziemlich sinnfrei
  • Wieso sollte Tyson sich Silber nehmen können? Nach allem was man bisher als Leser erfahren hat, sollte das vollkommen unmöglich und sogar schädlich sein.
  • Man wandert in eine Welt die eigentlich nur in Gedanken besteht und bekommt einen Chip Implantiert, der einen mit lebenswichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt? Das hört sich mal wieder ziemlich unglaubwürdig an. Es ist ja nun nicht so, als wenn man nicht 5 Tage ohne Nahrung überleben könnte. Das Problem wäre eher Wasser aber wenn man eh keine Bedürfnisse hat, ist das wohl nicht nötig?!
  • Wie ist man denn früher nach Kaleidra gekommen, als es “vitaminspendende Chips” und Uhren für die Reise nicht gab?! Die ganze Passage hört sich mal wieder nach kompletten Kauderwelsch an. Ich habe so den Eindruck die Autorin verfolgt konsequent das Motto, wenn du deine Leser nicht überzeugen kannst, verwirre sie eben einfach so sehr, dass sie dir die Geschichte trotzdem abkaufen.
  • Wie soll man mit jemanden verhandeln, wenn man absolut nichts anzubieten hat?
  • Wieso kann Ishtar den Bannkreis plötzlich verlassen oder anders gefragt wieso ist der Kreis gebrochen? Selbst wenn das Monster etwas damit zu tun hat (was wenig Sinn ergibt). Das Monster ist nicht gestorben als Ishtar den Bannkreis bereits verlassen hat, es ist also unlogisch, dass der Kreis nicht mehr funktioniert.
  • Die Autorin weiß nicht was sie will. Man braucht in Kaleidra nicht atmen aber die Charaktere sind beim Rennen aus der Puste …
  • Na klar ein Peilsender der mit Shampoo in eine Gedankenwelt funktioniert – hatten wir doch vorher schon, wenn du die Leser nicht überzeugen kannst, verwirre sie hinreichend.
  • Nur weil man einem Körper ein Element hinzufügt / entfernt ist alles wieder wie vorher? Wieso werden dadurch innere Verletzungen geheilt?
  • Wie lange Ben und Emilia schon in Kaleidra sind lässt sich doch ganz leicht ohne “raten” Beantworten, da exakt zu dem Zeitpunkt der Angriff begonnen hat.
  • Wie kann Kaleidra aus den Elementen bestehen aber nichts was die Truppe beherrscht ist in ausreichender Menge vorhanden?!
  • Preisfrage: Von wem könnten Gebäude in Kaleidra stammen? Na? Ziemlich naheliegend, oder? Natürlich nicht für die Protagonisten.
  • Im Hauptquartier in Washington gibt es Überwachungskameras (sogar in doppelter Ausführung um die eigenen Leute zu Überwachen), in Kaleidra nicht (warum?). Davon mal abgesehen: Wann ist aus der Gedankenwelt ohne physische Bedürfnisse ein Ort geworden, der sich quasi nicht von unserer Welt unterscheidet? Es gibt Sauerstoff, man kann und muss Atmen und man kann Gebäude bauen …
  • Beim Serverraum lassen sie eine Jalousie herunter um nicht entdeckt zu werden. Die Crux sehen sie aber trotzdem?!
  • Warum sollten die Quecks Türklinken aus Gold oder partiell aus Gold verbauen? Weil es der Autorin gerade in den Kram passt? Und auch danach werden natürlich nur Elemente verwendet, die von der Goldenen Loge beeinflusst werden können.
  • Wieso ist Emilia über den Umstand erstaunt, dass Crux kontrollierbar sind? Das weiß sie doch längst von Matti
  • Klasse Leistung: Die Protagonisten haben den Untergang der Welt – wie wir sie kennen – herbeigeführt. Ohne sie hätte der Professor das nie geschafft.
  • Wie soll ich mir das denn vorstellen? “Das Pergamon Museum schwankte leicht” Vor allem warum? Das ist so massiv, dass es wohl ein Erdbeben braucht, damit es schwankt.
  • Ach wie praktisch: Die Crux sind scheinbar alles was die Autorin gerade braucht – sie sind unsichtbar für Menschen, können Feuerkreise ignorieren und zerstören und können natürlich auch Häuser zum Einsturz und Hubschrauber zum Absturz bringen. Mit anderen Worten passt so ziemlich keine Regel der Alchemistenwelt auf die Crux.
  • Der Warnruf an Violette irgendwo unten im Treppenhaus war wirklich hilfreich, nachdem vorher schon diverse Einschläge und Kampfgeräusche zu hören waren …
  • Anfangs geht es ständig um Emilias beste Freundin, später wird sie nicht mal mehr erwähnt, auch nicht bei der Rettungsaktion. Erst ein stück Später fällt der Autorin das offenbar auch wieder ein.
  • Was soll Emilias Mutter anderen Orden kritisches verraten, dass die nicht selbst bereits wissen?
  • Die Bergung von Toten ist doch absolut unwichtig, wenn die ganze Welt bedroht ist und man sich genau dadurch verraten kann. Die Aktion macht keinen Sinn.
  • Das der Begriff Hacken immer wieder mit dem Stein der Weisen in Verbindung gebracht wird, finde ich sehr befremdlich. Der Begriff hacken stammt auf dem IT Bereich. Der Prozess um den Stein der Weisen zu benutzen mutet aber eher magisch an. Man hackt ja auch keine Ägyptische Pyramide, oder?
  • Wenn man den Timer umprogrammieren kann, könnte man ihn auch mehrfach umprogrammieren. Somit ist irrelevant, dass maximal 99 Minuten eingegeben werden können.
  • Sinn ergibt das Szenario nicht: Ishtar ist sich sicher, dass Emilia in der Quecksilberloge auftaucht. Dort spielt sie mit dem Tank und den Alchemisten, die zu Crux werden Spielchen mit Emilia, gibt ihr aber Zeit für Recherchen, nur um dann weitere Recherchen mit Feuer zu unterbinden. Das hätte sich auch gleich und somit viel einfacher haben können.
  • Wie soll man sich mit dem Duat Rad retten, wenn der physische Körper in der realen Welt bleibt? Bei einem Feuer verbrennt der Körper und man hat keine Hülle mehr, wenn man zurück kommt. Oder ist der Effekt ein anderer als vorher bei den “Gedankenreisen”?
  • Wie soll eine relativ überschaubare Explosion immer genau den Stein aus einen Gebäude zerstören, der benötigt wird? Zumal das ja offenbar Magiedurchflutete Seine von Göttern sind.
  • “»Jemand hat sich an unsere Fersen geheftet. Sie wissen, wo wir sind.«” Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass IT und Magie für die Autorin das gleiche sind. Woher auch immer Murphy auf seinem Tablet die Information bekommt, dass sich jemand an ihre Fersen gehängt hat. Das erklärt ggf. auch warum man den Stein der Weisen hacken kann. Wahrscheinlich hat der eine Monitoringfunktion, die selbstständig Hacks erkennt und dann Mails verschickt.
  • Ein Lippenstift zur Markierung aber drei Gruppen im Labyrinth. Habe ich was verpasst?
  • Das macht ja total Sinn, wenn ein nicht Alchemist (Klon) den Alchemisten angreift. Davon mal abgesehen finde ich es immer noch lächerlich, dass der Klon zwar nicht zaubern kann aber alles Wissen aus dem Gehirn der zu klonenden Person kopiert wird.
  • Tja, was wird wohl passieren, wenn die beiden Alchemisten, die Ishtar ein paar Tausend Jahre verbannt haben gefunden sind? Ishtar wird versuchen alle zu töten? Das kam unvorhersehbar, zumindest für die Akteure im Buch.
  • Welchen Sinn macht es Ishtar darauf aufmerksam zu machen was der wahre Fehler in der Formel ist und ihr gleichzeitig zu sagen, dass ihr eigenes Wissen ihr (bis jetzt) nicht geholfen hätte. Nun weiß sie doch alles was sie benötigt.
  • Erst wird Emilia durch ein Messer aus Silber in der Hand von Ishtar zumindest leicht verletzt, dann behauptet sie, dass Silber (der Käfig) ihr nicht wehtuen kann. Was denn nun? Beides passiert direkt hintereinander.
  • Die Lösung für die Alchemistenprobleme habe ich nicht verstanden. Sollen die alle zu den Göttern reisen, wenn sie sich treffen wollen? Es ist ja offenbar notwendig in der nähe der Steine zu sein, damit man sich gegenseitig nicht der Kräfte beraubt, wenn man sich gerade mit Alchemisten von anderen Logen trifft. Die kurze Erklärung am Ende wirkt nicht überzeugender.
  • Der “Chip” lässt sich einfacher knacken, als der geschützte Ordner auf dem Chip? Nicht sehr wahrscheinlich. Da hat wohl jemand viel Mission Impossible gesehen.
  • Wieso hören die Crux eigentlich nur auf bestimmte Personen bzw. setzen nur deren Befehle um?
  • Wenn man Dateien auf ein neues Format aktualisiert, kann man nicht mehr erkennen wann sie ursprünglich erstellt wurden, neue Datei, neuer Zeitstempel und die Dateiendung führt zu einer neuen Datei.

