Antarktis und Falkland Inseln 2017 [Reisebericht]

Eisberg

Wie kommt man dazu eine Antarktistour zu machen?

Eigentlich fast per Zufall. Ich bin definitiv kein Kreuzfahrer. Das heißt nicht, dass ich keine Schiffe oder Seereisen mag – ganz im Gegenteil. Ich mag aber keine Schiffe mit tausenden von Leuten. Bei mir ist irgendwo im Bereich von 500 Leuten Schluss. Ein Schiff sollte sich wie ein Schiff anfühlen. Dazu gehört das man nach draußen kann und irgendwo auch draußen (also ohne Fenster davor einmal rumlaufen kann. Das ist heute bei den modernen Schiffen  schon kaum noch gegeben. Vor allem nicht bei den großen Kreuzfahrtriesen. Davon mal ganz abgesehen, dass die fast alle mit Schweröl fahren.

Ich war vorher schon mal mit Hurtigruten gefahren (die klassische Postschiffreise – auch wenn der Name heute nicht mehr sehr treffend ist). Nach dieser Tour war Hurtigruten natürlich so freundlich mich umfassend mit Werbung zu versorgen, die ich dann auch an meine Reisebegleitung weitergeleitet habe. Ich hatte mir das Prospekt zwar angeschaut und bei ein paar Touren gedacht, dass die interessant sein könnten. Aber aufgrund der hohen Preise war ich davon ausgegangen, dass das Thema für meine Reisebegleitung eh nicht relevant ist. Ich wurde eines Besseren belehrt. Aufgrund der totalen Begeisterung, die mir entgegenschlug habe ich mir dann Gedacht nutze die Gunst der Stunde und mach die Tour.

Für eine derartige Tour sollte man gesundheitlich fit sein, weil man mit dem Schiff in Bereiche fährt, die weit außerhalb von Versorgung per Flugzeug liegen. D.h. wenn man irgend eine kritische Erkrankung hat oder verletzt wird, kann einen nur der Bordarzt versorgen und das Schiff muss wieder in Hubschrauberreichweite fahren. Dementsprechend benötigt man auch ein Attest. Das dient aber wohl eher Versicherungszwecken und wird weltweit sehr unterschiedlich gehandhabt, wenn ich mir meine Mitreisenden so angeschaut habe (das Attest besagt quasi, dass der allgemeine Gesundheitszustand gut ist und man in die Tenderbote ein und Aussteigen kann, die ihr auf den Bildern findet). Da wir jemand hatten, der sich einige Wochen vorher den Fuß gebrochen hatte und quasi nicht laufen konnte, erweckt das dann den Eindruck, als wenn das Attest teilweise etwas laxer gehandhabt wird.

Reiseroute

Santiago de Chile

Wie kommt man in die Antarktis? Man kann nicht direkt dorthin reisen wo die Schiffe abfahren, weil der Antarktistouismus zum Glück noch relativ überschaubar ist. D.h. die Statt wo die Schiffe abfahren ist nicht so richtig groß (Stand heute ca. 120.000 Einwohner). In unserem Fall ging die Reise über Spanien nach Chile. Die Flugzeiten waren leider recht ungünstig. Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich den Flug selber gebucht aber vielleicht wäre da auch kein anderes Ergebnis rausgekommen. In Santiago de Chile haben wir nach der Ankunft recht viel Zeit am Flughafen vertrödelt (die Organisation um die Flüge klappt bei Hurtigruten oft nicht sonderlich gut nach meiner Erfahrung).

Flug nach Santiago

Da habe ich dann auch gleich die Mentalitätsunterschiede kennengelernt, als der Flughafenkiosk einfach mal den Laden zugemacht hat, weil mitten im Tagesgeschäft eine Lieferung kam. Nachdem die Betreiberin dann eingeräumt hatte, war ihr das für den Tag genug und sie hat dann einfach zugemacht. Eine Flasche Wasser kaufen? Nö. 😉

Santiago de Chile

Da wir mitten aus dem deutschen Winter kamen (Anfang Januar) ist das dann ein ziemliche Kontrastprogramm, wenn man plötzlich 35C° hat und das dann nach einem sehr langen Flug noch mal ein ganzer Tag vor einem liegt (ich kann leider im Flieger nicht pennen).

Santiago de Chile

Santiago de Chile war sehr interessant. Nur leider hat die ganze Flughafenabwicklung Stunden gedauert, was meine eigentliche Planung ziemlich über den Haufen geworfen hat.

Santiago de Chile

Wir haben die wesentlichen Punkte aber gesehen. Santiago ist halt eine Großstadt, oft smogig, grün, wenn vorher genug Wasser da war und teilweise auch recht dreckig. Also in Summe durchaus sehenswert aber auf dauer nichts für mich.

Anden

Die Schiffstour

Von Santiago ging es am nächsten Morgen in der Frühe mit dem Flieger nach Punta Arenas.

In Punta Arenas gibt es eine Minizollstelle durch die man durch muss (vergleichbar mit dem Terminal in Bergen nur viel kleiner und viel unprofessioneller). Der Ablauf ist zumindest auf den ersten Blick sehr strukturiert organisiert. Zuerst müssen alle mit Handgepäck auf dem Bus raus. Dann wird alles durchleuchtet (wie am Flughafen) – allerdings mit dem Unterschied, dass man da alles durchbekommen würde, weil es schlicht keinen interessiert was da auf den Bildern zu sehen ist – es schaut nicht mal jemand drauf!, dann muss man wieder in den Bus einsteigen und wird die gut 200m zum Schiff gefahren (laufen ist nicht erlaubt). Achtung: Man kommt nicht mehr raus. Man darf den Anleger nicht betreten. Pläne für die Besichtigung von Punta Arenas oder lokale Sehenswürdigkeiten kann man sich also getrost sparen.

Sobald man auf dem Schiff ist, greifen gewohnte Hurtig Ruten Abläufe und die Organisation ist ziemlich gut. Es gibt für jeden Tag ein Tagesprogramm. Bei einer Expeditionsreise muss man sich aber immer darauf einstellen, dass etwas Mal etwas später oder früher durchgeführt wird. Das ist aber normal und darum heißt es ja auch Expeditionsreise. :)

Ansonsten hat man bei den Expeditionsreisen maximal weniger Gäste an Bord als bei einer normalen Postschiffreise (ca. 300) bei der Midnatsol. Aufgrund der Bestimmungen in der Antarktis (nur x Leute gleichzeitig an Land je nach Landestelle), stellt das aber auch das sinnvolle Maximum dar.

Das Expeditionsteam ändert sich bei fast jeder Reise in der Zusammenstellung. Es sind i.d.R. Wissenschaftler aus diversen Fachbereichen (Biologen, Geologen, Zoologen). Bergführer, Kajaktrainer, Journalisten, Fotografen oder auch lokal erfahrene Begleiter an Board. Innerhalb der gesamten Reise finden diverse Vorträge zu den jeweiligen Anlandestellen, der lokalen Tierwelt, geologischen Informationen, Klimawandel und lokaler Geschichte statt. Die Vorträge selbst finden meist auf englisch statt, wobei i.d.R. mehrere Leute aus dem Expeditionsteam deutsch sprechen und oft auch eine Liveübersetzung erfolgt (ich habe mir aber der Regel lieber das englische Original angehört). Weiterhin ist es die Aufgabe des Expeditionsteams in der Arktis die erlaubten Routen abzustecken und vorab das Terrain zu erkunden.

Garibaldi Fjord

Garibaldi Fjord

Garibaldi Fjord

Zuerst haben wir den Garibaldi Fjord besucht. Dort fließen zwei Gletscher zusammen – abseits davon und einigen gesichteten Tieren kommen einem derartige Bilder bereits von der normalen Hurtigrutentour vertraut vor. Hier hat dann auch die erste Benutzung der Tenderbote mit cruising stattgefunden. Somit konnte man sich an von nun an quasi tägliche Rituale gewöhnen (mehrere schichten Klamotten anziehen, die oberste Wasserdicht, die unteren Wärmedämmend). anschließend die von Hurtigruten gestellten Gummistiefel anziehen und oben drüber die Rettungsweste.

Cruising mit Tenderboten im Garibaldi Fjord

Gletscher im Garibaldi Fjord

Puerto Williams

Puerto Williams

Das Cruising mit den Tenderboten hat dann auch einen schönen Vorgeschmack auf die folgenden Wochen gegeben. Der nächste Anlandepunkt war Puerto Williams – das ist schon ein sehr krasser Kontrast zu Santiago. Hier leben die Menschen noch sehr puristisch aber der Einfluss des Tourismus zeigt sich bereits (und meiner Meinung nach eher negativ – in weitgehend nutzlosen bauten und „Verschönerungsaktionen“ mit überflüssigen Treppen und Hafenanlagen oder ähnlichem).

Puerto Williams

Das Museum ist übrigens noch mal eine Gelegenheit das Internet zu benutzen – die letzte vor Santiago de Chile. Auf dem Schiff ist der Internetzugang sehr teuer und auch sehr langsam und instabil, sofern man nicht zur Crew oder dem Expeditionsteam gehört oder den Premiumtarif zahlt.

In Puerto Williams gibt es hunderte streunende Hunde, die von Menschen dort zurückgelassen wurden und nun auf sich gesellt sind. Bei unserer Wanderung in die nahegelegenen Berge hat uns ein ganzes Rudel eskortiert bis wir wir die Wanderung beendet haben.

Kap Hoorn

Kap Hoorn
Anschließend ging es nach Kap Hoorn und dann in die Antarktis . In Kap Horn sind wir nicht an Land gegangen. Wir hatten fast perfektes Wetter aber leichten Seegang. Das hat für den Expeditionsleiter bereits ausgereicht die Anlandung abzusagen. Die Tenderbote haben sich am Anlegerpit unregelmäßig ca. einen halben Meter hoch und runter bewegt und zwischendurch auch mal einen halben Meter vom Pit weg. D.h. rein theoretisch hätte man ins Wasser fallen können. Die Expeditionsmitglieder sind aber ganz locker ohne festhalten aus den Boten raus und wieder reingegangen.

Kap Hoorn

Allerdings hat man die Bote auch nur mit einem Seil / Tampen vorne befestigt und dann mit dem Außenborder versucht das Boot stabil zu halten. Ich habe bereits bei diversen anderen Schiffsreisen erlebt, dass derartige Bedingungen überhaupt kein Problem darstellen. In Helgoland käme man bei etwas Seegang überhaupt nicht an Land, wenn man dort derart übervorsichtig wäre.

Hier ist auch die Stelle wo sich rächt, dass Hurtigruten zwar auf ärztliche Bescheinigungen besteht, die zwar zur versicherungstechnischen Absicherung dienen aber faktisch jeder noch so sehr im Gehen eingeschränkte auf die Tenderbote verfrachtet wird. Unter nicht optimalen Bedingungen führt das dann gleich zu einem Abbruch, weil auf diese Leute Rücksicht genommen wird. Frei nach dem Motto: Es muss für jeden sicher sein. Wenn man nur einmal im Leben die Möglichkeit hat und dann nur 100m entfernt scheitert, weil man selbst ein sehr überschaubares Risiko scheut, ist das halt traurig und verdient nicht die Bezeichnung „Expeditionsreise“. Hier unterscheidet sich das Werbeversprechen und die Realität also deutlich.

Vogel

Antarktis 

Eisber mit Pinguinen

Zum Größenvergleich – die kleinen schwarzen Punkte sind Pinguine, die den Eisberg zum Freizeitpark bzw. zur Rutschbahn umfunktioniert haben

Ich werde nicht auf die einzelnen Tage in der Antarktis eingehen (Fotos sagen hier auch mehr als 1000 Worte). Zusammenfassend habe ich nirgends in der Welt so viele Tiere auf einem so begrenzten Terrain gesehen. Bei diversen Landgängen konnten verschiedene Pinguinarten, Albatrosse, Robben, Seelöwen, Wale aus nächster Nähe betrachtet werden. Und ich rede hier nicht von ein paar Tieren sondern teilweise hunderten oder tausenden. Selbst wenn man jahrzehnte um die Welt tourt wird man kaum so viele Wale oder Albatrosse sehen wie in der Antarktis in ein paar Tagen.

Berg

Weiterhin hat man bei einigen Anlandungen auch die Möglichkeit sich über weitere Strecken zu bewegen oder ehemalige Forschungs- und Walfangstationen zu besichtigen oder kleinere Berge bzw. größere Hügel (ein paar hundert Meter) zu erklimmen. In der Arktis sind die Routen teilweise relativ eng vorgegeben, damit man die Tiere nicht zu sehr stört (was ich auch in Ordnung finde).

