Bridgekameras Sony Cybershot RX10 IV vs. Canon G3X [Kommentar]

Was sind Bridgekameras?

Bridgekameras gelten als Übergang zwischen Kompaktkameras und “hochwertigen” Kameras. Bridgekameras haben ein fest verbautes Objektiv und können oft einen großen Zoombereich abdecken. Die verfügbaren Modelle sind aber sehr überschaubar und der Markt offenbar nur klein. Ich habe zuletzt 2017 eine Bridgekamera im Antarktisurlaub benutzt.

Benutzer von Systemkameras rümpfen oft die Nase über Bridgekameras.

Warum nicht gleich eine Systemkamera?

Viele Fotos in dem Urlaub wären mit einer Kompaktkamera nicht möglich gewesen und bei einer Spiegelreflex hätte man dafür mehrere Objektive benötigt und deutlich mehr Gewicht mitschleppen müssen (die diversen anderen Nachteile wie Geräuschkulissen, Liveview lasse ich hier mal weg). Systemkameras waren zu der Zeit noch nicht ganz so relevant wie heute, bilden diesbezüglich aber keinen Unterschied zu Spiegelreflexkameras. Es gibt schlicht keine Objektive, die einen Zoombereich von 24-600mm abdecken, wie das bei Bridgekameras möglich ist.

Selbst 24-300mm oder 24-400mm gibt es so gut wie nicht (mir fällt gerade nur ein einziges ein und das dann auch nur für Micro Four Thirds – siehe weiter unten).

Desto größer der Sensor ist, desto größer werden auch die Objektive. Tendenziell haben größere Sensoren den Ruf mehr Bildqualität und weniger Rauschen gerade unter schwierigen Lichtbedingungen zu liefern. D.h. sowohl die Bridgekameras als auch die Systemkameras haben Vorteile und Nachteile.

Vorteile Bridekamera:
  • Universalisten (ein Objektiv), somit verpasst man auch keine Fotos, weil man das falsche Objektiv auf der Kamera hat, aber möglicherweise aus anderen Gründen (z.B. Autofokus / Lichtempfindlichkeit)
  • Deutlich leichter und kompakter
  • Teilweise günstiger
Vorteile Systemkamera:
  • Flexibler, die Qualität kann mit den jeweils optimalen Objektiven höher sein, besonders unter schwierigen Bedingungen
  • Deutlich mehr Auswahl von verschiedenen Kameras und Qualitätsstufen

Sony Cybershot RX10 IV vs. Canon G3X

Das soll kein ausgewachsener Test der beiden vorgenannten Kameras sein, davon gibt es bereits genug im Internet. Wenn man sich die Tests ansieht, ist das Fazit sehr eindeutig. Die Sony Cybershot RX10 IV gilt als deutlich bessere Kamera, da das Objektiv viel Lichtstärker ist und die Kamera zumindest aus dem Puffer in der Lage ist viel mehr Serienbilder zu schießen. So offensichtlich ist der Gewinner aber aus meiner Sicht nur auf dem Papier. Ich wäre vermutlich auf die Canon G3X als Vergleichskandidatin nicht aufmerksam geworden, wenn ich sie nicht 2017 im Urlaub schon besessen hätte

Sony Cybershot RX10 IV

Sony Cybershot RX10 IV

Positiv
  • Hochwertigere Linsen (mehr Lichtstärke)
  • Sehr hohe Bildrate (24 Bilder/Sekunde für 4,5 Sekunden in RAW bis 9,5 Sekunden in JPEG, dann aber nur noch magere 2,5 Bilder/Sekunde fortlaufend bzw. 1,4 Bilder/Sekunde bei JPEG + RAW)
  • Elektronischer Sucher
  • 4K Video (wobei das mittlerweile das Handy in der Regel besser kann und mit Zoom zittert man trotz Bildstabilisator, das macht aus meiner Sicht nur mit Stativ Sinn)
  • Elektronischer (mit all seinen Nachteilen) + Mechanischer Verschluss
Negativ
  • Kein ND Filter
  • Hohes Gewicht (ca. 450g und somit mehr als 50% mehr als die Canon)
  • Klobig im Verhältnis zur Canon
  • Sehr hoher Preis (1400 – 1700€ je nach Nachlässen und Aktionen)
  • Der Autofokus funktioniert eher durchschnittlich (abseits der Marketingzahlen kann der Autofokus im Teleende Sekunden dauern)
  • Kein dreh- und schwenkbares Display
  • Die Anleitung ist schlecht, die Bezeichnungen oft nicht sprechend. Canon hat auch sein Marketingtexte aber das ist noch deutlich verständlicher als das was Sony macht. Nur ein Beispiel: Das Wort “Bildstabilisator” kennt die Webanleitung nicht, Steadyshot schon (wir reden von der deutschen Anleitung). Die Beschreibung zu dem Punkt ist auch eher schlecht.

Canon G3X

Canon G3X

Positiv
  • Verhältnismäßig günstig erhältlich (375 – 500€ gebraucht mit einem Jahr Gewährleistung)
  • Gelungeneres Benutzerinterface
  • Die Kamera scheint besser gegen Verwackelungen gegensteuern zu können (in der Praxis sind die Fotos bei der Canon freihand häufiger nicht verwackelt)
  • Suchbutton an Objektiv (der ist wirklich sehr praktisch, wenn man mal versucht hat mit Maximalzoom einen Vogel zu treffen, der weiß diese Funktion zu schätzen, dabei wird schnell ein Stück (konfigurierbar) ausgezoomt, gleichzeitig aber das Fenster gezeigt das das gezoomt wird, wenn man den Button loslässt)
  • Größerer Schwenkbereich des Displays + Display leicht größer
Negativ
  • Keine direkte Anbringung von Filtern möglich (Adapter auf 67mm erhältlich).
  • Keine Streulichtblende enthalten (fairerweise muss man anmerken, dass die eh im Telebereich nicht viel bringt)
  • In RAW unbrauchbare Serienbildfunktion (<1 Bild pro Sekunde), in JPEG 7,6 bzw. 6 Bilder pro Sekunde (letzteres aber unendlich)
  • Der Autofokus funktioniert eher durchschnittlich (abseits der Marketingzahlen kann der Autofokus im Teleende Sekunden dauern)
  • Kein Sucher (Benutze ich aber eh kaum, da unpraktisch wegen der Brille)
  • Kein dreh- und schwenkbares Display (aber das Display ist in mehreren Aspekten besser als bei Sony, da größer und schwenkbarer)
  • Der Bildstabilisator kann etwas Klappern im ausgeschalteten Zustand
  • Kein elektronischer Verschluss, dafür ND Filter (wenn 1/2000 nicht reicht)

Zusammenfassung und Fazit:

Canon G3X

Obwohl die Canon technisch mittlerweile vollkommen veraltet ist, finde ich sie nach wie vor etwas attraktiver als die Sony. Wenn Canon lediglich den Prozessor gegen die aktuelle Generation tauschen würde (höhere Bildrate) und den Fokus verbessern (vor allem beschleunigen), wäre die Kamera für mich quasi perfekt. Das Fokusthema hat Sony aber auch nicht Ansatzweise im Griff, auch wenn die Tests und das Marketing das ganz anders suggerieren.

Die Lichtschwäche des Objektivs am Teleende ist sogar noch verschmerzbar.

So wie es scheint, wird es aber seitens Canon Canon kein Update mehr geben zu der G3X. Die Canon ist nur noch gebraucht erhältlich (also vom Markt genommen). Offenbar schätzt Canon den Markt zu klein ein. Dafür kommt von Canon eine Systemkamera nach der anderen auf den Markt, die bei der Zoomrange nur einen Bruchteil abdecken und dann doppelt so viel wiegen und ein paar tausend Euro kosten mit den notwendigen Objektiven.

Sony Cybershot RX10 IV

Bei der Sony habe ich öfter das Gefühl, dass sie die Leistung nicht auf die Straße bringt. Bei gleichen ISO Werten hat die Sony am Teleende oft gleiche oder manchmal sogar höhere Belichtungszeiten wie die Canon am Teleende. Die Fotos sind in der Tendenz auch heller ohne manuelle Eingriffe. Das entspricht aber nicht den realen Lichtbedingungen.

