Wochenrückblick – PCT Woche 1 – San Diego und Wüste

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

Vielleicht ist es nur unsere Natur, dass wir uns ständig die Dinge wünschen, die waren und sein könnten, anstatt die Dinge, die sind und sein werden. – Pierce BrownRed Rising

Und sonst so:

Sonntag – 14.04.2019

Am Sonntag (wegen der Zeitverschiebung hatte ich letzte Woche nicht davon berichtet) war ich recht Hoffnungsvoll, dass ich die Nacht durch schlafe, da ich bis Abends durchgehalten hatte. Das hat allerdings nicht wirklich geklappt. Das hatte vermutlich verschiedene Gründe.

Zum einen wäre wohl das Party Nachbarzimmer zu nennen. Andererseits ist Downtown San Diego am Samstag nicht vor 2 oder 3 Uhr ruhig. Als ich dann nachts um halb drei aufgewacht bin, war ich auch gedanklich wieder bei den Treilvorbereitungen, was nicht beim Einschlafen geholfen hat.

Nachts habe ich also noch ein paar Sachen erledigt, um dann um halb 5 noch mal für zwei Stunden zu schlafen (das hat sogar funktioniert).

Danach habe ich nach einem recht kargen Frühstück im Hotel den Balboa Park besucht. Der Fußweg war insofern etwas beschwerlich, als das ich zuerst einige Straßen ohne Bürgersteige bzw. Fußgänger erwischt habe (typisch USA). Fußgänger sind oft eher die Ausnahme als die Regel.

Der Park ist eine Mischung aus Museen, Theatern, Geschäften und eben ein Park. Generell kann ich nach den zwei Tagen sagen, dass die USA viel teurer sind, als ich das von meinem letzten USA Urlaub in Erinnerung hatte. Der letzte USA Urlaub liegt allerdings auch einige Jahre zurück.

Das Luft- und Raumfahrtmuseum und das Automuseum standen heute auf dem Programm. Beide sind ganz nett, aber wirklich gesehen haben muss man sie nicht. Das Angebot ist in beiden recht überschaubar. Da kann man besser in die Technikmuseen in Sinsheim und Speyer gehen, davon hat man viel mehr.

Edit 28.08.2020 Das Luftfahrtmuseum von Boeing in Seattle ist eine absolute Empfehlung.

Edit Ende

Im Luft- und Raumfahrtmuseum gab es auch die schlechteste 4D Vorstellung die ich je gesehen habe. Angeblich sollte es einen Raumkampf geben (warum es kein Luftkampf war, verstehe ich nicht, das hätte zumindest zum Museum gepasst). Der Kampf hat aber nicht stattgefunden. Es gab einige zusammenhanglose Szenen in denen Ein Raumschiff irgendwelche Manöver durchgeführt hat, die total sinnlos von Effekten begleitet wurden.

Anschließend bin ich noch in 3 Supermärkten gewesen und kenne jetzt grob das Angebot. Mit dem Essensangebot den Trail zu bestreiten wird auf jeden Fall spannend. Ich habe jetzt ca. 4kg gekauft, von denen ich  Montag 3kg voraus schicken werde.

Edit 28.08.2020 Wow, da habe ich wirklich prophetischen Weitblick gehabt und bereits eines meiner Hauptprobleme auf dem Trail identifiziert.

Edit Ende

Was auffällig ist in San Diego ist die hohe Anzahl von Obdachlosen.

Ansonsten bekommt man im Supermarkt alles in Plastiktüten verpackt. Andernorts werden die Dinger aus Umweltgründen abgeschafft. In den USA bekommt man teilweise mehrere pro Einkauf.

Montag – 15.04.2019

In der Nacht zum Montag habe ich besser geschlafen. Immerhin war ich erst um 5:00 wach.

Somit bin ich aufgestanden und habe mich noch etwas mit den Vorbereitungen beschäftigt. Unter anderem habe ich ausgerechnet welche Kalorienanzahl meine Essenspakete haben. Das Ergebnis war nur ca. 4000.

Das ist zu wenig für den Trail. Eher angebracht sind 5000 oder mehr. Daran muss ich wohl noch arbeiten.

Edit 28.08.2020 Wenn ich da schon gewusst hätte, dass ich nie auch nur ansatzweise die Kalorienmenge zu mir nehmen würde, die ich eigentlich vorgesehen habe… Ob es irgendwie geholfen hätte, ist allerdings eine andere Frage.

Edit Ende

Um 9:00 stand ich dann vor dem Postamt, dass erst um 9:30 geöffnet hat. Es ging aber nicht nur mir so, sondern diversen Leuten. Als es dann um 9:30 geöffnet hat, standen locker 20 Leute davor und ich stand eine ganze Weile in der Schlange nur um mir erklären zu lassen welche Aufkleber ich benötige. Da jedes Postamt eigene Öffnungszeiten hat ist es Glückssache zu einem zu gehen / fahren ohne vorher die Öffnungszeiten zu prüfen.

Insgesamt haben 3 Pakete ca. 50 $ gekostet und der Spaß hat 1,5 Stunden gedauert. Das ist noch optimierungsfähig.

Anschließend würde ich von einer Freiwilligen zu Scout und Frodo gefahren, die jede Nacht ca. 35 Leute beherbergen.

Von dort kann man Pakete abschicken, einkaufen, noch fehlende Ausrüstung kaufen. Alles was man so braucht. Schon Wahnsinn, dass die beiden das seit Jahren unentgeltlich machen. Die Aussage von “Scout” (Trailname) zu dem Thema ist, dass sie es können und deshalb kein Geld möchten.

Es wird aber auch recht schnell klar, dass man zwar Hilfe bekommt, aber man nichts hinterhergetragen bekommt. Man ist für sich selbst verantwortlich. Ob man genug Wasser oder Essen hat liegt in der eigenen Verantwortung. Niemand prüft das.

Edit 28.08.2020 Ja auch das war etwas naiv. Auf dem Trail muss man ständig eigene Entscheidungen treffen, die lebenswichtig sin. Da ist es schon richtig, dass man vorher auch nicht den Arsch nachgetragen bekommt. Man sollte sich aber auch nicht auf Gearshakedowns oder ähnliches vor dem Trail verlassen. Entweder macht man das vor dem Trail selber oder man lernt es auf die Harte Art.

Edit Ende

Zusätzlich zu Fußproblemen habe ich jetzt noch Rückenprobleme. Der Start ist also optimal.

Für Morgen ist Regen und recht kaltes Wetter und Wind vorhergesagt. Das ist direkt mal zum Abgewöhnen.

