Flesh and Fire [Serie]

Flesh and Fire 1 A Shadow in the Ember - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • A Shadow in the Ember (712 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

“Will you try to stab me?” “I…hope not.” “You hope?” “If you try to tell me what to do or grab me again, I am likely to lose that hope,” I told him.

Sera wurde von Geburt an dazu erzogen einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Sie soll dafür sorgen, dass sich der “Primal of Death” in sie verliebt und ihn dann töten, weil er lediglich durch Liebe verwundbar wird. Sie ist sich bewusst, dass sie bei dem Versucht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sterben wird. Als es zu dem ersten Treffen mit ihm kommt, teilt er ihr aber nur mit, dass er keinerlei Verwendung für eine Gefährtin hat.

an enemy is rarely one by choice,” he told me. “They usually become such due to other people’s choices, or they become enemies because of situations they had little control over. I would think you, of all people, would be more empathetic to that.”

Seras Leben wir danach noch schlimmer als es ohnehin schon war, einerseits ist sie erleichtert, andererseits meint sie zu wissen, dass ihre Geburt für eine Verfall verantwortlich ist, die ihr Heimatland mehr und mehr vernichtet. Sie wurde in dem Glauben erzogen, dass nur der Tod des “Primal of Death” diesen Verfall aufhalten kann. Da ihr Daseinszeck offenbar nur daraus bestanden hat den “Primal of Death” zu töten, fühlt sie sich nutzlos und ihre “Familie” verstärkt diesen Eindruck.

Die Mischung von erzwungener Jungfrau, die keine Freunde / Kontakte haben darf, kein selbst bestimmtes Leben führt, sondern eher eine Sklavin ist, aber maximal schlagfertig und selbstbewusst ist, ergibt kein stimmiges Bild. Die Geschichte gleicht Anfangs sehr stark der “Blood & Ash” Serie. Die beiden Auserwählten (Poppy und Sera) sind mehr oder weniger austauschbar. Erst spät entwickelt die Geschichte eine Eigenständigkeit, dann wird sie aber auch richtig interessant. Dafür nimmt sich Jennifer Armentrout aber viel Zeit.

“Where’s all that bravery?” Ash asked. “My bravery ends when I’m faced with something that can swallow me whole.”

Sera folgt quasi einer naiven Abergläubigkeit, obwohl sie schlau ist. Das passt nicht zusammen.

Die Welt kann ich nicht nachvollziehen. In der Serie “From Blood & Ash” geht es offenbar um dieselbe Welt, die abgebildeten Karten passen aber überhaupt nicht zueinander, obwohl bestimmte Elemente gleich sind bzw. die gleichen Namen tragen. Insofern müsste der Krieg quasi die ganze Welt auf den Kopf gestellt und selbst Landmassen neu geformt haben (gut, dass kann natürlich in den Folgebänden passieren).

It is far easier to be lied to than it is to acknowledge that you have been lied to.”

Abseits von der sehr wackeligen Basisstory wird die Geschichte später deutlich interessanter und komplexer. Das Buch lebt vom Schreibstil von Armentrout und der Beziehung der beiden Hauptcharaktere, die einerseits von Interesse und Spannung geprägt ist, andererseits aber von der Ausgangssituation (Sera hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der “Primal of Death” sich in sie verliebt um ihn dann zu töten) überschattet wird. Für Drama und Spannungen zwischen den Charakteren ist somit gesorgt.

Fazit:

“They shouldn’t have told you that. Both Rhahar and Bele often speak before they think.” “Well, since I am well familiar with that, I can’t hold it against them,” I said.

Das Buch stellt den ersten Teil einer Prequel Reihe von “From Blood & Ash” dar. Die “A Shadow in the Ember” Serie spielt weit vor der “From Blood & Ash” Serie und erklärt viele Dinge, die in der “From Blood & Ash Serie” angeschnitten werden.