[collapse]

Zwischen den Welten – Daughter of Smoke and Bone [Serie]

Daughter of Smoke and Bone Zwischen den Welten 1 - Laini Taylor  Days of Blood and Starlight Zwischen den Welten 2 - Laini Taylor  Dreams of Gods and Monsters Zwischen den Welten 3 - Laini Taylor

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Laini Taylor

Teile der Serie:

  • Zwischen den Welten 1 – Daugther of Smoke and Bone (496 Seiten)
  • Zwischen den Welten 2 – Days of Blood and Starlight (624 Seiten)
  • Zwischen den Welten 3 – Dreams of Gods and Monsters (780 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Was denkt der sich eigentlich? Meint er vielleicht, wenn er seine Jungsteile ein wenig rumbaumeln lässt wie ein Katzenspielzeug, dann flitzt du gleich wieder hinter ihm her?«

Karou, die Hauptfigur der Serie ist kein Mensch, sie lebt aber – zumindest teilweise – in der Welt der Menschen und studiert an einer Kunstakademie. Später wechselt die Geschichte öfter zu der Perspektive eines Seraphins (auch Engel genannt, wobei der Vergleich nicht passt).

Die Magie in der Serie entspricht eher dem Voodoo und klassischen Hexen Ansatz. Magie wird mit Wünschen gewirkt, hat also nichts mit Fähigkeiten zu tun, sondern Wünsche werden gehandelt.

Ich habe noch in Erinnerung, dass die Daugther of Smoke and Bone Serie ziemlich mit Lob überschüttet wurde.

Der Einstieg viel mir aber ziemlich schwer. Die Sprachgewandtheit der Hauptcharakterin verdient schon auf den ersten Seiten Minuspunkte.

Zwei Beispiele dafür:

»Wir könnten dich brauchen«, sagte Kaz. »Nein danke.« »Du könntest eine sexy Vampirin spielen …« »Nein.« »Die Männer anlocken …« »Nein.«

Kaz hob die Hand, um eine Schneeflocke von Karous Wimpern zu streifen. Sie wies ihn sofort zurück. »Wenn du mich anfasst, kriegst du meinen Kaffee in die Fresse!«

Lass kein unnötiges Zeug in dich rein. Kein Gift, keine Chemikalien, keine Abgase, keinen Qualm, keinen Alkohol, keine scharfen Gegenstände, keine entbehrlichen Nadeln – sei es für Drogen oder für Tätowierungen – und auch keine entbehrlichen Penisse.«

Das könnte man auch vergleichbar abweisend aber deutlich interessanter schreiben / formulieren. Dazu kommt, dass man die Geschichte nicht aus der ich Perspektive von Karou / Aktiva liest, sondern von aus der Sicht eines neutralen Beobachters. Beides lässt eine deutliche Distanz entstehen. Für mich wirkt die Geschichte somit anfangs deutlich Kühler. Es ist keinerlei Erotik in der Luft.

Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an den Schreibstil.

Die Mischung zwischen Fantasie und Realwelt, die von der Autorin aufgebaut wird, also das World Building ist wirklich klasse. Die Welt ist magisch und fühlt sich sehr schnell einzigartig an. Anders als in vielen anderen Büchern, denkt man nicht direkt an Herr der Ringe, Harry Potter oder andere, sondern die Welt ist speziell und einzigartig.

Sie fand Zuzanas Körpergröße perfekt – als ob man eine kleine Fee im Wald finden würde, die man am liebsten in die Tasche stecken wollte. Obwohl die Fee in Zuzanas Fall höchstwahrscheinlich tollwütig war und biss.

Die Geschichte wird von der zeitlichen Reihenfolge bewusst in der aktuellen Zeit begonnen und springt dann in Aktivas und Karous Vergangenheit zurück. Dummerweise erzeugt der Ansatz zwar am Anfang sehr viel Spannung, da sehr viel ungewiss ist, der zeitliche Rücksprung in die Vergangenheit funktioniert dann aber leider nicht mehr, weil man sich als Leser das meiste aus den bruchstückhaften Informationen zusammen reimen kann. Den zweiten Teil des Buches fand ich somit leider wenig spannend.

Interessant ist die Mischung aus Lovestory und Antikriegsdrama. Wer auf Dramatik steht ist in der Serie übrigens gut aufgehoben, die wird maximal geboten.

