Garmin Fenix 5S Plus / Garmin Fenix 5 Plus [Kommentar]

Die Fenix 5S Plus ist die kleinste Uhr aus der Reihe der Fenix Uhren mit Navigationsfunktionalität. Mit 42mm und einer Höhe von 15 mm ist klein aber relativ. Im Vergleich zu einer Standard Casio Outdoorwatch, die sicher auch schon nicht als klein zu bezeichnen ist, ist die Fenix deutlich massiver. Die größeren Varianten mit 47 und 51 mm sind noch mal deutlich bulliger.

Die größeren Modelle bieten mehr Akkukapazität, das Display ist aber bei allen Modellen das gleiche. Ansonsten unterscheiden sich die Modelle optisch. Die 47mm Variante sieht etwas männlicher / martialer aus und weniger elegant als die 42er Variante aus.

Für mich ist die 42er am Handgelenk nicht wirklich bequem. Das kann auch dem recht kleinen Armband geschuldet sein (die Casios haben Standardmäßig ein deutlich längeres Armband), was bei mir eher am Limit ist. Somit sitzt der Verschluss nicht mittig, sondern seitlich versetzt. Somit wandert das Gehäuse immer Richtung äußerem Handgelenksknöchel nach einer Weile. Vielleicht ist es aber auch einfach eine Gewohnheitssache (ich war noch nie ein Freund von Armbanduhren).

Es mag aber auch einfach an der Größe und Form liegen (unten ist die Uhr nicht gerade, vermutlich, damit der mittig platzierte Pulsmesser immer aufliegt). Es gibt übrigens scheinbar auch ein größeres Armband für die 5S, was man für schlappe 50€ kaufen kann (das ist ein simples Gummiband – Herstellkosten aus meiner Sicht deutlich unter 1€). Bei der der Preisgestaltung kann Apple fast (ja nur fast) neidisch werden.

Nachdem ich also zuerst die 42er (5S Plus) bestellt hatte, habe ich später auf die 47er (5 Plus Titan) Variante gewechselt und die 42er zurückgeschickt. Die 47er als Titan Variante ist nur unwesentlich schwerer und da sie etwas größer und das Armband etwas breiter ist, sitzt sie viel besser und trägt sich angenehmer – zumindest für meinen Geschmack. Im Original hat die Uhr ein oranges Armband. Das habe ich getauscht. Ist nicht so meine Farbe. Das bischen Armband was ihr oben seht kostet übrigens ca. 40€ (wenn man es günstig bekommt und das Original von Garmin möchte).

Navigation

Mir geht es bei der Fenix primär um die Navigationsfunktionalität, weil die Uhr halt nur halb so viel wiegt wie das Garmin eTrex 30x (und das auch nur ohne Ersatzbatterien, mit der leichtesten Batterievariante und nicht aufladbar). Dazu kommt noch, dass man bei der Alternative eTrex Handgerät das Gewicht im Rucksack trägt. Jedes Gewicht was man am Arm / um den Hals hat oder einfach trägt, sorgt für eine angenehmere Verteilung (sofern man es nicht übertreibt).

Bzgl. der Navigation hat sich recht schnell die erste Ernüchterung breit gemacht. Ich hatte mir für 50$ das Kartenset Pacific Crest Trail für das Garmin eTrex 30x gekauft. Nun war mein Plan die Karten auf die Fenix zu übertragen. Das geht nicht. Wie ich festgestellt habe, ist die Bindung an ein Gerät durchaus wörtlich zu nehmen. Die Karten werden bei Erstinstallation hart mit dem Gerät verdrahtet.

Das Problem ist aber, dass man aufgrund der Limitierungen der Geräte (sowohl des eTrex als auch der Fenix) nicht den kompletten Trail auf die Geräte aufspielen kann (zumindest nicht in einem vergleichbaren Detaillevel wie auf dem Garmin Kartensatz). Somit muss man den Kartensatz 2x kaufen, wenn man ein zweites Garmin Gerät kauft oder auch nur ein altes Gerät durch ein neues ersetzt (macht 100$ für zwei Karten).

Die Alternative zum digitalen Kauf der Karte stellt der Kauf auf einer SD-Speicherkarte dar. In dem Fall ist die Karte mit der Speicherkarte verbunden (das funktioniert dann natürlich auch nur bei einer Karte pro Gerät, weil man ansonsten die Speicherkarten wechseln müsste, wenn man unterschiedliche Karten verwenden will). Bei einer Fenix nützt einem das eh nichts. Die hat zwar genügend freien Speicher aber keinen Slot für Speicherkarten (was auch keinen Sinn machen würde, bei einer Uhr die Wasserdicht sein soll).

Mit der enthaltenen Basemap ist die Navigation ziemlich flott. Trotz der recht eingeschränkten Navigationsfunktionalität (nur zwei Tasten für hoch / runter, links / rechts, zoom in / zoom out), kann man recht schnell die Darstellung auf der Karte ändern. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Worldwide Basemap nicht sehr detailliert und somit nicht sehr rechenaufwendig ist.

Sportuhr

Wenn man die Anleitung liest, wird einem schnell klar, dass der Hauptfokus der Uhr auf der Sportfunktionalität und nicht auf der Navigation liegt. Nur ein paar Beispiele (beim Skifahren erkennt die Uhr automatisch wann man abfährt und wann man im Lift sitzt und stoppt dann die Aktivitätsaufzeichnung).

Beim Golfen wird der Abstand zum Grün angezeigt (beginn des Grüns, Abstand zur Fahne, Abstand zum Ende des Grüns, Par, Hindernisse, beginn des Hindernisses, Ende des Hindernisses, Schlagweite).

Beim Schwimmen werden Schwimmstile und, Züge und Bahnen erkannt.

Das sind alles Funktionen die zwar in Kombination mit der Herzfrequenzmessung nett sind, aber für mich nicht nötig.

Da die Uhr auf Wunsch die Aktivitäten auch aufzeichnet, lassen sich per App umfassende Analysen über Schritte, bestiegene Treppenstufen, Kalorienverbrauch, Distanzen in Kombination mit dem Herzschlag usw. durchführen.

Die Uhr kann sogar den Schlaf analysieren und ermitteln wie lang die Ruhephasen nach Aktivitäten sein sollen. Wenn man möchte kann man das auch direkt mit seinem Freundeskreis teilen (das ist optional), um sich gegenseitig anzuspornen.

Neben diesen Daten kann die Uhr auch den Luftdruck (Wetter, Höhe) und die Temperatur (am Handgelenk wie üblich mit Einschränkungen, weil man eher die Körpertemperatur die Messung beeinflusst) messen.

Designs

Die Kontrastreiche Darstellung wie hier ist in der Realität fast nie gegeben, außer in direktem Sonnenlicht. Das Display ist darauf ausgelegt Licht zu reflektieren. Desto heller, desto besser die Darstellung

In der Uhrenanzeige hat man diverse Designs zur Verfügung. Es werden je nach Design Herzfrequenz, Temperatur, Höhe, Uhrzeit, evtl. zweite Zeitregion, Mondphase, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang angezeigt. Meist kann man die Designs auch über das Handy anpassen.  Ansonsten gibt es noch diverse Statusinfos wie Nachrichten, Bluetooth, Akkustand usw. Zusätzlich sind auch grafische Darstellungen obiger Parameter denkbar. Das meiste davon kann auch das eTrex für einen Bruchteil des Preises, wenn auch nicht ganz so schön und auch nicht frei konfigurierbar.