Im Laufe des Tages haben diverse “Veranstaltungen” stattgefunden. Von Besuchen bei AT&T, einer Gear Prüfung eines Hikers von Jemand, der auf dem Trail war, bis zur diversen Hinweisen zu Verhaltensregeln auf dem Trail.

Als Upgrade für meinen Filter habe ich jetzt noch den Deckel einer 700ml Smartbottle beschafft. Der Originaldeckel geht sehr leicht verloren.

Edit 28.08.2020 Und mein Smartdeckel war ein Montagstdeckel. Nachdem der Filter Deckel also futsch war und der Montagsdeckel nicht mal einen Tag gehalten hat, stand ich ohne da. Ich würde heute zwei Smartdeckel mitnehmen und den Originalen vom Filter direkt entsorgen.

Edit Ende

Um 9:00 war der Tag zu Ende und morgen heißt es um 4:30 aufstehen, 5:30 treffen und ab 6:00 geht es zum Trail.

Dienstag – Campo, Lake Morena (Mile 20) – Tag 1 – 16.04.2019

Geschlafen habe ich in der Nacht quasi nicht.

Mein Rücken ist übel. Ich stelle nur knapp vorm Totalausfall. Stehen geht, sitzen und liegen ist übel und so wirklich förderlich ist die Luftmatratze nicht in dem Kontext.

Das Wandern lief heute trotzdem ziemlich gut dank Vitamin I (Ibuprofen). Das wird in den USA mit 200mg Dosen pro Tablette verkauft und man soll nur 6 pro Tag nehmen. Unter 2 pro Einnahme braucht man aber nicht anfangen und die halten eh nur 3 Stunden. Die schmecken ins den USA übrigens wie Süßigkeiten (je nach Hersteller) und da wundert man sich, dass davon zu viel genommen werden.

Um 7:00 waren wir beim Trail und die obligatorischen Bilder vom Terminus und Grenzzäune standen an. Der Grenzzaun wurde dank Trump mit 2 Reihen Militärstacheldraht verstärkt.

Die Kontrolle der Permits erfolgte in der Form, dass zwei PCTA Member abgefragt haben, ob man ein Permit hat und anschließend, ob es für heute gültig ist. Alle hatten ein Permit, vier nicht für den aktuellen Tag. Interessiert hat es niemand.

Nach 8,5 Stunden waren die 20 Meilen erledigt ca. 950 Höhenmeter lt. Uhr). Mal sehen wie es mir morgen geht. Interessant ist, dass meine Garmin Uhr 38km angibt, die liegt normal zu niedrig. Aber ich benutze sie im Stromspar-GPS Modus, vielleicht stimmen die Daten somit nicht so ganz.

Heute war es ok. An den kleinen Zehen sind Ansätze für Blasen. Ich habe über Nacht ein Pflaster drauf geklebt, das kommt aber morgen runter, weil ich mit Dauerbepflasterung im Training schon blutige Blasen hatte.

Es hat den ganzen Tag über geregnet oder gefisselt. Kurz vor dem Ziel gab es dann noch eine richtige Ladung. Ohne Wasser von oben ist es eindeutig cooler zu hiken.

Edit 28.08.2020 So was kann auch nur jemand behaupten der noch keinen Eisregen auf dem PCT erlebt hat.

Edit Ende

Aktuell bin ich glaube ich der erste aus unserer Gruppe von rund 30 Leuten (die meisten sind heute 5 Meilen weniger gelaufen). Erstaunlich. Die meisten sind jünger und somit leistungsfähiger. Hoffentlich macht mein Rücken morgen mit.

Edit 28.08.2020 Wie war das Hochmut kommt vor dem Fall? 😉

Edit Ende

Das ich bis Lake Morena durchgehalten habe, hat sich allein wegen den zwei Burgern mit Pommes und Cola gelohnt. Die Bürger waren wirklich gut, obwohl der Laden nicht so aussah.

Danach hatte ich allerdings Dünnpfiff, das kommt aber vermutlich von dem ganzen Müll den ich tagsüber gefuttert habe. Wenn das jetzt die Regel wird, dann könnte das problematisch werden.

Aktuell liege ich auf dem Campingplatz in Lake Morena im Zelt und sehe den Mond durchs Zeltdach.

Mein Fuß hat heute mitgemacht. Hoffentlich bleibt das so, dann schlafe ich morgen vielleicht im Hotel.

Edit 28.08.2020 Womit wir meine Haupttrailmotivation gefunden hätten. Das nächste Townfood

Edit Ende

Der Trail sieht im Startbereich insgesamt besser aus als gedacht. Ich habe sehr wenig Toilettenpapier / Müll gesehen.

Heute waren schon einige Highlights dabei, die allerdings bei dem Wetter auf dem Foto nicht so toll aussehen.

Mittwoch – Lake Morena, Mount Laguna (Mile 42) – Tag 2 – 17.04.2019

Woha, immerhin 6 Stunden Schlaf im Zelt. Auf dem Zeltplatz war der Abstand zwischen den Zelten mit 10-15m aber recht angenehm. Da es fast alles ZPacks Duplex sind, sieht das sehr spacig aus.

Das Zelt ist beim Einpacken klatschnass. Außen vom Regen, innen von der Kondensation.

Nachdem der Vortag gut gelaufen ist, habe ich mir als Tagesziel Mount Laguna gesetzt. Das war bei ca. 4km, ca 1300 Höhenmetern und Temperaturen um 25°C etwas zu viel des Guten. Ab mittags war ich an meiner Leistungsgrenze und habe dann auch noch zu spät etwas gegessen.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Trailfood schon jetzt hasse?

Heute bin ich ohne Unterhose unterwegs. Gut für die Scheuerstelle am Hintern, schlecht für die Hüften an denen Scheuerstellen vom Beckengurt enstehen. Morgen also wieder mit Unterhose. Ansonsten kommt morgen Moleskin zum Einsatz für die Hüften. Ich wollte eigentlich die Stelle Abends behandeln, habe es aber schlicht vergessen.

Die erste Tageshälfte war klasse und der Trail abwechslungsreich. Das sich die Landschaft innerhalb eines Tages so ändert, hätte ich nicht gedacht.

Das Konzept des Trails habe ich nun auch verstanden. Man nehme den größten Berg, dann dass tiefste Tal und Reihe beides endlos aneinander. 😉

Edit 28.08.2020 Ich hatte ja keine Ahnung wie recht ich damit hatte. Das beschreibt den ganzen PCT.

Edit Ende

Heute habe ich den Deckel von meinem Wasserfilter verloren und den angeblich so tollen Ersatzverschluss einer Smartwaterbottle geschrottet. Beides an einem Tag ist eine Leistung.