Band 2:

»Meine Schwester, der Sonnenschein, und mein Bruder, das Licht. Ihr zwei solltet die Motivationsreden halten, dann hätten wir sicher schon morgen früh alle Selbstmord begangen.«

Karou hat Aktiva das Leben gerettet und zum Dank hat er ihr Volk und ihre Familie ausgelöscht. Sie hatten vor den Krieg zu beenden aber so hatten sie sich das beide nicht vorgestellt. So ist das Ende von Teil eins. Wie kann es bei dem Ende noch weiter gehen?

Es kann aber wie man schon vermuten kann, ist die Fortsetzung auch im Stil von Romeo und Julia. Karou hasst Aktiva dafür, dass er ihre Familie und ihre Rasse ausgelöscht hat. Somit will sie Rache nehmen und Widergutmachung leisten und das geht natürlich wieder nach hinten los.

»Auf der einen Seite ist die Vergangenheit, auf der anderen die Zukunft, und die Gegenwart ist nie mehr als die eine Sekunde, in der wir vom einen ins andere übergehen. Wir balancieren auf dieser Sekunde, während sie unaufhaltsam vorwärtsschnellt

Karou handelt über das den ganzen Teil dumm und naiv. Das lässt sich auch nicht beschönigen, weil es keine Einzelaktion, sondern eine Serie von Handlungen ist. Ansonsten löschen die Charaktere mal ein Volk aus, dann kämpfen sie wieder für das Gegenteil, die Handlungen sind größtenteils nicht nachvollziehbar und alle verhalten sich wie die Fähnchen im Wind, auch Thiago vielleicht, der ist zumindest beständig.

Das Drama wird natürlich auch wieder beschworen. Gegen Ende ist die Handlung schlicht nur noch vollkommen abstrus. Handlungswendungen um der Wendungen wegen ohne jeglichen Sinn.

Ich habe bereits am Ende von Teil eins das Gefühl, dass die Handlung nicht mehr viel hergibt aber Teil zwei der Serie ist mehr oder weniger wie ein Hollywoodstreifen, bei dem der Drehbuchautor bei Teil eins noch nicht im Sinn hatte, dass es mal eine Fortsetzung geben könnte.

»Meine Frau sagt gern, der Geist ist ein Palast mit vielen Zimmern. Vielleicht sorgt der Butler dafür, dass die Vertreter der Wissenschaft in einem anderen Flügel untergebracht werden als die Abgesandten des Glaubens, damit es auf den Korridoren keinen Streit zwischen den Gästen gibt.«

Obwohl ich den zweiten Teil stellenweise wirklich schlecht fand bin ich trotzdem noch Neugierig was die Autorin im dritten Teil daraus macht. Werden Karou und Ziri zusammenkommen oder doch Aktiva und sie oder sind alle unglücklich, ein typisches Dystopieende? Ich kann es aktuell nicht absehen.

Der Antikriegsansatz aus Teil 1 geht in Band zwei übrigens weitgehend verloren, da zumindest Karou zumindest Anfangs über Reche motiviert wird.

Band 3:

Eliza fand zwar, dass, wer wie sie im Glashaus saß, nicht mit Steinen werfen sollte, aber taten Religionen das nicht immer? Einander mit argwöhnisch zusammengekniffenen Augen betrachten und verkünden: »Mein nicht beweisbarer Glaube ist viel besser als dein nicht beweisbarer Glaube. Ätsch.«

Im zweiten Teil der Serie ist die Handlung nicht sonderlich voran gekommen. Im Prinzip ist die Ausgangslage noch vergleichbar mit dem Stand vom Ende von Teil 1. Karou und der Wolf haben versucht eine Armee aufzustellen (Karou immer in der Gefahr erneut vom Wolf getötet zu werden). Faktisch haben sie aber nicht viel erreicht, außer ein paar Terroranschlägen. Währenddessen versucht Jael die Welt der Menschen zu erobern.

In Teil drei passiert immerhin deutlich mehr als in Teil 2. Der rote Faden in der Gesamtgeschichte ist aber überschaubar. In der zweiten Hälfte des dritten Bandes ist am ehesten ein vorankommen in der Hauptgeschichte zu spüren.

Hoffnung zu haben fühlte sich an, als würde er über einem Abgrund hängen und ihr das Seil in die Hand geben. Sie könnte ihn vernichten, wenn sie wollte.

Ansonsten stellt sich mir auch die Frage was man als Leser überhaupt liest? Eine Liebesgeschichte? Nicht wirklich, Dystopie – irgendwie schon aber in einer Fantasy Realwelt Mischung mit Pseudoengeln und Pseudodämonen (beide habe nichts mit Himmel und Hölle zu tun).

Das nachvollziehbarste sind wohl die Reaktionen der Menschen. Die Charaktere handeln – wie schon in den Vorgängern – überwiegend dumm (netter kann man das wirklich nicht formulieren). Im letzten Teil gibt es genau eine einzige Aktion, wo Charaktere mal vorher über ihre Handlungen nachgedacht haben.

In Teil drei wird die Geschichte aus mehr Perspektiven erzählt, als man das in den beiden Vorgängern gewohnt ist.

Fazit:

Die ganze Serie sagt mir nicht übermäßig zu. Der zweite Teil des letzten Bandes ist der beste Teil der Serie und die Haupthandlung kommt voran.

Die Autorin war kreativ und die Geschichte hat mich über alle drei Bände nicht direkt an eine andere Geschichte erinnert – der Weltenbau ist der Autorin sehr gut gelungen.

Das ist heutzutage durchaus eine Leistung. Wenn in anderen Büchern Magie im Spiel ist, denkt man oft an Harry Potter, wenn es um Fantasy geht, findet man oft parallel zum Herrn der Ringe. Das hat die Autorin gut umgangen.

Aber was ist eigentlich die Geschichte? Eine Lovestory, bei der die Protagonisten aus Rache ganze Völker auslöschen? Drama absolut maximiert? Eine Dystopie? Die Haupthandlung dümpelt oft vor sich hin und es ist kein roter Faden erkennbar.

Die ganze Geschichte liest sich weitgehend deprimierend. Dazu kommt, dass Handlungen oft nicht nachvollziehbar oder glaubwürdig sind. Das Ziel der Autorin sind offenbar viele Handlungswendungen, die oft aber keinen Sinn ergeben. Wer das mag, ist mit der Serie gut bedient.

Dabei ist die Serie trotzdem nicht langweilig, man ist durchweg motiviert weiter zu lesen aber eine befriedigende Geschichte / Unterhaltungsliteratur war es für mich zu keinem Zeitpunkt.

Das Ende ist konsequent. Nach dem ganzen Drama ist ein durchweg befriedigendes Ende wohl nicht im Rahmen des Möglichen gewesen. Denn irgendwie ist mir zumindest nicht so ganz klar, ob die große Geschichte und der große Kampf erst noch folgt.

