Leselaunen Seltsame Bücher und Geburtstag

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich habe jetzt einen Teil von Band zwei aus der Red Rising Reihe gelesen. Einerseits ist der Einstieg klasse, weil der Autor einen Sprung in der Handlung macht. Ich finde es immer gut, wenn man mit ein paar Neuigkeiten zwischen den Bänden konfrontiert wird.

Schlecht ist, der Ansatz, dass Darrow im ersten Band gegen Ende schon fast als Halbgott dargestellt wird und dann innerhalb von wenigen Seiten alles genommen bekommt. Reset und alles von vorn. Im dritten Band wird das gleiche noch viel Schlimmer wiederholt. Und ratet mal was Band 4 passiert. Ja, ich war neugierig (siehe auch unten).

Momentane Lesestimmung:

Die ist ganz ok. Ich brauchte mal eine Pause von der Planerei für den Pacific Crest Trail Hike. Insofern habe ich mir Samstag mal den ganzen Tag planungsfrei genommen.

Den ersten Teil von Red Rising habe ich durch. Letzte Woche hatte ich ja gerade mit dem ersten Teil begonnen und Bedenken, ob es besser wird, weil mir die ersten 20% nicht sonderlich gefallen haben.

Ja, es ist besser geworden. Ab der Mitte hat mich das Buch ziemlich gefangen genommen. Aber muss so viel sinnlose Gewalt, Verstümmelung, Folter in einem derartigen Buch vorkommen? Ich finde nein.

Dabei war das nur der Auftakt der Reihe. Für mich ist die Serie eindeutig nur für Erwachsene.

Den ersten Teil von Red Rising habe ich beendet. Aber schon nach dem ersten Teil kann ich sagen, dass mich der recht zwiegespalten hinterlässt. Ich habe es auch mal gewagt ans Ende von Teil 2 und den Anfang Ende von 3 zu springen (das mache ich normalerweise nicht).

Der Autor weiß wie er mit den Emotionen spielt. Leider macht das die meisten Charaktere ziemlich unangenehm (um es mal harmlos auszudrücken) und unglaubwürdig. Eine gute Seite sucht man in der Serie vergebens.

Zitat der Woche:

»Du hast davon gehört?« »Er ist mein Freund.« »Du hast Freunde?« Seine Mundwinkel zuckten verräterisch. – Laura Labas – Ein Käfig aus Rache und Blut

Ausnahmsweise noch eins von einer Produktverpackung von einem USB-Datenkabel zu einer Garmin Fenix Uhr:

Krebserregend und Fortpflanzungsschädigend

Da bin ich ja beruhigt! Das Kabel kostet übrigens 30€. Die Herstellungskosten liegen mit Sicherheit weit unter 1€. Immerhin beruhigend, dass dabei alle Risiken für den Kunden und die Mitarbeiter minimiert werden. Ich bin aber total glücklich, dass kein Radioaktiv Zeichen drauf ist. Aber vielleicht haben sie das auch nur vergessen.

Und sonst so?

Schande, ich hab dieses mal die Oscarnacht komplett verpasst. Ist mir bisher auch noch nicht oft passiert. Ich hab es erst am nächsten Tag in den Nachrichten wahrgenommen.

Gestern habe ich mir einen Film auf Amazon Prime angesehen (No Way Out  – Gegen die Flammen bzw. Only the Brave im Original). Der Film handelt von einer Elitefeuerwehrtruppe in den USA, die sich um Waldbrände kümmern. Der Film war nicht umwerfend. Im Prinzip werden die Figuren den ganzen Film eingeführt und am Ende kommt es dann zur Katastrophe.

Aber da ich demnächst durch genau die Gegenden wandere, wo die eingesetzt werden war es schon recht beeindruckend wie Gefährlich solche Feuer sein können.

Meine Wegpunktplanerei (ich hatte letzte Woche berichtet) für den PCT habe ich beendet. D.h. ich habe jetzt alles auf Onlinekarten für das Handy oder die Fenix eingetragen was ich für sinnvoll gehalten habe. Mit den Bugs der Fenix habe ich mich inzwischen anrangiert, soweit das geht. Leider gibt es wirklich aktuell keine Alternative.

Geburtstag

Der Blog hatte diese Woche sein einjähriges. Ganz schön jung, oder? Das war aber diese Woche auch der einzige Post, den ich neu geschrieben habe. Ich passe den ein oder anderen PCT Post an, wenn ich neue Erkenntnisse / Erfahrungen habe. D.h. aktuell ist weiger Neues als Optimierung des Alten angesagt. 😉

Bugs

Anfang der Woche hat das Teil mich fast in die Verzweiflung getrieben. Der Sync vom PC zur Uhr hatte nicht funktioniert. Da man auf die Uhr  auf Windows ebene (verhält sich wie ein Laufwerk) zugreifen konnte, habe ich mir gedacht ich lösche einfach alles und synce dann neu mit der Garmin Software.

Ihr ahnt was passiert ist? Das hat die Software als Syncbedarf von der Uhr zum PC erkannt und ruck zuck war alles gelöscht was ich dort in Tagelanger Arbeit eingegeben hatte. Gut dachte ich, ich habe die Daten ja vorher exportiert. Dann importiere ich sie nun wieder. Nun ja, wer denkt, dass man etwas wieder importieren kann, dass man vorher exportiert hat, der kennt die sadistischen Veranlagungen (oder Unfähigkeit) der Garmin Programmierer nicht.

Im Endeffekt lief es darauf hinaus, den Export mit >= 550 Routen in die Garmin Basecamp Software einzuspielen (die ist ironischerweise abgekündigt aber die beste Software, die Garmin aktuell im Kontext Navigation hat) und manuell jede einzelne zu exportieren und wieder zu importieren. So habe ich dann den letzten Sonntag und Montag verschwendet.

Merke: Niemals etwas auf der Uhr löschen, sondern wenn überhaupt einen Werksreset durchführen und alles neu aufspielen. Der Sync scheint nicht von der Uhr gesteuert zu werden, sondern von der Garmin Explore Software auf dem Handy. Die prüft auf Veränderungen in der Websoftware oder der Uhr und synct dann in beide Richtungen.

Ansonsten habe ich mich jetzt doch für die Fenix 5 Plus entschieden. In meinem Bericht hatte ich erwähnt, dass ich die Fenix 5S Plus schon relativ groß finde. Die 5 ist noch größer aber da ich die Version aus Titan besitze nur unwesentlich schwerer und die fühlt sich an meinem Handgelenk einfach deutlich besser an. Lediglich das Armband habe ich durch das schwarze ersetzt. Orange fand ich nicht so toll.

Fenix 5 Plus Titan (47mm) mit Uhrzeit, Herzfrequenz, Luftdruck, Höhe, Alternativer Zeitzone, Datum, Tag des Jahres, Sonnenaufgang / -untergangszeit, Mondphase, Kalorienverbrauch und einigen Statusinfos wie Bluetooth, Akkustand, Navigation, Kartendarstellung, Nachrichten, Kompass usw.

Die 5S Plus zum Vergleich (42mm und kürzeres und schmaleres Armband). Funktional ist die Uhr abseits von der deutlich geringeren Akkulaufzeit identisch zur obigen und 7g leichter.

Ausrüstung mal wieder

Luftmatratze

Nachdem ich eigentlich schon eine Matratze für den Trail hatte, habe ich jetzt mal mehrere Nächte hintereinander drauf gepennt und so richtig erholsam war es nicht. Da ich aber schon bei über 500 Gramm für die Matratze mit Packsack und Pumpsack (ja, lacht nicht, die Idee ist dass weniger feuchte Luft in die Matratze kommt und es nicht schimmelt und bei kälteren Temperaturen das Wasser nicht die Isolationsleistung reduziert) war, habe ich mir gedacht mehr Gewicht geht wirklich nicht.

Faktisch dürfte erholsamer Schlaf aber sehr wichtig sein auf dem Trail. Wenn man nicht erholt ist macht man Fehler und fühlt sich nicht gut. Somit habe ich mir jetzt einen Ruck gegeben und das Limit für das Gewicht gedanklich aufgehoben. Ich habe statt der normalen Exped Synmat HL Winter (Standardgröße) die lange / breite Variante bestellt (LW).

Die ist deutlich besser. Theoretisch reicht die kleine Matratze von der Länge / Breite für mich aus. Aber man muss ja auch noch das Kopfkissen addieren und wenn man sein Knie angewinkelt oder vergleichbares macht (ich bin da teilweise echt kreativ), dann passt das mit der kleinen nicht mehr.

Die ist L(ong) W(ide) Version ist 172 Gramm schwerer, 14cm länger, unten 7cm breiter und oben 13cm. Wenn man bedenkt, dass die kleine unten nur 35cm breit ist, dann ist das schon eine Menge Differenz.

Dazu kommt, dass man bei der großen Matratze weniger oft auf den Boden absinkt (das ist eine prinzipielle Schwäche dieser Konstruktion), wenn man sich zum Beispiel umdreht und das “Kopfkissen” weniger oft stiften geht, wenn man sich im Schlaf bewegt, weil es von der Matratze gerutscht ist.

Tja, nun habe ich wieder 172g mehr Gewicht, die irgendwo / irgendwie weg müssen bei der anderen Ausrüstung (eigentlich kommt nur die Schlafhose in betracht – dann wird der Schlafsack aber eher dreckig und verfettet). Dazu kommt noch, dass meine Isomatte, die unter die andere Matratze gepasst hat nun nicht mehr zur größeren Matratze passt (die Isomatte ist zu schmal).

Somit werde ich alternativ wohl ein Groundsheet mitnehmen, auf das ich die Matratze legen kann (im Prinzip ist das eine superleichte und mal wieder – teure – Folie), wenn ich mal ohne Zelt pennen will. Das Groundsheet kann man auch unter dem Zelt als zusätzlichen Schutz nutzen.

Die Exped Matratze hat ziemlich dünnes Material und eignet sich nicht, um sie direkt auf dem Untergrund zu platzieren (Stichwort Steine oder andere spitze Sachen), weil sie dabei vermutlich sehr schnell lecken wird.

Kopfkissen

Man beachte die beiden Befestigungsösen an den Seiten

Auch beim Kopfkissen habe ich noch experimentiert. Bisher steht das UL Kopfkissen von Exped auf meiner Liste. Man meint aber nicht wie unangenehm so ein Luftkissen in der Nacht werden kann. Entweder man schwitzt (selbst mit einem Bandana zwischen Kissen und Kopf) oder das Ohr schmerzt irgendwann so sehr, dass man davon aufwacht (schon erstaunlich wie hart Luft sein kann in Kombination mit dem Kunststoffbezug). Das kann man mit weniger Luftdruck begrenzt verbessern.

Viele Kissen haben auch keine Befestigungsmöglichkeiten und rutschen aufgrund des sehr geringen Gewichtes (<=50 Gramm) und des rutschigen Materials auf der Matratze weg.

Wasserdichter Packsack mit Kissen Kombination (Zpacks)

Als Alternative habe ich letzte Nacht einen Packsack mit einer flauschigen Oberfläche auf einer Seite probiert, in dem man die Daunenjacke stopfen kann. Nachteil bei der Variante ist: Die Daunenjacke ist eigentlich die eiserne Reserve, falls der Schlafsack nicht mehr ausreicht in besonders kalten Nächten. Da der Sack aber auch Wasser und Luftdicht ist, kann man ihn durch zurollen theoretisch auch als luftgepolstertes Kissen nutzen (wobei  noch zu klären wäre, wie lange er das aushält).

Wenn die Jacke das Kopfkissen ist, muss man entweder frieren (wenn der Schlafsack nicht reicht), ohne Kopfkissen pennen oder sich eine Alternative zur Daunenjacke basteln aus härterer Kleidung (oder eben die Luftvariante nutzen). Zusätzlich rutscht diese Kissenvariante ziemlich leicht weg, mangels Befestigungsmöglichkeit auf beiden Seiten

Man sollte es nicht meinen aber das Kopfkissen hat in Kombination mit einer verhältnismäßig dünnen Luftmatratze besonders als Seitenschläfer erheblichen Einfluss auf den erholsamen oder eben nicht erholsamen Schlaf. Das habe ich anfangs unterschätzt.

Ihr seht also auch als Hiker hat man so seine Probleme, auch wenn sie deutlich elementarer sind, als viele Dinge unseres Alltags.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Neuzugänge & Eisspeedway bei Letterheart ∗ Eierlikör- oder Baileys-Berliner? bei Leseleidenschaft ∗ Die Steilküste, die Grundschule und die Schönheit bei Lesepirat ∗ Seltsame Bücher und Geburtstag bei Torstens Bücherecke ∗ And What happened next? bei The Book Dynasty ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Podcast Jubiläum bei Nerd mit Nadel ∗ neue Bücher und eine kleine Party bei Trallafittibooks ∗ Buchbloggermuddi zweipunktnull. bei Barfuss unterm Regenbogen ∗ An den Landungsbrücken raus bei Saskias Books ∗ Die Zeit rennt bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Narri Narro! bei glimrende ∗ kurz & knackig bei Glitastic Books ∗ Im Findungsmodus bei Stars, Stripes and books ∗

Leselaunen Kronen und erste Frühlingszeichen

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich habe Freitag mit der Red Rising Serie begonnen und entgegen von einigen Rezensionen, die ich bisher gelesen habe, bin ich nicht sonderlich begeistert. Aber ich bin auch erst bei 20%. Ich hoffe das wird noch besser.

Momentane Lesestimmung:

So Mittelmäßig. Immerhin ein Buch habe ich vollständig gelesen und ein zweites begonnen.

Den letzten Teil der Serie ohne richtigen Namen “Eine Krone aus Herz und Asche” habe ich beendet. Den fand ich deutlich besser als den zweite Teil, wo mir in der ersten Hälfte einfach zu wenig passiert ist. Die Serienrzension ist jetzt auch online.