Die Ankunft in Laguna war eine derbe Enttäuschung. Alles hatte zu und alle Lodges waren gebucht. Ich wollte eigentlich in einem Bett schlafen. Also ab ins nasse Zelt ohne was gutes zum Essen.

Edit 28.08.2020 Ganz schön weinerlich dafür, dass ich gerade erst gestartet bin.

Edit Ende

Der Campingplatz ist nicht für Hiker gedacht und kostet 26$. Recht happig.

Ich bin übrigens der erste von 50 gestarteten Hikern, sofern ich das richtig überblicke, trotz Rückenproblemen. Der extrem späte start heute wirft mich aber zurück. Ich hätte nie gedacht, dass es bis hierhin so gut läuft.

Edit 28.08.2020 Ja, ganz toll. Und direkt danach fingen die Beinprobleme an. Etwas langsamer wäre smarter gewesen.

Edit Ende

Der Trail ist übrigens teilweise echt schwer zu wandern, sehr steinig, uneben usw.

An vielen Stellen ist der Trail wie ein steiniger Flusslauf ohne Wasser.

Wenn man stürzt hätte man an den ersten beiden Tagen schon Gelegenheit gehabt sich schwer zu verletzen.

Wie das für Esel und Pferde funktionieren soll ist mir schleierhaft.

Morgens habe ich heute den ersten Punkt für Trail Magic entdeckt. Es war aber niemand da. Das war soweit ich weiß Trail magic von jemandem, der sich regelmäßig auf Facebook darüber auslässt wie viele Hiker früh aufgeben. Wenn er den Stand erst mittags öffnet ist die Gefahr zumindest größer, auf Hiker zu treffen, die aufhören wollen.

Edit 28.08.2020 Boah, schon wieder so weinerlich und irgendwie auch großkotzig. Ich wurde ja später geläutert

Edit Ende

Heute waren auch Flussquerungen dabei. Ich habe direkt die PCT Methode benutzt. Alles an lassen und durch marschieren. Die Füße waren erstaunlich schnell trocken.

Bei einer zweiten Querung hieß es durch richtig tiefes Wasser oder mit einem abenteuerlichen Balanceakt komplett trocken oder reinfallen. Ich bin balanciert und trocken geblieben.

Donnerstag – Mount Laguna – Mile 60.5 – Tag 3 – 18.04.2019

Da ich Essen benötige und in Laguna vor 9:00 nichts öffnet, hänge ich hier nun fest. Das nervt. Die beste Hikingzeit bei hohen Temperaturen ist morgens ab 5:30. Jetzt starte ich um frühestens 9:30 in die Mittagshitze.

Allerdings gab es dadurch zum Frühstück Pizza. Die war um Längen besser als Trailfood. Der Shop war gut bestückt. Ich habe 4 Bananen mitgenommen. Die sind zwar schwer und haben zu wenig Kalorien aber sie schmecken wenigstens.

Heute hatte ich zum Abendessen ein Fertiggericht was bestenfalls ekelig war. Ich hab es aber runter gewürgt.

Morgens habe ich mir für total “günstige” 160$ ein Hotel in Julian gebucht. Da soll mal einer sagen, dass mit Hikern kein Geld zu machen ist.

Edit 28.08.2020 Das ist übrigens ein Fehler so früh und häufig in Hotels abzusteigen. Es gibt Hiker, die geben auf dem ganzen Trail nicht mehr als das aus was ich in einer Nacht rausgehauen habe. Man kann also mit viel weniger Geld hiken.

Edit Ende

Gestern haben die Sehnen im vorderen Bereich des rechten Fußes geschmerzt (heute alles gut) und heute die im linken, allerdings heftiger. Ich hoffe, dass das morgen wieder besser ist. Man kommt sich vor wie der Terminator, der einen Systemcheck durchführt. Jeden Tag schmerzt was neues und man muss die Dringlichkeitsliste neu sortieren und herausfinden, ob es kritisch ist.

Mein Rücken ist weiterhin nur solange ok, wie ich hike.

Dafür, dass ich heute nur 19 Meilen gelaufen bin und 650 Höhenmeter, fühle ich mich nicht gerade besser als am Vortag.

Heute oder besser gesagt gestern ist mir bei der Wasserplanung ein Fehler unterlaufen. Ich habe nur für heute geplant und nicht für den Folgetag. Jetzt habe ich grob 8 Meilen zur nächsten potenziellen Wasserquelle. Die Beschreibungen hören sich etwas abenteuerlich an und ich habe nur noch 2l. Die nächste Wasserquelle danach ist weitere 9 Meilen entfernt. Bisher habe ich immer 3l dabei gehabt und nur 1,5 zur nächsten Quelle benötigt, da bin ich zu nachlässig geworden.

Der Trail war heute wieder anders als an den ersten beiden Tagen.

Heute hat mich jemand joggend (fast ohne Gepäck überholt).

Wenn ich den PCT nicht beende, dann wegen dem Essen oder einer Verletzung. Das im Zelt schlafen ist zwar kein Highlight aber so schlimm ist es nicht (wenn man nicht gerade Rückenprobleme hat).

Heute steht mein Zelt übrigens alleine neben dem Trail.

An der linken Hüfte (wo der Gurt aufliegt), habe ich jetzt eine Beule. Ich werde ein Blasenpflaster aufkleben. Ich hoffe das hilft, ansonsten muss ich mit mal einen Doc suchen der das entwässert.

Freitag – Mile 60.5 – 77 Julian – Tag 4 – 19.04.2019

Ich bin um kurz 5:15 wach und mache mich gegen 7:00 auf den Weg. Die morgendliche Routine dauert momentan einfach so lange. Die Nacht war extrem ruhig.

Die Beule an der linken Hüfte ist weg, die Schmerzen nicht.

Gegen 8 bereue ich bereits, dass ich nicht eher aufgestanden bin (dass ich so spät aufgestanden bin liegt primär daran, dass es nachts wirklich kalt ist, bis man losläuft). Ab 8 war es so heiß wie an anderen Tagen ab mittags.

Der Bereich über den linken Fußknöchel ist nach wie vor geschwollen und schmerzt. Während des Tages habe ich fast den Schmerzlevel vom Vortag erreicht.

Da ich für die einzige Wasserquelle heute 2 Meilen extra laufe (der von Trailangeln angelegte Wassercache ist leer), komme ich auf grob auf 19 Trailmeilen. wegen dem Fuß bin ich aber nicht gerade schnell.

Ich entschließe mich trotz der horrenden Preise zu einem Extratag in Julien. Damit bin ich dann wieder genau in meinem Plan (bisher lag ich einen Tag davor). Ich hoffe das hilft meinem Fuß sich zu erholen. Für das Geld was 2 Tage Julien kosten, machen andere eine Woche all inklusive Urlaub.