Bisher würde ich sagen, dass die Lesereihenfolge der beiden Serien egal ist. Man kann mit beiden Serien beginnen. Ich bin gespannt was Jennifer Armentrout sich für die Folgebände einfallen lässt.

The Royal Guard shattered, broke apart like fragile glassware, into a fine dusting of ash and then…nothing. Nothing remained of him, not even the clothing he wore or the weapons he bore. My wide eyes shot to the Primal. That kind of power…it was inconceivable. Terrifying and impressive. “Here we go,” Ector murmured.

Abseits von der teilweise naiven Dummheit der Charaktere (die ansonsten ziemlich schlau sind), ist die Schreibweise unterhaltsam und die Story zumindest gegen Ende erstaunlich komplex. Wenn Armentrout nicht ganz so sehr die Dramatik Schiene gefahren hätte und alle drei Seiten erwähnen würde, dass Sera Ash töten muss, ohne zu reflektieren ob das überhaupt den erwarteten Effekt hat, wäre das Buch für mich noch um einiges besser gewesen.

Ansonsten ist das Buch auch nicht so klassisch Armentrout we viele andere Bücher von ihr. Die Charaktere denken mehr nach, reflektieren mehr (abseits von ein paar Punkten die Armentrout offenbar zwecks Dramatik bewusst aus dem Denken der Charaktere ausklammert). In dieser Serie gibt es wieder mehr Sex als in der “Blood & Ash” Serie. Das ist durchaus Armentrout typisch. Ich fand es aber nicht nervig, manchmal nimmt der Sexanteil bei Armentrout etwas die Oberhand ein und die Story verkommt zur Nebensache, das ist bei A Shadow in the Ember nicht der Fall.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5 (Zwischenstand, da die Serie noch nicht beendet ist)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Warum Sera überhaupt eine Bindung zu ihrer Familie hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Warum fühlt man sich zu der Mutter hingezogen, wenn sie einen immer wie eine Sklavin behandelt?
  • Ein paar Götter kommen um Sera und den Fremden anzugreifen und die beiden legen vorher oder während die Götter an ihnen vorbei laufen schnell eine Sex Szene ein? Armentrout …
  • Ich habe verpasst warum es irgendwie helfen soll eine Fäulnis / Verwesung des Landes aufzuhalten, wenn ein Primal getötet wird – warum das so sein soll, wird nie erklärt. Es wird überhaupt kein Zusammenhang hergestellt. Warum dafür nur eine Person in der Lage zu sein scheint (wobei das ja nicht mal erwähnt wird abseits von “sie ist die Auserwählte”), ist auch nicht nachvollziehbar.
  • Die Königin sagt zur Näherin, dass sie sich entschuldigt, weil sie weiß das die Zeit der Näherin wertvoll ist?! So wie diese Königin geschildert wird, würde sie sich so nicht verhalten.
  • Es ist keine gute Idee jemand zum Killer auszubilden, der sich selber opfern soll und demjenigen abseits von etwas Aberglaube aber überhaupt keinen Grund dafür zu geben. Das ist eine miserable Taktik.
  • Die Szene mit dem “Bruder” von Sera ist unglaubwürdig. Sie ist die absolute bad ass Killerin und schlägt ihn sonst mühelos aber dann knockt er sie nebenbei aus und ist schneller als sie?
  • Warum sollte sich Tavius die Mühe machen Sera zu irgendwelchen Aussagen zu bewegen? Als König hätte er so oder so alles mit ihr machen können auch ohne das sie irgendetwas bestimmtes macht.
  • Die ganze Sache mit dem Deal ist ziemlich Pump und unglaubwürdig. Sera geht davon aus, dass man ihr die Wahrheit gesagt hat und die einzige Möglichkeit um die Fäulnis aufzuhalten die Ermordung von Ash ist. Dabei spricht so wenig dafür, dass das stimmt. Ganz im Gegenteil – die meisten Informationen, die sie hat sind falsch. Sie hinterfragt die Information aber trotzdem nie. Sie hinterfragt aber sehr wohl was ihre Handlungen bewirken in Bezug auf die Bevölkerung. Das darauf – im Prinzip einem Gerücht – die ganze Geschichte basiert ist reichlich dünn und lässt Sera ziemlich dumm erscheinen, was sie ansonsten aber keineswegs ist.
  • Wieso sind irgendwelche x beliebigen Götter in der Lage in die Burg von Nyktos einzudringen, wo es draußen Wachen gibt?
  • Wieso haben die Götter Leute umgebracht, wenn sie dachten, dass sie nach Sera suchen? Das ergibt keinen Sinn, wenn sie vermeiden wollen, dass sie getötet wird, weil sie deren Fähigkeiten nutzen wollen. Später sollen die Leute angeblich eine Art Wächter gewesen sein, um Sera zu schützen, obwohl sie nie etwas mit ihnen zu tun hatte.
  • In Teilen ist die Geschichte sehr vorhersehbar: Es war vorher klar, dass Sera erwischt wird, bevor sie ihre Handlungen umsetzen kann
  • Wieso ist Sera plötzlich eine so unsägliche Person? Sie hat freiwillig von Ihrer eigentlichen Aufgabe berichtet und keine Handlungen unternommen, die man ihr negativ auslegen kann. Ich finde sie sogar vertrauenswürdiger als vorher, weil sie von sich aus die Wahrheit gesagt hat. Das wäre maximal dumm, wenn sie ihr Ziel weiter verfolgen würde. Und für ihre Erziehung kann sie nichts. Das verhalten der Personen um Sera dient also offenbar primär dem Drama, denn rein logisch hat Nyktos keinen Grund sich aufzuregen.
  • Das Sera die Reinkarnation von Sotoria ist war doch schon viel früher klar, da wären die Hauptcharaktere auch viel eher drauf gekommen …

