Nebelsphäre Lübeck [Serie]

Nebelsphäre Lübeck Der Zauber des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Das Licht des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Die Liebe des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Der Zorn des Phönix - Johanna Benden

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Benden

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

«Wir leben nur einmal und dieses Leben kann in der nächsten Minute vorbei sein», hat er zu mir gesagt. «Genieße es, wo du nur kannst.»“

Dieses Mal habe ich mich leider nicht aufgepasst und mit der Nachfolgeserie angefangen. Das mag ich normalerweise so nicht, weil ich gerne die komplette Vorgeschichte kenne. Wer also vorne anfangen möchte, startet mit der Kiel Serie. Nach Victorias Verhalten in dieser Serie, habe ich allerdings auch vorerst kein Interesse irgendwas über sie zu lesen (ob nun Königin oder nicht, ihr Verhalten geht überhaupt nicht).

„Vermutlich hat Eliande mich heute seinetwegen durch die Mangel gedreht. Die hatten Angst, dass ich ihm eine verpasse!“ Zorn flammte in ihr auf. „Zu recht! Ohhh, wie gerne hätte ich diesem arroganten Lichtanknipser eine vor den Koffer geknallt. Ein hübsches kleines Spinnenmuster für seine hochnäsige Visage!“

Buch 1:

Die Protagonistin (Magaretha Sofie) hat Wirtschaftsinformatik studiert und ist beim Abschluss Jahrgangsbeste gewesen. Sie arbeitet im Handelskontor ihrer Großmutter und betreut dort die IT. Als Alleinerbin wird sie dieses Kontor später übernehmen.

Magaretha macht zunehmend die Erfahrung, dass ihre Gedanken Realität werden. Beispielsweise kann sie Gegenstände bewegen oder auch etwas zerstören und reparieren. Zuerst versteht sie nicht was passiert und zweifelt an ihrem Verstand.

Passenderweise landet sie auch gleich in der Psychiatrie, nachdem sie mehrere Ohnmachtsanfälle hat, die sich nicht erklären lassen. Dort lernst sie Jan kennen, der eine ungewöhnliche Anziehung ausübt und ihr von einer Welt von Drachen und Magie erzählt.

„Bei sowas machst du mit?“, zischte Bill. „Freiwillig?! Was bist du denn für ein Freund? Du hast ja … SCHMELZWASSER im Hirn! Das ist doch UNSERE Sofie! Wie kannst du mit dem aufgeblasenen Lichtheini gemeinsame Sache machen?! Der will sie uns doch WEGNEHMEN!“

Der Schreibstil ist anfangs etwas steif (diverse Weisheiten der Großmutter), nach einer Weile entspannt sich der Schreibstil aber glücklicherweise zunehmend und fühlt sich natürlich an. Auch an den norddeutschen „Slang“ gewöhnt man sich recht schnell.

Die ersten 100-150 Seiten hatte ich echte Probleme mich mit der Handlung anzufreunden. Die Geschichte nimmt einen zunehmend ein und Sofie verändert sich auch im Vergleich zu der sehr nüchternen Person, die sie am Anfang war. Interessant ist bei der Serie, dass die Autorin es schafft ohne einen riesigen Cliffhanger das Interesse für den zweiten Teil aufrecht zu erhalten. Liebe Autoren: So geht es eben auch!

„Mit niemandem ist Stille so harmonisch wie mit ihr.“

Buch 2:

Sofie geht an die Magierakademie und sie hofft, dass sie  mit Jan zusammen bleiben kann und keinen Drachengefährten findet, der Ihre Beziehung zu Jan unterwandert. An der Akademie gestaltet sich der Alltag relativ schwierig, weil Sofie aufgrund ihres mentalen Schildes dem Unterricht nur schwer folgen kann.

«Sarah war meine Seelenverwandte, meine Sonne. Jetzt ist sie tot. Wie soll ich ohne sie leben? Niemand kann ohne Sonne leben! Mein ganzes Leben ist eine endlose Nacht.»“

Im zweiten Buch erlangt man Einblicke in die Dämonenwelt und eine Verschwörung, die seitens der Dämonen geplant wird und selbst eine Armee aufzubauen, die gegen die Drachen und die Menschheit kämpft.

Ein Gefährte bindet sich an Sofie, sie aber nicht an ihn und fortan benutzen die Drachen so ziemlich jedes Mittel um das zu ändern und die Beziehung zu Jan zu sabotieren. Der Gefährte ist anfangs ähnlich begeistert von der Beziehung wie Sofie.

Die äußere Bedrohung der Beziehung von Jan wirkt recht gut um die Emotionen zu vermitteln, die Sofie und Jan füreinander haben. Die Drachen und Ihre Führung lässt es aber ziemlich schlecht aussehen. Man gewinnt in diesem Buch den Eindruck, dass die Liebe zu Jan größer ist als die zunehmenden Einflüsse von außen. Toll geschrieben.

Buch 3:

Im dritten Buch wird die Dämonenbedrohung größer. Die Dämonen bereiten eine Invasion vor. Xavosch wird Sophie sympatischer und Mitleid geht in Liebe über, weil sie die Nähe zulässt.

„Sobald klar ist, dass der Typ keinen an der Klatsche hat, dafür aber jede Menge Kohle auf dem Konto, kommt er als Versorger in Frage und du bist scharf auf ihn! Die archaischen Mechanismen funktionieren bei dir einwandfrei. Herzlichen Glückwunsch!“

Wie üblich in derartigen Buchreihen wird erst die große Liebe des Lebens plakatiert und ruck zuck ist das alles nicht mehr so wichtig und Sophie denkt darüber nach ihre große Liebe Jan zu seinem Wohle! (klar) zu verlassen und sich Xavosch hinzugeben. Ist für mich so nicht plausibel und dient nur dazu die Geschichte „spannender“ zu machen. Jan hier Jan da geht also nahtlos in Xavosch hier Xavosch da über.

Ich hätte mir in diesem Buch eine deutlich konsequentere Sofie gewünscht. Entweder war Jan die Liebe ihres Lebens oder nicht (man hat hier den Eindruck eher nicht). An Xavosch hat sie sich quasi selbst ohne Not aus Mitleid?! rangemacht und eiert das ganze Buch lang zwischen beiden rum. Die Wankelmütigkeit nervt einfach nur und macht Sofie ziemlich unsympathisch. Und dabei stellt sie sich auch wieder maximal naiv an. Ja, wie kann sich nur was entwickeln, wenn man ständig mit jemanden zusammen ist? Das kommt ja total unerwartet! Tja, und die Drachenführung das wieder ausnutzt ist auch so unerwartet, haben sie ja auch nicht schon mehrfach vorher gemacht. Damit kann man also nicht rechnen. Und danach wundert sie sich dann, dass Jan das nicht toll findet? Ernsthaft? Und klar, dann zerfließt sie in Selbstmitleid was sie Jan antut und hängt sich direkt wider an Xavosch. Dann kann man sich nur noch vor den Kopf schlagen…

„Ja, ja, man kann viel studieren“, lachte Jan. „Manche Theologen behaupten, es hätte die Evolution nie gegeben, obwohl Knochenfunde das Gegenteil beweisen.“

Für mich ist Sofie und ihr Handeln in diesem Buch von Anfang an unglaubwürdig. Auch das zurückziehen von Jan wirkt auf mich nicht plausibel.

Die ersten 50% des Buches passiert fast nichts. Es geht lediglich um die stärkere Bindung zu Xavosch. Und es wird viel über Atlantis und irgendwelche Unterwassereffekte erzählt (relativ unspannend für meinen Geschmack).

Die zweite Hälfte des Buches ist dann allerdings sehr spektakulär und spannend. Damit macht die Autorin wieder einiges weg!

Die Handlung im ersten Teil des dritten Buches und auch das Ende sagen mir nicht zu. Vielleicht bin ich auch zu konservativ aber mit der Idee kann ich mich nicht so richtig anfreunden.

Insgesamt fühlt sich der dritte Teil für mich konstruiert und nicht glaubwürdig an.

„Nicht alle.“ Tyra stemmte sich ächzend vom Stuhl hoch. „Nur er da. Ausgerechnet ich habe den Kaputten gekriegt. Mein Gefährte hat echt voll den Sockenschuss.“

Buch 4: 

Die Ausgangslage am Ende des Vorgängernbandes ist schlecht. Sofie, Xavosch und Jan haben die erste Dreiergefährtenbeziehung. Die Dämonen sind Fast bereit die Erde zu überrennen. Der Mensch der das Tor für die Dämonen öffnen soll und von einem Dämonen kontrolliert wird, befindet sich in Nordkorea und ist für die Drachen aktuell nicht greifbar.

„Ihr Menschen seid scheinheilig“, schnaubte Bruttach. Er bedachte Jude und Sofie mit einem strafenden Blick. „Keiner von euch beiden ist Vegetarier. Was glaubt ihr, wie das Fleisch auf eure Teller kommt? Denkt ihr, so ein Schaf entschließt sich freiwillig dazu, sich das Fell abzuziehen und seine Rippchen auf den Grill zu schmeißen?

Lt. Prophezeiung sollen Sophie (der Phönix), Jan und Xavosch dies verhindern können. Wie das funktionieren soll. Weiß aber keiner, da die drei nicht mal ihre Bindung beendet haben.