Edit 28.08.2020 Wenn ich da mal schon gewusst hätte, dass die simple Lösung für das Problem höhere Socken sind hätte ich mehrere hundert $ und viele Schmerzen gespart

Edit Ende

Der Tag ist bisher mein härtester. Heute kommt noch eine große Blase an der rechten Ferse dazu. Ob das am veränderten Laufstiel liegt, um den linken Fuß zu entlasten oder der Schuh nicht eng genug geschnürt war, weiß ich nicht.

Auf dem Trail habe ich bisher erstaunlich wenig Leute getroffen.

Als ich gegen 17:00 mit den letzten Reserven auf dem Highway Richtung Julien eintrudle erwarten mich drei Trailangel. Ein Ehepaar und ein älterer Herr.

Das Ehepaar ist superglücklich, als ich eintrudle. Sie sind aus LA per Auto angereist (3h) nur um mehrere Stunden vergeblich auf Hiker zu warten. Ich bin der erste Hiker der heute auftaucht.

Ich habe mich noch nie so sehr über ein kaltes Getränk gefreut.

Die Trailangel fahren mich nach Julien, wo sie mir noch einen frisch gebackenen Apfelmuffin aus der lokalen Bäckerei und ein weiteres Getränk schenken. Danke!

Edit 28.08.2020 Das war übrigens das Beste Gebäck was ich entlang des Trails hatte. In Stehekin war ich nicht, insofern kann ich dazu nichts sagen

Edit Ende

Im Hotelzimmer bekomme ich spontan Schüttelfrost. Habe ich zu wenig gegessen oder getrunken? Da ich durchgängig normal urinieren könnte, kann ich eigentlich nicht zu wenig getrunken haben.

Abends trinke ich gut 2l und esse eine Lasagne und den Apfelmuffin.

Die Klamotten Wasche ich per Hand in der Badewanne, da es in Julien keine andere Möglichkeit gibt.

So sieht die Badewanne aus, wenn man 4 Tage gehiked ist und die Klamotten wäscht (die habe ich natürlich nicht so hinterlassen).

Ich drehe noch eine kleine Runde, durch die absolut künstliche Touristenstadt und gehe wie gewohnt um kurz nach 21:00 schlafen.

In Julien wird mir auch klar, warum ich auf dem Trail so wenig Leute getroffen habe. Meiner Gruppe bin ich bis auf vielleicht ein oder zwei Leute, die ich aus den Augen verloren habe davon gelaufen. Ich bin sogar in die Nachzügler von dem Vortag gelaufen. Der Hauptteil vom Vorstarttag war aber noch gut 6-9 Stunden vor mir.

28.08.2020 Ja, ganz toll nach 77 Meilen, sind ja nur noch grob 2500+ bis Kanada

Edit Ende

Samstag – Julian – Zero Day – Tag 5 – 20.04.2019

Ich stehe um 5:15 auf und schreibe etwas am Blog. Heute geht es primär darum genug zu essen, zu trinken, Essen für zwei Tage zu beschaffen, den Körper zu schonen und die nächsten Tage zu planen.

Gegen 12:00 muss ich aus meinem Hotel raus und in ein anderes wechseln, dass den checkin aber erst ab 15:00 erlaubt. Ich habe dort trotzdem um 12:00 angeklopft und konnte um 13:00 ins Zimmer.

Die Klamotten sind natürlich nicht trocken. Aber als Hiker ist man ja leidgeprüft.

Nach dem Frühstück habe ich meine Hose etwas enger gemacht. Wenn ich schwitze und hike rutscht die unter den Beckengurt. Desto mehr Schichten zwischen Rucksack und Hüftgürtel liegen, desto besser.

Zwischendurch kühle ich immer wieder die Sehnen / Muskeln am Fuß.

Edit 28.08.2020 Verrückt wie viel Aufwand ich Anfangs in das Fußthema gesteckt habe. Das hat alles wenig gebracht. Höhere Socken wären wie gesagt die Lösung gewesen.

Edit Ende

Julian ist eine absolute Touristenstadt. Tagsüber ist sie total überlaufen und abends werden die Bürgersteige hochgeklappt.

Was den Reiz ausmacht außer ein paar alt aussehenden Hāusern und Geschäften, entzieht sich mir etwas.

Gegen 14:30 habe ich mich mal in den Burgerladen getraut. Die Wartezeit Betrug ca. 1 Stunde. Wahnsinn. Aber ich habe ja heute Zeit. Allein die Atmosphäre ist es aber wert.

Abends gab es ein Stück Pizza.

Der Sonntag kommt wegen der Zeitverschiebung nächste Woche.

Weitere Leselaunen

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Wochenrückblick – PCT -1 Woche – Anreise & San Diego

Mein Ausgangspunkt für den PCT - das ist die Bahnstation, an der ich Montag abgeholt werde

Leselaunen / Wochenrückblick

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Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Auf dem Weg nach San Diego habe ich die H.O.M.E. Serie begonnen.

Momentane Lesestimmung:

Die Reise geht vor, somit richte ich mich nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Zitat der Woche:

»Warum sollte es mich interessieren, was du bist? Mich interessiert, wie jemand handelt. – Pierce BrownRed Rising

Und sonst so:

Am Mittwoch hatte ich meinen vorerst letzten Arbeitstag – für etwas über ein halbes Jahr. Das fühlt sich schon ziemlich seltsam an. Ich habe noch nie eine so lange Auszeit gehabt – nicht mal im Studium. Das habe ich ziemlich schnell durchgezogen.

Ab Mittwoch Nachmittag und Donnerstag war ich dann noch einer Geschäftsreise, wo ich mir die aktuellsten Entwicklungen in meinem IT-Tätigkeitsbereich angeschaut habe. In dem Kontext werden im nächsten halben Jahr aber keine Wunder vollbracht.

Am Freitag kam noch ein neuer Rasenmäher mit Mulchkit, damit meine Mutter das ganze Gras in meiner Abwesenheit nicht wegfahren muss. Abseits davon, dass man in den letzten 20 Jahren die Tankanzeige wegrationalisiert hat, ist das Teil gut. Er springt mit einem Zug an, mulcht auch höheres Gras bei Feuchtigkeit und ist relativ leise.

Freitag Abend ging es dann bei winterlichen Temperaturen (es schneit bei uns) mit dem Zug zum Flughafenhotel. Auf dem Weg dorthin habe ich eine Dosis typisch guter deutscher Laune abbekommen und mit dem Buch H.O.M.E. Das Erwachen begonnen.