Ein bisschen habe ich mich gefühlt, wie es einem nach bestimmten Kinofilmen geht: Am Ende stellt man sich die Frage, ob es einen irgendwie weiter gebracht hat, dass man den Film gesehen hat oder man eher Zeit verschwenden hat.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Enthüllungsprojekt / Kunstschule – was kann das wohl sein? 🙂
  • Uh, wie dramatisch. Karou hat ihre Unschuld verloren. Dazu gehören wohl zwei und wenn sie sonst keine Sorgen hat …
  • Das mit den Zähnen als Währung für große Magie ist reichlich dünn. Zähne von Toten zu bekommen ist ja nun wahrlich nicht schwierig mit ein wenig krimineller Energie.
  • Wenn Engel so auffällig sind, dann müsste es massenhaft Sichtungen geben.
  • Was für ein Zufall, dass Karou beim ersten Mal den Hinweis auf die Handabdrücke vergisst, beim zweiten Mal jemand zu Besuch ist und die Schlangenfrau scheinbar blind ist oder die Abdrücke nicht sieht (wie sich später Zeigt ist es wohl eher Blindheit, denn Karou ist nicht besonders). Auch später erwähnt Karou die Abdrücke nicht. Es ist ja auch überhaupt nicht seltsam, wenn plötzlich auf allen magischen Türen Handabdrücke auftauchen, nicht der Erwähnung wert und Karou ist natürlich die Einzige die Notiz nimmt, obowhl ständig Kunden ein und aus gehen.
  • Wie / wo erfährt man den was man besitzt, wenn der Besitz über die ganze Welt verteilt ist?!
  • Liraz und Hazael haben die Magie bemerkt, mit der Aktiva von Karou angegriffen wurde, weil sie beim Kampf zugesehen haben, tauchen aber erst einen Tag später auf? Total sinnfrei.
  • Wieso kommt Aktiva so viel später an als Karou? So lange wird die Unterhaltung der Seraphim wohl kaum gedauert haben.
  • Aus Zähnen entstehen neue Körper? Etwas dünn. Davon mal abgesehen, wieso hat eine Seele Erinnerungen?
  • Das Konzept das Magie nur im Austausch gegen Schmerzen gewirkt werden kann ist mir so noch nicht begegnet – kreativ aber nicht nachvollziehbar.
  • Eigentlich ist die Geschichte am Ende von Band 1 vorbei, oder? Aktiva hat Brimstone getötet und somit “Frieden” gebracht, wen auch nicht so wie er und Karou das vorher geplant hatten.
  • Sehr naheliegend sich mit jemanden zu paktieren, der einen zur Befriedigung seiner Gelüste ermordet hat
  • Natürlich, Karou ist an allem Schuld. Und wer war der Vollidiot, der einem Seraphin das größte Geheimnis anvertraut hat?
  • So ruhmreich sich das auch anhört, ein General darf nicht ständig bei der Schlacht sterben, ob nun mit Widererweckung oder ohne, denn wegen fehlender Führung gehen Schlachten verloren – das ist also eher dumm und kein Merkmal eines guten Generals.
  • Das mit der IP Adresse und der Mail ist ja eine nette Idee, funktioniert aber in der Regel nicht, weil man dafür entsprechende Logs benötigt, die man bei einem Mailaccount bei einem Fremdanbieter nicht hat, man muss also schon eher einen eigenen Mailserver haben und auch dann kann man nur die letzte Station nachvollziehen.
  • Joram ist einer der Anführer der Seraphin und seine eigenen Kinder sind Sklaven, alle anderen Seraphim werden besser behandelt? Ziemlich unglaubwürdig. Zumal die vermeintlich beste Armee nichts als Gegenleistung bekommt. Das würde wohl kaum funktionieren.
  • Die Aussage “»In ganz Eretz gibt es nicht genügend Schlösser für all die Bastarde, die ich gezeugt habe«, und damit sogar eine simple Absage am Ende in ein Loblied auf seine Männlichkeit verwandelt.” ergib keinen Sinn, wenn es weniger als 300 lebende Unselige gibt.
  • Super Idee von Karou ihre Freunde dem Wolf vorzustellen. Ein besseres Druckmittel hätte sie ihm nicht geben können. Zuzana zusätzlich noch das Wiedererwecken beizubringen, ist noch besser. Damit macht sie sich ersetzbar und beide können mit der jeweils anderen erpresst werden. Karou selbst kommst so spät dahinter, dass Ten sie ersetzen sollte, als der Leser sich nur noch fragen kann wie man so naiv oder eher dumm sein kann. Dann braucht sie noch mal deutlich länger um zu verstehen, dass ihre Freunde in Gefahr sind.
  • Erst kommen Karous Freunde und sie arbeitet nicht, dann kommt Issa und Karou arbeitet nicht, ich glaube ja kaum, dass Thiago sich das gefallen und sich auch noch unbewacht lassen würde – gut nachher wird sie dadurch schneller aber die Zeit hätte er ihr nicht gegeben, basierend auf seinen bisherigen Handlungen.
  • Wie hat Jael denn 40 Leute in den mit 7 Toren und Wachstufen versehenen inneren Palastbereich geschafft?
  • Es wird beschrieben, dass Aktiva die Aktionen voraussieht, aber Jael verschwindet einfach, obwohl Aktiva schneller reagieren kann, als jemals zuvor?
  • Die besten Kämpfer von Thiago lassen sich einfach so abmurksen
  • Wieso lässt Karou sich zur Grube bringen, wo sie doch gleich hätte kämpfen können? Stattdesseng geht sie wie ein braves Lamm zur eigenen Schlachtung – wobei der Vergleich hinkt, denn das Lamm weiß ggf. nicht was ihm blüht. Das sie das überlebt, hat mehr mit Glück zu tun.
  • Wieso haben Zuze und Mik offenbar alle Zeit der Welt? Sei studiert und er arbeitet.
  • Wieso sollte Karou Schraubzwingen zum Magiewirken brauchen, wenn eh ihr ganzer Körper schmerzt?
  • Das Karou Tote heilen kann ist der Autorin gerade eingefallen, wo sie es brauchte, oder? Es ist immer schön, wenn Autoren Regeln ihrer eigenen Welt über Bord werfen, wenn sie gerade stören.
