Rebellion Schattensturm [Buch]

Rebellion Schattensturm - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Titel:

Revenge Schattensturm (544 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Und nach allem, was ich gesehen und erlebt hatte, wusste ich, dass man nichts verändern konnte, wenn man nicht mittendrin war. Am Rand zu stehen oder sich zu verstecken half höchstens den Gegnern.

Es handelt sich um ein typisches Armentrout Buch. Wer gegenseitiges anschmachte, recht jugendfreie Sexszenen (bei denen eigentlich fast immer irgendwas dazwischenkommt und verhindert, dass die sich liebenden richtig zusammenkommen) und Bad Boys mag, liegt mit dem Buch richtig.

Das Buch ist der Zweite Teil einer Spinnoff Serie zur Lux Serie.

Evie hat gerade erfahren, dass es sie eigentlich nicht gibt bzw. ihr Leben durch ein Mittel gerettet wurde, dass ihre Identität gelöscht hat. Das meiste was sie bisher glaubte zu wissen stellt sich als falsch heraus. Sie wurde von allen belogen und hat bereits im ersten Teil einiges durchgemacht. Aber steckt evtl. noch mehr in ihr?

Kaum waren wir auf Lucs Etage angekommen, öffnete sich die Tür zu seinem Apartment, und dort stand er in einem Camouflage-Shirt mit der Aufschrift: DU KANNST MICH NICHT SEHEN.

Während in der Schule ein Schüler nach dem anderen stirbt bzw. ermordet wird, versucht Evie aus Luc schlau zu werden, den ihr vorheriges ich kannte. Bruchstückhaft erlangt sie auch einzelne Erinnerungen zurück.

Ich mag Armentrouts Schreibstil und ihren Humor aber dieses Buch verliert sich am Anfang etwas im Anschmachten und klein, klein. Dann dreht Armentrout aber richtig auf und die Ereignisse überschlagen sich – was den etwas schwachen Einstieg vollends wegmacht.

»Es gibt dort draußen Leute, die so sehr von ihrem Hass und ihrer Angst beherrscht sind, dass sie gar nicht nachdenken, bevor sie jemandem im Namen der Sache, an die sie glauben, Schaden zufügen. Auch Leute, von denen du glaubtest, du würdest sie kennen.«

Gegen Ende des Buches offenbaren sich leider eine ganze Menge Logikschwächen. Ohne die wäre es eine 5 Sterne Bewertung geworden. Die Kritik ist somit die gleiche, dich ich auch an der Lux Serie hatte.

Wie auch in der Lux Serie, werden Themen wie Genozid, Unterdrückung von Minderheiten behandelt und sogar ein paar Seitenhiebe gegen den aktuelle US-Präsident ausgeteilt, bei denen man schmunzeln oder mit dem Kopf schütteln kann. Fiktion kann oft erschreckend nah an der Realität sein.

In dem Buch trifft der Leser auf sehr viele bekannte Charaktere aus der Lux Serie, mehr noch als in Teil eins des Spinoffs

Einen Moment lang schwieg er. »Weinst du gleich? Bitte nicht weinen. Ich mag es nicht, wenn du weinst. Dann würde ich immer am liebsten gleich was abfackeln, und ich habe heute schon zwei Lampen auf dem Gewissen –«

Fazit:

Wem die Lux Serie oder generell Bücher von Armentrout gefallen, dem wird auch der zweite Teil des Spinoffs (Origin Serie) gefallen. Wer die Lux Serie nicht mochte, wird auch mit diesem Buch seine Schwierigkeiten haben.

Armentrout verknüpft wie üblich gegenseitiges Anschmachten mit kräftig Action und nutzt dabei die Welt, die sie in Lux aufgebaut hat. Bis auf einige Logikschwächen, die sich im Spoilerbereich finden, funktioniert das sehr gut. Ich bin gespannt auf den letzten Teil und habe diesen verschlungen.