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Jack Ryan 4 – Jagd auf roter Oktober [Buch]

Jack Ryan 4 Jagd auf Roter Oktober - Tom Clancy

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Autor(in):

Tom Clancy

Teile der Serie:

  • Jack Ryan 4 Jagd auf Roter Oktober (493 Seiten)
  • und über 20 weitere

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Aus freier Wahl begann Marko selbständig zu denken und beging so unwissentlich die für einen Kommunisten schwerste Sünde.

Die Geschichte von Jagd auf Roter Oktober kennt wohl fast jeder aus dem Fernsehen, der überhaupt ab und an Filme schaut. Der Film kommt recht regelmäßig uns ist meiner Meinung nach einer der besten U-Boot Filme. Ich war aber neugierig, ob der Film und das Buch weitgehend Deckungsgleich ist.

Das war in jeder großen Firma so – die Bosse kamen und gingen, aber eine gute Chefsekretärin hält sich ewig.

Die Grungeschichte ist natürlich die gleiche: Im kalten Krieg wird ein russisches Raketen-U-Boot gebaut, dass ein nahezu lautloses Antriebssystem besitzen soll. Zumindest hat es eine Klangcharakteristik, die man nach bisheriger Erfahrung keinem U-Boot zuordnen würde. Aufgrund eines tiefen Grolls gegen die UDDSR entschließt sich der Kapitän Ramius zu den Amerikanern überzulaufen.

Es ist eines der Grundprinzipien der Diplomatie, dass einen Teil der Wahrheit kennen muss, wer überzeugend lügen will«, bemerkte Pelt.

Allerdings hat er dies – in seinem etwas übersteigerten Selbstbewusstsein – vorher angekündigt und nun Jagd ihn die gesamte russische Nordflotte.

Anfangs wirkt es noch so, als wenn der Film sehr nahe am Buch ist. Die Unterschiede werden aber mit der Zeit immer größer. Ich finde in diesem Fall, dass sowohl der Film als auch das Buch gut gelungen sind. Erstaunlicherweise finde ich in dem Fall den Film sogar deutlich stimmiger als das Buch. Da haben die Hollywood Schreiberlinge also wirklich gute Arbeit geleistet.