Pinguin mit Nachwuchs
Das Erlebnis Antarktis lässt sich nur schwerlich mit anderen Urlaubsreise vergleichen. Es ist allein schon beeindruckend, wenn man Eisberge an sich vorbeitreiben sieht, die größer als das Schiff sind. Und es wird einem auch sehr schnell klar, wie lebensfeindlich die Umgebung ist (zumindest aus menschlicher Sicht) und unter welchen Bedingungen die Tiere dort leben (und man ist ja quasi unter Optimalbedingungen dort – im Hochsommer) und trotzdem leben dort unheimlich viele Tiere dort.

In der Antarktis (bzw. teilweise auch schon davor / danach) werden einige optional (teilweise deutliche Zusatzkosten) Angebote seitens Hurtigruten gemacht. Zum Beispiel ein Kajakschein (das ist quasi eine komplette Grundausbildung), ein Kajak Schnuppererlebnis, Schneeschuhwandern oder ein Fotokurs. Den Fotokurs halte ich am ehesten für verzichtbar. Man sollte sich zwar mit seiner Kamera beschäftigen und nicht nur auf Automatik knipsen, wenn man optimale Ergebnisse möchte aber die Fotografen an bord haben ihre Nase schon recht hoch im Wind getragen und die Fotos waren auch nicht besser als die von vielen Passagieren. Ohne Motiv und Gelegenheit kann halt kein Fotograf etwas reißen. Wenn die Gelegenheit sich bietet, dann kommt es auf die Technik, den grundsätzlichen Blick und die Kenntnis der Kamera an. ;)

Wal
Das Kajak Erlebnis ist sehr speziell und eine sehr wackelige Angelegenheit. Bei uns ist auch niemand gekentert aber kurz davor waren wir wohl schon. Und ich glaube nicht, dass das Kentern im arktischen Wasser trotz Überlebensanzug eine sehr angenehme Erfahrung ist. Der Anzug ist zwar theoretisch geschlossenen aber ich unterstelle, dass es trotzdem im arktischen Wasser ziemlich kalt wird, wenn man kentert. Bis dann ein Tenderboot zur Stelle ist, das einen rausfischt vergehen auf jeden Fall einige Minuten. Und ob der Anzug wirklich dicht ist, erfährt man erst im Wasser.

Kajaking

Das Schneeschuhwandern ist uneingeschränkt empfehlenswert. Wobei hier die Midnatsol schon recht viele Leute an Board hat und die Gruppen somit schon sehr groß sind, wie man unten erkennt.

Schneeschuhwandern

Weiterhin wird jeder Tag im Rahmen des normalen Tagesprogramms eingeteilt. Es dürfen also nie alle Gäste gleichzeitig an Land (aus organisatorischen Gründen und weil es auch aus Naturschutzgründen nicht erlaubt ist). D.h. der Tagesablauf ist dann immer so, dass Gruppe 1, 2, 3 jeweils leicht versetzte Anlandezeiten haben. Dann kommt in der Regel eine Pause und danach geht es mit anderen Gruppen weiter. Somit ist die Landzeit für jede Gruppe begrenzt. Alterniert wird das jeweils für die Gruppen, die an Bord bleiben mit Vorträgen des Expeditionsteams. Wobei die Anzahl der unterschiedlichen Vorträge in dem Reisezeitraum begrenzt ist (ist also nicht wie auf der Uni, sondern eher auf den Standardtouristen ausgelegt, der sich entspannen möchte).

Wir hatten insgesamt Glück mit dem Wetter in der Antarktis – nach dem etwas enttäuschenden Kap Hoorn Erlebnis und dem extrem übervorsichtigen Expeditionsleiter hatten wir schon mit dem schlimmsten gerechnet. Allerdings haben wir den letzten Tag in der Antarktis nicht mehr genutzt – auch hier wurde vorsorglich wegen schlechtem Wetter abgebrochen. Das konnte man am folgenden Tag bei Windstärke 12 aber recht überschaubarem Seegang zumindest nachvollziehen. In Kap Hoorn war die Entscheidung für mich aber nicht nachvollziehbar. Aber gut, nun hab ich es umrundet, kann auch nicht jeder von sich behaupten.

Falklandinseln

Falklandinseln

Die Falklandinseln sind auch sehr empfehlenswert und ein deutlicher Kontrast zur Antarktis . Es wird wieder deutlich grüner, auch wenn die Vegetation selbst in den Sommermonaten überschaubar ist Auch auf den Falklandinseln sind Anlandungen und Wanderungen enthalten und auch hier bekommt man einiges an Flora und Fauna geboten. Zusätzlich ist britisches Flair inklusive.

Falklandinseln - Albatrosse

Falklandinseln

 

Und sonst so:

Während der Tour haben wir uns eine ziemlich starke Erkältung eingefangen (vermutlich von anderen Reisenden angesteckt, mindestens das halbe Schiff war im verlauf der Reise krank), dass hat den Urlaub etwas getrübt – zumal man sich ja aufgrund von „ich bin ja nur 1x im Leben hier“ auch nicht bremst und trotzdem unvernünftigerweise jeden Berg hoch rennt und das dann teilweise auch nicht in relativ hoher Geschwindigkeit, weil man ja alles sehen weil und die Landzeit begrenzt ist. Dadurch wird dann natürlich alles noch schlimmer.

Falklandinseln

Meine Reisebegleitung hatte durch die starke Erkältung dann noch Augenprobleme als wir an den Falklandinseln angekommen sind. Selbst die Hauptstadt der Falklandinseln ist sehr klein. Sie hat zwar sogar ein Krankenhaus (weil die Falklandinseln seit dem Flaklandkrieg Militärstützpunkt sind) aber einen Augenarzt gibt es dort nicht. Die Untersuchung dort war also recht abenteuerlich. Mit einem Ultraschallgerät wurde das Auge untersucht (die nutzt man i.d.R. nicht dafür – ein Augenarzt erkennt diese Art der Erkrankungen einfach mit einem Blick ins Auge – die Daten wurden dann zu einem britischen Experten geschickt und dann hieß es auf die Rückmeldung warten. Währenddessen habe ich die Optionen mit der Ärztin bei einem positiven Befund diskutiert. Variante 1: Mit dem Hubschrauber nach Argentinien, Variante 2: Mit einem Mitlitärflugzeug von den Falklandinseln nach England. Man kann sich sicherlich vorstellen was beide Varianten kosten würden. Der Experte hat dann in England entschieden, dass wahrscheinlich nichts kritisches vorliegt.

Man sieht an dem konkreten Beispiel wie weit weg man von der Zivilisation ist, wenn wirklich etwas passiert. Der Spaß hat dann übrigens knapp 500 Pfund gekostet.

Auf einer Insel in der Antarktis war eine Forschungsstation angesiedelt. Dort gab es auch ein kleines Museum. Da unser Schiff aber zu groß war (zu viele Personen) durften wir dort nicht an Land. Daher sind die Bewohner der Station zu uns an Bord gekommen. Die Station wird nur im Sommer bewohnt. Neben der Forschung ist die Aufgabe der Bewohner die Station zu erhalten und eben auch den Touristen zu erklären was sie machen.

Die Freiwilligen in der Station werden aus huderten Bewerbern ausgewählt. Man wohnt dort quasi in einem Raum, arbeitet von morgens bis abends (eine Tätigkeit ist Renovieren z.B. Vogelscheiße vom Dach kratzen und das Dach anstreichen, bevor es wieder zugekackt ist) und hat kaum Freizeit. Ruhe gibt es auch keine, weil rund um die Uhr Licht da ist und somit die Pinguine rund um die Uhr Krach machen. Bezahlt wird der Job übrigens nicht.

Die Person die uns erklärt hat was die Aufgabe der Personen in der Station ist war eigentlich Zahnärztin. Sie hat für den Halbjahresjob in der Station ihre Anstellung geschmissen und hat überlegt, ob sie das im nächsten Jahr noch mal machen möchte (obwohl sie verheiratet war). Mit ihrem Mann telefonieren konnte sie in dem halben Jahr einmal und Strom gibt es auch nur für Notfälle.

Wenn man krank wird, muss man hoffen, dass ein Schiff vorbei kommt oder man einfach irgendwie durch kommt.

Man merkt also – man muss schon irgendwie ein spezieller Typ Mensch sein. 🙂

Fazit:

Die Naturerlebnisse auf der Tour sind aber definitiv spektakulär und machen einiges wett. Abseits von Santiago und den Falkland Inseln bekommt man viele karge Landschaften zu sehen und es ist auch durchweg recht kalt – das ist bei so einer Tour natürlich zu erwarten aber sicher nicht jedermanns Sache. Will sagen man kann diese Tour z.B. schlecht mit einer Australien oder Neuseeland Tour vergleichen. Das was man sich klassisch unter Urlaub vorstellt ist eher keine Expeditionsreise in die Antarktis , das Erlebnis ist aber trotzdem sehr interessant und einzigartig. Es wird einem auch sehr bewusst, dass es diese abgeschlossene Welt wohl so bald nicht mehr geben wird, wenn wir Menschen so weitermachen wie bisher (das schließt mich selbst und alle anderen Expeditionsteilnehmer natürlich ein, weil wir alle zu viel Reisen – wie wäre es denn mit einer Umweltschutzsteuer für jeden Flugkilometer und einer für jeden mit Motorschiffen gefahrenen Kilometer?).

Zu weiteren Reisebeiträgen geht es hier.

Azur [Serie]

 Azur Wenn eine Diebin Liebt - Sabine Schulter  Azur Eine Diebin Bricht aus - Sabine Schulter  Azur Die Behüterin der Träume - Sabine Schulter

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Sabine Schulter

Teile der Serie:

  • Azur 1 – Wenn eine Diebin liebt (348 Seiten)
  • Azur 2 – Eine Diebin bricht aus (416 Seiten)
  • Azur 3 – Die Behüterin der Träume (384 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Statt zum Reitunterricht oder Fechten zu gehen, habe ich mit den Jungs aus der nicht ganz so privilegierten Nachbarschaft Fußball gespielt, habe mir die Knie aufgeschrammt und bin voller Matsch heim gegangen. Das bedeutete für mich zu leben. Nicht in feiner Kleidung auf Empfänge zu gehen und unwichtigen Gesprächen zuzuhören, die einen nicht interessieren.

Jess (Codename Azur) ist eine Traumdiebin. Sie ist gut darin aber sie macht es nicht freiwillig. Bei jedem Job schwebt sie in Gefahr, denn die Hüter versuchen die Traumdiebe auszuschalten.

Träume können in der fiktiven Buchwelt gestohlen und weitergegeben werden. Nach den gestohlenen Träumen kann man süchtig werden. Derjenige dem der Traum gestohlen wird bekommt Alpträume und leidet unter Schlafmangel und trifft möglicherweise Entscheidungen, die er sonst nicht getroffen hätte.

Der Anführer der Diebesgilde, der deren Tätigkeiten steuert heißt Saphir. Saphir hat in seinem Land bereits maximalen Einfluss, will aber seinen Einflussbereich erweitern. Dafür hat er sich zum Ziel gesetzt mithilfe der Einflussmöglichkeiten seiner Diebe einen Krieg auszulösen. Er geht davon aus, dass sein Land den Krieg gewinnt und er danach seinen Einflussbereich noch weiter vergrößern kann.

„Jess ist irgendwie anders. Noch nie habe ich das Gefühl gehabt, um eine Frau kämpfen zu wollen. Aber bei ihr? Für sie würde ich die Welt aus den Angeln heben, wenn ich könnte.“

Als Gegenpol zu den Dieben gibt es die Behüter, die versuchen die Diebe zu fangen und Informationen von ihnen zu verlangen. Die bisher gefassten Diebe sind aber alle kurz nach der Festnahme auf mysteriöse Weise gestorben.

Das Buch ist aus mehreren Perspektiven (Jess bzw. Azur und Cedric) geschrieben, was aus meiner Sicht die Geschichte grundsätzlich etwas interessanter gestaltet. Mir hat dieser Ansatz auch bei anderen Büchern schon gefallen.

Diese Sekunde, bevor mein Körper sich an seinen schmiegt und sich unsere Lippen finden, ist fast magisch und ich hätte nichts bedauert, wenn ich in diesen Moment gestorben wäre.

Es passiert natürlich was zu erwarten ist – Azur verschießt sich in einen Behüter, ihren natürlichen Feind als Diebin. Es ist mit 20 Jahren ihre erste echte Liebe (was aber an ihrem Hintergrund liegt – der im Rahmen der Rezi nicht verraten wird – und nicht daran, dass sie etwa Spätzünderin ist).