Wenn die Uhr mit dem Handy gekoppelt ist, sind auch diverse Spielereien möglich. Die Uhr lässt sich über die Handy App konfigurieren. Es lassen sich Nachrichteneingänge und Anrufe signalisieren. Alles Dinge die nett sind, die ich aber nicht wirklich brauche.

Selbst die Kopplung mit einem inReach Mini / Explorer ist möglich. Es werden aber nur rudimentäre Funktionen unterstützt. Man kann das SOS Signal von der Uhr aktivieren oder eingehende Nachrichten vom inReach auf der Uhr visualisieren.

Es lassen sich Musiktitel auf die Uhr synchronisieren, die mit Bluetooth Kopfhörern abgespielt werden können. Das macht aber meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man dafür das Handy zu hause lässt. Sofern man das eh dabei hat, benötigt man die Funktionalität der Uhr nicht.

All diese Spielereien (Handy Kopplung, inReach Kopplung), Herzfrequenzmessung und vor allem das Abspielen von Musik kosten natürlich Strom (teilweise sogar recht viel), was wiederum die Laufzeit verkürzt. Das deativieren der Bluetooth Funktion hilft zum Stromsparen. Auch die GPS funktion frisst recht viel Strom.

Somit kann man sagen der Hauptstromfresser ist Musik hören, danach GPS und Bluetooth und die Displaybeleuchtung schluckt auch recht viel Strom. Die Pulsmessung braucht sehr wenig Strom.

Viele Funktionen der Uhr zielen darauf ab, dass man motiviert wird seine Leistung zu steigern. Das fängt bei den Teilen mit Freunden Funktionen an und geht über die diversen Funktionen zur Aufzeichnung, Visualisierung und Empfehlungen bzw. dem setzen von Zielen.

Vergleich eTrex 30x vs. Fenix 5S Plus

eTrex 30x

Für einen aktuellen Marktpreis von ca. 670€ + Kartenset mit 50€ ist das schon eine Ansage. Kann die Uhr irgendwas Besonderes? Im Prinzip sind viele Spielereien in der Uhr gut verpackt. Wenn man eine Sportuhr sucht, also die ganzen Aktivitäten und Aufzeichnung davon nutzen will, dann mag die Uhr ihr Geld wert sein.

Wenn es einem lediglich um die Uhrzeitanzeige und die Navigation geht, ist die Uhr recht teures Spielzeug. Dafür bekommt man eine Gewichtsersparnis von knapp 70 Gramm, wovon man das Ladekabel aber wieder abziehen muss (wobei man als Hiker bezogen auf das Basisgewicht sogar eine Einsparung von 130 Gramm minus Ladekabel hat – also grob 100 Gramm) und eine Aufladefunktion, die beim eTrex alternativ noch mal mit ca. 65 Gramm (Ladegerät ca. 35 Gramm + 2 schwerere Batterien weitere 30 Gramm) extra zu Buche schlägt.

Stellt sich die Frage, warum nicht einfach eine Apple Watch nehmen? Die ist weder so robust, noch ist die Laufzeit vergleichbar. Die Zielgruppe ist durchaus eine andere.

Ansonsten gibt es bei der Fenix vieles was nett ist, aber man nicht wirklich benötigt.

Beim eTrex als günstigere Alternative hat man allerdings den Nachteil, dass man sehr leicht vergessen kann es auszuschalten. Da man im Stromsparmodus keine Anzeige auf dem Display sieht, fällt es überhaupt nicht auf, wenn man das Gerät nicht ausschaltet. Das GPS saugt das Gerät in 2 Tagen (ca. 50h mit Lithium Batterien ohne Trackaufzeichnung, nur mit aktivem GPS und inaktivem Display) leer und die Backupfunktion für die Navigation ist nicht mehr vorhanden. Wenn man den Nachteil ausgleichen will, benötigt man Akkus und das treibt das Gewicht wieder hoch zugunsten der Fenix. Zumal man die Akkus bei dem hohen Stromverbrauch (2×2500 mAh) eh nicht mit einer Powerbank aufladen kann genügend Reservestrom.

Vorteilhaft ist beim eTrex das größere Display. Theoretisch hören sich 320240 nicht großartig anders als 240×240 bei der Uhr an. Wenn man dann aber bedenkt, dass die Uhr rund ist, dann ist der Unterschied erheblich.

Beim Stromverbrauch liegen dann allerdings Welten zwischen dem eTrex und der Fenix. Die Fenix hat vermutlich eine Akkukapazität von 150-160 mAh (in dem Bereich liegt die 5s (ohne plus) und die Laufzeiten bei der 5S Plus haben sich sogar verkürzt im Verhältnis zur 5S – die wird also nicht mehr Akkukapazität haben). Somit dürfte der Wert noch hinkommen.

Mit 150-160 mAh sind lt Garmin 25h GPS (Ultratrack) möglich. Das eTrax kommt lt. Berichten im Netz im Optimalfall auf 80h mit 6000 mAh (ich habe nur 50h erreicht und das quasi ohne Displaynutzung – 40h werden also wohl realistisch sein, wenn man ab und an das Display aktiviert). D.h. die Uhr kann man spielend aus der Powerbank laden auch gerne 5x (was 10 Tagen entsprechen würde). Das eTrex benötigt in deutlich weniger als dieser Zeit 20x so viel Akkukapazität.

Leider ist die Darstellung der Karte auf der Fenix auch anders als auf dem eTrex. Wegpunkte sieht man bei der Fenix erst ab 5km Detaillevel (auf dem eTrex kann man die Darstellung so einstellen, dass man die Wegpunkte immer sieht, auch wenn man maximal rausgezoomt hat). Auch Nebenwege sieht man auf der Fenix erst bei stärkerer Vergrößerung.

Somit ist das auffinden von Stellen an denen man den Trail für einen Stadtbesuch verlässt mit der Fenix ziemlich unbequem. Bei Städten mit größeren Entfernungen zum Trail hat man das Problem, dass man diese überhaupt sieht auf der Karte, wenn man nicht rauszoomt (dann sieht man aber wiederum keine Wegpunkte mit denen ich mit die Städte markiert habe, weil sie bei weniger Zoom deaktiviert werden). Somit muss man sich behelfsmäßig für jede Stadt einen oder mehrere Trailhead Wegpunkt anlegen. Das sprengt aber wieder das offizielle Wegpunktlimit (100) lt. Garmin.

Weiß auf Hellgrün mit Text oben drüber – fairerweise muss man sagen, dass das Display so ausgelegt ist, dass man es umso besser erkennen kann, desto mehr Licht einfällt. In direkter Sonneneneinstrahlung funktioniert das sehr gut.

Support und Produktverbesserung – Fehlanzeige

Die Software für die Navigation ist noch fehlerhaft. Beispielsweise habe ich die rund 550 Routen für den PCT auf die Uhr transferiert (offiziell werden lt. Gamin nur 50 Routen unterstützt). Teilweise ist die Navigation aber nicht möglich, weil man schlicht einen leeren Bildschirm sieht. Offenbar hat die aktuelle Software Probleme mit derart vielen Routen. Navigieren kann man trotzdem allerdings im Blindflug. Wenn man die unsichtbare Route auswählt, dann sind die Anzeigen zur Route wieder ok. Nur die Übersicht funktioniert nicht.