  • In einem geschlossenen Raum jemanden zu verbrennen, der gestorben ist: Geniale Idee – muss man dazu noch was sagen?
  • Natürlich hat Jael überlebt, der ganze Turm wurde zerstört, aber zwecks Drama kann der Bösewicht doch nur überlebt haben.
  • Die Gefahr, dass Aktiva kurzfristig die Tore schließt ist wohl eher gering, wenn er nicht mal weiß wie … später werden sie einfach mit Feuer geschlossen – wo auch immer das wissen entstanden ist, dass das geht
  • Karou hat diverse Verbündete unter den Chimären aber genau die werden nicht widerbelebt.
  • Welchen Sinn macht es für die Rebellen die Basis in der Menschenwelt aufzugeben?
  • Ich habe arge Zweifel, dass man vor Kälte zitternd schlafen kann, ich kann (und ja, ich hab das schon getestet)
  • Wie hat man eine Leiche im Schlepptau und trägt gleichzeitig eine andere?
  • Das Gabriel Toth das Handy überlässt ist ja so glaubwürdig, nachdem Gabriel selbst erwähnt hat, dass Toth und Eliza sich hassen
  • Wie sollen die lebenden Schatten Soldaten im Schlaf kampfunfähig machen ohne sie zu töten?
  • Nachdem Eliza Verrat begangen hat (so wäre die Auslegung wohl in den USA), darf sie einfach so gehen? Zumal die Aussage mit der Abstammung von einem Engel wohl schon dafür gesorgt hätte, dass sie die nächsten Jahr eingesperrt in einem Labor verbringt (zumindest in der Situation, sonst wohl eher in der Psychiatrie). Das sie ja so schlau ist, wäre ihr das natürlich vorher schon klar gewesen.
  • Wieso kann Virko sich unsichtbar machen?
  • Wenn man sich nicht Technik nicht auskennt, sollte man nicht darüber schreiben: Es werden verschlüsselte Fotos erwähnt und eine sichere Museums Maildresse geschickt? Wenn die Fotos verschlüsselt sind, hätte Toth sie nicht öffnen können, auch wenn Toth Zugriff auf das Handy von Eliza hat. Davon abgesehen glaube ich kaum, dass jemand Fotos verschlüsselt, der nicht mal ein Passwort für sein Handy benutzt. Was soll bitte eine sichere Maildresse sein?! Mail ist grundsätzlich kein sicheres Medium, so lange man die Mails nicht verschlüsselt oder ausschließlich ein eigener Mailserver mit verschlüsselter Übertragung benutzt wird (sobald man Mails an andere Mailserver schickt, müssen sie wieder verschlüsselt sein, sonst sind sie nicht sicher). Dann geht es weiter: Die Fotos wurden von ihrer Maildresse verschickt. Mit Verlaub: Weiß heute nicht jeder, dass man jede beliebige Mailadresse als Absender einsetzen kann? Das beweist überhaupt nichts.
  • Wie darf man sich die Landung in Tamnougalt vorstellen? Monster, Engel und ein weltbekannte Mädchen mit blauen Haaren landen in einer Hotelanlage und werden plötzlich sichtbar?
  • Wenn Karous Fakeoma nur etwas getan hat, wenn sie dafür entlohnt wurde, dann ist es ziemlich unlogisch nun davon auszugehen, dass sie etwas ohne Entlohnung macht. Und für ein paar Wesen aus einer anderen Welt lässt sich doch sicher eine entlohnende Verwendung finden … Und es kommt natürlich genau so, wie es vorher für jeden außer für die Charaktere des Buches absehbar war.
  • Schon ironisch, dass Aktiva mit seinen Aktionen dafür gesorgt hat, dass Karou ihn nicht begleiten kann / will, weil sie ihr Volk retten – wobei das ist der falsche Begriff, wenn man Tote wieder zum leben erweckt, oder? – möchte.
  • Das was Karou macht ist ja total hilfreich: Durch die Gegend wandern und ab und an mal eine Seele finden – da ist es absolut nachvollziehbar, dass die Aufgabe absolut essentiell für das Universum ist und sie keinesfalls bei Aktiva sein kann. Ich glaube eine so gekünstelte Dramageschichte habe ich noch nie gelesen. Gegen den Dramafaktor sieht selbst die Biss Serie blass aus.
  • Natürlich, warum sollte man seine Klingen benutzen, wenn es darum geht das eigene Leben zu verteidigen. Das ist bestimmt kein Notfall.
  • Wieso kann Aktiva irgendwen auf beliebige Distanz in Flammen aufgehen lassen, während andere Seraphim das scheinbar nicht können? Bekannt ist seine Fähigkeit ja offenbar. Wie so vieles ergibt das keinen Sinn, genauso, dass das Mail vorher nur Karou und sonst niemanden aufgefallen ist, obwohl es an jeder Tür war.
  • Das mit den Bestien ergibt keinen Sinn. Die 12 Auserwählten öffnen Portale zu anderen Welten und schließen Sie wieder. Dann werden sie on der Dunkelheit verfolgt, die plötzlich auch weiß “die Dunkelheit” wie die Portale geöffnet werden. Vorher konnte “die Dunkelheit” das natürlich nicht.
  • Der Gefallene ohne Beine springt Esther an und zeigt sich vorher dem Vatikanvertreter, damit der hinreichend entsetzt ist und Esther anruft, die der Gefallene nicht kennt?!
  • Wo kommen am Ende eigentlich die ganzen Zähne her um ein ganzes Volk zu erwecken, nachdem vorher die Zähne ständig aus der Welt der Menschen geholt wurden?
  • Bei einem neuen Körper wäre Ziris Stimme nicht “seine” Stimme, sondern würde von dem neuen Körper bestimmt
  • Wie kann den Niemand wissen, wo die Sturmjäger ihre Nester bauen?! Die Tiere sind laut Beschreibung riesig und nicht zu übersehen. Wenn man versucht hat sie zu fangen, wäre es doch ggf. auch Sinnvoll gewesen sie vorher zu beobachten – was einen irgendwann zu den Nestern führt.
  • Das Ananke Konzept ist ja klasse, damit kann man einfach alles rechtfertigen. Mein Ananke hat mir vorgegeben, dass ich es machen musste …