Das stehlen von Träumen bzw. das konsumieren von fremden Träumen wird hier so schlimm dargestellt wie die Sucht nach harten Drogen mit der entsprechenden Beschaffungskriminalität. So ganz überzeugt hat mich das nicht.

Mit einem Zwinkern wendet er sich ab und geht durch den Laden davon. Er ist fast hindurch, als mir bewusst wird, dass er mich ausgetrickst hat. Als ich ein mehr als ungehaltenes Geräusch mache, höre ich ihn glatt lachen. Und irgendwie schleicht sich auch auf meine Lippen ein breites Grinsen.

Trotz der recht simplen Storyelemente hat mich die Art und weise wie Jess und Cedric sich näher kommen gefangen genommen. Das Buch hat mich also eher durch die Schreibweise die Dialoge und die Charaktere der Behüter und von Jess und ihren (Diebes-)freunden abgeholt.

Die Charakterentwicklung finde ich Interessant. Cedric teilt die Welt in schwarz und weiß ein. Die Ereignisse um Jess lassen ihn aber sehr schnell erkennen, dass sein Weltbild zu simpel war. Vor allem vor Jess Hintergrund, denn Jess wurde viel Leid zugefügt.

Ich muss lachen. „Tja, die besten Dinge finden sich ungewollt.“ „Wohl wahr“, lächelt nun auch Val wieder.

Nachdem ich jetzt eine ganze Reihe von Büchern gelesen habe, die mich emotional nicht so abgeholt haben hat das hier funktioniert. Auch hier gibt es ähnlich wie in der Biss Serie einen Hang zum kitschigen – das mag man eben oder nicht. Wer Bücher von Jennifer L. Armentrout mag, wird sich hier auch direkt zu Hause fühlen

Buch 2:

Darauf kann ich nichts sagen und blicke ihn daher einfach finster an. Cedric lacht, beugt sich zu mir und küsst mich auf die zusammengepressten Lippen. „Ich stehe ziemlich drauf, wenn du so ein Gesicht machst.“ Ja, nun, wie soll man bitte auf diese Eröffnung reagieren? Finster schauen fällt auf jeden Fall flach, wodurch ich ihm lieber einen Hieb in die Seite verpasse.

Jess hat sich den Behütern anvertraut und Ihre Identität als Diebin in einer emotional aufgewühlten Situation preisgegeben. Wieder erwarten haben die Behüter es besser aufgenommen als erwartet, dass sie eigentlich deren natürliche Feindin ist.

Doch Jess trägt weiter das Gift in sich, dass Saphir einsetzen wird um sie zu töten, wenn auch nur ein hauch eines Verdachtes gegen Sie aufkommt. Zusätzlich hat Saphir einen Profikiller für den nächsten Einsatz von Jess rekrutiert. Ahnt er etwas und will er sie dem Einfluss der Bewacher entziehen? Welche Qualen und Misshandlungen kommen dann auf Jess zu? Wie soll sie dieser scheinbar ausweglosen Lage entkommen und welche Gefahren erwarten Sie bei ihrem Weg? Während Cedric ihr vertraut, hasst sie sich selbst für das was sie getan hat und kann ihn sehr lange nicht richtig an sich heranlassen und hat danach auch noch ständig Zweifel.

Verständnislos sehe ich Julian an, der mich nun so breit angrinst, als ob er die Lösung des Welthungers gefunden hätte. „Was meinst du?“ „Deine Eltern, Ced, sie sind die Connors.“ „Das weiß ich, Julian, ich bin ebenfalls einer“, erinnere ich ihn.

Die Charaktere machen viel von dem Charme der Serie aus.

Julian ist auch ein ziemlich cooler Charakter. Er ist zwar nicht so stark und selbstbewusst wie Cederic und Vincent aber ziemlich schlauch und absolut Vorurteilsfrei.

Jess ist relativ vielschichtig. Einerseits die Taffe Diebin, die körperlich fit, reaktionsschnell und erstaunlich sehr selbstbewusst bzgl. ihrer Diebesfähigkeiten ist und andererseits die traumatisierte Jess, die diverse Ängste hat, die aus ihrer Vergangenheit resultieren.

„Frag mich doch selbst. Ich stehe schließlich neben dir“, unterbricht Jess sie schnippisch. Auf einmal kommt mir die Idee, Jess mit Val bekannt zu machen, nicht mehr ganz so gut vor.

Cedric war bisher nie verliebt und hat sich eher die Frauen gesucht, bei denen er schnell mal eine Nummer schieben kann und sobald es ihm unangenehm wurde hat er die Beziehung beendet.

Aufgrund der komplett unterschiedlichen Hintergründe von Jess und Cedric gestaltet sich deren Näherkommen recht interessant. Die Szenen sind oft Sex nah (also quasi das Vorspiel) und nach einer Zeit ziehen sie schon etwas bzw. werden etwas zu viel für meinen Geschmack.

Ich tausche einen finsteren Blick mit den anderen. Vincent sieht so aus, als ob er gleich mit einem Brandsatz zum Read-Tower gehen würde, um die Diebe auszuräuchern, wohingegen Julian sehr konzentriert auf den Tisch starrt. Er scheint einen Weg finden zu wollen, um Jess noch schneller zu helfen.

Saphir ist einerseits Klischeehaft aber anderseits der perfekte Bösewicht – er ist ein sadistisches, skrupelloses, Monster.

Das erste Buch hat mir persönlich etwas besser gefallen. Richtig Spannung kommt hier erst im Finale auf und die Art und Weise wie es zu der Situation kommt finde ich sehr unglaubwürdig. Ohne zu viel zu verraten, hätte ich es glaubwürdig gefunden, wenn die Protagonisten irgendwie auffliegen oder sich verraten aber selbst in die Höhle des Löwen zu gehen und sich dort zu outen und sein Leben uns das von anderen zu riskieren (oder sollte man eher sagen „wegwerfen“) ist schon mehr als dumm.

Das Buch ist so geschrieben, dass es abgeschlossen ist. Das dritte Buch ist also eher optional aber trotzdem sehr lesenswert.

Buch 3:

Das kommt davon, wenn man so offen gegenüber seinen Freunden ist. „Sehr gut erkannt, Sherlock“, brumme ich unwillig und rutsche auf meinem Stuhl nach vorn, damit ich den Hinterkopf auf die Lehne in meinem Rücken stützen kann. So kann ich die Decke anstarren, ohne Vincents beknacktes Grinsen sehen zu müssen.

Nachdem Azur / Jess den Fängen von Saphir entkommen ist wurde sie selbst zur Hüterin. Das war teil des Deals damit sie straffrei aus der Angelegenheit kommt.

Seit diesen Ereignissen sind 2 Jahre vergangen und neue Hüter werden von der Gruppe um Jess ausgebildet. Bei denen Neuen hat Jess und ihre Kameraden Kultstatus.

Aber einer von den Neuen nimmt es mit den Gesetzen nicht so genau genau dieser Neue weckt komische Gefühle in Jess. Weiterhin breitet sich eine neue Art von Alpträumen aus, die von Träumer zu Träumer überspringen. Besteht ein Zusammenhang?

Kaum tritt ein Problem auf, macht ihr euch solche Sorgen umeinander, dass ihr wie ein Schutzschild wirkt, das nicht durchdrungen werden kann. Egal was passieren wird, ihr werdet definitiv nicht auseinandergedrängt. Ihr werdet wütend aufeinander sein, eifersüchtig, kratzbürstig und euch auch richtig fetzen, aber am Ende richtet sich alles wieder. Vertrau deiner Beziehung zu ihm mehr, Jess. Cedric kommt mit alldem schon klar.“

Die Idee, dass die vertrauten Gefährten nun Ausbilder sind hat was. Hier wird ein wenig die Top Gun Karte gespielt. Legendärer Held übernimmt die Ausbildung. Das funktioniert auch hier ganz hervorragend und ist interessant. Und sie machen sich verdammt gut in der neuen Aufgabe.

Ich konnte mich mit Adam nicht so anfreunden. Er ist sehr selbstbewusst (wobei ich den Begriff immer Irreführend finde – sich seiner selbst bewusst sein heißt sowohl seine Stärken als auch Schwächen kennen – Adam ignoriert seine Schwächen und kennt seine Stärken – so wird das Wort ja in der Regel auch im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet), eingebildet, rebellisch, nicht besonders schlau und meiner Meinung nach die schlechtere Variante con Ced und Vinc.

Dies Buch liest sich durch die fünf neuen Charaktere (wobei nur zwei davon wirklich relevant für die Geschichte sind) anders als die vorherigen beiden und auch aufgrund der Tatsache, dass die Gruppe der Behüter um Jess klassische Recherche / Polizeiarbeit wahrnimmt.

Wir sind einfach nur zu nette Diebe.“ „Hah!“, macht Cedric. „Vergiss es. Jess war eine nette Diebin. Was ihr seid, muss ich noch herausfinden.“

Die Geschichte ist etwas Abwechslungsreicher als der Grundplot der ersten beiden Teile, der ja recht überschaubar war.

Emotional nicht ganz so stark wie der erste Teil aber besser als der zweite Teil.

Fazit:

„Euch stehen Kinder gut“, bemerkt Karmesin mit einem zufriedenen Blick. „Wollt ihr mir die beiden Wildfänge nicht abnehmen?“ Pia, Cedric und ich sehen wohl im gleichen Maße entsetzt aus, wohingegen Sarah laut „Ja“ schreit.

Die Grundstory – größenwahnsinniger machtgieriger Typ will die Welt einnehmen – aus den ersten zwei Büchern ist mir etwas arg plump. Die Charaktere, deren Entwicklung, die Dialoge und der Schreibstil machen aber für mich eine Menge wett.

Im dritten Teil wird die Geschichte auch Abwechslungsreicher.

Auch die Idee ist mal was anderes. Gerade im Fantasybereich liest man ja schon recht oft das gleiche. Die Welt hier relativ normal und Lediglich das Stehlen von Träumen und die Damit verbundene Gabe ist besonders.

„Gewalt wird nicht durch Gewalt gelöst“, ermahnt ihn Julian. „In welchem Schundblatt hast du denn diese Lebensweisheit gelesen?“

Das dritte Buch hat nur noch lose mit den ersten beiden zu tun. Cedric und Jess sind hier nicht mehr ganz so sehr im Mittelpunkt, spielen aber trotzdem eine wichtige Rolle. Zusätzlich gibt es diverse neue Charaktere, von denen Adam die wichtigste Rolle spielt.

Insgesamt eine tolle Serie, die vor allem nach dem letzten Teil gewaltiges Potenzial für weitere Fortsetzungen hat.

Bewertung:

4.5 out of 5 stars 4.5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Die Diebesgilde nimmt mehrere Stockwerke ein und ist fix an einem Ort in der Stadt und dann soll es angeblich bisher niemandem gelungen sein diese aufzuspüren?
  • An Azurs Stelle hätte ich mir sorgen gemacht, dass Cedric und co mich an der Stimme erkennen, denn als Azur hat sie bereits zu den Behütern gesprochen.
  • Wieso sollte Saphir Azur nicht mehr so einsetzen können wie bisher? Er weiß nicht, dass ihre Identität den Bewahrern bekannt ist (S. 201 – Buch 1). Er wird sie also wie immer einsetzen und sobald die Behüter eingreifen wird Sphir Azur töten.
  • Ich unterstelle, dass es unmöglich ist Selbstbewusstsein zu erlangen, wenn man von seinem Vater wie der letzte Dreck behandelt wird und ständig um sein Leben fürchten muss, wenn man einen Fehler macht oder den Ansprüchen nicht genügt. Wenn man als Frau ständig mit einer Vergewaltigung durch die Männer rechnen muss…
  • Die Behüter haben keinerlei Vertrauen verdient, wenn der Chef der Behüter offenbar nicht in der Lage ist Azurs Anwesenheit vor seiner komplette! Truppe zu verbergen. Seine Entschuldigung fällt dementsprechend lächerlich aus.
  • Die Erklärung wie das Gift im Körper der Diebe per Signal freigesetzt wird, halte ich für äußerst dünn und auch die Aussage, dass es physisch quasi nicht freigesetzt werden kann, obwohl des direkt unter der Haut sitzt.
  • Dass Azur / Jess mitten in der Diebesgilde die Konfrontation mit Saphir sucht finde ich ziemlich unglaubwürdig. Einen schlechteren Ort konnte sie sich dafür nicht aussuchen und es war absehbar, dass sie dabei in Gefangenschaft gerät oder getötet wird und dass andere Diebe dabei vielleicht auch getötet werden. Es wäre viel glaubwürdiger gewesen, wenn Saphir selbst hinter den Verrat gekommen wäre. Das Highlight ist dann, dass sie bei Miranda bleibt, und Saphir entkommen lässt, obwohl sie der eh nicht mehr helfen kann, wobei das immerhin keine direkten Auswirkungen hat, weil Saphir nicht weit kommt. Nachdem sie sich vorher schon immer Vorwürfe gemacht hat, kann sich sich nun vorwerfen direkt für den Tod ihrer Freundin mitverantwortlich zu sein, denn der war in dieser Form leicht vermeidbar.
  • Ich finde es interessant, dass das Entwenden von Träumen einerseits als hochgradig schlimm dargestellt wird, aber selbst die vorgewarnten Opfer schlafen in aller Ruhe. Ich würde erwarten, dass die Opfer auch mal wach sind und nicht schlafen können.
  • Wieso wurde das Opfer von Opal nicht einfach geschützt in dem in der Wohnung jemand stationiert wurde oder die Zielperson überhaupt nicht anwesend ist?
  • Wieso sind die Diebe alle auf freiem Fuß nachdem Sapirs Imperium vernichtet wurde und die Behüter die Gilde gestürmt haben? Saphir war ja offensichtlich freiwillig Dieb.
  • Auf die Augenbinden bei den Dieben hätte ich mich nicht eingelassen
  • Die Idee der Legalisierung des Traumstehlens ist unrealistisch. Genauso gut könnte dann die Regierung auch gelegentlichen Raubüberfall oder andere Verbrechen legalisieren. Die Legalisierung von Diebstahl ist nicht vergleichbar z.B. mit der Legalisierung von Kanabis Anbau, bei der man niemanden direkt schädigt. Mit den Traumdiebstählen legalisiert die Regierung den Einbruch in Häuser, den Diebstahl von Träumen und deutliche Beeinflussung der Opfer in ihren Reaktionen und Entscheidungen. Man stelle sich das mal vor: Man hat eine wichtige Prüfung auf die man Monate oder Jahre hingearbeitet hat und in der Nacht vorher klaut ein Dieb einem legal einen Traum. Im Buch sind die Auswirkungen davon teilweise verheerend, weil die Leute dadurch im Extremfall nach zwei bis drei gestohlen Träumen sogar morden. Man fällt durch die Prüfung, weil jemand einen legal sabotiert hat.
  • Wieso sollte der Bürgermeister Zugriff auf die Dienstpläne der Behüter haben?

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Meine Top 5 Urlaubsreisen [Reisebericht]

Ich habe eine Weile hin und her überlegt und war am Anfang unschlüssig, ob Reiseberichte wirklich auf einen Buchblog gehören. Aber ich habe jetzt auf einen Buchblogs Reiseberichte gelesen und mich interessieren sie durchaus. Also warum nicht. Ihr habt ja über die Schlagwortfunktion oder das Menü die Möglichkeit euch dran vorbei zu arbeiten, wenn es euch nicht so sehr interessiert.

Nachdem Sarah jetzt auch was zu dem Thema geschrieben hat, und mich dazu ermuntert hat auch zu bloggen, war das letzte Quäntchen Anstoß vorhanden.

Meine Top 5 Urlaubsreisen (in dieser Reihenfolge):

Warum in der Reihenfolge?

Ich war jetzt zweimal in Australien (die dritte Tour folgt dieses Jahr) und ich habe mir vorher nicht so richtig einen Kopf darüber gemacht aber das was wir uns für gewöhnlich unter Australien vorstellen ist Sydney, Ayers Rock, Great Barrier Reef – das die Westküste aber eigentlich das ist, was wir dem Fernsehen von Australien kennen und erwarten ist den wenigsten bewusst. Die drei erstgenannten liegen so weit auseinander, dass man zwingend Fliegen muss für jedes Ziel oder seeehr viel Zeit mitbringen.

Die Westküste Australiens war am ehesten das was ich als Traumurlaub bezeichnen würde. Von Schwimmen mit Delfinen im mehr über einsame Paradiesstrände komplett für sich allein, zu denen man mal eben mit dem Motorflieger gejettet ist bis zu einem Sternenhimmel in dem Man die gesamte Galaxie gesehen hat (noch besser als im Planetarium) und übernachten im Luxuszelt mitten im Nationalpark war alles dabei (der Gekko über der Toilette direkt nach dem Aufstehen war irgendwie süß – ja und ich hab vorm abziehen auch geschaut ob einer in der Toilette saß – das kommt wohl auch vor!).

Definitiv die Nummer 1! Teilweise kam mir das schon abstrakt elitär vor. Ist schon strange, wenn man selbst in so einem Luxus lebt und nebenan wohnen Leute im Studialter die Work & Travel betreiben in sagen wir mal besseren Hütten auf engstem Raum. Ich mag es nicht wenn Leute mich nicht wie einen gleichgestellten behandeln und das hab ich im Urlaub auch schon erlebt. Ich bin kein Stück besser als irgendjemand sonst, nur weil ich vielleicht gerade mehr Geld auf dem Konto habe. Dementsprechend braucht mich auch niemand so behandeln.

Die Westküste lässt sich komplett erfahren im doppelten Wortsinn.


Die Westküste der USA war meine erste richtig große Tour und einfach nur traumhaft. Die Westküste der USA bietet mit ihren Nationalparks (mein Favorit Yosemite direkt gefolgt vom Great Canyon) einfach Natur pur. Sowohl in Yosemite als auch im Grand Canyon hätte ich Tage verbringen können und einfach nur staunen. Leider gibt kein Foto auch nur ansatzweise die Schönheit wieder. Wer den Great Canyon auch nur ansatzweise realistisch erleben will, sollte sich den entsprechenden Film im IMAX 3D anschauen.

Durch Städte wie Las Vegas hat man aber auch extreme Kontraste. Totale nutzlose Verbrennung von wertvollen Ressourcen (wenn man sieht wie viel Wasser im Colorado River noch in Mexiko ankommt, sofern noch was ankommt und wie die Ammis Golfplätze mitten in der Wüste maximal verschwenderisch bewässern…), megageile Shows und Kitsch pur, der aber trotzdem irgendwie cool und beeindruckend ist.


Neuseeland – was soll ich groß schreiben? Jeder kennt Herr der Ringe und der Hobbit und wenn man die beiden Filme kennt, dann kennt man auch Neuseeland. Vulkanische Aktivität, grüne Landschaften und Mordor quasi in echt und Gletscher. Und auf der Südinsel ist von Jetbootfahren (wer hat’s erfunden?) bis Bungeespringen (wer hat’s erfunden?) alles an Fun Aktivitäten im Angebot was man sich vorstellen kann. Die Neuseeländer sind verrückt.

Und an Herr der Ringe und Hobbit Locations kommt man in Neuseeland – zum Glück – nicht vorbei.

Und bevor einer fragt: Ja, ich habe natürlich alles gemacht was man in den Videos sieht.


Florida – das ist vermutlich ein wenig wie Twilight. Einige lieben es, andere hassen es. Die Freizeitpark in Orlando sind einfach Weltklasse. Für mich ist das Entspannung pur. Man erlebt ins so kurzer Zeit so viel erleben und fühlt sich wieder mindestens 20 Jahre jünger. Ein paar Attraktionen sind zwar wirklich nur für Kleinkinder, das ist dann eher nichts für mich aber der Teenager im Mann ist noch vorhanden. Übrigens muss ich da bald wieder hin. Ich habe Harry Potter (eigener Parkteil bei Universal) noch nicht gesehen und Star Wars  (auch eigener Parkteil) wird in Disney noch gebaut. Man braucht übrigens nicht denken, dass man da in zwei Tagen durch ist. Für die großen drei: Disney, Universal und Seaworld kann man gemütlich 10 Tage einplanen und zwar ohne die Wasserparks!


Antarktis + Falklandinseln – Bei der Tour bin ich etwas zwiegespalten. Eigentlich sollte ich keine Werbung dafür machen dorthin zu fahren. Meiner Meinung nach ist der Tourismus in der Region jetzt schon grenzwertig (obwohl die Regeln sogar verhältnismäßig streng sind). Es war der teuerste Urlaub den ich je gemacht habe aber nicht der beste. Ohne Frage war der Urlaub toll. Ich habe nie so viele Tiere (nicht mal ansatzweise) auf so engen (und aus unserer Sicht) lebensfeindlichem Raum gesehen. Die Tiere dort haben keine Angst vor Menschen und das ist gut so und einzigartig. Aber in der Zeit in der ich dort war hat sich gerade ein riesiges Stück vom Larsen Eisschelf gelöst das hat mit der Klimaerwärmung zu tun (ja, das passiert immer wieder aber eben nicht in dem Ausmaß wie momentan).

Auf dem Schiff wurden eine ganze reihe Wissenschaftlicher Vorträge gehalten. Das Schiff war ein Expeditionsschiff (mit Wissenschaftlern diverser Gattungen) unter anderem auch von einem reinen Klimaforscher.

Für mich war das Fazit eindeutig. Nein Mr. Trump das sind keine fake News!

Natürlich trägt man mit dem Reisen auch nicht gerade wenig dazu bei, dass sich das Klima weiter erwärmt (wenigstens ist das Schiff nicht mit Schweröl, sondern mit Diesel unterwegs gewesen auch wenn das nur ein schwacher Trost ist).

Sorry, sollte eigentlich kein Umweltschutzpost werden aber wenn man in der Antarktis war, dann kann man nicht anders!


Noch etwas Teasern gefällig? Was euch noch so erwartet in den nächsten Wochen und Monaten? Gern, kein Problem:

Zu den obigen Reisen schreibe ich vor und nach noch detaillierte Berichte, die deutlich mehr in die Tiefe gehen.

Vielleicht stelle ich später auch die vollständigen Galerien zu den einzelnen Reisen online.

Interessiert euch sowas oder seid ihr der Meinung, dass das doch mal überhaupt nichts mit Büchern zu tun hat und nicht auf einen Buchblog gehört?

Zu weiteren Reisebeiträgen geht es hier.

Nebelring [Serie]

Nebelring 1 Das Lied vom Oxean - I. Reen Bow  Nebelring 2 Die Magie der Silberakademie - I. Reen Bow  Nebelring 3 Die Erinnerungen der Unsterblichen  Nebelring 4 Die Unendlichkeit der Magie - I. Reen Bow  Nebelring 5 Das Erbe der Ewigkeit - I. Reen Bow

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

I. Reen Bow

Teile der Serie:

  • Nebelring 1 – Das Lied vom Oxean (403 Seiten)
  • Nebelring 2 – Die Magie der Silberakademie (350 Seiten)
  • Nebelring 3 – Die Erinnerungen der Unsterblichen (438 Seiten)
  • Nebelring 4 – Die Unendlichkeit der Magie (415 Seiten)
  • Nebelring 5 – Das Erbe der Ewigkeit (332 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

Durch seinen Wuschelkopf und das verschmitzte Lächeln sieht er frech und jung aus, ich schätze ihn auf neunzehn. Mir fehlen die Worte, stattdessen starre ich ihn an, als sei er ein seltenes Naturphänomen.

Zoe ist 15 und lebt mit ihrem Vater im Senatorium. Ihr Vater wurde vor 10 Jahren vergiftet und lebt seitdem in einer Traumwelt. Das Gift wird verwendet, damit die Zauberer Magie wirken können. Dabei kommt es immer wieder dazu, dass Menschen vergiftet werden. Zoes 16 Geburtstag steht bevor und plötzlich tauchen diverse Fremde auf, die alle Ihren Vater gekannt haben wollen. Sie wollen von ihrem Vater berichten und waren angeblich seine Freunde aber warum tauchen sie erst nach 10 Jahren auf?

Noch schlimmer ist es, eine Lüge von einer anderen Lüge zu unterscheiden.« »Aber ist es nicht beides erlogen?«, fragt Bess. »Sicher. Doch bei der einen Lüge bekommst du lediglich schlechte Laune – harmlos. Wogegen die andere Lüge dich über die Klippe in den Tod führt.

Die Organisation der Magier heißt Nebelring und ist für die Vergiftungen verantwortlich und steuert auch die Gesellschaft. Das primäre Streben des Nebelringes ist Geld und Macht.

In Zoe reift der Gedanke, dass es ein Heilmittel nur geben wird, wenn sich etwas ändert und das sich nur etwas ändert, wenn sie selbst sich darum kümmert. Und vor und nach bewegt sich etwas. Ehe sie sich versieht und gegen ihren Willen wird Zoe in einen Aufstand gegen den Nebelring verwickelt.