Die Gefährten entwickeln sich deutlich weiter, besonders Sofie. Allerdings nicht nur positiv, weil sie hautnah eine Krieg erleben.

Der Schreibstil ist nach wie vor locker und mit norddeutscher Sprache angehaucht.

Das Buch ist ein Plädoyer für sexuelle Toleranz.

Fazit:

Andere können uns mit ihren Äußerungen nur deswegen reizen, weil das, was sie sagen, beispielsweise nicht zu unserem Empfinden von Gerechtigkeit passt. Je größer die Diskrepanz zwischen der fremden Äußerung und unseren eigenen Vorstellungen, desto höher der emotionale Ausschlag.

Nach einem etwas steifen Start im ersten Buch wird die Schreibweise ziemlich locker und angenehm. Anfangs hatte ich Probleme mit der plumpen, naiven Magaretha aber durch ihre Wandelung zu Sofie wird sie deutlich einnehmender (zumindest in den ersten zwei Büchern, im dritten ist das dann wieder vorbei).

Die Geschichte ist spannend, die Liebesbeziehung ist gut beschrieben (zumindest in den ersten zwei Bänden) und die Emotionen kommen an.

Die Drachen sind aber in Summe ziemlich gefühlskalt, bestimmend und haben nur ihr ziel vor Augen. Meine Sympathie mit Ihnen hält sich also sehr in Grenzen. Die dazu jeweils passenden menschlichen Gefährten sind nicht besser. Man kann niemanden dazu zwingen sich zu opfern und die Welt zu retten und bei angeblich hunderten von Jahren Alter und dementsprechend Geduld und Weisheit, sollte das recht naheliegend sein.

„Ach du, mit der Zeit ist das so eine Sache. Auch bei uns Himmelsechsen. Fühlt man sich wohl, so wie ich mich in deiner Nähe, fängt das Biest an zu rennen. Geht es einem mies, dann kriecht sie seesternlangsam dahin. Wie alt man am Ende wird, ist dabei ganz egal.“

Teil 3 ist nicht so mein Fall und Teil 4 ist für meinen Geschmack wieder etwas besser. Beide kommen aber nicht an die ersten zwei Bücher heran.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Magaretha ist anfangs ignorant. Zuerst erkennt sie die Indizien, stempelt sie dann aber als Unsinn an. Naiv trifft es also nicht vollständig. Ihr Verhalten grenzt schon an dumm. Beispielsweise wird sie mit voller Absicht hintergangen und lässt sich anschließend mit einer fadenscheinigen Erklärung abspeisen, obwohl es sogar Beweise gibt. Nach einem Blumenstrauß und einer fadenscheinigen Erklärung ist aber alles ok für sie. Wie sich später zeigt hat ihre vermeintliche Freundin sie nur ausgenutzt und auch das hat sie nie gemerkt. Direkt danach erfährt sie, dass ihre Mutter von vermutlich von einem „Arzt“ unter dubiosen Umständen behandelt wurde und danach Gedächtnislücken hatte. Einige Jahre später starb ihre Mutter an Alzheimer. Dasselbe passiert ihr und wie könnte man da Zusammenhänge erkennen oder das hinterfragen… Auch ihre neuerdings aufgekommene Zimtphobie (Spritze, Kekse, Tee, Eis, Latte, Zimtschnecken ….) hinterfragt sie nicht. Das ist nicht glaubwürdig. Jemand der Jahrgangsbester in einem Informatikstudium ist, hat einen gewissen Intelligenzlevel. Auch wenn es Autoren offenbar immer gut in den Kram passt ihre Figuren in Situation a total schlau wirken zu lassen und in Situation b total dumm, ist das nicht realistisch und solche Charaktere nerven mich einfach, weil sie nicht konsistent und unglaubwürdig sind (das ist aber nicht spezifisch für diese Buchserie oder Johanna Benden, im Gegenteil).
  • Ich finde es seltsam, dass Sofie im ersten Buch nicht darauf reagiert, dass mehrfach angedeutet wird, dass sie für jemanden bestimmt ist und dass sie von anderen “Personen” bevormundet wird. Normalerweise würde man das nicht einfach so hinnehmen. Weiterhin nimmt sie es offenbar als gegeben hin, dass die „Königin“ (die letztlich auch nur ein ordinärer Mensch ist und auch nicht ihre Königin) über ihr Leben bestimmt. Das passt aber überhaupt nicht zu ihrer ansonsten logischen / aufgeklärten Art. Viel später als es sie dann mehr über „Bestimmung“ erfährt, akzeptiert sie es einfach ohne zu kämpfen, obwohl sie in Jan verliebt ist.
  • Sofie hinterfragt nach dem Erstkontakt mit Jan und den Drachen nicht sofort was mit ihrer Mutter passiert ist. Das finde ich seltsam, da ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse durchaus nahelegen, dass ihre Mutter manipuliert oder vielleicht sogar getötet wurde.
  • Die beschriebene Bindung zwischen Gefährten gefällt mir wegen dem zwanghaften Charakter überhaupt nicht. Ich halte nichts von Vorherbestimmung oder Schicksal, sondern viel mehr von individueller Freiheit (ja, die ist leider immer auch diversen Zwängen unterworfen aber zumindest theoretisch hat man alle Möglichkeiten). Insofern kann ich mit einer vorherbestimmten Beziehung nichts anfangen.
  • Es ist ziemlich unglaubwürdig wie arrogant und rücksichtslos die Führung der Drachen Sofie und Jan auseinander treiben und stattdessen mit Xavosch verkuppeln wollen. Keiner denkt darüber nach was es anrichten könnte, wenn sich Sofie gegen die Drachen wendet oder aufgrund der Folgen der Manipulation selbst etwas antut. Die Drachen schaffen in Kombination mit ihren Gefährten die optimalen Voraussetzungen dafür, dass Sofie sich von ihnen abwendet. Das ist so vorhersehbar, dass es schon unglaubwürdig ist wie dumm die Führung der Drachen sich verhält. Die Spitze bildet, dass Victoria den Totschlag (Mord wäre ja Absicht gewesen) an Sofies Mutter verheimlichen und zur Sicherheit Sofie vorher mit Xalosch verkuppeln will, bevor sie diese Info weitergibt. Falls sie die Info überhaupt weitergeben will… Es ist doch recht naheliegend, dass man jemand der sehr schwer Vertrauen fasst, am ehesten mit der Wahrheit und ohne Manipulation gewinnen kann. Wäre ich Sofie, würde ich mit der gesamten Führungsriege der Drachen überhaupt nichts mehr zu tun haben wollen.
  • Interessant finde ich wie im Buch der Theologiestudenten als williges Opfer für Manipulation dargestellt wird. Wer Parallelen zur realen Welt findet… 😉
  • Die Frage „wann steht das Bedürfnis vieler über dem Bedürfnis einzelner“ wird in den Büchern thematisiert. Diese Frage wurde auch z.B. in Star Trek und Harry Potter (greater good / das höhere Gemeinwohl) gestellt. Diese Frage ist höchst problematisch. Wann ist es ethisch vertretbar das Wohl vieler über das Wohl einzelner zu stellen und ab welchem Verhältnis oder welcher absoluten Zahl ist es vertretbar. Diese Frage lässt sich nicht beantworten und insofern kann jede Entscheidung stellvertretend für andere in diesem Punkt nur falsch sein. Das die Drachen mit ihrem angeblichen Wissen und ihrer angeblichen Intelligenz so handeln, wie sie handeln wirf kein gutes Licht auf sie.
  • Da die Drachen die Menschen regelmäßig beeinflussen (verändern von Gefühlen), halte ich ihr Handeln für höchst unethisch, problematisch und eigennützig, obwohl sie aus der Erfahrung mit düsteren Epoche der Goldenen eigentlich gelernt haben sollten.
  • Der Reittrainer ist so sensibel wie ein Stück Brot. Das ist aber aus meiner Sicht ein schönes Beispiel für eine künstlich geschaffene Situation. An Sofies Stelle wäre es wohl normal gewesen, wenn sie einfach gesagt hätte: Nö, bei euren Verkupplungsversuchen mache ich nicht mit. Stattdessen spielt sie natürlich mit und natürlich entwickelt Zuneigung für den Drachen der Menschen hasst und der sie vorher verletzt hat und der sogar kurz überlegt hat, ob er sie nicht umbringen soll. Ganz logisch. Es passiert ja regelmäßig, dass man sich aus Mitleid in Leute verliebt, die einen umbringen wollten.
  • Dafür, dass Sofie so wichtig ist, finde ich es erstaunlich wie fahrlässig die Drachenführung (genannt Kaleidoskop) mit dem Leben von Sofie umgeht. Realistisch betrachtet, ist die Chance äußerst gering, dass Sofie das alles überlebt was sie ihr durch ihre Verbohrtheit zumuten.
  • Wenn man die Bücher liest, bekommt man den Eindruck, dass aus Mitleid Liebe entsteht. Wohl eher nicht…
  • Gabrielosch und Tyra sind einfach cool 🙂
  • Bill ist durchgeknallt und verpeilt aber ein echter Freund.
  • Das Sofie zu den freien flüchtet, nachdem sie das Gespräch mit Jan und Victoria mitbekommen hat ist nicht nachvollziehbar, weil sie keine Ahnung hat was deren Intentionen sind. Ein Hotel oder sogar ihr Auto wäre wohl deutlich realistischer gewesen um erst mal Ruhe zu haben und nachzudenken.
  • Victoria trifft durch die ganze Lübeck Serie hinweg dumme Entscheidungen. Und die Entscheidungen, die sie sich später vorwirft, sind sogar die richtigen…
  • Woher weiß Telliar wie viel Kraft nötig ist um das Tor zu öffnen bzw. welche Macht die Freien und Sofie in Summe haben?
  • Warum macht sich der Flüsterling nicht einfach vom Acker? Die Gefahr, dass es stirbt ist auch hoch, wenn er Befehle befolgt. Da könnte er sich auch einfach einen x beliebigen Wirt nehmen und verschwinden.
  • Wovon leben die Dämonen in ihrer sterbenden Welt? Im Buch wird davon ausgegangen, dass die Erde schnell entvölkert ist. Da auf ihrer eigenen Welt somit auch keine Nahrung mehr existieren kann, stellt sich die Frage wovon sie jetzt leben.
  • Wieso ist Sofie auf niemanden sauer nach dem finalen Kampf? Victoria oder die Drachen im Allgemeinen würden sich hervorragend anbieten. Wobei sauer eigentlich noch viel zu harmlos wäre.
  • Was ist überhaupt der Phönix in dieser Buchserie und woher wissen die Drachen, dass Sofie der Phönix ist? Entweder wird das nicht detailliert erklärt oder ich habe es nicht wahrgenommen. Sie wird von Jan einfach so genannt und das war es.
  • Wo kommen plötzlich die Unmengen von Dämonen in Band 4 her ohne Nahrung?!
  • Wieso ist ein ehemaliger Drache Anführer der Dämonen?
  • Wieso ist der Anführer der Dämonen plötzlich so leicht umzustimmen, nachdem er vorher über Jahrhunderte seinem Hass gefrönt hat?
  • Das Lenir und Aer in Band 4 verschollen oder vielleicht sogar gestorben sind, finde ich nicht toll