Aus meiner Sicht war die Serie gut aber kein absolutes Highlight. Die Red Rising Serie finde ich bisher auch nicht so umwerfend. Evtl. muss ich danach mal wieder was lesen was ich schon kenne und wo ich weiß, dass es mir gefällt um nicht in ein totales Leseloch zu fallen.

Zitat der Woche:

»Meinst du das ernst?« Gareth war hinter mich getreten und sah mich im Spiegel an. »Nein.« Ich verdrehte die Augen. »Das ist mein Versuch von Sarkasmus.« »Versuch? Seit wann brauchst du einen Versuch? Du könntest Unterricht geben«, schnaubte er. »Haha.« – Laura Labas – Ein Käfig aus Rache und Blut

Und sonst so?

Ich finde es schön, dass das Wetter wieder freundlicher wird. Es ist jeden Tag etwas länger hell und ab und an scheint auch mal wieder die Sonne.

Meine Pacific Trail Hike Vorbereitungen machen auch Fortschritte. Ich habe jetzt die meisten relevanten Wegpunkte auf Karten eingetragen. die meisten relevanten Gebäude in den Trailstädten (also alles was nah am Trail liegt), habe ich nun auf den Apps City Maps 2 Go und Guthook eingetragen.

CityMaps2Go

Den Trail an sich habe ich in der Garmin Earthmate App, der Fenix Uhr und auf dem eTrex 30x (letzteres will ich nach Möglichkeit nicht benutzen). Trotz der diversen Kritikpunkte, die ich an der Fenix habe, sehe ich aktuell keine Alternative dazu. Ansonsten habe ich in der Woche auch noch einen generellen Post zum Thema Navigation auf dem Trail erstellt.

Auf Guthooks und auf der Garmin Earthmate Karte habe ich neben dem Trail so ca. 160 Wegpunkte eingetragen, die Trailheads, Resorts und Städte kennzeichnen (die Garmin Daten lassen sich sowohl auf dem Handy als auch auf den Garmin Geräten darstellen). Selbst die Anzeige im Browser auf dem PC ist möglich.

Guthooks und CityMaps funktionieren nur auf dem Handy

Guthook

In Zahlen bedeutet das nach aktuellem Stand:

  • ca. 550 Routen mit ca. 75000 – 100.000 Trackingpunkten (das sind so viele Routen, weil die Garmin App es nicht anders kann)
  • Rund 1.000 Gebäude (vom Supermarkt, dem Postoffice, diversen Hotels, Geschäften, Campingplätzen, Krankenhäusern usw.)
  • ca. 160 Wegpunkte (Städte, Trailheads, Resorts)

Ich denke bis zum nächsten Wochenende ist das Karten und Navigationsthema abgehandelt. Das war viel aufwendiger als ich dachte. Gut, dass ich so früh mit den restlichen Vorbereitungen angefangen habe.

Earthmate bzw. inReach Browser App

Selbst im Optimalfall, dass ich den kompletten Trail schaffe, werde ich nur einen Teil davon benötigen. Aber auf dem Trail ist man einfach flexibler, wenn man alle Optionen kennt und nicht erst suchen und planen muss, oder 2km rennt nur um dann festzustellen, dass doch keine Geschäfte mehr kommen in der Straße oder andersrum, dass die relevanten Geschäfte ganz woanders sind und dort wo man sich selbst gerade befindet nichts zu holen ist.

Meine Impfungen habe ich jetzt auch aufgefrischt. Zwei Kombiimfungen (Masern, Mumps, Röteln) und eine andere Repevax (Tetanus, Polio, Diphtherie). Jetzt kann ich noch eine gegen Hepatitis machen. Die Gelehrten sind sich nicht ganz einig, ob das in den USA sinnvoll ist oder nicht. Da die aber lebenslang halten soll, tendiere ich dazu die auch zu machen. Wer weiß, wann man die Impfung mal gebrauchen kann.

In den letzten anderthalb Monaten vor dem Trail ist jetzt mein Ziel etwas mehr raus zu kommen und in der näheren Umgebung zu wandern, wenn das Wetter mitspielt.

Ich hab mir auch noch mal eine Luftmatratze zum Testen bestellt (ja, eigentlich habe ich schon eine für den Trail). Die bestellte ist recht schwer und dafür müsste ich zwei andere Ausrüstungsgegenstände opfern. Mal schauen, ob sie wirklich so komfortabel ist, wie der Hersteller sie anpreist.

Ansonsten hat der Blog nächste Woche Geburtstag – ein Jahr Blog <wohoo>. Der entsprechende Blogpost dazu ist schon geplant.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Aus dem Weg, ich muss tanzen! bei Lieblingsleseplatz ∗ Neuer Hintergrund, neue Bücher bei Stars, stripes and books ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Frühling und ein Lebensupdate bei Jacqui’s Thoughts ∗ Schützt Dummheit vor „Strafe“? bei Hundertmorgenwald ∗ Waving through a window bei Saskias Books ∗ Die Zeit rennt bei Letterheart ∗ Happy Death Day 2U bei ChaosMariechenNeues für das Nerdherz bei Trallafittibooks ∗ Busy Week bei Sarah Ricchizzi ∗ Umzugsstress und jede Menge Bücher bei Glitastic Books ∗ Instagram-Frust und Fantasy-Liebe bei Friedelchens Bücherstube ∗ Noch mehr Geburtstage bei Tiefseezeilen ∗ Urlaubsplanungen bei Valaraucos Buchstabenmeer ∗ Heftig erkältet bei Seeles Welt ∗ Der Frühling startet durch bei Leseleidenschaft ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗

 

Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation

Da ich unten einige Produkte erwähne, kennzeichne ich diesen Beitrag hiermit als Werbung. Keines der Produkte wurde mir kostenlos oder vergünstigt zur Verfügung gestellt, ich habe alle mit meinem eigenen Geld gekauft und keinerlei Vorteile durch die Anbieter erhalten (im weiteren Verlauf dürfte das anhand meiner Anmerkungen auch ziemlich deutlich werden).

Bei dem Pacific Crest Trail (PCT) Hike scheiden sich diesbezüglich die Geister. Einige meinen, dass man auf dem PCT überhaupt keine Navigationsunterstützung benötigt, weil der Weg gut ausgezeichnet ist. Das scheint generell zu stimmen aber wenn denn irgendwo ein Schild fehlt, ist es mit irgendeiner Art von Unterstützung deutlich leichter. Zumal man sich sicher nicht immer auf dem Weg bewegen wird und zum Beispiel ein Wetterumschwung eine Verletzung oder ähnliches dazu führen kann, dass man ungeplante Wege nehmen muss.

Zusätzlich kann es einem passieren, dass in einigen Abschnitten der Trail überhaupt nicht sichtbar ist, weil es dort geschneit hat. Spätestens dann hat man ein Problem, wenn man ohne Hilfsmittel zur Navigation losgezogen ist.

Old School Papierkarte mit Kompass (dafür Stromlos)

Old School Papierkarte mit Kompass (dafür Stromlos – ohne Zusatzgewicht aber nicht wasserfest)

Die zweite Gruppe sind die Verfechter von Papiernavigation mit gedruckten Karten und Peilung mit Hilfe des Kompass. Diese Variante hat den Vorteil, dass sie auch ohne Strom funktioniert. Handliche aber präzise Karten, die leicht sind und zwar für jeden Bereich des Trails muss man aber erst mal beschaffen. Detailliert und leicht sind zum Beispiel Widersprüche. Auch die Zusatzforderung wasserfest sorgt wiederum für mehr Gewicht.

Weiterhin muss man sich auch die notwendigen Fähigkeiten aneignen, um seine Position zu bestimmen. Das funktioniert über markante Wegpunkte, so es sie denn gibt. Wenn man wirklich Navigation benötigt – bei evtl. Schnee, hilft einem diese Variante aber auch nicht oder nur begrenzt weiter.

Die Argumente der Papierbefürworter sind abseits der oben genannten – funktioniert auch stromlos – teilweise relativ unsachlich. “Mach dich nicht zum Sklaven deines Handys” oder sinngemäß “ohne die entsprechenden Fähigkeiten der Navigation mit Karte und Kompass sollte man eh nicht vor die Tür gehen”. Dann dürfte auch niemand ein Handy benutzen, der es nicht selbst bauen kann.

inReach Explorer+ (rudimentäre Navigation + SOS und Nachrichtenversand per Satellit)

inReach Explorer+ (rudimentäre Navigation + SOS und Nachrichtenversand per Satellit)

Wenn man sich mit SOS Geräten beschäftigt (auch in dem Punkt gehen die Meinungen auseinander, ob man die auf dem PCT benötigt – ich finde eindeutig ja), stößt man unweigerlich auf den inReach Explorer+. Aufgrund der starken Restriktionen dieses Gerätes – ich hatte dazu berichtet – bin ich aber von dieser offensichtlichen Variante abgekommen. Jetzt habe ich ein inReach Mini, dass mir für SOS und die Kommunikation nutzen möchte. Das hat die gleichen Restriktionen wie der Explorer+, da die Navigation auf dem Gerät aber eh extrem rudimentär ist, wird die wohl eh keiner ernsthaft benutzen wollen (keine Karte und ein Pfeil, der die Richtung anzeigt).

in Reach Mini

D.h. für die Navigation werde ich primär die Guthook App und die Earthmate App (die gehört zum Garmin inReach Explorer+ bzw. Mini dazu und man kann sie nur mit aktivem Abonnement nutzen).

Jede Variante hat verschiedene Vorteile. Die Earthmate App hat eine recht nervige Restriktion (nur 200 Punkte pro Route). Man kann aber am PC super Tracks und Wegpunkte erzeugen. Von der Performanz ist die App auch recht gut und insofern ist es kein Problem den kompletten PCT als Route darzustellen (basierend auf den GPX Dateien von Halfmile). Nicht gut geeignet ist diese Variante für die innerstädtische Orientierung.

Guthook lässt sich nicht so gut zu ergänzen, da es keine App für den PC gibt (es handelt sich um eine reine Handyapp). Dafür kann man z.B. Kommentare zu Wasserstellen eintragen, die andere Anwender auch sehen können. Weiterhin stürzt die App auch ganz gerne mal ab. Alleine auf diese App würde ich mich nicht verlassen wollen.

Die Supermärkte, Hotels und Co habe ich mir zusätzlich in Citymaps eingetragen. Dort ist der Vorteil wiederum, dass man z.B. die Hotelbewertungen auch direkt im Zugriff hat.

Alles oben erwähnten Varianten setzen aber das Handy voraus. Wenn einem das Handy runterfällt oder einfach den Dienst einstellt (z.B. bei geringen Temperaturen), klappt also keine der o.g. Varianten. Daher wollte ich ursprünglich den inReach Explorer+ als Backup haben. Da mir dieser aufgrund von Softwarerestriktionen nicht zugesagt hat, hieß es also Alternativen finden.

Garmin eTrex 30x (klassische Navigation)

Garmin eTrex 30x (klassische Navigation)

Der Garmin eTrex 30x ist das leichteste mir bekannte Outdoornavi. Allerdings wiegt es mit Batterien (Achtung – Akkus wie die Eneloop  sind noch mal deutlich schwerer) lt. Garmin  schon 142 Gramm.

Ich habe das mal nachgewogen. Das Gerät selbst wiegt ca. 101 g. Zwei schwarze eneloop wiegen 60g, zwei Lithium Batterien 30g. Die Standardbatterien liegen dazwischen. D.h. der eTrex wiegt mit Batterien zwischen 130 g und 160 g. Hättet ihr gedacht, dass es bei Batterien solche Gewichtsunterschiede gibt? Ich nicht.

Somit liegt man schon ein gutes Stück über dem Gewicht des inReach Explorer+ (100g inReach + 130-160g = 230-260g im Vergleich zum Explorer+ mit 213 g)

Wenn die Lithium Batterien im eTrex zur Neige gehen, kann man sie nicht im Gerät aufladen, sondern benötigt neue. Generell ist das auch das Aufladen von Akkus nicht im eTrex möglich. Somit benötigt man beim Einsatz von Akkus noch ein Ladegerät (35g) und schon ist man bei 195g für die Backupnavigation + 100 g für das inReach Mini. Alternativ ist man bei >130g (normale Batterien wiegen mehr als die Lithium Batterien und wenn man zwei Ersatzbatterien mitnimmt sind es auch schon wieder 160-190g Gesamtgewicht je nach Sorte).

Zu viel für meinen Geschmack. Selbst wenn man das Ladegerät weglässt und nur 2 Lithium Batterien mitnimmt ist man im Optimalfall bei 130g Zusatzgewicht und ich wage zu bezweifeln, dass man entlang des Trails überall Lithium Batterien bekommt (vermutlich kann man in einigen Orten froh sein, wenn man überhaupt Batterien bekommt). Somit liegt man selbst bei der Minimalvariante zwischen 130-150g ohne Reservebatterien.

Beim eTrex gibt es im Gegensatz zum Explorer+ noch einige Unterschiede. Das Gerät ist in der Darstellung etwas langsamer. Weiterhin werden die auf das Gerät überspielten Routen nicht dargestellt, so lange man keine Navigation für eine spezifische Route aktiviert (beim Explorer+ lässt sich alles darstellen, was man überspielt bekommt). Beim eTrax werden aber nur konkrete Routen dargestellt, die man auswählt. Zusätzlich werden die einzelnen Punkte der Route dargestellt, was auch nicht nötig und scheinbar auch nicht einstellbar ist.