Die Geschichte startet recht gemächlich, nimmt dann aber nach ein Drittel des Buches Fahrt auf. Die Charaktere sind interessant und es gibt eine aufkeimende Liebesbeziehung.

»Wir haben gerne Erklärungen für das, was wir nicht verstehen. Jeder versucht es auf seine mehr oder weniger wissenschaftliche Weise zu begründen.

Zoe hat bisher in ihrer eigenen kleinen Welt gelebt. Sie wird im Sanatorium mit den anderen Kindern die dort zusammen mit ihren kranken Eltern bzw. Elternteil leben unterrichtet. Sie kennt außerhalb des Sanatoriums nichts.
Plötzlich tauchen die Bekannten ihres Vaters auf, der offenbar in der Vergangenheit selbst die Rebellenorganisation geleitet hat.

Ich habe das Gefühl, dass es mehr ist als das bloße Körpergewicht meines Vaters, das mich nach unten zieht. Wie sehr er doch mein Leben beeinflusst, ohne dass er wirklich daran teilnimmt.

Dementsprechend ist bei ihr auch die Selbstfindung in Gange und sie entwickelt sich während des Buches charakterlich weiter. Es bieten sich ihr verschiedene Wege wie sie ihrem Vater vielleicht helfen kann und sich muss sich für einen entscheiden.

Das Buch lässt sich recht leicht auf auf unsere Gesellschaft ummünzen eine Geld- und machtgierige Oberschicht, eine Pharmaindustrie, die auch nur auf Profit ausgelegt ist und dementsprechend nur da forscht wo es sich lohnt und das für und wider von Aufständen und Revolutionen.
Eine aufkeimende Liebesgeschichte gibt es auch.

Buch 2:

»Keine Sorge, wir haben geknobelt, wer dich zuerst besuchen darf. Bess und Kurk haben sich die ganze Zeit angeknurrt, sodass sie gar nicht geschnallt haben, dass ich geschummelt habe. Sie kommen dann später noch alle rein.«

Zoes Leben ist vollständig aus den Fugen geraten. Nachdem sie quasi ihr ganzes Lebem im Sanatorium mit ihrem Vater zugebracht hat ist sie unfreiwillig in den Aufstand hineingezogen worden. Da sie danach vom Nebelring gesucht wurde, der sie dafür öffentlich zur Verantwortung ziehen wollte, ist sie mit ihren neuen Bekannten geflohen. Diese Flucht ist misslungen. Um ihr eigenes Leben und das ihres Vaters zu schützen handelt sie einen Deal mit dem Nebelring aus, bei dem sich sich öffentlich von der Rebellion distanziert und eine Ausbildung an der Akademie des Nebelringes beginnt, der Organisation, deren Ehemaliger Chef ihren Vater vergiftet hat und für das Leid von tausenden verantwortlich ist.

»Sagt mal, seid ihr schon weiter? Ich meine, habt ihr euch nur geküsst oder …« Wenn Isabell ihren Mund nicht aufmachen würde, wäre ihre Anwesenheit vielleicht sogar eine Bereicherung.

Ist dieser Deal wirklich besser als das Gefängnis oder die Flucht? Zoe landet an der Akademie und stellt dort schnell fest, dass dort viele Gegner sind aber auch wenige Freunde.

Auch wird im Buch deutlich, dass die Welt nicht schwarz und weiß ist. Die Rebellen und ihre Mittel sind keineswegs gut. Wegen deren skrupelloser Methoden ist Zoe überhaupt in die Situation gelangt, mit der sie nun zu kämpfen hat.

An der Tür wende ich mich an die Füchse. Ich weiß nicht, was ich mit ihnen machen soll. Sie bleiben einfach vor der Apotheke sitzen und in ihren Gesichtern ist eine intelligente Geduld, die ich selbst selten an den Tag lege. Ich habe das Gefühl, etwas sagen zu müssen, doch ich blinzele den gezauberten Füchsen nur zu und eile in den Apothekerladen.

Im Gegensatz zu anderen Fantasiebüchern, die sich am Standardrepertoire von bereits Vorhandenem bedienen, habe ich in der Serie teilweise gestaunt was die Autoren alles neu erfunden haben und wie manche Dinge beschrieben sind.

In diesem Buch geht es zu einem Guten Teil um die Erlebnisse an der Akademie. Das ist aufgrund der Fantasie der Autorin und aufgrund des Schreibstils recht unterhaltsam. Der Schreibstil fühlt sich sehr natürlich an und man fühlt als Leser mit Zoe mit, die immer mehr in die Machenschaften von beiden Parteien hineingezogen, die beide jedes Mittel nutzen.
Es werden einige neue Charaktere eingeführt, die allesamt eine Bereicherung sind.

Buch 3:

Wenn ich so alt wäre wie Taik und seine Lebenserfahrung hätte, würde ich das hier auch als eine Art zwischenzeitliche Krise sehen. Erst wenn man erfahrungsreich gelebt hat, kann man so eine Einschätzung der Ereignisse anstellen, vermute ich. Alles nimmt seinen Lauf und ist morgen nicht mehr schlimm.

Zoe ist nach wie vor Spielball zwischen den Parteien. Nachdem sie im ersten Buch als Symbol der Revolution missbraucht wurde und im zweiten dafür bestraft werden sollte, konnte sie aushandeln an die Akademie des Nebelringes zu gehen und dort so zu tun, als wenn sie für den Nebelring ist. Letztendlich hat sie die Rebellion aber wieder in die Finger bekommen und sie ist nur knapp einer tödlichen Vergiftung entgangen. Wieder soll sie Spielball zwischen den beiden Parteien werden.

Zoe erkennt, dass sie etwas gegen den Ursprung des Malwee – der lebensfeindlichen Substanz – finden muss um hoffentlich eine Lösung zu finden um es zu bekämpfen. Das gestaltet sich aber in der Theorie deutlich einfacher als in der praktischen Umsetzung.

Entweder er weiß es selbst nicht, ist genauso geschockt darüber, oder er will es wie alles andere für sich behalten. Liegt es daran, dass er in seinem Leben schon viele klärende Gespräche führen musste, dass er sich einfach angewöhnt hat, solchen energie- und zeitraubenden Fragen aus dem Weg zu gehen?

Die Liebesgeschichte scheint sich langsam zu einer Dreiecksbeziehung zu entwickeln, spielst aber weiterhin etwas im Hintergrund. Auch in diesem Buch gibt es wieder einige neue Charaktere und auch dieser Band strotzt wieder von der Fantasie der Autorin.

Die Geschichte macht in diesem Band deutliche Fortschritte. Man erfährt in Zoes Illusionen Bruchstücke aus der Vergangenheit auf und wieder zeigt sich, dass nicht alle Leute vertrauenswürdig sind, die erst so scheinen und das manche Leute, die zuerst nicht nett erscheinen die wahren Freunde sind, auf die man sich verlassen kann. Schon im zweiten Band wurde alles durch die Entdeckung der Silberakademie etwas magischer. Das nimmt hier noch weiter zu, da Zoe ihre eigenen Fähigkeiten mehr und mehr freisetzen kann.

Ansonsten gibt es in dem Buch ein paar Andeutungen, die mich nicht sehr optimistisch für den Schluss der Serie stimmen aber warten wir es ab und das Ende dieses Buches ist ziemlich dramatisch.

Das ist das mit Abstand beste Buch der bisherigen Reihe.

Buch 4:

»Na ja, es ist kompliziert«, sagt Liza. »Ja, sehr kompliziert. Ein Hoher Zauber ist vielseitig und …« »Ihr habt also keine Ahnung davon«, stellt Bess fest. »Nicht so richtig«, gibt Liza zu. »Aber es ist eine andere Funktionsweise von Magie. Energiesparender!«

Zoe und ihre Freunde wissen nun wie das Malwee entstanden ist und direkt danach wurde sie selbst vergiftet. Bei den Kämpfen hat es eine ganze Reihe Opfer gegeben. Und wieder gelingt es dem Nebelring alle Zoe in die Schuhe zu schieben. War nun alles vergebens, stirbt Zoe und alles war sinnlos? Wie viel Zeit bleibt Zoe noch und kann sie überhaupt etwas bewirken? Nachdem Zoe und ihre Anhänger nun wissen wie das Malwee entstanden ist, wollen sie einen Versuch starten es zu vernichten.

Zoe ist schwer gezeichnet von dem Angriff von Lemon und leidet unter den Folgen der Vergiftung.

Da der Brief von vielen Personen gelesen werden kann, hat ein Todeszauber früher sogar Massenmorde ausgelöst, weswegen die Magier sich darauf geeinigt haben, die Reichweite des Briefs magisch auf einen einzigen Leser einzuschränken. Das hat sogar einen neuen Berufszweig geschaffen: den Vorleser.

Ich habe in diesem Buch wirklich mit Zoe mitgelitten. Es wird nur zu deutlich wie schlimm es ist was die Greifer anrichten. Sie vergiften willentlich Menschen, die langsam und qualvoll ihre Würde und Selbstbestimmung verlieren, Schmerzen leiden und irgendwann sterben und das ohne Bestrafung und teilweise aus einer Laune heraus.

Die Lage ist insgesamt ziemlich Hoffnungslos und das zieht sich quasi durch das ganze Buch.

Buch 4 hat auf mich etwas konstruiert gewirkt. Das erste drittel ist sehr fantasiereich aber für die Handlung komplett überflüssig und fühlt sich zumindest für mich auch nicht so richtig passend an zum Rest der Serie.
Und der zweite teil des Buches lässt sich am ehesten mit Dystopie bezeichnen. Ich bin gespannt auf Buch 5, dieses hier ist reichlich hoffnungslos.

Das Buch hört übrigens mit einem ordentlichen Cliffhanger auf.

Buch 5:

Warum sind Kriege nie so aufregend und heroisch wie in den Büchern? In Geschichten steht eine Verletzung für Tapferkeit, in der Realität kann man daran verrecken

Queen hat sich zum Anführer des Nebelringes aufgeschwungen und erweist sich als sadistischer, größenwahnsinniger aber schlauer Anführer.

Die meisten von Zoes Freunden einschließlich Bess befinden sich in den Händen des Nebelringes und wurden vom Nebelring mithilfe von Malwee vergiftet und unter die Kontrolle von Queen gebracht. Queen erschafft eine Armee von willenlosen Soldaten.

Ich habe in der Öffentlichkeit gezaubert, alle wissen, wer die Illusion gewirkt hat. Alle haben mich vor Magie in Hert gewarnt und ich habe mich kein Stück darum geschert. Wenn der Krieg durch mich noch gewaltiger wird, bin ich die Nächste, die hängt.

Möglich war dies – mal wieder – mit der Hilfe von Lemon. Zoe war gleich klar, dass Lemon nicht zu trauen ist aber Kurk, der auf Zoes Seite kämpft, hat noch Hoffnung in sie gesetzt und ihr vertraut.

Zoe kann mittlerweile auch direkt Magie wirken aber gegen die Kreaturen und Magier des Nebelringes hat sie keine Chance, obwohl es ihr zumindest gelungen ist die giftige Substanz mithilfe von Magie aus ihrem eigenen Körper zu entfernen.

Die einzige Chance scheint ein hoher Zauber zu sein, zu dem aber alle traditionellen Magier zusammenarbeiten müssten. Die haben es jedoch weitgehend vorgezogen zu fliehen oder befinden sich schon in den Händen des Nebelringes.

Das war der Grund, warum ich mich erst schlafen legen wollte. Mitleid kann ich jetzt nicht gebrauchen. Bedauern schwächt selbst den größten Krieger. Wie soll ich für Bess stark sein, wenn man mich mit Blicken traurig hält?

Wie wird die Geschichte ausgehen? Kann Zoe noch etwas gegen den Nebelring unternehmen oder ist schon alles verloren? Ist Zoe in der Lage gegen ihre eigenen Freunde zu kämpfen? Falls Zoe erwischt wird, dann wird einen Exempel an ihr statuiert. Und es ist niemand mehr da, der ihr hilft, oder doch?

Der Wiederholungsteil von den vier Vorgängerbüchern ist sehr lang, allerdings geschickt verpackt. Der erste Teil des Buches ist eine Kombination von Wiederholung, Beschreibung der ausweglosen Lage und des Sammelns für den hohen Zauber.

Ich wollte ihn immer so sehr kennenlernen, aber jetzt, da er gesund ist, wollen wir beide in unterschiedliche Richtungen ziehen. Wir reden viel miteinander und es ist ein erwärmendes Gefühl, das dabei entsteht, aber es kommt mir vor, als hätte ich nur darauf hingearbeitet, dass er gesund wird, um mein eigenes Leben zu beginnen.