»Erinnert ihr euch an den ersten X-Men-Film?«, fragte Luc, als würde er übers Wetter reden. »Er ist alt, aber immer noch genial. Wenn ihr mich fragt, enthält er eineder besten Szenen der Filmgeschichte.« … Ich konnte das Lächeln in Lucs Stimme hören, als er sagte: »Ich tu euch mal einen Gefallen und stelle sie für euch nach.«

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Es ist seltsam, dass Luc in der Hauptserie bestens informiert war, aber sich dieses Mal erst am Ende von Band 2 Infos bekommt, die der General Eaton offenbar schon lange hatte. In der Hauptserie war es eher andersrum. Luc hatte Informationen, die sonst niemand hatte.
  • Da Daedalus wieder aktiv ist, könnte keine der Personen ein Handy nutzen ohne sofort aufgespürt zu werden. Wenn wir von Snowden eins gelernt haben, dann dass die USA heute schon in zu einer Vollüberwachung jeder Person in der Lage sind.
    • Anders als im Buch dargestellt, haben EMP Waffen keine Langzeitwirkung und die bombardierten Bereiche hätten nicht evakuiert werden müssen. Davon abgesehen sind 150km und eine Mauer nicht gerade unüberwindbar. Die Strecke läuft man in ein paar Tagen oder es würde Neugierige geben, die dorthin fahren würden. Zugegeben ist eine 30m hohe Mauer ein Hindernis. Eine derart hohe Mauer, lässt sich nicht mal eben errichten.
    • Abseits davon, dass es effektvoll ist, ergibt eine Mauer um die bombardierten Städte keinen Sinn. Warum sollten derart viele Ressourcen verschwendet werden?
    • Auch wenn es spektakulär ist Kent den Kopf wegzuschießen, macht es inhaltlich überhaupt keinen Sinn, wenn man nicht auf einen Kampf aus ist.
    • Wieso fragt Steven niemand, wie es gelungen ist die Gruppe um Evie aufzuspüren?
    • Eaton hat angeblich dafür gesorgt, dass aufgelöst wird, kennt aber am Ende von Band 2 alle Insiderinformationen, als wenn er selbst die Leitung inne hätte. Das ist sehr unwahrscheinlich, weil Deadalus nie offen agiert hat.
    • Das Dasher der Kopf hinter Deadalus sein soll, halte ich für unglaubwürdig. Dasher ist Soldat ohne Gewissen, nicht mehr und nicht weniger aber nicht Intelligent genug um der Hintermann hinter all dem zu sein.

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Star Wars Der Aufstieg Skywalkers [Film]

Star Wars Der Aufstieg Skywalkers

© Lucasfilm / Disney

Originaltitel:

Star Wars – The Rise of Skywalker

Laufzeit:

142 Minuten

Jahr:

2019

Veröffentlichungsdatum:

19.12.2019

Regisseur:

J.J. Abrams

Buchgrundlage:

Hauptdarsteller:

Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Joonas Suotamo, Mark Hamill, Carrie Fisher, Anthony Daniels, Billy Dee Williams, Ian McDiarmid, Harrison Ford

Rezension und Inhalt:

Zunächst muss ich sagen, dass ich kein großer Abrams Fan bin, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Mir ist nach wie vor schleierhaft, wie man in seine Hände die beiden größten Science Fiction Serien legen konnte (Star Trek / Star Wars). Meiner Meinung nach hat er zu keiner Zeit bewiesen, dass auch nur eine von beiden bei ihm gut aufgehoben ist.

Was der Mann gut kann ist Actionkino. Mit Story hat er noch nie viel am Hut gehabt. Sinngemäß hat er bei Star Trek gesagt, dass er sich mit Wissen um die Vergangenheit und die Vorgeschichte von Star Trek nicht belasten will. Das macht ihn freier bei seinen Entscheidungen. Das lasse ich einfach unkommentiert so stehen. Was will man dazu auch sagen? Solche Aussagen hinterlassen mich eher Sprachlos.

Dementsprechend gering war meine Erwartungshaltung in Bezug auf dem letzten Star Wars Film. Positiv kann ich auf jeden Fall vermerken, dass meine Erwartungen nicht unterboten wurden. Ich weiß nicht, ob ihr euch an die Handlung von Teil 7-8 erinnern könnt aber im Prinzip wurde in Teil 7 eins zu eins die Geschichte der Hauptserie nacherzählt (Kylo = Anakin). Teil 8 ist eine Mischung von Luke (Ray) und Kylo (Anakin / Darth). Im achten Teil hat der Böse Sohn (Kylo) den Tod seines Vaters (Han Solo) zu verantworten, statt wie bei Luke der gute Sohn den bösen Vater. Abseits des Rollentausches ist es aber sinngemäß das Gleiche.

Die Handlung von Teil 7-8 passt also auf einen Bierdeckel und war im Wesentlichen die gleiche wie in der Hauptserie.