Fazit:

Lesenswert aber auch nicht so anders als der Film und für meinen Geschmack sogar etwas schlechter. Erstaunlicherweise schafft es das Buch ein noch abrupteres Ende zu liefern als der Film.

Glücklicherweise ist das Buch nicht so langatmig wie Red Rabbit.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Dafür, dass die Operation so Geheim ist, sind am Ende sehr viele Leute eingeweiht. Das würde sich kaum vor den Russen verbergen lassen. Da wirkt sogar der Film deutlich glaubwürdiger (und das kommt in Hollywood ja wirklich selten vor).
  • Wieso kann die Konowalow die Roter Oktober hören, obwohl die Raupe so langsam ist und das Russische Sonar vermeintlich so schlecht? Zumal die Roter Oktober eher ein besseres Sonar hätte, weil sie neuer ist.
  • Taktisch ist es nicht sonderlich klug die Raupe einzusetzen, das ist – sofern die Russen wissen wie sich die Raupe anhört – noch viel charakteristischer als zwei Schrauben. Gleichzeitig stellt sich aber die Frage woher der Kommandant der Konowalow so genau wissen will wie sich die Roter Oktober anhört.
  • Ich finde es recht witzig wie sehr die Clancy Bücher mit Vorurteilen gespickt sind und gut / böse ist sehr eindeutig verteilt. Die Russen sind immer böse und die lieben US-Amerikaner können kein Wässerchen trüben.

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Jack Ryan 3 – Red Rabbit [Buch]

Jack Ryan 3 Red Rabbit - Tom Clancy

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Tom Clancy

Teile der Serie:

  • Jack Ryan 3 Red Rabbit (721 Seiten)
  • und über 20 weitere

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Haben die denn keine Anwälte?« Bob Ritter grinste hämisch. »Vielleicht sollten wir ihnen ein paar hunderttausend von unseren zukommen lassen.« »So dumm sind sie auch wiederum nicht«, entgegnete der DDI. »Feuern wir lieber ein paar Raketen auf sie ab. Die richten nicht ganz so viel gesellschaftlichen Schaden an.«

Wie – zumindest bei den ersten – Jack Ryan Büchern üblich, befinden wir uns mitten in der Zeit des kalten Krieges zwischen den USA und der UDSSR.

Der Papst wagt es in einem Brief freie Meinungsäußerung in Polen zu unterstützen. Von der sehr konservativen Regierung der UDDSR wird dies als Bedrohung aufgefasst und man beschließt etwas gegen den Papst zu unternehmen.

Jetzt stelle man sich noch etwas Geheimdienstdrumherum vor – ein russischer Geheimdienstmitarbeiter, der mit dem handeln des eigenen Geheimdienstes nicht einverstanden ist und der überlegt, ob er das mit seinem Gewissen vereinbaren kann und schon ist Tom Clancy bei mehr als 700 Seiten. Obwohl das Buch so viele Seiten hat, passt die Geschichte somit locker auf einen Bierdeckel.

Nun, der sicherste Weg, schwimmen zu lernen, war der Sprung ins tiefe Wasser, vorausgesetzt, man ging nicht unter.

Red Rabbit ist über weite Strecken ziemlich langweilig. Es werden von vielen Charakteren seitenweise gedankliche Monologe mit sich selbst geführt. Meist über Themen, die alles andere als Spannend oder relevant sind oder wolltet ihr schon immer wissen warum irgendwelche Bilder an der Wand hängen oder eben nicht und welche ggf. eigentlich dort hängen sollten? Falls nicht, ist man bei dem Buch nicht so gut aufgehoben.

Fazit:

»Doch zunächst bitte ich Sie, Ihre Aufmerksamkeit den Flugbegleitern zu schenken, die Sie mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut machen werden.« Schnallt euch an, ihr Armleuchter, und das geht so … für all diejenigen Idioten, die immer noch nicht gemerkt haben, dass das mit den verdammten Gurten genauso funktioniert wie in Autos.