Dann kommt ein gewaltiger Dämpfer, der jegliche Hoffnung schwinden lässt… (mehr verrate ich nicht)

Zoe ist sehr tough geworden – sie hat eine starke Wandelung im Vergleich zu der Zoe, die man im ersten Buch kennengelernt hat, vollzogen.

In dem Buch findet sich eine gute Mischung zwischen spannenden und ruhigeren Passagen und es wird nicht langweilig.

Was ich interessant finde, das es hier genügend Grauschattierungen gibt bei den Charakteren. Isabell hat Zoe und ihre Freunde z.B. verraten aber auch ihre Hilfe wird benötigt und auch ihre Taten sind aus ihrer Sicht verständlich.

Isabell reicht jedem einen ihrer Glückszettel, nur mich übergeht sie wieder einmal. Als sie sich dann neben mich stellt, sagt sie: »Ich gebe dir nie einen, weil es dich fuchsig macht. Und genau das erwarten alle von dir.« Ich lächele daraufhin und schüttele den Kopf. »Ist auch eine Art Motivation.«

Es finden einige klärende Gespräche statt – der letzte Band hat ja mit genügend offenen Fragen und mit diversen neuen Charakteren geendet.

Emotional spricht mich der letzte Teil etwas mehr an als andere Teile der Serie.

Was ich auch sehr gut finde ist, dass hier nicht jeder Verbrecher am Ende im Knast landet oder ein gerechtest Urteil bekommt. Die Darstellung ist – so wie sie ist – einfach realistischer.

Wem die anderen Teile gefallen haben, dem wird auch dieses Buch gefallen. Wenn man die Vorgängerbücher nicht gelesen hat, macht dieses Buch trotz des Wiederholungsteils für die anderen Bücher aus der Serie keinen Sinn.

»Ah, Verbrechermanschette«, sagt Lupa, der hinter Michaena die Tür schließt und sich dann an einen Labortisch lehnt. »Mir wurden drei Jahre versprochen«, sage ich leicht grimmig. »Wäre ja schade, wenn ein Nebelring-Produkt vor Ablauf der Garantie kaputtgeht.«

Das Ende ist recht ausführlich. Ich mag es wenn man bei einer größeren Buchserie nicht mit ein paar Seiten aus dem Buch geschleudert wird. Das ist hier zum Glück nicht so. Es gibt einige Überraschungen. Mir gefällt es nicht vollständig aber das ist halt immer eine Geschmacksfrage.

Um die Liebesbeziehung geht es in diesem Buch nur noch am Rande.

Fazit:

Die Buchserie ist sehr fantasievoll und voller Abenteuer. Es gibt ständig neue Charaktere und die Geschichte bleibt durchgehend interessant. Logische Fehler gibt es nur wenige.

Erst wenn man etwas erreicht hat, kann man es mit dem vergleichen, was man hatte.

Die Liebesgeschichte ist zwar da, steht aber nicht so sehr im Vordergrund wie bei anderen Jugendbüchern.

Emotional hätte mich die Buchserie aber noch etwas mehr mitnehmen können. Aber das ist jammern auf sehr hohem Niveau.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Wieso kann ein Sanatorium sich einen Arzt leisten der nur forscht und nicht den Patienten hilft, obwohl sie ständig knapp bei Kasse sind?
  • Ich kann nicht ganz nachvollziehen wie Zoe und ihre Begleiter davon ausgehen, dass die Leute, die sie im Sanatorium gesucht haben ihnen nicht direkt zur Schöpferei folgen. Rauszubekommen wo der Krankenwagen hingefahren ist und dass Zoe vermutlich darin war, dürfte ja eine Kleinigkeit gewesen sein.
  • Die Rückkehr ins Sanatorium (Buch 1) ist einfach nur dumm un das Ergebnis wie erwartet
  • Der Plan von Zoe ist mehr als dünn – “sie müssen meinen Ruf zerstören”. Welchen Ruf? Sie ist die mutmaßliche Anführerin der Rebellen und somit brauchen sie Zoe nur einsperren und den Schlüssel wegwerfen
  • Die Vergiftung von Zoe in Buch zwei finde ich komplett unlogisch. Warum kann Toren als Zwillingsbruder von Bess in den Sicherheitsbereich der Arena marschieren? Da könnte Bess genausogut selbst dorthin gehen. Warum vergiftet er Zoe? Warum regt sich Zoe nicht darüber auf oder hinterfragt die Vergiftung? In welcher Beziehung steht Toren zu diesem Zeitpunkt überhaupt zu Bess und Lyn?
  • Woher weiß Zoe, dass Bess Auftragsmörder war? Gesagt wird davon nichts. Sie erfährt es erst nachdem sie es angeblich schon weiß.
  • Erst will Patricia die Kette nicht aus der Hand geben und dann darf Zoe sie mitnehmen? Weiterhin wollen sie erst auf keinen Fall nach Alnyr und am nächsten Tag fahren sie ohne Überzeugungsarbeit mit?
  • Zoe eröffnet Vilyan, dass die Illusionspause vorbei ist und er setzt sich in einen Gang der Bibliothek und liest Kinderbücher?! und fragt dann, ob die Pause vorbei ist?
  • Gibt es noch jemanden der bei der Szene mit den Portalen und der Schatzsuche sofort an Harry Potter und der Feuerkelch denken muss? Allerdings ist diese Variante hier so liebevoll gestaltet, dass es einfach nicht vergleichbar ist.
  • Wann hat Antonio Bess denn verraten, dass er Junkels in seinen Raum gelockt hat? Da er von Lemon mitgenommen wurde, dürfte er wohl kaum die Gelegenheit dazu gehabt haben das zu erzählen. Wenn er vorher bereits davon erzählt hätte, dann hätten Zoes Freunde ihn kaum zu Lemon gelassen
  • Ging das nur mir so oder macht das Haus in Band 4 überhaupt keinen Sinn für die Geschichte? Auch Vilyans Auftritt – nach Zoes Besuch in seinem Heldenzimmer – fällt eher in den Bereich Comedy und passt nicht so recht. Auch die Aktion Zoe zu entführen bzw. das Vilyan einen Tag eher vor Ort ist ergibt überhaupt keinen Sinn.
  • Wieso wurde Zoe von ihrer Mutter weggegeben und Mimo nicht? Noch unglaubwürdiger wird das Ganze als dann später erklärt wird, das Baldaresh und Zoes Mutter sich kennen. Sie hätte Zoe jederzeit zu sich holen können.
  • Wieso kehrt Zoe nach der Illusionsaktion vom Ende des 4. Buches in das Haus zurück, dass der Nebelring bereit als ihren Zufluchtsort kennt?
  • Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen der Sprengung des Verlagshauses und der Forderung nach dem Tot der Silbersoldaten. Als Gegenaktion war das also sinnlos, weil das Ergebnis nicht vorhersehbar war.
  • Nette Kritik an Biss (Buch 5) J
  • Mag sein, dass ich das irgendwo in der Länge der Serie verpasst habe aber was war jetzt das Motiv für die diversen Morde die Ronan begangen hat? Experimentiersucht?
  • Ehrlich gesagt weiß ich nicht so genau, ob ich Zoe für das Ende bemitleiden oder beglückwünschen soll. Ich stelle es mir nicht so toll vor als Einzelperson alle zu überdauern.

[collapse]

MondSilber [Serie]

MondSilberLicht - Marah Woolf  MondSilberZauber - Marah Woolf  MondSilberTraum - Marah WoolfMondSilberNacht - Marah Woolf

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Marah Woolf

Teile der Serie:

  • MondSilberLicht (300 Seiten)
  • MondSilberZauber (288 Seiten)
  • MondSilberTraum (300 Seiten)
  • MondSilberNacht (328 Seiten)

Bzgl. der Seitenzahlen gibt es offenbar unterschiedliche Ausgaben.

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Tolkien kannte unser Volk gut«, lächelte Raven mich an, »er war ein Eingeweihter.«

Emmas Mutter ist gestorben. Sie lebte bisher alleine mit ihr in USA, Washington. Emmas Mutter war aus Schottland ausgewandert, wo auch die einzige Verwandtschaft – ein Onkel lebt, zu dem sie nun gehen soll. Zum Ende der Welt, wie sie es selbst einschätzt.

Dort lernt sie Calum kennen, der sich abwechselnd abweisend und nett verhält und sehr geheimnisvoll ist. Welches Geheimnis hat er und warum benimmt er sich so seltsam? Und warum soll sie sich von ihm fernhalten? Was war der Grund warum ihre Mutter damals überstürzt Schottland verlassen hat und wer ist ihr Vater?

»Dad, das kann nicht dein Ernst sein. Du kannst Emma nicht in die Staaten zurückschicken. Wir sind die einzige Familie, die sie hat. Dass du sie bei wildfremden Menschen leben lassen möchtest … Ich kann das nicht glauben. Würdest du das auch mit einem von uns tun?«

Der Anfang ist mir etwas zu emotionslos. Emmas Mutter ist gerade gestorben und Emma schildert das so sachlich als wenn sie Jahrelang Abstand dazu hätte.

Das Verhältnis zu Calum fühlt sich anfangs nach Standardkost an. Mysteriöser Junge mal nett, mal weniger nett ist jetzt nicht so richtig neu. Dann zeigt sich, dass er anders ist (im wahrsten Sinne des Wortes). In der ersten Hälfte des Büches geht es um eine Standardgeschichte wie sich Teenager kennenlernen. Das liest sich aber gut, nur das Calum eben nicht Standard ist.

Emma ist einem von Anfang an sympathisch, Culum ist von Anfang an Mysteriös und Geheimnisvoll. Wer jetzt an Twilight, Lux und vergleichbare Geschichten denkt, liegt ziemlich richtig.

»Ich möchte nicht, dass du mir hilfst. Ich habe schon genug in eurer Familie angerichtet.« Empört sah sie mich an. »Was redest du da? Das ist nicht unsere Familie. Das ist deine Familie, und ob du es glaubst oder nicht, das sehen alle so.«

Die Schreibweise ist gut und man fühlt sich gleich zu Hause (da das die zweite Serie von Mara Woolf ist, die ich lese scheint das bei ihr normal zu sein).

Wirklich tiefe Emotionen kommen aber nicht auf. Als Einstiegsband ist das Buch ok. Allerdings kommt einem die ganze Geschichte sehr vertraut vor, wie schon x mal gelesen (Stichpunkte: Liebe, können nicht zusammen kommen, bereits versprochen, kämpfen dagegen an). Hier ist es irgendwie auch nicht sonderlich kreativ verpackt für meinen Geschmack.

Amelie neben mir sah mich an und bemerkte dann in ihrer gewohnt mitfühlenden Art: »Du wirst nie über ihn hinwegkommen, Emma.« »Ich weiß.« »Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie du damit leben willst.« Ich zuckte mit den Schultern und sah aus dem Fenster. »Du weißt doch, ich werde aufstehen, ich werde essen, ich werde lernen und im Übrigen alles tun, was nötig ist. Ich habe Übung darin, das darfst du nicht vergessen.«

Auch die Randbedingungen die danach folgen sind alle vorhersehbar. Erst am Ende des Buches gelingt es die altbekannten Muster etwas aufzubrechen.

Buch 2:

Um von Buch 2 nicht zu viel zu verraten fasse ich im Folgenden eher die Ausgangssituation vom ersten Buch zusammen, die dann die Basis für Buch 2 ist. Wer also nicht zum 1. Buch gespoilert werden möchte, hört hier auf zu lesen.

Calum ist ein Shellycoat ein Wassermann, er lebt eine Zeit lang unter Menschen, die Erfahrung zu machen wie es ist als Mensch zu leben. Nach dieser Zeit soll er sich wieder ins Wasser zurückkehren und sein Volk anführen. Er verliebt sich aber in Emma, was nach den Regeln seines Volkes streng verboten ist.

»Ich wollte nur, dass er sich mehr um mich kümmert«, versuchte Jamie zu erklären. »Er war nach einer Weile nicht mehr gerade liebevoll. Da dachte ich, wenn ich ihm sage, dass ich mich von ihm trenne, wird er wieder so wie am Anfang.« Verständnislos sah ich sie an. »Tolle Taktik«, bemerkte Amelie und betrachtete Jamie durch den Rückspiegel wie ein seltenes Objekt.

Als die beiden sich unbeobachtet wähnen werden sie von seinem größten Widersacher Elin entdeckt, der ihnen mit dem Tod droht und die Stellung als Nachfolger des Königs anstrebt. Elin sieht die Chance Calum aus dem Weg zu räumen. Um das zu verhindern muss Calum sich mit Amia verbinden.

