Nordwesten USA und Kananda Reise 2004 [Reisebericht]

Wir haben eine Rundreise von New York bis New York gemacht. Das war übrigens die einzige Rundreise, bei der ich die Reisegruppe nicht in guter Erinnerung behalten habe. In dem Fall haben wir leider die typischen Klischees von Deutschen erfüllt. Pedantisch, nervig, unentspannt.

Wie kam das?

Ziemlich am Anfang der Reise hingen wir eine Stunde mit dem Bus fest. Der Fahrer hatte keine Erfahrung mit dem Modell. Die Busse (wie auch die Autos) in den USA haben i.d.R. Automatikschaltungen. Bei unserem Bus war eine bekannte Make, dass man teilweise 1x Vollgas geben muss, damit sich die Bremse löst. Das hat unserem Busfahrer nach einer Stunde rumprobieren ein anderer Busfahrer erklärt.

Ansonsten war in dem Bus ein Griff am Sitz kaputt.

Die beiden Gründe und ein “fachmännischer” Blick einiger Mitreisenden war dann Anlass einen Beschwerdebrief zu schreiben, den alle im Bus unterschreiben sollten. Wir haben dankend abgelehnt.

New York

Was soll man zu New York schreiben? New York ist so vieles. New York ist laut, bunt, unheimlich geschäftig, hektisch, riesig und voll mit Taxis.

Jeder hat das Bild der New Yorker Taxis im Kopf. Abends leuchten die Reklametafeln um den Timesquare als gebe es kein Morgen.

Wir haben in New York ein Hotel über einer Polizeistation gehabt. Netterweise haben die Polizisten nachts die Sirene nicht direkt unter unserem Zimmer angeschmissen oder wir waren so abgehärtet, dass wir es nicht mehr mitbekommen haben. Tagsüber hört man im 5 Minuten Rhythmus irgendwelche Sirenen.

Zum Schichtwechsel sind die Polizisten als Machtdemonstration mit zig Streifenwagen aufgelaufen und haben quasi eine Show abgezogen und mal eben alle die Sirenen angeschmissen. Anfangs ist man echt irritiert über den ganzen Lärm aber nach einer Weile härtet man ab und der Krach fehlt einem sogar irgendwie, wenn er weg ist.

Auch das Überqueren von Straßen ist – wie in vielen Großstädten speziell. Mal gehen Fußgänger, mal fahren Autos. Mit den Ampelsignalen hat das nur bedingt zu tun. Irgendwann wird gehupt und gefahren und irgendwann strömen die Fußgänger einfach im Rudel über die Straße.

Boston

Boston ist eine der schönsten Städte der USA. Die Stadt war wohl früher nicht die schönste, wenn ich den Ausführungen des Reiseleisters glauben darf. Aber die Stadt hat ziemlich große Anstrengungen unternommen um Grüner zu werden und das ist wirklich gut gelungen.

Boston spielt – wie auch Washington in der Geschichte der USA eine elementare Rolle.

Acadia Nationalpark

Eigentlich war geplant, dass wir den Inidian Summer erleben, leider hat der Herbst zwar Regen geschickt aber keine bunten Blätter.

Quebec

Kanada ist eine Bunte Mischung zwischen europäisch (französisch) und amerikanisch (kanadisch bzw. US-amerikanisch). In Quebec und Montreal sprechen viele Einwohner lieber französisch als englisch. Toronto ist dann eindeutig mehr fokussiert auf englisch.

Das geht so weit, dass es in den eher frazösisch orientierten Städten auch morgens in den Bäckereien Croissants gibt und in Toronto die Ausrichtung eben mehr amerikanisch ist.

Montreal

In Montreal haben wir mit dem Bus eine Runde auf der Formel 1 Rennstrecke gedreht. Ihr glaubt nicht wie lahm einem ein Bus auf einer F1 Rennstrecke vorkommt.

Weiterhin haben wir uns das Olympia Gelände angeschaut. Irgendwie wirkt es schon komisch, wenn auf einem derartig großen Gelände, wo mal Menschenmassen durchgeströmt sind nur noch so wenige Leute unterwegs sind. Ich war zumindest zum ersten Mal auf einem Olympiagelände und fand es ziemlich beeindruckend.

Toronto

Der CN-Tower ist sehr beeindruckend und war damals eines der größten Gebäude der Welt. Besonders die Glasbodenelemente waren für einige Leute etwas zu viel. Übrigens der Aufzug hat auch diese Elemente. Die sind nur abgedeckt, weil einige Touristen sich nicht rein getraut haben.

Niagara Falls