Die Sony neigt tendenziell im Freihandbetrieb eher zu Verwacklungen am Teleende bei nicht optimalem Licht. Damit haben beide Kameras zu kämpfen, die Sony aber tendenziell mehr, das auch am höheren Gewicht liegen. Und das ist bei beiden keine leichte Schwäche.

Als Beispiel: Ich habe bei Maximalzoom auf mehrere Meter Entfernung einen kleinen Text auf einer Farbspraydose am Teleende fotografiert (kleiner Fokusbereich, nicht optimale Lichtbedingungen). Ich habe in dem Szenario unter gleichen Bedingungen mit beiden Kameras 5 Fotos mit ISO 1600, 2 mit 800 und 3 mit 400 geschossen.

Die 800 / 400 ISO Fotos waren bei der Sony alle sehr verwackelt und unbrauchbar, bei der Canon noch ok aber nicht gut. Von den 1600 ISO Fotos war bei Canon eins perfekt, bei Sony keins (das beste ist auch leicht verwackelt). Bei Sony waren von den 1600er ISO Fotos zwei Totalausfälle, 3 ok, bei der Canon gab es keinen einzigen Totalausfall von allen 10 Fotos.

Kameraübergreifend

Bevor einer fragt: Ja, der Bildstabilisator war bei beiden aktiv. Der Modus war bei beiden Kameras P.

Zusammenfassend waren bei der Canon 9/10 Fotos ok, wenn auch nicht gut, 1/10 gut, bei der Sony 7/10 nicht brauchbar, da verwackelt, 3 ok, keins gut. Das waren wie gesagt Extrembedingungen mit dem Teleende und eher schlechtem Licht aber einfach kann jede Kamera.

Solche Bedingungen sind auch der Grund warum einige Leute so über Bridgekameras herziehen, die vergessen aber dabei oft, dass diese Art von Fotos von deutlich teureren Kameras nur mit absoluten Spezialobjektiven für tausende Euros und sehr viel Gewicht möglich sind.

Wenn ich 2017 der Meinung gewesen wäre, dass die Canon optimal ist, hätte ich sie damals behalten aber ich habe damals wirklich gehofft, dass es noch mal eine Version 2 mit Verbesserungen in den von mir kritisierten Bereichen gibt.

Persönliche Entscheidung und Fazit:

Einige der Negativpunkte der Canon finde ich nicht so kritisch oder sie sind auch Negativpunkte bei der Sony:

  • Der fehlende elektronische Sucher bei der Canon ist unschön, aber ich kann mit den Suchern – dank Brille – in der Regel wenig anfangen. Der in der Sony ist ohne Brille ok, mit hilft er auch kaum, da der Abstand zu groß ist und man das Bild nicht komplett sieht.
  • Die Serienbildfunktion: 24 Bilder pro Sekunde sind für mich unnötig. Ein Bereich von 12-15 ist für meine Ansprüche mehr als genug (davon deckt die Canon ca. die Hälfte ab). Den Einbruch auf 2,5 / 1,4 bei Sony finde ich auch daneben, auch wenn das selten stören wird.
  • Mit Filtern habe ich bisher selten gearbeitet – das würde aus meiner Sicht primär Sinn machen, wenn man sich dadurch den Objektivdeckel komplett sparen kann. Dass aber Staub und Fingerabdrücke überhaupt nicht haften bezweifle ich. Insofern bin ich mir nicht so sicher, ob das ein Negativpunkt ist.
  • Die Canon hatte ich 2017 schon mal und zu Hause im ruhigen Raum hat mich das Klappern des Bildstabilisators ziemlich genervt. In der Praxis ist es draußen eher nicht relevant.

Bei der Fokuszeit und auch bei der Bildstabilität war ich von der Sony eher enttäuscht. Die Sony verschenkt zu viel von ihren physischen Vorteilen, um ernsthaft Boden gegen die Canon gut zu machen. Umso erstaunlicher finde ich, dass das immerhin Version 4 der Kamera ist.

Bridgekamera oder doch Systemkamera?

Jemand hat über die Sony gesagt die kann alles aber nichts richtig. Das tritt auf Bridgekameras wohl generell zu. Sie sind nicht perfekt in der Qualität (gerade am Teleende nicht). Das können sie auch nicht sein aufgrund der physischen Limits, die aber auf Systemkameras auch zutreffen (beispielsweise sind die Objektive mit auch nur ansatzweise vergleichbaren Zoomreichweiten auch sehr lichtschwach).

Dafür geben die beiden Bridgekameras aber eine ziemlich gute Figur ab. Man muss sich aber abseits des Marketings der Hersteller der Limits bewusst sein.

Ich finde den Vergleich mit APS-C oder Vollformatsensoren auch nicht legitim. Für beide gibt es keine direkt vergleichbaren Objektive. Um die Range der Bridgekameras abzudecken braucht man mindestens 2-4 Objektive und / oder Extender (vor allem bei Vollformat Kameras). D.h. die Bridgekameras sind ein kleiner Markt für sich.

Auch ein nicht ganz perfektes Foto ist ggf. noch deutlich besser als eine verpasste Gelegenheit und die wird man mit mehreren Objektiven ständig haben, weil man oft das falsche Objektiv auf der Kamera hat. Profifotografen haben deswegen oft gleich zwei Kameras mit unterschiedlichen Objektiven dabei. Ich habe es bei der Antarktistour sehr häufig erlabt, dass die Fotografen Gelegenheiten verpasst haben, weil sie gerade das falsche Objektiv dabei hatten und das andere in der Kabine lag.

Alternativen?

Im  Bereich Bridgekameras gibt es noch zwei Kameras von Panasonic, die aber grob vergleichbar mit der Sony sind.

MFT

Die einzige Kamera, die mir aktuell einfällt, die ein vergleichbares Objektiv zu den hier gegenübergestellten Bridgekameras bietet ist die Olympus OM-1 mit 12-200mm (also 24-400mm Kleinbildequivalent Objektiv). Die Olympus OM-1 Kamera kostet mit Objektiv aber schon 3000€ und ist vergleichbar schwer wie die Sony Cybershot RX10 IV. Die Olympus OM-1 Kamera entstammt dem Micro For Thirds Standard und ist bei der Sensorgröße die nächsthöhere Stufe nach den 1″ Sensoren der Bridgekameras. Zusatzkosten wie z.B. ein Blitz kommen noch oben drauf.

APS-C

Tendenziell noch mal etwas größer sind z.B. APS-C Kameras wie die Canon R10 (die mit einem Zoomobjektiv auch schon etwas über ein kg wiegt uns dann im Optimalfall 29 – 640mm abdeckt). Für den Bereich bis 24mm oder kleiner braucht man aber ein zweites Objektiv, dass man beim Preis und Gewicht noch obendrauf rechnen darf. Mit der Kombo liegt man bei ca. 2000€.

Noch besser aber noch mal 200g schwerer ist man mit der R7 aufgestellt, die auch einen sehr guten internen Bildstabilisator bietet. Beim Preis kommen mit der R7 noch mal 500€ obendrauf. D.h. Bridgekameraalternativen sind bei vergleichbarem Funktionsumfang selbst im Vergleich zur teuren Sony noch mal ca. 500 – 1000€ teurer, schwerer und klobiger, liefern aber vermutlich auch eine bessere Qualität gerade unter schwierigen Bedingungen. Man muss sich aber bewusst machen, dass man einen guten Teil der Qualität wieder über das Objektiv verliert. Man hat aber die Möglichkeit mit einem spezialisierten Objektiv mehr aus der Kamera zu holen.

Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Habt ihr Empfehlungen? Habe ich gute Alternativen übersehen?

Aorora Rising [Serie]

Aurora Rising 1 Aurora Erwacht - Amie Kaufman, Jay Kristoff  Aurora Rising 2 Aurora entflammt - Amie Kaufman, Jay Kristoff  Aurora Rising 3 Aurora's End - Amie Kaufman, Jay Kristoff

Autor(in):

Amie Kaufman, Jay Kristoff

Teile der Serie:

  • Aurora Rising 1 – Aurora erwacht (472 Seiten)
  • Aurora Rising 2 – Aurora entflammt (502 Seiten)
  • Aurora Rising 3 – Aurora’s End (502 Seiten) – Ich habe die englische Version gelesen, da die Deutsche stand Heute noch nicht erschienen ist

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Ich weiß, eine Geschichte braucht einen spannenden Einstieg, aber ihr solltet schon wissen, was hier eigentlich abgeht, damit es euch nicht ganz egal ist, ob ich vaporisiert werde.