Eigentlich benötigt man die Routen nicht zwingend, weil auf der Garmin PCT Karte der Trail drauf ist (siehe oben). Leider ist die Darstellung wie oben erwähnt so gut gelungen. Die Uhr hat einen sehr hellgrünen Hintergrund und der Trail wird rot weiß dargestellt. Im direkten Sonnenlicht kann man das auf der Uhr gut erkennen. Wenn man die Beleuchtung der Uhr benutzen muss, ist der Kontrast aber extrem gering. Zusätzlich werden die Höhenlinien immer angezeigt, auch wenn man sie in der Uhr deaktiviert hat.

Somit ist der PCT ist auf der Fenix im Pacific Crest Trail Kartenset kaum zu erkennen, da der Trail abwechselnd in rot weiß dargestellt wird. Weiß ist aber vor quasi gleichfarbigem Hintergrund nicht auszumachen.

Der Garmin Support reagiert auf diverse Tickets und Verbesserungsvorschläge ausschließlich mit Abwimmeln. Ein paar Beispiele gefällig? Auf meinen Hinweis, dass man weiß auf dem hellgrünen Display nicht erkennt, und somit der Trail auf der Originalkarte von Garmin für 50$ nicht zu erkennen ist, kam die lapidare Aussage, dass das so ist und sich nicht ändern lässt. Auf das Problem mit der fehlerhaften Übersichtsfunktion bei der Anzeige von 550 Routen kam die Antwort, dass maximal 50 Routen unterstützt werden.

Zusätzlich mit der Restriktion von 200 Punkten pro Route aus der Webapp sind das in Summe gerade mal 10000 Punkte. Je nach Detaillevel der Route kommt man damit nicht sehr weit. Es gibt eine Option in den Einstellungen, mit der man Höhenlinien deaktivieren kann. Das sollte die Kartendarstellung übersichtlicher machen. Mit der PCT Karte funktioniert aber auch diese Option nicht. Nicht mal derartige Themen akzeptiert der Support als Fehler.

Vermutlich wird der Support nach abgewimmelten Kunden … Pardon nach gelösten Problemen im ersten Support Level bezahlt. Dabei macht es auch meiner Meinung nach keinen Unterschied, ob man den deutschen Support oder den internationalen kontaktiert.

Leider hat man die Uhr künstlich verstümmelt, in dem man die Einstelloptionen nicht anbietet, die  Probleme beheben könnten. Genügend Rechenpower hat die Uhr. Offenbar ist auch keiner von Garmin auf die Idee gekommen sich die Darstellung auf der Fenix anzusehen und mit anderen Geräten zu vergleichen. Sonst hätten dem Tester die Nachteile direkt auffallen müssen.

Auf Verbesserungsvorschläge reagiert der Support nicht aufgeschlossen, sondern mit Aussagen wie „geht nicht, hat der Produktmanager so festgelegt“. Man wird also im ersten Supportlevel abgewimmelt und es besteht offenbar kein Interesse die Produkte zu verbessern.

Etwas makaber ist der Slogan in den Mails der Supportmitarbeiter:

Spüre, was es heißt, jeden Tag ein bisschen besser zu werden.

Das bezieht sich aber auf die Kunden und nicht wie man meinen könnte auf Garmin. Deren Ziel ist das scheinbar nicht.

Restriktionen und Erkenntnisse

Wie schon erwähnt ist die Software eine ziemliche Zumutung. Mittlerweile habe ich aber einige schmerzvolle Erkenntnisse erlangt. Die Angaben bzgl. der Restriktionen auf der Garmin Seite sind totaler Quatsch:

50 Routen lt. Garmin. – Real habe ich so 450 auf dem der Uhr anzeigen können. Darüber hinaus wird das Display dann einfach schwarz. Man kann weiter navigieren und die Routen auswählen man sieht aber erst nach der Auswahl den Namen. Für Garmin ist das kein Bug, da offiziell ja nur 50 Routen funktionieren.

Wegpunkte sind angeblich 100 möglich. Die Angabe stimmt auch nicht. Bei 100 Einträgen muss man schlicht blättern und dann kommen die nächsten 100. Warum man das bei den Routen nicht auch so macht, bleibt wohl Garmins Geheimnis (die Softwareentwickler von Garmin konnten mir da nicht beantworten, hatten aber auch kein Interesse an einer Verbesserung).

Die Routen sind nach einer Mischung aus Alphabetisch mir höherer Priorität für Groß- / Kleinschreibung sortiert. Die Wegpunkte offenbar nach Entfernung.

Die Synchronisationsfunktionen sind hochgradig gefährlich. Wenn man eine Route in der inReach Webapp eingegeben hat, kann man die auf die Fenix syncen. Wenn man dann allerdings den Fehler macht etwas auf der Fenix zu löschen (egal, ob manuell auf der Fenix oder über die Laufwerkseinbindung der Fenix, dann löscht die Explorer App es auch in der Webapp). Jetzt könnte man meinen, dass das egal ist, weil man in der Webapp seine Routen und Wegpunkte exportieren kann.

Das stimmt aber leider nicht. Nur weil die App etwas exportieren kann, kann sie es noch lange nicht importieren. Es erscheinen z.B. inhaltlich falsche Meldungen wie “die Route darf nicht mehr als 200 Punkte haben”. Bei mir hat jede Route weniger als 200 Punkte (sonst hätte ich sie wohl vorher kaum in die Webapp importieren können, weil diese nicht mehr als 200 Punkte pro Route unterstützt).

Ich vermute, dass die App teilweise mit den Namen der Routen Probleme hat. Aber genaues weiß man nicht. Jede Route einzeln importieren geht. Das dauert nur bei z.B. 550 Routen etwas – ungefähr einen kompletten Tag in manueller handarbeit. Somit kann man sich vorstellen wie groß die Freude ist, wenn man merkt, dass Löschen auf der Uhr auch die Routen im Web gelöscht hat (ist mir so gegangen und danach durfte ich die 550 Routen manuell einzeln importieren, umbenennen und mit Symbolen ausstatten).

Als Name wird übrigens nicht der Name der Route aus dem GPX File übernommen, sondern der Dateiname. Da hat also jemand schwer bei nachgedacht (oder besser gesagt das Gehirn ausgeschaltet).

Die Synchronisation an sich klappt auch nur bedingt. Teilweise werden die Namen beim Übertragen auf die Uhr verkürzt. Da die Namen dann neu sind, werden anschließend inhaltlich identische Routen und Wegpunkte Richtung Browserapp synchronisiert. Dort hat man sie dann doppelt (mit kurzem und langen Namen). Löschen ist an der Stelle schon wieder gefährlich, weil das ja ggf. wieder Richtung Uhr synchronisiert wird…

Man merkt schon die ganze Funktionalität wurde überhaupt nicht getestet und offenbar sind Garmin bzw. dem Garmin Support die diversen Bugs auch herzlich egal. Man muss sich damit arrangieren. Wenn man die diversen Probleme kennt, geht es aber. Im Optimalfall muss man die Synchronisation nicht so oft durchführen.