Die Grungeschichte ist durchaus nicht uninteressant aber das Buch ist mindestens 300 Seiten zu lang. Von den ersten drei Bänden ist das für mich der schlechteste.

Bewertung:

3 out of 5 stars 3/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • In Teil 3 findet man die zweite Querverbindung zum ersten Teil von Jack Ryan (auch wenn es nicht Jack ist, sondern Cassius)
  • Als Amerikaner ein Urteil über gutes Brot zu fällen ist ja schon dreist, vor allem wenn damit offenbar Toastbrot aus dem Supermarkt (also aus Massenfertigung gemeint ist). Ich habe in meinem halben Jahr USA nicht gesehen, was man auch nur annähernd an Brot erinnert hätte. Ok, die Bezeichnung Brot mag ein Übersetzungsfehler sein – wenn man nach Wonderbread sucht, findet man Toast. Das gibt es in den USA natürlich überall und wenn ich mir die Homepage so ansehe, sieht das alles nicht sehr einladend oder schmackhaft aus.
  • Kann man das wirklich gedanklich komplett abstellen, wenn man sonst immer auf Sicherheitsvorkehrungen achtet und nur weil man an einem anderen Ort ist (im Vatikan), macht man es nicht mehr?
  • Im Vorgänger hat Jack noch abwechselnd mit seiner Frau gekocht, in diesem Teil ist das vergessen und seine Frau gestattet ihm in der Küche nur Basistätigkeiten wie Brote schmieren …
  • Wenn man Patienten versucht den Augapfel wieder einzusetzen? Den kann man nicht wieder einsetzen, wenn er mal raus ist bzw. es macht keinen Sinn weil der Sehnerv so weit nicht reicht.
  • Der Wall Street Glaube – anders kann man es nicht nennen – ist lustig. Als wenn die Wall Street irgendwas mit wirtschaftlichem Erfolg oder sinnvoller / konstruktiver / produktiver Arbeit zu tun hätte. Da wird auch kein Geld verdient oder etwas erwirtschaftet, nur umverteilt.
  • Bzgl. der Reihenfolge scheint ziemliches Chaos in der Jack Ryan Serie vorzuherrschen. Es werden drei Operationen von Jack erwähnt aber nicht die Schussverletzung in die Stunde des Patrioten, die aber vor diesem Band stattgefunden hat.
  • Wird Tom Clancy nicht für seine tolle Recherchearbeit gelobt? Als Amerikaner sollte man wissen, dass es in Florida kein Disneyland gibt, sondern Disney World. Disneyland gibt es z.B. in Kalifornien (damals gab es soweit ich weiß auch keine weiteren)
  • Kann es sein, dass Eddie öfter mal ohne Betreuung allein zu Hause ist? Zumindest liest es sich so. Etwas früh für das Alter.
  • Wieso bekommt Ryan das Funkgerät erklärt, obwohl er es einen Tag vorher schon getestet hat?

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Jack Ryan 2 – Die Stunde des Patrioten [Buch]

Jack Ryan 2 Die Stunde des Patrioten - Tom Clancy

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Tom Clancy

Teile der Serie:

  • Jack Ryan 2 Die Stunde des Patrioten (478 Seiten)
  • und über 20 weitere

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

«Caroline, ist er immer so galant?» «Um die Wahrheit zu sagen, nein, Madam. Wir müssen ihn in einem schwachen Augenblick erwischt haben», sagte Cathy. «Oder der Aufenthalt hier macht ihn zu einem zivilisierten Menschen.»

Die Grundgeschichte entspricht der im Film. Jack Ryan ist zu Besuch in London und ist eher zufällig bei einem Terroranschlag dabei.