In Teil 9 werden nun alle Register gezückt! Imperator Palpatine ist zurück (war er nie Tod oder ist er von den Toten auferstanden? Man weiß es nicht. Ist aber auch egal). Das ist das ultimative Mittel, wenn einem Autor nichts mehr einfällt, die ehemaligen Toten sind – tada – wieder zurück.

Sein Top General ist auch zurück (ob der auch nie gestorben ist, oder einfach sein Geist woanders fortlebt, weiß man nicht so genau). So simpel, so einfallslos. Sternenzerstörer mit Planetenzerstörungskannonen werden nicht mehr gebaut, sondern einfach aus dem nichts herbeibeschworen und zwar zu hunderten, bei den Sith verhält es sich analog. Ihr seht schon, Herr Abrams belastet sich nicht mit solchem Kleinkram.

Den Rest der Handlung will ich nicht verraten aber sie ist weitgehend vorhersehbar oder bereits aus der Hauptserie bekannt. Es gibt vorsichtig ausgedrückt sehr viele Logikschwächen und Unstimmigkeiten und beim Rest verwendet man Altbekanntes. Falls jemand R2D2 Fan ist, den muss ich enttäuschen, der Droide spielt in Teil 9 nur eine Nebenrolle und wurde duch BB-8 ersetzt. C-3PO scheint damit aber ganz gut zurecht zu kommen. Allerdings kommunizieren die beiden auch nicht miteinander. Es ist so, als wenn es den jeweils anderen nicht geben würde.

Fazit:

Der Film hat als Beurteilung an vielen Stellen “er war stehts bemüht” verdient. Der Film versucht den Geist von Star Wars einzufangen. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Genauso will der Film eine Hommage an die vorherigen Teile sein. Es sind im Film wirklich viele alte Haudegen anwesend und auch ganz gelungen integriert. Trotzdem kommt bei mir nie 100 prozentiges Star Wars Feeling auf. Ob es an der rechts konfusen Story liegt (zumindest ist ein grober roter Faden erkennbar, wenn man bereit ist über vieles hinwegzusehen) oder ob einfach das gewisse Etwas fehlt, vermag ich nicht zu sagen.

Insgesamt kann ich nun für mich festhalten, dass für mich Teil vier bis sechs (also die Urserie) mit Abstand die besten der Serie sind. Teil eins bis drei reihen sich danach ein (wobei davon wiederum der erste Teil der beste ist) und dann kommen Teil sieben bis neu als schlechteste Serie. Davon ist der letzte (also der um den sich diese Rezension dreht) trotz der diversen Schwächen aus meiner Sicht der beste. Man könnte sagen der einäugige unter den Blinden.

Star Wars ist also mit Teil neun gutes Actionkino, bei dem man über die Geschichte und Zusammenhänge nicht all zu sehr nachdenken sollte. Wenn man die Vorgeschichte nicht mehr so genau im Kopf hat, kein Problem. Auf Details kommt es bei Abrams eh nicht an – die belasten einen ja eh nur.

Für mich ist der beste Film neben der Hauptserie Rogue One, der sich wirklich gut in das vorhandene Star Wars Universum integriert (Kunststück der ist auch nicht von Abrams). Teil sieben bis neun hätte man uns auch gerne ersparen können. Die einzigen Lichtblicke kommen dort nicht von der Handlung, sondern von Charakteren wie BB-8 oder Rey.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll. Es ist unglaublich wie schwach die Logik im Detail ist. Ich liste nur ein paar Punkte auf.