[collapse]

Nathaniel und Victoria [Serie]

Nathaniel und Victoria 1 Unter goldenen Schwingen - Natalie Luca  Nathaniel und Victoria 2 Unter höllischem Schutz - Natalie Luca  Nathaniel und Victoria 3 Unter irdischem Siegel - Natalie Luca  Nathaniel und Victoria 4 Unter venetischer Sonne - Natalie Luca  Nathaniel und Victoria 5 Unter südlichen Sternen - Natalie Luca

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Natalie Luca

Teile der Serie:

  • Nathaniel und Victoria 1 – Unter goldenen Schwingen (365 Seiten)
  • Nathaniel und Victoria 2 – Unter höllischem Schutz (363 Seiten)
  • Nathaniel und Victoria 3 – Unter irdischem Siegel (366 Seiten)
  • Nathaniel und Victoria 4 – Unter venetischer Sonne (332 Seiten)
  • Nathaniel und Victoria 5 – Unter südlichen Sternen (365 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Diese Geschichte ist definitiv mal was anderes als das übeliche einerlei. Gerade wenn man mehrere Liebesgeschichten im Jugendbuchbereich liest gleichen sie sich nach einer Zeit ziemlich. Die Idee hier mit dem Schutzengel, den man normalerweise nicht sieht und in den man sich auch nicht verlieben darf, ist wirklich mal was anderes.

Die Frau blickte mich mit jenem Krankenschwestern-ausdruck an, der mir das Gefühl gab, als wäre ich eine Gefängnisinsassin.

Buch 1:

Die Geschichte beginnt mit einem potenziell tödlichen Autounfall. Wie sich recht schnell zeigt wird Victoria von einer Person gerettet, die außer ihr niemand gesehen hat. Später zeigt sich, dass die Person ein Schutzengel ist – ihr Schutzengel (Nathaniel). Die wenigsten Menschen können ihren Engel sehen, wenn man aber dazu in der Lage ist und sich dann bewusst dafür entscheidet, dass man dieses Wissen behalten möchte, dann sieht man auch die andere Seite… Der Unfall scheint aber kein Zufall gewesen zu sein, sondern geplant. Die Frage ist nur wer dahinter steckt und warum? Und offenbar ist auch Schutzengeln nicht in jedem Fall erlaubt einzugreifen. Es wird recht schnell an der Art wie Victoria und Nathaniel aufeinander reagieren deutlich, warum er eingegriffen hat.

In meinem Leben gab es nämlich ein davor und ein danach. Davor war alles in Ordnung gewesen. Danach … Genau genommen gab es in meinem Leben nur ein davor.

Buch 2:

Im ersten Buch hat Victoria ihren Schutzengel kennen gelernt und ihm sein Leben gerettet, nachdem er ihr das Leben gerettet hat. Weiterhin ist sie in Ihn verliebt. Das darf er aber niemals wissen, weil Engel sich nicht in die Person verlieben dürfen, die sie beschützen. Victoria musste einen Dämonen austricksen um das Leben von Nathaniel zu retten. Kein Wunder also, dass neue Probleme warten…

Es kommt wie es kommen muss. Einer ihrer Engel wird getötet und Nathaniel fällt. Victoria versucht alles um ihn aus der Hölle zu befreien. Im letzten Moment bevor sie einen folgenschweren Deal eingeht kämpft sich Nathaniel zu ihr zurück. Aber was ist er? Engel, Dämon?
Am Anfang des Buches werden aber diverse vollkommen sinnlose Entscheidungen getroffen, die teilweise nicht nachvollziehbare Konsequenzen haben. Man hat hier den Eindruck, dass die Autorin beim ersten Buch noch nicht über das zweite nachgedacht hat. Somit wirkt der Anfang des zweiten Buches leider recht konstruiert.

»Dann hätten wir also geklärt, dass ihr beide willens seid, euch jeweils für den anderen an den Teufel zu verkaufen. Sehr schön. Butterkeks, irgendjemand?«

Buch 3:

Nathaniel ist zurück, er ist sowohl Engel als auch Dämon. Nachdem sich das herausgestellt hat, sind beide Seiten (Luzifer und die Erzengel) an ihm interessiert, weil er beiden Welten wandeln kann. Beide Seiten bieten ihm Deals an, die aber diverse Nachteile haben. Wofür entscheidet sich Nathaniel und wie wirkt sich das auf Victoria aus? Es kommt natürlich wie es kommen muss. Am Ende kommt es zum Unvermeidlichen Kampf mit Lazarus.
Das dritte Buch ist so geschrieben, dass man die Serie hier guten Gewissens abschließen kann.

Buch 4:

Nachdem Nathaniel Lazarus besiegt hat sieht es endlich so aus als wenn Victoria und Nathaniel eine etwas ruhigere Zeit genießen könnten. Allerdings zeigt sich, dass Nathaniel verflucht wurde. Auf der Suche nach mehr Informationen und um einen Freund von Marcello zu helfen geraden Victoria und Nathaniel in Kontakt mit der Mafia und die Hölle ist auch irgendwie verstrickt…

»Schick doch den Erzengeln eine Postkarte«, fauchte Ramiel zurück. »Lieber Michael, schöne Grüße aus Paris, euer Plan ist Schrott. Herzlichst, Nathan…«

Buch 5:

Im diesem Buch steht das Abitur unmittelbar bevor. Zusätzlich schleicht sich wieder ein Dämon in die Träume von Victoria. Dieser Dämon scheint sie aber nicht verletzen, sondern waren zu wollen. Es scheint so als wenn Luzifer eine groß angelegte Verschwörung plant und die wichtigsten Erdengänger vernichten will um anschließend mithilfe der Dämonen Chaos und Vernichtung über die Erde zu bringen. Natürlich können Nathaniel und Victoria dabei nicht untätig zuschauen.

In Buch 5 bleibt die Logik leider wieder völlig auf der Strecke. Mehr noch als in Buch 2.

Fazit:

Die Idee ist wirklich kreativ. Allerdings spielt sich die Geschichte in unserer Realwelt ab. Wenn man davon ausgeht, dass jeder einen Schutzengel wie Nathaniel hat, dann sind viele anderen entweder recht demotiviert oder nicht besonders fähig. Aber auch das wird ja ansatzweise erklärt. 😉

Allein die Dreiteilung zwischen Körperlich, Rational und Emotional in Form der drei Engel sorgt für eine menge Dynamik. Das erste Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Nach dem ersten Buch geht es aber am Anfang des zweiten Buches deutlich bergab. Die von der Autorin aufgestellten Regeln werden ignoriert und die Autorin stolpert von einer Logikschwäche in die nächste. Glücklicherweise geht es danach recht schnell wieder Bergauf und das Niveau wird auch im dritten Buch durchgängig gehalten.

Nach dem dritten Buch ist die Geschichte logisch abgeschlossen. Dementsprechend gibt es auch im vierten Buch Teile, bei dem Nathaniel nicht im Interesse von Victoria handelt (das war vorher immer seine oberste Priorität). Das bedeutet der Fortgang der Geschichte wird über die durchgängige Darstellung der Charaktere gestellt.