D.h. entweder muss man da noch etwas am Gerät anders einstellen – was mir entgangen ist – oder die Art der Darstellung ist relativ unpraktikabel. Bei Garmin kann man aber für 50$ (bei uns übrigens 60€) das komplette PCT Kartenset einschließlich eingezeichnetem Trail erwerben. Die Darstellung der Route ist erstaunlich genau und sprengt die theoretischen  Grenzen (200 Routen mit je 250 Wegpunkten) des Gerätes offenbar, weil die Halfmile GPX Dateien mehr Wegpunkte enthalten aber eher etwas ungenauer sind.

Sowohl auf dem Explorer+ als auch auf dem eTrex 30x ist die Navigation über die Tasten recht fummelig. Allerdings sind wir heute Touchbildschirme von guten Handy gewöhnt und somit verwöhnt.

Garmin 5S Plus – Navigation, Nachrichten, Pulsmessung und zig andere Funktionen

Karte auf Fenix

Karte auf der Fenix

Die teuere Alternative stellen die Navigationsuhren wie zum Beispiel die Garmin Fenix 5S Plus als Backupnavigation an. Der Nachteil dieser Variante ist, dass sie ziemlich teuer ist (670€ stand heute). Wenn man aber eh eine Uhr dabei hat ist der große Vorteil, dass man kein Zusatzgewicht mitnehmen muss abseits des spezial Ladekabels, was mit ca. 20g verschmerzbar sein sollte (die Uhr selbst wiegt 65g). Eine Standarduhr wiegt auch um 50g. D.h. für 15g mehr + Ladekabel mit rund 20g bekommt man eine ganz passable Navigation für einen ziemlich hohen Preis.

D.h. die Uhr ist sogar noch mal teurer als eine Apple Watch. Das hat aber durchaus seine Gründe. Die Uhr bietet mehr Möglichkeiten, hat eine deutlich längere Laufzeit und ist robuster. Die Apple Watch ist nichts für den Trail. Mir persönlich gefällt das Design auch besser aber das ist eine Geschmacksfrage.

Die Bedienung ist bei der Uhr aber noch fummeliger als beim eTrex. Dort hat man ein Steuerkreuz + hoch / runter Tasten. Man kann also auf der Karte recht leicht navigieren. Bei der Uhr muss man zwischen recht / links, hoch / runter, zoom in / out umschalten.

Somit werde ich also in eine Kombination aus iPhone 8 (Guthook + Earthmate für die Trailnavigation, Guthook + Citymaps für den Standort von Gebäuden bzw. Innerortsnavigation) und entweder eTrex oder die Fenix 5S (Backupnavigation) nutzen und keine Papierkarten. Jaja, ich weiß jetzt werden genügend Leute aufschreien und sagen das geht doch nicht. Aber wie heißt es so schön. HYOH – Hike your own hike. Zu meinem gehören keine Papierkarten, sondern Handy + Backup GPS und SOS Button.

Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich mir mal eine Smartwatch zulege. Ich war noch nie ein Fan von Armbanduhren. Aber auf dem Trail hat die einfach ihre Vorteile.

Weitere Infos zum Thema Pacific Crest Trail Hike:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides

Garmin Fenix 5S Plus / Garmin Fenix 5 Plus [Kommentar]

Die Fenix 5S Plus ist die kleinste Uhr aus der Reihe der Fenix Uhren mit Navigationsfunktionalität. Mit 42mm und einer Höhe von 15 mm ist klein aber relativ. Im Vergleich zu einer Standard Casio Outdoorwatch, die sicher auch schon nicht als klein zu bezeichnen ist, ist die Fenix deutlich massiver. Die größeren Varianten mit 47 und 51 mm sind noch mal deutlich bulliger.

Die größeren Modelle bieten mehr Akkukapazität, das Display ist aber bei allen Modellen das gleiche. Ansonsten unterscheiden sich die Modelle optisch. Die 47mm Variante sieht etwas männlicher / martialer aus und weniger elegant als die 42er Variante aus.

Für mich ist die 42er am Handgelenk nicht wirklich bequem. Das kann auch dem recht kleinen Armband geschuldet sein (die Casios haben Standardmäßig ein deutlich längeres Armband), was bei mir eher am Limit ist. Somit sitzt der Verschluss nicht mittig, sondern seitlich versetzt. Somit wandert das Gehäuse immer Richtung äußerem Handgelenksknöchel nach einer Weile. Vielleicht ist es aber auch einfach eine Gewohnheitssache (ich war noch nie ein Freund von Armbanduhren).

Es mag aber auch einfach an der Größe und Form liegen (unten ist die Uhr nicht gerade, vermutlich, damit der mittig platzierte Pulsmesser immer aufliegt). Es gibt übrigens scheinbar auch ein größeres Armband für die 5S, was man für schlappe 50€ kaufen kann (das ist ein simples Gummiband – Herstellkosten aus meiner Sicht deutlich unter 1€). Bei der der Preisgestaltung kann Apple fast (ja nur fast) neidisch werden.

Nachdem ich also zuerst die 42er (5S Plus) bestellt hatte, habe ich später auf die 47er (5 Plus Titan) Variante gewechselt und die 42er zurückgeschickt. Die 47er als Titan Variante ist nur unwesentlich schwerer und da sie etwas größer und das Armband etwas breiter ist, sitzt sie viel besser und trägt sich angenehmer – zumindest für meinen Geschmack. Im Original hat die Uhr ein oranges Armband. Das habe ich getauscht. Ist nicht so meine Farbe. Das bischen Armband was ihr oben seht kostet übrigens ca. 40€ (wenn man es günstig bekommt und das Original von Garmin möchte).

Navigation

Mir geht es bei der Fenix primär um die Navigationsfunktionalität, weil die Uhr halt nur halb so viel wiegt wie das Garmin eTrex 30x (und das auch nur ohne Ersatzbatterien, mit der leichtesten Batterievariante und nicht aufladbar). Dazu kommt noch, dass man bei der Alternative eTrex Handgerät das Gewicht im Rucksack trägt. Jedes Gewicht was man am Arm / um den Hals hat oder einfach trägt, sorgt für eine angenehmere Verteilung (sofern man es nicht übertreibt).

Bzgl. der Navigation hat sich recht schnell die erste Ernüchterung breit gemacht. Ich hatte mir für 50$ das Kartenset Pacific Crest Trail für das Garmin eTrex 30x gekauft. Nun war mein Plan die Karten auf die Fenix zu übertragen. Das geht nicht. Wie ich festgestellt habe, ist die Bindung an ein Gerät durchaus wörtlich zu nehmen. Die Karten werden bei Erstinstallation hart mit dem Gerät verdrahtet.

Das Problem ist aber, dass man aufgrund der Limitierungen der Geräte (sowohl des eTrex als auch der Fenix) nicht den kompletten Trail auf die Geräte aufspielen kann (zumindest nicht in einem vergleichbaren Detaillevel wie auf dem Garmin Kartensatz). Somit muss man den Kartensatz 2x kaufen, wenn man ein zweites Garmin Gerät kauft oder auch nur ein altes Gerät durch ein neues ersetzt (macht 100$ für zwei Karten).

Die Alternative zum digitalen Kauf der Karte stellt der Kauf auf einer SD-Speicherkarte dar. In dem Fall ist die Karte mit der Speicherkarte verbunden (das funktioniert dann natürlich auch nur bei einer Karte pro Gerät, weil man ansonsten die Speicherkarten wechseln müsste, wenn man unterschiedliche Karten verwenden will). Bei einer Fenix nützt einem das eh nichts. Die hat zwar genügend freien Speicher aber keinen Slot für Speicherkarten (was auch keinen Sinn machen würde, bei einer Uhr die Wasserdicht sein soll).

Mit der enthaltenen Basemap ist die Navigation ziemlich flott. Trotz der recht eingeschränkten Navigationsfunktionalität (nur zwei Tasten für hoch / runter, links / rechts, zoom in / zoom out), kann man recht schnell die Darstellung auf der Karte ändern. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Worldwide Basemap nicht sehr detailliert und somit nicht sehr rechenaufwendig ist.

Sportuhr

Wenn man die Anleitung liest, wird einem schnell klar, dass der Hauptfokus der Uhr auf der Sportfunktionalität und nicht auf der Navigation liegt. Nur ein paar Beispiele (beim Skifahren erkennt die Uhr automatisch wann man abfährt und wann man im Lift sitzt und stoppt dann die Aktivitätsaufzeichnung).

Beim Golfen wird der Abstand zum Grün angezeigt (beginn des Grüns, Abstand zur Fahne, Abstand zum Ende des Grüns, Par, Hindernisse, beginn des Hindernisses, Ende des Hindernisses, Schlagweite).

Beim Schwimmen werden Schwimmstile und, Züge und Bahnen erkannt.

Das sind alles Funktionen die zwar in Kombination mit der Herzfrequenzmessung nett sind, aber für mich nicht nötig.

Da die Uhr auf Wunsch die Aktivitäten auch aufzeichnet, lassen sich per App umfassende Analysen über Schritte, bestiegene Treppenstufen, Kalorienverbrauch, Distanzen in Kombination mit dem Herzschlag usw. durchführen.

Die Uhr kann sogar den Schlaf analysieren und ermitteln wie lang die Ruhephasen nach Aktivitäten sein sollen. Wenn man möchte kann man das auch direkt mit seinem Freundeskreis teilen (das ist optional), um sich gegenseitig anzuspornen.

Neben diesen Daten kann die Uhr auch den Luftdruck (Wetter, Höhe) und die Temperatur (am Handgelenk wie üblich mit Einschränkungen, weil man eher die Körpertemperatur die Messung beeinflusst) messen.

Designs

Die Kontrastreiche Darstellung wie hier ist in der Realität fast nie gegeben, außer in direktem Sonnenlicht. Das Display ist darauf ausgelegt Licht zu reflektieren. Desto heller, desto besser die Darstellung

In der Uhrenanzeige hat man diverse Designs zur Verfügung. Es werden je nach Design Herzfrequenz, Temperatur, Höhe, Uhrzeit, evtl. zweite Zeitregion, Mondphase, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang angezeigt. Meist kann man die Designs auch über das Handy anpassen.  Ansonsten gibt es noch diverse Statusinfos wie Nachrichten, Bluetooth, Akkustand usw. Zusätzlich sind auch grafische Darstellungen obiger Parameter denkbar. Das meiste davon kann auch das eTrex für einen Bruchteil des Preises, wenn auch nicht ganz so schön und auch nicht frei konfigurierbar.

Wenn die Uhr mit dem Handy gekoppelt ist, sind auch diverse Spielereien möglich. Die Uhr lässt sich über die Handy App konfigurieren. Es lassen sich Nachrichteneingänge und Anrufe signalisieren. Alles Dinge die nett sind, die ich aber nicht wirklich brauche.

Selbst die Kopplung mit einem inReach Mini ist möglich. Es werden aber nur rudimentäre Funktionen unterstützt. Man kann das SOS Signal von der Uhr aktivieren oder eingehende Nachrichten vom inReach auf der Uhr visualisieren.

Es lassen sich Musiktitel auf die Uhr synchronisieren, die mit Bluetooth Kopfhörern abgespielt werden können. Das macht aber meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man dafür das Handy zu hause lässt. Sofern man das eh dabei hat, benötigt man die Funktionalität der Uhr nicht.

All diese Spielereien (Handy Kopplung, inReach Kopplung), Herzfrequenzmessung und vor allem das Abspielen von Musik kosten natürlich Strom (teilweise sogar recht viel), was wiederum die Laufzeit verkürzt. Das deativieren der Bluetooth Funktion hilft zum Stromsparen. Auch die GPS funktion frisst recht viel Strom.

Somit kann man sagen der Hauptstromfresser ist Musik hören, danach GPS und Bluetooth und die Displaybeleuchtung schluckt auch recht viel Strom. Die Pulsmessung braucht sehr wenig Strom.

Viele Funktionen der Uhr zielen darauf ab, dass man motiviert wird seine Leistung zu steigern. Das fängt bei den Teilen mit Freunden Funktionen an und geht über die diversen Funktionen zur Aufzeichnung, Visualisierung und Empfehlungen bzw. dem setzen von Zielen.

Vergleich eTrex 30x vs. Fenix 5S Plus

eTrex 30x

Für einen aktuellen Marktpreis von ca. 670€ + Kartenset mit 50€ ist das schon eine Ansage. Kann die Uhr irgendwas Besonderes? Im Prinzip sind viele Spielereien in der Uhr gut verpackt. Wenn man eine Sportuhr sucht, also die ganzen Aktivitäten und Aufzeichnung davon nutzen will, dann mag die Uhr ihr Geld wert sein.

Wenn es einem lediglich um die Uhrzeitanzeige und die Navigation geht, ist die Uhr recht teures Spielzeug. Dafür bekommt man eine Gewichtsersparnis von knapp 70 Gramm, wovon man das Ladekabel aber wieder abziehen muss (wobei man als Hiker bezogen auf das Basisgewicht sogar eine Einsparung von 130 Gramm minus Ladekabel hat – also grob 100 Gramm) und eine Aufladefunktion, die beim eTrex alternativ noch mal mit ca. 65 Gramm (Ladegerät ca. 35 Gramm + 2 schwerere Batterien weitere 30 Gramm) extra zu Buche schlägt.

Stellt sich die Frage, warum nicht einfach eine Apple Watch nehmen? Die ist weder so robust, noch ist die Laufzeit vergleichbar. Die Zielgruppe ist durchaus eine andere.

Ansonsten gibt es bei der Fenix vieles was nett ist, aber man nicht wirklich benötigt.