Tyler hat in den vergangen Jahren seines Lebens auf viel verzichtet um die Ausbildung zum Squad Leader als der beste des Jahrgangs abzuschließen. Eine Nacht vor der Auslese, bei der die Besten Squad Leader sich ihr Team frei zusammen stellen können, kann er nicht schlafen.

Er verlässt sein Zimmer und dreht noch eine Runde mit seinem Raumschiff in die Weltraumfalte (eine Art Wurmloch zu verschiedenen Orten, die sehr weit entfernt voneinander sind). Dort erhält er einen Notruf und rettet ein Mädchen, dass über 200 Jahre in einem Raumschiff im Kälteschlaf unterwegs war. Als Folge verpasst er die Auslese und erhält zumindest zum Teil die Leute, die keiner haben wollte.

Meine Handgelenke haben ihren Vibrationsalarmprotest eingestellt, denn zur Zufriedenheit meines Anzugs bin ich endlich in gleichbleibender Schwerkraft. Eine Schwerkraft des Typs »von unkontrolliertem Sturzflug in den Sitz gepresst«. Also womöglich die letzte Form, die mein Anzug noch kompensieren muss.

Die Geschichte erinnert ein wenig an Guardians of the Galaxy. Das Team ist auch sehr zusammengewürfelt und muss das Universum retten. Das trifft in der Auroraserie auch den Kern. Bei Aurora Rising sind es zwar keine Verbrecher, aber die Squad setzt sich aus diversen Mitgliedern zusammen, die zwar gut sind in dem was sie machen aber zum Teil schon einen ziemlichen Knacks haben.

Die Hintergrundgeschichte baut sich langsam auf und trotz der hohen Schlagzahl und der teilweise ordentlichen Handlungswendungen bleibt die Stimmigkeit nicht komplett auf der Strecke.

Interessant finde ich, dass die Geschichte aus der Sicht von allen Mitgliedern des Squads abwechselnd geschrieben wird. Obwohl die Squadmitglieder von außen betrachtet durchaus sehr unterschiedlich sind, hätte ich mir gewünscht, dass man das bei Erzählerrolle auch mehr merkt.

Unser Mädchen aus einer anderen Zeit trauert nicht nur um ihre Familie, sondern auch um sich selbst – niemand von uns weiß mehr, was sie eigentlich ist, auch wenn wir dem Pfad folgen, den sie uns vorzeichnet.

Wer vom Gendern genervt ist, muss bekommt in dieser Serie übrigens Nachschub zum darüber aufregen, denn zumindest die Uniglasseinträge (so eine Art Wikipedia im Buch) sind alle auf Gendern ausgelegt. Die Idee mit den Einträgen finde ich ganz gut, aber die Einträge wirken sehr zufällig gestreut, da sie oft an unpassenden Stellen sind, nicht etwa wenn sich ein Charakter gerade zu einem Thema informiert.

Band 2:

Das Squad hat erfahren, dass einen alten Kampf gibt, bei dem ein kollektives Bewusstsein – das Ra’haam – alles Leben assimilieren will. Da das Ra’haam bereits den turanischen Geheimdienst übernommen hat und das Squad sich gegen Agenten wehren musste, haben diese Lügen über das Squad verbreitet und nun wird die Gruppe um Tyler von so ziemlich jedem gesucht.

Sie hatten schon drei Menschen erschossen. Sie wollten mich. Sie würden meinen Vater erschießen und gehen, sobald sie mich gefunden hatten. Das entsprach den Regeln der Logik.

Die Squad Mitglieder sind aber scheinbar die einzigen, die um die Bedrohung durch das Ra’haam wissen. Zu Beginn des zweiten Bandes ist die Lage ziemlich hoffnungslos. Der Gruppe gehen die finanziellen und materiellen Mittel aus und sie können sich kaum noch verstecken.

Die Geschichte um Kal ist mir deutlich zu dramatisch. Aurora behauptet erst, dass die Vergangenheit egal ist und dann ist sie supermelodramatisch.

Das Ende dieses Band ist auf maximaler Cliffhanger ausgelegt. Die Einzelerlebnisse der Charaktere sind immer nur ein paar Sätze lang und man hat den Eindruck, dass die Autoren möglichst jeden Charakter in eine Nahtodsituation bringen wollen, um maximale Spannung zu erzeugen. Das finde ich sehr dürftig uns ist meiner Meinung nach kein gutes Konzept um Interesse am Folgeband zu wecken.

Band 3:

“I don’t want to get all judgy, but this girl has murdered us nine times today.” “Eight times,” Zila corrects. “Oh, well, that’s okay then.”

Band 2 ist ziemlich chaotisch mitten in einer Schlacht zu Ende gegangen. Man hatte den Eindruck, dass alle handelnden Akteure kurz vor unterschiedlichen Todeserfahrungen sind. Simit geht die Geschichte in Band 3 mitten in der Handlung weiter? Aber was ist überhaupt passiert?

Der Sternentöter vermutet, dass seine Tochter von den Terranern festgehalten wird und setzt den Terranern ein Ultimatum zur Auslieferung. Da die Terraner seine Tochter aber nicht haben kann sie auch nicht ausgeliefert werden. Daraufhin greift eine riesige Armada die Erde an. Das ist genau das Szenario, dass vom Ra’haam angestrebt wurde. Band zwei hört genau in der Schlacht auf.

“A book captures a story within its pages. Not like a specimen pinned out lifelessly for display, but vivid and alive. A whole world lies within the cover, a life waiting to be lived by each new reader.”

In Band 3 spielen drei verschiedene Geschichten. Ein Teil des Squad ist in der Gegenwart geblieben, ein Teil ist in der Zukunft und der Rest in der Vergangenheit. Diese Zeitreisegeschichte kommt nicht überraschend, da in Teil zwei schon alles darauf hingedeutet hat, dass eine Zeitreise stattgefunden hat.

Teilweiße fühlt man sich als Leser im dritten Band an “täglich grüßt das Murmeltier” erinnert, denn zumindest einer der drei Zeitstränge läuft in einer Schleife.

I’m sitting in a briefing room with thirteen Unbroken warriors, and the only thing I’m certain of is at least twelve want to kill me. Honestly, I’m still not sure about Saedii.

Gerade am Anfang von Teil 3 fehlte mir etwas Tempo. Das ständige widerholen mit eher mäßigen Abweichungen fand ich nicht so spannend. Gegen Ende kommt dann aber wieder Fahrt auf.

Wie bei Zeitreisegeschichten oft üblich, bleibt die Logik stellenweise auf der Strecke, aber in Summe finde ich das geht noch in Ordnung. Für mich sind die Autoren haarscharf dran vorbeigeschrammt, dass es in vollkommen unglaubwürdig übergeht. Die Grenze haben sie aber nie zu weit überschritten.

Fazit:

Fin covers his open mouth with one hand, offers me a cheeky fist bump behind Scar’s back with the other. Scar catches him, looks back and forth between us. “What are you, twelve?” “Out of ten?” I shrug. “Yeah, sounds about right.” “Oh Maker…,” she groans.

Die ganze Serie erinnert mich eher an ein Drehbuch als an ein klassisches Buch. Die Schlagzahl ist oft hoch, es passiert viel und es gibt viel Action. Bei derartigen Buchvorlagen haben die Hollywoodautoren nicht mehr viel zu tun. Und wie in Hollywood muss man schon eine gewisse Toleranz haben was Realismus angeht. Der bleibt öfter (etwas) auf der Strecke. Hauptsache es knallt und rumst.

Die Geschichte ist unterhaltsam, auch wenn einige der Grundinhalte natürlich schon oft gelesen hat (Vater / Tochter / Sohn Konflikte, die in dem Fall gleich die ganze Galaxis einbeziehen) + Zeitreisende und außerirdische Spezies und übergriffige Aliens.

Das ist ein wenig Guardians of the Galaxy, James Bond, Star Trek (Borg). Die Mischung ist aber ziemlich gelungen.