Somit bleibt eine Tolle Liebesgeschichte mit Abenteuer, Engeln, Dämonen und viel Abwechslung aber einigen Logikschwächen.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieso werden Engel mit dem Fall bestraft, wenn sie einen Menschen lieben und der Mensch die Liebe erwidert? Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Später wird dann präzisiert, dass jegliche sexuelle Handlung einschließlich Küssen eine „unverzeihliche Tat“ darstellt.
  • Victoria kann Nathaniel ein Kissen an den Kopf werfen und sich an ihm abstützen (zu dem Zeitpunkt ist er noch Engel). Da er ja oft direkt neben ihr läuft und ihre Freunde ihn nicht wahrnehmen, ist er entweder physisch auch nicht präsent für ihre Freunde (wobei Kleidung ja nicht durch ihn hindurchgehen dürfte, die ist ja auch ein Gegenstand) oder er müsste extrem vorsichtig sein (vor allem bei Berücksichtigung der Flügelspannweite). Basierend auf der Aussage mit dem Kissen müsste sich seine Anwesenheit beweisen lassen, indem man ihn einfach mit Gegenständen bewirft. Das würden andere Menschen auch wahrnehmen können, dass die abprallen…
  • Seit wann ist ein Professor Bibliothekarin? Ist das in Österreich anders? Zusätzlich wird selbst in der Schule von Semestern und nicht von Schuljahren gesprochen.
  • In Buch 2 ist der Schild plötzlich Seraphelas Schild – vorher war es der Schild von Lazarus?!
  • Wieso ist Seraphena bereit sich zu opfern und warum will sie plötzlich, dass Nathaniel mit Lazarus kämpft? Sie weiß doch, dass der Schild durch Lazarus nicht deaktiviert werden kann. Auch die Drohung von Lazarus den Schild zu deaktivieren macht keinen Sinn, weil der Bluff sofort aufgeflogen wäre, wenn Seraphena gesagt hätte.
  • Der Begriff unverzeihliche Tat wird anfangs nicht näher erläutert. Erst ist die Rede davon, dass Engel und Menschen sich nicht verlieben dürfen. Später ist von Handlungen, die auf Liebe basieren oder Küssen die Rede. Das ist doch ein recht wesentlicher Unterschied. Insofern war Seraphinas Tod völlig überflüssig, weil der Verlust des Schildes erst mal nicht zu Nathaniels Tod geführt hätte und durch ihren Tod ja eh erfolgt.
  • In Buch 1 wird erwähnt, dass Erzengel Dämonen Töten können. Nachdem Lazarus mehrfach Victoria angegriffen hat, sollte es dafür genügend Anlass geben, wenn der Teufel schon persönlich eingreift weil Seraphina Victory physisch schützt. Stattdessen geht es mal wieder Darum Nathaniel in die ewige Verdammnis zu schicken. Mit Verlaub: Da werden die Dämonen vom Teufel aber wesentlich besser behandelt als die Engel von den Erzengeln.
  • Bei Marcellus und Sophie wird mehrfach erwähnt, dass die beiden keine Kinder haben können (weil er Erdengänger und trotzdem ihr Engel ist). Kinder zu bekommen ist aber laut den Regeln für Engel eh unmöglich, weil selbst ein Kuss schon eine unverzeihliche Tat wäre (zumindest gelten diese Regeln für Nathaniel und Victoria). Wobei hier offenbar die Ausnahme von der Regel greift. Damit schwankt die gesamte Geschichte, da alle Folgen auf der unverzeihlichen Tat beruhen. Dazu kommt, dass nie ein Grund für diese Regel genannt wird.
  • In Buch 4 ist Nathaniel so besorgt um Victoria, dass er nicht nach Italien will, um einem Freund von Marcello zu helfen. Dann ist er dort mit Vitoria und erfährt, dass sowohl die Mafia als auch ein sehr mächtiger Dämon aus Luzifers innerem Zirkel verstrickt ist. Er ist sogar bereit Victoria alleine zurück zu lassen und in die Hölle zu gehen, nur um einem Wildfremden zu helfen und etwas für Marcello zu tun, was dieser nicht mal von ihm verlangt? Es ist immer wieder „schön“, wenn Autoren erst Charaktere aufbauen und sie dann zur Spannungssteigerung unverständlich agieren lassen. Die Aktion von Nathaniel (Höllenbesuch + Alleingang) macht so richtig Sinn, nachdem Victoria und erschon so viel erlebt haben, er schon mal in der Hölle fest saß und weder er noch Victoria alleine zurechtkommen. Allein das sollte schon Motivation genug sein, um es nicht zu tun.
  • In Buch 4 erwähnt Isabella, dass die Höllengeister bei Zerstörung des Kelches, in dem sie gefangen wurden, wieder auf ihr ursprüngliches Ziel zurückfallen, es sei denn es ist noch etwas böseres in der Nähe. Woher kann sie das wissen?
  • In Buch 5 geht es um eine Verschwörung der Hölle bei der er es sehr wichtig ist, dass das Wissen um die Verschwörung geheim bleibt, damit Luzifer nicht vorgewarnt wird. Daher dürfen die Erdengänger nicht zusätzlich beschützt werden, da es sonst Verdacht erregen könnte. Der weltweit berühme halbdämonische Engel mit seiner sterblichen Freundin, der aufgrund seiner Bekanntheit überall auf der Straße angesprochen wird von Erdengängern, kann natürlich problemlos um die Welt reisen und alle gefährdeten Personen vorwarnen, ohne das es auffällt? Ja klar!
    Dann kommt es sogar noch besser: Die erste zu kontaktierende Person wird auf einer Kunstausstellung besucht, bei der Nathaniel die Person in einer Traube von Menschen anspricht. Danach entschuldigt sie sich bei dem umstehenden Pulk und geht mit Nathaniel und Victoria in andere Räumlichkeiten. Das nenne ich mal unauffällig. Das ist ein gutes Beispiel für wenig kreative Entscheidungen der Protagonisten, um die Geschichte spannend zu halten. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Da hätte man auch gleich Luzifer direkt die Info geben können.
    In die letzte zu kontaktierende Person ist in New York. Dort wird ein Foto von der Person + Nathaniel und Victoria gemacht, dass anschließent im Internet veröffentlicht wird. Die beiden wissen von dem Foto und haben nicht verlangt, dass es gelöscht wird.
    Nachdem Sophie entführt wurde, setzt sich Marcellus sofort mit den anderen bedrohten Personen in Verbindung. Da hat sich die geheime Rundreise, bei der Victoria und Nathaniel mehrfach ihr Leben riskiert haben ja richtig gelohnt. Da hätte man auch gleich direkt Kontakt aufnehmen können.
  • Die Duschszene in Buch 5 ist nicht so richtig durchdacht – Nathaniel steht mal wieder in Flammen. Victoria schaden die Flammen nicht aber das Dushwasser verdampft komplett in seinen Flammen. Ich glaube das wäre recht schnell etwas warm für Victoria. Genauso die Szene im Taxi. Er schmilzt die Sitzbezüge aber die Klamotten (Anzug) steckt das alles problemlos weg.
  • Ein Mitglied der OPEC nimmt an einer Konferenz teil und hat seinen zwölfjährigen Sohn dabei, der während der Konferenz in eine Schule im Konferenzort geht. Dort freundet sich Malik ruck zuck mit dem Sohn an. Der Sohn organisiert auf Wunsch von Malik ein Treffen zwischen wildfremden und seinem Vater?! Konstruierter geht nicht mehr. Realistisch wäre wohl ein Privatlehrer oder der Sohn bleibt einfach zu Hause, wenn der Vater auf eine kurze Geschäftsreise geht. Zumal in dem Fall Geld keine Rolle spielt und der Vater sicher Bedienstete hat.
  • In den Büchern wird erwähnt, dass Nathaniel als Dämon noch größer ist als zu Engelszeiten. Als Engel hat er aber nicht in ein Auto gepasst. Als Dämon schon. Weiterhin hat er auch als Dämon Flügel. Wie das aber funktionieren soll, wenn er ganz normale Kleidung trägt und sich vom Erdengänger zum Dämon verwandelt, wird nicht erläutert.
  • Beim Australienabschnitt merkt man gleich, dass die Autorin sich noch nicht mit den Biergewohnheiten in Australien beschäftigt hat. Foster‘s bekommt man dort nicht (zumindest habe ich bei beiden Besuchen kein Foster‘s gesehen). Das wird uns nur so verkauft, dass wir alle glauben, dass man in Australien nichts anderes trinkt.
  • Ein 2000km Flug durch halb Australien mit einer klapprigen Propellermaschine benötigt 2,5 Stunden? Das nenne ich mal beeindruckend. Dafür würde man einen Düsenjet benötigen und das wäre schon knapp. Zurück wird es dann noch schneller. Erst nach Alice Springs, dann von dort nach Sydney und das in 2,5 Stunden. Ich glaube die Concorde ist in Australien nie geflogen…
  • Im Australischen Outback brauchen Nathaniel und Victoria Stunden um auf die Idee zu kommen, dass sie Ramiel rufen, nachdem sie mit dem Flugzeug abgestürzt sind. Klar, sie haben kein Wasser und alle Zeit der Welt, weil Luzifer die Welt ins Chaos stürzen will. Warum also die Eile, wenn man auch noch tödliche Verfolger hat. Zusätzlich schleppen sie aus emotionalen Gründen sinnlos einen Toten mit, obwohl sie verfolgt werden.
  • Die Thematik mit dem Baby was Nathaniel und Victoria bekommen ist nicht ganz schlüssig. Nathaniel sagt er könne kein Kind zeugen, weil er Engel ist. Später wird das laut Sam zu dürfen abgeschwächt. Das ist ein wesentlicher Unterschied, weil nicht dürfen bei Verletzung eine unsägliche Tat darstellt und den Fall des Engels zur Folge hätte. Das heißt Verhütung ist sehr angebracht bei den zu erwartenden Konsequenzen. Nicht können benötigt keine Verhütung, weil eh nichts passieren kann. Dummerweise erfahren Nathaniel und Victoria aber vom Erzengel, dass sie schwanger ist, passenderweise direkt als gerade eine Engelsstelle benötigt wird. Da sie aber vorher Sex hatten, war der entweder ohne Verhütung (dann wäre Victoria aber wohl schon eher schwanger gewesen) oder es läuft doch auf nicht können hinaus.