Beim eTrex als günstigere Alternative hat man allerdings den Nachteil, dass man sehr leicht vergessen kann es auszuschalten. Da man im Stromsparmodus keine Anzeige auf dem Display sieht, fällt es überhaupt nicht auf, wenn man das Gerät nicht ausschaltet. Das GPS saugt das Gerät in 2 Tagen (ca. 50h mit Lithium Batterien ohne Trackaufzeichnung, nur mit aktivem GPS und inaktivem Display) leer und die Backupfunktion für die Navigation ist nicht mehr vorhanden. Wenn man den Nachteil ausgleichen will, benötigt man Akkus und das treibt das Gewicht wieder hoch zugunsten der Fenix. Zumal man die Akkus bei dem hohen Stromverbrauch (2×2500 mAh) eh nicht mit einer Powerbank aufladen kann genügend Reservestrom.

Vorteilhaft ist beim eTrex das größere Display. Theoretisch hören sich 320240 nicht großartig anders als 240×240 bei der Uhr an. Wenn man dann aber bedenkt, dass die Uhr rund ist, dann ist der Unterschied erheblich.

Beim Stromverbrauch liegen dann allerdings Welten zwischen dem eTrex und der Fenix. Die Fenix hat vermutlich eine Akkukapazität von 150-160 mAh (in dem Bereich liegt die 5s (ohne plus) und die Laufzeiten bei der 5S Plus haben sich sogar verkürzt im Verhältnis zur 5S – die wird also nicht mehr Akkukapazität haben). Somit dürfte der Wert noch hinkommen.

Mit 150-160 mAh sind lt Garmin 25h GPS (Ultratrack) möglich. Das eTrax kommt lt. Berichten im Netz im Optimalfall auf 80h mit 6000 mAh (ich habe nur 50h erreicht und das quasi ohne Displaynutzung – 40h werden also wohl realistisch sein, wenn man ab und an das Display aktiviert). D.h. die Uhr kann man spielend aus der Powerbank laden auch gerne 5x (was 10 Tagen entsprechen würde). Das eTrex benötigt in deutlich weniger als dieser Zeit 20x so viel Akkukapazität.

Leider ist die Darstellung der Karte auf der Fenix auch anders als auf dem eTrex. Wegpunkte sieht man bei der Fenix erst ab 5km Detaillevel (auf dem eTrex kann man die Darstellung so einstellen, dass man die Wegpunkte immer sieht, auch wenn man maximal rausgezoomt hat). Auch Nebenwege sieht man auf der Fenix erst bei stärkerer Vergrößerung.

Somit ist das auffinden von Stellen an denen man den Trail für einen Stadtbesuch verlässt mit der Fenix ziemlich unbequem. Bei Städten mit größeren Entfernungen zum Trail hat man das Problem, dass man diese überhaupt sieht auf der Karte, wenn man nicht rauszoomt (dann sieht man aber wiederum keine Wegpunkte mit denen ich mit die Städte markiert habe, weil sie bei weniger Zoom deaktiviert werden). Somit muss man sich behelfsmäßig für jede Stadt einen oder mehrere Trailhead Wegpunkt anlegen. Das sprengt aber wieder das offizielle Wegpunktlimit (100) lt. Garmin.

Weiß auf Hellgrün mit Text oben drüber (fairerweise muss man sagen, dass das Display so ausgelegt ist, dass man es umso besser erkennen kann, desto mehr Licht einfällt. In direkter Sonneneneinstrahlung funktioniert das sehr gut.

Support und Produktverbesserung – Fehlanzeige

Die Software für die Navigation ist noch fehlerhaft. Beispielsweise habe ich die rund 550 Routen für den PCT auf die Uhr transferiert (offiziell werden lt. Gamin nur 50 Routen unterstützt). Teilweise ist die Navigation aber nicht möglich, weil man schlicht einen leeren Bildschirm sieht. Offenbar hat die aktuelle Software Probleme mit derart vielen Routen. Navigieren kann man trotzdem allerdings im Blindflug. Wenn man die unsichtbare Route auswählt, dann sind die Anzeigen zur Route wieder ok. Nur die Übersicht funktioniert nicht.

Eigentlich benötigt man die Routen nicht zwingend, weil auf der Garmin PCT Karte der Trail drauf ist (siehe oben). Leider ist die Darstellung wie oben erwähnt so gut gelungen. Die Uhr hat einen sehr hellgrünen Hintergrund und der Trail wird rot weiß dargestellt. Im direkten Sonnenlicht kann man das auf der Uhr gut erkennen. Wenn man die Beleuchtung der Uhr benutzen muss, ist der Kontrast aber extrem gering. Zusätzlich werden die Höhenlinien immer angezeigt, auch wenn man sie in der Uhr deaktiviert hat.

Somit ist der PCT ist auf der Fenix im Pacific Crest Trail Kartenset kaum zu erkennen, da der Trail abwechselnd in rot weiß dargestellt wird. Weiß ist aber vor quasi gleichfarbigem Hintergrund nicht auszumachen.

Der Garmin Support reagiert auf diverse Tickets und Verbesserungsvorschläge ausschließlich mit Abwimmeln. Ein paar Beispiele gefällig? Auf meinen Hinweis, dass man weiß auf dem hellgrünen Display nicht erkennt, und somit der Trail auf der Originalkarte von Garmin für 50$ nicht zu erkennen ist, kam die lapidare Aussage, dass das so ist und sich nicht ändern lässt. Auf das Problem mit der fehlerhaften Übersichtsfunktion bei der Anzeige von 550 Routen kam die Antwort, dass maximal 50 Routen unterstützt werden.

Zusätzlich mit der Restriktion von 200 Punkten pro Route aus der Webapp sind das in Summe gerade mal 10000 Punkte. Je nach Detaillevel der Route kommt man damit nicht sehr weit. Es gibt eine Option in den Einstellungen, mit der man Höhenlinien deaktivieren kann. Das sollte die Kartendarstellung übersichtlicher machen. Mit der PCT Karte funktioniert aber auch diese Option nicht. Nicht mal derartige Themen akzeptiert der Support als Fehler.

Vermutlich wird der Support nach abgewimmelten Kunden … Pardon nach gelösten Problemen im ersten Support Level bezahlt. Dabei macht es auch meiner Meinung nach keinen Unterschied, ob man den deutschen Support oder den internationalen kontaktiert.

Leider hat man die Uhr künstlich verstümmelt, in dem man die Einstelloptionen nicht anbietet, die  Probleme beheben könnten. Genügend Rechenpower hat die Uhr. Offenbar ist auch keiner von Garmin auf die Idee gekommen sich die Darstellung auf der Fenix anzusehen und mit anderen Geräten zu vergleichen. Sonst hätten dem Tester die Nachteile direkt auffallen müssen.

Auf Verbesserungsvorschläge reagiert der Support nicht aufgeschlossen, sondern mit Aussagen wie „geht nicht, hat der Produktmanager so festgelegt“. Man wird also im ersten Supportlevel abgewimmelt und es besteht offenbar kein Interesse die Produkte zu verbessern.

Etwas makaber ist der Slogan in den Mails der Supportmitarbeiter:

Spüre, was es heißt, jeden Tag ein bisschen besser zu werden.

Das bezieht sich aber auf die Kunden und nicht wie man meinen könnte auf Garmin. Deren Ziel ist das scheinbar nicht.

Restriktionen und Erkenntnisse

Wie schon erwähnt ist die Software eine ziemliche Zumutung. Mittlerweile habe ich aber einige schmerzvolle Erkenntnisse erlangt. Die Angaben bzgl. der Restiktionen auf der Garmin Seite sind totaler Quatsch:

50 Routen lt. Garmin. – Real habe ich so 450 auf dem der Uhr anzeigen können. Darüber hinaus wird das Display dann einfach schwarz. Man kann weiter navigieren und die Routen auswählen man sieht aber erst nach der Auswahl den Namen. Für Garmin ist das kein Bug, da offiziell ja nur 50 Routen funktionieren.

Wegpunkte sind angeblich 100 möglich. Die Angabe stimmt auch nicht. Bei 100 Einträgen muss man schlicht blättern und dann kommen die nächsten 100. Warum man das bei den Routen nicht auch so macht, bleibt wohl Garmins Geheimnis.

Die Routen sind nach einer Mischung aus Alphabetisch mir höherer Priorität für Groß- / Kleinschreibung sortiert. Die Wegpunkte offenbar nach Entfernung.

Die Synchronisationsfunktionen sind hochgradig gefährlich. Wenn man eine Route in der inReach Webapp eingegeben hat, kann man die auf die Fenix syncen. Wenn man dann allerdings den Fehler macht etwas auf der Fenix zu löschen (egal, ob manuell auf der Fenix oder über die Laufwerkseinbindung der Fenix, dann löscht die Explorer App es auch in der Webapp). Jetzt könnte man meinen, dass das egal ist, weil man in der Webapp seine Routen und Wegpunkte exportieren kann.

Das stimmt aber leider nicht. Nur weil die App etwas exportieren kann, kann sie es noch lange nicht importieren. Es erscheinen z.B. inhaltlich falsche Meldungen wie “die Route darf nicht mehr als 200 Punkte haben”. Bei mir hat jede Route weniger als 200 Punkte (sonst hätte ich sie wohl vorher kaum in die Webapp importieren können, weil diese nicht mehr als 200 Punkte pro Route unterstützt).

Ich vermute, dass die App teilweise mit den Namen der Routen Probleme hat. Aber genaues weiß man nicht. Jede Route einzeln importieren geht. Das dauer nur bei z.B. 550 Routen etwas – so einen kompletten Tag ungefähr. Somit kann man sich vorstellen wie groß die Freude ist, wenn man merkt, dass Löschen auf der Uhr auch die Routen im Web gelöscht hat (ist mir so gegangen und danach durfte ich die 550 Routen manuell einzeln importieren, umbenennen und mit Symbolen ausstatten).

Als Name wird übrigens nicht der Name der Route aus dem GPX File übernommen, sondern der Dateiname. Da hat also jemand schwer bei nachgedacht (oder besser gesagt das Gehirn ausgeschaltet).

Die Synchronisation an sich klappt auch nur bedingt. Teilweise werden die Namen beim Übertragen auf die Uhr verkürzt. Da die Namen dann neu sind, werden anschließend inhaltlich identische Routen und Wegpunkte Richtung Browserapp synchronisiert. Dort hat man sie dann doppelt (mit kurzem und langen Namen). Löschen ist an der Stelle schon wieder gefährlich, weil das ja ggf. wieder Richtung Uhr synchronisiert wird…

Man merkt schon die ganze Funktionalität wurde überhaupt nicht getestet und offenbar sind Garmin bzw. dem Garmin Support die diversen Bugs auch herzlich egal. Man muss sich damit arrangieren. Wenn man die diversen Probleme kennt, geht es aber. Im Optimalfall muss man die Synchronisation nicht so oft durchführen.

Preise

  • Garmin Fenix 5S Plus – Marktpreis aktuell 670€
  • Garmin Fenix 5 Plus Titan – Marktpreis aktuell 720€
  • Kartensatz PCT mit Route – USA 45€ / DE 60€
  • Armband Schwarz für 5 Plus – Marktpreis Garmin Original 40€
  • Datenkabel (enthalten – Ersatz – ca. 30€ – Das Kabel ist übrigens lt. Aufdruck Krebserregend und macht impotent! Immerhin ist kein Radioaktiv Aufkleber drauf)

Achtung: Die Karten werden nach dem Kauf an das Gerät gebunden. Wenn ihr die Uhr zurückgebt oder verkauft, dann sind die Karten weg bzw. an das Gerät gebunden. In den USA kann man die Karten ca. 15€ günstiger erwerben als bei uns. Man muss aber eine fiktive US Adresse eingeben, damit das funktioniert.

Fazit:

Es bleibt eine Geschmacksfrage, ob man das Backup(Navi) eher auf einem separaten GPS Gerät oder in Form einer teuren Smartwatch bevorzugt oder doch zusätzlich Papierkarten mitnimmt (die einem aber bei Schneefall auch nur sehr begrenzt helfen). Fakt ist, dass die Garmin Geräte weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Das liegt primär an der bescheidenen Software (beim Explorer+ und bei der Fenix).

Das Garmin eTrex 30x ist mit Verlaub Steinzeittechnik, die recht teuer verkauft wird (der Stromverbrauch ist für das Gebotene immens und der Verbrauch könnte um den Faktor 10-20 geringer liegen, wie die Fenix Uhren beweisen). Klar, das Display ist nur halb so groß aber das ist nicht der Grund, weil das eTrex auch bei ausgeschaltetem Display ziemlich schnell leer ist. Die Fenix hat im Gegensatz dazu ein dauer an Display.

Die Fenix Software ist ziemlich fehlerhaft oder zumindest sehr eingeschränkt und zum Navigieren ist die Uhr offenbar nicht wirklich gedacht, wenn man weiter laufen will als um den eigenen Wohnblock. Gleiches gilt auch für das inReach Explorer+ (der auch gerade mal 10.000 Punkte unterstützt und bei dem die Synchronisierung meist nicht klappt).

Bei der Fenix erwecken die Einträge im Supportforum den Eindruck, als wenn die Uhr kaum jemand zum navigieren benutzt. Im Form werden alle möglichen Themen adressiert aber um Navigation geht es kaum. Insofern ist die Anwendung Navigation evtl. wirklich exotisch aber geworben wird von Garmin mit der Funktionalität, somit sollte sie auch gegeben sein.

Zumal die Hardware wirklich einzigartig ist. Ich kenne keine andere Uhr, die Navigation bietet, derartig leicht ist und dann auch noch so lange durchhält.

Der Support gibt den Rest um die Kunden zu vergraulen. Da Garmin aber ein Quasimonopol in dem Bereich hat, kann man sich das wohl leisten und selbst im aktuellen Zustand ist das Produkt konkurrenzlos. Leider!