Preise

  • Garmin Fenix 5S Plus – Marktpreis aktuell 670€
  • Garmin Fenix 5 Plus Titan – Marktpreis aktuell 720€
  • Kartensatz PCT mit Route – USA 45€ / DE 60€
  • Armband Schwarz für 5 Plus – Marktpreis Garmin Original 40€
  • Datenkabel (enthalten – Ersatz – ca. 30€ – Das Kabel ist übrigens lt. Aufdruck Krebserregend und macht impotent! Immerhin ist kein Radioaktiv Aufkleber drauf)

Achtung: Die Karten werden nach dem Kauf an das Gerät gebunden. Wenn ihr die Uhr zurückgebt oder verkauft, dann sind die Karten weg bzw. an das Gerät gebunden. In den USA kann man die Karten ca. 15€ günstiger erwerben als bei uns. Man muss aber eine fiktive US Adresse eingeben, damit das funktioniert.

Fazit:

Es bleibt eine Geschmacksfrage, ob man das Backup(Navi) eher auf einem separaten GPS Gerät oder in Form einer teuren Smartwatch bevorzugt oder doch zusätzlich Papierkarten mitnimmt (die einem aber bei Schneefall auch nur sehr begrenzt helfen). Fakt ist, dass die Garmin Geräte weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Das liegt primär an der bescheidenen Software (beim Explorer+ und bei der Fenix).

Das Garmin eTrex 30x ist mit Verlaub Steinzeittechnik, die recht teuer verkauft wird (der Stromverbrauch ist für das Gebotene immens und der Verbrauch könnte um den Faktor 10-20 geringer liegen, wie die Fenix Uhren beweisen). Klar, das Display ist nur halb so groß aber das ist nicht der Grund, weil das eTrex auch bei ausgeschaltetem Display ziemlich schnell leer ist. Die Fenix hat im Gegensatz dazu ein dauer an Display.

Die Fenix Software ist ziemlich fehlerhaft oder zumindest sehr eingeschränkt und zum Navigieren ist die Uhr offenbar nicht wirklich gedacht, wenn man weiter laufen will als um den eigenen Wohnblock. Gleiches gilt auch für das inReach Explorer+ (der auch gerade mal 10.000 Punkte unterstützt und bei dem die Synchronisierung meist nicht klappt).

Bei der Fenix erwecken die Einträge im Supportforum den Eindruck, als wenn die Uhr kaum jemand zum navigieren benutzt. Im Form werden alle möglichen Themen adressiert aber um Navigation geht es kaum. Insofern ist die Anwendung Navigation evtl. wirklich exotisch aber geworben wird von Garmin mit der Funktionalität, somit sollte sie auch gegeben sein.

Zumal die Hardware wirklich einzigartig ist. Ich kenne keine andere Uhr, die Navigation bietet, derartig leicht ist und dann auch noch so lange durchhält.

Der Support gibt den Rest um die Kunden zu vergraulen. Da Garmin aber ein Quasimonopol in dem Bereich hat, kann man sich das wohl leisten und selbst im aktuellen Zustand ist das Produkt konkurrenzlos. Leider!

Nachtrag 18.06.2019:

Nach zwei Monaten Praxiseinsatz auf dem PCT muss ich leider sagen, dass die Uhr nicht marktreif ist und gemessen an der Markteinführung und den bisherigen Fehlerbehebungen wohl auch nie werden wird. Der Support behebt zwar lt. Firmwareupdates angeblich irgendwelche Fehler aber die größeren Bugs werden nicht behoben. Für das Aufzeichnen von Trackdaten über mehrere Tage ist die Uhr zum Beispiel vollkommen ungeeignet. Wenn man beispielsweise auf dem PCT unterwegs ist, hat man nicht jeden Tag Internet.

Die Uhr schafft es aber mit Glück nur 3-4 Tage Trackingdaten aufzuzeichnen (Speicherplatz wäre massenhaft vorhanden). Anschließend muss man die Daten mit dem Handy übertragen. Das geht nur mit Onlineverbindung. Danach muss man die Trackingdaten von der Uhr löschen. Wenn man das nicht macht, dann  gelangt man in den Zustand, dass keine Trackingdaten mehr geschrieben werden. In dem Fall wird auch keine zurückgelegte Entfernung mehr angezeigt und die Uhr lässt sich nicht mehr bedienen.

Die Uhr lässt sich nur durch einen Softreset und das Löschen aller Trackingdaten aus dem Zustand befreien. Manchmal reicht das nicht und man muss alle Einstellungen resetten (hardreset). Anschließend ist man je nach Umfang der Einstellungen diverse Minuten oder sogar länger mit Einstellen beschäftigt und benötigt dafür auch einiges von der aktuellen Akkuladung. Wenn man Skins nutzen möchte, müssen diese ggf. neu geladen und über das Handy konfiguriert werden. Auch dies geht nur mit Onlineverbindung und dauert dann in Summe deutlich länger. Pro Reset kann man grob 30-60 Minuten rechnen.

Beide Effekte kommen regelmäßig vor. Zuverlässig ist die Uhr also nicht.

Es passiert auch öfter mal, dass die Höhenangabe komplett falsch ist, obwohl das Tracking aktiv ist, die Uhr also eigentlich die korrekte Höhe kennt (Yosemite Valley wurde von der Uhr z.B. um gut 1500m nach unten verlegt). Auch hier hilft nur ein Softreset.

Von den von mir an Garmin übermittelten Fehlern bzw. Verbesserungsvorschlägen wurde nicht einer behoben bzw. umgesetzt.

Das Kartenmaterial zum PCT ist veraltet und zeigt den Trail teilweise nicht dort an wo er ist.

Ich habe übrigens jeweils die aktuellste Firmware benutzt und diverse Firmwareversionen getestet. Für eine Uhr in der Preisregion ist das Gesamtbild mehr als traurig.

Nachtrag: 27.10.2019

Mittlerweile gibt es die Fenix 6 Pro als Nachfolger der o.g. Uhr. Was ich bisher von der Software gelesen habe (Garmin Foren) zeigt, dass die Software nicht besser geworden ist. Es gibt sehr viele Probleme. Die Fenix 6 Serie hat ein etwas größeres Display, mehr Speicher und die Laufzeit ist noch mal deutlich größer, das ist also eigentlich recht vielversprechend.

Die Hardware war aber auch schon nicht das Problem der 5er Serie. Die Frage ist, ob der doppelt so große Speicher sich nun auch in mehr Trackingpunkten und mehr als 50 Strecken niederschlägt, oder ob Garmin diese Restriktionen weiter aufrecht erhält. Einige Fragen kann ich in meinem Kurztest bzw. Kommentar beantworten.

Nachtrag: 10.04.2022:

Die Software ist noch genauso schlecht wie 2019. Das heißt, dass auch die aktuelle Software noch immer alles in der Earthmate App kaputt synchronisiert und es gibt nach wie vor keinen vernünftigen Export / Import. Ein Armutszeugnis für Garmin. Das zeigt aber auch, dass Garmin primär ein Image verkauft und keine nutzbare Expeditionsuhr.

Woran mache ich das fest?