Was war passiert? Ich wollte vom Flughafenbahnhof zum ein paar Kilometer entfernten Airporthotel. Der erste Taxifahrer hat mich weggeschickt, weil es angeblich eine Ebene tiefer günstiger für mich wäre. Eine Ebene tiefer hieß einige hundert Meter zurück.

Nachdem ich dort war und die Taxis gefunden hatte kam ich hinten in einer Reihe von 10 Taxis an. Der Fahrer hat mir dann gesagt, dass er mich nicht fährt und ich nach vorne laufen soll.

Als ich vorne war hat sich der Taxifahrer erbarmt und die ganze Fahrt rumgejammert, dass er drei Stunden gewartet hat und nur für 7,5€ arbeiten muss. Gegen 0:30 war ich dann im Hotel. Die Übersetzung der diversen Aussagen war also, dass auch die Fahrt nicht lohnt für 3km.

Nach einer recht kurzen Nacht (5:45) bin ich von dort zum Flughafen gefahren, wo der Flieger um 10 nach San Diego ging.

Nach dem Taxierlebnis vom Vortag bin ich morgens mit dem Shuttlebus gefahren. Das war am Vortag nicht möglich, da mein Zug nach dem letzten Shuttlebus eingetrudelt war.

Der Security Check war spannend wie nie zuvor. Kaum sieht man nach Backpacker aus, wird das komplette Gepäck durchsucht mit Drogencheck. Das habe ich so auch noch nie erlebt.

11 Stunden Flug sind nicht so dramatisch, wenn man schon mehrfach in Australien und Neuseeland war.

Im Flieger gab es dann erst mal exzessiven Filmkonsum. Ich bekomme ja vorerst vermutlich keine Filme mehr zu sehen, da muss ich ja etwas vorarbeiten.

Die Filme waren:

  • Ballon 4/5
  • Bumblebee 3,5/5
  • Bohemean Rapsody 4/5
  • Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen 3/5

Ich bin schon länger nicht mehr mit den Standardkopfhörern geflogen und bei Lufthansa gab es nur auf einer Seite Ton, weil die Kopfhörer nicht kompatibel zum Flieger waren. Der Hörer hatte zwei Pins, der Flieger nur den Standardstereoanschluss. Somit ging es nur mit Untertiteln.

Bohemian Rhapsody kann ich sehr empfehlen.

Ansonsten habe ich noch etwas gelesen aber nicht geschlafen. Danach war der Flug auch schon vorbei.

Gegen 13:00 bin ich dann in San Diego eingetrudelt und zum Hotel gefahren. Das ging übrigens super und für 2$. Es gibt einen Shuttlebus vom Flughafen nach Downtown. Die Haltestelle habe ich direkt gefunden und 2 Min später war der Bus da. Somit war ich schon um kurz nach 14:00 im sehr teuren Hotel.

Noch mal Luxus pur, bevor es auf den Trail geht (das war keine Absicht aber das war mit das günstigste Zimmer)

Meine gesamte Habe. Für den Flug habe ich alles Richtung blauen Beutel verlagert, damit ich das Handgepäck (den Rucksack) möglicht klein bekomme und Flüssigkeiten im aufgegebenen Gepäck (blauer Beutel) und Akkus im Handgepäck sind.

Samstag habe ich mich ein wenig in San Diego umgeschaut. Primär habe ich den Hafenbereich und dort die Midway besichtigt. Es ist wirklich beeindruckend einen derart großen Flugzeugträger aus der Nähe bzw. von innen zu betrachten. Man sieht vom Flugdeck bis zu Maschinenraum so ziemlich alles.

Das Wetter war super.

Anschließend stand noch der erste Besuch im Supermarkt an. Nach derart wenig Schlaf war ich mit der Auswahl ziemlich überfordert. Die Ausbeute war aber ok, wenn auch noch nicht optimal. Da kann ich ja noch dran arbeiten. Manchmal ist weniger mehr.

Edit 28.08.2020 – Erfrischen zu sehen wie naiv ich am Anfang das Essensthema angegangen bin. Ich hatte keine Ahnung wie schnell ich viele von den Sachen nicht mehr sehen kann.

Edit Ende

Das ist wohl noch nicht die Optimalkombination aber ein Anfang.

Der Unterschied was die Freundlichkeit der Mitmenschen angeht ist gefühlt riesig. Ein netter Plausch mit dem Kassierer und alles wird direkt in Tüten gepackt und zack, schon ist man knapp 50 $ los für lauter ungesunde Sachen. 😉

Das Postamt habe ich auch schon entdeckt. Das hat aber erst Montag offen und ist nah beim Hotel

Den Poweradapter für das Notebook habe ich vergessen. Für den Rasierer hatte ich extra ein anderes Netzteil bestellt und das Notebook nicht bedacht.

Edit 28.08.2020: Wenn ich Anfangs schon gewusst hätte wie selten ich das Notebook benutze, hätte ich es nicht gekauft.

Edit Ende

Wenn es mehr nicht wird, kann ich wohl zufrieden sein. Ärgerlich ist es trotzdem. Samstag Abend gab es dann noch eine Pizza und es ging zu Hikers Midnight um 21:00 ins Bett, damit ich mich direkt an die neuen Zeiten gewöhnen. Das hat aber nur so halb gut geklappt um 2:30 bin ich wach und schreibe gerade am Blog.

Die angeblich geruchsfreien Klamotten jetzt schon. Nach einer Woche Trail dürfte der Geruch unglaublich sein.

Edit 28.08.2020: Damit lag ich falsch, glaube ich. So schlimm war das mit dem Gestank nicht, zumindest soweit ich das beurteilen kann.

Edit Ende

Der ganze Workflow mit WordPress und den Fotos funktioniert aktuell mehr schlecht als recht. Die Fotos lassen sich nicht von der Canon Camera auf das iPhone übertragen, weil die Canon App nichts taugt. Mit der WordPress App lassen sich wiederum Fotos nicht hochladen. Der Weblogin ist nicht wirklich responsive und somit teilweise nicht bedienbar. Die Anwesenheit von Fotos im Bogbeitrag liegt primär daran, dass ich noch Zugriff auf das Notebook habe.

Der Sonntag fehlt übrigens in dem Bericht jede Woche, da ich den durch die Zeitverschiebung noch weitgehend vor mir habe.

Wie war eure Woche?

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1. Lesequartal 2019

Da ich ab jetzt voraussichtlich ein halbes Jahr in den USA bin fallen die nächsten zwei Lesequartale möglicherweise aus. Aber zumindest das erste hatte einiges zu bieten.

Kurz zu meinen Wertungen:

>= 4 Sterne – sehr gute Bücher und auch mehrfach lesenswert

3 oder 3,5 Interessant zu lesen aber mir reicht es die Bücher einmal gelesen zu haben.

