WordPress Tipps – Lessons learned, Plugins und Testwerkzeuge

Nachdem ich jetzt in den letzten Monaten einige Erfahrungen mit WordPress gesammelt habe, dachte ich mir es ist vielleicht für den einen oder anderen interessant, wenn ich darüber blogge.

Lessons learned

Es gibt so einige lesson learned aus den letzten Monaten:

  1. Weniger Plugins sind mehr (ja, das liest man überall aber es ist so verdammt schwer sich daran zu halten, weil man bei einem anderen Blogger ein tolles Feature sieht, dass man auch gerne hätte und das ist Fluch und Segen bei den WordPress Plugins – man findet fast alles aber oft sind die Plugins so fokussiert auf einen Bereich, dass man ein ganzen Sammelsurium auf dem Blog hat. Und ruck zuck hat man mehr Plugins als man je haben wollte.
  2. Ein Linux Server als Basis ist deutlich flotter als eine Windows Plattform mit Plesk (ob es an Plesk oder Windows liegt gilt es noch herauszufinden aber ich vermute an Windows). Das habe ich mit mehreren VPS-Servern bei verschiedenen Anbietern getestet.
  3. Optimierungsaddons sollte man sehr vorsichtig einsetzen. Je nach Einstellung (vor allem Java Script zusammenfassen oder optimieren) ist gefährlich. Generell gilt, man sollte nach jeder Einstellung prüfen, ob die Geschwindigkeit sinkt oder steigt und auch ob noch alles funktioniert.
  4. Bei WordPress gilt nicht WYSIWYG (what you see is what you get). Das gilt ganz besonders bei Bildern oder Galerien. Gerade wenn man mit individuellen Bildgrößen arbeitet. Ich habe es z.B. schon oft erlebt, dass ein Bild in der Entwurfsansicht in einer anderen Größe angezeigt wird als im veröffentlichten Post. Die Folgen per Mail Funktion verhält sich wiederum noch mal anders. Gleiches gilt auch für Plugins wie Zitate darstellen oder Bewertungen optisch darstellen. Es ist bei all diesen Addons nicht sichergestellt, dass in einer Follower Mail das gleiche erscheint, wie in der Post- oder Vorschauansicht. Daraus folgt, dass es ehr hilft, wenn man eine zweite Domain mit einem identischen WordPress hat, auf dem man testen kann, ohne seine Follower zuzuspammen mit hässlichen Mails, die vorher im Entwurf und als Vorschau noch ganz toll aussahen.
  5. Kümmer dich um die Suchmaschinen! Das heißt die Seite sollte schnell genug sein (siehe Google Page Speed Insights), weil man sonst im Ranging weiter unten landet. Ihr solltet über Robots.txt oder Plugins dafür sorgen, dass Inhalte nicht sichtbar sind, die nicht sichtbar sein sollen (Impressum, Eigene Adresse, Datenschutzvereinbarung). Gerade im Kontext DSGVO wird es vermutlich wieder Anwälte geben, die mit Abmahnungen ihr Geld verdienen und aufgrund begrenzten Ressourcen eines Privatbloggers werden wir uns wohl als Zielscheibe anbieten speziell bei der Datenschutzvereinbarung. Weiterhin gibt es Plugins, die die Seite auf Suchmaschinenverträglichkeit prüfen und einen unterstützen z.B. Suchbegriffe zu Beiträgen zu erstellen
  6. Vorsicht vor Addons wie Wordfence oder vergleichbar, die senken die Geschwindigkeit teilweise erheblich und sind meiner Meinung nach auch unnötig. Eine ganz normale Firewall, die eh jeder Server haben sollte reicht aus.
  7. Überlegt euch bevor ihr mit einem Blog anfangt wie eure Permalinks aussehen sollen! Die Standardeinstellungen (mit dem ? in der URL) ist nicht statisch und somit nicht geeignet für Content Delivery Networks und auch nicht für Cache Addons. D.h. entweder stellt man auf den Postnamen um oder auf eine Nummer. Was besser ist, darüber streiten sich die Geister (Stichwort Suchmaschinenoptimierung ). Ich tendiere aktuell zum Postnamen als URL, habe aber selber mit Nummern gearbeitet.
  8. Prüft mehrere Themes mit euren Beiträgen. Wenn ihr später das Theme wechseln möchtet, solltet ihr das beim Erstellen von Beiträgen im Hinterkopf haben. Was in einem Theme gut aussieht oder passt, muss im nächsten nicht funktionieren. Alle Blogbeiträge später umbauen macht keinen Spaß!
  9. Keine Umlaute in Bildern verwenden. Wenn euer Blog mal umzieht, macht das nur Ärger.
  10. Desto mehr externe Funktionen ihr verwendet, desto mehr seid ihr abhängig von externer Funktionalität (genannt sei hier zum Beispiel Gravatar (eh nicht DSGVO Konform aber schick und aus meiner Sicht auch sinnvoll, weil man so einen Blogger optisch viel leichter wiedererkennt), Lovelybooks, Jetpack, Blogslovin usw. – auch hier ist weniger mehr, auch wenn es schwerfällt