Ich habe die ursprünglich rund 100.000 synchronisierten Streckenpunkte erneut zur Fenix übertragen, da während der Softwareupdates die meisten Routen verloren gegangen waren. Interessanterweise waren die Routen offenbar doch noch auf der Fenix, denn danach hatte ich doppelt so viele Wegpunkte und Routen auf der Earthmate Webseite, die meisten aber mit einem Datum statt dem Namen und diversen anderen Verschlimmbesserungen.

Dank der miserablen Export- und Importfunktionen (Export geht zwar für alle Routen aber der Import geht nur einzeln, da sonst alle Routen den Namen der einen Export Datei bekommen und nicht den der Routen, der sogar exportiert wird). Der Import geht übrigens generell nur Datei für Datei. Somit ist man nach so einer Fehlsynchronisation bei 500 Routen und 200 Wegpunkten gut einen Tag mit aufräumen und reparieren beschäftigt.

Auch die Bugs in der Anzeige von einer größere Anzahl von Routen (schwarzer Bildschirm) ist nach 3 Jahren! immer noch da. Es interessiert Garmin schlicht nicht.

Leselaunen Bugs und Uhren

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich habe es nun geschafft zum dritten und letzten Buch der Reihe ohne Namen zu kommen – eine Krone aus Herz und Asche. Da ich gerade erst begonnen habe, kann ich aber noch nicht viel dazu sagen. Aktuell lese ich aber recht wenig. Siehe auch und sonst so.

Momentane Lesestimmung:

Recht bescheiden. Ich habe nur an einem Tag wirklich produktiv gelesen. Sonst meist nur in der Mittagspause. Dafür habe ich aber immerhin ein Buch beendet:

Die Serie gefällt mir bisher ziemlich gut, auch wenn ich sie nicht ganz so gut finde, wie es die Durchschnittswertung auf von anderen Lesern bei Amazon spiegelt. Das liegt hauptsächlich an einige heftigen Widersprüchen. Würdet ihr euch in jemanden verlieben oder zumindest ein guter Freund von jemanden werden, der euch die Hand abgehackt hat? Nein? Im Buch ist das keine große Sache.

Zitat der Woche:

Eine australische Fliege versucht, die Feuchtigkeit von Ihren Augäpfeln zu saugen. Wenn Sie sie nicht ständig wegscheuchen, stößt sie in Bereiche Ihrer Ohren vor, von denen ein Wattestäbchen nur träumen kann. Sie stirbt gern für die Herrlichkeit, mit einem winzigen Plumps auf Ihrer Zunge zu landen. Tanzen dreißig oder vierzig auf diese Weise um Sie herum, folgt der Wahnsinn auf dem Fuße. – Bill BrysonFrühstück mit Kängurus

Und sonst so?

Kino und Blog

Gestern waren wir im Kino und haben uns Alita: Battle Angel angeschaut und ich war durchaus positiv überrascht. Ich hoffe es gibt einen zweiten Teil.

Anfang der Woche habe ich einen einen weiteren Post zum Thema Pacific Crest Trail  verfasst. Dieses mal mit dem Thema Unterhaltung auf dem Trail und womit wohl? Mit Hörbüchern.

Navigation

Ich beschäftige mich immer noch mit dem Thema Navigation auf dem Pacific Crest Trail )(PCT). Wenn ich so weiter mache, kann ich Produkttester in dem Bereich werden. Ich habe jetzt die Garmin Fenix 5S Plus bekommen und werde dazu noch einen Blogpost verfassen.

Cool ist an dem Tail, dass es wirklich sehr wenig Strom verbraucht für das was es kann. Die Uhr hat aber auch diverse Schwächen, allen voran die fehlerhafte und mit zu wenig Funktionen ausgestattete Software. Ich habe auf Anhieb 10 Tickets an den Garmin Support erstellt mit Fehlern oder Verbesserungsvorschlägen und da nach 3 Tagen test. Da sieht man wo quasi Monopole hinführen. Die Unternehmen geben sich keinerlei Mühe mehr mit ihren Produkten und nehmen Mondpreise.

Offenbar nutzen die meisten Leute nur die Fitnessfunktionen und nicht die Navigation der Uhr. Aber es ist schon erstaunlich was alles geht. Wollt ihr Golfen? Die Uhr hat Zugriff auf eine Datenbank mit zehntausenden Golfplätzen und kann euch zeigen wie weit das Grün weg ist, wie weit die Fahne weg ist, Hindernisse auf dem Weg, welchen Schläger ihr bevorzugen solltet und wie weit ihr geschlagen habt mithilfe der Daten des Schlages. So zieht sich das durch alle Sportarten.

Die Uhr gibt Tagesziele vor, treibt euch an, motiviert usw. – alles Dinge die eigentlich keiner braucht. 😉 Aber als Spielzeug ist sie schon nett. Wie gesagt mich interessiert primär die Navigationsfunktion und da hat die Software noch Potenzial. Ich denke nächste Woche schreibe ich dazu einen Post mit mehr Infos.

Städteplanung

Ansonsten mache ich so vor und nach Fortschritte beim Einpflegen der relevanten Gebäude in die Smartphone Apps Citymaps2Go und Guthooks. Ich denke in zwei bis drei Wochen sollte ich damit durch sein. Das erspart mir dann die Sucherei was wo ist und evtl. auch unnützes Laufen in den Städten.

Bei den Städten ist aber wirklich alles dabei. Von Touristenhochburg bis Hütte im Nirgendwo bekommt man alles geboten. Abseits davon, dass man ein Gefühl bekommt wo man evtl. übernachten möchte, bzw. welche Städte besser und schlechter sind für den Zwischenstopp (hier und da hat man die Wahl zwischen mehreren), ist der Prozess aber weitgehend eher langweilig. Man trägt immer wieder Supermärke, Hotels, Wäschereien, Apotheken und Krankenhäuser ein und das bei ich schätze mal grob 75 Städten bzw. Dörfern.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Das Zauberwort ist Urlaub bei Letterheart ∗ Hello Sunshine bei Sarah Ricchizzi ∗ Leselaunen bei Lieschen liest ∗ Schmetterlinge im Bauch bei Lieblingsleseplatz ∗ Lesen im Schneckentempo bei Miss Naseweis ∗ I miss you bei glimrende ∗ Geburtstagswoche bei Saskias Books ∗ Japan und Umbrella Academy bei Lesepirat ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Wieder unter den Lesenden bei Nerd mit Nadel ∗ Neuer Stoff bei Trallafittibooks

Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern

Da ich unten Markennamen erwähne, kennzeichne ich diesen Artikel hiermit als Werbung.

Wie einige vielleicht bereits mitbekommen haben, spukt mir seit letztem Jahr die Idee im Kopf rum den Pacific Crest Trail (PCT) zu wandern und mir mal eine Zeit lang eine Auszeit zu gönnen.

PCT Vorbereitung

Nachdem ich mich beim Lesen diverser Bücher mit dieser Idee infiziert hatte, kam dann bei meinem letztjährigen Australienurlaub noch dazu, dass ich viele Backpacker gesehen habe.

Dann habe ich mir gedacht: „Warum eigentlich nicht?“

Also habe all die bürokratischen Dinge in Angriff genommen, die das mit sich bringt, vom Visaantrag über Permits bis zum Gespräch mit dem Arbeitgeber.