[collapse]

Cassardim Jenseits der tanzenden Nebel [Buch]

Cassardim 3 Jenseits der tanzenden Nebel - Julia Dippel

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Julia Dippel

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Yay, es machte so richtig Spaß, die Verantwortung zu tragen. Ich konnte zwischen Pest und Cholera wählen, und nichts Geringeres als das Schicksal der Welt hing von dieser Entscheidung ab.

Amaia und Noár haben geheiratet und das Chaos breitet sich immer mehr in Cassardim aus. Amaia hat sogar den Eindruck, dass Noár vielleicht vom Chaos besessen ist. Aber wie können die Akteure das sich ausbreitende Chaos aufhalten, nachdem das Juwel zerstört wurde?

Abseits der oben genannten Rahmenbedingungen passiert im ersten Teil des dritten Bandes nicht sehr viel, dass die Geschichte voran bringt. Die vorhandenen Elemente (Befreiungsaktion, etwas Säbelrasseln und einige weitere Aktionen) nehmen viel Zeit ein – im Nachgang betrachtet soll das ggf. der Ausgleich für den Schluss sein, der recht kurz ausfällt.

Noch irgendwas, das ich wissen sollte? Also außer, dass du meine Kindheit ruiniert hast, um einem Wahnsinnigen zur Rückkehr auf den Kaiserthron zu verhelfen. Hast du vielleicht eine geheime Zweitidentität als Serienkiller? Einen verborgenen Harem? Oder ein paar Kinder, die du vergessen hast zu erwähnen?«

Allerdings hat die Autorin genügend neue Ideen und man lernt in diesem Band wieder deutlich mehr von Cassardim und auch einzelne Charaktere etwas besser kennen.

Im zweiten Teil des Buches überschlägt sich die Handlung aber drängt sich für meinen Geschmack etwas zu sehr das Gefühl auf, dass die Autorin auf ein vorbestimmtes Ende zuarbeitet. Wie mich wirkt das Ende zu sehr konstruiert. Die Charaktere stehen sich oft selbst im Weg, verplempern Zeit und somit entsteht oft mehr Drama als nötig wäre.

Der Schreibstil ist Julia Dippel typisch gelungen.

Fazit:

»Wer sind Sie?« »Ardiza Noár val Shaell, Kronprinz der Schattenfeste und Heerführer der dunklen Armee«, lautete die souveräne Antwort. »Öffnet das Tor.« … »Aha«, blaffte die Frauenstimme. »Wir kaufen nichts.«

Für mich der schwächste Teil der Serie, die allerdings insgesamt gut gelungen ist. Als Leser bekommt man mehr Cassardim Feeling. Die Handlung ist dafür dünner, große Ränkespiele gibt es nicht und im Prinzip steuert das Buch in der ersten Hälfte ziemlich langsam auf das Finale zu und weiß nicht so recht wie es die Zeit totschlagen soll.

Das Ende ist eine Geschmacksfrage, mein Fall ist es nicht aber wer nicht auf glückliche Enden steht oder Enden oft zu schnulzig findet (zugegeben, kitschig ist das Ende auch, nur halt anders als man es gewöhnt ist in derartigen Serien), ist bei der Serie gut aufgehoben. Scheinbar bin ich aber nicht der einzige dem das Ende nicht gefällt, wenn ich mir andere Rezensionen so ansehe.

Das Ende ist nicht wirklich schlecht, aber meiner Meinung nach passt es nicht zu der Buchreihe und mir hat das Ende die ganze Reihe madig gemacht, obwohl ich sie vorher klasse fand.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • An einer Billigabsteige in Florida tauscht man mal eben so mehrere hundert Dollarscheine in Kleingeld? Ich Anbetracht der Tatsache, dass man in den USA fast alles per Kreditkarte bezahlt, ist das wohl eher unwahrscheinlich, wenn der Laden nicht als Geldwäschestation dient.
  • Wie soll man schwimmen, wenn man sich gegenseitig festhalten muss?
  • Bei dem großen Kampf der zwei Heere hat man den Eindruck, dass man von einem Ende des Landes zum anderen 5 Minuten braucht, kaum hat der Krieg begonnen, treffen die Armeen zusammen. Auch beim Kampf mit dem Chaos ist jedes Volk sofort an der Stelle, wo es sein soll und man kann quasi alles von einem einzelnen Ort überblicken, während vorher in der Geschichte weite Reisestrecken zurückgelegt wurden.
  • Das Ende hätte auch anders ausgehen können, wenn die Gruppe der Juwelenträger etwas schneller gewesen wäre, hätte sie die Barrieren auch einfach verschließen können. Die Autorin hat sich zumindest alle Optionen für Folgebände offen behalten.
  • Wofür sind am Ende eigentlich die Juwelenträger bzw. die aufgeteilten Juwelen gut? Faktisch sind die Juwelen doch ohne Barriere nutzlos, oder?
  • Also ehrlich: Amaia und Noár werden zu Bäumen, während Nox für den Rest des Lebens Baumwächter spielt und die Juwelenträger hocken am Baum, obwohl man keine Juewelenträger mehr braucht. So richtig Sinn macht das nicht.
  • Nachdem sich die letzte Kaiserin geopfert hat, brauchen wir keine mehr? So ganz sehe ich da nicht den Zusammenhang, wenn man sich das Chaos der Einzelherrscher vorher angesehen hat, wäre die Situation ohne einen gemeinsamen Herrscher wohl kaum Friede, Freude, Eierkuchen. Auf eine Art ist das Ende sogar kitschiger als die “wir haben so gerade überlebt Variante”, die man normalerweise präsentiert bekommt. Warum sollten sich die Akteure in Cassardim so weit geändert haben? Das ist sehr unrealistisch.
  • Julia Dippel wird schon wissen, warum sie im Nachwort schreibt “Dennoch weiß ich, dass meine Geschichte genau so enden musste, wie sie endet.” Offenbar ist ihr wohl bewusst, dass das Ende eben nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen wird.

[collapse]

Calea – Zwischen Asche und Rauch [Buch]

Calea Zwischen Asche und Rauch - Alexandra Stürckler-Wede

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Alexandra Stückler-Wede

Teile der Serie:

  • Calea Zwischen Asche und Rauch (433 Seiten – Sequel zur Elyanor Serie)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Keine Ahnung, ob es die richtige Entscheidung war, aber ich würde es niemals erfahren, wenn ich es nicht darauf ankommen ließ.

Calea ist die Tochter von Elyanor. Die wiederum ist die Herrscherin in der Hölle (wer die Elyanor Serie gelesen hat, kennt die Hintergründe bereits). Im Gegensatz zu ihren beiden Geschwistern hat Calea keine magischen Fähigkeiten und sie darf auch nie den Palast verlassen. Warum das so ist, erfährt sie nicht.

Sie fühlt sich eingesperrt und da sie offenbar keine magischen Fähigkeiten hat auch nutzlos. Sie hat den Eindruck, dass ihre Eltern sie nur deshalb verstecken, weil sie verbergen wollen was für ein aus der Art geschlagenes Kind sie haben. Als sie 19 Jahre alt wird, hat sie in einer Ebene zwischen Traum und Wirklichkeit eine Begegnung mit dem Teufel – den ihre Mutter vermeintlich getötet hat.