  • Sternzerstörer mit Planetenkillerkannonen fallen vom Himmel, Sith auch aber vom Planeten Starten das geht mal nicht ohne Kommunikationsturm. Oh Moment, es geht plötzlich doch, das Hauptschiff hat auch einen. Welche Funktion der komische Turm verfolgt wird auch nicht ganz klar bzw. warum es den nur 2x gibt, wo sonst doch alles vom Himmel fällt. Ganz davon abgesehen ist eh völlig unklar warum dieser Sender die einzige Möglichkeit darstellt den Planeten zu verlassen, weil die Sternzerstörer ohne angeblich blind sind. Das würde vielleicht noch irgendeinen Sinn ergeben, wenn der plötzliche Ortswechsel von der Planetenoberfläche auf einen der Zerstörer nicht erfolgt wäre.
  • Wessen Kinder waren Reys Eltern? Hat Palpatine Kinder gezeugt oder was habe ich das verpasst? Zumindest muss die Dame ziemlich blind gewesen sein oder unter dem Einfluss von KO-Tropfen gestanden haben.
  • Nicht, dass es im Detail darauf ankäme aber wieso konnte das Imperium die Steuerung (Kommunikationsturm) auf das Hauptschiff umschalten, zurück auf den Planeten geht aber nicht?
  • Rey und Kylo könnten sich lustig gegenseitig wiederbeleben bis einer von beiden aufgibt. Scheinbar reichen die Heilfähigkeiten so weit, dass man um den Preis seines eigenen Lebens jemand anderen aus dem Reich der Toten holen kann. Wieso haben die beiden die Heilfähigkeiten überhaupt, wo sie doch bisher in der Hauptserie nicht vorhanden war?
  • Wieso kann ein Jedi ohne Probleme einen Sith Wegfinder benutzen?
  • Wie kommt Kylo ohne seinen Wegfinder wieder zum Planeten zurück?
  • Wieso kann Kylo ohne Lichtschwert quasi überhaupt nicht kämpfen, mit Lichtschwert schnetzelt er sich dann mal wieder locker durch?

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Red Rising – Dark Age [Buch]

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Pierce Brown

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Soon I will join them on the surface of Mercury, but first I have work to do. It would be easier with Sevro. Everything violent is.

Im Ersten Teil der zweiten Red Rising Triologie wurde Darrow als Kriegstreiber gebrandmarkt und man hat ihm sein Kommando entzogen. Er ist geflüchtet und hat sich dem Herrn der Asche gestellt, doch nachdem dieser besiegt ist, erfährt er, dass sein Sohn entführt wurde und seine Ehemalige Flotte aufgrund falscher Strategie seiner Nachfolger fast vollständig zerstört wurde. Er befindet sich also mal wieder ganz unten.

“Valdir might be a great warrior, but he is a bad teacher,” he says. “He thinks that being louder makes him clearer.

Im zweiten Teil der zweiten Trilogie zeigt sich langsam, dass dem Autor die Ideen ausgehen. Tote aus vorherigen Teilen sind plötzlich wieder auferstanden und verüben Gräultaten ohne jeden Grund. Das übliche 1,0 / 0,1 Schema, bei dem die Figuren scheinbar riesige Siege erringen und ein paar hundert Seiten wieder mal vor dem Nichts stehen, bleibt immer das gleiche.

“Life is meant to be felt. Else why live? Valleys make the mountains.”

Die Handlung wiederholt sich. Die Taten, die sich die Herrschenden immer wieder antuen die gleichen. Die ganze Serie ist so mit Gewalt, Brutalität überfrachtet, dass sie sogar als Antikriegsgeschichte durchgehen kann.

It is easier to find men who will volunteer to die, than to find those who are willing to endure pain with patience.

Schlimm ist, dass wenn man einen guten Teil der Gewalt streicht, dann findet man leider sehr viel wieder was in der Welt passiert und wie die Welt funktioniert. Auch die üblichen Wellen werden für die Akteure beibehalten. Mal gewinnt Darrow, mal verliert er usw. allerdings ist die Serie auch diesbezüglich extrem.

She smiles down at me. “Thank you for helping me. I have never had a friend so small be so big.” She kisses me on the forehead and steps forward.

Dieses Buch ist aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben. Pierce Brown wechselt die Charaktere immer dann, wenn die Handlung besonders spannend oder dramatisch ist.

Fazit

Das Buch hat seine Momente aber nach dem fünften Band wird kommt einem vieles bekannt vor und wiederholt sich. Ich hoffe auf ein angemessenes Finale. Ich bin gespannt wer das überlebt. Ich kenne keine andere Buchserie bei der so viele Charaktere sterben.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4,0/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

  • Die Tribute von Panem
  • Maze Runner

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieso lässt sich der Fearknight auf etwas ein, bei dem er höchstwahrscheinlich selber stirbt?
  • Wieso ist Darrow der einzige der Lysander nicht erkennt?
  • Dass Lysander als Einzelperson mal eben Darrow und den Hawlern entkommt und per EMP die ganze Stadt lahmlegt ist nicht glaubwürdig
  • Darrows Klinge soll vergiftet sein? Das ist nicht sein Stil und bring kurzfristig im Kampf nichts. Weiterhin wurde Lysander auch von der Klinge verletzt und müsste auch sterben.