Bisher habe ich mich primär auf die Logistik der Vorbereitungen konzentriert. Aber wenn man ein halbes Jahr unterwegs ist, hat man auch sehr viel Zeit, die man füllen muss. Auf dem Trail gibt es zwar spektakuläre Landschaften aber ebenen auch nich immer. Man stelle sich allein die Wanderung durch ein Gebiet vor, dass einem Waldbrand zum Opfer gefallen ist. Was wäre da passender als die Musik von Herr der Ringe oder gleich den dritten Band selbst zu lesen.

Mentale Herausforderung

Dazu kommt, dass so eine Langstreckenwanderung eine große Mentale Herausforderung ist. Man hat kein vernünftiges Bett, kann sich nicht ordentlich waschen, muss auf viele Lebensmittel verzichten und auch den meisten Komfort des alltäglichen Lebens. Man bekommt natürlich auch einiges geboten aber man muss sich halt auch irgendwie motivieren.

Anders als sonst im Leben stellt bei einer Langstreckenwanderung nicht das Geld die primäre Einschränkung dar, sondern Gewicht.

Es wäre zwar cool, wenn man sein iPad, sein Kindle und sein Notebook auf dem Trail dabei haben könnte, aber man muss alles tragen. Somit wird die Unterhaltung auf dem Trail vermutlich lediglich aus dem Handy bestehen. Da das Display viel Strom verbraucht, kann man Bücher lesen quasi vergessen. Zumal man abends lt. allen Berichten, die ich so gelesen habe auch einfach platt vom vielen Laufen ist.

Hörbücher auf dem Trail?

Was bleibt also? Eine Alternative sind Hörbücher. Beim Abspielen schluckt das Handy relativ wenig Strom.

Auch die Harry Potter Serie wäre mal wieder fällig (der 20 Jährige Geburtstag ist ja nun schon eine Weile vorbei – ich hatte dazu einen Beitrag verfasst). Im Zuge des

Eine Buchserie, die definitiv auf meiner Liste von Büchern steht, die ich gerne mal wieder lesen (bzw. hören) würde ist Eragon.

Beide Serien befinden sich bereits als Hörbuch auf meinem iPhone.

Insofern werde ich vermutlich auf dem Trail ein paar Bücher hören, die ich vor längerer Zeit schon mal gelesen habe. Ich bin gespannt wie mir das gefällt.

Wenn man mit anderen Hikern unterwegs ist, bietet sich diese Option vermutlich weniger an. Zusätzlich sollte man sich wohl auch nicht zu sehr einlullen lassen, weil man immer wieder mit Klapperschlangen rechnen muss. Die warnen einen zwar oft vor, aber auch die haben mal einen schlechten Tag.

Ganz generell habe ich mir bei meinen Urlaubsreisen abgewöhnt Bücher in gedruckter Form dabei zu haben. Entweder lese ich auf dem iPad oder auf dem Kindle.

Wie ist das bei euch so? Ist das Hörbuch eine Alternative für euch?

Edit 29.08.2020 nach dem Hike: Ich habe nicht ein Hörbuch während des Hikes gehört, sehr wohl aber viel gelesen auf dem Handy. Wenn man den Mobilfunk / WLAN ausschaltet reicht das iPhone erstaunlich lange. Während des Hikens wollte ich hören, ob irgendwo eine Wasserquelle, Klapperschlange oder ein Bär ist.

Edit Ende

Weitere Infos zum Thema Pacific Crest Trail Hike:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation
Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides
Generelle Infos zum PCT

Leselaunen Zwei Monate noch …

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich lese noch immer an “Ein Thron aus Knochen und Schatten” und so ganz viel Fortschritt habe ich auch nicht gemacht. Das Buch könnte sicher etwas spannender sein aber irgendwie bin ich auch gerade nicht so lesemotiviert.

Momentane Lesestimmung:

Recht bescheiden. Ich habe nur ein wenig in o.g. Buch gelesen

Zitat der Woche:

»Warum … warum bringt ihr sie an einen sicheren Ort? Hat es damit zu tun, dass der Präsident das Registrierungsprogramm ändern will?« »Ich glaube, die Geschichte hat zur Genüge gezeigt, dass es nie gut endet, wenn Leute nur mit ihresgleichen untergebracht werden.« – Jenniger L. ArmentroutRevenge Sternensturm

Und sonst so?

Diese Woche sind nur zwei Beiträge online gegangen. Einer zum Thema Bounce Box und Resupply Box im Kontext PCT und einer zum Film Drachenzähmen leicht gemacht 3, den ich gestern im Kino angeschaut habe.

Ich beschäftige mich momentan täglich mit der Hike Vorbereitung.

Da mir der das inReach Explorer+ nicht gefallen hat wegen den Restriktionen bzgl. der zu übertragenden Routen (siehe hier), musste ein Ersatz her. Ich habe jetzt das inReach Mini und bin damit zufrieden. Das hat übrigens die gleichen Probleme bzgl. der Übertragung von Routen, da ich damit aber mangels brauchbarer Funktion eh nicht navigieren will, ist das ok. Da ein 100g Gerät in der Lage ist als SOS Sender, weltweites SMS Gerät, für die lokale Wettervorhersage und für das Übermitteln der eigenen Position zu fungieren, ist schon recht beeindruckend.

Da mir nun die Backupnavigation fehlte, habe ich mir die Alternativen angesehen. Als leichtes Navigationsgerät kommt eigentlich nur das eTrex 30x von Garmin in Frage. Das hat aber diverse Nachteile. Es kann keine Akkus im Gerät laden und somit ist man auf Wegwerfbatterien angewiesen (oder man Muss Akkus und Ladegerät  nutzen, was dann noch mal gut 65g schwerer ist). Selbst in der leichtesten Variante wiegt das aber 130 Gramm. Das ist also schon mehr als das oben Erwähnte inReach Explorer+, wenn man es mit dem inReach Mini kombiniert.

Dabei habe ich dann entdeckt, dass es mittlerweile auch Uhren gibt, die eine vergleichbare Funktion und eine gute Laufzeit haben, allerdings ziemlich teuer sind. Ich habe mich entschlossen die mal zu probieren. Nächste Woche habe ich mich dann hoffentlich zwischen eTrex und Uhr entschieden.

Meine Bounce Box hat nun auch die finale Farbgestaltung bekommen. Nicht schön aber auffällig. Das war ja das Ziel. Die springt einen schon an, oder? Ganz neben bei hat das Gewebeklebeband den Effekt, dass der Eimer etwas besser gegen Risse geschützt wird. 🙂

Ich habe jetzt die Bounce Box auch mal testweise befüllt. Erst dachte ich, dass ich die nicht voll bekomme und jetzt weiß ich schon nicht wie ich alles rein bekommen soll. So kann man sich täuschen. Aber ich bin ja mittlerweile geübt in Verzicht. Aber gut, dass ich das vorher ziemlich genau ausloten kann was in den Eimer passt. Es macht wenig Sinn, wenn ich in San Diego im Hotel den Mülleimer fülle, wenn Sachen nicht mehr rein passen.

Ansonsten versuche ich momentan täglich ein bis zwei Städteofflinekarten vom Pacific Crest Trail Handbuch in die City Maps to Go und Guthooks App zu übertragen. Somit brauche ich dann in den Städten nicht viel Zeit zu verschwenden uns weiß direkt was wo ist.