Nachtrag 18.06.2019:

Nach zwei Monaten Praxiseinsatz auf dem PCT muss ich leider sagen, dass die Uhr nicht marktreif ist und gemessen an der Markteinführung und den bisherigen Fehlerbeheibungen wohl auch nie werden wird. Der Support behebt zwar lt. Firmwareupdates angeblich irgendwelche Fehler aber die größeren Bugs werden nicht behoben. Für das Aufzeichnen von Trackdaten über mehrere Tage ist die Uhr zum Beispiel vollkommen ungeeignet. Wenn man beispielsweise auf dem PCT unterwegs ist, hat man nicht jeden Tag Internet.

Die Uhr schafft es aber mit Glück nur 3-4 Tage Trackingdaten aufzuzeichnen (Speicherplatz wäre Massenhaft vorhanden). Anschließend muss man die Daten mit dem Handy übertragen. Das geht nur mit Onlineverbindung. Danach muss man die Trackingdaten von der Uhr löschen. Wenn man das nicht macht, dann  gelangt man in den Zustand, dass keine Trackingdaten mehr geschrieben werden. In dem Fall wird auch keine zurückgelegte Entfernung mehr angezeigt und die Uhr lässt sich nicht mehr bedienen.

Die Uhr lässt sich nur durch einen Softreset und das Löschen aller Trackingdaten aus dem Zustand befreien. Manchmal reicht das nicht und man muss alle Einstellungen resetten. Anschließend ist man je nach Umfang der Einstellungen diverse Minuten oder sogar länger mit Einstellen beschäftigt und benötigt dafür auch einiges von der aktuellen Akkuladung. Wenn man Skins nutzen möchte, müssen diese ggf. neu geladen und über das Handy konfiguriert werden. Auch dies geht nur mit Onlineverbindung und dauert dann in Summe deutlich länger. Pro Reset kann man grob 30-60 Minuten rechnen.

Beide Effekte kommen regelmäßig vor. Zuverlässig ist die Uhr also nicht.

Es passiert auch öfter mal, dass die Höhenangabe komplett falsch ist, obwohl das Tracking aktiv ist, die Uhr also eigentlich die korrekte Höhe kennt (Yosemite wurde von der Uhr z.B. um gut 1500m nach unten verlegt). Auch hier hilft nur ein Softreset.

Von den von mir an Garmin übermittelten Fehlern bzw. Verbesserungsvorschlägen wurde nicht einer behoben bzw. umgesetzt.

Das Kartenmaterial zum PCT ist veraltet und zeigt den Trail teilweise nicht dort an wo er ist.

Ich habe übrigens jeweils die aktuellste Firmware benutzt und diverse Firmwareversionen getestet. Für eine Uhr in der Preisregion ist das Gesamtbild mehr als traurig.

Leselaunen Bugs und Uhren

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich habe es nun geschafft zum dritten und letzten Buch der Reihe ohne Namen zu kommen – eine Krone aus Herz und Asche. Da ich gerade erst begonnen habe, kann ich aber noch nicht viel dazu sagen. Aktuell lese ich aber recht wenig. Siehe auch und sonst so.

Momentane Lesestimmung:

Recht bescheiden. Ich habe nur an einem Tag wirklich produktiv gelesen. Sonst meist nur in der Mittagspause. Dafür habe ich aber immerhin ein Buch beendet:

Die Serie gefällt mir bisher ziemlich gut, auch wenn ich sie nicht ganz so gut finde, wie es die Durchschnittswertung auf von anderen Lesern bei Amazon spiegelt. Das liegt hauptsächlich an einige heftigen Widersprüchen. Würdet ihr euch in jemanden verlieben oder zumindest ein guter Freund von jemanden werden, der euch die Hand abgehackt hat? Nein? Im Buch ist das keine große Sache.

Zitat der Woche:

Eine australische Fliege versucht, die Feuchtigkeit von Ihren Augäpfeln zu saugen. Wenn Sie sie nicht ständig wegscheuchen, stößt sie in Bereiche Ihrer Ohren vor, von denen ein Wattestäbchen nur träumen kann. Sie stirbt gern für die Herrlichkeit, mit einem winzigen Plumps auf Ihrer Zunge zu landen. Tanzen dreißig oder vierzig auf diese Weise um Sie herum, folgt der Wahnsinn auf dem Fuße. – Bill BrysonFrühstück mit Kängurus

Und sonst so?

Kino und Blog

Gestern waren wir im Kino und haben uns Alita: Battle Angel angeschaut und ich war durchaus positiv überrascht. Ich hoffe es gibt einen zweiten Teil.

Anfang der Woche habe ich einen einen weiteren Post zum Thema Pacific Crest Trail  verfasst. Dieses mal mit dem Thema Unterhaltung auf dem Trail und womit wohl? Mit Hörbüchern.

Navigation

Ich beschäftige mich immer noch mit dem Thema Navigation auf dem Pacific Crest Trail )(PCT). Wenn ich so weiter mache, kann ich Produkttester in dem Bereich werden. Ich habe jetzt die Garmin Fenix 5S Plus bekommen und werde dazu noch einen Blogpost verfassen.

Cool ist an dem Tail, dass es wirklich sehr wenig Strom verbraucht für das was es kann. Die Uhr hat aber auch diverse Schwächen, allen voran die fehlerhafte und mit zu wenig Funktionen ausgestattete Software. Ich habe auf Anhieb 10 Tickets an den Garmin Support erstellt mit Fehlern oder Verbesserungsvorschlägen und da nach 3 Tagen test. Da sieht man wo quasi Monopole hinführen. Die Unternehmen geben sich keinerlei Mühe mehr mit ihren Produkten und nehmen Mondpreise.

Offenbar nutzen die meisten Leute nur die Fitnessfunktionen und nicht die Navigation der Uhr. Aber es ist schon erstaunlich was alles geht. Wollt ihr Golfen? Die Uhr hat Zugriff auf eine Datenbank mit zehntausenden Golfplätzen und kann euch zeigen wie weit das Grün weg ist, wie weit die Fahne weg ist, Hindernisse auf dem Weg, welchen Schläger ihr bevorzugen solltet und wie weit ihr geschlagen habt mithilfe der Daten des Schlages. So zieht sich das durch alle Sportarten.

Die Uhr gibt Tagesziele vor, treibt euch an, motiviert usw. – alles Dinge die eigentlich keiner braucht. 😉 Aber als Spielzeug ist sie schon nett. Wie gesagt mich interessiert primär die Navigationsfunktion und da hat die Software noch Potenzial. Ich denke nächste Woche schreibe ich dazu einen Post mit mehr Infos.

Städteplanung

Ansonsten mache ich so vor und nach Fortschritte beim Einpflegen der relevanten Gebäude in die Smartphone Apps Citymaps2Go und Guthooks. Ich denke in zwei bis drei Wochen sollte ich damit durch sein. Das erspart mir dann die Sucherei was wo ist und evtl. auch unnützes Laufen in den Städten.

Bei den Städten ist aber wirklich alles dabei. Von Touristenhochburg bis Hütte im Nirgendwo bekommt man alles geboten. Abseits davon, dass man ein Gefühl bekommt wo man evtl. übernachten möchte, bzw. welche Städte besser und schlechter sind für den Zwischenstopp (hier und da hat man die Wahl zwischen mehreren), ist der Prozess aber weitgehend eher langweilig. Man trägt immer wieder Supermärke, Hotels, Wäschereien, Apotheken und Krankenhäuser ein und das bei ich schätze mal grob 75 Städten bzw. Dörfern.

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Das Zauberwort ist Urlaub bei Letterheart ∗ Hello Sunshine bei Sarah Ricchizzi ∗ Leselaunen bei Lieschen liest ∗ Schmetterlinge im Bauch bei Lieblingsleseplatz ∗ Lesen im Schneckentempo bei Miss Naseweis ∗ I miss you bei glimrende ∗ Geburtstagswoche bei Saskias Books ∗ Japan und Umbrella Academy bei Lesepirat ∗ Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest ∗ Wieder unter den Lesenden bei Nerd mit Nadel ∗ Neuer Stoff bei Trallafittibooks

Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern

Da ich unten Markennamen erwähne, kennzeichne ich diesen Artikel hiermit als Werbung.

Wie einige vielleicht bereits mitbekommen haben, spukt mir seit letztem Jahr die Idee im Kopf rum den Pacific Crest Trail (PCT) zu wandern und mir mal eine Zeit lang eine Auszeit zu gönnen.

PCT Vorbereitung

Nachdem ich mich beim Lesen diverser Bücher mit dieser Idee infiziert hatte, kam dann bei meinem letztjährigen Australienurlaub noch dazu, dass ich viele Backpacker gesehen habe.

Dann habe ich mir gedacht: „Warum eigentlich nicht?“

Also habe all die bürokratischen Dinge in Angriff genommen, die das mit sich bringt, vom Visaantrag über Permits bis zum Gespräch mit dem Arbeitgeber.

Bisher habe ich mich primär auf die Logistik der Vorbereitungen konzentriert. Aber wenn man ein halbes Jahr unterwegs ist, hat man auch sehr viel Zeit, die man füllen muss. Auf dem Trail gibt es zwar spektakuläre Landschaften aber ebenen auch nich immer. Man stelle sich allein die Wanderung durch ein Gebiet vor, dass einem Waldbrand zum Opfer gefallen ist. Was wäre da passender als die Musik von Herr der Ringe oder gleich den dritten Band selbst zu lesen.

Mentale Herausforderung

Dazu kommt, dass so eine Langstreckenwanderung eine große Mentale Herausforderung ist. Man hat kein vernünftiges Bett, kann sich nicht ordentlich waschen, muss auf viele Lebensmittel verzichten und auch den meisten Komfort des alltäglichen Lebens. Man bekommt natürlich auch einiges geboten aber man muss sich halt auch irgendwie motivieren.

Anders als sonst im Leben stellt bei einer Langstreckenwanderung nicht das Geld die primäre Einschränkung dar, sondern Gewicht.

Es wäre zwar cool, wenn man sein iPad, sein Kindle und sein Notebook auf dem Trail dabei haben könnte, aber man muss alles tragen. Somit wird die Unterhaltung auf dem Trail vermutlich lediglich aus dem Handy bestehen. Da das Display viel Strom verbraucht, kann man Bücher lesen quasi vergessen. Zumal man abends lt. allen Berichten, die ich so gelesen habe auch einfach platt vom vielen Laufen ist.

Hörbücher auf dem Trail?

Was bleibt also? Eine Alternative sind Hörbücher. Beim Abspielen schluckt das Handy relativ wenig Strom. Da ich meine Bücher in der Regel bei Amazon als eBook kaufe, bietet sich für mich der Hörbuchkauf über audible an. Nebenbei hat das sogar noch den Vorteil, dass der Lesestatus von Hörbuch und e-Book gesynct werden kann. In der Regel ist es bei dieser Konstellation so, dass die Hörbücher deutlich günstiger sind, wenn man bereits das e-Book gekauft hat.

Auch die Harry Potter Serie wäre mal wieder fällig (der 20 Jährige Geburtstag ist ja nun schon eine Weile vorbei – ich hatte dazu einen Beitrag verfasst). Im Zuge des Geburtstages bin ich auch im audible Magazin auf die Harry Potter Serie gestoßen. Insofern wird es allerhöchste Zeit, dass ich mir die Hörbücher anhöre.

Eine Buchserie, die definitiv auf meiner Liste von Büchern steht, die ich gerne mal wieder lesen (bzw. hören) würde ist Eragon.

Beide Serien befinden sich bereits als Hörbuch auf meinem iPhone.

Insofern werde ich vermutlich auf dem Trail ein paar Bücher hören, die ich vor längerer Zeit schon mal gelesen habe. Ich bin gespannt wie mir das gefällt.

Wenn man mit anderen Hikern unterwegs ist, bietet sich diese Option vermutlich weniger an. Zusätzlich sollte man sich wohl auch nicht zu sehr einlullen lassen, weil man immer wieder mit Klapperschlangen rechnen muss. Die warnen einen zwar oft vor, aber auch die haben mal einen schlechten Tag.

Ganz generell habe ich mir bei meinen Urlaubsreisen abgewöhnt Bücher in gedruckter Form dabei zu haben. Entweder lese ich auf dem iPad oder auf dem Kindle.

Wie ist das bei euch so? Ist das Hörbuch eine Alternative für euch?

Weitere Infos zum Thema Pacific Crest Trail Hike:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation
Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides

Leselaunen Zwei Monate noch …

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Ich lese noch immer an “Ein Thron aus Knochen und Schatten” und so ganz viel Fortschritt habe ich auch nicht gemacht. Das Buch könnte sicher etwas spannender sein aber irgendwie bin ich auch gerade nicht so lesemotiviert.

Momentane Lesestimmung:

Recht bescheiden. Ich habe nur ein wenig in o.g. Buch gelesen

Zitat der Woche:

»Warum … warum bringt ihr sie an einen sicheren Ort? Hat es damit zu tun, dass der Präsident das Registrierungsprogramm ändern will?« »Ich glaube, die Geschichte hat zur Genüge gezeigt, dass es nie gut endet, wenn Leute nur mit ihresgleichen untergebracht werden.« – Jenniger L. ArmentroutRevenge Sternensturm

Und sonst so?

Diese Woche sind nur zwei Beiträge online gegangen. Einer zum Thema Bounce Box und Resupply Box im Kontext PCT und einer zum Film Drachenzähmen leicht gemacht 3, den ich gestern im Kino angeschaut habe.

Ich beschäftige mich momentan täglich mit der Hike Vorbereitung.

Da mir der das inReach Explorer+ nicht gefallen hat wegen den Restriktionen bzgl. der zu übertragenden Routen (siehe hier), musste ein Ersatz her. Ich habe jetzt das inReach Mini und bin damit zufrieden. Das hat übrigens die gleichen Probleme bzgl. der Übertragung von Routen, da ich damit aber mangels brauchbarer Funktion eh nicht navigieren will, ist das ok. Da ein 100g Gerät in der Lage ist als SOS Sender, weltweites SMS Gerät, für die lokale Wettervorhersage und für das Übermitteln der eigenen Position zu fungieren, ist schon recht beeindruckend.