Die Charaktere wachsen einem Durchaus an Herz, sind aber bei weitem nicht so chaotisch, wie man anfangs den Eindruck hat.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Umkreise die Station und bleib außer Sichtweite? Wie soll das denn gehen. Das Schiff ist doch an / in der Station und Cat muss erst starten. Zumal die Gegner wohl auch Sensoren haben und nicht nur aus dem Fenster schauen, oder?
  • Über das Uniglass könnte man Auri vermutlich orten
  • Wäre es nicht sinnvoller die Gegner hinter dem Fahrstuhl zu erwarten, weil dann deren Anzahl auf die Fahrstuhlgröße limitiert ist, statt direkt im Hangar zu warten?
  • Die Positionen der Erklärungseinträge aus dem Uniglass im Text sind ziemlich wahllos. Wenn sie zu dem Zeitpunkt auftauchen würden, wenn jemand was nachschlägt ok aber mitten in einem Kampf?!
  • Ich finde es etwas seltsam, dass die Charaktere in einer Kampfsituation erst die Gefährlichkeit betonen und wie viel Angst sie haben und dann in Kindheitserinnerungen schwelgen, während sie mitten im Kampf sind.
  • Ziemlich unglaubwürdig, dass einige die besten des Jahrgangs sind und Zila die einzige ist, die nachdenkt. Die Schlussfolgerungen von ihr sind so naheliegend, dass mehrere darauf kommen müssten. Cat wirkt oft dumm.
  • Hätte man Aurora wirklich mitgenommen, nachdem was mit dem Raum und den Leuten passiert ist? Andererseits – nachdem die Truppe gerade Leute ihres eigenen Militärs getötet hat (mal so eben), kann höchstens der Admiral oder die Flucht sie noch retten.
  • Wieso braucht die Truppe eine Unterkunft auf der Station? Sie hat doch ein Raumschiff oder ist das nicht zum übernachten ausgelegt? Zumal das Geld eh knapp ist.
  • Wie geht Scarlett Klamotten kaufen, wenn sie nur eine Uniform hat und damit nicht gesehen werden darf? Zumal dann scheinbar alle gleichzeitig mit Uniform losziehen und dann direkt in eine Bar?! Danach ist die neue Kleidung dann auch überflüssig, denn es hat sie eh jeder gesehen.
  • Es ist wohl sehr unrealistisch, dass Piraten an das Währungskontensystem angeschlossen sind, dass in öffentlichen Zonen genutzt wird, sonst wären es keine Piraten.
  • Ein Syldrathi war gegen die Friedensverhandlungen seines Volkes mit Terra und vernichtet dann weitgehend sein eigenes Volk und führt Krieg gegen den Rest, um die Menschen in Ruhe zu lassen? Das ist komplett sinnlos und für jemand der halbwegs normal denkt überhaupt nicht nachvollziehbar.
  • Sicherheitsdienst auf einer Piratenstation? Gibt es da auch Steuern und Wahlen?
  • Die Piraten schalten direkt die Nachrichten vom Terraner Militär durch? Das passt eher zu Söldnern. Davon abgesehen, wenn man Auri zur Fahndung ausschreibt, dann auch das Schiff und das wäre sehr leicht zu finden im Dock.
  • Dariel zu vertrauen ist gelinde gesagt mutig.
  • Nachdem wir nun lange Zeit nur die männliche Form in der Sprache hatten, wird nun alles auf weiblich ausgelegt, denn Archäolog*innen ist genauso quatsch wie das was man vorher gemacht hat und auch nicht besser.
  • Total überraschend, dass betrunkene mal in das Badezimmer müssen. Wer konnte damit rechnen?
  • Klar, jeder der Pilot wird muss gut aussehen. Der Zusammenhang drängt sich geradezu auf, wie könnte man sonst Pilot werden?
  • Die Diskussion um einen möglichen Rausschmiss aus der Legion, bevor man bei einem Verbrecher einbricht, ist total lächerlich, wenn man vorher schon Soldaten getötet hat. Prioritäten?!
  • “die vielen Nullen vor und hinter dem Komma” bei einer Chance? Vor dem Komma macht mehr als eine 0 keinen Sinn, wenn’s mehr werden, wirkt sich das auf die Chance nicht aus.
  • Cat weiß nichts von der geplanten Sabotageaktion mit dem Reaktor, somit können die Feinde das auch nicht wissen. Sie wissen es aber angeblich von Cat
  • Wieso sollte Cat auch nur den kleinsten Unterschied machen, wenn die Affen, die Kolonisten und die ganze Flora des Planeten gegen das Squad kämpfen? Der Endkampf ist somit unglaubwürdig. Entweder hätte Aurora ihn gewonnen mit der Unterstützung der Anderen Squadmitglieder oder nicht aber Cat hätte dabei keinen wesentlichen Unterschied gemacht. Gerade wenn man Cat zum Vergleich im dritten Band alleine gegen eine ganze Gruppe von Soldanten kämpfen sieht, hätte das Squad diesen Kampf eh verloren.
  • Wie soll die Crew mit ihren vollkommen kontaminierten Anzügen + Raumschiff zurück an Bord ihrer Longbow gekommen sein, ohne auch nur ein Partikel von der Seuche mitzunehmen?
  • Das man als Leser verkauft bekommen soll, dass in ferner Zukunft Videobeweise noch Relevanz haben sollen ist schon ziemlich unglaubwürdig. Heute sind deep fake Videos schon schlecht zu unterscheiden. Ein angreifendes Raumschiff zu faken, wäre heute schon eine Kleinigkeit. Gut zugegeben, heute wird Wahlkampf ja oft auch nicht mehr mit Fakten, sondern mit Unwahrheiten gewonnen. Insofern wird das in der Zukunft vielleicht auch nicht anders sein.
  • Die Sicherheitsdroiden sind auf dem Weg zum Schiff und schon in Sichtweite und die Crew sammelt erst noch schnell Habseligkeiten ein und löst sich dann in Luft auf. Wenigstens geht der “Plan” nicht auf aber es wäre auch sehr unglaubwürdig gewesen. Selbst die Flucht aus dem Dock dürfte so ziemlich unmöglich sein, weil jeder hinter dem Squad her ist und sie selbst keine Zahlungsmittel haben..
  • Eine Leuchtrakete zerstört ein futuristisches Raumschiff? Ich hatte bisher den Eindruck, dass die Schiffe in der Buchserie ziemlich stabil sind.
  • Durch Auris Angriff wurden Schiffe sind zerstört aber die Ungebrochenen nur zur Seite gefegt. Wieso sind Humanoide viel stabiler als Raumschiffe?
  • Wieso wusste der Admiral, dass die Squad im Emarald City landet oder war das auch alles in der Botschaft versteckt, dass sie dort hin müssen?
  • Wie soll die Zero locker 20 Sekunden für den Anflug benötigen mit 1500 Stundenkilometern, wenn sie vorher neben dem Schiff stand und dann ein Squadmitglied an einer anderen Stelle am Schiff abgeholt hat?
  • Wieso haben sie die Blackbox nicht einfach mitgenommen, statt zeitaufwendig die Daten runter zu laden?
  • Der Name Jones wird bei den Syldrathi nicht nur für den Veteranen stehen, sondern auch für den Mann, der den Friedensvertrag ausgehandelt hat. Ob das ein Vorteil ist?
  • Wieso zerlegt Auri das Syldrathi Schiff nicht direkt. Schlechter hätte es dann wohl auch nicht laufen können.
  • Die Befreiung von Saedii ist potenziell ein Himmelfahrtskommando und ergibt keinen Sinn.
  • Wieso fliegt die Zero aus der Andarael bevor sie die Triebwerke hochgefahren hat?
  • Wie auch immer die Armee der Syldrathi ohne Heimatwelt so lange überlebt haben soll. Kriege führen braucht sehr viele Ressourcen und nur dafür leben diese Syldrathi. Wo nehmen sie die Ressourcen her?
  • Die Folter von Tyler ist überflüssig und ineffizient. Das Ra’haam hätte ihn einfach infizieren können und schon hätten sie gewusst was er weiß.
  • Es ist doch ziemlich eindeutig, dass die Nachricht aus einer anderen Zeit stammt. Kal ignoriert sie. Die Frage ist nur warum wurde sie geschrieben? Denn wenn Kal sie befolgen würde, wäre der Zeitverlauf offenbar ein anderer. Somit stellt sich die Frage zu welchen Aktionen das Wissen bei Kal führt, dass er sie hätte befolgen können.
  • Caersan ist für mich im letzten Teil vollkommen unglaubwürdig. Er hat seine Kinder quasi indoktriniert mit seinem Gerede über Kämpfer und Feigling, verhält sich selber aber genau wie der Feigling, den er in allen anderen sieht. Nach seiner Pfeife zu tanzen ist dumm. Auch das Verhalten von Aurora ist ziemlich inkonsequent, erst schickt sie Kal weg (Drama maximieren), dann ist er so toll, weil er es alleine mit seinem Vater aufnehmen will (was er natürlich nicht kann, er wäre dabei schlicht gestorben).
  • Tyler Jones fliegt seit 27 Jahre mehr oder weniger ohne Nachschub durch die Gegend und kämpft gegen Battleships des Ra’haam, die das beste sind was alle Rassen zu bieten haben und ist sogar stärker als sie. Das wirkt auf mich völlig unglaubwürdig. Dazu kommt, dass man alle zwei bis drei Wochen die ganze Station bewegen muss mit den Fähigkeiten von ein paar Verbliebenen (das sind tausende Sprünge in 27 Jahren durch wenige Leute ausgeführt)
  • Warum sollte jemand in der Zukunft Interesse daran haben die Zeit so zu ändern, dass seine Zeitlinie nie existiert?
  • Die Menschen sind aus dem Rat verbannt, weil sie angeblich Schuld an der Verbreitung von Ra’haam sind? Das ist Quatsch, jeder hätte es merken können, die anderen Völker haben es auch nicht gemerkt. Zumal das keine Basis für eine Zusammenarbeit wäre, wenn eine der bevölkerungsmäßig größeren Rassen kein Mitspracherecht hat. D.h. man hätte massive interne Reibereien und einen externen Gegner – das würde nicht funktionieren.
  •  Tyler war mehrere Jahre auf der Station (bester seiner Klasse) und er wird nun als Schwerverbrecher und Terrorist gesucht. Man kann davon ausgehen, dass jeder seine Geschichte kennt und weiß wie er aussieht. Trotzdem wird er nicht sofort erkannt? Und noch besser – er tritt einen Reporter, der ihn nicht erkennt?
  • Die Logik warum Cat in der Akademie anwesend ist, ergibt keinerlei Sinn, denn alles was sie weiß, weiß das Ra’haam. Die Autoren ziehen sich hier Fadenscheinige Begründungen aus der Nase um einen Konflikt mit Cat und Tyler zu erzeugen.
  • Zila schreibt eine Software 150 Jahre bevor der Rest der Truppe geboren wird und platziert sie auf einer art Webshop, bei dem die Software danach 150 Jahre unverändert bleibt? Finde den Fehler…
  • Wie sind Tyler und seine Truppe so schnell bei Kal angekommen, wenn es dem Ra’haam offenbar nicht gelungen ist?
  • So wie Cat am Ende kämpft, hätte das Squad die erst Begegnung mit Ra’haam schon nicht überlebt
  • Tylers Geschichte passt nicht zum Rest, wenn er stirbt kann er nicht mehr in der Zukunft sein und da er Cat geküsst hat, wäre er infiziert.
  • Die anderen Ra’haam Agenten haben nichts dagegen getan, dass der Admiral bei dem Treffen alle über das Ra’haam informiert hat? Wenn sie dort einfach alle infiziert hätten, wären sie auch erfolgreich gewesen.
  • Sinn macht die Geschichte aus meiner Sicht nicht, wenn es dem Admiral gelungen ist Teams zum ausspionieren in die verbotenen Zonen zu schicken und Agenten einzusetzen, dann wäre die Energie möglicherweise besser eingesetzt worden, um die GIA Agenten zu beseitigen und das Erstarken des Ra’haam zu vermeiden. Zila hätte damit sogar 200 Jahre eher beginnen können als der Admiral.
  • Wenn Sporen vom Ra’haam in den Weltraum fliegen könnten und in Schiffe eindringen können, dann ist die ganze Geschichte wenig sinnvoll, denn das Ra’haam hätte beliebig andere Welten infizieren können und die Waffe würde dagegen auch nicht helfen, davon mal abgesehen, dass die Sporen scheinbar auch noch Atombomben überlebt.
  • Wie kommt man auf die Idee, dass man mitten in das am besten gesicherte Feindesgebiet fliegt, dort durch das Tor zu dem Planeten der Eshvaren und dann in der jahrmillionen alten Werft etwas repariert, von dem man nicht mal weiß wie es funktioniert und das alles während man von einer absoluten Übermacht angegriffen wird?
  • Wieso das Ra’haam und Caerson bei der Reise durch die Zeit zurück verschwunden sind, wissen wohl nur die Autoren. Einen Sinn ergibt das nicht.