Elin bringt sein Anliegen vor den großen Rat der Völker, hat dort allerdings keinen Erfolg. Im Gegenteil wird er für den Mord an Emmas Mutter und anderen Menschen zur Verantwortung gezogen und flieht daraufhin mit seinen Anhängern.

Aber der Rat der Shellycoats muss darüber entscheiden wie mit der Liebesbeziehung zwischen Emma und Calum umgegangen werden muss. Bevor es dazu kommt tötet Elin den König der Shellycoats und schwingt sich selbst zum Herrscher auf.

Das Objekt von Amelies Begierde erwies sich genau als das Sahneschnittchen, das ich befürchtet hatte. Er hieß Jake, war blond und äußerst attraktiv, wenn man auf groß gewachsene Muskelprotze stand, deren Gehirnkapazität nach drei Sätzen erschöpft war. Das war ungerecht, aber momentan war ich auf Männer im Allgemeinen nicht gut zu sprechen, das würde im Laufe der Zeit wieder besser werden, hoffte ich.

Emma ist am Boden zerstört. Ist Colum beim Angriff von Elin getötet worden oder wurde er gefangen genommen? Welche Chancen hat sie ihm zu helfen und sollte sie wegen dem Hass von Elin sogar um ihr eigenes Leben bangen? Was wäre das für ein Leben, wenn sie nicht mehr in die Nähe von größeren Gewässern kommen darf und ständig vor ihrem Tod Angst haben muss?

Emma erhält eine Nachricht von Calum, dass er noch lebt und sie auf sich achtgeben soll. Es zeigt sich aber sehr schnell, dass ihre menschliche Familie sie nicht beschützen kann. Daher bekommt sie das Angebot vom Rat, dass sie Avallach (Avalon) besucht. Wobei Emma nicht wirklich eine Wahl hat, nachdem Elin sie töten will. Emma verliert wieder ihre Familie.

Emma verhält sich am Anfang des Buches maximal naiv. Dass ist eine Eigenschaft von Charakteren in Büchern, die ich nicht besonders mag, weil sie wenig glaubwürdig ist. Sie hätte sich auch gleich hinstellen können und schreien: Hey hier bin, ich fangt und tötet mich bitte.

Ich verstand nur Bahnhof, außer das mit den zwanzig Bahnen. Der See maß schätzungsweise 100 Meter, wenn nicht mehr, in der Breite. Da würde ich eine Weile brauchen, ungefähr bis übermorgen.

Danach bekommt sie mal wieder eine Neue Umgebung, nachdem zuerst ihre Mutter ermordet wurde, sie dann in eine neue Familie bekommen hat und dann ihr Vater ermordet wurde ist sie wieder Fremd. Wie auch im ersten Buch hat man aber nicht den Eindruck, dass sie das sonderlich stört.

Die verschiedenen Wesen wie Faune, Werwölfe, Vampire, Elfen, Feen machen die Geschichte etwas interessanter. Sie sind aber alle relativ menschlich dargestellt.

»Ich werde für Lila da sein«, flüsterte ich. Meine Stimme versagte. »Das verspreche ich. Ich werde ihr von dir erzählen. Ich weiß, dass ich dich nicht ersetzen kann. Aber es wird für sie sein, als wärst du immer an unserer Seite, egal wo du ab heute sein wirst. Ich hoffe, dass du sie sehen kannst und sie beschützen wirst.«

Achtung Spoiler aber das geht nicht ohne:

Calums Verhalten kann ich in diesem Buch kein bisschen nachvollziehen. Das Emma unter ihm leiden würde, war mir zwar schon im ersten Buch klar, aber so dämlich wie er sich hier anstellt ist wirklich unglaubwürdig. Er will nun doch die nach den Regeln seines Volkes leben und verstößt Emma, um die ihm bereits als Kind versprochene (Miro) zu heiraten. Offenbar geht er grundlos davon aus, dass sie ihn liebt, obwohl sie immer nur wie Geschwister waren. Amia liebt aber einen anderen, sagt es Calum aber nicht (wobei er da durchaus selberr hätte drauf kommen können). Dann eröffnet Amia ihm, dass sie jemand anderen liebt und er „gibt sie frei“.

Ich sollte mit einem Baum reden und dann auch noch von Herzen. Klang doch ganz einfach, dachte ich sarkastisch. Amelie würde sich kaputtlachen, falls ich jemals dazu kommen sollte, ihr davon zu erzählen.

Wieso ging das vorher nicht? Er liebt sie ja offenbar auch nicht. Das alles nachdem er Emma verstoßen hat, um den Regeln seines Volkes zu folgen. Auch Amia kommt erst auf die Idee mit Calum zu sprechen, nachdem Emma auf sie einredet. Am Ende hat er das alles angeblich zum Schutz von Emma gemacht. Klar, ist total plausibel, spätestens als sie abhaut ist sie total geschützt. Für Emma ist dann natürlich sofort wieder alles in Ordnung, als Calum wieder auf sie zugeht und alles ist vergeben oder vergessen.

Buch 3:

»Ja, ja.« Sie winkte ab. »Das klärt mal schön beide allein. Wir haben unsere eigenen Sorgen.« Sie zwinkerte uns zu und verließ die Küche. Ihre Eltern sahen ihr hinterher. »Weshalb haben wir nicht vier Jungs bekommen?«, fragte Ethan Bree, woraufhin diese zu lachen begann und ihn umarmte.

Calum wurde befreit und befindet sich nicht mehr in der Gewalt von Elin, doch danach hat Culum  Emma zu ihrem eigenen Schutz verstoßen und will die Bedingungen seines Volkes erfüllen und sich mit Amia verbinden. Emma kehrt in die Menschenwelt zurück und versucht ihn zu vergessen, was ihr aber nicht gelingt.

Erst im letzten Moment siegt die Vernunft und Amia bitte ihn darum die Verbindung aufzuheben.

Elin hat nicht aufgegeben und mit dem Dreizack, der eigentlich für Emma gedacht war verletzt er Sophie schwer. Da der Dreizack vergiftet war befindet sich Sophie in einem komaartigen Zustand.

»Es ist beinahe immer so, dass während der ersten Vereinigung ein Kind entsteht.« Ich verschluckte mich und fing an zu husten. Calum reichte mir ein Glas Wasser und klopfte mir sanft auf den Rücken. Alle sahen mich an und ich spürte, dass ich puterrot wurde. »Da hast du wohl noch mal Glück gehabt«, hörte ich Amelies sarkastische Stimme von der Seite. Das Rot vertiefte sich, während Amber zu kichern anfing. Ich würde den Rest meines Lebens nicht mehr mit Amelie sprechen, nahm ich mir vor.

Calum geht auf Emma zu und sie verzeiht ihm sofort und verbindet sich auch gleich mit ihm.

Elin lässt die beiden nicht zur Ruhe kommen und greift sogar Avallach an. Wie sollen Calum und Emma je wieder sorgenfrei leben? Und wie sollen sie den Kampf gegen den übermächtigen Elin gewinnen?

Calum gibt auch hier mal wieder den Idioten – dieses Mal ist das Kapitel Eifersucht auf dem Plan.

Emma gibt sich in diesem Buch an einigen Stellen recht begriffsstutzig. Es ist irgendwie oft so in den Heldenbüchern. Die Helden erkennen zusammenhänge oft nicht, die sich dem Leser sofort erschließen. Ist das Absicht der Autoren, damit sich der Leser besser fühlt?

Das dritte Buch stellt den eigentlichen Abschluss der Serie dar und hat ein stimmiges ende. Teil 4 ist somit optional.

Buch 4:

»Der Arm ist gebrochen, das verheilt nicht in einer Nacht.« »Ach, weißt du, Emma, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde … man sollte meinen, dass du das mittlerweile gelernt hättest.«

Nachdem Emma bereits ihre Mutter und ihren Vater verloren hat, die beide ermordet wurden ist in der großen Schlacht mit den Undinen auch ihre Halbschwester und ihr Halbbruder getötet worden. Calum wird nicht König werden und die Vereinigung von Calum und Emma liegt nun bereits 6 Monate zurück.

Emma wird seit kurzem von einem Traum heimgesucht in dem sie stirbt und sie will in diesem Traum sterben.  Direkt zu Beginn der Geschichte gibt es einen zerstörerischen Sturm aber ist es wirklich nur ein Sturm oder steckt mehr dahinter? Hat Emma nicht schon genug durchgemacht? Und warum verhält Calum sich so seltsam?

»Was wäre passiert, wenn du unrecht gehabt hättest?« »Dann wärt ihr verbrannt.« Ich glaubte, mich verhört zu haben, und Merlin besaß wenigstens den Anstand, zerknirscht auszusehen. Entschuldigend hob er die Hände. »Aber wenigstens zusammen.«

Bei den Charakteren gibt es hier keine großen Überraschungen außer was Emma sich von Calum so alles gefallen lässt. Calum behandelt sie teilweise wirklich schlecht (ok, ist jetzt auch nicht neu, gab es alles schon in den vorherigen Büchern). Später ist ihr die Situation dann vollständig entglitten.

Die Shellycoats verhalten sich mal wieder primitv – man sollte meinen, dass sie dazu gelernt haben aber man fühlt sich auch hier an den wütenden Mob mit Mistgabeln erinnert.

Die Geschichte ist vergleichbar in den ersten drei Büchern – nur halt komprimiert auf ein Buch. Die Anschuldigungen, die sowohl von den Shellycoats als auch von den Elfen vorgebracht werden sind vom Niveau her tiefstes Mittelalter.

Du musst mich nur loslassen. Du musst mich gehen lassen. Ich wäre so gern bei dir geblieben«, flüsterte er mit letzter Kraft. »Aber das Schicksal hat etwas anderes für uns vorgesehen.« Ich schüttelte den Kopf. »Das Schicksal kann mich mal«

Teilweise wird die Geschichte im vierten Buch ziemlich konstruiert. Wenn man jemanden erst auf einen Sockel stellt (wir stehen Tief in deiner Schuld), dann beschuldigt, dann freispricht, dann wieder ohne Beweise beschuldigt und einsperren will ist das sehr wankelmütig. Das geht im zweiten Teil vom vierten Buch durch und durch so. Die Charaktere (egal ob Elfen oder Shellycoats) handeln  unüberlegt und dumm und verhalten sich alle wie vollkommen ungebildete.

Das Ende hat mich dann allerdings wieder etwas versöhnt.

Das Buch kann man auch eigenständig lesen. Wenn einen nicht stört, dass man etwas gespoilert wird, kann man also auch mit diesem Buch in die Serie einsteigen, da es für sich abgeschlossen ist.

Fazit:

»Hast du mit Calum darüber gesprochen?« Ich schüttelte den Kopf. »Es war nie die richtige Gelegenheit dafür, und dann begann er sich zu verändern.« »Wenn er wieder gesund ist, musst du das mit ihm besprechen. Liebe allein reicht nicht.« »Bisher nahm ich das irgendwie an.« »Tja, dann willkommen bei den Eingeweihten.« Sie grinste.

Ich mag die Schreibweise von Marah Woolf. Die Schreibweise wirkt natürlich und ich fühlt sich sofort direkt zu Hause. Das ist beileibe nicht bei allen Autoren der Fall. Die Welt ist interessant aber nicht Herausragend. Die bekannten Fabelwesen dürfen hier alle brillieren.

Marah geht auch auf Rückfragen ein und ist nahe beim Leser. Das finde ich toll!

Tiefe Emotionen sind bei mir in dieser Serie nicht aufgekommen. Das mag auch an dem hin und her zwischen Emma und Calum liegen, der mal supereinfühlsam ist und mal der größte Idiot. Das zieht sich durch alle vier Bücher und war mir über die ganze Serie dann doch zu lang.

Zum einmaligen Lesen war die Serie ganz nett aber zu mehr hat es bei mir nicht gereicht. Die Götterfunke Serie hat mir besser gefallen.