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Scythe [Serie]

 Scythe Hüter des Todes - Neal Shusterman Scythe Zorn der Gerechten - Neal Shusterman Scythe Das Vermächtnis der Ältesten - Neal Shusterman

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Neal Shusterman

Teile der Serie:

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Die Menschen glauben, was sie glauben wollen«, sagte Rowan mit einer Autorität, die Citra verriet, dass er die Wahrheit des Satzes am eigenen Leib erfahren hatte.

In einer Welt in der Menschen beliebig alt werden und Krankheiten keine Bedrohung sind bedarf es den Scythe, um die Anzahl der Menschen zu limitieren. Die Scythe haben die Aufgabe Menschen zum Wohle aller zu töten.

Rowan und Citra zeigen Gewissen und Mut, daher wählt sie Scythe als Lehrlinge aus. Beide sind sich nicht sicher, ob sie wirklich zu einem Scythe werden wollen.

In jeder Nachlese steckte eine Lektion, und die heutige war eine, die sie nicht so bald vergessen würde. Die Heiligkeit des Gesetzes … und die Weisheit zu wissen, wann es gebrochen werden musste.

Die Scythe stehen in einer angeblich perfekten Welt, die von einer künstlichen Intelligenz gelenkt wird, über dem Gesetz.

Die politischen Ränkespiele finden nun nur noch bei dem Scythe statt, sind dort aber umso fataler. Machtmissbrauch, Korruption stellen bei einem Teil der Scythe die Tagesordnung dar.

Buch 2:

Im zweiten Teil ist Citra ein Scythe. Der Scythe Rat hatte eigentlich vorgesehen, dass Citra den abgewiesenen Anwärter (Rowan) tötet. Das hat did aber mit einem Trick umgangen. Rowan muss somit im Untergrund weiterleben und mit seiner Hinrichtung rechnen, sobald er entdeckt wird.

»Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel, meine Liebe«, sagte sie. »Manchmal aber schon. Weisheit bedeutet, den Unterschied zu kennen.«

Im zweiten Buch geht es noch viel mehr um politische Ränkespiele. Angeblich tote sind  plötzlich wieder lebendig (mit sehr weit hergeholten Begründungen).

Ansonsten ist die Geschichte etwas Abwechslungsreicher als im ersten Teil.

Buch 3:

Rowan hatte früh gelernt, dass man bei niemandem darauf vertrauen konnte, dass er sich treu blieb. Ideale verblassten, Tugenden trübten sich, und selbst der Königsweg hatte schlecht beleuchtete Nebenstraßen.

Scythe Goddard hat sich zum Herrscher über das Scythetum aufgeschwungen und den Rat der Scythe und alle potenziellen Rivalen und die Stadt der Scythe vernichtet, meint er zumindest.

Seine Bewegung der neuen Ordnung scheint zumindest in Nordamerika unangefochten zu sein und die Schuld schiebt er wie üblich in die Schuhe von anderen Personen.

Shusterman spielt in der Geschichte mit den Zeiten. Teilweise werden in dem Buch Ereignisse beschrieben, die parallel zum zweiten Band passiert sind. Nach meinem Verständnis wird die Handlung dabei aber recht unübersichtlich und die Zeitangaben sind auch nicht durchgängig konsistent.

Rowan hatte früh gelernt, dass man bei niemandem darauf vertrauen konnte, dass er sich treu blieb. Ideale verblassten, Tugenden trübten sich, und selbst der Königsweg hatte schlecht beleuchtete Nebenstraßen.

Wie auch in den Vorgängern wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und immer wieder von Briefen, Memos oder Mails unterbrochen.

Die verschiedenen Fäden aus den Vorgängerbänden werden im letzten Band recht geschickt zusammengeführt.

Leider schmeißt Shusterman die Regeln und stimmige Handlung ab und an über Bord, wenn es der Steigerung der Spannung dient.

Seltsam, dass man nicht bemerkte, was einem fehlte, bis man es fand.

Der Glaube bzw. Religion und ganz besondere Fanatismus wird kritisch hinterfragt, ohne dabei direkt auf Religionen unserer Welt einzugehen.

In diesem Band geht es auch viel um politische Ränkespiele und Macht um der Macht willen und der Versuchung in grenzenloser Macht aufzugehen.