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Leselaunen Aurora

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag bis 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Letterheart verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Aurora Rising 2 Aurora Entflammt - Amie Kaufman, Jay Kristoff

SAP BW/4HANA - Marlene Knigge , Ruth Heselhaus

Zur Abwechslung lese ich mal zwei Bücher gleichzeitig, die aber inhaltlich sehr weit voneinander entfernt sind. 😉 Aurora Rising gefällt mir bisher ganz gut, wobei ich in der letzten Zeit einen Trend erkenne, dass Bücher mehr und mehr wie Drehbücher sind, viel Action, bei dem Realismus der Handlung muss man seine Ansprüche aber etwas zurück schrauben.

Das BW/4HANA Sachbuch hat mit meinem Job zu tun und ist bisher eher durchwachsen. Aber wie üblich teuer mit 85€ einschließlich eBook.

Aktuelle Lesestimmung:

Aurora Rising 1 Aurora Erwacht - Amie Kaufman, Jay Kristoff

Das Reich der sieben Höfe 1 Dornen und Rosen - Sarah J. Maas

Ich habe nicht ganz so viel gelesen wie in den Wochen davor, weil ich auch wieder etwas mehr an den Blogservern gebaut habe. Dafür habe ich die Sicherheit auch wieder erhöht.

Ich habe den ersten Teil von das Reich der sieben Höfe beendet und den ersten Teil von Aurora Rising gelesen. Beim zweiten Band bin ich ungefähr in der Mitte.

Mir war nicht bewusst wie leicht man Zugriff auf den Gesamtserver bekommen konnte, wenn man

Zitat der Woche:

Er bedenkt uns mit einem Blick, in dem wohl Güte liegen sollte, aber da er solch ein Gefühl nicht kennt, erinnert der Gesichtsausdruck eher an einen Esel, der vor Schreck Gold geschissen hat. Alia Serie, C.M. Spoerri

Und sonst so:

Bei Amazon gab es wieder mal ein paar Filme im Verleih für einen Euro. Unter anderem habe ich mir dort Dune gesichert. Ich hatte schon ein paar durchwachsene Kritiken gehört (das Buch habe ich übrigens nicht gelesen). Ich fand den Film ganz gelungen – er ist halt auf zwei Teile ausgelegt. Wenn nicht beide Teile zusammen verfilmt werden birgt das natürlich immer das Risiko, dass der zweite Teil nie kommt.

Bei meinem VPS ist mir jetzt über einen Supportfall für das WP Speed of Light Caching Plugin deutlich geworden wie einfach es ist über einen WordPress Zugang auf sehr viele Daten zuzugreifen, wenn man nicht gegensteuert. Klar sollte man normalerweise nicht auf WordPress drauf kommen, aber mir war bisher nicht klar wie kritisch das wäre.

Ich habe somit deutlich nachgelegt und ein paar Zusatzsicherheitsebenen eingebaut (verschiedene Nutzer für unterschiedliche PHP Nutzungsszenarien wie z.B. WordPress, Nextcloud, separate PHP Pools, weniger Nutzerrechte und user.ini Einschränkungen im Kontext PHP).