Meine Highlights in absteigender Reihenfolge:


Amani – Alwyl Hamilton

Amani Rebellin des Sandes - Alwyn Hamilton Amani Verräterin des Throns - Alwyn Hamilton Amani Rebellin des Morgenrots - Alwyn Hamilton

Die Serie ist definitiv mein Highlight im 1. Quartal. 1001 Nacht wie es besser nicht sein kann. Die Abenteuerkomponente steht in dieser Serie mehr im Mittelpunkt als die Liebe.

Ich kann nur sagen mehr davon.

4.5 out of 5 stars 4,5/5


1001 Dark Nights – The Prince / The King – A Wicked Novella

1001 Dark Nights The Prince A Wicked Novella - Jennifer Armentrout 1001 Dark Nights The King A Wicked Novella - Jennifer Armentrout

Fortsetzung der Wicked Serie, die mir ziemlich gut gefallen hat. Die Fortsetzung liest sich bisher auch recht interessant und ich bin gespannt wie es weiter geht.

4 out of 5 stars 4/5 (Zwischenfazit, da bisher nur ein Buch erschienen ist)


Frühstück mit Kängurus – Australische Abenteuer – Bill Bryson

Frühstück mit Kängurus - Bill Bryson

Australische Abenteuer nach typischer Bill Bryson Schreibart. Britischer, schwarzer und sarkastischer Humor inbegriffen. Wenn man also witzige Bücher mag und mal in Australien war oder sich dafür interessiert, dann ist man mit dem Buch gut unterhalten.

4 out of 5 stars 4/5


Ein Käfig aus Rache und Blut – Laura Labas

Ein Käfig aus Rache und Blut - Laura Labas Ein Thron aus Knochen und Schatten - Laura Labas Eine Krone aus Herz und Asche - Laura Labas

Vorab die Serie hat keinen richtigen Namen, insofern benutze ich den ersten Teil als Seriennamen.

Die Handlung dreht sich um eine junge Frau, deren Familie von Dämonen (man könnte auch einfach Sagen Außerirdischen) getötet wurde, die aus einer anderen Welt auf der Erde eingefallen sind und die Menschheit nun mehr oder weniger als Sklaven halten.

Die Hauptcharakterin entwickelt sich in der Serie von bloßen Rachegelüsten deutlich weiter (wohin verrate ich nicht, um die Handlung nicht vorweg zu nehmen)

4 out of 5 stars 4/5


Red Rising – Pierce Brown

Red Rising - Pierce Brown Red Rising im Haus der Feinde - Pierce Brown Red Rising Tag der Entscheidung - Pierce Brown

Serie um eine Dystopische Welt mit einem Kastensystem. Abseits der Goldenen sind alle anderen mehr oder minder Sklaven und werden unterdrückt. Die Serie wird auch teilweise mit Panem verglichen, was aber bestenfalls im ersten Buch stimmt. Der (sinnlose) Gewaltlevel ist extrem hoch. Von Folter bis Verstümmelung ist alles dabei. Der Autor schmeißt Teilwise die Logik komplett über Bord, um gute Wendungen zu ermöglichen.

4 out of 5 stars 4/5


Mystic Highlands – Raywen White

Mystic Highlands 1: Druidenblut - Raywen White Mystic Highlands 2: Druidenliebe - Raywen White Mystic Highlands 3: Mythenbaum - Raywen White

Serie mit recht viel Herzschmerz aber relativ wenig Handlung. Ansonsten ist der Name Programm. Die Serie spielt in einem Mix aus Realwelt mit magischen Elementen und einer Parallelwelt.

3.5 out of 5 stars 3,5/5 (Zwischenfazit, da ich Teil 1 und 2 gelesen habe, teil drei handelt von einer separaten Geschichte, die in derselben Welt spielt)


Infiziert – Teri Terry

Infiziert - Teri Terry

Meiner Meinung nach ein eher schwacher Versuch eine gleichartige Geschichte analog zur Gelöscht Serie zu erschaffen. Leider ist die Handlung sehr vorhersehbar. Die Serie besteht aus drei Teilen. Ich bin aber bisher nicht über den ersten hinaus gekommen und habe in den anderen beiden lediglich geprüft, ob meine Vermutungen zur Handlung bestätigt wurden (ja, wurden sie).

3 out of 5 stars 3/5


Silberschwingen – Emily Bold

Silberschwingen - Erbin des Lichts

Das ist das erste Buch, dass ich abgebrochen habe, seit dem Blogstart. Das Badboy Image so weit hoch zu treiben, dass er Leute verstümmeln darf und sich die Hauptakteurin sich trotzdem in ihn verliebt, geht mir eindeutig zu weit.

2 out of 5 stars 2/5


 

Wochenrückblick – PCT -2 Wochen – Erholen

Leselaunen / Wochenrückblick

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Da ich ab Mitte April den Pacific Crest Trail (PCT) wandere (so lange nicht noch irgendwas dazwischen kommt – auf Holz klopf), habe ich mich entschlossen Wöchentlichen Post temporär anzupassen. Es geht hier also in näherer Zukunft kaum oder wenig um Bücher, sondern um Wandern und Reisen. Zudem werde ich mich aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA und dem unregelmäßig verfügbaren Internet wohl auch nicht so genau an die Postzeiten halten.

Aktuelles Buch:

Keins, ich wollte direkt vor dem Trail nichts neues anfangen. Mal sehen wie lange ich mich daran halte. 😉

Momentane Lesestimmung:

Ich habe den vierten Teil der Red Rising Reihe (Asche zu Asche) beendet. Der Teil endet mit einigen Cliffhangern. Der erste Teil des Buches liest sich in etwas die die ersten (mehr vom gleichen), der zweite Teil ist dann aber überraschend abwechslungsreich. Ansonsten bleibt der Autor seinem Stil aber treu. Am Ende bzw. Anfang von jedem Buch steht Darrow mit nichts da.

Ich werde versuchen die Rezi noch online zu stellen, bevor es auf den Hike geht.

Zitat der Woche:

Falls ich eines Tages deine Feindin werden sollte, werde ich es dir sagen. Und ich werde dir auch sagen, warum.« »Jeder ist so lange ehrlich, bis er bei einer Lüge erwischt wird.« – Pierce BrownRed Rising

Und sonst so:

Blessuren

Ich hatte letzte Woche berichtet, dass ich mir am Fuß etwas gequetscht / gedehnt hatte. Zumindest war es recht schmerzhaft beim Wandern mit 15kg Zusatzgewicht auf dem Rücken (bzw. Hüften). Das ist vor etwas mehr als einer Woche am Freitag passiert, als ich ungünstig aufgetreten bin. Samstag habe ich dann einen Tag Pause eingelegt. Sonntag dann wieder 11km gewandert und Montag dann an eine technisch einfachere Strecke mit über 20km gewandert.