Ihr seht also. Aktuell habe ich Hike Overkill. 😉

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Bügelperlenhelden & neue Filter bei Trallafittibooks ∗ Wieder im Flow bei Lieblingsleseplatz ∗ Unerschrocken ins Wochenende bei Letterheart ∗ I am back bei Sarah Ricchizzi ∗ Im Lesefieber bei Stars, stripes and books ∗ Leselaunen bei Lieschen liest ∗ Harry Potter Expo, BubbleTea und LeFloid bei Lesepirat ∗ Zwischen Krankheit, Beitragsideen und Leselust bei ChaosMariechen ∗ Tusen Takk, Aksel! bei glimrende ∗ Urlaub in vollen Zügen genossen bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Endlich wieder Zeit bei Saskias Books ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗

Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen

Zur Resupply Strategie hatte ich in der Vergangenheit schon einen Beitrag geschrieben. In diesem Post geht es nun etwas detaillierter um das was und wie.

Einige Bereiche des Pacific Crest Trail (PCT) sind ziemlich abseits und somit gibt es teilweise nur kleine Geschäfte. Somit geht man an diesen Stellen immer das Risiko ein, dass man nicht die Nahrung bekommt, die man möchte oder noch schlimmer, wenn vorher diverse Hiker eingekauft haben, evtl. auch überhaupt nichts.

Resupply Box

Da die meisten Hiker beide Risiken nicht eingehen wollen, schickt man sich entlang des Trails i.d.R. einige Resupply Boxen. Das ist der Weg den die Ausländer in der Regel favorisieren. Das führt aber in einigen Orten (Tuolumne Meadows) leider dazu, dass das eh schon nur sehr bedingt auf Hiker ausgelegte Angebot, sogar noch schlechter wird.

Einige Amerikaner machen das auch für den ganzen Trail oder lassen sich die Boxen einfach von Verwandten schicken. Somit braucht man sich entlang des Trails nicht mehr um Resupply kümmern und sammelt lediglich die Pakete ein (was deutlich stressfreier ist – man stelle sich mal vor man arbeitet Montag bis Samstag und am einzigen freien Tag muss man den ganzen Tag shoppen).

Andererseits ist es aber sehr schwer vor dem Trail alles so genau zu planen. Das liegt schon daran, dass sich die Vorlieben oder Abneigungen während des Trails ändern können. Weiterhin kann man sich so getrocknetes Essen (selbst hergestellt) schicken, was natürlich gesünder und evtl. auch schmackhafter und günstiger ist als das Fertigessen ist. Ich kann also nur dringend davon abraten den ganzen Trail mit vorbereiteten Paketen zu arbeiten, außer wenn man das Essen selbst zubereitet hat und weiß, dass es einem schmeckt (z.B. gefriergetrocknetes Essen selbst gemacht).

Einige senden die Pakete auch um damit Kosten zu sparen. Ich denke aber, dass dieser Effekt nicht wirklich greift, weil das versenden ja auch kostet und USPS ist nicht gerade günstig und auch manchmal auch nicht zuverlässig. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass man einen Teil des Essens vielleicht in Hiker Boxen legt, weil man es nicht mehr sehen kann oder den Hike sogar abbricht und die Boxen nie abholt, dann dürfte das Argument der Kostenersparnis wohl eher weniger wichtig sein.

USPS Box

USPS Box für Resupply – für diese Pakete benötigt man keine Versandetiketten – einfach Quell- und Zieladresse eintragen (Quelladresse ggf. weglassen)

Dazu kommt noch, dass es durchaus hilfreich ist, wenn die Anwohner in den Städten den Hikern wohlgesonnen sind und das erreicht man eher dadurch, wenn man bei ihnen einkauft, als wenn man nur zur Post geht und dort ein Paket abholt. Beispielsweise hatte ich das auch in Kennedy Meadows. Ich habe dort einiges bei Tripple Crown Outfitters gekauft, die ziemlich gut ausgestattet waren aber auch nicht alles hatten was ich wollte. Man kann sich also nicht drauf verlassen, obwohl es dort z.B. das beste Angebot von gefriergetrocknetem Essen gab, dass ich am ganzen Trail gesehen habe.

Bei den Resupply Boxen gibt es einiges zu beachten. Je nach Versandart und Postamt (teilweise sind es auch Privatadressen) wo man die Pakete hinschickt, sind die Verweildauern sehr unterschiedlich. Ich habe schon an diversen Stellen gelesen, dass man die Pakete per USPS immer per Priority schicken soll, weil sie sonst i.d.R. zu spät kommen.  Das hat auch noch einen weiteren Vorteil. Wenn man die Box in einer Stadt nicht öffnen möchte, kann man sie einfach kostenlos weiterleiten (das machen aber auch nicht alle Postämter mit). Per Priority versendete Pakete sind auch versichert (allerdings nur für 50$).

Ohne Priority werden die Pakete länger aufbewahrt. Einige Postämter legen die Regeln aber kreativ aus, wenn sie wissen, dass die Pakete für Thru-Hiker sind (die Aufbewahrungszeit liegt somit zwischen 7 und grob 30 Tagen – je nach Laune der Angestellten). Somit sollte immer gut sichtbar auf den Paketen drauf stehen, dass man Thru-Hiker ist. Genauso sollte der Name von allen Seiten sichtbar sein.

D.h. PCT-Hiker und ETA (estimated Time of arrival) sollte gut sichtbar sein (Monat vor Tag – 03/15). Die ETA sollte man immer so angeben, dass man etwas Reserve hat. Zu viel sollte es aber auch nicht sein, weil der Postmitarbeiter evtl. danach sortiert. Das heißt das Paket kann irgendwo weiter hinten stehen.

Es gibt die unterschiedlichsten Varianten, die dann im Tracking vorkommen. Einige Postämter scannen die Pakete als abgeholt, wenn die Verweildauer erreicht ist, andere scannen sie überhaupt nicht an, wenn sie ankommen. Somit steht im Tracking dauerhaft in Transit. Man kann sich also nie darauf verlassen, dass die Informationen im Tracking stimmen.

Wenn man das Paket sonst noch irgendwie hervorhebt, schadet das nicht. Man muss sich vorstellen, dass in den Minipostämtern zu Hochzeit hunderte Pakete lagern. Die muss der oder die Angestellte dann erst mal finden. Manchmal darf man auch selber suchen. Desto einfacher das ist, desto besser.

Bei Postämtern muss man auch die eingeschränkten Öffnungszeiten beachten. Wenn man später kommt, heißt es einen Tag warten. Am Wochenende werden da dann auch schnell mal zwei Tage draus.

Bounce Box

Bounce Box

Bounce Box

Zusätzlich zu den Resupply Paketen schicken einige Hiker eine Bounce Box immer ein Stück des Weges voraus. In der Bounce Box können z.B. Ersatzteile sein, ein Rasierapparat, Verbrauchsgegenstände wie Zahnbürsten oder Zahnpasta, Sonnencreme zum Nachfüllen evtl. kleinerer Packungen, die man dabei hat, Karten, Handdesinfektion, Shampoo, Schuhe, Ersatzblasenpflaster, Reservesocken, Ersatzmedikamente, Ersatzhikingstockspitzen, Ersatzkabel, Waschmittel, Kopien von Permits. Bei Permits muss man aber damit rechnen, dass man sie nie wieder sieht (siehe weiter unten). Ich würde also Sachen, die nicht entbehrlich sind, eher nicht in die Bounce Box packen. Andererseits macht es aber auch keinen Sinn Dinge in die Box zu packen, die ihr überall kaufen könnt.