Da mir nun die Backupnavigation fehlte, habe ich mir die Alternativen angesehen. Als leichtes Navigationsgerät kommt eigentlich nur das eTrex 30x von Garmin in Frage. Das hat aber diverse Nachteile. Es kann keine Akkus im Gerät laden und somit ist man auf Wegwerfbatterien angewiesen (oder man Muss Akkus und Ladegerät  nutzen, was dann noch mal gut 65g schwerer ist). Selbst in der leichtesten Variante wiegt das aber 130 Gramm. Das ist also schon mehr als das oben Erwähnte inReach Explorer+, wenn man es mit dem inReach Mini kombiniert.

Dabei habe ich dann entdeckt, dass es mittlerweile auch Uhren gibt, die eine vergleichbare Funktion und eine gute Laufzeit haben, allerdings ziemlich teuer sind. Ich habe mich entschlossen die mal zu probieren. Nächste Woche habe ich mich dann hoffentlich zwischen eTrex und Uhr entschieden.

Meine Bounce Box hat nun auch die finale Farbgestaltung bekommen. Nicht schön aber auffällig. Das war ja das Ziel. Die springt einen schon an, oder? Ganz neben bei hat das Gewebeklebeband den Effekt, dass der Eimer etwas besser gegen Risse geschützt wird. 🙂

Ich habe jetzt die Bounce Box auch mal testweise befüllt. Erst dachte ich, dass ich die nicht voll bekomme und jetzt weiß ich schon nicht wie ich alles rein bekommen soll. So kann man sich täuschen. Aber ich bin ja mittlerweile geübt in Verzicht. Aber gut, dass ich das vorher ziemlich genau ausloten kann was in den Eimer passt. Es macht wenig Sinn, wenn ich in San Diego im Hotel den Mülleimer fülle, wenn Sachen nicht mehr rein passen.

Ansonsten versuche ich momentan täglich ein bis zwei Städteofflinekarten vom Pacific Crest Trail Handbuch in die City Maps to Go und Guthooks App zu übertragen. Somit brauche ich dann in den Städten nicht viel Zeit zu verschwenden uns weiß direkt was wo ist.

Ihr seht also. Aktuell habe ich Hike Overkill. 😉

Wie war eure Woche?

Weitere Leselaunen:

∗ Bügelperlenhelden & neue Filter bei Trallafittibooks ∗ Wieder im Flow bei Lieblingsleseplatz ∗ Unerschrocken ins Wochenende bei Letterheart ∗ I am back bei Sarah Ricchizzi ∗ Im Lesefieber bei Stars, stripes and books ∗ Leselaunen bei Lieschen liest ∗ Harry Potter Expo, BubbleTea und LeFloid bei Lesepirat ∗ Zwischen Krankheit, Beitragsideen und Leselust bei ChaosMariechen ∗ Tusen Takk, Aksel! bei glimrende ∗ Urlaub in vollen Zügen genossen bei Nadines bunte Bücherwelt ∗ Endlich wieder Zeit bei Saskias Books ∗ Leselaunen bei My Book&Serie&Movie Blog ∗

Pacific Crest Trail – Teil 5 – Bounce Box und Resupply Boxen

Zur Resupply Strategie hatte ich in der Vergangenheit schon einen Beitrag geschrieben. In diesem Post geht es nun etwas detaillierter um das was und wie.

Einige Bereiche des Pacific Crest Trail (PCT) sind ziemlich abseits und somit gibt es teilweise nur kleine Geschäfte. Somit geht man an diesen Stellen immer das Risiko ein, dass man nicht die Nahrung bekommt, die man möchte oder noch schlimmer, wenn vorher diverse Hiker eingekauft haben, evtl. auch überhaupt nichts.

Resupply Box

Da die meisten Hiker beide Risiken nicht eingehen wollen, schickt man sich entlang des Trails i.d.R. einige Resupply Boxen. Das ist der Weg den die Ausländer in der Regel favorisieren.

Einige Amerikaner machen das auch für den ganzen Trail oder lassen sich die Boxen einfach von Verwandten schicken. Somit braucht man sich entlang des Trails nicht mehr um Resupply kümmern und sammelt lediglich die Pakete ein (was deutlich stressfreier ist – man stelle sich mal vor man arbeitet Montag bis Samstag und am einzigen freien Tag muss man den ganzen Tag shoppen).

Andererseits ist es aber sehr schwer vor dem Trail alles so genau zu planen. Das liegt schon daran, dass sich die Vorlieben oder Abneigungen während des Trails ändern können. Weiterhin kann man sich so getrocknetes Essen (selbst hergestellt) schicken, was natürlich gesünder und evtl. auch schmackhafter und günstiger ist als das Fertigessen ist.

Einige senden die Pakete auch um damit kosten zu sparen. Ich glaube aber, dass dieser Effekt nicht wirklich greift, weil das versenden ja auch kostet. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass man einen Teil des Essens vielleicht in Hiker Boxen legt, weil man es nicht mehr sehen kann oder den Hike sogar abbricht und die Boxen nie abholt, dann dürfte dieses Argument wohl eher weniger wichtig sein.

USPS Box

USPS Box für Resupply

Dazu kommt noch, dass es durchaus hilfreich ist, wenn die Anwohner in den Städten den Hikern wohlgesonnen sind und das erreicht man eher dadurch, wenn man bei ihnen einkauft, als wenn man nur zur Post geht und dort ein Paket abholt.

Bei den Resupply Boxen gibt es einiges zu beachten. Je nach Versandart und Postamt (teilweise sind es auch Privatadressen) wo man die Pakete hinschickt, sind die Verweildauern sehr unterschiedlich. Ich habe schon an diversen Stellen gelesen, dass man die Pakete per USPS immer per Priority schicken soll, weil sie sonst i.d.R. zu spät kommen.  Das hat auch noch einen weiteren Vorteil. Wenn man die Box in einer Stadt nicht öffnen möchte, kann man sie einfach kostenlos weiterleiten. Per Priority versendete Pakete sind auch Versichert (allerdings nur für 50$).

Ohne Priority werden die Pakete länger aufbewahrt. Einige Postämter legen die Regeln aber kreativ aus, wenn sie wissen, dass die Pakete für Thru-Hiker sind (die Aufbewahrungszeit liegt somit zwischen 7 und grob 30 Tagen – je nach Laune der Angestellten). Somit sollte immer gut sichtbar auf den Paketen drauf stehen, dass man Thru-Hiker ist. Genauso sollte der Name von allen Seiten sichtbar sein.

D.h. PCT-Hiker und ETA (estimated Time of arrival) sollte gut sichtbar sein (Monat vor Tag – 03/15). Die ETA sollte man immer so angeben, dass man etwas Reserve hat. Zu viel sollte es aber auch nicht sein, weil der Postmitarbeiter evtl. danach sortiert.

Wenn man das Paket sonst noch irgendwie hervorhebt, schadet das nicht. Man muss sich vorstellen, dass in den Minipostämtern zu Hochzeit hunderte Pakete lagern. Die muss der oder die Angestellte dann erst mal finden. Desto einfacher das ist, desto besser. Bei Postämtern muss man auch die eingeschränkten Öffnungszeiten beachten. Wenn man später kommt, heißt es einen Tag warten. Am Wochenende werden da dann auch schnell mal zwei Tage draus.

Bounce Box

Bounce Box

Bounce Box

Zusätzlich zu den Resupply Paketen schicken einige Hiker eine Bounce Box immer ein Stück des Weges voraus. In der Bounce Box können z.B. Ersatzteile sein, ein Rasierapparat, Verbrauchsgegenstände wie Zahnbürsten oder Zahnpasta, Sonnencreme zum Nachfüllen evtl. kleinerer Packungen, die man dabei hat, Karten, Handdesinfektion, Shampoo, Schuhe, Ersatzblasenpflaster, Reservesocken, Ersatzmedikamente, Ersatzhikingstockspitzen, Ersatzkabel, Waschmittel, Kopien von Permits. Es können auch Gegenstände sein, die man im aktuellen Abschnitt gerade nicht benötigt, später aber schon oder andersrum. Die Idee ist, dass man alles was man aktuell nicht benötigt auslagert. Desto weniger man schleppen muss, desto besser. Auch dinge, die man evtl. nicht so einfach bekommt aber auf die man nicht verzichten möchte, sollte man in die Bounce Box packen (Spezialbatterien, Medikamente, bestimmte Zahnpasta oder Bürste usw.).

Die Bounce Boxen sollten stabil sein, damit sich ein mehrfaches Versenden überstehen. Da man an einige Stellen des Trails eh nur Kunststoffbehälter schicken darf (Pappe wird dort einfach von Nagern durchgekaut), macht es aus meiner Sicht Sinn einen Eimer mit 5 Gallonen (also 18l) zu benutzen. Zu beachten ist, dass es auch Gewichtsrestriktionen (z.B. max 25 Libs) gibt. Da man aber eh leicht unterwegs ist, sollte das Gewicht kein Problem darstellen.

Die Kunst bei der Bounce Box ist sie nicht zu nah (dann braucht die Box länger als man selbst und man muss im Extremfall sogar auf die Box warten) und auch nicht zu weit voraus zu schicken. In dem Fall nützt sie nur wenig, wenn man irgendetwas benötigt aber die Box erst in 10 Tagen erreicht, weil man sie 20 Tage voraus geschickt hat.

Damit das ganze auch nicht zu einfach wird, gibt es diverse Besonderheiten zu beachten. An einige Stellen kann man nicht per USPS (wie die Post bei uns) schicken, sondern muss per UPS versenden. Wenn man an diese Stellen mit UPS schickt, kommt das Paket im schlimmsten Fall nicht an. Bei der Bounce Box wäre das sehr schlecht.

Zu Adressieren ist wie folgt:

First Lastname, ETA: 6/20

c/o General Delivery

Sierra City, CA 96125

Oder:

First Lastname, ETA: 6/20

c/o Sierra City Country Store

213 Main Street

Sierra City, CA 96125

Das c/o bedeutet care of

Was ich in meiner Bounce Box habe:

  • Medikamente (Ibus, Magentabletten, was gegen Durchfall, Anti Enzündungssalbe)
  • Blasenpflaster
  • Ersatzzahnpata (Minituben wie es sie beim Zahnarzt zum Testen gibt), Zahnbürsten
  • Ein langärmeliges Sweatshirt und eine kurze Hose (Ersatz und oder Town Kleidung)
  • Ersatzschuhe
  • Sonnencreme zum Auffüllen
  • Penatencreme
  • Einige Ersatzdrybags
  • Ziplocks
  • mehrere paar Ersatzsocken (Injinji / Darntough)
  • Elektrischer Rasierer
  • einfaches leichtes Notebook (ja, das ist Luxus und eigentlich nicht nötig)
  • Zweite Stirnlampe
  • Ersatzkabel zum Laden Micro USB / USB
  • Ersatzladegerät USB
  • Adapter für US Steckdosen (für Rasierer)
  • Permit Kopien, sowie Ausweis- und Visakopien (alles laminiert)
  • Handdesinfektionsmittel Ersatz (Stichwort Toilettengang)
  • Reinigungstücher (die sind Getränkt mit Desinfektionsmittel)
  • Ersatz Reparaturmaterial
  • Ersatzheringe für das Zelt
  • Größere Teller für die Hikingstöcke (für Schnee
  • Klebeband
  • Ersatzmesser

Weites Infos zum Thema Pacific Crest Trail Hike:

Pacific Crest Trail – Teil 1 – Buch vs. Realität
Pacific Crest Trail – Teil 2 – Die Ausrüstung
Pacific Crest Trail – Teil 3 – Resupply Strategie
Pacific Crest Trail – Teil 4 – Nahrung
Pacific Crest Trail – Teil 6 – Unterhaltung mit Hörbüchern
Pacific Crest Trail – Teil 7 – Navigation
Pacific Crest Trail – Teil 8 – Links & Guides

Sonstiges Links zum Thema:

Anatomy of a PCT resupply box
Anatomy of a Bounce box
Bounce Box and bounding a box

Garmin inReach Explorer+ [Kommentar]

In den letzten zwei Wochen habe ich einige Erfahrungen mit dem Garmin inReach Explorer+ in Kombination mit der Pacific Crest Trail (PCT) Hike Vorbereitung gemacht.

Ich berichte hier von meinen Erfahrungen und dies soll kein umfänglicher Tests des Gerätes sein. Tests finden sich im Netz einige, aber keiner beschreibt die Restriktionen des Gerätes. Daher möchte ich mit diesem Post machen.

Kaufgründe und Erstkontakt

Während meiner PCT-Vorbereitung bin ich auf den inReach Explorer+ bereits ziemlich am Anfang gestoßen. Eine Notruftaste mit Positionsübermittlung, die theoretisch weltweit funktioniert. Die Möglichkeit auch ohne Handynetz zu kommunizieren und eine GPS Funktionalität mit Routenanzeige (auch für daheim gebliebene) hören sich sehr vielversprechend an. Das Gerät ist für den auf dem Papier gebotenen Funktionsumfang sogar ziemlich leicht.

Zusätzlich hat mir gefallen, dass ich mit dem Gerät ein Backup für die Handynavigation bekomme. Die Gefahr, dass das Handy irgendwann keinen Strom mehr hat, runterfällt oder einfach seinen Dienst einstellt ist durchaus gegeben.