Aufgrund der Schmerzen danach (während des Wanderns ging es ganz gut) konnte ich mir dann aber nicht mehr einreden das einfach weglaufen zu können. Somit habe ich von Dienstag bis Samstag pausiert.

Als ich meisten dieser Zeilen morgens geschrieben habe, war ich noch unschlüssig, ob es heute eine Gute Idee ist wieder zu wandern. Bis zum Trail ist es ja nur noch knapp mehr als eine Woche. Viel Zeit zum erholen ist also nicht mehr da. Ein bisschen Wandern ist für die Formerhaltung und das Selbstvertrauen ganz gut. Andersrum wäre es natürlich schlecht, wenn es danach wieder mehr schmerzt.

Ich bin also heute Nachmittag die üblichen ca. 22km gewandert. Mein Fuß hat es scheinbar ganz gut überstanden. Mal sehen wie es morgen ist. Somit wird es das bis zum Trail wohl gewesen sein, weil ich nächste Woche wenig Zeit habe. Aber 175km und 4700 Höhenmeter sind ja immerhin ein Anfang. Ich will nicht wirklich darüber nachdenken, dass das gerade mal 3% vom Trail sind.

Die Lektion, die ich nun aber gelernt habe: Langsamer kann schneller sein. Selbst wenn man halb so langsam läuft in problematischen Abschnitten, dann ist man noch viel schneller, als wenn man ein oder zwei Wochen Auszeit nehmen muss.

Vorbereitungen

Die Hauptplanung habe ich vor einer Weile bereits abgeschlossen. Ich habe mich jetzt noch um einige Details gekümmert. Beispielsweise die Wasserreports (wo gibt es aktuell Wasser entlang des Trails) auf den aktuellen Stand gebracht. Ich habe jetzt alle Unterlagen auf das Handy kopiert. Auf meinem Mininotebook in der Bouncebox habe ich sie auch und als Backup noch auf einem VPS-Server. Somit komme ich immer irgendwie dran.

Die Bouncebox habe ich die Woche über ein paar mal gepackt und Tetris gespielt. So ein 18l Eimer ist echt klein. Ich habe mittlerweile aber eine ganze Menge drin. Dieses Jahr benötigt man aktuell (stand heute) noch Mikrospikes bei Kilometer 280. Ich bin aber recht optimistisch, dass der Schnee weg ist, bis ich dort bin. Zuerst muss sich mein Fuß beruhigen.

Da der komplette Trail nördlich von Kennedy Meadows aktuell extrem verschneit ist, bringt es aktuell auch nichts einzelne Abschnitte eher anzugehen. Evtl. ist es dieses Jahr also nicht so schlecht am Anfang etwas langsamer zu sein.

Ansonsten habe ich noch ein wenig an meinem Server rumgebastelt (bisher hat die automatische Auffrischung des SSL Zertifikates nicht richtig funktioniert – die sollte jetzt klappen, so das ich mich in den USA nicht darum kümmern muss) und das Backup war etwas zu groß geworden.

In San Diego habe ich 1,5 Tage Zeit. Einen davon werde ich wohl etwas Tourist spielen. Ich war schon mal in San Diego aber das war nur relativ kurz und ist auch schon lange her.

Aktuell steht auf dem Plan die USS Midway, das Air & Space Museum und optional das Automuseum zu besichtigen. Vielleicht geht es auch noch ins Hardrock. Mal sehen.

Zusätzlich muss ich für die Erste Etappe Nahrung kaufen und Plastikflaschen, auf die mein Filter passt. Das erste Nachschubpaket für das Paradise Cafe muss auch gepackt werden. Da kann ich mich gleich mal im Supermarkt üben. Man muss sich ja erst mal an die amerikanischen Produkte gewöhnen uns rausfinden was einem schmeckt.

Am Montag geht es zum Augenarzt (Vorerkrankung). Ich hoffe, dass ich dort grünes Licht bekomme. Wenn der was findet, ist das Abenteuer vorbei, bevor es beginnt.

Am Dienstag ist dann noch eine Impfung fällig. Dann bin ich durch.

Freitag geht’s dann mit dem Zug nach Frankfurt und Samstag Nachmittag bin ich in San Diego. Sonntag steht mir zur Freien Verfügung.

Aktuelle Stimmungslage

Die schwankt etwas. Die Sache mit dem angeknacksten Fuß stimmt mich nicht gerade optimistischer. Letztendlich werde ich erst auf dem Trail sehen wie es läuft. Der erste Abschnitt sind knapp 30km und dann steht man auch nur auf einem Campingplatz. Nach 67km kommt eine Sammlung von ein paar Minigeschäften (oder eher Tante Emma Läden). Bis zum ersten Städtchen sind es 124km.

Obwohl ich den ganzen Trail geplant habe, hatte ich in der Vorbereitung bereits ganz ordentlich Schmerzen (mal ganz abseits vom Muskelkater waren das teilweise Schmerzen, die sich eher nach Verschleiß anfühlen). Insofern lasse ich den Trail auf mich zukommen. Auch der halbe Trail ist ein Abenteuer, dass die wenigsten Menschen auf der Welt erleben und noch immer eine riesige Entfernung. Ich werde also versuchen in kleinen Schritten zu denken. Das Motto ist also “Der Weg ist das Ziel”.

Es fühlt sich auch etwas komisch an ein halbes Jahr alles hinter sich zu lassen. Ich habe bisher noch nichts vergleichbares gemacht. Ein halbes Jahr totale Freiheit. Kann man mit dieser Freiheit überhaupt etwas anfangen? Findet man danach zurück ins Berufsleben oder ist man nicht mehr derselbe? Wie kommt man damit zurecht ein halbes Jahr in einem anderen Land mit anderer Sprache zu sein ohne Freunde, Familie? Ich bin gespannt.

Faktisch habe ich jetzt ein halbes Jahr Zeit. Selbst wenn ich auf dem Trail gesundheitliche Probleme bekomme (und damit natürlich auch rein zeitlich nicht mehr die Möglichkeit ergibt den Trail zu wandern), gibt es Alternativen. Man kann sich ein Auto mieten und sich die schönsten Abschnitte des Trails ansehen oder einfach einen Roadtrip durch die USA machen. Ein halbes Jahr frei verfügbar ist ein Luxus, den man im leben eher selten hat, an den man sich aber auch erst mal gewöhnen muss.

