Wochenrückblick – PCT Woche 5 – Wrightwood

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Izara Serie, wenn ich vor lauter wandern dazu komme.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 27 – 310 – 328,1 – 12.05.2019

Heute ist es wieder deutlich heißer und morgens steht eine ziemlich feuchte Flussquerung an. Ich ziehe mir mal zur Abwechslung die Socken und Gaiters aus.

Anschließend sind die Schuhe und Füße herrlich voll Sand. Ob das mit Socken und Gaitern auch passiert wäre weiß ich nicht. Auf jeden Fall hat die Variante deutlich länger gedauert als einfach durch laufen. Dafür sind die Füße nicht ganz so nass.

Gestern und heute war der Trail nicht so abgelegen wie sonst. Das hat den Vorteil, dass es mehrere Brücken gab (das war bisher nicht der Fall) aber es gab auch viel Müll und hässliches Geschmiere an den Felsen. Zusätzlich ist dieser Trailabschnitt oft mit Beton befestigt. Das war bisher nicht so. Die bisherigen Befestigungen waren überwiegend natürlicher Art (große Steine, Felsblöcke usw.).

Meine Blase am Fuß ist heute wieder deutlich schlimmer. Die Erholungstage in Big Bear haben offenbar wenig gebracht. Es findet sich immer eine Stelle am Rand wo sich Wasser oder Blut sammelt und nach 20 Meilen massiert man das beim Laufen immer in irgend eine Richtung und die Blase wächst weiter.

Das Muskelproblem im Schienbeinbereich ist auch nach wie vor vorhanden und nicht auskuriert. Heute war es wieder etwas schmerzhafter, obwohl wir heute nur +/- 600 Höhenmeter hatten.

Da ich seit Anfang des PCT nicht einen schmerzfreien Tag hatte kommen langsam Zweifel auf. Ich schlucke seit fast einem Monat Ibu – manche machen das den ganzen Trail, viele kommen aber sehr gut ohne aus – aber ist es das wirklich wert dauerhaft Schmerzmittel zu schlucken?

Klar sieht man (fast) jeden Tag einige tolle Sachen. Dafür läuft man aber auch jeden Tag 11 Stunden, und nimmt im meinem Fall entzündungshemmende Mittel mit Nebenwirkungen (und das jetzt schon fast einen Monat mit Dosierungen zwischen 1200-2000mg). Gesund ist anders.

Dazu kommt, dass ich nach wie vor Probleme mit dem Trailfood habe und die Etappen jetzt im Schnitt länger werden.

Die Frage ist nun wie weitermachen? Heute übernachte ich in Cajon Pass. Das ist aber nicht so wie ich es erwartet hatte. Im Prinzip ist das wie eine Autobahnraststätte bei uns. Theoretisch kann man von einer Seite auf die andere gelangen, weil es eine Brücke gibt zur anderen Seite gibt. Die ist aber mehrspurig und die Abfahrten vom Freeway landen direkt davor bzw. dahinter. In den Beschreibungen (PCT Handbook / Guthook) wird das aber nicht erwähnt.

Der Cajon Pass ist also mal wieder nicht für Fußgänger ausgelegt. Als ich gesehen habe wie in dem Bereich gefahren wird habe ich mich abends nicht getraut zu Fuß auf die Verbindungsstraße zu gehen. Hier kann man also nicht mehrere Tage bleiben allein schon wegen der mangelnden Essensauswahl nicht.

Ansonsten ist es am Cajon Pass tierisch laut. Es fahren Tag und Nacht Güterzüge mit 100 Waggons am Pass vorbei und die benutzen ihre Hupen exzessiv, weil der PCT über die Schienen geht. Zusätzlich sind auf dem Freeway teilweise recht laut Autos und Motorräder unterwegs oder es wird gehupt.

Das Einzige was man auf der Hotelseite hat ist ein Del Taco und ein Tankstellenshop. Es sind nichtmal Sitzgelegenheiten im Laden vorhanden.

Wrightwood (also die nächste Station des Trails) liegt mal wieder rund 5000 Fuß höher (+ diverses hoch und runter auf dem Weg dorthin). Ob das meine Muskeln / Sehnen aktuell und dem gereizten Zustand aushalten ist zweifelhaft. Auch Wrightwood ist sehr klein und nur bedingt für einen längeren Aufenthalt geeignet.