[collapse]

Dark Elements [Serie]

Dark Elements Bittersüße Tränen - Jennifer L. Armentrout    Dark Elements 1 Steinerne Schwingen - Jennifer L. Armentrout  Dark Elements 2 Eiskalte Sehnsucht - Jennifer L. Armentrout  Dark Elements 3 Sehnsuchtsvolle Berührung - Jennifer L. Armentrout    Dark Elements Glühende Gefühle - Jennifer L. Armentrout  Dark Elements Goldene Wut - Jennifer L. Armentrout Dark Elements 6 Funkelnde Glut - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Nachdem ich den Schreibstil der Autorin bei der Lux Serie echt toll fand, trifft das auch hier zu. Auch der frischen jugendlichen Sprache bleibt die Autorin treu.

Lieber Himmel! Meine Laune bewegte sich irgendwo zwischen Im Müllcontainer und Mit dem Gesicht voran in einer Schlammpfütze.

Leider hat mich die Geschichte anfangs emotional nicht so angesprochen wie bei der Lux Serie. Die Geschichte in der Dark Elements Serie ist zwar spannend aber ich konnte bis zur Mitte des dritten Buches (also ungefähr der Hälfte der Serie) nicht so mit den Charakteren mitfühlen, wie das bei Lux der Fall war.

Bambi hatte einen Wächter gefressen. Klopfer hatte einen Alpha gefressen. Diese Hausgeister besaßen wirklich keine Manieren.

Bei Buch eins (wobei das eh nur ca. 100 Seiten hat) hatte ich das Gefühl, dass der interessantere Teil vor dem Buch passiert ist. Zwischen der Vorgeschichte und der Haupthandlung gibt es ein zweijähriges Loch. Eigentlich ist Buch eins aber nur eine Einführung von Charakteren, die in der Hauptgeschichte (Buch 1 – 3) Nebenrollen spielen. Der Hauptcharakter von Buch 1 – 3 wird aber als Nebenrolle in der Vorgeschichte vorgestellt. Auf jeden Fall ein interessanter Ansatz. Das Prequel ist somit eigenständig aber auch relativ verzichtbar. Mir hat das Prequel daher das Eintauschen erschwert, da ich mich gerade an die Personen gewöhnt hatte, die dann direkt durch neue ersetzt wurden.

Wenn ich aus Sams Tod eines gelernt hatte, dann war es, das Leben am Schopf zu packen – alles zu genießen, was es einem bot, auch die Tränen, den Zorn und den Verlust, vor allem aber das Lachen und die Liebe. Man musste das Leben nehmen, wie es kam. Denn es war flüchtig und launisch, und es gab niemanden, den ich kannte, dem das Leben den nächsten Tag zugesichert hatte.

Roth ist vom Typ vergleichbar mit Daemon in Lux nur das Daemon um einfach cooler ist. Die Vergleichbarkeit zur Lux Serie geht sogar so weit, dass man einzelne Aussagen quasi 1:1 hier wieder findet (Stichwort: Bescheidenheit ist was für Verlierer und ein Verlierer bin ich nicht / Vorliebe für Mogwais, Gremlis / Pfirsichparfüm …, kommt einem alles aus der Lux Serie bekannt vor).

Gut finde ich das die Autorin keine schwarz / weiße Welt malt (das ist in der Lux Serie auch so). Es gibt viele Grauschattierungen. Wer ist böse und wer ist gut? Aus welchen Motiven handeln die Charaktere? Auch hier gibt es teilweise Bonusgeschichten, bei denen die gleichen Szenen aus der Sicht von anderen Personen (in diesem Fall immer Roth dargestellt ist). Das hat mir bei der Lux Serie schon gefallen.

Einige wenige Logikschwächen gibt es auch hier aber weniger als bei der Lux Serie und gut verschmerzbar.

Buch 4 – 6 beinhaltet zwar die Charaktere aus der Hauptserie, es geht aber primär um Zayne und Trinity. Im der englischen Sprache wurde dementsprechend konsequenterweise ein neuer Serienname – Harbringer Series gewählt.

Fazit:

Gebete blieben in den meisten Fällen unbeantwortet. Oder wir bekamen eine Antwort, nach der wir niemals gesucht hatten.

Diese Serie hat länger gebraucht, als die Lux Serie um mich in ihren Bann zu ziehen. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich mich in die Welt etwas schlechter hineinfühlen konnte. Es geht um Himmel, Hölle, Dämonen, Gargoyles usw.. Allerdings muss ich zugeben, dass die Autorin zum Glück eher unkonventionell damit umgegangen ist. Letztendlich gefällt mir die Lux Serie in Summe etwas besser aber riesig ist der Unterschied nicht

Ab Band 4 beginnt eine neue Serie mit neuen Hauptpersonen, die aber alte Bekannte wieder einbindet.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Warum wurde Layla überhaupt am leben gelassen, wenn beide Seiten doch wollen, dass die Beschwörung unmöglich ist?
  • Warum lassen Layla die Wächter den Ring? Die Gefahr wäre viel geringer, wenn Layla und der Ring nicht an einem Ort sind
  • Wieso beschäftigt Roth sich nicht mit Faye und Trinity mit den anderen Hexen? Trinity könnte die anderen Hexen mit ihrer Gabe ruck zuck auslöschen. Währen sie das bei Faye eben nicht kann, weil sie Bambi retten soll.
  • Dass Sulien nicht der Harbringer war lag nahe, oder? Es hat ihn niemand danach gefragt, ob er es ist. Auch die Tatsache, dass er möglicherweise Support von einem Erzengel hat, lag auf der Hand. Nicht, dass das Wissen viel geholfen hätte.
  • Mal langsam: Laut Buch haben Erzengel keine Gefühle. Der Erzengel handelt aber sehr gefühlsbestimmt. Er ist schlicht neidisch. Das macht keinen Sinn.
  • Warum ist der Erzengel abgehauen und hat Roth in Ruhe gelassen?
  • Trin ist gerade aus ihrem Delirium aufgewacht, nachdem sie Zayne verloren hat und schon geht es geschäftsmäßig zur Sache?
  • Plötzlich arbeiten die Wächter alle mit Roth und Layla zusammen? Wohl kaum.
  • So arrogant wie Gabriel ist, sollte er mit seinen eigenen Waffen bekämpfbar sein, die er netterweise bei den Wächtern gelassen hat.

[collapse]

Elementar [Serie]

Elementar 1 Wen der Wind Liebt - Diana Dettmann  Elementar 2 Feuerhauch - Diana Dettmann  Elementar 3 Kriegerblut - Diana Dettmann

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Diana Dettmann

Teile der Serie:

  • Elementar 1 – Wen der Wind Liebt (464 Seiten)
  • Elementar 2 – Feuerhauch (442 Seiten)
  • Elementar 3 – Kriegerblut (435 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Die Peinlichkeit war perfektioniert, es gab nichts mehr daran zu feilen. Ich hatte ein Kunstwerk geschaffen, an das ich mich mein ganzes Leben erinnern würde.

Die Serie steigt relativ gemächlich ein. Ungefähr die erste Hälfte des Buches ersten Buches geht es primär darum, dass Eva und Victor sich kennenlernen. Eva erkennt recht schnell, das Victor anders ist, weil er ihr unbeabsichtigt einen Schlag versetzt. Vor und nach erfährt sie mehr. Das hält sie aber beide nicht davon ab sich ineinander zu verlieben. Eva erfährt, dass Victor aus einer anderen Welt kommt und es kommt wie es kommen muss, sie wird in diese Welt hinein gezogen. Die Welt ist im Prinzip die Welt der Fantasie, die sich grob wie unser Mittelalter in Kombination mit Magie und mystischen Wesen darstellt. Und ab der zweiten Hälfte des Buches beginnt deine eine Achterbahn der Emotionen, mit ständig neuen Wendungen.