Dementsprechend habe ich das Gerät recht früh auf meine Ausrüstungsliste gesetzt aber erst relativ spät bestellt. Ich hatte gelesen, dass die Navigationsfähigkeiten noch verbesserungsfähig sind und ich hatte die Hoffnung, dass vielleicht vor dem Trail noch ein Nachfolgemodell veröffentlicht wird. Da Garmin das Gerät von einem anderen Hersteller übernommen hat, basiert die Navigation aktuell nicht auf Garmin Technik. Genau das wird sich später als Problem erweisen.

Da der Hike nun langsam näher rückt, habe ich das Gerät bestellt und wie soll ich sagen: Das meine Erwartungen nicht erfüllt wurden, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts.

Die Limitierungen von 500 Wegpunkten / 20 Routen oder 10.000 Trackingpunkten habe ich zwar zur Kenntnis genommen aber so ganz klar war mir zum Kaufzeitpunkt nicht was damit gemeint ist (zumal die Geräte alle Limitierungen in dieser Art haben aber die Kombination macht es in diesem Fall).

Ich hatte vorher bereits gegoogelt und festgestellt, dass jemand die öffentlichen Routendateien von Halfmile (komplette PCT-Routendatei) so umgewandelt hat, dass sie mit dem inReach Explorer+ funktionieren. Insofern dachte ich, wenn ich die Karten runterlade und aufspiele ist das Thema damit erledigt und habe auch nicht weiter recherchiert.

Registrierung und erste Erfolge

Nachdem der inReach Explorer+ angekommen ist, musste ich mich erst mal durch den Registrierungsprozess arbeiten. Es müssen diverse Angaben gemacht werden – nicht nur zu einem selbst, sondern auch zu Kontaktpersonen. Das hat damit zu tun, dass das Gerät primär für Rettungszwecke vorgesehen ist und in dem Fall jemand kontaktiert werden muss.

Während der Aktivierung ist man je nach Vertragsauswahl schon mal mindestens 50€ los. 30 kostet die Aktivierung an sich und 20 ist man für einen Monat Abo im günstigsten Tarif los.

Die Funktion des Nachrichtenversandes bzw. das Abrufen des Wetterberichtes habe ich erfolgreich getestet. Übrigens werden nicht nur ausgehende Nachrichten, sondern auch eingehende Nachrichten gezählt. Das Kontingent beinhaltet magere 10 Nachrichten pro Monat und jede weitere kostet 0,55€ ausgehend von dem 20€ pro Monat Vertrag.

Das ist nebenbei bemerkt im Vergleich zu den amerikanischen Preisen der reinste Wucher. Trotz des im Verhältnis zum US-Dollar stärkeren Euros, sind alle Gebühren für europäische Kunden deutlich teurer. Das fängt schon bei den Monatsgebühren an (US Freedom Plan 99,95$ vs. EUR 114,99€). Das ist genau das Gegenteil von dem was die Währungsumrechnung implizieren würde. D.h. Garmin gönnt sich mal gut 30% mehr von europäischen Kunden.

Unglaubliche Restriktionen

Für mich wichtiger war aber neben der SOS-Funktion die Möglichkeit der Navigation. Gutgläubig wie ich manchmal offenbar bin, dachte ich ich spiele einfach die Karten ein, die bereits für das Gerät vorbereitet sind und das war es dann. Hört sich simpel an.

Die erste Überraschung kam auf, als ich versucht habe die Dateien in der inReach Webapp zu importieren. Als Wegpunkte war kein Import möglich, als Track war der Import möglich, wurde aber auf dem inReach nicht angezeigt und war auch nicht als Route nutzbar und Routen ließen sich nicht mit 500 Punkten (das wir auf der Garmin Homepage beworben), sondern nur mit 200 Punkten pro Route importieren.

Wie ich dann später rausgefunden habe, war es früher wohl möglich Routen mit 500 Punkten zu importieren (was auch schon lächerlich wenig ist) aber der Hersteller hat das Limit auf 200 Punkte runter gesetzt.

Nun gut dachte ich mir, dann muss ich halt sämtliche PCT Karten so abwandeln, dass jede Route nur 200 Punkte hat. Die Alternative lt. App ist eine Karte aus x beliebig vielen Punkten auf 200 Punkte zusammen streichen.

Versucht mal mit 200 Richtungsänderungen durch die Stadt zu laufen (einschließlich aller kurven auf dem Bürgersteig), von einem Trail mit 4300km reden wir besser nicht.

Ich weiß nicht so recht wie ich das Beschreiben soll. Vielleicht muss ich die Restriktion so umschreiben: Jemand baut einen Geländewagen (inReach Explorer) und hat irgendwie vergessen, dass er auch passende Reifen braucht. Nun schraubt man einfach die Reifen vom Kinderwagen dran (Navigationsfunktion auf dem inReach).

Miserable Software

Um das ganze noch interessanter zu machen, besteht ein Teilabschnitt der Halfmile Karten besteht gerne mal auf 5000 Punkten. Die muss man also in 200 Punkte Abschnitte zerlegen. Die Webapp kann aber nur 20 Routen pro Datei übernehmen (warum das so ist, weiß nur der Hersteller – ich vermute das kommt aus der Obergrenze von 10.000 Punkten insgesamt und ehemals 500 je Track macht zusammen 20×500 = 10.000).

Wenn man dann mit Mühe und Not rund 550 Routen aus bis zu 200 Punkten erzeugt hat und den kompletten PCT in seiner Pracht vor sich sieht, versucht man diese Daten auf das inReach zu übertragen. Denkt ihr das funktioniert? Ach, quatsch. Warum auch?

Bevor ich dazu komme muss die dritte Restriktion erwähnt werden (wir erinnern uns – die Webapp kann nur 20 Routen pro Datei, eine Route darf max 200 Punkte haben). Insgesamt dürfen nur ca. 10.000 Punkte auf das Gerät übertragen werden.

Jetzt könnte man meinen, dass irgendwo geprüft oder angezeigt wird wie viele Punkte sich in einer Sammlung befinden (das ist eine Gruppe von Routen). Das würde dem Nutzer zumindest erlauben diese Restriktion irgendwie zu berücksichtigen.

Dem ist aber nicht so. Wenn es zu viele Routen bzw. Routenpunkte sind, gibt es bei der Übertragung schlicht eine nichtssagende Fehlermeldung. Oft funktionieren dann auch Folgeübertragungen nicht mehr, obwohl dafür eigentlich kein Grund besteht. Ich vermute aus Solidarität mit der ersten Übertragung.

Jetzt muss ich kurz erklären, dass sich ein 4300km Trail nicht sinnvoll in 10.000 Punkten beschreiben lässt, außer wenn man in Schluchten springen oder über steile Felswände klettern möchte. Jeder der mal in den Bergen unterwegs war, weiß das 50m weiter links oder rechts schon einen erheblichen Unterschied machen kann. Da man in den Sierras zu einer Jahreszeit läuft, wo mit Schnee zu rechnen ist, muss man sich also relativ genau auf die Route verlassen können.

Ich hab zwar nicht genau nachgerechnet aber der PCT wird bei Halfmile vermutlich im Bereich von 75.000 bis 100.000 Wegpunkten beschrieben. Somit ist es vollkommen unmöglich den ganzen Trail aus das Gerät zu synchronisieren.

Rauchzeichen oder Moderne?

Zur Synchronisation gibt es zwei Möglichkeiten. Beide funktionieren nicht zuverlässig.

Variante 1: Übertragung per Kabel am PC – das klappt mal oder mal klappt es nicht. Siehe oben – das Highlight dabei ist, dass man eben auch einfach zu viele Punkte in der Sammlung haben kann, man erkennt es aber nirgends.

Der Programmierer hatte aber Sinn für Humor. Wenn man die Sammlung auf das Gerät bekommen hat, dann kann man sogar sehen aus wie vielen Punkten sie besteht. Allerdings Route für Route. Bei 50-60 Routen pro Sammlung hat man also was zu tun um das einzeln nachzuschauen.

Wenn man die Restriktionen einhält, klappt das Synchronisieren aber trotzdem nicht immer. Die Hilfreichen Tipps von Garmin: Neustart, Softreset, Hardreset. Mit anderen Worten: Sie haben keinen Plan wo das Problem liegt und wollen sich offenbar auch nicht mit der Behebung beschäftigen, sondern liefern diverse Workarounds.

Variante 2: Die Übertragung per App auf dem Handy. Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, funktioniert diese Variante nur nach dem Werksreset des Gerätes halbwegs zuverlässig und zwar genau einmal.

Die Variante ist etwas gewöhnungsbedürftig und funktioniert über ein Handy, dass per Bluetooth mit dem inReach verknüpft wird. Die Synchronisation auf dem Handy dauert keine 5 Sekunden. Bis die Daten dann aber auf dem inReach ankommen vergeht ein Zeitraum, der zwischen Minuten und unendlich liegt. Einen Status gibt es nicht. Irgendwann sind die Routen da oder eben nicht.

Der Werkreset dauert zwischen 15 und 60 Minuten je nach Empfang, weil das gerät bei aktivierter Displaybeleuchtung einen Nachricht mit dem Satelliten austauschen muss. Das kostet also jedes mal viel Strom und Zeit.

D.h. zusammenfassend ist es ein irrsinniger Aufwand Routen in die Webapp zu bekommen. Wenn sie mal da sind, kann man nur einen Bruchteil davon synchronisieren und das auch mehr schlecht als recht.

Wenn man das Gerät also für die Navigation nutzen wollte, müsste man zig Sammlungen anlegen. Diese müssen sich auch noch überlappen, da man die Synchronisation nur mit Handyempfang durchführen kann. Den hat man aber nicht überall entlang des Trails.

Navigation

Nachdem ich nun erfolgreich einen lächerlich kleinen Abschnitt des Trails auf das Gerät geladen hatte kam der Test der eigentlichen Navigationsfunktion und man ahnt es bereits – die nächste Überraschung.

Das Gerät reagiert im Kompassmodus unglaublich langsam. Daran muss man sich sehr gewöhnen. Das ist kein Vergleich zu einem Handy, bei dem die Kompassnadel quasi in Echtzeit visualisiert wird.

Testweise habe ich die Navigation zum ersten Wegpunkt des PCT aktiviert. Auf der Karte wird ausgehend von Deutschland die Richtung Südwest angezeigt (mehr West als Süd – so um die 230°). In der Kompassanzeige wird als Richtungsindikator aber Nordwest angezeigt also mal gemütliche 70°-75° daneben (315°).

Da die Earthmate App auf dem Handy dasselbe anzeigt scheint es sich in dem Fall um einen Fehler in der App zu handeln.

Support – Fehlanzeige

Auf meine Supportanfrage hat Garmin in der Form reagiert, dass man mir einen Rückruf angeboten hat. Nachdem ich die detaillierte Liste der Fehler und Erkenntnisse gesendet habe, wurde ich zum vereinbarten Zeitpunkt NICHT zurückgerufen.

Auf eine Erinnerungsmail hat der sogenannte Support auch nicht reagiert.

Fazit:

Aus meiner Sicht ist das Gerät zur Navigation vollkommen untauglich, weil die Software unterirdisch schlecht ist.

Es lassen sich nur sehr kurze Tracks importieren und selbst das ist extrem zeitaufwendig und fehleranfällig. Wenn man die Tracks dann mal auf dem Gerät hat, ist die Navigation fehlerhaft und reagiert extrem langsam.

Was sich der Hersteller bei der Entwicklung dieses Gerätes gedacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. In Kombination mit der SOS Funktion abseits des Handynetztes, wäre eine Navigationsfunktion abseits von Kinderspielzeug durchaus sinnvoll.

In diesem Gerät ist die Navigation aber so verstümmelt, dass sie quasi nicht nutzbar ist. Wenn man mal den Kompassanzeigefehler (Navigationsindikator) außer acht lässt, klappt die Navigation und Kartenanzeige über die Earthmate App recht gut. In dem Fall lässt sich sogar der vollständige Trail visualisieren (wen auch mit 550 Einzelrouten).

Dafür benötigt man aber kein inReach Explorer, weil das Handy die komplette Arbeit erledigt. Diese Variante funktioniert aber lt. Foren nur mit aktivem Vertrag (also kostet das mindestens 20€ pro Monat, wenn man sich nicht gleich ein ganzes Jahr binden will, dann kommt man mit gut ca. 15€ pro Monat hin). die Aktivierungsgebühr bzw. Grundgebühr lasse ich bei der Betrachtung gnädigerweise außer acht, sonst wird es noch teurer.

Somit bleibt also die Notruffunktion und eine vollkommen überteuerte SMS Funktion mit 0,55€ pro SMS von 160 Zeichen. Letzteres ist nett aber aufgrund der Gebühren eben sehr teuer: Aktivierungsgebühr ca. 30€ + Mindestgebühr 20€ pro Monat und dafür ganze 10 Nachrichten inkludiert.

Ich habe nun das inReach Mini bestellt. Das ist 113g leichter. Dafür habe ich dann kein Backup für meine Handynavigation. Die bietet das Gerät aber eh so schlecht, dass sie nicht wirklich hilft. Als Backup habe ich mir nun Alternativen angeschaut.

 

Leselaunen Yosemite und Explorer

Leselaunen

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag um 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Trallafittibooks verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Da hat sich nicht viel getan. Bis Dienstag bin ich zum lesen gekommen und danach nicht mehr. Somit bin ich immer noch mit Ein Käfig aus Rache und Blut und Frühstück mit Kängurus beschäftigt.

  

An Ein Käfig aus Rache und Blut habe ich seit letze Woche überhaupt nicht gelesen. Aber wenigstens habe ich bei Frühstück mit Kängurus Fortschritte erzielt.

Momentane Lesestimmung:

Diese Woche hatte ich zu viel anderes zu tun. Mal sehen, ob das nächste Woche besser wird. Aktuell sieht es noch nicht so aus.