Teil 1-3 sind direkt zusammenhängend. Der vierte Teil ist später dazu gekommen und optional.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

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Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):
  • Es heißt zwar Unwissenheit schützt vor Strafe nicht aber welchen Sinn macht es Emma zu bestrafen für den Kontakt mit einem Volk, das sich vor ihr nie zeigen dürfte? (S. 190 v. 298 Buch 1)
  • Bei dem Tamtam was die Shellycoats bei Vollmond veranstalten, würden sie dauern von Menschen gesehen, die sie anschließend töten müssten (nach ihren Regeln) – da müsste es reichlich Todesfälle an Seen geben
  • „Ich würde dir nie“ wehtun und wer soll nach dem Tod ihrer Mutter schon wieder weggeschickt werden, nachdem sie sich gerade in ihrer neuen Familie eingelebt hat? Richtig Emma, nicht Calum. Es kommt zwar nicht soweit aber zu dem Zeitpunkt wird schon klar, dass sie den Preis für die Beziehung zu ihm zahlen wird. Dann später schleift er sie zum See, weil er mit ihr schwimmen will und er gefährdet ihr Leben und sie ist der Meinung, dass er nicht selbstsüchtig ist? Als er dann die Frage gestellt bekommt, ob er für Emma einen Leben als Mensch verbringen möchte, ist die Antwort auch nein (wobei eh ungeklärt ist wie das gehen soll – offenbar muss er ja mit den anderen regelmäßig schwimmen, um das leben an Land auszuhalten)
  • Spätestens nach dem klärenden Gespräch mit Calum und Dr. Erickson liegt der Verdacht nahe, dass ihre Mutter ermordet wurde. Somit stellt sich die Frage warum Emma verschont wurde. Weder der eine, noch der andere Gedanke kommt ihr zu dem Zeitpunkt.
  • Nachdem Ethan erst so ein Theater gemacht hat und Emma quasi schon fast im Flieger saß, lenkt er etwas sehr plötzlich ein und erlaubt Emma, dass sie bleiben kann. Weiterhin kann ich nicht nachvollziehen, dass er seine Familie mit dem Wissen um die Shellycoats gefährdet. Bevor alle informiert waren, war nur Emma in Gefahr. Durch das Einweihen seiner Familie gefährdet er alle.
  • Nach der Schwimmaktion mit Calum hätte ich an Ethans stelle Emma zum Schutz der eigenen Familie ausquartiert und zu Dr. Erickson verfrachtet.
  • Es ist ziemlich naiv anzunehmen, der der Preis für einmal Sex nicht zu hoch sein kann (O-Ton Emma), wenn man ihn den Rest des lebens bezahlen muss
  • Elin scheint total logisch zu sein. Er hasst die Menschen dafür, dass Ares sich in eine Menschenfrau verliebt hat und dann mit einer erzwungenen Gefährtin ihn zur Welt gebracht hat und ihn nicht geliebt hat. Vielleicht sollte er die Regeln des eigenen Volkes hinterfragen. Wenn Ares keine Partnerin – statt seiner eigentlichen Liebe – aufgezwungen worden wäre, dann hätte es Elin nie gegeben. Und natürlich will Elin Krieg mit den Menschen (das war auch schon klar, bevor es im Buch stand, sonst wäre er ja kein hinreichender Bösewicht)
  • Wieso sollte sich ein Shellycoat darüber aufregen, dass er nicht geliebt wird? Das ist nun mal nicht garantiert, wenn man bereits im Kindesalter versprochen wird (Beziehung zwischen Ares uns siener Frau).
  • Warum sollte die Rückkehr von Calum Emma irgendeinen Schutz bieten? Elin wäre jeder Zeit in der Lage sie zu töten, was er ja bei ihrer Mutter bereits getan hat
  • Es ist unglaublich naiv von Emma vor den großen Rat zu treten – zuerst sogar ohne irgendwelche Regeln und die Lebensweise der Shellycoats zu kennen – und das nachdem ihre Mutter bereits von ihnen ermordet wurde. Allein das sollte reichen, um sie davon abzuhalten. In Anbetracht des vorherigen Punktes macht es aber eh keinen Unterschied, so lange Elin lebt, weil sie eh immer in Lebensgefahr schwebt
  • Buch 1: Warum greift Elin Calum nicht an, wenn er zurück zu den Shellycoats kommt. Nachdem Elin Ares getötet hat ist ein Mord mehr oder weniger auch egal. Das der Mord dann später bei den Shellycoats als Unfall verkauft wird, ist ziemlich unglaubwürdig, wo der Rat doch die Wahrheit kennt.
  • Die Situation am Anfang von Buch 2 ist nicht plausibel: Calum ist angeblich sehr beliebt bei seinem Volk, wird aber von Elin eingesperrt, der den König ermorder hat und nicht beliebt ist. Elin lässt Calum nur am leben, weil er so viel Rückhalt hat. Das sollte so wohl kaum funktionieren unter der gegebenen Ausgangslage und wenn er den Großteil des Klans gegen sich hat.
  • In Buch 2 sagt Emma, dass ihr nicht bewusst war, dass Elfen Gedanken lesen können. Das weiß sie aber schon seit Buch 1
  • Wieso sollten die Shellycoats allein nicht überleben können, wenn sie aus dem Rat ausgeeschlossen werden (Buch 2)? Ich kann nicht erkennen das der Rat irgendetwas macht was das überleben von irgendwem gewährleistet.
  • Die Werwölfe und Faune wollen die Shellycoats aus dem Rat verbannen aber dann einvernehmlich mit ihnen gegen die Menschen vorgehen? Das ergibt keinen Sinn (Buch 2)
  • „Ich nickte und war bereit jede seiner Bedingungen zu erfüllen, wenn er mich bloß nie wieder verließ.“ – Wenn das nicht echte Liebe ist oder halt, seit wann stellt man da Bedingungen?
  • Buch 3: Wieso kann Elin Emma nicht aufspüren, als er in das Schloss eindringt. Bei ihrer Mutter ging das um die ganze Welt und bei ihr auf ein paar Meter Entfernung nicht? Calum kann sie ja auch spüren.
  • Warum Emma Miss Wallace nicht als Elfe erkannt hat ist mir nicht klar. Die Frage wird zwar im Buch gestellt aber nicht vollständig beantwortet, sondern nur in Bezug auf anderen Menschen und nicht auf Emma. Davon mal abgesehen kann offenbar jeder Feen sehen aber keine Vampire, Elfen usw. in ihrer wahren Gestalt?
  • Wieso werden die Autos versteckt (wobei ich mir das auch nicht ganz so einfach vorstelle „zwischen Büschen“)? Ein verstecktes Auto ist wohl deutlich auffälliger als ein ganz normal geparktes, wenn es jemand auftöbert.
  • Emmas Aussage, dass es das Schicksal „mal wieder“ gut mit ihr und Culum gemeint hat kann ich nicht so ganz nachvollziehen nach allem was passiert ist.
  • Emma sagt zweimal zu Peter, dass sie niemandem etwas von den Informationen aus dem Buch erzählen dürfen aber dann erklärt er ihr warum?!
  • Wieso sollten Feen eine Brücke benötigen, wo sie doch fliegen können?
  • Irgendwie praktisch, das vor der Eifersuchtsthematik mit Colum plötzlich Raven nicht mehr erwähnt wird und auch die Beziehung zwischen ihr und Peter plötzlich kein Thema mehr ist. Ansonsten wäre das Geheimnis keins geworden, weil Raven eh in Peters und Emmas Gedanken schauen kann.
  • Spätestens bei dem Gespräch mit Morgaine und Raven hätte Raven in den Gedanken vom Emma gesehen was der Plan ist (wenn man fast was ausposaunt, was man nicht verraten wollte, denkt man auch daran)
  • Im ersten Buch ist der Tanz für Calum lebenswichtig, damit er unter Menschen existieren kann und bei den Elfen verzichten diverse Shellycoats freiwillig auf den Tanz? Nicht ganz nachvollziehbar.
  • Erst ist Calum supereifersüchtig und dann ist wieder als wenn nichts gewesen wer. Er redet nicht mal mit Emma darüber?
  • Das man mit dem Spiegel jeden Beobachten kann ist ja gut und schön. Trotzdem ist für die im Buch dargestellte Detailplanung Massenüberwachung möglich. Es dürfte also sehr schwer sein viele Personen flächendeckend zu überwachen und auf kurzfristige Ereignisse zu reagieren, da man zur gleichen Zeit eben nicht sehr viele Personen im Auge behalten kann.
  • Erst macht sich Emma sorgen über eine Narbe mitten im Gesicht, nachdem ihr der Ast ins Gesicht gepeitscht ist und dann später beim Baum ist keine Rede mehr davon
  • Der Zugang zum Udinenversteck ist lt. Buch schmal. Wie soll denn da der große Spiegel durchgepasst haben?
  • Der Teil kurz vor der Vernichtung des Spiegels liest sich als wenn Emmae in aller Ruhe dem Kampf zuschaut, während ihre Schwester stirbt.
  • Buch 4: Erst ist Emma mit Calum im Pub und dann in derselben Szene plötzlich zu Hause?!
  • Die ganze Unterwasserwelt ist irgendwie ziemlich unlogisch – Drachenfeuer unter Wasser, die Grotten tief unterwasser sind aber nicht voll Wasser, sondern voll mit Atemluft. Ausgehend von der Beschreibung müssten an jedem Gebäude Schleusen oder magische Felder sein, die das Wasser zurückhalten. Tief unter der Oberfläche wäre es auch Stockdunkel und Früchte wachsen dann dort auch keine. Auch das „normal“ atmen unter Wasser ist nicht nachvollziehbar unter dem Aspekt, dass man sich offenbar auch dort verschluckt, wenn man Wasser in die Luftröhre bekommt. Wie soll das normale Atmen denn bitte sonst gehen, wenn nicht über die Lunge? Flüssigatmung gibt es ja durchaus. Verschlucken kann man sich dann aber wohl nicht an der Flüssigkeit und ein ständiges Wechseln zischen unter Wasser / Sauerstoff wäre auch so nicht möglich.
  • Die Logik der Beschuldigungen gegen Emma ist schlagend: Sie ist so mächtig, dass sie die Udinen besiegen konnte. Sie hat eine Schule zerstört, zig Heie heraufbeschworen und die ganze Ernte vernichtet, lässt sich aber von einer Wache in ihrem Zimmer einsperren und versucht auch nicht zu flüchten. Alle haben Angst vor ihr aber dann wird sie mal eben von irgendwelchen alten Erntehelferinnen festgehalten und kann sich nicht dagegen wehren. Das erinnert alles sehr an die Hexenverbrennungen aus dem Mittelalter. Die Hohepriesterin bei den Elfen nimmt dann gleich dieselbe Rolle ein. Auch die Story, dass die Hohepriesterinnen sich um das Volk der Elfen sorgen aber nicht in den für das ganze Volk existenzbedrohenden Kampf gegen die Udinen eingegriffen haben ist mehr als dünn. In diesem Buch mischt sich die Hohe Priesterin ständig ein und befehligt offenbar sogar Wachen
  • So machtversessen wie die Shellycoats offenbar sind ist denen eh nicht zu helfen. Man stürzt einen verrückten Diktator und schon nimmt der nächste seinen Platz ein.
  • Die Geschichte mit den Udinen kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich mich recht erinnere hieß es in den vorherigen Teilen, dass die Udinen von der Königin bestraft wurden. Hier heißt es wiederum, dass die Udinen die Königin in den Spiegel gesperrt haben?
  • Erst stehen die Elfen lt. Königin tief in Emmas Schuld. Als Emma dann von den Vorkommnissen mit Calum erzählt glaubt ihr niemand. Dann wird sie untersucht und „irgendwas“ wird in ihren Erinnerungen gefunden. Das wird nicht mal näher spezifiziert. Daraufhin werden die Vermutungen als haltlos abgetan und dann wird sie wieder beschuldigt und soll auch sofort eingesperrt werden. Alles von derselben Königin. Man kann hier nicht mal von Indizien sprechen, weil die Zusammenhänge viel zu schwach sind. Das alles wirft kein gutes Licht auf die Elfen. Von angeblichen Freunden sollte man schon etwas mehr erwarten können. Am besten ist dann, dass Elisien erst sagt, dass sie Emma glaubt, wenn sie ihr versichern kann, dass sie unschuldig ist und dann kommt „»Es ist alles gesagt«, unterbrach Elisien ihn. »Wir haben gesehen, wozu Emma fähig ist. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie beim nächsten Mal noch größeren Schaden anrichtet. Heute hatten wir Glück. Du kannst gern morgen mit ihr sprechen. Heute Nacht muss ich darüber nachdenken, was weiter geschehen soll.«“ – Na dann ist ja alles klar. Warum sollte man auch nachfragen, bevor man jemanden einspett, der das eigene Volk gerettet hat. Und danach setzt sie sogar noch nach und beschuldigt Emma weiter. Zur Krönung des ganzen sollen Calum und Emma dan quasi ausgewiesen werden ohne Hilfe. Da kann man sich ja richtig was drauf einbilden, wenn die Elfen meinen, dass die einem was schuldig sind. Am besten ist dann noch, dass Elisien das nicht mal direkt kommuniziert, sondern über die Hohepriesterin.
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