Die Welt, unsere und eure, ist hart. Da ist kein Platz für Leute wie dich. Niemand wird dir etwas schenken. Sie werden es für eine Weile verstehen, wenn du trauerst, aber dann erwarten sie, dass du weitermachst. Wie alle anderen auch. Du willst kein Mitleid? Dann tu was dagegen! Steh auf und kämpfe für dein Leben und gegen deine Angst.“

Im zweiten Buch versucht Eva Victors leben zu retten. Dafür nimmt sie in kauf, dass sie vielleicht selber sterben muss. Sie bekommt mit der Zeit mehr und mehr Informationen und nichts ist so wie es zu sein schien. In der Fantasiewelt gibt es drei „Länder“ – das Land der Guten, das Land der unbestimmten und das Land der Bösen. Nur sind die Guten nicht zwangsweise gut und Bösen nicht zwangsweise böse. Dann verliebt Sie sich in die Person, die ihr sehr viel Leid zugefügt hat (mal wieder zum Gemeinwohl aber eben nicht zu ihrem Wohl), obwohl sie die Rettungsaktion eigentlich wegen Victor gestartet hat und ihm ewige Liebe versprochen hat. Für mich nicht nachvollziehbar.

In dritten Buch ist klar, dass Isabella (die amtierende Königin) alles für ihren Machterhalt unternimmt. Dabei ist ihr jedes Mittel recht. Alle sind sich einig, dass Isabella zum Wohle des Volkes gestürzt werden muss. Es zieht ein Krieg herauf der viele Opfer fordern wird.

Fazit:

Sie zog eine Augenbraue hoch und sah mich mit diesem besorgte-Mama-Gesichtsausdruck an. Den hatte sie erst seit Kurzem drauf, vielleicht in einer Zeitschrift gesehen und vorm Spiegel geübt… Wer weiß, was in Müttern so abgeht?

Die Serie hat tolle Charaktere und viele unerwartete Wendungen. Die Liebesgeschichte zwischen Victor und Eva in Buch 1 zieht sich relativ lang. In der Zeit passiert nicht viel. Danach überschlagen sich dann die Ereignisse. Nachdem Victor und Eva in Buch 1 quasi eine untrennbare Liebe verbindet, sind die Ereignisse in Buch 2 für mich nicht ganz nachvollziehbar (auch wenn ich die Begründung des Erstarkens des jeweiligen Anteils in der jeweiligen Welt logisch verstehe). Sie wendet sich dem Mann zu der ihr so viel Leid gebracht hat. Die Begründung ist – aus meiner Sicht- relativ fadenscheinig. Es hätte mit Sicherheit andere Lösungen gegeben. Das Ende ist eine Geschmacksfrage, mir gefällt es nicht so gut und ich hätte mir ein Ende mit einer Eva gewünscht. Natürlich hat sie den menschlichen Teil und den elementaren Teil in sich. Aber waren schon immer vorhanden. Das schmälert aber nicht die Gesamtqualität der Serie.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

  • Shadows of Dark Ages (Spielt zeitlich nachgelagert)
Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieder so ein Ende wo man nicht wirklich weiß, ob es gut ist. Die Eva die man vorher drei Bücher präsentiert bekommt gibt es laut Auflösung nicht, sie bestand in den Büchern laut Erklärung aus 2 Individuen – die menschliche Eva und das Elementar. Die menschliche Eva am Ende hat nur sehr lückenhafte Erinnerungen an alles was passiert ist und ist auch nicht wirklich die Eva, die man in den Büchern kennengelernt hat. Somit kann sie auch nichts aus dem lernen was passiert ist und keine Erfahrung daraus schöpfen.
    Die Elementare verliert die Menschliche Seite aber nicht ihre Erinnerungen oder Fähigkeiten und sie bekommt einen neuen Körper. Die elementare Eva kommt also recht gut weg.
    Meiner Meinung nach gab es nie zwei Evas. Es gab eine Eva, die beide Teile vereinte, die Elementare und die menschliche Seite. Am Ende gibt es zwei halbe Evas und keine ist vollständig.
    Die Menschliche Eva hat ihre Fähigkeiten verloren, die aufgrund ihrer Herkunft zu ihr gehörten. Zusätzlich hat sie zwei Jahre ihres Lebens verloren und einen gezeichneten Körper. Ist das jetzt wirklich ein happy End? Die Charaktere und die Story sind ansonsten toll aber das Ende sagt mir nicht zu. Wie so oft werden die eigentlichen Helden der Geschichte eher bestraft als belohnt. Mag ja sein das das realistisch ist aber als Unterhaltungsroman brauche ich nicht so viel Realismus.
    Für mich sieht es etwas nach dem good guy (Victor) bad guy (Aiden) Ansatz aus und dem Versuch beiden die Frau und eine Zukunft zu geben.
  • Die Zeit zwischen Fantasiewelt wird so gedehnt oder gestaucht wie es passt. Mal vergeht sie in der Fantasiewelt schneller, mal langsamer. Allerdings wird das auch vorher recht vage umschrieben, insofern ist das ok.
  • Die ganze Akku aufladen Thematik ist für mich nicht nachvollziehbar. Victor benutzt seine Fähigkeiten, nachdem sein Akku voll ist und muss trotzdem nicht wieder bei Eva aufladen. Andererseits kann er aber Energie von ihr abziehen zum Beispiel für die Reise als Wind als er verletzt ist (ja ok, da war sein Akku noch nicht voll aber es liest sich so, als wenn er zu dem Zeitpunkt nur von ihrer Energie zehrt). Und warum muss der Akku überhaupt aufgeladen werden, wenn das offensichtlich auch ganz normal über Schlaf geht, wenn man seine Elementarfähigkeiten einsetzt.
  • Die Argumentation, dass Eva nie mit Victor zusammen sein kann hinkt spätestens an der Stelle, als er aus dem Buch der Thronfolger verschwindet. Zu dem Zeitpunkt ist ihr das aber ziemlich egal, nachdem sie vorher kein anderes Ziel hatte als mit Victor zusammen zu sein (angeblich weil die Elementare Seite die Gefühle für Victor nicht hat, sondern nur der Mensch). Später in der menschlichen Welt meint sie selbst eine Bestimmung zu haben und wieder zurück zu müssen, um gegen Isabella zu kämpfen. Sie hat zwar ihre Gefühle zurück, entscheidet dann aber aus Vernunftgründen. Für mich alles etwas schwer nachvollziehbar, da die Elementare alles Wissen hat und sich an die Liebe erinnern kann (emotionale Entscheidung) und der Mensch die Gefühle hat, aber sich aus Vernunftgründen entscheidet (rationale Entscheidung). Aber gut, ich in auch kein Mischwesen aus Elementar und Mensch … glaube ich, insofern kann ich das nicht nachvollziehen 😉
    • Das Buch mit der Prophezeiung ist offenbar unwichtig, da Isabella sich ihm bereits wiedersetzt hat nichts und nichts passiert (außer evtl. für das Volk). Das heißt, dass die ganze Grundannahme das Victor nicht mit Eva zusammen bleiben kann hinfällig ist. Wenn Victor also nie zurückgegangen wäre, dann wäre der Großteil der Geschichte nie so passiert. Aber ok, man weiß halt nie wer wie viel weiß und was derjenige dann weitererzählt. Da man die Geschichte stets aus der Sicht von einzelnen Personen erzählt bekommt, kann jede Aussage Halbwahrheiten enthalten.
  • Eine schlüssige Erklärung warum Isabella Victor nicht beseitigt hat als er seelenlos war habe ich entweder übersehen oder war nicht vorhanden. Es wird zwar argumentiert, dass er dadurch geschützt war aber nicht warum. Es hätte sie ja auch nichts davon abgehalten Eva zu töten und Victor zu töten. Der Mehrwert des Verzichtes der Thronfolge durch Richard ist wohl relativ gering. Und die Bücher interessieren sie ja eh nicht. Ob die also vernichtet werden ist wohl relativ egal. Der Vorteil wäre höchstens, dass sie nicht selbst Hand anlegen muss.
  • Wieso rückt Noah für Victor als Thronfolger auf? Das Buch kümmert sich doch offenbar nicht um die Liebe, sondern um die Eignung als König. Wieso rückt ein Soldat an seinen Platz? Ist das wirklich der beste König nach Victor?
    • Wieso ist Isabella überhaupt Königin geworden. Offenbar ist sie ja nicht geeignet zum regieren
  • In Buch 3 Seite 47 sagt (eBook) Eva, dass der Mensch in ihr Wankelmütig war. Damit bestätigt sie das Vorurteil was sie vorher als Mensch so gestört hat. Als Mensch war sie nicht Wankelmütig. Ihre Liebe und ihr Partner hat sich erst geändert, nachdem sie mehr Elementar als Mensch war (lt. Definition des Buches – ich bin nach wie vor der Meinung es gibt nur eine Eva mit einem menschlichen und einem Elementarteil) …
  • Warum verletzt Richard Victor mit dem Seelendolch? Er hätte einfach einen Bändiger mitnehmen und ein paar kampffähige Elementare mitnehmen müssen und schon hätte er mit Victor reden können, ohne den Seelendolch jemals einzusetzen. Das ist aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte. Dieser Teil der Geschichte ist äußerst Wackelig und auf ihm fußt der Rest der Serie. Hier wurde aus meiner Sicht keine gute Lösung gewählt. Die Idee war wohl genügend Zeit zu bekommen um die Liebesbeziehung zu Aiden zu ermöglichen.
  • Wieso dauert der Weg von Evanna zu Richard Wochen mit dem Pferd und wieso sieht man beim finalen Kampf Rainfire am Himmel von Isabellas Festung aus, obwohl Berge dazwischen liegen?
  • Bei der Befreiung von Nayla werden erst zwei Schlösser gesprengt und eine Versorgungstür vom Gestrüpp befreit und dann soll es anhand von einem entfernten Gitterstab so aussehen, als wenn einer Person, die an Händen und Füßen gefesselt war, allein die Flucht gelungen sein soll?! Allein die „gesprengten“ Schlösser sagen doch alles.