Bei meinem iPhone 8 habe ich den Reparaturversuch über Apple aufgegeben. Apple oder besser der Kundensupport hat es in drei Versuchen nicht geschafft mir ein Paket oder einen Fahrer zuzusenden, mit dem das Gerät abgeholt werden kann. Ich versuche es jetzt bei einem Unternehmen in Berlin. Mal sehen, ob die fähiger sind. Die einzige Aktion, die der Standardsupporter durchführen kann ist offenbar Fall schließen, neuen Fall eröffnen. Mehr passiert nicht.

Weitere Leselaunen

* Andersleser * Letterheart *

Das Reich der sieben Höfe [Serie]

Das reich der sieben Höfe 1 Dornen und Rosen - Sarah J. Maas  

Autor(in):

Sarah J. Maas

Teile der Serie:

  • Das Reich der sieben Höfe 1 – Dornen und Rosen (481 Seiten)
  • 4 weitere Teile, die ich nicht gelesen habe

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Band 1:

Feyre ist eine Jägerin, nicht aus Leidenschaft aber sie ist die einzige, die sich nach dem Verlust ihres Wohlstandes noch um ihre Familie kümmert. Ihr Vater ist in sich gekehrt und ihre beiden Schwestern nutzlos. Somit sieht sie es als ihre Aufgabe, die Familie als Jägerin am Leben zu halten, auch wenn sie dafür keinen Dank erhält.

Dafür muss sie in einen gefährlichen Wald, der angeblich von Fae heimgesucht wird. Die Fae sollen sich in Tiere verwandeln können und es gibt reichlich Schauergeschichten über sie. Feyres Familie ist mal wieder kurz vor dem verhungern als sie bei der Jagd einen Wolf erschießt. Aber ist der Wolf ein Wolf oder war er ein Fae und welche Konsequenzen hat ihre Handlung?

Der erste Teil des Buches ist eine klassische Lovestory, nur die Voraussetzungen sind ziemlich seltsam (Stichwort Stockholm Syndrom). Insofern aber ziemliche Standardkost. Im zweiten Teil dreht die Autorin dann mit Handlungswendungen und einer absolut unglaubwürdigen Hintergrundgeschichte auf. Ich habe mich dazu im Spoiler Teil in aller Länge ausgelassen. Die zweite Hälfte des ersten Bandes ist für mich schlicht in jeder Hinsicht vollkommen hingeschludert und unglaubwürdig.

Mir wird wohl immer ein Rätsel bleiben warum einige Autoren im Schnitt in Rezensionen eher hochgelobt werden andere aber eher als Massekost gelten. Die Grundstory in der ersten Hälfte von Band 1 hat hat man als Leser von Young Adult schon mehrfach gelesen (analog Jennifer Armentrout und andere) auch wenn die Umsetzung in dieser Reihe zumindest gut ist.

Die zweite Hälfte des ersten Bandes ist mir zu viel künstliches Drama und die Hintergrundgeschichte ist wirklich mehr als dünn und hat mehr Löcher als Zusammenhalt. Für mich passt an dieser Geschichte aber auch wirklich überhaupt nichts zusammen. Da darauf aber die Serie basiert, bin ich ziemlich ratlos wie so eine dünne Geschichte so gute Rezensionen bekommt.

Fazit:

Der Anfang dieses Bandes hat mir noch ganz gut gefallen, die Aufklärung und Hintergründe (zweite Hälfte) sind dermaßen unglaubwürdig, dass die Geschichte für mich belanglos und uninteressant wird.

Für mich wirkt es, als wenn Sarah J. Maas bestenfalls ein paar Minuten darüber nachgedacht hat. Nichts ist stimmig, nichts passt zusammen. Ich hatte bisher zu 200 Seiten (zweite Hälfte) sehr selten so viel Text im Spoiler Bereich bzgl. unklarer / unstimmiger Punkte.

Somit ist der Auftakt der sieben Höfe Serie für mich nur eine vertane Chance – da dies aber die Basis für den Rest der Serie ist, ist das für mich zu wenig. Ich kann den Hype um die Serie nach dem ersten Teil nicht nachvollziehen. Wenn ich mir die Klappentexte auf den Folgeteilen ansehe, sieht das für mich auch nicht besser aus.

Bewertung:

3 out of 5 stars 3/5 (bezieht sich auf Teil 1 der Serie, ob ich den Rest noch lese bezweifle ich momentan)