Als ehemaliger Marineinfanterist greift er ein und rettet dabei das Leben des Prinzen und seiner Frau, er selbst wird schwer verletzt und einer der Terroristen fliegt und beschließt persönliche Rache zu nehmen.

Das Buch ist eine ganz klassischer Tom Clancy Jack Ryan Geschichte. Was Gnadenlos (Jack Ryan 1) mit dieser Serie zu tun haben soll, ist mir nach wie vor nicht klar.

Das Gesetz war nicht so sehr gemacht worden, um die Gesellschaft vor den Kriminellen zu schützen, als dazu, die Gesellschaft vor sich selbst zu schützen.

Das Buch ist stellenweise spannend, hat aber an vielen Stellen auch deutliche Längen und liest sich oft auch wie ein Kammerspiel.

Wenn man den Film kennt, dann findet sich die Handlung im Buch weitgehend deckungsgleich wieder, gut zugegeben das Ende unterscheidet sich deutlicher, aber das sind typische Hollywoodänderungen und das Resultat ist recht gleich.

Fazit:

Typischer Tom Clancy mit Jack Ryan, CIA, FBI und Terroristen. Teilweise spannend und ab und an auch langatmig.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Rauchen im Krankenhauszimmer, da merkt man doch gleich, dass das Buch in einer anderen Zeit spielt
  • Ich glaube kaum, dass ein Arzt der Operationen an einem Krankenhaus durchführt jeden tag bis auf 5 Minuten zur gleichen Zeit zu Hause wäre, das wäre wohl eher die Ausnahme, statt die Regel.
  • Es wird erwähnt, dass Greer noch nie außer Haus gewesen ist, wenn Jack hereingeschaut hat, genau das ist aber weiter vorne passiert.
  • Ryans Fahrten nach Langley waren kein großes Geheimnis mehr? Wieso nicht und ich glaube kaum, dass die CIA das dulden würde bei Leuten, die leitende Positionen übernehmen sollen.
  • Tja, wer könnte nicht in Versuchung kommen einen Fisch direkt zu essen, gleich nachdem man ihn gefangen hat – als 9 Jähriger und ohne Zubereitung …
  • Es ist nicht sonderlich schlau von Ryan sich mit dem Besuch durch die Königlichen wieder zur Zielscheibe zu machen.
  • Alex würde durch die Aktion eh auffliegen. Allein über die Transformator Thematik.
  • Die Markierungspflöcke entfernen bringt es total. Wie wäre es einfach gewesen die Leitern umzuschmeißen?
  • Bootsmotoren, die erst mal eine ganze Zeit rumstottern bevor sie laufen wären für eine schnell Flucht wohl ziemlich schlecht geeignet. Ggf. sollte man die schon laufen lassen, wenn man bald darauf flüchten will.
  • Das Handeln der Terroristen am Ende ist nicht professionell. Sie hätten die Operation abbrechen und flüchten müssen.

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Stadt ohne Nacht [Buch]

Stadt ohne Nacht - Silke Katharina Weiler

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Silke Katharina Weiler

Titel:

  • Stadt ohne Nacht (352 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook Rezensionsexemplar

Rezension und Inhalt:

Sie hat ihr Leben noch vor sich und das soll sie führen, wie sie es für richtig hält, ob sie nun heilen, fliegen oder Rubine scheißen kann. Ich bin ein Großmaul, kein Arschloch!

Ala wurde von Ihren Eltern in ein Kinderheim gegeben. Offenbar hat es ein Ereignis gegeben, dass dazu geführt hat, dass ihre Eltern sie nicht mehr wollten. Im Heim hat sich Stennis um sie gekümmert und war für sie wie ein Bruder. Am Beginn der Geschichte stirbt Stennis bei einem Unfall und Ala ist plötzlich auf sich alleine gestellt. Und wie sie sehr schnell merkt, gelten nach dem Tod von Stennis plötzlich andere Regeln für Sie. Ihr bleibt nur die Flucht in eine ungewisse Zukunft.