Bis Sonnenuntergang bleiben uns noch ein paar Stunden und wir sollten jede einzelne davon nutzen, wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen, das lebend zu überstehen.« Ich hob die Augenbrauen und verlagerte mein Gewicht auf das andere Bein. »An deinen Motivationssprüchen musst du dringend noch arbeiten.«

Der Teufel teilt ihr mit, dass sie von ihren eigenen Eltern um ihre magischen Fähigkeiten beraubt wurde und sie nur in dem glauben Gehalten wird, dass sie keine Fähigkeiten hat. Er erklärt ihr auch, wie sie angeblich ihre Fähigkeiten freisetzen kann. Aber der Teufel wäre nicht der Teufel, wenn er selbstlos Ratschläge geben würde …

Der Anfang ist für meinen Geschmack ziemlich 08/15. Ein Mädchen, dass ihr leben bisher eingesperrt im einem Palast verbracht hat, landet auf der Erde und verliebt sich sofort in einen gutaussehenden Jungen – Kenzo. Dann aber lernt Kenzo innerhalb von kürzesten Zeit den wahren Hintergrund von Calea kennen. Spätestens ab dem Zeitpunkt wird das buch deutlich unterhaltsamer.

Besonders an dem Buch ist das etwas unfreiwillige Team was sich ergibt. Das hat was von den bekannten Kabbeleien und der Dynamik von denen auch viele unterhaltsame Filme leben.

Bei ihm klingt Roadtrip wie eine ansteckende Krankheit oder ein Fluch, der ein besonders grausames Ende fordert.

Die Handlung ist Packend und hat eine hohe Schlagzahl, weniger gut gelungen ist, dass für den Leser von Anfang an offensichtlich ist, dass Calea von Anfang an vom Teufel verführt wird und von einer Falle in die nächste tappt. Dabei kommt ihr nicht mal die Idee mal darüber nachzugedenken wer der Strippenzieher sein könnte oder was ihre Handlungen bewirken (und schwierig ist das nun wirklich nicht).

Fazit:

Wer die Welt von Elyanor schon kennt, sollte auch dieses Buch lesen. Mir gefällt nicht so gut wie Calea tollpatschig jede Falle mitnimmt, andererseits ist die Geschichte emotional und hat eine gute Schlagzahl. Das ist für mich wie ein guter Actionfilm, bei dem man auch hier und dort über ein paar Schwächen hinwegsieht.

Insgesamt fand ich die Hauptserie aber etwas besser als das Sequel.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wenn Caleas Eltern sie mit der Kette nicht spüren, ist es wohl nicht so schlau sie schon vor der Flucht zu benutzen, oder?
  • Was soll Calea mit mehreren Perlen, die sie in die Hölle zurück bringen?
  • Der Teufel gibt Calea Tipps und ist offenbar nicht so tot, wie er sein sollte. Danach wird von der Zerstörung der Barriere gesprochen und Caleas Mutter hat – nachdem sich für den vermeintlichen Tod des Teufels verantwortlich ist – eine Heidenangst vor dem Fallen der Barriere. Wie schwer ist es vor dem Hintergrund den Zusammenhang herzustellen, dass der Teufel zurück kommen kann, wenn die Barriere fällt?
  • Wenn Ryker Kenzo sofort nach London bringen kann, wieso dann nicht Caleo auch zum eigentlichen Ziel?
  • Ein so uneingeschränkter Handel mit dem Teufel ist gelinde gesagt dumm. Calea mag gerade nicht gut auf Ihre Eltern zu sprechen sein aber es ist doch sehr naheliegend, dass der Teufel widerbelebt wird und anschließend ihre Eltern tötet.
  • Ein kleiner Teil der Seele von Kenzo gehört einen Dämon und er kann nicht sterben, so lange er diesen Teil nicht zurück hat. Andersrum stirbt er, wenn der Dämon stirbt? So richtig viel Sinn macht das nicht. Der Großteil seiner Seele scheint unerheblich zu sein.
  • Calea labert rum und lässt sich ausschalten, nachdem sie ohne nachzudenken in die Falle getappt ist. Das macht Sinn. Warum sollte sie auf kämpfen, so lange sie es kann?
  • Die Geschichte mit der Spinne und der Signatur, die anschließend 24 Stunden überhaupt nicht mehr vorhanden ist, ergibt keinen Sinn.
  • Es ist nicht sonderlich schlau Calea den Sajax aus der Hand zu nehmen – er weiß weder wie sich das Teil auf einen Menschen auswirkt, noch ist der Teufel endgültig außer Gefecht gesetzt zu dem Zeitpunkt.

[collapse]

Flesh and Fire [Serie]

Flesh and Fire 1 A Shadow in the Ember - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • A Shadow in the Ember (712 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

“Will you try to stab me?” “I…hope not.” “You hope?” “If you try to tell me what to do or grab me again, I am likely to lose that hope,” I told him.

Sera wurde von Geburt an dazu erzogen einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Sie soll dafür sorgen, dass sich der “Primal of Death” in sie verliebt und ihn dann töten, weil er lediglich durch Liebe verwundbar wird. Sie ist sich bewusst, dass sie bei dem Versucht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sterben wird. Als es zu dem ersten Treffen mit ihm kommt, teilt er ihr aber nur mit, dass er keinerlei Verwendung für eine Gefährtin hat.

an enemy is rarely one by choice,” he told me. “They usually become such due to other people’s choices, or they become enemies because of situations they had little control over. I would think you, of all people, would be more empathetic to that.”

Seras Leben wir danach noch schlimmer als es ohnehin schon war, einerseits ist sie erleichtert, andererseits meint sie zu wissen, dass ihre Geburt für eine Verfall verantwortlich ist, die ihr Heimatland mehr und mehr vernichtet. Sie wurde in dem Glauben erzogen, dass nur der Tod des “Primal of Death” diesen Verfall aufhalten kann. Da ihr Daseinszeck offenbar nur daraus bestanden hat den “Primal of Death” zu töten, fühlt sie sich nutzlos und ihre “Familie” verstärkt diesen Eindruck.

Die Mischung von erzwungener Jungfrau, die keine Freunde / Kontakte haben darf, kein selbst bestimmtes Leben führt, sondern eher eine Sklavin ist, aber maximal schlagfertig und selbstbewusst ist, ergibt kein stimmiges Bild. Die Geschichte gleicht Anfangs sehr stark der “Blood & Ash” Serie. Die beiden Auserwählten (Poppy und Sera) sind mehr oder weniger austauschbar. Erst spät entwickelt die Geschichte eine Eigenständigkeit, dann wird sie aber auch richtig interessant. Dafür nimmt sich Jennifer Armentrout aber viel Zeit.

“Where’s all that bravery?” Ash asked. “My bravery ends when I’m faced with something that can swallow me whole.”

Sera folgt quasi einer naiven Abergläubigkeit, obwohl sie schlau ist. Das passt nicht zusammen.

Die Welt kann ich nicht nachvollziehen. In der Serie “From Blood & Ash” geht es offenbar um dieselbe Welt, die abgebildeten Karten passen aber überhaupt nicht zueinander, obwohl bestimmte Elemente gleich sind bzw. die gleichen Namen tragen. Insofern müsste der Krieg quasi die ganze Welt auf den Kopf gestellt und selbst Landmassen neu geformt haben (gut, dass kann natürlich in den Folgebänden passieren).