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Es gibt kaum Bedienstete und nur Tamlin und Lucien, seinen Botschafter. Wo kommt das ganze Essen und der Materielle Reichtum her? Selbst wenn es aus alten Zeiten stammt, würde sich alles abnutzen und müsste ersetzt werden. Dafür müsste es aber Leute geben, die Rohstoffe beschaffen und verarbeiten. Das wird später mit dem Schleier aufgeklärt aber Feyre wundert sich darüber nie.
  • Ziemlich dumm / naiv auf die Jagd nach einem Wesen zu gehen in einer Welt, in der man alle anderen existierenden Wesen nicht kennt und nicht bekämpfen könnte.
  • Die “Entschuldigung” – Ich wünschte, ich wäre da gewesen” von Lucian hätte man auch ganz anders interpretieren können – so nach dem Motto, so ein Mist, dass du nicht gestorben bist, ich hatte es doch so gut geplant. Sie spricht das allerdings selber später an.
  • Wie soll Feyre sich mit dem Schleier zwischen all den Wesen bewegt haben, ohne das es je zur Kollision kam. Davon ab wäre ich an ihrer Stelle sauer, da sie jeglicher Privatsphäre beraubt wurde und zwar über einen langen Zeitraum – auf die Idee kommt sie aber nicht.
  • Wieso ist Tamlin nicht auf den Namen eingegangen, den Feyre genannt hat? Das bringt die Feinde doch schon mal sehr nach an sie ran, wenn der Name echt war. Denn es geht ihm ja offensichtlich um ihren Schutz.
  • Wie ist der Mord an Feyres vermeintlicher Familie damit vereinbar, dass Rhysand angeblich ganz andere Ziele hat?
  • Nesta von Tamlin zu erzählen ist unglaublich naiv oder sogar dumm. Auch das Geld hat sie durch nichts verdient, zumal sie selbst gut versorgt ist. Es ist doch absehbar, dass Nesta diese Wissen nutzen wird, sobald sie in eine Situation kommt, wo es ihr hilft.
  • Feyre lässt sich wegschicken, weil sie beschützt werden soll, dann spricht sie mit Nesta und schon wird sie zum Retter für Tamlin in der Not?
  • Eine Kriegerin, die Botschafterin wird und dann Herrscherin – das hört sich reichlich unglaubwürdig an. Mal der Reihe nach: Der Wechsel vom Krieger zum Botschafter passt schon nicht. Wie soll sie es geschafft haben die High Lords zu umgarnen? Sie hatte nichts anzubieten. Ihr eigenes Land hatte keinen Grund das zu tun und sie hat offenbar nur im eigenen Interesse gehandelt und hätte sich selbst vor ihrem König verantworten müssen. Dass die Lords eine Vertrauensbeziehung zur neuen Herrscherin aufgebaut haben ist auch unglaubwürdig, wenn sie sich beim Kampf um die Macht selbst in der eigenen Familie umbringen.
  • Ein Zaubertrank, der die Macht aller auf sie überträgt aus einem Zauberbuch des Königs. Das hört sich für mich auch eher nach einem Konzept für einen Kinderfilm an. Wenn man derartig leicht derartig viel Macht bekommen könnte, dann hätten sich die High Lords schon lange gegenseitig ausgerottet. Davon mal abgesehen haben die High Lords überragende Sinne aber einen Trank, der ihnen untergejubelt wird, bemerken sie natürlich nicht. Aber wahrscheinlich war Amarantha neben einem überragenden General, einer hervorragenden Kriegerin einer brillanten Botschafterin auch noch überragende Magierin?
  • Die wichtigste Preisfrage: Warum überhaupt ein Fluch (ich ignoriere jetzt mal die Tatsache, dass der ja auch nicht vom Himmel fällt, sondern auf Magie basieren müsste und man dafür nicht nur Macht sondern auch entsprechendes Wissen haben müsste), wenn Amarantha doch nachdem sie die ganze Macht übernommen hat doch gleich alle High Lords hätte besiegen können. Sie hat überhaupt keinen Grund denen zusätzlich Zeit einzuräumen.
  • Zu der Liste der beeindruckenden Fähigkeiten von Amarantha gehört noch die Fähigkeit Flüche auszusprechen …
  • Da Tamlin weiß wie Amarantha tickt und sie mit einem Fingernagel das Auge seines besten Freundes rausgeschnitten hat, kann man mal auf so ein nettes Friedensagenbot wie einen Maskenball gehen und so tun als wenn nichts gewesen wäre.
  • Auf Basis der Informationen weiß Feyre nur, dass sie zumindest anfangs nur benutzt wurde. Witzigerweise so lange, bis Tamlin es wirklich geschafft hat sich in sie zu verlieben, was eigentlich schon den Fluch hätte brechen sollen. Wobei es – zumindest lt. der anfänglichen Beschreibung keinerlei Fluch gibt – denn es ist eher eine Bedingung, die erfüllt sein muss, damit Tamlin nach 49 Jahren nicht Amarantha heiraten muss. Später erfährt man dass Tamlin bei Erfüllen der Bedingung seine Macht zurück bekommen hätte. Auch dafür gibt es keinen Grund. Sie hätte ihn auch sofort zur Hochtzeit zwingen können, der er seine Macht schon verloren hatte, also wozu das ganze? Die Autorin bleibt in dem Kontext jegliche Erklärung schuldig.
  • Es gibt nicht einen Grund warum Amarantha Tamlin 49 Jahre Zeit geben sollte, um ihre Bedingung zu erfüllen und zu ihren bisherigen Handlungen passt es auch nicht, dass sie so geduldig ist.
  • Wie will man denn prüfen / beweisen, ob ein Mann von Tamlin aus hasst von einem Menschen getötet wurde? Strenggenommen ist die Bedingung auch nicht erfüllt, da Feyre dem Wolf primär aus Selbstschutz getötet hat. Das er eine Fae war wusste sie nicht.
  • Warum sollte der König seiner Kriegerin Zugang zu allen Zaubersprüchen geben? Ein allmächtiges Militär, bei der eine Person die Aushängefigur und alleinige Befehlshaberin ist, wäre die Optimalvoraussetzung für einen Putsch gegen ihn. Vor allem wenn sie dann auch noch Zugang zur allen Zaubersprüchen hat.
  • Selbst wenn Tamlin seine Macht zurück bekäme (es besteht kein Grund dafür), hätte sie immer noch ein vielfaches der Macht von ihm, da alle anderen Höfe ihre Macht an sie abgetreten haben.
  • Nachvollziehbar sind Tamlins Handlungen nicht: Erst opfert er fast all seine Männer (um den Fluch zu brechen), dann verliebt er sich in Feyre und um sie zu schützen schickt er sie weg (seine Männer sind vorher alle für diese Chance gestorben). Faktisch wird ist davon auszugehen, dass Feyre eh stirbt, egal wie er sich entscheidet, weil Amarantha eh alle Menschen vernichten will. Besonders schwer dürfte ihr das nicht fallen. Somit ist dieses eine Opfer quasi dass sinnvollste. Außerdem hätte er sie auch nach der Aufhebung des Fluches wegschicken und retten können.
  • Nachdem wir nun den ganzen ersten Teil des Buches gelernt haben wie schwach Menschen sind und wie weit die Sinne von Fae überlegen sind, wie soll man denn bitte als Leser glauben, dass Feyre auch nur in die nähe des Ortes kommt an den sie will?! Kommt sie dann auch nicht ohne entdeckt zu werden aber wie naiv kann man sein?
  • Es macht natürlich total Sinn, wenn man nur eine Tagesration einpackt, wenn man erwartet, dass der Weg eigentlich viel weiter ist als ein Tag (Wochen) und man auch wieder zurück möchte. Eine physische Abkürzung auf einem quasi direkten Weg kann nicht viel Zeit einsparen, erst recht keine Wochen. Gehen wir also mal davon aus, dass Abkürzung hier für Teleport, Schnellreise oder vergleichbares steht.
  • Erst wartet Amarantha 49 Jahre auf Tamlin und dann geht ihr nach ein paar Wochen sein Schweigen auf die Nerven?
  • Die Sache mit dem Fluch ergibt überhaupt keinen Sinn, denn nun hat Feyre ihre Liebe gestanden und es passiert nichts. Nach wie vor hat Amarantha keinerlei Grund auf einen Handel einzugehen. Das wird auch zu keiner Zeit erörtert. Die Erklärung ist offenbar: Die Zeit ist um, ist jetzt egal.
  • Die Abmachung mit der Königin ist nichts wert. Die beinhaltet nicht mal die körperliche Unversehrtheit. Die Königin könnte Feyre vor jeder Aufgabe Foltern, ihr Beine und Arme brechen und trotzdem müsste sie jede Aufgabe erfüllen. Es wäre also die leichteste Aufgabe gewesen Feyre vorher zu töten.
  • Wann soll die Botschafterin denn die High Lords umgarnt haben, wenn sie ihrem König schon vorher den Rücken gekehrt hat und wovon soll sie Botschafterin gewesen sein? Von ihrem Land ja offenbar nicht. Am Ende wird aber wieder erwähnt, dass sie angeblich noch immer für ihren König arbeitet. Das passt nicht zusammen.
  • Was hat die erste Aufgabe mit Liebe zu tun?
  • Das ganze Szenario der ersten Aufgabe hört sich nicht stimmig an. Bei derart hohen Wänden könnte die Masse überhaupt nicht sehen was passiert. Wenn man die Knochen mit der Hand einfach in die Wand und den Boden rammen könnte, würden sie dort nicht halten. Erst lässt der Wurm Feyre entkommen, später bricht er dann durch Wände. Da Amarantha keine konkrete Aufgabe gestellt hat, kann sie auch nicht bestanden werden.
  • Die Verletzung nach der ersten Aufgabe hätte sich entzündet und Feyre wahrscheinlich getötet. Dazu noch die Aussage, dass Feyre ständig blutet und die Wunde sich nicht schließt + verdorbenes Essen, Brechen (das entzieht extrem viel Wasser) und Kälte. Es ist vollkommen unrealistisch, dass sie das überlebt. Es ist sehr naheliegend, dass die anderen Aufgabe nicht anders enden. Sie müsste sich somit vollständig verkaufen, wenn Rhysand es darauf anlegen würde.
  • Der zweite Handel ist genauso dumm wie der erste, weil sie nicht weiß für was sie zugesagt hat auch wenn sie nicht wirklich eine Wahl hatte, hate sie allein bei der ersten Aufgabe schon ein viertel ihres Lebens verschenkt.
    – Die Königin des Herbsthofes tauscht das Leben ihres Sohnes gegen sauberes Wasser und sagt dann wir sind quit?
  • Man könnte Feyre jeden Tag eine unlösbare Aufgabe stellen und sei anschließend Foltern, es ist absolut unglaubwürdig, dass sie die 3 Monate überstehen würde.
  • Was hat die Frage “Ist diese Idee deinem kranken Hirn entsprungen?” mit der Antwort “Ich habe niemandem von unserem Handel erzählt.” zu tun?
  • Das Rhysand oder andere Eeyre unterstützen, dürfte für Amarantha mehr als offensichtlich sein. Stört sie das nicht?
  • “Die Schreie der Unglücklichen.” Das ist eine starke Verharmlosung. Wenn man zu Tode gefoltert wird, ist unglücklich sein wohl eher ein geringes Problem und auch nicht zu Zustandsbeschreibung die ich wählen würde.
  • Wieso hat Rhysand das Leben von Tamlin gerettet, in dem er Feyres Leben gerettet hat?
  • Wenn Amarantha so arrogant und dumm wäre Rhysand zu vertrauen, wäre sie keine 49 Jahre auf dem Thron geblieben. Er belügt sie offenkundig mehrfach und sie merkt es nicht. Dazu fordert er sie heraus und sie reagiert nicht darauf.
  • “Seine Zaubersprüche zu stehlen und ein Gebiet für sich selbst zu beanspruchen ist eine Sache. Aber zu versagen un ihn zu enttäuschen ist eine ganz andere.” Der König sollte man dringend seine Prioritäten überprüfen. Davon mal abgesehen – wieso sollte der König keine Magie mehr haben, nur weil Amarantha Zaubersprüche aus seinem Buch benutzten kann?!
  • Rhysand deswegen als irgendwie gut darzustellen, weil er nur ein viertel von Feyres Leben beansprucht hat, halte ich für ziemlich schräg.
  • Angeblich ist die Königin so scharf auf Tamlin, dass sie 49 Jahre auf ihn wartet und dann lässt sie ihn von Feyres töten? Das passt nicht zusammen.
  • Seit wann muss man jemanden manuell von einem Fluch befreien, obwohl die Bedingungen erfüllt sind?
  • Es ist wenig plausibel, dass die Fae, die zu Amarantha gehalten haben einfach so aus dem Thronsaal flüchten, ohne angegriffen zu werden.
  • Die Abmachung mit Rysand nicht mehr wirksam, denn Feyre war tot. Die Abmachung galt so lange sie lebt. Das ist immer das Problem, wenn einerseits Wortklauberei getrieben wird, die Autoren aber je nach Fall unterschiedliche Maßstäbe anlegen.
  • Das Rätsel war nicht sonderlich schwer: Auf Liebe bin ich sofort gekommen, weil es das offensichtlichste war. Wirklich gut hat der Text aber nicht zur erwünschten Lösung gepasst und da sie nur einen Versuch hatte, wäre die Antwort vorher auch ziemlich gewagt gewesen.