Körperliche Liebe vermag so etwas nicht, das ist ein bisschen, wie wenn dir ein anderer in der Nase bohrt, nur dass du davon schwanger werden kannst. Es ist ein notwendiges Muss wie Fressen und Saufen, bei dem einen mehr, dem anderen weniger.

Neben Ala wird auch die Geschichte von Dexter erzählt (abwechselnd), einem ehemaligen gläubigen (oder eher verblendeten), der nun für das Oberhaupt seiner “Kirche” Aufträge unter Zwang erledigt.

Da das Buch bezüglich des Umfangs recht überschaubar ist (gerade im Fantasybereich hat man es ja oft mit Buchserien zu tun, es schadet der Geschichte aber keineswegs, dass sie keine epische Länge hat), hat die Autorin am Anfang eine Zusammenfassung der Charaktere und ein paar Informationen untergebracht . Somit hat man als Leser ein wenig das Gefühl, als wenn man gleich in die Fortsetzung einsteigt. Der Kniff ist aber ganz gut, gerade bei einem kürzeren Buch bleibt nicht so viel Platz für World Building. Allerdings ist das nicht wirklich nötig, da die Fanatasywelt sich nicht so stark von unserer unterscheidet. Die Charakterzusammenfassung habe ich auch erst mal übersprungen und die Charaktere lieber beim Lesen kennengelernt.

»Aber findest du nicht auch, dass Hass verdammt müde macht?« … Ich senkte den Blick. »Er ist ein anstrengender Begleiter und ein beschissener Führer.«

Die Grundgeschichte spielt zwar in einer Fantasywelt (es gibt Magie) aber ansonsten fühlt man sich eher ins Mittelalter versetzt (wer an Inquisition, Hexenverbrennung und Machtmissbrauch der Kirche denkt hat den Kern der Geschichte recht gut getroffen). Aber zugeben, wenn man nach Afghanistan schaut sind wir heute auch nicht so weit davon weg. Anfangs dachte ich also eher alter Hut aber dann wird die Geschichte ziemlich Abwechslungsreich und spannend um gegen Ende auch recht modern.

Es gibt wenig Leerlauf und die Schlagzahl ist recht hoch. Der Schreibstil hat mir gut gefallen.

Fazit:

Kurze Fantasy Geschichte für Erwachsene, die mit hoher Schlagzahl geschrieben ist. Wer also kein episches Fantasywerk lesen will, ist mit dem Buch sehr gut aufgehoben.

Für mich eines der besten Bücher, dass ich dieses Jahr bisher gelesen habe.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wenn Dexter durchgehend summt, hätte Ala es doch hören müssen, dass er näher kommt bzw. sich ggf. die Richtung ändert
  • Die Hilfsaktion für Tielmas Bruder schreit ja geradezu danach, dass es jemand bemerkt und Ala auffliegt. Würde man das wirklich machen, wenn einem Folter bis zum Tod droht? Später die Aktion mit der Flucht und danach schon fast mutwillig in die Arme der Stadtwache zu laufen ist noch viel schlimmer. Und das reicht natürlich nicht, die Rettung des Mannes ist schon im Bereich Lebensmüde.
  • Der partielle Verrat der Amazonen macht für mich keinen Sinn. Wie passt die Frage “Wer hat sie ausgesucht?” und wieso wissen die Amazonen nicht alle wer eingeweiht ist und wer nicht?
  • Warren zu erschlagen hätte auch nicht länger gedauert als ihn nicht zu erschlagen.
  • Die verschiedenen Gaben haben ein wenig von den X-Men
  • Die Fähigkeit, dass jemand vollkommen unauffälig ist, gab es bereits in “Die Sanduhr” bzw. der Trilogie von Sam Feuerbach
  • Warum sollte Bolten vor seinen Dienern und Gefangenen ein Geständnis ablegen? Andererseits erkennt man später, dass er Größenwahnsinnig ist und nicht mehr alle Latten am Zaun hat.

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