It is far easier to be lied to than it is to acknowledge that you have been lied to.”

Abseits von der sehr wackeligen Basisstory wird die Geschichte später deutlich interessanter und komplexer. Das Buch lebt vom Schreibstil von Armentrout und der Beziehung der beiden Hauptcharaktere, die einerseits von Interesse und Spannung geprägt ist, andererseits aber von der Ausgangssituation (Sera hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der “Primal of Death” sich in sie verliebt um ihn dann zu töten) überschattet wird. Für Drama und Spannungen zwischen den Charakteren ist somit gesorgt.

Fazit:

“They shouldn’t have told you that. Both Rhahar and Bele often speak before they think.” “Well, since I am well familiar with that, I can’t hold it against them,” I said.

Das Buch stellt den ersten Teil einer Prequel Reihe von “From Blood & Ash” dar. Die “A Shadow in the Ember” Serie spielt weit vor der “From Blood & Ash” Serie und erklärt viele Dinge, die in der “From Blood & Ash Serie” angeschnitten werden.

Bisher würde ich sagen, dass die Lesereihenfolge der beiden Serien egal ist. Man kann mit beiden Serien beginnen. Ich bin gespannt was Jennifer Armentrout sich für die Folgebände einfallen lässt.

The Royal Guard shattered, broke apart like fragile glassware, into a fine dusting of ash and then…nothing. Nothing remained of him, not even the clothing he wore or the weapons he bore. My wide eyes shot to the Primal. That kind of power…it was inconceivable. Terrifying and impressive. “Here we go,” Ector murmured.

Abseits von der teilweise naiven Dummheit der Charaktere (die ansonsten ziemlich schlau sind), ist die Schreibweise unterhaltsam und die Story zumindest gegen Ende erstaunlich komplex. Wenn Armentrout nicht ganz so sehr die Dramatik Schiene gefahren hätte und alle drei Seiten erwähnen würde, dass Sera Ash töten muss, ohne zu reflektieren ob das überhaupt den erwarteten Effekt hat, wäre das Buch für mich noch um einiges besser gewesen.

Ansonsten ist das Buch auch nicht so klassisch Armentrout we viele andere Bücher von ihr. Die Charaktere denken mehr nach, reflektieren mehr (abseits von ein paar Punkten die Armentrout offenbar zwecks Dramatik bewusst aus dem Denken der Charaktere ausklammert). In dieser Serie gibt es wieder mehr Sex als in der “Blood & Ash” Serie. Das ist durchaus Armentrout typisch. Ich fand es aber nicht nervig, manchmal nimmt der Sexanteil bei Armentrout etwas die Oberhand ein und die Story verkommt zur Nebensache, das ist bei A Shadow in the Ember nicht der Fall.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5 (Zwischenstand, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Warum Sera überhaupt eine Bindung zu ihrer Familie hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Warum fühlt man sich zu der Mutter hingezogen, wenn sie einen immer wie eine Sklavin behandelt?
  • Ein paar Götter kommen um Sera und den Fremden anzugreifen und die beiden legen vorher oder während die Götter an ihnen vorbei laufen schnell eine Sex Szene ein? Armentrout …
  • Ich habe verpasst warum es irgendwie helfen soll eine Fäulnis / Verwesung des Landes aufzuhalten, wenn ein Primal getötet wird – warum das so sein soll, wird nie erklärt. Es wird überhaupt kein Zusammenhang hergestellt. Warum dafür nur eine Person in der Lage zu sein scheint (wobei das ja nicht mal erwähnt wird abseits von “sie ist die Auserwählte”), ist auch nicht nachvollziehbar.
  • Die Königin sagt zur Näherin, dass sie sich entschuldigt, weil sie weiß das die Zeit der Näherin wertvoll ist?! So wie diese Königin geschildert wird, würde sie sich so nicht verhalten.
  • Es ist keine gute Idee jemand zum Killer auszubilden, der sich selber opfern soll und demjenigen abseits von etwas Aberglaube aber überhaupt keinen Grund dafür zu geben. Das ist eine miserable Taktik.
  • Die Szene mit dem “Bruder” von Sera ist unglaubwürdig. Sie ist die absolute bad ass Killerin und schlägt ihn sonst mühelos aber dann knockt er sie nebenbei aus und ist schneller als sie?
  • Warum sollte sich Tavius die Mühe machen Sera zu irgendwelchen Aussagen zu bewegen? Als König hätte er so oder so alles mit ihr machen können auch ohne das sie irgendetwas bestimmtes macht.
  • Die ganze Sache mit dem Deal ist ziemlich Pump und unglaubwürdig. Sera geht davon aus, dass man ihr die Wahrheit gesagt hat und die einzige Möglichkeit um die Fäulnis aufzuhalten die Ermordung von Ash ist. Dabei spricht so wenig dafür, dass das stimmt. Ganz im Gegenteil – die meisten Informationen, die sie hat sind falsch. Sie hinterfragt die Information aber trotzdem nie. Sie hinterfragt aber sehr wohl was ihre Handlungen bewirken in Bezug auf die Bevölkerung. Das darauf – im Prinzip einem Gerücht – die ganze Geschichte basiert ist reichlich dünn und lässt Sera ziemlich dumm erscheinen, was sie ansonsten aber keineswegs ist.
  • Wieso sind irgendwelche x beliebigen Götter in der Lage in die Burg von Nyktos einzudringen, wo es draußen Wachen gibt?
  • Wieso haben die Götter Leute umgebracht, wenn sie dachten, dass sie nach Sera suchen? Das ergibt keinen Sinn, wenn sie vermeiden wollen, dass sie getötet wird, weil sie deren Fähigkeiten nutzen wollen. Später sollen die Leute angeblich eine Art Wächter gewesen sein, um Sera zu schützen, obwohl sie nie etwas mit ihnen zu tun hatte.
  • In Teilen ist die Geschichte sehr vorhersehbar: Es war vorher klar, dass Sera erwischt wird, bevor sie ihre Handlungen umsetzen kann
  • Wieso ist Sera plötzlich eine so unsägliche Person? Sie hat freiwillig von Ihrer eigentlichen Aufgabe berichtet und keine Handlungen unternommen, die man ihr negativ auslegen kann. Ich finde sie sogar vertrauenswürdiger als vorher, weil sie von sich aus die Wahrheit gesagt hat. Das wäre maximal dumm, wenn sie ihr Ziel weiter verfolgen würde. Und für ihre Erziehung kann sie nichts. Das verhalten der Personen um Sera dient also offenbar primär dem Drama, denn rein logisch hat Nyktos keinen Grund sich aufzuregen.
  • Das Sera die Reinkarnation von Sotoria ist war doch schon viel früher klar, da wären die Hauptcharaktere auch viel eher drauf gekommen …

[collapse]
1 2 3 4 5 33