Wochenrückblick – PCT Woche 8 – Yosemite

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Aktuell lese ich die Naliri Saga.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

entfällt

Und sonst so:

Sonntag – Tag 48 – 558,5 , Tehachapi, Mojave – 02.06.2019

Obwohl ich unter den Windrädern und neben der Straße schlafe, dauert meine Nacht immerhin bis 4:30. Die Windräder produzieren surrende und klackende Geräusche.

Anschließend drehe ich mich noch mal rum und bin um kurz nach 6 abmarschbereit. Mein Zelt ist glücklicherweise weitgehend trocken.

Neben meinem Zelt hat ein Hiker gepennt, der sich primär über Burger ernährt. Der hat sich über 10 Stück bestellt. Wie die nach 4 Tagen im Rucksack schmecken möchte ich auch nicht wissen. Auch er hat viel zu wenig Kalorien dabei. Die meisten Hiker leben von ihren Reserven.

Da ich um kurz nach 6 am Sonntag nicht die Trailangel nerven will und nach wie vor weder Über noch Lyft Rides verfügbar sind, versuche ich mich an meinem ersten echten Hitchhike (also per Anhalter fahren – in Julien der zählt nicht wirklich, weil es dort ja ein wir bringen Hiker gegen Geld zum Trail ”Transportservice” gab).

Die ersten Autos fahre mit maximaler Geschwindigkeit vorbei aber dann hält ein Einheimischer. Nach Mojave per Anhalter fahren ist fast unmöglich.

Nachdem ich in Tehachapi bin laufe ich zur Pharmacy und zum Sportladen (die Entfernungen sind groß allein für die beiden Läden sind es mehrere Kilometer). Der Sportladen ist mal wieder überhaupt nicht auf Hikerbedarf ausgelegt. Es gibt ca. 15 Packungen gefriergetrocknetes Essen und davon 10x das gleiche. Das Zeug hält ewig und das Risiko für den Laden geht gen 0. Ich verstehe die Ladenbetreiber nicht.

Ein paar Leute sprechen mich auf den Hagelschauer gestern an und ob ich drin war. Klar, mittendrin statt nur dabei – wie immer. 😉

Gegen 13:30 fährt der Bus von Tehachapi nach Mojave (während sich das nächste Unwetter ankündigt). Kurz bevor der Bus kommt, hält ein Einheimischer an, der mich und ein Hikerpärchen mitnimmt, dass nach Lancaster möchte. Auch die beiden wollen wegen dem Schnee nicht in Kennedy Meadows weiter Hiken. Um den aktuellen Stand zu zeigen – die grüne Linie ist die relevante:

Auf dem Weg nach Mojave kommen wir an einem Flugzeugfriedhof vorbei.

Als ich in Mojave ankomme bin ich etwas geschockt. Hier könnte man ohne Probleme einen Endzeitfilm drehen. Den Laundry Laden gibt es  nicht mehr und auch viele andere Läden haben geschlossen. Ein Tip für Hiker: Tehachapi ist zwar nicht toll, da extrem verteilt, Mojave ist aber nicht besser, ganz im Gegenteil. Jegliche Romantik, die man wegen dem Film über Cheryl Strayed im Kopf hat sollte man ignorieren.

Ich fürchte schon, dass ich die Wäsche in der Badewanne waschen muss (das Trocknen dauert dann ewig ohne Schleudern).

Im Hotel gibt es einen Coin Washer aber wechseln kann man im Hotel nicht. Ich beschaffe mir also Wechselgeld. Die Maschine sieht wenig vertrauensererckend aus, tut aber ihren Dienst.

Nach der Wäsche fällt das T-Shirt weiter auseinander (das war bei der Höllenwäsche in Idyllwild schon beschädigt worden). Bei dem Langarmshirt fehlt schon wieder etwas  Farbe (es war wohl noch Bleiche in der Maschine).

Auch meine Schuhe sind wieder hin. Links ist über der großen Zehe ein Loch und das Profil ist auch runter gelaufen. Man sieht aber an dem Materialverschleiß ganz gut welchen Belastungen der Körper ausgesetzt ist.

Der Rucksack ist auch nicht mehr ok, weil der Beckengurt neuerdings rutscht und somit die Last auf den Schultern zu hoch ist.

Seit dem feuchten Turboabstieg gestern sind zwei Probleme am linken Fuß dazu gekommen. Jetzt schmerzt der Bereich um / über der linken Innenseite des Fußgelenkes und eine Stelle im Bereich der Blase (unter dem Zeh neben dem großen – auf dem Foto erkennt man nichts). So wie ich das sehe bildet sich unter der neuen Haut die nächste Blase.