Zitat der Woche:

Sie schluckte. »Ich bin viel zu schwer.« »Ist das jetzt eine dieser Frauenfangfragen, auf die ich als Mann sowieso nicht richtig antworten kann, egal was ich sage?« – Raywen WhiteMystic Highlands

Und sonst so?

At Work

Ich habe jetzt meinen Vertrag und die erlaubte Abwesenheit durch. Somit arbeite ich ein Jahr für das halbe Geld und dementsprechend auch nur halb so viel Stunden. Von Mitte April bis Mitte Oktober bin ich jetzt freigestellt / beurlaubt wie auch immer man es nennen will.

Den normalen Urlaub gibt es natürlich trotzdem noch. Somit bin ich noch etwas flexibel bzgl. der Planung oder einer evtl. Verlängerung um ein paar Tage. Allerdings wird es irgendwann im Oktober im Norden der USA eh recht kalt und es kann auch Schnee geben. Somit ist alles was über Mitte Oktober hinaus geht auch nicht ungefährlich, wenigstens aber ziemlich ungemütlich.

Hike – Flüge und Buchungen

Diese Woche ist eine Menge passiert.

Da jetzt meine Abwesenheit offiziell genehmigt ist, konnte ich auch einige Buchungen angehen. Das Hotel hatte ich bereits letzte Woche gebucht, da man das bis kurz vorher kostenlos stornieren kann.

Jetzt habe ich auch den Flug von Frankfurt nach San Diego gebucht mit United Airlines. Das Problem war, dass ich einen Gabelflug (also ein Flug bei dem man woanders landet als startet) brauche. Die Besonderheit ist dabei, dass ich in einem Land lande und in dem anderen starte. Ich Lande in San Diego und im Optimalfall starte ich dann in Vancouver wieder. Es gibt nicht viele Fluggesellschaften, die das anbieten.

Über Oppodo oder andere Portale bekommt man in dem Fall zwei Fluggesellschaften vermittelt. Da es aber nicht so unwahrscheinlich ist, dass ich den Rückflug noch umbuchen muss (sowohl andere Zeit als auch anderer Ort liegen ja im Bereich des Möglichen), wollte ich die Tickets direkt von der Fluggesellschaft.

Der Hinflug ist nun ein Direktflug, der über Lufthansa ausgeführt wird (obwohl bei United gebucht). Bei denen durfte ich auch gleich mal 30€ für die Sitzplatzreservierung zahlen (natürlich nicht erstattbar). Ich weiß schon warum ich Lufthansa normalerweise meide.

Beim Rückflug müsste ich 1x umsteigen aber Rückflug erfolgt sogar mit einem Dreamliner. Mit dem bin ich noch nie geflogen. Mit dem A380 habe ich mittlerweile wohl locker schon 10 Flüge weg.

Das Bahnticket zum Flughafen Frankfurt habe ich gerade gebucht. Besonders oft bin ich noch nicht ICE gefahren (wenn überhaupt – wirklich erinnern kann ich mich gerade nicht daran). Dafür dieses Mal dann gleich in der Lounge. Das ist ein Bereich direkt hinter dem Lokführer.

Zum Flughafen werde ich einen Tag vorher anreisen und dann eine Nacht im Flughafenhotel verbringen, da der Flug morgens startet. Zug + Hotel sind auch nur unwesentlich teurer als die Fahrt mit dem Auto, wenn mich jemand bringt.

Hike – Permits, Permits – es hört nicht auf

An der Permit Front gibt es auch was neues. Mein PCT-Permit habe ich nun und auch gleich ausgedruckt. Jetzt muss ich es noch laminieren, da man das während des Hikes in Papierform dabei haben muss.

Das Entrypermit von Kanada wurde im ersten Versuch abgelehnt (ich hatte davon in den Leselaunen berichtet). Es gibt diverse Bedingungen die einzuhalten sind und irgendeine habe ich wohl nicht beachtet (man bekommt keine genauere Info). Da die Bedingungen an verschiedenen Stellen im Netzt unterschiedlich sind, ist es nicht so ganz einfach herauszufinden wo das Problem liegt.

Zu dem zweiten Anlauf habe ich noch keine Reaktion. Scheinbar dauert es auch immer gut 3 Wochen bis man eine Antwort bekommt (evtl. spielt auch der US Shutdown mit rein, wenn die Kanadier auch Kontakt in die USA aufnehmen).

Hike – John Muir Trail

JMT – ca 338km bzw. 211 Meilen lang

 

Der Pacific Crest Treil streift den Yosemite Nationalpark nur. In dem Bereich des Yosemite Nationalparks führt ein anderer Wanderweg – der John Muir Trail. In weiten Teilen sind beide Wege identisch. Der Beginn und das Ende unterscheiden sich aber. der JMT beginnt am Whitney Portal (das gehört nicht zum PCT und es ist seit diesem Jahr für PCT Wanderer auch nicht mehr erlaubt dorthin zu wandern – in den Vorjahren konnte man dafür eine Sondergenehmigung beantragen). Während sich die Trails überlappen gibt es einige Bereiche wo der PCT und JMT sich gabeln und anderen Strecken folgen. Die meisten Wanderer folgen an diesen Stellen dem JMT. Als PCT Wanderer darf man in diesen Zonen aber nicht Campen. Dafür benötigt man ein Wilderness Permit für den JMT.

Da der JMT (und ich glaube ich übertreibe nicht) einer der schönsten und begehrtesten Trails auf der Welt ist, ist er extrem überlaufen. Es gibt auch dort ein Permit System, dass aber ziemlich undurchsichtig ist. Je nachdem wo man den Hike beginnt (also in Yosemite oder in Whitney Portal) stellt eine andere Organisation das Permit aus. Zusätzlich muss auch angegeben werden an welchem Trailhead (also an welchem Zugangspunkt) man seinen Hike beginnen möchte. Für jeden Zugangspunkt gibt es Limitierungen.

Genau wie beim PCT muss man das genaue Startdatum angeben und zumindest (NOBO – northbound – also Richtung Norden) muss das Permit offenbar zwei Tage vorher lokal abholen. Da man vorher 1.000km auf dem PCT läuft, ist es vollkommen unmöglich das tegesgenau zu planen. SOBO (also Southbound) ist die Standardrichtung des JMT und da ist es noch unmöglicher Permits zu bekommen.

Unterschieden wird weiterhin zwischen Tagespermits und Wilderness Permits (also mit Camping). Neben den Permits die man vorher reservieren kann, gibt es auch noch Permits die am jeweiligen Tag vergeben werden für den Folgetag. Wenn man Glück hat, bekommt man aber auch für den gleichen Tag noch ein Permit – zumindest habe ich einen Bericht so gelesen.

Der letzte Abschnitt des JMT für nach Yosemite – wo der PCT nicht hinführt und in Yosemite gibt es neben dem Yosemite Valley auch noch den Half Dome (Berg). Sowohl für das Yosemite Valley als auch für den Half Dome benötigt man Permits. Beides ist – wie man sich vorstellen kann extrem begehrt und über Monate im Voraus vergriffen.

Hike – Yosemite

Das ist das oberste Stück der oberen Karte – also die Nordsektion des JMT. Der JMT hört im Yosemite Valley auf. Nur damit ihr ein Gefühl für die andere Karte habt. Das oben dauert vermutlich ca. 3 Tage (allein der linke Kreis bzw. alles links vom Toilettensymbol sind rund 30km)

Ich war vor gut 15 Jahren mal ein paar Stunden im Yosemite Valley (die typische Touristentour – Touristeninformation, Wasserfälle bewundern, El Capitan bestaunen und wieder weg). Das ist nicht schlecht aber in einem Nationalpark einfach viel zu wenig.

Das was ich bisher gesehen habe (Yosemite im Frühling mit Schneeschmelze) hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Für mich ist Yosemite der schönste Nationalpark, den ich bisher gesehen habe (und ich habe schon ein paar gesehen).

Somit will ich mir dieses Mal mehr Zeit nehmen, auch wenn das eigentlich nicht zum PCT gehört und somit eigentlich nur von der Zeit abgeht, die mir für den PCT zur Verfügung steht und somit evtl. das Gesamtvorhaben PCT gefährdet (aber ich glaube, da gibt es viel größere Risiken als drei Tage zu verlieren – man kann krank werden, sich verletzen, …)

Somit habe ich mir angeschaut wie viel Zeit mich Yosemite kostet (ca. 3 Tage in Summe – von Tuolumne Meadows zum Half Dome ca. ein Tag, von dort nach Yosemite, ein Tag im Yosemite Valley und dann ein Tag zurück nach Tuolumne Meadows). D.h. zwei Übernachtungen im Yosemite Bereich.

Selbst wenn man dort nicht Campt benötigt man ein Wilderness Permit, weil man die Ausrüstung dabei hat um zu campen. In dem Fall reicht das schon aus, dass man nicht als Dayhiker zählt.

Es gibt soweit ich das bisher rausgefunden habe also zwei Möglichkeiten um in das Yosemite Valley zu hiken. Variante 1 ist ein Northbound Permit für den JMT südlich von Yosemite zu bekommen (damit darf man dann aber nicht auf den Half Dome – wobei das Yosemite Valley ja schon mal ein guter Anfang ist) oder einfach bei der Tagesschlange in Tuolumne Meadows anstellen und von Dort Richtung Yosemite wandern. Dafür muss man Glück haben und das Permit bekommen. Das hängt wohl auch immer davon ab welchen Ranger man erwischt. Ich lasse mich mal überraschen. Das lässt sich aktuell eh nicht genauer planen.

Für den Half Dome benötigt man ein separates Permit, dass man zusammen mit dem Wilderness Permit in Tuolumne Meadows bekommen kann. Da aber sowohl der Zugang zum Yosemite Valley, als auch der Zugang zum Half Dome limitiert ist, kann es einem passieren, dass man den Half Dome Zugang nicht bekommt. Für Tageshiker gibt es auch noch eine Lotterie für den Half Dome. Da muss man zwei sich zwei Tage vorher anmelden. Die Chancen sind aber äußert gering, da auf ca. 15.000 Bewerbungen (wenn man den Charts glauben darf) nur 300 Permits ausgestellt werden. Das hört sich alles kompliziert an? Ist es auch. Die diversen Varianten vorher Permits zu bekommen, habe ich alle nicht erläutert.

Hike – inReach Explorer+

Der In Reach Explorer ist ein Navigationsgerät mit Übertragung der eigenen Position, SOS Funktion und SMS per Satellit.

Das Gerät ist Mittwoch angekommen und ich dachte mir, dass ein Gerät von Garmin (also nicht gerade einem unbekannten Hersteller) halbwegs brauchbar sein wird. Die zweite falsche Annahme war, dass ich mal eben die Tracks des PCT aufspiele und das in ein oder zwei Stunden erledigt ist.

Ich will mich hier nicht zu sehr über das Teil auslassen, dazu werde ich einen separaten Post eröffnen. Ich habe mich aber gewaltig getäuscht. Das Teil ist in der jetzigen Form eine ziemliche Zumutung. Nachrichten senden klappt, ist aber ziemlich teuer aber die Navigationsfunktionalität ist katastrophal.

Das Gerät unterstützt ganze 200 Punkte pro Route (offiziell beworben und der Vergangenheit auch möglich waren 500) und insgesamt ca. 10.000 Punkte (alle Routen zusammen). Ich gebe mal eine Vergleichsgrößenordnung: Der PCT hat vermutlich ca. 100.000 Punkte bei den Routendateien von Halfmile und mit dem 200 Punkte Limit um die 550 Routen.

Zwischen 50 und 70 Routen passen auf das Gerät. Da man die Routen aber teilweise überlappend anlegen muss (man kann schließlich nicht irgendwo im Nirgendwo neue Routen aufspielen mangels Onlineanbindung oder PC). Das wäre alles noch praktikabel, wenn die versprochene Synchronisation per Handy halbwegs funktionieren würde.

Nachdem ich also die diversen Routenfiles so umgebaut hatte (die 500 Punkte Dateien, die in der Vergangenheit unterstützt wurden, gehen ja nicht mehr), damit das Gerät sie aktzeptiert, konnte ich die Dateien im Anschluss nicht übertragen. Wenn man dann mal irgendwas auf das Gerät übertragen hat (nach diversen Versuchen mit wechselnden Fehlermeldungen oder im Falle der Handyübertragung einfach ohne Fehlermeldung), ist das Gerät so extrem langsam, dass es schon fast unmöglich ist den Kompass abzulesen. Da ist der Kompass in einer einfachen Casiouhr besser ablesbar.

Und zur Krönung schickt einen der Richtungsindikator auf dem Kompass bei einer Route noch ganz woanders hin als die Karte es impliziert. Dazwischen liegen groß 70°. Das führt doch zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen, wenn ich mich fast ein viertel im Kreis drehe und dann los laufe, als in der korrekten Richtung, oder?!

Ich habe nun drei graue Haare mehr und frage mich ernsthaft wie man so einen Schrott verkaufen kann. Das Produkt ist auch nicht neu, sondern schon lange auf dem Markt. Vermutlich werde ich also auf das inReach Mini wechseln. Das hat kein Display und ist 113 Gramm leichter. Dann habe ich dann kein Backup mehr für meine Handynavigation. Das war eigentlich der Sinn der Sache. Das inReach mini kann grob das gleiche wie der Explorer, hat aber nur ein kleines Textdisplay und lässt sich eigentlich nur in Kombination mit einem Handy sinnvoll nutzen.

War eure Woche auch so ereignisreich?

Weitere Leselaunen:

∗ Drei Sekunden Schnee bei betweentwochaptersAngefangene Bücher bei LetterheartHolliday on Ice und ein Abschied bei glimrende ∗ Someone new bei Lieblingsleseplatz ∗ Zampern – der schönste Tag im Jahr bei Nadines bunte Bücherwelt

 

1 2 3 4 5 6