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Leselaunen Sündenengel

Die Aktion „Leselaunen“ ist ein wöchentlicher Bericht und Austausch unter Buchbloggern über das aktuell gelesene Buch, die Lesemotivation und andere Kleinigkeiten im Leben eines Buchbloggers. Der Leselaunen Bericht erscheint wöchentlich am Sonntag bis 20:00 und jeder darf jederzeit mitmachen und seinen Link dann bei Letterheart verlinken. Einfach einen Leselaunen-Beitrag schreiben, verlinken, andere Teilnehmer besuchen/kommentieren und genießen!

Da ich unten ggf. einige Markennamen erwähne, kennzeichne ich den Beitrag hiermit als Werbung.

Aktuelles Buch:

Das Reich der sieben Höfe 1 Dornen und Rosen - Sarah J. Maas

Aktuell lese ich den ersten Teil von das Reich der sieben Höfe und während mir der erste Teil noch zugesagt hat, finde ich den zweiten bisher ziemlich schlecht. Die ganze Hintergrundgeschichte ist absolut unstimmig und unglaubwürdig.

Aktuelle Lesestimmung:

Knights 2 Ein Gnadenloses Schicksal - Lena Kiefer

Leitstern 8 Carta - Cahal Armstrong, Blake O’Bannon

Angels of Sin 1 Blutmond - Lara Steel

Angels of Sin 2 Herz aus Eis - Lara Steel

Angels of Sin 3 Dunkle Begierde - Lara Steel

Den zweiten Teil der Knights Serie habe ich beendet. Das Buch erfüllt den Begriff Füllband maximal. Im Prinzip hat die Handlung am Anfang und am Ende mehr oder weniger den gleichen Stand.

Die Lesestimmung war ok. Ich bin zunehmend genervt von dem Trend ultrakurzer Bücher, der wohl der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass irgendwer festgelegt hat, dass Kindle Bücher zwischen 1 und 5 € Kosten sollen. Somit kommen selbst lange Geschichten – wie z.B. die Leitsternsaga in 200 – 300 Seiten Büchern raus. Das Ergebnis ist, dass  die Geschichte über derart viele Teile so komplex ist, dass es sich für 200 Seiten nicht lohnt sich wieder in die Thematik rein zu denken.

Bei der Angels of Sin Reihe hat man das gleiche Phänomen. Dort passt das World Building nicht ansatzweise in den ersten Band, sondern benötigt alle 3 Bände. Obwohl die Autorin damit wirbt, dass man die Bände einzeln lesen kann, versteht man dann die Welt überhaupt nicht. Ich  habe testweise mit Band 2 begonnen und das funktioniert nur, wenn einem die Details egal sind.

Zitat der Woche:

»Die Berge, aus denen niemand je zurückkam?« Er leckt sich über die Unterlippe. »Genau die.« »Wenn niemand von dort zurückkommt, muss es da besonders schön sein. Gib mir zehn Minuten.« One True Queen Serie, Jennifer Benkau

Und sonst so:

Ich habe mir den aktuellen Top Gun Maverick Film angesehen (seit 2,5 Jahren zum ersten Mal im Kino!). Die IMDB Wertung 8.6 von 10 kann ich nicht nachvollziehen. Ja, der Film macht seinen Job nicht schlecht. Er ist eine Hommage an den alten Film aber auch mehr oder weniger ein Abklatsch der Handlung mit aktueller Action. Dass der Film dabei maximal unrealistisch ist wohl ein Nebeneffekt.

Ansonsten habe ich noch Spiderman Coming Home gesehen. Mal abgesehen davon, dass Spiderman einfach zu oft mit zu vielen Schauspielern verfilmt wurde, kann ich mit dem Fremdschämhumor des aktuellen Spiderman nichts anfangen. Den Folgeteil fand ich immerhin besser als diesen.

Mein Kreditkartenthema von den letzten Leselaunen scheint erst mal abgeschlossen zu sein. Richtig aufgeklärt hat sich natürlich nichts. Der Kartenservice hat ein verwirrendes Schreiben geschickt, nachdem 2 von 6 Positionen angeblich durch das abbuchende unternehmen erstattet wurden und man daher die Angelegenheit vorläufig als erledigt betrachtet. Ausgebucht wurde aber der vollständige Betrag.

Der Netzwerkswitch (auch aus den letzten Leselaunen) wurde mittlerweile im Rahmen der Garantie getauscht und es hat ca. 3 Wochen gedauert. Es gibt unternehmen, die das besser hinbekommen. In dem Fall lag es auch nicht an der Lieferfähigkeit, sondern einfach an dem lahmen Durchlauf bei TP-Link.

Mein iPhone 8 ist von Apple noch nicht abgeholt worden (bzw. die Abholung sollte seitens UPS erfolgen, die bekommen aber offenbar keinen Auftrag von Apple). Für ein so großes Unternehmen ist es schon mehr als peinlich, dass so ein Standardprozess nicht funktioniert.

Ich habe zwischenzeitlich bei Apple angerufen und der Auftrag wurde komplett storniert und manuell am Telefon neu erfasst. Dabei wurden alle Angaben telefonisch neu erfragt, von der Adresse bis zur Seriennummer. Das Ergebnis ist das gleiche, es passiert abseits der Abbuchung des Reparaturbetrages nichts.

Aber ich habe unseren Benzinrasenmäher repariert. Der sprang ganz schlecht an seit einiger Zeit. Ich habe mich dann auf Ursachenforschung begeben und bin auf die Klappe für den Autochoke gestoßen. Da war offenbar eine kleine Feder (Kosten ein paar cent) verschwunden. Die war an der Stelle exponiert und das Gitter davor schützt leider nicht vor Ästen. Das Ersatzteil Kostet 5€ + Versand (also ca. 10€) für ein Teil was gerade mal 3cm lang und ca. 5mm dick ist. Aber nun kann man ihn wieder mit einem Zug starten.

Der Robomäher / Automower von Husqvarna (zweiter Grundstücksteil) ist auch wieder da. Der hatte die Arbeit Anfang des Jahres verweigert. Das Problem gab es letztes Jahr schon mal (Batterien wurden nicht geladen), da wurden die Batterien vermeintlich getauscht (nachvollziehen kann man das nicht). Jetzt wurde zusätzlich die Hauptplatine getauscht. Nach somit 7 Jahren Robomäher hatten wir nun ca. 900€ Reparaturkosten. Offen ist noch, ob das Problem nun weg ist. Im Moment läuft er. Die Kostenvergleiche Bezinmäher vs. Robomäher kann man also getrost vergessen. So ein Benzinmäher kostet über 20 Jahre einen Bruchteil. Im Optimalfall hat man da überhaupt keine Reparaturkosten.

Somit beweist sich mal wieder: Desto mehr materielles Zeug man hat, desto mehr rennt man hinter dem Erhalt dessen her, wofür man vorher schon gearbeitet hat. Man unterwirft sich also selber diversen Zwängen durch Besitz. Das ist schon sehr wahr.

Weitere Leselaunen

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