[collapse]

Dämonentochter [Serie]

Daimon The Prequel to Halfblood - Jennifer L. Armentrout Dämonentochter 1 Verbotener Kuss - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter Verlockende Angst - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter 3 Verführerische Nähe - Jennifer L. Armentrout    Elixir a Convenant Novella - Jennifer L. Armentrout    Dämonentochter 4 Verwunschene Liebe - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter 5 Verzaubertes Schicksal - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • Daimon (Prequel) – nur Englisch (117 Seiten)
  • Dämonentochter 1 – Verbotener Kuss (449 Seiten)
  • Dämonentochter 2 – Verlockende Angst – (481 Seiten) Zusätzlich als englischer Download verfügbar Zoo Szene + Liebestrank Szene aus Aidens Sicht)
  • Dämonentochter 3 – Verführerische Nähe (481 Seiten)
  • Elixir – nur Englisch und spielt zwischen Buch 3 und 4 (115 Seiten)
  • Dämonentochter 4 – Verwunschene Liebe (513 Seiten)
  • Dämonentochter 5 – Verzaubertes Schicksal (449 Seiten)

Götterleuchten ist als Serie eine direkte Fortsetzung und beginnt ein paar Monate später. Die meisten Charaktere dieser Serie tauchen dort wieder auf.

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Eine Berg- und Talfahrt der Emotionen trifft diese Buchserie vollkommen.
Die Charaktere und die Story haben mich anfangs nicht nicht wirklich angesprochen. Es geht um eine fiktive Götterwelt mit Sklaven, Halbblütern und Reinblütern.

»Ist schon in Ordnung«, antwortete Apollo und lächelte Seth auf komplett unheimliche Art an, die sagte: Bringt eure Kinder in Sicherheit!. Wenn du am wenigsten damit rechnest, verwandle ich dich in eine rote Blume, die nach Katzenpisse stinkt.

In dieser Welt gibt es ein striktes Kastensystem, bei denen jeder aufgrund seines Blutsstatus endgültig eingruppiert wird. Aufgrund dieser Eingruppierung gelten diverse Regeln. Die unteren Schichten werden dabei massiv benachteiligt bzw. weitgehend behandelt wie der letzte Dreck.
Allein dieser Umstand gefällt mir schon nicht an der Buchserie. Es wird ständig erwähnt was Halbblüter nicht können, nicht dürfen und warum sie sowieso minderwertig sind oder gleich als Sklaven gehalten werden (und das ist wörtlich zu nehmen, weil sie per Droge willenlos gemacht werden), wenn sie nicht den Anforderungen der Reinblüter genügen.

Der Alien in meinem Onkel hatte ihn inzwischen offenbar völlig im Griff. Bald würde er sich mit den Krallen aus seinem Bauch herausgraben und einen Stepptanz quer über mein Bett aufführen.

Das bedeutet die Halbblüter haben lediglich die Wahl Soldaten zu werden (wenn sie dafür geeignet sind und die jeweiligen Leistungstests bestehen) oder sie werden per Drogen willenlos gemacht und als Sklaven gehalten. Als Soldaten haben sie eine relativ kurze Lebenserwartung.

Man kommt sich vor wie in den Südstaaten der USA vor dem Bürgerkrieg (Stichwort Behandlung der dunkelhäutigen Bevölkerung). Die Ausgangslage ist auf jeden Fall eine sehr schlechte Grundlage für eine Liebesbeziehung zwischen verschiedenen Kastenstufen (die sowieso verboten ist und die Risiken gehen ausschließlich zu Lasten der unteren Stufe) und aus meiner Sicht ist dieser Hintergrund über lange Strecken sehr abstoßend.

Die Vorgeschichte handelt von den Ereignissen, die Alex for dem ersten Buch widerfahren sind

Du brauchst jemanden, bei dem du dich ausheulen kannst, jemanden, der dich nicht dauernd befummeln will. Jemanden, der mit dir zusammen sein will, und zwar nicht deswegen, was du bist, sondern wer du bist.«

Im ersten Buch geht es mehr um den jeweiligen Stand “Halbblut” / “Reinblut” als um andere Dinge (das zieht sich vor allem durch die ersten zwei Bücher). Das erste Buch habe ich zwischendurch unterbrochen und ernsthaft überlegt, ob ich die Serie abbreche, obwohl ich andere Bücher der Autorin sehr mag.

Im zweiten Buch lernt man die “Regierung” und deren Verhalten und Methoden kennen.

Im dritten Buch hat es die Autorin dann geschafft mich in den Bann zu ziehen, weil die Handlung nicht mehr nur so dahindümpelt, sondern einiges unerwartetes passiert und die Hauptakteurin (Alex) sich mehr Bedrohungen und Herausforderungen gegenüber sieht.

Elixir behandelt die Zeit zwischen Buch drei und vier wo Apollo erzwingt, dass Alex nach der Verwandlung das Elixier trinkt, dass sie willenlos macht, weil sie nach der Verwandlung von Seth kontrolliert wird und nicht mehr sie selbst ist.

Im vierten Buch gibt es anfangs eine eher ruhige Phase in der die Hintergründe der Charaktere erklärt werden und Alex ihr “Erwachen” erlebt. Später nimmt die Geschichte deutlich an fahrt auf und Alex muss herausfinden wie Sie die Bedrohung bekämpfen kann, denen Sie selbst und der Rest der Welt gegenüber steht. Dafür zahlt sie einen sehr hohen Preis.

»Ich habe mir seit Tagen weder die Zähne geputzt noch das Gesicht gewaschen. Komm mir bloß nicht zu nahe!«

»Du bist so wunderschön wie immer, Alex.« Ich starrte ihn an. Wahrscheinlich kam er nicht viel in der Welt herum.

Im fünften Buch überschlagen sich die Ereignisse und Emotionen. Für mich war das erste Buch ziemlich schlecht. Das zweite wird schon besser und ab dem dritten ist man auf dem gewohnt hohen Qualitätslevel, den man von der Autorin gewöhnt ist.

In weiten Teilen geht es um Unterdrückung, Ungleichbehandlung und die Hauptprotagonistin wird regelmäßig behandelt, als wenn sie minderwertig sei. Zwischendurch hat sie sogar einen willenlosen sklavenartigen Zustand, der per Droge herbeigeführt wird und anschließend gibt es eine unselige Verbindung, die ihren eigenen Willen und ihre Persönlichkeit unterdrückt. Seth ist leider auch nicht Daemon (Lux) oder Roth (Dark Elements) und hat quasi keinerlei Charme und ist lediglich berechnend und egoistisch und naiv.

Allerdings sieht Alex das natürlich viel zu spät ein (obwohl es genügend Hinweise gab und es dem Leser vorher schon klar ist) und verzeiht im später sogar. Man möchte sie stellenweise einfach nur schütteln
Aiden wiederum ist am Anfang nicht wirklich zugänglich was aus den vielen Zwängen resultiert, denen er in der Gesellschaftsordnung unterliegt.
Ansonsten geht es gerade anfangs in weiten Teilen primär um Training, das Kastensystem und dümpelt vor allem in den ersten zwei Büchern so vor sich hin. Der Schreibstil ist wie immer toll (wie bei den anderen Büchern der Autorin).

Sieh mal, wozu hat man Freunde, wenn man nicht gemeinsam ein paar Stunden mit psychotischen Daimonen verbringen kann?

Im Gegensatz zu Lux und Dark Elements (wo starke Parallelen auftreten bzgl. der Charaktereigenschaften vorhanden sind), ist das hier nicht so stark ausgeprägt. Weiterhin finde ich die Geschichte hier deutlich düsterer als in Lux oder Dark Elements. Das guter / böser Junge Duo gibt es auch hier aber der Charme fehlt bei dem Bösen. Die Story ist besonders anfangs nur gerade so spannend, dass man weiterliest, richtig fesseln kann sie aber nicht. Das ändert sich spätestens ab Buch drei. Die Hauptprotagonistin ist am Anfang primär aufmüpfig, rebellisch und bis zu einem gewissen Grad kämpferisch (soweit das System es zulässt). Später gewinnt sie aber deutlich dazu und auch die Geschichte wird immer spannender.