Fazit:

Es gab ein Problem, wenn man sich aufmachte, die Welt zu verändern: Man war niemals der Einzige. Bei einem endlosen Tauziehen mit mächtigen Gegnern – die nicht nur in die entgegengesetzte, sondern einfach in alle Richtungen zogen – konnte man sich vielleicht ab und zu vorwärtsbewegen, manchmal musste man aber auch ein paar Schritte zur Seite machen.

Ich kann die Lobgesänge aus vielen Blogs zu dem Autor und der Scythe Serie nicht so ganz nachvollziehen. Ich finde die Geschichte gut aber nicht besonders herausragend. Die Idee der Überbevölkerung aufzugreifen ist interessant aber ansonsten ist die Serie nicht herausragend.

Es werden allerdings viele Fragestellungen aufgegriffen und Denkanstöße gegeben. Das bezieht sich auf ethische Fragestellungen, Überbevölkerung, Religion, Macht und Machtmissbrauch usw.

Wer also Unterhaltung sucht, bei der man zu Nachdenken angeregt wird, der ist bei der Serie gut aufgehoben.

Die Charaktere sind mir allerdings allesamt nicht ans Herz gewachsen.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Das System der „Nachlese“ ist nicht logisch. Einige Menschen leben 4 Lebensspannen, andere werden am Ende ihrer Schulausbildung nachgelesen. Irgendwelche Statistiken zu bedienen, wie früher zu einem willkürlichen Zeitpunkt die Todesraten waren macht wenig Sinn.
  • Wie können Jungscythe an den Massenhinrichtungen Teilnehmen, wenn sie für jedes Opfer eine Genehmigung benötigen?
  • Die Arbeitsweise des Thundhead ist nicht logisch. Eine Suchoption nach Ort und Zeitpunkt wäre genauso verfügbar wie über die inhaltliche Verknüpfung
  • Das Konstrukt, dass Navigationsdaten alle 60 Minuten abgelegt werden Imitat unglaubwürdig in einer von einer zentralen Intelligenz gesteuerten Welt. Selbst mit heutiger Technik könnte man ein Auto von dem man einen in etwa Standtort kennt relativ schnell aufspüren, wenn einem z.B. Hubschrauber zur Verfügung stehen.
  • Heute ist es bereits üblich, dass an jeder Ecke Kameras hängen. An einem Bahnhof in der Zukunft wird es nicht anders sein. Zumal später erwähnt wird, dass sogar Privathäuser von innen überwacht werden. Citras Flucht ist also sehr unwahrscheinlich.
  • Die Publicars können angeblich ohne Netzverbindung nicht fahren aber wenn Scythe einsteigen geht es doch?
  • Der Thunderhead benutzt den Ausspruch “Gott sei dank”. Das würde eine künstliche Intelligenz wohl kaum machen. Es wäre sogar ziemlich fatal, wenn eine KI glaubt (dabei ist es wohl relativ egal an welchen Gott und welche Religion die Basis ist).
  • Ich wage zu bezweifeln, dass es das Problem der hohen Geburtenraten in der dargestellten Gesellschaft geben würde.
  • Wenn die Passagiere in 11.000 Metern aus dem Flugzeug katapultiert worden wären, dann hätten auch Ambudrohnen nichts mehr retten können. Zurecht wurde angemerkt, dass sie gefroren wären und beim Aufschlag aus 11.000 Metern höhe wären die in Einzelteile zerschmettert worden.
  • Das Verteidungssystem ist sinnlos. Die Schiffe sinken, Flugzeuge stürzen ab aber alle überleben? Wozu soll das gut sein? Um den Ort zu schützen und zo hoffen, dass nie jemand den Ort verlassen kann?
  • Die Zeitschienen passen bei den verschiedenen Handlungssträngen überhaupt nicht zusammen. Faraday ist 6 Wochen nach den Ereignissen von Band drei auf der Insel angekommen. Die Handlung wird parallel zu einer Handlung erzählt, die 3 Jahre nach den Ereignissen stattfindet. Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass die Sprünge in den einzelnen Zeitschinen nicht Konform zu den Ereignissen der anderen sind.
  • Der Schutzstatus von Gruppen, wie er im Buch beschrieben wird ist Quatsch: Akademiker, Landbevölkerung, Attraktiv – das kann alles durch eine Person abgedeckt werden und somit wäre auch nach der neuen Definition jeder geschützt
  • Wir befinden uns in einer Hightechzukunft und dort wird von surrenden Kameras gesprochen? Nett aber unrealistisch.
  • Der Thunderhead wird als unfehlbar und allwissend dargestellt und kann in körperlicher Form sogar Emotionen, Gefühle haben, trifft Entscheidungen und steuert die Welt und er ist nicht in der Lage ohne die Menschliche Ingenieure Fortschritte in der Forschung zu erzielen?
  • Wenn nur 30 Personen an Bord der Raumschiffe sind, die Reise über 1600 Jahre dauert, dann kann man es sich wohl kaum leisten, dass viele Menschen eines natürlichen Todes sterben. Der Nachwuchs bei einer derart kleinen Gruppe ist genetisch auch nicht gerade vielfältig. Mir ist eh nicht klar, warum überhaupt jemand bei der Ankunft leben muss. Ob vor Ort alle belebt werden oder einige sollte egal sein.
  • Wieso sind die Waffen an Goddards Schiff, die gleichen die wir vor 20-30 Jahren schon hatten?! Davon abgesehen sind Sidewinder für fliegende Objekte und nicht für Bodenziele, Mavericks sind für Bodenziele. Es gibt auch kein Flugzeug, dass ansatzweise 42 davon tragen könnte, schon gar nicht, wenn es nebenbei noch diverse Personen trägt.
  • Wieso hat der so weise Thunderhead keine Abwehrgeschütze errichtet oder noch einfacher früher den Start angesetzt, da doch schon deutlich vorher klar war, dass der Angriff kommt (spätestens als der Sender am Schiff positioniert wurde).
  • Die Rechenkapazität hat nichts damit zu tun, ob ein Computer seine Programmierung überwinden kann.