Es können auch Gegenstände sein, die man im aktuellen Abschnitt gerade nicht benötigt, später aber schon oder andersrum. Die Idee ist, dass man alles was man aktuell nicht benötigt auslagert. Desto weniger man schleppen muss, desto besser. Auch Dinge, die man evtl. nicht so einfach bekommt aber auf die man nicht verzichten möchte, sollte man in die Bounce Box packen (Spezialbatterien, Medikamente, bestimmte Zahnpasta oder Bürste usw.). Randnotiz: Batterien darf man eigentlich nicht verschicken aber man muss es den Postangestellten ja nicht erzählen.

Die Bounce Boxen sollten stabil sein, damit sich ein mehrfaches Versenden überstehen. Da man an einige Stellen des Trails eh nur Kunststoffbehälter schicken darf (Pappe wird dort einfach von Nagern durchgekaut), macht es aus meiner Sicht Sinn einen Eimer mit 5 Gallonen (also 18l) zu benutzen. Zu beachten ist, dass es auch Gewichtsrestriktionen (z.B. max 25 Libs) gibt. Da man aber eh leicht unterwegs ist, sollte das Gewicht kein Problem darstellen.

Die Kunst bei der Bounce Box ist sie nicht zu nah (dann braucht die Box länger als man selbst und man muss im Extremfall sogar auf die Box warten) und auch nicht zu weit voraus zu schicken. In dem Fall nützt sie nur wenig, wenn man irgendetwas benötigt aber die Box erst in 10 Tagen erreicht, weil man sie 20 Tage voraus geschickt hat.

Nach meiner Erfahrung dauert es in der Regel nur wenige Tage, bis die Box am Ziel ist. Wenn sie dann nicht da ist, kommt sie nie oder zumindest nicht während des Hikes an.

Damit das ganze auch nicht zu einfach wird, gibt es diverse Besonderheiten zu beachten. An einige Stellen kann man nicht per USPS (wie die Post bei uns) schicken, sondern muss per UPS versenden. Wenn man an diese Stellen mit USPS schickt, kommt das Paket im schlimmsten Fall nicht an. Bei der Bounce Box wäre das sehr schlecht. Ich bin aber überall – wo ich war – per USPS zurecht gekommen.

Für die Bounce Box benötigt man einen kleinen (ca. A6) roten Priority Aufkleber auf den man die Adressdaten schreibt. Die kann man sich in jedem Postamt aus den Ständern holen. Somit kann man es sich etwas Bequemer machen, wenn man immer einen in Reserve hat. Dann braucht man die nicht im Postamt ausfüllen. Generell sind die Postämter oft gut besucht. Eine halbe Stunde Wartezeit ist ungeachtet der Tageszeit keine Seltenheit. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man sich in einer Großstadt oder einer Kleinstadt befindet.

Zu Adressieren ist wie folgt:

First Lastname, ETA: 6/20

c/o General Delivery

Sierra City, CA 96125

Oder:

First Lastname, ETA: 6/20

c/o Sierra City Country Store

213 Main Street

Sierra City, CA 96125

Das c/o bedeutet care of

Was ich in meiner Bounce Box habe:

  • Medikamente (Ibus, Magentabletten, was gegen Durchfall, Anti Enzündungssalbe)
  • Blasenpflaster
  • Ersatzzahnpata (Minituben wie es sie beim Zahnarzt zum Testen gibt), Zahnbürsten
  • Ein langärmeliges Sweatshirt und eine kurze Hose (Ersatz und oder Town Kleidung)
  • Ersatzschuhe
  • Sonnencreme zum Auffüllen
  • Penatencreme
  • Einige Ersatzdrybags
  • Ziplocks
  • mehrere paar Ersatzsocken (Injinji / Darntough)
  • Elektrischer Rasierer
  • einfaches leichtes Notebook (ja, das ist Luxus und eigentlich nicht nötig)
  • Zweite Stirnlampe
  • Ersatzkabel zum Laden Micro USB / USB
  • Ersatzladegerät USB
  • Adapter für US Steckdosen (für Rasierer)
  • Permit Kopien, sowie Ausweis- und Visakopien (alles laminiert)
  • Handdesinfektionsmittel Ersatz (Stichwort Toilettengang)
  • Reinigungstücher (die sind getränkt mit Desinfektionsmittel)
  • Ersatz Reparaturmaterial
  • Ersatzheringe für das Zelt
  • Größere Teller für die Hikingstöcke (für Schnee)
  • Klebeband
  • Ersatzmesser

Update 01.01.2019 Nun ist mein PCT Hike vorbei und ich habe einige Erfahrungen gemacht. Würde ich noch mal eine Bounce Box mitnehmen? Ja, aber ich würde nicht mehr alles mitnehmen. Die Erfahrungen mit der amerikanischen Post sind eher schlecht gewesen.

Zwischendurch ist meine Box lt. Tracking verschwunden, stand aber im Zielpostamt Mojave (sie war dort angescannt worden und USPS war nicht in der Lage das Paket mit einem Nachforschungsauftrag zu finden). in Mojave wurde es ausgescannt, ist aber nie wieder im USPS Tracking aufgetaucht. Selbst heute bekomme ich noch regelmäßig Infos, dass USPS danach sucht. Na klar!

Später hatte ich den Fall, dass in einem Hotel in Mammoth Lakes der Manager gewechselt hat und die Pakete nicht mehr angenommen wurden, wenn man nicht schon eine Zimmerbuchung hat.

Das in Kombination mit einem Postamt, dass die Pakete nur eine Woche aufbewahrt und einer Deutschen Rücksendeadresse hat dazu geführt, dass die die Bounce Box trotz Riesenaufdruck mit Datum und für PCT Hiker allen ernstes nach Deutschland zurück geschickt haben. Lustigerweise ohne Bezahlung und ohne Zollerklärung.

Mir ist nach wie vor ein Rätsel wie / warum der Eimer überhaupt in Deutschland angekommen ist, weil er offenbar am Zoll vorbei gegangen ist. Ich durfte 20€ nachzahlen. Das Zweite Paket ist nach wie vor verschollen (Update: Das ist noch später aufgetaucht). Insgesamt habe ich nun 4 Nachverfolgungsaufträge. Ein vollständig verschollenes Paket und USPS hat selber nichts davon gefunden.

Somit kann ich nur dringend davon abraten wertvolle Gegenstände mit USPS zu verschicken. Die Versicherung beträgt nur 50$, der Versand ist aber bereits ziemlich teuer. D.h. je nach Häufigkeit des Zugriffs auf die Bounce Box zahlt man entlang des PCT selbst ohne Versicherung schon um die 150-200$. Zusätzlich benötigt man eh an diversen Orten Pakete mit Lebensmitteln. Somit ist man in Summe schnell bei 300$ oder mehr.

Weites Infos zum Thema Pacific Crest Trail Hike:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation
Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides
Generelle Infos zum PCT

Sonstiges Links zum Thema:

Anatomy of a PCT resupply box
Anatomy of a Bounce box
Bounce Box and bounding a box

1 8 9 10 11 12 17