Fazit:

Etwas schlechter als die Lux Serie. Die Geschichte bei Dämonentochter fängt relativ schwach an, steigert sich dann aber gewaltig. Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor so toll wie eh und je. Wer schräge Wortkombinationen oder skurrile bildhafte Vergleiche mag kann diesen Schreibstil nur mögen. Das ist frisch und unverbraucht. Manche trockenen Sprüche in Situationen, in denen quasi alles dem Untergang geweiht ist, sind einfach nur lustig. Ich mag den Humor der Autorin. Sie verweist sogar indirekt auf ihre eigene Buchreihe – ein Buch über Aliens mit einem heißen Typen auf dem Cover? Na, was könnte das wohl sein? Das kommt dort nicht mal wie Werbung rüber, sondern durchaus so, als wenn sich selbst auf den Arm nimmt – sehr sympathisch. Und es gibt Szenen im Buch, die sind einfach urkomisch, während andere einfach nur grausam ungerecht sind.

Wie schon am Anfang der Rezension geschrieben: Eine Achterbahn der Emotionen.

Bei allen Büchern der Autorin sind relativ viele Fehler in der deutschen Übersetzung vorhanden.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde, dass Alex am Ende nicht gut genug wegkommt und somit halte ich auch in Summe nicht viel von Apollo, obwohl er machmal recht cool ist. Man muss bedenken, dass eigentlich Alex der Apollyon hätte sein sollen. Seth war nie geplant. Als dann Seth temporär Alex Persönlichkeit unterdrückt ist Apollo viel zu schnell auf den Trip, dass er Alex töten will als sie unter Seths Kontrolle steht und ihre Persönlichkeit von ihm unterdrückt wird.
    Als sie sich dann ohne die Hilfe von Apollo wieder zurückgekämpft hat, geht sie mit dem Besuch in der Unterwelt ein hohes Risiko ein. Nach diesem Besuch hat sie eigentlich schon mehr getan als Apollo von ihr erwarten kann.
    Nachdem Alex dann denn Kampf mit Ares hat, bei dem sie quasi von ihm gefoltert und auf das heftigste gezeichnet und misshandelt wird, ist Apollo immerhin so gnädig, dass er sie unwissentlich und ungefragt zum Halbgott macht (ohne weitere Gegenleistungen zu verlangen). Allerdings mit dem Beigeschmack, dass sie jeweils 6 Monate in der Unterwelt und 6 Monate in der Oberwelt verbringen muss (die Beschreibungen zum Zeitablauf sind diesbezüglich an diversen Stellen in der Buchserie und leider nicht stimmig). Im Nachgang wird dann von ihr verlangt, dass Sie Göttermöderin wird und danach wahrscheinlich getötet wird (sie vermutet sogar zwischenzeitlich, dass sie in dafür in die in den Tatarus kommt – was quasi der Hölle entspricht, weil sie Seth töten muss). Was dann ja auch passiert, weil Apollo sie „zur Belohnung“ auf Wunsch von Zeus und den anderen Göttern tötet, weil sie nun als Göttermörder aus deren Sicht eine Gefahr darstellt. Da Aiden dazu vorher gezwungen wird seine Seele nach dem Tod an Hades zu geben um den Titanen zu befreien, bedeutet dies, dass sie sich zur Belohnung für all die Opfer und die Schmutzarbeit der Götter (und nur die sind für das ganze Chaos verantwortlich) weder im Leben noch im Tod jemals mit Aiden zusammen sein kann. Spätestens mit dem Wissen hätte ich an Ihrer Stelle gesagt „ihr könnt mich mal alle gern haben“. Warum sollte man den Göttern helfen, wenn sie so sehr darum betteln, dass man ihnen nicht hilft? Das das Zusammenleben mit Aiden doch möglich ist liegt nur daran, dass Seth sich im Austausch für Aiden anbietet und Aiden auch zum Halbgott wird. Das war aber von Apollo nicht so vorgesehen.Was ist also die Konsequenz: Alex ist quasi halb tot, weil sie regelmäßig in die Unterwelt muss und in der realen Welt sind beide mittellos. Klingt für mich nicht genügend nach Happy End, oder? Wenn man bedenkt, dass das die Belohnung dafür ist, dass Alex die Schmutzarbeit für die Götter erledigt hat und sehr viel Leid durchstehen musste ist das ziemlich schwach von den Göttern.
  • Es wird immer wieder erwähnt, dass ein Apollyon nicht von den Göttern getötet werden kann (außer von dem Gott aus der eigenen Abstammungslinie). Somit stellt sich die Frage warum Ares Alex quasi töten kann (sie ist nur Momente vor dem Tod), obwohl er das eigentlich nicht können sollte lt. den diversen Bekundungen, dass ein Apollyon quasi unverwundbar ist von einem Olympier.
  • Ich kann nicht nachvollziehen warum Alex Seth verziehen hat (ob Verbindung oder nicht). Er ermöglicht am Ende das Zusammensein mit Aiden aber gestorben ist sie mit dem Wissen es für Seth und die Menschheit zu tun und dafür nie wieder Aiden zu sehen – so selbstlos muss man erst mal sein vor allem mit dem Hintergrund, dass Seth sie nur belogen, betrogen und verletzt hat, sowie für viel Leid verantwortlich war (sinnloses Training nur um mit Ihr zusammen zu sein, das Aufzwingen der Runen um ihr Erwachen zu beschleunigen einschließlich der diversen Erschöpfungszustände bei Alex, der 1. Kampf mit Ares inklusive Höllenschmerzen und dem Tod als Folge, dass sie vor dem Kampf mit Jackson geschwächt war und somit sinnlos verprügelt wurde, dass sie das Elixier bekommen hat weil Seth sie kontrolliert hat, dass diverse Freunde von Alex gestorben sind, dass sie dabei sein musste wie Seth Telly und Teile des Rates getötet hat, sowie das es zu dem Krieg überhaupt gekommen ist – war alles die Schuld von Seth und den Göttern). Wenn am
    Ende jemand hätte getötet werden müssen wäre das wohl Seth gewesen und nicht Alex. Wobei natürlich klar ist, dass ihr die Macht vielleicht am Ende auch zu Kopf gestiegen wäre.
  • Warum ist Alex der Meinung, dass sie in den Tartarus (Hölle) kommt, wenn sie Seth tötet? S. 338 Buch 4
  • Woher weiß Dekan Elders, dass Aiden geistigen Zwang gegen andere Reinblüter angewendet hat? Der einzige der das wusste oder besser gesagt die starke Vermutung hatte war Telly und der ist nie an seinem Ziel angekommen und hat vorher auch sicher niemand informiert, weil er nur inoffiziell mit Alex gesprochen hat. Angeblich hat Lucian diese Information weitergegeben, bevor Teile des Rates durch Seth getötet wurden aber ich habe die Stelle nicht gefunden wo Lucian diese Information weitergegeben hat. Er hätte ja auch nichts davon gehabt, weil es den Rat gegen Alex aufgebracht hätte. S. 453 Buch 4
  • Warum ist der Göttermörder so gefährlich, wenn offenbar sogar nach der Energieübertragung nur beide Apollyons zusammen einen Gott töten können? Alleine schafft Alex das ja offenbar nicht, sondern erst mit der kombinierten Energie von Seth. Somit benötigt es offenbar einen Göttermörder Apollyon + einen zweiten der seine Energie zur Verfügung stellt um einen Gott zu töten. Das Risiko ist wohl sehr gering.
  • Die Zeitaussagen in der Unterwelt im Vergleich zur Oberwelt sind total Konfus. Der Faktor wird von „die Zeit vergeht in der Unterwelt langsamer als in der Oberwelt“ wird von 16 – 7200 variiert. Das bedeutet eine Stunde in der Oberwelt entspricht 16-7200 Stunden in der Unterwelt. Das wiederum bedeutet, dass die für Alex greifende Regel, dass sie ein halbes Jahr in der Unterwelt (lt. der Zeitrechnung der Unterwelt) und ein halbes Jahr in der Oberwelt verbringt, nachdem sie Halbgöttin geworden ist. Konfuserweise gibt es am Ende von Buch 5 aber noch die Aussage, dass die Zeit für Deacon in der Oberwelt noch länger vorkommen wird bis er Aiden wieder sieht (der mit Alex in der Unterwelt ist). Das ist total unverständlich, weil es das Gegenteil von dem Ist was in den Büchern ansonsten beschrieben wird. Im Gegenteil müsste Deacon ein halbes Jahr geteilt durch 16 – 7200 lang warten bis die zwei zurück sind (weil sie ja ein halbes Jahr nach Zeitrechnung der Unterwelt in der Unterwelt verweilen müssen). Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Alex und Aiden aus Sicht der Oberwelt quasi kaum weg sind aber trotzdem zwischendurch immer ein halbes Jahr in den Elysischen Feldern sind. In der Nachfolgeserie (Götterleuchten) stellt es sich wiederum so da, als wenn das halbe Jahr oben und unten jeweils einem halben Jahr oben entspricht, nur das die Zeit unten halt 16x – 7200x so schnell vergeht und sie quasi gefühlt extrem selten in die Oberwelt kommen. Ich kann allerdings nicht sagen, ob einige der Missverständnisse durch die Übersetzung entstehen.
  • Wieso lebt Diana noch, obwohl Seth den halben Rat ausgerottet hat? Es wurden nur die am leben gelassen, die Lucian treu sind. Somit müsste sie entweder tot oder treu zu Lucian sein.

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