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Pro und Contra [Buch]

Pro und Contra Mein Licht in deiner Dunkelheit - Sabine Schulter

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Titel:

Pro und Contra – Mein Licht in deiner Dunkelheit (344 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Denk nicht an das, was sein könnte, Summer. Das Was-wäre-wenn lässt dich nur unbeweglich verharren. Stattdessen fokussiere dich lieber auf das Jetzt. Was willst du in diesem Moment? Und wenn du das weißt, handle danach.«

Kayden und Summer leben in einer Welt in denen es der Menschheit nicht mehr gelingt künstlich Strom zu erzeugen. Stattdessen werden ab und zu Pros und Contras geboren.

Die Pros können Strom erzeugen, die Contras können ihn nutzbar machen. Sobald die Regierung von der Existenz von entsprechenden Individuen erfährt werden diese zum Wohle aller quasi in die Sklaverei gezwungen und ihrer Freiheit beraubt (Wer hat sich eigentlich den schnulzigen Zweittitel einfallen lassen? Mit der Geschichte hat der nichts zu tun).

Die Grundgeschichte finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen. Plötzlich können die Menschen technisch keinen Strom mehr herstellen aber oh Wunder es gibt wenige Auserwählte, die so viel Strom erzeugen können, dass es in Summe zur Versorgung von Städten reicht.

Das Buch ist abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptcharaktere geschrieben.

Fazit:

»Es wird immer jemanden geben, der andere unterdrücken will. Aber es wird auch immer jemand da sein, der sich das nicht gefallen lässt. Und aus diesen Reibungspunkten entstehen Kämpfe. So ist der Kreislauf des Lebens.«

Ohne Details zu verraten ist mir die Geschichte etwas zu vorhersehbar. Das hat man in der Art schon diverse Male gelesen.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, wie auch schon bei den anderen Büchern von ihr. Wenn man also andere Bücher von Sabine Schulter mag, fühlt man sich in diesem auch direkt wohl.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Die überbaute Zone ergibt keinen Sinn, wenn sie nicht offiziell genutzt wird
  • Der Raum in dem sich Kayden und Summer aufhalten ist nicht geschützt gegen die Fähigkeiten der beiden, obwohl es ein Gefängnis sein soll?
  • Die Aktion in die dunkle Stadt zu gegenüber der Regierung in die Hände zu laufen ist dumm
  • Wenn Julie wichtige Bereiche wie die Sprengsätze zugänglich waren, hätte man die wohl überprüft
  • Die Argumentation warum Summer und Kayden zurück in den Tower müssen ist Quatsch. Den Code könnten sie weitergeben (der wäre eh geändert worden), den Weg jemand anderen erklären.
  • Wieso soll das Glas nach einigen Tagen bei einem Regierungsgebäude nicht repariert sein können? Zumal simples Glas die Angreifer wohl kaum aufhält.

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