Die letzte Arbeitswoche

Diese Woche wird es aufgrund einer Geschäftsreise vor dem Trail noch mal stressig. Aber das geht auch irgendwie.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen und Wochenrückblicke:

Von Blogplänen und Italienurlaub bei ninespo ∗ Invasion der Bücher bei LeseLeidenschaft ∗ Comicwoche bei Saskias Books ∗ der Countdown läuft! bei Lieblingsleseplatz ∗ Chaos Leseroutine und Job-Hürde bei Miss. Naseweis ∗ Hellboy is back bei Letterheart ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liestproduktives & entspanntes Wochenende bei Trallafittibooks ∗ Eine arbeitsreiche Woche bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Von Zaubern, Katzen und Klamottenfaltsystemen bei Lucinda im Wunderland ∗ Wetter genießen bei Tiefseezeilen ∗ The Gardener’s Nosh und Co. bei glimrende ∗ Der Neustart bei Hauntedcupcake ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗ Super Noten und tolles Wetter bei Andersleser ∗

 

Frühstück mit Kängurus: Australische Abenteuer [Buch]

Frühstück mit Kängurus Australische Abenteuer - Bill Bryson

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Bill Bryson

Titel:

Frühstück mit Kängurus (413 Seiten)

 Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Ich habe nie erfahren, wie lange ich damals in dem Auto geschlafen habe, aber kurz war es nicht. Ich weiß nur, dass ein bleiernes Schweigen in der Luft hing, als ich wieder zu mir kam – eben die Art Schweigen, das Menschen überkommt, die in ihrer Heimatstadt einen zusammengesackten, zuckenden Haufen von einer Sehenswürdigkeit zur anderen karren und er sie keines Blickes würdigt.

Als ich Picknick mit Bären gelesen habe, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Aufgrund der guten Bewertungen wurde mein Interesse geweckt. Da ich schon dreimal Australien besucht habe und in rund 9 Wochen zumindest einen ganz guten Überblick bekommen habe, war ich gespannt auf die Sicht von Bill Bryson.

Das Buch ich ich ziemlich launig geschrieben. Wie auch schon bei Picknick mit Bären sind auch hier deutliche Zweifel angebracht, ob alles wirklich so passiert ist. Sein Schreibstil passt zu Australien aber besser als zum Appalachian Trail.

Das hat damit zu Tun, dass Bill Bryson immer wieder Erlebnisse beschreibt, dann aber teilweise über lange Passagen in die Geschichte, die Politik, kurioses Hintergrundwissen und alle möglichen anderen Themen abtaucht. Von Tierwelt, über Geschichte, über Entdecker, kulturelle Besonderheiten, Gewohnheiten wird so ziemlich alles geboten.

Wenn Sie im Busch sind und eine Schlange kommt daher, bleiben Sie stocksteif stehen, und lassen Sie sie über Ihre Schuhe gleiten.« Donnerwetter, diesen Ratschlag würde ich ja nun von allen, die ich je bekommen hatte, am wenigsten befolgen.

Das was er dabei aufzeigt ist dabei alles Mögliche: Witzig, Informativ, belanglos, langweilig. Da Australien aber deutlich mehr Hintergrundmaterial bietet, hatte er für dieses Buch deutlich mehr interessantes Füllmaterial zur Verfügung als bei Picknick mit Bären.

Wenn man sich konkret über Australien informieren möchte, ist das Buch eher ungeeignet. Wenn man unterhalten werden möchte und im Optimalfall schon mal in Australien war oder noch dorthin reisen möchte, kann das Buch recht interessant sein.

Warum Australiens Spinnen so extrem giftig sind, weiß übrigens niemand; sie fangen nur kleine Insekten, können sie aber mit einer Giftmenge abfüllen, von der ein Pferd tot umfallen würde. Ein schlimmer Fall von Overkill, scheint mir.

Einige Passagen muten auch etwas seltsam an. Als ihm ein Geländewagen übergeben wird, nutzt er mehr oder weniger Star Trek Sprache um aufzuzeigen, dass er die technische Einweisung des Vermieters nicht verstanden hat. So schlimm wird es wohl kaum gewesen sein.

Es werden einige Klischees wie z.B. giftige Tiere umfassend abgearbeitet, während Bryson andere Themen wie z.B. Vegemite auslässt. Derartige Lücken gibt es hier und dort. Insofern hat auch Herr Bryson noch nicht alle Besonderheiten von Australien entdeckt.

Eine australische Fliege versucht, die Feuchtigkeit von Ihren Augäpfeln zu saugen. Wenn Sie sie nicht ständig wegscheuchen, stößt sie in Bereiche Ihrer Ohren vor, von denen ein Wattestäbchen nur träumen kann. Sie stirbt gern für die Herrlichkeit, mit einem winzigen Plumps auf Ihrer Zunge zu landen. Tanzen dreißig oder vierzig auf diese Weise um Sie herum, folgt der Wahnsinn auf dem Fuße.

Was er zum Thema Fliegen schreibt, sollte man aber beherzigen, wenn man noch nicht in Australien war, kann man sich nicht vorstellen, dass diese Stelle nicht übertrieben ist. Ist sie nicht!

Gegen Ende schwächelt das Buch etwas, was aber vielleicht auch damit zu tun hat, das Bryson schon sehr viele Eindrücke hatte. Er hat auch einige Teile und eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten von Australien ausgelassen. Man bekommt aber einen ganz guten Eindruck vom Land geboten.

Fazit:

Das Buch ist eine Mischung zwischen Reiseführer und diversen Informationen, die mal interessant und oft auch ziemlich belanglos sind. Das ist aber nicht mal negativ gemeint, weil es sich interessant liest.

Am nächsten Morgen stand ein neuer Mann am Empfangstresen. »Und hat es Ihnen bei uns gefallen, Sir?«, säuselte er. »Es war einzigartig beschissen«, antwortete ich. »Oh, Sie sind hingerissen«, schnurrte er und nahm meine Karte. »Ja, ich würde mich sogar zu der Aussage versteigen, dass der Nutzen eines Aufenthaltes in diesem Etablissement im Wesentlichen darin besteht, dass man garantiert alle folgenden Erfahrungen im Dienstleistungsgewerbe vergleichsweise erfrischend findet.«

Das Buch ist insgesamt recht unterhaltsam geschrieben und lebt an vielen Stellen über den Humor von Bill Bryson. Auch wenn einem als Leser schnell klar wird, dass viele Szenen nicht so stattgefunden haben.

Das Buch ist genau das richtige für zwischendurch und recht anspruchslos zu lesen. Ich behaupte aber, dass man vieles von dem was man in diesem Buch liest, zwei Tage später wieder vergessen hat.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

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Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

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