Empfehlenswerte Plugins

Man findet in Blogs recht selten Infos welche Pluggins benutzt werden oder welches Theme. Warum das so ist weiß ich nicht. Natürlich hat man Zeit investiert und möchte vielleicht auch nicht, dass jeder Blog so aussieht wie der eigene. Aber andersrum macht das dein Einstieg für Neulinge auch nicht leichter.

Ich führe im Folgenden einige Plugins auf, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe:

  • Autoptimize (einige Optimierungen wie CSS, HTML zusammenfassen und Google Fonts, sowie extern geladene Emojies + Caching)
  • Antispam Bee – der Name sagt alles und zumindest ist es eher DSGVO Konform als Akismet
  • Email Subscibers & Newsletters (Newsletter, der direkt über die eigene WordPressinstallation bereitgestellt wird, ohne Einbindung in irgendwelche Netzwerke
  • Google Captcha (reCAPTCHA) – verhindern von Anmeldungen von Bots
  • Host Info (speziell wenn man den Blog umzieht sieht man direkt auf welcher Plattform man sich gerade befindet)
  • Really Simple SSL – SSL für WordPress
  • WP Mail SMTP – SMTP Mailversand. Im Prinzip kann WordPress das zwar auch alleine Mails verschicken aber die kommen in der Regel nicht an, weil viele Provider sie gleich als Spam ausfiltern
  • Yoast SEO (Suchmaschinenoptimierung)
  • Shariff Wrapper (Social Sharing Links DSGVO konform)
  • Scripts to Footer (Java Scipts erst am Schluss laden), damit der initiale Seitenaufbau nicht verzögert wird
  • Speed of light – Achtung, die Standardversion reicht vollkommen, man muss kein Geld ausgeben und vorsichtig sein bei den Einstellung speziell was Javascript angeht (weniger ist hier mehr)
  • WP DSGVO (einige DSGVO Funktionen wie Löschanfragen und Opt z.B. für Kommentare aber in dem Bereich wird sich in den nächsten Tagen / Wochen eh noch einige tun
  • Social Media Follow Buttons Bar (folge Buttons)
  • Jetpack (hier gehen aktuell die Meinungen gerade stark auseinander in wieweit das mit welchen Einstellungen DSGVO Konform ist, wenn man nur Ansatzweise an die Komforfunktionen eines WordPress.com Blogs herankommen möchte (z.B. logon von WordPress.com usern, wordpress Follow funktion), kommt man um dieses Plugin aber nicht herum
  • Remove IP (IP in Kommentaren vor dem Speichern entfernen – Pflicht für DSGVO)
  • Blogslovin Button – wie ich finde sehr coole Variante um Blogs zu folgen und auf andere Blogs aufmerksam zu werden. Allerdings bekommt sind dort auch irgendwelche Bots als Follower unterwegs
  • Collapsing Categories / Collapsing Archives – schickere und übersichtlichere Darstellung von Archiv und Kategorien
  • Universal Star Rating – Optische Symbole für Bewertungen mit 0,5er Abstufungen (Achtung, in Follower Mail erscheinen die Sterne nicht)
  • Simple Pull Quote – Zitate optisch hervorheben (funktioniert auch in follower Mails)
  • Redirection – Wenn man seine Permalinks ändert, dann gehen externe Links in leere. Um das zu vermeiden muss man jeden alten Link umleiten.
  • List URLs – siehe vorherige Punkt – Ermittlung aller Links, die umgestellt werden müssen.
  • Quotes Collection – Widget mit zufälligen Posts anzeigen
  • Mechanic Vistor Counter – Besucher anzeigen
  • Addendio Plus – Plugins Suchen
  • BB Spoiler – Aufklappbare Spoiler in Beiträge einbauen
  • WP Hide post – Posts oder Seiten verstecken vor Suchmachinen (geht auch über robots.txt)

Testwerkzeuge

für Geschwindigkeitsoptimierung:

für SSL:

Welche Plugins nutzt ihr so? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wie und wo hostet ihr euren Blog und welche Vorteile oder Probleme bringt das mit sich?

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